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Dossier

Interview mit ökofeministin Carol J. Adams 5.46. Unterwegs mit Tierbefreier- Innen 5.48. Was sind Critical Animal 5tudies? 5.50. Tipps zum Weiterlesen 5.51

Klar lieben wir sie, besonders die mit langer Mähne und flauschigem

Fell, so will es schließlich das Klischee. Und doch nehmen wir manchmal in Kauf, dass sie für uns sterben. Dabei haben wir vielleicht mehr mit Tieren gemein, als wir denken - und wir meinen jetzt nicht genetisch. Ein Dossier über die komplizierte Beziehung von

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Illustration Elisabeth MOch

Deconstructing Animals

Auch wenn es manche Biologinnen nic~ wahrhaben '101 n - Tiere sind beim Abschied vo ,~ine} he

zweigeschlechtliehen Gesell s c haft sc hon so vi e l v e l t er, ü r d i e I l lus t ra tionen auf den n äc ~ h Liz Weidinger auf die Suche nach Beispielen begeben.

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Dossier 46

"Fleisch ist Symbol für männliche Privilegien"

Wer für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, sollte

auch kein Fleisch essen, sagt die amerikanische Tierrechtsaktivistin

und Autorin Carol J. Adams. Wie hängt

das bitte zusammen?

--'n-ter-vi-ew

Chris Köver

F rau Adams. was hat Fle i schessen mit der Benachtei- ligung von Frauen zu tun? Die ze ntrale Bedeutun g de s Fleischess e ns in de r S y mbolik der w e s tlich e n We lt hängt direk t mit eine r m ä nnlich geprägt e n

G ese ll s chaft zusammen. Ein e p atr i ar chal e W e it s icht geh t d a v on a us , d a ss der Z we ck die M it t el h e ili g t. Diese Ethik in s trumentali s iert die N a tur , eb e nso w ie Tiere und nicht dominant e Me nschen , zum Te i l auf s e hr gewalt s ame We i se. A ber die Gewalt wird unsichtbar , s ie wird von Individuen nur noch als P rivil e g w ah r genommen , das ihnen Genus s bereitet: d a s Privileg, Tiere zu es- sen , F r auen auszunutzen ode r s i ch keine Gedanken darüber zu m a chen , wer das Hotelzimmer putz t . Es g eht aber noch um meh r: In der

we s tlichen

Gesellschaft be s teh t von j e h e r

eine e ng e Verbindung zwisch e n Fleis c h- e s sen und M ännlichkeit - Flei s ch i s t S y m- bol f ür männliche Pri v ilegi e n. In Zeit e n v on M a ngel hab e n meist di e M ä nner in der Familie F l e i s ch bekomm e n , wä h r end F r au e n und Kinder keines aßen . In K riegszeiten w ar d as Fle i sch v or allem f ü r Solda t en r e s e r v i e rt. Und jetzt n a ch 9 / 11 sehen wir in d e n US A ein e ma ss i v e R e kup e r a tion v on M ä nnli c hk e i t du r ch off en s i v en Flei s chkon s um: G r illres ta ur a nt s ser v i er e n j e tzt o ft w i e d er ga nze Schweine.

Die Vorstellung . dass Mammut erlegt haben

ber Fleisch essen. ist doch stumpfer Biologismus. Natürlich .

Die femini s tische Anthropolo g i e h a t s olch e simplifizi e r e n - den Erkl är un g smuster fü r d e n Unt e r sc hi e d z w ischen den

auch heute noch lie-

und deswegen

das

Männer

schon

in der Steinzeit

G e s chle c ht er n ja läng s t in f r a ge g e s t e llt. Ent s cheid e nd

i s t

a b e r nicht , ob d as w irkli c h s o wa r - s ondern das s di e M e hrzahl d e r Me n s ch e n d as heute noch gl a ubt.

Was halten Sie von dem häufig vorgebrachten Argument. Frauen seien deswegen eher Ve-

weil sie von Natur aus" ein-

fühlsamer sind? Ich g laube generell nicht an die Na t u ra li s i e ru n g von geschlechts t y -

pischen Eigens c haften

getarierlnnen.

oder Verhaltens-

weisen. Ich d e nk e, dass Vegetarismus für viele Frau e n vielmehr eine Möglichk e it ist , geg e n p a t r i ar chal e Denkmuster zu rebellieren . Ein e i mplizite Kritik durch da s, w a s w ir e ssen oder vielmehr nicht e ss e n . We nn F ra uen einfühlsam e r s ind , d a nn deshalb , w eil wir eher dazu e rz oge n wer d en. Und da s Probl e m i s t

nicht , d ass w ir so erzogen we rden - sond e r n d ass di e a ndere Hälft e d e r Me n s chh e it e s nich t wir d.

