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Es ist noch gar nicht so lange her, da saß ich in meinem Zimmer

und träumte davon, auf einer Bühne zu stehen, geblendet vom


Rampenlicht vor einem begeisterten Publikum. Um diesen Traum zu
verwirklichen, machte ich mich auf und fing an, mir das
Gitarrespielen beizubringen.

Neben vielen Fehlern machte ich Fortschritte, und obwohl es


langsam ging, wurde ich recht gut.

Nach einigen Monaten spielte ich sogar in einer Band. Doch dann
erreichte einen Punkt, an dem ich einfach nicht weiter kam,
obwohl ich jetzt viel mehr übte als früher.

Mir wurde bewusst, dass ich irgendetwas grundsätzlich ändern


musste.

Ich suchte nach der Ursache dafür, dass ich mich einfach nicht
weiter verbesserte.

Nach bergeweise Lesen und vielen Gesprächen mit anderen


Gitarristen fiel es mir auf einmal wie Schuppen von den Augen.

Plötzlich wurden mir meine Fehler bewusst: ich hatte mir wirklich
ziemlichen Mist antrainiert.

Es kostete mich nun viel Zeit und Mühe, meine angelernten Fehler
zu korrigieren und zu einer lockeren Spielweise und guten Technik
zu kommen. Mit diesem Report hoffe ich dir diese Fehler zu
ersparen. Ich fing damals quasi von vorne an und lernte
Gitarrespielen ein zweites Mal.
Das „zweite Mal“ lernte ich auf eine ganz andere Art und Weise!

Ich hatte bemerkt, dass winzige Änderungen an den Methoden


riesige Änderungen am Ergebnis bewirken können. Ich sammelte
die effizientesten Methoden und wandte sie konsequent an.

Das Ergebnis: Ich lernte innerhalb eines Bruchteils der Zeit, die ich
zuvor benötigt hatte! Mit den neuen Methoden kam ich schnell
wieder dort an, wo ich zuvor ins Stocken geraten war - aber jetzt
ließ ich diesen Punkt einfach links liegen, ich flog im wahrsten
Sinne des Wortes daran vorbei!

Dieses System, meine Sammlung aus kleinen Gitarrenweisheiten


und simplen aber sehr effektiven Methoden, wird dir als
Gitarrenanfänger sicher sehr viel Zeit und Ärger ersparen.
Ich würde mich freuen, wenn es dir weiter hilft und habe daraus
diesen Miniratgeber verfasst.

Ich bin sicher, dass du einige Goldstücke in diesem Report, meinem


Newsletter und auf meiner Webseite für dein eigenes
Weiterkommen finden wirst.

Das Ziel dieses Reports ist es:

 Deine Lerngeschwindigkeit und den Grad, zu dem du dein


Potential entfalten wirst zu steigern.

 Die „geheimen“ Tricks zu vermitteln, die in Wirklichkeit nur


ganz kleine Änderungen in der Methode sind, die aber einen
massiven Anstieg im Erfolg bewirken.
 Dir eine Methode beizubringen bei der deine Finger praktisch
wie von selbst spielen

 Ich mache in diesem Report einige meiner „Schätze“ – die


„Abkürzungen“, die ich auch als meine Schatztruhe“
bezeichne - zugänglich.

 Das Geheimniss wie man wenig übt und viel erreicht.

 Wie du viel schneller vor einem (auch noch so kleinen)


Publikum spielen kannst.

Wenn dir dieses E-Book hilft, dich im Spiel voranzubringen, kannst


du es gern an beliebig viele Freunde weitergeben. Du kannst es
ausdrucken, kopieren und auf deiner Website, in Foren oder
Tauschbörsen online stellen. Ich freue mich sehr, wenn meine
Arbeit Anderen beim Lernen dieses wunderschönen Hobbys hilft!

Falls du dieses E-Book von einem Freund empfohlen bekommen


hast und es dir gefällt, trage dich am Besten gleich in meinen
Newsletter ein – ich schicke dir dann ab und zu weitere Tipps, die
zum großen Teil auch für fortgeschrittene Gitarristen interessant
sind.

Jetzt aber viel Spaß mit dem Report!


Fehler 1: Blutige Finger durch die
falsche Gitarre

Der Titel klingt etwas übertrieben, oder? Wenn du anfängst, Gitarre


zu spielen, werden vor allem deine Fingerkuppen auf eine neue Art
beansprucht. Wenn du nicht schon bald wegen Schmerzen
pausieren willst, solltest du deine Gitarre richtig auswählen. Du
würdest natürlich lange bevor es blutet mit dem Üben aufhören -
stimmt also, der Titel ist ganz dreist übertrieben.

Wie wählst du deine Gitarre aus?

Du entscheidest dich prinzipiell zwischen einer reinen E-Gitarre und


einer Akustischen, welche eventuell auch Tonabnehmer hat und
somit gleichzeitig zu einem gewissen Grad als E-Gitarre verwendet
werden kann. Für einen Anfänger ist es ganz wichtig, dass er sich
zunächst darauf konzentrieren kann, spielen zu lernen.
Irgendwelche Effekte, Verstärker, Kabel usw. lenken dich nur
unnötig ab - abgesehen davon willst du wahrscheinlich die Gitarre
in die Hand nehmen und sofort loslegen können und außerdem ist
es auch schön, wenn man sie mitnehmen kann.

