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E-Learning Handout-Reihe:

Kommunikation & Interaktion Medizin

LERNMODUL 5
KÖRPERLICHE
UNTERSUCHUNG
Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Inhaltsverzeichnis
Einleitung ...................................................... 2

1. Elemente der k. U. ......................................4

2. Sprachhandlungen der k. U......................... 5

Sprachhandlungen zu den Elementen ....................... 5

Sprachhandlungen zu den Körperteilen ..................... 6

3. Grammatikeinheit: Imperativ ......................8

Wie bilde ich die Imperativformen?............................ 9

4. Grammatikeinheit: Konjunktiv II ............... 11

5. Grammatikeinheit: Imperativ <-> Konj. II .. 13

Umformung Imperativ -> Konjunktiv II .................... 13

Umformung Konjunktiv II -> Imperativ .................... 15

6. Kommunikationstipps zur k. U. ................. 16

Kommunikationstipps zur k. U. ................................ 16

Die Inhalte dieses Handouts stammen aus dem E-Learning-Angebot der Freiburg
International Academy.

Es wird kein Anspruch auf inhaltliche Korrektheit oder thematische


Vollständigkeit erhoben. Die Inhalte stellen eine sprachlich-kommunikative
Perspektive auf das Thema dar.

Stand September 2018

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Einleitung
Die körperliche Untersuchung ist fester Bestandteil der Diagnostik.
Bei der körperlichen Untersuchung untersucht der Arzt mit seinen
Sinnen – Sehen, Hören, Tasten und Riechen – den Patienten.
Hierbei benutzt der untersuchende Arzt – falls notwendig –
medizinische Hilfsmittel, wie z.B. ein Stethoskop oder eine
Diagnostiklampe.

In sprachlich-kommunikativer Hinsicht hat die körperliche


Untersuchung folgende Merkmale:

Es handelt sich um eine mündliche Experten-Laien-


Kommunikation. Das bedeutet, dass das mündliche Gespräch
zwischen dem Arzt als Experten und dem Patienten (und seinen
gesetzlichen Vertretern oder einer Begleitperson) als Nicht-
Experten stattfindet. Der Arzt sollte daher wenig Fachsprache
benutzen, damit der Patient das Gespräch besser versteht.

Während der körperlichen Untersuchung spricht der Patient relativ


wenig – auch der Arzt spricht relativ wenig, jedoch spricht er mehr
als der Patient. Der Arzt führt mit seinen Handlungen durch die
körperliche Untersuchung. Das bedeutet, dass der Arzt
beispielweise einzelne Elemente der Untersuchung ankündigt und
vorstellt, wie z.B. ‚Wir kommen jetzt zum nächsten Teil unserer
Untersuchung. Ich möchte Ihre Lungen abhören. Machen Sie dazu
bitte Ihren Oberkörper frei.‘ Meistens hört der Patient zu und führt
aus, was der Arzt möchte.

Die sprachlich-kommunikative Aufgabe des Arztes besteht darin,


mit vielen kurzen Sätzen detaillierte Handlungen des Patienten
verständlich zu bewirken. Der Arzt muss also mit kurzen Sätzen
genau arbeiten können, wie z.B. mit Aufforderungen: ‚Berühren Sie
mit Ihrem linken Zeigefinger Ihr rechtes Ohrläppchen.‘ Oder mit
höflichen Bitten: ‚Könnten Sie bitte in die Hocke gehen und den Boden
dabei nicht berühren?‘

Das Formulieren dieser knappen aber detaillierten


Aufforderungen oder Bitten sind die sprachlich-kommunikativen
Herausforderungen für den Arzt bei der körperlichen
Untersuchung.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Die körperliche Untersuchung ist kein Teil der Fachsprachprüfung,


jedoch Teil der medizinischen Kenntnisprüfung.

Sie finden in diesem Handout die wichtigsten Inhalte zu folgenden


Themen:

 Elemente und Sprachhandlungen der körperlichen


Untersuchung
 Grammatikeinheit: Imperativ und Konjunktiv II
 Kommunikationstipps zur körperlichen Untersuchung

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

1. Elemente der k. U.
Die Elemente einer Ganzkörperuntersuchung, bei der der ganze
Körper begutachtet wird, kennen Sie als Mediziner.