Wenn Fleischkonsum die Un-

ze-

gleichheit

der Geschlechter

Schon beka n n t , a b er w e i l ' s so sch ö n i s t : B e i Seepferdchen

mentiert . dann dürfen diejenigen. die dagegen ankämpfen wo l len. also kein Fleisch essen? Nir g ends in m e i - nem Buch ( Anrn . d . R ed . : " The Se x ual Po - litics of M ea t ") s t e ht , dass man kein Fleisch

e ssen darf , ich will ni e m a ndem meine Meinung e n dik t i e r e n. Aber ich vertraue d a r a uf , dass meine LeserInnen ihre ei g enen Schlüsse zieh e n . Ic h g l a ube , ein feministisch e s Bewussts e in führt zu Veget a ri s mu s. Nicht zwangsweise, aber i ch s e he da auf jeden F a ll ei n e lo gi sch e Verbindung , di e sich a us d e m ergibt , was ich g er a d e e r kl ä rt habe .

Woher rührt diese symbolische

Verknü p -

fung? Histo r isch gesehen w ar d as Fl e i sc h essen tragen d i e mä nnli c henTie r e den in der we stli c h e n Welt ein Privil eg d e r M ä c h t i gen . N a c h w u c h sa u s . Und Macht wird vor allem mit M änn e rn in Verb i n -

dung gebracht. Außerd e m i s t d a n ac h w i e v or die I dee d es j a genden Steinzeitmann e s , d a ss e s a l s o d er Mann war , der das Fleisch mit seiner Kraft und sein e m Mut " v erdiente " . Deswegen wird es auch h e ut e noch sehr vi e l wen i ge r ak z e p- tie r t , wenn ein Mann Vegetarier ist , a ls ein e F rau . B ei e i n e m M a nn heißt es dann schnell : Der muss wohl sch w ul s ei n .

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Sie behaupten in dem Buch . dass d i e Objektifizierung von Frauen und von Tieren einem ä h n li chen Muster fol t: Bei- de würden in einer patriarchal en Gese l lschaft sexualisiert. entmenschlicht und schlussend l ich m i ssbraucht. Frauen wur- den in einer männlichen dominie r t e n Gesellschaft oft mit Fleisch gleichgesetzt . Auch heute noch zieht die Werbung diesen Ver- gleich , wenn riesige Burger in den USA etwa als " Doppel- D - Körbchen " an- gepriesen werden . Umgekehrt werden Tiere oder Fleisch in der Werbung immer stär - ker sexualisiert, etwa wenn sich gebratene Hühnchen in Werbung f ür Ketchup in porno- grafisch e n Posen räkeln . Der Feminis- mus hat mittlerweile etabliert, das s offe- ner Se x ismus nicht mehr akzeptabel ist :

Man darf b e i Tisch und am A rbeitsplatz nicht mehr ungestra f t über die Brüste und Hintern von Frauen sprechen , es gibt Gesetze dagegen . Ab e r der Se- xismus und die Misog y nie sind nicht verschwunden, sie haben sich nur

verlagert - auf die Art und Weise, wie

wir übe r Fl e isch sprechen . Fleischwer - äußerlich. bung i s t so etwas wie das Auffangnetz für Sexismus geworden .

man ganze Schweine und gehäutete Kaninchen . Das wundert

mi ch n i ch t . W enn das tote Tier so sichtbar ist wie hier , hat

da s f ast i mm er et w as mit der Ausstellung von Männlichkeit

und D o min a nz zu tun.

Noch mal zurück zu der Gleichberechtigungsfrage :

Heißt das. Sie stellen die Rechte von Tieren auf eine Ebe - ne mit den Rechten von Frauen? Nein .

und

Tierre c hte un w eigerlich mit-

Trotzdem

sind Feminismus

einander verbund e n. Wir können nicht sagen: Wir kämpfen nur gegen die Unterdrückung von Frauen , denn unse- re Kultur hat diese Unterdrückung in einem größeren Sys- tem verankert . So- lange wir nicht gegen

die

grundsätzlich e

Idee angehen , dass Tier e keine R e cht e besitzen , dass sie un- t e rdrückt und au s ge- beutet werden könn e n , werden auch Menschen imm e r unterdrückt wer- den können, indem man sie mit Tieren gleichsetzt .

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hat einen Penis - zumindest

Die weibliche Trüffelhyäne

Sie haben auch ein "Handbuch für das überleben unter Fleischessern" verfasst und schrei-

ben

von der Richtigkeit des Fleischessens überzeugt i st. die ei- gene Entscheidung dagegen zu verteidigen. Was empfehlen

sie Vegetarierinnen . die am Tisch angegangen werden? Auf

keinen Fall auf die Diskussion einlass e n . In einer Situation ,

in der Fleisch auf dem Tisch steht, kann man nur verlieren,

denn egal , was man sagt , die anderen werden sich nur dar- an erinnern , dass man ihnen das Abendessen vermiest hat . Ich finde hier die Strategie " kaputte Plat t e " hilfreich : Statt zu diskutieren , aritwortet man auf jeden Einwand das Gleiche ,

zum Beispiel: " Ich fühle mich damit eben besser ."

