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3 / 2015

Anzeiger
der Universität der Künste
Berlin
vom 20. März 2015

Inhalt Seite
Studienordnung für den Masterstudiengang
„Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue
Musik)“ an der Fakultät Musik 2-6

Prüfungsordnung für den Masterstudiengang


„Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue
Musik)“ an der Fakultät Musik 7 - 16

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang


„Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue
Musik)“ an der Fakultät Musik 17 - 21

Prüfungsordnung für den konsekutiven


Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw.
Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik
oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät Musik 22 - 31

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang


„Kammermusik (nur für Ensembles)“ an der Fakultät
Musik 32 - 35

Prüfungsordnung für den konsekutiven


Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“
an der Fakultät Musik 36 - 45

1. Ordnung zur Änderung der Studienordnung für den


Studiengang „Schauspiel“ an der Fakultät Darstellende
Kunst 46 - 47

2. Ordnung zur Änderung der Studienordnung


für den weiterbildenden Masterstudiengang
„Kulturjournalismus“ am Zentralinstitut für Weiterbildung 48 - 56

Satzung zur Erhebung von Gebühren für die Teilnahme


am weiterbildenden Masterstudiengang „Leadership in
Digitaler Kommunikation“ 57

Korrektur der Ordnungen für den Bachelorstudiengang


„Jazz (Vocal/Instrumental)“ am Jazz-Institut Berlin 58 - 80
- Studienordnung (Seite 58 - 70)
- Prüfungsordnung (Seite 71 - 80)

Korrektur der Ordnungen für den Masterstudiengang


„Jazz-Arrangement/-Komposition) am Jazz-Institut Berlin 81 - 95
- Studienordnung (Seite 81 - 85)
- Prüfungordnung (Seite 86 - 95)

Grundordnung der Universität der Künste Berlin 96 - 106


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 2

Studienordnung für den Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte
Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin
vom 26. November 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 - Musik - der Universität der Künste Berlin am
26. November 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§1 Geltungsbereich
§2 Gegenstand und Ziele des Studiums
§3 Studienbeginn
§4 Studiendauer und Studienumfang
§5 Studienaufbau
§6 Lehrveranstaltungsformen
§7 Nachweis von Studienleistungen
§8 Studienabschluss
§9 Studienfachberatung
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Studienplan
Anlage 2: Modulbeschreibung

§1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des konsekutiven Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin
(auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 - Musik - der Universität der Künste Berlin. Sie gilt
in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -
prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).

§2 Gegenstand und Ziele des Studiums


Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Instrumentalsolisten oder der Instrumentalsolistin in seinen vielfältigen
Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlangen sie eine eigenständige künstlerische Tätigkeit auf höchstem Niveau
und entwickeln die Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich zu arbeiten. Das Studium kann auch mit einem thematischen
Schwerpunkt in Alter Musik oder neuer Musik absolviert werden.

§3 Studienbeginn
Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester.

§4 Studiendauer und Studienumfang


Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte (LP) und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind
entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.

§5 Studienaufbau
Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem
dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden
das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen. Folgende Module werden angeboten:
Modul Leistungspunkte
1: Instrumentales Hauptfach 72
2: Masterkonzert 24
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 24
Näheres erläutern Studienplan (Anlage 1) und Modulbeschreibung (Anlage 2).

§6 Lehrveranstaltungsformen
Folgende Lehrveranstaltungsformen können angeboten werden: Künstlerischer Einzelunterricht (E); selbst organisierte Projekte (P).

§7 Nachweis von Studienleistungen


Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung vergeben.

§8 Studienabschluss
Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwendigen Studienleistungen erfolgreich erbracht wurden.

§9 Studienfachberatung
Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie in der Regel eine studentische Hilfskraft
einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen
Studienplanung einschließlich Planung von Auslandsaufenthalten ohne Zeitverlust im Studium. Zu Beginn des Studiums wird eine
Studienverlaufsberatung angeboten. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben
aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.
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§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen


(1) Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ vom 9. Juni 2010 (UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
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Anlage 1: Studienplan

Studienplan - Masterstudiengang Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin

Nr. Modul LV SWS Leistungspunkte


Modulelemente
1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Σ
1 Instrumentales Hauptfach E 1,40* 24 24 24 72
2 Masterkonzert E 1,40* 24 24
3 Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 24
3.1 Nebenfach Korrepetition E 1 2 2 2 2
3.2 Nebenfach Kammermusik P 2 2 2 2
Wahlpflichtfächer (1 Fach ist zu wählen):
3.3 Ensembleleitung
3.4 Musikphysiologie
3.5 Musikmanagement
3.6 Instrumentalpädagogik S 2 2 2 2
3.7 Chor
3.8 Interpretationskunde
3.9 Literaturkunde
Σ 30 30 30 30 120

* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht); P (selbst organisierte Projekte); S (Selbststudium)

Studienplan - Masterstudiengang Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin mit Schwerpunkt in Alter Musik bzw.
Neuer Musik

Nr. Modul LV SWS Leistungspunkte


Modulelemente
1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Σ
*
Instrumentales allgemein E 0,70 12 12 12
1 72
Hauptfach Alte bzw. Neue Musik E 0,70* 12 12 12
*
allgemein E 0,70 12
2 Masterkonzert *
24
Alte bzw. Neue Musik E 0,70 12
3 Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 24
3.1 Nebenfach Korrepetition E 1 2 2 2 2
3.2 Nebenfach Kammermusik P 2 2 2 2
Wahlpflichtfächer (1 Fach ist zu wählen):
3.3 Ensembleleitung
3.4 Musikphysiologie
3.5 Musikmanagement
3.6 Instrumentalpädagogik S 2 2 2 2
3.7 Chor
3.8 Interpretationskunde
3.9 Literaturkunde
Σ 30 30 30 30 120

* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht); P (selbst organisierte Projekte); S (Selbststudium)


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Anlage 2: Modulbeschreibung

Modul 1: Instrumentales Hauptfach Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Fähigkeit, das Solo-Repertoire des jeweiligen Hauptfachs auf Bühnenreife-Niveau vorzutragen sowie Fähigkeit zur selbständigen
Erweiterung dieses Repertoires. Technische Sicherheit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituationen aller Art. Bei Wahl
des Schwerpunktes „Alte Musik“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes
„Neue Musik“ auf die Literatur nach 1950.
Lehrinhalte sind Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilistischer und historischer Provenienz.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Instrumentales Hauptfach E* 1,4 72 Regelmäßige Teilnahme am Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte
Unterricht und an Vorspielen Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal
45 Minuten Einzelunterricht.
Summe: 1,4 72 Dauer des Moduls: 3 Semester
Modulabschluss: (benotet) Vorspiel. Arbeitsaufwand: 2.160 Stunden, davon
21 Stunden Präsenzstudium
und 2.139 Stunden Selbststudium
Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)

* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)

Modul 2: Masterkonzert Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Modul 1


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Die Studierenden weisen mit dem Masterkonzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die
Fähigkeit, eine Auswahl des Solo-Repertoires des jeweiligen Hauptfachs auf Bühnenreife-Niveau zu treffen und öffentlich vorzutragen.
Technische Sicherheit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituationen aller Art. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte
Musik“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die
Literatur nach 1950.
Lehrinhalte sind Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilistischer und historischer Provenienz. Vorbereitung auf das
öffentliche Konzert. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erarbeitende Literatur
dementsprechend ausgewählt.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Masterkonzert E 1,4 24 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte
und an Vorspielen Musik“ oder „Neue Musik“) 2 mal
45 Minuten Einzelunterricht.
Summe: 1,4 24 Dauer des Moduls: 1 Semester
Modulabschluss: (benotet) Arbeitsaufwand: 720 Stunden, davon
Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus 2 Teilen, namentlich 21 Stunden Präsenzstudium
und 699 Stunden Selbststudium
a) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90 Minuten Dauer. Das
Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin bestimmt werden. Bei Wahl eines
Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung
des Programms des Kammerkonzerts deutlich werden.

b) Mitwirkung in einem öffentlichen Konzert mit Orchester von etwa 90 Minuten Dauer.
Das Programm wird von Kandidat bzw. Kandidatin, Hauptfachlehrer oder
Hauptfachlehrerin und Dirigent bzw. Dirigentin gemeinsam festgelegt. Bei Wahl eines
Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung
des Programms deutlich werden. Zum Konzert ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen, die
sowohl einen dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden
Schwerpunkt haben kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im
Konzert bewertet.
Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)
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Modul 3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich Teilnahmevoraussetzungen: ./.


(Pflicht-Nebenfächer Korrepetition und Kammermusik sowie 1 Wahlpflichtfach)
Qualifikationsziele:
Korrepetition und Kammermusik: Stilsichere Interpretation der Sololiteratur unterschiedlichster historischer Provenienz mit einem
Korrepetitor bzw. einer Korrepetitorin sowie selbständige Erarbeitung paradigmatischer Werke der Kammermusik gemeinsam mit anderen
Studierenden.
Ensembleleitung: Selbständiges Leiten von kleinen bis mittleren Ensembles mit und ohne Instrument.
Musikphysiologie: Bewusstmachung körperlicher, mentaler und psychischer Grundlagen, auf denen sich künstlerische Potentiale entfalten
können. Ökonomisierung und Verfeinerung der Spielweise konstruktiver Umgang mit Auftrittssituationen.
Musikmanagement: Wirklichkeitsnahe Karriereplanung für Musiker/-innen, Professionalisierung der beruflichen Eigeninitiative und
Kreativität, realistische Selbsteinschätzung.
Instrumentalpädagogik: Kenntnisse in der Hauptfachmethodik sowie in weiteren praktischen und wissenschaftlichen musikpädagogischen
Bereichen.
Chor: Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung, Festigung von Intonation und harmonischer Verankerung in einem
mehrstimmigen Gebilde.
Interpretationskunde: Vermittlung unterschiedlicher Stilistik und instrumentaler Herangehensformen mit dem Ziel eines
disziplinübergreifenden Erkenntnisgewinns.
Literaturkunde: Der bzw. die Studierende erlangt einen umfassenden Überblick über die gesamte Orchesterliteratur, mit der er bzw. sie im
Laufe des Berufslebens zu tun haben wird. Dabei werden Kenntnisse der historischen und der modernen Betrachtungsweise erworben.

Lehrinhalte:
Korrepetition und Kammermusik: Stilsichere Interpretation der Sololiteratur unterschiedlichster historischer Provenienz mit einem
Korrepetitor bzw. einer Korrepetitorin sowie selbständige Erarbeitung paradigmatischer Werke der Kammermusik gemeinsam mit anderen
Studierenden.
Ensembleleitung: Grundkenntnisse des Dirigierens und der Führung kleinerer bis mittlerer Ensembles.
Musikphysiologie: Körperübungen, Experimente und Spiele. Arbeit am Instrument zur optimalen Anpassung des Instrumentes an den
Körper und umgekehrt.
Musikmanagement: Einführung in unternehmerisches Denken, Programmkonzeption und Programmmoderation, medienrechtliches und
medientechnisches Fachwissen, Funktionsweise des Musikbetriebs.
Instrumentalpädagogik: Reflexion des eigenen Lernens, Übens und der eigenen Kreativität. Lektüre grundlegender musikpädagogischer
Texte.
Chor: Praktisches Chorsingen in regelmäßigen Proben und Aufführung der Ergebnisse.
Interpretationskunde: Überblick über Interpretationsformen, stilistische Fragen, historische und moderne Betrachtungsweisen.
Literaturkunde: Überblick über die verschiedenen Orchesterformen (Streich-, Kammer-, Sinfonie- und Blasorchester).
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Korrepetition E 4 8 Teilnahme am Unterricht,
Nachweise über 2 Vorspiele Nebenfächer
Kammermusik P 8 Nachweise über 2 Vorspiele
Ensembleleitung
Musikphysiologie
Musikmanagement Testat über regelmäßige und
erfolgreiche Teilnahme Wahlpflichtfächer
Instrumentalpädagogik S 8
(1 Fach ist zu wählen)
Chor
Interpretationskunde
Mündliche Prüfung
Literaturkunde
Summe: 4 24 Dauer des Moduls: 4 Semester
Modulabschluss: (unbenotet) Arbeitsaufwand: 720 Stunden, davon
Portfolioprüfung der o.g. Nachweise mit dem Erfordernis der erfolgreichen Teilnahme 60 Stunden Präsenzstudium
und 660 Stunden Selbststudium
Verwendbarkeit: Masterstudiengang Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht); P (selbst organisierte Projekte); S (Selbststudium)


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Prüfungsordnung für den Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte
Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin
vom 26. November 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 - Musik - der Universität der Künste Berlin am
26. November 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§1 Geltungsbereich
§2 Zweck der Prüfungen
§3 Zugangsvoraussetzungen
§4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
§5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
§6 Regelstudienzeit und Studienumfang
§7 Prüfungsausschuss
§8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
§9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 12 Bildung der Abschlussnote
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
§ 18 Studienabschließende Prüfung
§ 19 Modulbeschreibung
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
§ 23 Prüfungsprotokoll
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Muster der Urkunde
Anlage 2: Muster des Zeugnisses
Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

§1 Geltungsbereich
Diese Prüfungsordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungsleistungen im Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw.
Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der
Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studienordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der
Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).

§2 Zweck der Prüfungen


(1) Die Masterprüfung bildet den Abschluss des Studiums. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt
sind, den Beruf des Instrumentalsolisten oder der Instrumentalsolistin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise
auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im
musikalischen Bereich arbeiten zu können, erbracht werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik) wird die hierdurch
erworbene, spezielle Qualifikation in der Masterprüfung dokumentiert.
(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der
jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.

§3 Zugangsvoraussetzungen
Zugangsvoraussetzungen sind
− ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente (sowie Gitarre/Saxophon/Blockflöte)“ an der Universität der
Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule,
− eine besondere künstlerische Begabung sowie
− ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.
Die Zulassung zum Studium kann jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester erfolgen. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und
Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

§4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement


(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der akademische Grad
Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:
− die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,
− das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehörigen Leistungspunkten,
− die Gesamtnote
− den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 8

Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeichnet, die
Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der
Künste Berlin. Zeugnisse sollen so rechtzeitig ausgefertigt werden, dass spätestens drei Monate nach der letzten Prüfung der Grad verliehen
werden kann, soweit nicht planmäßig noch weitere Studienleistungen ausstehen.
(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supplement in
deutscher und englischer Sprachform verliehen, das nach national und international gebräuchlichen Standards der Einstufung und
Bewertung des Abschlusses dient.

§5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium


(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen,
dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die
Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.
(2) Die Masterprüfung besteht aus zwei benoteten Modulprüfungen (Module 1 und 2) sowie einer unbenoteten Modulprüfung (Modul 3).
Modulprüfungen können sich aus mehreren Prüfungsteilen zusammensetzen.
(3) Der Studiengang kann insgesamt oder in einzelnen Semestern als Teilzeitstudium studiert werden, wenn bei dem bzw. der Studierenden
folgende Bedingungen gegeben sind:
− Berufstätigkeit
− Pflege und Erziehung eines Kindes im Alter von bis zu zehn Jahren
− Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes
− eine Behinderung, die ein Teilzeitstudium erforderlich macht
− eine bestehende Schwangerschaft
− die Wahrnehmung eines Mandats eines Organs der Universität der Künste Berlin, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks
Berlin
− sonstige schwerwiegende Gründe.
Das Teilzeitstudium ist rechtzeitig schriftlich und mit aussagekräftigen Belegen beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Der
Prüfungsausschuss entscheidet über die Gewährung, den Zeitraum und den Zeitanteil zum regulären Studium. Er legt gemeinsam mit dem
Antragsteller bzw. der Antragstellerin einen individuellen Studienplan für die Zeit des Teilzeitstudiums fest. Dabei ist zu beachten, dass die
Entwicklungsprozesse in den Jahrgangsgruppen des Studiengangs nicht beeinträchtigt werden

§6 Regelstudienzeit und Studienumfang


Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul sind entsprechend dem Studienaufwand
Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung
vergeben.

§7 Prüfungsausschuss
(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss Künstlerische Ausbildung zuständig. Seine Mitglieder und seine Stellvertreter bzw.
Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus
fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, eines der Gruppe der akademischen
Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen einen Vorsitzenden oder eine
Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für das
studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf
der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger bzw. Nachfolgerinnen gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.
(3) Der Prüfungsausschuss
− legt die Prüfungstermine fest,
− bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen,
− achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,
− entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen.
Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.
(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem Öffentlichen Dienst
angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des
Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmenmehrheit der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen muss gegeben sein. Der
Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.

§8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen


(1) Prüfungsberechtigt sind alle Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihres Fachgebietes und akademische Mitarbeiter
und akademische Mitarbeiterinnen, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin
darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
(2) Bei den studienbegleitenden Prüfungen ist in der Regel der Prüfer oder die Prüferin die für die Lehrveranstaltung verantwortliche
Lehrperson. Mündliche Prüfungen sind dabei in Gegenwart mindestens eines weiteren Prüfers bzw. einer weiteren Prüferin oder eines
sachkundigen Beisitzers bzw. einer sachkundigen Beisitzerin durchzuführen, die vom Prüfungsausschuss bestellt werden. Letztmögliche
Prüfungsversuche sind von mindestens zwei prüfungsberechtigten Personen abzunehmen.
(3) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienabschließenden Moduls 2 (Masterkonzert) eine Prüfungskommission. Die
Prüfungskommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen sind. Die
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Prüfungskommission wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen.

§9 Regelungen zum Nachteilsausgleich


(1) Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher
Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der
vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und
dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten
Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.
(2) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Leistungen, die Erbringung von Leistungen, die Wiederholung von Leistungen, die
Gründe für das Versäumnis von Leistungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Leistungen betroffen sind, stehen der Krankheit
von Studierenden die Krankheit einer oder eines nahen Angehörigen und die dazu notwendige alleinige Betreuung durch den bzw. die
Studierende gleich. Nahe Angehörige sind Kinder, Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner. Gleiches gilt angelehnt an die Regelungen in
§§ 3 und 6 Mutterschutzgesetz für Schwangere und Wöchnerinnen. Der Prüfungsausschuss legt auf schriftlichen begründeten Antrag in
Absprache mit dem bzw. der Studierenden abweichende Fristen fest. Den Studierenden steht es dabei frei, diese abweichenden Fristen in
Anspruch zu nehmen.

§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren


(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Masterprüfung abgeschlossen. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das
Studium vorgesehenen Module bestanden sind.
(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.
(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Prüfung endgültig nicht
bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforderung einer oder mehrerer Prüfungen dieses Studiengangs entspricht, so kann das Studium
nicht fortgesetzt werden. Die Abschlussprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.
(4) Bewertungen von Prüfungsleistungen sind zu begründen. Die Bewertung schriftlicher Prüfungen muss schriftlich erfolgen.
(5) Gegen Prüfungsbewertungen können die Betroffenen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens Gegenvorstellung beim zuständigen
Prüfungsausschuss erheben. Gegen Bewertungen von mündlichen Prüfungen, von studienbegleitend abgelegten oder vorgezogenen
Prüfungsteilen kann unmittelbar beim Prüfungsausschuss Gegenvorstellung erhoben werden.
(6) Eine fehlende Begründung gemäß Abs. 4 ist auf Verlangen unverzüglich nachzuholen. Nach Zugang der Begründung können die
Betroffenen Gegenvorstellungen beim Prüfungsausschuss gemäß Abs. 5 erheben.
(7) Die Gegenvorstellungen sind innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe des begründeten Prüfungsergebnisses zu erheben.
(8) Der Prüfungsausschuss ist für eine ordnungsgemäße Durchführung des Gegenvorstellungsverfahrens verantwortlich. Er leitet die
Gegenvorstellung den Prüfern oder Prüferinnen zu, gegen deren Entscheidung sich die Gegenvorstellung richtet. Der Prüfungsausschuss
teilt die Entscheidung der Prüfer oder Prüferinnen über die Gegenvorstellung den Betroffenen mit.
(9) Die Prüfer oder Prüferinnen entscheiden grundsätzlich innerhalb eines Monats über die Gegenvorstellungen. Dabei sind die betroffenen
Bewertungen und die für die Bewertung maßgeblichen Gründe zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung einschließlich der Benotung
ist schriftlich entsprechend Abs. 4 zu begründen.

§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen


(1) Für die Bewertung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Die Notenskala für die Modul- und Abschlussnote lautet wie folgt:
Bei einem Durchschnitt
von 1,0 bis 1,5 = sehr gut
von 1,6 bis 2,5 = gut
von 2,6 bis 3,5 = befriedigend
von 3,6 bis 4,0 = ausreichend
ab 4,1 = nicht ausreichend
(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen
einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Modulprüfung aus mehreren
Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betreffenden Leistungspunkten gewichteten
Noten der Teilprüfungen.
(4) Neben der Notenskala nach Abs. 2 ist eine relative Note auf der Grundlage des ECTS Users’ Guide in der jeweils geltenden Fassung
auszuweisen. Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohorten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die
Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma
Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlusskohorte aufzunehmen.
(5) Nicht benotete Prüfungen werden mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
(6) Gruppenarbeiten sind nur zugelassen, wenn die Einzelleistungen der Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen eindeutig
abgrenzbar und bewertbar sind.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 10

§ 12 Bildung der Abschlussnote


Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist der nach Leistungspunkten gewichtete Mittelwert der Noten aller benoteten
Modulprüfungen.

§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit


Meldet sich ein Studierender oder eine Studierende ohne triftigen Grund nicht in der Regelstudienzeit gemäß dem Studienplan zu einem
Modul an, so hat er bzw. sie die Pflicht zu einer Studienberatung.

§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen


Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zur Modulprüfung. Die Anmeldung erfolgt spätestens in der
zweiten Vorlesungswoche. Die Teilnahmevoraussetzungen werden in der Modulbeschreibung festgelegt. Die Teilnahme an einer
Studienleistung eines Moduls kann zur Voraussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung gemacht werden.

§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen


Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrundeliegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig
bekanntgegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfungen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom
Prüfungsamt bescheinigt.

§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen


Eine nicht bestandene Prüfung kann nach frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, einmal wiederholt werden,
und zwar in der Regel vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin nicht zu, so
wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den Studienerfolg des
Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens bis zum Ende des auf die Prüfung folgenden
Semesters abgeschlossen sein. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen muss jede nicht bestandene Teilprüfung wiederholt werden.

§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung


(1) Die Anmeldung zum studienabschließenden Modul (Modul 2) erfolgt gegen Ende des dritten Semesters beim Prüfungsausschuss. Bei
der Anmeldung ist eine Zusammenstellung der erfolgreich abgeschlossenen Module gemäß Studienplan vorzulegen sowie eine Erklärung
darüber, ob der Antragsteller bzw. die Antragstellerin bereits eine Masterprüfung in demselben Studiengang an einer anderen Hochschule
endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(2) Über die Zulassung zur Masterprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung kann nur erfolgen, wenn alle geforderten
Unterlagen eingereicht wurden.

§ 18 Studienabschließende Prüfung
(1) Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus zwei Teilen, namentlich
a) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin
bestimmt werden. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung des Programms
des Kammerkonzerts deutlich werden.
b) Mitwirkung in einem öffentlichen Konzert mit Orchester von etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm wird von Kandidat bzw. Kandidatin,
Hauptfachlehrer oder Hauptfachlehrerin und Dirigent bzw. Dirigentin gemeinsam festgelegt. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“
oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung des Programms deutlich werden. Zum Konzert ist eine schriftliche Arbeit
vorzulegen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im
Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.
(2) Für die Wiederholung der nicht bestandenen studienabschließenden Prüfung gilt § 16 entsprechend.

§ 19 Modulbeschreibung
(1) Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:
− Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls,
− Lehr- und Lernformen,
− Teilnahmevoraussetzungen,
− Verwendbarkeit des Moduls,
− Prüfungen und Vorleistungen,
− Arbeitsaufwand und Leistungspunkte,
− Dauer der Module,
− Häufigkeit des Angebots.
(2) Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der
Qualitätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungsausschuss konkretisiert und ergänzt werden.

§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen


(1) Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen (innerhalb und außerhalb der
europäischen Region) oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin erbracht wurden, werden im Sinne des
Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich der europäischen Region (Lissabon-
Konvention; BGBl. 2007 II S. 712) angerechnet, soweit keine wesentlichen Unterschiede entgegenstehen. Hierbei ist kein schematischer
Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung ausschlaggebend. Für die Anrechnung von an ausländischen
Hochschulen erbrachten Leistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten
Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationen und -partnerschaften zu beachten. Im Übrigen kann
bei Zweifeln an der Vergleichbarkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Nicht bestandene Prüfungen sind
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 11

bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen. Über die Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.
Wird dem Antrag nicht entsprochen, ist dies schriftlich zu begründen.
(2) Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte
anzurechnen.
(3) Leistungen und Kompetenzen nach Abs. 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden.

§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß


(1) Eine Prüfung gilt als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen bzw. ihren Prüfungstermin
ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurücktritt.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt
und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zweifelsfall nach
Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die
bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.
(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener
Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Dasselbe gilt, wenn der Kandidat oder die
Kandidatin bei einer Prüfungsleistung getäuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt wird. Ein
Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der
jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall
gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss
den Kandidaten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer bestandenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin
hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das
Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann der
Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für „nicht ausreichend“(5,0) erklären.
(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs. 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft
werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten


(1) Der Prüfungsausschuss ist befugt, die erforderlichen personenbezogenen Daten für die Erfüllung ihm zugewiesener Aufgaben im
erforderlichen Umfang zu verarbeiten. Die Übermittlung ist nur aufgrund einer besonderen Rechtsvorschrift zulässig. Der Prüfungsausschuss
kann eine anonymisierte Geschäftsstatistik führen.
(2) Prüfungsunterlagen werden in Prüfungsakten geführt. Diese werden durch den Prüfungsausschuss oder in seinem Auftrag erstellt und
bearbeitet. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre aufzubewahren. Nicht schriftliche Prüfungsarbeiten, insbesondere künstlerische
Arbeiten, können in digitaler Form dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen in digitaler Form beträgt zwei
Jahre.
(3) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Prüfung wird dem Kandidaten oder der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist
Einsicht in seine oder ihre Prüfungsakte gewährt. Der Prüfungsausschuss bestimmt im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle der
Universität der Künste Ort und Zeit der Einsichtnahme.

§ 23 Prüfungsprotokoll
Über die Prüfung ist von den jeweiligen Prüfern oder Prüferinnen oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu
fertigen, das von ihnen und von dem oder der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer oder der Protokollführerin
unterzeichnet und der Prüfungsakte des Kandidaten oder der Kandidatin beigefügt wird. Es muss neben dem Namen des Kandidaten oder
der Kandidatin Angaben enthalten über
− Zeitpunkt und Ort der Prüfung,
− Namen der Prüfer oder Prüferinnen und des Protokollanten oder der Protokollantin,
− Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,
− wesentlicher Verlauf und Dauer der Prüfung,
− besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täuschungsversuche.

§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen


(1) Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt
Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ vom 9. Juni 2010 (UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 12

Anlage 1: Muster der Urkunde

Urkunde
[Vorname Name]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

wird aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des

konsekutiven Masterstudiengangs „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte


Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“

der akademische Grad

Master of Music

verliehen.

Berlin, den [Datum]

[Der Präsident/Die Präsidentin] [Der Dekan/Die Dekanin]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Urkunde M.Mus. „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 13

Anlage 2: Muster des Zeugnisses

Zeugnis
[Vorname Name]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

hat das Studium im

konsekutiven Masterstudiengang „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt


Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“

bei dem Hauptfachlehrer/der Hauptfachlehrerin [Hauptfachlehrer/-in]

mit der Gesamtnote [Gesamtnote]

erfolgreich abgeschlossen.

Berlin, den [Datum]

[Der Dekan/Die Dekanin] [Der/Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Zeugnis M.Mus. „Instrumentalsolist bzw. Instrumentalsolistin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 14

Modul Leistungspunkte Note


1: Instrumentales Hauptfach 72 [Note]
2: Masterkonzert 24 [Note]
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 24 unbenotet
Summe und Gesamtnote 120 [Gesamtnote]
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 15

Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

DIPLOMA SUPPLEMENT

Diese Diploma Supplement-Vorlage wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und UNESCO/CEPES
entwickelt. Das Diploma Supplement soll hinreichende Daten zur Verfügung stellen, die die internationale Transparenz und
angemessene akademische und berufliche Anerkennung von Qualifikationen (Urkunden, Zeugnisse, Abschlüsse, Zertifikate,
etc.) verbessern. Das Diploma Supplement beschreibt Eigenschaften, Stufe, Zusammenhang, Inhalte sowie Art des
Abschlusses des Studiums, das von der in der Originalurkunde bezeichneten Person erfolgreich abgeschlossen wurde. Die
Originalurkunde muss diesem Diploma Supplement beigefügt werden. Das Diploma Supplement sollte frei sein von jeglichen
Werturteilen, Äquivalenzaussagen oder Empfehlungen zur Anerkennung. Es sollte Angaben in allen acht Abschnitten
enthalten. Wenn keine Angaben gemacht werden, sollte dies durch eine Begründung erläutert werden.

1. ANGABEN ZUM INHABER/ZUR INHABERIN DER QUALIFIKATION


1.1 Familienname / 1.2 Vorname
[Name, Vorname]
1.3 Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland
[Geburtsdatum]
1.4 Matrikelnummer oder Code des/der Studierenden
[Matrikelnummer]

2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION


2.1 Bezeichnung der Qualifikation (ausgeschrieben, abgekürzt)
Master of Music, M.Mus.
Bezeichnung des Titels (ausgeschrieben, abgekürzt)
s. 2.1
2.2 Hauptstudienfach oder –fächer für die Qualifikation
[Hauptfach]
2.3 Name der Einrichtung, die die Qualifikation verliehen hat
Universität der Künste Berlin, Fakultät 03 – Musik
Status (Typ/Trägerschaft)
staatlich
2.4 Name der Einrichtung, die den Studiengang durchgeführt hat
s. 2.3
Status (Typ/Trägerschaft)
s. 2.3
2.5 Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache(n)
deutsch

3. ANGABEN ZUR EBENE DER QUALIFIKATION


3.1 Ebene der Qualifikation
Master
3.2 Dauer des Studiums (Regelstudienzeit)
2 Jahre, 120 Leistungspunkte
3.3 Zugangsvoraussetzung(en)
Zugangsvoraussetzungen sind ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente (sowie
Gitarre/Saxophon/Blockflöte)“ an der Universität der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen
Hochschule, eine besondere künstlerische Begabung sowie ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Die Zulassung zum Studium kann
jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester erfolgen. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren regelt die
Zulassungsordnung.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 16

4. ANGABEN ZUM INHALT UND ZU DEN ERZIELTEN ERGEBNISSEN


4.1 Studienform
[Vollzeitstudium/Teilzeitstudium]
4.2 Anforderungen des Studiengangs/Qualifikationsprofil des Absolventen/der Absolventin
Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf des Instrumentalsolisten oder der
Instrumentalsolistin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger
künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich arbeiten zu können, erbracht
werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik) wird die hierdurch erworbene, spezielle Qualifikation in der
Masterprüfung dokumentiert.
4.3 Einzelheiten zum Studiengang
[ggf. Schwerpunktwahl]
Fächer:
1: Instrumentales Hauptfach
2: Masterkonzert
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich

4.4 Notensystem und Hinweise zur Vergabe von Noten


Notensystem:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
4.5 Gesamtnote
[Gesamtnote]

5. ANGABEN ZUM STATUS DER QUALIFIKATION


5.1 Zugang zu weiterführenden Studien
möglich
5.2 Beruflicher Status
Der Abschluss berechtigt zur Führung des akademischen Titels „Master of Music“, M.Mus.

6. WEITERE ANGABEN
6.1 Weitere Angaben
[weitere Angaben]
6.2 Informationsquellen für ergänzende Angaben
Einrichtung: www.udk-berlin.de

7. ZERTIFIZIERUNG
Dieses Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Originaldokumente:
- Urkunde über die Verleihung des Grades „Master of Music“ vom [Datum]
- Prüfungszeugnis vom [Datum]

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Offizieller Stempel/Siegel
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 17

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin
vom 26. November 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am
26. November 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§1 Geltungsbereich
§2 Gegenstand und Ziele des Studiums
§3 Studienbeginn
§4 Studiendauer und Studienumfang
§5 Studienaufbau
§6 Lehrveranstaltungsformen
§7 Nachweis von Studienleistungen
§8 Studienabschluss
§9 Studienfachberatung
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Studienplan
Anlage 2: Modulbeschreibung

§ 1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des konsekutiven Masterstudiengangs „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin
(auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin. Sie gilt
in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien-
und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Orchestermusikers oder der Orchestermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen
in hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlangen sie eine eigenständige künstlerische Tätigkeit auf höchstem Niveau und entwickeln die
Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich zu arbeiten. Das Studium kann auch mit einem thematischen Schwerpunkt in Alter
Musik oder Neuer Musik absolviert werden.
§ 3 Studienbeginn
Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester.
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte (LP) und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind
entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.
§ 5 Studienaufbau
Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem
dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden
das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen. Folgende Module werden angeboten:
Modul Leistungspunkte
1: Instrumentales Hauptfach 69
2: Masterkonzert 23
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 28
Näheres erläutern Studienplan (Anlage 1) und Modulbeschreibung (Anlage 2).
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
Folgende Lehrveranstaltungsformen können angeboten werden: Künstlerischer Einzelunterricht (E), künstlerischer Gruppenunterricht (G),
Mitwirkung im sinfonischen Orchester der Hochschule (O), Projektarbeit (P).
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung vergeben.
§ 8 Studienabschluss
Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwendigen Studienleistungen erfolgreich erbracht wurden.
§ 9 Studienfachberatung
Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie in der Regel eine studentische Hilfskraft
einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen
Studienplanung einschließlich Planung von Auslandsaufenthalten ohne Zeitverlust im Studium. Zu Beginn des Studiums wird eine
Studienverlaufsberatung angeboten. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben
aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Studienordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 18

(2) Gleichzeitig tritt die Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ vom 28. April 2010 (UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 19

Anlage 1: Studienplan
Studienplan für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin
Nr. Modul LV SWS Leistungspunkte
Modulelemente 1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Σ
1 Instrumentales Hauptfach E 1,40* 23 23 23 69
2 Masterkonzert E 1,40* 23 23
3 Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 28
3.1 Orchesterstudien G 1 1 1 1 1 4
3.2 Orchesterspiel O ** 1,5 1,5 1,5 1,5 6
3.3 Korrepetition E 1 1 1 1 1 4
3.4 Kammermusik P 1,5 1,5 1,5 1,5 6
Wahlpflichtfächer (1 Fach ist zu wählen):
3.5 Ensembleleitung S
3.6 Musikphysiologie S
3.7 Musikmanagement S
2 2 2 2 8
3.8 Instrumentalpädagogik S
3.9 Chor S
3.10 Interpretationskunde S
3.11 Literaturkunde S
Σ 30 30 30 30 120
* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)
** siehe Orchesterordnung
Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht), O (Mitwirkung im sinfonischen Orchester der
Hochschule), P (Projektarbeit), S (Selbststudium)

Studienplan für den konsekutiven Masterstudiengang Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin mit Schwerpunkt Alte
Musik oder Neue Musik
Nr. Modul LV SWS Leistungspunkte
Modulelemente 1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Σ
allgemein E 0,70* 12 12 12
1 Instrumentales Hauptfach 69
Alte bzw. Neue Musik E 0,70* 11 11 11
allgemein E 0,70* 12
2 Masterkonzert 23
Alte bzw. Neue Musik E 0,70* 11
3 Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 28
3.1 Orchesterstudien G 1 1 1 1 1 4
3.2 Orchesterspiel O ** 1,5 1,5 1,5 1,5 6
3.3 Korrepetition E 1 1 1 1 1 4
3.4 Kammermusik P 1,5 1,5 1,5 1,5 6
Wahlpflichtfächer (1 Fach ist zu wählen):
3.5 Ensembleleitung S
3.6 Musikphysiologie S
3.7 Musikmanagement S
2 2 2 2 8
3.8 Instrumentalpädagogik S
3.9 Chor S
3.10 Interpretationskunde S
3.11 Literaturkunde S
Σ 30 30 30 30 120
* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)
** siehe Orchesterordnung
Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht), O (Mitwirkung im sinfonischen Orchester der
Hochschule), P (Projektarbeit), S (Selbststudium)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 20

Anlage 2: Modulbeschreibung
Modul 1: Instrumentales Hauptfach Teilnahmevoraussetzungen: ./.
Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Fähigkeit, das gängige Repertoire des jeweiligen Hauptfachs auf Konzertreife-Niveau vorzutragen, sowie zur selbständigen Erweiterung
dieses Repertoires. Technische Sicherheit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituationen aller Art. Vorbereitung auf
Probespiele. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl
des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die Literatur nach 1950.
Lehrinhalte sind Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilistischer und historischer Provenienz. Repräsentative und
paradigmatische Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige Hauptinstrument. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des
Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erarbeitende Literatur dementsprechend ausgewählt.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Instrumentales Hauptfach E 1,4* 69 Regelmäßige Teilnahme am Bei Wahl eines
Unterricht und an Vorspielen. Schwerpunktes („Alte
Musik“ oder „Neue
Musik“) 2 mal 45
Minuten
Einzelunterricht.
Summe: 1,4 69 Dauer des Moduls: 3 Semester
Modulabschluss: (benotet) Arbeitsaufwand: 2.070 Stunden, davon
Vorspiel 21 Stunden Präsenzstudium
und 2.049 Stunden Selbststudium
Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)

* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)

Modul 2: Masterkonzert Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Modul 1


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Die Studierenden weisen mit dem Masterkonzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die
Fähigkeit, eine Auswahl des Repertoires des jeweiligen Hauptfachs auf Konzertreife-Niveau zu treffen und öffentlich vorzutragen.
Technische Sicherheit, Stilempfinden sowie souveräner Umgang mit Vorspielsituationen aller Art. Bei Wahl des Schwerpunktes „Alte
Musik“ wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Literatur bis etwa 1800 gelegt, bei Wahl des Schwerpunktes „Neue Musik“ auf die
Literatur nach 1950.
Lehrinhalte sind Sonaten, Konzerte sowie Vortragsstücke unterschiedlicher stilistischer und historischer Provenienz. Repräsentative und
paradigmatische Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige Hauptinstrument. Vorbereitung auf das öffentliche Konzert. Bei Wahl
des Schwerpunktes „Alte Musik“ oder des Schwerpunktes „Neue Musik“ wird die zu erarbeitende Literatur dementsprechend ausgewählt.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Masterkonzert E 1,4* 23 Regelmäßige Teilnahme am Bei Wahl eines
Unterricht und an Vorspielen. Schwerpunktes („Alte
Musik“ oder „Neue
Musik“) 2 mal 45
Minuten
Einzelunterricht.
Summe: 1,4 23 Dauer des Moduls: 1 Semester
Modulabschluss: (benotet) Arbeitsaufwand: 690 Stunden, davon
Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus 2 Teilen, namentlich 21 Stunden Präsenzstudium
a) einem hochschulöffentlichen Repertoire-Nachweis von 40 bis 50 Minuten, bestehend und 669 Stunden Selbststudium
aus Repertoire-Konzerten und
b) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90 Minuten Dauer. Das
Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin bestimmt werden. Bei Wahl eines
Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung
des Programms des Kammerkonzerts deutlich werden. Zum Kammerkonzert ist eine
schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen
analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im
Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.

Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)

* Zzgl. weiterer instrumentenspezifischer Lehrangebote (z.B. Nebeninstrumente) von durchschnittlich ca. 6 SWS Gesamtumfang während
des Studiums. (Der konkrete Lehrumfang kann je nach Instrument und Schwerpunktsetzung variieren.)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 21

Modul 3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich Teilnahmevoraussetzungen: ./.


(Pflicht-Nebenfächer Orchesterspiel, Orchesterstudien, Korrepetition und Kammermusik sowie 1
Wahlpflichtfach)
Qualifikationsziel:
Orchesterstudien, Orchesterspiel, Korrepetition, Kammermusik: Fähigkeit zum sicheren Spiel der gängigen Orchesterstellen sowie Erfahrung
im Orchesterspiel. Stilsichere Interpretation der Sololiteratur unterschiedlichster historischer Provenienz mit einem Korrepetitor bzw. einer
Korrepetitorin sowie selbständige Erarbeitung paradigmatischer Werke der Kammermusik gemeinsam mit anderen Studierenden.
Ensembleleitung: Selbständiges Leiten von kleinen bis mittleren Ensembles mit und ohne Instrument.
Musikphysiologie: Bewusstmachung körperlicher, mentaler und psychischer Grundlagen, auf denen sich künstlerische Potentiale entfalten
können. Ökonomisierung und Verfeinerung der Spielweise konstruktiver Umgang mit Auftrittssituationen.
Musikmanagement: Wirklichkeitsnahe Karriereplanung für Musiker und Musikerinnen, Professionalisierung der beruflichen Eigeninitiative
und Kreativität, realistische Selbsteinschätzung.
Instrumentalpädagogik: Kenntnisse in der Hauptfachmethodik sowie in weiteren praktischen und wissenschaftlichen musikpädagogischen
Bereichen.
Chor: Förderung der musikalischen und künstlerischen Bildung, Festigung von Intonation und harmonischer Verankerung in einem
mehrstimmigen Gebilde.
Interpretationskunde: Vermittlung unterschiedlicher Stilistik und instrumentaler Herangehensformen mit dem Ziel eines
disziplinübergreifenden Erkenntnisgewinns.
Literaturkunde: Der bzw. die Studierende erlangt einen umfassenden Überblick über die gesamte Orchesterliteratur, mit der er bzw. sie im
Laufe des Berufslebens zu tun haben wird. Dabei werden Kenntnisse der historischen und der modernen Betrachtungsweise erworben.

