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Arbeitsfeldanalyse

Praktikant: Herr Volkan Hazer


Möckmühlerstraße 2,
70435 Stuttgart

Praxisstelle: Villa Reitzensteinle


Element-i-Kinderhaus
Sandberger Straße 10
70184 Stuttgart
Trägerschaft: Konzept-e

Praktikumsverlauf: von 16. Sept. 2019


bis vorraussichtl. 16. Sept. 2020
für das
Anerkennungsjahr 2019/2020

Praxisanleitung: Frau Karin Watzenig


Praxislehrkraft: Frau Eva Rieth-Mohler

Letzte Bearbeitung/Stand: 17.12.2019


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Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabe und Zielsetzungen Seite 3


Rechtliche Vorgaben: Gestzliche Grundlagen
Materielle Ressourcen: Finanzierung und finanzielle Ausstattung
Historische Dimension: Geschichte der Einrichtung

2. Konzeption Seite 4 - 5
Leitbild und Zielvorstellungen

3. Zielgruppe /Adressatinnen und Adressaten Seite 5 - 6


Anzahl, Alter, Geschlecht, Nationalität, soziale Herkunft...
Gründe für Besuch/Betreuung/Unterbringung in der Einrichtung
Aufgaben und besondere Problemstellungen der Adressatinnen und Adressaten
Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit

4. Personelle Ressourcen: Mitarbeiterstruktur Seite 6 - 7


Anzahl der Mitarbeiter, berufliche Qualifikation
Aufgabenbereiche
Arbeitsformen, Planung, Informationsaustausch

5. Strukturelle Gegebenheiten: Zugänglichkeiten und Besonderheiten Seite 7


Lage (Umgebung, Infrastruktur...)
Räumlichkeiten, Außenanlagen...
Ausstattung, Gestaltung, Atmosphäre
Auswirkungen der strukturellen Gegebenheiten auf die Arbeit

6. Institutioneller Kontext: Kooperationen und Abhängigkeiten Seite 8


Trägerschaft
Kooperation mit anderen Einrichtungen
Abhängigkeit von anderen Einrichtungen
Gemeinwesenarbeit, Vernetzung
Öffentlichkeitsarbeit
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1. Aufgabe und Zielsetzungen

Mit dem Gesetz zum qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung
für Kinder (TAG), das am 01.01.2005 in Kraft getreten ist und mit der Novellierung des SGB
VIII durch das Kinderförderungsgestz (KiFöG) vom 15.12.2008 wurde die Grundlage für den
Ausbau von Bertreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Ab dem 1. August
2013, nach Abschluss der Ausbauphase, besteht ein Rechtsanspruch auf einen
Betreuungsplatz für alle Kinder vom vollendeten ersten Lebensjahr an. Neben Plätzen in
Kindertageseinrichtungen soll nahezu ein Drittel der erforderlichen Plätze in der
Kindertagespflege zur Verfügung stehen.

