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1.

Messung und Einstellung des Speisedrucks

- 60 bar - Manometer an Hochdruckmeßstelle (MA) oder (MB) der Fahrpumpe anschließen

- Achtung, keine Fahrtrichtung schalten !

- Meßwert von Manometer ablesen. Sollwert: siehe Technische Daten

- Wenn Sollwert nicht erreicht wird, Verschlußstopfen für Speisedruckventil (3) heraus-
drehen und durch Beilegen oder Entfernen von Einstellscheiben den Druck korrigieren.

2. Messung und Einstellung der Fahrpumpen-Nullstellung

- Manometer an Hochdruckmeßstelle (MA) und (MB) an der Fahrpumpe anschließen

- Motor auf erhöhte Leerlaufdrehzahl bringen

- Manometer beobachten. Beide Meßwerte müssen gleich sein.

- Sind die Meßwerte unterschiedlich, kann die Nullstellung über die Einstellschraube (6) an
der Fahrpumpe korrigiert werden.

3. Messung und Einstellung der Anfahrdrehzahl

- Maschine auf ebener Fläche abstellen

- Motordrehzahlmesser anschließen

- Fahrbereichsschalter auf Position „Schildkröte“ bringen

- Fahrtrichtungsvorwahlhebel auf Position „Vorwärts“ bzw. „Rückwärts“ bringen

- Gaspedal langsam betätigen

- Beim Anfahren der Maschine Motordrehzahl ablesen. Sollwert: siehe Technische Daten

- Wenn der Sollwert nicht erreicht wird, Einstellschraube (1) an Regelpatrone ein- bzw.
ausdrehen

Eindrehen: Maschine fährt später an


Ausdrehen: Maschine fährt früher an

Typ/Model/Type Datum/Edition/Date
SKL 823 / 833 / 843 / 853 /863 01.2000
SKS 633
Benennung/Description/Dénomination Blatt/Page/Feuille
Einstellanweisung Fahrhydraulik 5.300.01
4. Messung und Einstellung der Drückungdrehzahl

ACHTUNG! Bei dieser Messung muß auf der Straße bzw. auf einem freien Gelände
gefahren werden. (Eine Steigung wäre günstig). Straßenverkehr beachten ! Eventuell mit
2 Personen ausführen.

- Ladeschaufel befüllen

- 600 bar - Manometer an Meßstelle (MA) vorwärts der Fahrpumpe anschließen

- Drehzahlmesser am Motor anschließen

- Regelbeginnstellschraube 1 Umdrehung eindrehen, Fahrmotor darf nicht regeln

- Bremsinchschlauch an Fahrpumpe abklemmen und verschließen

- Fahrbereichsschalter auf Position „Hase“ bringen

- Fahrtrichtungsvorwahlhebel auf „Vorwärts“ bringen

- Anfahren, Vollgas geben

- Während der Fahrt Betriebsbremse betätigen, Hochdruckwert (siehe Technische Daten)


einbremsen. Ist dieser Wert erreicht, Motordrehzahl ablesen (siehe Technischen Daten)

- Die Einstellung kann durch Ein- bzw. Ausdrehen der Stellschraube (1), Regelpatrone an
der Fahrpumpe, korrigiert werden (Achtung: Anfahrdrehzahl muß im Toleranzbereich
liegen).

Eindrehen: Maschine fährt später an


Ausdrehen: Maschine fährt früher an

Danach Bremsschlauch wieder anschließen und Bremse am Inchblock entlüften.


Regelbeginn nach Anweisung Pkt. 7 einstellen.

5. Messung und Einstellung der Druckabschneidung

- 600 bar - Manometer an Meßstelle (MA) bzw. (MB) der Fahrpumpe anschließen

- Fahrbereichsschalter auf Position „Hase“ bringen

- Fahrtrichtungsvorwahlhebel auf „Vorwärts“ bzw. „Rückwärts“ bringen

- Maschine gegen Hindernis fahren

- Vollgas geben

- Meßwert von Manometer ablesen. Sollwert: siehe Technische Daten

- Wenn Sollwert nicht erreicht wird, Stellschraube (7) für Druckabschneidung ein- bzw.
ausdrehen.

Eindrehen: Druckerhöhung
Ausdrehen: Druckminderung

5.300.01/01.2000
6. Messung und Austausch der Fahrhochdruckventile

Hinweis: Überprüft wird, ob die Fahrhochdruckventile ca. 30 bar über der Druck-
abschneidung liegen.

