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M. HENSOLDT & SOEHNE Opt. Werke A-G, Wetzlar cOPYRIGHT 2 1940 BY DjE0U) tT) S°C HER VERLAG BEx LIN L’ESPRESSO ASIATICO Bei Sonnenaufgang verlassen wir das Fahrschiff in Fusan. Uber den weifien Wolk- chen, die am Himmel stehen, zeichnet sich, wie von einem Pastellstift gezogen. eine zarte Réte ab. Uns ist ein wenig wehmiitig ums Herz, als wir den Dampfer, der uns hergebracht hat, zum letztenmal betrachten. Er hatte uns wieder einmal etwas geschenkt, was man wohl immer beim Betreten eines Schiffes empfindet: die Sehnsucht nach der Weite. Eines steht fest: menschlicher Voraussicht nach wird es einige Zeit dauern, bis wir’ dieses schéne Gefiihl wieder verspiiren. Was jetzt unser harrt, sind Exprefziige. Auf dem Schild des Wagens, der uns fiir die nachsten vierundzwanzig Stunden be- herbergen soll, steht: Nach Peking! Bevor wir die Schlafwagenkarten erhielten, muBten wir die Abschrift eines Telegramms vorlegen, dessen bedeutungsvolle Schriftzeichen wir nicht entziffern konnten. Jetzt aber, nach ein paar Minuten der Unsicherheit. steigen wir stolz ein. Es stimmt! Zum erstenmal befinden wir uns in einem Abteil, in dem das Oberbett quer gelegt ist. Wie Kinder, denen man ein neues Spielzeug geschenkt hat, miissen wir alle Einzel- heiten genau untersuchen. Und wir sind begeistert. Gleich hinter uns befindet sich der zweite Teil des Wagens, der Aussichts-,,Salon“, von dem aus man, bequem in Klub- sessel gelehnt, die wundervolle koreanische Landschaft betrachten kann. Wir sahen die bizarren kleinen Inseln der japanischen Inlandsee und die jah empor- steigenden vulkanischen Hiigel des Inselreiches. Jetzt ruht das Auge aus, wenn es die langgestreckten Taler und die bedachtig ansteigenden, breiten Bergriicken betrachtet. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da wird uns Tee gebracht. Wir empfinden es als eine wohltuende Aufmerksamkeit, denn nach dem langen Aufenthalt im feuchten Klima Japans sind unsere Kehlen hier auf dem Festland allmahlich trocken geworden. Korea! Es ist nicht nur eine andere Landschaft, sondern auch die Menschen, die Wagen, alles um uns herum ist von einer anderen Atmosphiare umgeben. Hier fihlt man sich wie in einem Kolonialreich. Der Kimonotrager fahrt als vornehmer Gast in der ersten Klasse. Die Koreanerin tragt einen weiten Rock und eine Schiirze, eine Tracht, dic uns von ferne an siiddeutsche Gebirgsbewohner oder Menschen aus dem Schwarzwald erinnert. Zumal dann, wenn neben der Frau der Mann mit seinem eigen- artig geformten, zylinderartigen Hut geht. Die Uberfiillung in der dritten Klasse ist ein Zeichen dafiir, daB wir in das groBe Menschenreservoir China fahren. Die hochgewachsenen Gestalten neben uns im Aus- sichtswagen sind bestimmt Mandschuren, die in ihre Heimat zuriickkehren. Die immer spiirbarer werdende Trockenheit zeigt uns, daB wir uns weiter und weiter vom Meer. entfernen. Viele Fahrgaste essen ,,Naschis“, saftige Friichte, die, fiir europaische Begriffe, etwa ein Mittelding zwischen Apfel und Birne darstellen. Leider hatten wir der hiéflichen Einladung des Speisewagenkellners nicht sogleich Folge geleistet. Infolgedessen muBten wir nach dem allgemeinen Abendessen an Tischen sitzen, auf denen die vielen Suppen und SoBen in den zahlreichen Kurven doch einige Spuren hinter- lassen hatten. Beim Uberschreiten der koreanisch-mandschuri- schen Grenze miissen wir ziemlich ausgedehnte Amts- handlungen iiber uns ergehen lassen, und der Train-Boy hat am nachsten Morgen einige Miihe, uns zu wecken. Nur langsam begreifen wir, daB wir gleich in Mukden sind und daB niemand yon uns das Ausfiillen irgendwelcher Fragebégen oder das Offnen von Koffern verlangt. Leider haben wir nicht lange Zeit, dieses interessante Industriezentrum der Mandschurei zu besichtigen. Bald schon stehen wir wieder auf dem Bahnsteig und sehen den Asia-Expre8 heranbrausen, jenen beriihmten Zug, von dessen Schénheit und Bequemlichkeit jeder zu be- richten wei8, der in ihm fahren durfte. Im Speisewagen gab es Cocktails aller Art und ein gepflegtes Essen. So war es kein Wunder, daB uns die ,,kurze“ Zeit bis Charbin — acht Stunden — wie im Fluge verging. Das sonderbarste.Erlebnis an dieser Reise ist die Selbstverstandlichkeit, mit der man sich daran gewohnt, von einem Zug in den anderen zu steigen. Fast empfindet man das ewige Rollen nicht mehr als lastig. Es bleibt nur noch die Neugierde, welche Fragen der machste PaB- beamte stellen und wie griindlich die nachste Zollkontrolle sein wird. Mit unseren Vermutungen vertreiben wir uns die Zeit, wahrend wir beim Mittagessen im Hotel in Mandschuli sitzen. Jetzt warten wir auf das groBe Abenteuer: den Sibirien-Expre8. Wahrend wir die mandschurische Aus- gangskontrolle iiber ums ergehen lassen, ist vom Zuge noch nichts zu sehen, aber die ungewéhnlich breiten Gleise auf der anderen Seite des Bahnhofs zeigen uns, wo er ankommen wird. Und dann haben wir doch den groBen Augenblick verpaBt, denn als wir mit unseren Koffern aus der Zoll- halle kommen, steht er schon da, mit seinen hohen und breiten Wagen und den geriumigen Abteilen. Der Gedanke, sich nun fiir sechs Tage in dem zimmer- ahnlichen Abteil einnisten zu kénnen, hat etwas Ver- lockendes. Wahrend wir noch die Méglichkeit iiberpriifen, all unser Gepack unterzubringen, sind wir schon an der russischen Einreisestation angelangt, und zunichst wird alles wieder hinausgetragen. Es ist sechs Uhr, und die Pessimisten von Gebliit versprechen uns, da8 wir vor zwei Uhr nachts nicht zum Schlafen kommen werden. Wir glauben ihnen nicht, denn die Beamten der Gepackabteilung arbeiten ruhig und schnell und haben unsere Koffer, so weit sie nicht plom-. biert wurden, rasch durchgesehen. Zum erstenmal ertént die durchdringende Sirene der Si tratta qui d’una interessante descrizione del ritorno in patria d’un gruppo di giornalisti tedeschi dall’Estremo Oriente attraverso la Cina e l’interminabile Asia. - «A Fusano — cosi incomincia il racconto — lasciamo la nave al sorgere del sole ed é per noi alquanto doloroso doverle rivolgere un ultimo sguardo. Ora ci aspettand i treni espressi. Il primo di essi ci ha portati a Pechino. Gli scompartimenti sono ampi e comodi e si riconosce subito che sono stati costruiti appositamente per lunghi viaggi. Il treno comprende anche un salone panoramico dal quale, comodamente adagiati in soffici poltrone, si pud contemplare il Ppaesaggio che si attraversa. Corea! Non solo il paesaggio é diverso, ma anche gli uomini e le cose che ci é dato di osservare sono circondati da un’altra atmosfera. Le Coreane indossano un’ampia gonna ed un grembiule, che ci fanno ricordare lontanamente le montanare della Germania del Sud e della Selva nera nei loro costumi tradizionali. Il tramonto del sole é@ ben altro di quello che abbiamo visto nel Giappone, essendo meno ricco di colori. Una palla di fuoco cala all’estremo orizzonte e subito dopo erompe Voscurita della notte e fa un gran freddo. II passaggio dei confini tra la Manciuria e la Corea implica per noi il disbrigo di serie formalita burocratiche. Arriviamo quindi a Mukden e Ia aspettiamo impazienti il famoso espresso dell’ Asia della cui bellezza e comodita abbiamo letto in tanti libri di viaggi. Esso ci porta fino a Charbin, dove ci attendeva la pii grande sorpresa del viaggio, vale a dire, il direttissimo della Siberia. Dopo avere oltrepassati i posti di controllo della Manciuria non vediamo ancora il treno, ma i binari larghi piu del consueto ci indicano dove esso dovra arrivare. Stamo occupati colle nostre valigie nell’ufficio di dogana quando sentiamo sbuffare il treno che s’avvicina. Montiamo incuriositi uno dopo Valtro sulle enormi vetture e ci lusinga il pensiero di poter stare sei giorni insieme in Scompartimenti cosi grandi come camere. Dopo pochi minuti udiamo per la prima volta il sibilo penetrante della sirena della locomotiva russa, e il treno si mette in moto. Sei giorni in un direttissimo della Siberia passano come si fosse in volo. Il nostro tempo é diviso tra una Partita di carte, una colazione ed una bevanda goduta nelle ore serali. Ogni giorno, ogni ora ci porta verso I’Europa. Le figure ed i visi dei viaggiatori che ora salgono nel treno tornano ad esserci familiari. Abbiamo gia dietro di notil’Ob e la vecchia citta Omsk. Numerosi sono i passeggeri che vogliono recarsi a Mosca per prendere parte a sedute o per frequentare corsi scolastici e tutti si mostrano molto gentili. A Mosca ci separiamo, di malavoglia dal direttissimo della Siberia che ct ha ospitati cosi bene. Le ultime 36 ore di viaggio, che ci separano ancora dalla patria, dopo questo lungo viaggio nei direttissimi dell’Estremo Oriente ci sembrano passare come un baleno, ma nondimeno siamo impazienti di leggere scritta tn lingua tedesca la prima insegna d’una stazione. russischen Lokomotive, und mit einem Ruck, der uns die Bedeutung des Augenblicks zam BewuBtsein bringt, setzt sich der Zug in Bewegung. Sechs Tage Sibirien-Expre8! An der Geschwindigkeit, mit der unsere EBmarken uns verlieBen, merkten wir, wie schnell die Zeit verging. RegelmaBige Skatstunden, ein Friihschoppen und ein ausgiebiger Nachttrunk, das waren die Stationen unserer Tageseinteilung. Zuweilen tiberkamen uns Erinnerungen an unsere Schulzeit. Namen wurden Wirklichkeit: Irkutsk und der Baikal- see, Steppen und Walder wechselten, aber der beherr- schende Eindruck war doch die Weite jener Ebenen, die ich in solcher Ausdehnung nur noch in Nordamerika gesehen habe. Wahrend wir diese Eindriicke in uns aufnehmen, ver- gessen wir fast, welche ungeheure Entfernung wir iiber- wunden haben. Schon nihern wir uns Europa. Die Ge- stalten und Gesichter der Zusteigenden sind uns schon wieder vertraut. Der blonde junge Offizier, uns gegeniiber im Speisewagen, kénnte ein Deutscher sein. Ich sage es zu meiner Begleiterin, und wihrend ich es sage, begreife ich erst wirklich, daB wir durch ganz Asien gefahren sind. Schon