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Architektur der Renaissance 14.01.

2019

Allgemein

 „Renaissance“ (ital. „la rinascita“ = die Wiedergeburt)


 Architektur des Zeitraums zwischen dem frühen 15. & späten 16. Jahrhundert in verschiedenen
Regionen Europas:
o Renaissance (ca. 1400–1500); bekannt als Quattrocento oder auch Frührenaissance
o Hochrenaissance (ca. 1500–1525)
o Manierismus (ca. 1520–1600
 strebte bewusst Wiederbeleben u. Weiterentwickeln bestimmter Elemente der Römischen Antike an
 die Architektur der Renaissance folgte auf die gotische Architektur und wurde abgelöst von
der Barock-Architektur

Baustil

 Renaissancestil betont Symmetrie, Proportion, Geometrie und Anordnung der Bauteile


 Meist rechtwinkliger und symmetrischer Grundriss
 Grundriss und Fassade bedingen sich gegenseitig u. werden nicht losgelöst voneinander betrachtet
 Fassade ebenfalls symmetrisch
 Kuppeln wurden häufig als Gestaltungselemente eingesetzt

Architekten und Bauwerke

 Baldassare Peruzzi: Villa Farnesina, Palazzo Massimo alle Colonne


 Michelangelo Buonarroti: Laurenziana in Florenz, das Kapitol in Rom, Petersdom in Rom.
 Donato Bramante: Santa Maria delle Grazie, Tempietto di Bramante
 Filippo Brunelleschi: Dom zu Florenz, Die Kirche San Lorenzo

Merkmale barocker Architektur

 Von 1575 bis 1760/70


 ovale, ellipsoide, geschweifte Formen
 Prachtbauten (vor allem Schlösser z.B. Schloss Versailles)
 Konvex-konkave Schwingungen und Übereckstellung von Pfeilern
 verschlüsselte Raumgebilde
 Verdoppelung von Säulen/ Pilastern
 Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen, wie Architektur, Skulptur und Malerei werden
verwischt
 Gebäude sollte überwältigend wirken

Unterschiede zur Renaissance

 alle strengen Ordnungen der Renaissance werden nach und nach aufgelöst
 schwingende, krumme, dynamische Formen statt statische
 Kuppeln, Säulengruppen, Giebel und Fensterbekrönungen mit reichem ornamentalem Schmuck
 Einzelformen ordnen sich dem Gesamtkunstwerk unter
 Lichteffekte werden genutzt
 dem Vorbild wurde relativ ähnlicher Stil entwickelt aber künstlerisch immer wieder neu abgewandelt

Architekten und Bauwerke

 Louis Le Vau, Charles Lebrun und Jules Hardouin-Mansart: Schloss Versailles, 1678–1684
 Juan Gómez de Mora: Plaza Mayor in Madrid ab 1617
 Johann Lucas von Hildebrandt: Schloss Belvedere in Wien, ab 1720