Ich will aber E-Gitarre spielen!

Du kannst zusätzlich eine E-Gitarre anschaffen. Jeder Gitarrist


muss aber meiner Meinung nach zumindest eine akustische Gitarre
besitzen, bevor er sich eine E-Gitarre kauft. Falls du z.B. am
Lagerfeuer ein Bisschen Üben willst, brauchst du nicht jedes Mal
einen Verstärker und Kabel dabei zu haben. Also mein Tipp: Egal,
wo du als Gitarrist ankommen möchtest, bei weinenden E-Gitarre
Klängen, bei rockigem E-Gitarren Gekreische - ganz egal, was
später herauskommen soll, besorge dir auf jeden Fall eine
akustische Gitarre zum Üben.

O.K., du brauchst also eine Akustische Gitarre. Welche genau?


Worauf musst du achten? Gitarren gibt es in tausendfacher
Ausführung und zu (fast) jedem Preis. Wenn das deine erste Gitarre
ist, und du wirklich absoluter Anfänger bist, wirst du einfach nicht
entscheiden können, welche Gitarre zu dir passt. Was tust du also?
Das ist ganz einfach: Du nimmst eine Gitarre, die für Anfänger
geeignet und billig ist. Dann lernst du ein paar Monate und holst dir
etwas vernünftiges. Deine erste Gitarre kannst du dann an den
nächsten Anfänger verschenken oder sogar wieder bei E-Bay oder
so verkaufen. Falls du deine gebrauchte Gitarre verschenken willst,
schreibe mir doch eine E-Mail, ich würde sehr gerne über meinen
Newsletter einen Abnehmer für dich finden, einen neuen Anfänger
vielleicht.

Was deine Gitarre können muss damit du optimal


voran kommst

Jetzt sage ich dir genau die Kriterien, die für dich wichtig sind, um
eine anfängerfreundliche Gitarre zu finden. Die ’höheren’ 3 Saiten
sollten Kunststoffseiten sein. Was heißt das, und warum ist das
wichtig? Wenn du bisher kein Saiteninstrument spielst, sind deine
Finger nicht daran gewöhnt. Deine Fingerkuppen werden von Heute
auf Morgen plötzlich Saiten herunter drücken müssen. Am Anfang
wird diese ungewohnte Belastung dazu führen, dass die Haut an
den Fingerkuppen dünner wird. Erst in den
nächsten Tagen und Wochen wird sich die Haut dann nach und nach
anpassen, und du wirst eine etwas stärkere Hornhaut bekommen,
besonders an der linken Hand (wenn du Rechtshänder bist, sonst
eventuell anders herum). Und jetzt kommen wir zu der Art dieser
Saiten: Kunststoffsaiten sind einfach dicker und weicher als
Stahlsaiten. Stahlsaiten (bei so genannten Westerngitarren und
auch bei E-Gitarren verwendet) schneiden stärker in deine
Fingerkuppen ein. Tu dir einen Gefallen und kaufe dir also eine so
genannte Konzertgitarre, deren 3 höher klingenden Saiten aus
Kunststoff sind.

Ich suche immer nur die schnellste und einfachste Methode, um


etwas in Angriff zu nehmen. Falls du das auch so handhaben
möchtest, gebe ich dir hier entsprechende Hinweise zum
Gitarrelernen. Die richtige Gitarre ist entscheidend, weil du mit der
falschen einfach nicht optimal vorankommen wirst. Fange also mit
einer Konzertgitarre an, nicht mit irgendeiner Gitarre mit
Stahlsaiten.

Fallgruben beim Gitarrenkauf

Wenn du dir in einem Laden oder von einem Bekannten oder auf
dem Flohmarkt eine Gitarre besorgen möchtest, achte darauf, dass
die Saiten nicht schnarren, wenn du sie zwischen den Bünden (das
sind die kleinen Stahlstäbchen auf dem Griffbrett) herunter drückst
und die Gitarre Anspielst. Falls die dunkleren Saiten schnarren,
kann es daran liegen, dass die Umwicklung sich löst (die dunkel
klingenden Saiten haben eine Stahlumwicklung).
Wenn das der Fall ist, bitte den Verkäufer, die entsprechende Saite
zu wechseln. Diesen Fall meine ich aber nicht. Wenn die Saiten
schnarren, obwohl sie alle in Ordnung sind, dann ist die Gitarre
einfach etwas für den Gitarrenbauer oder ein Zimmerschmuck. Sie
ist dann nicht die richtige Gitarre, um Spielen zu lernen!