liegen hinter uns Krassnojarsk, der Jenissei, der Ob und sein NebenfluB Irtysch. Und wir sahen die alte Stadt Omsk. Unser Zug ist tiberfiillt von Russen, die nach Moskau wollen. Tagungen und Schulungskurse erwarten sie. Offiziere, die sich Frauen gegeniiber ‘durch eine auBer- ordentliche Héflichkeit auszeichnen, sind an ihren neuen Standort versetzt. Die Auslaufer des Ural sind dicht bewaldet. Fast mit Bedauern nehmen wir unsere letzte Mahlzeit im Speise- wagen ein. Besonders die gute russische Butter hatte es uns angetan und die heiffe Hihnersuppe, die uns bei der auBeren Kalte innerlich erwarmte. Nur ungern trennen wir uns in Moskau vom Sibirien- Expre8, der uns so freundlich beherbergt hatte. Noch sechsunddreiBig Stunden Fahrt! Was bedeutet das fiir uns, die wir in den ExpreBziigen des Fernen Ostens den asiatischen Kontinent durchrast haben? Es ist ein Katzensprung. Wir erlebten freilich noch ein aufregendes Zwischenspiel, als wir beim Umsteigen in Diinaburg, wo wir zu fiinft mit sechsundvierzig Gepackstiicken in sieben Minuten den Zug wechselten, um unsere Plomben be- sorgt waren. Es ist eine alte Erfahrungstatsache: die letzten Stunden einer langen Reise sind immer die langsten. Wir konnten es kaum noch erwarten, aber als wir nach vier- zehn Tagen zum ersten Male wieder ein Bahnhofsschild sahen, das wir lesen konnten, ergriff uns das groBe Ghicksgefihl: Zu Hause! F. v. R. Genf, Mai 1931: Der Europa-Ausschu8 des Viélkerbunds verdammt die deutsch- ésterreichische Zollunion. Dies war einer der folgenschweren Fehler, die der AusschuB beging. Unser Bild zeigt die Sitzung im Vélkerbundshaus in Genf unter dem Vorsitz des franzésischen Botschafters Frangois- Poncet (Pfeil). Weiter links der deutsche Aufenminister Curtius und der ésterreichische Minister Schober. Rechts Aristide Briand Ginevra, maggio 1931: Il Comitato Europeo della Societa delle Nazioni, condannando I’Unione doganale austro-germanica, ha commesso uno dei pitt gravi errori e pregiudicaval idea della Paneuropa La nostra fotografia mostra la seduta tenuta nel palazzo dalla Societa delle Nazioni a Ginevra sotto la presi- denza dell’ambasciatore francese Frangois-Poncet (freccia). Pit oltre a sinistra. il ministro degli Esteri della Germania, Curtius, ed il ministro austriaco Schober; a destra, Aristide Briand Irrweg Paneuropa PANEUROPA ERRONEA m Jahr des Unheils 1923 erschien das Buch,,Pan-Europa“. Es war ,,der Jugend. Europas gewidmet“ und trug auf dem Umschlag ,,das Zei- chen, in dem sich die Paneuropier aller Staaten vereinigen werden, das Sonnen- kreuz: das Rote Kreuz auf goldener Senne, das Symbol der Humanitaét und der Vernunft™. Toll- kihnheit oder villige Weltfremdheitschien dazu zu gehéren, mit- ten in der deutschen und ésterreichischen Inflation und ange- sichts der tiefsten Obhnmacht und Zerrissenheit des Reiches in deutscher Sprache zur Einigung Europas aufzurufen. Der Verfasser R. N. Coudenhove-Kalergi war cin unbekannter junger Mann aus Wien. Bald stellte sich heraus, daB dieser Wiener Graf Coudenhove weder ein Deutscher noch ein Abkémmling des Adels der ver- schwundenen Doppelmonarchie war, sondern eine merk- wiirdige internationale Erscheinung, ein ,,Europaer“ mit japanischem Bluteinschlag. War er ein Vorlaufer, der die zwingende Notwendigkeit der kommenden Dinge voraussah? War er ein Mann des neuen Europa, das heute marschiert? Nein. Coudenhove war trotz seiner jugendlichen Gebarde ganz und gar jenem alten Europa verhaftet, das seinen eigenen Niedergang in den Pariser Vorortvertragen besiegelt hatte. ,,Die politische Fiihrung der Welt liegt heute in Washington, London, Moskau. Tokio und Paris. Hier liegen die Zentren der internatio- nalen Kraftfelder. Die Umrisse der kiinftigen Weltreiche sind damit angedeutet* lesen wir an der Stelle, wo Coudenhove die von uns wiedergegebene programma- tische Weltkarte einer neuen Teilung und Gliederung der Erde erlautert. So geschrieben und veréffentlicht im Jahre 1923. Sieben Jahre spater erst raumten die Franzosen das deutsche Rheinland. »»Herr Briand gab heute ein Frihstiick, dem die AuBenminister der 27 an der X. Vélkerbundversamm- lung teilnehmenden europiischen Nationen beiwohnten. Zum SchluB8 dieser Zusammenkunft hat Herr Briand die Gedanken iiber die Organisation Europas entwickelt. Nach einem Meinungsaustausch haben die anwesenden Delegierten einstimmig erklart, daB sie von der Initiative des franzésischen Ministerprasidenten auf Einrichtung eines Bandes der Solidaritat zwischen den europaischen Graf R. N. Coudenhove -Calergi, der Autor des Buches ,,Paneuropa* Ilconte R.N. Coudenhove-Calergi> autore di « Paneuropa » uscito nel 1923 Nel calamitoso anno 1923 fu dato alle stampe il libro « Paneuropa» dedicato alla gioventu europea e con sulla copertina la croce solare, una croce rossa sul sole aureo. simbolo d’umanitad e di ragionevolezza. Sembro una grande ingenuita quella dinvitare in lingua tedesca Europa allunita, proprio all’epoca dell’ inflazione austro-germanica e di fronte alla completa impotenza ed allo smembramento del Reich. L’autore, R. N. Coudenhove-Kalergi, un giovane sconosciuto di Vienna, non era T'uomo ed il precursore dell’Europa che oggidi si afferma. Era invece. malgrado la sua giovane eta. spiritualmente legato a quella vecchia Europa che aveva subito la sua sconfitta col trattato di Versaglia. «La direzione politica del mondo oggi ¢ in Washington. Londra, Mosca, Tokio e Parigi. dove si trovano le sedi centrali delle forze internazionali, affermava Couden- hove a quel punto del suo libro dove si trova la carta politica da noi qui riprodotia. Questo fu nel 1923. Sette anni pit tardi i Francesi sgombravano la Renania tedesca. Nel frattempo venne stipulato il trattato di Locarno (1925) e quello russo: tedesco a Berlino quale garanzia per lentrata della Germania nella Societa delle Nazioni a Ginevra. Alla decima riunione di questa, Briand, presidente dei ministri francese, offri una colazione ai rappresentanti di ventisette nazioni ed alla fine di essa manifesto le sue idee circa l’organizzazione dell’Europa. I delegati presenti gli dichiararono di accogliere con simpatia la sua iniziativa mirante a creare un blocco solidale fra i diversi governi europei... Otto mest dopo, il 15 maggio 1930, il governo francese con la messa in vigore del piano Young ordiné lo sgombro definitivo della Renania. In questa occasione venne consegnato a ventiset governi europet. fra cui U'Inghilterra, un memorandum che rese vani tutti i tentativi fino allora fatti per raggiungere una vera unita europea. Cosi nel maggio 1931 fu pure sventato il progetto modesto di una unione doganale tra la Germania e I’ Austria. Il memorandum parigino conteneva la proposta di una conferenza di Stati europei e d'un Comitato ristretto . . . Il Governoe del Reich nella sua risposta del I] giugno 1930 faceva la logica riserva, che tutti i tentativi atti a migliorare la situazione politica europea, avrebbero dovuto esser fatti in base alla parita di diritti, alla sicurezza ed all’equilibrio delle naturali necessita di vita dei popoli. Sarebbe stata un’utopia fondare una nuova Europa su basi che non avrebbera potuto reggere allo sviluppo vitale. L’ Inghilterra poi di fronte a questo memorandum di Parigi si mantenne in un atteggia; mento del tutto negativo. Questa era la Paneuropa? che dovera sorgere come Stato—cusctnetto per la difesa degli interessi dell’Inghilterra, la quale proprio rifiuto di partecipare ad una associazione puramente teorica dei paesi europei. Oggi pero il problema del- I’ Europa verra risolto dalle Potenze centrali, che a quel tempo erano considerate inette. Regierungen ‘Kenntnis nehmen und die Initiative mit communiqué des Vélkerbundssekretariats vom 9. Sep- Sympathie begriiBen. Alle Anwesenden haben sich ver- tember 1929. Acht Monate spiter, elf Jahre nach pflichtet, ihre Regierungen mit der Frage zu befassen...“‘ Versailles, am 17. Mai 1930, gab die franziésische Re- So im typischen Genfer Stil das amtliche Presse- gierung mit Inkrafttreten des Young-Planes den end- Weaktab § (20000008 2 3 i . re , t, x = — 7 . ah ) ss 1 eh ah 7 S thar =<, ’ sv ; w i 7 St & Lege Ne . : 7 i ¥ ; < > i = 7 te z > ee + c mi K é ; ’ vy, at ‘ x o Faneuropu 5 = ‘NS & 4 ¢ ‘ \ “Tr i, s ~ ‘ t ¢ 3 : - Ae a te 4 . Sfearsit & — thaamerike britisches Bundesreich giiltigen Befehl zur Rheinlandraumung und iiberreichte aus diesem AnlaB feierlich den iibrigen 26 europiischen Regierungen — einschlieBlich GroSbritanniens — ein sieben engbedruckte Folioseiten langes ,,Memorandum iiber die Organisation einer europiischen Bundes- ordnung™. Mit diesem schiefen Argument wurde im Mai 1931 das bescheidene Projekt einer deutsch-dsterreichischen Zollunion zur Strecke gebracht, und wurde — héhere Ironie! — ausgerechnet in jenem sogenannten Europa- ausschu8 begraben, der sich auf Grund des franzésischen Memorandums in Genf gebildet hatte. Den Vorsitz fiihrte der spatere franzisische Botschafter in Berlin, Francois- Poncet, der die Vertreter der Reichsregierung und der 6sterreichischen Bundesregierung in scharfsten Worten des europaischen Hochverrats bezichtigte, weil sie es gewagt hatten, die Zerrissenheit des mitteleuropaischen Wirtschaftsraumes wenigstens an einer Stelle iiber- winden zu wollen. Neben ihm saf zusammengesunken und miide der alte Briand mit seiner grauen Léwen- mahne und der ewigen Zigarette im Munde. Doch werfen wir noch einen Blick auf die Antworten der Regierungen zu den franzésischen Vorschlagen. Das Pariser Memorandum schlug die Bildung einer europai- schen Konferenz und — nach beliebter Genfer Manier — eines engeren europaischen Ausschusses vor. Um beide Gremien ,,vor dem Ubergewicht irgendeiner Einzelmacht zu bewahren, miiBte der Vorsitz der Reihe nach gefiihrt werden“. Den ersten Vorsitz erhielt natiirlich Frank- reich, das Resultat siehe oben! Im iibrigen befaBte sich das Memorandum vor allem mit dem selbstverstandlichen Primat der Politik tiber die Wirtschaft und vermied sorgfaltig jede Anspielung auf das Problem der Revision der Vertrage von 1919. Die Antwort der Reichsregierung vom 11. Juli 1930 muBte ebenso selbstverstandlich den Vorbehalt enthalten: ,,Alle Versuche einer Besserung der politischen Lage in Europa werden davon abhangen, daB die Grundsatze der vollen Gleichberechtigung, der gleichen Sicherheit fiir alle und des friedlichen Aus- gleichs der natiirlichen Lebensnotwendigkeiten der Volker zur Anwendung kommen. Wo bestehende Ver- hiltnisse diesen Grundsatzen widersprechen, miissen wirksame Mittel fiir ihre Anderung gefunden werden. Es ware aussichtslos, ein neues Europa auf einem Fundament aufbauen zu wollen, das der lebendigen Entwicklung nicht standhalten wiirde.