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SPORTVEREIN

ALLGEMEINES
Gesamtzahl der Sportvereine
In Deutschland: ca. 90.000 (2018)
In NRW: ca. 18.000 (2018)

o Zweck von Sportvereinen ist in der Regel die Förderung des Sports im Allgemeinen
oder einer bestimmten Sportart
MITGLIEDSZAHLEN
Gesamtzahl der Mitglieder in Sportvereinen in Deutschland: ca. 27 Mio. à 30% der
Deutschen

o größter Anteil von Kinder und Jugendlichen in Sportvereinen vertreten

o Alterung der Gesellschaft hat keine Einflüsse auf Gesamtmitgliedschaftsanteile

o Kinder zwischen 7 und 14 Jahren sind am stärksten vertreten (13,8%)

o Anteil der 15-18 jährigen ist zunehmend (7,5%)


UNTERSCHIEDE IN MITGLIEDERZAHLEN
o Mitgliederanzahlen von Kindern und Jugendlichen in neuen Bundesländern geringer

àBerlin am wenigsten mit 68,4% der Vereine

o hohe Mitgliedszahlen im Altersbereich von 15- 18 Jahren sowie auch 7-14 Jahren

o Vereinsgröße spielt bedeutende Rolle

o Größe der Gemeinde abhängig à je kleiner die Gemeinde, desto mehr


Mitgliederzahlen von Kindern und Jugendlichen

o Großstädte haben große Zahl an Substitutionsmöglichkeiten


GESCHLECHTERVERTEILUNG

o höhere Anteile von Jungs in Sportvereinen (61%)

o Mitglieder bis 6 relativ ausgeglichen (44% Mädchen)


BEITRÄGE
o Sportverein als preisgünstige Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, Sport
zu treiben
odurchschnittlich 2,50 – 3,10€/monatl.
o sportartenspezifische Unterschiede (Radsport, Skisport, Volleyball Turnen vs.
Hockey, Fechten, Rudern)
VEREINSPROBLEME
o Vereine profitieren von jüngeren Mitgliedern
o weniger Probleme in Vereinen mit übermäßiger Anzahl an jungen Mitgliedern
o jedoch nicht zu pauschalisieren, ebenfalls große Probleme in Vereinen mit Fokus auf
Kinder und Jugendliche

o Prognosen bis 2030: Mitgliederzahlen der 15-18 jährigen werden deutlich


abnehmen à demographischer Wandel, Alterung der Gesellschaft
VEREINSTYP: KINDER- UND
JUGENDORIENTIERTER SPORTVEREIN
MERKMALE BZW. KRITERIEN
o mindestens eine Beteiligungsmöglichkeit für Jugendliche

o Jugendwart/in bzw. Jugendleiter/in vorhanden

o volle Zustimmung zur Vereinsphilosophie bzgl. des Engagements in der Jugendarbeit

à trifft auf 20,7% der Vereine in Deutschland zu


FAKTOREN FÜR UNTERSCHIEDLICH STARKEN
FOKUS AUF KINDER- UND JUGENDORIENTIERUNG
o Größe des Vereins

o Größe des Einzugsgebietes

o subjektive Anerkennung des Engagements für Kinder und Jugendliche im Verein


UNTERSCHIEDE ZU ANDEREN VEREINEN
o mehr Mitglieder

o vielfältigeres Sportangebot

o mehr Kaderathleten

o mehr Trainer/innen und Übungsleiter/innen

o Nutzung kommunaler Sportanlagen

o legen mehr Wert auf professionelle Strukturen

à Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter


à Angebot, eine berufliche Ausbildung zu machen
PROBLEME BZW. NACHTEILE
oBindung und Gewinnung von
Ø ehrenamtlichen Funktionsträger/innen
ØSchieds- und Kampfrichter/innen

ØTrainer/innen und Übungsleiter/innen

Ø jugendlichen Leistungssportler/innen

ØMitgliedern generell

o allgemeine finanzielle Möglichkeiten

o Kosten des Wettkampfbetriebs


o Koordination der Trainingszeiten
ØGanztagsschulen

Øaufgrund des Leistungsfokus mehr Training notwendig

ØBedarf an Sportstätten
ENTWICKLUNG
o Engagement seit 2012 leicht rückläufig
Øim Bereich der Jugendarbeit & leistungsorientierter Talentförderung

Øbezüglich der Anerkennung von Erfolgen im Leistungssport

ØPartizipationsmöglichkeiten für Jugendliche geringer/seltener


PARTIZIPATIONSMÖGLICHKEITEN
o 2012 boten 56% der deutschen Sportvereine mindestens eine
Beteiligungsmöglichkeit für Jugendliche.​

o So verfügten ein Drittel der Vereine über einen Jugendvertreter im Gesamtvorstand ​

o In einem Viertel haben die Jugendlichen ein Stimmrecht in der Hauptversammlung​

o Der Anteil von 56% ist signifikant rückläufig.​

o Der Rücklauf trägt möglicherweise die Verantwortung für die ebenfalls rückläufige
Tendenz im freiwilligen Engagement der Jugendlichen.
KOOPERATIONEN DER SPORTVEREINE MIT
JUGENDORIENTIERTEN EINRICHTUNGEN
Schulpolitische Veränderungen ( Einführung Ganztagschule, G8 ) stellen Sportvereine vor neue
Herausforderungen.​

o Vereine passen sich an, um langfristig Mitglieder halten zu können.​

o Signifikanter Anstieg bei Vereinskooperationen, insbesondere bei Schulen und Kindergärten,


bzw. Kitas.​

o Gefördert durch Investmentprogramm des BMBF, um Kindern und Jugendlichen in


Ganztagsschulen weiter Bildungsangebote in den Bereichen Sport und Kultur zu bieten.
QUELLEN
Breuer C., Feiler, S. & Wicker, P. (2015): Sportvereine. In: Schmidt, W., Neuber, T.,
Rauschenbach, H., Brandl-Bredenbeck, J., Süßenbach & Breuer, C. (Hrsg.): Dritter
Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Kinder- und Jugendsport im Umbruch, S.
104-117. Schorndorf. Hofmann.