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MR90

Betriebsanleitung

Ausgabe 3.0 053-2821(G)


Translation of the Original Instruction
MR90 Betriebsanleitung Übersicht – 1

Übersicht

Inhalt dieses Kapitels


Seriennummernschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Vorgesehener Verwendungszweck . . . . . . . . . . . . . 3

Modifikation des Geräts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Gerätekomponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

FCC-Erklärung – Interne Sender . . . . . . . . . . . . . . . 5

Erklärung zur HF-Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Blickrichtung des Bedieners . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Konventionen dieser Betriebsanleitung . . . . . . . . . 6


• Listen mit Blickfangpunkten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
• Nummerierte Listen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Übersicht – 2 MR90 Betriebsanleitung
Seriennummernschild

Seriennummernschild
Die Seriennummern und das Kaufdatum bitte unten in die entsprechenden Zeilen eintragen. Die
Seriennummer des Bohrflüssigkeitssystems befindet sich an der abgebildeten Stelle.

Symbol

Herstellungsdatum

Kaufdatum

Seriennummer des
Bohrflüssigkeitssystems

Motor-Seriennummer
MR90 Betriebsanleitung Übersicht – 3
Vorgesehener Verwendungszweck

Vorgesehener Verwendungszweck
Das MR90 ist ein unabhängiges Bohrflüssigkeitssystem, mit dem die Bohrflüssigkeit gemischt, aufbereitet
und unter Druck zum Bohrgerät gepumpt werden kann. Das Gerät ist für den Betrieb in
Umgebungstemperaturen von 32 bis 115 °F (0 bis 46 °C) vorgesehen. Alle anderen Verwendungsarten
entsprechen nicht dem vorgesehenen Verwendungszweck.

Das MR90 kann mit Ditch Witch®-Bohrgeräten verwendet werden. Es darf nur von Personen, die mit
seinen besonderen Eigenschaften vertraut sind und die entsprechenden Sicherheitsverfahren kennen,
bedient, gewartet und repariert werden.

Modifikation des Geräts


Dieses Gerät wurde gemäß den geltenden Normen und Vorschriften konstruiert und hergestellt.
Modifikationen des Geräts können dazu führen, dass dieses nicht mehr den Vorschriften entspricht und
unter Umständen nicht ordnungsgemäß bzw. gemäß den Bedienungsanweisungen funktioniert.
Modifikationen des Geräts dürfen nur von kompetenten Personen vorgenommen werden, die über
Kenntnisse der geltenden Normen, Vorschriften, Gerätekonstruktionsfunktionalität bzw. -anforderungen
sowie der erforderlichen Spezialprüfungen verfügen.
Übersicht – 4 MR90 Betriebsanleitung
Gerätekomponenten

Gerätekomponenten

1. Mischtrichter 9. Spülpumpe
2. Hydraulikstütze 10. T14-Anhänger
3. Frischwassertank (300 gal/1135 l) 11. FM25h-Antriebseinheit
4. Rüttler 12. Wasserpumpe
5. Bedienungsstation 13. Schlauchtrommel
6. MR90-Tank 14. Frostschutzmitteltank
7. Grubenpumpe 15. Aushubtrichter*
8. Misch-/Förderpumpe *als Sonderzubehör erhältlich
MR90 Betriebsanleitung Übersicht – 5
FCC-Erklärung – Interne Sender

FCC-Erklärung – Interne Sender


USA

Dieses Gerät erfüllt Teil 15 der FCC-Vorschriften. Der Betrieb unterliegt den folgenden beiden Bedingungen: (1) dieses Gerät darf
keine störenden Interferenzen erzeugen und (2) dieses Gerät muss alle empfangenden Interferenzen aufnehmen, einschließlich von
Interferenzen, die unerwünschten Betrieb verursachen können.

Änderungen oder Modifikationen, die nicht von The Charles Machine Works Inc. ausdrücklich schriftlich genehmigt wurden, können
die Berechtigung des Benutzers zum Betrieb dieses Geräts aufheben.

Enthält FCC-ID: LW9-ERGOF-2G4 & LW9-MFS-RX-2G4.

Kanada

Dieses Gerät erfüllt die Vorschriften von Industry Canada für lizenzunabhängige Funkgeräte. Der Betrieb unterliegt den folgenden
beiden Bedingungen: (1) dieses Gerät darf keine Interferenzen erzeugen und (2) dieses Gerät muss alle Interferenzen aufnehmen,
einschließlich von Interferenzen, die unerwünschten Betrieb des Geräts verursachen können.

Enthält IC: 2119B-ERGOF & 2119B-MFSRX.

Le présent appareil est conforme aux CNR d'Industrie Canada applicables aux appareils radio exempts de licence. L'exploitation est
autorisée aux deux conditions suivantes: (1) l'appareil ne doit pas produire de brouillage, et (2) l'appareil doit accepter tout brouillage
radioélectrique subi, même si le brouillage est susceptible d'en compromettre le fonctionnement.

Enthält IC: 2119B-ERGOF & 2119B-MFSRX.

N 16819

Erklärung zur HF-Belastung


Um die Vorschriften zur HF-Belastung während des normalen Betriebs zu erfüllen, muss das Gerät horizontal vor dem Körper
gehalten werden. Die Antenne muss in einen Abstand von mindestens 4 in (100 mm) vertikal auf den Körper ausgerichtet sein.

Dieses Gerät wurde überprüft, und es wurde festgestellt, dass es die Anforderungen für ein digitales Gerät der Klasse B gemäß Teil
15 der FCC-Vorschriften erfüllt. Diese Anforderungen sollen einen angemessenen Schutz gegen schädliche Interferenzstörungen bei
Installation in Wohngebieten bieten. Dieses Gerät erzeugt und verwendet Hochfrequenzenergie und kann diese ausstrahlen. Wenn
es nicht gemäß den Anweisungen installiert und verwendet wird, kann es die Funkkommunikation stören. Es besteht jedoch keine
Garantie, dass bei einer bestimmten Installation keine Interferenzstörungen auftreten werden. Wenn dieses Gerät den Radio- oder
Fernsehempfang stört, was durch Ein- und Ausschalten des Geräts festgestellt werden kann, sollte der Benutzer versuchen, die
Interferenzstörungen durch eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen zu beheben:

• Die Empfangsantenne anders ausrichten oder an einer anderen Stelle anbringen.


• Den Abstand zwischen Gerät und Empfänger vergrößern.
• Das Gerät an die Netzsteckdose eines anderen Stromkreises als dem anschließen, an dem der Empfänger angeschlossen ist.
• Den Händler oder einen erfahrenen Radio-/Fernsehtechniker zu Rate ziehen.

Dieses Gerät erfüllt die Sicherheitsvorschriften von Health Canada. Der Betreiber dieses Geräts hat sicherzustellen, dass die
abgegebene HF-Strahlung die Vorschriften von Health Canada nicht übersteigt. Informationen dazu sind unter
http://hc-sc.qc.ca/ewh-sem/pub/radiation/radio_guide-lignes_direct-eng.php zu finden.
Übersicht – 6 MR90 Betriebsanleitung
Blickrichtung des Bedieners

Blickrichtung des
Bedieners
1. Vorderseite des 3. Rückseite des
Geräts Geräts
2. Rechte Seite 4. Linke Seite des
des Geräts Geräts

Die rechte und linke Seite der Maschine werden


ermittelt, indem der Blick auf das Zugfahrzeug
gerichtet wird.

Konventionen dieser Betriebsanleitung


Diese Betriebsanleitung enthält Informationen über die sachgemäße Verwendung dieser Maschine.
Grundlegende Betriebsverfahren sind in dem auf beigen Seiten gedruckten Abschnitt
Bedienungsübersicht zu finden. Querverweise, wie z. B. „Siehe Seite 50“, verweisen auf detaillierte
Verfahren.

Listen mit Blickfangpunkten


Listen mit Blickfangpunkten bieten nützliche oder wichtige Informationen oder enthalten Verfahren, die
nicht in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden müssen.

Nummerierte Listen
Nummerierte Listen enthalten Abbildungsverweise oder Verfahrensschritte, die in einer bestimmten
Reihenfolge ausgeführt werden müssen.
MR90 Betriebsanleitung Vorwort – 7
Meldung von Sicherheitsdefekten

Vorwort
Diese Betriebsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Geräts. Sie enthält Sicherheitshinweise sowie
Bedienungs- und Wartungsanweisungen für die Ditch Witch®-Ausrüstung.

Lesen Sie diese Betriebsanleitung vor der Inbetriebnahme des Geräts durch. Führen Sie die Anleitung
immer mit dem Gerät mit, um darin nachschlagen zu können. Beim Verkauf des Geräts übergeben Sie die
Anleitung dem neuen Besitzer.

Falls Sie ein Ersatzexemplar benötigen, wenden Sie sich an Ihren Ditch Witch-Händler. Sie erhalten
Händlerverzeichnisse im Internet unter www.ditchwitch.com oder schriftlich unter folgender Adresse:

The Charles Machine Works, Inc.


Attn: Marketing Department
PO Box 66
Perry, OK 73077-0066
USA

Änderungen der dieser Anleitung enthaltenen Beschreibungen und technischen Daten sind ohne
Vorankündigung vorbehalten. The Charles Machine Works Inc. behält sich das Recht auf
Produktverbesserungen vor. Einige Produktverbesserungen können eventuell nach Drucklegung dieser
Betriebsanleitung durchgeführt worden sein. Neueste Informationen über Ditch Witch-Maschinen erhalten
Sie bei Ihrem Ditch Witch-Händler.

Wir danken Ihnen für den Kauf dieser Ditch Witch-Maschine.

Meldung von Sicherheitsdefekten


Falls Sie der Ansicht sind, dass Ihr Fahrzeug einen Defekt aufweist, der zu einem Verkehrsunfall oder zu
Verletzungen oder tödlichen Verletzungen führen könnte, sollten Sie unverzüglich die National Highway
Traffic Safety Administration (NHTSA; US-Verkehrssicherheitsbehörde) sowie den Product Safety
Coordinator (Produktsicherheitskoordinator) bei The Charles Machine Works, Inc. benachrichtigen.

Falls bei der NHTSA ähnliche Beanstandungen eingehen, wird sie eventuell eine Untersuchung
veranlassen und falls sie feststellt, dass eine Fahrzeuggruppe einen Sicherheitsdefekt aufweist, kann sie
einen Rückruf und eine Abhilfsmaßnahmenaktion anordnen. Allerdings kann sich die NHTSA nicht um
einzelne Probleme zwischen Ihnen, Ihrem Ditch Witch-Händler oder The Charles Machine Works Inc.
kümmern.

Die NHTSA kann entweder unter der (in den USA gebührenfreien) Kfz-Sicherheitstelefonnummer 1-888-
327-4236 (Telex: 1-800-424-9153), über die Internetseite http://www.safercar.gov oder schriftlich unter
folgender Adresse kontaktiert werden:

Administrator
NHTSA
1200 New Jersey Avenue S.E.
Washington, DC 20590, USA

Über die Internetseite http://www.safercar.gov können Sie auch weitere Informationen über Kfz-Sicherheit
erfragen.
Vorwort – 8 MR90 Betriebsanleitung

MR90 Betriebsanleitung

Ausgabenummer 3.0/OM-10/15 und 3.1/OM(G)-10/15


Teilenummer 053-2821(G)

Copyright 2014, 2015


The Charles Machine Works, Inc.

und Ditch Witch sind eingetragene Marken von The Charles Machine Works, Inc.

Dieses Gerät und seine Verwendung sind durch eines oder mehrere der Patente, die unter
http://patents.charlesmachine.works aufgeführt werden, geschützt.
MR90 Betriebsanleitung Inhalt – 9

Inhalt
Übersicht 1
Maschinenseriennummer, Informationen über die vorgesehenen Einsatzarten
dieser Maschine, grundlegende Maschinenkomponenten und
Verwendungshinweise zu dieser Anleitung

Vorwort 7
Teilenummer, Ausgabe und Veröffentlichungsdatum dieser Betriebsanleitung sowie
Werkskontaktinformationen

Sicherheit 11
Maschinensicherheitswarnhinweise und Maßnahmen für Notfälle

Bedienungselemente 21
Maschinenbedienungselemente, Messinstrumente und Kontrollanzeigen sowie
entsprechende Verwendungshinweise

Vorbereitung 43
Verfahren zur Prüfung der Arbeitsstelle und ihrer Vorbereitung für den Arbeitsbeginn

Transport 47
Verfahren für Heben und Anhängertransport

Umgang mit Bohrflüssigkeit 53


Verfahren für das Mischen, Aufbereiten und Umpumpen der Bohrflüssigkeit

Systeme und Geräte 61


Verfahren zur Auswahl von Bohrflüssigkeitszusätzen, Bestimmung der
Bohrflüssigkeitsanforderungen und -messungen sowie der Siebe

Fertigstellung des Arbeitsauftrags 71


Verfahren zum Abwaschen und Aufbewahren der Geräte

Wartung 77
Wartungsintervalle und Anweisungen für diese Maschine, einschließlich
Schmierung, Ersetzen von Verschleißteilen und grundlegender Wartung

Technische Daten 107


Maschinendaten, einschließlich Gewichte, Abmessungen, Leistungsnennwerte und
Füllmengen

Kundendienst 113
Garantieerklärung für diese Maschine und Verfahren für Anmeldung von
Garantieansprüchen und Schulung
Inhalt – 10 MR90 Betriebsanleitung

Wartungsprotokoll 115
Protokoll der wesentlichen Wartungsmaßnahmen, die an dieser Maschine
durchgeführt wurden

Anhang 117
Zusätzliche Informationen zum Gerät
MR90 Betriebsanleitung Sicherheit – 11

Sicherheit

Inhalt dieses Kapitels


Richtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Maßnahmen für Notfälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13


• Beschreibung von Stromschlägen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13
• Maßnahmen bei Beschädigung einer Stromleitung . . . . . . . . . . . . . . . .14
• Maßnahmen bei Beschädigung einer Gasleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . .15
• Maßnahmen bei Beschädigung eines Glasfaserkabels . . . . . . . . . . . . .16
• Maßnahmen bei Maschinenbrand. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

Sicherheitswarnstufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Maschinenbezogene Sicherheitswarnhinweise . . 18
Sicherheit – 12 MR90 Betriebsanleitung
Richtlinien

Richtlinien
Wenn Sie dieses Sicherheitswarnzeichen sehen, alle Anweisungen sorgfältig lesen und befolgen.
IHRE SICHERHEIT HÄNGT DAVON AB. Lesen Sie die gesamte Betriebsanleitung vor
Inbetriebnahme der Maschine durch.

Befolgen Sie die nachstehenden Richtlinien, bevor Sie Geräte am Einsatzort in Betrieb nehmen:

• Lassen Sie sich vollständig einweisen und lesen Sie die Betriebsanleitung, bevor Sie die Geräte in
Betrieb nehmen.
• Markieren Sie den geplanten Pfad mit weißer Farbe und lassen Sie unterirdische
Versorgungsleitungen orten, bevor Sie mit den Arbeiten beginnen. Wenden Sie sich an die
zuständigen Informationsdienste. In Ländern ohne Informationsdienste bitte alle Versorgungsbetriebe
vor Ort anrufen, um die unterirdischen Versorgungsleitungen orten zu lassen.
• Stufen Sie die Arbeitsstelle entsprechend ihrer Gefahren ein und wenden Sie die für die Arbeitsstelle
zweckmäßigen Werkzeuge und Maschinen, Sicherheitsausstattungen und Arbeitsverfahren an.
• Grenzen Sie die Arbeitsstelle deutlich ein und halten Sie Unbefugte fern.
• Tragen Sie Schutzausrüstung.
• Besprechen Sie vor Arbeitsbeginn die Gefahrenquellen der Arbeitsstelle sowie Sicherheits- und
Notfallmaßnahmen und die einzelnen Verantwortungsbereiche mit allen Mitarbeitern.
Sicherheitsvideos können von Ihrem Ditch Witch®-Händler bezogen werden oder sind unter
www.ditchwitch.com/safe zu finden. Sicherheitsdatenblätter sind auf www.ditchwitch.com/support
erhältlich.
• Überprüfen Sie die Geräte und Ausrüstung vor der Inbetriebnahme vollständig. Reparieren oder
ersetzen Sie abgenutzte oder beschädigte Teile. Ersetzen Sie fehlende oder beschädigte
Sicherheitsschilder und -aufkleber. Unterstützung erhalten Sie von Ihrem Ditch Witch-Händler.
• Benutzen Sie die Geräte mit Vorsicht. Unterbrechen Sie den Betrieb sofort, wenn etwas nicht richtig
aussieht oder erscheint.
• Betreiben Sie die Maschine nicht, wenn möglicherweise entzündbares Gas vorhanden ist.
• Betreiben Sie die Maschine nur an gut belüfteten Einsatzorten.
• Setzen Sie sich mit Ihrem Ditch Witch-Händler in Verbindung, falls Sie irgendwelche Fragen zum
Betrieb, zur Wartung oder Verwendung der Maschine haben.
• Füllen Sie die unter www.ditchwitch.com/safe zu findende Geräteprüfliste aus.
MR90 Betriebsanleitung Sicherheit – 13
Maßnahmen für Notfälle

Maßnahmen für Notfälle


S Gefahren an der Arbeitsstelle können zu schweren oder
tödlichen Verletzungen führen. Benutzen Sie die richtigen Geräte und
bedienen Sie diese ordnungsgemäß. Verwenden Sie geeignete
Sicherheitsausrüstung und halten Sie diese instand.

Bevor Geräte in Betrieb genommen werden, müssen die Informationen über Notfallmaßnahmen gelesen
werden. Außerdem muss überprüft werden, ob alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden.

NOTABSCHALTUNG – Den Zündschalter in die Stellung „Stop“ drehen oder den Fernsteuerungs-
Motorabstellknopf (falls vorhanden) drücken.

Beschreibung von Stromschlägen

D Elektroschock kann schwere oder tödliche Verletzungen


verursachen. Halten Sie Abstand!

Bei der Arbeit in unmittelbarer Umgebung von elektrischen Leitungen ist Folgendes zu beachten:

• Elektrizität folgt allen Leitern zur Erde, nicht nur dem Leiter mit dem geringsten Widerstand.
• Gestänge, Schläuche und Kabel leiten Elektrizität in alle Geräte zurück.
• Strom mit niedriger Spannung kann schwere oder sogar tödliche Verletzungen verursachen. Viele
tödliche Elektroschock-Unfälle am Arbeitsplatz entstehen bei Spannungen unter 440 Volt.

Die meisten Stromschläge sind nicht wahrnehmbar. Auf folgende Anzeichen achten:

• Stromausfall
• Rauch
• Explosion
• Knallgeräusche
• Lichtbögen

Falls eines dieser Anzeichen festgestellt wird, sollte davon ausgegangen werden, dass ein
Stromschlag aufgetreten ist.
Sicherheit – 14 MR90 Betriebsanleitung
Maßnahmen für Notfälle

Maßnahmen bei Beschädigung einer Stromleitung


Wenn Sie vermuten, dass eine Stromleitung beschädigt wurde, und Sie sich auf dem Lkw oder
Anhänger befinden, BEWEGEN SIE SICH NICHT. Auf dem Lkw oder Anhänger bleiben und folgende
Maßnahmen ergreifen. Die Reihenfolge und Dringlichkeit der Maßnahmen sind situationsabhängig.

• Alle Personen in der Umgebung warnen, dass ein Stromschlag aufgetreten ist. Die Personen müssen
zum Verlassen des Bereichs und Verständigen des Versorgungsunternehmens aufgefordert werden.
• Die Rückkehr zur Arbeitsstelle erst nach Genehmigung des Versorgungsunternehmens zulassen.
• Nicht zulassen, dass irgendjemand das Gerät berührt.

Wenn Sie vermuten, dass eine Stromleitung beschädigt wurde, und Sie sich nicht auf dem Lkw oder
Anhänger befinden, BERÜHREN SIE DIE GERÄTE NICHT. Ergreifen Sie folgende Maßnahmen. Die
Reihenfolge und Dringlichkeit der Maßnahmen sind situationsabhängig.

• DEN GEFAHRENBEREICH VERLASSEN. Die Oberfläche des Bodens kann unter Strom stehen.
Daher kleine schlurfende Schritte machen und Ihre Füße nahe beisammen halten, um das Risiko
eines Stromschlags von einen Fuß zum anderen zu reduzieren.
• Das Elektrizitätswerk zum Abschalten der Leitung auffordern.
• Nicht in den Bereich zurückkehren oder anderen die Rückkehr gestatten, bis das
Versorgungsunternehmen dies zulässt.
MR90 Betriebsanleitung Sicherheit – 15
Maßnahmen für Notfälle

Maßnahmen bei Beschädigung einer Gasleitung

S Feuer- oder Explosionsgefahr. Abgase können sich


entzünden und Verbrennungen verursachen. Rauchen Sie nicht,
vermeiden Sie offene Flammen und Funken. 275-419 (2P)

S Explosionsgefahr. Schwere Verletzungen oder Geräteschäden können


verursacht werden. Befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig.

Wenn Sie vermuten, dass eine Gasleitung beschädigt wurde, ergreifen Sie folgende Maßnahmen. Die
Reihenfolge und Dringlichkeit der Maßnahmen sind situationsabhängig.

