Sie sind auf Seite 1von 5

Ratsversammlung

Beschlussvorlage Nr. VI-DS-05775


Status: öffentlich

Eingereicht von
Dezernat Stadtentwicklung und Bau

Betreff:
Vorplanung zur Umgestaltung Dieskaustraße zwischen Gerhard-Ellrodt-Straße und
Antonienstraße (Adler)
Beratungsfolge (Änderungen vorbehalten): voraussichtlicher
Gremium Sitzungstermin Zuständigkeit

Dienstberatung des Oberbürgermeisters Bestätigung


FA Stadtentwicklung und Bau Vorberatung
FA Umwelt und Ordnung Vorberatung
SBB Südwest Anhörung
DB OBM - Vorabstimmung
DB OBM - Vorabstimmung
Ratsversammlung 22.01.2020 Beschlussfassung

Beschlussvorschlag:
1. Die im Sachverhalt erläuterte geplante Baumaßnahme und Vorzugsvariante „Variante
4“ der Verkehrsanlage wird als Grundlage für die Weiterführung der Planung
bestätigt.

Räumlicher Bezug:

Dieskaustraße zwischen Gerhardt-Ellrodt-Straße und Antonienstraße (Adler)

Zusammenfassung:

Anlass der Vorlage:

Rechtliche Vorschriften Stadtratsbeschluss Verwaltungshandeln


Sonstiges:

Die Dieskaustraße soll als komplexe Verkehrsbaumaßnahme der Stadt Leipzig, der
LVB GmbH und der Versorgungsunternehmen im Ortsteil Großzschocher und
Kleinzschocher zwischen der Gerhard-Ellrodt-Straße und Antonienstraße auf einer
Länge von ca. 2,4 Kilometer in entsprechenden Bauabschnitten umgestaltet werden.

Das geplante Bauvorhaben ist als Maßnahme Nr. 42 zum "Mittelfristigen


Investitionsprogramm im Straßen- und Brückenbau 2013-2020" (Liste 2, finanziell
ungesichert) enthalten.

Vorgesehen ist der geplante Umbau als grundhafte Erneuerung der Dieskaustraße
einschließlich der Straßenbahnbetriebsanlagen zwischen den vorhandenen

1/5
Gebäuden/Grundstücksgrenzen. Die Gehwege werden erneuert und nach
Möglichkeit Gehwegnasen an den Einmündungen für kürzere Querungslängen über
die Einmündungen geplant. Die Einordnung von Bäumen ist berücksichtigt. Auf
Grund der begrenzten Straßenraumbreite werden, soweit möglich, einseitig der
Straße Pkw-Stellplätze gebaut. Radabstellanlagen als Fahrradbügel sind
vorgesehen. In beiden Richtungen ist nördlich der Huttenstraße bis zum Bauende
eine Radverkehrsanlage (als Radfahrstreifen) geplant, der Kraftfahrzeugverkehr und
die Straßenbahn werden in Mischnutzung auf je einem gemeinsamen Fahrstreifen
pro Richtung verkehren. Im Abschnitt zwischen Eisenbahnüberführung und
Windorfer Straße verbleibt der Fahrbahnquerschnitt in der derzeit vorhandenen
Fahrbahnbreite. Der Knotenpunktbereich Dieskaustraße/Arthur-Nagel-
Straße/Bismarckstraße wird umgestaltet und mit einer neuen Lichtsignalanlage
ausgestattet. Weitere bereits vorhandene Lichtsignalanlagen werden erneuert,
zusätzlich werden zur Verbesserung der Querungsbedingungen über die
Dieskaustraße 3 Fußgängerlichtsignalanlagen neu eingeordnet. Die vorhandenen
Haltestellen für Straßenbahnen und Busse, einschließlich der Haltestelle
Huttenstraße, werden behindertengerecht neu eingeordnet und ausgebaut.

