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E.

Hartmann BWL WiSe 15/16

Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre

Prof. Dr. oec. Evelyn Hartmann


Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Raum: Z 611
Tel.: 462 2613
E-Mail: hartmane@wiwi.htw-dresden.de
Sprechzeiten: ...................................... Uhr
DS: 2 SWS FS KT: 12*45 min FS VV: 10*45 min
Prüfungsleistung siehe Prüfungsordnung
egal, ob Prüfung 90 min o. 45 min oder ob Test 45 min,
immer mit Formelsammlung
+ Taschenrechner , aber ohne Alphabeteingabemöglichkeit
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Arbeitsgliederung

1. Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre


1.1 Grundbegriffe - Bedürfnis, Bedarf, Güter -
1.2 Die Wirtschaftseinheiten
Betrieb und Unternehmung, Unternehmensgrößenklassen, ...
1.3 Konstitutive betriebliche Entscheidungen
1.3.1 Standort
Standortfaktoren, Nutzwertanalyse
1.3.2 Rechtsformen der Unternehmungen
Einzelunternehmen, Gesellschaftsunternehmen
1.3.3 Zusammenarbeit
Kooperation, Konzentration, Fusion

2. Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren
2.1 Elementarfaktoren und dispositive Faktoren
2.1.1 Arbeitskräfte
Lohnformen
2.1.2 Betriebsmittel
Definition, Kapazität, Verschleiß, Abschreibung
2.1.3 Material
Definition, Polylemma der Produktionswirtschaft, Lagerwirtschaftliche Kennziffern
2.2 Kombination und Substitution der Produktionsfaktoren
Produktionsfunktion – Lineare Gesamtkostenfunktion mit Kapazitätssprung –
Gewinnschwelle

3. Die Funktion der Unternehmung im Überblick


3.1 Die güterwirtschaftlichen Funktionen der Unternehmung im Überblick
3.2 Die finanzwirtschaftlichen Funktionen der Unternehmung im Überblick
Statische Investitionsrechnung
3.3 Absatzwirtschaftliche Betrachtungen
Kreativitätstechniken

Empfohlene Literatur:

Ahlbach, H.:
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
aktuelle Auflage, Verlag: Gabler,

Wöhe, G.; Döhring, U.:


Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
aktuelle Auflage, Verlag: Franz Vahlen, München

Specht, O.;Schmitt, U.:


Betriebswirtschaft für Ingenieure und Informatiker,
aktuelle Auflage, Verlag: Oldenbourg, München

Schierenbeck, H.:
Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre,
aktuelle Auflage, Verlag: Oldenbourg, München

Olfert, K.; Rahn, H.-J.:


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre,
aus der Reihe: Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft,
aktuelle Auflage, Verlag: Kiehl, Ludwigshafen

Vahs, D.; Schäfer-Kunz, J.:


Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
aktuelle Auflage, Verlag: Schäffer-Poeschel, Stuttgart

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Gesamtnote 100%
von bis
1,0 95 100
1,3 89 94
1,7 85 88
2,0 80 84
2,3 76 79
2,7 72 75
3,0 68 71
3,3 63 67
3,7 58 62
4,0 50 57
5,0 0 49

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Bedürfnisse

Primärbedürfnisse Sekundärbedürfnisse
(Grund- oder Existenz- (Kultur- und Luxusbedürfnisse)
bedürfnisse)

Unterkunft, Nahrung, Kleidung mehr als Existenzminimum


und  des Lebensgefühls

bei Menschen weitgehend gleich stark differenziert, abhängig von:


 Erhaltung des Lebens,
Existenzminimums • Entwicklungsstufe
• natürliche Umweltbedingungen
unabh. von Alter, Bildungsgrad, • wirtsch.-pol. Verhältnisse
Nationalität

Bedürfnispyramide nach Maslow

• 1 = Primärbedürfnisse
• 2-5 =Sekundärbedürfnisse
5.
Bedürfnis
nach Selbst- • 1-4 = Defizitbedürfnisse
verwirklichung • 5 = Wachstumsbedürfnis
4.
Bedürfnisse
nach Wertschätzung Menschen wenden sich erst
3. dann einer höheren
Soziale Bedürfnisse Bedürfnisebene zu, wenn die
niedrigeren Bedürfnisse
2. ausreichend befriedigt sind.
Sicherheitsbedürfnisse
1.
Physiologische Bedürfnisse

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Theory X von McGregor [Vahs, Schäfer-Kunz: S. 448] n.p.
E. Hartmann

„Typ X- Menschenbild Typ Y-Menschenbild

1. Der durchschnittliche Mensch hat 1. Arbeit ist für den Menschen so


eine angeborene Abscheu vor der natürlich wie Ruhe und Spiel.
Arbeit und wird die Arbeit meiden,
wenn es möglich ist. 2. Wenn ein Mensch sich mit den
2. Daher müssen die meisten Zielen identifiziert, übt er
Menschen unter Strafandrohung zur Selbstdisziplin und Selbstkontrolle.
BWL

Arbeit gezwungen, kontrolliert und Fremdkontrolle und

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geführt werden, damit sie einen Strafandrohung sind wirkungslos.
angemessenen Beitrag zur 3. Verpflichtung gegenüber einer
Zielereichung leisten. Zielsetzung ist eine Funktion der
3. Der Mitarbeiter möchte gern gelenkt Belohnung.
werden. Er meidet die
Verantwortung. Er hat wenig 4. Bei entsprechender Anleitung sucht
Ehrgeiz. Er wünscht Sicherheit über der Mensch die Verantwortung.
alles. ...“
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Freie Güter Wirtschaftsgüter
E. Hartmann

Sachen Rechte Dienstleistungen


BWL

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Produktionsgüter Konsumgüter

Verbrauchsgüter Gebrauchsgüter Verbrauchsgüter Gebrauchsgüter


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1.2 Die Wirtschaftseinheiten

Betrieb

Haushalt Unternehmen
(ursprünglicher Betrieb) (abgeleiteter Betrieb)

Abb. : Abgrenzung von Betrieb, Haushalt und Unternehmen


[Vahs, Schäfer-Kunz; S. 7]

Definition Betrieb:
* Technisch-wirtschaftliche Einheit, Stätte der Leistungserstellung

* Wenn im Betrieb unternehmerische Ziele verwirklicht werden


sollen, dann ist ein finanzielles Fundament und ein rechtlicher
Rahmen notwendig
(geben dem Betrieb Namen und Gestalt - Firma und Rechtsform)

Definition Unternehmen/Unternehmung:

finanziell,
= Unternehmen
Betrieb + rechtlicher
Mantel

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Komplex: Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip


Schema:

Ergebnis
↑ = Effizienzkennziffer (Normalform)
Aufwand
 Produktivität

Ausbringungsmenge
P=
Faktoreneinsatz
Weitere Beispiele:

erzeugte Menge  Stück 


Materialproduktivität =  
Materialeinsatz  kg 

erzeugte Menge  Stück 


Arbeitsproduktivität =  
Arbeitsstunden  h 

erzeugte Menge  Stück 


Betriebsmittelproduktivität =  
Maschinenstunden  Mh 

 Wirtschaftlichkeit

wertmäßiger Faktorertrag ( € )
W=
wertmäßiger Faktoreinsatz (€)

 Rentabilität

Gewinn
R= × 100 (%)
Aufwand
Weitere Beispiele:

Gewinn
Umsatzrentabilität = × 100 (%)
Umsatz

Gewinn
Eigenkapitalrentabilität = × 100 (%)
Eigenkapital

Andere Möglichkeiten:

Aufwand
↓ = Intensitätskennziffer
Ergebnis

Beispiel dazu:

Materialeinsatz  kg 
Materialintensität =  
erzeugte Menge  Stück 

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Aufgabe 1 zum Thema:


Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip

Bestimmung von Produktivität und Wirtschaftlichkeit

Aus 10 kg Draht können 1.000 Schrauben hergestellt werden.


Der Wert des Drahtes beläuft sich auf 2,- €/kg.
Der Wert einer Schraube beträgt 0,05 €.

1.) Wie hoch sind die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit, wenn
1.000 Schrauben unter Einsatz von 10 kg Draht hergestellt werden sollen?

2.a) Sie erhalten den Auftrag, die Produktivität der Schraubenherstellung um 10 %


zu steigern. Welche Möglichkeiten haben Sie?

2.b) Sie erhalten den Auftrag, die Wirtschaftlichkeit der Schraubenherstellung um


10 % zu erhöhen. Welche Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung?

3.) Halten Sie es für möglich, dass die Produktivität zurückgeht, die
Wirtschaftlichkeit jedoch steigt?
Welche allgemeinen Bedingungen müssen hierfür erfüllt sein?
Welche Aussagekraft hat in einem solchen Fall die Wirtschaftlichkeit?

4.) Wie hoch sind Produktivität und Wirtschaftlichkeit, wenn unter sonst gleichen
Voraussetzungen der Aufgabe (s. Ausgangssituation) bei 10 kg Draht
- die Ausbringungsmenge auf 900 Schrauben sinkt und
- der Preis des Drahtes von 2,- €/kg auf 1,50 €/kg fällt?

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Aufgabe 2 zum Thema:


Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip

Gehen Sie von folgendem Markt der Automobilindustrie aus, zu dem folgende
Unternehmen gehören:
Unternehmen
A B C
Umsatz [Mrd. €] 76 27 22
PKW-Produktion [Stück] 3.000.000 1.000.000 880.000
Beschäftigte [Pers.] 270.000 56.000 48.000
MarktanteilUmsatz [%] 60,8 21,6 17,6
Erfolg = Gewinn [Mrd. €] 1,8 1,7 0,2
((Sollkosten [Mrd. €])) 73,0 26,0 21,0
Istkosten [Mrd. €] 74,2 25,3 21,8

Ermitteln Sie für alle 3 Unternehmen die nachstehenden Kennziffern.

(Geben Sie Ihre Ergebnisse bitte mit 3 Nachkommastellen und


Maßeinheit an! Die vorgegebenen Maßeinheiten brauchen nicht
umgerechnet zu werden.)

a) Wirtschaftlichkeit
[ ]

b) Arbeitsproduktivität
[ ]

c) Umsatzrentabilität
[ ]

A B C
Unternehmen

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1.3 Konstitutive Entscheidungen

Konstitutive Entscheidungen

Rechtsform
Standort Zusammenarbeit

Inland/Ausland Einzelunternehmen Kooperation

Personen-
einen/mehrere Konzentration
gesellschaft
Kapital-
Fusion
gesellschaft

Konstitutive Entscheidungen sind langfristig wirksame Entscheidungen!

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1

Theorie Standortfaktoren

Ort1 Ort2 ......


Faktor i gi ei1 gi*ei1 ei2 gi*ei2 eij gi*eij
Einsatzbezogene Standortfaktoren
Grund und Boden
Qualität
Quantität
Erschließungskosten
Bebauungs- und Nutzungsplan
Material(intensität)
Transportkosten
begrenzte Transportzeit
Energie- und Wasserversorgung
Personal(intensität)
Verfügbarkeit von ausreichend
qualifiziertem Personal
Lohnniveau
Produktivität der Arbeitnehmer
Anlagen
Einfuhrzölle
Staatliche Leistungen
Infrastruktur
Wirtschaftsförderung
Gewerbesteuer

Produktionsbezogene Standortfaktoren
Klima und Geologie
Klima
Geologische Bedingungen
Politisches und soziales Umfeld
Politische Stabilität
Innerstaatliche Vorschriften und
Gesetze (z.B. Umfang und Dauer von
Genehmigungsverfahren)
Technologische Bedingungen
Räumliche Nähe zu vor- und
nachgelagerten Produktionsstufen
Gegebene Kommunikations- und
Verkehrsinfrastruktur
Vorhandensein von Hochschulen und
Technologiezentren

Absatzbezogene Standortfaktoren
Markt
Marktvolumen in unmittelbarer
Umgebung
Kaufkraft der potenziellen Kunden
Absatzkontakte
(z.B. Werbeagenturen, Messen, ...)
Konkurrenz(dichte)
Konkurrenzsuche/-meidung*
Entsorgung
Vorschriften der Entsorgung
Möglichkeiten der Entsorgung
Staatliche Maßnahmen
Wettbewerbsgesetze
Exportförderung

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Nutzwertanalyse (NWA)
Formel
m
i Nummer des Zielkriteriums
g i * eij
j Nummer der Variante
Nj  i 1
 Optimum
m
gi Gewicht des Kriteriums i
g i 1
i
eij Eignung der Variante j bzgl. des Kriteriums i
Nj Nutzwert der Variante j

Anwendungsfelder

Reihenfolge Mini-Beispiel

0. …………..……

1. ………………..

2. …………..……

3. ………………..

4. ………………..

5. ………………..

Übungsaufgabe (universeller Einsatz der NWA und zum besseren Einstieg)

Die Nutzwertanalyse dient nicht nur als Entscheidungsinstrument bei der


Standortwahl für ein Unternehmen. Auch bei anderen Auswahlentscheidungen
kann sie eingesetzt werden. So haben sich einige Studenten vorgenommen, ein
Badminton-Turnier der sächsischen Hochschulen in Zwickau auszurichten.
Gesucht wird eine geeignet Turnhalle.
Im Vorfeld wurden Auswahlkriterien aufgesetzt und gewichtet vgl. Tab. 1). Bevor die
Recherche nach Turnhallen begann, wurde ein Bewertungsschema (vgl. Tab. 2)
aufgestellt.