“* Und was hatte die Regierung GroSbritanniens zu dem Vorschlag der befreundeten franzésischen Macht zu sagen? Die Ant- wort vom 16. Juli 1930 war keineswegs ermutigend. Seiner Majestat Regierung im Vereinigten Kénigreich zog sich grundsatzlich hinter die Priifung im Benehmen mit den Regierungen der Dominien zuriick und erklarte sich im iibrigen ,,nicht davon iiberzeugt, daB sich eine Finfiihrung neuer und unabhangiger internationaler Ein- richtungen bei reiflicher Priifung als notwendig oder als wiinschenswert erweisen wiirde“. Paneuropa als Pufferstaat fiir England und Englands offene Ablehnung, sich in eine selbst so blasse und theoretische Gemeinschaft der europaischen Staaten ein- zugliedern, das sind die aktuellen Erinnerungen an den Irrweg Paneuropa. Heute wird das europaische Problem zentral gelést von den Machten der Mitte, die damals willenlose Objekte fiir eine politisch einseitige und lebensunfahige Planung waren. Max Clauss Europa als Puzzle-Spiel Englands. ,.Die einzige Politik, die Englands Sicherheit verbiirgt, ist die Schaffung eines friedlichen Steatensystems in Europa. So sah Coudenhove Europa in seinem Buch, das wir zitieren, und so stellte er es auch auf der Karte dar, die wir seinem Buch entnahmen (links). In Wirklichkeit aber war die europiische Karte ein Puzzle-Spiel. Unser Zeich- ner hatte eine Vision (rechts) — die Stiicke des Spiels, vom englischen Spieler wieder durcheinandergebracht, liegen in einer seltsamen Ordnung ... sie bilden die Umrisse Grofibritanniens L’Europa alla mercé dell’Inghihterra. «L’unica politica, che possa garantire la sicurezza dell’ Inghilterra. ¢ quella di creare in Europa un sistema di Stati pacifici». Cosi Coudenhore si prospettava [Europa nel libro che citiamo e dal quale ripro- duciamo Pacclusa carta geografica (a sinistra). Ma la realtd era assai peggiore. La carta dell’Europa era un «gioco rom- picapo», che I'Inghilterra metteva continuamente a soqqua- dro. Il nostro disegnatore ci illustra una sua visione (a destra) in cui i pezzi da combinarsi nel gioco, manomessi dal giocatore inglese, sono stati disposti in modo strano Gesprengte Briicken konnten den Vormarsch nicht lange aufhalten. Das Gebirge gewohnte italienische Pioniere sind wahre Kiinstler im Schlagen von Behelfsbriicken I ponti, che erano stati fatti saltare, non poterono trattenere 'avanzata. I soldati del genio, avvezzi alle montagne, sono dei veri artisti nel gettare ponti di fortuna Wo der Mensch kaum vorwartskam, galt es auch noch Wagen und Tiere mitzufiihren. Nur das zihe Maultier konnte hier ziehen I soldati in alcuni punti‘potevano a stento marciare coi loro carri e le loro bestie. Soltanto i muli potevano ancora avanzare Albanische Milizsoldaten ziehen in den Kampf fiir die Befreiung ihrer Brii- der in den griechischen Grenzgebieten Militi albanesi avanzano per liberare i loro fratelli delle zone di confine elleniche Uber Gebirge und reiBende Wasser Bei den italienischen Truppen in Griechenland PER MONTI E TORRENTI Con le truppe italiane in Grecia Der erste VorstoB der italienischen Truppen nach Griechenland hinein hatte ungeheure Gelande- schwierigkeiten zu tiberwinden. Der Epirus ist steinig, die Taler sind gewunden, und die reiBenden Wasser hatten auch ohne den starken Regen jetzt im Spatherbst den Pionieren einer vordrin- genden Armee betrachtlich zu schaffen gemacht. Le truppe italiane in Epiro hanno dovuto superare immani difficolta di terreno: le montagne sono roccio- se, le valli sinuose e le acque, anche senza le piogge torrenziali, frequenti alla fine dell’autunno, avreb- bero reso assai malagevole il lavoro dei genieri. Mit dem Popen in ihrer I pitt vecchi del villaggio Mitte eilen die Dorfalte- vanno con il Pope incon- stendenBefreternentgegen tro ai liberatori italiani Die kaum befestigten Wege des Epirus waren durch den Regen in einen Sumpf verwandelt. Die Truppen halfen sich mit Asten und Kleinholz oder traten sich neue Wege auf den Hangen der Hiigel fe a a Va Le strade poco solide dell’Epiro, allagate dalle piogge, s’erano trasformate in veri pantani. Le truppe si aiutavano con rami scegliendo nuovi cammini sui pendii dei colli MUSSOLINI der Dichter MUSSOLINI Der italienische Regierungschef Benito Mussolini ist der Dichter dreier Theaterstiicke. ,,Hundert Tage“, ,,Julius Casar‘ und ,,Cavour* hat er zu- sammen mit Gievacchino Forzano geschrieben. Wir veréffentlichen nachstehend das dritte Bild des dritten Aktes, die letzte Szene aus dem Mussolini- Schauspiel ,,Cavour*. Nachdem das Stiick, das im Jahre 1895 spielt, den Kampf Kénig Viktor Emanuels und Cavours um die Unabhingigkeit und Einigkeit Italiens geschil- dert hat, schildert der Dichter in der letzten Szene, die wir im Originaltext veréffentlichen, die Situ- ation, die dadurch entstand, daB Napoleon III., Kaiser der Franzosen, seine der italienischen Regierung gegebenen Zusagen, sie in ihrem Kampfe um die Freiheit und Einigkeit Italiens unterstiitzen zu wollen, nicht hielt. Vor dem letzten Bild des Stiickes teilt der Kaiser der Franzosen seine Meinungsinderung dem Kénig von Italien mit. * Il Capo del Governo italiano, Benito Mussolini, ha composto in collaborazione con Giovacchino Forzano tre opere drammatiche: «I cento giorni», « Giulio Cesare» e « Villafranca», che hanno ottenuto. non soltanto in Italia ma anche all’estero.. grandi e nume- rosi successi. Pubblichiamo qui appresso l’ultima scena del terzo atto di . La trama si svolge nell’anno 1859, tanto famoso e ricco di eventi per la storia d'Italia, allorche Re Vittorio Emanuele I ed il Conte Camillo di Cavour preparavano l’indipendenza e l’unita della Penisola. Il drammaturgo nell’ultima scena di < Villafranca>, che qui riportiamo, rappresenta la situazione che sorse quando Napoleone III, imperatore dei Fran- cesi, finalmente promise di sostenere la Casa di Savoia nella sua lotta a liberare l’Italia dal giogo straniero ed a renderla indipendente. Senonché Napoleone non mantenne la parola data. Nella penultima scena del dramma l’imperatore dei Francesi comunica al Re d'Italia il suo cambia- mento d’idee. A Monzambano, la Villa Melchiorri, quartier generale del Re. Una sala. Si alza la tela. La scena é vuota; un candelabro ardé sulla grande tavola. E notte avanzata. Un attimo di silenzio. Quindi la porta nel fondo si apre violentemente. Entra il Re seguito da Nigra. fl Re é fremente. Getta via il berretto. Respira un attimo affannosa- mente; poi come se il caldo e lo spasimo lo soffocassero, si toglie la tunica. Rimbocca le maniche fino al gomito. Accende un sigaro e si vede che gli tremano le mani. Fa qualche passo quasi per riprendere il dominio su se stesso e frenarsi, quindi: Nigra, chiami il Conte, e torni qui anche lei. Nigra esce, il Re siede; con la testa fra i pugni come facesse il pit grande sforzo per ritrovare ul suo sangue freddo. Cavour entra seguito da Nigra, é come un uomo che da ore attenda la decisione del destino di tutta la sua vita. E sconvolto, appare febbricitante. Egli non osa interrogare; il Re sembra non osi parlare. Eun istante di terribile silenzio. Finalmente fl Re prende dalla tasca dei calzoni la copia det preliminari, la porge a Cavour. Ca pia: si a ie” “1 papé. 8 SCRITTORE Cavour Pafferra. Comincia a leggere,le sue labbra trémano; sembra che tutto il sangue gli affluisca al cervello. Quando ha finito barcolla un attimo, «come si sentisse sotto l’agguato di un colpo apopletico», si apre, quasi lacerandolo, il colletto. No ... no ... @ un tradimento ... quel francese vuol disonorarci tutti ... No! Vostra Maesta non pué mettere la firma sotto un patto cosi vergognoso. Il Re stringe la tavola come se volesse spezzarla. Cavour continua frenetico. Vostra Maesta non pud rendersi complice di chi vuole tradire cosi il popolo italiano . . . E venuto a noi, Maesta, il popolo italiano, i migliori sono venuti a noi . . . e costoro dovrebbero pagare il fio del loro patriottismo e tornare sotto i principi austriaci che farebbero le pit atroci vendette contro i migliori patriotti . .. questo sarebbe il compenso a chi é venuto a versare il sangue per la patria? Ah! perdio, Maesta ... che discussione? ... Possiamo avvilirci fino a discutere politicamente questa iniquita . . . Mostrando il foglio: nessuna discussione utilitaria, questa ¢ una bestemmia contro l’amor di patria . . . schiaffeggiare i nostri morti e i nostri martiri. Il Re freme sotto questo rovescio; ma da ora dimostra un sangue freddo ammirabile. Anch’io pensavo . . . e forse penso le stesse cose. Ma non @ colpa mia se I’Imperatore non vuole pit continuare la guerra. Mi sono persuaso che il suo @ un proposito ma- turato ... da cui nessuno pud farlo recedere . - . Cavour E che se ne vada quell’Imperatore, che non @ nato per la guerra ... che ha usurpato il nome a Napoleone per vendicarsi di non averne il sangue, che telegrafa a sua moglie di essere spossato . . . stanco . . . € lasci le femmine a chi ha la spina dorsale salda e non mescoli i suoi infor- tuni femminili milanesi alle cose sacre; se ne vada ... rimarremo soli ... ci faremo piuttostoe massacrare tutti sotto Torino, questo vi domandano Amedeo II, Emanuele Filiberto ... cinque secoli di gloria di Casa Savoia ... immolarsi piuttosto, ma non cedere ... Mazzini! Maz- zini ... profeta! ... nel gennaio ... nel gennaio lo ha stampato ... quando i suoi venivano a noi ... parole profetiche: «Sarete traditi dopo le prime battaglie, quando la pace che tradira Venezia sara firmata a vostra insaputa! ...». Si, Mazzini .. . lui .. . lui é il profeta, io non sono che un mercante fallito. Ora i singulti gli troncano le parole. Nigra nel fondo, pallido, ha il volto rigato di lacrime. Il Re Cavour... nondica . . . quello che le fanno dire i nervi . . . @ una esaltazione momentanea ... Conte ... pensi a quello che costa a me .. . dominarmi - . . e fare la parte del moderatore. Io. Conte, . . . abbiamo sacrificate tanto alla patria . . . Ma ora, vede, ora bisogna sacrificarle anche il dolore di questo momento e gl’impulsi che questo dolore ci pud suggerire. Bisogna diventare di ghiaccio e ragionare. Per il bene dell"Italia ¢ meglio seguire quegli impulsi . . . crepare magari gloriosamente gettandoci allo sbaraglio in una strada che pud condurre alla rovina, oppure il bene dell’Italia non ci impone .