• Den (die) Motor(en) sofort abstellen, falls dies sicher und schnell geschehen kann.
• Jegliche Zündquelle(n) entfernen, falls dies sicher und schnell geschehen kann.
• Andere Personen warnen, dass eine Gasleitung durchstoßen wurde und dass sie fernbleiben sollen.
• Die Arbeitsstelle so schnell wie möglich verlassen.
• Die örtliche Notrufnummer und das Versorgungsunternehmen sofort anrufen.
• Wenn sich die Arbeitsstelle entlang einer Straße befindet, den Verkehr um die Arbeitsstelle umleiten.
• Erst nach Genehmigung des Notfall-Bereitschaftspersonals und des Versorgungsunternehmens
wieder an die Arbeitsstelle zurückkehren.
Sicherheit – 16 MR90 Betriebsanleitung
Maßnahmen für Notfälle

Maßnahmen bei Beschädigung eines Glasfaserkabels


Nicht in die Enden von durchgeschnittenen Glasfaserkabeln und Kabeln von unbestimmtem
Verwendungszweck blicken. Augenverletzungen könnten die Folge sein. Das Versorgungsunternehmen
benachrichtigen.

Maßnahmen bei Maschinenbrand


Das Notabschaltverfahren durchführen und dann folgende Maßnahmen ergreifen. Die Reihenfolge und
Dringlichkeit der Maßnahmen sind situationsabhängig.

• Den Batterietrennschalter (falls vorhanden und zugänglich) sofort in die Trennstellung schalten.
• Wenn ein Feuerlöscher vorhanden ist, kann bei einem kleinen Feuer versucht werden, das Feuer zu
löschen.
• Wenn das Feuer nicht gelöscht werden kann, den Gefahrenbereich so schnell wie möglich verlassen
und das Notfall-Bereitschaftspersonal benachrichtigen.
MR90 Betriebsanleitung Sicherheit – 17
Sicherheitswarnstufen

Sicherheitswarnstufen
Diese Einstufungen und die auf den folgenden Seiten definierten Symbole dienen dazu, auf Situationen
aufmerksam zu machen, die für die Arbeitenden, Umstehenden oder die Ausrüstung gefährlich sein
könnten. Wenn diese Wörter und Symbole in der Anleitung oder an der Maschine angetroffen werden,
müssen alle Anweisungen sorgfältig gelesen und befolgt werden. IHRE SICHERHEIT HÄNGT DAVON
AB.

Auf folgende drei Sicherheitswarnstufen achten: GEFAHR, ACHTUNG und VORSICHT. Die Bedeutung
jeder dieser Stufen muss vertraut sein.

D kennzeichnet eine Gefahrensituation, die, wenn nicht gemieden, zu schweren oder tödlichen
Verletzungen führt. Dieses Signalwort ist auf die extremsten Situationen zu beschränken.

S kennzeichnet eine Gefahrensituation, die, wenn nicht gemieden, zu schweren oder


tödlichen Verletzungen führen kann.

A kennzeichnet eine Gefahrensituation, die, wenn nicht gemieden, zu leichten oder


mittelschweren Verletzungen führen kann.

Auf zwei weitere Wörter achten: HINWEIS und WICHTIG.

HINWEIS weist auf Informationen hin, die als wichtig, jedoch nicht als gefahrenrelevant betrachtet werden
(z. B. Hinweise auf Sachschäden).

WICHTIG gibt Anweisungen zur besseren oder einfacheren Durchführung der Arbeit.
Sicherheit – 18 MR90 Betriebsanleitung
Maschinenbezogene Sicherheitswarnhinweise

Maschinenbezogene Sicherheitswarnhinweise

ARMATU-
RENBRETT

1
S Sich bewegende Teile können Hände und Füße
abtrennen. Halten Sie Abstand! 275-184, 273-437, 273-546

Verankerungspunkt. Weitere Informationen sind dem Kapitel


„Transport“ zu entnehmen.
274-318
2

Hebeöse. Weitere Informationen sind dem Kapitel „Transport“ zu


entnehmen. 274-442
3
MR90 Betriebsanleitung Sicherheit – 19
Maschinenbezogene Sicherheitswarnhinweise

4
S Unter Hochdruck stehende Flüssigkeiten oder
Pressluft können in die Haut eindringen und zu schweren
Verletzungen führen. Anweisungen zur sachgemäßen Verwendung
sind in Ihrer Betriebsanleitung zu finden. 270-6035

5
D Eine sich drehende Welle kann schwere oder tödliche
Verletzungen verursachen. Halten Sie Abstand! 270-1506

6
S Lesen Sie die Betriebsanleitung. Machen Sie sich
mit der korrekten Bedienung aller Bedienungselemente vertraut.
Ihre Sicherheit hängt davon ab. 273-475

7
D Elektroschock kann schwere oder tödliche
Verletzungen verursachen. Das Flüssigkeitssystem kann bei
angeschlossenem Bohrgerät auch unter Spannung stehen. Lesen
Sie die Betriebsanleitung und machen Sie sich mit den
Maßnahmen für Notfälle vertraut. 273-265

8
S Gefahren an der Arbeitsstelle können zu schweren
oder tödlichen Verletzungen führen. Benutzen Sie die richtigen
Geräte und bedienen Sie diese ordnungsgemäß. Verwenden Sie
geeignete Sicherheitsausrüstung und halten Sie diese instand.
274-050; 274-724 (2P)

9
A Heiße Teile können Verbrennungen verursachen.
Berühren Sie sie erst dann, wenn sie abgekühlt sind, oder tragen
Sie Handschuhe. 275-355 (2-P), 273-423 (2-P)

10
A Hohe Geräuschpegel können zu Gehörverlust
führen. Tragen Sie einen Gehörschutz. 700-009 (2-P)
Sicherheit – 20 MR90 Betriebsanleitung
Maschinenbezogene Sicherheitswarnhinweise
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 21

Bedienungselemente

Inhalt dieses Kapitels


Antriebseinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Mischgerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Aufbereitungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Bedienungselemente – 22 MR90 Betriebsanleitung
Antriebseinheit

Antriebseinheit
Bedienungselemente und Kontrollleuchten

1. Nicht verwendet 8. Hydraulikflüssigkeitstemperatur-


Kontrollleuchte
2. Nicht verwendet
9. Glühkerzen-Kontrollleuchte
3. Ladeanzeige der Batterie
10. Betriebsstundenzähler
4. Kontrollleuchte für niedrigen Kraftstoffstand
11. Kaltstartknopf
5. Kraftstoffuhr
12. Gashebel
6. Motoröldruck-Kontrollleuchte
13. Zusatzstromanschluss
7. Kühlmitteltemperatur-Kontrollleuchte
14. Zündschalter

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Nicht verwendet

2. Nicht verwendet
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 23
Antriebseinheit

Symbol Beschreibung Anmerkungen

3. Ladeanzeige der Leuchtet bei niedriger


Batterie Batteriespannung auf.

c00ic008w.eps

4. Kontrollleuchte für Leuchtet bei sehr niedrigem


niedrigen Kraftstoffstand auf.
Kraftstoffstand

5. Kraftstoffuhr Zeigt den Kraftstoffstand im Der Kraftstofftank hat ein


Tank an. Fassungsvermögen von 15 gal
(56,85 l).

HINWEIS: Nur tiefentschwefelten


Kraftstoff verwenden.

6. Motoröldruck- Leuchtet, wenn der Öldruck Wenn die Leuchte weiterhin leuchtet:
Kontrollleuchte unter 8–12 psi (0,6–0,8 bar)
fällt. • Den Motor abstellen.
• Den Motorölstand prüfen.
Leuchtet auch beim Anlassen
des Motors kurz auf. • Wenn der Druck immer noch zu
niedrig ist, das Motorhandbuch zu
Rate ziehen.
Bedienungselemente – 24 MR90 Betriebsanleitung
Antriebseinheit

Symbol Beschreibung Anmerkungen

7. Kühlmitteltemperatur- Leuchtet auf, wenn die Wenn die Leuchte weiterhin leuchtet:
Kontrollleuchte Motorkühlmitteltemperatur
mehr als 275 °F (135 °C) • Den Motor ausschalten und
beträgt. abkühlen lassen.
• Die Lüfterriemenspannung
Leuchtet auch beim Anlassen
prüfen.
des Motors kurz auf.
• Auf niedrigen Kühlmittelstand
prüfen.
c00ic232h.eps • Die Kühlerrippen auf Schmutz
und Rückstände prüfen.

8. Hydraulikflüssigkeitstem Leuchtet auf und ein Hydraulikflüssigkeitsstand prüfen.


peratur-Kontrollleuchte Alarmsignal ertönt, wenn die
Hydraulikflüssigkeit überhitzt Belastung verringern.
ist.
Sicherstellen, dass der Ölkühler
sauber ist.

9. Glühkerzen- Leuchtet beim Betätigen des


Kontrollleuchte Kaltstartknopfes auf.

10. Betriebsstundenzähler Zeigt Motorbetriebsstunden Der Betriebsstundenzähler läuft,


an. wenn der Zündschalter eingeschaltet
ist.

Diese Zeitangaben zur


Wartungsplanung verwenden.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 25
Antriebseinheit

Symbol Beschreibung Anmerkungen

11. Kaltstartknopf Zum leichteren Anlassen WICHTIG: Den Kaltstartknopf gemäß


eines kalten Motors den den nachfolgenden
Zündschalter in erste Stellung Temperaturangaben drücken.
drehen.
• Wenn die Umgebungstemperatur
Den Kaltstartknopf gemäß unter 40 °F (4 °C) liegt, den Knopf
den Hinweisen drücken. drücken und fünf Sekunden lang
gedrückt halten.
Den Knopf loslassen und
• Wenn die Umgebungstemperatur
anschließend den
unter 20 °F (–7 °C) liegt, den
Zündschalter zum Anlassen
Knopf drücken und zehn
des Motors nach rechts
Sekunden lang gedrückt halten.
drehen.
• Den Knopf nicht mehr als 20
Sekunden lang ununterbrochen
gedrückt halten.

12. Gashebel Nach oben bewegen, um die


Motordrehzahl zu erhöhen.

Nach unten bewegen, um die


Motordrehzahl zu verringern.

13. Zusatzstromanschluss Zum Betrieb von Am Anschluss liegt nur dann


Arbeitsscheinwerfern oder Spannung an, wenn der Zündschalter
anderen 12-V-Geräten diese eingeschaltet ist.
in den Stromanschluss
einstecken.

c00ic179h.eps

14. Zündschalter Den Schlüssel einstecken


und nach rechts drehen, um
den Motor anzulassen.

Den Schlüssel nach links


drehen, um den Motor
abzustellen.
Bedienungselemente – 26 MR90 Betriebsanleitung
Antriebseinheit

Fernsteuerung (Sonderzubehör)

1. Fernsteuerungs-Betriebstaste 4. Spülpumpen-Taste
2. Fernsteuerungs-Abstelltaste 5. Misch-/Förderpumpen-Taste
3. Grubenpumpen-Taste 6. Nicht verwendet

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Fernsteuerungs- Die Taste drücken, um das WICHTIG:


Betriebstaste Fernsteuerungsmodul
abzuschalten. • Durch Betätigen einer beliebigen
Taste wird die Fernsteuerung
aktiviert.
• Bei der Deaktivierung der
Fernsteuerung werden die
Pumpen nicht abgeschaltet.

2. Fernsteuerungs- Die Taste drücken, um den


Abstelltaste Motor abzustellen.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 27
Antriebseinheit

Symbol Beschreibung Anmerkungen

3. Grubenpumpen-Taste Zum Ein- oder Ausschalten Damit die Fernsteuerung funktioniert,


der Grubenpumpe diese muss die Grubenpumpensteuerung
Taste drücken. aktiviert sein. Siehe „Wahlschalter für
Grubenpumpe/Pumpe der
Druckwaschanlage“ auf Seite 35.

4. Spülpumpen-Taste Zum Ein- oder Ausschalten Damit die Fernsteuerung funktioniert,


der Spülpumpe diese Taste muss der Schalter an der Bedientafel
drücken. eingeschaltet sein. Siehe
„Spülpumpen-Schalter“ auf Seite 34.

5. Misch-/Förderpumpen- Zum Ein- oder Ausschalten Damit die Fernsteuerung funktioniert,


Taste der Misch-/Förderpumpe muss der Schalter an der Bedientafel
diese Taste drücken. eingeschaltet sein. Siehe „Misch-/
Förderpumpen-Schalter“ auf Seite 34.

6. Nicht verwendet
Bedienungselemente – 28 MR90 Betriebsanleitung
Antriebseinheit

Kontrollleuchten/-anzeigen

1. Warnleuchte für niedrigen Flüssigkeitsstand 2. Warnleuchte für „Tank voll“

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Warnleuchte für Bei niedriger WICHTIG: Diese Leuchte ist


niedrigen Flüssigkeitsmenge im MR90- magnetisch und kann versetzt
Flüssigkeitsstand Tank leuchtet die gelbe werden, um eine bessere Sichtbarkeit
Leuchte auf. zu gewährleisten.

2. Warnleuchte für „Tank Die grüne Leuchte blinkt, WICHTIG: Diese Leuchte ist
voll“ wenn der Schmutztank des magnetisch und kann versetzt
MR90-Tanks voll ist. werden, um eine bessere Sichtbarkeit
zu gewährleisten.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 29
Antriebseinheit

Verschiedenes

Symbol Beschreibung Anmerkungen

Batterietrennschalter Zum Anschließen nach rechts


schalten.

Zum Trennen nach links


schalten.

c00ic654w.eps
Bedienungselemente – 30 MR90 Betriebsanleitung
Mischgerät

Mischgerät
Instrumente

Hydrozyklon-Manometer

Symbol Beschreibung Anmerkungen

Hydrozyklon-Manometer Zeigt den Druck der WICHTIG:


Flüssigkeit in den
Hydrozyklonen an. • Zeigt das Manometer weniger als
30–35 psi (2,06–2,41 bar), die
Es müssen 30–35 psi (2,06– Hydrozyklone prüfen. Siehe
2,41 bar) angezeigt werden. „Reinigung der Hydrozyklone“ auf
Seite 98.
• Zeigt das Manometer mehr als
30–35 psi (2,06–2,41 bar), das
Hosensieb prüfen. Siehe
„Hosensieb reinigen“ auf
Seite 83.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 31
Mischgerät

Ventile

1. Bohrflüssigkeits-Probenventil 4. Venturidüsen-Ventil
2. Umlaufdüsen-Ventil 5. Hydrozyklonventil
3. Mischtrichterventil 6. Bohrflüssigkeit-Zuleitungsventil

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Bohrflüssigkeits- Das Ventil öffnen, um eine


Probenventil Bohrflüssigkeitsprobe zu
Testzwecken zu entnehmen.

2. Umlaufdüsen-Ventil Das Ventil öffnen, um


Umwälzen von Flüssigkeit
während des Mischvorgangs
zu ermöglichen.

Das Ventil schließen, um das


Umwälzen abzubrechen.
Bedienungselemente – 32 MR90 Betriebsanleitung
Mischgerät

Symbol Beschreibung Anmerkungen

3. Mischtrichterventil Das Ventil öffnen, um Fluss WICHTIG:


vom Trichter zum
Mischventuri zu ermöglichen. • Das Ventil nur öffnen, wenn
Zusätze für den Mischvorgang in
Das Ventil schließen, um den den Trichter gegeben werden.
Fluss vom Trichter zum Nach Abschluss das Ventil
Mischventuri zu schließen.
unterbrechen.
• Das Ventil nur dann öffnen, wenn
die Pumpe in Betrieb und das
Venturidüsen-Ventil geöffnet ist.
Ansonsten kann Flüssigkeit
zurück in den Trichter fließen.

4. Venturidüsen-Ventil Das Ventil öffnen, um


Bohrflüssigkeitszusätze
beizugeben.

Das Ventil schließen, um den


Zufluss von
Bohrflüssigkeitszusätzen zu
unterbrechen.

5. Hydrozyklonventil Das Ventil öffnen, um den


Luftstrom für die Betätigung
der Hydrozyklone zu
ermöglichen.

Das Ventil schließen, um den


Luftstrom von den
Hydrozyklonen zu stoppen.

6. Bohrflüssigkeit- Das Ventil öffnen, um


Zuleitungsventil Flüssigkeit für den
Bohrvorgang zuzuführen.

Das Ventil schließen, um die


Flüssigkeitszufuhr für den
Bohrvorgang zu stoppen.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 33
Aufbereitungsanlage

Aufbereitungsanlage
Bedienungselemente

1. Spülpumpen-Schalter 7. Sieb-Neigungshebel links/rechts


2. Misch-/Förderpumpen-Schalter 8. Aushubtrichter-Mischgeräthebel*
3. Grubenpumpen-Automatikschalter 9. Aushubtrichter-Klappenhebel*
4. Rüttlerhebel 10. Rüttlergeschwindigkeitsregler
5. Wahlschalter für Grubenpumpe/Pumpe der 11. Grubenpumpen-Drehzahlregler
Druckwaschanlage
*als Sonderzubehör erhältlich
6. Sieb-Neigungshebel vor-/rückwärts
Bedienungselemente – 34 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereitungsanlage

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Spülpumpen-Schalter Zum Einschalten der


Spülpumpe auf den oberen
Teil des Schalters drücken.

Zum Ausschalten der Pumpe


auf den unteren Teil drücken.

2. Misch-/Förderpumpen- Zum Einschalten der Misch-/


Schalter Förderpumpe auf den oberen
Teil des Schalters drücken.

Zum Ausschalten der Pumpe


auf den unteren Teil drücken.

3. Grubenpumpen- Zum Einschalten der WICHTIG: Die automatische


Automatikschalter automatischen Grubenpumpensteuerung
Grubenpumpensteuerung auf eingeschaltet lassen, um das Risiko
den oberen Teil des Schalters einer Überfüllung des Schmutztanks
drücken. im MR90-Tank zu reduzieren.

Zum Einschalten der


manuellen Steuerung auf den
unteren Teil des Schalters
drücken.

4. Rüttlerhebel Zum Starten des Rüttlers den


Hebel nach oben drücken.

Zum Ausschalten des


Rüttlers den Hebel nach
hinten ziehen.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 35
Aufbereitungsanlage

Symbol Beschreibung Anmerkungen

5. Wahlschalter für Zum Einschalten der WICHTIG:


Grubenpumpe/Pumpe Grubenpumpe den Hebel
der Druckwaschanlage nach oben drücken. • Damit die Fernsteuerung
funktioniert, muss der
Zum Einschalten der Pumpe Grubenpumpenhebel aktiviert
der Druckwaschanlage den sein.
Hebel nach hinten ziehen.
• Den Hebel nicht in nach hinten
Zum Ausschalten der gezogener Stellung belassen,
Pumpen den Hebel in die wenn der Waschstab nicht
Mittelstellung bringen. verwendet wird. Dies kann zu
Schäden führen.

6. Sieb-Neigungshebel Um das vordere Ende der


vor-/rückwärts Siebe anzuheben, den Hebel
nach oben drücken.

Um das vordere Ende der


Siebe abzusenken, den
Hebel nach hinten ziehen.

7. Sieb-Neigungshebel Um die Siebe nach rechts zu


links/rechts neigen, den Hebel nach oben
drücken.

Um die Siebe nach links zu


neigen, den Hebel nach
hinten ziehen.

8. Aushubtrichter- Um das Aushubtrichter-


Mischgeräthebel Mischgerät gegen den
(Sonderzubehör) Uhrzeigersinn zu drehen, den
Hebel nach oben drücken.

Um das Aushubtrichter-
Mischgerät im Uhrzeigersinn
zu drehen, den Hebel nach
hinten ziehen.

Um das Aushubtrichter-
Mischgerät auszuschalten,
den Hebel in Mittelstellung
bringen.
Bedienungselemente – 36 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereitungsanlage

Symbol Beschreibung Anmerkungen

9. Aushubtrichter- Um die Klappe hinten am


Klappenhebel Aushubtrichter anzuheben,
(Sonderzubehör) den Hebel nach oben
drücken.

Um die Klappe hinten am


Aushubtrichter abzusenken,
den Hebel nach hinten
ziehen.

10. Gegen den Uhrzeigersinn


Rüttlergeschwindigkeit drehen, um die
sregler Rüttlergeschwindigkeit zu
erhöhen.

Im Uhrzeigersinn drehen, um
die Rüttlergeschwindigkeit zu
verringern.

11. Grubenpumpen- Im Uhrzeigersinn drehen, um


Drehzahlregler den Förderstrom der
Grubenpumpe zu erhöhen.

Gegen den Uhrzeigersinn


drehen, um den Förderstrom
der Grubenpumpe zu
reduzieren.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 37
Aufbereitungsanlage

Zusätzliche Bedienungselemente

1. Frischwasser-Förderpumpenschalter 3. Zusatzstromanschluss
2. Zusatzstromanschlussschalter

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Frischwasser- Den oberen Teil des Leitet Wasser vom 300-gal-Tank zum
Förderpumpenschalter Schalters drücken, um die MR90 Tank.
Frischwasser-Förderpumpe
einzuschalten.

Zum Ausschalten der Pumpe


auf den unteren Teil drücken.
Bedienungselemente – 38 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereitungsanlage

Symbol Beschreibung Anmerkungen

2. Zusatzstromanschlusssc Zum Einschalten des


halter Zusatzstromanschlusses auf
den oberen Teil des Schalters
drücken.