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Tabelle 1: Gewichtungsmatrix (1:1 oder 0:2 oder 2:0)


Kriterium i Felder B.-Plätze Umkleiden Speisen… Tafeln, … G.-=gi
Anz. Felder 1 2 2 2 7
Anz. Besucherplätze 1 1 1 1 4
Qual. Umkleiden, … 0 1 2 2 5
Speisen u. Getränke 0 1 0 2 3
Tafeln, Mikro, Musik 0 1 0 0 1

Tabelle 2: Bewertungsschema
Kriterium i 1 Punkt 2 Punkte 3 Punkte 4 Punkte 5 Punkte
Anzahl Felder 1 Feld 2 Felder 3 Felder 4 Felder 5 Felder

Anzahl
bis 20 21 - 40 41 - 60 61 - 80 81 - 100
Besucherplätze
Qualität Umkleiden Schränke,
nur Haken, nur Haken, Haken+Fach, Schränke,
inklusive Duschen mit Duschen,
ohne Dusche mit Duschen mit Duschen mit Duschen
… und Sauna
Verkauf von
Getränke Getränke auf Getränke auf
Speisen u. Getränke auf Getränken
werden Kommission, Kommission,
Getränke Kommission auf Komm.,
angeliefert Imbissstand Restaurant
Restaurant
Anzeige mit Digitale
Anzeige mit Anzeige mit
Tafeln, Mikro, Anzeige mit Papptafeln, Anzeige,
Papptafeln, Papptafeln,
Musik Papptafel Mikro + Mikro +
Mikro Musikanlage
Musikanlage Musikanlage

Mehrere Turnhallen wurden in Augenschein genommen bzw. Angebote eingeholt,


wovon die meisten infolge der k.o.-Kriterien (zu hohes Preisniveau; schlechte
Erreichbarkeit, kaum Parkmöglichkeiten ...) bereits ausgeschieden sind. Zur Wahl
stehen noch drei Turnhallen.
Die studentische Kommission hat die Eignungen eij (Punkte) in Tabelle 3
eingetragen.
Platzieren Sie die Turnhallen anhand der von Ihnen berechneten Nutzwerte Nj!
(Nj bitte mit 2 Nachkommastellen)

Tabelle 3: Berechnungsvorlage
Turnhalle 1 Turnhalle 2 Turnhalle 3
gi ei1 ei2 ei3
Kriterium i
Anz. Felder 7 4 5 2
Anz. Besucherplätze 4 1 2 3
Qual. Umkleiden, … 5 3 3 5
Speisen u. Getränke 3 4 3 2
Tafeln, Mikro .. 1 3 2 3
Nutzwert Nj
Platz-Nummer

a) Für welche Turnhalle entscheidet sich die studentische Kommission?

b) Und auf welche Turnhalle träfe die Wahl, wenn die in Tab. 2 angegebenen
Eignungswerte keine Punkte, sondern deutsche Noten gewesen wären?

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Maatz_Vogt M. NWAvon WInf 2012 23.04.2012

Nutzwertanalyse "Produktwahl"
Asus UX31E Dell Alienware M18x Acer TravelMate 8473TG
Kriterium i Gewichtung gi Eignung ei1 gi * ei1 Eignung ei2 gi * ei2 Eignung ei3 gi * ei3
[%] [Punkte] [Punkte] [Punkte]
E. Hartmann

Displaygröße[in Zoll] 6,40 9 57,60 4 25,60 8 51,20


Gewicht 6,50 8 52,00 1 6,50 5 32,50
Max. Höhe 6,30 9 56,70 3 18,90 6 37,80
Display Matt 5,20 0 0,00 0 0,00 10 52,00
Displayauflösung 4,00 7 28,00 10 40,00 5 20,00
Optischen Laufwerk 1,00 0 0,00 6 6,00 7 7,00
Kartenleser 1,30 6 7,80 10 13,00 8 10,40
USB/HDMI 2,40 6 14,40 9 21,60 8 19,20
Netzwerkschnittstellen 2,90 8 23,20 8 23,20 8 23,20
WebCam 0,30 4 1,20 4 1,20 4 1,20
Grafikkarte 3,00 3 9,00 8 24,00 6 18,00
Soundkarte 0,40 2 0,80 7 2,80 4 1,60
BWL

Festplattentyp 2,50 9 22,50 5 12,50 5 12,50


Festplattenkapazität 4,30 4 17,20 8 34,40 6 25,80

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Stromverbrauch 2,10 7 14,70 2 4,20 5 10,50
Akkulaufzeit 6,70 8 53,60 3 20,10 8 53,60
Betriebssystem 2,10 4 8,40 4 8,40 4 8,40
Prozessor Herrsteller 6,00 10 60,00 10 60,00 10 60,00
Anzahl Prozessorkerne 6,90 5 34,50 8 55,20 5 34,50
Prozessortaktung 7,90 8 63,20 9 71,10 8 63,20
Cache 2,80 3 8,40 9 25,20 6 16,80
RAM Kapazizät 7,40 5 37,00 8 59,20 8 59,20
RAM Taktung 1,90 7 13,30 7 13,30 6 11,40
Preis 9,70 5 48,50 1 9,70 8 77,60
Summen 100,00 137 632,00 144 556,10 158 707,60
Nutzwert Platz 6,32 2 5,56 3 7,08 1
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Nutzwertanalyse
Formeln
m
i Nummer des Zielkriteriums
∑g i * eij
Nummer der Variante
Nj = i =1
→ Optimum j
m
gi Gewicht des Kriteriums i
∑g i =1
i

eij Eignung der Variante j bzgl. des Kriteriums i


Nj Nutzwert der Variante j
m

∑g i =1 = Empfehlung
i =1

e ij auf einer einheitlichen Skala = Muss


Skala von 0 − 10 oder von 1 − 5 = Empfehlung

Übungsaufgabe

Ihnen sei folgendes Entscheidungsproblem zum Kauf eines Pkw gegeben:


Zur Wahl stehen noch 4 Pkw, alle anderen unterlagen einem k.o.-Kriterium.

Kriterium Gewicht Pkw 1 Pkw 2 Pkw 3 Pkw 4


L Ladekapazität [l] 0,2 800 1200 600 1800
B Benzinverbrauch [l/100km] 0,3 3,6 8,9 7,2 10,6
A Anschaffungskosten [€] 0,1 42.000 29.000 55.000 48.000
mittel- zweck- sehr
O Opt. Erscheinungsbild [verbal] 0,4 schön mäßig mäßig schön

Berechnen Sie die eij unter Verwendung der nachstehenden Berechnungsvorschriften!

Folgende Zielwertbestimmungen Z in Abhängigkeit von den Zielgrößen sind vorgegeben:


Z(L) = Ladekapazität in Liter geteilt durch 200
Z(B) = 10 – (Benzinverbrauch auf 100 km ohne Nachkommastellen*)
Z(A) = 10 – (Anschaffungspreis geteilt durch 10.000 ohne Nachkommastellen*)
Z(O)= (sehr schön = 10; schön = 7; mittelmäßig = 5; zweckmäßig = 3)
* Abschneiden der Nachkommastellen, KEIN Runden!

Kriterium Gewicht Pkw 1 Pkw 2 Pkw 3 Pkw 4


Z(L) 0,2
Z(B) 0,3
Z(A) 0,1
Z(O) 0,4

Berechnen Sie nun die Teilnutzen und den gesamten Nutzwert eines jeden Pkw. Für
welchen Pkw entscheiden Sie sich?
Kriterium Pkw 1 Pkw 2 Pkw 3 Pkw 4
Z(L)
Z(B)
Z(A)
Z(O)
Nutzwert

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Einzel- Gesellschaft Offene Handels- Kommandit- stille Aktiengesellschaft Kommandit- Gesellschaft mit
unternehmen bürgerlichen Rechts gesellschaft gesellschaft Gesellschaft AG gesellschaft auf beschränkter
GbR OHG KG stG Aktien Haftung
KGaA GmbH
Rechts-
E. Hartmann

grundlage

Firma

Gründung

Geschäfts-
führer
BWL

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Haftung

Gewinn-
und
Verlust-
verteilung

Organe
WiSe 15/16
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Rechtsform-Merkmale

(1) Rechtsgrundlage

(2) Firma

(3) Gründung Diese Merkmale werden


beim nachfolgenden Vergleich
(4) Geschäftsführung der Rechtsformen in dieser
Reihenfolge betrachtet.
(5) Haftung

(6) Gewinn- und Verlustverteilung

(7) (Organe)

Einzelunternehmen (I)

Der Einzelunternehmer betreibt das Gewerbe ohne Gesellschafter.


(1) Rechtsgrundlage ist das HGB.
(2) Die Firma muss den Kaufmann in geeigneter Weise
kennzeichnen und Unterscheidungskraft besitzen. Es ist ein
Zusatz erforderlich bzw. eine allg. verständliche Abkürzung.
(„eingetragener Kaufmann“/“e. Kfm.“)
(3) Bei der Gründung muss die Eintragung ins Handelsregister
erfolgen.
(4) Die Geschäftsführung liegt beim Kaufmann selbst.
(5) Der Kaufmann haftet allein und unbeschränkt (Gesellschafts- +
Privatvermögen).
(6) Eine Gewinn- und Verlustverteilung ist nicht notwendig. Dem
Inhaber steht der gesamt Gewinn zu. Er allein entscheidet über
dessen Verwendung im Privat- oder Geschäftsbereich.

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GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts (II)

(1) Rechtsgrundlage ist das BGB.


(2) Die GbR hat keine Firma, da diese den Kaufleuten vorbehalten
ist.
(3) Die Gründung erfolgt durch Vertrag, der schriftlich, mündlich
oder stillschweigend zustande kommt. Es erfolgt keine
Eintragung ins Handelsregister.
(4) Die Geschäftsführung erfolgt gemeinschaftlich. (Vertretung nur
mit Vollmacht aller Gesellschafter)
(5) Die Gesellschafter haften unbeschränkt (gesamtschuldnerisch
und solidarisch).
(6) Gewinn und Verlust werden, wenn im Vertrag nichts anderes
geregelt ist, zu gleichen Teilen aufgeteilt.

OHG Offene Handelsgesellschaft (II)


(1) Rechtsgrundlage ist das HGB und das BGB.
(2) Die Firma der OHG muss die Bezeichnung „offene Handelsgesellschaft“
oder eine allg. verständliche Abkürzung (z.B. OHG) tragen.
(3) Die Gründung erfolgt durch einen formlosen Vertrag (Schriftform
empfohlen). Da es sich um ein Handelsgewerbe handelt, ist ein Eintrag ins
Handelsregister (mit den Namen aller Gesellschafter, Firma, Sitz und
Gegenstand des Unternehmens) zwingend erforderlich.
(4) Das Gesetz (HGB) sieht die Einzelgeschäftsführung und -vertretung vor.
Damit sind alle Gesellschafter berechtigt und verpflichtet, im Namen der
Gesellschaft Geschäfte abzuschließen.
(5) Alle Gesellschafter sind Vollhafter. Sie haften unbeschränkt und
gesamtschuldnerisch. Neue Gesellschafter haften auch für Altschulden.
(6) Bei der Gewinn- und Verlustverteilung gilt Vertragsfreiheit. Falls nichts
vereinbart wurde, dann erhält jeder vom Gewinn 4% auf seinen
Kapitalanteil. Der Rest wird nach Köpfen verteilt. Der Verlust wird nur nach
Köpfen verteilt.

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KG Kommanditgesellschaft (II)
(1) Rechtsgrundlage ist das HGB und das BGB.
(2) Die Firma der KG muss die Bezeichnung „Kommanditgesellschaft“
oder eine allg. verständliche Abkürzung (z.B. KG) tragen.
{„GmbH & Co. KG“, wenn einziger Komplementär eine GmbH ist.}
(3) Für die Gründung gelten die Rechtsvorschriften analog zur OHG. In
das Handelsregister werden zusätzlich die Namen aller
Kommanditisten (Teilhafter) und die Höhe der Einlagen eingetragen.
(4) Das Recht und die Pflicht zur Geschäftsführung liegt nur bei den
Komplementären. Kommanditisten haben nur Kontrollrechte und
können die Prokura erhalten.
(5) Die Gesellschafter haften unterschiedlich. Komplementäre sind
Vollhafter, Kommanditisten (Teilhafter) haften nur mit ihrer Einlage.
(6) Im Falle eines Gewinns sieht das Gesetz 4 % auf den Kapitalanteil
und den Rest in einem „angemessenen“ Verhältnis zu verteilen vor.
Im Verlustfall soll der Verlust vollständig „angemessen“ verteilt
werden. (dispositives Recht: Gesellschaftsvertrag)

StG Stille Gesellschaft (II)


(1) Rechtsgrundlage ist das HGB und das BGB.
(2) Da die StG kein Handelsunternehmen im Sinne einer
Handelsgesellschaft ist, führt sie auch keine eigene Firma.
(3) Die Gründung erfolgt durch einen formlosen Vertrag zwischen genau
zwei Gesellschaftern. Eine Handelsregistereintragung findet nicht
statt.
(4) Der stille Gesellschafter hat kein Recht zur Geschäftsführung. Er
besitzt aber Kontrollrechte.
(5) Allein der Geschäftsführer des Handelsunternehmens haftet. Wurde
der stille Gesellschafter im Vertrag von einer Verlustbeteiligung
ausgeschlossen, so hat er im Konkursfall sogar Anspruch auf
Rückgewährung seiner Einlage.
(6) Die Gewinnbeteiligung des stillen Gesellschafters ist zwingend
vorgeschrieben. Eine Verlustbeteiligung ist optional und kann im
Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden.

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AG Aktiengesellschaft (II)
(1) Die Rechtsgrundlage ist das Aktiengesetz AktG.
(2) Die Firma muss den Zusatz „Aktiengesellschaft“ oder eine allg.
verständliche Abkürzung (z.B. AG) beinhalten.
(3) Die Gründung einer AG ist im Vgl. zur Personengesellschaft sehr
aufwendig.
* Der Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden.
Hier gilt also keine Formfreiheit.
* Zudem ist vorgeschrieben, welche Inhalte die Satzung haben muss
(u.a. Sitz u. Gegenstand der Gesellschaft, Höhe des Grundkapitals, Art
der Aktien, Namen der Vorstandsmitglieder, Form der
Bekanntmachungen).
* Eine Gründungsprüfung bestätigt die in der Satzung gemachten
Angaben.
* Die AG entsteht erst mit Eintrag in Handelsregister.
* Dabei muss mindestens 1 Gründer und Mindestkapital in Höhe von
50.000 € vorhanden sein. Dieses Grundkapital ist in Aktien mit einem
Aktiennennbetrag von mindestens 1€ (oder ganzzahliges Vielfaches
davon) geteilt.