Damit wird die Frage nach einer bildungsfördernden pädagogischen Qualität der
Kindertagesbetreuung speziell für die Kinder bis drei Jahren in das öffentliche und politische
Bewusstsein gestellt.
D.h., dass in allen Betreuungsangeboten neben dem quantitativen Ausbau ein hohes Niveau
der pädagogischen Qualität sichergestellt werden muss. Für ein optimales Aufwachsen von
Kindern sind Eltern, pädagogisches Personal in Kindertageseinrichtungen und in
Kindertagespflege, Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung gemeinsam verantwortlich.
Die politische Aufgabe dessen wäre, dass diese Faktoren für geeignete
Rahmenbedingungen Sorge zu tragen haben.
Die Trägergesellschaften sind wirtschaftlich und juristisch eigenständige Einheiten. Ihre
Ausrichtung orientiert sich an der Region und der Art der Kita (öffentlich oder betrieblich).
Alle Träger sind gemeinnützige GmbHs.
„KINDER IN STUTTGARTGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger öffentl. Kindertagesstätten in Stuttgart; Gesellschafter: Kind e. V. Stuttgart (6 Kitas mit
471 Plätzen)
„KIND UND BERUFGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger öffentl.und betriebl.Kindertagesstätten außerhalb Stuttgarts; Gesellschafter: Kind und
Beruf e. V. Konzept-e für Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH (18 Kitas mit 1.137
Plätzen)
„KONZEPT-E FÜRKINDERTAGESSTÄTTENGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger betriebl. Kindertagesstätten innerhalb Stuttgarts; Gesellschafter: Waltraud
Weegmann, Clemens M. Weegmann (14 Kitas mit 670 Plätzen)
Die Kosten für die zentrale Steuerung und Leitung der Trägergesellschaften werden den
Trägern als Pauschale in Rechnung gestellt. Sie wird pro Platz berechnet, liegt bei
insgesamt circa vier Prozent der Trägereinnahmen und umfasst zentrale Kosten für das
Management der Bereiche:
Räume, Material, Ernährung, Hygiene, Sicherheit und Arbeitsmedizin, Personalverwaltung,
Personalentwicklung, Personalmarketing, Qualitätsmanagement, Finanzbuchhaltung und
Controlling·Bezuschussung·Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit,
Projektmanagement, IT.
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2. Konzeption

Der Name der Konzeption ist „element-i“; die element-i Pädagogik ist von der Überzeugung
geprägt, dass man als Erzieher für Kinder ein erwachsener Partner ist, der sich verbindlich,
interessiert und engagiert auf Beziehungen einlässt.
Es wird erklärt, dass man in einem dialogischen Prozess mit den Kindern steht und sich an
der Weltsicht der Kinder orientieren und diese dann an unsere Gedanken und Ideen
teilhaben lassen. Diese Art von Erziehung zielt auf die Weiterentwicklung und Entfaltung der
Individualität im Interesse einer Gemeinschaft. Mit Kindern werden Situationen so kohärent
gestaltet, sodass sie entwicklungsangemessen für sie verstehbar, handhabbar und sinnhaft