Diese Form von Objektifizierung i st zweifellos schlimm . Aber hinkt der Vergleich nicht etwas? Frauen wird hier sym - bolische Gewalt angetan . Tieren dagegen ganz unmittel- bare. wenn sie getötet und gegessen werden. Natürlich kann man das nicht gleichsetzen. Man kann auch direkte Gewalt gegen Frauen nicht mit der systematischen Gewalt gegen

Solange wir nicht gegen die Idee an- gehen, dass Tiere keine Rechte besitzen, wird es immer Unterdrückung geben.

darüber. wie schwierig es ist. in einer Gesellschaft. die

Tiere in der Fleischindu s trie gleichsetzen . Aber es besteht ein gem e insamer Nenner , den ich den "fehlenden Referen - ten " n e nne. So wie hinter dem Wort " Fleisch " das tote Tier verschwindet, verschwindet die reale Erfahrung von Frau - en, wenn wir Begriffe von weiblicher Sexualität und Unter- drückung auf andere Bereiche anwenden . Unsere Sprache trägt zu di e sem Verschwind e n bei . Sprache ist immer poli - tisch . Deswegen sollten wir auch nicht von , ,vergewaltigung " sprech e n , wenn wir die Ausbeutung der Ti e r e umschr e ib e n wollen . Ebenso wenig vom " Holocau st " . E s g ib t Begri ff e , die so en g mit der Gewalterf a hrung einer b es t i mmten Grupp e verbunden sind , dass w ir sie nich t f ür a ndere v er we nden können .

In Deutschland

gibt es seit einiger Ze i t ein neues Koch-

das Tier

Auf j ede r d r i tte n Se i te sieht

ma azin für Männer: "Beef" . Darin v erschw i nde t

ganz und gar nicht . im Gegenteil :

Und was. wenn man eigentlich auch andere davon über- zeugen möchte . kein Fleisch zu essen? Ein Buch zu schenk e n funktioni e rt meist besser als die direkte Diskussion . Dann hat die andere Person nicht das Gefühl , klein beizugeben , sondern kann selbst zu d e m Schluss gelangen, wenn sie das möchte . Aber die beste Methode ist wohl, einfach immer wieder und unkommentiert leckere vegane Festmahle zu ko- chen und andere dazu einzuladen . Damit demonstriert man ganz pr a ktisch , dass Veganismus und Vegetarismus mehr mit Genuss denn mit Verzicht zu tun hat .

Carol J. Adams beschäftigt sich seit den 1980er-Jahren mit der Überschneidung von Sexismus und Fleischkonsum. Ihr Buch "The Sexual Politics of Meat: A Feminist-Vegetarian Critical Theory" (1989) gilt als Standardwerk zum Thema und wurde gerade erst.wieder neu aufgelegt. Sie lebt in Dallas. / www.caroljadams.com

Dossier 48

GenossinTier

Unter dem Label "Antispezieslsmus" setzen sich immer mehr Frauen für die Rechte von Tieren ein. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Auf veganer Safari mit Tierbefreierinnen

----~

~

Text

Liz Weidinger

N eben einer hippen Werbeagentur am Rand des Hamburger Karoviertels schützt eine Mauer die Bewohnerinnen vor toten Tieren. Zwei Stra- ßen vor der Mauer heile Cappuccino-

Wohlfühl-Welt, Bio-Brot und Vintage-Klamotten, hinter der Mauer ein riesiger Fleischgroß- mark t . Auf dessen Internetseite steht : "Über 200 ansässige Betriebe mit mehr als 3.000 Mitarbeitern bieten mehrere tausend verschiedene Produkte und Dienst- leistungen an." Die reichen über die Herstellung von Fertigmenüs bis zur Vermarktung unzähliger Rinder- steaks, dem Handel mit Fleischverar- beitungsmaschinen oder Fellen , Kno- chen und Innereien. Auf der schützenden Mauer zwischen Fleisch- markt und Anwohnerinnen steht in krakelig grüner Spraydo- senschrift: Go Vegan. Wie viele Leute wohl schon vor mir an . dieser Wand und dem Schriftzug vorbeigelaufen sind, ohne über den Zusammenhang nachzudenken? Die Verarbeitung von Unmengen an Fleisch direkt neben meiner Haustür hat- te ich bis zu den Recherchen für diesen Artikel ganz nach un- ten gelegt, unter viele Schichten billiger Entschuldigungen

- erst jetzt ergibt der Aufruf zum Veganismus auf genau die-

ser Wand Sinn . Denn der Fleischgroßmarkt ist ein perfektes Beispiel für die "Institutionalisierung der Tierausbeutung" . Dagegen kämpfen Tierbefreierinnen, die nicht mit Tier- schützerinnen verwechselt werden wollen. Dafür gibt es

