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Berufsberatung - ZVS

Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS)www.zvs.de


In den Fächern Medizin, Biologie, Pharmazie, Zahnmedizin und Psychologie
übersteigt die Anzahl der Studienbewerber die der zur Verfügung stehenden
Studienplätze an den Universitäten.
Daher werden die Studienplätze in diesen Fächern (in Nordrhein-Westfalen sind
noch weitere Fächer betroffen - Informationen auf der Seite der ZVS) nach
bestimmten Auswahlkriterien zentral (ZVS - Dortmund) vergeben.
Ein wichtiges Kriterium ist die Durchschnittsnote. Da die Bildungslandschaft in
Deutschland stark dezentralisiert ist, sind die Bedingungen, unter denen
Schüler in den verschiedenen Bundesländern ihr Abitur ablegen,
unterschiedlich. Daher wird von der ZVS für jedes Bundesland ein
Notendurchschnitt errechnet, den ein Schüler des Bundeslandes haben muss,
um direkt zugelassen zu werden. Ein Schüler, der z.B. in Bayern sein Abitur
abgelegt hat, muss die Durchschnittsnote, die für Bayern errechnet wurde,
haben. Nicht der Studienort, an dem man gerne studieren möchte, ist also
Grundlage des Vergleichs, sondern das Bundesland, in dem man sein Abitur
abgelegt hat.
Für Schüler der deutschen Schulen im Ausland gilt eine Sonderregelung: Sie
werden einem Bundesland zugelost, d.h., der Zufall entscheidet, welchem
Bundesland (und damit, welcher errechneten Durchschnittsnote) sie zugeordnet
werden.
Diese Regelung hat leider immer noch Geltung - trotz verschiedener Eingaben
und Proteste von Seiten der deutschen Schulen, v.a. der Deutschen Schule zu
Porto. Immerhin ist eine Prüfung der geltenden Bestimmungen zugesagt
worden.
Die erforderlichen Notendurchschnitte für die Zulassung in den erwähnten
Fächern werden für jedes Semester neu berechnet. Die Durchschnitte der
letzten Semester findet man auf der Seite der ZVS und dem Menüpunkt: "NC"
(Numerus Clausus).
Seit dem Wintersemester 2005/06 werden in den ZVS-Fächern die
Studienplätze nach neuen Regeln vergeben.

Ab dem Wintersemester 2005/06 soll die Studienplatzvergabe so aussehen:


• 20 Prozent der Plätze gehen an die Abiturbesten.
• 20 Prozent werden nach Wartezeit vergeben.
• 60 Prozent sollen die Hochschulen selbst auswählen können.

Allgemeine Informationen

Voraussetzung für den Zugang an eine deutsche Universität (Hochschule) oder


Fachhochschule ist das deutsche Abitur (allgemeine
Hochschulzugangsberechtigung).
Mit dem Abiturzeugnis kann man sich an jeder deutschen Universität für das
Fach seiner Wahl einschreiben.

Eine Ausnahme bilden Fächer wie Medizin, Biologie, Tiermedizin, Zahnmedizin


und Psychologie. Wer ein solches Fach studieren möchte, muss sich bei der
zentralen Vergabestelle für Studienplätze in Dortmund (ZVS) bewerben.
Wichtigstes Auswahlkriterium ist dabei die Durchschnittsnote des
Abiturzeugnisses. Auch die Wartezeit spielt eine Rolle.
Detaillierte Informationen bitte unter dem Menüpunkt "ZVS" ansehen oder direkt
zur Seite der ZVS gehen. Für alle anderen Fächer gilt: Anmeldungen erfolgen
direkt an der Universität der eigenen Wahl. Auf der jeweiligen Homepage der
Universität oder auf der Seite der Hochschulrektorenkonferenz
www.hochschulkompass.de finden sich Angaben zu Anmeldefristen und
Aufnahmebedingungen. Manche Universitäten führen ein eigenes, internes
Auswahlverfahren durch, bei dem oft die Durchschnittsnote,
außerunterrichtliches Engagement und manchmal auch ein Eingangstest
Auswahlkriterien darstellen können.