werden.
Durch vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung und die konkrete Auseinandersetzung mit
Menschen, Dingen und Situationen formt sich ein inneres Bild der Welt – je nachdem, wie
individuell bedeutsam die Erfahrung ist. So erleben die Kinder, dass die Welt etwas mit ihnen
zu tun hat – ganz im Sinne von „Es kommt auf mich an“.
Die pädagogischen Fachkräfte verstehen sich als Wegbereiter und Begleiter kindlicher
Entwicklung. Durch einfühlende Beobachtung erfassen sie den Entwicklungsstand der
Kinder, sorgen für eine anregende Umgebung und sind für sie einfühlsame, bereichernde
Interaktionspartner.
Die Idee der Konzeption liegt zudem auch in der Rahmenbedingung einer Gesellschaft; d.h.
es wird ausgegangen, dass eine individualisierte Gesellschaft erst dann zur freien
Gesellschaft wird, wenn Einzelne Verantwortung für sich und für die Gestaltung der
Gesellschaft übernehmen.
Damit dies gelingt, braucht es Individuen, die ihre Bedeutung als unverzichtbaren Teil des
Ganzen erkennen. Dies ordnet die eigene Individualität dem Ziel und Zweck des Sozialen zu
und erkennt den Einzelnen als Individuum bzw. die Individualität des Einzelnen als
Sozialprinzip an.
Element-i stellt sich als eine freiheitsfördernde Pädagogik dar, aus der sich ein konkreter
Erziehungsauftrag ergibt.
Ziel ist es, Kinder zu innerlich freien, mündigen und starken Individuen zu erziehen, die über
sich und ihre Sicht der Welt nachdenken und Verantwortung für ihr Handeln und dessen
Folgen übernehmen. Freiheit wird nicht als frei sein von etwas verstanden, sondern im Sinne
von frei sein für etwas.
Innere Freiheit ist als ein persönliches Lebensziel aber untrennbar mit der Freiheit des
anderen verbunden. Eine freie Gesellschaft lebt und besteht aus Individuen, die sich ihrer
persönlichen Verantwortung für die Gemeinschaft bewusst sind und ihr gerecht werden.
Element-i beschreibt folglich ein Menschenbild, das den Einzelnen sehr stark in seiner
Verflechtung mit der Gesellschaft in den Blick nimmt. Individuen werden als soziale Wesen
beschrieben; die Pädagogik geht davon aus, dass sie die Gemeinschaft brauchen.
Es erklärt, dass die Gemeinschaft wiederum nur bestehen kann, wenn der Einzelne sie
mitgestaltet, sich für sie einsetzt, seine Interessen, Stärken und Fähigkeiten einbringt und so
seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen leistet. Wenn das Individuum intrinsisch, also aus
eigenem Antrieb, ein „Es dreht sich um mich“ Denken und Haltung in eine „Es kommt auf
mich an“ Vorstellung und Haltung ändert, entsteht eine neue Individualität. Diese ist das Herz
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der Element-i Pädagogik. Leitlinien wirken als stärkende Ressourcen für die innere
Motivation. Sie bieten Orientierung und erleichtern die Handlungs- und
Entscheidungsfähigkeit in alltäglichen Situationen.

