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Social

Media Marketing im Gesundheitswesen – Spitäler spritzen sich fit für die


Generation Facebook

Krankenhäuser und Kliniken arbeiten mit den modernsten Technologien wenn es darum
geht Menschen zu helfen. Die Standards der medizinischen Versorgung in der Schweiz sind
enorm hoch. Im Bereich des Marketings hinkt aber noch ein Grossteil der Spitäler den
aktuellen Trends hinterher. Es gibt jedoch vereinzelte Lichtblicke und ein Trend zeichnet
sich ab, der hoffen lässt.

„Social Media und Spital – passt das zusammen?“

Das Gesundheitswesen in der Schweiz befindet sich im Umbruch. Nicht erst seit der
Einführung der Fallpauschalen und der freien Spitalwahl anfangs 2012 stehen die
Spitäler in einem aktiven Wettbewerb zueinander. Gesundheitsbetriebe müssen schon
länger ökonomisch denken und handeln um gegen direkte Konkurrenten bestehen zu
können. Gezieltes Marketing hat darum auch im Gesundheitswesen Einzug gehalten. Die
Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut. Das Körperbewusstsein hat in den letzten
Jahren neue Dimensionen erreicht. Kein Wunder also, dass Spitäler neben der
medizinischen Grundversorgung auch mit Dienstleistungen wie Ernährungsberatung
und Physiotherapie punkten wollen. Natürlich soll die Öffentlichkeit auf diese Angebote
aufmerksam gemacht werden. Bislang geschah dies überwiegend noch mit klassischen
Marketingmassnahmen wie zum Beispiel Informationsbroschüren, doch vermehrt
kommunizieren Spitäler auch online. Gar keine schlechte Idee, denn wie eine Studie der
Swisscom zeigt, suchen immer mehr Personen online nach Informationen im
Gesundheitsbereich oder googlen nach Ärzten/Spezialisten. Genau dort kann man
ansetzen und relevante Inhalte bereitstellen um auf sich aufmerksam zu machen.

„Welche Inhalte und Plattformen bieten sich an?“

Die Anspruchsgruppen eines Spitals sind vielfältig. Alle sollen mit möglichst relevanten
Inhalten angesprochen werden. Beispielsweise können auf Facebook Veranstaltungen
publiziert werden, Testimonials können über ihre Behandlungen berichten oder
potenzielle Arbeitnehmer auf offene Stellen aufmerksam gemacht werden. Auf dem
Youtube Kanal können Imagefilme gezeigt werden, Kurzfilme zu Spitalberufen um
künftige Lehrlinge zu gewinnen oder Sendungen mit Gesundheitstipps. Auf Twitter
können Fragen beantwortet werden, interessante Inhalte von anderen Plattformen
geteilt werden. Ein Krankenhaus kann so auf einfache Art und Weise relativ
kostengünstig ein grosses Publikum erreichen und mit ihm in Kontakt treten.

„Wie sieht’s aus in der Schweizer Spital-Landschaft?“

Immer mehr Spitäler in der Schweiz verwenden Social Media Plattformen. Wirft man
einen Blick auf die Auftritte, zeichnen sich schon Unterschiede ab. Man erkennt schnell,
wo mit einer klaren Strategie vorgegangen wird und bei welchen die Online-Aktivitäten
eher ein stilles Dasein fristen. Ein Beispiel, das heraussticht (und auch ausgezeichnet
wurde), ist die Hirslanden Privatklinikgruppe. Neben Twitter, Facebook und XING
zählen ein Youtube-Kanal und ein eigener Blog zum Kommunikations-Arsenal. Nach
sechs Monaten Laufzeit können die Plattformen ansehnliche Zahlen präsentieren. Es ist
also durchaus Potenzial vorhanden. Die Nachfrage nach wertvollen, nützlichen Online-
Inhalten wird laufend zunehmen, denn die Generationen, die mit dem Internet
aufgewachsen sind, werden in Zukunft selbstverständlich ihre Informationssuche zu
Gesundheitsthemen online beginnen. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich
Online-Präsenzen von Spitälern in Zukunft entwickeln.