Zum Ausschalten des


Zusatzstromanschlusses auf
den unteren Teil des
Schalters drücken.

3. Zusatzstromanschluss Zum Betrieb von Am Anschluss liegt nur dann


Arbeitsscheinwerfern oder Spannung an, wenn der Zündschalter
anderen 12-V-Geräten diese eingeschaltet ist.
in den Stromanschluss
einstecken.

c00ic179h.eps
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 39
Aufbereitungsanlage

Ventile

1. Aushubtrichter-Ablassventil* 5. Reintank-Ablassventil
2. Frostschutzmittel-Ventil 6. Frischwasser-Steuerventil
3. Wasser-Ablassventil 7. Schlammstrom-Steuerventil
4. Schmutztank-Ablassventil *als Sonderzubehör erhältlich

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Aushubtrichter- Zum Entleeren des


Ablassventil Aushubtrichters das Ventil
(Sonderzubehör) öffnen.

2. Frostschutzmittel-Ventil Das Ventil öffnen, um der


Frischwasserpumpe
Frostschutzmittel zuzuführen.

3. Wasser-Ablassventil Das Ventil öffnen, um Wasser


aus dem Frischwassertank
abzulassen.

4. Schmutztank- Das Ventil öffnen, um den


Ablassventil Schmutztank zu entleeren.

5. Reintank-Ablassventil Das Ventil öffnen, um den


Reintank zu entleeren.
Bedienungselemente – 40 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereitungsanlage

Symbol Beschreibung Anmerkungen

6. Frischwasser- Das Ventil öffnen, um Wasser WICHTIG:


Steuerventil vom 300-gal-Tank zum
MR90-Tank zu leiten. • Zusammen mit Frischwasser-
Förderpumpe einschalten, um
Wasser zum MR90-Tank zu
leiten.
• Abschalten, wenn der Tank des
MR90 voll ist, um ein Überfließen
des Schmutztanks in den
Frischwassertank zu vermeiden.

7. Schlammstrom- Um den Schlammstrom zu


Steuerventil den Sieben zu erhöhen, das
Ventil in Richtung Öffnen
drehen.

Um den Schlammstrom zu
den Sieben zu reduzieren,
das Ventil in Richtung
Schließen drehen.
MR90 Betriebsanleitung Bedienungselemente – 41
Aufbereitungsanlage

Anhänger-Bedienungselemente

1. Hebel für hydraulische Anhängerstütze 2. Kurbel für manuelle Anhängerstütze

Symbol Beschreibung Anmerkungen

1. Hebel für hydraulische Den Hebel nach unten WICHTIG: Sicherstellen, dass die
Anhängerstütze drücken, um den Anhänger Kurbel für die manuelle
vorn abzusenken. Anhängerstütze deaktiviert ist.

Den Hebel nach oben ziehen,


um den Anhänger vorn
anzuheben.

2. Kurbel für manuelle Die Kurbel im Uhrzeigersinn WICHTIG:


Anhängerstütze drehen, um den Anhänger
vorn abzusenken. • Nur verwenden, wenn der Hebel
für die hydraulische
Die Kurbel gegen den Anhängerstütze nicht funktioniert.
Uhrzeigersinn drehen, um
• Die Kurbel wird im
den Anhänger vorn
Werkzeugkasten aufbewahrt.
anzuheben.
Bedienungselemente – 42 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereitungsanlage
MR90 Betriebsanleitung Vorbereitung – 43

Vorbereitung

Inhalt dieses Kapitels


Einholen von Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
• Vorkehrungen zur Verkehrssicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44
• Vorbereitung des Einsatzes in der Nähe vorhandener
Versorgungsleitungen 44
• Planung für Rettungsdienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44

Untersuchung der Arbeitsstelle . . . . . . . . . . . . . . 45

Vorbereitung der Arbeitsstelle . . . . . . . . . . . . . . . 45

Materialüberprüfung und Vorbereitung


der Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
• Einbau von Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
• Materialüberprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
• Vorbereitung der Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
Vorbereitung – 44 MR90 Betriebsanleitung
Einholen von Informationen

Einholen von Informationen


Ein erfolgreiches Arbeitsprojekt beginnt vor dem Aushub. Der erste Planungsschritt besteht darin, bereits
vorhandene Informationen über den Auftrag und die Arbeitsstelle zu prüfen.

Vorkehrungen zur Verkehrssicherheit


Beim Arbeiten in der Nähe von Straßen oder anderen Verkehrswegen Informationen über
Sicherheitsmaßnahmen und -regeln von den zuständigen Behörden einholen.

Vorbereitung des Einsatzes in der Nähe vorhandener


Versorgungsleitungen
Wenn am Einsatzort möglicherweise elektrische Leitungen vorhanden sind, Schutzstiefel und
Handschuhe, die den folgenden Normen entsprechen, tragen:

• Die Stiefel müssen über einen hohen Schaft verfügen und bei einer Prüfung bei 14 000 Volt den
Anforderungen von ASTM F2413 oder ASTM 1117 (bzw. entsprechenden örtlichen oder
Bundesvorschriften) zum Schutz vor Stromschlaggefahren genügen. Die Hosenbeine müssen völlig
von den Stiefeln umschlossen werden.
• Die Handschuhe müssen für eine Spannung von maximal 17 000 Volt Wechselspannung gemäß
ASTM-Spezifikation D120 (bzw. einer entsprechenden örtlichen oder Bundesvorschrift) ausgelegt
sein.

Beim Arbeiten im Bereich höherer Spannungen Handschuhe und Stiefel mit entsprechend höheren
Nennwerten tragen.

Planung für Rettungsdienste


Die Telefonnummern für den zuständigen Rettungsdienst und für medizinische Versorgung bereithalten.
Prüfen, ob ein Zugang zu einem Telefon besteht.
MR90 Betriebsanleitung Vorbereitung – 45
Untersuchung der Arbeitsstelle

Untersuchung der Arbeitsstelle


• Die geltenden Verordnungen für Erdaushub- und Grabarbeiten befolgen.
• Den örtlichen Informationsdienst anrufen, um unterirdische Versorgungsleitungen vor den
Grabungsarbeiten ausfindig machen zu lassen. Sie sollten auch sämtliche Versorgungsbetriebe
anrufen, die sich nicht am Informationsdienst beteiligen.
• Die Arbeitsstelle und die nähere Umgebung persönlich auf Hinweise auf unterirdische
Gefahrenquellen untersuchen, wie z. B.:
– Hinweisschilder für unterirdisch verlegte Versorgungsleitungen
– Versorgungseinrichtungen ohne Freileitungen
– Gas- oder Wasserzähler
– Abzweigkästen
– Steigkästen
– Lichtmasten
– Schachtabdeckungen
– eingesunkenes Erdreich
• Die Lage aller unterirdisch verlegten Leitungen und Hindernisse markieren.

Vorbereitung der Arbeitsstelle


S Gefahren an der Arbeitsstelle können zu schweren oder
tödlichen Verletzungen führen. Benutzen Sie die richtigen Geräte und
bedienen Sie diese ordnungsgemäß. Verwenden Sie geeignete
Sicherheitsausrüstung und halten Sie diese instand.

HINWEIS:

• Falls die Einstufung der Arbeitsstelle fraglich ist oder wenn möglicherweise nicht gekennzeichnete
Stromleitungen vorhanden sind, muss die Arbeitsstelle als elektrisch eingestuft werden.
• Das Durchtrennen von Hochspannungskabeln kann zum Tod durch Elektroschock führen. Die
Leitungen vor dem Graben von Hand freilegen.
• Sämtliche Vegetation in der Nähe der Bedienungsstation muss entfernt werden. Der Kontakt mit
Bäumen, Büschen oder Unkrautpflanzen während eines Stromschlags kann zum Tod durch
Elektroschock führen.
Vorbereitung – 46 MR90 Betriebsanleitung
Materialüberprüfung und Vorbereitung der Ausrüstung

Materialüberprüfung und Vorbereitung der Ausrüstung


Einbau von Zubehör
Feuerlöscher

Falls erforderlich, einen Feuerlöscher in der Nähe der Antriebseinheit, jedoch nicht an feuergefährlichen
Stellen, anbringen. Der Feuerlöscher muss zum Löschen von Ölfeuern und elektrischen Bränden geeignet
sein. Er muss den geltenden Gesetzen und Bestimmungen entsprechen.

Materialüberprüfung
• Wasser und zusätzliche Schläuche
• Kraftstoff
• Bohrflüssigkeitszusätze wie Bentonit und Polymer
• Bohrflüssigkeits-Messeinrichtung

Vorbereitung der Ausrüstung


Flüssigkeitsstände

• Kraftstoff
• Motoröl

Zustand und Funktion

• Filter (Luft, Öl)


• Reifen
• Schläuche und Ventile
• Kupplungen und Verschraubungen
• Wassertank
• Siebe
MR90 Betriebsanleitung Transport – 47

Transport

Inhalt dieses Kapitels


Heben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
• Hebepunkte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .48
• Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .48

Anhängertransport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
• Untersuchung des Anhängers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .50
• Bedienung der Stütze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .50
• Anhängen des Anhängers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51
• Abhängen des Anhängers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51
Transport – 48 MR90 Betriebsanleitung
Heben

Heben
S Schwere Last. Eine herabfallende oder sich verlagernde
schwere Last kann lebensgefährliche Quetschungen verursachen.
Benutzen Sie vorschriftsmäßige Verfahren und Geräte oder halten Sie
Abstand.

Hebepunkte
Die Hebepunkte sind durch Aufkleber gekennzeichnet. Anheben an
anderen Stellen ist gefährlich und kann die Maschine beschädigen.

Verfahren
Grundrahmen

Bei auf einem Grundrahmen montierter Einheit nur mit einem Gabelstapler heben, der in der Lage ist, das
Gewicht der Einheit zu heben.

Tank

Einen Kran benutzen, der für die Größe und das


Gewicht des Geräts ausgelegt ist. Siehe
„Technische Daten“ auf Seite 107 oder das Gerät
vor dem Heben messen und wiegen. Den
Mischtank anheben, indem Hebevorrichtungen an
den Hebepunkten befestigt und an einem
gemeinsamen Hebepunkt verbunden werden.

WICHTIG: Den Tank vor dem Heben entleeren.


MR90 Betriebsanleitung Transport – 49
Heben

Antriebseinheit

Einen Kran benutzen, der für die Größe und das


Gewicht des Geräts ausgelegt ist. Siehe
„Technische Daten“ auf Seite 107 oder das Gerät
vor dem Heben messen und wiegen. Die
Antriebseinheit anheben, indem eine
Hebevorrichtung an den Hebepunkten befestigt
wird.

Aufbereitungsanlage

Einen Kran benutzen, der für die Größe und das


Gewicht des Geräts ausgelegt ist. Siehe
„Technische Daten“ auf Seite 107 oder das Gerät
vor dem Heben messen und wiegen. Die
Aufbereitungsanlage anheben, indem eine
Hebevorrichtung am Hebepunkt befestigt wird.

WICHTIG: Vor dem Anheben entleeren.


Transport – 50 MR90 Betriebsanleitung
Anhängertransport

Anhängertransport
Untersuchung des Anhängers
• Die Anhängevorrichtung auf Abnutzung und Risse prüfen. Nach Bedarf schmieren.
• Die Batterie auf 12-V-Ladung prüfen.
• Die Leuchten auf Sauberkeit und richtige Funktion prüfen. Die Rückstrahler prüfen und bei Bedarf
ersetzen.
• Den Reifendruck prüfen. Das Drehmoment der Radmutter mit einem Drehmomentschlüssel prüfen.
• Sicherstellen, dass die Anhängerbremsen so eingestellt sind, dass sie bei Betätigung der
Fahrzeugbremsen synchron betätigt werden.
• Rampen (falls vorhanden) und Anhängerladefläche auf Risse prüfen.

Bedienung der Stütze

S Falsche Arbeitsverfahren können zu schweren oder


tödlichen Verletzungen und Sachschäden führen. Erlernen Sie die
korrekte Bedienung der Geräte.

Verhütung von Verletzungen:

• Keine Handkurbel verwenden, um die Bedienung der Stütze zu erzwingen. Ihren Händler
kontaktieren, wenn die Stütze festsitzt.
• Die Handkurbel nur verwenden, wenn die Hydraulikleistung nicht zur Verfügung steht.
• Den Hydraulikmotor nur bedienen, wenn das Aggregat auf Halbdrossel oder weniger steht.
• Die Stütze nicht bis zum Ende des Schraubenweges mit einer überstreckenden Stütze betätigen.
Das Teleskopbein verwenden, um zusätzliche Höhe zu gewinnen.

Verwendung des Teleskopbeins

1. Anhängerzugstange unterstützen.
2. Stütze einfahren.
3. Manuelle Verriegelung am Teleskopbein und am unteren Bein lösen. Sicherstellen, dass die
Verriegelung einrastet.
4. Stütze ausfahren.
5. Unterstützung der Anhängerzugstange entfernen.
MR90 Betriebsanleitung Transport – 51
Anhängertransport

Anhängen des Anhängers


1. Die Zugmaschine rückwärts an den Anhänger heranfahren.
2. Das Schaltgetriebe in den ersten Gang oder
den Rückwärtsgang schalten oder das
Automatikgetriebe in die Park-Stellung
bringen. Die Zündung ausschalten. Die
Parkbremse einlegen.
3. Die Zugstange, Lünette oder Kupplung des
Anhängers an die Anhängevorrichtung der
Zugmaschine anschließen und mit dem
Sperrbolzen in ihrer Stellung verriegeln. Nach
Bedarf die Höhe der Zugstange, Lünette oder
Kupplung einstellen (siehe Abbildung), damit
die Last waagerecht ist.
4. Sicherheitsketten an die Kettenhalter der
Zugmaschine (kreuzförmige Schlitze an der
Stoßstange der Zugmaschine) anschließen. TrailerHitchAdjust_T9.eps

Die linke Kette an der rechten Seite und die


rechte Kette an der linken Seite der Zugmaschine befestigen, um die Anhängevorrichtung
abzustützen. Nicht an den Abschlepphaken oder Anhängekugelkopf anschließen.
5. Das Losbrechschalterseil an die Zugmaschine anschließen. Nicht an den Abschlepphaken oder
Anhängekugelkopf anschließen.
6. Den elektrischen Steckverbinder des Anhängers mit dem Steckverbinder der Zugmaschine verbinden.
7. Den Stempelhebel zum Anheben der Stempelsockel verwenden und verstauen.
8. Die Radunterlegkeile entfernen.

Abhängen des Anhängers


1. Die Zugmaschine und den Anhänger auf ebenem Boden anhalten.
2. Das Schaltgetriebe in den ersten Gang oder den Rückwärtsgang schalten oder das Automatikgetriebe
in die Park-Stellung bringen. Die Zündung ausschalten. Die Parkbremse einlegen.
3. Die Räder des Anhängers mit Unterlegkeilen sichern.
4. Die Schritte unter „Anhängen des Anhängers“ in umgekehrter Reihenfolge durchführen, um den
Anhänger von der Zugmaschine abzuhängen.
Transport – 52 MR90 Betriebsanleitung
Anhängertransport
MR90 Betriebsanleitung Umgang mit Bohrflüssigkeit - 53

Umgang mit Bohrflüssigkeit

Inhalt dieses Kapitels


Mischen der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
• Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .54
• Mischen der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .54
• Umpumpen der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .55

Aufbereiten der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . 56


• Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .56
• Aufbereiten der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .58
• Umpumpen der Bohrflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .59

Betrieb bei kalter Witterung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60


Umgang mit Bohrflüssigkeit – 54 MR90 Betriebsanleitung
Mischen der Bohrflüssigkeit

Mischen der Bohrflüssigkeit


Vorbereitung
1. Das Bohrflüssigkeitssystem aufstellen und an das Bohrgerät anschließen. Siehe Bohrgerät-
Betriebsanleitung.

WICHTIG: Gerät am Zugfahrzeug angehängt lassen oder ordnungsgemäß stabilisieren.

2. Die Räder des Anhängers mit Unterlegkeilen sichern.

Mischen der Bohrflüssigkeit

S Gefahren an der Arbeitsstelle können zu schweren oder


tödlichen Verletzungen führen. Benutzen Sie die richtigen Geräte und
bedienen Sie diese ordnungsgemäß. Verwenden Sie geeignete
Sicherheitsausrüstung und halten Sie diese instand.

Verhütung von Verletzungen:

• Tragen Sie Schutzausrüstung einschließlich Schutzhelm, Augenschutz und Gehörschutz.


• Tragen Sie keine Schmuckstücke und keine weiten Kleidungsstücke.

A Unsachgemäße Handhabung oder Verwendung von Chemikalien kann


Krankheit, Verletzungen oder Sachschäden verursachen. Befolgen Sie die
Anweisungen auf den Etiketten und in den Material Safety Data Sheet, MSDS
(Materialsicherheitsdatenblätter).

1. Vor dem Mischen sicherstellen, dass die Trichteröffnung nicht verstopft ist.
2. Den MR90-Tank mit Wasser füllen. Platz für Zusätze lassen.
3. Das Umlaufventil und das Tankauslassventil öffnen.
4. Den Motor anlassen und bei Vollgas laufen lassen.
5. Die Misch-/Förderpumpe einschalten.
6. Das Mischtrichterventil öffnen.

WICHTIG: Das Ventil nur dann öffnen, wenn die Pumpe in Betrieb und das Venturidüsen-Ventil
geöffnet ist. Ansonsten kann Flüssigkeit zurück in den Trichter fließen.

7. Den Trichterdeckel öffnen und Bentonit einfüllen. Siehe Seite 63.

WICHTIG: Vor der Zugabe von Bentonit zur Bohrflüssigkeit sicherstellen, dass das Bohrgerät
zur Verwendung eines Bentonitgemischs ausgelegt ist.
MR90 Betriebsanleitung Umgang mit Bohrflüssigkeit - 55
Mischen der Bohrflüssigkeit
8. Das Trichterventil und den Trichterdeckel schließen.
9. Gut mischen.
10. Flüssige Zusätze direkt in den MR90-Tank geben.

WICHTIG: Beim Hinzufügen von flüssigen Zusätzen müssen die Pumpen in Betrieb sein.

Umpumpen der Bohrflüssigkeit

D Stromschlaggefahr. Das Berühren von elektrischen Leitungen kann zu


schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Sie müssen den Verlauf der Leitungen
kennen und davon Abstand halten.

Verhütung von Verletzungen: Bitte beachten Sie, dass das Flüssigkeitssystem auch unter Spannung
steht, wenn ein Stromschlag auftritt, während der Flüssigkeitsschlauch mit dem Bohrgerät verbunden
ist.

1. Den Schlauch von der Mischpumpe zum Bohrgerät anschließen.


2. Das Venturidüsen-Ventil und das Bohrflüssigkeit-Zuleitungsventil öffnen.

WICHTIG: Enthält die Bohrflüssigkeit Bentonit, das Düsenventil offen lassen, um


kontinuierliches Mischen während der Bohrarbeiten zu ermöglichen.

3. Den Motor bei Vollgas laufen lassen.


Umgang mit Bohrflüssigkeit – 56 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereiten der Bohrflüssigkeit

Aufbereiten der Bohrflüssigkeit


Vorbereitung
1. Das Bohrflüssigkeitssystem aufstellen und an das Bohrgerät anschließen. Siehe Bohrgerät-
Betriebsanleitung.

WICHTIG: Gerät am Zugfahrzeug angehängt lassen oder ordnungsgemäß stabilisieren.

2. Die Räder des Anhängers mit Unterlegkeilen sichern.

Anschließen der Grubenpumpe

1. Den Schlauch an 1B und das andere Ende an


1A anschließen.
2. Den Schlauch an 2B und das andere Ende an
2A anschließen.
MR90 Betriebsanleitung Umgang mit Bohrflüssigkeit - 57
Aufbereiten der Bohrflüssigkeit
3. Sicherstellen, dass die Grubenpumpe nicht
direkt auf der Grubensohle aufliegt, sondern
aufgehängt oder auf einem für sie
ausgehobenen Absatz platziert wird (siehe
Abbildung).

Ausrichtung der Siebe

S Sich bewegende Teile können Hände und Füße abtrennen.


Halten Sie Abstand!
275-184

Verhütung von Verletzungen: Sicherstellen, dass der Bereich frei ist,


bevor Sie die Siebe ausrichten.

Die Siebe von vorn nach hinten ausrichten. Siehe „Sieb-Neigungshebel vor-/rückwärts“ auf Seite 35.

• Für die meisten Bodenarten wird ein Steigungswinkel von 0° bis 3° empfohlen.
• Je höher der Siebwinkel, desto länger verbleibt das Bohrklein auf dem Sieb. Dadurch wird das
Bohrklein trockener, bevor es die Siebe verlässt.
• Erhöhte Siebwinkel führen zu trockenerem Bohrklein, erhöhen aber den Siebverschleiß.
Umgang mit Bohrflüssigkeit – 58 MR90 Betriebsanleitung
Aufbereiten der Bohrflüssigkeit

Aufbereiten der Bohrflüssigkeit

S Sich bewegende Teile können Hände und Füße abtrennen.


Halten Sie Abstand!
275-184

Verhütung von Verletzungen: Sicherstellen, dass der Bereich frei ist,


bevor Sie die Siebe ausrichten.