Grundsätzlich gilt: Es werden keine Studiengebühren erhoben, d.h. für das


Studium selbst braucht man kein Geld zu zahlen, abgesehen von einem
Sozialbeitrag, den man jedes Semester an das Studentenwerk zahlen muss.
Die klassischen Studienabschlüsse in Deutschland heißen Diplom (meist für
naturwissenschaftliche Fächer), Magister (meist für geisteswissenschaftliche
Fächer) und Staatsexamen (Lehrer, Mediziner). Diplom- und
Magisterabschlüsse wird es in Zukunft immer weniger geben, sie werden
zunehmend ersetzt durch Bachelor- und Masterabschlüsse. Bei der
Umstellung auf diese neuen Studiengänge und Abschlüsse ist Deutschland im
europäischen Vergleich inzwischen sehr weit - viele Studiengänge kann man
bereits mit unter diesen neuen Profilen studieren.Bachelor und MasterIm
Jahr 1999 unterzeichneten Regierungsvertreter/innen aus 30 europäischen
Staaten die so genannte "Bologna-Erklärung", deren Ziel die Schaffung eines
einheitlichen europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010 ist. Auf
Folgekonferenzen, zuletzt im September 2003 in Berlin mit nunmehr 40
Teilnehmerstaaten, wurden die Ziele und Maßnahmen konkretisiert und die
Prioritäten der Umsetzung definiert.Auf dem Weg zur Errichtung des
europäischen Hochschulraumes im Rahmen des Bologna-Prozesses werden
seit einigen Jahren an immer mehr deutschen Hochschulen Studiengänge mit
den international gebräuchlichen Abschlüssen Bachelor und Master
eingerichtet. Zum Wintersemester 2003/2004 wurden nahezu 2.000 derartige
Studiengänge angeboten. Sie machen damit bereits ca. 18% des
Studienangebots in Deutschland aus. Die Kultusministerkonferenz hat im
Oktober 2003 ländergemeinsame Strukturvorgaben für Bachelor- und
Masterstudiengänge beschlossen. Zu den wesentlichen Bestimmungen zählen:
• Die Regelstudienzeit im Bachelorstudium beträgt mindestens drei und
höchstens vier Jahre, wobei mindestens 180 ECTS-Punkte
nachzuweisen sind (Leistungspunktesystem). Das anschließende
Masterstudium ist auf mindestens ein und höchstens zwei Jahre
angelegt und erfordert (unter Einbeziehung des vorangegangenen
Studiums) insgesamt 300 ECTS-Punkte.
• Masterabschlüsse, die an Universitäten und gleichgestellten
Hochschulen oder an Fachhochschulen erworben wurden, berechtigen
grundsätzlich zur Promotion.
• Entsprechend den einzelnen Fächergruppen werden die
Abschlussbezeichnungen Bachelor/Master of Arts (B.A./M.A.) oder
Bachelor/Master of Science (B.Sc./M.Sc.) oder Bachelor/Master of
Engineering (B.Eng./M.Eng.) vergeben. Für Weiterbildungsstudiengänge
im Bereich der Wirtschaftswissenschaften kann auch der Grad Master of
Business Administration (MBA) verliehen werden.

Weitere Kennzeichen sind die Modularisierung der Lehrinhalte,


studienbegleitende Prüfungen, ein hoher Anteil von fremdsprachigen
Lehrveranstaltungen, ein Leistungspunktesystem sowie nach Möglichkeit
Auslandsaufenthalte als fester Bestandteil des Studiums.

Reifeprüfung & Hochschulzugang

Die Schüler der DSP schließen ihre Schullaufbahn mit der Reifeprüfungen ab,
die von allen deutschen Universitäten anerkannt wird. Zusätzlich werden die
Schüler auf die Aufnahmeprüfung an portugiesischen Universitäten vorbereitet.

• Reifeprüfung

[entsprechend der deutschen Reifeprüfungsordnung]

• Vorbereitung auf die Específicas

[Aufnahmeprüfung für portugiesische Universitäten]

Reifeprüfungsordnung (RPO)
"Die deutsche Reifeprüfung im Ausland ist die Abschlussprüfung an Deutschen
Auslandsschulen, die in der gymnasialen Oberstufe Unterricht im
Klassenverband auf der Grundlage der vom Bund-Länder-Ausschuss für
schulische Arbeit im Ausland festgelegten Richtlinien eingerichtet haben" (RPO
§ 1, Abs.1).