Eine billige Gitarre bekommst du ab ca. 40 Euro bei E-Bay oder


Amazon. Diese Gitarren klingen natürlich nicht besonders toll, es
sind wirklich die aller billigsten, die man überhaupt nur bekommen
kann. Ich habe wirklich günstige heraus gesucht und werde auf der
folgenden Website auch besondere Gelegenheiten (ein alter
Kursteilnehmer will seine Gitarre günstig abgeben um eine
professionellere zu kaufen etc.) veröffentlichen:

http://gitarre-spielen-lernen.com/empfehlungen/guenstige-
gitarren/

Diese Gitarren sind nur für die ersten Wochen geeignet, um ein
Bisschen herein zu schnuppern. Wenn du eine Gitarre für 40 Euro
jeden Tag für einen Monat benutzt, entspricht das einem Preis von
1,30 Euro pro Tag - eine billige Unterrichtsstunde bei einem Freund
oder didaktisch ungebildeten Studenten kostet vielleicht 10 Euro,
eine Stunde bei einem wirklich guten und gefragten Lehrer kann
leicht mal 60 oder auch 80 Euro kosten. Und Unterricht brauchst du
in den ersten Wochen überhaupt nicht - du hast ja mich!

Besorge dir jetzt folgende Gitarre: Eine Konzertgitarre mit


Konzertgitarrensaiten (3 Saiten mit dem helleren Klang müssen aus
Nylon bzw. Kunststoff sein). Da du noch nicht weißt, welche Gitarre
am Besten zu dir passt, und auch nichts spielen kannst, um den
Klang zu testen, nimm die billigste.
http://gitarre-spielen-lernen.com/empfehlungen/guenstige-
gitarren/

Falls du wider meinem Rat gleich eine vernünftige Gitarre kaufen


möchtest, solltest du dich unbedingt vorher informieren. Mir
persönlich gefallen diese Gitarren, aber das ist wirklich
geschmacksache:

http://gitarre-spielen-lernen.com/empfehlungen/gute-gitarren/
Fehler 2: Ungelenke Finger – wie sie von
selbst spielen

Wie Tommy Emmanuel sagt: Wenn du einen Song lernst, spiele


NUR diesen einen Song. Und tue deinen Nachbarn und deinem
Partner einen Gefallen und mache es so, dass sie es möglichst
selten mit anhören.

Wenn du einen Song kannst, kommt die eigentliche Arbeit! Es geht


darum, aus diesem Song alles herauszuholen. Dabei lernst du die
Technik, verfeinerst dein Spiel. Normalerweise beginnst du, den
Song zu beherrschen und freust dich. Im Kopf laufen Bilder vom
Auftritt, vom Spielen vor deinem Partner oder ähnliches ab – und
du gibst richtig Gas. Leider an den Stellen, die du am Besten
kannst.

Das ist genau der Moment, auf den es ankommt! Wenn du jetzt
aufmerksam bist und nicht sofort zum nächsten Song, zur nächsten
leichten oder schönen Stelle springst, dann hast du die besten
Chancen, richtig etwas zu lernen. Hier zahlt sich Sorgfalt aus, denn
du brauchst nicht mehr viel, und deine Finger werden praktisch von
selbst spielen!

Tricks und Methoden, wie man schwierige Stellen überwindet, wie


man besondere Stellen in den Rhythmus bekommt und eine lockere
Spieltechnik entwickelt, findest du zum Beispiel auf meiner Website
http://gitarre-spielen-lernen.com/category/tipps und du bekommst
sie in meinem Newsletter.
Sobald du den Song beherrschst, wirst du in der Euphorie eine
Tendenz entwickeln, dich von der Musik treiben zu lassen und
etwas ins Träumen zu geraten. Sag dir: STOP! Und übe genau so
aufmerksam weiter, als würdest du den Song / die Stelle zum
ersten Mal spielen. Nur dass du jetzt eben nicht die Töne, die
Fingersätze und Griffe oder ähnliches lernen musst, sondern du
arbeitest jetzt daran, die Feinheiten zu glätten.

Du wirst dich wundern, wie schnell aus einem vor sich hin
gespielten Song richtige Musik wird! Und dann passiert etwas
wunderbares: Deine Finger beginnen, von selbst zu spielen und
deine Konzentration wird frei, um wirklich auf den Klang zu achten,
darauf, im Rhythmus zu bleiben, die Lautstärke und den Ausdruck
der Stelle aufeinander abzustimmen. Der Kopf wird frei vom
Spielen und offen für Musik.

Ein weiterer, noch wichtigerer Effekt ist, dass die Finger diese
Bewegungen quasi auswendig lernen. In anderen Songs werden
ähnliche Abläufe vorkommen, die du dann sehr, sehr viel schneller
lernst. Und nach relativ kurzer Zeit wirst du dazu kommen, mehr
oder weniger jeden (leichten bis mittelschweren) Song innerhalb
weniger Tage zu lernen – und in großen Teilen sogar auswendig
Fehler 3: Gestimmt für Katzenmusik

Ein ungestimmtes Instrument jault einfach nur furchtbar. Je länger


du spielst, desto stärker hörst du das - besonders wenn du genau
auf eine saubere Stimmung achtest. Also nimm Rücksicht auf deine
Zuhörer und nutze die Chance für dich, dein Gehör zu verfeinern:
Stimme deine Gitarre vor JEDEM Üben.