Rennechsen der Art Cnemidophorus uniparens leben in einer Welt ohne Männer - sie pflanzen sich einfach eingeschlechtlich fort und haben trotzdem Sex.

eine ständige Reflexion des (Konsum-)Verhaltens ist daraus nur die logische Schlussfolgerung :

Welche Cremes werden nicht an Tie- ren getestet und enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe? Wie bringe ich Leute dazu , mir nicht ständig zu erklären, wie ungesund ich lebe? Den AktivistInnen geht es nicht um die perfekti- onierte vegane Lebensweise. Nicht die aus Versehen zertretene Ameise ist das Problem , sondern die Massen an gezüchteten und danach gegessenen Tieren . Es geht um Aufklärung, politische Arbeit und Kampagnenarbeit. Dabei sind viele der Tierbefreierinnen nicht in starren Ver- einen organisiert, sondern in losen Gruppen, die sich nur für gemeinsame Aktionen zusammenfinden. Deswegen lässt sich schwer sagen, wie v iele aktive Grupp e n es in Deutsch- land insgesamt gibt. Auf antispe . org sind zum Beispiel 18 regionale Gruppen verlinkt und auch der deutschlandweit

schon seit 1985 bestehende Verein " Die Tierbefreier e.V" hat - neun Ortsgruppen . Zu einer gemeinsamen Aktion trafen sich die Aktivis- tInnen , als der mittelgroße Zirkus "Las Vegas " sein Zelt am Hamburger Dammtor in der Herbstsonne aufbaut. An

diesem Samstagnachmittag

und häufig genannte Begründung : ,;N i r wollen

keine größeren Käfige , wir wollen keine Käfi- ge", sagt Marcel, Tier- befreiungsaktivist aus Hamburg. Und auch

die grundsätzlich mit dem Tierbefreiungs- gedanken verbundene Herrschafts- und Gesellschaftskritik untersch ei d et b ei de Bewegungen. Tierbefreierinnen sind konsequ e nt ge g e n die Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren . Sie d emo n s trie- ren auch gegen Zoo und Zirkus, Tierversuche o d e r P e l z . S i e sind aber auch dagegen, dass Tiere nur lebe n, um u ns M ilch zu geben . Eine vegane Lebensgestaltung u n d da mit a uch

eine einfache

stehen zusätzlich zu gutbürger- lichen Ausflugsgrup- pen und Großeltern mit Enkelkindern rund zwanzig TierbefreierIn- nen vor dem Zirkus - in

schwarzen Stoffhosen und mit grünen Plaka- ten , Transparenten und Informationsflyern . Marcel erklärt : "Diese Demo richtet sich nicht gegen diesen speziellen Zirkus , sondern gegen Zirkus allgemein : gegen die Inszenierung von Tieren zum Amüsement; gegen das Zwingen von Tieren , Ku n ststücke vorzuführen , um damit Geld zu verdienen ." Die Tierbefreier- I nnen wollen auf ihre Anliegen aufmerk s am ma c h e n , ab

Nicht die zertretene Ameise ist das Problem, sondern die nur zum Zweck des Konsumsgezüchteten Tiere.

und zu h ö rt man laute P a r ol e n . Da nn kurz Är ge r mit e ine r

M u tte r , di e s ich bedroht f üh l t und z u r ü cks chreit . Me h r p as -

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Nich t nur i n de r Tierbe f reiun gs b eweg un g hat sich der Be g r iff

A n ti-Speziesis mu s et abli e rt . Er bez eic h ne t die Kritik an d er

s i e r t nich t . Susann W itt - Stahl , Jo u r n ali sti n und la ngjährig e A kti v i s-

Diskriminier un g und A u s b e utung vo n Indi v iduen au fg rund e i ner Spezies u nd w i r d d a mit ä hnlich w i e di e Be g riffe R assis-

tin d e r Ti er re c ht s -Aktion -Nord ( T AN ) sagt über die B ewe-

m

u s oder Sexis mu s verwe nde t . Di ese a nalo g e V er we ndun g

g un g: " Si e i s t s eh r h e t e r ogen , aber auc h n ich t h ete r oge n e r

w

ir d jedoch auc h k r iti s ch ges eh e n , weil e s die Drin g lichk eit

a l s . a nde re s ozial e B eweg u ngen . " D e r Tier b e freiungs g ed a n -

d

er Prob l eme gl e i ch setzt . Nic h ts d est ot r o t z lenkt d e r A nti-

k e , d e n W itt-Stah l v ertri tt, h at e ine hist o r i s ch - materi a li st i-

S

p eziesismus die A uf mer k sa mk eit a uf d e n s ozial kon s trui e r-

sc h e Bas i s : Die Kapit a li sm u skr i tik von K ar ! M ar x und F ri e d-

ri c h E ng e ls s o w ie die Zi v ili sations kr iti k

S c hul e . S p ä te s tens h ie r wi rd d eutl i c h , dass der Teil d er T i e r -

rec ht s b eweg ung , für d e n W it t - Stah l s i c h e i nsetzt , e in e poli - t i s ch link e Bewegung i s t: " Di e Beweg un g i st eine w iderst ä n- dig e A nt w ort auf die G ewa lt ver br ec h e n des Kapitali s mu s.