Für die Gesamtqualifikation und die Reifeprüfung an Deutschen


Auslandsschulen gilt die RPO, die von der Kultusministerkonferenz
beschlossene Ordnung der deutschen Reifeprüfung im Ausland in der jeweils
gültigen Fassung. Sie reglementiert das Durchlaufen der Qualifikationsphase,
die schriftliche und mündliche Prüfung sowie die Gesamtqualifikation der
Reifeprüfung.

Qualifikationsphase

Die Qualifikationsphase umfasst die vier


Halbjahre der beiden obersten Jahrgangsstufen
11 und 12. In der Qualifikationsphase sind die
Leistungsnachweise für die Gesamtqualifikation
2009: Der letzte Unterrichtstag
und die Reifeprüfung zu erbringen.

Schriftliche Prüfung

Am Ende des 3. Halbjahres bzw. zu Beginn des 4. Halbjahres findet die


schriftliche Prüfung in drei Fächern statt. Deutsch ist obligatorisches
Prüfungsfach für alle Schüler, die zwei weiteren Fächer werden aus zwei der
drei Bereiche, nämlich Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften,
von den Schülern gewählt, wobei die Fremdsprache - einschließlich
Portugiesisch - in mindestens sechs und das naturwissenschaftliche Fach in
mindestens vier aufeinander folgenden Jahrgangsstufen unterrichtet worden ist.
Die Wahl der Prüfungsfächer erfolgt zusammen mit der Anmeldung zur
Reifeprüfung nach Beginn des 3. Halbjahres. Unmittelbar vor der schriftlichen
Prüfung und zusammen mit dem Zeugnis des 3. Halbjahres wird die Zulassung
zur schriftlichen Prüfung festgestellt.

Mündliche Prüfung

Die mündlichen Prüfungen finden am Ende des 4. und letzten Halbjahres statt.
Vorher wird nach Abschluss des Unterrichts in 12.2 die Zulassung zur
mündlichen Prüfung festgestellt. Zusammen mit der Wahl der schriftlichen
Prüfungsfächer hat der Schüler das verbindliche mündliche Prüfungsfach (4.
Prüfungsfach) aus seinen Qualifikationsfächern benannt, die nicht zu seinen
schriftlichen Prüfungsfächern gehören. Dabei ist zu beachten, dass
Portugiesisch eines der vier Prüfungsfächer sein muss, schriftlich oder mündlich
(Ausnahme: Schülereintritt in Klasse 11). Wenn das Ergebnis der schriftlichen
Prüfung zu sehr von dem der mündlichen Prüfung abweicht, können zusätzlich
mündliche Prüfungen in den drei schriftlichen Prüfungsfächern angesetzt
werden. Des Weiteren kann sich der Schüler in höchstens zwei der schriftlichen
Prüfungsfächer noch zu freiwilligen mündlichen Prüfungen anmelden.

Gesamtqualifikation der Reifeprüfung

Die Gesamtqualifikation der Reifeprüfung setzt sich aus drei Teilqualifikationen,


den sogenannten Bereichen A, B und C zusammen. Der Bereich A umfasst die
Teilqualifikation der Unterrichtsleistungen in den drei schriftlichen
Prüfungsfächern in den ersten drei Halbjahren, der Bereich B die
Teilqualifikation der Unterrichtsleistungen in den weiteren Qualifikationsfächern
und der Bereich C die Teilqualifikation im Prüfungsbereich. Als
Gesamtqualifikation sind maximal 900 Punkte erreichbar, und zwar 270 Punkte
im Bereich A, 330 Punkte im Bereich B und 300 Punkte im Bereich C. "Die
allgemeine Hochschulreife wird zuerkannt, wenn mindestens 300 Punkte erzielt
worden sind, und zwar in den drei Bereichen der Teilqualifikationen jeweils
mindestens ein Drittel der jeweils erreichbaren Punkte. Ein Ausgleich zwischen
den drei Bereichen ist nicht möglich" (RPO § 4, Abs.3).