Training für die Ohren

Du hast also eine Gitarre. Jetzt musst diese Gitarre gestimmt


werden, das heißt, die Saiten müssen so eingestellt werden, dass
sie den richtigen Ton haben. Falls du nicht sicher bist, ob die Saiten
in Ordnung sind, kannst du dich auf meiner Hilfeseite informieren.
Ich erkläre dort, wie man die Saiten prüft und neue aufzieht.

http://gitarre-spielen-lernen.com/10/saiten-aufziehen/

Am einfachsten wirst du lernen, wie du deine Gitarre stimmst,


wenn du dir meine Hilfeseite anschaust:

http://gitarre-spielen-lernen.com/tipps/stimmen/
Woher bekommst du die richtigen Töne, wenn du kein Stimmgerät
hast?

Woher bekomme ich die richtigen Töne für die Saiten? Ganz
einfach, aus dem Internet! Es gibt zahllose Webseiten mit
Gitarrentipps. Die meisten von ihnen sind ehrlich gesagt ziemlicher
Mist. Damit du nicht (wie ich es mal getan habe) ziellos durch das
Internet suchen musst, habe ich auf meiner Seite die besten Links
gesammelt:

http://gitarre-spielen-lernen.com/tipps/stimmen/

Falls du deine Gitarre öfter mal in den Park mitnehmen willst oder
sonst irgendwo hin, wo du eben nicht dieses Webstimmgerät zur
Verfügung hast, empfehle ich dir, ein Stimmgerät zu kaufen. Es gibt
verschiedene Ausführungen.

Die Simpelste Art sind Stimmgabeln oder Pfeifen. Damit kann man
einen oder Mehrere Töne (z.B. alle 6 Töne der Saiten) spielen um
danach zu stimmen. Diese Alternative ist sehr günstig.

Wenn du mit Musik insgesamt anfängst, sind diese ersten beiden


Arten von Stimmgeräten leider nicht optimal. Du wirst sehr
wahrscheinlich noch nicht das Gehör entwickelt haben, um richtig
zu stimmen. Aber keine Panik, es gibt eine kugelsichere
Alternative: Ein elektronisches Stimmgerät! Elektronische
Stimmgeräte gibt es natürlich wieder in verschiedenen
Ausführungen.

Ich würde dir hier (anders als bei der Gitarre) von der ganz billigen
Version abraten. Wenn du schon ein elektronisches Stimmgerät
kaufst, kaufe eines, das man gut bedienen kann, das praktisch ist.
Und im Besten Fall auch eines, mit dem man sowohl akustische, als
auch elektrische Gitarren (durch direktes Anschließen) gut stimmen
kann.

Warum empfehle ich, ein gutes Stimmgerät zu kaufen? Anders als


bei der Gitarre, die du vermutlich deinem Geschmack anpassen
wirst, sobald du etwas besser spielen kannst, wirst du das
elektronische Stimmgerät immer verwenden können. Außerdem
wirst du sehen, dass auch ein „teures“ elektronisches Stimmgerät
nicht viel kostet. Ich habe einige brauchbare herausgesucht:

http://gitarre-spielen-lernen.com/empfehlungen/tuner-
stimmgeraete/
Fehler 4: Langsamer durch komplizierte
Technik

Die meisten Leute beginnen mit der falschen, komplizierten


Spieltechnik Wenn du wirklich schnelle Erfolge sehen willst, reicht
es nicht, zu üben. Es ist mindestens genau so wichtig, dass du das
Richtige auf die richtige Art spielst. Wenn du Schritt für Schritt
vorgehst und darauf achtest, immer den richtigen Schritt zum
richtigen Zeitpunkt zu machen - nämlich den effizientesten - wirst
du verblüffend schnell lernen.

Stelle dir mal vor, du möchtest eine Sprache lernen. Wenn du keine
Vokabeln kennst, bringt es überhaupt nichts, die Grammatik bis in
die Details zu lernen. Es wird sehr viel länger dauern und du wirst
das Gelernte schneller wieder vergesen, da du ja ohne Vokabeln
keine sinnvollen Sätze bilden kannst (und sinnvolle Informationen
prägen sich einfach viel, viel beser ein).

Außerdem ist es extrem schwer, sich zu motivieren, etwas so


nutzloses zu lernen. Wenn du aber etwas lernst, das du gleich
anwenden kannst, bleibt deine Motivation viel höher, du lernst
schneller und behälst es auch besser. Was bedeutet das aber im
Hinblick auf die Spieltechnik?

Am Zupfen? STOP!

Der typische klassische Lehrer wird dir irgendwelche Tonleitern


beibringen, und Zupfmuster mit der rechten Hand. Das ist super,
falls du viel Üben und dann ein klassisches Stück auswendig spielen
möchtest. Wenn du aber schnell Erfolge sehen und in der Lage sein
willst, dich oder andere auf der Gitarre zu begleiten, ist dieser
Ansatz ganz falsch!

Picking kann cool klingen, keine Frage. Und du wirst es lernen.