Die Umsetzung als Komplexvorhaben sichert einerseits die Funktionalität und


ermöglicht gleichzeitig die Herstellung einer attraktiven Verkehrsanlage, welche im
Sinne der Verkehrssicherheit sowie der Leichtigkeit des Verkehrs unter effizienter
Nutzung des öffentlichen Verkehrsraums geboten ist und zugleich die Verlagerung
von Kfz-Wegen auf den Umweltverbund fördert.

Mit dieser Vorlage ist der erreichte Planungsstand „Vorzugsvariante der Vorplanung“
als Grundlage für die weitere Planung zu bestätigen. Damit kann die Weiterführung
der Planung als Entwurfs- und Genehmigungsplanung, die Vorbereitung des Bau-
und Finanzierungsbeschlusses der Ratsversammlung für die
Straßenbaumaßnahmen durch die Stadt Leipzig und Beantragung eines
Planfeststellungsverfahrens für die Straßenbahnbetriebsanlagen nach § 28
Personenbeförderungsgesetz bei der Landesdirektion Sachsen durch LVB GmbH
erfolgen. Erst daran anschließend ist die Ausführungsplanung für den Straßen- und
Gleisbau (Stadt Leipzig, LVB GmbH, Versorgungsunternehmen) zu erarbeiten. Die
Information der Öffentlichkeit hierzu wird begleitend erfolgen.

Nach Stand der Vorplanung ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkosten für
Planung und Bau der geplanten Komplexbaumaßnahme für Stadt Leipzig und LVB
GmbH auf ca. 22,76 Mio. € (brutto) belaufen werden.

Die ebenfalls im Zusammenhang der Voruntersuchung betrachteten Varianten der


Vorplanung, welche ebenfalls im Sachverhalt beschrieben werden, können den
Anforderungen nach gleichberechtigter Berücksichtigung aller Verkehrsarten und der
Möglichkeit nach städtebaulicher Gestaltung nicht adäquat gerecht werden. Trotz der
höheren Kosten der Vorzugsvariante, welche sich zugleich aus der Weiterführung
der zuvor untersuchten Varianten ergibt, ist daher die weitere Planung für die
Umsetzung dieser Vorzugsvariante erforderlich.

Als gemeinsame Verkehrsbaumaßnahme Stadt Leipzig, der LVB GmbH und der
Versorgungsunternehmen wird der Baubeginn ab 2023 angestrebt.

2/5
Finanzielle Auswirkungen x nein wenn ja,
Kostengünstigere Alternativen geprüft nein ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung
ja, Erläuterung siehe Anlage zur
Folgen bei Ablehnung nein
Begründung
ja, Erläuterung siehe Anlage zur
Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)? nein
Begründung

Im Haushalt wirksam von bis Höhe in EUR wo veranschlagt


Ergebnishaushalt Erträge
Aufwendungen
Finanzhaushalt Einzahlungen
Auszahlungen
Entstehen Folgekosten oder Einsparungen? nein wenn ja,

Höhe in EUR
Folgekosten Einsparungen wirksam von bis wo veranschlagt
(jährlich)
Zu Lasten anderer OE Ergeb. HH Erträge
Ergeb. HH Aufwand
Nach Durchführung der
Ergeb. HH Erträge
Maßnahme zu erwarten
Ergeb. HH Aufwand (ohne
Abschreibungen)
Ergeb. HH Aufwand aus
jährl. Abschreibungen

Auswirkungen auf den Stellenplan x nein wenn ja,


Beantragte Stellenerweiterung: Vorgesehener Stellenabbau:
Beteiligung Personalrat x nein ja,

3/5
Hintergrund zum Beschlussvorschlag:
Welche strategischen Ziele werden mit der Maßnahme unterstützt?

2030 - Leipzig wächst nachhaltig!


