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Eine radikal politische Weltanschauung?

23.02.2020
!Dieser Brief enthält radikale und provokante Anschichten!
Der Traum von einem einigen, autonomen, starken sowie demokratischen Staat klingt doch nach
einer tollen Vorstellung, oder? Damals war der Gedanke beziehungsweise der Wunsch danach weit
Verbreitet, heute ist es aber für viele ganz normal. Jedenfalls der, von der Autonomie eines Staates.
Dennoch gibt es auf der ganzen Welt immer noch Minderheiten, wie zum Beispiel die Kurden,
welche im ganzen Nahen Osten verbreitet sind und Jahrhunderte lang, von den dominanteren
Mächten wie den Osmanen, den Persern oder den Kolonialmächten Großbritannien und Frankreich
unterdrückt wurden.

Es ist ein ständiges Gemetzel, selbst heute im Jahr 2020 noch. Eine große Gelegenheit für die
Rojavas, welche die syrischen Kurden bilden, war der Bürgerkrieg welcher in Syrien selbst heute
noch wütet. Das letzte große Lager der Rebellen liegt in der syrischen Provinz Idlib, nahe der
türkischen Grenze. Die Rebellen werden von den türkischen Truppen verteidigt.

Der syrische Machthaber Baschar-al Assad, welcher von dem russischen Präsidenten Vladimir Putin
unterstützt wird, hat schon sehr lange seit, seiner Amtszeit die Rojavas unterdrückt. Der Nahe Osten
ist eine Region, welchen man mit einem Pulverfass, wie damals im Jahr 1914 in der
Balkanhalbinsel, vergleichen kann. Umgeben von gefährlichen Staaten mit ihren religiösen
tyrannischen Herrschern, welche um die Vorherrschaft im Nahen Osten kämpfen sind zum Beispiel,
der türkische Präsident oder besser gesagt Diktator Recep Tayyip Erdoğan; der geistlich iranische
Präsident Hassan Rohani und der saudi-arabische König Salman ibn Abd al-Aziz, wo hingegen die
kleineren Staaten Israel, Jordanien, Syrien, Irak, Palästina, Libanon, Katar und Kuwait förmlich
Schutzlos zu sein scheinen.

Machtball von Russland, Saudi-Arabien, Iran, Ägypten und den USA haben die meisten kleineren
Staaten nichts entgegenzusetzen, wobei die Staaten Israel und Kuwait aus der Reihe tanzen. Der
konservativ-jüdische Staat Israel beweist sich im Kampfe gegen den islamistischen iranischen Staat,
in dem, vom Bürgerkrieg komplett verwüsteten, syrischen Staatsgebiet. Zudem wird der jüdische
Staat von den Hamas, einer terroristischen Organisation und den Palästinensern, welche ihren
verlorenen Staatsanteil seit Jahrzehnten wieder einfordern, fast täglich unter neuen
Herausforderungen gestellt, welche Israel aber mit militärischen Auseinandersetzungen löst.
Unterstützt von den USA beweisen sie sich auf der internationalen Weltbühne. Hinzu kommt dann
noch der „Jahrhundertdeal“ von Donald Trump. Ein totaler Flop, welcher in die Geschichte als
einen absoluten Lachdeal eingehen wird. Ganz zu Schweige vom Präsidenten selbst.

Während die türkische Lira seit Monaten einen Abgang hat, setzte der türkische Präsident Erdoğan
lieber auf demokratische Wahlen, welche ihm mehr Macht einhandelte, damit der Präsident sein
demokratisches Land in eine Diktatur umwandeln kann und das türkische Volk hätte die Macht
seine Machenschaften zu beenden, aber stattdessen bewundern sie lieber ihn und seine Neo-
Osmanischen Vorstellungen, als wäre er ein Gesegneter. Zumindest denkt man dies, wenn man die
sozialen Medien verfolgt. Erdoğan ist vergleichbar mit Hitler. Welch' Ironie, denn eigentlich hatte
der „Osmane“ nicht nur die deutschen als Nazis sondern auch die Holländer als Nazi-Überbleibsel
beschimpft. Doch Mittlerweile scheint der osmanische Diktator selbst nicht mehr zu Wissen wohin
mit sich und seinem kaputten Reich. Denn zu diesem Zeitpunkt, den 22.02.2020, bettelt er gar
schon um Hilfe im Kampf gegen die syrischen und russischen Truppen in der Nähe von Idlib,
welche die letzten großen Rebellenlager einnehmen wollen.

1.
Moskau und Ankara sind sich einig, dass eine militärische Auseinandersetzung zwischen beiden
Mächten momentan das schlechteste Szenario, für die örtliche Zivilbevölkerung sowie den
militärischen Kräften selbst, wäre. Da Moskau Ankara allerdings unter Druck setzt, richtet sich er
(Erdoğan) jetzt hilfesuchend nach den Franzosen und den Nazi-Überbleibseln (die Bundesrepublik).
Sein Anti-EU, - NATO und -USA sowie Pro-Russland Kurs setzt erst einmal aus, bis er die nötige
militärische Kraft hat um seine aggressive Expansionspolitik fortzusetzen.

Die Europäische Union ist angesichts, des syrischen Bürgerkrieges nur eine Lachunion, denn der
EU fehlt es an Einigkeit um International als ganze friedliche und demokratische Einheit wirksam
zu sein. Frühestes Beispiel dafür wäre, die waghalsige türkische Militäroffensive, welche im
Zeitraum vom 09.10.2019 - 25.11.2019 stattfand und international für enorme Kritik für Ankara
führte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die machtlose Stellung der EU unter Beweis gestellt. Während
ein Großteil der EU-Mitglieder für eine Aussprechung einer Warnung gegen Ankara war, stellte sich
der Staat Ungarn quer und äußerte sich sogar noch positiv zu der Offensive, welche sich gegen die
hilflosen Kurden richtete. Ist denn das zu Glauben?