Si e i s t in d e r westlichen W e lt g e bor e n und am stärksten v e r-

breit e t , weil hier der Kapit alis mus am höchsten

en twi c kelt ist . Somit ist hie r di e Ve rdingli- chung und A u sbeutun g von leidensfä- hi ge n Individuen - und dazu ge h ör en n i cht nur Menschen , sond e rn a u c h

Ti e r e - am weitest e n

te n " , a ntwortet Witt-St a hl a uf di e

F r a ge , ob die Tierb ef r e iun gs-

b ew e g u n g p r imär " we s t li c h " g ep rä g t sei . A uch da s Bl og ; ~e- gans o f C ol o ur ", probl e m atisiert -

di ese wes tliche

wei ß e Dom i nanz - in d er Tier-

r e c h ts b ew e g ung und m a ch t s chon in se inem C laim d a r a u f a u f m er k s am , da s s dies e a lle F or m e n v on U nterd r ück u n g

Die Sympathie der Tierbefreier- Innen zu PETAhält sich stark in Grenzen - zu groß, zu kapitalistisch, zu

der F r ank f ur t er

ten Du a li s mus zwischen Mensch und Ti e r , g enau wie zwi s ch e n

M a nn und Frau oder Kul t u r und Na tur , und regt an , d a r- übe r n a chzud e nken , ob und wa rum e s di e s e f es t g ez og e- n e Gr e nz e z w i s chen Me n s ch und Ti e r g ibt und we l c h e V e r hal t ens w ei s en d es M e n - s ch e n s ie recht fe rti gt. Z w i -

sc h e n we m ist der U n t er-

sc h ie d g röß e r : M e ns c h und Sc h i mpans e? Schimp a nse und Schneck e? Spannend d a r a n i st , dass sich di e B e - gründung m it neuen w i s sen- sc h aft li c hen E r kenn t ni s s e n v er ä nd e rt ha t: Wurde zu- n äc h st die Verwendung v on Werk z eug als der entschei- d e nd e Unterschied gesehen , wurd e die Andersartigk e it s p ä t e r b e ispielsweise mit der m e n s chlichen Sprache erklärt . Di e gr oß e A ngst , ohne e ine kl a r e G re n z e z w ischen M e n s ch

o rt gesc h rit -

f

und

so m i t

mi t e inb e ziehen mus s: " B e -

ca u se we don ' t ha ve th e lu-

xu ry of being s ingle-i ss u e . " Ein K r itikpunkt , den m a n a us der Feminismusbe w e - g un g g ut kennt .

Zur Geschlechtervert e ilun g in der Tierrechtsbewe g un g

sch ä t z t Witt-Stahl : " M e in er E r -

f a hrung

F ra u e n im V e rgleich zu all g emei - n e n link e n Aktivismu sgr upp e n üb e r -

du rc h sc hnittlich . " W er nun g laub t , di e höhere

nach ist d e r A nt ei l a ktiv e r

dM&&JJklliUlL PM M Q g. WLJEZ ,

Nicht nur unter KönigSpinguinen gibt es viele gleich- geschlechtliche Paare. Im Zoo von San Francisco soll ein schwules Pärchen sogar ein Ei adoptiert haben.

und Ti e r k ö nnt e d er Mensch abgewertet

Fr a u e nquote lasse s i c h d a mi t er kl ä r e n , d a s s da s w eibli c h e

Ges ch lecht nunmal auf ni e dlich e K atze nbab ys steh e, s ollt e z w e i m a l nachd e nk e n . D e nn di e A ktion e n von Grupp e n wie d e r A nim a l Liberation Fron t s ind al l es ande r e al s s an f tmü- ti g . Nac h ts L e gehenn e n zu b e fr e i e n und Dokument a tion s -

v id eos zu d r ehen , er f ord e r t s ch o n ein hohes M aß an W ill e n

zu zi vi l e m U n ge horsam .

"Die Bewegungist eine radikal wider- ständige Antwort auf die unfassbaren Gewaltverbrechen des Kapitalismus."