Doch es von Anfang an tun zu wollen, ist nicht der effiziente Weg...
Viele Leute glauben, dass diese Herangehensweise "gründlicher
ist". Das ist schlicht Unsinn. Wenn du nämlich 6 Akkorde lernst und
dich voll darauf konzentrierst, kannst du so gut wie jeden Song
begleiten! Ist das nicht heftig?

Konzentriere dich also voll auf die linke Hand und die Akkorde,
mache mit der rechten hand einfach das, was am einfachsten geht:
Strummen!

Schneller durch Strummen!

Der klassische Lehrer würde dir raten, lerne zupfen, ich sage:
forget about it! Lern Strummen! Strummen kannst du innerhalb
von 10 Minuten lernen, dann konzentrierst du dich voll auf die
Akkorde und in kurzer Zeit kannst du die meisten Songs begleiten
und dich auf den Rhythmus konzentrieren.

Wenn du dann die Akkorde sicher greifen kannst, holst du die


klassischen Schüler sogar in ihrem Gebiet (dem Zupfen) schnell
wieder ein! Glaube mir und probiere es einfach aus. Es ist verrückt,
dass so viele Lehrer, den ich kenne, diesen Fehler beim
Unterrichten machen.
Du musst zu jeder Zeit und in jedem Übungsschritt genau den
effizientesten machen, dann wirst du einen Bruchteil der Zeit
brauchen, um richtig gut Gitarre zu spielen.

Um mit dem Strummen zu beginnen, besorgst du dir am Besten ein


Fingerpick (ist das gleiche wie ein Plektrum). Das ist ein kleines
Stück Kunststoff, welches man zwischen Daumen und Zeigefinger
der rechten Hand klemmt. Damit spielt man dann die Saiten an.

Mit einem weichen Fingerpick geht es sehr leicht, einen guten


Sound hinzubekommen. Achte unbedingt darauf, ein ganz weiches
zu kaufen. Das ist besonders am Anfang sehr viel leichter, weil es
nachgibt und mehr verzeiht. Du kannst auch ein Set kaufen, in dem
du mehrere verschieden harte (und verschieden dicke) Fingerpicks
hast.

Bei einem Plektrum braucht man nicht viel zu überlegen. Wenn du


sowieso zum Gitarrenladen gehst, nimm einfach ein paar weiche
Picks mit. Falls du keinen Gitarrenladen in der Nähe hast, kannst du
sie auch im Internet bestellen. Kostet wenige Euro, du brauchst das
Pick unbedingt.

Damit du nicht im Trüben fischen musst, suche ich dir ab und zu


etwas brauchbares zusammen und stelle es für dich bereit. Du
kannst dir meine Empfehlung unter folgendem Link anschauen:

http://gitarre-spielen-lernen.com/empfehlungen/fingerpicks-
plektrum/
Fehler 5: Üben bis zum Umfallen. (Mit
kürzeren Übungseinheiten schneller
lernen).

Inzwischen ist klar, dass Üben nicht gleich Üben ist. Man muss das
Richtige zum richtigen Zeitpunkt lernen. Man muss das mit den
richtigen Methoden, auf die richtige Art machen. Aber auch das
genügt nicht. Es ist genau so wichtig, seine Übungszeit so
einzuteilen, dass es optimal der Arbeitsweise des Gehirnes
entspricht. Nur so lernt man optimal schnell und leicht.

Anfänger teilen die Übungszeit schlecht ein

Ohne Übung kein Fortschritt. Ganz einfach. Das bedeutet nicht,


dass man viel oder sehr viel üben muss - im Gegenteil! Man muss
üben, um voran zu kommen, aber man darf nicht zu viel üben. Das
scheint auf den ersten Blick sehr merkwürdig oder sogar
widersprüchlich, aber es ist die Wahrheit.

Es gibt eine Methode, wie man üben sollte, und ich kann dir
versichern, dass sie verblüffend einfach ist. Diese Methode scheint
uns so widersprüchlich, weil sie in anderen Zusammenhängen
kontraproduktiv ist, darum kommen nur wenige Menschen durch
Ausprobieren selbst darauf. Bei mir persönlich hat diese Methode
dazu geführt, dass ich wirklich sehr schnell sehr große Fortschritte
gemacht habe und das Beste daran, das ging ohne jede
Langeweile, ohne jede Anstrengung beim Üben. Üben ist für mich
inzwischen
die reinste Freude und Entspannung!
Fehler 6: Falscher Griff (Kleiner Fehler -
große Folgen)

Praktisch alle Anfänger und auch viele Fortgeschrittene wissen


nicht, wo man am Besten greift

Das ist ein Fehler, den die absolut meisten machen weil sie einfach
nicht wissen, dass es ein Fehler ist. Auch einige bessere Gitarristen
machen diesen Fehler.

Wenn man einen klaren, brillanten Ton haben will, sollte der
Greifende Finger näher an dem Bundstäbchen liegen. Und zwar in
Richtung Steg, das ist bei Akkustikgitarren das Holzplättchen am
unteren Ende der Saiten beim Klangloch bzw. Bei E-Gitarren dann
das Metallstück in Richtung der Tonabnehmer.