1. Die Siebe von links nach rechts ausrichten. Siehe „Sieb-Neigungshebel links/rechts“ auf Seite 35.

WICHTIG: Die Siebe müssen immer von links nach rechts waagerecht ausgerichtet sein, um
eine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit über die Siebfläche zu ermöglichen.

2. Den Rüttler einschalten.


3. Die Spülpumpe einschalten und sicherstellen, dass der Arbeitsdruck der Hydrozyklone 30 psi
(2,06 bar) beträgt.

WICHTIG: Der MR90-Tank muss mindestens bis zur Hälfte gefüllt sein, bevor die Spülpumpe
eingeschaltet werden kann.

4. Die Grubenpumpe einschalten, um den Bohrschlamm zu den Rüttlersieben zu leiten.

WICHTIG: Für die Grubenpumpe den Automatikmodus verwenden, um ein Überlaufen des
MR90-Tanks zu vermeiden. Siehe „Grubenpumpen-Automatikschalter“ auf Seite 34.

5. Das Spülungsgewicht und den Sandgehalt laufend prüfen, um Schäden am Bohrgerät zu verhindern.
Siehe Seite 68.
6. Die Siebe von vorn nach hinten ausrichten. Siehe „Sieb-Neigungshebel vor-/rückwärts“ auf Seite 35.

WICHTIG:

• Ist der Rüttler vorn zu hoch, fließen große Wassermengen mit dem Aushub aus dem Rüttler.
• Die Siebneigung überwachen und vorn/hinten an die Bodenbeschaffenheit anpassen.
MR90 Betriebsanleitung Umgang mit Bohrflüssigkeit - 59
Aufbereiten der Bohrflüssigkeit

Umpumpen der Bohrflüssigkeit

D Stromschlaggefahr. Das Berühren von elektrischen Leitungen kann zu


schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Sie müssen den Verlauf der Leitungen
kennen und davon Abstand halten.

Verhütung von Verletzungen: Bitte beachten Sie, dass das Flüssigkeitssystem auch unter Spannung
steht, wenn ein Stromschlag auftritt, während der Flüssigkeitsschlauch mit dem Bohrgerät verbunden
ist.

1. Den Schlauch von der Mischpumpe zum Bohrgerät anschließen.


2. Das Venturidüsen-Ventil und das Bohrflüssigkeit-Zuleitungsventil öffnen.

WICHTIG: Enthält die Bohrflüssigkeit Bentonit, das Düsenventil offen lassen, um


kontinuierliches Mischen während der Bohrarbeiten zu ermöglichen.

3. Den Motor bei Vollgas laufen lassen.


Umgang mit Bohrflüssigkeit – 60 MR90 Betriebsanleitung
Betrieb bei kalter Witterung

Betrieb bei kalter Witterung


Für einen erfolgreichen Betrieb bei kalter Witterung die folgenden Verfahren befolgen.

• Die Bohrflüssigkeit mithilfe der Misch-/Förderpumpe ständig umwälzen, auch während des Transports
zur und von der Arbeitsstelle.
• Falls möglich, sämtliche Bohrflüssigkeit im MR90-Tank aufbrauchen, bevor das Gerät transportiert
wird.
MR90 Betriebsanleitung Systeme und Geräte – 61

Systeme und Geräte

Inhalt dieses Kapitels


Empfohlene Produkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
• Richtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .62
• Polymer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .63
• Bentonit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .63
• Mischungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64

Bohrflüssigkeitsanforderungen. . . . . . . . . . . . . . . 66

Bohrflüssigkeitsmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
• Trichterviskosität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .67
• Spülungsgewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .68
• Sandgehalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .69

Siebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Systeme und Geräte – 62 MR90 Betriebsanleitung
Empfohlene Produkte

Empfohlene Produkte
A Unsachgemäße Handhabung oder Verwendung von Chemikalien kann
Krankheit, Verletzungen oder Sachschäden verursachen. Befolgen Sie die
Anweisungen auf den Etiketten und in den Materialsicherheitsdatenblättern (Material
Safety Data Sheet, MSDS).

A Bei Belastung durch silikogenen Staub


Atemschutzvorrichtungen tragen. 270-4952

Für beste Ergebnisse beim Bohren und zum Schutz der Geräte werden die nachfolgend aufgeführten
Baroid®-Produkte empfohlen, die vom Ditch Witch®-Händler lieferbar sind.

• Solvay-Soda

• Quik-Gel®-Trockenpulver-Bentonit (Teilenr. 259-804)


• Liqui-Trol™-Flüssigpolymerlösung (Teilenr. 259-808)

• Quik-Trol®-Trockenpulver-Polymer (Teilenr. 259-809)

• Bore-Gel®-Bohrflüssigkeit (Teilenr. 259-807)


• E-Z Mud™ Gold-Trockenpulver-Polymer (Teilenr. 255-1012)

Richtlinien
Die Bohrflüssigkeit an die Bodenbedingungen anpassen. Die Tabelle ist nur als Richtlinie zu verstehen.
Informationen über lokale Bodenbeschaffenheiten und Bohrflüssigkeitsempfehlungen können beim
örtlichen Ditch Witch-Händler erfragt werden. Siehe auch unseren interaktiven Drilling Fluid Formulator
(Bohrflüssigkeitsformelassistent) unter www.ditchwitch.com.

Bodenbedingungen Bohrflüssigkeitsempfehlungen

weicher, lockerer Sand Bentonit oder Bore-Gel + mittelkettiges Polymer

grober Sand oder leichter Boden Bentonit oder Bore-Gel

schwerer Ton mittelkettiges Polymer

Blähton mittelkettiges Polymer

Fels Bore-Gel
MR90 Betriebsanleitung Systeme und Geräte – 63
Empfohlene Produkte

Polymer
Dieser Bohrflüssigkeitszusatz bietet hervorragende Schmierung und steigert die Viskosität bei
durchschnittlichen Bodenverhältnissen und in schwerem Ton. In Blähton kann Polymer die Blähung
verringern, die das Gestänge in der Bohrung festklemmt.

Es gibt zwei verschiedene Polymertypen:

• langkettiges Polymer wie Baroid® EZ-Mud Gold, Poly Bore

HINWEIS: Für dieses Gerät wird kein langkettiges Polymer empfohlen.

• mittelkettiges Polymer wie Baroid Quik-Trol

Bentonit
Bentonit ist ein Trockenpulver. Bei zweckmäßiger Mischung mit Wasser bäckt es dünn an den
Bohrwänden fest, schmiert die Bohrung, hält sie offen und hält die Flüssigkeit in der Bohrung.

Beim Mischen von Bentonit ist Folgendes zu beachten:

• Sauberes Wasser ohne Salz-, Kalzium- oder übermäßigen Chlorgehalt verwenden.


• Wasser mit einem pH-Wert zwischen 9 und 10 verwenden.
• Wasser mit einem Härtegrad von weniger als 120 ppm verwenden.
• Keinen Bentonit verwenden, der Sand enthält.
• Bentonit gründlich mischen, sonst setzt er sich im Tank ab.
• Bentonit nicht mit einer Trichterviskosität von mehr als 50 mischen.

Informationen zur Messung der Trichterviskosität sind im Abschnitt „Bohrflüssigkeitsmessungen“ auf


Seite 67 zu finden.
Systeme und Geräte – 64 MR90 Betriebsanleitung
Empfohlene Produkte

Mischungen

HINWEIS: In polymerhaltigem Wasser lässt sich Bentonit nicht gut mischen. Wenn beides verwendet
werden soll, zuerst Bentonit mischen, dann Polymer zugeben.

• Werden Chemikalien in der falschen Reihenfolge hinzugefügt, werden sie nicht richtig gemischt und
bilden Klumpen.
• Wenn der Tank eine Bentonit/Polymer-Mischung enthält und mehr Bohrflüssigkeit erforderlich ist,
den Tank völlig entleeren und mit frischem Wasser beginnen, bevor eine weitere Charge gemischt
wird.

Allgemeine Mischreihenfolge

1. Solvay-Soda
2. Bentonit
3. Polymer

Bore-Gel® enthält vorgemischten Bentonit, Polymer und Natriumkarbonat. Die nachstehenden Richtlinien
befolgen, um die vorschriftsmäßige Bohrflüssigkeitsviskosität für die erwarteten Bohrbedingungen zu
gewährleisten.

Bedingungen Zu verwendende Menge

normales Bohren 15 lb/100 gal 7 kg/380 l

Sand oder Kies bis zu 45 lb/100 gal bis zu 21 kg/380 l

Fels bis zu 50 lb/100 gal bis zu 23 kg/380 l


MR90 Betriebsanleitung Systeme und Geräte – 65
Empfohlene Produkte

Bohrflüssigkeitsgrundrezepte

Bodenbedingungen Mischung/100 gal (378 l) Anmerkungen


Wasser

feiner Sand 35 lb (16 kg) Bore-Gel

grober Sand 35 lb (16 kg) Bore-Gel 0,5 lb (225 g) Quik-Trol zur zusätzlichen
0,5 lb (225 g) No-Sag Filtratkontrolle zugeben

feiner Sand unter 40 lb (18 kg) Bore-Gel 0,5–1 gal (2–4 l) Dinomul bei Situationen
dem 0.75 lb (340 g) Quik-Trol mit hohem Drehmoment zugeben
Grundwasserspiegel

grober Sand unter 40 lb (18 kg) Bore-Gel 0.5–1 gal (2–4 l) Dinomul bei Situationen
dem 0,75 lb (340 g) Quik-Trol mit hohem Drehmoment zugeben
Grundwasserspiegel 0,75 lb (340 g) No-Sag

Kies 50 lb (23 kg) Bore-Gel 0.5 lb (225 g) Barolift zur Verringerung


0,75 lb (340 g) Quik-Trol von Rücklaufverlusten zugeben
0,75 lb (340 g) No-Sag

Blockkies 50 lb (23 kg) Bore-Gel 0.5 lb (225 g) Barolift zur Verringerung


0,75 lb (340 g) Quik-Trol von Rücklaufverlusten zugeben
0,75 lb (340 g) No-Sag

Sand, Kies, Ton oder 35–40 lb (16–18 kg) Bore-Gel Mischung je nach Sand- und Tonanteil
Tonschiefer 0,5 lb (227 g) EZ-Mud Gold variieren

Ton 0,5 lb (225 g) EZ- Mud Gold Der Durchfluss sollte 3-5 Teile Flüssigkeit
auf 1 Teil Boden betragen.

Blähton/klebriger Ton 0.75–1 lb (340–450 g) EZ-Mud Der Durchfluss sollte 3-5 Teile Flüssigkeit
Gold auf 1 Teil Boden betragen.

massiver Fels 40 lb (18 kg) Bore-Gel 0,5 pt (235 ml) No-Sag für Bohrungen mit
(Schiefer) großem Durchmesser oder längere
Bohrpfade verwenden

massiver Fels (nicht 40–50 lb (18–23 kg) Bore-Gel 0,5 pt (235 ml) EZ-Mud in reaktivem
Schiefer) Schiefer verwenden

Fels/Ton-Mischung 40–50 lb (18–23 kg) Bore-Gel


0.5 lb (227 g) EZ-Mud Gold

Fels/Sand-Mischung 40–50 lb (18–23 kg) Bore-Gel 0.5 pt (235 ml) No-Sag für Bohrungen mit
großem Durchmesser oder längere
Bohrpfade verwenden

gebrochener Fels 50 lb (23 kg) Bore-Gel 0.5 lb (225 g) Barolift zur Verringerung
0.5 - 1 lb (225-450 g) No-Sag von Flüssigkeitsverlusten in den
umgebenden Untergrund zugeben
Systeme und Geräte – 66 MR90 Betriebsanleitung
Bohrflüssigkeitsanforderungen

Bohrflüssigkeitsanforderungen
1. Bohrbedingungen ermitteln und die zweckmäßige Bohrflüssigkeitsmischung auswählen.
2. Die erforderliche Menge der Zusatzstoffe abschätzen und ihre Verfügbarkeit prüfen.
• Bohrflüssigkeit
• Wasservorrat. Wird mehr Wasser benötigt, als mit dem Gerät mitgeführt werden kann, zusätzliche
Wasserlieferungen veranlassen.
• Bentonit und/oder Polymer
3. Wasserqualität prüfen.
• Ein Messgerät oder einen pH-Teststreifen zum Prüfen des pH-Werts des Wassers verwenden.
Liegt der pH-Wert unter 9,0, 1 lb (454 g) Solvay-Soda pro Tank zugeben. Prüfen und wiederholen,
bis der pH-Wert zwischen 9 und 10 liegt.
• Die Wasserhärte mit Hilfe von Teststreifen messen. Mit Solvay-Soda behandeln, falls die Härte
125 ppm übersteigt.
MR90 Betriebsanleitung Systeme und Geräte – 67
Bohrflüssigkeitsmessungen

Bohrflüssigkeitsmessungen
Die Flüssigkeitsmessungen sind wichtig, um sicherzustellen, dass das Bohrsystem korrekt funktioniert.
Viskosität, Spülungsgewicht und Sandgehalt der Bohrspülungen müssen kontrolliert werden und können
mithilfe des Bohrflüssigkeits-Prüfsatzes (Teilenr. 191-158, beim Ditch Witch®-Händler erhältlich)
gemessen werden.

Trichterviskosität
Die Viskosität ist ein Maß für den Fließwiderstand einer Flüssigkeit. Je größer der Widerstand, desto höher
die Viskosität.

Zur Feststellung der Viskosität werden der im Bohrflüssigkeits-Prüfsatz enthaltene Marsh-Trichter und
Messbecher benötigt.

WICHTIG: Sicherstellen, dass der Marsh-Trichter sauber und frei von Behinderungen ist und eine
Stoppuhr zum Messen der Viskosität vorhanden ist.

1. Mit dem Wasserschlauch und einem sauberen


Behälter eine frische Bohrflüssigkeitsprobe
entnehmen. Das Probenvolumen muss mindestens
1.5 qt (1,4 l) betragen.
2. Mit dem Finger das untere Ende des Trichters
zuhalten und diesen durch das Sieb mit Flüssigkeit
aus dem Behälter füllen, bis die Flüssigkeit die
Unterseite des Siebs berührt.
3. Den Trichter über einen Behälter halten, der 1 qt
(0,95 l) fasst.
4. Den Finger von der Unterseite des Trichters
wegnehmen und mit der Stoppuhr die Sekunden
zählen, die 1 qt (0,95 l) Flüssigkeit zum Passieren des
Trichters benötigt. Die Anzahl der Sekunden
entspricht der Viskosität.
5. Messbecher und Marsh-Trichter gut ausspülen.
Systeme und Geräte – 68 MR90 Betriebsanleitung
Bohrflüssigkeitsmessungen

Spülungsgewicht
Die Dichte einer Flüssigkeit ist das Spülungsgewicht.

Um das Spülungsgewicht zu bestimmen, wird die im Bohrflüssigkeits-Prüfsatz (Teilenr. 191-158, beim


Ditch Witch®-Händler erhältlich) enthaltene Spülungswaage benötigt.

WICHTIG: Vor der Messung der Bohrflüssigkeit sicherstellen, dass alle Teile des Spülungsgewichts-
Satzes sauber und nicht verstopft sind.

1. Das Auflager der Spülungswaage auf eine waagrechte Fläche stellen.


2. Den Behälter mit der zu wiegenden Spülungsprobe auffüllen. Siehe „Bohrflüssigkeits-Probenventil“ auf
Seite 31.
3. Den Behälter mithilfe des Deckels verschließen.

WICHTIG: Die Bohrspülung muss über die Deckelbohrung austreten, damit sichergestellt ist, dass der
Behälter komplett gefüllt ist und sich keine Lufteinschlüsse darin befinden.

4. Die Deckelbohrung mit dem Finger abdecken und Bohrspülung außen vollständig vom Behälter
entfernen.
5. Den Waagebalken auf die Waage setzen und das Wägestück verschieben, bis die Blase der Libelle
anzeigt, dass die Waage horizontal ist. Das Spülungsgewicht wird durch den an der Skala angezeigten
Wert angegeben.
6. Den Behälter und die Waage sorgfältig reinigen.

Ergebnisse

Ein Spülungsgewicht von mehr als 9,75 lb pro Gallone (1,16 kg/l) wird nicht empfohlen und kann zu
Schäden an der Maschine führen.

Wenn das Spülungsgewicht zu hoch ist:

• Siebe auf Löcher und/oder ordnungsgemäße Anbringung prüfen


• Prüfen, ob die Hydrozyklone einwandfrei funktionieren
• Prüfen, ob der Druck auf die Hydrozyklone korrekt ist
• Hosensieb auf Verstopfungen prüfen
• Bei Bedarf feinere Siebe einbauen
• System entwässern und mit neuem Wasser starten
MR90 Betriebsanleitung Systeme und Geräte – 69
Bohrflüssigkeitsmessungen

Sandgehalt
Der Sandgehalt wird durch Bestimmung des Volumenprozents der feinkörnigen Partikel in der
Bohrspülung gemessen.

Um den Sandgehalt zu bestimmen, werden aus dem Bohrflüssigkeits-Prüfsatz der Messzylinder, die
Spülflasche, das Sieb und der Trichter benötigt.

WICHTIG: Vor der Messung der Bohrflüssigkeit sicherstellen, dass alle Teile des Sandgehalt-Prüfsatzes
sauber und nicht verstopft sind.

1. Den Messzylinder bis zur angegebenen Markierung mit Bohrflüssigkeit aus der Spülungsprobe
befüllen. Siehe „Bohrflüssigkeits-Probenventil“ auf Seite 31.
2. Die Spülflasche verwenden, um Wasser bis zur nächsten Markierung hinzuzufügen.
3. Den Messzylinder schließen und kräftig schütteln.
4. Die Mischung auf das saubere Sieb gießen. Durch das Sieb laufende Flüssigkeit ablaufen lassen.
5. Die Schritte 2-4 wiederholen, bis sich keine Bohrflüssigkeit mehr im Messzylinder befindet.
6. Den Trichter umgekehrt über die Sieboberseite setzen.
7. Die Einheit langsam umkehren und die Trichterspitze in die Messzylinderöffnung schieben.
8. Den Sand mit der Spülflasche in den Messzylinder spülen und warten, bis er sich abgesetzt hat. Den
Sandgehalt der Spülung in Volumenprozent an der Skala des Messzylinders ablesen.
9. Alle Bestandteile des Sandgehalt-Prüfsatzes sorgfältig abspülen.

Ergebnisse

Ein Sandgehalt von mehr als 0,5 % kann zu übermäßigem Verschleiß und Schäden an der Maschine
führen.

Wenn der Sandgehalt zu hoch ist:

• Siebe auf Löcher oder unsachgemäße Anbringung prüfen


• Prüfen, ob die Hydrozyklone einwandfrei funktionieren
• Prüfen, ob der Druck auf die Hydrozyklone korrekt ist
• Hosensieb auf Verstopfungen prüfen
• Bei Bedarf feinere Siebe einbauen
• System entwässern und mit neuem Wasser starten
Systeme und Geräte – 70 MR90 Betriebsanleitung
Siebe

Siebe
Anhand der nachfolgenden Tabelle bestimmen, welcher Siebsatz für die Bodenbeschaffenheit am
Einsatzort am besten geeignet ist.

Beschreibung Bodenbedingungen Teilenr. Mikron

Standardsiebsatz, feine Maschenweite Ton, Schluff, Lehm 301-7191 165

301-7192 70

Standardsiebsatz, mittlere Maschenweite Ton, Sand, Lehm, 301-7189 225


Fels
301-7190 88

* für sehr grobe oder sehr feinmaschige Siebe den Ditch Witch®-Händler kontaktieren

Für die meisten Bodenarten kann der Standardsiebsatz mit mittlerer Maschenweite verwendet werden.
Wenn ein Siebsatz mit mittlerer Maschenweite verwendet wird und die Flüssigkeit zu häufig gewechselt
werden muss, wechseln Sie zum Siebsatz mit feiner Maschenweite.
MR90 Betriebsanleitung Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 71

Fertigstellung des Arbeitsauftrags

Inhalt dieses Kapitels


Entsorgung der Flüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

Reinigung der Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

Abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74

Verstauen der Werkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74

Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74

Frostschutzanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 72 MR90 Betriebsanleitung
Entsorgung der Flüssigkeit

Entsorgung der Flüssigkeit


S Sich bewegende Teile können Hände und Füße abtrennen.
Halten Sie Abstand!
275-184

Verhütung von Verletzungen: Fassen Sie mit der Hand erst in die
Aushubklappe, wenn der Motor ausgeschaltet und die Batterie
abgeklemmt ist.

D Eine sich drehende Welle kann schwere oder tödliche


Verletzungen verursachen. Halten Sie Abstand! 270-1506

Verhütung von Verletzungen: Entfernen Sie die Abdeckungen am


Aushubtrichter nicht.

Nicht benötigte Flüssigkeit und Abfallprodukte


anhand eines der nachfolgend beschriebenen
Verfahren entsorgen:

1. Vakuumgerät direkt an die Kupplungen von


MR90 anschließen.
• Zum Entleeren des Reintanks an 1
anschließen.
• Zum Entleeren des Schmutztanks an 2
anschließen.
• Zum Entleeren des als Sonderzubehör
erhältlichen Aushubtrichters an 3
anschließen.
2. Die Klappe des als Sonderzubehör
erhältlichen Aushubtrichters öffnen, um die
Abfallprodukte zu entsorgen. Siehe
„Aushubtrichter-Klappenhebel
(Sonderzubehör)“ auf Seite 36.