-.. di ragio- nare ... di piegarci noi nobilmente . . . di non rovinare con improntitudini l’avvenire che deve essere nostro ? Cavour Sire, io non metterd mai Ja mia firma di ministro respon- sabile sotto quel trattato. Io le rassegno le mie dimissioni. ll Re Ora il Re perde la calma. Eh! certo! Per lor signori ¢ molto comodo; lor signori fanno presto, danno le dimissioni e via...Maio...io... non posso darle Je dimissioni ... io non posso disertare il mio posto . . . Si marcia insieme in una impresa rischiosa e nel momento delle pia tremende responsabilita mi lascia solo, solo davanti al Paese e davanti alla storia . . . Cavour fa per parlare: No no... lassémla li; A Nigra: *L, Cént Cavour a sta nen ben, a I’ nervous. Ca 16 cém- pagna a deurme... Cavour giuocando Vultima carta disperata: ... Se un ministro deve saper dimettersi altri deve sapere abdicare. Il Re offeso: Conte, lei parla al Re. Lei dimentica di parlare al Re? .. . Cavour pazz0: Gli Italiani conoscono me. Io sono il vero re .. . Il Re tremando: Che dice? Chiel a V’e il Re? Chiel a l’é ’n birichin! Quasi per trattenersi dallo slanciarsi su Cavour fa per usciré a destra; ma poiché Cavour con un gesto di disperazione esce dal fondo, il Re si trattiene. Nigra é atterrito. Dopo una pause tragica: a Nigra: Mi chiami subito Lamarmora. Nigra esce mentre il Re tormenta il sigaro spento. Entrano Lamarmora e Nigra. Generale, il Conte di Cavour non ha creduto di condi- videre con me la responsabilita della pace, conclusa come lei conosce; e ha dato le sue dimissioni. Incarico lei di costituire il nuovo Ministero. Lamarmora Sire, io non posso assumere di fronte al Paese una respon: sabilita che non ha creduto di assumere il Conte di Cavour ... Io mi permetto di consigliare Vostra Maesta a volere ancora riflettere . - - Il Re da un pugno sulla tavola: Deco Lamarmora a V’é nervous ... e a l’a do bségn “d riposesse . .. Buon riposo anche a chiel. Gli volge bruscamente le spalle. Lamarmora esce. Ora il Re é solo con Nigra. Siede. E soffocato dal dolore e commosso parla, col pianto in gola, a Nigra: Eh? ... Ha veduto eh, giovanotto? ... Morde il sigaro. E bello ch? ... il mestiere del Re? .. . Me lo disse Ra- deszki in quel colloquio a Vignale, dopo Novara ... «A battere cotesta strada, Maesta, un giorno vi troverete solo . . .» E quei signori mi lasciano solo . . . a sopportare ora le maledizioni del Paese .. . Con uno scatto di ribellione: E non capiscono che sono io questa volta che ho ragione... io ... loro non capiscono . . . Ma se @ un bene che non si sia fatta I’Italia con aiuto degli stranieri ... é bene . . . ma d’ cosa a I’an paura? ... Ma quando a un popolo gli si @ messo nel cuore, non soltanto nel cervello, nel cuore un’idea santa, quando ha incominciato a marciare .. . qualunque delusione possa patire, anche tremenda come questa, quel popolo non torna indietro, potra arrestarsi ma é un momento; supera tutto e va avanti ... E ora sara cosi ... ¢ io resto al mio posto .. . resto al timone; anche s’am maledisé ... anche se mi ingiuriano, anche se mi bestemmiano, non importa, resto perché é certo .. . @ certo ... Italia sara fatta, Nigra, e la faremo da noi. . . io e il popolo italiano ... senza bisogno di stranieri . . E questo @ vero .-.- Ora ha esaurito le forze, la commozione lo prende come @ vero che questa @ la notte pit dolorosa della mia vita ... dopo la notte di Novara. Siede e nasconde il volto fra le mani. Tela. Der Duce Den Blick Kuhn ins Weite gerichtet, trifft der Duce, der Oberste Befehlshaber der Armee des lialienischen Imperiums, mit kihlem Herzen seine groBen Entschlisse, die mit dazu beitragen, Europa in eine neve, bessere Zeit zu fishren. Farbaufnahme: Elsbeth Heddenhausen ll Duce Con Io sguardo rivolto all’avvenire, il Duce, comandante supremo delle Forze Armate dell’Impero italiano, prende con cuore fermo le grandi decisioni che contribuiscono a dare una nuova emigliore éra all’Europa. Fotografia a colori di Elsbeth Heddenhavsen 10 2 m Der Ctaatsmann In sicherer Gelassenheit, immer und standig genau die rechte Stunde furseine Handlungen abwartend und mit he:Ber Liebe fur das Wohl seines Volkes bedacht, fuhrt der Duce mit genialer Sicherheit die Geschicke seines Landes L’'uomo di Stato Sicuro etranquillo, sempre cogliendoi! momenro giu- sto per i suo! aft: deci- sivi, ispirato ad un fervido amore edalbenesseredel suo popolo, tI Duce guida con geniale padronanza i destini del suo Paese Farbaufnahme — foto e colori: Elsbeth Heddenhausen Wie eine Illustration zu dem japanischen Sol- datenlied ,,Marsch der Schlachtrosse**. ,,Vor- warts, vorwarts iiber Berge und durch Stréme™* Sembra quasi un illustrazione alla canzone militare giapponese: «La marcia dei cavalli di battaglia ». « Avanti, avanti oltre monti e fiumi » Marsch der Schlachtrosse LA MARCIA DEI CAVALLI DI BATTAGLIA 2E2PEK (xeeee® PRCA eTt OEM. j= 112-129) ow > z 2 gewidmetes Lied. Oben: Das Veteranenpferd ,,Victory Moun- & SSL ceBRseERLcARtL poche Pras a ' . : * tain’ hat die Ehre, aus der Hand eines kaiserlichen Prinzen Karotten zu erhalten. Es war dies eine symbolische Handlung = _\= : = ban bee * s Stahl wirft sich dem Flieger entgegen, der die Kiiste anfliegt ferro ed acciaio cuntro Paeroplano che s’avvicina alla costa \ abends, da sitzt man zusammen und feiert sera, stando insieme, si festeggia Auch in Lappland gibt es Zigeuner und thre groBe Zeit ist der Jahrmarkt. Da es in Lappland unméglich ist, Pferde zu halten, treiben sich die Zigeuner im Auto herum Per Labba kauft ein Auf dem groBen Lappenmarkt in Arjeplog PERLABBA FA LA SPESA Sul grande mercato dei Lapponi a Arjeplog : Lappland, im auBersten Norden Schwedens auf der Héhe des Polarkreises, ist im Sommer ewiger Tag und im Winter ewige Nacht, und wenn die Lappen nicht mit ihren groSen Renntierherden auf der Wanderung sind, um Futterplatze zu suchen, dann fertigen sie die Waren an, die sie einmal im Jahr verkaufen kénnen — auf dem grofSen Lappenmarkt in Arjeplog. Aus den Renntierfellen machen die Frauen Pelzschuhe, Bander aus bunter Wolle, die um die Hosenenden gebunden werden und zum Zierat der Kleidung dienen. Aus Renntiergeweihen fertigen sie Schnitzereien, vor allen Dingen schéne Léffel an — und dann vor allem verkaufen sie natiirlich Renntierfleisch und Renntierfelle. Der Markt von Arjeplog findet am Winterende statt. Links auf dem Bild steht ein vornehmer Lappe in seiner schénen bunten Kleidung. Er verhandelt wiirdevoll mit dem Kéu- fer aus der Stadt um Pelze A sinistra della foto- grafia si vede un distinto Lappone nel suo bel costume sfarzoso, che discute dignitosamente con un cliente della citta, per la vendita di pellicce Anche nella Lapponia ci sono zingari e le Natiirlich sind die Lappen grofe Nuturulmente i Lappouni sono giornate migliori per loro sono quelle della Sachverstandige fiir die Qualitaten intenditori molto raffinati in- fiera. Poiché cold é impossibile tenere ca- von Schneeschuhen. Der Héndler fatto di sci. Il venditore valli, gli zingari vanno in giro in automobile kann ihnen nichts vormachen non pud mica ingannarli Da tempo immemorabile si conosce la vita nomade del lemmo ma essa ha ispirato una quantita di strane leg- gende. Tutte le volte che queste be- stiole hanno lasciato in massa le re- gioni artiche dirigendosi verso il Le- vante si ha avuto il timore che fossero per avvenire grandi catastrofi sul mon- do, come guerre. epidemie o carestia. Nella meta del XVIII secolo Linné ciha fatto una prima descrizione del modo come i lemmi emigrano, ma solamente da poco si @ riuscito ad appurarne l'intima ragione che li induce ad abbandonare le loro terre d’origine. II lemmo, in tempi normali vive nelle re- gioni subalpine della Norvegia, della Lapponia e della penisola di Kola nu- trendosi di erbe. licheni e di radici d’ogni specie. La natura rigida di quelle localita e le insidie di animali rapaci impediscono una sua forte riprodu- zione. Solo quando si susseguono due o pit buone stagioni esso si moltiplica tanto da far sorgere la necessita di emigrare verso altre terre. Der Jahrmarkt ist zu Ende und die Pelz- handler aus der Stadt ziehen thren Kauf auf dem Schlitten zur Bahnstation La fiera é finita ed i commercianti di pellicce della citta portano sulle slitte i loro acquisti alla stazione .Schénes Jahrmarktswetter‘*. Das Thermometer zeigt 2° C unter Null. Es herrscht Schneesturm, aber das ist das beste’ Wetter: Denn wenn die Seen nicht mehr zugefroren sind, dann ist es unmédglich, nach Arjeplog zu kommen Hier steht ein kleiner Lappenjunge und be- trachtet eine Uhr. Sie ist ein Kunstwerk. Sie léuft ein ganzes Jahr, ohne aufgezogen zu werden Ecco un piccolo giovane Lappone che contempla un orologio. Esso é un capolavoro del genere perché va tutto ’'anno senza venire ricaricato « Bel tempo per la fiera annuale.» Il barometro segna 2 gradi sotto zero. Infuria