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Kranich Colombo 2019

Montagevorschrift
23 2019 3679 Originaldokument

1. Die Einspeisung zum Kran erfolgt über eine Motorleitungstrommel mit 400V Einspeisespannung.

2. Die Montage und Installation der elektrotechnischen Baugruppen erfolgt nach Liste der
Bauunterlagen aufgeführten Unterlagen und ist unter Beachtung der für Hebezeuge geltenden DIN
VDE 0100 auszuführen.

3. Die Anordnung der Schaltgeräte auf den Geräteträgern und den Schaltschrankgerüsten ist aus den
zugehörigen Belegungsplänen zu ersehen. Für Kleinteile ist die Anordnung bei der Installation zu
wählen, wenn kein Hinweis in den Zeichnungen gegeben ist.

4. Die Zuordnung von Befestigungen, Leuchtenhalter usw. geht aus dem Aufstellungsplan und den
Baugruppen in Verbindung mit den Stücklisten für Außenmontage hervor.

5. Die Kennzeichnung von Kabel und Leitungen erfolgt mit Partex - Bezeichnungsmaterial. Das für die
Montage benötigte Material für die Aderkennzeichnung und Kabelnummernbezeichnung ist durch die
Werkstatt unbedingt mit zu verpacken.

6 Alle Geräte sind entspr. den Klemmenplänen mit Leitungseinführungen zu versehen.

7. Der grün/gelbe Schutzleiter ist mindestens in einem Kabel zu jedem, nicht schutzisolierten Gerät,
mitzuführen. Alle in Kabel und Leitungen mitgeführten Schutzleiter müssen an die in den
Schaltschrankgerüsten einzubauende Schutzleiterschiene angeschlossen werden.

8. Zusätzlich ist eine Verbindung aus H07V-K 70² grün/gelb von der Schutzleiterschiene zur
Montageplatte vorzusehen und eine Verbindung von der Montageplatte zum Schaltschrankgerüst
sowie zur Klemmenleiste mit H07V-K 6mm² grün / gelb.

9. Es ist zu beachten, dass unter jeder Schutzleiteranschlussklemme nur eine grün/gelbe Ader
geklemmt werden darf.
Die Übergänge der Schutzleiterschienen einer Schrankreihe sind mittels Cu 30*5 zu verbinden. Die
für die Außenmontage benötigten Leiteranschlussklemmen für den Schutzleiter sind schon im Werk
auf die einzelnen Schutzleiterschienen aufzusetzen.

27.11.2019
19023-8010 MV 1
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10. Mindestmaßnahmen zur Elektromagnetischen Verträglichkeit ( EMV )

10.1 Die Schirmschiene für die Busleitung ist so dicht wie nur möglich am Busteilnehmer aufzubauen.

10.2 Optimale Schirmanbindung bei Unterbrechung: siehe Bild Seite 2

10.3 Alle analogen geschirmten Elektronikleitungen sind nur einseitig am Eingang und alle digitalen
geschirmten Elektronikleitungen sind beidseitig zu erden. Die BUS- Leitungen sind beidseitig zu
erden und in einem Abstand von mindestens 5 cm von Steuerstromleitungen und mindestens 10 cm
von Hauptstromleitungen zu führen. Die Busleitung ist nicht in den Leitungskanal zusammen mit
anderen Haupt- und Steuerstromleitungen zu legen.
Wenn geschirmte Leitungen zusätzlich in Stahlrohr bzw. in Metallschlauch gelegt werden, sind die
Rohre bzw. Schläuche ebenfalls durch eine Verbindung auf Masse zu legen.
Die Hutschienen der Baugruppen der Sinamics und der Elektronik der SPS bzw. Umrichter sind
durch eine Verbindung auf Masse zu legen, wenn keine andere großflächige Erdung vorhanden ist.
Alle geschirmten Leitungen sind bei längeren Strecken der Parallellegung zu Starkstromleitungen
grundsätzlich auf Abstand zu legen oder in Metallrohr bzw. Schlauch einzuziehen.

10.4 Alle Klemmen für geschirmte Kabel werden ab sofort mit X21 benannt. Die Klemmenleisten X21 für
Kabel zu den Messachsen und Windmesser sind möglichst dicht neben den analogen
Eingabebaugruppen aufzulegen bzw. X21 Klemmen dicht neben Umrichter usw.

10.5 Alle geschirmten Leitungen sind bei längeren Strecken der Parallellegung zu Starkstromleitungen
grundsätzlich auf Abstand zu legen oder in Metallrohr bzw. Schlauch einzuziehen.

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11. Schaltschrankbaugruppen

11.1 Eingesetzt werden Schränke der Fa. Rittal.

11.2 Die Schaltschrankheizungen sind seitlich im Schrank auf Aufreihschienen senkrecht zu setzen.
Klemmen für die Heizung sind ebenfalls auf diese Schiene aufzubauen.