WICHTIG:

• In einigen Gebieten ist die Entsorgung von


Abfallprodukten möglicherweise geregelt.
Lokale Vorschriften beachten.

• Wird ein Geliermittel benötigt, wird Baroid®


IDP-428 empfohlen.
MR90 Betriebsanleitung Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 73
Reinigung der Ausrüstung

Reinigung der Ausrüstung


S Unter Hochdruck stehende Flüssigkeiten oder Pressluft
können in die Haut eindringen und zu schweren Verletzungen führen.
Anweisungen zur sachgemäßen Verwendung sind in Ihrer
Betriebsanleitung zu finden. 270-6035

D Beengter Raum führt zum Ersticken. Beim Betreten


vorschriftsmäßige Verfahren anwenden oder Abstand halten. 273-200

Verhütung von Verletzungen: Nur bei Bedarf in den Tank steigen. Die geltenden Verordnungen für
Arbeiten in beengten Räumen befolgen.

Wasser auf die Ausrüstung sprühen, um Schmutz


und Schlamm zu entfernen. Die Schlauchtrommel
verfügt über eine Kurbelsicherung (siehe
Abbildung).

• Zum Lösen die Verriegelung nach vorn ziehen


und die Kurbel anheben.
• Zum Blockieren die Verriegelung nach vorn
ziehen und die Kurbel nach unten drücken.
Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 74 MR90 Betriebsanleitung
Abnehmen

Abnehmen
Die Schläuche und Kabel abnehmen und verstauen.

Verstauen der Werkzeuge


Sicherstellen, dass die Bohrflüssigkeits-
Messeinrichtung sowie andere Werkzeuge korrekt
verstaut sind.

Die Grubenpumpe wie dargestellt verstauen.

Lagerung
Den Tank entleeren und sicherstellen, dass
sämtliche Ventile des Bohrflüssigkeitssystems
geöffnet sind. Außerdem das Ablassventil der
Pumpe öffnen.
MR90 Betriebsanleitung Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 75
Frostschutzanlage

Frostschutzanlage
Diese Schritte befolgen, um das Gerät bei kaltem Wetter über Nacht oder für längere Zeit zu lagern.

• Alle Ventile auf 45° öffnen.


• Alle Deckel von den Kupplungssystemen entfernen.

Frischwassertank

1. Frostschutzmittel-Ventil und Wasser-Ablassventil entleeren. Siehe „Ventile“ auf Seite 31.


2. Das Frostschutzmittel-Ventil nach unten stellen, damit das Frostschutzmittel in die Wasserpumpe
eindringen kann.
3. Wasserpumpe einschalten, bis Frostschutzmittel durch den Wasserschlauch zirkuliert.
4. Wasserpumpe ausschalten.

MR90-Tank

1. Die Flüssigkeit ordnungsgemäß entsorgen.


2. Das Aushubtrichter-Ablassventil, das Schmutztank-Ablassventil und das Reintank-Ablassventil
entleeren. Siehe „Ventile“ auf Seite 31.
3. Die Schläuche (siehe Abbildung) von der
MR90-Tankseite trennen.
Fertigstellung des Arbeitsauftrags – 76 MR90 Betriebsanleitung
Frostschutzanlage
4. Umlaufdüsenschlauch abklemmen und zur
Seite legen.

5. Pumpenablassventil beidseitig öffnen.


MR90 Betriebsanleitung Wartung – 77

Wartung

Inhalt dieses Kapitels


Wartungsvorsichtsmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . 78
• Vorsichtsmaßnahmen bei Schweißarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .78
• Vorsichtsmaßnahmen beim Reinigen mit Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . .78

Legende der empfohlenen


Schmiermittel/Wartungsmaßnahmen . . . . . . . . . . 79
• Motoröltemperatur-Diagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .80
• Zugelassenes Kühlmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .80
• Zugelassener Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .81

10 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

50 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

100 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

150 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91

300 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
450 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

900 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

1800 Betriebsstunden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

Nach Bedarf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97

200 Meilen (300 km) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103

3000 Meilen (5000 km) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104


12 000 Meilen (20 000 km) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Wartung – 78 MR90 Betriebsanleitung
Wartungsvorsichtsmaßnahmen

Wartungsvorsichtsmaßnahmen
S Falsche Arbeitsverfahren können zu schweren oder
tödlichen Verletzungen und Sachschäden führen. Erlernen Sie die
korrekte Bedienung der Geräte.

Verhütung von Verletzungen:

• Falls nicht anders angegeben, müssen alle Wartungsarbeiten bei abgestelltem Motor durchgeführt
werden.
• Anweisungen zur Motorwartung sind dem Handbuch des Motorherstellers zu entnehmen.

Vorsichtsmaßnahmen bei Schweißarbeiten

HINWEIS: Schweißen kann Schäden an der Elektronik verursachen.

• Durch Schweißströme können elektronische Bauteile zerstört werden. Das Massekabel des
Schweißgeräts nahe an der Schweißstelle anschließen und sicherstellen, dass sich keine
elektronischen Bauteile im Masseweg befinden.
• Vor Schweißarbeiten die Batterie am Batterietrennschalter abnehmen, um eine Beschädigung der
Batterie zu verhindern.
• Den Batterietrennschalter nicht bei laufendem Motor ausschalten, weil dadurch Schäden an der
Lichtmaschine und anderen elektronischen Geräten verursacht werden können.

Vorsichtsmaßnahmen beim Reinigen mit Wasser

HINWEIS: Wasser kann Schäden an der Elektronik verursachen. Beim Reinigen von Geräten kein
Wasser auf die elektrischen Komponenten sprühen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 79
Legende der empfohlenen Schmiermittel/Wartungsmaßnahmen

Legende der empfohlenen Schmiermittel/


Wartungsmaßnahmen
Symbol Beschreibung

DEO USA, Kanada, EU, Japan: Das Dieselmotoröl erfüllt oder übertrifft die API-Spezifikation
CH-4 (CH-4, CI-4 oder CJ-4) oder ACEA-Spezifikation E7 (E6, E7 oder E9). Siehe
Viskositätstabelle.

DEO Weniger regulierte Märkte (außer USA, Kanada, EU, Japan): Das Dieselmotoröl ist
mit dem im Kraftstoff angewendeten Schwefelgehalt verträglich. Wenn der
Schwefelgehalt 500 ppm (500 mg/kg) überschreitet, muss der Öl-Basiswert (TBN) über
10 liegen. Wenn der Schwefelgehalt 5000 ppm (5000 mg/kg) überschreitet, muss der
Ölwechselintervall auf alle 75 Stunden reduziert werden. Siehe Viskositätstabelle.

DEAC Völlig angesetztes Frostschutzmittel/Kühlmittel mit geringem Silikatanteil für


Dieselmotoren.
MPG Mehrzweckschmiermittel gemäß ASTM D217 und NLGI 1

THF Hydraulikflüssigkeit für Zugmaschinen, vergleichbar mit Phillips 66® HG, Mobilfluid®
423, Chevron® Tractor Hydraulic Fluid, Texaco® TDH-Öl oder gleichwertiger
Hydraulikflüssigkeit

NDO Öl 30W ohne Detergens

MPL Mehrzweckgetriebeöl gemäß API-Serviceklasse GL-5 (SAE 80W90)

Flüssigkeits- oder Schmiermittelstand Zustand prüfen


prüfen

Filter Ändern, ersetzen, einstellen, warten


oder prüfen

Vorschriftsmäßige Schmierung und Wartung schützen Ditch Witch®-Maschinen vor Beschädigung und
Ausfall. Die aufgeführten Wartungsintervalle entsprechen den Mindestanforderungen. Unter extremen
Bedingungen die Maschine häufiger warten. Nur Original-Ditch Witch-Teile, Filter, zugelassene
Schmiermittel, TJC und zugelassene Kühlmittel verwenden, damit der Garantieanspruch gültig bleibt. Auf
die in „Technische Daten“ auf Seite 107 angeführten Füllmengen füllen.

Weitere Informationen über die Motorschmierung und -wartung sind im Motorhandbuch zu finden.

WICHTIG: Das „Wartungsprotokoll“ auf Seite 115 zur Aufzeichnung aller erforderlichen
Wartungsarbeiten an der Maschine verwenden.
Wartung – 80 MR90 Betriebsanleitung
Legende der empfohlenen Schmiermittel/Wartungsmaßnahmen

Motoröltemperatur-Diagramm

Erwarteter Temperaturbereich vor dem nächsten Ölwechsel

Zugelassenes Kühlmittel
Dieses Gerät wurde vor dem Versand aus dem Werk mit John-Deere-Cool-Gard-II-Kühlmittel gefüllt. Nur
John-Deere-Cool-Gard II (Teilenr. 255-006) oder ein völlig angesetztes Kühlmittel für
Hochleistungsdieselmotoren auf Ethylenglykolbasis mit geringem Silikatanteil nachfüllen, das der ASTM-
Spezifikation D6210 entspricht.

HINWEIS:

• Nur vorverdünntes Kühlmittel oder Kühlmittelkonzentrat verdünnt mit destilliertem Wasser


verwenden. Kein Leitungswasser verwenden.
• Kein Wasser oder Kfz-Kühlmittel mit hohem Silikatanteil verwenden. Dies führt zu Motorschäden
oder vorzeitigem Motorausfall.
• Kein Hochleistungsdieselmotor-Kühlmittel und Kfz-Kühlmittel mischen. Dies führt zu einem Abbau
des Kühlmittels und zu Motorschäden.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 81
Legende der empfohlenen Schmiermittel/Wartungsmaßnahmen

Zugelassener Kraftstoff
USA, Kanada, EU und Japan

S Vermeiden Sie beim Auftanken statische Elektrizität. Tiefentschwefelter


Diesel (ULSD) stellt eine größere Gefahr für eine statische Zündung dar als frühere
Dieselformulierungen. Vermeiden Sie schwere oder tödliche Verletzungen durch
Explosionen. Fragen Sie Ihren Kraftstofflieferanten, ob die Betankungsanlage in Bezug
auf die ordnungsgemäße Erdung und Masseverbindung den entsprechenden Richtlinien
entspricht.

Dieser Motor ist für den Betrieb mit Dieselkraftstoff ausgelegt. Nur hochwertigen Kraftstoff verwenden, der
ASTM D975 Nr. 2D, EN590 oder gleichwertigen Spezifikationen entspricht. Bei Temperaturen unter 32 °F
(0 °C) sind Winterkraftstoffgemische zulässig. Weitere Informationen können dem Motorhandbuch
entnommen werden.

HINWEIS: In dieser Maschine nur tiefentschwefelten Dieselkraftstoff verwenden (in den USA und
Kanada weniger als 15 ppm Schwefelgehalt; in Japan weniger als 10 mg/kg Schwefelgehalt). Betrieb
mit höherem Schwefelgehalt führt zu Schäden an Motor und Nachbehandlungsvorrichtung.

Biodieselgemische bis zu 5 % (B5) sind zur Verwendung in dieser Maschine zugelassen. Der verwendete
Kraftstoff muss die oben angeführten Spezifikationen für Dieselkraftstoff erfüllen. In bestimmten Märkten
können Gemische mit einem höheren Biodieselanteil verwendet werden, wenn bestimmte Maßnahmen
ergriffen werden. Bei Verwendung von Biodiesel ist besondere Aufmerksamkeit geboten, insbesondere
während des Betriebs bei kalter Witterung und bei der Lagerung von Kraftstoff. Der Ditch Witch-Händler
oder der Motorhersteller halten weitere Informationen bereit.

Weniger regulierte Märkte (außer USA, Kanada, EU und Japan)

Dieser Motor ist für den Betrieb mit Dieselkraftstoff ausgelegt. Nur hochwertigen Kraftstoff verwenden, der
ASTM D975 Nr. 2D, EN590 oder gleichwertigen Spezifikationen entspricht. Bei Temperaturen unter 32 °F
(0 °C) sind Winterkraftstoffgemische zulässig. Weitere Informationen können dem Motorhandbuch
entnommen werden.

WICHTIG: Der Kraftstoffschwefelgehalt sollte unter 10 000 ppm (10 000 mg/kg) liegen. Die Vorschriften
bezüglich des Kraftstoffschwefelgehalts sind weltweit sehr unterschiedlich. Der verwendete Kraftstoff
muss stets die örtlichen Vorschriften erfüllen. Vor der Auslieferung wurde diese Maschine mit API CJ-4
DEO gefüllt. Bei Betrieb mit Kraftstoff mit einem Schwefelgehalt von mehr als 500 ppm (500 mg/kg) das
Öl anfänglich nach 75 Betriebsstunden wechseln.

Biodieselgemische bis zu 5 % (B5) sind zur Verwendung in dieser Maschine zugelassen. Der verwendete
Kraftstoff muss die oben angeführten Spezifikationen für Dieselkraftstoff erfüllen. In bestimmten Märkten
können Gemische mit einem höheren Biodieselanteil verwendet werden, wenn bestimmte Maßnahmen
ergriffen werden. Bei Verwendung von Biodiesel ist besondere Aufmerksamkeit geboten, insbesondere
während des Betriebs bei kalter Witterung und bei der Lagerung von Kraftstoff. Der Ditch Witch-Händler
oder der Motorhersteller halten weitere Informationen bereit.
Wartung – 82 MR90 Betriebsanleitung
10 Betriebsstunden

10 Betriebsstunden
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufbereitun Siebe reinigen


gsanlage
Hosensieb reinigen

Reinigen der Grubenpumpe

Kühlmittelstand prüfen DEAC

Motorölstand prüfen DEO

Wasserpumpenölstand prüfen NDO

Wasserpumpenfilter reinigen

Kühler prüfen

Hydraulikschläuche prüfen

Anhänger Reifendruck und Drehmoment der Radmuttern 80 psi (5,5 bar)/90-120 lb-ft
prüfen (122-163 Nm)

Heckleuchten und Rückstrahler prüfen

Anhängevorrichtungsschrauben prüfen

Aufbereitungsanlage
Reinigen der Siebe

S
Unter Hochdruck
stehende
Flüssigkeiten oder
Pressluft können in
die Haut
eindringen und zu schweren Verletzungen
führen. Anweisungen zur sachgemäßen
Verwendung sind in Ihrer Betriebsanleitung zu
finden. 270-6035

Die Siebe alle 10 Stunden, nach jedem Einsatz


und nach Bedarf reinigen.

1. Die Wartungsklappen (3) hochklappen, um Zugang zu den Sieben zu erhalten.


2. Die Siebe (1, 2) mit dem Waschstab abspritzen, um sicherzustellen, dass sie frei von Schmutz und
Rückständen sind.

WICHTIG: Wird der Waschstab direkt an das Sieb gehalten, wird es


beschädigt.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 83
10 Betriebsstunden

Hosensieb reinigen

Das Hosensieb entfernen und alle 10


Betriebsstunden reinigen.

Reinigen der Grubenpumpe

Die Grubenpumpe alle 10 Betriebsstunden oder


nach jedem Einsatz mit dem Waschstab
abspritzen.

Prüfung des Kühlmittelstands

Kühlmittelstand alle 10 Betriebsstunden prüfen.


Kühlmittel am Deckel (siehe Abbildung) nach
Bedarf nachfüllen, um den Kühlmittelstand
zwischen NIEDRIG und VOLL am
Ausgleichsbehälter zu halten.
Wartung – 84 MR90 Betriebsanleitung
10 Betriebsstunden

Prüfung des Motorölstands

Den Motorölstand alle 10 Betriebsstunden mit dem


Ölmessstab (1) prüfen. Nach Bedarf mit DEO an
der Füllöffnung (2) auffüllen, um den Ölstand auf
der obersten Linie des Ölmessstabs zu halten.
Siehe „Zugelassenes Kühlmittel“ auf Seite 80.

Prüfung des Wasserpumpenölstands

Den Ölstand der Wasserpumpe alle 10


Betriebsstunden bei waagerechtem Rahmen am
Schauglas (2) prüfen. Nach Bedarf mit NDO an der
Füllöffnung (1) auffüllen, um den Ölstand auf
halber Höhe des Schauglases zu halten.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 85
10 Betriebsstunden

Reinigung des Wasserpumpenfilters

Den Wasserpumpenfilter alle 10 Betriebsstunden


reinigen oder nach Bedarf ersetzen.

1. Das Filtergehäuse öffnen.


2. Den Einsatz herausnehmen und das Gehäuse
gründlich mit Wasser spülen.
3. Den Einsatz auf Beschädigung und auf
brüchige oder gerissene Gummidichtungen
am Einsatzende prüfen. Nach Bedarf ersetzen.
4. Den Einsatz wieder einsetzen und das
Filtergehäuse schließen.

Prüfung des Kühlers

Den Kühler alle 10 Betriebsstunden auf Schmutz,


Gras und andere Fremdkörper prüfen. Nach
Bedarf mit Pressluft reinigen oder mit Wasser
abspritzen. Darauf achten, dass die Kühlrippen
nicht durch Pressluft mit hoher Druckeinstellung
oder Hochdruckwasserstrahl beschädigt werden.
Beim Betrieb in staubiger Umgebung oder auf
Grasflächen öfter prüfen.
Wartung – 86 MR90 Betriebsanleitung
10 Betriebsstunden

Prüfung der Hydraulikschläuche

S Unter Hochdruck stehende Flüssigkeiten oder Pressluft


können in die Haut eindringen und zu schweren Verletzungen führen.
Anweisungen zur sachgemäßen Verwendung sind in Ihrer
Betriebsanleitung zu finden. 270-6035

Verhütung von Verletzungen:

• Bevor Hydraulikleitungen abgenommen werden, den Motor abstellen und alle Bedienungselemente
betätigen, um den Druck abzulassen. Alle mit einem Hebezeug angehobenen Komponenten
absenken, unterbauen oder stützen. Den Anschluss mit einem schweren Tuch abdecken und die
Anschlussmutter etwas lösen, damit der Restdruck abgebaut wird. Die gesamte Flüssigkeit in einem
Behälter auffangen.
• Vor Inbetriebnahme des Systems sicherstellen, dass alle Anschlüsse angezogen und alle Leitungen
unbeschädigt sind.
• Bei der Suche nach Leckstellen nicht die Hände benutzen, sondern ein Stück Pappe oder Holz
verwenden.
• Schutzkleidung, einschließlich Arbeitshandschuhe und Augenschutz, tragen.
• Bei Verletzungen sofort einen Arzt aufsuchen, der mit Verletzungen dieser Art vertraut ist.

Die Hydraulikschläuche bei der Inbetriebnahme


und alle 10 Betriebsstunden auf Lecks prüfen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 87
10 Betriebsstunden

Anhänger
Prüfung von Anhängerreifendruck und
Drehmoment der Radmuttern

Den Reifendruck (2) und das Drehmoment der


Radmuttern (1) alle 10 Betriebsstunden prüfen.
Der richtige Druck und das richtige Drehmoment
sind aus den nachfolgenden Angaben ersichtlich.
Bei der Prüfung des Anhängermodells siehe das
Typenschild an der Anhängerzugstange.

Anhänger Druck Drehmoment

T14R 80 psi 90-120 lb-ft


(5,5 bar) (122-163 Nm)

Prüfung von Leuchten und


Rückstrahlern des Anhängers

Die Beleuchtungsanlage und Rückstrahler alle 10


Betriebsstunden auf richtige Funktion und
Sauberkeit prüfen.

j33om013h.eps

Prüfung der
Anhängevorrichtungsschrauben

Das Anzugsdrehmoment der


Anhängevorrichtungsschrauben alle 10
Betriebsstunden prüfen. Die Schrauben müssen
mit 260 lb-ft (352 Nm) angezogen sein.

TrailerHitchAdjust_T9.eps
Wartung – 88 MR90 Betriebsanleitung
50 Betriebsstunden

50 Betriebsstunden
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufberei- Wasserpumpenöl wechseln Erste Wartung, NDO


tungsanlage
Luftfilter prüfen

Motoröl und -filter wechseln Erste Wartung, DEO

Pumpe schmieren

Wechseln des Rüttlergetriebeöls MPL

Hydraulikflüssigkeitsfilter ersetzen erste Wartung

Aufbereitungsanlage
Wechseln des Wasserpumpenöls

Das Öl nach den ersten 50 Betriebsstunden und


danach alle 450 Betriebsstunden wechseln. Bei
staubigen Arbeitsbedingungen das Öl häufiger
wechseln.

1. An der Ablassschraube (3) entleeren, während


das Öl warm ist.
2. Mit ungefähr 1 qt (0,95 l) NDO an der
Füllöffnung (1) befüllen, bis das Öl an der
Mittelmarke des Schauglases (2) steht.

Prüfung des Luftfilters

Den Luftfilter alle 50 Betriebsstunden prüfen. Nach


Bedarf ersetzen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 89
50 Betriebsstunden

Wechseln des Motoröls und -filters


(erste Wartung)

Das Motoröl erstmals nach 50 Betriebsstunden


und danach alle 150 Betriebsstunden wechseln,
wenn es warm ist und das Gerät auf ebenem
Boden geparkt ist.