Z w isch e n einem Einsatz für F e mi nismus und einem f ür T ie r - r e cht e gibt es noch viele w e it ere Ü b e rs ch n e i dungs pu n k te und auch viele Tierbefr e i e rInn e n sind ak tiv e Femin is t Inn e n , w ie a uch Witt-Stahl .

w e rd e n , z e i g t , w ie sch w i er ig es i s t , s i c h v on diese r Gr e n ze z u l öse n . Ve rgleich e, w i e d i e K a mp ag n e " Der Holoc a ust a u f i h r em T e ller " d e r Ti e rr e cht so r ga n isa ti o n PET A sie zi e h t, lehn e n di e meis t en Ti er re c ht s aktivistInnen str i kt ab. A uch

W i tt-Sta hl i s t in der Ti e rb efr e i ung s s ze ne a ls scharf e Kri t i-

kerin s olch e r In s trum e n ta l is ie r un g d es Holocaust s b e kann t . Trotzd e m hat diese K a mp a gn e d e r B eweg un g sicher ein i g es an S k e p s i s eingebr a cht . Di e S y mp at h ie d er Tierb e fr e i e rIn -

nen mi t PETA hält sich aber grund sät zl ic h s ta rk in Gren ze n

- zu g r o ß , zu kapitali s ti sc h , zu popul ä r .

A uch w enn ich jetzt nicht s ofo rt zur V eganerin we r de,

denk e ich doch viel h ä u f ig er d a rüb e r n a ch, w ie und

G e s e ll s chaft "Tiere " e in o rdn e t und ve rwendet . Dazu ein a b-

s urdes B eispiel zum Schlu ss: A r ge ntinische Wissenschaftl e- rInn e n bekommen Forschun g s ge ld e r d a für , Rindern Schl ä u -

ch e in d e n Verdauungstrakt zu s tecken und deren Gas e zu

w o die

unt e rsuchen. Sc hl ießlich ist die Klima e rwärmung ein drin -

ge ndes Thema und weni ge r Rindfl e isch zu p r oduzieren wirk -

li c h k e in e Option . 0

Das Tier, so queerP

Im noch neuen Feld der Animal Studies fordern Stimmen aus den ver- schiedensten Disziplinen, der Frage nach dem Tier die Ernsthaftigkeit zu schenken, die sie verdient. Das wird spannend.

\

~ Text

Fahim Amir

eine

Wortschöpfung aus " Ana rc ho " und " Gran n y " (dt.

älter e n F ra u e n, die so gar nicht dem

" Omi " ) . Diese

Klischee vom Konserv a ti s mus a lt e r L e ute entspre -

che n woll e n , bilden bei militanten Tie rrec htskundgebungen oft d a s v ord e rste Spalier. Kundg e bungs ta k t isch anscheinend n ic ht g a nz unbeabsichtigt , bringen die mili t anten Damen di e beri tt en e P olize i doch mitunt e r soga r in e in e , für diesen B e- r u fss t a nd w ohl s eltene , Ve rl ege nheit: di e Schlaghemmung.

I

nGroßbritannien n e nnt man s i e "Granarchists " ,

They called her

. Weni g überraschend, dass der Feminismus diesen Patriar- ch e n g e na u so albern schien wie Tier re chte . Als mit Mary W o ll s ton e crafts ,;Verteidigung der Recht e der Frau" 1792 eine d e r e r s t e n feministischen Str e itschri f ten erschien , ließ di e a ntifemini s tische Antwort nich t l a n g e auf sich warten . Thom a s Ta y lors ,;V erteidigung der R e cht e des Viehs ", eine S c h r if t zur L ä cherlichmachun g des F e mini s mus , wurde noch im s elben Jahr aufgelegt . Ve r tret er inn e n d e r Animal S t udi es haben mittler w eile n oc h e ini ges mehr an M aterial zu s amm e n g e tra g e n , d a s ihrer Th ese Glaub w ürdi g k e it ver le i ht , d as s Se x ismu s und S p e zi es i s mu s t r ag ende M auern e in und der s elb e n herrschaftlich e n A rchit e k t ur s e ien , die s i c h g e g enseiti g stütz e n.

Beasts of Burden

Ein e s y stem a ti- s c he For s chung da z u steht al-

in

ihren Anfängen . Was auch für das Verhältnis von Animalität zu an - deren Herrschaft s - id e ologien gilt: Dazu wä ren Vor s tellung e n v om unb e r e chenbar e n "Pö bel " mit " tierähnlichen In s tinkten " z u zä hlen , dem d es halb

nicht die g e s ell s chaftliche Macht übertra - gen wer d e n dü r fe - ein Arg um e n t, d as v onseit e n des an t i - demok r atis ch e n Adel s g ern e v or gesc hob e n w urde . N i c ht an n ä h er nd g enü ge nd erfor s cht i s t a uch di e A nimali s i e rung vo n Me n sche n im Zu g e v on Koloni a li s mu s und National s o - zial i sm u s, um nur die augen fä llig st en Beis p ie le z u n e nn e n . Dass Letzte r e r propagandisti s ch ä uß e r s t e rfol g reich gegen jüdisc h es S c h ä chten a g i t i e rte und nach se in e r Machtergrei- fu n g das bi s dah i n sch ä rf s t e A ntitier v e rs uchsgesetz we lt we it verabsch i e d e te , ist die tra g i s che An t w o rt auf da s historische V e rsä umni s der Linken , z ur F r a g e n ac h d e m Tier fortschritt - liche A n t wort e n zu formuli e ren . A u s n a hm e n blieben leider größte nt e ils Ausnahmen.