- 600 bar - Manometer an Meßstelle (MA) bzw. (MB) der Fahrpumpe anschließen

- Druckabschneidung um ca. 30 - 40 bar höher stellen

- Fahrtrichtungsvorwahlhebel auf „Vorwärts“ bzw. „Rückwärts“ bringen

- Maschine gegen Hindernis fahren (Räder müssen blockieren)

- Vollgas geben

- Meßwert von Manometer ablesen. Sollwert: ca. 30 bar über der Druckabschneidung

- Wenn Sollwert nicht erreicht wird, bei SKL 823/833/843 und SKS 633 HD-Ventil (4) bzw.
(5) an Fahrpumpe ausbauen und einstellen, einbauen und Druckprobe, gegebenenfalls
nachjustieren.
Bei SKL 853/863 HD-Ventile - ohne auszubauen - über Stellschraube einstellen.

- Druckabschneidung wieder auf den Sollwert (siehe Technische Daten) einstellen

7. Messung und Einstellung des Regelbeginns

Methode 1: Test am Berg

Der Hochdruck wird durch Bergauffahrt simuliert. Bei dementsprechender Steigung wird
der Regelbeginn automatisch erreicht (dynamische Messung).

- 600 bar - Manometer an Meßstelle (9) (Regelbeginn) am Fahrmotor anschließen

- 600 bar - Manometer an Meßstelle (MA) = (Hochdruck vorwärts) der Fahrpumpe an-
schließen

- Fahrbereichsschalter auf Position „Hase“ bringen

- Fahrtrichtungsvorwahlhebel auf „Vorwärts“ bringen

- Anfahren, Vollgas geben. Achtung: Straßenverkehr beachten. (Messung eventuell mit 2


Personen ausführen).

- Beide Manometer steigen langsam an. Bei Sollwert (siehe Technische Daten) muß das
Manometer an der Regelbeginn - Meßstelle zurückgehen.

- Bei zu geringer Steigung (Hochdruck zu niedrig) Betriebsbremse zu Hilfe nehmen, hierfür


vorher Bremsinchschlauch an Fahrpumpe abklemmen und verschließen.

Typ/Model/Type Datum/Edition/Date
SKL823 /833 /843 /853 /863 01.2000
SKS 633
Benennung/Description/Dénomination Blatt/Page/Feuille
Einstellanweisung Fahrhydraulik 5.300.02
- Die Einstellung kann durch Ein- bzw. Ausdrehen der Stellschraube (10) am Fahrmotor
korrigiert werden

Eindrehen: Regelbeginn später


Ausdrehen: Regelbeginn früher

Danach Bremsschlauch wieder anschließen und Bremse am Inchblock entlüften

Methode 2:Test in der Ebene

♦ Druckschläuche Speisedruck (G) und Steuerdruck (Pst) an der Fahrpumpe gegenein-


ander vertauschen, somit liegt Speisedruck an der Fahrmotorregelung an

♦ 600 bar Manometer an der Fahrpumpe MA = Hochdruck vorwärts anschließen

♦ 60 bar Manometer an der Fahrpumpe MB = Hochdruck rückwärts anschließen,


(in diesem Fall Speisedruck)

♦ 600 bar Manometer am Fahrmotor Meßstelle Regelbeginn anschließen

♦ Maschine vorwärts gegen Block fahren

♦ Fahrstufe schnell (Hase) wählen

♦ Langsam Gas geben.

♦ Alle drei Manometer beobachten, fällt das Manometer vom Fahrmotor zurück, die Werte
der anderen Manometer ablesen und mit der nachfolgenden Tabelle vergleichen (bei zu
starken Abweichungen Regelbeginn einstellen).

SKL 823 Speisedruck Regelbeginn


30 bar 345 bar
31 bar 355 bar
32 bar 365 bar
33 bar 370 bar

SKL 833/SKS 633 Speisedruck Regelbeginn


28 bar 215 bar
30 bar 240 bar
32 bar 270 bar
34 bar 300 bar

SKL 843 Speisedruck Regelbeginn


30 bar 300 bar
31 bar 310 bar
32 bar 320 bar
33 bar 325 bar

SKL 853 Speisedruck Regelbeginn


26 bar 220 bar
28 bar 250 bar
30 bar 280 bar
32 bar 300 bar

5.300.02/01.2000
SKL 863 Speisedruck Regelbeginn
25 bar 220 bar
26 bar 235 bar
27 bar 250 bar
28 bar 275 bar
29 bar 285 bar

Toleranzbereich Regelbeginn : ± 10 bar

8. Messung und Einstellung der Inchung

♦ Motorhaube öffnen

♦ 600 bar Manometer an vorhandene Meßstelle MA (Hochdruck vorwärts) der Fahrpumpe


anschließen.

♦ 60 bar Manometer an Meßstelle „Bremsdruck am Inchventil“ anschließen

♦ Maschine vorwärts gegen ein festes Hindernis fahren, sodaß die Räder blockieren.