1. Den Ablass (3) öffnen.


2. Den Filter (4) ersetzen.
3. Den Ablass schließen.
4. Ca. 4.2 qt (4 l) DEO an der Einfüllöffnung (2)
einfüllen, bis der Ölstand die oberste Linie des
Ölmessstabs (1) erreicht.

Schmierung der Pumpe

Den Fettnippel (2) alle 50 Betriebsstunden mit


MPG schmieren. Der Schmierhohlraum ist voll,
wenn Schmierfett aus dem Schmierzylinder-
Druckbegrenzungsventil (1) entweicht.

Wechseln des Rüttlergetriebeöls

Das Rüttlergetriebeöl nach den ersten 50


Betriebsstunden und danach alle 450
Betriebsstunden wechseln.

Verfahren:

1. Die Ablassschraube (2) entfernen.


2. Das Öl ablassen und die Schraube wieder
anbringen.
3. Mit MPL an der Füllöffnung (1) auffüllen, bis
sich der Ölstand (bei kaltem Öl) auf halber
Höhe des Schauglases (3) befindet.

HINWEIS:

• Die Füllmenge beträgt 2,4 pt (1 l). Nicht


überfüllen.
• Kein Öl aus einem heißen Getriebe
ablassen. Das Getriebe abkühlen lassen,
bevor die Ablassschraube entfernt wird.
Wartung – 90 MR90 Betriebsanleitung
100 Betriebsstunden

Ersetzen des
Hydraulikflüssigkeitsfilters

Den Hydraulikflüssigkeitsfilter (siehe Abbildung)


nach den ersten 50 Betriebsstunden und danach
alle 900 Betriebsstunden wechseln.

100 Betriebsstunden
Anhänger
Schmieren der Stütze

Die untere Stütze halb absenken und die beiden


Schmiernippel (siehe Abbildung) alle 100 Stunden
mit 15–20 Schuss MPG schmieren. Stütze mit der
Handkurbel vollständig aus- und einfahren, um zu
prüfen, ob nichts festsitzt. Wenn die Stütze
festsitzt, tauschen Sie sie aus.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 91
150 Betriebsstunden

150 Betriebsstunden
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufberei- Kraftstofffilter ersetzen


tungsanlage
Lüfterriemenspannung prüfen

Motoröl und -filter wechseln

Aufbereitungsanlage
Ersetzen der Kraftstofffilter

Den Kraftstofffilter (1) und den Leitungs-


Kraftstofffilter (2) alle 150 Betriebsstunden
ersetzen.

1. Die Filter entfernen.


2. Den neuen Kraftstofffilter mit sauberem
Kraftstoff füllen.
3. Die Dichtung mit Öl bestreichen und von Hand
festziehen.

Prüfung der Lüfterriemenspannung

Die Lüfterriemenspannung alle 150


Betriebsstunden prüfen.

1. Den Motor abstellen und den Zündschlüssel


entfernen.
2. Auf die Oberseite des Riemens mäßigen
Daumendruck ausüben.
Der Riemen ist vorschriftsmäßig gespannt,
wenn er 1/4-1/2 Zoll (5-13 mm) nachgibt (A).
Zur Einstellung siehe Seite 97.
Wartung – 92 MR90 Betriebsanleitung
150 Betriebsstunden

Motoröl- und -filterwechsel

Das Motoröl alle 150 Betriebsstunden wechseln,


wenn es warm ist und die Einheit auf ebenem
Boden geparkt ist.

1. Den Ablass (3) öffnen.


2. Das Kurbelgehäuse entleeren, während das Öl
warm ist.
3. Den Filter (4) ersetzen.
4. Den Ablass schließen.
5. Ca. 4.2 qt (4 l) DEO an der Einfüllöffnung (2)
einfüllen, bis der Ölstand die oberste Linie des
Ölmessstabs (1) erreicht.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 93
300 Betriebsstunden

300 Betriebsstunden
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufberei- Luftfilter ersetzen


tungsanlage

Aufbereitungsanlage
Ersetzen des Luftfilters

Den Luftfilter alle 300 Betriebsstunden ersetzen.

1. Das Luftfiltergehäuse an den


Feststellhalterungen (1) öffnen.
2. Den Vorfilter- (3) und den Hauptfiltereinsatz (2)
entfernen.
3. Das Gehäuseinnere abwischen und die
Endkappe reinigen.
4. Den neuen Vorfilter- und Hauptfiltereinsatz
einsetzen.
5. Das Luftfiltergehäuse schließen.
Wartung – 94 MR90 Betriebsanleitung
450 Betriebsstunden

450 Betriebsstunden
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufberei- Lüfterriemen ersetzen


tungsanlage
Pumpenantriebsriemen ersetzen

Wasserpumpenöl wechseln NDO

Wechseln des Rüttlergetriebeöls MPL

Aufbereitungsanlage
Ersetzen des Lüfterriemens

Den Lüfterriemen (siehe Abbildung) alle


450 Betriebsstunden ersetzen.

Verfahren zum Ersetzen:

1. Die Schrauben (1, 2) lösen und den Riemen


entfernen.
2. Einen neuen Riemen anbringen und
vorschriftsmäßig einstellen. Siehe Seite 97.

Ersetzen des Pumpenantriebsriemens

Den Pumpenantriebsriemen (siehe Abbildung) alle


450 Betriebsstunden ersetzen.

Verfahren zum Ersetzen:

1. Die Schrauben (1, 2) lösen und den Riemen


entfernen.
2. Einen neuen Riemen anbringen und
vorschriftsmäßig einstellen. Siehe Seite 97.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 95
450 Betriebsstunden

Wechseln des Wasserpumpenöls

Das Öl alle 450 Betriebsstunden wechseln. Bei


staubigen Arbeitsbedingungen das Öl häufiger
wechseln.

1. An der Ablassschraube (3) entleeren, während


das Öl warm ist.
2. Mit ungefähr 1 qt (0,95 l) NDO an der
Füllöffnung (1) befüllen, bis das Öl an der
Mittelmarke des Schauglases (2) steht.

Wechseln des Rüttlergetriebeöls

Das Rüttlergetriebeöl alle 450 Betriebsstunden


wechseln.

Verfahren:

1. Die Ablassschraube (2) entfernen.


2. Das Öl ablassen und die Schraube wieder
anbringen.
3. Mit MPL an der Füllöffnung (1) auffüllen, bis
sich der Ölstand (bei kaltem Öl) auf halber
Höhe des Schauglases (3) befindet.

HINWEIS:

• Die Füllmenge beträgt 2,4 pt (1 l). Nicht


überfüllen.
• Kein Öl aus einem heißen Getriebe
ablassen. Das Getriebe abkühlen lassen,
bevor die Ablassschraube entfernt wird.
Wartung – 96 MR90 Betriebsanleitung
900 Betriebsstunden

900 Betriebsstunden
Aufbereitungsanlage
Wechseln der Hydraulikflüssigkeit und
des Filters

Die Hydraulikflüssigkeit und den Hydraulikfilter


jährlich oder alle 900 Betriebsstunden wechseln.

1. Die Hydraulikflüssigkeit (3) ablassen, THF an


der Hydraulikflüssigkeits-Füllöffnung (1)
einfüllen, bis der Stand in der Mitte des
Schauglases (4) ist.
2. Den Filter (2) ersetzen.

1800 Betriebsstunden
Aufbereitungsanlage
Wechseln des Motorkühlmittels

Das Kühlsystem an der Ablassöffnung (2)


entleeren. Zugelassenes Kühlmittel alle zwei Jahre
oder 1800 Betriebsstunden an der Füllöffnung (1)
nachfüllen.

HINWEIS:

• Die Verwendung nicht zugelassener


Kühlmittel kann zu Motorschäden oder
vorzeitigem Motorausfall führen und macht
die Motorgarantie ungültig.
• Eine Liste der zugelassenen Kühlmittel ist
dem Abschnitt Siehe „Zugelassenes
Kühlmittel“ auf Seite 80. zu entnehmen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 97
Nach Bedarf

Nach Bedarf
Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Aufberei- Lüfterriemen einstellen


tungsanlage
Pumpenantriebsriemen einstellen

Hydrozyklone reinigen

Batterien der Fernsteuerung ersetzen

Siebe ersetzen

Batterie prüfen

Aufbereitungsanlage
Einstellung des Lüfterriemens

Den Riemen nach Bedarf einstellen.

1. Den Motor abstellen und den Zündschlüssel


entfernen.
2. Zwischen den Riemenscheiben wie dargestellt
mäßigen Daumendruck auf den Riemen
ausüben.
Der Riemen ist vorschriftsmäßig gespannt,
wenn er etwa 1/4-3/8 Zoll (6-10 mm) nachgibt.
3. Falls erforderlich, die Schrauben an der
Lichtmaschine (1, 2) lösen und die
Lichtmaschine herausziehen, bis die richtige
Riemenspannung erreicht ist.

Einstellung des
Pumpenantriebsriemens

Den Pumpenantriebsriemen nach Bedarf


einstellen.

1. Zwei Schrauben (1, 2) lösen, bis sich die


Pumpe unbehindert verschieben lässt.
2. Die Schraube (3) einstellen, um die Spannung
zu erhöhen oder zu vermindern.
Wenn die Scheibe mit der Aussparung
ausgerichtet ist und die Abmessung A (siehe
Abbildung) 3/4 Zoll (19 mm) beträgt, ist die
Spannung richtig.
3. Die Schrauben nach der Einstellung der
Spannung festziehen.
Wartung – 98 MR90 Betriebsanleitung
Nach Bedarf

Reinigung der Hydrozyklone

Die Hydrozyklone nach Bedarf reinigen. Den


unteren Teil des Hydrozyklons entfernen und
Schmutz und Fremdkörper entfernen.

Ersetzen der Batterien der


Fernsteuerung

WICHTIG: Neue und gebrauchte Batterien nicht


gemeinsam verwenden. Keine Batterien von
unterschiedlichen Marken oder Typen
verwenden.

Die Batterien der Fernsteuerung bei Bedarf


ersetzen; hierzu drei Alkali-Batterien AA
verwenden.

1. Die Batterie-Verschlusskappe entfernen.


2. Die Batterien wie dargestellt einlegen.
3. Die Batterie-Verschlusskappen wieder
anbringen.
4. Den Betrieb prüfen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 99
Nach Bedarf

Ersetzen der Siebe

Die Siebe nach Bedarf ersetzen.

1. Die Wartungsklappen (3) hochklappen, um


Zugang zu den Sieben zu erhalten.
2. Das obere Sieb (1) ausbauen, indem mit
einem Hammer auf die Keile geschlagen wird.

WICHTIG: Die Siebe vom hinteren Teil des


Geräts aus entfernen.

3. Das untere Sieb (2) ausbauen, indem mit


einem Hammer auf die Keile geschlagen wird.
4. Die Siebe und Keile ersetzen.

WICHTIG: Die Siebe können nicht


untereinander ausgetauscht werden.

Prüfung der Batterie

Die Batterie nach Bedarf prüfen. Die Batterie


sauber und die Anschlussklemmen korrosionsfrei
halten.

Verfahren zur Reinigung:

1. Den Batterietrennschalter, falls vorhanden, in


die Stellung Aus schalten.
2. Sicherstellen, dass sich keine Zündquellen in
der Nähe der Batterien befinden.
3. Die Batteriekabelklemmen vorsichtig lösen und
entfernen, das negative (–) Kabel zuerst.
4. Die Kabelklemmen und Anschlussklemmen
reinigen, um die matte Glasur zu entfernen.
5. Auf Anzeichen interner Korrosion in den Kabeln prüfen.
6. Nach der Reinigung MPG auf die Anschlussklemmen auftragen, um Korrosion zu vermindern.
7. Die Batteriekabelklemmen anschließen, das positive (+) Kabel zuerst.
8. Sämtliche losen Anschlüsse anziehen.
9. Darauf achten, dass die Batterieverankerungen sicher befestigt sind.
10. Den Batterietrennschalter in die Betriebsstellung schalten.

S Explosionsgefahr. Schwere Verletzungen oder Geräteschäden können


verursacht werden. Befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig.

Verhütung von Verletzungen: Keine Funken erzeugen und die


Batterieanschlussklemmen auf keinen Fall kurzschließen.
Wartung – 100 MR90 Betriebsanleitung
Nach Bedarf

Aufladen der Batterie

S Explosionsgefahr. Schwere Verletzungen oder Geräteschäden können


verursacht werden. Befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig.

Verhütung von Verletzungen:

• Zum Laden nur eine Stromquelle mit maximal 12 V verwenden. Nicht an Schnellladegeräte oder
zwei Batterien anschließen.
• Beim Laden und Reinigen der Batterie vorsichtig vorgehen und Schutzausrüstung wie Augenschutz
tragen.
• Funken, Flammen und Zündquellen immer von Batterien fernhalten. Der Inhalt von Batterien ist
äußerst gefährlich. Leckende Flüssigkeit ist ätzend. Die Batterie kann bei höheren Temperaturen
explodieren.
• NIEMALS über die Batterie lehnen, wenn die Anschlüsse verbunden werden.
• Beim Laden nicht zulassen, dass sich die Fahrzeuge berühren.
• Nicht versuchen, eine Batterie zu laden, die undicht, ausgebaucht, stark korrodiert, gefroren oder
anderweitig beschädigt ist.
• NIEMALS die Batterieanschlussklemmen aus irgendeinem Grund kurzschließen oder auf die
Batteriepole oder Kabelanschlussklemmen schlagen.
• Weitere Informationen zu dieser Batterie sind dem Materialsicherheitsdatenblatt zu entnehmen.

Bevor Sie beginnen

Elektronische Komponenten können leicht durch Spannungsstöße beschädigt werden. Durch Starthilfe
können elektronische und elektrische Systeme beschädigt werden und die Anwendung von
Starthilfeverfahren wird nicht empfohlen. Vielmehr versuchen, die Batterie zu laden. Hochwertige
Überbrückungskabel mit großem Durchmesser verwenden, die hohe Ströme leiten können (400 A oder
mehr). Billige Kabel lassen eventuell keinen hinreichenden Stromfluss zu, um eine entladene Batterie zu
laden.

Alle Schritte gründlich durchlesen und die Abbildung betrachten, bevor das Verfahren durchgeführt wird.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 101
Nach Bedarf
Ladeverfahren (Motor aus)

1. Das Wartungsfahrzeug in der Nähe der betriebsunfähigen Maschine parken, doch nicht zulassen,
dass sich die beiden Fahrzeuge berühren. Die Parkbremse in beiden Fahrzeugen betätigen.
2. Den Zündschalter in beiden Fahrzeugen in die Stellung AUS drehen und alle elektrischen Verbraucher
ausschalten. Die Maschinen-Steuereinheit trennen.

3. Die Batterie im funktionsunfähigen Fahrzeug (B) auf Anzeichen von Rissen, Ausbauchungen, Lecks
und anderen Schäden überprüfen. Die Klemme des roten positiven (+) Überbrückungskabels zuerst
an den positiven (+) Pol (2) des funktionsunfähigen Fahrzeugs anschließen.

WICHTIG: Manche Geräte weisen eventuell eine externe positive Überbrückungskabel-


Anschlussklemme (1) auf. In diesem Fall die Klemme des roten positiven (+)
Überbrückungskabels an die Anschlussklemme anschließen.

4. Die andere Klemme des roten positiven (+) Überbrückungskabels an den positiven (+) Batteriepol (A)
des Wartungsfahrzeugs anschließen.
5. Die Klemme des schwarzen negativen (–) Kabels an den negativen (–) Batteriepol (A) des
Wartungsfahrzeugs anschließen.
6. Die andere Klemme des schwarzen negativen (–) Kabels an die Motor- oder Rahmenmasse des
funktionsunfähigen Fahrzeugs anschließen, mindestens 12 in (305 mm) von der ausgefallenen
Batterie entfernt (siehe Abbildung).
7. Das Wartungsfahrzeug einige Minuten lang mit 1500-2000 1/min laufen lassen, um eine elektrische
Ladung in der ausgefallenen Batterie aufzubauen.
8. Den Motor im Wartungsfahrzeug abstellen.
9. Die Überbrückungskabel vom Wartungsfahrzeug abnehmen, die schwarze negative (–) Klemme
zuerst. Nicht zulassen, dass sich die Klemmen berühren.
10. Die Klemme des schwarzen negativen (–) Kabels zuerst von der Motor- oder Rahmenmasse des
funktionsunfähigen Motors abnehmen.
11. Die Klemme des roten positiven (+) Kabels zuletzt vom positiven (+) Batteriepol des
funktionsunfähigen Fahrzeugs abnehmen.
Wartung – 102 MR90 Betriebsanleitung
Nach Bedarf
12. Die Maschinen-Steuereinheit wieder anschließen und versuchen, das funktionsunfähige Fahrzeug zu
starten.
13. Falls das funktionsunfähige Fahrzeug nicht anspringt, auf lose oder korrodierte
Batteriekabelverbindungen prüfen. Schlechte Verbindungen verhindern, dass der Strom die
ausgefallene Batterie lädt. Bei Bedarf die Anschlussklemmen und Pole reinigen und die obigen
Schritte wiederholen.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 103
200 Meilen (300 km)

200 Meilen (300 km)


Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Anhänger Elektrische Bremsen einstellen erste Wartung

Anhänger
Einstellen der elektrischen Bremsen

Die Bremsen anfänglich nach 200 Meilen (300


km) einstellen.

1. Zweckmäßige Abstützungen unter den


Rahmenschienen anbringen und die Räder
entfernen.
2. Den Deckel vom Einstellschlitz an der
Unterseite der Gegenplatte entfernen.
3. Das Sternrad mit einem Schraubendreher
oder Bremslöffel drehen, damit sich die
Bremsbacken ausdehnen. Einstellen, bis die
Trommel nur sehr schwer von Hand gedreht
werden kann.
4. Das Sternrad in die andere Richtung drehen, bis die Trommel mit leichtem Widerstand gedreht werden
kann.
5. Den Einstellschlitzdeckel und das Rad wieder anbringen.
6. Das Verfahren für alle verbleibenden Bremsen wiederholen.
7. Die Abstützungen entfernen und die Räder auf den Boden absenken.
Wartung – 104 MR90 Betriebsanleitung
3000 Meilen (5000 km)

3000 Meilen (5000 km)


Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Anhänger Elektrische Bremsen einstellen

Anhänger
Einstellen der elektrischen Bremsen

Die Bremsen alle 3000 Meilen (5000 km)


einstellen.

1. Zweckmäßige Abstützungen unter den


Rahmenschienen anbringen und die Räder
entfernen.
2. Den Deckel vom Einstellschlitz an der
Unterseite der Gegenplatte entfernen.
3. Das Sternrad mit einem Schraubendreher
oder Bremslöffel drehen, damit sich die
Bremsbacken ausdehnen. Einstellen, bis die
Trommel nur sehr schwer von Hand gedreht
werden kann.
4. Das Sternrad in die andere Richtung drehen, bis die Trommel mit leichtem Widerstand gedreht werden
kann.
5. Den Einstellschlitzdeckel und das Rad wieder anbringen.
6. Das Verfahren für alle verbleibenden Bremsen wiederholen.
7. Die Abstützungen entfernen und die Räder auf den Boden absenken.
MR90 Betriebsanleitung Wartung – 105
12 000 Meilen (20 000 km)

12 000 Meilen (20 000 km)


Wartungsort Wartungsaufgabe Anmerkungen

Anhänger Bremsbacken und -beläge prüfen

Prüfung und Schmieren der Achslager

Anhänger
Prüfung der Bremsbacken und -beläge

Die Bremsbacken und -beläge alle 12 Monate


oder 12 000 Meilen (20 000 km) auf Abnutzung
prüfen. Den Bremsbelag ersetzen, wenn er auf
1/16 Zoll (2 mm) oder weniger abgenutzt ist. Die
Bremsbacke und den Bremsbelag ersetzen, wenn
es zu einer Verschmutzung durch Öl kommt.
Wartung – 106 MR90 Betriebsanleitung
12 000 Meilen (20 000 km)

Einstellen und Schmieren der Lager

1. Zweckmäßige Abstützungen unter den


Rahmenschienen anbringen und die Räder
entfernen.
2. Die Fettkappe (11) aufschrauben, während
die Nabe unbeweglich gehalten wird.
3. Den Sperrlappen (14) von der äußeren
Spindelmutter (13) nach unten biegen und die
Spindelmutter (3) entfernen.
4. Die Lappenscheibe entfernen, die innere
Spindelmutter abschrauben und die
Spindelscheibe (16) entfernen.
5. Die Nabe von der Spindel entfernen. Den
äußeren Lagerinnenring nicht herunterfallen
lassen.
6. Die Dichtung (2) von der Nabe lösen und den inneren Lagerinnenring (3) entfernen.
7. Die Bremstrommel auf übermäßige Abnutzung oder erhebliche Riefenbildung prüfen.