Lehrinhalte:
Orchesterstudien, Orchesterspiel, Korrepetition, Kammermusik: Lehrinhalte sind wichtige Stellen aus der Orchesterliteratur für das jeweilige
Instrument, gemeinsame Projekte des Hochschulorchesters, klavierbegleitete Sololiteratur aus dem Hauptfachunterricht sowie wichtige
Werke der Kammermusik. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue Musik“) richtet sich die Auswahl der Lehrinhalte nach
diesem.
Ensembleleitung: Grundkenntnisse des Dirigierens und der Führung kleinerer bis mittlerer Ensembles.
Musikphysiologie: Körperübungen, Experimente und Spiele. Arbeit am Instrument zur optimalen Anpassung des Instrumentes an den
Körper und umgekehrt.
Musikmanagement: Einführung in unternehmerisches Denken, Programmkonzeption und Programmmoderation, medienrechtliches und
medientechnisches Fachwissen, Funktionsweise des Musikbetriebs.
Instrumentalpädagogik: Reflexion des eigenen Lernens, Übens und der eigenen Kreativität. Lektüre grundlegender musikpädagogischer
Texte.
Chor: Praktisches Chorsingen in regelmäßigen Proben und Aufführung der Ergebnisse.
Interpretationskunde: Überblick über Interpretationsformen, stilistische Fragen, historische und moderne Betrachtungsweisen.
Literaturkunde: Überblick über die verschiedenen Orchesterformen (Streich-, Kammer-, Sinfonie- und Blasorchester).
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Orchesterstudien G 4 4 Teilnahme am Unterricht Nebenfach;
Teile des hier erarbeiteten Repertoires
können in die Modulabschlussprüfungen
(Modul 1 und 2 – Repertoireprüfung)
einfließen.
Orchesterspiel O 6 Anwesenheit lt. Orchesterordnung
der Fak. Musik der UdK Berlin
Korrepetition E 4 4 Teilnahme am Unterricht, Nebenfächer
Nachweise über 2 Vorspiele
Kammermusik P 6 Nachweise über 2 Vorspiele
Ensembleleitung
Musikphysiologie
Testat über regelmäßige und
Musikmanagement
erfolgreiche Teilnahme Wahlpflichtfächer
Instrumentalpädagogik S 8
(1 Fach ist zu wählen)
Chor
Interpretationskunde
Mündliche Prüfung
Literaturkunde
Summe: 8 28 Dauer des Moduls: 4 Semester
Modulabschluss: (unbenotet) Arbeitsaufwand: 840 Stunden, davon
Portfolioprüfung der o.g. Nachweise mit dem Erfordernis der erfolgreichen Teilnahme 120 Stunden Präsenzstudium
und 720 Stunden Selbststudium
Verwendbarkeit: Masterstudiengang Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Häufigkeit des Angebots:
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik) jedes Semester

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht), O (Mitwirkung im sinfonischen Orchester der


Hochschule), P (Projektarbeit), S (Selbststudium)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 22

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin
vom 26. November 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am
26. November 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§1 Geltungsbereich
§2 Zweck der Prüfungen
§3 Zugangsvoraussetzungen
§4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
§5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
§6 Regelstudienzeit und Studienumfang
§7 Prüfungsausschuss
§8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
§9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 12 Bildung der Abschlussnote
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
§ 18 Studienabschließende Prüfung
§ 19 Modulbeschreibung
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
§ 23 Prüfungsprotokoll
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Muster der Urkunde
Anlage 2: Muster des Zeugnisses
Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

§1 Geltungsbereich
Diese Prüfungsordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungsleistungen im konsekutiven Masterstudiengang
„Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ an der
Fakultät 03 - Musik – der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studienordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen
gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger
1/2013 vom 8. Januar 2013).

§2 Zweck der Prüfungen


(1) Die Masterprüfung stellt einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss dar. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die
Studierenden befähigt sind, den Beruf des Orchestermusikers oder der Orchestermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in
hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit,
verantwortlich im musikalischen Bereich arbeiten zu können, erbracht werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik)
wird die hierdurch erworbene, spezielle Qualifikation in der Masterprüfung dokumentiert.
(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der
jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.

§3 Zugangsvoraussetzungen
Zugangsvoraussetzungen sind
 ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente“ an der Universität der Künste Berlin oder in einem
gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule
 eine besondere künstlerische Begabung sowie
 ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.
Die Zulassung zum Studium kann jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester erfolgen. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und
Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

§4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement


(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der akademische Grad
Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:
 die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,
 das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehörigen Leistungspunkten,
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 23

 die Gesamtnote
 den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin.
Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeichnet, die
Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der
Künste Berlin. Zeugnisse sollen so rechtzeitig ausgefertigt werden, dass spätestens drei Monate nach der letzten Prüfung der Grad verliehen
werden kann, soweit nicht planmäßig noch weitere Studienleistungen ausstehen.
(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supplement in
deutscher und englischer Sprachform verliehen, das nach national und international gebräuchlichen Standards der Einstufung und
Bewertung des Abschlusses dient.

§5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium


(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen,
dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die
Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.
(2) Die Masterprüfung setzt sich aus zwei benoteten Modulprüfungen (Module 1 und 2) und einer unbenoteten Modulprüfung (Modul 3)
zusammen. Modulprüfungen können sich aus mehreren Prüfungsteilen zusammensetzen.
(3) Der Studiengang kann insgesamt oder in einzelnen Semestern als Teilzeitstudium studiert werden, wenn bei dem bzw. der Studierenden
folgende Bedingungen gegeben sind:
 Berufstätigkeit
 Pflege und Erziehung eines Kindes im Alter von bis zu zehn Jahren
 Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes
 eine Behinderung, die ein Teilzeitstudium erforderlich macht
 eine bestehende Schwangerschaft
 die Wahrnehmung eines Mandats eines Organs der Universität der Künste Berlin, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks
Berlin
 sonstige schwerwiegende Gründe.
Das Teilzeitstudium ist rechtzeitig schriftlich und mit aussagekräftigen Belegen beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Der
Prüfungsausschuss entscheidet über die Gewährung, den Zeitraum und den Zeitanteil zum regulären Studium. Er legt gemeinsam mit dem
Antragsteller bzw. der Antragstellerin einen individuellen Studienplan für die Zeit des Teilzeitstudiums fest. Dabei ist zu beachten, dass die
Entwicklungsprozesse in den Jahrgangsgruppen des Studiengangs nicht beeinträchtigt werden

§6 Regelstudienzeit und Studienumfang


Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul sind entsprechend dem Studienaufwand
Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung
vergeben.

§7 Prüfungsausschuss
(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss Künstlerische Ausbildung zuständig. Seine Mitglieder und seine Stellvertreter bzw.
Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus
fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, eines der Gruppe der akademischen
Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen einen Vorsitzenden oder eine
Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für das
studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf
der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger bzw. Nachfolgerinnen gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.
(3) Der Prüfungsausschuss
 legt die Prüfungstermine fest,
 bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen,
 achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,
 entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen.
Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.
(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem Öffentlichen Dienst
angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des
Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmenmehrheit der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen muss gegeben sein. Der
Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.

§8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen


(1) Prüfungsberechtigt sind alle Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihres Fachgebietes und akademische Mitarbeiter
und akademische Mitarbeiterinnen, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin
darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
(2) Bei den studienbegleitenden Prüfungen ist in der Regel der Prüfer oder die Prüferin die für die Lehrveranstaltung verantwortliche
Lehrperson. Mündliche Prüfungen sind dabei in Gegenwart mindestens eines weiteren Prüfers bzw. einer weiteren Prüferin oder eines
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 24

sachkundigen Beisitzers bzw. einer sachkundigen Beisitzerin durchzuführen, die vom Prüfungsausschuss bestellt werden. Letztmögliche
Prüfungsversuche sind von mindestens zwei prüfungsberechtigten Personen abzunehmen.
(3) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienabschließenden Moduls 2 (Masterkonzert) eine Prüfungskommission. Die
Prüfungskommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerin sind. Die Prüfungskommission
wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.

§9 Regelungen zum Nachteilsausgleich


(1) Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher
Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der
vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und
dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten
Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.
(2) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Leistungen, die Erbringung von Leistungen, die Wiederholung von Leistungen, die
Gründe für das Versäumnis von Leistungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Leistungen betroffen sind, stehen der Krankheit
von Studierenden die Krankheit einer oder eines nahen Angehörigen und die dazu notwendige alleinige Betreuung durch den bzw. die
Studierende gleich. Nahe Angehörige sind Kinder, Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner. Gleiches gilt angelehnt an die Regelungen in
§§ 3 und 6 Mutterschutzgesetz für Schwangere und Wöchnerinnen. Der Prüfungsausschuss legt auf schriftlichen begründeten Antrag in
Absprache mit dem bzw. der Studierenden abweichende Fristen fest. Den Studierenden steht es dabei frei, diese abweichenden Fristen in
Anspruch zu nehmen.

§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren


(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Masterprüfung abgeschlossen. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das
Studium vorgesehenen Module bestanden sind.
(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.
(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Prüfung endgültig nicht
bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforderung einer oder mehrerer Prüfungen dieses Studiengangs entspricht, so kann das Studium
nicht fortgesetzt werden. Die Abschlussprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.
(4) Bewertungen von Prüfungsleistungen sind zu begründen. Die Bewertung schriftlicher Prüfungen muss schriftlich erfolgen.
(5) Gegen Prüfungsbewertungen können die Betroffenen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens Gegenvorstellung beim zuständigen
Prüfungsausschuss erheben. Gegen Bewertungen von mündlichen Prüfungen, von studienbegleitend abgelegten oder vorgezogenen
Prüfungsteilen kann unmittelbar beim Prüfungsausschuss Gegenvorstellung erhoben werden.
(6) Eine fehlende Begründung gemäß Abs. 4 ist auf Verlangen unverzüglich nachzuholen. Nach Zugang der Begründung können die
Betroffenen Gegenvorstellungen beim Prüfungsausschuss gemäß Abs. 5 erheben.
(7) Die Gegenvorstellungen sind innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe des begründeten Prüfungsergebnisses zu erheben.
(8) Der Prüfungsausschuss ist für eine ordnungsgemäße Durchführung des Gegenvorstellungsverfahrens verantwortlich. Er leitet die
Gegenvorstellung den Prüfern oder Prüferinnen zu, gegen deren Entscheidung sich die Gegenvorstellung richtet. Der Prüfungsausschuss
teilt die Entscheidung der Prüfer oder Prüferinnen über die Gegenvorstellung den Betroffenen mit.
(9) Die Prüfer oder Prüferinnen entscheiden grundsätzlich innerhalb eines Monats über die Gegenvorstellungen. Dabei sind die betroffenen
Bewertungen und die für die Bewertung maßgeblichen Gründe zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung einschließlich der Benotung
ist schriftlich entsprechend Abs. 4 zu begründen.

§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen


(1) Für die Benotung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Die Notenskala für die Modul- und Abschlussnote lautet wie folgt:
Bei einem Durchschnitt
von 1,0 bis 1,5 = sehr gut
von 1,6 bis 2,5 = gut
von 2,6 bis 3,5 = befriedigend
von 3,6 bis 4,0 = ausreichend
ab 4,1 = nicht ausreichend
(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen
einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Modulprüfung aus mehreren
Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betreffenden Leistungspunkten gewichteten
Noten der Teilprüfungen.
(4) Neben der Notenskala nach Abs. 2 ist eine relative Note auf der Grundlage des ECTS Users’ Guide in der jeweils geltenden Fassung
auszuweisen. Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohorten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die
Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma
Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlusskohorte aufzunehmen.
(5) Nicht benotete Prüfungen werden mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
(6) Gruppenarbeiten sind nur zugelassen, wenn die Einzelleistungen der Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen eindeutig
abgrenzbar und bewertbar sind.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 25

§ 12 Bildung der Abschlussnote


Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist der nach Leistungspunkten gewichtete Mittelwert der Noten aller benoteten
Modulprüfungen.

§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit


Meldet sich ein Studierender oder eine Studierende ohne triftigen Grund nicht in der Regelstudienzeit gemäß dem Studienplan zu einem
Modul an, so hat er bzw. sie die Pflicht zu einer Studienberatung.

§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen


Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zur Modulprüfung. Die Anmeldung erfolgt spätestens in der
zweiten Vorlesungswoche. Die Teilnahmevoraussetzungen werden in der Modulbeschreibung festgelegt. Die Teilnahme an einer
Studienleistung eines Moduls kann zur Voraussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung gemacht werden.

§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen


Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrundeliegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig
bekanntgegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfungen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom
Prüfungsamt bescheinigt.

§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen


Eine nicht bestandene Prüfung kann nach frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, einmal wiederholt werden,
und zwar in der Regel vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin n icht zu, so
wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den Studienerfolg des
Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens bis zum Ende des auf die Prüfung folge nden
Semesters abgeschlossen sein. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen muss jede nicht bestandene Teilprüfung wiederholt werden.

§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung


(1) Die Anmeldung zum studienabschließenden Modul (Modul 2) erfolgt gegen Ende des dritten Semesters beim Prüfungsausschuss. Bei
der Anmeldung ist eine Zusammenstellung der erfolgreich abgeschlossenen Module gemäß Studienplan vorzulegen sowie eine Erklärung
darüber, ob der Antragsteller bzw. die Antragstellerin bereits eine Masterprüfung in demselben Studiengang an einer anderen Hochschule
endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(2) Über die Zulassung zur Masterprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung kann nur erfolgen, wenn alle geforderten
Unterlagen eingereicht wurden.

§ 18 Studienabschließende Prüfung
(1) Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus zwei Teilen, namentlich
a) einem hochschulöffentlichen Repertoire-Nachweis von 40 bis 50 Minuten, bestehend aus Repertoire-Konzerten, und
b) einem öffentlichen Kammerkonzert (Rezital) von etwa 90 Minuten Dauer.
Das Programm kann vom Kandidaten bzw. der Kandidatin bestimmt werden. Bei Wahl eines Schwerpunktes („Alte Musik“ oder „Neue
Musik“) soll dieser bei der Zusammenstellung des Programms des Kammerkonzerts deutlich werden. Zum Kammerkonzert ist eine
schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben
kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.
(2) Für die Wiederholung der nicht bestandenen studienabschließenden Prüfung gilt § 16 entsprechend.

§ 19 Modulbeschreibung
(1) Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:
 Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls,
 Lehr- und Lernformen,
 Teilnahmevoraussetzungen,
 Verwendbarkeit des Moduls,
 Prüfungen und Vorleistungen,
 Arbeitsaufwand und Leistungspunkte,
 Dauer der Module,
 Häufigkeit des Angebots.
(2) Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der
Qualitätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungsausschuss konkretisiert und ergänzt werden.

§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen


(1) Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen (innerhalb und außerhalb der
europäischen Region) oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin erbracht wurden, werden im Sinne des
Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich der europäischen Region (Lissabon-
Konvention; BGBl. 2007 II S. 712) angerechnet, soweit keine wesentlichen Unterschiede entgegenstehen. Hierbei ist kein schematischer
Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung ausschlaggebend. Für die Anrechnung von an ausländischen
Hochschulen erbrachten Leistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten
Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationen und -partnerschaften zu beachten. Im Übrigen kann
bei Zweifeln an der Vergleichbarkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Nicht bestandene Prüfungen sind
bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen. Über die Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.
Wird dem Antrag nicht entsprochen, ist dies schriftlich zu begründen.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 26

(2) Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte
anzurechnen.
(3) Leistungen und Kompetenzen nach Abs. 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden.

§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß


(1) Eine Prüfung gilt als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen Prüfungstermin ohne
triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurücktritt.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt
und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zweifelsfall nach
Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die
bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.
(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener
Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Dasselbe gilt, wenn der Kandidat oder die
Kandidatin bei einer Prüfungsleistung getäuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt wird . Ein
Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der
jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall
gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss
den Kandidaten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer bestandenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin
hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das
Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann der
Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für „nicht ausreichend“ (5,0) erklären.
(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs. 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft
werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten


(1) Der Prüfungsausschuss ist befugt, die erforderlichen personenbezogenen Daten für die Erfüllung ihm zugewiesener Aufgaben im
erforderlichen Umfang zu verarbeiten. Die Übermittlung ist nur aufgrund einer besonderen Rechtsvorschrift zulässig. Der Prüfungsausschuss
kann eine anonymisierte Geschäftsstatistik führen.
(2) Prüfungsunterlagen werden in Prüfungsakten geführt. Diese werden durch den Prüfungsausschuss oder in seinem Auftrag erstellt und
bearbeitet. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre aufzubewahren. Nicht schriftliche Prüfungsarbeiten, insbesondere künstlerische
Arbeiten, können in digitaler Form dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen in digitaler Form beträgt zwei
Jahre.
(3) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Prüfung wird dem Kandidaten oder der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist
Einsicht in seine oder ihre Prüfungsakte gewährt. Der Prüfungsausschuss bestimmt im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle der
Universität der Künste Ort und Zeit der Einsichtnahme.

§ 23 Prüfungsprotokoll
Über die Prüfung ist von den jeweiligen Prüfern oder Prüferinnen oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu
fertigen, das von ihnen und von dem oder der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer oder der Protokollführerin
unterzeichnet und der Prüfungsakte des Kandidaten oder der Kandidaten beigefügt wird. Es muss neben dem Namen des Kandidaten oder
der Kandidatin Angaben enthalten über
 Zeitpunkt und Ort der Prüfung,
 Namen der Prüfer oder Prüferinnen und des Protokollanten oder der Protokollantin,
 Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,
 wesentlicher Verlauf und Dauer der Prüfung,
 besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täuschungsversuche.

§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen


(1) Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit
Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“ vom 28. April 2010 (UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 27

Anlage 1: Muster der Urkunde

Urkunde
[Vorname Name]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

wird aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des

konsekutiven Masterstudiengangs „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt


Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“

der akademische Grad

Master of Music

verliehen.

Berlin, den [Datum]

[Der Präsident/Die Präsidentin] [Der Dekan/Die Dekanin]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Urkunde M.Mus. „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 28

Anlage 2: Muster des Zeugnisses

Zeugnis
[Vorname Name]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

hat das Studium im

konsekutiven Masterstudiengang „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt


Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“

bei dem Hauptfachlehrer/der Hauptfachlehrerin [Hauptfachlehrer/-in]

mit der Gesamtnote [Gesamtnote]

erfolgreich abgeschlossen.

Berlin, den [Datum]

[Der Dekan/Die Dekanin] [Der/Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Zeugnis M.Mus. „Orchestermusiker bzw. Orchestermusikerin (auch mit Schwerpunkt Alte Musik oder Schwerpunkt Neue Musik)“
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 29

Modul Leistungspunkte Note


1: Instrumentales Hauptfach 69 [Note]
2: Masterkonzert 23 [Note]
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich 28 unbenotet
Summe und Gesamtnote 120 [Gesamtnote]
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 30

Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

Diploma Supplement

Diese Diploma Supplement-Vorlage wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und
UNESCO/CEPES entwickelt. Das Diploma Supplement soll hinreichende Daten zur Verfügung stellen, die die
internationale Transparenz und angemessene akademische und berufliche Anerkennung von Qualifikationen
(Urkunden, Zeugnisse, Abschlüsse, Zertifikate, etc.) verbessern. Das Diploma Supplement beschreibt
Eigenschaften, Stufe, Zusammenhang, Inhalte sowie Art des Abschlusses des Studiums, das von der in der
Originalurkunde bezeichneten Person erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Originalurkunde muss diesem
Diploma Supplement beigefügt werden. Das Diploma Supplement sollte frei sein von jeglichen Werturteilen,
Äquivalenzaussagen oder Empfehlungen zur Anerkennung. Es sollte Angaben in allen acht Abschnitten
enthalten. Wenn keine Angaben gemacht werden, sollte dies durch eine Begründung erläutert werden.

1. ANGABEN ZUM INHABER/ZUR INHABERIN DER QUALIFIKATION


1.1 Familienname / 1.2 Vorname
[Name, Vorname]
1.3 Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland
[Geburtsdatum]
1.4 Matrikelnummer oder Code des/der Studierenden
[Matrikelnummer]

2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION


2.1 Bezeichnung der Qualifikation (ausgeschrieben, abgekürzt)
Master of Music, M.Mus.
Bezeichnung des Titels (ausgeschrieben, abgekürzt)
s. 2.1
2.2 Hauptstudienfach oder –fächer für die Qualifikation
[Hauptfach]
2.3 Name der Einrichtung, die die Qualifikation verliehen hat
Universität der Künste Berlin, Fakultät 03 – Musik

2. STATUS (TYP/TRÄGERSCHAFT)
staatlich
2.4 Name der Einrichtung, die den Studiengang durchgeführt hat
s. 2.3
Status (Typ/Trägerschaft)
s. 2.3
2.5 Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache(n)
deutsch

3. ANGABEN ZUR EBENE DER QUALIFIKATION


3.1 Ebene der Qualifikation
Master
3.2 Dauer des Studiums (Regelstudienzeit)
2 Jahre, 120 Leistungspunkte
3.3 Zugangsvoraussetzung(en)
Zugangsvoraussetzungen sind ein Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente“ an der Universität der
Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule, eine besondere künstlerische Begabung
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 31

sowie ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Die Zulassung zum Studium kann jeweils zum Winter- sowie zum
Sommersemester erfolgen. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.

4. ANGABEN ZUM INHALT UND ZU DEN ERZIELTEN ERGEBNISSEN


4.1 Studienform
[Vollzeitstudium/Teilzeitstudium]
4.2 Anforderungen des Studiengangs/Qualifikationsprofil des Absolventen/der Absolventin
Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf des Orchestermusikers oder der
Orchestermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis
eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich arbeiten
zu können, erbracht werden. Bei Wahl eines Schwerpunkts (Alte Musik oder Neue Musik) wird die hierdurch erworbene,
spezielle Qualifikation in der Masterprüfung dokumentiert.
4.3 Einzelheiten zum Studiengang
[ggf. Schwerpunktwahl]
Module:
1: Instrumentales Hauptfach
2: Masterkonzert
3: Nebenfächer/Wahlpflichtbereich

4.4 Notensystem und Hinweise zur Vergabe von Noten


Notensystem:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder
abgesenkt werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
4.5 Gesamtnote
[Gesamtnote]

5. ANGABEN ZUM STATUS DER QUALIFIKATION


5.1 Zugang zu weiterführenden Studien
möglich
5.2 Beruflicher Status
Der Abschluss berechtigt zur Führung des akademischen Titels „Master of Music“, M.Mus.

6. WEITERE ANGABEN
6.1 Weitere Angaben
[weitere Angaben]
6.2 Informationsquellen für ergänzende Angaben
Einrichtung: www.udk-berlin.de

7. ZERTIFIZIERUNG
Dieses Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Originaldokumente:
- Urkunde über die Verleihung des Grades „Master of Music“ vom [Datum]
- Prüfungszeugnis vom [Datum]

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Offizieller Stempel/Siegel
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 32

Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ an der
Fakultät 03 - Musik - der Universität der Künste Berlin
vom 12. Februar 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am
12. Februar 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
§ 3 Studienbeginn
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
§ 5 Studienaufbau
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
§ 8 Studienabschluss
§ 9 Studienfachberatung
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Studienplan
Anlage 2: Modulbeschreibung

§ 1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des konsekutiven Masterstudiengangs „Kammermusik (nur für Ensembles)“ an der
Fakultät 03 der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Prüfungsordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die
Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom
8. Januar 2013).
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
Das Studium befähigt die Studierenden, den Beruf des Kammermusikers oder der Kammermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in
hervorragender Weise auszuüben. Dabei erlangen sie die Fähigkeit, eigenständig auf höchstem Niveau künstlerisch tätig zu sein, und
entwickeln die Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich zu arbeiten.
§ 3 Studienbeginn
Das Studium beginnt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester.
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte (LP) und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind
entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.
§ 5 Studienaufbau
Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem
dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden
das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen. Folgende Module werden angeboten:

Modul Leistungspunkte
1: Ensemble-Grundlagen 60
2: Ensemble-Reife 30
3: Masterkonzert 30
Näheres erläutern Studienplan (Anlage 1) und Modulbeschreibung (Anlage 2).
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
Folgende Lehrveranstaltungsformen können angeboten werden: Die Lehre in den Modulen findet im Einzel- und Gruppenunterricht (E bzw.
G) statt.
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
Leistungspunkte zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung vergeben.
§ 8 Studienabschluss
Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwendigen Studienleistungen erfolgreich erbracht wurden.
§ 9 Studienfachberatung
Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie in der Regel eine studentische Hilfskraft
einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen
Studienplanung einschließlich Planung von Auslandsaufenthalten ohne Zeitverlust im Studium. Zu Beginn des Studiums wird eine
Studienverlaufsberatung angeboten. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben
aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 33

§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen


(1) Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Studienordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ vom 9. Juni 2010
(UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 34

Anlage 1: Studienplan
für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“

Nr. Modul LV SWS Leistungspunkte


1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Σ
1 Ensemble-Grundlagen E/G 2 30 30 60
2 Ensemble-Reife E/G 2 30 30
3 Masterkonzert E/G 2 30 30
Σ 6 30 30 30 30 120

Abkürzungen: E (künstlerischer Einzelunterricht), G (künstlerischer Gruppenunterricht)

Anlage 2: Modulbeschreibung
für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“

Modul 1: Ensemble-Grundlagen Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Instrumentale und kammermusikalische Fähigkeiten, die die Studierenden in die Lage versetzen, als Ensemble Werke von höchsten
Ansprüchen zu bewältigen. Selbständigkeit im Erfassen und Erlernen dieser Kompositionen in Hinblick auf Struktur, Stil und Semantik.
Individuelle künstlerische Ausdrucksfähigkeit und Stilsicherheit sowie Weiterentwicklung des Ensemblespiels vor allem unter musikalischen
Gesichtspunkten, aber auch in Hinblick auf Konzerterfahrung, Auftrittssicherheit und Podiumspräsenz sowie Zusammenspiel, Intonation,
Balance etc. Verfügbarkeit eines stilistisch und historisch weitgefächerten Repertoires.
Lehrinhalt ist repräsentative Literatur der Kammermusik unterschiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu neuen und
neuesten Kompositionen gemäß der durch das unterrichtete Ensemble gegebenen Besetzung.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Ensemble-Grundlagen G, E 2 60 Regelmäßige Teilnahme am Individueller
Unterricht und an Vorspielen Instrumentalunterricht mit
Bezug auf Ensemblearbeit.
Summe: 2 60 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: 1.800 Stunden, davon
Die Modulabschlussprüfung besteht aus einem hochschulöffentlichen Konzert von etwa 90 30 Stunden Präsenzstudium
Minuten Dauer, dessen Programm stilistisch und historisch vielfältig gestaltet sein soll und und 1.770 Stunden Selbststudium
vom Ensemble selbst zusammengestellt werden kann.
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ Häufigkeit des Angebots: jedes Semester

Modul 2: Ensemble-Reife Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Modul 1


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Weiterentwicklung der in Modul 1 beschriebenen Qualifikationen auf höchstem Niveau.
Lehrinhalt ist repräsentative Literatur der Kammermusik unterschiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu neuen und
neuesten Kompositionen gemäß der durch das unterrichtete Ensemble gegebenen Besetzung.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Ensemble-Reife G, E 2 30 Regelmäßige Teilnahme am Individueller
Unterricht und an Vorspielen. Instrumentalunterricht mit
Bezug auf Ensemblearbeit.
Summe: 2 30 Dauer des Moduls: 1 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: 900 Stunden, davon
Kontinuierliche Leistungskontrolle im Einzelunterricht mit der Gesamtbewertung 30 Stunden Präsenzstudium
"bestanden" bzw. "nicht bestanden". und 870 Stunden Selbststudium
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ Häufigkeit des Angebots: jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 35

Modul 3: Masterkonzert Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Modul 2


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Die Studierenden weisen mit dem Masterkonzert eine sehr hohe künstlerische Kompetenz und Vielfalt des Repertoires nach. Sie haben die
in Modul 1 beschriebenen Qualifikationen auf höchstem Niveau weiterentwickelt und sie haben die Fähigkeit, selbständig eine Auswahl
des Kammermusik-Repertoires zu treffen und öffentlich gemeinsam auf höchstem Niveau vorzutragen.
Lehrinhalt ist repräsentative Literatur der Kammermusik unterschiedlichster historischer und stilistischer Provenienz bis hin zu neuen und
neuesten Kompositionen gemäß der durch das unterrichtete Ensemble gegebenen Besetzung.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Masterkonzert G, E 2 30 Regelmäßige Teilnahme am Individueller
Unterricht und an Vorspielen Instrumentalunterricht mit
Bezug auf Ensemblearbeit.
Summe: 2 30 Dauer des Moduls: 1 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: 900 Stunden, davon
Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus 2 Teilen, namentlich 30 Stunden Präsenzstudium
a) einer hochschulöffentlichen Repertoire-Prüfung. Die Prüfungskommission stellt aus dem und 870 Stunden Selbststudium
gemeinsam mit der Anmeldung zur Prüfung eingereichten Repertoire von zehn
Kammermusik-Kompositionen ein etwa 60minütiges Programm für den Repertoire-
Nachweis zusammen.
b) Einem öffentlichen Konzert von etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm kann vom
Ensemble bestimmt werden, wobei die im Repertoire-Nachweis gespielten Werke nicht
wieder eingesetzt werden können.
Insgesamt sollen in den beiden Teilen der studienabschließenden Modulprüfung nicht
weniger als 6 Kompositionen unterschiedlicher historischer und stilistischer Provenienz zum
Vortrag kommen. Zum Konzert ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen
dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben
kann. Sie wird im Zusammenhang mit der künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ Häufigkeit des Angebots: jedes Semester

Abkürzungen: G (künstlerischer Gruppenunterricht), E (künstlerischer Einzelunterricht)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 36

Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ an der
Fakultät 03 - Musik - der Universität der Künste Berlin
vom 12. Februar 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 03 – Musik – der Universität der Künste Berlin am
12. Februar 2014 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zweck der Prüfungen
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
§ 7 Prüfungsausschuss
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 12 Bildung der Abschlussnote
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
§ 18 Studienabschließende Prüfung
§ 19 Modulbeschreibung
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
§ 23 Prüfungsprotokoll
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Muster der Urkunde
Anlage 2: Muster des Zeugnisses
Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

§ 1 Geltungsbereich
Diese Prüfungsordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungsleistungen im konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik
(nur für Ensembles)“ an der Fakultät 03 der Universität der Künste Berlin. Sie gilt in Verbindung mit der Studienordnung für diesen
Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom
4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Zweck der Prüfungen
(1) Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die
Studierenden befähigt sind, den Beruf des Kammermusikers oder der Kammermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in
hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit,
verantwortlich im musikalischen Bereich arbeiten zu können, erbracht werden.
(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der
jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
Es können sich nur bereits bestehende Ensembles als Ganzes zur Zulassung bewerben. Zugangsvoraussetzung sind u.a. die
Hochschulabschlüsse aller Ensemblemitglieder im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente (sowie Gitarre, Saxophon/Blockflöte)“ an
der Universität der Künste Berlin oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule sowie ihre besondere künstlerische
Begabung. Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester. Näheres über Zugangsvoraussetzungen
und Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der Hochschulgrad
Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:
 die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,
 das studienabschließende Modul mit Benotung und zugehörigen Leistungspunkten sowie dem Programm der Abschlussprüfung,
 die Gesamtnote,
 den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin.
Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom Dekan oder von der Dekanin unterzeichnet, die
Urkunde vom Dekan oder von der Dekanin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin. Beide tragen das Siegel der Universität der
Künste Berlin. Zeugnisse sollen so rechtzeitig ausgefertigt werden, dass spätestens drei Monate nach der letzten Prüfung der Grad verliehen
werden kann, soweit nicht planmäßig noch weitere Studienleistungen ausstehen.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 37

(2) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supplement in
deutscher und englischer Sprachform verliehen, das nach national und international gebräuchlichen Standards der Einstufung und
Bewertung des Abschlusses dient.
§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen,
dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die
Studierenden das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.
(2) Die Masterprüfung besteht aus der benoteten studienabschließenden Modulprüfung (Modul 3). Modulprüfungen können sich aus
mehreren Teilprüfungen zusammensetzen.
(3) Der Studiengang kann insgesamt oder in einzelnen Semestern als Teilzeitstudium studiert werden, wenn bei dem bzw. der Studierenden
folgende Bedingungen gegeben sind:
 Berufstätigkeit
 Pflege und Erziehung eines Kindes im Alter von bis zu zehn Jahren
 Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes
 eine Behinderung, die ein Teilzeitstudium erforderlich macht
 eine bestehende Schwangerschaft
 die Wahrnehmung eines Mandats eines Organs der Universität der Künste Berlin, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks
Berlin
 sonstige schwerwiegende Gründe.
Das Teilzeitstudium ist rechtzeitig schriftlich und mit aussagekräftigen Belegen beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Der
Prüfungsausschuss entscheidet über die Gewährung, den Zeitraum und den Zeitanteil zum regulären Studium. Er legt gemeinsam mit dem
Antragsteller bzw. der Antragstellerin einen individuellen Studienplan für die Zeit des Teilzeitstudiums fest. Dabei ist zu beachten, dass die
Entwicklungsprozesse in den Jahrgangsgruppen des Studiengangs nicht beeinträchtigt werden
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 120 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul sind entsprechend dem Studienaufwand
Leistungspunkte zugeordnet. Leistungspunkte zum Nachweis bisheriger Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung
vergeben.
§ 7 Prüfungsausschuss
(1) Für den Studiengang ist der Prüfungsausschuss „Künstlerische Ausbildung“ zuständig. Seine Mitglieder und seine Stellvertreter bzw.
Stellvertreterinnen werden vom Fakultätsrat auf Vorschlag der in ihm vertretenen Gruppen gewählt. Der Prüfungsausschuss besteht aus
fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, eines der Gruppe der akademischen
Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der Studierenden angehören.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen einen Vorsitzenden oder eine
Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für das
studentische Mitglied beträgt die Amtszeit ein Jahr. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf
der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger bzw. Nachfolgerinnen gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.
(3) Der Prüfungsausschuss
 legt die Prüfungstermine fest,
 bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen und die Prüfungskommission,
 achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,
 entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen.
Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.
(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem Öffentlichen Dienst
angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des bzw. der Vorsitzenden oder des
Stellvertreters bzw. der Stellvertreterin. Die Stimmenmehrheit der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen muss gegeben sein. Der
Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
(1) Prüfungsberechtigt sind alle Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihres Fachgebietes und akademische Mitarbeiter
und akademische Mitarbeiterinnen, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin
darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
(2) Bei den studienbegleitenden Prüfungen ist in der Regel der Prüfer oder die Prüferin die für die Lehrveranstaltung verantwortliche
Lehrperson. Mündliche Prüfungen sind dabei in Gegenwart mindestens eines weiteren Prüfers bzw. einer weiteren Prüferin oder eines
sachkundigen Beisitzers bzw. einer sachkundigen Beisitzerin durchzuführen, die vom Prüfungsausschuss bestellt werden. Letztmögliche
Prüfungsversuche sind von mindestens zwei prüfungsberechtigten Personen abzunehmen.
(3) Der Prüfungsausschuss bestellt für die Prüfung des studienabschließenden Moduls 3 (Masterkonzert) eine Prüfungskommission. Die
Prüfungskommission hat fünf Mitglieder, von denen mindestens drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerin sind. Die Prüfungskommission
wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende aus dem Kreis der ihr angehörenden Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.
§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
(1) Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher
Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 38

vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und
dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten
Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.
(2) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Leistungen, die Erbringung von Leistungen, die Wiederholung von Leistungen, die
Gründe für das Versäumnis von Leistungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Leistungen betroffen sind, stehen der Krankheit
von Studierenden die Krankheit eines oder einer nahen Angehörigen und die dazu notwendige alleinige Betreuung durch den bzw. die
Studierende gleich. Nahe Angehörige sind Kinder, Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner. Gleiches gilt angelehnt an die Regelungen in
§§ 3 und 6 Mutterschutzgesetz für Schwangere und Wöchnerinnen. Der Prüfungsausschuss legt auf schriftlichen begründeten Antrag in
Absprache mit dem bzw. der Studierenden abweichende Fristen fest. Den Studierenden steht es dabei frei, diese abweichenden Fristen in
Anspruch zu nehmen.
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Masterprüfung abgeschlossen. Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das
Studium vorgesehenen Module bestanden sind.
(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.
(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Prüfung endgültig nicht
bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforderung einer oder mehrerer Prüfungen dieses Studiengangs entspricht, so kann das Studium
nicht fortgesetzt werden. Die Abschlussprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.
(4) Bewertungen von Prüfungsleistungen sind zu begründen. Die Bewertung schriftlicher Prüfungen muss schriftlich erfolgen.
(5) Gegen Prüfungsbewertungen können die Betroffenen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens Gegenvorstellung beim zuständigen
Prüfungsausschuss erheben.
(6) Eine fehlende Begründung gemäß Abs. 4 ist auf Verlangen unverzüglich nachzuholen. Nach Zugang der Begründung können die
Betroffenen Gegenvorstellungen beim Prüfungsausschuss gemäß Abs. 5 erheben.
(7) Die Gegenvorstellungen sind innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe des begründeten Prüfungsergebnisses zu erheben.
(8) Der Prüfungsausschuss ist für eine ordnungsgemäße Durchführung des Gegenvorstellungsverfahrens verantwortlich. Er leitet die
Gegenvorstellung den Prüfern oder Prüferinnen zu, gegen deren Entscheidung sich die Gegenvorstellung richtet. Der Prüfungsausschuss
teilt die Entscheidung der Prüfer oder Prüferinnen über die Gegenvorstellung den Betroffenen mit.
(9) Die Prüfer oder Prüferinnen entscheiden grundsätzlich innerhalb eines Monats über die Gegenvorstellungen. Dabei sind die betroffenen
Bewertungen und die für die Bewertung maßgeblichen Gründe zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung einschließlich der Benotung
ist schriftlich entsprechend Abs. 4 zu begründen.
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
(1) Für die Bewertung von Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Die Notenskala für die Modul- oder Abschlussnote lautet wie folgt:
Bei einem Durchschnitt
von 1,0 bis 1,5 = sehr gut
von 1,6 bis 2,5 = gut
von 2,6 bis 3,5 = befriedigend
von 3,6 bis 4,0 = ausreichend
ab 4,1 = nicht ausreichend
(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen
einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Modulprüfung aus mehreren
Teilprüfungen, so errechnet sich die Modulnote aus dem arithmetischen Mittel der nach den betreffenden Leistungspunkten gewichteten
Noten der Teilprüfungen.
(4) Neben der Notenskala nach Abs. 2 ist eine relative Note auf der Grundlage des ECTS Users’ Guide in der jeweils geltenden Fassung
auszuweisen. Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohorten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die
Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma
Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlusskohorte aufzunehmen.
(5) Nicht benotete Prüfungen werden mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
(6) Gruppenarbeiten dürfen nur zugelassen werden, wenn die Einzelleistungen der Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen
eindeutig abgrenzbar und bewertbar sind.
§ 12 Bildung der Abschlussnote
Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist der nach Leistungspunkten gewichtete Mittelwert der Noten aller benoteten
Modulprüfungen.
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
Meldet sich ein Studierender oder eine Studierende ohne triftigen Grund nicht in der Regelstudienzeit gemäß dem Studienplan zu einem
Modul an, so hat er bzw. sie die Pflicht zu einer Studienberatung.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 39