3. Zielgruppe /Adressatinnen und Adressaten

Im Element-i Kinderhaus Villa Reitzensteinle sind momentan 52 Kinder angemeldet, dessen


Alter zwischen ca. 8 Monaten und 5 Jahren liegen.
Die jeweiligen Kinder werden in drei Gruppen aufgeteilt und es ergibt sich wie folgt: Die erste
Gruppe, die „Nestkinder“, sind von null bis zwei Jahre alt; die zweite Gruppe, die
„Stammkinder“, befinden sich im Alter von ca. zwei Jahren und die dritte Gruppe besteht aus
den größeren bzw. älteren Kindern im Alter zwischen zwei bis sechs Jahren.
Außerdem wird die dritte Gruppe ein weiteres Mal unterteilt zwischen den zwei bis vier
jährigen und den fünf bis sechs jährigen, die als „Schulhüpfer“ in der Kita bezeichnet werden.
Momentan sind in der KITA 23 Jungen und 29 Mädchen angemeldet und die Herkunftsländer
der meisten Kinder bzw. der Eltern ist Deutschland; jedoch haben nur ein kleiner Prozentsatz
der gesamten Kinder und dessen Eltern(teile) einen Migrationshintergrund und wachsen z.T.
auch bilingual auf.
Die soziale Herkunft aller Kinder ist in die mittlere bis hohe Schicht einzuordnen, da die
Plätze Kindern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatsministeriums Baden-
Württemberg zur Verfügung stehen und ein Belegplatz stets vorrangig den Kindern von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Justizministeriums Baden-Württemberg zur Verfügung
stehen muss; wobei verbleibende Plätze an Kinder sonstiger Landesbediensteter bzw. des
Justizministeriums zu vergeben sind.
Nur in einem Umfang von 25 Prozent können Plätze an Kinder aus der Wohnnachbarschaft
frei gestellt werden: Falls keine vorrangig Berechtigten Bedarf haben sollten, so können
verbleibende Plätze an andere Kinder vergeben werden.
Eine Kindertageseinrichtung ist eine Einrichtung zur institutionellen Bildung, Erziehung und
Betreuung von Kindern durch pädagogische Fachkräfte und vorrangig wird sie von den
Eltern als Betreuungseinrichtung genutzt, da aufgrund der beruflichen Situation der Eltern
keine Zeit an Werktagen übrig bleibt, um die eigenen Kinder persönlich zu betreuen und
möglicherweise keine anderen Personen aus dem Familien-/ Bekanntenkreis zur Verfügung
stehen, die das Kind betreuen könnten oder auch weil die Eltern sich eine
Kindertageseinrichtung für ihr/e Kind/er wünschen, aufgrund des Angebots der frühkindlichen
Förderung angesichts der institutionellen Bildung und Erziehung durch pädagogische
Fachkräfte in einer Kindertageseinrichtung.
Eine besondere Problemstellung oder eine Herausforderung für die pädagogischen
Fachkräfte ist neben Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern auch die Pflege von
Kindern. Individuelle Problemlagen sind im spezifischen Sinne derzeit nicht bekannt, jedoch
kann man davon ausgehen, dass ein Kind, als Individuum, ein Mitglied mehrerer Systeme
und Subsysteme ist, d.h. es verhält sich in jedem aufgrund verschiedener Regeln,
Interaktionsmuster, Erwartungen, Rollen unterschiedlich und wird von jedem Individuum
unterschiedlich und subjektiv wahrgenommen. Das bedeutet z.B., dass eine Erzieherin aus
dem verhaltensauffälligen Handlungen eines Kindes in der Kindergruppe nicht schließen
kann, dass es sich genauso gegenüber seinen Eltern oder gegenüber gleichaltrigen
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Freunden genauso verhält. Erzieherinnen, Eltern, Großeltern, usw. können also dasselbe
Kind höchst unterschiedlich erleben, weshalb es zu großen Missverständnissen kommen
könnte.
Umso mehr ist die gemeinsame Arbeit mit Eltern und die Zusammenarbeit im Team
existenziell für eine objektive Herangehensweise an Interessen der Adressatinnen und
Adressaten.