Du kannst es leicht ausprobieren, indem du mal das Gegenteil


machst, nämlich den Finger in Richtung der Mechanik (die Rädchen
zum Stimmen) verschiebst; erst wird der Ton dort dumpf, dann
klirren und schnarren die Saiten. In den allermeisten Fällen
ziemlich unerwünscht.

Wenn man aber Jahrelang vor sich hin übt, ohne genau auf alle
Einzelheiten zu achten und auch den Klang zu verbessern, kann es
sein, dass man ziemlich weit kommt und trotzdem noch einen
Anfängersound hat - einfach wegen solcher Kleinigkeiten, die man
dann vollkommen unnötig langsam wieder loswerden muss.
Also achte am besten immer darauf, die Finger richtig zu platzieren.
Als Faustregel gilt: Probiere etwas herum und platziere die Finger
dann so, dass du minimale Kraft brauchst, um einen schönen, nicht
klirrenden Klang hinzubekommen. Achte darauf, dass du etwas
stärker drücken muss, wenn du lauter spielst.
Fehler 7: Die mentale Falle

Wenn du die nächsten drei sehr häufigen Fehler beim Üben


konsequent vermeidest, werden deine Fortschritte dich sehr bald
dafür belohnen. Es erfordert eine kurze Gewöhnungsphase. Wenn
du dran bleibst, wirst du sehr viel mehr und schneller lernen.

Ungeduld

Es klingt merkwürdig, aber der häufigste Anfängerfehler, der


Hauptgrund für den Misserfolg beim Lernen der Gitarre ist
Ungeduld. Und dieser Fehler ist ein Fehler, der selbst von vielen
erfahrenen Gitarristen noch gemacht wird. Effizientes Üben und
Ungeduld schließen sich aus. Das bedeutet, jedes Mal, dass du
ungeduldig übst, verschenkst du ein Stückchen Nähe zur
Perfektion.

Profigitarrist wird man nur, wenn man strukturiert, langsam,


geduldig, bewusst und wach übt. Das ist der Unterschied, genau
das ist eines der Dinge, die ein Profigitarrist anders gemacht hat als
jemand, der eben nicht erfolgreich mit der Gitarre ist, nicht die
Begabung. Einer meiner Lehrer hat mir einmal gesagt
"Wiederholung ist die Mutter des Wissens", und er hatte so recht.
Das gilt auch für das Spielen der Gitarre. Und zwar in ganz
extremer Weise.

Mit Ungeduld meine ich hier zum Beispiel auch, dass man ein
Stück, welches man schon gut zu beherrschen glaubt, einfach so
vor sich hin spielt, anstatt konzentriert daran zu arbeiten. Dafür
gibt es eine Zeit, aber es ist nicht die Übungszeit. Wenn du dieses
herumklimpern für das Lagerfeuer aufspart, werden deine Zuhörer
sich wundern, wie schnell aus dem Klimpern Musik und dann
wirklich professionelles Spiel werden kann.

Perfektionismus im falschen Moment

Wenn man spielt und dann seine eigenen Fehler hört, ist das
eigentlich ein Grund zur Freude: Man weiß ja, woran man arbeiten
kann, man hat Potential erkannt und auch bewiesen - viel weniger
gut wäre es nämlich, wenn man den Fehler nicht bemerkt hätte!

Sehr viele Anfänger stören sich an Fehlern, sie denken, sie müssen
das Lied jetzt sofort perfekt spielen. Wenn das bei dir so ist, dann
Entspann dich! Gitarre soll und kann sehr viel spaß machen.
Natürlich ist das Ziel deiner Anstrengungen, irgendwann richtige
Musik hervorzubringen.

Das kurzfristige Ziel deines Übens ist das gerade nicht! Das Ziel des
Übens ist nämlich ein ganz anderes: einen, wenn auch noch so
kleinen Aspekt deines Spieles zu verbessern!
Wenn du das verinnerlichst, wirst du schon bald richtig spielen
können. Vielleicht auf dem Geburtstag eines Freundes oder
Verwandter, vielleicht im Jazzclub in der Nähe oder, je nach
Zielsetzung auch als professioneller Musiker auf einer Bühne.
Unaufmerksamkeit

Wie oft ist man dabei, etwas zu tun, aber eigentlich kreisen die
Gedanken um ganz etwas anderes. Gerade bei Wiederholungen,
und gerade durch die Wiederholung lernt das Gehirn. Was wir nicht
Wahrnehmen, daran können wir auch nichts verbessern. Also ist es
ganz wichtig, dass man beim Üben wirklich mit der Aufmerksamkeit
dabei ist. Wie macht man das nun, wenn man ja gerade durch
Wiederholung lernt und Wiederholung in der Regel nicht besonders
spannend ist?

Konzentriere dich auf einen Aspekt des Stückes. Fokussiere z.B.


deine ganze Aufmerksamkeit auf den Daumen der rechten Hand –
dann kommst du mit den Bassläufen schnell voran und es wird
richtig Spaß machen. Oder du legst die ganze Aufmerksamkeit auf
das saubere Setzen EINES bestimmten Fingers der linken Hand.
Nach sehr wenigen Versuchen, wird dieser Finger sitzen. Dann
nimmst du den Nächsten Finger und in wenigen Minuten
beherrschst du die Ganze linke Hand.