Diese Elemente heißen auf Deutsch:

1) die Inspektion: die Betrachtung des Patienten;

2) die Palpation: das Abtasten bzw. das Befühlen einzelner


Körperpartien;

3) die Perkussion: das Abklopfen von Körperregionen;

4) die Auskultation: das Abhören von Körperregionen;

5) die Funktionsuntersuchung: das Testen einzelner


Körperfunktionen;

Neben diesen klassischen 5 Elementen gibt es noch das Element der


Geruchswahrnehmung.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

2. Sprachhandlungen der k. U.
Nachfolgend finden Sie zwei Tabellen. In der ersten Tabelle können
Sie Beispiele gebräuchlicher Sprachhandlungen zu den einzelnen
Elementen der körperlichen Untersuchung sehen. In der zweiten
Tabelle können Sie Beispiele gebräuchlicher Sprachhandlungen zu
den einzelnen Körperteilen sehen.

Bitte beachten Sie, dass die Tabellen nicht vollständig sind.

Sprachhandlungen zu den Elementen


Element der körperlichen
Sprachhandlungen (Beispiele)
Untersuchung
a) Ziehen Sie bitte Ihren Pullover
und Ihr T-Shirt aus! Ich möchte mir
das genauer ansehen.

b) Könnten Sie vielleicht kurz Ihr


die Inspektion
Bein still halten? Ich würde mir
gerne ein genaueres Bild von Ihrer
Verletzung machen.

c) Wo genau schmerzt Ihr Rücken?


a) Ja, ich kann auch fühlen, dass sich
hier eine Flüssigkeit eingelagert hat.

b) Nach der Geburt ist es für uns


wichtig, zu kontrollieren, wie sich
Ihre Gebärmutter zurückgebildet
die Palpation hat. Hierfür würde ich gerne Ihren
Bauchraum leicht abfühlen.

c) Der Bluterguss fühlt sich


pflaumengroß und noch sehr hart
an. Das sollte sich aber mit der
Krankengymnastik bald ändern.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

a) Ich möchte Ihren oberen


Bauchraum gerne abklopfen. Das
kann sich ein bisschen komisch
anfühlen.

b) Ich werde kurz Ihren Brustkorb


untersuchen, dazu muss ich kurz
die Perkussion darauf leicht pochen.

c) Nehmen Sie bitte nun auf der


Liege die Knie-Ellenbogen-Lage ein.
Ich werde jetzt leicht auf Ihren
herabhängenden Bauch trommeln
und dabei die Geräusche abhören.
Sprechen Sie kurz nicht!
a) Ich möchte jetzt Ihre Lungen
abhören. Könnten Sie sich dazu
bitte obenrum frei machen?

die Auskultation b) Das Stethoskop ist kalt.


Erschrecken Sie nicht!

c)Atmen Sie bitte tief ein – Danke!


Sie können wieder normal atmen.
a) Könnten Sie Ihr Genick nach links
abwinkeln?

b) Schließen Sie bitte nur Ihr linkes


die Funktionsuntersuchung Auge!

c) Drücken Sie meine Hände


zusammen – so fest wie Sie nur
können!

Sprachhandlungen zu den Körperteilen


Körperteil Sprachhandlungen (Beispiele)
a) Senken Sie bitte Ihren Kopf!

b) Heben Sie bitte Ihren Kopf!

der Kopf c) Drehen Sie bitte Ihren Kopf leicht


nach links!

d) Schütteln Sie bitte kurz Ihren


Kopf!

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

a) Zucken Sie kurz mit Ihrer


Schulter!

b) Könnten Sie Ihre Schulter flach


auf die Liege ablegen?
die Schulter
c) Könnten Sie bitte Ihre Schulter
leicht heben?

d) Könnten Sie Ihre Schulter locker


lassen?
a) Winkeln Sie Ihren linken Arm an!

b) Winkeln Sie Ihren linken Arm ab!


der Arm
c) Verschränken Sie Ihre Arme,
bitte!

d) Heben Sie Ihre Arme an!


a) Strecken Sie Ihre Beine aus!

b) Legen Sie Ihr linkes Bein hoch!


das Bein
c) Lassen Sie Ihre Beine baumeln!

d) Winkeln Sie Ihre Beine leicht an,


bitte!
a) Könnten Sie bitte Ihre rechte
Hand heben?

b) Sie können Ihre Hände hier


ablegen.
die Hand
c) Ballen Sie Ihre Hände zu einer
Faust!

d) Strecken Sie bitte Ihre Hände


aus!