§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen


Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul ist gleichzeitig die Anmeldung zur Modulprüfung. Die Anmeldung erfolgt spätestens in der
zweiten Vorlesungswoche. Die Teilnahmevoraussetzungen werden in der Modulbeschreibung festgelegt. Die Teilnahme an einer
Studienleistung eines Moduls kann zur Voraussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung gemacht werden.
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrundeliegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig
bekanntgegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfungen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom
Prüfungsamt bescheinigt.
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
Eine nicht bestandene Prüfung kann nach frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, einmal wiederholt werden,
und zwar in der Regel vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin n icht zu, so
wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den Studienerfolg des
Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens bis zum Ende des auf die Prüfung folge nden
Semesters abgeschlossen sein. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen muss jede nicht bestandene Teilprüfung wiederholt werden.
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
(1) Die Anmeldung zur studienabschließenden Modulprüfung (Modul 3) erfolgt gegen Ende des dritten Semesters beim Prüfungsausschuss.
Bei der Anmeldung ist eine Zusammenstellung der erfolgreich abgeschlossenen Module gemäß Studienplan vorzulegen sowie eine
Erklärung darüber, ob der Antragsteller bzw. die Antragstellerin bereits eine Masterprüfung in demselben Studiengang an einer anderen
Hochschule endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(2) Über die Zulassung zur Masterprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung kann nur erfolgen, wenn alle geforderten
Unterlagen eingereicht wurden.
§ 18 Studienabschließende Prüfung
(1) Die studienabschließende Modulprüfung besteht aus zwei Teilen, namentlich
a) einer hochschulöffentlichen Repertoire-Prüfung. Die Prüfungskommission stellt aus dem gemeinsam mit der Anmeldung zur Prüfung
eingereichten Repertoire von zehn Kammermusik-Kompositionen ein etwa 60minütiges Programm für den Repertoire-Nachweis zusammen.
b) einem öffentlichen Konzert von etwa 90 Minuten Dauer. Das Programm kann vom Ensemble bestimmt werden, wobei die im Repertoire-
Nachweis gespielten Werke nicht wieder eingesetzt werden können.
Insgesamt sollen in den beiden Teilen der studienabschließenden Modulprüfung nicht weniger als sechs Kompositionen unterschiedlicher
historischer und stilistischer Provenienz zum Vortrag kommen. Zum Konzert ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen, die sowohl einen
dokumentarischen als auch einen analysierenden oder reflektierenden Schwerpunkt haben kann. Sie wird im Zusammenhang mit der
künstlerischen Leistung im Konzert bewertet.
(2) Für die Wiederholung der nicht bestandenen studienabschließenden Prüfung gilt § 16 entsprechend.
§ 19 Modulbeschreibung
(1) Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere:
 Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls,
 Lehr- und Lernformen,
 Teilnahmevoraussetzungen,
 Verwendbarkeit des Moduls,
 Prüfungen und Vorleistungen,
 Arbeitsaufwand und Leistungspunkte,
 Dauer der Module,
 Häufigkeit des Angebots.
(2) Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der
Qualitätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungsausschuss konkretisiert und ergänzt werden.
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
(1) Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen (innerhalb und außerhalb der
europäischen Region) oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin erbracht wurden, werden im Sinne des
Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich der europäischen Region (Lissabon-
Konvention; BGBl. 2007 II S. 712) angerechnet, soweit keine wesentlichen Unterschiede entgegenstehen. Hierbei ist kein schematischer
Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung ausschlaggebend. Für die Anrechnung von an ausländischen
Hochschulen erbrachten Leistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten
Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationen und -partnerschaften zu beachten. Im Übrigen kann
bei Zweifeln an der Vergleichbarkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Nicht bestandene Prüfungen sind
bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen. Über die Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.
Wird dem Antrag nicht entsprochen, ist dies schriftlich zu begründen.
(2) Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte
anzurechnen.
(3) Leistungen und Kompetenzen nach Abs. 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden.
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
(1) Eine Prüfung gilt als mit „nicht ausreichend“ bzw. „nicht bestanden“ bewertet, wenn der Kandidat oder die Kandidatin seinen
Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er bzw. sie nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung
zurücktritt.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 40

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt
und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit hat der Kandidat oder die Kandidatin ein ärztliches Attest und im Zweifelsfall nach
Aufforderung ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe an, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die
bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.
(3) Versucht ein Kandidat oder eine Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener
Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ bzw. „nicht bestanden“ bewertet. Dasselbe gilt, wenn der
Kandidat oder die Kandidatin bei einer Prüfungsleistung getäuscht hat und diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses
bekannt wird. Ein Kandidat oder eine Kandidatin, der oder die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen
Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin oder dem bzw. der Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden;
in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ bzw. „nicht bestanden“ bewertet. In schwerwiegenden
Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandidaten oder die Kandidatin von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(4) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer bestandenen Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat oder die Kandidatin
hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das
Bestehen dieser Prüfung geheilt. Hat der Kandidat oder die Kandidatin die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann der
Prüfungsausschuss die entsprechende Prüfung für nicht bestanden erklären.
(5) Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs. 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft
werden. Belastende Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
(1) Der Prüfungsausschuss ist befugt, die in dieser Prüfungsordnung aufgeführten personenbezogenen Daten für die Erfüllung ihm
zugewiesener Aufgaben im erforderlichen Umfang zu verarbeiten. Die Übermittlung ist nur aufgrund einer besonderen Rechtsvorschrift
zulässig. Der Prüfungsausschuss kann eine anonymisierte Geschäftsstatistik führen.
(2) Prüfungsunterlagen werden in Prüfungsakten geführt. Diese werden durch den Prüfungsausschuss oder in seinem Auftrag erstellt und
bearbeitet. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre aufzubewahren. Nicht schriftliche Prüfungsarbeiten, insbesondere künstlerische
Arbeiten, können in digitaler Form dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen in digitaler Form beträgt zwei
Jahre.
(3) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Prüfung wird dem Kandidaten oder der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist
Einsicht in seine oder ihre Prüfungsakte gewährt. Der Prüfungsausschuss bestimmt im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle der
Universität der Künste Ort und Zeit der Einsichtnahme.
§ 23 Prüfungsprotokoll
Über die Prüfung ist von den jeweiligen Prüfern oder Prüferinnen oder von einem Mitglied der Prüfungskommission ein Protokoll zu
fertigen, das von ihnen und von dem oder der Vorsitzenden der Prüfungskommission und vom Protokollführer oder der Protokollfü hrerin
unterzeichnet und der Prüfungsakte des Kandidaten oder der Kandidaten beigefügt wird. Es muss neben dem Namen des Kandidaten oder
der Kandidatin Angaben enthalten über
 Zeitpunkt und Ort der Prüfung,
 Namen der Prüfer oder Prüferinnen und des Protokollanten oder der Protokollantin,
 Prüfungsstoff und Prüfungsaufgaben,
 wesentlicher Verlauf und Dauer der Prüfung,
 besondere Vorkommnisse wie Unterbrechungen oder Täuschungsversuche.
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den konsekutiven Masterstudiengang „Kammermusik (nur für Ensembles)“ vom 9. Juni 2010
(UdK-Anzeiger 12/2010 vom 20. Oktober 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von drei Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 41

Anlage 1: Muster der Urkunde

Urkunde
[Herrn/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

wird aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des

konsekutiven Masterstudiengangs Kammermusik (nur für Ensembles)

der akademische Grad

Master of Music

verliehen.

Berlin, den [Datum]

[Der/Die Präsident/-in] [Der Dekan/Die Dekanin]


der Universität der Künste Berlin der Fakultät Musik
[Name P] [Name Dek.]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Urkunde M.Mus. Kammermusik (nur für Ensembles)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 42

Anlage 2: Muster des Zeugnisses

Zeugnis
[Herr/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

hat das Studium im

konsekutiven Masterstudiengang Kammermusik (nur für Ensembles)

mit der Gesamtnote [Gesamtnote]

bei [dem Hauptfachlehrer/der Hauptfachlehrerin] [Name Hauptfachlehrer/-in]

erfolgreich abgeschlossen.

Berlin, den [Datum]

[Der Dekan/Die Dekanin] [Der/Die] Vorsitzende


der Fakultät Musik des Prüfungsausschusses
[Name Dek.] [Name PA-Vors.]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Zeugnis M.Mus. Kammermusik (nur für Ensembles)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 43
Masterzeugnis von [Vorname Nachname]

Modul Leistungspunkte Note


1: Ensemble-Grundlagen 60 [Note]
2: Ensemble-Reife 30 unbenotet
3: Masterkonzert 30 [Note]
Summe und Gesamtnote 120 [Gesamtnote]

Die Leistungspunkte entsprechen dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS).

Programm der Abschlussprüfung:


[Programm]
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 44

Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

DIPLOMA SUPPLEMENT

Diese Diploma Supplement-Vorlage wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und UNESCO/CEPES entwickelt. Das
Diploma Supplement soll hinreichende Daten zur Verfügung stellen, die die internationale Transparenz und angemessene
akademische und berufliche Anerkennung von Qualifikationen (Urkunden, Zeugnisse, Abschlüsse, Zertifikate, etc.) verbessern. Das
Diploma Supplement beschreibt Eigenschaften, Stufe, Zusammenhang, Inhalte sowie Art des Abschlusses des Studiums, das von der
in der Originalurkunde bezeichneten Person erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Originalurkunde muss diesem Diploma Supplement
beigefügt werden. Das Diploma Supplement sollte frei sein von jeglichen Werturteilen, Äquivalenzaussagen oder Empfehlungen zur
Anerkennung. Es sollte Angaben in allen acht Abschnitten enthalten. Wenn keine Angaben gemacht werden, sollte dies durch eine
Begründung erläutert werden.

1. ANGABEN ZUM INHABER/ZUR INHABERIN DER QUALIFIKATION


1.1 Familienname / 1.2 Vorname
[Nachname, Vorname]
1.3 Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland
[Geburtsdatum]
1.4 Matrikelnummer oder Code des/der Studierenden
[Matrikelnummer]

2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION


2.1 Bezeichnung der Qualifikation (ausgeschrieben, abgekürzt)
Master of Music, M.Mus.
Bezeichnung des Titels (ausgeschrieben, abgekürzt)
s. 2.1
2.2 Hauptstudienfach oder –fächer für die Qualifikation
Kammermusik (nur für Ensembles)
2.3 Name der Einrichtung, die die Qualifikation verliehen hat
Universität der Künste Berlin, Fakultät 03 – Musik
Status (Typ/Trägerschaft)
staatlich
2.4 Name der Einrichtung, die den Studiengang durchgeführt hat
s. 2.3
Status (Typ/Trägerschaft)
s. 2.3
2.5 Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache(n)
deutsch

3. ANGABEN ZUR EBENE DER QUALIFIKATION


3.1 Ebene der Qualifikation
Master, weiterer berufsqualifizierender Abschluss
3.2 Dauer des Studiums (Regelstudienzeit)
2 Jahre, 120 Leistungspunkte
3.3 Zugangsvoraussetzung(en)
Es können sich nur bereits bestehende Ensembles als Ganzes zur Zulassung bewerben. Zugangsvoraussetzung sind u.a. die
Hochschulabschlüsse aller Ensemblemitglieder im Bachelorstudiengang „Orchesterinstrumente“ an der Universität der Künste Berlin
oder in einem gleichwertigen Studiengang einer anderen Hochschule sowie ihre besondere künstlerische Begabung. Die Zulassung zum
Studium erfolgt jeweils zum Winter- sowie zum Sommersemester. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren
regelt die Zulassungsordnung.

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 45

4. ANGABEN ZUM INHALT UND ZU DEN ERZIELTEN ERGEBNISSEN


4.1 Studienform
[Vollzeitstudium/Teilzeitstudium]
4.2 Anforderungen des Studiengangs/Qualifikationsprofil des Absolventen/der Absolventin
Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass die Studierenden befähigt sind, den Beruf des Kammermusikers oder der
Kammermusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen in hervorragender Weise auszuüben. Dabei soll der Nachweis eigenständiger
künstlerischer Tätigkeit auf höchstem Niveau und der Fähigkeit, verantwortlich im musikalischen Bereich arbeiten zu können, erbracht
werden.
4.3 Einzelheiten zum Studiengang
Module.
1: Ensemble-Grundlagen
2: Ensemble-Reife
3: Masterkonzert
4.4 Notensystem und Hinweise zur Vergabe von Noten
Notensystem:
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – ein Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
4.5 Gesamtnote
[Gesamtnote]

5. ANGABEN ZUM STATUS DER QUALIFIKATION


5.1 Zugang zu weiterführenden Studien
möglich
5.2 Beruflicher Status
Der Abschluss berechtigt zur Führung des akademischen Titels „Master of Music“, M.Mus.

6. WEITERE ANGABEN
6.1 Weitere Angaben
[weitere Angaben]
6.2 Informationsquellen für ergänzende Angaben
Einrichtung: www.udk-berlin.de

7. ZERTIFIZIERUNG
Dieses Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Originaldokumente:
- Urkunde über die Verleihung des Grades „Master of Music“ vom [Datum]
- Prüfungszeugnis vom [Datum]

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Offizieller Stempel/Siegel
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 46

1. Ordnung zur Änderung der Studienordnung für den Studiengang „Schauspiel“ an der Fakultät 04 - Darstellende
Kunst - an der Universität der Künste Berlin
vom 15. Juli 2014
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Fakultätsrat der Fakultät 04 – Darstellende Kunst – der Universität der Künste Berlin
am 15. Juli 2014 folgende Ordnung beschlossen:

Artikel I
Die Studienordnung für den Studiengang „Schauspiel“ vom 2. Juli 2013 (UdK-Anzeiger 10/2013 vom 11. November 2013) wird wie folgt
geändert:

Anlage 1 (Studienverlaufsplan) wird durch den beigefügten neuen Plan ersetzt.

Artikel II
Die Änderung zu Artikel I tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 47

Anlage 1: Studienplan
für den Studiengang "Schauspiel"

Lehrveranstaltungstitel Art SWS Anmerkungen


frei Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Σ
vert. 1 2 3 4 5 6 7 8
Spiel und Darstellung
Grundlagen I + II G 16,00 9,00 25,00
Szenestudium KG 9,00 16,00 9,00 34,00
internat. Workshop (Italien) G 5,50 5,50
Workshop Performance KG 2,00 2,00 fakultativ
Szenestudium (Selbststud. bat) SSt 8,00 8,00
Wahlrolle (Selbststudium) E 1,00 1,00
Exemplarisches Projekt G 18,00 18,00
Werkstatt Neue Stücke (Selbststudium bat) KG /E 5,50 5,50
Ensembleprojekt G 18,00 18,00
Theaterpraxis Prakti- 7,00 4,00 8,00 19,00
kum
Eigenarbeit (Selbststudium) KG/E 2,00 2,00 fakultativ
Rollenarbeit (neu) E 4,00 1,00 5,00
Wiederaufnahmen E 1,50 1,50
Szenische Ensemblearbeit G 2,00 2,00
Casting (Anja Dihrberg) E 0,75 0,75
Kameraarbeit (Workshop dffb) KG/E 4,00 4,00
Filmübungen (Workshop dffb) KG/E 4,00 4,00
Vorbereitung Absolventenvorspiel G 6,50 6,50
Körper und Bewegung
Bewegungs- u. Bewusstseinsbildung Grundlagen KG 3,50 3,50 7,00
I/II (Feldenkrais)
Bewegungs- u. Bewusstseinsbildung Aufbau I/II KG 2,00 2,00 4,00
(Tai Chi)
Tänzerische Techniken G 2,00 2,00 2,00 2,00 8,00
Gesellschaftstanz G 1,50 1,50 1,50 1,50 6,00
Spieltraining G 1,50 1,50 1,50 1,50 6,00
Stockkampf G 1,50 1,50 3,00
Akrobatik G 2,00 2,00 2,00 2,00 8,00
Afrodance (Vorlauf) G 4,00 4,00
Maske (Nachlauf) G 2,00 2,00
Workshoptechniken spezial (Biomechanik…) KG 2,00 2,00 fakultativ
Fechten KG 1,00 1,00 2,00
Fechten G 1,00 1,00 2,00
Projektbegleitung (Bewegung) G 4,00 4,00
Atem-Stimme-Sprechen-Singen
Sprecherziehung E 1,00 1,00 2,00 2,00 1,00 1,00 1,00 0,50 9,50
Sprecherziehung KG 1,00 1,00 2,00
Körper-Stimme G 1,00 1,00 1,00 1,00 4,00
Rhythmisch-Musikalische Grundausbildung KG 1,00 2,00 1,00 4,00
Sprechtheorie G 1,00 1,00
projektbezogener Sprechunterricht G 1,00 1,00 1,00 3,00
Stimmbildung E 1,00 1,00 1,00 1,00 4,00
Stimmbildung Rollenarbeit begleitend G 2,00 2,00 4,00
Verssprechen G 1,00 1,00
Chorsprechen G 1,00 1,00
Bühnenlied E 1,00 1,00 1,00 1,00 4,00
Bühnenlied G 2,00 3,00 5,00
Microfonpraxis G 1,00 1,00
Hörspielwerkstatt G 4,00 4,00
Künstlerisches Hörspiel G 4,50 4,50
Synchronsprechen KG 1,50 1,50 fakultativ
Theaterwissenschaft und Dramaturgie
Theorie und Geschichte des Theaters (V) G 3,00 3,00 3,00 3,00 12,00
Grundlagen des Studierens (S) G 1,50 1,50 1,50 1,50 6,00
Kulturtheorie G 2,00 2,00 2,00 2,00 8,00 fakultativ
Schauspieltheorie (S) G 2,00 2,00 4,00
Aufführungs- und Stückanalyse G 2,00 2,00 4,00
Stückelesen G 3,00 3,00 6,00
Dramaturgie Begleitung Szenestudium G 1,00 1,00 2,00 fakultativ
Dramaturgie Begleitung Exemplarisches Projekt G 2,00 2,00 fakultativ
Dramaturgie Begleitung Werkstatt Neue Stücke G 2,00 2,00
Berufskunde I/II G 1,00 1,00 2,00
Dramaturgie Begleitung Ensembleprojekt Bzw. KG 2,00 2,00
Theaterpraxis
Absolventencolloquium KG 1,00 1,00 2,00
Dramaturgie Begleitung Rollenarbeit KG 2,00 2,00
Vertragsrecht G 1,00 1,00
Studium Generale
Einführung Kulturwissenschaft V 2,00 2,00
interkulturelle Praxis und Theorie aus Lehrangebot 8,00 X X X X X X X 8,00 8 SWS frei verteilt vom 2.
des SG bis max. 8. Semester

Summe 8,00 39,00 50,00 51,50 59,00 44,50 35,00 28,25 23,00 338,25

Abkürzungen: E (Einzelunterricht), G (Gruppenunterricht), KG (Kleingruppenunterricht), S (Seminar), SSt (Selbststudium), V (Vorlesung)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 48

2. Ordnung zur Änderung der Studienordnung für den weiterbildenden Masterstudiengang „Kulturjournalismus“ am
Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) an der Universität der Künste Berlin
vom 17. Dezember 2014
Aufgrund von § 83 i. V. mit § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG)
in der Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Institutsrat des Zentralinstitutes für Weiterbildung (ZIW) der Universität der
Künste Berlin am 17. Dezember 2014 folgende Ordnung beschlossen:

Artikel I
Die Studienordnung für den weiterbildenden Masterstudiengang „Kulturjournalismus“ am ZIW der Universität der Künste Berlin vom
19. Dezember 2012 (UdK-Anzeiger 5/2013 vom 6. Mai 2013) in der Fassung der Änderungsordnung vom 12. Februar 2014 (UdK-Anzeiger
4/2014 vom 10. Juni 2014) wird wie folgt geändert:

Die Anlage 2 (Modulbeschreibungen) wird durch die hier beigefügten Anhänge ersetzt.

Artikel II
Die Änderung zu Artikel I tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.

Anlage 2 zur Studienordnung: Modulbeschreibungen

KULTURKOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 1 Kunst, Kultur und Ästhetik


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Die Studierenden wählen aus dem Lehrangebot des Studiengangs oder dem der Universität der Künste Berlin drei unterschiedliche
Seminarangebote aus den Fächern Ästhetik, Kulturgeschichte, Kulturtheorie, Kulturpolitik oder aus einzelnen Disziplinen wie der Kunst-, der
Musik- oder der Theaterwissenschaft. Eines der Seminare ist aus dem Bereich „Kulturtheorie“ zu wählen.

Qualifikationsziele
Die Studierenden vertiefen und erweitern ihre geschichtlichen und theoretischen Kenntnisse über allgemeine Themen der Kultur und Ästhetik,
über gegenwärtige Herausforderungen einzelner Disziplinen, über künstlerische Genres oder kulturpolitische Zusammenhänge. Die Studierenden
eignen sich notwendiges Hintergrundwissen zur ästhetischen Urteilsfindung an und lernen, Phänomene der Kultur und der Kunstproduktion
kritisch zu reflektieren.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Seminar 1 SE 2 3
Seminar 2 SE 2 3 Regelmäßige Teilnahme.
Seminar 3 SE 2 3
Summe: 6 9 Dauer des Moduls: 2-3 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Der erfolgreiche Abschluss von drei Seminaren mit je einer Prüfungsleistung nach 270 Stunden, davon ca.
Maßgabe der jeweiligen Lehrkraft bildet im Sinne einer Portfolioprüfung den 90 Stunden Präsenzunterricht
Modulabschluss. Die Konkretisierung der Prüfungsleistung erfolgt in der 180 Stunden Eigenarbeit
Lehrveranstaltungsankündigung.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: SE (Seminar)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 49

KULTURKOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 2 Aspekte der Kulturkritik


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Die Vorlesungsreihe umfasst in drei Semester-Zyklen Aspekte aller relevanten Kunst- und Kultursparten, orientiert an den Lehrinhalten der
Fakultäten der Universität der Künste Berlin:
I. Bildende Kunst, Fotografie, Design, Mode, Architektur
II. Klassische Musik, Musiktheater, Tanz, Popmusik
III. Literatur, Theater, Film, Kulturpolitik
Die Themenstellungen der Workshops schließen an die jeweilige Vorlesungsreihe eines Semesters an. Die „Aspekte der Kulturkritik“ werden
journalistisch reflektiert und vertieft. Die Studierenden verfassen Kritiken, Rezensionen und Kommentare.

Qualifikationsziele
Modulelement I Vorlesungen mit Colloquium:
Die Studierenden lernen, ihren kunst- und kulturtheoretischen Wissenshintergrund zu erweitern, den Umgang mit Fachtermini unterschiedlicher
künstlerischer Disziplinen zu beherrschen sowie aktuelle Entwicklungen und Phänomene im Kunst- und Kulturbereich zu erkennen, zu
beschreiben und zu beurteilen. Das Verständnis der Studierenden wird durch colloquiale Anteile in den Vorlesungen vertieft und sichergestellt.

Modulelement II Workshops: Die Studierenden analysieren Inhalte und Formen der Kunst- und Kulturkritik. Sie lernen, Themen medienorientiert
und unter Zeitdruck zu bearbeiten. Je Semester sind zwei unterschiedliche Workshops erfolgreich zu absolvieren.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Bildende Kunst, Fotografie, Design, Mode, Architektur VL / WP 4 3
Klassische Musik, Musiktheater, Tanz, Popmusik VL / WP 4 3 Regelmäßige Teilnahme.
Literatur, Theater, Film, Kulturpolitik VL / WP 4 3
Summe: 12 9 Dauer des Moduls: 3 Semester

Modulabschluss: unbenotet Arbeitsaufwand:


Der erfolgreiche Abschluss von drei Vorlesungsreihen und sechs Workshops mit je 270 Stunden, davon ca.
einer unbenoteten Studienleistung nach Maßgabe der jeweiligen Lehrkraft bildet im 180 Stunden Präsenzunterricht
Sinne einer Portfolioprüfung den Modulabschluss. Die Konkretisierung der 90 Stunden Eigenarbeit
Prüfungsleistung erfolgt in der Lehrveranstaltungsankündigung.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzungen: VL (Vorlesung); WP (Workshop)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 50

JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 3 Grundlagen des Journalismus


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Studienbegleitend über drei Semester werden die entsprechenden theoretischen und methodischen Grundlagen der Hauptformen journalistischer
Arbeit und Darstellung vermittelt und praktisch geübt.
I. Nachricht, Bericht, Recherche
II. Interview, Portrait
III. Kommentar, Glosse, Reportage

Qualifikationsziele
Die Studierenden erlernen, erproben und vertiefen den sicheren Umgang mit den Grundformen journalistischer Arbeitsweise und journalistischer
Darstellung. Sie entwickeln ein grundlegendes Verständnis für die einzelnen Genres. Die Studierenden werden befähigt, in der journalistischen
Arbeit eine verantwortungsvolle Haltung einzunehmen, angemessene Schreibstile zu finden, journalistisches Arbeiten zu organisieren und mit
Zeitdruck umzugehen.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Nachricht, Bericht, Recherche K 2 2
Interview, Portrait K 2 2 Regelmäßige Teilnahme.
Kommentar, Glosse, Reportage K 2 2
Summe: 6 6 Dauer des Moduls: 3 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Der erfolgreiche Abschluss von drei Kompaktkursen mit je einer Prüfungsleistung 180 Stunden, davon ca.
nach Maßgabe der jeweiligen Lehrkraft bildet im Sinne einer Portfolioprüfung den 90 Stunden Präsenzunterricht
Modulabschluss. Die Konkretisierung der Prüfungsleistung erfolgt in der 90 Stunden Eigenarbeit
Lehrveranstaltungsankündigung.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: K (Kompaktkurs)

JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 4 Printjournalismus
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Themenentwicklung, Recherche- und Schreibübungen, Textanalysen, Redigierübungen, Besuch von Pressekonferenzen, das Führen von
Interviews und Hintergrundgesprächen, Exkursionen in Medien- und Kulturbetriebe. Vertieft werden im Projekt sowie in begleitenden Übungen
Kreatives Schreiben, bildjournalistisches Arbeiten, blattmacherische und layouterische Praxis. Die journalistische Arbeit mündet in einer
gemeinsamen Publikation, in der Regel einer Zeitungsbeilage, und wird am Ende des Semesters präsentiert.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen in praxisbezogenen Projekten und begleitenden Übungen die notwendigen Fähigkeiten, um als
Kulturjournalist bzw. Kulturjournalistin im Bereich des Zeitungs- oder Magazinjournalismus als Redakteure bzw. Redakteurinnen oder als
Autoren bzw. Autorinnen zu arbeiten. Sie erweitern zudem ihre Kenntnisse über Fragen der Bild- und Layoutgestaltung.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Projekt Kulturjournalismus „Print“ PJ 4 5 Regelmäßige Teilnahme am Projekt
und an den begleitenden Übungen,
Übung „Print“ 1 WP 1 1
Mitarbeit an der gemeinsamen
Übung „Print“ 2 WP 1 1 Publikation.

Summe: 6 7 Dauer des Moduls: 1 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Benotete Modulprüfung: Journalistische Werkstücke im Projekt Kulturjournalismus 210 Stunden, davon ca.
„Print“ sowie Präsentation einer gemeinsamen Projektarbeit. 90 Stunden Präsenzunterricht
120 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzungen: PJ (Projekt); WP (Workshop)


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JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 5 Hörfunkjournalismus
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Einführung in die Grundlagen des Hörfunkjournalismus sowie in die journalistischen Darstellungsformen im Radio; im Projekt sowie mindestens
einer begleitenden Übung geht es um die Ideenentwicklung, Konzeption und Umsetzung von Beiträgen, den Umgang mit technischer
Ausrüstung, Interview- und Moderationstechniken, das Schreiben fürs Hören, das Sprechen im Hörfunk. Flankiert werden die Projektarbeit und
die Realisierung der Magazinsendungen durch ein individuelles Sprechtraining.
Die Projektgruppe produziert als Redaktionsteam monatlich ein einstündiges Kulturmagazin (WELLENREITER Kultur), das in Berlin-Brandenburg
gesendet wird. Die Arbeit wird am Ende des Semesters präsentiert.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen im praxisbezogenen Projekt die notwendigen Fähigkeiten, um als Kulturjournalist bzw.
Kulturjournalistin im Bereich des Hörfunkjournalismus als Redakteure bzw. Redakteurinnen oder als Autoren bzw. Autorinnen zu arbeiten. Die
Studierenden entwickeln ein vertieftes Bewusstsein für und einen professionellen Umgang mit der eigenen Stimme.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Regelmäßige Teilnahme,
Projekt Kulturjournalismus „Hörfunk“ PJ 4 5 Anfertigung von Hörfunkbeiträgen,
Mitwirkung an der Produktion und
WP/
Sprecherziehung 1 1 Präsentation der
Einzelunt.
Magazinsendungen, erfolgreiche
Übung „Hörfunk“ WP 1 1 Teilnahme an der Sprecherziehung
und einer vertiefenden Übung.
Summe: 6 7 Dauer des Moduls: 1 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Benotete Modulprüfung: Journalistische Werkstücke im Projekt Kulturjournalismus 210 Stunden, davon ca.
„Hörfunk“ sowie Präsentation der gemeinsamen Projektarbeit. 90 Stunden Präsenzunterricht
120 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzungen: PJ (Projekt); WP (Workshop)


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JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 6 Fernsehjournalismus
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Theoretische Grundlagen für die praktische fernseh- und videojournalistische Arbeit, Überblick über verschiedene Darstellungsmittel und -
formen, Einführung in die Erarbeitung und technische Realisierung von Filmen und Magazinbeiträgen. Im Projekt sowie in begleitenden Übungen
wird die fernsehjournalistische Arbeit trainiert: Ideenfindung und -entwicklung, Exposé und Treatment, Kameraarbeit und Montage, Texten,
Einsprechen und Moderation. Am Ende steht die gemeinsame Produktion eines qualitativ hochwertigen Kulturmagazins mit eigenen Beiträgen
bzw. einer Fernsehdokumentation oder -reportage.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen im praxisbezogenen Projekt die notwendigen Fähigkeiten, um als Kulturjournalist bzw.
Kulturjournalistin im Bereich des Fernsehjournalismus als Redakteure bzw. Redakteurinnen oder als Autoren bzw. Autorinnen zu arbeiten. Sie
beherrschen unterschiedliche Darstellungsmittel und -formen des Fernseh- und Videojournalismus. Sie besitzen vertiefte Kenntnisse und
Fähigkeiten, insbesondere kulturelle Themen fernseh- oder videojournalistisch umzusetzen und eigene hochwertige Beiträge zu produzieren.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Projekt Kulturjournalismus „Fernsehen/Video“ PJ 4 5 Regelmäßige Teilnahme am Projekt
und an den begleitenden Übungen,
Übung „Fernsehen/Video“ 1 WP 1 1
Mitarbeit am gemeinsamen
Übung „Fernsehen/Video“ 2 WP 1 1 Magazin/Film.

Summe: 6 7 Dauer des Moduls: 1 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Benotete Modulprüfung: Journalistische Werkstücke im Projekt Kulturjournalismus 210 Stunden, davon ca.
„Fernsehen/Video“ sowie Präsentation der gemeinsamen Projektarbeit. 90 Stunden Präsenzunterricht
120 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzungen: PJ (Projekt); WP (Workshop)

JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 7 Onlinejournalismus
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Theoretische Grundlagen für die praktische onlinejournalistische Arbeit, Einführung in crossmediale Vermittlungs- und Darstellungsformen,
grundlegende Kenntnisse über technische Möglichkeiten, Strategien und rechtliche Bedingungen für das Publizieren im Netz. Einübung in die
Arbeit mit Content Management Systemen. Redaktionelle Umsetzung kulturjournalistischer Arbeiten im Online-Magazin KULTUREN unter
www.kulturjournalismus.de (Projekt). Im Projekt sowie in mindestens einer begleitenden Übung werden die Arbeit an einem eigenen Blog, der
Umgang mit relevanter Software, multimediale Erzählweisen, Social-Media-Strategien usw. erlernt und vertieft.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen im praxisbezogenen Projekt die notwendigen Fähigkeiten, um als Kulturjournalist bzw.
Kulturjournalistin in Onlineredaktionen zu arbeiten und/oder selbstständig journalistisch im Netz zu publizieren. Sie beherrschen die
grundlegenden inhaltlichen Anforderungen sowie technischen Gestaltungsmöglichkeiten crossmedialer Umsetzung von Themen mit hoher
journalistischer Qualität.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Regelmäßige Teilnahme am
Projekt Kulturjournalismus „Online“ PJ 3 5
Projektseminar und an mindestens
einer begleitenden Übung; Mitarbeit
in der Redaktion des
Übung „Online“ WP 1 1
Onlinemagazins KULTUREN.

Summe: 4 6 Dauer des Moduls: 1 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Benotete Modulprüfung: Journalistische Werkstücke im Projekt Kulturjournalismus 180 Stunden, davon ca.
„Online“ sowie Präsentation der gemeinsamen Projektarbeit. 60 Stunden Präsenzunterricht
120 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzungen: PJ (Projekt); WP (Workshop)


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JOURNALISTISCHE KOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 8 Journalistische Formen und Sprache


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Die Studierenden wählen für die eigene journalistische Profilierung aus dem Lehrangebot des Studiengangs zwei unterschiedliche Seminare. Die
Veranstaltungen haben Werkstattcharakter, sind anwendungsorientiert oder mit Veröffentlichungen verbunden. Hier können unterschiedliche
journalistische Arbeitsfelder und -formen intensiver eingeübt werden: Magazinjournalismus, Themenseiten oder Blogs, das Hörfunk-Feature,
Video-Produktionen, Mobile Journalism usw.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen in praxis- und ergebnisorientierten Seminaren spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten in
unterschiedlichen Bereichen journalistischen Arbeitens. In der Regel wird die Arbeit in den Seminaren mit Veröffentlichungen verbunden.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Seminar 1 SE 2 3
Regelmäßige Teilnahme.
Seminar 2 SE 2 3
Summe: 4 6 Dauer des Moduls: 2 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Der erfolgreiche Abschluss von zwei Seminaren mit je einer Prüfungsleistung nach 180 Stunden, davon ca.
Maßgabe der jeweiligen Lehrkraft bildet im Sinne einer Portfolioprüfung den 60 Stunden Präsenzunterricht
Modulabschluss. Die Konkretisierung der Prüfungsleistung erfolgt in der 120 Stunden Eigenarbeit
Lehrveranstaltungsankündigung.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: SE (Seminar)

MEDIENKOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 9 Publizistik
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
In kompakten Kursen werden grundlegende publizistikwissenschaftliche Theorien und Forschungsmethoden, wesentliche Aspekte der
Mediengeschichte, des Mediensystems, der Medienorganisation, der Medienökonomie und des Medienrechts behandelt. Im Überblick werden
Mediengattungen und -formate sowie Erkenntnisse über deren Nutzung, Wirkung und Rezeption dargestellt und diskutiert. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf theoretischen Ansätzen und empirischen Erkenntnissen über die journalistische Profession, das journalistische Ethos sowie
über das Verhältnis von Journalismus und Public Relations.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben und vertiefen ihre Kenntnisse auf den wichtigsten Teilgebieten der Publizistikwissenschaft. Sie erwerben Kenntnisse
über Systeme und Strukturen der Massenmedien in deren gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhängen. Sie gewinnen
Einsicht in die Wirkungsweisen und Rezeptionsverhalten in der medialen Welt. Sie erweitern ihr Verständnis für das journalistische Berufsfeld.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Kursreihe I K 2 3
Kursreihe II K 2 3 Regelmäßige Teilnahme.
Kursreihe III K 2 3
Summe: 6 9 Dauer des Moduls: 2 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Schriftliche Prüfung nach Maßgabe des/der Modulverantwortlichen. 270 Stunden, davon ca.
90 Stunden Präsenzunterricht
180 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: K (Kompaktkurs)
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MEDIENKOMPETENZ Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 10 Medien: Theorie, Geschichte, Analyse


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Die Studierenden wählen aus dem Lehrangebot des Studiengangs oder dem der Universität der Künste Berlin drei unterschiedliche
medienwissenschaftliche Seminarangebote. Eines der Seminare ist aus dem Bereich medienwissenschaftlicher Methodik zu wählen.

Qualifikationsziele
Die Studierenden vertiefen und erweitern ihre geschichtlichen und theoretischen Kenntnisse sowie analytischen Fähigkeiten auf dem Feld der
massenmedialen Kommunikation. Die Studierenden eignen sich notwendiges Hintergrundwissen zur eigenen Urteilsfindung an.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Seminar 1 SE 2 3
Seminar 2 SE 2 3 Regelmäßige Teilnahme.
Seminar 3 SE 2 3
Summe: 6 9 Dauer des Moduls: 2 - 3 Semester

Modulabschluss: benotet Arbeitsaufwand:


Der erfolgreiche Abschluss von drei Seminaren mit je einer Prüfungsleistung nach 270 Stunden, davon ca.
Maßgabe der jeweiligen Lehrkraft bildet im Sinne einer Portfolioprüfung den 90 Stunden Präsenzunterricht
Modulabschluss. Die Konkretisierung der Prüfungsleistung erfolgt in der 180 Stunden Eigenarbeit
Lehrveranstaltungsankündigung.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: SE (Seminar)

ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 11 Soft Skills


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Auftritts- und Präsentationstraining: Rhetorik, Kommunikations- und Präsentationstechniken, Körpersprache, Stimmtraining,
Moderationstechnik.
Zudem wählen die Studierenden zwei weitere Veranstaltungen aus dem Lehrangebot des Studiengangs oder dem der UdK, die der Stärkung
überfachlicher Kompetenzen dienen – von wissenschaftlichen Arbeitstechniken über Aspekte des Zeitmanagements bis zu Fragen der
Selbstpositionierung auf dem Arbeitsmarkt oder der Vorbereitung auf eine freiberufliche Existenz.

Qualifikationsziele
Die Studierenden vertiefen allgemein ihre Schlüsselkompetenzen zur Vorbereitung auf den Berufsalltag als Kulturjournalist bzw.
Kulturjournalistin. Sie lernen Körpersprache und Stimme gezielt einzusetzen, Gesprächsrunden zu moderieren und Themenvorschläge
mediengerecht zu präsentieren. Sie vertiefen und reflektieren Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und/oder des Zeitmanagements. Sie
schärfen ihr individuelles berufliches Profil für den Arbeitsmarkt.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Lernform
Auftritts- und Präsentationstraining WP/Einzelunt. 2 3
Workshop 1 WP 1 1 Regelmäßige Teilnahme.
Workshop 2 WP 1 1
Summe: 4 5 Dauer des Moduls: 2 Semester

Modulabschluss: unbenotet Arbeitsaufwand:


Drei unbenotete Testate bilden im Sinne einer Portfolioprüfung den 150 Stunden, davon ca.
Modulabschluss. 60 Stunden Präsenzunterricht
90 Stunden Eigenarbeit

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: WP (Workshop)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 55

BERUFLICHE PRAXIS Voraussetzung für die Teilnahme: ./.

Modul 12 Praktika und Hospitanz


Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Die medienspezifischen Fertigkeiten, die insbesondere in den „Projekten Kulturjournalismus“ (Module 4-7) angeeignet wurden, wenden die
Studierenden in zwei Praxisphasen an. In der Regel absolvieren die Studierenden die Praxisphasen als frei wählbare Praktika in
Kulturredaktionen (Print, Hörfunk, Fernsehen, Online) oder in Presseabteilungen von Kulturinstitutionen.
Die Hospitanz versteht sich als eigenständige Praktikumsphase bei künstlerischen Projekten in verschiedenen Disziplinen an der Universität der
Künste Berlin bzw. bei anderen Kulturinstitutionen. Die Hospitanz stellt eine besondere Lernform dar, die sich durch teilnehmende Beobachtung
des künstlerischen Schaffensprozesses und durch intensive Begegnungen mit Künstlern und Künstlerinnen auszeichnet.

Qualifikationsziele
Die Studierenden erproben die erworbenen Fähigkeiten in der Praxis und bewähren sich als Kulturjournalisten bzw. -innen im beruflichen und
redaktionellen Alltag. Im Rahmen einer Hospitanz als eigenständiger Praktikumsphase entwickeln die Studierenden ein tieferes Verständnis für
den künstlerischen Schaffensprozess, sie schärfen ihren Blick für Qualität und erweitern so ihre Beurteilungsfähigkeit.
Fächer/ Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Modulelemente Lernform
Praktikum 1 P 6 Wochen 6 Bescheinigungen über das erfolgreiche Absolvieren der Praktika durch
den jeweiligen Praktikumsgeber mit Angaben über Tätigkeiten und
Praktikum 2 P 8 Wochen 8 Veröffentlichungen.
Eine Bescheinigung über das erfolgreiche Absolvieren einer
Hospitanz H 2 2 Hospitanz, die mit einer journalistischen Arbeit abgeschlossen wird.

Summe: 2 16 Dauer des Moduls: 2 - 3 Semester

Modulabschluss: unbenotet Arbeitsaufwand:


Erfolgreicher Abschluss von insgesamt 14 Wochen Praktikum und einer 480 Stunden, davon ca.
Hospitanz, unbenotetes Testat. 420 Stunden Praktika
60 Stunden Hospitanz

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: semesterlich

Abkürzung: P (Praktikum)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 56

STUDIENABSCHLIESSENDES MODUL Voraussetzung für die Teilnahme:


erfolgreicher Abschluss der Module 1-10
Modul 13 Masterarbeit
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte
Dieses Modul beinhaltet die eigenständige Erarbeitung der Masterthesis. Die Arbeit umfasst theoretisch-wissenschaftliche, gestalterisch-
journalistische sowie Präsentationsanteile.

Zum theoretisch-wissenschaftlichen Teil der Arbeit: Eine Themenstellung aus einem der Schwerpunktbereiche des Studiengangs (Kultur, Medien)
wird in der vorgegebenen Frist von vier Monaten bearbeitet, analysiert, dargestellt und diskutiert. Die wissenschaftliche Herangehensweise ist
abhängig vom Gegenstand entweder stärker kultur- oder stärker publizistikwissenschaftlich ausgerichtet. Die Arbeit umfasst 40 bis 60 Seiten.