Ziele und Handlungsschwerpunkte
Leipzig setzt auf Leipzig besteht im
Lebensqualität: Wettbewerb:
Balance zwischen Positive Rahmen-
Verdichtung und Freiraum bedingungen für
Qualität im öffentlichen qualifizierte Arbeitsplätze
Raum und in der Attraktives Umfeld für
Baukultur Innovation, Gründer und
Nachhaltige Mobilität Fachkräfte
Vorsorgende Klima- und Vielfältige und stabile
Energiestrategie Wirtschaftskultur
Erhalt und Verbesserung Leistungsfähige
der Umweltqualität technische Infrastruktur
Quartiersnahe Kultur-, Vernetzung von Bildung,
Sport- und Freiraum- Forschung und Wirtschaft
angebote

Leipzig schafft soziale Leipzig stärkt seine


Stabilität: Internationalität:
Chancengerechtigkeit in Weltoffene Stadt
der inklusiven Stadt Vielfältige, lebendige
Gemeinschaftliche Kultur- und Sport-
Quartiersentwicklung landschaft
Bezahlbares Wohnen Akteure: Interdisziplinäre
Zukunftsorientierte Kita- Bürgerstadt Wissenschaft und
und Schulangebote Region excellente Forschung
Lebenslanges Lernen Stadtrat Attraktiver Tagungs- und
Sichere Stadt Kommunalwirtschaft Tourismusstandort
Verwaltung Imageprägende
Großveranstaltungen
Globales Denken, lokal
verantwortliches Handeln

Sonstige Ziele: >beim Ausfüllen bitte überschreiben: max. 60 Zeichen ohne Leerzeichen

trifft nicht zu

Beschreibung des Abwägungsprozesses:

Die Vorplanungsinhalte zur Umgestaltung der Verkehrsanlage beinhalten gem. den


maßgebenden Richtlinien unterschiedliche Ansätze für die Querschnittsgestaltung und die
Berücksichtigung der verschiedenen Verkehrsarten. Es wurde dargestellt, dass die zur
Verfügung stehenden Flächen nicht allen Nutzungsansprüchen umfassend gerecht werden
können. Es stehen die Anforderungen des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs den
Anforderungen des nichtmotorisierten Fuß- und Radverkehrs gegenüber und eine
Gewichtung ist erforderlich. Aus diesem Grund wurde nach der Variantenuntersuchung mit
den Varianten 1 bis 3 eine Weiterentwicklung und Weiterführung der Planung als
Vorzugsvariante (Variante 4) vorgenommen, um eine leistungsfähige Verkehrsanlage unter
Beachtung der Anforderungen der Nutzergruppen herzustellen. Hierbei erfolgte im Rahmen
der weiteren Variantenbearbeitung bereits die Ergänzung von Planungsumfang- und –
inhalten, welche sich im Kostenvergleich zu Variante 1 bis 3 bereits durch eine
Kostensteigerung darstellt.

Die Vorzugsvariante bietet unter den gegebenen Randbedingungen des öffentlichen


Verkehrsraums und der angrenzenden Nutzungen die beste Möglichkeit, die künftige
verkehrliche Funktion einschl. der Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes
sicherzustellen.

4/5
I. Eilbedürftigkeitsbegründung

nichtzutreffend

II. Begründung Nichtöffentlichkeit

nichtzutreffend

III. Strategische Ziele

Mit dem komplexen Verkehrsbauvorhaben einschl. barrierefreiem Ausbau der Straßenbahn-


und Bushaltestellen werden aktuelle Anforderungen an Verkehrsanlagen umgesetzt. Das
geplante Bauvorhaben fördert die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

IV. Sachverhalt

Der Sachverhalt wird in der Anlage 1 beschrieben, die Anlagen 2-10 enthalten die
zugehörigen Lageplandarstellungen.

Anlagen:

Anlage 1 Sachverhalt
Anlage 2 Übersichtskarte
Anlage 3 Gestaltungsplan 1
Anlage 4 Gestaltungsplan 2
Anlage 5 Gestaltungsplan 3
Anlage 6 Gestaltungsplan 4
Anlage 7 Gestaltungsplan 5
Anlage 8 Gestaltungsplan 6
Anlage 9 Gestaltungsplan 7
Anlage 10 Gestaltungsplan Gleisdreick Windorfer Straße
Anlage 11 Fotodokumentation

5/5