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Die Prosa

a) die Erzählperspektive - die Sicht aus der ein literarisches Werk erzählt wird

b) auktoriale Erzählperspektive – der Erzähler ist unabhängig, allwissend und bleibt in der Handlung
nicht involviert

c) personale Erzählperspektive – der Erzähler schlüpft in eine Figur hinein und erzählt die Handlung
aus ihre Sicht und Perspektive (aber in der 3. Pers. sing). Er weiß nicht mehr als die Figur selbst.

d) erlebte Rede – eine Erzählperspektive; der Erzähler in 3. Person sing. schlüpft in eine Figur hinein
um ihre Empfindungen wiederzugeben. „Die Verwandlung”

e) der innere Monolog - eine Konstruktion die das Seelendrama mit der objektiven Wirklichkeit
verbindet, der Dichter zeigt damit die Welt aus der Perspektive der Protagonisten (d.h. die
perspektive in 1. Person sing, präsens - ohne Erzähler)

f) der Bewusstseinsstrom - Extremform des inneren Monologs, er zeigt ein komplexes und
untergeordnetes Bild der Wahrnehmungen und Empfindungen des Protagonisten; der
Gedankenfluss wird ohne Regeln des Syntax dargestellt.

Prosagattungen

a) die Skizze - kurze Prosatexte die Empfindungen literarisch festhalten sollen; eine wichtige Rolle in
diesen Prosagedichten erfüllen sinnliche Eindrucke wie Farben, Tone oder Gerüche. Sie betonen
die Flüchtigkeit des Augenblicks (Impressionismus). Als Meister der Prosaskizzen gilt Peter
Altenberg

b) die Erzählung - ein Oberbegriff für alle Texte der Epik (Romane, Novellen, Kurzgeschichten,
Märchen), welche sich durch einen Erzähler auszeichnen; Gattung: kurze Geschichte mit klarer
Einleitung

c) die Novelle - eine kurze Erzählung, ihre Merkmale sind: strenger, klarer Aufbau, etwas Seltsames
als zentrales Element (Figur, Ereignis) und Ding-Symbole oder Leitmotiv; auch beschränkte Anzahl
von Personen, Wendepunkte und eine konkrete Situation

d) das Märchen - Prosagattung, für welche charakteristisch sind: unbestimmter Ort und Zeit der
Handlung, abstrakte Elemente, Tiere oder Dinge als Figuren, ein Moral am Ende

e) der Roman - Prosagattung, diese Werke sind fiktional (vom Autor erdachtet), lang, haben eine
komplexe Handlung. Es gibt viele Unterarten dieser Gattung wie: Liebesromane,
Tagebuchromane, Historischeromane

f) das Tagebuch - eine autobiographische Aufzeichnung, die literarisch autonom ist und eine offene
und chronologische Form hat

g) Fingiertes Tagebuch - ein Prosatagebuch in dem der Erzähler eine fiktive Figur ist und nichts mit
dem realen Autor des Textes gemein hat; eine fiktionale Gattung die eine Illusion einer faktualen
Erzählung bewusst fordert

h) Memoiren - nicht fiktionale, autobiographische Schreibform, die chronologisch gestaltet ist und
aus der Retroperspektive (Zeitdistanz) erzählt wird. Es gibt viele Memoiren von großen
Persönlichkeiten wie: Otto v. Bismarck oder Konrad Adenauer

Das Drama

a) Klassisches Drama

 Der Aufbau der Handlung wird als eine freytagsche Dramenpyramide bezeichnet und besteht aus
5 Elementen: Exposition -> Erregendes Moment -> Höhepunkt und Peripetie -> Fallende
Handlung und retardierendes Moment -> Katastrophe

 Drei Einheiten Regel (Zeit, Ort und Handlung) – es gibt keinen Ort Wechsel, die Handlung dauert
einen Tag

 Geschlossene Handlung

 Anwesenheit des Chores

Protagonist – Hauptperson eines Dramas

Begriffe

a) Der impressionistische Mensch (Augenblickmensch) - eine Figur die sich durch Inkohärenz und
Diskontinuität charakterisiert, befindet sich oft in der Ich-Krise, interesiert sich fur Hypnose

b) Ästhetizismus - eine Lebenshaltung und Zeitepoche in der Literatur das im Schonen den höchsten
Wert sah

c) Impressionismus - eine Epoche in der Kunstgeschichte für welche die Beschränkung auf den
Augenblick und Aufnahme des Moments charakteristisch sind;

• in der Malerei: Spiel mit dem Licht und Schatten, die Bilder zeigen die Natur oder das Leben in
der Großtat, die Maltechnik beschrankt sich auf einfache Pinselstriche und Setzung von vielen
kleinen Punkten nebeneinander;

• in der Literatur: Synästhesie, Ausspartechnik (es werden nur Umrisse dargestellt),


stenograpischer Stil (die Wirklichkeit wird mit Hilfe von vielen schwebenden Elementen gebildet),
subjektivistische Auflösung

d) Literarischer Symbolismus – eine Strömung in Verkehr zur Naturalismus; das Kernelement von
symbolistischen Werken war die Symbolkraft der Dinge, der Leser musste das Symbol erkennen
und hinter dem Sichtbaren das Unsichtbare sehen und verstehen
e) Sprachkrise - die Unfähigkeit die Wirklichkeit mit der Hilfe der Sprache darstellen zu können (H. v.
H. - "Der Brief"

f) Erkenntniskrise - die Unfähigkeit die Wirklichkeit mit den Sinnen zu erkennen; sie
täuschen

g) Psychoanalyse - eine psychologische Theorie, Behandlungsform und Methode zur


Selbsterfahrung von Sigmund Freud. Seiner Meinung nach war die Handlung der Menschen
meistens durch „das Unbewusste” determiniert und beeinflusst. Er untersuchte das Unbewusste
um die menschliche Psyche besser kennenzulernen.

h) Wilhelminismus – eine Epoche in der deutschen Geschichte die mit der Gründung des Deutschen
Reiches im Jahre 1871 angefangen hat und wahrend der Regierungszeit von Wilhelm I und
Wilhelm II dauerte

i) Expressionismus – ein Still in der Literatur, Malerei, Musik und Filmen aus dem Anfang des 20.
Jahrhunderts. Der wichtigste Aspekt der Werke war die Darstellung von subjektiven Erlebnissen.
Andere Grundtendenzen: Antiburgehrlichkeit, Konflikt mit der Generation der Vater,
Antiwilhelminismus. Hauptmotive: Krieg, Verfall, Angst und Weltuntergang

• Malerei: Deformation, freier Umgang mit Farben und Form, kontrastierende Farben Auflösung
der Perspektive: „Der Schrei” Edvard Munch, Wassily Kandinsky „Der Blaue Reiter”

• Literatur: Mischung von Stilen (Gehoben bis zu Grob), Absurd, negative Gefühle, Grotesk, Pathos,
Sarkasmus, Hyperbelen, irreguläre Form; vor allem Lyrik und Drama: Georg Trakl „Grodek”, Else
Lasker-Schüler „Der siebente Tag”

• Film: grotesk verzerrte Kulissen, kontrastreiche Beleuchtung, gestisch übertriebene Spielweise:


„Das Cabinet des. Dr Caligari” von Robert Wiene