Zustand Empfohlene
Abhilfemaßnahme
Bremstrommel mehr als 0,020 Zoll (0,5 mm) abgenutzt. Trommeloberfläche
nachbearbeiten
Bremstrommel mehr als 0,015 Zoll (0,39 mm) aus der Kreisform
abgenutzt.
Bremstrommel weist Riefenbildung auf und sonstige Abnutzung Trommel ersetzen
beträgt mehr als 0,090 Zoll (2,29 mm)

8. Mit einem geeigneten Lösungsmittel das gesamte Schmierfett von den Lageraußenringen (4, 8),
Lagerinnenringen (9,3), Befestigungsteilen und der Nabenbohrung entfernen. Die Komponenten mit
einem nicht-fasernden Lappen trocknen.
9. Die Lageraußenringe und -innenringe auf Lochfraß, Absplitterungen und Korrosion prüfen. Bei
Beschädigung ersetzen.
10. Alle Lagerinnenringe mit wasserbeständigem Hochdruck-Lithiumfett dichtpacken. Eine dünne
Fettschicht auf die Lagerinnenringe auftragen.
11. Das Lager und die Scheibe in der Nabe anbringen. Auf die innere Mutter schrauben, die Nabe drehen
und die Mutter festziehen, bis sich die Nabe nicht mehr dreht. Hierfür sind mindestens 100 lb-ft
(136 Nm) Drehmoment erforderlich.
12. Die Mutter lösen, um das vorgespannte Drehmoment freizugeben.
13. Die Mutter handfest anziehen und dann 1/4 bis 3/4 Umdrehung zurückdrehen.
14. Die Lappenscheibe auf der Spindel platzieren und einen Lappen nach innen über die Mutter biegen.
Dadurch wird verhindert, dass sich die innere Mutter dreht, während die äußere Mutter festgezogen
wird.
15. Die äußere Mutter anbringen und mit 225-250 lb-ft (305-309 Nm) festziehen. Sicherstellen, dass sich
die innere Mutter nicht dreht. Die beiden Lappen der Lappenscheibe über die äußeren Mutternflächen
biegen, um sie zu sichern.
16. Die Kappe mit angebrachtem O-Ring und Stopfen anbauen. Die Nabe drehen und die
Lagereinstellung prüfen. Das zulässige Axialspiel beträgt 0,001-0,010 Zoll (0,025-0,25 mm).
MR90 Betriebsanleitung Technische Daten – 107

Technische Daten
Technische Daten für den Anhänger

Abmessungen USA Metrisch

L Länge, T14R-Anhänger 216 in 5,48 m

H Höhe 109 in 2,77 m

B Breite (siehe Abbildung, variabel durch 100 in 2,54 m


Anordnungsflexibilität)

A Siebwinkel 8° 8°

A2 Winkel für Siebausrichtung +5° bis -5° +5° bis -5°

Trocken 6585 lb 2987 kg

Voller Wassertank, leerer MR90-Tank 8985 lb 4075 kg

Leerer Wassertank, voller MR90-Tank 10145 lb 4601 kg

Voller Wassertank, voller MR90-Tank 13065 lb 5926 kg

Deichselauflagegewicht leer 1205 lb 547 kg

Deichselauflagegewicht voll 1415 lb 642 kg


Technische Daten – 108 MR90 Betriebsanleitung

Technischen Daten für den Grundrahmen

Abmessungen USA Metrisch

L Länge 158 in 4m

H Höhe 96 in 2,4 m

B Breite (siehe Abbildung, variabel durch 96 in 2,4 m


Anordnungsflexibilität)

A Siebwinkel 8° 8°

A2 Winkel für Siebausrichtung +5° bis -5° +5° bis -5°

Trockengewicht 5375 lb 2438 kg

Systemgewicht, mit Flüssigkeit 11855 lb 5377 kg


MR90 Betriebsanleitung Technische Daten – 109

MR90 Allgemeines

Motor USA Metrisch

Kubota® D1105, Diesel

Kühlung Wasser

Einspritzung indirekt

Ansaugung Saugmotor

Zylinderanzahl 3

Hubraum 68,5 in3 1,12 l

Bohrung 3.07 in 78,0 mm

Hub 3.09 in 78,4 mm

Nenn-Bruttoleistung nach Herstellerangabe (gemäß SAE J1995) 24.8 hp 18,5 kW

Geschätzte Nenn-Nettoleistung (gemäß SAE J1349) 21.6 hp 16,1 kW

Nenndrehzahl 3000 1/min 3000 1/min

Leistungsdaten USA Metrisch

Max. Durchfluss bei Aufbereitung 90 gpm 341 l/min

Max. Zulauf zum Bohrgerät 90 gpm 341 l/min

Rüttlergeschwindigkeit 0 bis 2000 0 bis 2000


vpm vpm

Siebfläche 1218 in2 7,86 km2

Mikron unteres Sieb, Standard 225 Mikron 225 Mikron

Mikron oberes Sieb, Standard 88 Mikron 88 Mikron


Technische Daten – 110 MR90 Betriebsanleitung

Füllmengen USA Metrisch

Motoröl, einschließlich Filter 4.2 qt 4l

Kraftstofftank 15 gal 18,9 l

MR90-Tank, insgesamt 445 gal 1685 l

Hydraulikbehälter 8,0 gal 30,2 l

MR90-Schmutztank 339 gal 1283 l

MR90-Reintank 106 gal 401 l

Wassertank 300 gal 1135 l

Wasserpumpensystem USA Metrisch

Höchstdruck 2500 psi 207 bar

Durchfluss 3 gpm 15,1 l/min

Schlauchtrommelkapazität (arretierend) 50 ft 15,3 m

Frostschutzmittel Mischungsverhältnis 1:1 von


Wasser und Frostschutzmittel

Hydrauliksystem USA Metrisch

Druck 3000 psi 207 bar

Antriebstyp Zahnradpumpe

Fördermenge 8,0 gpm 30,2 l/min

Geräuschpegel

Bedienungsperson: 89 dBA Schalldruck nach ISO 6394


Außen: 112 dBA Schallleistung gemäß ISO 6393
MR90 Betriebsanleitung Technische Daten – 111

T14R-Anhänger USA Metrisch

Abmessungen

Abstand an der Auflage der Stütze 12 in 305 mm

Einstellb. Kupplungshöhe 18-24 in 457-610 mm

Breite zwischen Kotflügeln 76 in 1,9 m

Breite außerhalb der Kotflügel 96 in 2,4 m

Allgemeines

Anzahl der Achsen 2

Kupplung (rechtwinklig angebrachte Zugstange) 3 oder 2.5 in 76 oder 64


mm

Bremsentyp elektrisch

Drehmoment der Radmutter 90-120 lb-ft 122-163 Nm

Drehmoment der Anhängevorrichtungsschraube 260 lb-ft 352 Nm

Elektrisches System 12 V DC

Reifen LT215/85R16 Lastbereich E 80 psi 5,5 bar

Tragfähigkeit

Zulässiges Brutto-Gesamtgewicht 14000 lb 5443 kg

Zulässiges Achsauflagegewicht, pro Achse 7000 lb 3175 kg

Technische Daten erstellt nach SAE-Empfehlungen. Technische Daten enthalten allgemeine


Maßangaben; Änderungen sind ohne Vorankündigung vorbehalten. Wenn exakte Messwerte benötigt
werden, sollte das Gerät gewogen und gemessen werden. Bei andersartiger Wahlausrüstung können die
gelieferten Geräte von den abgebildeten abweichen.

Tragfähigkeit bei Geschwindigkeiten bis zu 65 mph (104 km/h)


Technische Daten – 112 MR90 Betriebsanleitung

Länder in der Europäischen Union erhalten zusammen mit dieser Maschine eine Konformitätserklärung.

The Charles Machine Works, Inc.


PO Box 66
1959 West Fir Avenue
Perry, Oklahoma, USA 73077-0066
Telefon: 580 572 3784
FAX: 580 572 3525

Erklärt, dass das Produkt:


Modell: Ditch Witch® XXXX
Typ: (Maschinentyp)
Motorleistung: xxx kW
Seriennummer: CMWXXXXXXXXXXXXXX
den Anforderungen der folgenden Richtlinien entspricht:
Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit 2004/108/EG
Richtlinie zu Geräuschemissionen 2000/14/EG
Gemessener Schallleistungspegel (Anhang V): xxx dBA
Garantierter Schallleistungspegel (Anhang V): xxx dBA

Die Konstruktionsunterlagen werden am Standort des Herstellers aufbewahrt.

Die Vertretung des Herstellers in Europa ist:

Ditch Witch Barcelona


International Underground Systems, S.L.
C/EL PLA, 130 * Polígono Industrial El Pla
08980 Sant Feliu De Llobregat * Spanien
Telefon: +34 93 632 7344
FAX: +34 93 632 7343
MR90 Betriebsanleitung Kundendienst – 113
Verfahren

Kundendienst

Verfahren
Jede Betriebsstörung und jeder Ausfall von Ditch Witch®-Maschinen muss dem Händler unverzüglich
mitgeteilt werden.

Immer die Modellnummer, die Seriennummer und das ungefähre Kaufdatum angeben. Diese
Informationen sollten vom Eigentümer zum Zeitpunkt des Kaufs notiert und verwahrt werden.

Beschädigte Teile müssen zur Überprüfung und Abklärung von Garantieansprüchen innerhalb der
Garantiefrist an den Händler zurückgegeben werden.

Original Ditch Witch-Ersatz- bzw. -Reparaturteile müssen bei einem Ditch Witch-Vertragshändler bestellt
werden. Verwendung von Teilen anderer Hersteller kann den Garantieanspruch ungültig machen.

Ressourcen
Veröffentlichungen
Veröffentlichungen und Videos zur Sicherheit, zum Betrieb, zur Wartung und zur Reparatur der Maschine
können über den Ditch Witch-Händler bezogen werden.

Ditch Witch®-Schulung
Der Ditch Witch-Händler hält Informationen über individuelle Schulungen an der Arbeitsstelle bereit.
Garantie – 114 MR90 Betriebsanleitung
Ressourcen

Garantie
Begrenzte Garantieerklärung
für Ditch Witch®-Geräte und -Ersatzteile

Vorbehaltlich der hier aufgeführten Einschränkung und Ausschlüsse werden kostenlose Ersatzteile bei jedem Ditch Witch-
Vertragshändler für alle vom Ditch Witch-Werk hergestellten Ditch Witch-Geräte oder -Teile bereitgestellt, die innerhalb eines (1)
Jahres nach der ersten gewerblichen Nutzung aufgrund von Material- oder Herstellungsfehlern ausfallen. Im Rahmen dieser
Gewährleistung werden Ersatzteile im ersten Jahr nach der anfänglichen gewerblichen Nutzung des mit einer Seriennummer
versehenen Ditch Witch-Geräts, an dem das Teil installiert ist, bei jedem Ditch Witch-Vertragshändler kostenlos eingebaut. Der
Kunde ist dafür verantwortlich, seine Maschine zur Durchführung sämtlicher Gewährleistungsarbeiten zu einem Ditch Witch-
Vertragshändler zu transportieren.

Ausschlüsse von der Produktgarantie


• Alle Neben- oder Folgeschäden.
• Alle Mängel, Schäden oder Verletzungen, die durch unsachgemäße Handhabung, Missbrauch, vorschriftswidrige Montage,
Abänderung, Vernachlässigung oder Zweckentfremdung des Produkts entstehen.
• Alle Mängel, Schäden oder Verletzungen, die durch unzureichende Schulung sowie unsachgemäße Bedienung oder Wartung
des Produkts unter Missachtung der Empfehlungen des Herstellers entstehen.
• Alle Motoren und Motorzubehörteile (diese fallen unter die Garantie des Originalherstellers).
• Reifen, Riemen und andere Teile, die unter die Garantie anderer Hersteller fallen (dem Käufer stehen solche
Garantieerklärungen zur Verfügung).
• ALLE WEITEREN GARANTIEN, DIE HIER NICHT AUSDRÜCKLICH AUFGEFÜHRT SIND, EINSCHLIESSLICH JEGLICHER
GARANTIE DER EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK UND DER HANDELSÜBLICHEN QUALITÄT.

WERDEN DIE PRODUKTE GEMÄSS DEN ALLGEMEIN GÜLTIGEN DEFINITIONEN DES HANDELSRECHTS FÜR
GEWERBLICHE ZWECKE GEKAUFT, BESTEHEN ÜBER DIE GENANNTE GARANTIEERKLÄRUNG HINAUS KEINE WEITEREN
GARANTIEN WIE AUCH KEINERLEI STILLSCHWEIGENDE MÄNGELHAFTUNG FÜR EINEN GEWERBLICHEN KÄUFER.
SÄMTLICHE ANDEREN KLAUSELN DIESER BEGRENZTEN GARANTIEERKLÄRUNG GELTEN, EINSCHLIESSLICH DER
AUFERLEGTEN PFLICHTEN.

Ditch Witch-Produkte wurden auf zufriedenstellende Leistungen unter den meisten Bedingungen geprüft. Dies garantiert jedoch
nicht, dass unter allen Bedingungen zufriedenstellende Leistungen erzielt werden. Deshalb sollten die Produkte vor dem Kauf unter
den zu erwartenden Arbeitsbedingungen betrieben werden, um ihre Eignung sicherzustellen.

Die Schadhaftigkeit wird vom Ditch Witch Product Support (DWPS) oder einem Vertragshändler durch Überprüfung des Produkts
oder Teils innerhalb von dreißig (30) Tagen nach Auftreten des Mangels festgestellt. DWPS teilt auf Anfrage die Adresse der
Prüfstelle oder des nächstgelegenen Vertragshändlers mit. DWPS behält sich das Recht vor, im Rahmen dieser Garantie
aufgearbeitete Ersatzteile zu verwenden, wenn dies angebracht erscheint.

Erweiterte Garantien sind auf Anfrage vom Ditch Witch-Händler oder Ditch Witch-Werk erhältlich.

Einige Staaten lassen den Ausschluss oder die Einschränkung von Neben- oder Folgeschäden nicht zu; die obige Einschränkung
bzw. der Ausschluss trifft also gegebenenfalls nicht zu. Ferner lassen einige Staaten den Ausschluss oder die zeitliche
Einschränkung einer gesetzlichen Gewährleistung nicht zu; die obige Einschränkung trifft also gegebenenfalls nicht zu. Diese
begrenzte Garantie verleiht dem Eigentümer des Produkts bestimmte Rechte; der Eigentümer des Produkts hat gegebenenfalls
weitere Rechte, die von Staat zu Staat verschieden sind.

Weitere Informationen über diese begrenzte Garantie erhalten Sie von DWPS Dept., P.O. Box 66, Perry, OK 73077-0066, USA, oder
setzen Sie sich mit Ihrem Ditch Witch-Händler in Verbindung.

Erstversion: 1/91; neueste Version: 8/16


MR90 Betriebsanleitung Wartungsprotokoll – 115

Wartungsprotokoll
Durchgeführte Arbeiten Datum Betr.std.
Wartungsprotokoll – 116 MR90 Betriebsanleitung

Durchgeführte Arbeiten Datum Betr.std.


MR90 Betriebsanleitung Anhang – 117

Anhang

Inhalt dieses Kapitels


Sicherheitsinformationen für Reifen
REIFENSICHERHEITSINFORMATIONEN

1.1. SCHRITTE ZUR BESTIMMUNG DER KORREKTEN BELASTUNGSGRENZE –


ANHÄNGER
Bei der Bestimmung der Belastungsgrenzen eines Anhängers muss weitaus mehr berücksichtigt
werden als die Belastungsgrenzen der Reifen selbst. Alle Anhänger weisen ein Typen-/VIN-
Schild auf, das sich an der vorderen, linken (fahrbahnseitigen) Hälfte der Einheit befindet. Auf
diesem Typen-/VIN-Schild ist das zulässige Brutto-Gesamtgewicht (GVWR) des Anhängers, d. h.
das maximale Gewicht des voll beladenen Anhängers angegeben. Es zeigt außerdem die
zulässige Achslast (GAWR), d. h. das maximale Gewicht einer Achse an. Bei mehreren Achsen
wird die zulässige Achslast jeder Achse angegeben.

Wenn der Anhänger ein zulässiges Brutto-Gesamtgewicht von maximal 10.000 lb (4536 kg)
aufweist, ist an derselben Stelle wie das oben beschriebene Typenschild eine Fahrzeugplakette
angebracht. Auf dieser Plakette sind Reifen- und Beladungsinformationen angegeben. Darüber
hinaus wird auf der Plakette die maximale Ladekapazität angezeigt. Der Anhänger kann bis zum
maximalen auf der Plakette angegebenen Gewicht beladen werden. Das kombinierte Gewicht der
Ladung wird als einzelne Ziffer angegeben. Es gilt zu beachten, dass das Gesamtgewicht eines
voll beladenen Anhängers nicht das angegebene zulässige Brutto-Gesamtgewicht überschreiten
darf.

Beim Beladen sicherstellen, dass die Ladung gleichmäßig verteilt ist, um eine Überladung
vorn/hinten und links/rechts zu verhindern. Schwere Artikel müssen tief und so nah wie vertretbar
an den Achsen positioniert werden. Befinden sich zu viele Artikel auf einer Seite, kann dies zu
einer Überlastung eines Reifens führen. Das Gewicht des Anhängers lässt sich auf einer
öffentlichen Waage am besten ermitteln. Mit dem zuständigen Händler Kontakt aufnehmen, um
die Methoden zur Gewichtsfeststellung, die zur Erfassung der verschiedenen Gewichte des
Anhängers erforderlich sind, in Erfahrung zu bringen. Dazu gehören das Leergewicht oder
Gewicht in unbeladenem Zustand, die Last pro Achse, Rad, Anhängevorrichtung oder
Königszapfen und das Gesamtgewicht.

Übermäßige Beladung und/oder zu niedriger Reifendruck können zu einer Überlastung des


Reifens und damit zu vermehrter Walkarbeit führen. Dadurch kann eine übermäßige
Wärmebildung im Reifen entstehen. Übermäßige Wärme kann zu einem Reifenausfall führen.
Durch den Fülldruck kann ein Reifen die Last aufnehmen, daher ist der korrekte Luftdruck des
Reifens von entscheidender Bedeutung. Der korrekte Luftdruck ist auf dem Typen-/VIN-Schild
und/oder der Reifenplakette angegeben. Dieser Wert darf den auf dem Reifen eingeprägten
maximalen Kaltreifendruck unter keinen Umständen überschreiten.

1.1.1. ANHÄNGER MIT MAXIMAL ZULÄSSIGEM BRUTTO-GESAMTGEWICHT VON 10,000


LBS

Plakette mit Reifen- und Beladungsangaben – Abb. 1-1.


1. Die Angabe „The weight of cargo should never exceed XXX kg or XXX lb“ (Das Gewicht
der Ladung darf XXX kg oder XXX lb keinesfalls überschreiten) auf der Anhängerplakette
ausfindig machen. Siehe Abbildung 1-1.
2. Diese Angabe entspricht der verfügbaren Nutzlastkapazität.
3. Das kombinierte Gewicht der Ladung bestimmen, mit der der Anhänger beladen wird.
Dieses Gewicht darf die verfügbare Nutzlastkapazität nicht überschreiten.

Die Reifeninformationsplakette befindet sich links vorn neben dem oder nahe beim VIN (Typen)-
Schild am Anhänger.

1.1.2. ANHÄNGER MIT EINEM ZULÄSSIGEN BRUTTO-GESAMTGEWICHT ÜBER 10.000 lb


(4536 kg) (HINWEIS: Diese Anhänger müssen keine Reifeninformationsplakette am Anhänger
aufweisen.)
1. Das Leergewicht des Anhängers durch Wiegen des Anhängers auf einer öffentlichen
Waage o. Ä. ermitteln. Dieser Schritt muss nicht wiederholt werden.
2. Das zulässige Brutto-Gesamtgewicht des Anhängers auf dem VIN (Typen)-Schild des
Anhängers ermitteln.
3. Das Leergewicht des Anhängers vom angegebenen zulässigen Brutto-Gesamtgewicht
abziehen. Das Ergebnis entspricht der maximalen Ladekapazität des Anhängers und darf
nicht überschritten werden.

1.2. SCHRITTE ZUR BESTIMMUNG DER KORREKTEN BELASTUNGSGRENZE –


ZUGFAHRZEUG
1. Die Angabe „The combined weight of occupants and cargo should never exceed XXX lb“
(Das kombinierte Gewicht von Passagieren und Ladung darf XXX lbs keinesfalls
überschreiten) auf der Fahrzeugplakette ausfindig machen.
2. Das kombinierte Gewicht von Fahrer und Passagieren ermitteln.
3. Das kombinierte Gewicht von Fahrer und Passagieren von XXX kg bzw. XXX lbs
abziehen.
4. Das Ergebnis entspricht der verfügbaren Ladekapazität. Wenn beispielsweise „XXX“
1400 lb (635 kg) entspricht und sich fünf 150 lb (68 kg) schwere Passagiere im Fahrzeug
befinden, beträgt die verfügbare Lade- und Gepäckkapazität 650 lb (295 kg) (1400-750
(5 x 150) = 650 lb), (635-340 (5 x 68) = 295 kg).
5. Das kombinierte Gewicht der Ladung bestimmen, mit der das Fahrzeug beladen wird.
Dieses Gewicht darf die in Schritt 4 berechnete Ladekapazität nicht überschreiten.
6. Wenn das Fahrzeug einen Anhänger zieht, wird die Last des Anhängers auf das
Fahrzeug übertragen. Die Bedienungsanleitung des Zugfahrzeugs heranziehen, um zu
ermitteln, wie diese Lastübertragung die verfügbare Lade- und Gepäckkapazität des
Fahrzeugs verringert.