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

3. Grammatikeinheit: Imperativ
Bei der körperlichen Untersuchung können Sie neben den höflichen
Bitten auch Formulierungen im Imperativ verwenden. Sie sollten
wissen, dass Sie mit dem Imperativ sehr direkt kommunizieren.
Diese Direktheit kann von manchen Patienten als unhöflich
verstanden werden. Eine mögliche Variante zum Imperativ sind
Formulierungen im Konjunktiv II.

Die deutsche Sprache hat drei Formen des Imperativs: zwei


informelle Formen und eine formelle Form.

Sehen Sie sich dazu die folgenden Beispiele an:

Beispiel 1

Strecke deine Arme aus!

Beispiel 2

Streckt eure Arme aus!

Beispiel 3

Strecken Sie Ihre Arme aus!

Mit diesen drei Beispielen können Sie folgende Charakteristika des


Imperativs feststellen:

a) Das Beispiel 1 ist an einen minderjährigen Patienten gerichtet.


Sie können bis zum Alter von ca. 15 Jahren den Patienten duzen,
also mit Du ansprechen. Sollte der Patient älter als 15 Jahre alt sein,
können Sie bei der Begrüßung kurz fragen, ob der Patient geduzt
(Du) oder gesiezt werden möchte.

b) Das Beispiel 2 ist an eine vertraute Gruppe von Menschen


gerichtet, die Sie duzen. Dieser Imperativ kommt bei der
körperlichen Untersuchung fast nie vor und wird in diesem Handout
nicht weiter behandelt.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

c) In Beispiel 3 sehen Sie einen Imperativ, mit dem Sie eine Person
oder mehrere Personen formell ansprechen. Diese Form sollten Sie
beherrschen, da Sie sie regelmäßig bei der körperlichen
Untersuchung benutzen werden.

d) An erster Position eines jeden Imperativsatzes finden Sie das


finite Verb, hier: Strecke, Streckt und Strecken. Wenn es sich um ein
trennbares Verb (z.B. ausstrecken) handelt, so steht das Präfix am
Satzende, hier: aus. Der formelle Imperativ, mit dem Sie sich
formell an eine Person oder mehrere Personen richten (Beispiel 3),
hat immer an zweiter Position ein Sie.

Wie bilde ich die Imperativformen?


Sehen Sie sich erneut die folgenden Imperativformen an:

Beispiel 1

Drehe deinen Kopf zur Seite!

Beispiel 2

Drehen Sie Ihren Kopf zur Seite!

a) Den informellen Imperativ an eine minderjährige Person


(Beispiel 1) bilden Sie, indem Sie an den Infinitivstamm ein –e
anhängen, hier: dreh –e.

Außerdem ist es üblich, in der gesprochenen Sprache dieses


angehängte –e wegzulassen, hier: dreh.

Beachten Sie auch folgendes:

1) Unregelmäßige Verben, die im Indikativ einen Umlaut des


Stammvokals haben, haben keinen Umlaut im Imperativ, z.B.

Infinitiv lassen
Indikativ Du lässt deine Schultern locker.
Imperativ Lasse/Lass deine Schultern
locker.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

2) Unregelmäßige Verben, die im Indikativ einen e/i-Wechsel


des Stammvokals haben, haben diesen auch im Imperativ,
jedoch fällt das –e am Ende weg, z.B.

Infinitiv nehmen
Indikativ Du nimmst deine Brille ab.
Imperativ Nimm deine Brille ab.

b) Den formellen Imperativ an eine erwachsene Person (Beispiel 2)


bilden Sie, indem Sie an den Infinitivstamm ein –en anhängen, hier:
dreh –en.

Diese finite Verbform entspricht in seiner Form dem Infinitiv


(drehen) und auch der 3. Person Plural Indikativ Präsens (Sie
drehen).

Der formelle Imperativ hat immer an zweiter Position ein Sie.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

4. Grammatikeinheit: Konjunktiv II
Bei der körperlichen Untersuchung können Sie neben den
Formulierungen im Imperativ auch höfliche Bitten im Konjunktiv II
verwenden. Sie sollten wissen, dass Sie mit dem Konjunktiv II sehr
höflich kommunizieren. Diese Höflichkeit muss nicht in allen
Situationen der körperlichen Untersuchung passend sein –
manchmal führt der Imperativ zu direkteren und unkomplizierteren
Handlungen.