AG Aktiengesellschaft (III)

(4) Die Geschäftsführung erfolgt durch den Vorstand, der vom


Aufsichtsrat bestellt wird.
(5) Die juristische Person, d.h. die AG, haftet mit ihrem gesamten
Vermögen. Aktionäre haften nur mit ihren Einlagen, nicht aber mit
ihrem Privatvermögen.
(6) Grundlage für die Gewinnverteilung bildet der festgestellte
Jahresabschluss.
(7) Damit die AG handlungsfähig ist, benötigt sie Organe aus natürlichen
Personen. (Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung)

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AG Aktiengesellschaft (IV) Die Organe der AG

KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien (II)


(1) Die Rechtsgrundlage ist das AktG für Kommanditaktionäre und die
Rechtsvorschriften der KG für Komplementäre.
(2) Die Firma muss den Zusatz „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ oder eine
allg. verständliche Abkürzung (z.B. KGaA) beinhalten.
(3) Die Gründung erfolgt durch einen notariell beurkundeten Vertrag. Dabei
müssen 5 Gründer beteiligt sein, die mindestens 50.000€ Grundkapital
aufbringen.
(4) Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementäre, für die sinngemäß
die Vorschriften für den Vorstand der AG gelten.
(5) Die Kommanditaktionäre haften wie die Aktionäre einer AG. Die
Komplementäre sind Vollhafter, die gesamtschuldnerisch und unmittelbar
haften.
(6) Grundlage für die Gewinnverteilung bildet der festgestellte Jahresabschluss,
dem die persönlich haftenden Gesellschafter zugestimmt haben müssen.
(7) Die Organe entsprechen im Wesentlichen denen der AG.

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GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung (II)


(1) Die Rechtsgrundlage ist das GmbH-Gesetz GmbHG.
(2) Die Firma muss immer den Zusatz „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“
oder eine allg. verständliche Abkürzung (z.B. GmbH) enthalten.
(3) Zur Gründung ist ein notariell beurkundeter Vertrag erforderlich.
* Eine natürliche oder juristische Person als Gründer ist ausreichend
(Ein-Mann-Gründung).
* Mindestinhalt des Gesellschaftsvertrages (Sitz, Firma, Gegenstand der
Gesellschaft, das Stammkapital, die Stammeinlagen der Gesellschafter)
* Mindestkapital = Stammkapital = (25.000€ = alt und neu)
(4) Die Geschäftsführung kann (muss aber nicht) durch Gesellschafter erfolgen.
(5) Die Gesellschaft haftet als juristische Person mit ihrem gesamten
Vermögen. Die Gesellschafter haften nur mit ihrem Gesellschaftsanteil.
(6) Die Gewinn- und Verlustverteilung erfolgt nach Geschäftsanteilen.
(7) Die Organe der GmbH sind die Geschäftsführung, die Gesellschafter-
versammlung und bei mehr als 500 Arbeitnehmern der Aufsichtsrat.

GmbH (III) Die Organe der GmbH

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

1.3.3 Überbetriebliche Zusammenarbeit

zu Überbetriebliche Zusammenarbeit

Seite 24 von 86
E. Hartmann BWL WiSe 15/16

StudiezumLeichtbau
derZul<unft
Engineering-
undBel<leid pezialist
ungss zeigen
gemeinsam
Konzeprauto
FULDA.,,EDAGLight Cocoon" lich stark dimensioniertenAlu- zeugstruktur mit einer Außen-
heißt eine Konzeptstudie,die miniumprofi 1eneineGewichts- haut aus wetterbeständigem
auf dem Genfer Auto-Saion ersparnisvon rund z5 Prozent Textil kombiniert. Zum Einsatz
Premierefeiern wird. Im Fokus erzielt. kommt das extrem leichte Ma-
des vom Entwicklungsdienst- Bei dem Sportwagenwurde teriai Texapore Softshell Oz+.
leisterEdagin Partnerschaft
mit die bionischoptimierteund im Die skelettartige, organische
dem Outdoor-Spezialisten fack 3-D-Druckverfahrengefertigte Fahrzeugstruktur wird durch
Wolfskin aufgebauten Fahr- Fahr- eine hinter der Stoffaußen-
zeugs steht der Leichtbau haut installierte LED-
der Zukunft. So wurde Beleuchtungsicht-
bei der Motorhaube bar gemacht.
aus unterschied- DasAutoistbe-
reits das 16.Kon-
EDAG Light zeptfahrzeugdes
Cocoon: Engineeringspe-
Bruchmit zialistenausdem
bestehenden hessischen Fulda.
Paradigmen. Kiaus-Dieter Flörecke

- DieBranchen-
Automobilwoche
[Quelle: - , Ausgabe3, 26.Januar2015,S. 1]
undWirtschaftszeitung

ABWLbeiHartmann:
BezügezurVorlesung

r 1.3.3 Zusammenarbeit,
Überbetriebliche durchlateraleDiversifikation
Synergieeffekte
. 3.3 Kreativitätstechniken

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

2 Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren
2.1 Elementarfaktoren und dispositive Faktoren
2.1.1 Arbeitskraft
geistige Arbeit
menschliche Arbeitskraft +
körperliche Arbeit
Wenn der Anteil der
körperlichen Arbeit überwiegt  ausführende Tätigkeit
geistigen Arbeit überwiegt  dispositiver Faktor

Produktionsfaktoren

Elementar- Dispositive
faktoren Faktoren

menschl. Betriebs-
Material Leitung Planung Organisation
Arbeitskraft mittel

Kriterien für Prämiengewährung

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Formelsammlung Löhne (I)


Zeitlohn = Entlohnung durch Zahlung eines gleichen Lohnsatzes pro Zeiteinheit ohne
Rücksicht auf die Leistung
€
Zeitlohn [€] = geleistete Arbeitszeit [h] * Lohnsatz  
h
Akkordlohn = Entlohnung der geleisteten Arbeitsmenge
Geldakk.:
€  Stück   € 
Stundenlohn   = Stückzahl   * Stücklohn  
h  h   Stück 
Zeitakk.:
€  Stück   min   € 
Stundenlohn   = Stückzahl   * Vorgabezeit   * Minutenfaktor  
h  h   Stück   min 

tarifliche r  €   Akkordzusc hlag [% ] 


 h  * 1 + 100 [% ]

 €  Mindestloh n    
Minutenfak tor  =  min 
 min  60  
 h 
Prämienlohn = Grundlohn + Prämie
 
leistungs- leistungs-
unabh. Teil abh. Teil

Formelsammlung Zeitakkord Löhne (II)


Mindestlohn Vorgabezeit
[€/h] [min/Stück]
+ *
Akkordzuschlag [%]
*
Istleistung
Mindestlohn [€/h]
[Stück/h]
:
100 [%]
= =
Verrechnete
Akkordrichtsatz 60 Minutenfaktor Stundenverdienst
: = * Minuten =
[€/h] [min/h] [€/min] [€/h]
[min/h]
* *
Leistungsgrad Vorgabezeit
[-] [min/Stück]
= =
Stundenverdienst Geldsatz Istleistung Stundenverdienst
* =
[€/h] [€/Stück] [Stück/h] [€/h]

Istleistung
[Stück/h]
:
60 Vorgabezeit Normalleistung
: =
[min/h] [min/Stück] [Stück/h]
=
Leistungsgrad
[-]

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Beispiele (I)

Berechnen Sie den Zeitlohn sowie den Geldakkord- und


Zeitakkord-Stundenlohn.
Und zeigen Sie auf, ab welchen Stückzahlen (2 NK-Stellen)
Unterschiede zwischen den einzelnen Lohnformen bestehen?
• geleistete Arbeitszeit =8h
• Lohnsatz = 20 €/h
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

• Stücklohn = 2,50 €/Stück


• Stückzahl = 8 Stück/h
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

• Stückzahl = 8 Stück/h
• Vorgabezeit = 7,5 min/Stück
• Mindestlohn = 16 €/h
• Zuschlag = 25 %

Geben Sie Ihre Ergebnisse mit 2 Nachkommastellen und Maßeinheit an!

a) Berechnen Sie

* den Zeitlohn sowie

* den Geldakkord-Stundenlohn und

* den Zeitakkord-Stundenlohn.

b) Und zeigen Sie auf, ab welchen Stückzahlen Stundenlohn-Unterschiede


zwischen den einzelnen Lohnformen bestehen?
4 Stundenlohnbereiche

Stundenlohn
bei
* Zeitlohn

* Geldakkord

* Zeitakkord

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Beispiele (II) (Zeitakkord)
E. Hartmann

Mindestlohn = 12 €/h
Akkordzuschlag = 20 %
Leistungsgrad = 1,25
Mindestlohn Vorgabezeit
Istleistung = 15 Stück/h [€/h] [min/Stück]
+ *
Akkordzuschlag [%]
*
Istleistung
Mindestlohn [€/h]
[Stück/h]
:
Normalleistung = 100 [%]
= =
Verrechnete
Akkordrichtsatz 60 Minutenfaktor Stundenverdienst
Akkordrichtsatz = : = * Minuten =
BWL

[€/h] [min/h] [€/min] [€/h]


[min/h]
* *
Minutenfaktor =

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Leistungsgrad Vorgabezeit
[-] [min/Stück]
Vorgabezeit = = =
Stundenverdienst Geldsatz Istleistung Stundenverdienst
[€/h] [€/Stück]
* [Stück/h]
= [€/h]
Geldsatz =

Verrechnete Minuten = Istleistung


[Stück/h]
:
Stundenverdienst = 60 Vorgabezeit Normalleistung
: =
[min/h] [min/Stück] [Stück/h]
=
Leistungsgrad
[-]
WiSe 15/16
Beispiele (III) analog zu Bsp. (I) LÖSUNG Beispiele (III)
Ihnen liegen folgende Angaben für drei Arbeitnehmer vor: Ihnen liegen folgende Angaben für drei Arbeitnehmer vor:

Arbeitszeit = 8 h Arbeitszeit = 8 h
Lohnsatz = 10 €/h Lohnsatz = 10 €/h
------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------
Stücklohn = 20,00 €/Stück Stücklohn = 20,00 €/Stück
Stückzahl = 0,5 Stück/h Stückzahl = 0,5 Stück/h
E. Hartmann

-------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------
Stückzahl = 0,5 Stück/h Stückzahl = 0,5 Stück/h
Vorgabezeit = 120 min/Stück Vorgabezeit = 120 min/Stück
Mindestlohn = 8 €/h Mindestlohn = 8 €/h
Akkord-Zuschlag = 25 % Akkord-Zuschlag = 25 %

Geben Sie Ihre Ergebnisse mit 2 Nachkommastellen und Maßeinheit an! Geben Sie Ihre Ergebnisse mit 2 Nachkommastellen und Maßeinheit an!

a) Berechnen Sie a) Berechnen Sie

* den Zeitlohn sowie * den Zeitlohn sowie = 80 €

* den Geldakkord-Stundenlohn und * den Geldakkord-Stundenlohn und = 10 €/h

* den Zeitakkord-Stundenlohn. = 10 €/h


BWL

* den Zeitakkord-Stundenlohn.

Seite 31 von 86
b) Und zeigen Sie auf, ab welchen Stückzahlen Stundenlohn-
Unterschiede zwischen den einzelnen Lohnformen bestehen?
b) Und zeigen Sie auf, ab welchen Stückzahlen Stundenlohn-
Unterschiede zwischen den einzelnen Lohnformen bestehen?
4 Stundenlohnbereiche

4 Stundenlohnbereiche Stundenlohn
8 bis < 10
< 8 €/h 10 €/h >10 €/h
Stundenlohn bei €/h
* Zeitlohn
bei
Nie Nie Immer Nie
* Zeitlohn
* Geldakkord
0,4 bis <
< 0,4 St/h 0,5 St/h > 0,5 St/h
* Geldakkord 0,5 St/h
* Zeitakkord
Nie < 0,5 St/h 0,5 St/h > 0,5 St/h
* Zeitakkord
WiSe 15/16
E. Hartmann BWL WiSe 15/16

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Engpassproblem 1
Sie sind bei der Firma SCHMIDT – landwirtschaftliche Produkte – als Assistent der
Geschäftsleitung beschäftigt. Schon nach kurzer Zeit fällt Ihnen auf, dass das Futtermittel
MAGO nur auf vorherige Bestellung ausgeliefert wird. Anders könne - so sagt man Ihnen –
der großen Nachfrage nach diesem beliebten Futtermittel nicht nachgekommen werden.
Hierzu erfahren Sie vom Geschäftsleiter folgende Einzelheiten:

„Wir stellen MAGO schon seit einigen Jahren her. Wir brauchen dazu zwei besondere
Getreidesorten, die wir zu Schrot mahlen und denen wir verschiedene Vitamin- und
Mineralstoffe beimengen. Vor dem Mahl- und Mischverfahren muss das Getreide durch
unsere Trocknungsanlage gehen. Nach dem Mahlen und Mischen wird es von einer
Abfüllanlage in Säcke zu 50 kg gefüllt.
Wir verkaufen zurzeit etwa 5000 Sack pro Monat. Die Nachfrage ist schätzungsweise
doppelt so hoch.
Die Mineral- und Vitaminstoffe lassen sich kurzfristig in beliebigen Mengen beschaffen. Beim
Getreide liegen die Dinge nicht ganz so einfach. Mit diesen beiden Spezialsorten können wir
nur einmal im Monat beliefert werden.
Da wir mit normalem Getreide, das wir unverarbeitet weiterverkaufen, gute Umsätze
machen, ist unsere Lagerkapazität für das Spezialgetreide stark begrenzt. Sie liegt derzeit
bei 250 t im Monat.
Durch die Trocknungsanlage werden 35 dz/Betriebsstunde (Betriebsstunde = eine Stunde
ohne Ausfallzeiten) geblasen. Bei dieser Anlage liegt die ablaufbedingte
Arbeitsunterbrechung im Stundendurchschnitt bei 9 min.
Die Mahl- und Mischanlage hat ein Durchsatzgewicht von 50kg/Betriebsminute. Die
Rüstzeit liegt bei 48 min/Tag. An einem Arbeitstag im Monat muss die Anlage wegen
Wartungs- und Überholarbeiten stillstehen.
An der Abfüllvorrichtung kann aller 30 Sekunden ein Sack abgefüllt werden.“

Im Monatsdurchschnitt wird mit 22 Arbeitstagen gerechnet. Die tägliche Arbeitszeit


beträgt inklusive einer einstündigen Mittagspause (für alle Arbeiter gleichzeitig)
9 Stunden.