4. Personelle Ressourcen: Mitarbeiterstruktur


Im Moment sind insgesamt 19 Mitarbeiter in der Villa Reitzensteinle registriert.
Darunter sind sechs Werkstudenten, zehn staatlich anerkannte Erzieher und
Sozialpädagogen, sowie ein Berufspraktikant beschäftigt. In der Kita arbeitet ein Koch der für
die Zubereitung des Essens der Kinder zuständig ist und eine Musikpädagogin, welche an
jedem Donnerstag in der Kita erscheint.
Der Tagesplan sieht in der Regel so aus:

Eine mögliche Variation entsteht bei besonderen Anlässen (z.B. Weihnachtsfeier,


Laternenlauf, o.ä.).
Die Funktionsräume sind von jeweils einer Fachkraft besetzt. Darunter zählt der Leseraum,
das Rollenspielzimmer, das Bauzimmer, das „Klassenzimmer“, das Forscherlabor, sowie das
Atelier mit dem Werkraum, welches sich zwei Erzieher teilen. Es sind also sieben
Funktionsräume die jeweils auf Sauberkeit und Verfügbarkeit von den zuständigen
Fachkräften geachtet werden.

Die Alltagsstruktur beginnt mit dem Empfangen der Kinder ab 7:30 Uhr bis 10 Uhr und die
Kita schließt in der Regel um 17:30 Uhr.
Die Schichten sind in Früh-, Spätschicht und ggf. Springkräften ausgelegt. D.h., dass von
7:30 Uhr bis 9:30 Uhr mindestens zwei pädagogische Fachkräfte jeweils die Begrüßung der
Eltern und Kinder wahrnehmen; bzw. die Ankunft auf einer digitalen Liste einträgt und die
andere Fachkraft übernimmt die Fühstücksaufsicht; dh. Die Fachkraft ist für den
Frühstücksablauf der Kinder bzw. Versorgung, Essbereich, Buffet; für die Versorgung
zuständig.
Bis 9:30 Uhr steht das Frühstücken zur Verfügung; danach werden die Kinder in
Funktionsräume begleitet, in der sie für den Anfang des Tages frei spielen und die
Funktionsräume erkundigen können. Um 10 Uhr findet die Kinderkonferenz (KIKO) statt, in
der sich die Kinder im Raum (meistens im Bewegungsraum) sich in einem Kreis setzen und
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unser Begrüßungslied, das KIKO Lied, singen. An jedem Tag wird ein neuer KIKO-Helfer
(Kind) ausgewählt, welcher das heutige Wetter erkundet und die Kinder zählen darf. Dabei
werden von den Erziehern jeweils Impulse (Angebote) vorgeschlagen und mit einem
Gegenstand inmitten des Kreises für das vorgestellte Vorhaben bildlich dargestellt; Es
werden auch auf Kinderwünsche als Impulse eingegangen – dabei wird die Impulsidee von
einem Kind ausgewählt, wobei der Entscheidungsprozess d. Kindes nach Abstimmung der
Mehrheit der Kinderstimmen bestimmt wird, falls mehrere Kinder einen Kinderwunsch am
selben KIKO-Tag haben sollten. Die Kinder kommen nach der Reihe (im Uhrzeigersinn oder
gegen den Uhrzeigersinn) dran, der KIKO-Helfer darf beginnen und jedes Kind entscheidet
für sich selbst an welchem Impuls sie teilnehmen möchten.
Im zeitlichen Verlauf der Tagesplanung findet von 10 Uhr bis 11:30 Uhr die Impulse statt.
Ab 10:30 Uhr findet ein Singkreis statt. Um 12 Uhr findet das Mittagessen statt. Um ca.
12:30/12:50 Uhr wird abgeräumt und der weitere Tagesverlauf mit den Kindern
abgesprochen. D.h. bis 14:30 Uhr finden offene Impulse oder freies Spielen in den jeweiligen
Räumen statt. Ab 14:30 Uhr findet der zweite Singkreis statt. Ab 15 Uhr gibt es Snacks für
die Kinder (Gemüse, Obst, o.ä.) im selben Raum wo wir zu Mittag essen (Raumname:
Marktplatz). Ab 15:30/50 Uhr wird abgeräumt und weiteres Vorgehen mit den Kindern
abgesprochen: (z.B. Raumwechsel, andere Impulsideen, o.ä.). Während des Snacks bzw.
kurz nach dem Sack werden im Alltag in der Regel relativ viele Kinder abgeholt. Ansonsten
werden die Kinder bis 17:30 Uhr beim Impuls oder am freien Spiel im Tag pädagogisch
begleitet bis sie abgeholt werden.

5. Strukturelle Gegebenheiten: Zugänglichkeiten und


Besonderheiten
Das element-i Kinderhaus Villa Reitzensteinle liegt in der Gänsheide – einem zentralen
Stadtteil von Stuttgart – mit sehr guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und in
unmittelbarer Nähe zur Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-
Württemberg.
Das Haus wurde mit viel Liebe zum Detail zur Kindertagesstätte umgebaut und bietet den
Kindern viel Platz zur Entfaltung sowie ausreichend Möglichkeiten für ruhiges und
ungestörtes Spielen und Lernen auf drei Etagen.
Es gibt diverse Funktionsräume, welche den Kindern durch das helle Altbau-Flair ein
gemütliches und warmes Ambiente bieten. Hier können die Kinder ihre Interessen und
Stärken ausleben. Die Kita bietet viele Erfahrungsmöglichkeiten im Freien, beispielsweise
durch Freispiele im Außenbereich oder Ausflüge. Durch die zentrale Stadtlage bieten sich
hier den Kindern vielfältige Optionen.
Als Außenanlage bietet sich der Hof, welches am Vordereingang und am Hintereingang des
Hauses als Spielgelände für die Kinder genutzt wird, an. Im Garten ist ein großer
Sandkasten vorhanden, sowie eine große Nestschaukel, ein Kletterhaus und ein Seilnetz
zum klettern.
Die strukturelle Gegebenheit in der Kita wirkt sehr hilfreich zur Gestaltung von Impulsideen
der Erzieher und Spielideen für die Kinder.
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6. Institutioneller Kontext: Kooperationen und Abhängigkeiten