Zum gestalterisch-journalistischen Teil der Arbeit: Innerhalb der Bearbeitungszeit wird zugleich ein journalistisches Werkstück erarbeitet. Dabei
handelt es sich um ein mit dem Thema der Masterthesis in Verbindung stehendes kulturjournalistisches Werk aus einem der Medienbereiche
Print (bspw. ein Zeitungsdossier oder eine Magazinstrecke), Hörfunk (bspw. ein Radio-Feature), Fernsehen (bspw. ein längerer Magazinbeitrag
oder eine TV-Dokumentation) oder Online (bspw. ein crossmedialer Blog).
Die schriftlichen Teile der Masterarbeit werden ergänzt durch ein Werktagebuch über den Entstehungsprozess, das nicht Gegenstand der
Bewertung ist.

Zum mündlichen Teil der Prüfung: In einer 45-minütigen Prüfung werden die schriftlichen Teile der Arbeit präsentiert (15 Minuten) und – unter
Einbeziehung der Gutachten – verteidigt. Dabei dokumentieren die Studierenden auch ihre Kompetenzen im sprecherischen Auftreten und in der
Moderation eines Sachzusammenhangs als Lernergebnis.

Zur Vorbereitung und Begleitung der Masterprüfung dient ein verpflichtendes, methodenorientiertes Colloquium über 1 SWS. Das Colloquium
reflektiert insbesondere wissenschaftlich-theoretische Aspekte der Masterthesis.

Qualifikationsziele
Mit der Masterarbeit stellen die Studierenden unter Beweis, dass sie ein selbst gewähltes Thema wissenschaftlich reflektieren und journalistisch
bearbeiten können. Bei der öffentlichen Präsentation stellen die Studierenden unter Beweis, dass sie ihre wissenschaftliche und journalistische
Arbeit darstellen und verteidigen können. Sie lernen ein Thema in einer kontroversen Situation durchzusetzen.
Fächer/Modulelemente Lehr- und SWS LP Voraussetzung für LP- Erläuterungen
Lernform Vergabe
Colloquium Colloquium 1 1 Regelmäßige und aktive
Teilnahme.
Schriftliche Masterarbeit: Eigenarbeit 4 Monate Masterarbeit
(1) Wissenschaftliche Thesis Bearbeitungszeit 10
(2) Journalistisches Werkstück 10
(3) Mündliche Präsentation/Verteidigung Eigenarbeit 3 Wochen 3 Präsentation
Vorbereitungszeit
Summe: 1 24 Dauer des Moduls: 1 Semester

Modulabschluss: benotet, s. auch § 18 Prüfungsordnung Arbeitsaufwand:


Die Prüfung besteht aus 720 Stunden, davon ca.
der schriftlichen Masterarbeit: 30 Stunden Kontaktzeit
(1) wissenschaftliche Bearbeitung und Reflektion eines Themas 690 Stunden Eigenarbeit
(2) journalistisches Werkstück
sowie aus
(3) der mündlichen Präsentation und Verteidigung.
Die Teilnoten der wissenschaftlichen Thesis, des journalistischen Werkstückes und der
mündlichen Prüfung werden im Verhältnis 40%/40%/20% gewichtet.

Verwendbarkeit: MA Kulturjournalismus Häufigkeit des Angebots: jährlich


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 57

Satzung zur Erhebung von Gebühren für die Teilnahme am weiterbildenden Masterstudiengang „Leadership in Digitaler
Kommunikation“ an der Universität der Künste Berlin
vom 17. Dezember 2014
Auf Grund von § 83 i. V. m. § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz - BerlHG)
in der Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat der Institutsrat des Zentralinstitutes für Weiterbildung am 17. Dezember 2014
folgende Satzung erlassen:

§1 Geltungsbereich und Zuständigkeit


§2 Höhe der Gebühren
§3 Zahlung, Rückzahlung, Studienabbruch
§4 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

§ 1 Geltungsbereich und Zuständigkeit


Die Universität der Künste Berlin erhebt für die Teilnahme am berufsbegleitenden Weiterbildungs- und Ergänzungsstudium Leadership in
Digitaler Kommunikation (Masterstudiengang) eine Gebühr. Die Höhe der Gebühren wird vom Präsidenten bzw. von der Präsidentin auf
Vorschlag des Institutsrats des Zentralinstituts für Weiterbildung festgelegt. Änderungen der Gebührenhöhe sind dem Akademischen Senat
der Universität der Künste Berlin zur Kenntnis zu geben.

§ 2 Höhe der Gebühren


(1) Die Gebühr beträgt pro Teilnehmer bzw. Teilnehmerin 1.500 EUR pro Modul (6 Wochen Dauer) bzw. 3.000 EUR (Masterthesismodul). Bei
einem Studienumfang von 10 Modulen plus einem Masterthesismodul sind 18.000 EUR für das gesamte Studium zu entrichten. Die Module
1-10 und das Masterthesismodul können einzeln gebucht und das Studium maximal auf sechs Semester verteilt werden. Der Studienumfang
und die Teilnahmegebühren bei Einzelbuchung bleiben gleich.
(2) Für die verbindliche Buchung und Vorausbezahlung sämtlicher Studienmodule wird abweichend von Absatz 1 eine Gebühr in Höhe von
15.000 EUR erhoben. Die gleiche Gebühr wird erhoben bei Buchung sämtlicher Studienmodule und dem Abschluss einer rechtsverbindlichen
Ratenzahlungsvereinbarung (siehe Anlage)* mit einer einmaligen Vorauszahlung von 3.000 EUR bei der Immatrikulation und monatlichen
Raten von je 500 EUR über einen Zeitraum von 24 Monaten per Dauerauftrag.
(3) In Fällen wirtschaftlicher Bedürftigkeit und bei Vorliegen besonderer sozialer Situationen einer Bewerberin oder eines Bewerbers kann die
Gebühr vom Leiter oder der Leiterin des Zentralinstituts für Weiterbildung auf Antrag ermäßigt werden.
(4) Immatrikulations- und Rückmeldegebühren, die Studentenschafts- und Studentenwerksbeiträge sowie alle sonstigen im Zusammenhang
mit der Immatrikulation und Rückmeldung anfallenden Gebühren, Beiträge und andere Entgelte (z.B. das Semesterticket) bleiben von dieser
Satzung unberührt und müssen nach den geltenden Regelungen der UdK Berlin ergänzend entrichtet werden.

§ 3 Zahlung, Rückzahlung, Studienabbruch


(1) Die Pflicht zur Zahlung der Gebühr entsteht mit der Immatrikulation auf der Grundlage eines Bescheides. Die Gebühr ist jeweils spätestens
zehn Werktage vor Beginn des jeweiligen Moduls zu entrichten. Die Zulassung zum Studium kann nur erfolgen, wenn den Bedingungen für
die Gebührenzahlung zugestimmt wird.
(2) Wird die Nichtaufnahme des Studiums spätestens zwei Wochen vor Beginn des Studiums angezeigt, kann in besonders begründeten
Fällen auf die Zahlung der Gebühren verzichtet werden. Bei Studienabbruch werden die Gebühren für das zum Zeitpunkt des Studienabbruchs
laufende Modul nicht erstattet; die Gebühren für folgende Module werden erlassen.
(3) Bei Buchungen nach § 2 Abs. 2 sind bei einem vorzeitigen Studienabbruch die Gebühren für das zum Zeitpunkt des Studienabbruchs
laufende Semester noch in voller Höhe zu entrichten; die Gebühren für folgende Semester werden erlassen. Buchungen nach § 2 Abs. 2 Satz
1 (vollständige Vorauszahlung) werden bei einem vorzeitigen Studienabbruch wie Buchungen nach § 2 Abs. 2 Satz 2 berechnet: Der
Studienabbrecher bzw. die Studienabbrecherin erhält die Differenz zwischen der getätigten Vorausbezahlung und der nach § 2 Abs. 2 Satz 2
fälligen Zahlung (Gebühren bis zum Ende des aktuellen Semesters) zum folgenden Semesterende erstattet.

§ 4 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Die Gebührensatzung für den weiterbildenden Masterstudiengang „Leadership in Digitaler Kommunikation“ tritt am Tag nach der
Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft und gilt für alle neu immatrikulierten Studierenden ab dem
Sommersemester 2015. Die bisherige Gebührensatzung vom 14. November 2007 (UdK-Anzeiger 8/2008 vom 17. Oktober 2008) tritt mit
Exmatrikulation des bzw. der letzten vor Inkrafttreten dieser Satzung immatrikulierten Studierenden außer Kraft.
*) nicht mit vervielfältigt
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 58

Korrektur der Ordnungen für den Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ (veröffentlicht im UdK-Anzeiger
08/2014 am 18. Dezember 2014)

Studienordnung für den Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ am Jazz-Institut Berlin


vom 4. Dezember 2013
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat die Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis der Universität der Künste
Berlin und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ am 4. Dezember 2013 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
§ 3 Studienbeginn
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
§ 5 Studienaufbau
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
§ 8 Studienabschluss
§ 9 Studienfachberatung
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Studienplan
Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Bachelorstudiengangs „Jazz (Vocal/Instrumental)“. Sie gilt in Verbindung mit der
Prüfungsordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der
Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
Das Studium bereitet die Studierenden auf eine Berufspraxis in dem Tätigkeitsfeld „Jazzmusiker bzw. „Jazzmusikerin (Vocal/Instrumental)“
vor. Das Studienziel ist die Entwicklung eines individuellen Künstlerprofils als Jazzmusiker oder Jazzmusikerin.
§ 3 Studienbeginn
Das Bachelorstudium beginnt jeweils zum Wintersemester.
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
Das Studium hat eine Regelstudienzeit von acht Semestern. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte (LP) und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind
entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.
§ 5 Studienaufbau
(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem
dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden
das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.
(2) Die einzelnen Module sind im Studienplan aufgeführt, der Anlage zu dieser Ordnung ist. Ihr Inhalt wird in den Modulbeschreibungen
erläutert, die ebenfalls Anlage zu dieser Ordnung sind.
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
Folgende Lehrveranstaltungsformen können angeboten werden:
 Künstlerischer Einzelunterricht (E): Im künstlerischen Einzelunterricht geht es um die Vermittlung musikalischer und musikalisch-
technischer Kompetenzen.
 Künstlerischer Gruppenunterricht (G): Der künstlerische Gruppenunterricht dient der Vermittlung musikalischer und musikalisch-
technischer Kompetenzen.
 Vorlesung (V): Vorlesungen sind Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden in der Regel anhand breiter Themenstellungen zur
Systematik des Faches hingeführt werden.
 Seminar (S): Ein Seminar ist in der Regel eine Lehrveranstaltung, in der die Studierenden anhand einer begrenzten Thematik in die
wissenschaftlichen und fachlichen Problemstellungen und in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt werden.
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
(1) Leistungsnachweise zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung vergeben.
(2) Die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen wird durch die Vergabe von Leistungspunkten nachgewiesen. Die Vergabe der
Leistungspunkte ist an die dem Modul entsprechenden Lehrveranstaltungsnachweise (Testate) bzw. Prüfungsleistungen gekoppelt, wie sie
in der Prüfungsordnung festgelegt sind.
(3) Für das Modul „Studium Generale“ werden Leistungspunkte nur vergeben, wenn nicht mehr als 20 % der Veranstaltungen versäumt
werden.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 59

§ 8 Studienabschluss
Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwendigen Module erfolgreich absolviert worden sind.
§ 9 Studienfachberatung
(1) Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie mindestens eine studentische Hilfskraft
einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen
Studienplanung einschließlich Planung von Auslandaufenthalten ohne Zeitverlust im Studium. Im dritten Semester wird eine
Studienverlaufsberatung angeboten. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben
aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen. Außerdem führt das Jazz Institut Berlin eine Orientierungseinheit für Studienanfänger und
Studienanfängerinnen durch.
(2) Weitere Beratungsgespräche finden auf Wunsch der Studierenden oder auf Veranlassung der Lehrkräfte statt.
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Studienordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung sowohl im Anzeiger der Universität der Künste Berlin als auch im
Amtlichen Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Studienordnung für den Bachelorstudiengang „Bachelor of Music (Jazz)“ vom 16. November 2004 in der Fassung
vom 1. Juli 2009 (UdK-Anzeiger 2/2010 vom 25. Januar 2010 und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“
Nr. 143/2010 vom 25. Januar 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von sechs Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 60

Anlage 1: Studienplan
für den Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“
# Modul LV SWS Min/ Leistungspunkte (LP) je Sem. ∑ Modul- ∑ LP je
Woche 1 2 3 4 5 6 7 8 LP abschluss Modul
1 Künstlerisches Hauptfach I a) E 1,5 90 8 8 16 44
incl. Repertoire E 0,5 30
Künstlerisches Hauptfach I b) E 1 60 6 6 12
Prüfung im 4. Sem.
incl. Repertoire E 0,5 30
Ensemble und Improvisation I, G5 2 120 4 4 4 4 16
zugehörig zu HF I
2 Künstlerisches Hauptfach II E 1 60 6 6 12 28
Ensemble und Improvisation II , G5 2 120 4 4 8
Repertoireprüfung
zugehörig zu HF II
im 6. Sem.
Jazzrepertoireensemble, zugehörig G 10 1,5 90 4 4 8
zu HF II
3 Künstlerisches Hauptfach III E 1 60 6 9 15 27
(incl. Bachelorkonzert)
Bachelorkonzert im
Ensemble und Improvisation III, G5 2 120 4 4 8
8. Sem.
zugehörig zu HF III
Ensemble, zugehörig zu HF III G4 2 120 4 4
4 Künstlerische Nebenfächer 34
Pflichtfach Klavier E 0,75 45 3 3 3 3 12 Prüfung im 4. Sem.
Beifach E 0,75 45 3 3 4 4 14 Prüfung im 6. und
8. Sem.
Rhythmustraining G 10 1 60 4 4 8 erfolgreiche TN
(benotet)
5 Musiktheorie/-wissenschaft 43
Klassische Theorie/Musikgeschichte G5 1,5 90 3 3 3 3 12 Prüfung im 2. und
4. Sem.
Jazzgeschichte S 10 2 120 4 4 8 erfolgreiche TN
(benotet)
Jazztheorie G5 1 60 3 3 3 3 12 Prüfung im 4. Sem.
Basic Composition G 20 2 120 3 3 erfolgreiche TN
(unbenotet)
Arrangement/Komposition G 10 2 120 4 4 8 Prüfung im 7. Sem.
Hörtraining 18
6 Hörtraining I G5 1 60 3 3 3 3 12 Prüfung im 4. Sem.
Hörtraining II G5 1 60 3 3 6 Prüfung im 6. Sem.
7 Ergänzungsfächer 12
Ergänzungsfächer A nur für Studienprofil Vocal
erfolgreiche TN
Phoniatrik (Stimmphysiologie) V/Grg. 3 1,5 90 2 2 4
(unbenotet)
Stimmbildung E 0,5 30 4 4 8
Ergänzungsfach B nur für Studienprofil Instrumental
Großes Ensemble/Big Band und G 18 3 180 6 6 12 internes Vorspiel
Satzprobe (unbenotet)
8 Musikbusiness S 10 1 60 4 4 erfolgreiche TN 12
(unbenotet)
Musikproduktion G5 1,5 90 4 4 8 erfolgreiche TN
(Computer + Studio) (unbenotet)
9 Neben- und Wahlfach 12
Präsentation G 10 2 120 4 4
Physioprophylaxe G 10 1 60 2 2 erfolgreiche TN
Wahlfach (Schwerpunkt Music- G 10 2 120 3 3 6 (unbenotet)
Technologie; Schwerpunkt
Instrumentalausbildung)
10 Studium Generale
Studium Generale A V/S/G 2 2 2 2 2 1 1 10 [10]
Einführung in die (1.-2. 2 2
Kulturwissenschaften Sem. 2 LP)
Kulturwissenschaftliche Studien (1.-6. Sem. 2-4 LP) 2-4 2(4)
Interdisziplinäre künstlerische Praxis (1.-6. Sem. 4-6 LP) 4-6 4(6)
und Theorie
erfolgreiche TN
Studium Generale B V/S/G 2 2 2 2 2 1 1 10 (unbenotet) [10]
Einführung in die (1.-2. 2 2
Kulturwissenschaften Sem. 2 LP)
Interkulturelles Mentoring, (1.-6. Sem. 4 LP) 4 4
angerechnet als
kulturwissenschaftliche Leistung
Interdisziplinäre künstlerische Praxis (1.-6. Sem. 4 LP) 4 4
und Theorie
Σ 28 33 28 31 31 32 28 29 240 240

grau unterlegt: im Studienablauf zeitlich variabel; Abkürzungen: LP (Leistungspunkt/-e), LV (Lehrveranstaltung), E (Einzelunterricht), G (Gruppenunterricht/-größe),
S (Seminar), V (Vorlesung), TN (Teilnahme), Sem. (Semester)
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Anlage 2: Modulbeschreibungen
für den Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“

Modul 7 A nur für Studienprofil „Vocal“


Modul 7 B nur für Studienprofil „Instrumental“

Modul 1: Künstlerisches Hauptfach I Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Das künstlerische Hauptfach ist eines der Kernstücke der Ausbildung. In Zusammenarbeit mit einem Lehrer oder einer Lehrerin entwickeln
die Studierenden auf Grundlage ihrer Vorkenntnisse das praktische Verständnis der Sprache des Jazz. Das Erarbeiten eines Repertoires steht
hierbei im Vordergrund. Der Unterricht im instrumentalen Hauptfach dient der Erweiterung der interpretatorischen und
instrumentaltechnischen Kompetenzen. Eine zunehmend selbstständige Erarbeitung eines stilistisch vielfältigen Repertoires sowie die
Erweiterung und Vertiefung der künstlerisch interpretatorischen Fähigkeiten und instrumentaltechnischen Kompetenzen stehen im
Vordergrund. Zu den Inhalten dieses Modulelements zählen darüber hinaus Übungen im „Vom-Blatt-Spiel“ und Transkriptionsübungen.
Das Ensemblespiel ist das Modulelement, das die meiste Vernetzung mit dem Hauptfach, den Beifächern sowie den Theoriefächern
aufweist. Sinn des Ensemblespiels ist, das Erlernte in einer realen Spielsituation anwenden zu können. Das Modulelement befasst sich mit
den Grundlagen des Jazzensemblespiel mit den Schwerpunkten Rhythmusgruppenspiel, Erlernen von Jazzrepertoire, verschiedene
Stilistiken, Improvisation und musikalische Kommunikation sowie formale Gestaltung eines Jazzthemas und einer Jazzimprovisation. Ziel
des Modulelements ist, dass die Studierenden die Grundlagen des Jazz und seiner Sprache in den Grundzügen beherrschen und im
Ensemblespiel realisieren können. Der oder die Studierende soll befähigt werden, mit einem eigenen Ensemble eine kleine musikalische
Performance zu realisieren. Er oder sie wird befähigt, eine gute Themenauswahl zu treffen, kleine "Headarrangements" zu entwickeln,
stilistisch sicher auch in jazzverwandten Musikrichtungen zu interpretieren, eine Rhythmusgruppe anzuleiten sowie seine oder ihre
Improvisationen und die der Mitspieler und Mitspielerinnen einem gesamtmusikalischen Konzept unterzuordnen, wozu an bestimmten
Ausbildungsabschnitten auch das Erstellen von Studio- und Live-/Aufnahmen gehört.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Künstlerisches Hauptfach I a) E 1,5 16 Regelmäßiges Üben, Teilnahme am Unterricht, 1. und 2. Semester
incl. Repertoire 0,5 Feststellbare Entwicklung am Instrument
Künstlerisches Hauptfach I b) E 1 12 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate, 3. und 4. Semester
incl. Repertoire 0,5 internes Vorspiel, Semesterkonzert oder/und
Studioaufnahme
Ensemble und Improvisation I, G5 2 16 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate, 1. bis 4. Semester.
zugehörig zu HF I internes Vorspiel Das Modulelement
kann in Form von
Blockveranstaltungen
stattfinden.
Leistungspunkte insgesamt: 44 Dauer des Moduls: 4 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 1.320 Stunden
Prüfung im vierten Modulsemester: davon 82,5 Stunden Präsenzunterricht
- Konzert von ca. 25 Minuten, in dem solistische u. improvisatorische Aufgaben enthalten
sind
- Nachweis über die auswendige Beherrschung von 20 Repertoiretiteln
- Vortrag einer selbsterstellten Transkription, Blattlesen
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
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Modul 2: Künstlerisches Hauptfach II Teilnahmevoraussetzungen: bestandenes Modul 1


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Im künstlerischen Hauptfach II wird die Arbeit an der Entwicklung einer eigenen musikalischen Ausdrucksform und deren Anwendung im
Jazz-typischen Repertoire fortgeführt. Die selbstständige Erarbeitung eines stilistisch vielfältigen Repertoires sowie die Erweiterung und
Vertiefung der künstlerisch interpretatorischen Fähigkeiten und instrumentaltechnischen Kompetenzen stehen im Vordergrund und werden
in hohem Maße vorausgesetzt. Die Entwicklung der Fähigkeit der Studierenden zu selbständiger künstlerischer Arbeit ist übergeordnetes
Ziel.
Das Modulelement Ensemble und Improvisation bereitet Studierende auf die künstlerische Abschlussprüfung im Hauptfach vor. Sinn des
Modulelements ist, dass die Studierenden im Unterricht selbständig die Initiative ergreifen und in Zusammenarbeit mit den Dozenten und
Dozentinnen Musik gestalten, wozu an bestimmten Ausbildungsabschnitten auch das Erstellen von Studio- und Live-/Aufnahmen gehört.
Auswahl der Themen, Erarbeiten der Kompositionen und der Arrangements sowie die Richtungsgebung in der Improvisation und
Interpretation sind dabei grundlegende Bestandteile der Arbeit. Ziel des Modulelements ist es, die Selbständigkeit des oder der
Studierenden zu entwickeln um ein Ensemble in seinem bzw. ihrem künstlerischen Sinne zu leiten.
Das Jazzrepertoireensemble dient dem Zweck, den im Hauptfach erlernten Umgang mit beispielhaften Themen der Sprache des Jazz
interaktiv mit anderen Musikern und Musikerinnen zu üben. Ausgehend von einem Thema wird spontan Musik gestaltet. Die Schwerpunkte
liegen auf kleinen „Headarrangements“, Improvisation, Kommunikation und Interaktion sowie dramaturgischer Gestaltung der Musik. Ziel
des Modulelements ist, die Studierenden auf ihre Repertoireprüfung mit einem Ensemble vorzubereiten.
Der oder die Studierende soll die Möglichkeit erhalten, seine bzw. ihre Musikerpersönlichkeit zu entwickeln. Jazzrepertoire und
anspruchsvolle Jazzkompositionen sollen in einer eigenständigen Weise interpretiert werden. Der oder die Studierende ist aufgefordert,
eigene Stücke und Arrangements aus dem Jazzrepertoire in Zusammenarbeit mit den Dozenten und Dozentinnen im Ensemble zu
realisieren.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Künstlerisches Hauptfach II E 1 12 Regelmäßiges Üben, Teilnahme am Unterricht, 5. + 6. Semester
feststellbare Entwicklung am Instrument,
Testate, Repertoireprüfung im 6. Semester
Ensemble und G5 2 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, 5. + 6. Semester.
Improvisation II, zugehörig Testate, internes Vorspiel, Semesterkonzert Das Modulelement kann in Form
zu HF II oder/und Studioaufnahme von Blockveranstaltungen
stattfinden.
Jazzrepertoireensemble, G 10 1,5 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, 5. + 6. Semester
zugehörig zu HF II Testate, internes Vorspiel Das Modulelement kann in Form
von Blockveranstaltungen
stattfinden.
Leistungspunkte insgesamt: 28 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 840 Stunden
Repertoireprüfung im 2. Modulsemester, hochschulöffentliche Prüfung von ca. 45 Minuten davon 67,5 Stunden Präsenzunterricht
Dauer:
a) Nachweis über die auswendige Beherrschung von 35 Repertoiretiteln
b) Vortrag einer selbst erstellten Transkription
c) Pflichtstück; Vorbereitungszeit: eine Stunde
d) Blattlesen
Der Kandidat/die Kandidatin bestreitet die Prüfung mit eigenem Ensemble. Die
Repertoireliste muss mit der Prüfungsanmeldung eingereicht und vom Prüfungsausschuss
genehmigt werden.
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
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Modul 3: Künstlerisches Hauptfach III Teilnahmevoraussetzungen: bestandenes Modul 2


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Im künstlerischen Hauptfach III erfolgt das Erarbeiten einer Performance, die den künstlerischen und instrumental-technischen Zielen des
Studiums des Hauptfachs entspricht. Im Vordergrund steht hierbei die Entwicklung der eigenen künstlerischen Integrität in ständiger
Reflexion des bisher Erarbeiteten.
Das Modulelement Ensemble und Improvisation bereitet Studierende auf die künstlerische Abschlussprüfung im Hauptfach vor. Sinn des
Modulelements ist, dass die Studierenden im Unterricht selbständig die Initiative ergreifen und in Zusammenarbeit mit den Dozenten und
Dozentinnen Musik gestalten, wozu an bestimmten Ausbildungsabschnitten auch das Erstellen von Studio- und Live-/Aufnahmen gehört.
Auswahl der Themen, Erarbeiten der Kompositionen und der Arrangements sowie die Richtungsgebung in der Improvisation und
Interpretation sind dabei grundlegende Bestandteile der Arbeit. Ziel des Modulelements ist es, die Selbständigkeit des oder der
Studierenden zu entwickeln um ein Ensemble in seinem bzw. ihrem künstlerischen Sinne zu leiten.
Das Ensemble hat das Ziel, die Studierenden in die Rolle des "Bandleaders" zu versetzen, in dem sie ein Ensemble bilden, bei dem sie die
volle musikalische und leitende Verantwortung übernehmen. Eigene musikalische Vorstellungen können umgesetzt werden. Dieser Prozess
wird von einem/einer Ensemble-Lehrenden begleitet, der oder die aufgrund langjähriger Erfahrungen in der Lage ist, wichtige Anregungen
zu geben, die eine Vielzahl von Bereichen abdecken: Improvisationsstrategien, die Interpretation von eigenen und Fremdkompositionen;
Zusammenspiel, die Verbesserung des Gruppenklangergebnisses und stilistische Entscheidungen. Das Modulelement integriert die
Erfahrungen des oder der Studierenden aus dem instrumentalen Hauptfach, dem Bereich Theorie und den Beifächern. Ziel des
Modulelements ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, in der künstlerischen Abschlussprüfung ihres Hauptfaches ihre Musik mit
ihrem Ensemble optimal klingen zu lassen.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Künstlerisches Hauptfach III E 1 15 Regelmäßiges Üben, Teilnahme am Unterricht, 7. + 8. Semester
(incl. Bachelorkonzert) feststellbare Entwicklung am Instrument, Testate
Ensemble und Improvisation G5 2 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate, 7. + 8. Semester
III, zugehörig zu HF III internes Vorspiel, Semesterkonzert oder/und
Studioaufnahme
Ensemble, zugehörig zu HF G4 2 4 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate, 8. Semester
III internes Vorspiel
Leistungspunkte insgesamt: 27 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 810 Stunden
Bachelorkonzert im 2. Modulsemester: davon 75 Stunden Präsenzunterricht
Öffentliches Konzert von ca. 45 Minuten Dauer, dessen Programm von dem
Kandidaten/der Kandidatin ausgewählt und bestimmt wird. Improvisation ist ein wichtiger
Bestandteil des Konzerts.
Zum Konzert sind der Prüfungskommission vorzulegen:
1. eine ausführliche schriftliche Konzertinformation
2. die Kompositionen und Arrangements des Kandidaten/der Kandidatin in jazzüblicher
Notation.
Die Prüfungskommission benotet das Bachelorkonzert unter Einschluss der Leistungen aus
den schriftlichen Anteilen.
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 64

Modul 4: Künstlerische Nebenfächer Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Durch den Unterricht im Pflichtfach „Jazz-Klavier“ erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden vier
Kerninhalten: 1. instrumentale Technik, 2. grundlegende Elemente des Jazzpianospiels (Akkorde, Skalen, Begleitformen, Satztechniken,
etc.), 3. „Klassische“ Klavierliteratur und 4. Vom-Blatt-Spiel.
Studierende erlernen die grundlegenden Techniken des Jazz-Klaviers für das Zusammenspiel mit einer Rhythmusgruppe und das Spiel
einfacher Jazzimprovisationen. Zusätzlich dazu soll das Erlernen von einfachen Werken der klassischen Klavierliteratur die Fähigkeiten in
Bezug auf Tongestaltung, Dynamik und die Umsetzung von ausgeschriebenen Klaviersätzen ermöglichen. In diesem Modulelement sollen
die Studierenden, die ein Harmonieinstrument spielen, lernen, mit diesem – in einem Ensemble oder im Einzelunterricht –, rhythmisch,
harmonisch und melodisch im Zusammenspiel mit anderen zu kommunizieren.
Studierende mit Hauptfach „Jazz-Klavier“ erhalten – anstatt Pflichtfach „Jazz-Klavier“ – Unterricht in „klassischem“ Klavier, alle anderen
Studierenden erhalten Unterricht in „Jazz-Klavier“.
Sinn des Studiums klassischer Klavierwerke ist es, die Studierenden mit verschiedenen Satztechniken und musikalischen Formen vertraut zu
machen, um so die klaviertechnischen Grundlagen für das Fach Arrangement – Komposition zu schaffen. Das Studium verschiedener
klassischer Klavierwerke soll die Möglichkeit bieten, die Geschichte des Instrumentes und verschiedene Interpretationsansätze in der Praxis
kennen zu lernen. Das Studium anspruchsvoller klassischer Klavierliteratur soll zudem die technischen Fähigkeiten am Instrument, sowie die
des Vom-Blatt-Spiels fördern. Sinn des Modulelements ist, dass Studierende des Hauptfaches Jazz mit den klanggestaltenden Möglichkeiten
der Klassik musizieren können und ausnotierte Klaviersätze schnell musikalisch umsetzten können.
Durch das Belegen des Modulelements „Beifach“ soll Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, ein oder zwei weitere Instrumente
und deren technische Grundlagen zu erlernen. Es handelt sich dabei um ergänzenden Unterricht zum Hauptfach (z.B. Satzinstrument in Big
Band/Perkussion/Keyboard und evtl. Präsentation) oder Unterricht am Instrument oder Stimme (nicht für Sänger/innen). Bei der Wahl des
Beifachs kann der Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin Empfehlungen aussprechen, die Festlegung trifft der künstlerische Direktor
bzw. die künstlerische Direktorin. Sinn des Beifachs ist, entsprechenden Anforderungen des Arbeitsmarktes für bestimmte
Instrumentengruppen (z.B. Bläsern mit Zweitinstrument in Big Bands) gerecht zu werden und durch das Erlernen eines weiteren
Instrumentes weitere Funktionen des Instrumentspiels in einem Ensemble kennen und spielen zu lernen.
Ziel des Modulelements „Rhythmustraining“ ist der kreative Umgang mit Zeit und Raum, Puls und Rhythmus (Time and Space) als
dramaturgische Gestaltungsmittel. Die Studierenden erlernen die Arbeit mit dem „Puls“ als Basis für rhythmische Bewegung. Das Erlernen
rhythmischer Motive mit dem Element der Pause dient der Festigung der rhythmischen Ausdrucksweise. Die Studierenden erlernen
differenziert zu phrasieren und die rhythmischen Motive zum „grooven“ zu bringen. Aufbauend wird mit Polyrhythmik und ungeraden
Metren gearbeitet. Anhand der rhythmischen Analyse von Hörbeispielen verschiedener Musikstile werden die Studierenden befähigt, sich in
verschiedenen Musikstilen rhythmisch auszudrücken. Darüber hinaus ist das Ziel des Modulelements, den Studierenden die Fähigkeit zu
geben, in der rhythmisch komplexen Welt des Jazz und verwandter Musikstile ohne Vorbehalte spielen zu können, sowie auf dieser Ebene
differenziert kommunizieren zu können.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Pflichtfach/Hauptfach E 0,75 12 Regelmäßiges Üben, Teilnahme am 1. – 4. Semester
Klavier Unterricht, Testate
Beifach E 0,75 14 Regelmäßiges Üben, Teilnahme am Frei wählbar im Studienverlauf;
Unterricht, Testate (Vorschlag: 5. - 8. Semester).
Für die Wahl des Instruments werden
Empfehlungen ausgesprochen; die
Festlegung erfolgt durch den/die
künstlerische/n Direktor/in.
Rhythmustraining G 10 1 8 Teilnahme am Unterricht, Testate 1. + 2. Semester
Leistungspunkte insgesamt: 34 Dauer des Moduls: 4 Semester
Modulabschluss: 3 Prüfungsteile (benotet) Arbeitsaufwand: insgesamt 1020 Stunden
Die Modulabschlussprüfung findet im 4. Modulsemester statt. davon 37,5 Stunden Präsenzunterricht
Für Studierende mit Hauptfach „Jazz-Klavier“
1. a) Klavier-Pflichtfachprüfung von ca. 30 Minuten Dauer:
 ein Werk aus dem Bereich der klassischen Klavierliteratur
 ein leichtes bis mittelschweres Jazzstück (Melodiearr., mit Improvisationsteil)
 eine eigenständige, abwechslungsreiche Klavierbegleitung eines Jazzstücks mit
Ensemble oder einem/einer Duopartner/in
 spielpraktische Kenntnisse von Skalen und Akkorden
 Vom-Blatt-Spiel.
Für Studierende mit Hauptfach „Klavier“
1. b) Klavier-Pflichtfachprüfung von ca. 15 Minuten Dauer:
Vortrag stilistisch unterschiedlicher Werke aus dem „klassischen“ Repertoire

2. Beifachprüfung
 am Ende des 2.Modulsemesters von ca. 15 Minuten Dauer:
Die Auswahl des Programms erfolgt in Absprache mit dem Dozenten oder der Dozentin
des Beifachs
 am Ende des 4.Modulsemesters von ca. 15 Minuten Dauer:
Die Auswahl des Programms erfolgt in Absprache mit dem/der Lehrenden des Beifachs
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 65

Modul 5: Musiktheorie/-wissenschaft Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Ziel des Modulelements „Klassische Theorie/Musikgeschichte“ ist es, angehenden Jazzmusikern und Jazzmusikerinnen eine der wichtigen
Wurzeln des Jazz, die europäische Tradition, auf verschiedene Weisen nahe zu bringen, nämlich in Form von Hören, Analysen, Stilkopien,
spielpraktischen Übungen und historischer Einordnung. Durch die Beschäftigung mit der „klassischen“ europäischen Musik sollen die
Studierenden sich einerseits musikhistorisches Wissen aneignen, um z.B. Musik stilistisch und zeitlich einordnen zu können. Weiterhin
sollen sie (z.B. durch umfassende Analysen) die Möglichkeit erhalten zu erkennen, wo musikalische Phänomene, die im Jazz-Bereich eine
wichtige Rolle spielen, ihren Ursprung haben. Außerdem soll das Modulelement den Studierenden auch die Möglichkeit bieten, wichtige,
zeitlos gültige Musik außerhalb des Jazz-Bereiches kennen zu lernen und sich für das eigene Spielen, Arrangieren und Komponieren
inspirieren zu lassen.
Nach Abschluss des Modulelements sollen die Studierenden grundlegende Kenntnisse „klassischer“ Stimmführung und Harmonik haben
und funktionsharmonische Analysen durchführen können. Die „klassische“ Theorie dient als notwendige Basis (historisch und
phänomenologisch), auf der die Jazztheorie aufbauen kann, die, wenn sie an die „klassische“ Grundlage anknüpft, von den Studierenden
wesentlich umfassender verstanden wird.

Modulelement „Jazzgeschichte“: Die Musikform Jazz ist in ihrer Entwicklung vom technischen Fortschreiten der Aufnahme begleitet
worden. Wir haben heute die Möglichkeit, das Spiel der ersten Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen rein durchs Hören zu analysieren. Im
Modulelement werden die Studierenden mit der Entwicklung der Kunstform Jazz vertraut gemacht. Sie werden über die stilistischen Mittel
jeder Epoche aufgeklärt und wie das soziale Umfeld die Entwicklung dieser Kunstform beeinflusst hat. Die Tradition ist ein wichtiger Aspekt
des Lernens. Aus ihr entstehen neue Ideen. Es soll den Studierenden vermittelt werden, dass Jazz eine Kunstform ist, die sich im ständigen
Wandel befindet. Ziel des Modulelements ist es, dass der oder die Studierende die wichtigsten Protagonisten und Protagonistinnen des Jazz
kennen lernt und deren stilistische Mittel bewusst unterscheiden und nutzen kann.

Ziel des Modulelements „Jazztheorie“ ist es, den Studierenden zunächst die Grundlagen der Jazztheorie zu vermitteln, um dann darauf
aufbauend präzise Analysen von Jazzkompositionen durchzuführen. Zu den Grundlagen gehören: Diatonik/Harmonik in Dur und Moll,
Skalen und deren Zuordnung zu Akkorden, Stufensymbolik und Analysezeichen zur Beschreibung von Grundfunktionen, Nebenfunktionen,
Zwischendominanten, Tritonussubstitutionen, Zwischenkadenzen, Modal Interchange-Klängen, Durchgangsklängen, Vorhaltsbildungen und
verschiedenen Modulationsarten. Neben der Beschreibung der harmonischen Ebene wird großer Wert auf melodische Analyse gelegt:
Phrasenlängen, Motive und deren Entwicklung, Tonmaterial der Melodie (Skalen, Akkordtöne, Optionen, Durchgangstöne,
Vorhaltsbildungen, Antizipationen, Outside etc.), allgemeiner Verlauf (Spitzentöne, Tiefpunkte, Registerwechsel, typische Sprünge bzw.
lineare Entwicklung etc.). Im Anschluss an die Vermittlung dieser Grundlagen erfolgt die praktische Anwendung des Gelernten an
konkreten Jazzkompositionen. Ausgangspunkt der Analyse ist dabei das Hörerlebnis, das durch die Analyse möglichst genau eingefangen
werden soll. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Eigenheiten und Besonderheiten jeden einzelnen Stückes herauszuarbeiten und den
Stücken nicht einfach theoretische Begriffe unreflektiert zuzuordnen. Die Studierenden sollen sich nicht ein starres theoretisches System
einprägen, sondern lernen, jede musikalische Situation differenziert zu hören und zu betrachten. Aufbauend auf den Inhalten der ersten
beiden Semester Jazztheorie werden die zu analysierenden Jazzkompositionen zunehmend komplexer, sowohl auf melodischer als auch auf
harmonischer Ebene. Die Studierenden sollen lernen, auch in einem komplizierten musikalischen Umfeld das Wesentliche einer Komposition
zu erkennen und es zu benennen. Dabei sollen sie auch lernen, Sachverhalte zu benennen, für die vielleicht kein offizielles Analysesymbol
existiert. Das bedeutet, sie sollen nach und nach in die Lage versetzt werden, analytische Gedankengänge auch jenseits des durch gängige
Zeichen Beschreibbaren selbständig weiterzuführen.
Ziel des Modulelements ist neben dem Kennenlernen des Kompositionsstils großer Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen auch die Inspiration
für das eigene Komponieren bzw. Songwriting der Studierenden. Dieses Modulelement dient als Vorbereitung für die nachfolgenden
Modulelemente „Basic Composition“ und „Arrangement/Komposition“. Durch den Umgang mit Klängen, Klangfolgen, Motivik,
Phrasenbildung, Wahl des Tonmaterials etc. in wichtigen Kompositionen beginnend beim Standard-Repertoire bis hin zu zeitgenössischem
Jazz wird eine genaue, bewusste Kenntnis vermittelt.

Im Modulelement „Basic Composition“ werden sowohl essentielle handwerkliche Kenntnisse für das Erstellen von Kompositionen vermittelt
und grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen für das Komponieren für variierende Besetzungen und Situationen aufgezeigt, als auch
das Thema „künstlerisches Schaffen“ im weitesten Sinne behandelt.
Handwerkliche Grundlagen: handschriftliche und computergestützter Musiknotation, optisches Erscheinungsbild von Partitur und Stimmen
in verschiedenen Stilistika, Erstellen von Leadsheets, Head Arrangements, technische und logistische Voraussetzungen.
Vorgehensweisen: Kompositionsansätze verschiedener Komponisten, Umsetzungen von Kompositionen für variierende Ensembles und
Besetzungen, Einsatz von Technologie.
Künstlerisches Schaffen: Kanalisierung von Ideen, Arbeit mit Keimzellen, Inspiration, Methoden der Schnellerfassung und Archivierung,
Umgang mit Kreativitätseinbrüchen und Schreibblockaden; Improvisation, Planung, Zielsetzung, Umsetzung-Entwicklung und Realisierung
von musikalischen Kompositionen.