11.3 Beim Aufbau der Klemmen verschiedener Triebwerke auf eine Klemmenleiste ist zwischen den
einzelnen Triebwerken ein sichtbarer Zwischenraum zu lassen. Als Klemmen bis 6 mm² sind nur
Zugbügelfederklemmen einzusetzen.

11.4 Spannungsführende Anschlüsse sind fingersicher, mit Acryl XT farblos bzw. mit
Geräteabdeckungen, vor Berührung zu schützen.

11.5 Die Sonderstromkreise sind nach dem Lasttrennschalter getrennt von anderen Stromkreisen zu
verlegen und entspr. auffällig zu kennzeichnen. Auch die Betriebsmittel sind mit entspr. Kennzeichen
und Warnhinweisen zu versehen. Alle Betriebsmittel, Klemmen, Leitungsanschlüsse usw. der
Sonderstromkreise sind gegen zufälliges Berühren zuverlässig abzudecken.

11.6 Digitalbaugruppen:
(Kurzschluss nach L+ bei redundanter Verschaltung)
Kurzschlüsse nach L+ bei der SM 326; DO 10 x DC 24V/2A müssen durch geschütztes Verlegen der
Signalleitungen vermieden werden. Im Fall eines Kurzschlusses nach L+ kann es bei redundanter
Verschaltung am Ausgang mit Reihendiode vorkommen, dass der zugehörige Ausgang nicht
abgeschaltet wird und der Aktor aktiviert bleibt.
Bei einem Querschluss zwischen 2L+ und DO wird der angesteuerte Aktor nicht mehr abgeschaltet.
Um Querschlüsse zwischen 2L+ und DO zu vermeiden, müssen die Leitungen für den Anschluss der
Aktoren zwischen beiden Signalgruppen (Kanäle 0-4 und Kanäle 5-9), querschlusssicher verlegt
werden. ( z. B. als separat ummantelte Leitungen oder in eigenen Kabelkanälen).

12. EL-Container Baugruppe ( 19023-6380-000-0)

12.1 In den Container sind die Schränke und Schaltgeräte nach der Baugruppenzeichnung einzubauen.

12.2 Die Schränke im Container sind zur Tragkonstruktion hin abzufangen.

12.3 Der Boden ist nach der Montage mit Gummibelag auszulegen.

12.4 Die Kühlmittelleitungen zu den Klimaaußengeräten sind als feste Leitungen zu führen. Die Funktion
der Anlage ist im KE zu prüfen.

13. Fahrerhaus Baugruppe ( 19023-6680-000-0)

13.1 Das Fahrerhaus Typ ISB wird kompl. mit Heizung, Split-Klimaanlage, Deckenleuchte,
Scheibenwischer, Scheibenwaschanlage geliefert. Die Geräte sind bis zum Schrank verdrahtet.

13.2 Die Ausschnitte in den Schranktüren sind vorhanden. Sollten sich nach Konstruktionsabschluss
Änderungen ergeben, die zusätzliche Öffnungen erforderlich machen, sind diese operativ durch die
Werkstatt einzubringen.

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13.3 Das Innengerät der Klimasplit-Anlage ist vormontiert. Die Kältemittelleitungen sind einseitig vom
Lieferanten angeschlossen. Das Außengerät steht auf dem Fahrerhauspodest. Ein Probelauf hat im
Werk zu erfolgen.

13.4 Das Touch Panel Display =90+K-A5 ist rechts am Steuerpult montiert. Das Gehäuse wird von der
Fa. Gessmann geliefert.

13.5 Das Touch Panel Display =90+K-A60 ist links vorn an den Handlauf anzubauen. Das Gehäuse wird
ebenfalls von der Fa. Gessmann geliefert. Als Adapter ist ein Kugelneiger vorgesehen.

14. Portalriegel Baugruppe ( 19023-5180-000-0)

14.1 Die Anordnung der Schaltgeräte im Riegel sind aus der Zeichnung Portalriegel Baugruppe
ersichtlich.

14.2 Alle Kabelöffnungen sind nach der Montage abzudichten.

14.3 Das Kabelpaket auf der Haupttrasse ist auf mehrere kleine Pakete zu verteilen und separat zu
befestigen.

14.4 Am Unterbau des Schleifringkörpers ist eine CU-Schiene für die Erdung aufzubauen.

14.5 Nach Montage der Rahmen +PRE1 und +PRE2 sind die Schutzleisten einzulegen.

15. Kabellegung

15.1 Bei der Verlegung der Kabel wird nach folgenden Baugruppen unterschieden:

C = Container
F = Fahrerhaus
AM = Außenmontage

15.2 Die eingetragenen Leitungslängen in der Kabelliste sind ca. - Längen. Es sind Vergleichs-
messungen am Objekt vor dem Zuschnitt zu tätigen.

15.3 Das für die Kabellegung aufgegebene verzinkte Stahlrohr ist mit Rohrschellen an der Konstruktion
zu befestigen. Die Rohre sind an den Enden mit Endtüllen als mech. Schutz zu versehen.