{Hinweise: * Ausfallzeiten einer Anlage beeinträchtigen den Betrieb der anderen Anlagen
nicht.
* Ausfallzeiten überschneiden sich nicht.
* Das Gewicht und der Preis der Vitamin- und Mineralstoffe werden im
gesamten Beispiel vernachlässigt.}

Bereich Kapazität [Sack/Monat] Engpass


derzeit genutzte gewünschte maximale [Ja/Nein]
Lager
Trockenanlage
M/M-Anlage
Abfüllanlage

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Engpassproblem 2
Zur Herstellung eines Erzeugnisses werden zwei Anlagen genutzt.
* Um das Erzeugnis zu produzieren müssen beide Anlagen durchlaufen werden.
(Eine Anlage kann die andere nicht ersetzen.)
* Es besteht keine zeitliche Abhängigkeit zwischen den Anlagen. (Ausfallzeiten der
einen Anlage beeinträchtigen den Betrieb der anderen Anlage nicht.)
Die jährliche Produktionsmenge betrug bisher 10.000 Tonnen. Die Nachfrage hat sich
erhöht. Deshalb möchten Sie die jährliche Produktionsmenge dieses Erzeugnisses
auf 12.000 Tonnen steigern.
Weisen Sie
 die derzeitige Kapazität jeder Anlage,
 die Engpassanlage und
 die künftige Produktionsmenge für das Erzeugnis in Abhängigkeit
von der Engpassanlage
aus, wenn Ihnen folgende, kapazitätsbestimmende Parameter der Anlagen bekannt
sind und nicht nach Wegen zur Erhöhung der derzeit möglichen Kapazität gesucht
werden soll:
* Anlage 1 {Ausfallzeiten überschneiden sich nicht}
- Diese Anlage ist für den Drei-Schicht-Betrieb zu je 8 Stunden pro Schicht und
an 300 Arbeitstagen im Jahr ausgerichtet.
- An 18 vollen Arbeitstagen pro Jahr werden Wartungs- und Überholarbeiten
durchgeführt.
- Diese Anlage kann nur im Beisein/unter Mitwirkung einer Arbeitskraft betrieben
werden. Dieser Arbeitskraft stehen pro Schicht 45 Minuten Pause zu.
- Zu Beginn jeder Schicht werden 35 Minuten benötigt, um die Anlage
nachzurüsten.
- Die spezifische Leistung dieser Anlage beträgt 35 kg pro Betriebsminute.
* Anlage 2 {Ausfallzeiten überschneiden sich nicht}
- Diese Anlage wird vorwiegend von Frauen bedient und ist deshalb für den
Zwei-Schicht-Betrieb zu je 8 Stunden pro Schicht und an 300 Arbeitstagen im
Jahr ausgelegt.
- Für Reparatur- und Wartungsarbeiten werden in Summe und pro Jahr 12 Tage
benötigt.
- Die Mitarbeiterinnen haben pro Schicht 45 Minuten Pause, die sie gleichzeitig
antreten.
- An jedem dritten Betriebstag werden in der ersten Schicht Rüstarbeiten
durchgeführt, die 110 min dauern.
- Die spezifische Leistung beträgt 50 Kilogramm pro Betriebsminute.

Anlage 1 Anlage 2
derzeitiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr] 10.000 10.000
gewünschtes Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr] 12.000 12.000
derzeitige Kapazität [Tonnen/Jahr]
Engpassanlage [JA oder NEIN]
künftiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Formeln zur Kapazität

Theoretische Leistung K
1  Stück 
K=  h 
tGm
K die pro Zeiteinheit bearbeitbare oder herstellbare Menge an Produkten oder
Teilprodukten
tGm Grundzeit oder Nutzungshauptzeit der Maschine

Technologische Leistung P
1  Stück 
P=  h 
tGm + t H
P die Herstellungsmenge bzw. zu bearbeitbare Menge pro Zeiteinheit, bei der die im
technologischen Arbeitszyklus enthaltenen Grund- und Hilfszeiten berücksichtigt
werden
tH Hilfszeit oder Rüstzeit

Tatsächliche Leistung Q
1  Stück 
Q=  h 
tGm + t H + tv
Q die pro Zeiteinheit zu bearbeitbare oder herzustellbare Menge an Produkten oder
Teilprodukten unter Einbeziehung der (aller) im Leistungsprozess auftretenden
Unterbrechungen:
tv Verlust oder Brachzeit

Koeffizient der Kontinuität der Betriebsmittel ηK


P −
ηK =  − 
K

 Stück 
P = K *η K  h 

Koeffizient der Nutzung des Zeitfonds der Betriebsmittel ηP


Q −
ηP =  − 
P

 Stück 
Q = P *η P  h 

Seite 35 von 86
Bm-Zeit
E. Hartmann

Nutzungszeit Brachzeit tv

Nutzungs- Rüst- arbeits- Außer-


störungs- Ak-
hauptzeit zeit ablauf- betrieb-
bedingt bedingt
tGm tH bedingt nahme

Theoretische Kapazität K
1  Stück 
K= Beispiel:
Koeff. der Kontinuität
BWL

t Gm  h  der Betriebsmittel ηKtGm = 3 min/Stück

Seite 36 von 86
Technologische Kapazität P P  −  t = 2 min/Stück
ηK =   H
K  −  tv = 1 min/Stück
1  Stück 
P=
t Gm + t H  h  Koeff. der Nutzung d. K =
Zeitfonds der Bm ηP P =
Tatsächliche Kapazität Q Q − Q =
ηP =
1  Stück  P  −  ηK =
Q=
t Gm + t H + t v  h  ηP =
WiSe 15/16
E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Nutzungsdauer [http://www.steinert-online/Steuertipps/Beitrag.htm?article=... 26.04.2007]

Beispiele: Betriebsübliche ND = ND * Multiplikator


1.) Bierzelte 8 Jahre
2.) Straßen- und Wegebrücken aus Stahl und Beton 33 Jahre
3.) Straßen- und Wegebrücken aus Holz 15 Jahre
4.) Solaranlagen 10 Jahre
5.) elektr. Vermessungsgeräte 8 Jahre
6.) mechanische Vermessungsgeräte 12 Jahre
7.) PKW 6 Jahre
8.) Traktoren und Schlepper 12 Jahre
9.) Shredder 6 Jahre
Bei ganzjähriger Nutzung schichtabhängiger Anlagegüter:
a) Weniger als 1 Schicht (Testanlagen) 1,20– 1,80
b) Doppelschicht 0,75 -1,00
c) Drei- oder Vierfachschicht 0,50- 1,00

Abschreibung (I)
Abschreibungsplan

erforderliche Inputs:

Anschaffungswert
Betriebsübliche Nutzungsdauer
Abschreibungsverfahren
eventuell zu erwartender Restverkaufserlös

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16
Formeln zur Zeitabschreibung und Leistungsabschreibung
Symbole:
a jährlicher Abschreibungsbetrag
A Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
B Buchwert
i Jahr
LEG erwartetet Gesamtleistung
LT tatsächliche Jahresleistung
ND Nutzungsdauer
p jährlicher Abschreibungssatz
R Restverkaufserlös
a) Lineare Abschreibung
AR  € 
a
ND  Jahr 
100  % 
p
ND  Jahr 
b) Degressive Abschreibung
b1) Geometrisch-degressive Abschreibung
B *p  €  p i  € 
ai  i 1  Jahr  Bi  B0 * (1  )
100  100  Jahr 
zur Probe die "Jurk'sche" Formel

Jahr des Wechsels von geometrisch-degressiv zu linear:


100
i  ND  1
p
i ist das Jahr, in dem der verbleibende lineare Abschreibungsbetrag größer
(selten 'gleich') dem geometrisch-degressiven Abschreibungsbetrag wird.
i ist aufzurunden

b2) Arithmetisch-degressive Abschreibung


1. Schritt: Jahre nummerieren und Nummernfolge addieren
ND
Summe Jahresziffern  i
i 1
2. Schritt: Ermittlung des jährlichen Degressionsbetrages D
A R  € 
D
Summe Jahresziffern  Jahr 
3. Schritt: Ermittlung der jährlichen Abschreibungsbeträge
 € 
ai  D * ( ND  i  1) 
 Jahr 

c) Leistungsbezogene Abschreibung
A R  € 
ai  * LTi 
LEG  Jahr 

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Aufgabe 1 zum Thema: c) geometrisch-degressive Zeitabschreibung (p= 20 %)
Zeitabschreibung und mit Übergang auf lineare Zeitabschreibung

Anschaffungspreis 25.000,- € jährlicher Abschreibungsbetrag


Transportkosten 5.000,- € Abschreibungs- [€/Jahr] Restbuchwert
Kosten Fundament 8.000,- €
Jahr satz [%] geom.-degressiv linear [€]
Verzugszinsen 2.000,- €
Probelauf 4.000,- €
E. Hartmann

1 20
Nutzungsdauer 8 Jahre
2 20
Berechnen Sie aufgrund der oben aufgeführten Ausgangsdaten die jährlichen 3 20
Abschreibungen und die dazugehörigen Restbuchwerte nach folgenden Verfahren:
4 20
a) lineare Zeitabschreibung 5 20
jährlicher
Abschreibungsbetrag Restbuchwert 6 20
Jahr [€/Jahr] [€] 7 20
8 20
1
d) arithmetisch-degressive Zeitabschreibung
2
3 jährlicher
4 Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr i ND-i+1 [€/Jahr] [€]
5
BWL

6
1
7

Seite 39 von 86
2
8
3
b) geometrisch-degressive Zeitabschreibung (p= 20 %) 4
und ohne Übergang auf lineare Zeitabschreibung 5
jährlicher
Abschreibungs- Abschreibungsbetrag Restbuchwert 6
Jahr satz [%] [€/Jahr] [€] 7
8
1 20
2 20
3 20
4 20
5 20
6 20
7 20
WiSe 15/16

8 20
E. Hartmann
E. Hartmann 2. Zeitabschreibung BWL WiSe 15/16
15% goem-degr. 01. Dez. 2012

Aufgabe 2 Aufgabe 2
linear geometrisch-degressiv ohne
jährlicher jährlicher
Abschreibungsbetrag Restbuchwert Abschreibungs- Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr [€/Jahr] [€] Jahr satz [%] [€/Jahr] [€]
80.000,00 80.000,00
1 1 15
2 2 15
3 3 15
4 4 15
5 5 15
6 6 15
7 7 15
8 8 15

Lösung 2 Lösung 2
linear geometrisch-degressiv ohne
jährlicher jährlicher
Abschreibungsbetrag Restbuchwert Abschreibungs- Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr [€/Jahr] [€] Jahr satz [%] [€/Jahr] [€]
0 80.000 0 80.000,00
1 10.000 70.000 1 15 12000,00 68.000,00
2 10.000 60.000 2 15 10200,00 57.800,00
3 10.000 50.000 3 15 8670,00 49.130,00
4 10.000 40.000 4 15 7369,50 41.760,50
5 10.000 30.000 5 15 6264,08 35.496,43
6 10.000 20.000 6 15 5324,46 30.171,96
7 10.000 10.000 7 15 4525,79 25.646,17
8 10.000 0 8 15 3846,93 21.799,24

E. Hartmann 2. Zeitabschreibung
15% goem-degr. 01. Dez. 2012

Aufgabe 2 Aufgabe 2
geometrisch-degressiv mit arithmetisch-degressiv
jährlicher Abschreibungsbetrag jährlicher
Abschreibungs- [€/Jahr] Restbuchwert Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr satz [%] geom.-degressiv linear [€] Jahr i ND-i+1 [€/Jahr] [€]
80.000,00 80.000,00
1 15 1
2 15 2
3 15 3
4 15 4
5 15 5
6 15 6
7 15 7
8 15 8

Lösung 2 i= 2,333333333 =3 Lösung 2


geometrisch-degressiv mit arithmetisch-degressiv
jährlicher Abschreibungsbetrag jährlicher
Abschreibungs- [€/Jahr] Restbuchwert Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr satz [%] geom.-degressiv linear [€] Jahr ND-i+1 [€/Jahr] [€]
0 80.000,00 0 2.222,22 80.000,00
1 15 12.000,00 10.000,00 68.000,00 1 8 17.777,78 62.222,22
2 15 10.200,00 9.714,29 57.800,00 2 7 15.555,56 46.666,67
3 15 8.670,00 9.633,33 48.166,67 3 6 13.333,33 33.333,33
4 15 9.633,33 38.533,33 4 5 11.111,11 22.222,22
5 15 9.633,33 28.900,00 5 4 8.888,89 13.333,33
6 15 9.633,33 19.266,67 6 3 6.666,67 6.666,67
7 15 9.633,33 9.633,33 7 2 4.444,44 2.222,22
8 15 9.633,33 0,00 8 1 2.222,22 0,00
36

