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"Nathan der Weise" ist ein Drama von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1779.

Das ist eine typische Werk damaligen Epoche, Sturm Und Drang (Sturm und Drang
bezeichnet eine Strömung der deutschen Literatur in der Epoche der Aufklärung, die
etwa von 1765 bis 1785 hauptsächlich von jungen, etwa 20- bis 30-jährigen Autoren
getragen wurde.). Die Aufklärung war im 18. Jahrhundert die vorherrschende
intellektuelle Bewegung der europäischen Geheimdienste. Sein charakteristisches
Merkmal war, Vernunft und menschliche Intelligenz als die größten Werte zu
betrachten. Die Aufklärung war zweifellos eine Zeit der Zweifel an Religion und
Glauben, insbesondere in Bezug auf die katholische Kirche. In dieser Zeit kritisierten
Gelehrte oft die Religion. Sie glaubten, dass es nicht nur die intellektuelle
Entwicklung und das Lernen unter den Gläubigen stoppt, sondern auch zu vielen
zwischenmenschlichen Konflikten führt.
Das Drama beschreibt, wie sich der weise jüdische Kaufmann Nathan, Sultan
Saladin und der Templerherr trotz unterschiedlicher Überzeugungen (Judentum,
Islam und Christentum) vereinen. Lessing verwendet in seinem Drama für die
Aufklärung typische Motive und Verhaltensmuster, wie zB. Humanität, Freundschaft,
Toleranz, , und das zwischenmanschlichen Kommunikation.

Die Handlung des Dramas spielt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, in der Zeit
zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert während eines Waffenstillstandes.
Immer wieder versuchen große Armeen des Abendlandes, Palästina, das Heilige
Land, aus den Händen der Muslime zurückzuerobern. Jerusalem ist eine Stadt, in
der drei große religiöse Systeme miteinander verflochten sind: das islamische, das
jüdische und das christliche. Der reiche Jude Nathan erfährt nach seiner Rückkehr
von einer Geschäftsreise, dass seine Tochter Recha von einem jungen Templerherr
aus einem brennenden Haus gerettet wurde. Nathan dankt dem Templerherr und się
fangen an uber Religionen zu diskutieren. Anfangs hat der Tempelherr eine negative
Einstellung zu Nathans Religion, doch schließlich akzeptieren sie sich zunehmend
gegenseitig. Nathan wird geschäftlich von Sultan Saladin gerufen, wo er das
Ringparabel erzählt. Am Ende des Dramas stellt sich heraus, dass Saladin mit dem
Tempelritter verwandt ist, was die Idee bestätigt, dass alle Religionen verwandt sind
und dass die Anhänger verschiedenen Religionen zusammenleben können.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Ringparabel. In der siebten Szene des dritten
Aufzugs wird der Weise Jude Nathan vom muslimischen Sultan Saladin zu sich
bestellt, um die verfangliche Frage zu beantworten, Welch Religion die „wahre” ist.
Darafinhin erzahlt Nathan seine bekannte Parabel:
In einer Familie es war eine Tradition einen Ring an den liebsten Sohn zu vererben.
Der Vater hatte drei Sonne und wollte keinen benachteiligen, deshalb ließ er zwei
Duplikate anfertigen. Als er starb stritten die drei Sonne um Wer den wahren Ring
hat, dieser war jedoch nich erweislich.
Die Unfähigkeit, den wahren Ring zu erkennen, vergleicht Nathan mit der
Unfähigkeit, Saladins Frage zu beantworten. Der Herrscher ist anderer Meinung und
weist auf Unterschiede zwischen den Religionen hin. Als Antwort darauf verweist
Nathan auf die gemeinsamen Grundlagen aller drei Religionen: die Grundlagen des
Glaubens, die auf Schriften oder mündlichen Aussagen beruhen.
Nathan setzt das Gleichnis fort und spricht von der Meinung des Richters, an den
sich die Söhne gewandt haben. Der Richter weigerte sich seiner Urteil zu sprechen.
Endlich sagte er , dass der echte Ring sollte beliebt machen, jedoch sind alle drei
Brudern egoistisch. Sie sollten sich bemuhen die Kraft des Ringes zu erwecken und
zwar jeder fur sich. Der Tip des Richters lautet also, diesen Zustand zu akzeptieren,
an einen echten Ring zu glauben und mit anderen zusammenzuarbeiten.