Sehen Sie sich zunächst die folgenden Beispielsätze an:

Beispiel 1

Würdest du deinen Kopf zur Seite drehen?

Beispiel 2

Würden Sie Ihren Kopf zur Seite drehen?

Beispiel 3

Könntest du deinen Kopf zur Seite drehen?

Beispiel 4

Könnten Sie Ihren Kopf zur Seite drehen?

Mit diesen vier Beispielen können Sie folgende Charakteristika der


höflichen Bitten feststellen:

a) Beispiel 1 und Beispiel 2 haben folgende Form:

Form von würden (Konjunktiv II von werden) + Infinitiv

Beispiel 1 ist informell und an einen minderjährigen Patienten


gerichtet. Beispiel 2 ist formell und an einen erwachsenen
Patienten gerichtet.

b) Beispiel 3 und Beispiel 4 haben folgende Form:

Form von könnten (Konjunktiv II von können) + Infinitiv

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Beispiel 3 ist informell und an eine minderjährige Person gerichtet.


Beispiel 4 ist formell und an einen erwachsenen Patienten
gerichtet.

c) Die höflichen Bitten sind als Fragen formuliert.

d) Sie können beide Konstruktionen als höfliche Bitten bei der


körperlichen Untersuchung verwenden.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

5. Grammatikeinheit: Imperativ <-> Konj. II


Sie haben grammatikalische Strukturen (Kapitel 3 und 4)
kennengelernt, die Ihnen bei der körperlichen Untersuchung von
Nutzen sein werden. Dies waren die Aufforderungen im Imperativ
(Kapitel 3) und die höflichen Bitten im Konjunktiv II (Kapitel 4).

Hier können Sie eine Übersicht sehen und erneut die Strukturen
miteinander vergleichen:

Zielperson formell Imperativ Konjunktiv II


oder (Aufforderung) (höfliche
informell Bitte)
Minderjähriger informell a) Strecke dein a) Würdest du
Patient Bein aus! dein Bein
ausstrecken?
oder
oder
b) Streck dein
Bein aus! b) Könntest du
dein Bein
ausstrecken?
Erwachsener formell Strecken Sie Ihr a) Würden Sie
Patient Bein aus! Ihr Bein
ausstrecken?

oder

b) Könnten Sie
Ihr Bein
ausstrecken?

Umformung Imperativ -> Konjunktiv II


Imperativ Konjunktiv II
a) Könnten Sie Ihren Fuß nach
außen drehen?
Drehen Sie Ihren Fuß nach
außen!
b) Würden Sie Ihren Fuß nach außen
drehen?
a) Könnten Sie kurz einatmen?
Atmen Sie kurz ein!
b) Würden Sie kurz einatmen?

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

a) Könnten Sie jetzt ausatmen?


Atmen Sie jetzt aus!
b) Würden Sie jetzt ausatmen?
a) Könntest du stark ausatmen?
Atme stark aus!
b) Würdest du stark ausatmen?
a) Könntest du tief einatmen?
Atme tief ein!
b) Würdest du tief einatmen?
Könntest du die Luft anhalten?
Halt die Luft an!
b) Würdest du die Luft anhalten?
Könnten Sie leicht nicken?
Nicken Sie leicht!
Würden Sie leicht nicken?
a) Könnten Sie Ihre Bauchmuskeln
anspannen?
Spannen Sie Ihre
Bauchmuskeln an!
b) Würden Sie Ihre Bauchmuskeln
anspannen?
a) Könnten Sie in die Hocke gehen?
Gehen Sie in die Hocke!
b) Würden Sie in die Hocke gehen?
a) Könnten Sie sich aufsetzen?
Setzen Sie sich auf!
b) Würden Sie sich aufsetzen?
a) Könntest du dich seitlich auf die
Liege legen?
Leg dich seitlich auf die Liege!
b) Würdest du dich seitlich auf die
Liege legen?
a) Könntest du dich auf die rechte
Seite drehen?
Dreh dich auf die rechte Seite!
b) Würdest du dich auf die rechte
Seite drehen?
a) Könnten Sie für einen Augenblick
Stehen Sie für einen nur auf Ihrem linken Bein stehen?
Augenblick nur auf Ihrem
linken Bein! b) Würden Sie für einen Augenblick
nur auf Ihrem linken Bein stehen?