Seite 40 von 86
Beachte: Das war unsere erste Seminaraufgabe.
ABER jetzt ist ein Restverkaufserlös von 10.000 € zu berücksichtigen.
E. Hartmann

Aufgabe1 Aufgabe1
linear mit R [€] = 10.000 arithmetisch-degressiv mit R [€] = 10.000
jährlicher jährlicher
Abschreibungsbetrag Restbuchwert Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr [€/Jahr] [€] Jahr i ND-i+1 [€/Jahr] [€]
42.000
1 1
BWL

2 2
3 3

Seite 41 von 86
4 4
5 5
6 6
7 7
8 8
WiSe 15/16
E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Aufgabe 1 leistungsbezogen

LEG [km] 100.000,00

Jahr LTi [km] Abschreibung Restbuchwert


0 40.000,00
1 25.000,00
2 15.000,00
3 40.000,00
4 8.000,00
5 12.000,00

Aufgabe 2 leistungsbezogen

LEG [km] 120.000,00

Jahr LTi [km] Abschreibung Restbuchwert


0 50.000,00
1 25.000,00
2 15.000,00
3 20.000,00
4 8.000,00
5 12.000,00
6 5.000,00
7 15.000,00
8 19.900,00
9 100,00
10 0,00

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Aufg. 1: Abschreibung Geringwertiger Wirtschaftsgüter Aufg. 2: Abschreibung Geringwertiger Wirtschaftsgüter

Variante 1 Variante 1
x  150 150 < x < 1000 1000  x x  150 150 < x < 1000 1000  x
sofort im Bildung eines Jahrespools sofort im Bildung eines Jahrespools
Anschaffungs- ND laut AfA Anschaffungs- ND laut AfA
ND = 5 Jahre ND = 5 Jahre
jahr jahr
E. Hartmann

Variante 2 Variante 2
x  410 410 < x x  410 410 < x
sofort ND laut AfA sofort ND laut AfA
im Anschaffungsjahr im Anschaffungsjahr

Jahr 2011 ND laut AfA Jahr 2012 ND laut AfA

3 Stühle á 100 € ND = 13 Jahre 1 Stuhl á 100


1 Schrank á 910 € ND = 13 Jahre € ND = 13 Jahre
5 Notebooks à 400 € ND = 3 Jahre 3 Schänke á 910 € ND = 13 Jahre
1 Notebook à 380 € ND = 3 Jahre
Abschreibungsbeträge
Variante 1 x  150 150 < x < 1000 Summe Abschreibungsbeträge
1. Jahr Variante 1 x  150 150 < x < 1000 Summe
1. Jahr
BWL

2. Jahr
3. Jahr 2. Jahr
4. Jahr 3. Jahr

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5. Jahr 4. Jahr
5. Jahr
Variante 2 x  410 410 < x Summe
1. Jahr Variante 2 x  410 410 < x Summe
2. Jahr 1. Jahr
3. Jahr 2. Jahr
4. Jahr 3. Jahr
5. Jahr 4. Jahr
6. Jahr 5. Jahr
7. Jahr 6. Jahr
8. Jahr 7. Jahr
9. Jahr 8. Jahr
10. Jahr 9. Jahr
11. Jahr 10. Jahr
12. Jahr 11. Jahr
13. Jahr 12. Jahr
13. Jahr
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Entscheidung:
Entscheidung:
 
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Material

M a te ria l

W erkstoffe B etriebsstoffe

Energie
R ohstoffe

sonstige
H alb- und Betriebsstoffe
Fertigfabrikate

H ilfsstoffe
H andelsw aren

Abb. : Materialarten [Vahs, Schäfer-Kunz 2002; S.173]

Einordnung der Teilaufgaben der M-Wirtschaft


Beschaffungs- Produktions - Distributions-
logistik logistik logistik

Material, Halb- und Fertig- Fertigerzeugnisse


Waren erzeugnisse Waren

Zulief.  Wareneing.lager  Produktionslager  Auslief.lager  Kunden

Entsorgungslogistik (Schrott. Verpackung, zu entsorgende Produkte ....)

Abb.: Phasenspezifische Unterteilung der Logistik


[Vahs, Schäfer Kunz 2002; S. 175]

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Aufgabe 1 zum Thema:


Materialwirtschaft "Fehlmengenkosten"
Die Metallbau-GmbH fertigt Auspuffanlagen (täglich 500 Stück). Sie werden täglich
zum einen an eine Autofirma geliefert, zum anderen gelangen sie über den Handel
als Ersatzteile zum Endverbraucher. Im Lager der Metallbau-GmbH gehen die
Stahlrohre (Bestandteil der Auspuffanlage) aus. Eine kurzfristige Beschaffung ist
nicht möglich. Daher wird folgendes Ersatzmaterial verwendet:

Stahlrohre mit höherer Qualität und höherem Preis (pro Auspuff 3,00 € mehr
Materialkosten) werden für die nächsten 3.000 Auspuffanlagen eingesetzt.

Trotzdem konnte 4 Tage lang keine Auspuffanlage gefertigt und geliefert werden,
weil zu diesem Zeitpunkt auch das Ersatzmaterial nicht zur Verfügung stand. Im
bestehenden Liefervertrag mit der Autofirma ist Folgendes verankert:

Jeder Tag Lieferverzug  Konventionalstrafe von 3.000,00 €.

Mit dem Handel bestehen solche Vereinbarungen nicht, aber eventuell werden
wegen Unzuverlässigkeit in Zukunft weniger Verträge mit der Metallbau-GmbH
abgeschlossen.

 geschätzte langfristige Verluste = 10.000,00 €

Mitarbeiter und Betriebsmittel wurden während der Lieferunfähigkeit anderweitig


eingesetzt.

Ermitteln Sie die Fehlmengenkosten!

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4. Service- oder Lieferbereitschaftsgrad SG


allgemein:

modifiziert (Empfängerseite) und natürlich auch Zeitbetonung sowie für einen


Zeitabschnitt:

N Nachfrage (Lieferung)
M Menge
W Wert

5. Bestellmengenoptimierung
- Grundmodell nach ANDLER -
 Symbole
T Dauer der Planperiode
x Bestellmenge pro Planperiode
q Bestellmenge pro Belieferung
kL Lagerkosten pro Mengeneinheit für die Lagerung während der gesamten Planperiode
KB mengenunabhängige Kosten je Bestellung
k Gesamtkosten je Mengeneinheit, die sich aus der Summe der spezifischen Bestell- und
Lagerkosten ergeben.
 Formeln
K B kL q 2* KB * x 2 * K B * kL
k  * .  qopt  sowie k min  .
q 2 x kL x
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Aufgabe 1 zum Thema:


Kennziffern Lagerwirtschaft
1. In einem Unternehmen wird die Entwicklung der Lagerkennzahlen analysiert.
Dazu liegen folgende Daten vor:
Betriebsteil C
[€]
Jahresmaterialverbrauch 1.900.000
Jahresanfangsbestand 14 200.000
Bestand Mai 14 240.000
Bestand Aug. 14 140.000
Bestand Nov. 14 180.000

Berechnen Sie:

a) den durchschnittlichen Lagerbestand

b) die Umschlaghäufigkeit

c) die Lagerdauer.

d) Wie sollten sich die genannten Kennzahlen entwickeln? (Tendenz)

e) Wie kann man die Umschlaghäufigkeit erhöhen, ohne den


Jahresmaterialverbrauch zu steigern? (Handfeste Maßnahmen!)

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Aufgabe 2 zum Thema:
Kennziffern Lagerwirtschaft
Ein Unternehmen beliefert einen Kunden mit den Produkten A, B und C.
E. Hartmann

Die nachgefragten und realisierten Belieferungen entnehmen Sie bitte der Tabelle.
Berechnen Sie die Kennziffern SGN, SGM und SGW für jedes einzelne Produkt und für alle drei Produkte.

Artikel A á 50 € Artikel B á 200 € Artikel C á100 € Artikel A, B und C


Tag Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung
1. 250 250 50 50 500 500
2. 50
3. 50 100
4. 250 200 50 50
5. 50 50
BWL

6. 50 500
7. 250 250 50 500

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8. 50 50 100
9. 50 100
10. 250 200 50

SGN
SGM
SGW
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Artikel A á 100 € Artikel B á 50 € Artikel C á 200 € Artikel A, B und C
Tag Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung
1. 100 100 200 150 150
2. 200 50 150
E. Hartmann

3. 100 50 50
4. 200 200
5. 100 50 150 150
6. 50
7. 100 100 200 200 50
8. 100
9. 100 100 500 500
10. 200 200

SGN
SGM
SGW
BWL

Lösung
Artikel A á 100 € Artikel B á 50 € Artikel C á 200 € Artikel A, B und C

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Tag Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung Nachfrage Realisierung
1. 100 100 100 200 150 150 150
2. 200 50 150
3. 100 50 50 50
4. 200 200 200
5. 100 50 50 150 150 150
6. 50
7. 100 100 100 200 200 200 50
8. 100
9. 100 100 100 500 500 500
10. 200 200 200

SGN 5 3 60,00 4 3 75,00 5 3 60,00 14 9 64,286


SGM 500 350 70,00 800 750 93,75 900 700 77,78 2.200 1.800 81,818
SGW 50.000 35.000 70,00 40.000 37.500 93,75 180.000 140.000 77,78 270.000 212.500 78,704
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Bestellmengenoptimierung
- Grundmodell nach ANDLER -

Formelwerk

 Symbole
x Bestellmenge pro Planperiode
q Bestellmenge pro Belieferung
kL Lagerkosten pro Mengeneinheit für die Lagerung während der gesamten
Planperiode
KB mengenunabhängige Kosten je Bestellung
k Gesamtkosten je Mengeneinheit, die sich aus der Summe der spezifischen
Bestell- und Lagerkosten ergeben.

 Formeln

K B kL q
k  * .
q 2 x

Das Minimum der Durchschnittskosten liegt an der Stelle k' = 0 mit q  0.


Für die optimale Bestellmenge bei minimalen Durchschnittskosten gelten

2* KB * x 2 * K B * kL
q opt  sowie k min  .
kL x

Übungsaufgabe

 Ausgangsdaten
T 30 Tage (Durchschnittsmonat)
x 3000 Stück eines bestimmten Halbfabrikats
Ein Stück des Halbfabrikats wird zu 80,00 € eingekauft.
kL 10 % des Einstandspreises einer Mengeneinheit
Diese Prozentangabe ist ein Schätzwert, der die Kapitalbindung und die
Belegungskosten für Lagerkapazität berücksichtigt.
KB 500,00 € pro Bestellung

 Aufgabenstellungen
a) Ermitteln Sie zu den gegebenen Bedingungen die kostenoptimale Bestellmenge
und die gesamten Durchschnittskosten k!
b) In welchem Verhältnis stehen die spezifischen Bestell- und Lagerkosten bei
Realisierung der optimalen Bestellmenge?
c) Berechnen Sie die optimale Bestellmenge, wenn sich die Bestellkosten KB
aufgrund der Internalisierung negativer externer Effekte von 500,00 € auf
700,00 € erhöhen!
d) Wie hoch sind die gesamten Durchschnittskosten k nun? Und in welchem
Verhältnis stehen die spezifischen Bestell- und Lagerkosten?

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K B kL q
k = + * mit q opt bei k min und k min an der Stelle k ' = 0, wobei q ≥ 0
q 2 x

− K B kL
k'= 0 = + / *q2
q2 2x

q2 * kL
0 = − KB + / + KB
2x
/ * 2x
/ : kL

K B * 2x
q2 = /
kL

K B * 2x
q opt = dieses q opt in oberste Formel einsetzen (aus Faulheit nur ohne Inhalt )
kL

KB kL
k min = + * / auf rechter Seite Hauptnenner bilden = 2 x und erweitern
2 x

2x * K B kL *
k min = + / = Wurzelinhalt
2x * 2x *

2x * K B
kL *
2x * K B kL
k min = + / k L wegkürzen
2x * 2x *

2x * K B 2x * K B
k min = + / beide Seiten sin d identisch − − > 1 : 1 − Verhältnis !!
2x * 2x *
/ Brüche 2 x kürzen und addieren

2* KB
k min = / ( )2

2 4 * K B2
k min = / kürzen K B und 2 sowie k L hochbringen und
2x * K B
kL

2 * K B * kL
k min =
x

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2.2 Kombination und Substitution der
E. Hartmann

Produktionsfaktoren
r2 r2

x3
2 2A
r2 r2 A
x2 x3
B x2
2B
x1 r2 x1
BWL

2 2A 2B
r1 r1 r1 r1 r1
Limitationale Produktionsfaktoren Substitutionale Produktionsfaktoren

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x x A
r2 x3 r2

B
x2

x1 x2
x1

r1 r1
Ertragsgebirge bei limitationaler Prod.funktion Ertragsgebirge bei substitutionaler Prod.funktion
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1
KG linear mit Kapazitätssprung und 2 BEP
Formeln
absolute Kosten (großes K) spezifische Kosten ( kleines k)
KG - (absolute) gesamte Kosten kG - spez. gesamte Kosten
Kf - (absolute) fixe Kosten kf - spez. fixe Kosten
Kv - (absolute) variable Kosten kv - spez. variable Kosten
KG  K f  Kv kG  k f  kv
x - Ausbringungsmenge
KG Kf Kv
kG  kf  kv 
x x x

 kv * x  K v

K G  K f  kv * x
andere Ausdrücke f. „spezifische Kosten“:
* Stückkosten
* Einheitskosten
* Durchschnittskosten

„Zauberformel“:

K’ - Grenzkosten = die neue entstehenden


oder wegfallenden Kosten der jeweils
letzten Produktionseinheit
Übungsaufgabe (mit Kapazitätssprung)
Das Unternehmen A möchte neben seiner bisherigen Erzeugnispalette auch das Produkt Y
herstellen. Zu Herstellung dieses Erzeugnisses ist eine besondere Anlage erforderlich, die
das Unternehmen noch beschaffen muss.
Für die Planung der Produktion dieses Erzeugnisses mit der neuen Anlage sind dem
Unternehmen folgende Daten bekannt:-
- Bei Herstellung von 100 Stück des Erzeugnisses betragen die Gesamtkosten
500 T€ pro Zeitraum.
- Eine Erhöhung der Ausbringungsmenge um 20 Stück pro Zeitraum verursacht
einen Kostenzuwachs von 40 T€.
- Bei der Produktion des Erzeugnisses kann ein linearer Verlauf der
Gesamtkostenkurve unterstellt werden. Jedoch liegt die Kapazitätsgrenze einer
Anlage bei 200 Stück pro Zeitraum.
- Das Unternehmen plant, 300 Stück des Erzeugnisses und pro Zeitraum
herzustellen.
 Ermitteln Sie für die Stückzahlen x1 = 100, x2 = 120 und x3 = 300
die Kosten Kf1, Kf2, Kf3, kv1, kv2, kv3, KG1, KG2 und KG3!
 Geben Sie die für diesen Sachverhalt geltenden Formeln für die Berechnung der
Gesamtkosten KG in Abhängigkeit von der Ausbringungsmenge x vor und nach
dem Kapazitätssprung an!
 Wie hoch sind die Grenzkosten?
 In welcher Relation (>=<) stehen die Einheitskosten kG bei 150 und bei 300 Stück?
 Der erste Break-Even-Point hat die Koordinaten (150 Stück; 600 T€). Berechnen Sie
die variablen, fixen und gesamten Stückkosten sowie den Erlös pro Stück am ersten
Break-Even-Point.
 Bei welcher Ausbringungsmenge liegt der zweite Break-Even-Point, wenn von einem
linearen Verlauf der Erlöskurve ausgegangen wird?
 Stellen Sie Kf, Kv und KG sowie kf, kv und kG für beide Kapazitätsintervalle grafisch dar!

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KG
Kf
Kv
E
[T€]

1500

1000

500

X
100 200 300 400

kG
12
kf
kv
11
e
[T€/St]

10

X
100 200 300 400

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2
Aufgabe zum Selbststudium
1. Skizzieren und beschriften Sie bitte
 im ersten Diagr. die Kurvenverläufe für die fixen, variablen und gesamten Kosten und
 im zweiten Diagramm die Kurvenverläufe für die fixen, variablen und gesamten
Einheitskosten.
K k

x x
2. Welche Relationen (>, < oder =) bestehen zwischen
- den variablen Durchschnittskosten kv,
- den Grenzkosten K’ und
- dem Kostenzuwachs KG/x?
3. Bei einer Produktionsmenge von 1000 Stück eines Erzeugnisses betragen die
Gesamtkosten 10 T€. Bei einer Ausstoßmenge von nur 500 Stück würden sich die
Gesamtkosten auf 8 T€ belaufen. – Die fixen Kosten sind bei beiden Ausstoßmengen
gleich hoch. –
 Wie hoch sind die fixen Kosten Kf?
 Wie hoch sind die variablen Durchschnittskosten kv?
 Geben Sie die für diesen Sachverhalt geltende Formel an!
4. Skizzieren Sie den Fixkostendegressionseffekt!
5. Skizzieren Sie mit Lineal und beschriften Sie den Break-Even-Point anhand der zwei ihn
verursachenden (linearen!) und der (einen) daraus resultierenden betriebswirt-
schaftlichen Kennziffer(n) in einem Diagramm. Und nennen Sie den deutschen Ausdruck.

nur als Prinzip-Darstellung, also ohne Bezug zu Teilaufgabe 3


und auch ohne Kostensprung

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Lösung der Zusatzaufgaben
1. Skizzieren und beschriften Sie bitte
 im ersten Diagr. die Kurvenverläufe für die fixen, variablen und gesamten Kosten und
 im zweiten Diagramm die Kurvenverläufe für die fixen, variablen und gesamten
Einheitskosten.

K k
KG

Kf
Kv
kG
kv
Kf

kf

x x

2. Welche Relationen (>, < oder =) bestehen zwischen


- den variablen Durchschnittskosten kv,
- den Grenzkosten K’ und
- dem Kostenzuwachs ∆KG/∆x? Lsg.: kv =K'=∆KG/∆x
3. Bei einer Produktionsmenge von 1000 Stück eines Erzeugnisses betragen die
Gesamtkosten 10 T€. Bei einer Ausstoßmenge von nur 500 Stück würden sich die
Gesamtkosten auf 8 T€ belaufen. – Die fixen Kosten sind bei beiden Ausstoßmengen
gleich hoch. –
 ... Kf? Kf = 6 T€ oder 6000 €
 .. kv? kv = 0,004 T€/Stück oder 4 €/Stück
 ... Formel KG= 6 + 0,004 x oder KG = 6000 + 4 x

4. Skizzieren Sie den Fixkostendegressionseffekt! siehe zu 1.) kf


5. Skizzieren Sie mit Lineal und beschriften Sie den Break-Even-Point anhand der zwei ihn
verursachenden (linearen!) und der (einen) daraus resultierenden betriebswirt-
schaftlichen Kennziffer(n) in einem Diagramm. Und nennen Sie den deutschen Ausdruck.

Erlös Kosten
BEP Gewinnschwelle

Gewinn

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3 Die Funktion der Unternehmung im Überblick


3.1 Überblick über die güterwirtschaftlichen Funktionen
und deren Zusammenhänge

Funktionen im Güterstrom

Beschaffung Produktion Absatz

Erlös
Zahlung Finanzierung
Kapital
Funktionen im Geldstrom

3.2 Überblick über die finanzwirtschaftlichen Funktionen

Finanzwirtschaftliche Funktionen

Finanzierung Investition Zahlungsverkehr


Kapitalbeschaffung Kapitalverwendung Kapitalverwaltung

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Finanzierung

I
n
v
e
s
t
i
t
i
o
n
e
n

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E. Hartmann BWL WiSe 15/16

Formeln (statische Investitionsrechnung)

Fixe Kosten:
Abschreibungen * [€/Jahr]
+ Zinsen** [€/Jahr]
+ Gehälter und Gemeinkostenlöhne [€/Jahr]
+ Sonstige fixe Kosten [€/Jahr]
+ Variable Kosten:
Löhne und Lohnnebenkosten [€/Jahr]
+ Material [€/Jahr]
+ Sonstige variable Kosten [€/Jahr]
Gesamte Kosten [€/Jahr]

* lineare Zeitabschreibung
**
Anschaffungskosten Zinssatz
kalkulatorischeZinsen = *
2 100

Formeln (statische Investitionsrechnung)

( Erlöse − Kosten) [€ / Jahr ]


R Re ntabilität [%] = * 100 [%]
durchschnittl.Kapitaleinsatz [€ / Jahr ]

φ Kapitaleinsatz = Anschaffungskosten * 0,5


oder
Anschaffungskosten * 0,5 + Umlaufvermögen * 1

Anschaffungskosten
W Amortisationszeit = [ Jahre]
jährl. Gewinn + jährliche Abschreibungen

Anschaffungskosten [€]
jährlicher Abschreibungsbetrag linear =
Nutzungsdauer [ Jahr ]

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Aufgabe 1: Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und


Amortisationsvergleichsrechnung
Zwei Maschinen stehen für eine Erweiterungsinvestition zur Auswahl:
Maschine 1 Maschine 2 Entscheid.
Anschaffungskosten [€] 100.000 100.000
Nutzungsdauer [Jahre] 8 8
Weitere fixe Kosten [€/Jahr] 7.000 5.000
Variable Kosten [€/Jahr] 140.000 145.000

Maschinenunabhängig sollen voraussichtlich 6.000 Stück/Jahr eines


Erzeugnisses gefertigt. Das Stück wird für 30,- € verkauft.
1. Führen Sie eine Kosten-, Gewinn-, Rentabilitäts- und Amortisations-
vergleichsrechnung durch, und geben Sie an, welche Maschine die
vorteilhaftere ist!
2. Beziehen Sie das Umlaufvermögen, das maschinenunabhängig
35.000 € beträgt, in den Rentabilitätsvergleich ein und zeigen Sie, wie
sich die Rentabilität dadurch verändert!

Aufgabe 2: Amortisationsrechnung
Zwei Maschinen stehen für eine Erweiterungsinvestition zur Auswahl:
Maschine 1 Maschine 2 Entscheid.
Anschaffungskosten [€] 80.000 120.000
Nutzungsdauer [Jahre] 8 8
Durchschn. Gewinn [€/Jahr] 20.000 34.000

Welche Maschine ist unter Zugrundelegung der genannten Daten die


vorteilhaftere?

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Aufgabe 3: Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung


Die Stahlbau-GmbH benötigt zur Herstellung von Zulieferteilen eine Maschine.
Drei Angebote stehen zur Auswahl:

M1 M2 M 3 Entscheid.
Anschaff.kosten [€] 120.000 100.000 80.000
Nutzungsdauer [Jahre] 10 10 10
Leistung [Stück/Jahr] 20.000 20.000 20.000
Zinssatz [%/Jahr] 10 10 10
Gehälter [€/Jahr] 15.000 15.000 15.000
Löhne [€/Jahr] 82.000 88.000 105.000
Material [€/Jahr] 140.000 140.000 140.000

1. Kostenvergleichsrechnung:
a) Welche Maschine ist am günstigsten bei 20.000 Stück/Jahr?
b) Welche Maschine ist am günstigsten bei 8.000 Stück/Jahr?

2. Gewinnvergleichsrechnung auf der Basis, dass jährlich 20.000 Stück


gefertigt und abgesetzt werden:
14,50 €/Stück bei Erzeugung auf M1 und M3
15,20 €/Stück bei Erzeugung auf M2
Welche Maschine ist vorteilhafter?

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Aufgabe 4: Kosten- und Amortisationsvergleichsrechnung

Maschine 1 Maschine 2 Entscheid.


Anschaff.kosten [€] 100.000,00 80.000,00
Nutzungsdauer [Jahre] 5 5
Kapazität [Stück/Jahr] 20.000 18.000
Zinssatz [%/Jahr] 5 5
Gehälter [€/Jahr] 8.000,00 8.000,00
Löhne [€/Stück] 3,00 5,00
Material [€/Stück] 5,00 5,00
Sonst. fixe Kosten [€/Jahr] 5.000,00 6.000,00
Sonst. var. Kosten [€/Jahr] 10.000,00 12.000,00

1. Führen Sie für folgende 2 Investitionsobjekte eine Kostenvergleichs-


rechnung durch:
a) Ermitteln Sie für Maschine 1 und Maschine 2 die
Gesamtkosten/Stück.
b) Welche Maschine ist nach der Kostenvergleichsrechnung die
günstigere?

2. Für die Produkte kann auf dem Markt ein Erlös in Höhe von 15 €/Stück
erzielt werden.

a) Welche der beiden Maschinen ist nach der


Amortisationsvergleichsrechnung die günstigere?
b) Was sagt die Wiederbeschaffungszeit generell aus?

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BWL_Prüfungsschwerpunkte Punkte

1. Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre


1.1. Grundbegriffe - Bedürfnis, Bedarf, Güter - bis 15 P
1.2. Die Wirtschaftseinheiten bis 15 P
Wirtschaftlichkeitsprinzip bis 20 P
1.3. Konstitutive betriebliche Entscheidungen bis 05 P
1.3.1. Standort/Standortfaktoren bis 10 P
Nutzwertanalyse bis 10 P
1.3.2. Rechtsformen der Unternehmungen bis 10 P
OHG-Rechnung bis 10 P
1.3.3. Zusammenarbeit/Kooperation, Konzentration, Fusion bis 10 P

2. Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren
2.1. Elementarfaktoren und dispositive Faktoren bis 05 P
2.1.1. Arbeitskraft bis 05 P
Lohnarten und Lohnberechnungen bis 15 P
2.1.2. Betriebsmittel bis 05 P
Kapazitäts-/Engpassrechnung bis 10 P
Abschreibungen bis 20 P
2.1.3. Material bis 10 P
Kennziffern der Lagerwirtschaft bis 20 P
Bestellmengenoptimierung bis 20 P
2.2. Kombination und Substitution der Produktionsfaktoren bis 05 P
Linearer Verlauf der Gesamtkostenkurve bis 25 P

3. Die Funktion der Unternehmung im Überblick


3.1. Die güterwirtschaftlichen Funktionen im Überblick bis 10 P
3.2. Die finanzwirtschaftlichen Funktionen im Überblick bis 10 P
Statische Investitionsrechnung bis 20 P
3.3. Absatzwirtschaftliche Betrachtungen/Kreativitätstechniken bis 20 P

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Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Prüferin: Prof. Dr. E. Hartmann

Musterklausur
im Modul Betriebswirtschaftslehre

am TT.MM.JJ

___________________________________________________________________________
Name: Studiengang/-gruppe:
Vorname: Matrikel-Nr.:
___________________________________________________________________________
Maximal erreichbare Punktzahl : 100
Erreichte Punktzahl:
Bearbeitungszeit: 90 min Note:
Zugelassene Hilfsmittel: Formelsammlung liegt bei :
Taschenrechner OHNE Alphabet-Eingabemöglichkeit
___________________________________________________________________________

1. Für die Prüfung gilt die Prüfungsordnung Ihres Studienganges an der Hochschule für
Technik und Wirtschaft Dresden.

2. An Ihrem Prüfungsplatz dürfen sich nur Schreibgeräte, Taschenrechner, Formelsammlung


und die Prüfungsaufgaben sowie Ausweise lt. Pkt. 3 befinden.
Taschen, Mobiltelefone (ausgeschaltet), Unterlagen u. Ä. sind außer Reichweite abzulegen.