Die Wechsel-Methode (ich erkläre sie demnächst mit einem Video)


hat den positiven Nebeneffekt, dass keine Routine aufkommt.
Dadurch wird es auch leichter, die Aufmerksamkeit zu halten.
Fehler 8: Geringes Selbstvertrauen
bremst dich aus

Du musst nicht von dir glauben, ein superstar zu sein, wenn du


beginnst. Aber du solltest auch nicht den Fehler machen, zu
denken, dass die professionellen Musiker dir irgendwie genetisch
überlegen wären. Selbst der beste Gitarrist hat mal von Null
angefangen - auch und gerade der begabteste hat sehr oft am
Rande der Verzweiflung mit sich und seinen
Fingern gerungen.

Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich von Erfolglosen


hauptsächlich durch die Methoden und die Begeisterung, mit denen
sie an Dinge herangehen. Nicht durch ihre Veranlagung.

Schreckgespenst Begabung und Disziplin

Höchstens 5% aller Menschen sind musikalisch nicht begabt genug,


um professionelle Musiker zu werden. 95% machen einfach andere
Sachen und verbringen ihr leben in dem Irrglauben, zu den
genannten 5% zu gehören. Ob du erfolgreich Gitarre spielen lernst,
hängt zu 95% von deinen Methoden und deiner Herangehensweise
ab.

Disziplin ist nicht etwas, was man hat oder eben nicht hat. Das ist
eine Ausrede der Leute, die einfach versagen wollen. Denn es ist
super leicht, sich für 5 oder auch 15 Minuten am Tag mit etwas zu
beschäftigen, was Spass macht - mit Musik. Wenn du das Üben
vergisst, lege die Gitarre auf das Bett und schon kannst du es
abends nicht vergessen.

Millionen von Rauchern verbringen weit mehr Zeit pro Tag mit
Rauchen als nötig wäre, um ein Instrument wirklich gut zu lernen.
Die Falle ist einfach, sich zu große Schritte vorzunehmen.

Setze dir Performance Ziele und du wirst sie


erreichen!

Ganz wichtig ist es, dass man sich performance Ziele setzt - nicht
Ergebnisziele. Damit meine ich, du kannst dir vornehmen, jeden
Tag 10 Minuten zu üben - und jedes Mal, wenn du geübt hast, hast
du dein Ziel erreich! Das wird dich motivieren und das nächste
Üben geht leichter, dieser Prozess verstärkt sich.

Wenn du dir aber vornimmst, einen bestimmten Abschnitt zu


lernen, oder eine bestimmte Sache zu abzuschließen - da hast du
überhaupt keinen Einfluss drauf! Es kann dir so leicht passieren,
dass du alles richtig machst, dich super konzentrierst und so weiter,
aber an diesem Tag klappt einfach nichts. Wenn du dir ein
performance Ziel gesetzt hattest, kannst du nach 10 Minuten
glücklich aufhören und ich garantiere dir, es dauert nicht lange
und du spielst fröhlich die schwersten Passagen.

Wenn du dir hingegen ein outcome Ziel gesetzt hattest, wirst du


das angestrebte Ergebnis möglicherweise nicht erreichen, du wirst
mit einem schlechten Gefühl aufgeben, beim nächsten Üben hast
du schon weniger Lust und vor allem wirst du weniger gut lernen,
weil das Gehirn einfach besser arbeitet, wenn etwas Spass macht!
Das falsche Selbstvertrauen

Mangelndes Selbstvertrauen ist nicht nur Unsinn, es hindert dich


auch daran, deine Ziele auf der Gitarre zu erreichen. Der Grund
dafür ist ganz einfach: Dein Gehirn speichert Informationen besser,
wenn sie angenehm sind. Geschäftsleute wissen, dass sie viel mehr
erreichen, wenn sie entsprechend motiviert sind.

Ich habe vor kurzem über einen Motivationscoach gelesen, der


50.000 Euro am Tag verdient, nur durch Motivieren anderer. Das
bedeutet aber auch, dass diese Menschen durch seine Motivation
mindestens 50.000 Euro mehr verdienen, sonst würde sich ein
knallharter Geschäftsmann nämlich auf keinen Fall für diesen Preis
motivieren lassen. Und weißt du, was dieser Mann macht? Er sagt
ihnen, dass sie alles schaffen können, und natürlich ist er sehr gut
darin, sie davon auch zu überzeugen. Sie gehen aus diesen
Gesprächen mit einem Riesenego heraus und greifen sich das
nächste Projekt,
um loszulegen.

Mit dieser Einstellung geht einfach alles leichter von der Hand. Man
kann sich besser konzentrieren, und nimmt dadurch mehr wahr.
Was man wahrgenommen hat, kann man sich auch merken - alles
andere nicht. Zusätzlich vergisst man unangenehme Dinge
schneller, und so sagen ältere Menschen oft, es sei früher besser
gewesen, obwohl das in den allermeisten Fällen objektiv nicht
stimmt....