una tempesta di neve, ma é il miglior tempo per i Lapponi perché quando i laghi non sono ghiacciati non possono recarsi ad Arjeplog ~ 7° 2 oe -— , iq =~ era Noa ag Das sind die wunderbaren Lappenschuhe und Lappengamaschen, aus Renntierfell sind sie gefertigt. Rechts: In einem Kino in Arjeplog fand ein Boxkampf statt Queste sono le meravigliose.scarpe ed i gam- balilapponi fatticon pelli di renne. A destra: In un cinematografo di Arjeplog c’é stata una gara di pugilato Peete ae a slick“ sagte die Kamera leise — und «tie» fa la macchina e foto- erfafte einenkleinenTeildes Zuschauer- | grafa una _ delle file del raums im Deutschen Opernhaus zu | « Deutschen Opernhaus» di Ber- Berlin. Alles ist hingerissen vom .. . der alte Geheimrat eines For- schungsinstitutes, Tag fiir Tag noch immer unermiidlich .. . der Autoschlosser, der gern einmal eine Melodie Johann StrauB hért von lino. Tutti sono rapiti dal... il veechio consigliere d'un isti- tuto scientifico, che lavora ogni giorno al suo microscopio.. . il meecanico che .volen- oP Aes tieri ascolta una melodia di Giovanni Strauss .. . die Studentin der Techni- schen Hochschule, mit Reif- nico che ha da fare i suoi brett und Winkelmaf... ... Klang- und Farbenrausch der ,,Fledermaus“. ritmo e dai costumi della Csarda nell operetta «Il Eine ,,Kraft durch Freude“*-Vorstellung. Hier sechs pipistrello», che la «Kraft durch Freude» fa inscenare. Besucher die miteinander verbunden sind. Da ist... Dando un’occhiata alle fotografie si vedono fra gli altri: SECHS VON VIELEN TAUSEND Was bedeuteten einst in Deutschland und heute noch in manchen Liandern die vielen leeren Platze im Theater? Mangelnde Theaterfreudigkeit bei kiinstlerischer Uberproduktion ? Nein. Aber: die Platze waren und sind zu teuer. Deutschland kennt keine leeren, keine halbgefillten Theater mehr, weilaus den ,,Theatern Sei tra molte migliaia der Wenigen‘: die Theater der Vielen geworden sind. ,,Kraft durch Freude“ hat diesen W andel vollzogen Come si spiega che una volta nei teatri molti pesti rimanevano vuoti? Per eccessiva produzione artistica? No; mai prezzi dei biglietti erano e sone troppo alti. Perd oggigiorno non c’é teatro in Germania che sia vuoto 0 semivuoto, essendo divenuti popolari con la « Kraft durch Freude», che mette tutti in grado di poterli frequentare der Unteroffizier der Flak, il sottufficiale di artiglieria Tag und Nacht mit sei- controaerea che se ne sta tutto la studentessa del Politec- esami prossimamente . .. nem Geschiitz verwachsen .. . il giorno al sue cannone . . die StraBenbahnschaff- la biglicttaia del tram che nel ... und der Sportwart eines | ¢ il fiduciario d'una societa nerin, die zugleich die Freudege- contempo élieta di portar V'abito _—Leichtathletik-Vereins.der,.Kraft | sportiva, che sa _valutare nieft. das Abendkleid zu tragen da sera invece dell’uniforme... durch Freude“ zu wiirdigen weif | la « Kraft durch Freude » Sey Fi sn enerass Ein Fernkampfgeschitz geht in Ste'lung. Unser Zeichner Hans Liska erzéhit zu diesem Bilde: ,,Mitten durch die Dinen an der franzésischen Kanalkiiste rollt ein seltsamer Zug heran: Ein Fernkampfgeschitz, das zu seiner genau errechneten Stellung fahrt. Eine Diesellokomotive schiebt es vorwarts. Zwischen Geschitz und Lokomotive ist der Muni- tionswagen, noch mit Tarnnetzen bedeckt, gekoppelt. In einer Gleiskurve macht der schwere Zug halt” Un cannone a lunga portata va in posizione. |/ nostro disegnatore Hans Liska commenta questa veduta: «Sui binari lungo le dune della costa francese avanza un treno strano: € um cannone a lunga portata che, spinto da un locomotore Diesel, viene trasportato alla posizione assegna- tagli. Tra il cannone ed il locomotore é attaccato un va- gone di munizioni ancora mimetizzato da una rete> TITAN] ALLA MANICA Granaten und Kartuschen — mannshoch und viele Zentner schwer. Zwischen Munitionswagen und Lokomotive sind die Kanoniere bei der Arbeit. Loren fahren die Geschosse auf schmalen Gleisen nach vorn. Der besonders konstruierte Munitionswagen halt den Sprengstoff in bestimmter Temperatur Granate e bossoli alti quanto un uvomo e pesanti di- vers! quintali. Tra il vagone delle munizioni ed il loco- motore vi sono i cannonieri al lavoro Piccoli carrelli tras- portano innanzi-i proiettili su stretti binari. Il vagone delle munizioni appositamente costruito mantiene I'esplosivo alla temperatura prescritta F k fh tte . in EF verstellun Die riesigen Geschosse erreichen in ihrer Flugkurve die Stratosphdre. So muB in die Berechnung der mathematischen | mastodontici proieftili nella loro traiettoria raggiungono a stratosfera. Quindi, nel calcolo delle condi- ern amp a rien | & und meteorologischen Bedingungen fir das Feuer auch die Erdumdrehung sinbezogen werden, Uber dem Ziel, zioni matematiche e meteorologiche dev’essere inclusa la rotazione della Terra. Sulla méta, cioé un impianlo Batterie a lunga portata in posizione di fuoco einer Industrieanlage an der englischen Kiste, kreist ein deutscher Aufkidrer. Er lenkt mit Funk das Fever der Batterie industriale della costa inglese, incrocia un apparecchio da ricognizione che dirige a mezzo radio il tiro Distanze, che superano una giornata di marcia della fanteria o addirittura della cavalleria, sono a por- tata del fuoco di questi giganteschicannoni tedeschi Strecken, die die Tagesmarschleistungen von Infanterie- Divisionen und sogar Kavallerie-Divisionen Gbersteigen, liegen unterhalb der SchuBweiten der deutschen Fernkampfgeschutze Nach dem Feuern: Das Fernkampfgeschitz verschwindet wieder fir eine Nacht in den Dinenbergen, Es ist wieder fiir den Gegner unsichtbar geworden Weit iiber den Kanal reicht die Feuerkraft der Geschiitze Lo potenza cel fuoco dei pezzi arriva oltre la Manica re Dopo il fuoco: // cannone a lunga portata scompare di nuovo per une notte fra le alte dune. Esso é un’altra volta invisibile al nemico Der General beobachtet das Vorgehen der ,,schnellen Truppen* Il generale assiste all’avanzata delle «truppe celeri» Pfingstsonntag, den 12. Mai 1940, morgens 4 Uhr 45, fahrt die Generalstaffel in Neufchateau vor der Unter- kunft des Generals vor, um, wie wir spater erfahren, den angesetzten Angriff einer der ihm unterstellten Panzer- divisionen auf die Stellungen des Gegners an der franzé- sischen Grenze zu verfolgen. Der General verlaBt das Wohngebaude pinktlich 5,00 Ubrund nimmtin seinem Ge- landewagen Platz. Es folgen zwei persénliche Ordonnanz- offiziere aufihren Beiwagenmaschinen, zwei Solo-Kraftrad- fahrer und der Panzerbefehlswagen, der den Komman- dierenden General schon wahrend des Polenfeldzuges so auch hier auf seinen taglichen Fahrten zur kampfenden Truppe begleitet hat, und durch Funk die Verbindung des Generals mit seinem Stab sicherstellt. Nach zwei- stiindiger Fahrt itiber Bertrix, Fays les Veneurs, Belle- vaux, spricht der General an der Vormarschstrabe mit dem Divisionskommandeur tiber den gedachten Verlauf und die Lage. * 7 Uhr 45 hat das Schiitzen-Regiment | den Angriff auf Bouillon angetreten. Wenig spater fahren wir vorbei an den Schiitzen-Transportwagen der motorisierten Infan- terie und nahern uns Bouillon. Eine steile StraBe fihrt in den Ort hinein. Von weitem erkennt man an dem auf- steigenden Qualm und der groBen Dunstwolke, daB die Stadt nicht kampflos von unseren Schiitzen genommen worden sein muBte. Mitten durch die Stadt, die in einem tiefen Talkessel liegt, flieBt die Semois in einer ganz an- sehnlichen Breite. Die iiber den FluB fihrende Briicke ist von dem zuriickgehenden Feind gesprengt worden. Das hat aber die Verfolger nicht aufgehalten. 50 Meter weiter rechts ist eine Furt entdeckt worden und die Gleis- kettenfahrzeuge rollen ohne Aufenthalt durch das Wasser, um auf dem anderen Ufer ihre Fahrt fortzusetzen. Der Kommandeur des Schiitzen-Regiments steht mit seinem Adjutanten am Nordufer und beobachtet den soeben be- gonnenen Briickenschlag der Pioniere. Die Meldung an den Kommandierenden General bestatigt das unaufhalt- same NachstoBen der Schiitzen hinter dem zuriick- gehenden Gegner. Nach einer gewissen Zeit fahrt auch der General mit seiner Staffel durch dic Furt hinter den angetretenen Panzern her. Wir fahren zirka drei Kilometer auf der ; > J Bi IA et DER KOMMANDIERENDE —Oencral; IL GENERALE COMANDANTE. Ein Betsprel deutscher Truppenftihrung Un esempio della condotia di guerra tedesca Wir veréffentlichen nachfolgend einen ,,Bericht iiber die Fahrten des Kommandierenden Generals in Frankreich*s — wie der Originaltitel des vor- liegenden Berichtes heift. Wir veréffentlichen ihn, um zu zeigen, welch’ entscheidenden Einflu8 der persénliche Eimsatz des deutschen Fiihrerkorps wahrend des Krieges in Frankreich gehabt hat oa Pubblichiamo qui sotto una relazione sui viaggi del generale comandante le operazioni in Francia, senza commenti, per dimostrare quanto grande sia stata Vinfluenza esercitata dalla partecipazione personale del comando superiore durante la guerra in Francia. Il 12 maggio, festa delle Pentecoste, il generale lascia alle 5 in punto il suo quartiere a Neufchdteau per seguire l’attacco della prima divisione corazzata contro le posizioni nemiche. Con lui siamo io ed il suo aiutante. Ci seguono due ufficiali d’ordinanza nelle loro motocarrozzette, due motociclisti e Vautoblindata del comando, che a mezzo della radio tiene il generale in comunicazione col suo Stato Maggiore. Dopo due ore di viaggio raggiungiamo il comandante di divisione, col quale il generale discute sulla situazione. Alle ore 7.45 il lo reggimento di fanteria ha iniziato l’attacco su Bouillon. Una strada scoscesa ci conduce nell’interno del paese in mezzo al quale scorre il fiume Semoy. Il nemico in ritirata ne ha fatto saltare il ponte. I nostri carri a cingoli passano a guado le acque senza sostare. I genieri hanno gid intrapresa la ricostruzione del ponte. Il comandante del reggimento di fanteria fa il suo rapporto al generale, il quale rimane sulla riva del fiume. informa il suo Stato Maggiore della situazione e guarda il celere tragitto dei fucilieri. Anche not passiamo il fiume e presto arriviamo ad un largo sbarra- mento sfiorato dal fuoco delle mitragliatrici nemiche. Giriamo Vostacolo e per una via adiacente passiamo dinanzi a carri armati abbattuti ed a profondi buchi fatti dalle bombe. Ci mettiamo al sicuro da ambo le parti e facciamo avanzare il carro per il collegamento radiotelegrafico. A 100 metri da noi diversi veicoli sbarrano la strada e noi procediamo lentamente preparati a qualsiasi sorpresa. I veicoli peré sono vuoti. 