Modulelement „Arrangement/Komposition“: Die Studierenden lernen, Jazz-Arrangements für Kompositionen unterschiedlicher Stilistiken zu
erstellen. Diese Arrangements sollen Orchestrierungen aufweisen, welche für ein breites Spektrum an Besetzungen und Ensemblegrößen
geeignet sind. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Bearbeitung eigener Kompositionen. Durch entsprechende Kompositionsaufgaben wird
der Wille zur eigenen klanglichen Gestaltung und Individualität geweckt. Die vermittelten Kompositions- und Arrangementideen bieten in
Verbindung mit dem erlernten satztechnischen Handwerk die Grundlage für professionelle Arrangements.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 66

Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen


Klassische Theorie/ G5 1,5 12 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, 1. – 4. Semester
Musikgeschichte regelmäßiges Anfertigen von Hausaufgaben,
Bestehen des mündlichen/schriftlichen Tests am
Ende jedes Semesters; Testate
Jazzgeschichte S 10 2 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate frei wählbar im
Studienverlauf;
(Vorschlag: 7. + 8. Semester)
Jazztheorie G5 1 12 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, 1. – 4. Semester
regelmäßiges und vollständiges Anfertigen der
Hausaufgaben, Bestehen des
mündlichen/schriftlichen Tests am Ende der
ersten 3 Modulsemester, die Testdauer beträgt
ca. 20-30 Minuten; Testate
Basic Composition G 20 2 3 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate 5. Semester.
Je nach Vorkenntnissen der
Teilnehmer/innen können die
Kursresultate
unterschiedlichen Umfang
haben.
Arrangement/ G 10 2 8 Erstellen einer Partitur, Erstellen eines 6. + 7. Semester
Komposition Tondokumentes dieser Partitur (Band/
Orchesteraufnahme) in jedem Semester; Testate
Leistungspunkte insgesamt: 43 Dauer des Moduls: 8 Semester
Modulabschluss: 5 Prüfungsteile (benotet) Arbeitsaufwand: insgesamt 1290 Stunden
1. Klassische Theorie/Musikgeschichte: (benotet) am Ende des 4. Semesters: Schriftlicher davon 127,5 Stunden Präsenzunterricht
Test (ca. 60 Min.) oder mündliche Prüfung (ca. 15 Min.)
2. Jazzgeschichte: (benotet) Referat oder Hausarbeit
3. Jazztheorie: (benotet) schriftliche Abschlussprüfung am Ende des 4. Semesters. In dieser
Prüfung sind neben einer oder zwei anspruchsvollen Analyse-Aufgabe/-n (z.B. Stücke von
Chick Corea, Bill Evans, Maria Schneider, John Scofield, Wayne Shorter etc.) auch alle
sonstigen Inhalte des Faches möglicher Prüfungsinhalt. Die Prüfungsdauer beträgt ca. 90
Minuten.
4. Basic Composition: (unbenotet) Vorlage der Testate
5. Arrangement/Komposition: (benotet)
Schriftliche Prüfung im 6. Semester von ca. 90 Minuten Dauer sowie Erstellen einer
Partitur in Hausarbeit, Aufnahme eines Tondokumentes dieser Partitur
(Band/Orchesteraufnahme); schriftliche Prüfung am Ende des 7. Semesters von ca. 120
Minuten Dauer sowie Erstellen einer Partitur in Hausarbeit, Aufnahme eines
Tondokumentes dieser Partitur (Band/Orchesteraufnahme)
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Studienjahr
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 67

Modul 6: Hörtraining Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Ziel des Modulelements sind die Grundlagen für ein Klangvorstellungsvermögen sowie das hörende Erkennungsvermögen auf
professionellem Niveau zu entwickeln. Inhalt ist unter anderem das Erkennen und aktive Wiedergeben (Singen/Spielen) von Intervallen,
Akkorden, Skalen, Melodien, einfachen Akkord-/ Klangverbindungen und Rhythmen sowie das Anfertigen leichterer Transkriptionen. Ein
Schwerpunkt liegt auf dem intuitiven Erkennen von Klängen. Die Studierenden werden mit den gängigen Klangprägungen der westlichen
Hemisphäre vertraut gemacht. Es findet eine enge inhaltliche Verknüpfung von Jazztheorie und Hörtraining statt.
Das „innere Hören“ wird systematisch entwickelt, bis es zu einer zuverlässigen Fähigkeit ausgebaut ist und für die Studierenden zur
Verfügung steht. Es geht darum, die Grenzen zwischen „vorgehörten“, „improvisierten“ und „geprägten“ Klängen zu begreifen und
erfolgreich für den/die improvisierende/n Musiker/in anzuwenden. Dabei werden spontane Reaktionen auf Klänge geprägt, welche dann als
quasi „intuitive“ Reaktionen zur Verfügung stehen.
Das übergeordnete Ziel dieses Modulelements ist die Orientierung und spontane Performance in einem unbekannten harmonischen und
formalen Umfeld. Es handelt sich um die praxisbezogene, sofortige Umsetzung und das spontane Anwenden des bisher in den Fächern
Jazztheorie und Hörtraining erworbenen Wissens. So müssen harmonische Folgen und formale Abläufe (z.B. AABA-Form) erkannt und auf
dem Hauptinstrument nachvollziehbar improvisatorisch gestaltet werden.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Hörtraining I G5 1 12 regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate 1. – 4. Semester
Hörtraining II G5 1 6 regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Testate 5. + 6. Semester
Leistungspunkte insgesamt: 18 Dauer des Moduls: 6 Semester
Modulabschluss: 2 Prüfungsteile (benotet) Arbeitsaufwand: insgesamt 540 Stunden
Hörtraining I: Schriftliche Prüfung im 4. Semester von ca. 60 Minuten Dauer davon 30 Stunden Präsenzunterricht
Hörtraining II: Praktische Prüfung im 6. Semester von ca. 30 Minuten Dauer
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Studienjahr

Modul 7 A: Ergänzungsfächer für Studienprofil Vocal Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Das Fach „Phoniatrik“ vermittelt den Studierenden einen Einblick in die Anatomie und Physiologie der stimmgebenden Organe und in die
Strukturen des Zusammenwirkens von Atmung, Kehlkopf und Vokaltrakt. Darüber hinaus werden u.a. Themenbereiche wie die Evolution
der menschlichen Stimme, Bau und Funktion der Hörorgane, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprechen und Singen, Stimmregister,
die Entwicklung verschiedener stimmlicher Genres und Stilistiken, Stimmerkrankungen bei Sängern und Sängerinnen sowie die Vorstellung
der wichtigsten stimmtherapeutischen Verfahren näher erörtert. Kenntnisse aus diesen Bereichen ermöglichen eine bewusste
stimmpädagogische Arbeit, sei es im Einzelunterricht, in Gruppen oder im chorischen Bereich.

Das Fach „Stimmbildung“ beinhaltet die Grundlagen der gesunden Stimmproduktion und die Entwicklung der Stimme zu einem
ausdrucksstarken Instrument mit umfangreicher Farbpalette. Hauptschwerpunkte des Unterrichts sind Körperarbeit, Atemführung,
Toneinsatz, Registerarbeit, Intonationssicherheit, Umfangerweiterung und Geläufigkeit der Stimme, Artikulation, Vokalausgleich und
Resonanzarbeit. Aufbauend auf den technischen Grundlagen, die in den Hauptfachmodulen I, II und III vermittelt wurden, lernen die
Studierenden, ihre Stimme bewusst und physiologisch gesund einzusetzen. Besonderer Wert wird auf die Vermeidung von Stimmschäden
gelegt. Es wird an den Stücken gearbeitet, die für die Repertoireprüfung und das Abschlusskonzert vorbereitet werden, mit Ausflügen in
andere Stilrichtungen, um die gesangstechnischen Kenntnisse abzurunden.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Phoniatrik V3 1,5 4 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Testate (Vorschlag: 5. + 6. Semester)
Stimmbildung E 0,5 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Testate (Vorschlag: 5. + 6. Semester)
Leistungspunkte insgesamt: 12 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 360 Stunden
Das Modul wird abgeschlossen mit dem Nachweis der erfolgreichen Teilnahme. davon 30 Stunden Präsenzunterricht
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 7 B: Ergänzungsfach für Studienprofil Instrumental Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Das Fach „Big Band und Satzprobe“ dient den Studierenden zum Erlernen des Satz- und Ensemblespiels, besonders der Ausarbeitung und
stilgerechten Interpretation von Arrangements des allgemeinen Big Band Repertoires, sowie zeitgenössischen Kompositionen ähnlicher
Instrumentation. Bei der Erarbeitung eines breiten und stilistisch vielfältigen Repertoires werden technische und interpretatorische
Fertigkeiten und Kenntnisse erworben. Die hier erworbenen instrumentalen Fähigkeiten sollen ebenfalls dazu dienen, sich als selbstständige
künstlerische Persönlichkeit zu entwickeln.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Großes Ensemble/ G 18 3 12 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf;
Big Band Testate, internes Vorspiel (Vorschlag: 5. + 6. Semester)
und Satzprobe
Leistungspunkte insgesamt: 12 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 360 Stunden
Das Modul wird abgeschlossen mit dem Nachweis der erfolgreichen Teilnahme. davon 45 Stunden Präsenzunterricht
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 68

Modul 8: Musikbusiness und Musikproduktion Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Im Modulelement „Musikbusiness“ erwerben die Studierenden Kenntnisse, die es ihnen ermöglichen, die geschäftliche Seite ihres
beruflichen Daseins als freiberufliche Musiker und Musikerinnen verstehen und steuern zu können.
Das Modulelement teilt sich inhaltlich in drei Schwerpunkte:
a) Marketing + Öffentlichkeitsarbeit: Neben guten Leistungen als Künstler und Künstlerin besteht für den freiberuflichen Künstler bzw. die
Künstlerin die Problematik, seine/ihre Produkte entsprechend zu vermarkten. Von Fachleuten werden Wege aufgezeigt, wie Studierende
ihre künstlerische Arbeit an die Öffentlichkeit bringen können und wie sie diese finanziell verwerten können, um ihre ökonomische
Unabhängigkeit zu sichern.
b) Urheberrecht und Vertragsrecht: Bedeutend für die Verwertung der künstlerischen Arbeit ist das Urheber- und Vertragsrecht.
Von Fachleuten werden Wege aufgezeigt, wie die künstlerische Arbeit "fair" im Sinne des Urheber- und Vertragsrechts verwertet werden
kann, welche juristischen Problematiken auftauchen können und wie diese zu lösen sind.
c) Steuerrecht: Für freiberuflich Tätige mit Einnahmen besteht die Pflicht zu einer ordentlichen Buchhaltung und die Abgabe von
Steuererklärungen. Den Studierenden werden die Grundzüge des Steuerrechts (Steuerarten, Erklärungspflicht) und dessen Bedeutung
erklärt. Es wird den Studierenden vermittelt, wie sie ihre Buchhaltung gestalten können, um Abgabepflichten (Erklärungen,
Steuerzahlungen) zu erfüllen.

Im Modulelement „Musikproduktion“ werden die Studierenden mit dem technischen Umfeld der aktuellen Arbeit als Musiker und
Musikerin vertraut gemacht. Die Entwicklung computergestützter Musik führt dazu, dass Auftraggeber den Umgang mit dieser Materie
voraussetzen. Der Musiker oder die Musikerin muss fähig sein, die Arbeit mit Computern und dem Studio-Equipment zu verstehen und es
nach seiner bzw. ihrer Vorstellung einzusetzen.
Die Teilbereiche des Modulelements sind:
a) Grundlagen der Akustik, Elektroakustik und Digitalisierung
b) Situation im Aufnahmestudio (Zielsetzung und Planung der Aufnahme, Aufstellung der Musiker und Musikerinnen, Mikrofonierung)
c) Situation in der Tonregie (Funktionsweise des Mischpultes, Funktion und Vernetzung der Geräte)
d) Anwendungsmöglichkeiten des Computers in der Musikproduktion auf verschiedenen Betriebssystemen
e) künstlerische und technische Aspekte des Mischens einer Aufnahme (Einbindung von Plugins, Mastering)
f) Songproduktion durch Sampling und Sequencing
g) Komposition am Computer
h) Notation am Computer
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Musikbusiness S 10 1 4 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Testate (Vorschlag: 3. Semester)
Musikproduktion G5 1,5 8 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
(Computer + Studio) Testate (Vorschlag: 7. + 8. Semester)
Leistungspunkte insgesamt: 12 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 360 Stunden
Das Modul wird abgeschlossen mit dem Nachweis der erfolgreichen Teilnahme. davon 37,5 Stunden Präsenzunterricht
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 69

Modul 9: Neben- und Wahlfach Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Im Modul „Präsentation“ lernen die Studierenden, künstlerische Darbietungen in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Es werden
dafür - durch differenzierte Übungen - vielfältige Bezüge hergestellt. Dabei wird das Augenmerk - zunächst wechselnd - gerichtet:
1. auf uns selbst (d.h. unseren Körper, unsere Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Ansichten u.v.a.m.)
2. auf das, wovon wir "sprechen" (d.h. das Lied, das Musikstück, den Text, das Thema, das Anliegen usw.)
3. auf das "Gegenüber" (d.h. das Publikum, mit dem der Künstler/die Künstlerin kommuniziert)
An persönlichen Fragen und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Gestaltung und Darbietung wird gearbeitet, damit die Studierenden ihr
eigenes und einmaliges Ausdruckspotential besser zu nutzen lernen. Authentische Interpretation kann nur entstehen, wenn der Interpret
oder die Interpretin- im Augenblick der Darbietung - ganz mit sich (siehe1.), dem Thema (siehe 2.) und dem Publikum (siehe 3) verbunden
ist. Das Fach „Big Band und Satzprobe“ dient den Studierenden zum Erlernen des Satz- und Ensemblespiels, besonders der Ausarbeitung
und stilgerechten Interpretation von Arrangements, des allgemeinen Big Band Repertoires, sowie zeitgenössischen Kompositionen ähnlicher
Instrumentation. Bei der Erarbeitung eines breiten und stilistisch vielfältigen Repertoires werden technische und interpretatorische
Fertigkeiten und Kenntnisse erworben. Die hier erworbenen instrumentalen Fähigkeiten sollen ebenfalls dazu dienen, sich als selbstständige
künstlerische Persönlichkeit zu entwickeln. Diese entscheidende Verbindung, die der Darbietung etwas Magisches zu geben vermag, wird
nicht dem Zufall überlassen. Präsentationsunterricht - angeboten als Gruppenunterricht - arbeitet genau an diesem Thema.

Das Modulelement „Physioprophylaxe“ umfasst die Prophylaxe von Spielerkrankungen und Körpertraining für Musiker und Musikerinnen.
Es bietet eine theoretische und praktische Ausbildung zur Vermeidung musikertypischen Erkrankungen sowie „Ausschöpfung“ und
Verbesserung der körperlichen Voraussetzungen zum Musizieren. Ziel ist es, die theoretischen und praktischen Kenntnisse und Erfahrungen
für die eigene Entwicklung zu nutzen und ggf. in der Arbeit mit Schülern und Schülerinnen anzuwenden:
Grundkurs Physioprophylaxe
 Kenntnisse über die Belastung beim Musizieren und, daraus folgend, die mögliche Anpassung des Bewegungsapparates
 Kenntnisse über Muskeln, Bänder und Gelenke in Bezug auf ihre Funktionsweise, ihr Zusammenspiel und Belastungsrisiken
 trainingspraktische Fähigkeiten
 ggf. pädagogische Fähigkeiten zur Weitergabe der Kenntnisse und Erfahrungen an Schüler und Schülerinnen

Das Modulelement „Wahlfach“ bietet eine inhaltliche Vertiefung und damit eine größere Vielfalt des Lehrangebotes:
Je nach Interessenlage der Studierenden kann aus den folgenden Schwerpunkten eine Auswahl getroffen werden.
- Schwerpunkt Music-Technologie: Softwareschulung im weitesten Sinne (bsw. computergestützte Komposition, Musiknotation),
Mikrofonierung, Studioarbeit, neue Technologien, Mastering, Advanced Music Production, etc.
- Schwerpunkt Musiktheorie: Arrangement/Komposition (z.B. Big Band Arranging, Bachchoral, Stilkopien), Hören (listening classes, music
appreciation), Dirigieren.
- Schwerpunkt Instrumentalausbildung: Sonderinstrumente, Vertiefung des Modulelements „Präsentation“, spezielle
Improvisationstechniken u.w.
- Schwerpunkt Ensemble: Chor, Percussion Ensemble, Ensembles mit Sonderinstrumenten, Ensembles mit spez. Stilistika
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Präsentation G 10 2 4 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Testate (Vorschlag: 4. Semester)
Physioprophylaxe G 10 1 2 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Testate (Vorschlag: 7. Semester)
Wahlfach (Schwerpunkt G 10 2 6 Regelmäßige Teilnahme am Unterricht, frei wählbar im Studienverlauf
Music-Technologie; Testate (Vorschlag: 2. + 4. Semester)
Schwerpunkt
Instrumentalausbildung)
Leistungspunkte insgesamt: 12 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 360 Stunden
Das Modul wird abgeschlossen mit dem Nachweis der erfolgreichen Teilnahme und davon 75 Stunden Präsenzunterricht
Vorlage der Testate.
Verwendbarkeit: Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Studienjahr
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 70

Modul 10: Studium Generale Voraussetzung für die Teilnahme: ./.


Inhalte und Qualifikationsziele:
Das Modul Studium Generale umfasst insg. 10 LP.
Inhaltliche Gliederung: Min. 4 und max. 6 LP müssen im kulturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungsangebot des Studium Generale
absolviert werden. Im interkulturellen Mentoring können ausländische Studierende 4 LP erwerben, die als Leistung in Kulturwissenschaft im
Rahmen des Studium Generale angerechnet werden. Die Belegung einer kulturwissenschaftlichen Vorlesung mit einführendem Charakter ist
dabei für alle Pflicht. Weiterhin müssen min. 4 und max. 6 LP in Lehrveranstaltungen interkultureller künstlerischer Praxis und Theorie aus
dem Lehrangebot des Studium Generale erbracht werden.
Belegung im Studienverlauf:
A) Modulvariante ohne Teilnahme im Interkulturellen Mentoring: 4 LP in den ersten beiden Fachsemestern (2 LP in Einführungsvorlesung
Kulturwissenschaft plus 2 LP in einer weiteren Lehrveranstaltung), 6 LP im weiteren Studienverlauf.
B) Modulvariante mit Teilnahme im Interkulturellen Mentoring: 6 LP in den ersten beiden Fachsemestern (Einführungsvorlesung
Kulturwissenschaft und Mentoring), 4 LP im weiteren Studienverlauf
Das Studium Generale vermittelt kulturwissenschaftliche Orientierung
In den Kulturwissenschaften befähigt das Studium Generale zur Teilnahme an einem übergeordneten soziokulturellen Diskurs und zur
Einmischung in „culture as a whole way of life“ (Reynold Williams). Die Auseinandersetzung mit kulturwissenschaftlichen Theorien und
Methoden findet dabei so statt, dass Umsetzungen in die künstlerische Praxis befördert werden.
Das Studium Generale vermittelt interdisziplinäre & künstlerische Orientierung
In der interdisziplinären künstlerischen Praxis und Theorie lernen die Studierenden andere kunstspartenspezifische Denk- und
Handlungsmuster theoretisch und praktisch kennen – als Fundament für die künstlerische Zusammenarbeit. Im Zentrum der
Kompetenzentwicklung stehen kollektive künstlerische Prozesse, der Mut für experimentelles Arbeiten – und die theoretische,
wissenschaftliche Reflexion und praxisbezogene Interpretation solcher Erfahrungen. Interdisziplinäre Projektarbeit wird (auch) als
angeleitete Identitätsarbeit praktiziert, damit die Studierenden lernen, sich in der diversifizierenden Welt der Künste bewusst zu
positionieren.
Das Studium Generale vermittelt interkulturelle Orientierung
Im interkulturellen Mentoring werden Studierende mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen darin gefördert, ihre sprachliche, soziale
und institutionelle Integration an der Hochschule vom Studienbeginn an effektiv zu meistern. Im fakultativ belegbaren interkulturellen
Mentoring werden Studierende nicht deutscher Sprache unter der Leitung studentischer Mentoren in einen interkulturellen Dialog
untereinander und mit deutschen Kommilitonen eintreten. Durch das gemeinsame Erkunden des durch Diversität geprägten kulturellen
Umfelds in Berlin und die Reflexion darüber, bauen sie interkulturelle Kompetenz auf. Leistungen teilnehmender ausländischer Studierender
im interkulturellen Mentoring werden als Leistungen in den Kulturwissenschaften im Rahmen des Studium Generale anerkannt.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Modulvariante A) Studium Generale
Einführung in die Einführungs- 2 2 Einführungsvorlesung Studium
Kulturwissenschaften vorlesung Generale wird zentral angeboten.
Kulturwissenschaftliche (Block-) 2-4 2-4 Lehrveranstaltungen durch Studium
Studien Seminare Aktive Teilnahme (Definition durch Generale zentral angeboten bzw. im
Dozent/in). Angebot der Fakultäten für das
Unbenoteter Leistungsschein. Studium Generale geöffnet.
Interdisziplinäre (Block-) 4-6 4-6
künstlerische Praxis und Veranstaltungen/
Theorie Workshops
Leistungspunkte insgesamt: 10 Dauer des Moduls: 5-8 Semester (je nach Studiengang)
Modulvariante B) Studium Generale mit Teilnahme im Interkulturellen Mentoring
Einführung in die Einführungs- 2 2 Einführungsvorlesung Studium
Kulturwissenschaften vorlesung Generale wird zentral angeboten.
Interkulturelles Mentoring, Mitwirkung in 4 4 Das interkulturelle Mentoring wird
angerechnet als einer Mentoring- Aktive Teilnahme (Definition durch vom Studium Generale organisiert.
kulturwissenschaftliche gruppe Dozent/in).
Leistungen Unbenoteter Leistungsschein
Interdisziplinäre (Block-) 4 4
künstlerische Praxis und Veranstaltungen/
Theorie Workshops
Leistungspunkte insgesamt: 10 Dauer des Moduls: 5-8 Semester (je nach Studiengang)
Modulabschluss für beide Modulvarianten: Arbeitsaufwand: 300 Stunden, davon ca.
Keine Prüfung. Bestätigung des Modulabschlusses durch die Leitung des Studium 150 Stunden Präsenzunterricht,
Generale nach Erbringung der Teilleistungen (Leistungsbescheinigungen 150 Stunden Eigenarbeit (Lektüre, Recherche,
unbenotet) Präsentationsvorbereitung, Projektarbeit)
Verwendbarkeit: Das Studium Generale vermittelt Schlüsselkompetenzen Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
(kulturwissenschaftliche, interdisziplinäre-künstlerische und interkulturelle
Orientierung) für die künstlerischen, gestalterischen und pädagogischen Berufe.
Abkürzungen: LP (Leistungspunkt/e), LV (Lehrveranstaltung), E (Einzelunterricht), G (Gruppenunterricht), S (Seminar), V (Vorlesung)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 71

Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“ am Jazz-Institut Berlin


vom 4. Dezember 2013

Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat die Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis der Universität der Künste Berlin
und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ am 4. Dezember 2013 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zweck der Prüfungen
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
§ 7 Prüfungsausschuss
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 12 Bildung der Abschlussnote
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
§ 18 Studienabschließende Prüfung
§ 19 Modulbeschreibung
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung und Ordnungsverstoß
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
§ 23 Prüfungsprotokoll
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Muster der Urkunde
Anlage 2: Muster des Zeugnisses
Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

§ 1 Geltungsbereich
Diese Prüfungsordnung regelt Anforderungen und Verfahren der Prüfungsleistungen im Bachelorstudiengang „Jazz (Vocal/Instrumental)“.
Sie gilt in Verbindung mit der Studienordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien-
und -prüfungsordnung der Universität der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Zweck der Prüfungen
(1) Der Bachelorstudiengang führt zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Mit dem Bachelorabschluss wird nachgewiesen, dass
die Studierenden befähigt sind, den Beruf als Jazzmusiker oder Jazzmusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen professionell auszuüben.
Dabei soll der Nachweis künstlerisch-technischen Könnens sowie gestalterischen Vermögens hinsichtlich Interpretationsfähigkeit und
Stilempfindens erbracht werden.
(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Bachelorprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der
jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
(1) Zugangsvoraussetzung ist u.a. eine besondere künstlerische Begabung. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und
Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.
(2) Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Wintersemester.
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der akademische Grad
Bachelor of Music (B.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:
− die Module, die Ergebnisse der Modulprüfungen und die damit vergebenen Leistungspunkte,
− das studienabschließende Modul mit den zugehörigen Bewertungen und Leistungspunkten,
− die Gesamtnote,
− den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin.
(2) Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom künstlerischen Direktor bzw. der künstlerischen
Direktorin des Jazz Institut Berlin unterzeichnet, die Urkunde vom künstlerischen Direktor bzw. der künstlerischen Direktorin des Jazz
Instituts Berlin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin der Universität der Künste Berlin sowie dem Rektor bzw. der Rektorin der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Zeugnis und Urkunde tragen den Kopf der Universität der Künste Berlin und den der Hochschule für
Musik „Hanns Eisler“ und die Siegel beider Hochschulen. Zeugnisse sollen so rechtzeitig ausgefertigt werden, dass spätestens zwei Monate
nach der Bachelorprüfung der Grad verliehen werden kann, soweit nicht planmäßig noch weitere Studienleistungen ausstehen.
(3) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Bachelorstudiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supplement in
deutscher und englischer Sprachform ausgehändigt, das nach national und international gebräuchlichen Standards der Einstufung und
Bewertung des Abschlusses dient.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 72

§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium


(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen,
dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Das Erreichen der Lernziele des Moduls wird in der Regel durch eine
Modulabschlussprüfung oder ein Testat über die erfolgreiche Teilnahme oder anderen, in den Modulbeschreibungen festgelegten
Leistungen nachgewiesen.
(2) Die Bachelorprüfung setzt sich aus den einzelnen Modulprüfungen sowie der studienabschließenden Modulprüfung zusammen.
Modulprüfungen können sich aus mehreren Prüfungsteilen zusammensetzen.
(3) Der Studiengang kann insgesamt oder in einzelnen Semestern als Teilzeitstudium studiert werden, wenn bei dem bzw. der Studierenden
folgende Bedingungen gegeben sind:
− Berufstätigkeit
− Pflege und Erziehung eines Kindes im Alter von bis zu zehn Jahren
− Pflege pflegebedürftiger eines oder einer nahen Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes
− eine Behinderung, die ein Teilzeitstudium erforderlich macht
− eine bestehende Schwangerschaft
− die Wahrnehmung eines Mandats eines Organs der Universität der Künste Berlin, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks
Berlin
− sonstige schwerwiegende Gründe
(4) Das Teilzeitstudium ist rechtzeitig schriftlich und mit aussagekräftigen Belegen beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Der
Prüfungsausschuss entscheidet über die Gewährung, den Zeitraum und den Zeitanteil zum regulären Studium. Er legt gemeinsam mit dem
Antragsteller bzw. der Antragstellerin einen individuellen Studienplan für die Zeit des Teilzeitstudiums fest. Dabei ist zu beachten, dass die
Entwicklungsprozesse in den Jahrgangsgruppen des Studiengangs nicht beeinträchtigt werden.
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
(1) Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Der gesamte Studienaufwand wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das
Studium umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca.
30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen werden dem Studienaufwand entsprechend
Leistungspunkte zugeordnet.
(2) Die Gliederung des Studienverlaufs sowie die zugeordneten Leistungspunkte sind dem Studienplan zu entnehmen, der der Studien-
ordnung als Anlage beigefügt ist.
§ 7 Prüfungsausschuss
(1) Zuständig für die Organisation und sonstige Angelegenheiten der Prüfungen für diesen Studiengang ist der Prüfungsausschuss „Jazz
(Vocal/Instrumental)“. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und ihre Vertreter und Vertreterinnen werden von der gemeinsamen
Kommission (GK) mit Entscheidungsbefugnis gewählt. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre, die des studentischen
Mitgliedes ein Jahr. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen, eines der Gruppe der akademischen Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der
Studierenden des Studiengangs „Jazz (Vocal/Instrumental)“ angehören.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen einen Vorsitzenden oder eine
Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt
nach Ablauf der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger und Nachfolgerinnen gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.
(3) Der Prüfungsausschuss
− legt die Prüfungstermine fest,
− bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen sowie die Prüfungskommissionen,
− achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,
− entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen.
(4) Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, den Prüfungen beizuwohnen und sich über die Einhaltung der
Prüfungsordnung zu informieren.
(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem Öffentlichen Dienst
angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.
(7) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des oder der Vorsitzenden oder des
Stellvertreters oder der Stellvertreterin. Er beschließt mit einfacher Mehrheit; die Stimmenmehrheit der Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen muss gegeben sein. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
(1) Prüfungsberechtigt sind alle Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihres Fachgebietes und akademische Mitarbeiter
und akademische Mitarbeiterinnen, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin
darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
(2) Studienbegleitende Prüfungen können von nur einem Prüfer oder einer Prüferin und einem sachkundigen Beisitzer oder einer
sachkundigen Beisitzerin abgenommen werden.
(3) Die Bachelorprüfung wird von einer Prüfungskommission bestehend aus mindestens drei Prüfern und Prüferinnen bewertet. Zwei Prüfer
oder Prüferinnen müssen Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen sein.
(4) Schriftliche Prüfungsleistungen sind in der Regel von zwei Prüfern, bzw. Prüferinnen zu bewerten, mündliche Prüfungen von zwei Prüfern
bzw. Prüferinnen oder einem Prüfer bzw. einer Prüferin und einem Beisitzer bzw. einer Beisitzerin. Letztmögliche Prüfungsversuche sind von
mindestens zwei prüfungsberechtigten Personen abzunehmen.
(5) Der Prüfling kann einen Prüfer oder eine Prüferin sowie einen studentischen Beisitzer oder eine studentische Beisitzerin vorschlagen. Der
Vorschlag begründet keinen Anspruch. Wenn der Prüfungsausschuss diesem Vorschlag nicht nachkommt, muss dies begründet werden. Die
Namen der Prüfer und Prüferinnen sollen dem Prüfling rechtzeitig bekannt gegeben werden.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 73

§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich


(1) Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher
Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der
vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und
dem Prüfer oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten
Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.
(2) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Leistungen, die Erbringung von Leistungen, die Wiederholung von Leistungen, die
Gründe für das Versäumnis von Leistungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Leistungen betroffen sind, stehen der Krankheit
von Studierenden die Krankheit einer oder eines nahen Angehörigen und die dazu notwendige alleinige Betreuung durch den bzw. die
Studierende gleich. Nahe Angehörige sind Kinder, Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner. Gleiches gilt angelehnt an die Regelungen in
§§ 3 und 6 Mutterschutzgesetz für Schwangere und Wöchnerinnen. Der Prüfungsausschuss legt auf schriftlichen begründeten Antrag in
Absprache mit dem bzw. der Studierenden abweichende Fristen fest. Den Studierenden steht es dabei frei, diese abweichenden Fristen in
Anspruch zu nehmen.
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Bachelorprüfung abgeschlossen. Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für
das Studium vorgesehenen Module bestanden bzw. die in der Modulbeschreibung festgelegten Leistungen nachgewiesen sind.
(2) Eine zusammengesetzte Modulprüfung muss in all ihren Teilen bestanden sein.
(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Prüfung endgültig nicht
bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforderung einer oder mehrerer Prüfungen dieses Studiengangs entspricht, so kann das Studium
nicht fortgesetzt werden. Die Abschlussprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.
(4) Bewertungen von Prüfungsleistungen sind zu begründen. Die Bewertung schriftlicher Prüfungen muss schriftlich erfolgen.
(5) Gegen Prüfungsbewertungen können die Betroffenen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens Gegenvorstellung beim zuständigen
Prüfungsausschuss erheben.
(6) Eine fehlende Begründung gemäß Abs. 4 ist auf Verlangen unverzüglich nachzuholen. Nach Zugang der Begründung können die
Betroffenen Gegenvorstellungen beim Prüfungsausschuss gemäß Abs. 5 erheben.
(7) Die Gegenvorstellungen sind innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe des begründeten Prüfungsergebnisses zu erheben.
(8) Der Prüfungsausschuss ist für eine ordnungsgemäße Durchführung des Gegenvorstellungsverfahrens verantwortlich. Er leitet die
Gegenvorstellung den Prüfern oder Prüferinnen zu, gegen deren Entscheidung sich die Gegenvorstellung richtet. Der Prüfungsausschuss
teilt die Entscheidung der Prüfer oder Prüferinnen über die Gegenvorstellung den Betroffenen mit.
(9) Die Prüfer oder Prüferinnen entscheiden grundsätzlich innerhalb eines Monats über die Gegenvorstellungen. Dabei sind die betroffenen
Bewertungen und die für die Bewertung maßgeblichen Gründe zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung einschließlich der Benotung
ist schriftlich entsprechend Abs. 4 zu begründen.
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen
(1) Für die Benotung der Modulabschlussprüfungen bzw. der entsprechenden Prüfungsteile sind folgende Noten zu verwenden:
1 = sehr gut - eine hervorragende Leistung
2 = gut - eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend - eine Leistung, die durchschnittlich liegenden Anforderungen entspricht
4 = ausreichend - eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht
5 = nicht ausreichend - eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Prüfungsleistungen werden wie folgt bewertet:
Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 = sehr gut
Bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 = gut
Bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 = befriedigend
Bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 = ausreichend
Bei einem Durchschnitt ab 4,1 = nicht ausreichend
(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen
einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Modulprüfung aus mehreren
Prüfungsteilen, so errechnet sich die Modulnote aus dem nach Leistungspunkten gewichteten Mittelwert der Noten der Prüfungsteile.
(4) Neben der Notenskala nach Abs. 2 ist eine relative Note auf der Grundlage des ECTS Users’ Guide in der jeweils geltenden Fassung
auszuweisen. Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohorten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die
Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma
Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlusskohorte aufzunehmen.
(5) Bei durch Gruppenarbeit erbrachte Leistungen muss der individuelle Anteil der Beteiligten feststellbar sein.
§ 12 Bildung der Abschlussnote
(1) Die Abschlussnote des Bachelorstudiengangs ist der nach Leistungspunkten gewichtete Mittelwert der Noten aller benoteten
Modulprüfungen. Dabei werden die Leistungspunkte des studienabschließenden Modul 3 (Künstlerisches Hauptfach III) anderthalbfach
gezählt.
(2) Das Bachelorstudium gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn jede Modulabschlussnote mindestens „ausreichend” lautet.
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
Studierende, die sich nicht innerhalb der Regelstudienzeit zum studienabschließenden Modul anmelden, müssen noch während des achten
Fachsemesters eine Studienberatung wegen Überschreitens der Regelstudienzeit aufsuchen.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 74

§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen


(1) Studierende melden Modulabschlussprüfungen innerhalb der vom Prüfungsausschuss gesetzten und veröffentlichten Fristen im
Prüfungsamt an. Repertoirelisten und Transkriptionen werden soweit erforderlich mit eingereicht.
(2) Überschreitet ein Studierender oder eine Studierende die festgelegte Meldefrist, wird er oder sie vom Prüfungsamt aufgefordert, sich zur
Prüfung zu melden. Kommt er oder sie dieser Aufforderung nicht nach, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
(3) Der Prüfungsausschuss bestimmt die Prüfer bzw. Prüferinnen und gibt diese drei Wochen vor dem Prüfungszeitpunkt bekannt. Der
Kandidat oder die Kandidatin kann einen bzw. eine der Prüfer und Prüferinnen vorschlagen.
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
Art, Umfang und Termine der Modulprüfungen sowie die ihnen zugrundeliegenden Lehrveranstaltungen werden jedes Semester rechtzeitig
bekanntgegeben. Die Ergebnisse der Modulprüfungen werden noch vor Ende des Semesters festgestellt und den Studierenden vom
Prüfungsamt bescheinigt.
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
(1) Eine nicht bestandene Prüfung kann nach frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, einmal wiederholt
werden, und zwar in der Regel vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin
nicht zu, so wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den
Studienerfolg des Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens zum Beginn der auf die
Prüfung folgenden Vorlesungszeit des Semesters abgelegt werden. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen muss jedes nicht bestandene
Prüfungsteil wiederholt werden.
(2) Wird ein Modul endgültig nicht bestanden, kann das Studium nicht fortgesetzt werden.
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
(1) Die Zulassung zum studienabschließenden Modul 3 - künstlerisches Hauptfach III - ist nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls 2
beim Prüfungsausschuss schriftlich zu beantragen.
(2) Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
− eine Zusammenstellung der erfolgreich abgeschlossenen Module 1 und 2;
− eine Erklärung darüber, ob der Antragsteller oder die Antragstellerin bereits eine Bachelorprüfung in demselben Studiengang an einer
anderen Hochschule endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet;
− geplantes Programm für das öffentliche Konzert (Bachelorprüfung);
− eine Erklärung des Kandidaten oder der Kandidatin, dass ihm oder ihr die Studien- und Prüfungsordnung bekannt sind.
(3) Von der Anmeldung kann innerhalb von acht Wochen zurückgetreten werden.
(4) Über die Zulassung zur Bachelorprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung kann nur erfolgen, wenn alle geforderten
Unterlagen eingereicht wurden.
§ 18 Studienabschließende Prüfung
(1) In der studienabschließenden Modulprüfung soll die Befähigung zur selbstständigen Erarbeitung und angemessenen öffentlichen
Präsentation eines umfangreichen Programms aus dem Bereich Jazz nachgewiesen werden.
(2) Der öffentliche Prüfungsteil muss am Ende des zweiten Modulsemesters nach Zulassung in das Modul 3 abgelegt werden:
Öffentliches Konzert von ca. 45 Minuten Dauer, dessen Programm von dem Kandidaten bzw. der Kandidatin ausgewählt und bestimmt
wird. Improvisation ist ein wichtiger Bestandteil des Konzerts. Zum Konzert sind der Prüfungskommission vorzulegen:
1. eine ausführliche schriftliche Konzertinformation
2. die Kompositionen und Arrangements des Kandidaten/der Kandidatin in jazzüblicher Notation.
Die Prüfungskommission benotet das Bachelorkonzert unter Einschluss der Leistungen aus den schriftlichen Anteilen.
(3) Den Konzerttermin bestimmt der Prüfungsausschuss.
(4) Für die gesamte Prüfungsleistung des studienabschließenden Moduls wird von der Prüfungskommission eine Bewertung vergeben.
Danach erfolgt durch diese Kommission eine Gesamtbewertung des Studiums. Bei der Bewertung soll die Prüfungskommission die
Gesamtstudienleistung des bzw. der Studierenden zusammenfassen.
(5) Die nicht bestandene Abschlussprüfung oder Teile davon sind grundsätzlich einmal wiederholbar. Wird sie auch in der Wiederholung
nicht bestanden, so gilt sie als endgültig nicht bestanden. Fehlversuche an anderen Universitäten im Geltungsbereich des Grundgesetzes
werden angerechnet. Der Studierende oder die Studierende kann in diesem Falle das Studium nicht fortsetzen.
(6) Die Prüfungskommission teilt dem Kandidaten oder der Kandidatin nach der Prüfung innerhalb einer Woche in einem Gespräch die
Bewertung mit.
§ 19 Modulbeschreibung
Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere Angaben über:
– Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls,
– Lehrformen,
– Teilnahmevoraussetzungen,
– Verwendbarkeit des Moduls,
– Prüfungen und Vorleistungen,
– Arbeitsaufwand und Leistungspunkte,
– Dauer der Module,
– Häufigkeit des Angebots.
Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der
Qualitätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungsausschuss konkretisiert und ergänzt werden.
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
(1) Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen (innerhalb und außerhalb der
europäischen Region) oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin erbracht wurden, werden im Sinne des
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 75

Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich der europäischen Region (Lissabon-
Konvention; BGBl. 2007 II S. 712) angerechnet, soweit keine wesentlichen Unterschiede entgegenstehen. Hierbei ist kein schematischer
Vergleich, sondern die Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung ausschlaggebend. Für die Anrechnung von an ausländischen
Hochschulen erbrachten Leistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten
Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationen und -partnerschaften zu beachten. Im Übrigen kann
bei Zweifeln an der Vergleichbarkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Nicht bestandene Prüfungen sind
bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen. Über die Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.
Wird dem Antrag nicht entsprochen, ist dies schriftlich zu begründen.
(2) Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte
anzurechnen.
(3) Leistungen und Kompetenzen nach Abs. 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden.
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung und Ordnungsverstoß
(1) Eine Prüfungsleistung wird mit „nicht ausreichend“ bewertet, wenn der Prüfling zu dem angesetzten Termin ohne triftige Gründe nicht
erscheint oder wenn er nach Beginn der Abnahme einer Prüfung ohne triftige Gründe zurücktritt.
(2) Die für das Versäumnis oder den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich angezeigt und
glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Die Entscheidung über die Anerkennung oder Nicht-
Anerkennung der geltend gemachten Gründe wird dem Prüfling vom Prüfungsausschuss mitgeteilt. Werden die Gründe für das Versäumnis
oder den Rücktritt anerkannt, wird ein neuer Termin festgelegt. Bereits vorliegende Leistungen sind in diesem Fall anzuerkennen.
(3) Versucht der Prüfling, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder durch Nutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu
beeinflussen, wird die Prüfung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In besonders schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss
bestimmen, dass eine Wiederholung nicht möglich ist.
(4) Der Prüfling hat das Recht, innerhalb von acht Wochentagen die Entscheidungen nach den Abs. 1 und 3 vom Prüfungsausschuss
überprüfen zu lassen. Dazu ist ein schriftlicher Antrag zu stellen.
(5) Der Prüfungsausschuss ist verpflichtet, den Prüfling belastende Entscheidungen unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. In den Fällen, die in den Abs. 1 und 3 ausgeführt sind, ist der Prüfling vom Prüfungsausschuss
anzuhören.
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
(1) Der Prüfungsausschuss ist befugt, die in dieser Prüfungsordnung aufgeführten personenbezogenen Daten für die Erfüllung ihm
zugewiesener Aufgaben im erforderlichen Umfang zu verarbeiten. Die Übermittlung ist nur aufgrund einer besonderen Rechtsvorschrift
zulässig. Der Prüfungsausschuss kann eine anonymisierte Geschäftsstatistik führen.
(2) Prüfungsunterlagen werden in Prüfungsakten geführt. Diese werden durch den Prüfungsausschuss oder in seinem Auftrag erstellt und
bearbeitet. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre aufzubewahren. Nicht schriftliche Prüfungsarbeiten, insbesondere künstlerische
Arbeiten, können in digitaler Form dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen in digitaler Form beträgt zwei
Jahre.
(3) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Prüfung wird dem Kandidaten oder der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist
Einsicht in seine oder ihre Prüfungsunterlagen gewährt. Der Prüfungsausschuss bestimmt im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle der
Universität der Künste Ort und Zeit der Einsichtnahme.
§ 23 Prüfungsprotokoll
(1) Über alle Prüfungen ist ein Protokoll zu führen. In dem Protokoll müssen Beginn und Ende der Prüfung, bei schriftlichen
Prüfungsleistungen der Abgabezeitpunkt der Arbeit, die Namen der Mitglieder der Prüfungskommission und die Namen der
Prüfungskandidaten und -kandidatinnen, die Gegenstände der Prüfung, die Bewertung der Einzelleistungen und in Fällen des
Nichtbestehens eine Begründung enthalten sein. Das Protokoll ist von allen an der Prüfung beteiligten Prüfern, Prüferinnen und vom
studentischen Beisitzer oder der studentischen Beisitzerin zu unterzeichnen.
(2) Prüfungsprotokolle sind innerhalb einer Woche der Prüfungsakte im Immatrikulations- und Prüfungsamt beizufügen.
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung sowohl im Anzeiger der Universität der Künste Berlin als auch im
Amtlichen Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Studiengang „Bachelor of Music (Jazz)“ vom 16. November 2004 (UdK Anzeiger 9/2005
vom 12. Oktober 2005 und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 65/2005 vom 12. Oktober 2005)
einschließlich der Änderungsordnungen vom 23. Mai 2007 (UdK Anzeiger 6/2008 vom 17. Juni 2008 und Amtliches Mitteilungsblatt der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 80/2008 vom 17. Juni 2008) und 25. November 2009 (UdK Anzeiger 2/2010 vom 25. Januar
2010 und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 145/2010 vom 25. Januar 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten dieser
Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 76

Anlage 1: Muster der Urkunde

Urkunde
[Herrn/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

wird aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des

Bachelorstudiengangs Jazz (Vocal/Instrumental)

der akademische Grad

Bachelor of Music (B.Mus.)

verliehen.