Die Trägergesellschaften sind wirtschaftlich und juristisch eigenständige Einheiten. Ihre
Ausrichtung orientiert sich an der Region und der Art der Kita (öffentlich oder betrieblich).
Alle Träger sind gemeinnützige GmbHs.
„KINDER IN STUTTGARTGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger öffentl. Kindertagesstätten in Stuttgart; Gesellschafter: Kind e. V. Stuttgart (6 Kitas mit
471 Plätzen)
„KIND UND BERUFGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger öffentl.und betriebl.Kindertagesstätten außerhalb Stuttgarts; Gesellschafter: Kind und
Beruf e. V. Konzept-e für Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH (18 Kitas mit 1.137
Plätzen)
„KONZEPT-E FÜRKINDERTAGESSTÄTTENGEMEINNÜTZIGE GMBH“:
Träger betriebl. Kindertagesstätten innerhalb Stuttgarts; Gesellschafter: Waltraud
Weegmann, Clemens M. Weegmann (14 Kitas mit 670 Plätzen)
Die Kosten für die zentrale Steuerung und Leitung der Trägergesellschaften werden den
Trägern als Pauschale in Rechnung gestellt. Sie wird pro Platz berechnet, liegt bei
insgesamt circa vier Prozent der Trägereinnahmen und umfasst zentrale Kosten für das
Management der Bereiche:
Räume, Material, Ernährung, Hygiene, Sicherheit und Arbeitsmedizin, Personalverwaltung,
Personalentwicklung, Personalmarketing, Qualitätsmanagement, Finanzbuchhaltung und
Controlling·Bezuschussung·Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit,
Projektmanagement, IT.
Der Ursprung des Unternehmensnetzwerks geht auf das Projekt „Kinder-tagesstätten und
Unternehmen“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Würt-temberg aus dem Jahr 1993 zurück.
Waltraud Weegmann betreute damals als geschäftsführende Gesellschafterin der Konzept-e
für Bildung und Soziales GmbH eine Initiative der WIV Wirtschafts- und Industrievereinigung
Stuttgart e.V. und des Betriebsratsvorsitzenden der Dekra AG, aus der 1994 der Kind e. V.
entstand. Ziel des neuen Vereins war es, eine betriebsnahe Kinderbetreuung für
MitarbeiterInnen der umliegenden Unternehmen und Bewohner des angren-zenden
Wohngebiets einzurichten. Da die Mitglieder des Vereins selbst nicht über das notwendige
organisatorische und pädagogische Know-how verfügten, beauftragten sie Konzept-e mit der
Führung der Kindertagesstätte. So entstand die zweigleisige Organisation für den Betrieb der
Kitas einerseits und deren Leitung andererseits. Die Aufgabenzuordnungen und die Höhe
der Vergütung wurden vertraglich geregelt.
Weil der Kind e. V. keine betrieblichen Kindertagesstätten betreiben wollte, wurde 2007 für
die Betriebskindertagesstätte der Deutschen BKK als Träger die Konzept-e für
Kindertagesstätten gGmbH gegründet.
Sie betreibt ausschließlich Kindertagesstätten im Stadtgebiet Stuttgart. Nachdem das
Jugendamt der Stadt Stuttgart die mehrwertsteuerpflichtige Vergütung der Konzept-e für
Bildung und Soziales GmbH bemängelte, wurden 2012 in Abstimmung mit dem Finanzamt
die Aufgaben in mehr-wertsteuerpflichtige und nichtpflichtige gesplittet. Für die nicht
mehrwert-steuerpflichtigen Aufgaben wurde die Konzept-e für Bildung und Betreuung
gGmbH gegründet. Die Kitas des Kind e.V. wurden im Rahmen einer Forderung des
Vereinsregisters 2015 in die Kinder in Stuttgart gGmbH überführt, deren Gesellschafter der
Verein Kind e. V. Ist.