1.3. GLOSSAR DER REIFENTERMINOLOGIE


Wulst – der Teil des Reifens, der aus Stahldraht besteht und in Karkassenlagen
eingebettet ist bzw. durch sie verstärkt wird und so beschaffen ist, dass er sich der Felge
anpasst.
Wulstablösung – Lösen der Verbindung zwischen den Wulstbestandteilen.
Diagonalreifen – ein Luftreifen, bei dem die Kordlagen, die sich bis den Wülsten
erstrecken, in abwechselnden Winkeln von deutlich weniger als 90 Grad zur
Laufflächenmitte verlaufen.
Karkasse – der Strukturteil des Reifens, außer Lauffläche und Seitenwandgummi, der
die Last bei aufgepumptem Reifen trägt.
Ausbrüche – das Ausreißen von Stücken aus der Lauffläche oder der Seitenwand.
Kaltreifendruck – der Reifendruck vor Fahrtantritt.
Cord – die Stränge (Fäden), die das Lagengewebe des Reifens bilden.
Cordablösung – das Loslösen der Cordfäden vom umliegenden Gummi.
Rissbildung – Ablösungen in der Lauffläche, Seitenwand oder Innenbeschichtung des
Reifens, die sich bis ins Cordmaterial erstrecken.
Leergewicht – das Gewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs.
Profilrille – der Abstand zwischen zwei nebeneinander liegenden Laufflächenrippen.
Zulässige Achslast – das maximale Gewicht, auf das eine Achse ausgelegt ist, und das
auf dem Typen-/VIN-Schild vorn links am Anhänger angegeben ist. Ist-Gewicht, dass
durch Wiegen jeder Achse auf einer öffentlichen Waage ermittelt wird, wobei der
Anhänger an das Zugfahrzeug angehängt ist.
Zulässiges Brutto-Gesamtgewicht – das maximale Gewicht des voll beladenen
Anhängers wie auf dem Typen-/VIN-Schild angegeben. Ist-Gewicht, dass durch Wiegen
des Anhängers auf einer öffentlichen Waage ermittelt wird, ohne dass dieser an das
Zugfahrzeug angehängt ist.
Stützlast – das Gewicht, mit dem die Deichsel auf dem Kugelkopf oder der
Anhängerkupplung lastet.
Innenschicht – die Schicht(en), die das Innere eines schlauchlosen Reifens bilden und
die Luft im Reifen halten.
Innenschichtablösung – das Ablösen der Innenschicht vom Cordmaterial in der
Karkasse.
Reifen für leichtes Nutzfahrzeug (LT) – ein vom Hersteller entwickelter Reifen, der
primär für den Einsatz bei leichten Lkws oder Mehrzweck-Pkws konzipiert ist.
Tragfähigkeit – die maximale Last, für die ein Reifen bei einem bestimmten Fülldruck
ausgelegt ist.
Maximale Tragfähigkeit – die Last für einen Reifen bei dem maximal zulässigen
Fülldruck für diesen Reifen.
Maximal zulässiger Fülldruck – der maximale kalte Reifendruck, auf den ein Reifen
befüllt werden darf.
Maximales Fahrzeuggesamtgewicht – die Summe von Leergewicht, Zubehörgewicht,
Fahrzeugnutzlast und Gewicht der Produktionsoptionen.
Außendurchmesser – der Gesamtdurchmesser eines neuen, befüllten Reifens.
Gesamtbreite – der geradlinige Abstand zwischen den Außenseiten der Seitenwände
eines aufgepumpten Reifens, einschließlich der Erhöhungen durch Beschriftungen,
Verzierungen, Scheuerleisten oder Scheuerrippen.
Lage – eine Lage gummierter, parallel angeordneter Cordstränge.
Lagentrennung – ein Ablösen des Gummis zwischen zwei benachbarten Lagen.
Luftreifen – ein mechanisches Bauteil, das aus Kautschuk, Chemikalien, Fasern und
Stahl oder anderen Materialien besteht, und beim Aufziehen auf eine Felge für Traktion
sorgt und das Gas oder die Flüssigkeit zum Tragen der Last umschließt.
Radialreifen – ein Luftreifen, bei dem die Kordlagen, die sich bis zu den Wülsten
erstrecken, im Wesentlichen im rechten Winkel zur Laufflächenmitte verlaufen.
Empfohlener Fülldruck – der vom Fahrzeughersteller auf der
Reifeninformationsplakette und auf dem Typen-/VIN-Schild angegebene Reifenfülldruck.
Felge – eine Metallstütze für einen Reifen oder einen Reifen mit Schlauch, auf der die
Reifenwülste aufsitzen.
Felgendurchmesser – der Nenndurchmesser der Felgenschulter.
Bezeichnung der Felgengröße – der Felgendurchmesser und die Breite.
Bezeichnung des Felgentyps – die Bezeichnung der Herstellerindustrie für eine Felge
anhand des Stils oder Codes.
Felgenbreite – der Nennabstand zwischen den Felgenhörnern.
Seitenwand – der Bereich eines Reifens zwischen Lauffläche und Wulst.
Seitenwand-Ablösung– das Ablösen der Gummimischung vom Cordmaterial in der
Seitenwand.
Spezialanhängerreifen (ST) – „ST“ zeigt an, dass der Reifen nur für den Einsatz bei
Anhängern konzipiert ist.
Lauffläche – der Bereich eines Reifens, der auf der Fahrbahn abrollt.
Profilrippe – ein Profilabschnitt, der am Reifenumfang entlang verläuft
Laufflächenablösung – das Lösen der Lauffläche von der Reifenkarkasse.
Verschleißindikatoren – der Gummisteg in den Hauptrillen, der einen visuellen
Aufschluss über die Abnutzung des Reifenprofils gibt.
Maximale Fahrzeuglast auf dem Reifen – die Last auf einem einzelnen Reifen, die
durch Verteilung des Anteils des maximal zulässigen Fahrzeuggewichts auf jede Achse
bestimmt und durch zwei geteilt wird.
Normale Fahrzeuglast auf Reifen – die Last auf einem einzelnen Reifen, die durch
Verteilung des Anteils des Leergewichts auf jede Achse bestimmt und durch zwei geteilt
wird.
1.4. REIFENSICHERHEIT – GRUNDVORAUSSETZUNG
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Transportation Safety Agency)
hat wie von CFR 575.6 gefordert eine Broschüre (DOT HS 809 361) zu allen Aspekten der
Reifensicherheit herausgegeben. Auf diese Broschüre wird im Folgenden zum Teil Bezug
genommen. Sie ist bei der NHTSA erhältlich und kann kostenlos von der folgenden Website
heruntergeladen werden:
http://www.nhtsa.dot.gov/cars/rules/TireSafety/ridesonit/tires_index.html.

Studien zur Reifensicherheit zeigen, dass die Erhaltung des korrekten Reifendrucks, die
Einhaltung der Reifen- und Anhängerbelastungsgrenzen (die Beladung des Anhängers muss
korrekt auf die Reifen oder den Anhänger abgestimmt sein), die Vermeidung von Gefahren auf
der Straße und das Sichtprüfen des Reifens auf Schnitte, Risse und sonstige
Unregelmäßigkeiten zu den wichtigsten Maßnahmen gehört, die zur Vermeidung eines
Reifenschadens, wie z. B. das Ablösen der Lauffläche oder ein Reifenplatzer oder platter Reifen,
unternommen werden können. Durch diese Maßnahmen sowie sonstige Pflege und
Wartungsarbeiten ist außerdem Folgendes möglich:

◊ Verbesserung des Fahrverhaltens


◊ Schutz der eigenen Person sowie Anderer vor vermeidbaren Pannen und Unfällen
◊ Senkung des Kraftstoffverbrauchs
◊ Erhöhung der Reifenlebensdauer

Dieses Heft stellt eine umfassende Übersicht über die Reifensicherheit sowie über folgende
Themen dar:

◊ Grundlegende Reifenpflege
◊ Einheitliches Reifenqualitäts-Bewertungssystem
◊ Grundlegende Reifeneigenschaften
◊ Reifensicherheitstipps

Nutzen Sie diese Informationen, um Reifensicherheit zu einem festen Bestandteil der


Anhängerwartungsroutine zu machen. Die aufgewandte Zeit ist im Vergleich zu den
Unannehmlichkeiten und Sicherheitskonsequenzen bei platten Reifen oder anderen
Reifenschäden minimal.

1.5. SICHERHEIT GEHT VOR – GRUNDLEGENDE REIFENPFLEGE


Korrekt gewartete Reifen sorgen für die Verbesserung von Lenkung, Anhalten, Bodenhaftung und
Tragfähigkeit des Anhängers. Ein zu geringer Reifenfülldruck und überladene Fahrzeuge zählen
zu den Hauptgründen für einen Reifenausfall. Um platte Reifen und andere Reifenschäden zu
vermeiden, müssen daher (wie oben erwähnt) der korrekte Fülldruck beibehalten, Reifen und
Anhänger-Belastungsgrenzen beachtet, Gefahren auf der Straße vermieden und die Reifen
regelmäßig einer Sichtprüfung unterzogen werden.

1.5.1. ERMITTELN DES EMPFOHLENEN REIFENDRUCKS FÜR DEN ANHÄNGER UND DER
BELASTUNGSGRENZEN
Die Reifeninformationsplakette und die Fahrzeugtypenschilder enthalten Informationen zu den
Reifen und Belastungsgrenzen. Diese Schilder enthalten folgende Informationen des Herstellers:

◊ Empfohlene Reifengröße
◊ Empfohlener Fülldruck
◊ Fahrzeugnutzlast
◊ Zulässige Achslasten vorn und hinten

Plakette und Typenschild sind dauerhaft am Anhänger vorn links angebracht.


1.5.2. AUFSCHLÜSSELUNG VON REIFENDRUCK UND BELASTUNGSGRENZEN
Der Reifendruck ist der Luftdruck im Reifen, der dafür sorgt, dass der Reifen die Last aufnehmen
kann und beeinflusst die Gesamtleistung des Anhängers. Der Fülldruck gibt den Luftdruck (in
Form einer Ziffer) an, den ein ordnungsgemäß befüllter Reifen erfordert. Der Luftdruck wird in
pounds per square inch (psi) oder Kilopascal (kpa) gemessen.

Diese Ziffer basiert auf der zulässigen Anhängerlast, d. h. dem maximalen Gewicht, auf das der
Anhänger ausgelegt ist, und der Reifengröße. Der korrekte Reifendruck für den Anhänger wird
als „empfohlener Kaltreifendruck“ bezeichnet. (Wie nachfolgend beschrieben wird, ist es
schwierig, den empfohlenen Reifendruck einzustellen, wenn die Reifen nicht kalt sind.)

Da Reifen für mehr als nur einen Fahrzeugtyp ausgelegt sind, geben Reifenhersteller den
„maximal zulässigen Fülldruck“ auf der Seitenwand des Reifens an. Diese Ziffer entspricht dem
maximalen Luftdruck, mit dem der Reifen bei normalen Fahrbedingungen befüllt werden darf.

1.5.3. PRÜFUNG DES REIFENDRUCKS


Der Luftdruck der Anhängerreifen muss aus folgenden Gründen mindestens einmal im Monat
kontrolliert werden:

◊ Die meisten Reifen verlieren mit der Zeit auf natürliche Weise Luft.
◊ Der Reifendruck kann plötzlich sinken, wenn über ein Schlagloch oder einen anderen
Gegenstand gefahren oder wenn beim Parken auf oder gegen den Bordstein gefahren
wird.
◊ Bei Radialreifen lässt sich ein zu niedriger Luftdruck normalerweise nicht durch eine
Sichtprüfung feststellen.

Es wird der Kauf eines Reifendruckmessers zur Aufbewahrung am Anhänger empfohlen.


Reifendruckmesser sind bei Reifenhändlern, im Kfz-Fachhandel und bei anderen Verkaufsstellen
erhältlich.

Der vom Hersteller empfohlene Reifenfülldruck gibt den korrekten Wert (psi) bei kaltem Reifen
an. Kalt bezieht sich in diesem Fall nicht auf die Außentemperatur. Kalt bedeutet, dass der Reifen
seit mindestens 3 Stunden nicht gefahren wurde. Während der Fahrt wird der Reifen wärmer,
sodass der Luftdruck im Inneren ansteigt. Um einen exakten Reifendruckwert messen zu können,
muss der Fülldruck daher bei kaltem Reifen gemessen werden oder der erhöhte Druck bei
warmen Reifen berücksichtigt werden.

1.5.4. SCHRITTE FÜR DIE ERHALTUNG DES KORREKTEN REIFENDRUCKS


Schritt 1: Den empfohlenen Reifendruck der Anhänger-Reifeninformationsplakette, dem
Typenschild oder der Bedienungsanleitung entnehmen.
Schritt 2: Den Fülldruck aller Reifen notieren.
Schritt 3: Ist der Fülldruck eines Reifens zu hoch, langsam etwas Luft ablassen, indem
mit der Kante des Reifendruckmessers vorsichtig auf den Reifenventilschaft gedrückt
wird, bis der korrekte Druck erreicht ist.
Schritt 4: Ist der Reifendruck zu niedrig, Differenz zwischen gemessenem Reifendruck
und korrektem Reifendruck bestimmen. Dieser „fehlende“ Druck muss hinzugefügt
werden.
Schritt 5: Jeden Reifen, der einen zu geringen Fülldruck aufweist, entsprechend befüllen.
Schritt 6: Alle Reifen prüfen, um sicherzustellen, dass sie denselben Fülldruck aufweisen
(außer in Fällen, bei denen Vorder- und Hinterreifen einen unterschiedlichen Luftdruck
aufweisen müssen).

Wenn nach dem Anhängerbetrieb festgestellt wird, dass ein Reifen einen zu niedrigen Luftdruck
aufweist, muss der Reifen auf den auf der Reifeninformationsplakette oder dem Typenschild
angegebenen Kaltreifendruck befüllt werden. Der Reifen kann aufgrund des zusätzlichen Drucks
im warmen Reifen möglicherweise weiterhin einen kleinen Unterdruck aufweisen, es ist jedoch
sicherer, mit einem Reifendruck zu fahren, der etwas unter dem empfohlenen Kaltreifendruck
liegt, als mit einem deutlichen Reifenunterdruck. Da dies nur eine vorübergehende Maßnahme
ist, muss der Reifen in kaltem Zustand erneut geprüft und der Fülldruck ggf. korrigiert werden.
1.5.5. REIFENGRÖSSE
Damit die Sicherheit der Reifen gewährleistet ist, müssen beim Erneuern Reifen derselben Größe
wie die Originalreifen des Herstellers bzw. Reifen einer anderen vom Hersteller empfohlenen
Größe gekauft werden. Die erforderlichen Informationen sind der Reifeninformationsplakette, der
Bedienungsanleitung oder der Seitenwand des zu ersetzenden Reifens zu entnehmen. Bestehen
Zweifel hinsichtlich der korrekten Reifengröße, sollte der Händler befragt werden.

1.5.6. REIFENPROFIL
Das Reifenprofil sorgt für die Bodenhaftung und Zugkraft, um Schleudern oder Rutschen des
Anhängers besonders bei nasser oder vereister Fahrbahn zu verhindern. In der Regel gilt, dass
Reifen bei einer Profiltiefe von 1/16 in (1,6 mm) nicht mehr als sicher zu erachten sind und ersetzt
werden müssen. Reifen verfügen über eingearbeitete Verschleißindikatoren, anhand derer sich
erkennen lässt, wann ein Reifen zu ersetzen ist. Bei diesen Verschleißindikatoren handelt es sich
um in Abständen angeordneten Stegen unten in den Profilrillen. Wenn ersichtlich ist, dass sie
sich „auf einer Ebene“ mit dem Außenprofil befinden, muss der Reifen ersetzt werden Eine
andere Möglichkeit zur Prüfung der Profiltiefe besteht darin, eine 1-Euro-Münze in eine der
Vertiefungen in der Mitte des Reifenprofils zu halten. Ist der Goldrand der Münze zu sehen,
müssen die Reifen erneuert werden.

1.5.7. AUSWUCHTEN UND SPUREINSTELLUNG


Um Vibrationen oder Erschütterungen des Anhängers während der Fahrt zu vermeiden, müssen
die Reifen korrekt ausgewuchtet sein. Dies wird durch das Anbringen von Auswuchtgewichten an
der Felge erzielt, sodass schwere Stellen an Rad und Reifen ausgeglichen werden. Durch die
Spureinstellung werden die Radwinkel so korrigiert, dass sie korrekt zum Anhängerrahmen
ausgerichtet sind. Durch diese Einstellung wird die Lebensdauer der Reifen erhöht. Für diese
Arbeiten wird eine Spezialausrüstung benötigt; sie müssen daher von einem qualifizierten
Mechaniker durchgeführt werden.

1.5.8. REIFENREPARATUR
Für die einwandfreie Reparatur eines platten Reifens wird ein Gummistopfen für das Loch und
ein Deckenpflaster für den Bereich um das Loch im Reifen benötigt. Einstiche in der Lauffläche
können repariert werden, wenn sie nicht zu groß sind. Einstiche an der Seitenwand hingegen
können nicht instand gesetzt werden. Die Reifen müssen von der Felge abgezogen werden,
damit eine genaue Sichtprüfung durchgeführt werden kann, bevor der Einstich verschlossen und
verklebt wird.

1.5.9. GRUNDLEGENDES ZU REIFEN


Das Anbringen von standardisierten Informationen auf der Seitenwand des Reifens durch den
Reifenhersteller ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Informationen beschreiben die
grundlegenden Eigenschaften des Reifens und dienen zudem als Reifenidentifikationsnummer
zur Sicherheitszertifizierung und im Falle eines Rückrufs.

1.5.9.1. UTQG-Reifenkennzeichnung
Treadwear-Wert – gibt die Abnutzung der Reifenlauffläche an. Je höher die Treadwear-Ziffer,
desto länger dauert es, bis das Reifenprofil verschlissen ist. So nutzt sich ein Reifen mit der
Kennziffer 200 doppelt so schnell ab, wie ein Reifen mit 400.
Traktion-Buchstabe – gibt die Nasshaftung eines Reifens an. Bei einem höher eingestufter
Reifen verkürzt sich der Bremsweg im Vergleich zu einem niedriger eingestuften Reifen. Die
Angabe geht von „AA“ (höchste Traktion bei Nässe) über „A“, „B“ bis zu „C“.
Temperaturbuchstabe – zeigt die Widerstandsfähigkeit des Reifens gegenüber Erhitzung an.
Diese Angabe gilt bei korrektem Fülldruck und Gewichtsbelastung innerhalb der zulässigen
Grenzen. Überhöhte Geschwindigkeit, zu niedriger Fülldruck oder übermäßige Beladung können
entweder einzeln oder in Kombination zu Hitzeaufbau und einem möglichen Reifenschaden
führen. Es gibt folgende Stufen: „A“ (höchste Widerstandsfähigkeit), „B“ oder „C“.
1.5.9.2. Informationen zu Reifen leichter Nutzfahrzeuge
Siehe Schaubild unten.
Maximale
Tragfähig Tragfähigkeit/maxi
keitskenn maler Fülldruck bei
Doppelbereifung
Reifen für Winterreifen
leichtes
Nutzfahrze

Maximale
Tragfähigkeit und Füllgrenzen
Fülldruck bei
Einzelbereifung

Reifen für leichte Nutzfahrzeuge weisen außer den Angaben auf der Seitenwand von Pkw-Reifen
weitere Kennzeichnungen auf.
LT – gibt an, dass der Reifen für leichte Nutzfahrzeuge oder Anhänger ausgelegt ist.
ST – gibt an, dass der Reifen nur für Anhänger verwendet werden darf.
Max. Tragfähigkeit Doppelbereifung kg (lb) bei kPa (psi), kalt – gibt die maximale
Tragfähigkeit und den Fülldruck bei Doppelbereifung (vier Reifen pro Achse) an.
Max. Tragfähigkeit Einzelbereifung kg (lb) bei kPa (psi), kalt – gibt die maximale Tragfähigkeit
und den Fülldruck bei Einzelbereifung an.
Tragfähigkeit – zeigt die Tragfähigkeit des Reifens und die Füllgrenzen an

1.6. REIFENSICHERHEITSTIPPS
Verhindern von Reifenschäden
◊ Bei Schlaglöchern oder anderen Gegenständen auf der Fahrbahn langsamer fahren.
◊ Bordstein nicht überfahren oder über andere Gegenstände auf der Fahrbahn fahren und
beim Parken nach Möglichkeit nicht gegen den Bordstein fahren.

Reifensicherheits-Checkliste
◊ Reifendruck einschließlich Reserverad (falls vorhanden) regelmäßig kontrollieren
(mindestens einmal monatlich).
◊ Reifen einer Sichtprüfung auf ungleichmäßigen Verschleiß am Profil, auf Risse,
Fremdkörper oder sonstige Anzeichen von Verschleiß oder Beschädigung unterziehen.
◊ Glassplitter und Fremdkörper aus dem Reifenprofil entfernen.
◊ Sicherstellen, dass die Reifenventile mit Ventilkappen versehen sind.
◊ Fülldruck der Reifen vor Antritt einer langen Fahrt prüfen.
◊ Anhänger nicht überladen. Maximale Beladung des Anhängers den
Reifeninformationen, dem Beladungsschild oder der Bedienungsanleitung entnehmen.

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