Berlin, den [Datum]

[Der/Die Präsident/-in] [Der/Die Rektor/-in]


der Universität der Künste Berlin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
[Name P UdK] [Name R HfM]

[Der/Die künstlerische Direktor/-in]


des Jazz-Instituts Berlin
[Name KD JIB]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Urkunde B.Mus. Jazz (Vocal/Instrumental)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 77

Anlage 2: Muster des Zeugnisses

Zeugnis
[Herr/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

hat das Studium im

Bachelorstudiengang Jazz (Vocal/Instrumental)

bei [dem Hauptfachlehrer/der Hauptfachlehrerin] [Name Hauptfachlehrer/-in]

mit der Gesamtnote [Gesamtnote]

erfolgreich abgeschlossen.

Berlin, den [Datum]

[Der/Die künstlerische Direktor/-in] [Der/Die] Vorsitzende


des Jazz-Instituts Berlin des Prüfungsausschusses
[Name KD JIB] [Name PA-Vors.]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Zeugnis B.Mus. Jazz (Vocal/Instrumental)


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 78
Bachelorzeugnis von [Vorname Nachname]

Modul Leistungspunkte Note

1: Künstlerisches Hauptfach I 44 [Note]

2: Künstlerisches Hauptfach II 28 [Note]

3: Künstlerisches Hauptfach III (incl. Bachelorkonzert) 27 [Note]

4: Künstlerische Nebenfächer 34 [Note]

5: Musiktheorie/-wissenschaft 43 [Note]

6: Hörtraining 18 [Note]

7: Ergänzungsfächer 12 unbenotet

A (für Studienprofil Vocal)

B (für Studienprofil Instrumental)

8: Musikbusiness und Musikproduktion 12 unbenotet

9: Neben- und Wahlfach 12 unbenotet

10: Studium Generale 10 unbenotet

Summe und Gesamtnote 240 [Gesamtnote]

Die Leistungspunkte entsprechen dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS).

Mit diesem berufsqualifizierenden Hochschulabschluss wird gemäß § 10 Abs. 3 Berliner Hochschulgesetz in der Fassung
vom 26. Juli 2011 auch eine der allgemeinen Hochschulreife entsprechende Hochschulzugangsberechtigung erworben.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 79

Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

Diploma Supplement
Diese Diploma Supplement-Vorlage wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und UNESCO/CEPES entwickelt. Das
Diploma Supplement soll hinreichende Daten zur Verfügung stellen, die die internationale Transparenz und angemessene akademische
und berufliche Anerkennung von Qualifikationen (Urkunden, Zeugnisse, Abschlüsse, Zertifikate, etc.) verbessern. Das Diploma
Supplement beschreibt Eigenschaften, Stufe, Zusammenhang, Inhalte sowie Art des Abschlusses des Studiums, das von der in der
Originalurkunde bezeichneten Person erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Originalurkunde muss diesem Diploma Supplement beigefügt
werden. Das Diploma Supplement sollte frei sein von jeglichen Werturteilen, Äquivalenzaussagen oder Empfehlungen zur Anerkennung.
Es sollte Angaben in allen acht Abschnitten enthalten. Wenn keine Angaben gemacht werden, sollte dies durch eine Begründung
erläutert werden.

1. ANGABEN ZUM INHABER/ZUR INHABERIN DER QUALIFIKATION


1.1 Familienname / 1.2 Vorname
[Nachname, Vorname]
1.3 Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland
[Geburtsdatum, -ort, -land]
1.4 Matrikelnummer oder Code des/der Studierenden
[Matrikelnummer]

2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION


2.1 Bezeichnung der Qualifikation (ausgeschrieben, abgekürzt)
Bachelor of Music, B.Mus.
Bezeichnung des Titels (ausgeschrieben, abgekürzt)
s. 2.1
2.2 Hauptstudienfach oder –fächer für die Qualifikation
Jazz
2.3 Name der Einrichtung, die die Qualifikation verliehen hat
Universität der Künste Berlin (UdK), Jazz Institut Berlin (JIB) und Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ (HfM)
Status (Typ/Trägerschaft)
staatlich
2.4 Name der Einrichtung, die den Studiengang durchgeführt hat
s. 2.3
Status (Typ/Trägerschaft)
s. 2.3
2.5 Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache(n)
deutsch

3. ANGABEN ZUR EBENE DER QUALIFIKATION


3.1 Ebene der Qualifikation
Bachelor, erster berufsqualifizierender Abschluss
3.2 Dauer des Studiums (Regelstudienzeit)
4 Jahre, 240 Leistungspunkte
3.3 Zugangsvoraussetzung(en)
1. eine besondere künstlerische Begabung
2. für Ausländer und Ausländerinnen: ausreichende deutsche Sprachkenntnisse

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 80
Diploma Supplement

4. ANGABEN ZUM INHALT UND ZU DEN ERZIELTEN ERGEBNISSEN


4.1 Studienform
[Vollzeitstudium/Teilzeitstudium]
4.2 Anforderungen des Studiengangs/Qualifikationsprofil des Absolventen/der Absolventin
Das Studium bereitet die Studierenden auf eine Berufspraxis in dem Tätigkeitsfeld „Jazzmusiker bzw. Jazzmusikerin
(Vocal/Instrumental)“ vor. Das Studienziel ist die Entwicklung eines individuellen Künstlerprofils als Jazzmusiker oder Jazzmusikerin.
4.3 Einzelheiten zum Studiengang
Module:
1: Künstlerisches Hauptfach I
2: Künstlerisches Hauptfach II
3: Künstlerisches Hauptfach III (incl. Bachelorkonzert)
4: Künstlerische Nebenfächer
5: Musiktheorie/-wissenschaft
6: Hörtraining
7: Ergänzungsfächer
A (für Studienprofil Vocal)
B (für Studienprofil Instrumental)
8: Musikbusiness und Musikproduktion
9: Neben- und Wahlfach
10: Studium Generale
4.4 Notensystem und Hinweise zur Vergabe von Noten
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
4.5 Gesamtnote
[Gesamtnote]

5. ANGABEN ZUM STATUS DER QUALIFIKATION


5.1 Zugang zu weiterführenden Studien
Der Abschluss qualifiziert für die Aufnahme des Masterstudiums in den Studiengängen „Master of Music (Jazz-
Arrangement/-Komposition“ und „European Jazz Master (EUJAM)“.
5.2 Beruflicher Status
Jazzmusiker/-in

6. WEITERE ANGABEN
6.1 Weitere Angaben
(Nur auf Anforderung des Absolventen/der Absolventin)
6.2 Informationsquellen für ergänzende Angaben
www.jazz-institut-berlin.de

7. ZERTIFIZIERUNG
Dieses Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Originaldokumente:
- Urkunde über die Verleihung des Grades Bachelor of Music vom [Datum]
- Prüfungszeugnis vom [Datum]

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Offizieller Stempel/Siegel
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 81

Korrektur der Ordnungen für den Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ (veröffentlicht im UdK-Anzeiger


08/2014 am 18. Dezember 2014)

Studienordnung für den Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ am Jazz-Institut Berlin


vom 12. Februar 2013
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat die Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis der Universität der Künste Berlin
und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ am 12. Februar 2013 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
§ 3 Studienbeginn
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
§ 5 Studienaufbau
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
§ 8 Studienabschluss
§ 9 Studienfachberatung
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Studienplan
Anlage 2: Modulbeschreibungen

§ 1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt Ziele, Inhalt und Aufbau des Masterstudiengangs „Jazz-Arrangement/Komposition“. Sie gilt in Verbindung mit
der Prüfungsordnung für diesen Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität
der Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Gegenstand und Ziele des Studiums
Das Studium bereitet die Studierenden auf eine Berufspraxis in dem Tätigkeitsfeld „Jazzmusiker bzw. Jazzmusikerin
(Arrangement/Komposition)“ vor. Das Studienziel ist die Weiterentwicklung eines individuellen Künstlerprofils als Jazzmusiker oder
Jazzmusikerin.
§ 3 Studienbeginn
Das Masterstudium beginnt jeweils zum Sommersemester.
§ 4 Studiendauer und Studienumfang
Das Studium hat eine Regelstudienzeit von zwei Semestern. Der gesamte Studienaufwand (Präsenzzeit und Selbststudium) wird durch ein
Leistungspunktesystem abgebildet. Das Studium umfasst insgesamt 60 Leistungspunkte (LP) und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro
Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30 Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen sind
entsprechend dem Studienaufwand Leistungspunkte zugeordnet.
§ 5 Studienaufbau
(1) Das Studium ist modularisiert. Module bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen, dem
dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Jedes Modul endet mit einer Prüfung, mit deren Bestehen die Studierenden
das Erreichen der Lernziele des Moduls nachweisen.
(2) Die einzelnen Module sind im Studienplan aufgeführt, der Anlage zu dieser Ordnung ist. Ihr Inhalt wird in den Modulbeschreibungen
erläutert, die ebenfalls Anlage zu dieser Ordnung sind.
§ 6 Lehrveranstaltungsformen
Folgende Lehrveranstaltungsformen können angeboten werden:
− Künstlerischer Einzelunterricht (E): Im künstlerischen Einzelunterricht geht es um die Vermittlung musikalischer und musikalisch-
technischer Kompetenzen.
− Künstlerischer Gruppenunterricht (G): Der künstlerische Gruppenunterricht dient der Vermittlung musikalischer und musikalisch-
technischer Kompetenzen.
− Vorlesung (V): Vorlesungen sind Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden in der Regel anhand breiter Themenstellungen zur
Systematik des Faches hingeführt werden.
− Seminar (S): Ein Seminar ist in der Regel eine Lehrveranstaltung, in der die Studierenden anhand einer begrenzten Thematik in die
wissenschaftlichen und fachlichen Problemstellungen und in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt werden.
§ 7 Nachweis von Studienleistungen
(1) Leistungsnachweise zum Nachweis von Studienleistungen werden nur nach bestandener Modulprüfung vergeben.
(2) Die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen wird durch die Vergabe von Leistungspunkten nachgewiesen. Die Vergabe der
Leistungspunkte ist an die dem Modul entsprechenden Lehrveranstaltungsnachweise (Testate) bzw. Prüfungsleistungen gekoppelt, wie sie
in der Prüfungsordnung festgelegt sind.
§ 8 Studienabschluss
Das Studium ist abgeschlossen, wenn alle für das Studium notwendigen Module erfolgreich absolviert worden sind.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 82

§ 9 Studienfachberatung
(1) Für die Studienfachberatung sind ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin sowie mindestens eine studentische Hilfskraft
einzusetzen. Die Beratung gibt Auskunft über die besonderen Inhalte und Anforderungen des Fachs und hilft bei der individuellen
Studienplanung einschließlich Planung von Auslandsaufenthalten ohne Zeitverlust im Studium. Zu Beginn des Studiums wird eine
Studienverlaufsberatung angeboten. Darüber hinaus gehört die Mitwirkung an der Studienfachberatung zu den hauptberuflichen Aufgaben
aller Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen. Außerdem führt das Jazz Institut Berlin eine Orientierungseinheit für Studienanfänger und
Studienanfängerinnen durch.
(2) Weitere Beratungsgespräche finden auf Wunsch der Studierenden oder auf Veranlassung der Lehrkräfte statt.
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Studienordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung sowohl im Anzeiger der Universität der Künste Berlin als auch im
Amtlichen Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Studienordnung für den Studiengang „Master of Music (Jazz)“ vom 16. November 2004 (UdK Anzeiger 9/2005
vom 12. Oktober 2005 und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 65/2005 vom 12. Oktober 2005)
einschließlich der Änderungsordnungen vom 5. Dezember 2007 (UdK Anzeiger 6/2008 vom 17. Juni 2008 und Amtliches Mitteilungsblatt
der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 84/2008 vom 17. Juni 2008) und 1. Juli 2009 (UdK Anzeiger 2/2010 vom 25. Januar 2010
und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 149/2010 vom 25. Januar 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die zu diesem Zeitpunkt noch immatrikuliert sind, können abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden
Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die Entscheidung ist dem Prüfungsamt innerhalb von sechs Monaten nach
Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 83

Anlage 1: Studienplan
für den Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“

# Modul LV SWS Min/ LP je Sem. ∑ LP Modulabschluss


Woche 1. Sem. 2. Sem.
1 Mentorbetreutes künstlerisches E 1 60 13 14 27 Masterkonzert im 2. Semester
Projekt und Masterkonzert (benotet)
2 Arrangement/Komposition E 1,5 90 6 6 12 Schriftliche Abschlussprüfung (benotet)
3 Musikproduktion E 1 60 5 5 10 CD-Produktion (benotet)
4 Musikbusiness G 5-7 1 60 5 5 erfolgreiche Teilnahme (unbenotet)
5 Masterensemble G 8-10 2 120 3 3 6 erfolgreiche Teilnahme, Studio-
Aufnahme (unbenotet)
∑ 27 33 60

grau unterlegt: im Studienablauf zeitlich variabel

Abkürzungen: LP (Leistungspunkt/e), LV (Lehrveranstaltung), E (Einzelunterricht), G (Gruppenunterricht/-größe), S (Seminar), V (Vorlesung),


Sem. (Semester)

Anlage 2: Modulbeschreibungen
für den Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“

Modul 1: Mentorbetreutes künstlerisches Projekt und Masterkonzert Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Das Modul „künstlerisches Projekt“ stellt das Kernstück des Studiengangs dar. Der/die Studierende wählt für die Dauer des Studiums
eine/n Mentor/in. Die Entwicklung einer künstlerischen Ästhetik gepaart mit ausgeprägter Eigenständigkeit ist, unter der Anleitung
des/der Mentor/in, das vorrangige Ausbildungsziel. Das schon bei der Zugangsprüfung vorgestellte Projekt wird in Zusammenarbeit mit
dem/der Mentor/in visionär weiterentwickelt und zur Konzertreife gebracht. Hierbei sollen dem/der Studierenden größtmögliche
Freiheiten in Entwicklung und Definition der künstlerischen Identität ermöglicht werden.
- Im Zuge des Studiums soll es dem/der Studierenden ermöglicht werden, solistisch und als musikalische/r Leiter/in eines Ensembles die
zeitgenössische Konzertlandschaft zu prägen.
- Im Masterkonzert zeigt sich die Realisierung des eigenen Projekts.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Mentorbetreutes E 1 27 Feststellbare künstlerische 1. und 2. Semester.
künstlerisches Projekt und Entwicklung, sichere Umsetzung Der/die Studierende ist
Masterkonzert eigener ästhetischer Vorstellungen; organisatorisch dafür
Testate verantwortlich, dass ein Teil des
Unterrichts mit seinem/ihrem
Ensemble stattfindet.
Leistungspunkte insgesamt: 27 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 810 Stunden
Die Prüfung findet im 2. Modulsemester statt. davon 15 Stunden Präsenzunterricht
Vortrag eines umfangreichen Programms von ca. 45 Minuten, mit überwiegend
Eigenkompositionen aus dem Bereich Jazz.
Vor dem Konzert ist der Prüfungskommission eine ausführliche schriftliche
Konzertinformation vorzulegen.
Die Prüfungskommission bewertet das Masterkonzert unter Einschluss der Leistungen als
a) aktive/r Musiker/in bzw. Solist/in
b) Komponist/in bzw. Arrangeur/in
c) musikalischer Leitung
d) Projektleitung
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 84

Modul 2: Arrangement/Komposition Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Der/die Studierende soll befähigt werden, Kompositionen und Arrangements für verschiedene Besetzungen und Ensembles, von Big Band
bis hin zu größeren Ensembles, zu erstellen. Vorrangiges Ziel ist die kompositorische Strukturierung des Masterabschlusskonzertes. Dieses
Modul soll zur Schärfung und stärkeren Konturierung des in der Zugangsprüfung vorgestellten Projektes, dessen Instrumentierung und
zur klanglichen Realisierung dienen.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Arrangement/Komposition E 1,5 12 Regelmäßige Teilnahme, Erstellung 1. und 2. Semester
div. Arrangements u.
Kompositionen, Vorlage eines
Konzertprogramms mit eigenen
Arrangements und Kompositionen
sowie eines Big Band Arrangements
im ersten Semester in jazzüblicher
Notation; Testate
Leistungspunkte insgesamt: 12 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 360 Stunden
Die Prüfung findet im 2. Modulsemester statt. davon 22,5 Stunden Präsenzunterricht
Vorlage von mindestens fünf Kompositionen/Arrangements (keine Leadsheets)
Die Prüfungskommission bewertet die eingereichten Kompositionen/Arrangements.
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 3: Musikproduktion (Computer + Studio) Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Im Fach Musikproduktion werden künstlerische Aspekte der Musikproduktion und ihre technische Umsetzung im Studio und am
Computer bis zum fertigen Tonträger vermittelt. Der/die Studierende soll befähigt werden, eigene ästhetische und klangliche
Vorstellungen mit Hilfe zeitgenössischer technischer Mittel im Bereich Studiotechnik umsetzen zu können.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Musikproduktion E 1 10 Regelmäßige Teilnahme, Testate, 1. und 2. Semester
Produktion einer CD
Leistungspunkte insgesamt: 10 Dauer des Moduls: 2 Semester
Modulabschluss (benotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 300 Stunden
Die Prüfung findet im 2. Modulsemester statt. davon 15 Stunden Präsenzunterricht
Der Kandidat/die Kandidatin hat eine eigene CD zu erstellen.
Die Prüfungskommission bewertet die CD, sowie den Werdegang der Erstellung.
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Modul 4: Musikbusiness Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Schwerpunkt des Moduls ist das Erlangen der Qualifikation, um die wirtschaftliche Verwertung von künstlerischer Arbeit in ökonomischer,
administrativer, rechtlicher und steuerlicher Hinsicht mitgestalten zu können. Das Modul vertieft das Grundwissen in Verwertungs-,
Steuer-, Urheber- und Vertragsrecht sowie in Veranstaltungs- und Versicherungswesen. Darüber hinaus werden über Analysen und
Vorträge Kontakte zur musikverwertenden Wirtschaft hergestellt. Der/die Studierende lernt, sein/ihr Potential und seine/ihre künstlerische
Arbeit hinsichtlich einer kommerziellen Verwertung richtig einzuschätzen.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Musikbusiness V/S 1 5 Regelmäßige Teilnahme; Testat Im Studienablauf zeitlich variabel.
Das Modul kann mit
Gastdozent/innen und in Form von
Blockseminaren stattfinden.
Leistungspunkte insgesamt: 5 Dauer des Moduls: 1 Semester
Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 150 Stunden
Das Testat über eine erfolgreiche Teilnahme ist vorzulegen. davon 15 Stunden Präsenzunterricht
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 85

Modul 5: Masterensemble Teilnahmevoraussetzungen: ./.


Qualifikationsziele und Lehrinhalte:
Das Masterensemble befasst sich überwiegend mit den künstlerischen Visionen der teilnehmenden Studierenden. Improvisation und
musikalische Kommunikation sowie formale Gestaltung spielen eine zentrale Rolle. In diesem Modul sollen die Voraussetzungen dafür
geschaffen werden, dass Studierende lernen, sich komplex so zu vernetzen, dass diese Verbindungen auch über die Zeit des Studiums
hinaus fortbestehen.
Fächer/Modulelement Lehrform SWS LP Voraussetzung für LP-Vergabe Erläuterungen
Masterensemble G 8 - 10 2 6 Erfolgreiche Teilnahme, Studio- 1. und 2. Semester
Aufnahme

Leistungspunkte insgesamt: 6 Dauer des Moduls: 2 Semester


Modulabschluss (unbenotet): Arbeitsaufwand: insgesamt 180 Stunden
Als Prüfung ist die Aufnahme einer Studio-Aufnahme vorzulegen. davon 30 Stunden Präsenzunterricht
Verwendbarkeit: Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ Häufigkeit des Angebots: Jedes Semester

Abkürzungen:
LP (Leistungspunkt/-e), LV (Lehrveranstaltung), E (Einzelunterricht), G (Gruppenunterricht/-größe), S (Seminar), V (Vorlesung)
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 86

Prüfungsordnung für den Masterstudiengang „Jazz-Arrangement/Komposition“ am Jazz-Institut Berlin


vom 12. Februar 2013
Aufgrund von § 71 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Hochschulen im Land Berlin (Berliner Hochschulgesetz – BerlHG) in der
Neufassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) hat die Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis der Universität der Künste Berlin
und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ am 12. Februar 2013 folgende Ordnung beschlossen:

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zweck der Prüfungen
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
§ 7 Prüfungsausschuss
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
§ 11 Bewertung von Prüfungsleistungen
§ 12 Bildung der Abschlussnote
§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
§ 18 Studienabschließende Prüfung
§ 19 Modulbeschreibungen
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
§ 23 Prüfungsprotokoll
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
Anlage 1: Muster der Urkunde
Anlage 2: Muster des Zeugnisses
Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

§ 1 Geltungsbereich
Diese Prüfungsordnung regelt den Abschluss des Masterstudiengangs „Jazz-Arrangement/Komposition“. Sie gilt in Verbindung mit der
Studienordnung zu diesem Studiengang. Im Übrigen gelten die Regelungen der Rahmenstudien- und -prüfungsordnung der Universität der
Künste Berlin vom 4. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 1/2013 vom 8. Januar 2013).
§ 2 Zweck der Prüfungen
(1) Der Masterstudiengang führt zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. Mit dem Masterabschluss wird nachgewiesen, dass
die Studierenden befähigt sind, den Beruf als Jazzmusiker oder Jazzmusikerin in seinen vielfältigen Ausformungen professionell auszuüben.
Dabei soll der Nachweis künstlerisch-technischen Könnens sowie gestalterischen Vermögens hinsichtlich Interpretationsfähigkeit und
Stilempfindens erbracht werden.
(2) Durch die einzelnen Modulprüfungen als Bestandteile der Masterprüfung wird nachgewiesen, dass die wesentlichen Lernziele der
jeweiligen Module im Rahmen der Studienziele erreicht worden sind.
§ 3 Zugangsvoraussetzungen
(1) Zugangsvoraussetzung ist u.a. eine besondere künstlerische Begabung. Näheres über Zugangsvoraussetzungen und
Zulassungsverfahren regelt die Zulassungsordnung.
(2) Die Zulassung zum Studium erfolgt jeweils zum Sommersemester.
§ 4 Zeugnis und Hochschulgrad, Diploma Supplement
(1) Das mit Erfolg absolvierte Studium wird auf einer Urkunde und einem Zeugnis bescheinigt. Mit der Urkunde wird der akademische Grad
Master of Music (M.Mus.) verliehen. Das Zeugnis weist aus:
− die Module und die damit vergebenen Bewertungen und Leistungspunkte,
− das studienabschließende Modul mit der zugehörigen Bewertung und den Leistungspunkten sowie dem Thema der Masterarbeit
− den Hauptfachlehrer bzw. die Hauptfachlehrerin
− das Ergebnis der Masterprüfung.
(2) Das Zeugnis wird von dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom künstlerischen Direktor bzw. der künstlerischen
Direktorin des Jazz Instituts Berlin unterzeichnet, die Urkunde vom künstlerischen Direktor bzw. der künstlerischen Direktorin des Jazz
Institut Berlin und vom Präsidenten oder von der Präsidentin der Universität der Künste Berlin sowie dem Rektor bzw. der Rektorin der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Zeugnis und Urkunde tragen den Kopf der Universität der Künste Berlin und den der Hochschule für
Musik „Hanns Eisler“ und die Siegel beider Hochschulen. Zeugnisse sollen so rechtzeitig ausgefertigt werden, dass spätestens drei Monate
nach der letzten Prüfung der Grad verliehen werden kann, soweit nicht planmäßig noch weitere Studienleistungen ausstehen.
(3) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Studiums wird dem Absolventen bzw. der Absolventin ein Diploma Supplement in deutscher
und englischer Sprachform verliehen, das nach national und international gebräuchlichen Standards der Einstufung und Bewertung des
Abschlusses dient.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 87

§ 5 Studien- und Prüfungsaufbau, Teilzeitstudium


(1) Das gesamte Studium besteht aus Modulen. Sie bilden Lehr- und Lerneinheiten, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen,
dem dazugehörigen Selbststudium und Prüfungen zusammensetzen. Das Erreichen der Lernziele des Moduls wird in der Regel durch eine
Modulabschlussprüfung oder ein Testat über die erfolgreiche Teilnahme oder anderen, in den Modulbeschreibungen festgelegten
Leistungen nachgewiesen.
(2) Die Masterprüfung setzt sich aus den einzelnen Modulprüfungen sowie der studienabschließenden Modulprüfung zusammen.
Modulprüfungen können sich aus mehreren Prüfungsteilen zusammensetzen.
(3) Die Meldung zur Abschlussprüfung erfolgt regelmäßig am Ende des ersten Semesters, die Prüfung erfolgt im zweiten Semester.
(4) Der Studiengang kann insgesamt oder in einzelnen Semestern als Teilzeitstudium studiert werden, wenn bei dem bzw. der Studierenden
folgende Bedingungen gegeben sind:
− Berufstätigkeit
− Pflege und Erziehung eines Kindes im Alter von bis zu zehn Jahren
− Pflege pflegebedürftiger eines oder einer nahen Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes
− eine Behinderung, die ein Teilzeitstudium erforderlich macht
− eine bestehende Schwangerschaft
− die Wahrnehmung eines Mandats eines Organs der Universität der Künste Berlin, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks
Berlin
− sonstige schwerwiegende Gründe
(5) Das Teilzeitstudium ist rechtzeitig schriftlich und mit aussagekräftigen Belegen beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Der
Prüfungsausschuss entscheidet über die Gewährung, den Zeitraum und den Zeitanteil zum regulären Studium. Er legt gemeinsam mit dem
Antragsteller bzw. der Antragstellerin einen individuellen Studienplan für die Zeit des Teilzeitstudiums fest. Dabei ist zu beachten, dass die
Entwicklungsprozesse in den Jahrgangsgruppen des Studiengangs nicht beeinträchtigt werden.
§ 6 Regelstudienzeit und Studienumfang
(1) Die Regelstudienzeit beträgt zwei Semester. Der gesamte Studienaufwand wird durch ein Leistungspunktesystem abgebildet. Das
Studium umfasst insgesamt 60 Leistungspunkte und durchschnittlich 30 Leistungspunkte pro Semester. Einem Leistungspunkt liegen ca. 30
Arbeitsstunden zugrunde. Jedem Modul und seinen einzelnen Lehrveranstaltungen werden dem Studienaufwand entsprechend
Leistungspunkte zugeordnet.
(2) Die Gliederung des Studienverlaufs sowie die zugeordneten Leistungspunkte sind dem Studienplan zu entnehmen, der der
Studienordnung als Anlage beigefügt ist.
§ 7 Prüfungsausschuss
(1) Zuständig für die Organisation und sonstige Angelegenheiten der Prüfungen für diesen Studiengang ist der Prüfungsausschuss „Jazz-
Arrangement/-Komposition“. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und ihre Vertreter und Vertreterinnen werden von der gemeinsamen
Kommission (GK) mit Entscheidungsbefugnis gewählt. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre, die des studentischen
Mitglieds ein Jahr. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, von denen drei der Gruppe der Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen, eines der Gruppe der akademischen Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen und eines der Gruppe der
Studierenden des Studiengangs „Jazz-Arrangement/-Komposition“ angehören.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus der Mitgliedergruppe Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen einen Vorsitzenden oder eine
Vorsitzende und einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt
nach Ablauf der Amtsperiode weiter aus, bis die Nachfolger und Nachfolgerinnen gewählt worden sind und ihr Amt angetreten haben.
(3) Der Prüfungsausschuss
− legt die Prüfungstermine fest,
− bestellt die Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen und die Prüfungskommissionen,
− achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,
− entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen.
(4) Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf den Vorsitzenden oder die Vorsitzende übertragen.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, den Prüfungen beizuwohnen und sich über die Einhaltung der
Prüfungsordnung zu informieren.
(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem Öffentlichen Dienst
angehören, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende entsprechend zu verpflichten.
(7) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig bei Anwesenheit von drei Mitgliedern einschließlich des oder der Vorsitzenden oder des
Stellvertreters oder der Stellvertreterin. Er beschließt mit einfacher Mehrheit; die Stimmenmehrheit der Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen muss gegeben sein. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag.
§ 8 Prüfer bzw. Prüferinnen und Beisitzer bzw. Beisitzerinnen
(1) Prüfungsberechtigt sind alle Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihres Fachgebietes und akademische Mitarbeiter
und akademische Mitarbeiterinnen, sofern sie zur selbständigen Lehre berechtigt sind. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin
darf nur sein, wer mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
(2) Studienbegleitende Prüfungen können von nur einem Prüfer oder einer Prüferin und einem sachkundigen Beisitzer oder einer
sachkundigen Beisitzerin abgenommen werden.
(3) Die Masterprüfung wird von einer Prüfungskommission bestehend aus mindestens drei Prüfern und Prüferinnen bewertet. Zwei Prüfer
oder Prüferinnen müssen Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen sein.
(4) Schriftliche Prüfungsleistungen sind in der Regel von zwei Prüfern, bzw. Prüferinnen zu bewerten, mündliche Prüfungen von zwei
Prüfern bzw. Prüferinnen oder einem Prüfer bzw. einer Prüferin und einem Beisitzer bzw. einer Beisitzerin. Letztmögliche Prüfungsversuche
sind von mindestens zwei prüfungsberechtigten Personen abzunehmen.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 88

(5) Der Prüfling kann einen Prüfer oder eine Prüferin sowie einen studentischen Beisitzer oder eine studentische Beisitzerin vorschlagen. Der
Vorschlag begründet keinen Anspruch. Wenn der Prüfungsausschuss diesem Vorschlag nicht nachkommt, muss dies begründet werden. Die
Namen der Prüfer und Prüferinnen sollen dem Prüfling rechtzeitig bekannt gegeben werden.
§ 9 Regelungen zum Nachteilsausgleich
(1) Weist ein Studierender oder eine Studierende nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beein-
trächtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der vorgese-
henen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit dem oder der Studierenden und dem Prüfer
oder der Prüferin Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten
Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.
(2) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Leistungen, die Erbringung von Leistungen, die Wiederholung von Leistungen, die
Gründe für das Versäumnis von Leistungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Leistungen betroffen sind, stehen der Krankheit
von Studierenden die Krankheit einer oder eines nahen Angehörigen und die dazu notwendige alleinige Betreuung durch den bzw. die
Studierende gleich. Nahe Angehörige sind Kinder, Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner. Gleiches gilt angelehnt an die Regelungen in
§§ 3 und 6 Mutterschutzgesetz für Schwangere und Wöchnerinnen. Der Prüfungsausschuss legt auf schriftlichen begründeten Antrag in
Absprache mit dem bzw. der Studierenden abweichende Fristen fest. Den Studierenden steht es dabei frei, diese abweichenden Fristen in
Anspruch zu nehmen.
§ 10 Bestehen und Nichtbestehen, Gegenvorstellungsverfahren
(1) Das Studium ist mit der erfolgreichen Abschlussprüfung abgeschlossen. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen aller für das
Studium vorgesehenen Module bestanden sind, bzw. die in der Modulbeschreibung festgelegten Leistungen nachgewiesen sind.
(2) Eine Modulprüfung mit mehreren Prüfungsteilen muss in all ihren Teilen bestanden sein. Über ein bestandenes Modul wird den Stu-
dierenden eine Modulbescheinigung (ggf. mit Note) ausgestellt.
(3) Hat der oder die Studierende bereits an einer anderen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine Modulprüfung endgültig
nicht bestanden, die nach Inhalt, Umfang und Anforderungen einer oder mehreren Modulprüfungen dieses Studiengangs entspricht, so
kann das Studium nicht fortgesetzt werden. Die Masterprüfung gilt als endgültig nicht bestanden.
(4) Bewertungen von Prüfungsleistungen sind zu begründen. Die Bewertung schriftlicher Prüfungen muss schriftlich erfolgen.
(5) Gegen Prüfungsbewertungen können die Betroffenen nach Abschluss des Prüfungsverfahrens Gegenvorstellung beim zuständigen
Prüfungsausschuss erheben. Gegen Bewertungen von mündlichen Prüfungen, von studienbegleitend abgelegten oder vorgezogenen
Prüfungsteilen kann unmittelbar beim Prüfungsausschuss Gegenvorstellung erhoben werden.
(6) Eine fehlende Begründung gem. Abs. 4 ist auf Verlangen unverzüglich nachzuholen. Nach Zugang der Begründung können die
Betroffenen Gegenvorstellung beim Prüfungsausschuss gem. Abs. 5 erheben.
(7) Die Gegenvorstellungen sind innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe des begründeten Prüfungsergebnisses zu erheben.
(8) Der Prüfungsausschuss ist für eine ordnungsgemäße Durchführung des Gegenvorstellungsverfahrens verantwortlich. Er leitet die
Gegenvorstellung den Prüfern oder Prüferinnen zu, gegen deren Entscheidung sich die Gegenvorstellung richtet. Der Prüfungsausschuss
teilt die Entscheidung der Prüfer oder Prüferinnen über die Gegenvorstellung den Betroffenen mit.
(9) Die Prüfer oder Prüferinnen entscheiden grundsätzlich innerhalb eines Monats über die Gegenvorstellungen. Dabei sind die betroffenen
Bewertungen und die für die Bewertung maßgeblichen Gründe zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Überprüfung einschließlich der Benotung
ist schriftlich entsprechend Abs. 4 zu begründen.
§ 11 Bewertung von Prüfungsleistungen
(1) Für die Benotung der Modulabschlussprüfungen bzw. der entsprechenden Prüfungsteile sind folgende Noten zu verwenden:
1 = sehr gut - eine hervorragende Leistung
2 = gut - eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend - eine Leistung, die durchschnittlich liegenden Anforderungen entspricht
4 = ausreichend - eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht
5 = nicht ausreichend - eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt
werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7; 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Prüfungsleistungen werden wie folgt bewertet:
Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 = sehr gut
Bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 = gut
Bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 = befriedigend
Bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 = ausreichend
Bei einem Durchschnitt ab 4,1 = nicht ausreichend
(3) Bei der Berechnung zusammengefasster Noten wird nur die erste Dezimalstelle berücksichtigt. Bei mehreren Prüfern bzw. Prüferinnen
einer Einzelleistung errechnet sich die Note aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Besteht die Modulprüfung aus mehreren
Prüfungsteilen, so errechnet sich die Modulnote aus dem nach Leistungspunkten gewichteten Mittelwert der Noten der Prüfungsteile.
(4) Neben der Notenskala nach Abs. 2 ist eine relative Note auf der Grundlage des ECTS Users’ Guide in der jeweils geltenden Fassung
auszuweisen. Die Bezugsgruppe soll innerhalb von bis zu drei Abschlusskohorten eine Mindestgröße umfassen, die jeweils durch die
Fakultät festzulegen ist. Erreicht die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen nicht die geforderte Mindestgröße, so ist im Diploma
Supplement der Notenspiegel der entsprechenden Abschlusskohorte aufzunehmen.
(5) Bei durch Gruppenarbeit erbrachten Leistungen muss der individuelle Anteil der Beteiligten feststellbar sein.
§ 12 Bildung der Abschlussnote
(1) Die Abschlussnote des Masterstudiengangs ist der nach Leistungspunkten gewichtete Mittelwert der Noten aller benoteten
Modulprüfungen. Dabei werden die Leistungspunkte des studienabschließenden Moduls (Modul 1) anderthalbfach gezählt.
(2) Das Masterstudium gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn jede Modulabschlussnote mindestens „ausreichend” lautet.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 89

