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Hermann Goetz

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Hermann Gustav Goetz (* 7. Dezember 1840 in Königsberg; † 3.


Dezember 1876 in Hottingen bei Zürich) war ein deutscher
Komponist.

Inhaltsverzeichnis
„ 1 Leben
„ 2 Stil
„ 3 Werke
„ 4 Weblinks
„ 5 Literatur

Herrmann Goetz
Leben
Goetz, der Sohn eines Kaufmanns, kam schon früh mit der Musik in Berührung, erhielt jedoch erst
ab 1857 den ersten ernsthaften Klavierunterricht bei Louis Köhler. Gleichwohl hatte er schon einige
Jahre früher begonnen, erste Kompositionen zu verfassen. Ende der 1850er Jahre begann er ein
Mathematikstudium, das er jedoch nach drei Semestern abbrach, um 1860 ans Stern’sche
Konservatorium in Berlin zu wechseln, wo er Klavier bei Hans von Bülow und Komposition
studierte. 1862 beendete er seine Studien mit dem Examen.

Im folgenden Jahr erhielt Goetz durch Vermittlung von Carl Reinecke den Posten des
Stadtorganisten von Winterthur. Dort gab er auch Klavierunterricht und machte sich als
Konzertpianist einen Namen. 1868 heiratete er und zog zwei Jahre später in die Gemeinde
Hottingen, die heute ein Stadtteil von Zürich ist. Er blieb allerdings bis 1872 in Winterthur tätig. In
den Jahren 1870 bis 1874 schrieb er außerdem Rezensionen für eine Musikzeitschrift. In seinen
letzten Lebensjahren musste Goetz auf Konzerttätigkeiten und Unterricht verzichten, da sich seine
Tuberkulose, unter der er bereits seit den 1850er Jahren litt, zunehmend verschlimmerte und
schließlich zu seinem Tod führte.

Stil
Obwohl Goetz für die bedeutenden Strömungen seiner Zeit (Franz Liszt und Richard Wagner
einerseits, Johannes Brahms andererseits) reges Interesse zeigte, orientierte er sich selbst eher an
Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch lassen sich Einflüsse Robert
Schumanns erkennen. Goetz' Musik zeichnet sich durch Lyrik und große Klarheit aus. Sie kann als
tendenziell eher ruhig und introvertiert bezeichnet werden. Spektakuläre Effekte meidet Goetz fast
völlig. Charakteristisch ist seine hohe kompositionstechnische Meisterschaft, die besonders in der
motivischen Verknüpfung und satztechnischen Dichte zur Geltung kommt. Lange Zeit war Goetz
nahezu vergessen, obwohl Gustav Mahler mehrfach einige seiner Werke zur Aufführung brachte;
erst seit den 1990er Jahren wird sein Schaffen wieder stärker beachtet. Insgesamt ist Goetz zwar kein
bahnbrechender Neuerer, doch ein Komponist, der die Kompositionstechnik souverän beherrschte
und dessen Werke durch ihr hohes Niveau das Etikett "Kleinmeister" Lügen strafen.

Werke
„ Orchesterwerke
„ Symphonie e-moll (1866, fragmentarisch überliefert)
„ Symphonie F-Dur op.9 (1873)
„ "Frühlingsouvertüre" op.15 (1864)
„ Klavierkonzert Nr.1 Es-Dur (1861)
„ Klavierkonzert Nr.2 B-Dur op.18 (1867)
„ Skizzen zu einem dritten Klavierkonzert D-Dur
„ Violinkonzert G-Dur op.22 (1868)
„ Vokalmusik
„ "Der Widerspenstigen Zähmung", Oper (1868-73)
„ "Francesca da Rimini", unvollendete Oper (1875/76, vollendet von Ernst Frank)
„ "Der 137ste Psalm" für Sopran, Chor und Orchester op.14 (1864)
„ "Nänie" (Schiller) für Chor und Orchester op.10 (1874)
„ Lieder
„ Chöre
„ Kammermusik
„ Klaviertrio g-moll op.1 (1863)
„ "Drei leichte Stücke" für Violine und Klavier (1863)
„ Streichquartett B-Dur (1865/66)
„ Klavierquartett E-Dur op.6 (1867)
„ Klavierquintett c-moll op.16 (1874)
„ Klaviermusik
„ 2 Sonatinen (F-Dur, Es-Dur) op.8 (1871)
„ "Lose Blätter" op.7 (1864-69)
„ "Genrebilder" op.13 (1870-76)
„ Sonate für Klavier zu 4 Hdn. D-Dur (um 1855)
„ Sonate für Klavier zu 4 Hdn. g-moll op.17 (1865)

Weblinks
„ Literatur von und über Hermann Goetz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
„ Biographie, Werkverzeichnis und Diskographie
„ Kurzbiographie, Diskographie, Tonbeispiele
„ Werke von Hermann Goetz bei Zeno.org

Literatur
„ Eduard Kreuzhage, Hermann Goetz: Sein Leben und seine Werke, Leipzig 1916

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1840 | Gestorben 1876 | Mann

„ Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2007 um 17:27 Uhr geändert.


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