15.4 An den Fahrwerksschwingen sind die Erdungsplatten bereits in den Deckblattzeichnungen


aufgegeben. Für die Erdung sind 20 Stück Erdungsseil in der Stückliste AM-Kabel und Leitungen
aufgegeben.

15.5 Bei der Werk- bzw. Außenmontage ist je eine Leitung der einadrig, parallel verlegten Kabel als
Schutzleiter mit Schutzleiterkennzeichnungsband ( grün / gelb ) an den Enden zu umwickeln.

15.6 An den Aufstiegen und Podesten sind die Kabelrohre grundsätzlich anzuschrauben.

15.7 Alle Kabel und Leitungen sind auf Kabelleitern mindestens alle 600 mm mit PVC-ummanteltem
Metallband zu befestigen. Die dazwischen liegenden Befestigungen können mit PVC Kabelbänder
realisiert werden.

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15.8 Das Hauptkabelpaket im Drehwerksbereich und besonders das Paket zum Mittenrohr der
Wendeltreppe ist alle 300mm mit PVC-ummanteltem Metallband zu befestigen. Das Paket ist in
mehrere kleine Pakete zu teilen und gesondert zu befestigen, um die Belastung auf die Bänder zu
reduzieren und Einschnitte in die Isolierung zu vermeiden. Die Kabel sind an gefährdeten Stellen
mechanisch durch Gummiunterlagen zu schützen.

16. Bei ausgeschäumten Kabeldurchführungen ist nach der Aushärtung der überschüssige Hartschaum
flächig zur Unterkante der Durchführung vorsichtig zu entfernen.

17. Alle Schrauben, Scheiben, Muttern, Federringe (gleich / kleiner M16) die im Freien verwendet
werden, sind grundsätzlich in verzinkter Ausführung einzusetzen.

18. Im Außenbereich sind grundsätzlich nur noch Leitungseinführungen im Schutzgrad IP 68 zu


verwenden. Vorwiegend sind PVC-Verschraubungen in schwarz einzusetzen. Für die geschirmten
Motorzuleitungen sind beiliegende Schirmverschraubungen einzusetzen.
(Siehe Triebwerksstücklisten und AM-Installationsmaterial)

19. In den Schaltern , Endschaltern und sonst. Geräten sind die Brücken nach Stromlaufplan zu legen.

20. Die Schilder lt. Liste 19023-8013, welche für AM erforderlich sind, sind in den Kabinenschrank
zu legen.

21. Hinweise dieser Montagevorschrift, die Materiallieferungen über den Anteil der
Außenmontagestücklisten hinaus ergeben, sind unbedingt mit in der Packliste aufzuführen.

22. Alle Kabelwege, die nicht durch Deckblattzeichnungen vorgegeben sind, müssen im Werk bzw. auf
der Baustelle operativ festgelegt und installiert werden.

23. Nach Montage aller Motore sind die vom Hersteller vorgesehenen Entlüftungsschrauben M5 / M6 im
unteren Bereich herauszudrehen, um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Sollten keine
Entlüftungsbohrungen vorhanden sein, sind diese vorzusehen.

24. In die gelieferten Abzweigdosen sind Klemmen beizulegen. Diese sind aus dem Handlager KE
beizustellen. ( bis max. 6mm² ).

25. In alle Elektrogeräte und Leuchten die im Freien aufgebaut werden und in denen vom Hersteller
keine Kondenswasserablauföffnungen vorgesehen wurden, ist vor dem Anbau an der tiefsten Stelle
eine Kondenswasserbohrung 5...7 mm einzubringen.

26. Die KFZ Kabelschuhe für den Anschluss der Warnleuchten am Fahrwerk sind aus dem Handlager
für die Montage beizulegen.

27. Der Scheinwerfer +DE2 ist direkt an die Fußleiste des Podestes vor dem Maschinenhaus zu
schrauben.

28. Als Zwischenklemmenkasten +DE11 sind Abzweigdosen am Podest für folgende Leitungen zu
setzen: 317, 318, 319, 354, 355, 440 und 441.

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29. Der Dämmerungsschalter ist auf ein Schalterblech aufzubauen. Dieses kann an die Fußleiste
montiert werden.

30. Der Metallschlauch ist an den offenen Enden mit Schutzschlauch Innentüllen zu versehen.

31. Die Leitungen 336 und 361 sind durch die Öffnung in der linken MH-Wand nach außen zum
Abstiegspodest zu führen. Siehe auch Hinweis im Aufstellungsplan.

32. Für die Inbetriebnahme sind die Beschreibung und Bedienungsanweisung sowie die
Einstellvorschrift, die Dokumentation und Montagehinweise der Zulieferteile und die
Dokumentationsblätter über die Behandlung elektr. Geräte und Maschinen zu beachten.

33. Die Prüfung der elektr. Anlage des Kranes ist nach EN 60204-32 entspr. der Arbeitsanweisung
von TQ vom 18.02.99 durchzuführen.

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