§ 13 Überschreiten der Regelstudienzeit


Studierende, die sich nicht innerhalb der Regelstudienzeit zum studienabschließenden Modul anmelden, müssen noch während des zweiten
Fachsemesters eine Studienberatung wegen Überschreitens der Regelstudienzeit aufsuchen.
§ 14 Anmeldung zu studienbegleitenden Prüfungen
(1) Studierende melden Modulabschlussprüfungen innerhalb der vom Prüfungsausschuss gesetzten und veröffentlichten Fristen im
Prüfungsamt an. Repertoirelisten und Transkriptionen werden soweit erforderlich mit eingereicht.
(2) Überschreitet ein Studierender oder eine Studierende die festgelegte Meldefrist, wird er oder sie vom Prüfungsamt aufgefordert, sich zur
Prüfung zu melden. Kommt er oder sie dieser Aufforderung nicht nach, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
(3) Der Prüfungsausschuss bestimmt die Prüfer bzw. Prüferinnen und gibt diese drei Wochen vor dem Prüfungszeitpunkt bekannt. Der
Kandidat oder die Kandidatin kann einen bzw. eine der Prüfer und Prüferinnen vorschlagen.
§ 15 Ankündigung und Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen
Die Lehrenden geben zu Beginn des Semesters die Formen und Anforderungen der Prüfungen bekannt. Die Ergebnisse werden den
Studierenden mitgeteilt und mündlich begründet. Über ein bestandenes Modul wird den Studierenden eine Modulbescheinigung (ggf. mit
Note) ausgestellt.
§ 16 Wiederholung von studienbegleitenden Prüfungen
(1) Eine nicht bestandene Prüfung kann nach frühestens vier Wochen, vom Tage des Nichtbestehens an gerechnet, einmal wiederholt
werden, und zwar in der Regel vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters. Lässt die Art der Prüfung diesen Termin
nicht zu, so wird entweder ein anderer Wiederholungstermin oder eine andere Art der Prüfung festgelegt, die geeignet ist, den
Studienerfolg des Kandidaten oder der Kandidatin zu überprüfen. Die Wiederholungsprüfung muss spätestens zum Beginn der auf die
Prüfung folgenden Vorlesungszeit des Semesters abgelegt werden. Bei zusammengesetzten Modulprüfungen muss jedes nicht bestandene
Prüfungsteil wiederholt werden.
(2) Wird ein Modul endgültig nicht bestanden, kann das Studium nicht fortgesetzt werden.
§ 17 Anmeldung zur studienabschließenden Prüfung
(1) Die Anmeldung zum studienabschließenden Modul (Modul 1: Mentorbetreutes künstlerisches Projekt und Masterkonzert) erfolgt zu
Beginn des ersten Semesters beim Prüfungsausschuss.
(2) Bei der Anmeldung sind folgende Unterlagen beizufügen:
− eine Erklärung des Kandidaten oder der Kandidatin, dass ihm oder ihr die Studien- und Prüfungsordnung bekannt sind;
− eine Erklärung darüber, ob der Kandidat oder die Kandidatin bereits eine Masterprüfung in einem vergleichbaren Studiengang nicht
bestanden hat, oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet;
− geplantes Programm für das öffentliche Konzert (Masterprüfung).
(3) Von der Anmeldung kann innerhalb von acht Wochen zurückgetreten werden.
(4) Über die Zulassung zur Masterprüfung entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung kann nur erfolgen, wenn alle geforderten
Unterlagen eingereicht wurden
§ 18 Studienabschließende Prüfung
(1) Die Abschlussprüfung (künstlerische Prüfung) besteht aus:
− dem Masterkonzert: Vortrag eines umfangreichen Programms von ca. 45 Minuten, mit überwiegend Eigenkompositionen aus dem
Bereich Jazz
− einer ausführlichen schriftlichen Konzertinformation, die der Prüfungskommission vor dem Konzert vorzulegen ist.
(2) Des weiteren bewertet die Prüfungskommission das Masterkonzert unter Einschluss der Leistungen als
a) aktive/-r Musiker/-in bzw. Solist /-in
b) Arrangeur/-in bzw. Komponist/-in
c) musikalische Leitung
d) Projektleitung.
(3) Für die gesamte Prüfungsleistung des studienabschließenden Moduls wird von der Prüfungskommission eine Bewertung vergeben.
Danach erfolgt durch diese Kommission eine Gesamtbewertung des Studiums. Bei der Bewertung soll die Prüfungskommission die
Gesamtstudienleistung des bzw. der Studierenden zusammenfassen.
(4) Die nicht bestandene Abschlussprüfung oder Teile davon sind grundsätzlich einmal wiederholbar. Wird sie auch in der Wiederholung
nicht bestanden, so gilt sie als endgültig nicht bestanden. Fehlversuche an anderen Universitäten im Geltungsbereich des Grundgesetzes
werden angerechnet. Der Studierende oder die Studierende kann in diesem Falle das Studium nicht fortsetzen.
(5) Die Prüfungskommission teilt dem Kandidaten oder der Kandidatin nach der Prüfung innerhalb einer Woche in einem Gespräch die
Bewertung mit.
§ 19 Modulbeschreibungen
Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere Angaben über:
– Qualifikationsziele und Lehrinhalte des Moduls,
– Lehrformen,
– Teilnahmevoraussetzungen,
– Verwendbarkeit des Moduls,
– Prüfungen und Vorleistungen,
– Arbeitsaufwand und Leistungspunkte,
– Dauer der Module,
– Häufigkeit des Angebots.
Die Modulbeschreibungen sind Bestandteil der Studienordnung. Zur Information der Studierenden und für Maßnahmen der
Qualitätssicherung können die Modulbeschreibungen vom Prüfungsausschuss konkretisiert und ergänzt werden.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 90

§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen


(1) Studien- und Prüfungsleistungen, die an anderen deutschen oder ausländischen Hochschulen (innerhalb und außerhalb der europä-
ischen Region) oder in anderen Studiengängen der Universität der Künste Berlin erbracht wurden, werden im Sinne des Übereinkommens
vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich der europäischen Region (Lissabon-Konvention; BGBl.
2007 II S. 712) angerechnet, soweit keine wesentlichen Unterschiede entgegenstehen. Hierbei ist kein schematischer Vergleich, sondern
die Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung ausschlaggebend. Für die Anrechnung von an ausländischen Hochschulen erbrachten
Leistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie
Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperationen und -partnerschaften zu beachten. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der
Vergleichbarkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Nicht bestandene Prüfungen sind bezüglich der
Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen. Über die Anrechnung entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag. Wird dem
Antrag nicht entsprochen, ist dies schriftlich zu begründen.
(2) Kompetenzen, die außerhalb der Hochschulen erworben worden sind, sind bis zur Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte
anzurechnen.
(3) Leistungen und Kompetenzen nach Abs. 1 und 2 dürfen nur einmal angerechnet werden.
§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
(1) Eine Prüfungsleistung wird mit „nicht ausreichend“ bewertet, wenn der Prüfling zu dem angesetzten Termin ohne triftige Gründe nicht
erscheint oder wenn er nach Beginn der Abnahme einer Prüfung ohne triftige Gründe zurücktritt.
(2) Die für das Versäumnis oder den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich angezeigt und
glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Die Entscheidung über die Anerkennung oder Nicht-
Anerkennung der geltend gemachten Gründe wird dem Prüfling vom Prüfungsausschuss mitgeteilt. Werden die Gründe für das Versäumnis
oder den Rücktritt anerkannt, wird ein neuer Termin festgelegt. Bereits vorliegende Leistungen sind in diesem Fall anzuerkennen.
(3) Versucht der Prüfling, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder durch Nutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu
beeinflussen, wird die Prüfung mit „nicht ausreichend“ bewertet. In besonders schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss
bestimmen, dass eine Wiederholung nicht möglich ist.
(4) Der Prüfling hat das Recht, innerhalb von acht Wochentagen die Entscheidungen nach den Abs. 1 und 3 vom Prüfungsausschuss
überprüfen zu lassen. Dazu ist ein schriftlicher Antrag zu stellen.
(5) Der Prüfungsausschuss ist verpflichtet, den Prüfling belastende Entscheidungen unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. In den Fällen, die in den Abs. 1 und 3 ausgeführt sind, ist der Prüfling vom Prüfungsausschuss
anzuhören.
§ 22 Befugnis zur Datenverarbeitung und Einsicht in die Prüfungsakten
(1) Der Prüfungsausschuss ist befugt, die in dieser Prüfungsordnung aufgeführten personenbezogenen Daten für die Erfüllung ihm
zugewiesener Aufgaben im erforderlichen Umfang zu verarbeiten. Die Übermittlung ist nur aufgrund einer besonderen Rechtsvorschrift
zulässig. Der Prüfungsausschuss kann eine anonymisierte Geschäftsstatistik führen.
(2) Prüfungsunterlagen werden in Prüfungsakten geführt. Diese werden durch den Prüfungsausschuss oder in seinem Auftrag erstellt und
bearbeitet. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre aufzubewahren. Nicht schriftliche Prüfungsarbeiten, insbesondere künstlerische
Arbeiten, können in digitaler Form dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen in digitaler Form beträgt zwei
Jahre.
(3) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Prüfung wird dem Kandidaten oder der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist
Einsicht in seine oder ihre Prüfungsunterlagen gewährt. Der Prüfungsausschuss bestimmt im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle der
Universität der Künste Ort und Zeit der Einsichtnahme.
§ 23 Prüfungsprotokoll
(1) Über alle Prüfungen ist ein Protokoll zu führen. In dem Protokoll müssen Beginn und Ende der Prüfung, bei schriftlichen
Prüfungsleistungen der Abgabezeitpunkt der Arbeit, die Namen der Mitglieder der Prüfungskommission und die Namen der
Prüfungskandidaten und -kandidatinnen, die Gegenstände der Prüfung, die Bewertung der Einzelleistungen und in Fällen des
Nichtbestehens eine Begründung enthalten sein. Das Protokoll ist von allen an der Prüfung beteiligten Prüfern, Prüferinnen und vom
studentischen Beisitzer oder der studentischen Beisitzerin zu unterzeichnen.
(2) Prüfungsprotokolle sind innerhalb einer Woche der Prüfungsakte im Immatrikulations- und Prüfungsamt beizufügen.
§ 24 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsregelungen
(1) Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung sowohl im Anzeiger der Universität der Künste Berlin als auch im
Amtlichen Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Studiengang „Master of Music (Jazz)“ vom 16. November 2004 (UdK Anzeiger 9/2005
vom 12. Oktober 2005 und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 65/2005 vom 12. Oktober 2005)
einschließlich der Änderungsordnungen vom 5. Dezember 2007 (UdK Anzeiger 6/2008 vom 17. Juni 2008 und Amtliches Mitteilungsblatt
der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 86/2008 vom 17. Juni 2008) und 1. Juli 2009 (UdK Anzeiger 2/2010 vom 25. Januar 2010
und Amtliches Mitteilungsblatt der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Nr. 151/2010 vom 25. Januar 2010) außer Kraft.
(3) Studierende, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung ihr Studium „Master of Music (Jazz)“ am Jazz-Institut Berlin begonnen haben, können
abweichend von Abs. 2 ihr Studium nach den bisher geltenden Regelungen abschließen oder in die neue Ordnung wechseln. Die
Entscheidung ist innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten dieser Ordnung schriftlich mitzuteilen und ist nicht revidierbar.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 91

Anlage 1: Muster der Urkunde

Urkunde
[Herrn/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

wird aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des

Masterstudiengangs Jazz-Arrangement/Komposition

der akademische Grad

Master of Music (M.Mus.)

verliehen.

Berlin, den [Datum]

[Der/Die Präsident/-in] [Der/Die Rektor/-in]


der Universität der Künste Berlin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
[Name P UdK] [Name R HfM]

[Der/Die Künstlerische Direktor/-in]


des Jazz-Instituts Berlin
[Name KD JIB]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Urkunde M.Mus. Jazz-Arrangement/Komposition


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 92

Anlage 2: Muster des Zeugnisses

Zeugnis
[Herr/Frau] [Vorname Nachname]

geboren am [Geburtsdatum]

in [Geburtsort]

hat das Studium im

Masterstudiengang Jazz-Arrangement/Komposition

bei [dem Hauptfachlehrer/der Hauptfachlehrerin] [Name Hauptfachlehrer/-in]

mit der Gesamtnote [Gesamtnote]

erfolgreich abgeschlossen.

Berlin, den [Datum]

[Der/Die Künstlerische Direktor/-in] [Der/Die] Vorsitzende


des Jazz-Instituts Berlin des Prüfungsausschusses
[Name KD JIB] [Name PA-Vors.]

UdK XXXXX (YY.ZZZZ) Zeugnis M.Mus. Jazz-Arrangement/Komposition


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 93
Masterzeugnis von [Vorname Nachname]

Modul Leistungspunkte Note

1: Mentorbetreutes künstlerisches Projekt und Masterkonzert 27 [Note]

2: Arrangement/Komposition 12 [Note]

3: Musikproduktion 10 [Note]

4: Musikbusiness 5 unbenotet

5: Masterensemble 6 unbenotet

Summe und Gesamtnote 60 [Gesamtnote]

Die Leistungspunkte entsprechen dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS).

Thema der Masterarbeit: [Thema]


Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 94

Anlage 3: Muster des Diploma Supplements

Diploma Supplement
Diese Diploma Supplement-Vorlage wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und UNESCO/CEPES entwickelt. Das
Diploma Supplement soll hinreichende Daten zur Verfügung stellen, die die internationale Transparenz und angemessene akademische
und berufliche Anerkennung von Qualifikationen (Urkunden, Zeugnisse, Abschlüsse, Zertifikate, etc.) verbessern. Das Diploma
Supplement beschreibt Eigenschaften, Stufe, Zusammenhang, Inhalte sowie Art des Abschlusses des Studiums, das von der in der
Originalurkunde bezeichneten Person erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Originalurkunde muss diesem Diploma Supplement beigefügt
werden. Das Diploma Supplement sollte frei sein von jeglichen Werturteilen, Äquivalenzaussagen oder Empfehlungen zur Anerkennung.
Es sollte Angaben in allen acht Abschnitten enthalten. Wenn keine Angaben gemacht werden, sollte dies durch eine Begründung
erläutert werden.

1. ANGABEN ZUM INHABER/ZUR INHABERIN DER QUALIFIKATION


1.1 Familienname / 1.2 Vorname
[Nachname, Vorname]
1.3 Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland
[Geburtsdatum, -ort, -land]
1.4 Matrikelnummer oder Code des/der Studierenden
[Matrikelnummer]

2. ANGABEN ZUR QUALIFIKATION


2.1 Bezeichnung der Qualifikation (ausgeschrieben, abgekürzt)
Master of Music, M.Mus.
Bezeichnung des Titels (ausgeschrieben, abgekürzt)
s. 2.1
2.2 Hauptstudienfach oder –fächer für die Qualifikation
Jazz
2.3 Name der Einrichtung, die die Qualifikation verliehen hat
Universität der Künste Berlin (UdK), Jazz Institut Berlin (JIB) und Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ (HfM)
Status (Typ/Trägerschaft)
staatlich
2.4 Name der Einrichtung, die den Studiengang durchgeführt hat
s. 2.3
Status (Typ/Trägerschaft)
s. 2.3
2.5 Im Unterricht/in der Prüfung verwendete Sprache(n)
deutsch

3. ANGABEN ZUR EBENE DER QUALIFIKATION


3.1 Ebene der Qualifikation
Master, weiterer berufsqualifizierender Abschluss
3.2 Dauer des Studiums (Regelstudienzeit)
1 Jahr, 60 Leistungspunkte
3.3 Zugangsvoraussetzung(en)
a) ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss (Bachelor, Magister, Diplom, sonst. Examen) an einer künstlerischen und/oder
wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder ein vergleichbarer Abschluss eines mindestens
sechssemestrigen Studiums im In- oder Ausland
b) eine besondere künstlerische Begabung für den Studiengang
c) für Ausländer und Ausländerinnen: ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 95
Diploma Supplement

4. ANGABEN ZUM INHALT UND ZU DEN ERZIELTEN ERGEBNISSEN


4.1 Studienform
[Vollzeitstudium/Teilzeitstudium]
4.2 Anforderungen des Studiengangs/Qualifikationsprofil des Absolventen/der Absolventin
Das Studium bereitet die Studierenden auf eine Berufspraxis in dem Tätigkeitsfeld „Jazzmusiker bzw. Jazzmusikerin
(Arrangement/Komposition)“ vor. Das Studienziel ist die Weiterentwicklung eines individuellen Künstlerprofils als Jazzmusiker oder
Jazzmusikerin.
4.3 Einzelheiten zum Studiengang
Module:
1: Mentorbetreutes künstlerisches Projekt und Masterkonzert
2: Arrangement/Komposition
3: Musikproduktion
4: Musikbusiness
5: Masterensemble
4.4 Notensystem und Hinweise zur Vergabe von Noten
1 = sehr gut – eine hervorragende Leistung
2 = gut – eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
3 = befriedigend – eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend – eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt
5 = nicht ausreichend – eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt
4.5 Gesamtnote
[Gesamtnote]

5. ANGABEN ZUM STATUS DER QUALIFIKATION


5.1 Zugang zu weiterführenden Studien
möglich
5.2 Beruflicher Status
Jazzmusiker/Jazzmusikerin (Arrangement/Komposition)

6. WEITERE ANGABEN
6.1 Weitere Angaben
(Nur auf Anforderung des Absolventen/der Absolventin)
6.2 Informationsquellen für ergänzende Angaben
www.jazz-institut-berlin.de

7. ZERTIFIZIERUNG
Dieses Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Originaldokumente:
- Urkunde über die Verleihung des Grades Master of Music vom [Datum]
- Prüfungszeugnis vom [Datum]

Datum der Zertifizierung: Vorsitzende/-r des Prüfungsausschusses


Offizieller Stempel/Siegel
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 96

Grundordnung der Universität der Künste Berlin


vom 5. Februar 2014
Der erweiterte Akademische Senat der Universität der Künste Berlin hat in seiner Sitzung am 5. Februar 2014 auf der Grundlage des § 3
Abs. 2 des Berliner Hochschulgesetztes (BerlHG) in der Fassung vom 26. Juli 2011 (GVBl. S. 378) folgende Grundordnung beschlossen.
Soweit die Grundordnung von den §§ 24 bis 29, 34 bis 36, 51 bis 58, 60 bis 67, 69 bis 75 sowie 83 bis 121 BerlHG abweicht, ist diese
Abweichung durch § 7 a i.V.m. § 137 a BerlHG gedeckt.

Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt: Zentrale Organe der Hochschule, Aufgaben und Zusammensetzung
§ 1 Zentrale Organe der Hochschule
§ 2 Hochschulleitung
§ 3 Erweitertes Präsidium
§ 4 Hochschulrat
§ 5 Aufgaben des Hochschulrats
§ 6 Aufgaben der Leitung der Hochschule
§ 7 Aufgaben des Akademischen Senats
§ 8 Zusammensetzung des erweiterten Akademischen Senats
§ 9 Aufgaben des erweiterten Akademischen Senats
Zweiter Abschnitt: Ständige Kommissionen des Akademischen Senats
§ 10 Ständige Kommissionen des Akademischen Senats
§ 11 Kommission für Studium und Entwicklungsplanung
§ 12 Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben
§ 13 Kommission für das Bibliothekswesen
§ 14 Kommission für Chancengleichheit
§ 15 Kommission für Lehrerbildung
§ 16 Hochschulübergreifende Zentren
§ 17 Weiterbildungsaufgaben der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen
Dritter Abschnitt: Mitgliedschaft
§ 18 Erstmitgliedschaft
§ 19 Zweitmitgliedschaft
§ 20 Erlöschen der Mitgliedschaft
§ 21 Voraussetzungen der Ehrenmitgliedschaft
§ 22 Zuständigkeit für die Verleihung
§ 23 Entzug der Ehrenmitgliedschaft
§ 24 Weitere Tätigkeiten von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses
Vierter Abschnitt: Verfahren für die Gremien der akademischen Selbstverwaltung
§ 25 Geschäftsordnung
§ 26 Amtszeiten
§ 27 Fristen
§ 28 Informationspflicht und -recht
§ 29 Ausübung des suspensiven Gruppenvetos
§ 30 Reihenfolge der stimmberechtigten Mitwirkung der Vertreter und Vertreterinnen der Mitgliedergruppen im Institutsrat
§ 31 Einsetzung der Gemeinsamen Kommissionen der Fakultäten
§ 32 Besetzung der Gemeinsamen Kommissionen
§ 33 Konstituierung und Vorsitz
§ 34 Aufhebung und Auflösung
§ 35 Erweiterte Beteiligung von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen bei Entscheidungen über Berufungsvorschläge,
Habilitationen sowie Habilitations- und Promotionsordnungen
§ 36 Rechtsstellung der nicht dem Fakultätsrat angehörenden mitwirkenden Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen
§ 37 Beschlussfassung
Fünfter Abschnitt: Frauenbeauftragte
§ 38 Hauptberufliche Frauenbeauftragte
§ 39 Aufgaben
§ 40 Rechtsstellung
§ 41 Beirat
§ 42 Frauenvollversammlung
§ 43 Verfahren zur Wahl der hauptberuflichen Frauenbeauftragten
§ 44 Nebenberufliche Frauenbeauftragte
§ 45 Aufwandsentschädigung
Sechster Abschnitt: Bestellung von Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen
§ 46 Verfahren
Siebenter Abschnitt: Bestellung von außerplanmäßigen Professoren und außerplanmäßigen Professorinnen
§ 47 Allgemeine Grundsätze zur Verleihung einer außerplanmäßigen Professur
§ 48 Voraussetzungen
§ 49 Verfahrensablauf
§ 50 Erlöschen bzw. Widerruf der Würde
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 97

Achter Abschnitt: Schlussbestimmungen


§ 51 Inkrafttreten
§ 52 Außerkrafttreten

Erster Abschnitt: Zentrale Organe der Hochschule, Aufgaben und Zusammensetzung


§ 1 Zentrale Organe der Hochschule
Zentrale Organe der Hochschule sind:
1. der Präsident oder die Präsidentin,
2. der Akademische Senat,
3. der erweiterte Akademische Senat,
4. der Hochschulrat.
§ 2 Hochschulleitung
(1) Der Präsident oder die Präsidentin leitet die Universität der Künste Berlin. Er oder sie vertritt die Hochschule. Für den Präsidenten oder
die Präsidentin gelten die Vorschriften der §§ 52 bis 56 Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) mit Ausnahme von § 52 Abs. 3 BerlHG. Die
Amtszeit des Präsidenten oder der Präsidentin beträgt fünf Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Eine Abwahl ist ausgeschlossen.
(2) Der Erste Vizepräsident oder die Erste Vizepräsidentin ist der ständige Vertreter oder die ständige Vertreterin des Präsidenten oder der
Präsidentin. Für den Ersten Vizepräsidenten oder die Erste Vizepräsidentin gelten die Vorschriften der §§ 53, 57 Abs. 1, 2 und 6 BerlHG mit
der Ergänzung, dass neben dem Akademischen Senat auch der Präsident oder die Präsidentin ein Vorschlagsrecht hat. Die Amtszeit des
Ersten Vizepräsidenten oder der Ersten Vizepräsidentin beträgt zweieinhalb Jahre, endet jedoch spätestens mit dem Ende der Amtszeit des
Präsidenten oder der Präsidentin. Der Erste Vizepräsident oder die Erste Vizepräsidentin amtiert bei Ausscheiden des Präsidenten oder der
Präsidentin aus dem Amt weiter, bis ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt wurde. Wiederwahl des Ersten
Vizepräsidenten oder der Ersten Vizepräsidentin ist zulässig. Eine Abwahl ist ausgeschlossen.
(3) Der weitere Vizepräsident oder die weitere Vizepräsidentin werden vom erweiterten Akademischen Senat gewählt. Die Wahl bedarf der
Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Vorschlagsberechtigt sind sowohl der Präsident oder die Präsidentin als auch der
Akademische Senat. Der Wahlvorschlag des Akademischen Senats hat die Vorschläge zu berücksichtigen, die von mindestens einem Drittel
seiner Mitglieder unterstützt werden. Gewählt werden können alle der Hochschule angehörenden hauptberuflichen Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen. Die Amtszeit des weiteren Vizepräsidenten oder der weiteren Vizepräsidentin beträgt zweieinhalb Jahre, endet
jedoch spätestens mit dem Ende der Amtszeit des Präsidenten oder der Präsidentin. Wiederwahl ist zulässig. Eine Abwahl ist
ausgeschlossen.
(4) Es wird ein Präsidium gebildet, das aus dem Präsidenten oder der Präsidentin, dem Ersten Vizepräsidenten oder der Ersten
Vizepräsidentin und dem weiteren Vizepräsidenten oder der weiteren Vizepräsidentin besteht, und in dem der Präsident oder die
Präsidentin den Vorsitz hat. Das Präsidium berät den Präsidenten bzw. die Präsidentin in den konkreten Leitungsentscheidungen. Der
Präsident oder die Präsidentin kann die Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen mit Aufgaben betrauen. Der Kanzler oder die Kanzlerin hat
ein Teilnahme-, Rede- und Antragsrecht im Präsidium.
(5) Der Kanzler oder die Kanzlerin ist Leiter oder Leiterin der Verwaltung und berät das Präsidium. Es gilt für ihn oder sie § 58 BerlHG mit
Ausnahme des Abs. 1 Satz 4.
§ 3 Erweitertes Präsidium
(1) Das erweiterte Präsidium besteht aus den Mitgliedern des Präsidiums nach § 2, den Dekanen und Dekaninnen und den Vorsitzenden
der Institutsräte der Zentralinstitute. Der Präsident oder die Präsidentin kann zu bestimmten Themen weitere interne oder externe
Fachberater und Fachberaterinnen hinzuziehen.
(2) Das erweiterte Präsidium berät den Präsidenten oder die Präsidentin in der grundlegenden strategischen, konzeptionellen und
fachlichen Ausrichtung der Hochschule und zu Querschnittsaufgaben zu den Fakultäten. Es tritt mindestens einmal im Semester zusammen.
(3) Zur Entlastung der Dekane und Dekaninnen werden vom jeweiligen Fakultätsrat zwei Prodekane oder zwei Prodekaninnen gemäß § 72
Abs. 1 BerlHG gewählt. Bei Bedarf kann ein Studiendekan oder eine Studiendekanin gewählt werden.
§ 4 Hochschulrat
(1) Der Hochschulrat ist gemäß § 2 Abs. 4 BerlHG ein besonderes Organ des Zusammenwirkens von Hochschule, Staat und Gesellschaft.
Ihm gehören an:
1. das für die Hochschulen zuständige Mitglied des Senats von Berlin, das sich vertreten lassen kann,
2. der Präsident oder die Präsidentin der Universität,
3. vier externe Vertreter oder Vertreterinnen aus Kultur, Wirtschaft, Gewerkschaft und Wissenschaft, von denen mindestens zwei
Frauen sind und zwei ihren Tätigkeitsschwerpunkt außerhalb Berlins haben.
Die Mitglieder gemäß Nr. 3 sollen über berufliche Erfahrungen im Kultur-, Wirtschafts- oder Wissenschaftsbereich verfügen und in der Lage
sein, grundlegende und richtungsweisende Entscheidungen für die Hochschulen zu treffen. Sie müssen die Gewähr dafür bieten, dass sie
für die Wahrnehmung der mit dieser Funktion verbundenen Aufgaben in zeitlich ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen. Die
gewählten Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und erhalten ihre Auslagen nach dem Bundesreisekostengesetz erstattet.
(2) Die vier Mitglieder des Hochschulrats gemäß Abs. 1 Nr. 3 werden aufgrund eines gemeinsamen Vorschlags des Präsidenten oder der
Präsidentin und des für die Hochschulen zuständigen Mitglieds des Senats von Berlin vom Akademischen Senat bestätigt und von dem für
die Hochschulen zuständigen Mitglied des Senats von Berlin bestellt.
(3) Die Amtszeit der Mitglieder gemäß Abs. 1 Nr. 3 beträgt vier Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Der Hochschulrat wählt aus seinem Kreis
einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Vertreter oder eine Vertreterin.
(4) Die Vizepräsidenten oder die Vizepräsidentinnen, die Dekane und Dekaninnen, die Vorsitzenden der Institutsräte der Zentralinstitute, ein
Vertreter oder eine Vertreterin der Personalvertretung, die Frauenbeauftragte sowie ein Vertreter oder eine Vertreterin des Allgemeinen
Studentenausschusses und der Kanzler oder die Kanzlerin nehmen an den Sitzungen des Hochschulrats mit Rede- und Antragsrecht teil.
(5) Der Hochschulrat gibt sich eine Geschäftsordnung.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 98

§ 5 Aufgaben des Hochschulrats


(1) Der Hochschulrat ist zuständig für
1. die Beratung des Präsidenten oder der Präsidentin sowie der zentralen Gremien bei Entscheidungen von grundsätzlicher oder
besonderer Bedeutung. Welche Angelegenheiten von grundsätzlicher oder besonderer Bedeutung sind, entscheidet im Zweifelsfall
der Hochschulrat selbst.
2. die Billigung des Entwurfs und Feststellung des Haushaltsplanes, auf der Grundlage des Entwurfs des Präsidenten oder der
Präsidentin nach Stellungnahme des Akademischen Senats,
3. die Stellungnahme zu den Entwicklungs- und Ausstattungsplänen,
4. die Stellungnahme zum Bericht der Frauenbeauftragten gemäß § 59 Abs. 5 BerlHG,
5. die Errichtung, Veränderung und Aufhebung von Fakultäten und anderen Organisationseinheiten der Hochschule auf Vorschlag des
Akademischen Senats,
6. den Erlass einer Rahmengebührensatzung auf der Grundlage eines Entwurfs der Hochschulleitung nach Stellungnahme des
Akademischen Senats,
7. Entscheidungen über Unternehmungsgründungen und Beteiligungen gemäß § 4 Abs. 11 BerlHG,
8. die Auswahl des Kanzlers oder der Kanzlerin,
9. die Bildung hochschulübergreifender Zentren auf Vorschlag des Akademischen Senats,
10. Personalangelegenheiten gemäß § 6 Abs. 1.
(2) Der Hochschulrat kann von Einrichtungen der Selbstverwaltung die Erstattung von Berichten verlangen und andere Stellen auffordern,
bestimmte Angelegenheiten zu überprüfen.
§ 6 Aufgaben der Leitung der Hochschule
(1) Dienstbehörde, oberste Dienstbehörde, Personalstelle und Personalwirtschaftsstelle ist der Präsident oder die Präsidentin, soweit der
Hochschulrat nicht besondere Zuständigkeiten an sich zieht. Er oder sie kann seine bzw. ihre Befugnisse im Einvernehmen mit der
Senatsverwaltung für Inneres auf das Landesverwaltungsamt übertragen.
(2) Für den Präsidenten oder die Präsidentin und den Kanzler oder die Kanzlerin liegen die Zuständigkeiten nach Abs. 1 bei der für
Hochschulen zuständigen Senatsverwaltung.
(3) Soweit nicht andere Organe der Hochschule zuständig sind, entscheidet der Präsident oder die Präsidentin. Er oder sie ist insbesondere
zuständig für
1. den Entwurf des Haushaltsplanes,
2. die Festlegung der Zweckbestimmung von Stellen für Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen nach Maßgabe des
Hochschulstrukturplanes im Einvernehmen mit der für die Hochschulen zuständigen Senatsverwaltung nach Stellungnahme durch
den Akademischen Senat,
3. den Entwurf der Rahmengebührensatzung sowie den Erlass der entsprechenden dem Hochschulrat zur Kenntnis vorzulegenden
Gebührensätze,
4. die Bestätigung und Beanstandung von Satzungen gemäß § 90 Abs. 1 Satz 1 BerlHG.
Die Bestätigung kann teilweise oder mit Auflagen erteilt werden. Sie kann auch befristet werden. Die Bestätigung ist ganz oder
teilweise zu versagen, soweit Rechtsvorschriften gegen geltendes Recht verstoßen. Ist die Bestätigung ganz oder teilweise zu
versagen, weist die Hochschulleitung die Satzung zur erneuten Beratung und Beschlussfassung an das zuständige Organ zurück.
§ 90 Abs. 1 Satz 2 BerlHG bleibt unberührt. Bei der Bestätigung von Studien- und Prüfungsordnungen ist der Zeitraum festzulegen,
innerhalb dessen die den Ordnungen zugrunde liegenden Studiengänge akkreditiert werden müssen. Dies entfällt, wenn die
Universität der Künste Berlin insgesamt oder der betroffene Bereich über ein akkreditiertes Programm zur Qualitätssicherung des
Studienangebots (Systemakkreditierung) verfügt.
Die Ergebnisse der Akkreditierungen und der nachfolgenden Reakkreditierungen sind in geeigneter Weise hochschulintern zu
veröffentlichen.
§ 7 Aufgaben des Akademischen Senats
Der Akademische Senat ist zuständig für
1. die Stellungnahme zum Entwurf des Haushaltsplanes,
2. Vorschläge für die Errichtung, Veränderung und Aufhebung von Fakultäten und anderen Organisationseinheiten,
3. die Einrichtung, Veränderung und Aufhebung von Studiengängen,
4. den Erlass von Satzungen, soweit gesetzlich nichts anderes vorgesehen ist,
5. die Aufstellung von Grundsätzen für Lehre, Studium und Prüfungen, den Beschluss fachübergreifender Verfahrensregelungen für
Hochschulprüfungen sowie die Stellungnahme zu Studien- und Prüfungsordnungen der Fakultäten,
6. die Beschlussfassung über Hochschulentwicklungspläne und Ausstattungspläne,
7. die Beschlussfassung über die Frauenförderrichtlinien und die Frauenförderpläne, Stellungnahme zum Bericht der Frauenbeauftragten
gemäß § 59 Abs. 5 BerlHG,
8. die Stellungnahme zu den Berufungsvorschlägen der Fakultäten,
9. Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung in Fragen der Forschung und der Förderung des wissenschaftlichen und des
künstlerischen Nachwuchses,
10. Anträge auf Einrichtung, Ausstattung, Entwicklung und Zuordnung von Sonderforschungsbereichen,
11. die Festsetzung von Zulassungszahlen,
12. Vorschläge für die Bildung hochschulübergreifender Zentren,
13. die Beschlussfassung über den Vorschlag zur Wahl des Präsidenten oder der Präsidentin und der Vizepräsidenten oder der
Vizepräsidentinnen,
14. die Stellungnahme zur Zweckbestimmung von Stellen für Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen,
15. sonstige akademische Angelegenheiten, die die Hochschule als Ganzes betreffen, soweit keine andere Zuständigkeit besteht.
§ 8 Zusammensetzung des erweiterten Akademischen Senats
(1) Der erweiterte Akademische Senat setzt sich zusammen aus
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 99

1. den Mitgliedern des Akademischen Senats,


2. neun Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen,
3. drei akademischen Mitarbeitern oder akademischen Mitarbeiterinnen,
4. drei Studierenden,
5. drei sonstigen Mitarbeitern oder sonstigen Mitarbeiterinnen.
(2) Die zusätzlichen Mitglieder des erweiterten Akademischen Senats werden auf eigenen Listen nach denselben Grundsätzen gewählt wie
die übrigen Mitglieder des Akademischen Senats. Das Konzil entfällt mit der Konstituierung des erweiterten Akademischen Senats als
eigenständiges Organ.
§ 9 Aufgaben des erweiterten Akademischen Senats
Der erweiterte Akademische Senat ist zuständig für
1. die Wahl des Präsidenten oder der Präsidentin und der Vizepräsidenten oder Vizepräsidentinnen,
2. die Beschlussfassung über die Grundordnung und
3. die Entgegennahme und Erörterung des Rechenschaftsberichts des Präsidenten oder der Präsidentin.

Zweiter Abschnitt: Ständige Kommissionen des Akademischen Senats


§ 10 Ständige Kommissionen des Akademischen Senats
(1) Zur Unterstützung des Akademischen Senats und des Präsidenten oder der Präsidentin werden folgende Ständige Kommissionen
gemäß § 61 Abs. 3 in Verbindung mit § 7 a (Erprobungsklausel) BerlHG gebildet:
1. Kommission für Studium und Entwicklungsplanung (SEK),
2. Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben (KKWV),
3. Kommission für das Bibliothekswesen (BWK),
4. Kommission für Chancengleichheit (KfC),
5. Kommission für Lehrerbildung (SKL).
(2) Die Mitglieder sowie die stellvertretenden Mitglieder der Ständigen Kommissionen werden von den Vertretern und Vertreterinnen ihrer
Mitgliedergruppe im Akademischen Senat für zwei Jahre benannt.
(3) Der oder die Vorsitzende einer Ständigen Kommission und der Stellvertreter oder die Stellvertreterin müssen Mitglieder der Kommission
sein; sie werden von der jeweiligen Ständigen Kommission für die Dauer ihrer Amtszeit zum oder zur Vorsitzenden gewählt.
§ 11 Kommission für Studium und Entwicklungsplanung
Die Zusammensetzung der SEK wird wie folgt festgelegt:
1. vier Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen,
2. vier akademische Mitarbeiter oder akademische Mitarbeiterinnen,
3. vier Studierende,
4. ein sonstiger Mitarbeiter oder eine sonstige Mitarbeiterin,
5. der für Studium und Entwicklungsplanung zuständige Vizepräsident bzw. die entsprechende Vizepräsidentin mit beratender Stimme
und jeweils eine entsprechende Anzahl von Stellvertretern und Stellvertreterinnen.
§ 12 Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben
Die Zusammensetzung der KKWV wird wie folgt festgelegt:
1. vier Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen
2. zwei akademische Mitarbeiter oder akademische Mitarbeiterinnen,
3. ein Studierender oder eine Studierende,
4. ein sonstiger Mitarbeiter oder eine sonstige Mitarbeiterin,
5. der für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben zuständige Vizepräsident bzw. die entsprechende Vizepräsidentin mit beratender
Stimme
und jeweils eine entsprechende Anzahl von Stellvertretern und Stellvertreterinnen.
§ 13 Kommission für das Bibliothekswesen
Die Zusammensetzung der BWK wird wie folgt festgelegt:
1. drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen,
2. zwei akademische Mitarbeiter oder akademische Mitarbeiterinnen,
3. ein Studierender oder eine Studierende,
4. ein sonstiger Mitarbeiter oder eine sonstige Mitarbeiterin,
5. der Leiter oder die Leiterin der Universitätsbibliothek mit beratender Stimme
und jeweils eine entsprechende Anzahl von Stellvertretern und Stellvertreterinnen.
§ 14 Kommission für Chancengleichheit
Die Zusammensetzung der KfC wird wie folgt festgelegt:
1. drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen,
2. drei akademische Mitarbeiter oder akademische Mitarbeiterinnen,
3. drei Studierende,
4. drei sonstige Mitarbeiter oder sonstige Mitarbeiterinnen,
5. der für Chancengleichheit zuständige Vizepräsident bzw. die entsprechende Vizepräsidentin mit beratender Stimme
und jeweils eine entsprechende Anzahl von Stellvertretern und Stellvertreterinnen.
§ 15 Kommission für Lehrerbildung
Die Zusammensetzung der SKL wird wie folgt festgelegt:
1. fünf Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen,
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 100

2. zwei akademische Mitarbeiter oder akademische Mitarbeiterinnen,


3. zwei Studierende,
4. der Leiter bzw. die Leiterin des Referats für Studienangelegenheiten,
5. der für die Lehrerbildung zuständige Vizepräsident bzw. die entsprechende Vizepräsidentin mit beratender Stimme,
6. zwei Vertreter bzw. Vertreterinnen der Berliner Schulpraxis mit beratender Stimme
und jeweils eine entsprechende Anzahl von Stellvertretern und Stellvertreterinnen.
Die Sitze zur Nr. 1 sollen im Verhältnis 2:2:1 durch die Lehramtsbereiche Kunst, Musik und musisch-ästhetische Erziehung besetzt werden.
Die Sitze zu den Nrn. 2-3 sollen paritätisch mit Mitgliedern der Fakultäten Bildende Kunst und Musik besetzt werden.
Für die Vertreter und Vertreterinnen der Schulpraxis hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft ein Vorschlagsrecht.
§ 16 Hochschulübergreifende Zentren
(1) Für die Aufgaben in Forschung, Lehre, künstlerischen Entwicklungsvorhaben oder Weiterbildung kann der Hochschulrat auf Vorschlag
des Akademischen Senats die Beteiligung der Universität der Künste an hochschulübergreifenden Zentren beschließen.
(2) Die Einrichtung eines hochschulübergreifenden Zentrums ist für eine Dauer von längstens zehn Jahren zu befristen. Die Entscheidung
über eine Verlängerung, die ebenfalls zu befristen ist, trifft der Hochschulrat auf Vorschlag des Akademischen Senats nach
vorangegangener Evaluation.
(3) Soweit Befugnisse von Gremien der beteiligten Hochschulen berührt sind, werden Entscheidungen von einer Gemeinsamen Kommission
getroffen. Die Befugnisse des Hochschulrates bleiben unberührt. Die Einrichtung und die Zusammensetzung der Gemeinsamen Kommission
sowie Finanzierung, Organisation und Leitung des hochschulübergreifenden Zentrums werden von den Hochschulleitungen der beteiligten
Hochschulen nach Bestätigung durch die Akademischen Senate durch Vertrag vereinbart. Die Gemeinsame Kommission kann sich eine
Satzung geben.
§ 17 Weiterbildungsaufgaben der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen
Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen können Lehraufträge für Weiterbildungsaufgaben erhalten.

