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Pressemitteilung 200229

Rekordweltmeister Russland auf Titelkurs


Deutsche Mannschaft aktuell auf Rang drei

Mit der erwarteten souveränen Leistung der russischen Mannschaft endete der
erste Tag der Eisspeedway-Team-Weltmeisterschaft 2020 in Berlin. Vor rund
4.000 Fans holten Daniil Ivanov, Dmitry Khomitsevich und Igor Kononov im
Horst-Dohm-Eisstadion im Bezirk Wilmersdorf 28 von 30 möglichen Heat-
Punkten und gehen mit drei Zählern Vorsprung auf das schwedische Trio
Martin Haarahiltunen, Niclas und Stefan Svensson in den Finaltag. Bei diesem
werden die Karten neu gemischt, denn nach weiteren 21 actiongeladenen
Läufen fällt die Entscheidung erst im Finale der beiden bis dahin punktbesten
Mannschaften. Bei der Vergabe der Medaillen möchte auch das deutsche Team
mit Johann Weber, Max Niedermaier und dem bislang noch nicht zum Einsatz
gekommenen Markus Jell ein Wörtchen mitreden. Mit aktuell Platz drei vor den
Teams aus Österreich, Kasachstan, Tschechien und Finnland sieht es
diesbezüglich ganz gut aus.

Da die sehr ausgeglichene russische Mannschaft ihre drei Fahrer im regelmäßigen


Wechsel auf die Bahn schickt, war der amtierende Einzel-Weltmeister sowie Grand-
Prix-Spitzenreiter 2020, Daniil Ivanov, am Samstag nur vier statt sechs Mal am Start,
entschied diese Heats aber allesamt für sich. Seine Teamkollegen Dmitry
Khomitsevich und Igor Kononov standen dem nicht großartig nach, stellten sich in
den Dienst der Mannschaft, vertraten Daniil Ivanov als Laufsieger und sammelten
ebenfalls ordentlich Punkte.
Auf Rang zwei liegen nach dem ersten Tag die Schweden, für die neben Martin
Haarahiltunen das Vater-Sohn-Duo Stefan und Niclas Svensson ebenfalls in
verschiedenen Konstellationen auf Punktejagd gingen. Derzeit haben sie auf die
Russen drei Punkte Rückstand sowie auf die auf Platz drei rangierende deutsche
Mannschaft drei Zähler Vorsprung.
Auf irgendwelchen nicht vorhandenen Lorbeeren ausruhen können sich die bisher
auf Punktejagd befindlichen Johann Weber und Max Niedermaier sowie der dritte
Mann im Bunde, Markus Jell, keinesfalls, denn die viertplatzierten Österreicher
Harald Simon, Franz Zorn und Charlie Ebner folgen mit ebenfalls nur drei Punkten
Rückstand auf dem vierten Platz. Somit ist für den Finaltag für (fast) alle
Mannschaften noch was drin.
Da Russland, auch dank der Ausgeglichenheit der Akteure, strikt durchwechselte,
sind Johann Weber, genannt der „Eishans“, und der Alpenracer Harri Simon mit je 14
eingefahrenen Zählern die bisher punktbesten Fahrer, was bei einer Team-WM
allerdings wenig Bedeutung hat. So sind ein taktisch kluges Fahren und ein Auge für
den Mannschaftskollegen weit mehr wert als der reine Speed.
Dementsprechend lobende Worte fand am Ende des ersten Tages der 35-jährige
Bayer Johann Weber: „Es ist, bis auf den ersten Heat gegen Schweden, für uns
heute echt gut gelaufen. Ich hatte ein kleines Problem mit dem Gas verlierenden
Stoßdämpfer. Aber ich bin persönlich sehr zufrieden, zumal wir das teammäßig alles
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sehr gut gemacht haben. Wenn es von der Geschwindigkeit her nicht ganz so rasant
war, haben Max und ich sehr gut zusammengespielt. Wir haben uns auch für die
Starts immer abgesprochen. Mir hat es heute sehr gut getaugt. Der Tag morgen ist
lang, da kann noch viel passieren. Aber mit dieser Ausgangslage sollte auch für uns
noch viel drin sein.“
Dem schloss sich Max Niedermaier an, indem er sagte: „Wir sind auf Kurs, aber noch
nicht auf Kurs fürs Finale um die Plätze eins und zwei, wo wir eigentlich hinwollten.
Das A-Finale wäre natürlich etwas, dabei kann alles passieren. Die Russen kochen
auch nur mit Wasser, wie man heute gesehen hat. Auf jeden Fall wäre es mal schön,
wenn Russland mal nicht Weltmeister wird. Ich denke, das wäre für den Sport ganz
gut. Ansonsten sind wir mit dem heutigen Tag sehr zufrieden.“
Zufrieden zeigte sich auch der Teammanager Bernd Sagert, der zugleich als 2.
Vorsitzender der die Team-WM 2020 veranstaltenden Eisspeedwayunion Berlin
seine Kritik vom Freitag am Motorrad-Weltverband FIM konkretisierte bzw.
relativierte. Dazu erklärte er: „Als Erstes möchte ich festhalten, dass unsere Jungs
heute einen tollen Job gemacht haben. Wir möchten morgen in eines der beiden
Finale fahren – dann hilft der liebe Gott. Bei meiner gestrigen Kritik ging es nicht
darum, die anwesenden Sportwarte der FIM zu diskreditieren, sondern die Form der
Zusammenarbeit mit dem Hauptamt offen anzusprechen. Die Leute hier vor Ort
machen zusammen mit uns einen tollen Job.“
Die Rennen des zweiten Tages des „Ice Speedway of Nations“ starten 14:00 Uhr, der
Einlass ins Stadion erfolgt drei Stunden früher. Karten sind an der Tageskasse noch
erhältlich.
Weitere Infos unter: www.eisspeedwayberlin.de.

Ablauf und Ticketpreise 47. Eisspeedway Berlin


Sonntag, 1. März 2020, Rennen „Ice Speedway of Nations“ (Läufe 22 – 42 + 2 Finale)
Einlass: 11:00 Uhr
Autogrammstunde: 12:45 – 13:00 Uhr
Eröffnung: 13:40 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: ca. 16:30 Uhr
Eintritt (Haupttribüne / Kurven 1 u. 2): 43,00 € (Kinder 10,00 €)
Eintritt (Gegengerade / Oberring): 33,00 € (Kinder 10,00 €)

Pressekontakt:
Eisspeedwayunion Berlin
c/o HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG
Herr Thorsten Horn
Schenkenberg 40
09125 Chemnitz
Tel.: +49 (0)371 56160-13
Mobil: +49 (0)172 2575112
E-Mail: topspeed.horn@hb-werbung.de

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