3. Legen Sie bitte ein Personaldokument (mit Lichtbild) bzw. Ihren Studentenausweis am
Platz bereit.

4. Beantworten Sie die Fragen bitte direkt auf dem Aufgabenblatt. Eigenes Papier ist nicht
zugelassen.

5. Bei Beendigung der Prüfung sind alle Klausurblätter abzugeben.

Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg!

Die Aufgabenblätter sind beidseitig bedruckt!

Musterklausur
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Komplex: Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip


Schema:

Ergebnis
  Effizienzkennziffer (Normalform)
Aufwand
Produktivität

Ausbringungsmenge
P
Faktoreneinsatz
Weitere Beispiele:

erzeugte Menge  Stück 


Materialproduktivität   
Materialeinsatz  kg 

erzeugte Menge  Stück 


Arbeitsproduktivität   
Arbeitsstunden  h 

erzeugte Menge  Stück 


Betriebsmittelproduktivität   
Maschinenstunden  Mh 

Wirtschaftlichkeit

wertmäßiger Faktorertrag ( € )
W
wertmäßiger Faktoreinsatz (€)

Rentabilität

Gewinn
R  100 (%)
Aufwand
Weitere Beispiele:

Gewinn
Umsatzrentabilität   100 (%)
Umsatz

Gewinn
Eigenkapitalrentabilität   100 (%)
Eigenkapital

Andere Möglichkeiten:

Aufwand
  Intensitätskennziffer
Ergebnis

Beispiel dazu:

Materialeinsatz  kg 
Materialintensität   
erzeugte Menge  Stück 

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1. Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip 15

In einer Geflügelmastanlage werden Jungmastenten aufgezogen, wobei spezielles Kraftfutter


verwendet wird. Es gelten folgende Ausgangsdaten:
* Jahresproduktionsmenge 2.000 Enten/Jahr
* Verkaufspreis 9,00 €/Ente
* Kraftfutterkosten 6,00 €/Ente
* benötigte Kraftfuttermenge 4.000 kg
für die Jahresproduktionsmenge

Geben Sie die Ergebnisse bitte mit 2 Nachkommastellen an!

a) Ermitteln Sie die Kennzahlen Produktivität und Wirtschaftlichkeit (7,0 Punkte)


für diesen Prozess!

b) Um welchen Prozentsatz verändert sich die Wirtschaftlichkeit, wenn (5,0 Punkte)


es dem Unternehmen durch günstigeren Futtermitteleinkauf gelingt,
den Einkaufspreis für Kraftfutter um 0,30 €/kg zu senken?

c) Welchen Einfluss hat der neue Einkaufspreis auf die Produktivität? (3,0 Punkte)
Begründen Sie Ihre Meinung.

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2. Konstitutive Entscheidung 10

a) Nennen Sie die 7 Rechtsform-Merkmale. (3,5 Punkte)

b) Kommentieren Sie diese 7 Merkmale anhand der Rechtsform des (6,5 Punkte)
Einzelunternehmens!

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3. Engpassproblem 10
Zur Herstellung eines Erzeugnisses werden zwei Anlagen genutzt.
* Um das Erzeugnis zu produzieren, müssen beide Anlagen durchlaufen werden. (Eine
Anlage kann die andere nicht ersetzen.)
* Es besteht keine zeitliche Abhängigkeit zwischen den Anlagen. (Ausfallzeiten der
einen Anlage beeinträchtigen den Betrieb der anderen Anlage nicht.)
Die jährliche Produktionsmenge betrug bisher 18.000 Tonnen. Die Nachfrage hat sich erhöht.
Deshalb möchten Sie die jährliche Produktionsmenge dieses Erzeugnisses auf 21.000 Tonnen
steigern.
Weisen Sie
a) das derzeitige Produktionsprogramm jeder Anlage, (0,5 Punkte)
b) das gewünschte Produktionsprogramm jeder Anlage, (0,5 Punkte)
c) die derzeitige Kapazität jeder Anlage, (6,0 Punkte)
d) die Engpassanlage und (1,0 Punkte)
e) das künftige Produktionsprogramm jeder Anlage (2,0 Punkte)
aus, wenn Ihnen folgende, kapazitätsbestimmende Parameter der Anlagen bekannt sind und
nicht nach Wegen zur Erhöhung der derzeit möglichen Kapazität gesucht werden soll:
* Die zwei Anlagen sind für den Zwei-Schicht-Betrieb zu je 8 Stunden an
260 Arbeitstagen im Jahr ausgerichtet.
* Anlage 1
- An zehn vollen Arbeitstagen pro Jahr werden Wartungsarbeiten durchgeführt.
- An jedem zweiten Betriebstag werden 60 Minuten für Rüstarbeiten benötigt.
- Diese Anlage kann nur im Beisein/unter Mitwirkung einer Arbeitskraft betrieben
werden. Dieser Arbeitskraft stehen pro Schicht 45 Minuten Pause zu.
- Die spezifische Leistung dieser Anlage beträgt 7 Tonnen pro Betriebsstunde.
* Anlage 2
- Diese Anlage ist vollautomatisch. (Ausfallzeiten für Mitarbeiterpausen entstehen
nicht.)
- Für Reparatur-, Wartungs- und Rüstarbeiten werden in Summe und pro Jahr 20
Tage benötigt.
- Die spezifische Leistung beträgt 85 Kilogramm pro Betriebsminute.
Anlage 1 Anlage 2
derzeitiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]
gewünschtes Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]
derzeitige Kapazität [Tonnen/Jahr]
Engpassanlage [Ja oder Nein]
künftiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]

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Formeln zur Zeitabschreibung und Leistungsabschreibung
Symbole:
a jährlicher Abschreibungsbetrag
A Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
B Buchwert
i Jahr
LEG erwartetet Gesamtleistung
LT tatsächliche Jahresleistung
ND Nutzungsdauer
p jährlicher Abschreibungssatz
R Restverkaufserlös
a) Lineare Abschreibung
AR  € 
a
ND  Jahr 
100  % 
p
ND  Jahr 
b) Degressive Abschreibung
b1) Geometrisch-degressive Abschreibung
B *p  €  p i  € 
ai  i 1  Jahr  Bi  B0 * (1  )
100 100  Jahr 
zur Probe die "Jurk'sche" Formel

Jahr des Wechsels von geometrisch-degressiv zu linear:


100
i  ND  1
p
i ist das Jahr, in dem der verbleibende lineare Abschreibungsbetrag größer
(selten 'gleich') dem geometrisch-degressiven Abschreibungsbetrag wird.
i ist aufzurunden

b2) Arithmetisch-degressive Abschreibung


1. Schritt: Jahre nummerieren und Nummernfolge addieren
ND
Summe Jahresziffern  i
i 1
2. Schritt: Ermittlung des jährlichen Degressionsbetrages D
A R  € 
D
Summe Jahresziffern  Jahr 
3. Schritt: Ermittlung der jährlichen Abschreibungsbeträge
 € 
ai  D * ( ND  i  1) 
 Jahr 

c) Leistungsbezogene Abschreibung
A R  € 
ai  * LTi 
LEG  Jahr 

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4. Abschreibungsverfahren 20

Ein Unternehmen beschafft ein Betriebsmittel mit folgenden Daten:


* Anschaffungskosten = 140.000 €
* betriebliche Nutzungsdauer = 5 Jahre
* kein Resterlös
a) Wenden Sie zunächst das lineare Abschreibungsverfahren an. Stellen (5,0 Punkte)
Sie den Abschreibungsplan vollständig für alle Jahre der
Nutzungsdauer in einer Tabelle dar.

b) Wenden Sie danach für den o. g. Fall das arithmetisch-degressive (5,0 Punkte)
Abschreibungsverfahren an und stellen Sie auch dafür den
Abschreibungsplan dar.

c) Wenden Sie nun für den o. g. Fall das geometrisch-degressive (8,0 Punkte)
Abschreibungsverfahren (p = 20 %) ohne Übergang zum linearen
Verfahren an und stellen Sie auch dafür den Abschreibungsplan dar.

d) Welchem dieser drei angewandten Verfahren würden Sie den (2,0 Punkte)
Vorzug geben und warum?

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5. Produktionsfunktion KG linear mit Kostensprung 15

Bei einer Ausbringungsmenge von 2.000.000 Stück betragen die Gesamtkosten


3.000.000,00 €. Bei Steigerung der Ausbringungsmenge um 10 % (ohne Veränderung der
Anlagenzahl) entstehen Gesamtkosten in Höhe von 3.150.000,00 €.
Die Steigerung der Produktion auf über 3.000.000 Stück macht eine 2. Anlage erforderlich,
die zusätzlich die gleichen fixen Kosten Kf wie die Anlage 1 verursacht.

a) Berechnen Sie für beide Kapazitätsintervalle I und II (6,0 Punkte)


* die fixen Kosten Kf sowie
* die variablen Durchschnittskosten kv.

b) Geben Sie nun die für diesen Sachverhalt geltenden Formeln (4,0 Punkte)
(Gleichung mit je einer abhängigen und einer unabhängigen
Variablen) für die Gesamtkostenkurve vor und nach dem
Kapazitätssprung an!

c) Skizzieren Sie mit Lineal und beschriften Sie im nachstehenden (5,0 Punkte)
Diagramm folgende Kurven zu oben stehender Aufgabe, wenn für
das Produkt ein Erlös in Höhe von 1,50 €/Stück erzielt werden kann:
* die absoluten Kosten KG,
* den Erlös E und den Gewinn G.
Kennzeichnen Sie in jedem Kapazitätsintervall den Break Even
Point. {=zeichnerische Ermittlung des BEP}
KG, G, E

10 Mio
9 Mio

8 Mio

7 Mio

6 Mio

5 Mio

4 Mio

3 Mio
2 Mio

1 Mio

0
x
1 Mio

2 Mio

3 Mio

4 Mio

5 Mio

6 Mio

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6. Statische Investitionsrechnung 10

Für zwei mögliche Investitionsobjekte liegen folgende Angaben vor:

a) Ermitteln Sie nach der Amortisationsvergleichsrechnung die (8,0 Punkte)


günstigste Variante!
(Geben Sie Ihre Ergebnisse bitte mit 2 Nachkommastellen an!)
Maschine 1 Maschine 2 Entscheidung
Anschaffungskosten [€] 2.000.000,00 1.500.000,00
Nutzungsdauer [Jahre] 5 5
geplante Produktion [Stück/Jahr] 100.000 100.000
Gesamtkosten [€/Jahr] 2.000.000,00 1.200.000,00
geplanter Erlös [€/Stück] 25,00 24,00

b) Welche Informationen liefert die Amortisationszeit? (2,0 Punkte)

7. "Begriffe/Theorie" 20

a) Beschreiben Sie kurz den Unterschied zwischen einem Betrieb und (4,0 Punkte)
einem Unternehmen!

b) Welche Informationen liefert die Rentabilität? (2,0 Punkte)


{R= (Gewinn/eingesetztes Kapital)*100%}

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c) Nennen Sie die 7 R der Logistik? (4,0 Punkte)

d) In welche 2 Kategorien unterteilt man die Kreativitätstechniken? (3,0 Punkte)


Und nennen Sie je 2 dazugehörige Techniken!

e) Skizzieren Sie das Schema "Teilaufgaben der Materialwirtschaft" (7,0 Punkte)


und stellen Sie darin auch den stofflichen und Informationsfluss dar!

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Reserveblatt z.B. für Diagramme und Nebenrechnungen

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Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Prüferin: Prof. Dr. E. Hartmann

Musterklausur-LÖSUNG
im Modul Betriebswirtschaftslehre

am TT.MM.JJ

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1. Kennziffern zum Wirtschaftlichkeitsprinzip 15
In einer Geflügelmastanlage werden Jungmastenten aufgezogen, wobei spezielles Kraftfutter
verwendet wird. Es gelten folgende Ausgangsdaten:
* Jahresproduktionsmenge 2.000 Enten/Jahr
* Verkaufspreis 9,00 €/Ente
* Kraftfutterkosten 6,00 €/Ente
* benötigte Kraftfuttermenge 4.000 kg
für die Jahresproduktionsmenge
Geben Sie die Ergebnisse bitte mit 2 Nachkommastellen an!
a) Ermitteln Sie die Kennzahlen Produktivität und Wirtschaftlichkeit (7,0 Punkte)
für diesen Prozess!
erzeugteMenge  Enten 
Materialproduktivität ( P) 
Materialeinsatz  kg 
a)

2.000 Enten Enten (3+1)


P  0,50
4.000 kg kg

wertmäßiger Faktorertrag  € 
Wirtschaftlichkeit 
wertmäßigerFaktoreinsatz  € 
9,0 € / Ente €
W  1,50 bzw. 1,5 (2+1)
6,0 € / Ente €

b) Um welchen Prozentsatz verändert sich die Wirtschaftlichkeit, wenn (5,0 Punkte)


es dem Unternehmen durch günstigeren Futtermitteleinkauf gelingt,
den Einkaufspreis für Kraftfutter um 0,30 €/kg zu senken?
b) vorangestellte Nebenrechungen, um den „alten“ Einkaufspreis pro kg zu ermitteln
: Outputmenge [ Enten] Verkaufspreis [€ / Ente]
W *
Inputmenge [kg ] Einkaufspreis [€ / kg ]
2.000 Enten 9,0 € / Ente € 2.000 E. 9,0 € / E. 9,0 € / E. 2
1,50  * x  3,00 oder *     x  *6  3
4.000 kg x kg 4.000 kg x 6,0 € / E. 4
um die neue Wirtschaftlichkeit zu berechnen
Outputmenge [ Enten] Verkaufspreis  € 
Wneu  *
Inputmenge [kg ] Einkaufspreisneu  € 
2.000 Enten 9,0 € / Ente €
Wneu  *  1, 66 bzw. 1, 66 Hinweis: Runden Sie nicht unnötig auf 1,67.
4.000 kg 2,7 € / kg €
um die neue W in Prozent zu ermitteln
100 : 1,5  x : 1, 66 x  111,11

W steigt um 11,11 %. (5)

c) Welchen Einfluss hat der neue Einkaufspreis auf die Produktivität? (3,0 Punkte)
Begründen Sie Ihre Meinung.
c) keinen Einfluss auf die Materialproduktivität (1)
Die Materailproduktivität ist eine reine Mengen-Kennziffer (1)
Es handelte sich nur um wertmäßige Änderungen, die die Materialproduktivität also nicht betreffen. (1)

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2. Konstitutive Entscheidung 10

a) Nennen Sie die 7 Rechtsform-Merkmale. (3,5 Punkte)

7 * 0,5 P
(1) Rechtsgrundlage,
(2) Firma,
(3) Gründung,
(4) Geschäftsführung,
(5) Haftung,
(6) Gewinn- und Verlustverteilung,
(7) Organe

b) Kommentieren Sie diese 7 Merkmale anhand der Rechtsform des (6,5 Punkte)
Einzelunternehmens!