l e rdings

erst

Animal Studies

I n Th e o r i e und For s chun g komm e n n e u- er din gs ga n z a ndere O r dnu ngs h üt erIn - n e n in s G rüb e ln : Im sich gera de f o r- mi e rend e n Feld der A ni ma l S tud ies f o rd er n k r i t i s ch e S t imm e n a u s Ph i- lo s oph ie und S oziologi e , K un s t - und Kul t ur w iss e nschaften , d e r Frage nac h d e m Ti e r die Ern s th a fti gk eit z u s ch e nk e n , die ihrer Bed e utun g in Ge schicht e und Gesellscha f t e n t - s p ric h t . W as kann damit gemeint s ei n? D i e Schwierigkei t en b eg inn e n s c hon bei der B e z e i c hnung: "Tiere , wa s fü r e in Wort!", s töhnt e schon der fra nz ös i sc h e Philo- s oph Jac qu es Derrida.

$22!!li

Zackenbarsche treffen sich, um große Fischorgien zu feiern. Laichgruppe nennt man das.

1001 Tiere

T a t sä chlich verwe ist die

b i o l og i sc h e Gr enzzi e hun g a u f e in R eg im e, in d e m s ic h G es chlech t, Ar t gen osse n s ch aft u nd

M a c h t di e H a nd r e ichen . Ca rl vo n Linn e , a uf d en di e z oologi- sc h e Sys t e m at ik , w ie wi r s i e k e nnen , z u r ü ckg eh t, w u sste die e r s t en n e u n A u s gaben s ein er "Syste m a Nat ur ae " la n g nicht , w el c hen S pezie s -Zusat z er d er Ga t t un g H om o z u we i sen soll- te. E in Mer kmal s ollte di e Me n sc h e n vo n a ll en Tieren unter-

s ch e iden , d as w ar ihm g an z wic h t i g

- er wusste nur nich t,

we lche s . Be i d er z e hnten A ufl age wa r er so weit: Linne h a tte s i c h f ü r di e traditionell al s " m ä nnl i ch " erac h te t e Ra t ion alität a l s U n ters cheidungsm e rkm a l e ntschi e d e n , seitde m heißen wir a l s Sp ez i e s offiziell homo sa pien s ( l at . " weiser , e ins i cht s- v oll er M e nsch ") . Wie aber di e nun iso li erte Spez i es Mensch

an di e r es tliche Natur wiede r a n s chli eße n ? N a klar : die w e i b - lich e B r ust , ergo Mammalia , kurz: Sä u g e tier e. Jensch l ich - k e it a ls Männlichkeit, Weiblichk e it a l s T ierha f t ig k e i s o la u- te te di e zoologische Weish e it d e r erste n Stu nde .

Nahrungsketten sprengen

Wer a b e r glaubt, dass es den Anim a l Studi e s primär um das Ve r s tändnis von Ausgrenzungslo g iken und ihrer Geschich -

t e geht , irrt . Animal Stud ies s t r ot z e n ge r a dezu vor queeren Kr ea turen , die ein e p rog r es s i v e Ve rkom p l izi e rung d e r V er - häl t niss e befördern s oll e n . D i e U S-amer ikanische Kul t u r -

w i ss enschaftlerin Donn a H ara w a y g il t a l s e ine V ordenke r in

51

All my sorrows seem so

H arawa y , die mit ihrem C y bor g- Manifest A nfang der 90er-

J a h re kult ur t heoretische P o pg es chichte schrieb , w idmete

ihr akt u el l es Werk dem Men s ch-Tier -V erhältn i s . " Mit d e m

die se r akademischen

S trömung , deren In t eresse e x p l izit

Ti er l ässt

s ich gut denken ",

bemerkte

der A nthropolo g e

Fi

g ur e n w i e be i s piel sw ei s e der " Mixotri ch a parado x a " g ilt .