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

a) Könnten Sie Ihren Kopf schütteln?


Schütteln Sie Ihren Kopf!
b) Würden Sie Ihren Kopf schütteln?
a) Könntest du beide Beine
anwinkeln?
Winkel beide Beine an!
b) Würdest du beide Beine
anwinkeln?

Umformung Konjunktiv II -> Imperativ


Konjunktiv II Imperativ
Könntest du dein Bein
Winkel dein Bein an!
anwinkeln?
Könnten Sie leicht ausatmen? Atmen Sie leicht aus!
Könnten Sie die Luft
Halten Sie die Luft an!
anhalten?
Könntest du tief ein- und
Atme tief ein und aus!
ausatmen?
Könnten Sie Ihre
Legen Sie Ihre Handinnenflächen
Handinnenflächen hier
hier auf!
auflegen?
a) Hebe deinen rechten Arm an!
Würdest du deinen rechten
Arm anheben?
b) Heb deinen rechten Arm an!
Könnten Sie Ihren linken Arm
Senken Sie Ihren linken Arm ab!
absenken?
Könntest du kurz nicken? Nicke kurz!
Würden Sie mit Ihrem
Berühren Sie mit Ihrem Zeigefinger
Zeigefinger Ihre Nasenspitze
Ihre Nasenspitze!
berühren?
a) Setze dich aufrecht hin!
Würdest du dich aufrecht
hinsetzen?
b) Setz dich aufrecht hin!
Würden Sie kurz aufstehen? Stehen Sie kurz auf!
Würden Sie sich wieder
Setzen Sie sich wieder hin!
hinsetzen?
a) Drehe dich zur Seite!
Könntest du dich zur Seite
drehen?
b) Dreh dich zur Seite!
Würdest du deine Beine
Lass deine Beine baumeln!
baumeln lassen?
Würdest du deine Schultern
Lass deine Schultern hängen!
hängen lassen?

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Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

6. Kommunikationstipps zur k. U.
Nachfolgend bekommen Sie wichtige Kommunikationstipps für eine
erfolgreiche körperliche Untersuchung.

Kommunikationstipps zur k. U.
Tipp 1: Geben Sie dem Patienten vor der Untersuchung
einen Überblick darüber, was Sie alles untersuchen
möchten!

Wie z.B.: Ich werde jetzt zuerst die Lungen, dann das Herz und dann
Ihre Nervenbahnen untersuchen.

Auch ein zeitlicher Überblick wird vom Patienten geschätzt, wie


z.B.: Alles in allem dauert die Untersuchung zirka 10 Minuten.

Tipp 2: Fragen Sie den Patienten nach dem Einverständnis!

Wie z.B.: Ist das für Sie in Ordnung, wenn ich Sie jetzt untersuche?

Tipp 3: Kündigen Sie dem Patienten mögliche Beschwerden


an!

Wie z.B.: Ich möchte jetzt Ihr Bein nach außen drehen. Das kann
schmerzhaft sein.

Tipp 4: Kündigen Sie dem Patienten Ihr Abtasten und


Anfassen an!

Fassen Sie den Patienten nicht sofort an. Sie können z.B. sagen: Ich
werde jetzt Ihren Oberbauch abtasten. Ich habe kalte Hände.
Erschrecken Sie nicht.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Tipp 5: Begrüßen und verabschieden Sie den Patienten nicht


mit den Handschuhen!

Wenn Sie zur Begrüßung oder Verabschiedung die Hände schütteln


möchten, ziehen Sie Ihre Handschuhe aus.

Tipp 6: Werten Sie während der körperlichen Untersuchung


nicht!

Sprechen Sie nach der Untersuchung am Schreibtisch im


Besprechungszimmer über Ihre Beobachtungen und möglichen
Verdachtsdiagnosen.

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Handout Reihe Kommunikation & Interaktion Medizin
Lernmodul 5 Körperliche Untersuchung

Dieses Handout wurde im Auftrag des Bereichs E-Learning der Freiburg


International Academy produziert.

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Fotos
istockphoto.com

Stand
September 2018

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