Bleibe also mit dem Herzen dabei und freue dich über jeden noch
so kleinen Erfolg wie ein König!
Fehler 9: Strummen aus Handgelenk
oder Fingern

Drehst du das Handgelenk beim Strummen?

Ein grober Fehler, den ich oft bei Anfängern gesehen habe, ist
falsches Strummen. Und zwar kann es leicht passieren, dass man
beim Stummen den Unterarm der rechten Hand dreht. Das sieht
nicht nur merkwürdig aus, es führt auch zu angespanntem Spiel
und dadurch wird es unmöglich richtig im Rhythmus, mit
gleichmäßiger Lautstärke und überhaupt in höherem Tempo zu
spielen.

Aber keine Panik, dieser Fehler kann gleichzeitig sehr leicht


vermieden werden - konzentriere dich beim Üben einfach ein paar
Tage lang darauf, die Bewegung hauptsächlich aus dem Unterarm
zu machen. Das Handgelenk kann ganz leicht nachfedern und der
Oberarm kann eine leichte Drehbewegung haben (ganz minimal) -
aber im Unterarm sollte wirklich so gut wie überhaupt keine aktive
Drehung sein (er darf schon ein Bisschen locker mitschwingen, also
nicht verkrampfen, nur eben nicht aktiv drehen).

Eine andere Variante dieses Fehlers ist es, durch Bewegungen aus
den Fingern heraus strummen zu wollen – das kannst du total
vergessen. Die Finger der rechten Hand halten beim Strummen
einfach nur das Plektrum fest. Die lockere Bewegung kommt aus
dem Unterarm und Schwingen des Handgelenkes.
Da du, wenn du optimal vorgehst, schon sehr bald verschiedene
rhythmische Elemente kennenlernen willst und wirst, ist ein
lockerer Gitarrenschlag absolut notwendig. Du wirst ihn sehr, sehr
oft brauchen und darum solltest du gerade in den ersten Wochen
bei jeder Übungseinheit etwas Zeit in deinen Strum investieren.
Fehler 10: Verkrampfen durch falsches
Üben

Das ist ein Fehler, der wirklich jedes Fortkommen in extremer Weise
verlangsamt. Dabei kann dieser Fehler durch zwei ganz simple
Methoden so leicht vermieden werden!

Das Dilemma ist folgendes: Du hast eine schwierige Passage vor


dir, ein neues Stück. Um es zu spielen, musst du sehr langsam
vorgehen, du unterteilst es in kleine Einheiten, konzentrierst dich
nach und nach auf andere Aspekte und kommst so ganz langsam
weiter. Da alles neu ist, verspannen sich deine Hand und Finger
sehr schnell und deine Lerngeschwindigkeit lässt nach. Und genau
das willst du um jeden Preis vermeiden, wenn du schnell
vorankommen willst.

Dieses Vorgehen ist an sich nicht falsch. Du musst Dinge in kleine


Häppchen unterteilen, denn das Gehirn lernt immer nur kleine
Häppchen. Trotzdem musst du um jeden Preis vermeiden, dass
durch die Intensität und Konzentration deine Finger verspannen,
weil dich das wieder ausbremst (auch ein wichtiger Aspekt in
Verbindung mit der Übungszeiteinteilung).

Du könntest jetzt immer dann aufhören, wenn deine Finger sich


verspannen - das wird wahrscheinlich leider bereits nach wenigen
Minuten der Fall sein, noch bevor du wirklich Fortschritte machst.

Das ist der falsche Ansatz, weil du dadurch ja einfach gar nicht
mehr neues üben würdest. Außerdem gibt es eine ganz einfache
und viel bessere Lösung für dieses Problem. Wenn ich sie dir
erkläre, wirst du dich wundern, warum du nicht selbst darauf
gekommen bist. So ging es jedenfalls mir.

Diese Methode im richtigen Moment zu kennen, hätte mir sehr viel


ineffizientes Üben ersparen können und ich hoffe, dass du diesen
Fehler von Anfang an umgehst.

Jetzt kennst du einen der schlimmsten Fehler. Die beiden


Methoden, um ihn zu vermeiden, verrate ich dir natürlich auch: Die
Wechselmethode und die Fokusmethode!
Wichtige Tipps:

Dir hat mein Report hoffentlich nicht nur gut gefallen, sondern hilft
dir gleichzeitig auch dabei, einen optimalen Start hin zu legen.

Sei dir im klaren, dass du mit den 10 Anfängerfehlern zwar einen


guten Überblick hast darüber, was du nicht tun darfst bzw. tun
solltest, um optimal anzufangen – aber er ist keine Schritt-für-
Schritt Anweisung.

Im Verlauf des Reportes hast du sicher bemerkt, dass ich großen


Wert darauf lege, Abkürzungen zu finden und schnell und effizient
zu sein.

Alles Beste,

viel, viel Spaß und Erfolg mit diesem fantastischen Hobby,


- David Marius

P.S.: Bitte vergiss nicht, mir zu schreiben was du noch lernen


möchtest, was dir nicht so gut gefallen hat und was dir
weitergeholfen hat.