♦ Vollgas geben

♦ Fußbremspedal langsam betätigen

♦ Beide Manometer beobachten: Bei ca. 5 bar Bremsdruck muß die Abinchung beginnen,
d.h. 600 bar Manometer fällt ab. Bei ca. 13 bar Bremsdruck muß die Abinchung beendet
sein, d.h. das 600 bar Manometer fällt bis Speisedruck zurück.

♦ Der Inchbereich kann über die Einstellschraube (11) am Inchventil verändert bzw.
korrigiert werden.

Eindrehen: Inchung später


Ausdrehen: Inchung früher

9. Messung Druckschalter (Hydrostatische Bremse)

- Motorhaube öffnen

- 60 bar Manometer an Meßstelle „Bremsdruck am Inchventil“ anschließen

- Prüflampe am stromlosen Kabel des Bremsdruckschalters anschließen

- Bei Bremsdruckwert (siehe Technische Daten) muß die Prüflampe aufleuchten

- Liegt der Druckwert außerhalb des Sollwertes, Druckschalter einstellen bzw. austauschen

Typ/Model/Type Datum/Edition/Date
SKL 823 / 833 / 843 / 853 /863 01.2000
SKS 633
Benennung/Description/Dénomination Blatt/Page/Feuille
Einstellanweisung Fahrhydraulik 5.300.03
Beschreibung A6 VM DA 5
mit Schaltmagneten

elektr. Fahrtrichtungsventil und Q min Schaltung

Fahrstufe Hase (Straßenfahrt), Vorwärts

- Schaltmagnet (a) elektr. in Verbindung mit Fahrtrichtungsschalter stromlos

die Hochdruckseite A ist druckbeaufschlagt, dadurch kann über das Rückschlagventil und
dem Schaltmagnet (a) der Hochdruck zum Regelkolben (Ringfläche) einerseits und zur
Stellkolbenringfläche anderseits wirken.

- Schaltmagnet (b) elektr. in Verbindung mit Schnell/Langsamschalter stromlos

Dadurch kann der jeweilige drehzahlabhängige Steuerdruck auf die große Regelkolben-
fläche wirken. Dies bewirkt, daß der Fahrmotor wie bei jeder DA-Regelung auf Q min
(kleiner Schwenkwinkel) (Hase) gestellt wird . Bei Belastung (ansteigender Hochdruck)
regelt der Fahrmotor ab dem eingestellten Regelbeginn selbsttätig auf Q max (großer
Schwenkwinkel) Schildkröte zurück.

Fahrstufe Hase (Straßenfahrt), Rückwärts

- Schaltmagnet (a) strombeaufschlagt

Die Hochdruckseite B ist druckbeaufschlagt. Dadurch ergibt sich ein analoger Ablauf wie
bei Fahrstufe Hase (Straßenfahrt), Vorwärts beschrieben.

Fahrstufe Schildkröte ( Arbeitsgang), Vorwärts

- Schaltmagnet (a) stromlos

Funktionsablauf wie Fahrstufe Hase (Straßenfahrt)

- Schaltmagnet (b) strombeaufschlagt

Der Steuerdruck wird nicht auf die große Fläche des Regelkolbens geschaltet,
Magnetventil (b) ist geschlossen. Der Fahrmotor bleibt auf Q max (großer Schwenkwinkel)
fixiert.

Typ/Model/Type Datum/Edition/Date
SKL 823 / 833 / 843 / 853 / 863 01.2000
SKS 633
Benennung/Description/Dénomination Blatt/Page/Feuille
Fahrmotor 5.300.06
Hydrostatische Bremse

Durch Freigeben des Gaspedals wird die Fahrgeschwindigkeit reduziert. Der hydrostat.
Fahrantrieb wirkt hierbei als verschleißfreie Hilfsbremse.

Zusätzliche hydrostatische Bremse wirkt nur im Straßengang (Vorwärts)

Durch Betätigen des Fußbremspedals werden ab einem bestimmten Bremsdruck (siehe


Techn. Daten) über einen Bremsdruckschalter beide Schaltmagnete (a) und (b) am
Fahrmotor mit Strom beaufschlagt. Dies bewirkt, daß der Fahrmotor von Q min auf Q max
verstellt wird.
Hierbei geschieht folgendes:
Schaltmagnet (b) sperrt Steuerdruck x1 zum Regelkolben ab.
Dieser schaltet die große Stellkolbenfläche zum Tank.
Da sich beim Abbremsen der Maschine das Hochdruckverhältniss von A zu B umkehrt
(Fahrmotor wird zur Pumpe) wird über den Schaltmagnet (a) der Hochdruck von der B-Seite
zur Ringfläche des Stellkolbens geführt. Der Fahrmotor verstellt nun auf den großen
Schwenkwinkel (Q max).
Die Maschine wird dadurch zusätzlich abgebremst.

5.300.06/01.2000