Das Gedicht ist wie ein klassisches Drama mit fünf Akten aufgebaut. Der Höhepunkt
des Stücks, die berühmte Ringparabel, liegt in der Mitte des Buches.

Der Zeit In dieser Parabell ist unbekannt. Dies macht das Gleichnis universell.
Dadurch verliert das Werk nicht an Relevanz und ist weiterhin gültig. Er/Sie-Erzahler
und neutrales erzahlverhalten haben die gleiche universelle Wirkung auf den Tekst.

Religiöse Konflikte gab es schon immer. Ihre Sinnlosigkeit zeigt sich in diesem Teil
des Dramas. Die Geschichte spricht gegen religiösen Pluralismus und ist eine
moralische Belehrung beide fur Saladin sowie fur den Leser. Dies ist typisch für die
Werke der Aufklärung, die das Publikum zum Nachdenken anregen sollten. Nathan
ist ein perfektes Beispiel für einen Helden der Aufklärung - er beantwortet die Frage
seines Gesprächspartners nicht direkt, sondern fordert ihn auf, seinen eigenen
Verstand einzusetzen und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die in der Parabel vorkommenden Personen kann man als Symbole sehen: Der
Vater für den gütigen Gott, die drei Ringe für die drei monotheistischen Religionen
(Christentum, Judentum und Islam), die drei Söhne für deren Gläubigen und der
Richter für Nathan selbst. Die drei Ringen sehen ganz identisch aus, was kann auch
bedeutet, dass Alle Religionen gleichwertig sind.Die Parabel sagt, dass Gott alle
Menschen gleich liebt, unabhängig von ihrer Religion, weil jeder von ihnen sein Werk
ist. Obwohl Alle verschiedenen Glaubens sind, so sind się doch Mitglieder ein und
derselben Familie.

Die Frage nach der Echtheit einer Religion erscheint daher unbegründet. Keiner der
Ringe veredelt den Menschen mehr als der andere, was geschehen wäre, wenn der
wahre Ring (wahre Religion) nicht verloren gegangen wäre.

Nach Nathans Philosophie ist Toleranz gegenüber dem Glauben, den Gefühlen,
Ansichten und Verhaltensweisen anderer Menschen die Grundlage für menschliches
und gesellschaftliches Glück. Das Gleichnis vom Ring wird so zum Aufruf zur
selbstlosen Nächstenliebe und zur Beendigung religiöser Auseinandersetzungen.
Nathan der Weise enthält sowohl tragische als auch komische Elemente, ist aber
trotz des versöhnlichen Ausgangs weder eine Komödie noch eine Tragödie.
"Nathan der Weise" wird oft als Toleranzstück bezeichnet und dieser Begriff wird
hauptsächlich mit der Ringparabel in Verbindung gebracht, die als Mittelpunkt des
gesamten Werk betrachtet wird. Die Parabel behandelt das Problem der Toleranz,
das eines der Hauptthemen der Untersuchung und Diskussion in der Aufklärung war.
Das Gleichnis verweist auf die gemeinsamen Grundlagen von drei verschiedenen
Religionen (schriftliche oder mündliche Übermittlung, Zeugnisse und Erziehung im
Glauben durch liebende Menschen) als rationale Grundlage für gegenseitigen
Respekt und Anerkennung.
Dieser Grundgedanke, also die religiöse Toleranz oder auch die Religionsfreiheit des
Einzelnen, die durch diese Idee kommuniziert wird, ist der Grund dafür, warum die
Ringparabel als ein wichtiger Schlüsseltext der Aufklärung, der die Ideen des
Humanismus und der Toleranz zum Ausdruck bringt, gilt.
Ich person lich bin der Meinung, dass religiöse Glaube die private Sache jedes
einzelnen Menschen ist, deshalb darf auch kein Mensch mit seinem religiösen
Glauben andere Menschen beeinflussen. Ich denke das Religionskonflikte
sinnlossind, weil es unmoglich zu bestimmen ist, Welch religion die wahre ist oder ob
alle eigentlich nich falsch sind.