Dritter Abschnitt: Mitgliedschaft


§ 18 Erstmitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft (Erstmitgliedschaft) in den Fakultäten und Institutionen (wissenschaftlichen, künstlerisch-wissenschaftlichen und
künstlerischen Einrichtungen) ergibt sich bei den
1. Hochschulmitgliedern, die in einem Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule stehen, aus der Zuordnung der im Stellenplan
ausgewiesenen Stelle oder aus der Zuordnung zu den Mitteln, aus denen sie bezahlt werden;
2. Personen, die aus Mitteln Dritter bezahlt werden und mit Zustimmung des Präsidenten oder der Präsidentin hauptberuflich an der
Hochschule tätig sind, aus der Mitgliedschaft desjenigen Hochschulmitgliedes, das sie beschäftigt;
3. Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen sowie den Privatdozenten und Privatdozentinnen (einschließlich der
außerplanmäßigen Professoren und außerplanmäßigen Professorinnen) aus einem Beschluss des Fakultätsrats oder Institutsrats auf
Antrag des oder der Betroffenen;
4. Lehrbeauftragten und gastweise tätigen Lehrkräften aus einem Beschluss des Fakultätsrats oder Institutsrats auf Antrag des oder
der Betroffenen;
5. Studierenden und Doktoranden und Doktorandinnen durch Option für eine Fakultät ihres Studiengangs und - falls vorhanden - ein
Institut dieser Fakultät.
(2) Ein Hochschulmitglied kann nur in einer Fakultät und nur in einer Mitgliedergruppe gemäß § 45 BerlHG Erstmitglied sein; wenn es
Erstmitglied einer Fakultät ist, kann es daneben Erstmitglied eines Instituts dieser Fakultät sein. Ergäbe sich gemäß Abs. 1 Anspruch auf
Mitgliedschaft in mehreren Organisationseinheiten oder in mehreren Mitgliedergruppen, so begründet ein Beschäftigungsverhältnis die
Erstmitgliedschaft. Besteht kein Beschäftigungsverhältnis, so kann das Hochschulmitglied gegenüber dem Präsidenten oder der Präsidentin
für eine dieser Möglichkeiten optieren; die Option kann nur zum Beginn eines Semesters bis zum Ablauf der Rückmeldefrist geändert
werden.
§ 19 Zweitmitgliedschaft
(1) Ein Hochschulmitglied kann neben der Erstmitgliedschaft gemäß § 18 nach Maßgabe dieser Vorschrift Mitglied weiterer
Organisationseinheiten (Zweitmitgliedschaft) sein, Zweitmitglied eines Instituts jedoch nur, wenn es zugleich Mitglied (Erst- oder
Zweitmitglied) der betreffenden Fakultät ist. Zweitmitglieder haben dieselben Rechte wie Erstmitglieder bis auf das Wahlrecht und das
Recht zur Mitwirkung im Fakultätsrat über Berufungsvorschläge, Habilitationen sowie Habilitations- und Promotionsordnungen.
(2) Ein Hochschulmitglied kann eine oder mehrere Zweitmitgliedschaften erwerben, wenn das von seiner Qualifikation her gerechtfertigt
und für die Zusammenarbeit nützlich ist.
(3) Eine Zweitmitgliedschaft gemäß Abs. 2 entsteht durch Beschluss des Fakultätsrats oder Institutsrats auf Antrag oder mit nachträglicher
Zustimmung des Mitglieds. Sie erlischt mit dem Ende der Erstmitgliedschaft, durch Austrittserklärung oder durch Beschluss des Fakultätsrats
oder Institutsrats.
§ 20 Erlöschen der Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft eines Hochschulmitglieds, das in einem Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule steht, erlischt mit Beendigung des
Beschäftigungsverhältnisses. Die Mitgliedschaftsstellung eines entpflichteten Hochschullehrers oder einer entpflichteten Hochschullehrerin
bleibt unberührt.
(2) Die Mitgliedschaft von Gastprofessoren und Gastprofessorinnen sowie Gastdozenten oder Gastdozentinnen erlischt mit der Beendigung
des freien Dienstverhältnisses, die der Lehrbeauftragten erlischt mit dem Ende des Lehrauftrages; sie erlischt nicht, wenn diese gastweise
beschäftigten Lehrkräfte im unmittelbar anschließenden Semester wieder beschäftigt werden.
(3) Die Mitgliedschaft von Drittmittelbeschäftigten gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 2 erlischt mit der Beendigung der hauptberuflichen Tätigkeit an
der Hochschule oder mit dem Erlöschen der Mitgliedschaft des Mitglieds, das sie beschäftigt.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 101

(4) Die Mitgliedschaft der Personen gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 3 erlischt mit dem Erreichen der Altersgrenze für die Versetzung von
Hochschullehrerinnen in den Ruhestand.
(5) Die Mitgliedschaft von Studierenden sowie Doktoranden und Doktorandinnen endet mit der Exmatrikulation.
§ 21 Voraussetzungen der Ehrenmitgliedschaft
(1) Die Hochschule kann als seltene Auszeichnung die Würde eines Ehrenmitgliedes verleihen (§ 2 Abs. 6 BerlHG). Die Verleihung setzt
bedeutsame Verdienste um die Hochschule voraus. Die Auszeichnung kann auch mit dem Titel Ehrensenator oder Ehrensenatorin verliehen
werden.
(2) Ein Ehrenmitglied darf weder Mitglied der Hochschule noch ihres Hochschulrats sein. Ein Ehrenmitglied darf nicht in einem
unmittelbaren oder mittelbaren Dienst- oder Amtsverhältnis zum Land Berlin stehen und sich dabei aufgabengemäß mit der Universität der
Künste Berlin zu befassen haben. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an solche Personen ist jedoch zulässig, wenn ihre Mitgliedschaft
erloschen ist oder sie von ihren amtlichen Pflichten entbunden worden sind.
§ 22 Zuständigkeit für die Verleihung
Die Ehrenmitgliedschaft wird vom Akademischen Senat auf Vorschlag des Präsidenten oder der Präsidentin oder einer Fakultät verliehen.
Dem Antrag müssen eine Begründung und der Lebenslauf des oder der zu Ehrenden beiliegen. Der Akademische Senat zieht vor der
abschließenden Beschlussfassung mindestens drei Gutachten bei.
§ 23 Entzug der Ehrenmitgliedschaft
Die Ehrenmitgliedschaft kann wieder entzogen werden, wenn
1. wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrigerweise als gegeben angenommen worden sind oder
2. sich das Ehrenmitglied durch sein späteres Verhalten der Ehrenmitgliedschaft unwürdig erwiesen hat.
§ 24 Weitere Tätigkeiten von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen nach Beendigung des
Beschäftigungsverhältnisses
(1) Den Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen stehen nach dem Eintritt in den Ruhestand die mit der Lehrbefugnis verbundenen
Rechte zur Abhaltung von Lehrveranstaltungen und zur Beteiligung an Prüfungen zu. Sie sind berechtigt, Forschungsarbeiten und
künstlerische Projekte zu betreuen und vor dem Eintritt in den Ruhestand begonnene Forschungsarbeiten und künstlerische Projekte
abzuwickeln. Entsprechendes gilt für Personen gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 3, deren Mitgliedschaft gemäß § 20 Abs. 4 erloschen ist.
(2) Der Fakultätsrat kann aus wichtigem Grund über eine befristete weitere Tätigkeit von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen
beschließen, wenn sie vor Eintritt in den Ruhestand aus ihrem Beschäftigungsverhältnis ausscheiden. Ein wichtiger Grund ist insbesondere
die Wahrnehmung von Angelegenheiten in Lehre und Forschung, die bereits vor der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses begonnen
wurden und im öffentlichen Interesse abgeschlossen werden müssen. Diese Aufgaben müssen an die Person gebunden und dürfen nicht
übertragbar sein. Hierzu gehören die Abwicklung von Forschungsarbeiten, Diplom- bzw. Bachelor- oder Masterarbeiten, Dissertationen und
Habilitationsschriften, künstlerischen Projekten, die Beteiligung an Hochschul- und Staatsprüfungen, die Scheinvergabe.
(3) Der Beschluss gemäß Abs. 2 muss vom Fakultätsrat vor Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses gefasst und dem oder der
Betroffenen mitgeteilt worden sein. Er wird mit der Zustimmung des oder der Betroffenen wirksam.
(4) Eine weitere Tätigkeit gemäß Abs. 1 und 2 begründet keinen Anspruch auf Entgelt gegen die Universität der Künste Berlin.
(5) Die weitere Tätigkeit gemäß Abs. 2 soll im Falle der Abwicklung von Forschungsvorhaben bis zum Ende des dem Ausscheiden folgenden
Semesters befristet werden. Sie darf auch bei mehrmaligen Beschlüssen über die Fortdauer eine Höchstzeit von drei Jahren nicht
überschreiten.

Vierter Abschnitt: Verfahren für die Gremien der akademischen Selbstverwaltung


§ 25 Geschäftsordnung
Die Gremien der akademischen Selbstverwaltung können sich eine Geschäftsordnung geben. Besteht für einen Fakultätsrat, eine
Gemeinsame Kommission mit Entscheidungsbefugnis sowie einen Institutsrat keine Geschäftsordnung, gilt die Geschäftsordnung des
Akademischen Senats entsprechend.
§ 26 Amtszeiten
Die Berechnung der Amtszeiten gemäß § 49 Abs. 1 BerlHG erfolgt nach akademischen Jahren im Sinne von § 29 Abs. 1 Satz 2 BerlHG. Die
Amtszeit von studentischen Mitgliedern kann auf ein Jahr verkürzt werden.
§ 27 Fristen
Fristen in dieser Grundordnung und in anderen Rechtsvorschriften und Geschäftsordnungen der Hochschule enden am letzten Tag um 15
Uhr; der zentrale Wahlvorstand kann für Wahlen im Einzelfall eine andere Uhrzeit festlegen. Endet eine Frist an einem Sonnabend, einem
Sonntag oder einem gesetzlichen Feiertag, so ist für die Fristwahrung der nächste Arbeitstag, bei rückläufiger Fristberechnung ist der
vorhergehende Arbeitstag maßgebend. Fristen werden durch die akademischen Weihnachtsferien gehemmt; Rechtsvorschriften und
Geschäftsordnungen der Hochschule können vorsehen, dass bestimmte Fristen auch durch die Semesterferien gehemmt werden.
§ 28 Informationspflicht und -recht
(1) Die Vorsitzenden der Gremien der akademischen Selbstverwaltung sind verpflichtet, die Mitglieder über alle zum Aufgabenbereich des
Gremiums gehörenden Angelegenheiten einschließlich der Ausführung von Beschlüssen zu informieren und auf Verlangen Auskunft zu
geben.
(2) Der Präsident oder die Präsidentin, die Dekane und Dekaninnen sowie die Geschäftsführenden Direktoren und Direktorinnen
unterrichten unverzüglich die zuständigen Gremien über Entscheidungen und Maßnahmen, die sie in dringenden Angelegenheiten anstelle
der zuständigen Gremien und Organe aufgrund entsprechender gesetzlicher oder satzungsrechtlicher Ermächtigungen getroffen haben.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 102

§ 29 Ausübung des suspensiven Gruppenvetos


(1) Ist der Beschluss eines Gremiums mit Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten der Forschung, der künstlerischen
Entwicklungsvorhaben, der Lehre und der Berufung von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen gegen die Stimme sämtlicher
Mitglieder mindestens einer der Mitgliedergruppen gemäß § 45 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 BerlHG getroffen worden, so muss über die
Angelegenheit auf Antrag erneut beraten werden. Eine erneute Entscheidung darf frühestens nach einer Woche erfolgen. Ein Beschluss
gemäß Satz 1 darf erst nach Fristablauf ausgeführt werden (suspensives Gruppenveto gemäß § 46 Abs. 3 BerlHG).
(2) Bei Abstimmungen mit verdeckten Stimmzetteln wird das Gruppenveto durch getrennte Auszählung der Stimmen ermittelt.
(3) Die Regelungen nach Abs. 1 und 2 gelten auch für den Ferienausschuss.
§ 30 Reihenfolge der stimmberechtigten Mitwirkung der Vertreter und Vertreterinnen der Mitgliedergruppen im
Institutsrat
(1) Gehören einem Institut nur drei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen an, so sind daneben im Institutsrat lediglich die Gruppe der
akademischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Gruppe der Studierenden stimmberechtigt vertreten. Gehören einem Institut nur
zwei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen an, so ist daneben im Institutsrat lediglich die Gruppe der Studierenden stimmberechtigt
vertreten. Gehört einem Institut nur ein Hochschullehrer oder eine Hochschullehrerin an, so entscheidet er oder sie im Institutsrat allein.
(2) Soweit eine Gruppe nach vorstehender Regelung im Institutsrat nicht stimmberechtigt vertreten ist, gehört ihr Vertreter oder ihre
Vertreterin dem Institutsrat als Mitglied ohne Stimmrecht an; die Mitglieder ohne Stimmrecht haben bis auf das Stimmrecht die gleichen
Rechte und Pflichten wie die stimmberechtigten Mitglieder.
(3) Gehört in einem Institut niemand der Gruppe der akademischen Mitarbeiter und akademischen Mitarbeiterinnen an, übernimmt die
Gruppe der Studierenden deren Sitz und umgekehrt.
§ 31 Einsetzung der Gemeinsamen Kommissionen der Fakultäten
(1) Eine Gemeinsame Kommission wird eingesetzt
1. auf Antrag des Fakultätsrates einer nach § 74 Abs. 1 BerlHG beteiligten Fakultät oder gemäß § 74 Abs. 3 BerlHG auf Antrag des
Akademischen Senats durch übereinstimmenden Beschluss der Fakultätsräte der beteiligten Fakultäten oder
2. gemäß § 74 Abs. 3 BerlHG nach Anhörung der beteiligten Fakultäten durch den Akademischen Senat.
Eine Gemeinsame Kommission für eine zeitlich nicht begrenzte Aufgabe (ständige Gemeinsame Kommission) kann nur gemäß Nr. 2
eingesetzt werden. Eine beteiligte Fakultät hat das Recht, einen entsprechenden Antrag an den Akademischen Senat zu stellen.
(2) In Gemeinsamen Berufungskommissionen soll die Fakultät, der die Professur zugewiesen ist, die Mehrheit haben.
(3) Der Einsetzungsbeschluss für eine Gemeinsame Kommission muss enthalten:
1. die Angabe, ob es sich um eine ständige oder um eine nichtständige Gemeinsame Kommission handelt;
2. die Angabe, ob es sich um eine Gemeinsame Kommission mit oder ohne Entscheidungsbefugnis handeln soll;
3. die Aufgabe der Gemeinsamen Kommission; bei einer Gemeinsamen Kommission mit Entscheidungsbefugnis ist insbesondere
festzulegen, welche Kompetenzen welcher Fakultätsräte ihr übertragen werden;
4. die Anzahl der Mitglieder und ihre Verteilung auf die Mitgliedergruppen und auf die beteiligten Fakultäten unter Beachtung von
§ 74 Abs. 4 BerlHG.
(4) Soweit ein Beschluss zur Einsetzung einer Gemeinsamen Kommission nach Abs. 1 Nr. 1 bei allen beteiligten Fakultäten übereinstimmt,
kann der Akademische Senat, wenn er die Gemeinsame Kommission nach Abs. 1 Nr. 2 einsetzt, nicht davon abweichen. Er kann jedoch
einer zu bildenden oder einer bereits bestehenden Gemeinsamen Kommission nach Anhörung der beteiligten Fakultäten weitere Aufgaben
übertragen. Ein Antrag dazu kann auch von einer der beteiligten Fakultäten oder von der Gemeinsamen Kommission selbst gestellt werden.
(5) Die Einsetzung einer Gemeinsamen Kommission nach Abs. 1 Nr. 1 ist dem Präsidenten oder der Präsidentin mitzuteilen, der Präsident
oder die Präsidentin unterrichtet den Akademischen Senat.
(6) Für Gemeinsame Kommissionen zur Vorbereitung von Berufungsvorschlägen oder Habilitationen gilt § 74 Abs. 3 und 4 BerlHG
entsprechend. Soweit akademische Mitarbeiter und akademische Mitarbeiterinnen, Studierende sowie sonstige Mitarbeiter und sonstige
Mitarbeiterinnen, die nicht habilitiert sind, aufgrund entsprechender Regelungen in der jeweiligen Habilitationsordnung mitwirken, sind sie
den stimmberechtigten Mitgliedern bis auf das Stimmrecht gleichgestellt.
§ 32 Besetzung der Gemeinsamen Kommissionen
(1) Kandidat oder Kandidatin ist, wer von einem Fakultätsratsmitglied seiner Mitgliedergruppe nominiert wird.
(2) Jedes Fakultätsratsmitglied hat für jede Mitgliedergruppe so viele Stimmen, wie Sitze dieser Mitgliedergruppe in der Gemeinsamen
Kommission zu vergeben sind. Die Kandidaten und Kandidatinnen, die zwei Drittel der Stimmen der Mitglieder des Fakultätsrats erhalten,
sind in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen gewählt. Bei Stimmengleichheit findet eine Stichwahl statt. Führt die Stichwahl zu keinem
Ergebnis, so entscheidet das Los. Reicht die Anzahl der auf diese Weise gewählten Personen zur Besetzung der Sitze nicht aus, werden
weitere Personen nach demselben Verfahren gewählt.
(3) Die Amtszeit von Mitgliedern ständiger Gemeinsamer Kommissionen richtet sich grundsätzlich nach der Amtszeit der Fakultätsräte.
Wiederwahl ist zulässig. Beim Freiwerden eines Sitzes findet eine Nachwahl statt, sofern keine Nachrücker oder Nachrückerinnen
vorhanden sind. Ein nachgewähltes Mitglied tritt in die laufende Amtsperiode seines Vorgängers oder seiner Vorgängerin ein.
(4) Wählbar sind alle Mitglieder der betreffenden Mitgliedergruppen der Fakultät; § 73 Abs. 3 Satz 3 BerlHG bleibt unberührt.
(5) Die Wahl einer Gemeinsamen Kommission und die Änderung ihrer Zusammensetzung sind dem Präsidenten oder der Präsidentin
mitzuteilen.
§ 33 Konstituierung und Vorsitz
(1) Die konstituierende Sitzung einer Gemeinsamen Kommission wird von dem Präsidenten oder der Präsidentin oder einem oder einer
Beauftragten des Präsidenten oder der Präsidentin einberufen. Die konstituierende Sitzung einer Gemeinsamen Berufungskommission wird
durch den Dekan oder die Dekanin der Fakultät einberufen, der die Stelle zugewiesen ist.
(2) Jede Gemeinsame Kommission wählt aus dem Kreise ihrer Mitglieder einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter
oder eine Stellvertreterin. Bei einer Gemeinsamen Kommission mit Entscheidungsbefugnis müssen beide Hochschullehrer oder
Hochschullehrerin sein. Der oder die Vorsitzende vertritt die Gemeinsame Kommission und führt deren Geschäfte.
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 103

(3) Die Namen des oder der Vorsitzenden und des Stellvertreters oder der Stellvertreterin sind dem Präsidenten oder der Präsidentin
mitzuteilen.
§ 34 Aufhebung und Auflösung
(1) Eine Gemeinsame Kommission ist mit Erfüllung ihrer Aufgabe oder Wegfall ihres Zweckes aufgehoben. Bestehen darüber bei der
Gemeinsamen Kommission, einer der beteiligten Fakultäten oder beim Akademischen Senat Zweifel, so ist ein Feststellungsbeschluss nach
Abs. 2 oder 3 herbeizuführen.
(2) Eine Gemeinsame Kommission gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 1 kann durch übereinstimmenden Beschluss der Fakultätsräte der beteiligten
Fakultäten aufgehoben werden. Kommt ein übereinstimmender Beschluss nicht zustande, entscheidet auf Antrag eines beteiligten
Fakultätsrates nach Anhörung der übrigen beteiligten Fakultätsräte der Akademische Senat.
(3) Eine Gemeinsame Kommission gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 2 kann vom Akademischen Senat nach Anhörung der beteiligten Fakultäten
aufgehoben werden; auch jede beteiligte Fakultät ist antragsberechtigt.
(4) Nach der Aufhebung wickeln die Gemeinsamen Kommissionen die anstehenden Aufgaben ab, soweit keine anderweitige Bestimmung
im Aufhebungsbeschluss getroffen wird. Nach der Abwicklung stellt der Präsident oder die Präsidentin die Auflösung der Gemeinsamen
Kommissionen fest.
§ 35 Erweiterte Beteiligung von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen bei Entscheidungen über
Berufungsvorschläge, Habilitationen sowie Habilitations- und Promotionsordnungen
Die der Fakultät angehörenden hauptberuflichen Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen werden zu Entscheidungen des Fakultätsrats
über Berufungsvorschläge, Habilitationen sowie Habilitations- und Promotionsordnungen eingeladen.
§ 36 Rechtsstellung der nicht dem Fakultätsrat angehörenden mitwirkenden Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen
(1) Für die Mitwirkung an Entscheidungen gemäß § 35 haben die nicht dem Fakultätsrat angehörenden hauptberuflichen Hochschullehrer
und Hochschullehrerinnen der Fakultät die gleichen Rechte und Pflichten wie die mitwirkungsberechtigten Mitglieder des Fakultätsrats. Eine
Rechtspflicht zur Mitwirkung besteht nicht. Erfolgen Entscheidungen in einer Einzelangelegenheit auf mehreren Sitzungen, so bleibt die
Mitwirkung an jeder Einzelentscheidung freiwillig.
(2) Den Einladungen zu Entscheidungen gemäß § 35 werden die erforderlichen Unterlagen beigefügt. In Einladungen über
Berufungsvorschläge und schriftliche Habilitationsleistungen wird auf die Möglichkeit der Akteneinsicht hingewiesen. Zur Ermöglichung
einer sachgerechten Ausübung des Einsichtsrechts trifft der Dekan oder die Dekanin nähere Bestimmungen über Ort und Dauer für die
Einsichtnahme.
§ 37 Beschlussfassung
(1) In Angelegenheiten gemäß § 35 ist der Fakultätsrat beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der jeweils stimmberechtigten
Mitglieder gemäß § 70 Abs. 2 BerlHG anwesend ist. Abstimmungen über Berufungsvorschläge und Habilitationen können nicht im
schriftlichen Verfahren erfolgen; im Übrigen gilt § 47 Abs. 4 Satz 3 BerlHG.
(2) Entscheidungen zu Gegenständen gemäß § 35 sollen in der vorlesungsfreien Zeit nicht gefasst werden.
(3) Die über Entscheidungen gemäß § 35 zu fertigende Niederschrift muss die Namen der beteiligten hauptberuflichen Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen enthalten.

Fünfter Abschnitt: Frauenbeauftragte


§ 38 Hauptberufliche Frauenbeauftragte
(1) An der Universität der Künste Berlin wird die Stelle einer Frauenbeauftragten eingerichtet.
(2) Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Neuwahl findet ein halbes Jahr vor Ablauf dieser Frist statt. Wiederwahl ist zulässig.
§ 39 Aufgaben
(1) Die Frauenbeauftragte ist zuständig für Interessen und Belange der weiblichen Hochschulmitglieder. Sie arbeitet dabei eng mit dem
Beirat gemäß § 41 zusammen.
(2) Die Frauenbeauftragte wirkt bei der Erstellung der Frauenförderpläne und Frauenförderrichtlinien mit; sie berät und unterstützt den
Präsidenten oder die Präsidentin, den Akademischen Senat und die Fakultäten bei dieser Aufgabe. Sie beantragt Maßnahmen zur
Umsetzung der Frauenförderpläne und nimmt Anregungen und Beschwerden entgegen. Die Frauenförderpläne sollen auf die Parität von
Frauen und Männern in allen Bereichen der Universität der Künste Berlin hinwirken. Über den Stand der Umsetzung und die Einhaltung der
Frauenförderpläne legen die Fakultäten, die zentralen Gremien und die Zentrale Universitätsverwaltung der Frauenbeauftragten jährlich
einen Bericht vor. Auf der Basis dieser Materialien erstellt die Frauenbeauftragte im Benehmen mit dem Beirat einen jährlichen Bericht für
den Akademischen Senat und den Hochschulrat. Der Bericht ist im Mitteilungsblatt der Universität zu veröffentlichen und der
Frauenvollversammlung der Universität der Künste Berlin gemäß § 42 vorzutragen.
(3) Die Frauenbeauftragte und die Personalvertretung arbeiten im Interesse der weiblichen Hochschulmitglieder zusammen und
unterstützen sich insoweit gegenseitig bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
§ 40 Rechtsstellung
(1) Die Frauenbeauftragte kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben an allen Sitzungen der zentralen Organe und Gremien der Selbstverwaltung
mit Rede- und Antragsrecht teilnehmen. Sie hat das Recht auf Einsicht in Bewerbungsunterlagen. Sie hat das Recht auf Akteneinsicht unter
Beachtung datenschutzrechtlicher Belange und auf Teilnahme an Bewerbungsverfahren. Sie wird wie die Mitglieder eingeladen und wie
diese informiert. Sie ist nicht Öffentlichkeit im Sinne des § 50 BerlHG.
(2) Die Frauenbeauftragte ist in allen Angelegenheiten, die ein einzelnes weibliches Hochschulmitglied oder die weiblichen
Hochschulmitglieder als Gruppe betreffen, auf deren Wunsch rechtzeitig und umfassend zu informieren und vor Entscheidungen zu hören.
Entsprechende Entscheidungen sind ihr unverzüglich mitzuteilen.
(3) Kommt ein Beschluss gegen ihre Stellungnahme zustande, so kann sie innerhalb von zwei Wochen widersprechen. Die betreffende
Angelegenheit muss dann erneut beraten und entschieden werden. Die erneute Entscheidung darf frühestens eine Woche vor Einlegung
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 104

des Widerspruchs erfolgen. Ergeht nach erneuter Beratung eine Entscheidung gegen das Votum der Frauenbeauftragten, so ist ihr Votum
dem Vorgang beizufügen. Diese Regelung gilt auch für Personalangelegenheiten. Sie gilt nicht für Wahlen.
(4) Im Rahmen ihrer Aufgaben und ihres Etats hat die Frauenbeauftragte das Recht:
1. Gutachten erstellen zu lassen,
2. Presse- und Öffentlichkeitskontakte zu unterhalten,
3. Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen durchzuführen.
§ 41 Beirat
(1) Dem Beirat gehören die nebenberuflichen Frauenbeauftragten aus folgenden Bereichen an. Er setzt sich folgendermaßen zusammen:
1. eine nebenberufliche Frauenbeauftragte je Fakultät (mit Vertreterin),
2. eine nebenberufliche Frauenbeauftragte aus der Zentralen Universitätsverwaltung (mit Vertreterin),
3. je eine nebenberufliche Frauenbeauftragte aus den Zentralinstituten (mit Vertreterin),
4. je eine nebenberufliche Frauenbeauftragte aus den hochschulübergreifenden Zentren (mit Vertreterin),
5. eine nebenberufliche Frauenbeauftragte aus der Universitätsbibliothek (mit Vertreterin).
(2) Das Studentenparlament entsendet aus seiner Mitte eine Frau mit beratender Stimme in den Beirat.
(3) Der Beirat unterstützt die hauptberufliche Frauenbeauftragte bei ihrer Arbeit. Die Frauenbeauftragte ist dem Beirat berichtspflichtig.
§ 42 Frauenvollversammlung
(1) Die Frauenvollversammlung setzt sich aus allen Frauen der Universität der Künste Berlin zusammen.
(2) Die Frauenbeauftragte und der Beirat sind der Frauenvollversammlung berichtspflichtig und berufen diese mindestens einmal jährlich
ein.
(3) Die Frauenvollversammlung kann mit einfacher Stimmenmehrheit Empfehlungen an die Frauenbeauftragte aussprechen; sie macht
Vorschläge und nimmt Stellung zur Tätigkeit der Frauenbeauftragten.
§ 43 Verfahren zur Wahl der hauptberuflichen Frauenbeauftragten
(1) Die Stelle der Frauenbeauftragten ist öffentlich auszuschreiben.
(2) Der Beirat unterstützt und berät die Hochschulleitung bei Ausschreibungsverfahren.
(3) Die Vorstellung der Kandidatinnen erfolgt hochschulöffentlich.
(4) Zur Wahl der Frauenbeauftragten benennt der Beirat eine Wahlkommission, die aus je zwei Vertreterinnen der Mitgliedergruppen
gemäß § 45 Abs. 1 BerlHG besteht.
(5) Die Frauenbeauftragte wird von der Wahlkommission mit den Stimmen der Mehrheit der weiblichen Mitglieder gewählt.
(6) Zwei Stellvertreterinnen werden von der Wahlkommission aus dem Kreis des Beirats für zwei Jahre gewählt.
§ 44 Nebenberufliche Frauenbeauftragte
(1) Die Frauenbeauftragten aus den Fakultäten, der Zentralen Universitätsverwaltung, den Zentralinstituten, den hochschulübergreifenden
Zentren und der Universitätsbibliothek und deren Stellvertreterinnen werden jeweils aus dem Kreis der weiblichen Angehörigen von der
Frauenvollversammlung ihres Bereiches gewählt. Sie sollen aus möglichst zwei Mitgliedergruppen stammen. Sie werden von dem
Präsidenten oder der Präsidentin für die Dauer von zwei Jahren bestellt.
(2) Die Frauenbeauftragte vertritt die Interessen der Frauen in den Fakultäten, in der Zentralen Universitätsverwaltung, in den
Zentralinstituten, in den hochschulübergreifenden Zentren bzw. in der Universitätsbibliothek. Sie ist Mitglied im Beirat. Sie unterstützt und
koordiniert frauenbezogene Belange in Zusammenarbeit mit der hauptberuflichen Frauenbeauftragten.
(3) Die Frauenbeauftragte unterstützt Förderungsmaßnahmen und setzt sich dafür ein, dass geltende Förderungsgrundsätze in den
Fakultäten, in der Zentralen Universitätsverwaltung, in den Zentralinstituten, den hochschulübergreifenden Zentren bzw. in der
Universitätsbibliothek verwirklicht werden und nimmt Anregungen entgegen. Sie ist zuständig für Beschwerden, auch in Fällen sexueller
Belästigung.
(4) Die Frauenbeauftragte in den Fakultäten, in den Zentralinstituten und in den hochschulübergreifenden Zentren kann zur Erfüllung ihrer
Aufgaben an den Sitzungen der Gremien der Fakultäten bzw. der Zentralinstitute oder den hochschulübergreifenden Zentren mit Rede- und
Antragsrecht teilnehmen. Das gleiche gilt für die Frauenbeauftragte der Universitätsbibliothek in der Bibliothekskommission. Sie ist wie die
Mitglieder einzuladen und wie diese zu informieren. Sie ist nicht Öffentlichkeit im Sinne des § 50 BerlHG.
(5) Kommt ein Beschluss gegen ihre Stellungnahme zustande, so kann sie innerhalb von zwei Wochen widersprechen, und die betreffende
Angelegenheit muss erneut beraten und entschieden werden. Die erneute Entscheidung darf frühestens eine Woche nach Einlegung des
Widerspruchs erfolgen. Ergeht nach erneuter Beratung eine Entscheidung gegen das Votum der Frauenbeauftragten, so ist ihr Votum dem
Vorgang beizufügen. Diese Regelung gilt auch für Personalangelegenheiten. Sie gilt nicht für Wahlen.
(6) Die Frauenbeauftragte wird bei ihrer Tätigkeit durch die Verwaltung unterstützt.
(7) Wird eine Lehrbeauftragte zur nebenberuflichen Frauenbeauftragten einer Fakultät bestellt, so gilt ihre Mitgliedschaft zur Universität
insoweit als fortbestehend, als sie einen Lehrauftrag für das anschließende Semester erhält. Die Bestellung zur nebenberuflichen
Frauenbeauftragten begründet keinen Anspruch auf die Erteilung eines anschließenden Lehrauftrags.
§ 45 Aufwandsentschädigung
(1) Für studentische Frauenbeauftragte wird eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe der Vergütung einer studentischen Hilfskraft
für 60 Stunden monatlich gewährt. Für stellvertretende studentische Frauenbeauftragte wird eine pauschale Aufwandsentschädigung in
Höhe der Vergütung einer studentischen Hilfskraft für 25 Stunden monatlich gewährt. Die Zahlung erfolgt für jeden vollen Kalendermonat
der Wahrnehmung des Amts als nebenberufliche Frauenbeauftragte.
(2) Studentische Frauenbeauftragte, die gleichzeitig studentische Hilfskräfte sind, erhalten grundsätzlich eine Aufwandsentschädigung.
Diese bemisst sich in der Höhe nach der Differenz zwischen der Vergütung einer studentischen Hilfskraft der Gruppe I für 80 Stunden
monatlich und der Vergütung für die arbeitsvertraglich vereinbarte Arbeitszeit, höchstens in Höhe von 60 Stunden monatlich, soweit
ansonsten die Voraussetzungen von Abs. 1 vorliegen.
(3) Stellvertretende Studentische Frauenbeauftragte, die gleichzeitig studentische Hilfskräfte sind, erhalten grundsätzlich eine
Aufwandsentschädigung. Diese bemisst sich in der Höhe nach der Differenz zwischen der Vergütung einer studentischen Hilfskraft der
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 105

Gruppe I für 80 Stunden monatlich und der Vergütung für die arbeitsvertraglich vereinbarte Arbeitszeit, höchstens in Höhe von 25 Stunden
monatlich, soweit ansonsten die Voraussetzungen von Abs. 1 vorliegen.

Sechster Abschnitt: Bestellung von Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen


§ 46 Verfahren
(1) Eine Bestellung zum Honorarprofessor oder zur Honorarprofessorin setzt voraus, dass der oder die Vorgeschlagene den Anforderungen
entspricht, die an Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen gestellt werden. Die selbstständige Lehrtätigkeit an einer Universität soll in
der Regel fünf Jahre gedauert haben. An die Stelle der Voraussetzungen von § 100 Abs. 1 bis 3 BerlHG können hervorragende
fachbezogene Leistungen in der Praxis und pädagogische Eignung treten.
(2) Bei der Bestellung von Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen nach § 116 BerlHG legt die Fakultät ihren Vorschlag dem
Akademischen Senat mit folgenden Unterlagen vor:
 ein tabellarischer Lebenslauf,
 einschlägige Zeugnisse,
 ein Fakultätsgutachten, das zu den in § 116 Abs. 1 BerlHG genannten Voraussetzungen Stellung nimmt,
 mindestens zwei auswärtige Gutachten,
 Verzeichnis der künstlerischen Werke oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen,
 etwaige sonstige Nachweise,
 Vorschlag über die Höhe der Lehrverpflichtung.
(3) Der Präsident oder die Präsidentin führt unverzüglich eine Entscheidung des Akademischen Senats herbei und führt die Bestellung
durch. Dabei wird auch die Höhe der Unterrichtsgeldpauschale nach den Richtlinien über die Gewährung von Unterrichtsgeldpauschalen je
Semesterwochenstunde festgelegt.
(4) Treten Gründe nach § 117 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 BerlHG ein, nach denen eine Verabschiedung notwendig wird, so teilt der Präsident oder
die Präsidentin dies umgehend der Fakultät und dem Akademischen Senat mit und verabschiedet den Honorarprofessor oder die
Honorarprofessorin zum folgenden Semesterende. Entscheidungen nach § 117 Abs. 2 Nr. 2 bis 4 BerlHG trifft der Präsident oder die
Präsidentin, nachdem dem oder der Betroffenen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden ist. Die Entscheidung ist schriftlich zu
begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen zuzustellen. Nach der Verabschiedung gemäß § 117 Abs. 2 Nr. 2 bis 4 BerlHG
darf die Bezeichnung „Professor“ oder „Professorin“ nicht mehr geführt werden. Im Übrigen gilt § 103 Abs. 2 BerlHG entsprechend.
(5) Dem Honorarprofessor oder der Honorarprofessorin kann über Dauer und Umfang der Tätigkeit an der Universität der Künste Berlin eine
Urkunde ausgestellt werden.

Siebenter Abschnitt: Bestellung von außerplanmäßigen Professoren und außerplanmäßigen Professorinnen


§ 47 Allgemeine Grundsätze zur Verleihung einer außerplanmäßigen Professur
(1) Privatdozenten und Privatdozentinnen, die sich in Lehre und Forschung besonders bewährt haben, können zur Verleihung der Würde
eines außerplanmäßigen Professors bzw. einer außerplanmäßigen Professorin vorgeschlagen werden.
(2) Die Verleihung einer außerplanmäßigen Professur erfolgt in der Erwartung, dass der außerplanmäßige Professor bzw. die
außerplanmäßige Professorin eine enge Verbindung zur Universität der Künste Berlin pflegt und einen wesentlichen Beitrag zur Ergänzung
des Lehrangebotes an der Universität leistet. Er bzw. sie muss regelmäßig Lehrveranstaltungen in seinem bzw. ihrem Fachgebiet von
mindestens 2 Semesterwochenstunden unentgeltlich durchführen und die damit verbundenen Prüfungen abnehmen.
§ 48 Voraussetzungen
(1) Die Verleihung der Würde eines außerplanmäßigen Professor bzw. einer außerplanmäßigen Professorin an der Universität der Künste
Berlin kann erfolgen, wenn Privatdozenten und Privatdozentinnen mindestens vier Jahre habilitiert sind und hervorragende Leistungen in
Forschung und Lehre erbracht haben.
(2) Bei Privatdozenten und Privatdozentinnen, die an die Universität der Künste Berlin umhabilitiert wurden, können die
Lehrveranstaltungen an einer anderen Hochschule angerechnet werden.
(3) Hervorragende kontinuierliche wissenschaftliche Arbeit wird i.d.R. dadurch dokumentiert, dass der Privatdozent bzw. die Privatdozentin
seit der Habilitation wissenschaftliche Arbeiten publiziert hat und er bzw. sie seit der Habilitation die erfolgreiche Betreuung von
Promotionen, Diplom- oder Bachelor-/Masterarbeiten übernommen hat. Darüber hinaus ist die Einwerbung von Drittmitteln ausdrücklich
erwünscht.
(4) Bei der Errechnung der Fristen zählen nur volle Semester. Das Habilitationssemester zählt nicht mit.
§ 49 Verfahrensablauf
(1) Der Bewerber bzw. die Bewerberin beantragt die Einleitung des Verfahrens.
(2) Die Fakultät bildet zur Vorbereitung ihrer Urteilsbildung einen Ausschuss aus in der Regel drei Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen, einem akademischen Mitarbeiter bzw. einer akademischen Mitarbeiterin und einem bzw. einer Studierenden.
(3) Die einzureichenden Unterlagen zur Einleitung des Verfahrens bestehen aus:
1. tabellarischem Lebenslauf;
2. wissenschaftlichem Werdegang;
3. Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und der bisherigen Lehrtätigkeit,
4. Aufstellung über die nach der Habilitation eingeworbenen Drittmittel,
5. Aufstellung über die seit der Habilitation betreuten Dissertationen und Abschlussarbeiten,
6. Erklärung über die grundsätzliche Bereitschaft, Lehrveranstaltungen von mindestens zwei Semesterwochenstunden unentgeltlich
durchzuführen.
(4) Die Fakultät entscheidet, ob sie dem Akademischen Senat die Einleitung des Verleihungsverfahrens vorschlagen will.
(5) Dem Vorschlag muss eine Würdigung der fachlichen, pädagogischen und persönlichen Eignung des Vorgeschlagenen bzw. der
Vorgeschlagenen beigefügt sein. Hierfür sind von der Fakultät jeweils zwei Gutachten von Hochschullehrern oder Hochschullehrerinnen des
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 106

betreffenden Fachs, von denen mindestens einer bzw. eine nicht der Universität der Künste Berlin angehören soll, einzuholen und dem
Vorschlag beizufügen. Die Gutachten sollen insbesondere darüber Auskunft geben, ob sich der Privatdozent bzw. die Privatdozentin seit der
Verleihung der Lehrbefugnis in Forschung und Lehre bewährt hat.
(6) Der Akademische Senat entscheidet auf Antrag der Fakultät darüber, einem Privatdozenten bzw. einer Privatdozentin nach mindestens
vierjähriger Bewährung in Lehre und Forschung die Würde eines außerplanmäßigen Professors bzw. einer außerplanmäßigen Professorin zu
verleihen. Die Verleihung erfolgt nach Zustimmung durch die für Hochschulen zuständige Senatsverwaltung gemäß § 119 BerlHG durch
den Präsidenten bzw. die Präsidentin und ist mit der Berechtigung verbunden, die akademische Bezeichnung „Professor“ bzw.
„Professorin“ zu führen.
§ 50 Erlöschen bzw. Widerruf der Würde
Die Verleihung der Würde eines außerplanmäßigen Professors bzw. einer außerplanmäßigen Professorin sowie die Befugnis zur Führung
der Bezeichnung „Professor“ bzw. „Professorin“ erlischt mit dem Erlöschen oder dem Widerruf der Lehrbefugnis gemäß § 117 BerlHG.

Achter Abschnitt: Schlussbestimmungen


§ 51 Inkrafttreten
Diese Grundordnung tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Anzeiger der Universität der Künste Berlin in Kraft.
§ 52 Außerkrafttreten
Es treten außer Kraft:
1. Einstweilige Grundordnungsregelung über Ständige Kommissionen vom 24. März 1987 (HdK-Anzeiger 3/87),
2. Einstweilige Grundordnungsregelung über Bibliothekswesenkommission vom 17. Mai 1990 (HdK-Anzeiger 4/90),
3. Einstweilige Grundordnungsregelung über die Bestellung von Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren vom 23. Januar 1991
(HdK-Anzeiger 4/91),
4. Einstweilige Grundordnungsregelung über Frauenbeauftragte vom 30. Januar 1991 (HdK-Anzeiger 6/91),
5. Einstweilige Grundordnungsregelung über Zahlung einer Aufwandsentschädigung für studentische Frauenbeauftragte vom 30. Juli
1992 (HdK-Anzeiger 4/92),
6. Grundordnung vom 7. Dezember 1994 (HdK-Anzeiger 2/95),
7. Änderung der Grundordnung vom 12. Juni 1996 (HdK-Anzeiger 5/96),
8. Änderung der Grundordnung vom 20. Mai 1998 (HdK-Anzeiger 5/98),
9. Dritte Änderung der Grundordnung vom 15. März 2002 (UdK-Anzeiger 3/2002),
10. Dritte Änderung der Grundordnung vom 15. März 2002 (UdK-Anzeiger 4/2002),
11. Fünfte Änderung der Grundordnung vom 4. Juni 2003 (UdK-Anzeiger 6/2003),
12. Sechste Änderung der Grundordnung vom 3. Dezember 2008 (UdK-Anzeiger 1/2009),
13. Teilgrundordnung in der Fassung der zweiten Änderungsordnung vom 3. Dezember 2008 (UdK-Anzeiger 5/2009 vom 7. Mai 2009),
14. Einstweilige Regelung zur Bestätigung von Satzungen vom 11. Juli 2012 (UdK-Anzeiger 7/2012 vom 6. August 2012).
Anzeiger der Universität der Künste Berlin 3 / 2015 vom 20. März 2015 Seite 107

Herausgeber:
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