13 maggio. Alle 9 abbandoniamo il quartiere generale. In mezzo alla foresta delle Ardenne ¢imbattiamo in una colonna di genieri occupati a sgombrare un campo minato. Noi dobbiamo tuttavia attraversare un ponte anch’ esso minato. Con tutta precauzione leviame le mine pericolose e passiamo. A La Chapelle incontriamo lo Stato Maggiore del comando generale giunto nel frattempo. Di la non si pud pik andar oltre. Il generale scende dalla sua automobile e continua la strada a piedi. Dobbiamo affrettarci perché il fuoco dell’artiglieria contro posizioni nemiche sulla Mosa deve cominciare alle 16. (continua a pag. seguente) Der General im ,,Befehlspanzer* Il generale nel «carro armato del comando» StraBe nach Corbion, da halt uns ein Offizier der Pioniere an und meldet, da® hinter der nachsten Biegung der StraBe eine breite StraBensperre den Weg unpassierbar macht. Einige seiner Leute sind beim Versuch, die Sperre zu beseitigen, von einem versteckt aufgestellten franzé- sischen Maschinengewehr beschossen worden. Eine augen- blickliche Beseitigung der Sperre ist nicht méglich. Der Kommandierende General l4Bt sofort kehrt machen. Wir fahren mit hoher Geschwindigkeit zuriick nach Bouillon, um auf der anderen Seite aus der Stadt zu kommen. Uber uns erscheint plétzlich in geringer Héhe ein franzésisches Flugzeug, das wenige Augenblicke spater durch die vielen Wegebiegungen und ansteigenden Héhen unseren Blicken entschwunden ist. Mehrere dumpfe Detonationen lassen uns vermuten, daf der Briickenbau in Bouillon yon den Franzosen durch Bombenangriff zerstért werden soll. Wir finden wenige Minuten spiater unsere Gedanken bestatigt. Die im Bau befindliche Briicke ist zum Glick unversehrt, dafiir sind mehrere Wohngebaude am Nordufer getroffen und stehen in hellen Flammen. Wir umfahren durch einen Tunnel einige Bombentrichter und rollen auf einem Nebenweg, vorbei an mehreren zerschossenen Kraft- wagen, auf der Héhe zur Schiitzenbrigade. Ohne Aufenthalt rollen wir weiter. Vor uns entlang der StraBe der gesuchte Stab. Vom Oberst bis zum Melder geht alles zu FuB. Links der StraBe, eine kurze Strecke weiter, schieBt ein franzésisches Maschinengewehr. Aus dem dichten Laubwald kann jeden Augenblick ein anderer Feueritberfall erfolgen. Die Spitze muB plétzlich halten. Die vordersten Sicherungen haben starkes Abwehrfeuer bekommen und miissen links und rechts der StraBe im Graben Deckung nehmen. Der General bespricht sich, ungeachtet des auf kurze Entfernung gefiihrten Feuer- kampfes, mit dem Kommandeur und fahrt dann auf einem Nebenweg, der schriig von der HauptstraBe abzweigt, zuriick — Richtung Bouillon. Der Waldweg ist schmal. Wir sichern nach beiden Seiten und nehmen den Panzer- funkwagen als erstes Fahrzeug nach vorn. Vor uns in 100 m Entfernung stehen mehrere fremde Wagen quer zum Weg. Wir fahren langsam heran, einer Uberraschung gewartig. Die Fahrzeuge sind leer, die Soldaten anxschei- nend in dem Wald verschwunden. Eine schine blauweiBe Fortsetzung Seite 28 Il generale assiste al tragitto delle truppe celeri Dem General wird eine erbeutete franzésische Fahne iiberreicht Al generale viene consegnata una bandiera francese predata Fortsetzung von Seite 22 Sektions-Kompanie-Fahne der Artillerie wird von uns als Trophie mitgenommen, direkt am Schlagbaum der belgisch-franzésischen Grenze mitten im Wald. Wir fahren wieder zuriick auf belgisches Gebiet und kénnen nach einem Kilometer Fahrt die Infanteriespitze eines auf diesem Weg angesetzten Bataillons aufklaren. Die Uber- raschung dieser Soldaten, von dem Kommandierenden General ihres eigenen Korps unterfichtet zu werden, spiegelt sich deutlich auf den Gesichtern wider. Der General befiehlt das sofortige Vorgehen und kehrte dann nach Bouillon zuriick, um seine Arbeit bei dem inzwischen dort eingetroffenen Hauptquartier aufzunehmen. 13. Mai 9,00 Ubr Abfahrt vom Hauptquartier Bellevaux iiber Noirefontaine nach Bouillon. Der Briickenbau iiber die Semois ist inzwischen beendet worden. Die ganze Division ist bereits ibergesetzt. Wir fahren weiter tiber La Chapelle nach Fleigneux zum Divisionsstab der Ersten Panzer- Division. Der Divisions-Kommandeur sitzt im Sanitats- Kraftwagen und fiihrt trotz eines schweren Blutergusses im FuB seine Division weiter. Wir versuchen von hier in nordwestlicher Richtung auf die VormarschstraBe einer zweiten Panzer-Division zu gelangen, die sich iiber Sugny im Vorgehen nach Siiden befindet. Mitten im Forét des Ardennes stoBen wir auf einen Pionier- zug, der unter Fiihrung des am folgenden Tag beim Ubergang iiber die Maas gefallenen Oberleutnants Pol- laschek mit der Beseitigung von Minensperren beschaftigt ist. Der General befiehlt, um die aufgerissene und ge- sprengte StraBe zu umgehen, iiber eine kleine Briicke zu fahren, um auf den zur Héhe fiihrenden Weg zu gelangen. Bei der Beseitigung des Drahthindernisses stellen wir fest, daB die Briicke miniert ist. Die Manner der Generalstafel tragen die Minen behutsam zur Seite, um ein Hoch- gehen des ersten Fahrzeuges zu vermeiden. Der siidliche Waldrand ist von den Franzosen einzusehen. Artillerie- feuer liegt zeitweise dort. Mit groBer Geschwindigkeit SS eS eo Der General im Sturmboot Il generale nel canottod’assalto 28 werden die 200 m offener Waldweg durchfahren, da nimmt uns der dichte Wald wieder auf und entzieht uns so der Sicht. Inzwischen ist der Stab der Panzer-Division in Sugny eingetroffen. Der Divisions-Kommandeur meldet das Erreichen der franzésischen Grenze. Eine kurze Viertelstunde génnt sich der General Ruhe. 15 Ubr 30 fahren wir wieder los. In der Ortsmitte von La Chapelle ist die Weiterfahrt unméglich. Die StraBe ist aufgerissen und durch den Artilleriebeschu8 unbefahrbar geworden, Der Franzose beschieBt den Ort seit den Mor- genstunden. Der General verlaBt das Fahrzeug und weist fiir seinen Wagen, den Funkpanzer und die Kraftrad- melder einen rechts der StraBe gelegenen Park zur ge- deckten Unterbringung an. Jetzt geht es zu FuB weiter. Wir miissen uns beeilen. Fiir 16 Uhr ist der Artillerie- beschuB auf die feindlichen Stellungen an der Maas fest- gesetzt und auBerdem sind starke Bomben- und Stuka- verbande zur Bekampfung der Bunkerlinie angesetzt. Uber Geréll und Schutt gelangen wir an einen Weg, der durch die weniger zerschossenen Hauser, an Wiesen und Weiden vorbei auf die Héhen am Siidwestrand fiihrt. Dort miissen die vorgeschobenen Beobachtungsstellen der Artillerie sein. Wir arbeiten uns durch das dichte Laub- werk langsam an die Héhe heran. Streckenweise geht es auf allen Vieren. Der General bahnt voraus den Weg. Ich bekomme den Auftrag, den Panzerfunkwagen nach der Ferme zum Artillerie-Regiments-Gefechtsstand zu bringen. Hinunter ins Dorf, wir fahren sofort los. Bei Der General regelt persénlich den Verkehr Il generale regola personalmente il traffico St. Menges und Floing sind Briickenképfe gebildet worden, Eine Pionierkompanieentladet- Britckengerat, um mit dem Bau einer Pontonbriicke zu beginnen. Nach Meldung des Kompaniechefs und tréstenden Worten an einige Verwundete besteigt der General ein Sturmboot und laBt sich nach einer weiter siidlich gele- genen Ubersetzstelle bringen. Ich fahre mit dem Kraft- rad zuriick zu den Fahrzeugen. Durch einen Fabrikhof rolle ich hin an die 8-Tonnen-Briicke. Plétzlich ein franzésische Bomber kreisen wildes Flakfeuer. Zwei iiber unseren Képfen. 14. Mai Am Morgen ein verandertes Bild. Am Siidufer der Maas ein groBes Lager gefangener Franzosen. Die Flak hat an beiden Seiten des Flusses starke Krifte in Stellung gebracht. Aus den links anschlieBenden ersten Hausern von Sedan ist heftiges Maschinengewehr-Feuer zu héren. Nach einer Stunde ist auch dort der Angriff weiter nach Siiden vorgetragen. In einem schnellen EntschluB verlaBt der General allein mit seinem Gelandewagen das Siidufer der Maas und fahrt in Richtung Donchery davon. Wie wir eine Stunde spater aus seinem Munde héren, hat die weiter rechts vorgehende Panzerdivision auch die Maas itiber- schritten und befindet sich im ziigigen Vorgehen. In der Gegend bei Donchery lag die ganze Zeit starkes feindliches Artilleriefeuer und ausgerechnet dort ist der General ohne jeglichen Schutz hingefahren. Wir wundern uns immer aufs neue iiber seinen ungeheuren Schneid. ., Mit dem Glas erkennen wir das Vorgehen der schnellen Truppen* «Col binocole osserviamo Vavanzata delle truppe celeri » Kin kurzer Imbi8. Wir setzen uns auf die am Ufer schén anfgeschichteten franzésischen Schlauchboote. Von Siidwesten nahert sich in groBer Hohe ein starker fliegen- der Verband. Fiinfzehn franzésische Bomber kénnen wir feststellen. Die Flak eréffnet ein rasendes Feuer. Uber uns ET (continuazione da pag. 27) Sulle macerie di case distrutte ed attraverso una macchia perveniamo ad un colle. Talvolta dobbiamo procedere a carponi, il generale innanzi a tutti. Alle 16 incomincia il fuoco. I proiettili sibilano su di noi in tutti i toni, da destra e da sinistra. Squadriglie di bombardieri e Stukas appaiono in cielo e martellano avanti a noi le linee nemiche. 