1,0 P (1) Rechtsgrundlage ist das HGB.


1,0 P (2) Firma muss den Kaufmann in geeigneter Weise kennzeichnen z. B. e. K.
1,0 P (3) Bei Gründung muss die Eintragung ins Handelsregister erfolgen.
1,0 P (4) Geschäftsführung liegt beim Kaufmann selbst.
1,0 P (5) Er haftet allein und unbeschränkt.
1,0 P (6) Gewinn- und Verlustverteilung ist nicht notwendig. Er entscheidet allein.
0,5 P (7) Organe KEINE

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3. Engpassproblem 10
Zur Herstellung eines Erzeugnisses werden zwei Anlagen genutzt.
* Um das Erzeugnis zu produzieren, müssen beide Anlagen durchlaufen werden. (Eine
Anlage kann die andere nicht ersetzen.)
* Es besteht keine zeitliche Abhängigkeit zwischen den Anlagen. (Ausfallzeiten der
einen Anlage beeinträchtigen den Betrieb der anderen Anlage nicht.)
Die jährliche Produktionsmenge betrug bisher 18.000 Tonnen. Die Nachfrage hat sich erhöht.
Deshalb möchten Sie die jährliche Produktionsmenge dieses Erzeugnisses auf 21.000 Tonnen
steigern.
Weisen Sie
a) das derzeitige Produktionsprogramm jeder Anlage, (0,5 Punkte)
b) das gewünschte Produktionsprogramm jeder Anlage, (0,5 Punkte)
c) die derzeitige Kapazität jeder Anlage, (6,0 Punkte)
d) die Engpassanlage und (1,0 Punkte)
e) das künftige Produktionsprogramm jeder Anlage (2,0 Punkte)
aus, wenn Ihnen folgende, kapazitätsbestimmende Parameter der Anlagen bekannt sind und
nicht nach Wegen zur Erhöhung der derzeit möglichen Kapazität gesucht werden soll:
* Die zwei Anlagen sind für den Zwei-Schicht-Betrieb zu je 8 Stunden an
260 Arbeitstagen im Jahr ausgerichtet.
* Anlage 1
- An zehn vollen Arbeitstagen pro Jahr werden Wartungsarbeiten durchgeführt.
- An jedem zweiten Betriebstag werden 60 Minuten für Rüstarbeiten benötigt.
- Diese Anlage kann nur im Beisein/unter Mitwirkung einer Arbeitskraft betrieben
werden. Dieser Arbeitskraft stehen pro Schicht 45 Minuten Pause zu.
- Die spezifische Leistung dieser Anlage beträgt 7 Tonnen pro Betriebsstunde.
* Anlage 2
- Diese Anlage ist vollautomatisch. (Ausfallzeiten für Mitarbeiterpausen entstehen
nicht.)
- Für Reparatur-, Wartungs- und Rüstarbeiten werden in Summe und pro Jahr 20
Tage benötigt.
- Die spezifische Leistung beträgt 85 Kilogramm pro Betriebsminute.
Anlage 1 Anlage 2
derzeitiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]
gewünschtes Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]
derzeitige Kapazität [Tonnen/Jahr]
Engpassanlage [Ja oder Nein]
künftiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr]
Anlage 1 Anlage 2
derzeitiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr] 18.000 0,5P 18.000
gewünschtes Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr] 21.000 0,5P 21.000
derzeitige Kapazität [Tonnen/Jahr] 4,0P 24.500 2,0P 19.584
Engpassanlage [Ja oder Nein] 0,5P Nein 0,5P Ja
künftiges Produktionsprogramm [Tonnen/Jahr] 1,0P 19.584 1,0P 19.584

60
(480   45) min
(260  10)Tage 2 Sch. 4 7t h t
* * * *  24.500,0
Jahr Tag Sch. h 60 min Jahr
(260  20)Tage 2 Sch. 480 min 85kg 1t t
* * * *  19.584,0
Jahr Tag Sch. min 1000kg Jahr

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4. Abschreibungsverfahren 20

Ein Unternehmen beschafft ein Betriebsmittel mit folgenden Daten:


* Anschaffungskosten = 140.000 €
* betriebliche Nutzungsdauer = 5 Jahre
* kein Resterlös
a) Wenden Sie zunächst das lineare Abschreibungsverfahren an. Stellen (5,0 Punkte)
Sie den Abschreibungsplan vollständig für alle Jahre der
Nutzungsdauer in einer Tabelle dar.

b) Wenden Sie danach für den o. g. Fall das arithmetisch-degressive (5,0 Punkte)
Abschreibungsverfahren an und stellen Sie auch dafür den
Abschreibungsplan dar.

c) Wenden Sie nun für den o. g. Fall das geometrisch-degressive (8,0 Punkte)
Abschreibungsverfahren (p = 20 %) ohne Übergang zum linearen
Verfahren an und stellen Sie auch dafür den Abschreibungsplan dar.

d) Welchem dieser drei angewandten Verfahren würden Sie den (2,0 Punkte)
Vorzug geben und warum?

Lösung Musterklausur
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Lösung
140.000 € 5 Jahre ND 0,0 € Resterlös

a) linear
lineare Abschr. Restbuchwert
Jahr a [€] [€]
140.000,000
1 28.000,000 112.000,000 1,0 P
2 28.000,000 84.000,000 1,0 P
3 28.000,000 56.000,000 1,0 P
4 28.000,000 28.000,000 1,0 P
5 28.000,000 0,000 1,0 P

b) arithmetisch-degressiv
Degressions- jährlicher
betrag Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr D [€] ai [€] [€]
140.000,000
1 5 9333,333 46666,667 93.333,333 1,0 P
2 4 9333,333 37333,333 56.000,000 1,0 P
3 3 9333,333 28000,000 28.000,000 1,0 P
4 2 9333,333 18666,667 9.333,333 1,0 P
5 1 9333,333 9333,333 0,000 1,0 P
kum. 15

c) geometrisch-degressiv
jährlicher
Abschreibungs- Abschreibungsbetrag Restbuchwert
Jahr satz [%] ai [€] [€]
140.000,000
1 20 28000,00 112000,00 1,0 P
2 20 22400,00 89600,00 1,0 P
3 20 17920,00 71680,00 1,0 P
4 20 14336,00 57344,00 1,0 P
5 20 11468,80 45875,20 1,0 P

d) 1,0 P Das arithmetisch-degressive ist besser,


1,0 P da in den ersten Jahren mehr abgeschrieben werden kann und auch kein Restwert bleibt

Lösung Musterklausur
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5. Produktionsfunktion KG linear mit Kostensprung 15
Bei einer Ausbringungsmenge von 2.000.000 Stück betragen die Gesamtkosten
3.000.000,00 €. Bei Steigerung der Ausbringungsmenge um 10 % (ohne Veränderung der
Anlagenzahl) entstehen Gesamtkosten in Höhe von 3.150.000,00 €.
Die Steigerung der Produktion auf über 3.000.000 Stück macht eine 2. Anlage erforderlich,
die zusätzlich die gleichen fixen Kosten Kf wie die Anlage 1 verursacht.
a) Berechnen Sie für beide Kapazitätsintervalle I und II (6,0 Punkte)
* die fixen Kosten Kf sowie
* die variablen Durchschnittskosten kv.
 KG 150.000 €
k vI    0,75 € / Stück k vII  k vI  0,75 € / Stück (1Zahl+1Zahl+1ME)
x 200.000 Stück

K If1  K G1  k v * x1  3.000.000€  0,75 * 2.000.000 Stück  1.500.000 €
Stück (1+1+1)
K II
f  3.000.000 €

b) Geben Sie nun die für diesen Sachverhalt geltenden Formeln (4,0 Punkte)
(Gleichung mit je einer abhängigen und einer unabhängigen
Variablen) für die Gesamtkostenkurve vor und nach dem
Kapazitätssprung an!
I
K G  1.500.000  0,75 x (2)
II
K G  3.000.000  0,75 x (2)
c) Skizzieren Sie mit Lineal und beschriften Sie im nachstehenden (5,0 Punkte)
Diagramm folgende Kurven zu oben stehender Aufgabe, wenn für
das Produkt ein Erlös in Höhe von 1,50 €/Stück erzielt werden kann:
* die absoluten Kosten KG,
* den Erlös E und den Gewinn G.
Kennzeichnen Sie in jedem Kapazitätsintervall den Break Even
Point. {=zeichnerische Ermittlung des BEP}
1P KGI plus KGII KG, G, E
1P E
1P GI plus GII 10 Mio
1P BEPI 9 Mio
1P BEPII E
8 Mio
Hier nur verkleinertes Klausur-Diagramm
KG, G, E 7 Mio
10 Mio KG
6 Mio BEP 2
9 Mio

8 Mio 5 Mio
7 Mio
4 Mio
6 Mio

5 Mio 3 Mio BEP 1


4 Mio 2 Mio
3 Mio G
2 Mio 1 Mio
1 Mio
0 Mio
0 x
1 Mio

2 Mio

3 Mio

4 Mio

5 Mio

6 Mio

x
1 Mio

2 Mio

3 Mio

4 Mio

5 Mio

6 Mio

Lösung Musterklausur
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6. Statische Investitionsrechnung 10

Für zwei mögliche Investitionsobjekte liegen folgende Angaben vor:

a) Ermitteln Sie nach der Amortisationsvergleichsrechnung die (8,0 Punkte)


günstigste Variante!
(Geben Sie Ihre Ergebnisse bitte mit 2 Nachkommastellen an!)
Maschine 1 Maschine 2 Entscheidung
Anschaffungskosten [€] 2.000.000,00 1.500.000,00
Nutzungsdauer [Jahre] 5 5
geplante Produktion [Stück/Jahr] 100.000 100.000
Gesamtkosten [€/Jahr] 2.000.000,00 1.200.000,00
geplanter Erlös [€/Stück] 25,00 24,00

Lösung
Abschreibungen [€/Jahr] 400.000,00 300.000,00
G= E-K [€/Jahr] 500.000,00 1.200.000,00
W=AK/(G+A) [Jahre] 2,2222 1,0000 M2 3+3+2 P

b) Welche Informationen liefert die Amortisationszeit? (2,0 Punkte)

2,0 P W gibt an, nach wie viel Jahren das Geld (in Höhe der Anschaffungskosten)
zurückgeflossen ist und damit für neue Investitionen zur Verfügung steht.

7. "Begriffe/Theorie" 20

a) Beschreiben Sie kurz den Unterschied zwischen einem Betrieb und (4,0 Punkte)
einem Unternehmen!
2,0 P Der Betrieb ist nur die Stätte der Produktion.
2,0 P Das Unternehmen ist der Betrieb mit finanziellem und rechtlichem Rahmen.

b) Welche Informationen liefert die Rentabilität? (2,0 Punkte)


{R= (Gewinn/eingesetztes Kapital)*100%}

2,0 P R = Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

Lösung Musterklausur
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c) Nennen Sie die 7 R der Logistik? (4,0 Punkte)

1*2,0 P für 3 R
1*2,0 P für weiter 4 R
* das richtiges Produkt
* in der richtigen Menge
* beim richtigen Kunden
* am richtigen Ort
* zur richtigen Zeit
* zu den richtigen Kosten
* in der richtigen Gestalt (Qualität)

d) In welche 2 Kategorien unterteilt man die Kreativitätstechniken? (3,0 Punkte)


Und nennen Sie je 2 dazugehörige Techniken!

0,5 P intuitiv-kreative Techniken


0,5 P Brainwriting
0,5 P Brainstorming
oder Semantische Intuition
0,5 P systematisch-analytische Techniken
0,5 P morphologischer Kasten
0,5 P morphologische Matrix
oder Attribute Listing

e) Skizzieren Sie das Schema "Teilaufgaben der Materialwirtschaft" (7,0 Punkte)


und stellen Sie darin auch den stofflichen und Informationsfluss dar!
2,0 P 3 Komponenten Beschaffung Produktion Absatz
1,0 P 2 Komponenten Zulieferer und Kunden
1,0 P Infofluss klassisch
1,0 P Infofluss EDV-Ära
1,0 P Stofffluss
1,0 P Entsorgungsfluss

Beschaffungs- Produktions- Distributions-


logistik logistik logistik

Material, Halb- und Fertig- Ferigerzeugnisse,


Waren erzeugnisse Waren

Wareneingangs- Produktions- Auslieferungs-


Zulieferer Kunden
lager lager lager

Entsorgungs-
Informationsfluss klassich logistik
Informationsfluss im EDV-Zeitalter
Stofffluss
Stofffluss Entsorgung

Lösung Musterklausur
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