C

l a ud e L evi - St rau s s ein st . Hara w a y g e ht darüber hinaus ,

D

a b e i h a ndelt es sich um ein e n Mi kroorg anismus , d e r im

w

e nn sie fr a gt , w i e sich mit Tier e n h a nd e ln lässt . Sogenann -

D

a rm e iner südaus t ral isc h e n T e rmite n ar t lebt . Bei dem

te C omp a ni o n Species w ie Hunde s ind ihr zufolge nicht Pro-

W

e s e n mit dem eigentümli c h en Namen ( d t. " merk w ürdi ges

to

ty p e n der U nter w erfun g v on Na tur durch Kultur (Ma nn

W

usch e lh a ar ") besteht Unkl ar h eit d ar über , ob es s ich um ein

mach t Wo l f zu Hund ), s ond e rn A kt e ur e e in e r n i cht-unschul-

ti

e rische r Versuch gesehen we r den , Teil der menschlichen

T

ie r h a nd e lt oder um m e hrer e . V i e l le i c h t sogar um mehr e re

dig e n G e s chichte , Kosubj e k t e s t a tt bloß Objekte der Gesell -

Millionen zugleich . Der deut s ch e Th e a te rmacher Rene Pol - l es ch , d e r sich in sein e n Ar b e it e n ge rne a uf Harawa y s Te x t e

bezi e ht , erklärt seine Moti vat ion e t wa s o : Wenn Frag e n von

s cha ft . B ellen , das bei Wölfen nicht v orkommt , kann so a l s

Kommun i kation zu sein. Solche nachhaltigen Irritationen

Selb s t und dem And e r en f ür be st i mmte Tiere keinen Sinn

dominant e r Ideen und Fragen n a ch anderen

Formen von

hab e n, warum so l lten sie d a nn für M e nsche n von an Ve r -

H

a n d lungs f ähigkeit gehör e n zu den radikalste n

Versprechen

z we iflung grenz e nder Wichti g k e it s ein?

d

e r Anima l Stu di es . Es wird spannend. 0

Materialsammlung

Sachbücher:

- Carol J. Adams: Li v ing A mong Mea t Eaters. The V eg et ar ian ' s Sur v i va l Handb o ok . C ontinuum 2003 .

- Jacques Derrida : Das Tier, d a s ich also b i n . Pa ss agen 2010 .

- Smilla Ebeling und Sigrid S chmit z ( H g) : Gesch l echt e r- for s chung und Naturwis se ns c haften . Einführung in e in komplexes Wechselspiel . VS Verl a g 2006.

- Rolf Lappert : Auf den Inseln de s le t zten Lichts .

Han s er 2010 .

- Is a bell a Rossellini : Gr ee n Porno . Schirmer / Mosel Verl a g , 2 00 9 . D i e Kurzfilme dazu: www .sundancechannel . com /

g reenporno

Vegetarisches und veganes Kochen

- Sandra Forster : Das Ve g ane Kochbuch . Blumenbar 2009.

 

- Uschi Herzer, Joach i m Hil l e r : D a s Ox-Kochb u c h. Vegeta-

- Donna Haraway : When Species Meet. Un i versity of Minnesota Press 2007 .

- Mi e k e Roseher: Ein Königreich f ü r Tiere. Die Geschichte der britischen Tierrecht s b e w eg ung. T ec tum Verlag 2009 .

- F r ank Thieme , Renate Brucke r , M e l anie Bujok , Birgit Mü t herich , Martin Se e lige r ( H g): Di e Mensch-Tier- Beziehung : Eine sozialwissen sc haftliche Einführung .

risch e und vegane Rezept e nicht nur für Punks. Band 4 . Ventil V e rlag . 2009

- Th e Post Punk Kitchen . Die vegetarische und vegane Punkrock-Kochshow mit Isa & Terr y . w ww . theppk . com

Websites

V S V e r lag Janua r 201l .

-

www . c r iticalanimalstudies . org

- L e o Tolstoi , Clara Wi c hm a nn , Elisee Reclu s und M agnus

-

www . ti e rrechtepor t al . de

Schwant j e : Das Schlachten beenden ! : Zur Kritik der Ge w alt an Tieren . A narchistische , feministische , p a zi f istische und link s sozi a li s tis c he T r aditionen . G r asw urzelrevolution 2010 .

-

w

w w.v egansofcolor . wordpress . com

- Su sa nn W itt-Stahl ( Hg ) : Colin Goldn e r , Marcus H a w e l , Marco Mau r izi und Gün t h e r Rogausch . Da s s teinerne Herz d e r Unendlichkeit erweichen. B e itr äg e zu einer k r i t is c h e n Th e ori e f ür die Be freiung der Tiere . A libri 2007 .

Belletristik:

- Karen Duve : Anständig essen. Wi e ich ve r- suchte, ein besserer M e nsch zu w e rd e n . Ein S e lbstversuc h. Ga l iani Januar 2 011 .

- Dietmar Dat h. Die Abschaff un g d e r A rt en . Suhrkamp 2008 .

- Jon a than Safran Foer : Tie r e ess e n . K i W i 2 0 1 0.

Blaukopf-Junker ve ten darauf, sich an ein genetisch vorbestimmtes Geschlecht zu halten - sie wechseln es im Lauf ihres Lebens gerne mal.