14 maggio. Ci troviamo sulla sponda meridionale della Mosa. II generale vuole procedere alla testa della divisione. Avanz iamo in direzione di Chermery, poi verso Stonne. Una batteria della divisione d’artiglieria avanza a sbalzi su un prato fino a circa 100 metri dalla periferia d'un bosco. Alcune figure umane nel vederci ne escono colle mani alzate. Ad un tratto, un portaordini in motocicletta ci reca, la notizia che carri armati nemici attaccano... Nel bosco si sente il martella- mento delle mitragliatrici e di quando in quando forti colpi. Con le pistole-mitragliatrici e coi nervi tesi eniriamo guar- dinghi nel bosco, dove vediamo elevarst fiamme da un carro armato che brucia. Ritorniamo sulla strada maestra che conduce, in direzione Sud, a Le Chesne. 16 maggio. Il prossimo viaggio al fronte ci porta ad Omont dove si trova lo Stato Maggiore della prima divisione corazzata. Bouvelle- mont é stata presa in questo momento. Si puo appena respirare per il vento ed il gran fumo. Polvere e cenere ci coprono il viso. Quasi tutto il paese brucia. Qui si sono svolti assai duri ed aspri combattimenti e qui s’incrociano le direttrici d’avan- zata di due divisioni. Il generale si ferma alla chiesa e coa- diuvato dal suo aiutante regola personalmente il movimento. Una Divisione a destra, V'alira a sinistra. Gli Stati Maggiori arrivano. In questo giorno vengono percorse con incredibile rapidita enormi distanze. Per oggi rimaniamo a Soize. fangt eine feindliche Maschine Feuer, sie scheert nach links ab und stiirzt ab — einen schmalen weifen Streifen hinter sich herziehend: hrhalber Hohe des Absturzes nach einigen Sekunden lésen sich zwei weiBe Punkte von der Maschine. Zwei Manner der Besatzung schweben langsam an ihren Fallschirmen zur Erde. Fortsetzung Seite 30 Le | WERKZEUGE erhalten Sie nach wie vor in bekannter hoher Qualitdt R.STOCKzCO SPIRALBOHRER-; WERKZEUG-UND MASCHINEN FABRIK AKTIENGESELLSCHAFT - BERLIN-MARIENFELDE ,-Im ziigigen Vorgehen* «In rapida avanzata» BINDING Fortsetzung von Seite 28 Der kommandierende General Inzwischen beobachten wir, wie die tibrigen Maschinen iiber Sedan ihre Bomben ausklinken. Es kracht machtig. Wie wir spater feststellen, ist nicht eine Briicke ge- troffen worden und der GroBeinsatz nutzlos gewesen. Die Bomben haben die Gebaude der eigenen Landsleute getroffen. Der General i®t unerschiittert seine KommiB- brotstulle und 1aBt funken: Feindlicher Bombenabwurf auf Sedan, alles in Urdnung. Wir staunen iiber diese Ruhe. Er geht vaterlich lachelnd zur Briicke zuriick zu den gerade iibersetzenden Panzern. Die strahlenden Mienen der Manner, wenn sie ihren General sehen, zeigen uns immer wieder, mit welcher Verehrung und Anhinglich- keit alle an ihm hangen. Unser General fahrt von La Chapelle zu einer anderen Panzerdivision nach Bulson. Auf der Fahrt dahin sehen wir die ersten gefangenen Schwarzen. Der Divisionskommandeur sitzt mit seinem Stab in einem verlassenen armseligen Haus. Alle sind iiber- nachtigt und tiichtig verstaubt. Die Division hat eine schwere Nacht hinter sich. Nun méchte unser General weiter nach vorn, zur Spitze der Division. Wir fahren von Bulson in Richtung Chemery, dann weiter nach Stonne. Eine Batterie der Divisions-Artillerie, die sich auf dem Vormarsch befindet, ist gerade abgesessen und geht sprungweise tiber eine Wiese nach dem sich in 100 m Entfernung langziehenden Waldrand vor. Beim Vorbei- fahren sehen wir einige erdbraune Gestalten mit erho- benen Handen aus dem Wald auftauchen. Auf der StraBe von Artaise nach Stonne halten die Fahrzeuge. Beim Naherkommen an den nicht mehr fernen Waldrand ziehen einige Infanterie-Fahrzeuge schnellstens in Deckung. Ein Melder kommt mit Kraftrad an. — Feindliche Panzer greifen an. — Im Wald hammern Maschinengewehre, harte Schlage zwischendurch, unsere Panzerabwehrkanone schieBt. ..Fahrzeuge halt, fertig zur Riickfahrt.‘* Mit Maschinen- pistole und gespannten Nerven gehen wir vorsichtig rechts der StraBe im hochstammigen Wald nach vorn. Der Kommandeur des Infanteriebataillons ist im Augenblick hier nicht zu finden. Im Wald wird es un- gemiitlich. Nach rechts zu, halb in unserem Riicken, minutenlanges Brechen des Holzes, danach ein dumpfer Knall. Wir sehen Flammen hochgehen. Ein Panzer ist in Brand geschossen worden. Wir miissen wieder zuriick auf die HauptstraBe, die in genau siidlicher Richtung nach Le Chesne fiihrt. Ein Regimentskommandeur fahrt im Moment vorbei. Das 1. Bataillon seiner Einheit ist inzwischen auf dieser MarschstraBe der Panzerdivision durch. Mit Fahrtrichtung Nord nahern wir uns Connage, dort weist eine Flagge nach dem Chateau Rocan zum Divisionsstab. Am abgeholzten Nordrand dieses be- herrschenden Berges besichtigen wir die gut ausgebauten Geschiitz- und Maschinengewehrstande, die Deckungs- graben und tief ins Erdreich gehenden, zum Teil beto- nierten Unterstaénde der Franzosen. Nach Norden zu, der weite Blick ins Tal der Maas. In der Ferne das an- steigende Gelande des Ardennenwaldes. Die Franzosen miissen beim plétzlichen Erscheinen unserer Panzer in dem vor uns liegenden Tal so durcheinander gekommensein, daB die Verteidigung nur schwach durchgefiihrt worden ist. 16. Mai 1940 Die nachste Frontfahrt fihrt uns vom Wald bei Sapogne iiber Vendresse nach Omont zum_ Stab einer Panzer-Division, von dort zum Schiitzen-Regiment. Bouvellemont ist soeben genommen. Man kann kaum atmen. Der heftige Wind, Rauch und Qualm, Dreck und Asche fliegt einem ins Gesicht. Viel Brande im Ort. Um dieses Dorf ist hart gekampft worden. Auf der StraBe nach Guicourt gleich hinter dem Ort steht der Komman- deur mit Knotenstock und Windjacke. Er hat tiefliegende rot entziindete Augen. Das Regiment hat in diesen Tagen viel hinter sich. Von Jonval beschieBen feindliche Ma- schinengewehre die StraBe. Unsere Artillerie schieBt nach dort. Wir miissen uns eng in den StraS8engraben driicken. Von einem angesetzten Schiitzentrupp bleiben einige Soldaten verwundet oder gefallen im Kleefeld liegen. Mit groB aufgerissenen Augen und schlotternd kommen iiber die Wiese her weitere Gefangene, Spahis und Marokkaner sind es. Sechs Mann von ihnen schleppen einen Schwerverwundeten mit. Ein zuriick- fahrender Munitionswagen nimmt den Mann zum Ver- bandsplatz mit. Lange Zeit unterhalt sich unser General mit dem Kommandeur. In dieser Gegend hat sich der Feind gut geschlagen. Jedes Haus mufte schwer erkampft werden. Viele Truppen liegen hier. Dieser Tag ist bestimmt entscheidend fiir den Ansatz zu dem unaufhaltsamen Marsch nach Westen. Wir fahren, so schnell es bei der Kolonnenfahrt geht. nach Novion-Porcien. Dort beriihren sich die Vormarsch- straBen von zwei Divisionen. Der General la8t hier durch seine Manner fiir flieBenden Ablauf sorgen. Riesige Ent- fernungen werden an diesem Tage zuriickgelegt. Zwei Offiziere einer franzdésischen Nachschubkolonne werden dem General vorgefihrt, — sie wollten mit den beladenen Fahrzeugen nach Rethel: — ,,Oh, die Deutschen sehr schnell — trés, trés vite.“ Sie sind fassungslos, plétzlich gefangen zu sein. Sie hatten keine Ahnung, von wo und wann wir kamen: Weiter geht die Fahrt iiber Fraillicourt nach Montcornet: Alle Fahrzeuge auf der StraBe rollen mit Vollgas. Neue Schwierigkeiten. Der General muB neue MarschstraBe an- weisen. So ungeheuer schnell ist alles im Rollen. Auf dem Markt steigen gerade noch Franzosen von ihren Kraft- wagen herunter, sie rollen eine Strecke in unserer Kolonne mit. Um den Ort hat sich noch gar niemand kiimmern kénnen. Wie beim Rennen jagt alles hindurch. Der Ge- neral halt an der Kirche an und regelt héchst persénlich mit seinem Adjutanten den Verkehr. Die eine Division nach rechts, die andere links ab. Die Abfahrt fiir die neue StraBe hat ein Ordonnanzoffizier erkundet. Ein Funker besetzt das Gerat. Die anderen Funker und Kraftfahrer und die zwei Kriegsberichter der Propaganda- Kompanie gehen los zur Hausdurchsuchung. Die ersten Gefangenen kommen aus den Hausern. Waffen und Taschenmesser werden ihnen abgenommen. Sie wandern am laufenden Band in eine Turnhalle am Merkt, wo sie sich von ihrem Schrecken erholen kénnen. Alles was ankommt, marsch in die Turnhalle. Nach einer Stunde sind mehrere hundert zusammengekommen. Der General regelt weiter den Ver- kehr. Die Stabe der Division kommen an. An diesem Tage sind ungeheure Strecken geschafft worden. Spit abends hat sich auch das Hauptquartier durchgeschleust. Wir bleiben in Soize. ( CE ECEEC EEE EEECEEECEEEEECEEEEEEEECECEECECEEEEEEEEEEEECECECECECECECC EXC ei a 0 Die von den Arzten empfohlene Zahupasta enthalt 0,0075 % organisches Jod, von dem beim Zahneputzen etwa 0,000035 g Jod zur Resorption durch das Zahnfleisch und damit zur Verteilung an die inneren Organe des Korpers gelangen. Jod: Kaliklsta ist eine angenehm schaumende Zahnpasta bester Qualitdt (ohne chlorsaures Kali!) mit sehr wohlschmeckendem und erfrischendem Aroma. Die minimale Menge des organischen Jods geniigt, um eine langdavernde Desinfektion der Mundhohle herbeizufiihren (wissenschaftlich erwiesen!) und die Zahne sowie das Zahnfleisch vor Erkrankungen zu schiitzen, besonders auch vor der in der ganzen Welt verbreiteten Paradentose. Weiterhin ist Jod-Kaliklsca arztlich anerkannt als Prophylakticum gegen Erkaltungskrankheiten, Alterserscheinungen (Arteriosklerose) und als Anregungsmittel aller Korperfunktionen. Auskunft und Literatur durch die wissenschaftliche Abteilung ager chemischen Fabrik (CMM Queisser & Co., K.G., Hamburg 19 MMS IM WWIII WN NDE EMI) IDI) Vorsicht ¢ Zerbrechlich ¢ Schwestern unter Glas Attenzione? Fragili? Sorelle sotto vetro s ist wirklich wahr, daB die beidenSchwestern Bee und daB sie in Glas gepackt sind. Das Glas ist von der modernen Marchenfee » Technik“ fein gesponnen, und die Schwestern sind Hedi und Margot Hépfner, Solotanzerinnen des Deutschen Opernhauses in Berlin. Diese Glaskostiime verbergen nichts — und doch sind sie yor jedem Hauch der Welt bewahrt * Anzitutto € vero che esse sono sorelle e poi é anche vero che sono avyvolte nel vetro. Ma é ancora pia gradito il sapere che né il vetro né esse stesse sono «frangibili». Il vetro é finemente filato dalla moderna fata, la teenica, ele sorellesonoHedie Margot Hoepfner. prime ballerine del Deutsches Opernhaus di Berlino Schénheit und Grazie — hinter Glas! In dem Beallett ,.Glas- blaser** bildet das Paar den Mit- telpunkt. Gleich zarten Glasfigu- renerscheinen sie in diesem Tanz Bellezza e grazia — dietro il vetro. Nel balletto «Soffiatori di vetro» questa coppia attira I’ interesse gene- rale. Esse appaiono in questa dan- za come graziose figure di vetro Funktiirme bis zu den grofsten Fohen in fast allen Landern der Erde- Sinnbilder deutscher Ingenieur. Rkunst! Spuren im Schnee: das ist alles, was man vom Lemming, bei Tage zu Gesicht bekomm: Le piccole tracce nella neve sono tutto quello che di giorno si vede del lemmo, Perché i lemmi sono nomadi? Seit undenklichen Zeiten sind die Wanderziige der Lemminge bekannt. Und doch ist es noch nicht lange her. daB wir eine genaue Beschreibung des winzigen Tierchens haben; die erste stammt von Linné aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Eine Erklarung fiir seine geheimnisvollen La vita nomade del lemmo era un mistero fino agli ultimi tempi ed ha is- pirato una quantita di strane leggende. Tutte le volte che queste bestiuole han- no lasciato in massa le regioni artiche dirigendosi verso il Levante si ha avuto il timore che fossero per avvenire grandi catastrofi sul mondo, come guerre ed epidemie, Il lemmo, in tempi normali vive nelle regioni subalpine della Norvegia, della Lapponia e della penisola di Kola nu- trendosi di erbe, lichene e di radici d’ogni specie. La natura rigida di quelle locali- ta e le insidie di animali rapaci impedi- scono una sua forte prolificazioue. Solo quando si susseguono due o pit buone stagioni esso si moltiplica tanto da sen- tire la necessita di emigrare in altre terre Wanderziige aber fanden wir erst in unserem Jahrhundert. Den Cha- rakter dieses kleinen Nagers be- stimmen Neugier und Mut, ja eine Tollkiihnheit, die ihm oft zum Ver- hangnis wird. So ein grofer Hund und so eine kleiner Lem- Un cane cosi grande di fronte ad un ming — trotzdem wird sich der erfahrene GroBe lemme cosi piccolo dev'essere guardingo hiiten, den Kleinen anzugreifen. Das wiitende nell’ aggredirlo poiché, eccitato, pud divenire Tierchen ist gefthrlich; erst wenn der Lem- pericoloso. Il cane pud uccidere soltanto ming sich eingriébt, kannihn der Hund erledigen il lemmo quando questo si tuffa nella neve Der Lemming ist in der subalpinen Region zu Hause, der tiber dem Nadelwald liegenden oe 4 j = \ = i " : : io) ay, i rf un d A usfih rH ug Zwergbirken und Grauweidenzone von Norwegen, Lappland und der Kola-Halbinsel. Dort lebt ete 3 : ee. er von Grasern und Renntierflechten, von den Katzchen der Zwergbirke und allerlei Wurzeln. ot ; ‘ ~ \ g £ In normalen Zeiten verlaBt er dieses Gebiet niemals. Die harte Natur und allerlei Raubzeug : Tawa fed 3 : oa a E l N, LE HMAN ind & co sorgen dafiir, daB die Lemminge nicht titberhandnehmen. K.G. vac rlin-Tempelhof Es gibt Jahre, in denen die Gunst der Witterung die Lemminge besonders gut gedeihen |aBt. Damit es aber zu einer Wanderung kommt, miissen mindestens zwei giinstige Jahre aufeinander- folgen — dann wachst die Zahl der Lemminge ins Unheimliche. Plétzlich packt sie der Wander- trieb und drangt sie zu ungeheuren Scharen zusammen. Und Nicht gréfer als ein Daumen ist dieses wandernde Heer kennt keinen Riickweg. Raubtiere und der Lemming — undihn vor die Ka- Raubvoégel, der Mensch mit seinen Waffen, Seuchen, Unfalle mera zu bekommen, ein Zufall und schlechtes Wetter reiBen groBe Liicken in die Wander- Sei , scharen. Unzahlige ertrinken in Fliissen und Seen, die von den Il lemmo non é pit grande d’un pollice. Il fotografo difficilmente , lo pué fotografare Meer zum Massengrab der Letzten von Millionen. 32 33 Tieren in blindem Trieb durchquert werden, und oft wird das “= Friedemann Bach der geniale Sohn fohann Sebastian Bachs—im Film il geniale figlio di Giovanni Sebastiano Bach — nel film DOHLENSTAHL Staatsschauspieler Gustaf Griindgens lent ... Gustav Gruendgens impara ad eseguire O O Bach spielen! Mark Lothar, der musikalischeGe- _ musica di Bach. Marco Lothar, attore e compo- stalter und Betreuer dieses Films, erklart Gustaf sitore di questo film, spiega alcuni passaggi Griindgens einige besonders schwierige Passagen _specialmente difficili a Gustav Gruendgens ‘ . e Fr ay * ww Bei einem musikalischen Wettstreit Durante un concorso musicale tra : = ¥ P : ; : ‘ im @ E ia Ef RO = 'S} N D iS e NV = iN = - M yan aan IN = eva mA im RK zwischen Friedemann Bach und dem Friedemann Bach ed il musicista di Hofmusikus Marchand will Kénig August corte Marchand, il re Augusto III di % : . . ) = : ‘ 3 ; WALZWE RK bd B ANN Awa a H E aia i mnie S SWE R K IIT. von Sachsen entscheiden, wer der Sassonia vuole giudicare chi dei du sia i pe * a ie aa A M M iz RW E maa U IN D>) - D _ oae-Ve [ iS % io M | F B = gréfere Kiinstler ist. Friedemann Bach il pia grande. Friedemann Bach suona spielt und... Marchand verlapt den Saal e ... Marchand abbandona la sala 7 i : | px nae 5 = U iN iD) V 2 R Gi e a5 U N € = 5 B = uF FR | = B = “a SACHSISCHE GUSSTAHL-WERKE DOHLEN AKTIENGESELLSCHAFT nee Ein Lacheln zwischen den Aufnahmen. Sabine Un sorriso tra una scenae Paltra. Sabine Peters Peters (links) und Leny Marenbach (rechts) (a sinistra) e Leny Marenbach (a destra) si erholen sich. Mariella, die Wielumworbene: rifasano. La tanto corteggiata Mariella: Camilla Horn spielt die Ténzerin Fiorini | Camilla Horn nella parte della ballerina Fiorini 34 Ein sonderbares Bild: Links vorn eine Hand, rechts ein nackter Fuf, da- zwischen iiberall Unord- nung, und auf dem Tisch die Umgebung -eines Foto- grafen. Kaum ist Brumbo in seinem Wochenendhdus- chen erwacht, fotografiert er schon die Welt sowie sie vor seinen Augen liegt ( Bild links). Man sollte glauben, daB er sich nun erst ein ordentliches Friihstiick gonn- te: aber nein, er macht sich sofort daran, den Film zu entwickeln (zweites Bild links). Daf er diesen Film anschlieBend durch eine Speziallupe (drittes Bild) betrachtet, ist verstaéndlich. Doch beim Priifen zeigt sich irgend etwas Fremdes. Zu was hat man als gewiegter Fotofachmann seinen Ver- gréBerungs - Projekti- onsapparat (unteres Bild links)! Er spannt den Film ein, und im Projektions- bild (rechts) ¢rlebt er eine Uberraschung: eine mensch- liche Gestalt! Brumbo stutzt — aber schon wei er Rat... In primo piano, a sinistra una mano: a destra un piede nudo, tra Tuna e l'altro disordine completo — Una strana fotografia! Si puo trattare quindi solo dell’ ambiente di un foto- zrafo. Infatti, non appena sveglio, afferra la macchina fotografica e ancora a letto (fot. a sin.) ritrae il mondo cost come si presenta ai suoi occhi. Si pensa che voglia assaporare comodamente la colazione, mentre invece si mette subito a sviluppare la pellicola(seconda fot. a sin.). Elogico che controlli questa pellicola con una_ lente speciale (terza fot.). Nell’e- saminarla — rimane un istante perplesso constatan- do che esiste qualche cosa d insolito. Che pudessere? A che scopo, da bravo fotografo, possiede 'apparecchio di proiezione? (fot. sotto a sin. ). Vi introduce la pelli- rola e la proiezione (a destra) é per lui una sor- presa. Quel misterioso punto infatti éuna figura umana! Brumbo é perplesso ma sa a che mezzo ricorrere .. . — ait ca ae I ae : * mS Ss iF Oey Brumbo leistet GroBes mit der Kleinbildkamera Brumbo fa miracoli con lo macchina fotografica di piccolo formato W: wie ein Marchen scheint. ist Wirklichkeit. Es gibt einen Fotoapparat, der so klein ist, daB man ihn in die Tasche stek- ken kann — dessen Falkenauge aber mit einem einzigen Film drei Dut- zend winzige Bildchen in nah und fern aufnimmt: das ist die Klein- bildkamera! Die drei, vier fiihren- den Marken-Apparate der deut- schen feinmechanischen Industrie sind in der ganzen Welt bekannt. In unserer kleinen Foto-Geschichte zeigen wir einen jener seltsamen Zeitgenossen, wie sie ebenfalls in der ganzen Welt bekannt sind. E’ come una favola, eppure @ verita. Esiste un apparecchio fotografico cosi piccolo da poterlo portare in tasca. Con una sola pellicola, si possono eseguire in pochi istanti, sia da vicino che da lontano, tre dozzine di minus- cole fotografie. La nostra breve storia della fotografia a piccolo formato tratta duno di quegli uomini eccezionali doggi, noti in tutto il mondo. kr schraubt ein Tele - Objektiv auf seine Kleinkamera auf und sieht durch das Fenster, sucht, der Punkt zeigt sich .. . Innesta un teleobiettivo alla sua macchina, guarda dalla finestra, e finalmente trova il punto . .. . Brumbo springt, bildkamera oben) macht . appoggiata ad un albero una bella ragazza. Premendo il bottone di scatto della macchina {in alto) Brumbo riesce a fare . undeutlich zuerst, Brumbo ..-dapprima indistinto: Brumbo dreht weiter und entdeckt ... hoppla ! nicht, ohne ( Bild rechts oben) seine Kleinbild- kamera ausgelést zu haben. die den Sprung in sechs selbsttatigen Aufnahmen festhalt Schichterne Annaherung mit — dem Winke!sucher! Kurz vor dem unbekannten Madchen hat Brumbo den Mut verloren und spielt so den ver- sunkenen Fotografen. In Wirklichkeit benutzt er den Winkelsucher, um un- auffallig eine Aufnahme von der jungen Dame zu machen! Kurz dar- auf kommt er ins Stolpern, und... A qualche passo dalla sconosciuta Brumbo prova un improvviso sco- raggiamento e finge di fare il fotografo di professione. Cost riesce a fotografare furtivamente la bella giovinetta continua a girare e scopre .. . . ein an einen Baum gelagertes hiibsches Madchen! Durch Driicken auf einen Knopf (siehe die Klein- una perfetta telefoto Fernaufnahme Brumbo salta dalla finestra, ma non senza aver prima messo in junzione (foto qui sopra a destra) la sua piccola macchina, che automaticamente eseguisce sei istantanee . kniet vor der Unbekannten. Sie hat langst gemerkt. was der junge Mann will. Brumbo hat aber Geistesgegenwart genug. rasch das Objektiv auszuwechseln . dinanzi alla quale inciampa e cade. Ella si é gia da lungo accorta delle sue intenzioni. Brumbo ha pero la presen- za di spirito di fare una nuova fotografia