Als Begründung der Offensive nutze Erdoğan die billige Ausrede, dass der dominierende Angriff
auf die YPG, die türkische Grenze zu Syrien sicher halten und im fremden Gebiet eine
„Sicherheitszone“ errichtet werden soll, indem die syrischen Flüchtlinge unter gebracht werden. Die
einzigen, die diesen verwerflichen Einfall billigten, waren der türkische Diktator Erdoğan selbst und
der russische Präsident Vladimir Putin - im Zweifelsfall auch der ungarische Präsident. Die
getroffenen Sicherheitsvorkehrungen im Gebiet konnten die UN allerdings nicht Zufrieden stellen.
Niemand, wirklich NIEMAND, kann das noch toppen oder? Falsch gedacht. Der, indem Falle,
stärkste Verbündete der YPG (Donald Trump) war der Ansicht diesen feigen Angriff auf die Rojavas
zu billigen und gab Erdoğan seine Einwilligung zum Angriff.

Während sich die US-Amerikanischen Truppen, aus dem syrischen Staatsgebiet zurückzogen
wurden sie von den Rojavas, mit völligem Recht beworfen und beschimpft. Mal wieder ein
einfallsreicher Plan von ihm und er verteidigte sich mit den Worten „Die Kurden haben uns nicht in
der Normandie verholfen.“ Applaus dafür! Die Kurden hätten, wie die Israelis jetzt, ein eigenes
Hoheitsgebiet verdient.

Doch nicht nur vor der europäischen Haustür gibt es enorme Makel, sondern in Europa selbst
müsste sich politisch einiges Verändern. Im spanischen Staat brodelte es vor 3 Jahren gewaltig
durch die katalanischen Nationalisten, die, genau wie die Kurden, einen autonomen Staat fordern.
Es ist schon verständlich, so einer Forderung nicht nachkommen zu wollen, denn wer möchte schon
sein eigenes Gebiet verkleinern oder gar teilen wollen? Ein außergewöhnlich positives Beispiel,
brachten die Briten. Das Vereinigte Königreich ist seit Jahrhunderten im Streit mit den schottischen
Nationalisten aber anstatt eine unterdrückende Präsenz darzustellen, setzten sich beide Parteien
jeweils an einem Tisch, um einen Kompromiss für beide Beteiligten zu finden. Dieser Kompromiss
fand am 18.09.2014 mit dem regionalen Unabhängigkeitsreferendum statt. Allerdings war das
Ergebnis des Referendums mehr als eine bittere Enttäuschung, denn das Ergebnis betrug 55,3% der
Nein-Stimmen und 44,7% Ja-Stimmen, bei einer stolzen Beteiligung von 84,59%. Somit wurde die
Unabhängigkeit Schottlands von der Mehrheit der Wähler abgelehnt. Eine Schlappe für die
amtierende schottische Partei SNP und deren Parteivorsitzende Nicola Sturgeon, welche das Ziel
verfolgten mit einem Sieg des Unabhängigkeitsreferendums als eigener Staat wieder in die EU
beitreten zu können. Der offizielle Austritt Großbritanniens aus der EU fand nach langen
Streitereien am 31.01.2020 statt, nun hatte die schottische Partei SNP an Wähler zugelegt und
Nicola Sturgeon fordert mittlerweile ein zweites Referendum. Boris Johnson lehnte dies aber ab,

2.
mit der verständlichen Begründung, dass das Referendum von 2014 eine, für die momentane
schottische Generation ausreichend gewesen Wahl war. Mr. Johnson krönt sich als endgültiger
Sieger in den Geschichtsbüchern, denn er schaffte es, wo seine törichte ehemalige Amtskollegin
versagte. Doch damit wird Johnson in Schottland nicht weiterkommen aber ist Schottland für einen
Austritt aus dem Königreich ökonomisch überhaupt bereit?

Trotz alledem wäre es stark Befürworten ein Abspaltung Schottlands von dem Vereinigten
Königreich. Selbst eine komplette Auflösung des Vereinigten Königreiches würde nicht nur
negatives nach sich tragen. Denn falls eine Bedrohung für die Autonomie der neuen jungen Staaten
bestehen sollte, könnte man diese erfolgreich Abschrecken. Zur Auflösung des Vereinigten
Königreiches zählt auch die Vereinigung zwischen der irischen Republik mit Nordirland. Die
Teilung der Insel fand nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg 1921 statt. Zwar wäre es
angemessen einen bürgerkriegsähnlichen Zustand, wie beim Nordirlandkonflikt im Zeitraum
zwischen 1969 – 1998 zu vermeiden aber eine vermutliche Endlösung würde es mit sich ziehen.

In Katalonien fand ebenfalls am 27.10.2017 ein Referendum statt, allerdings nicht von der
Bevölkerung sondern vom katalanischen Parlament. Diese Stimmten deutlich für eine Abspaltung
von Spanien, doch die spanische Regierung erklärte noch am selben Tag die katalanische
Regionalregierung für abgesetzt. Der spanische Ministerpräsident setzte die Eigenverwaltung von
Katalonien aus und kündigte Neuwahlen für den Dezember an. Danach wurden die katalanischen
Separatisten verklagt und waren gezwungen ins Ausland zu fliehen, während andere in Haft
genommen wurden. Zwar gewann die separatistische Partei eine erneute knappe Mehrheit, konnten
aber den geflohenen Puigdemont nicht als katalanischen Ministerpräsidenten durchsetzten. Hier
wäre eine Unabhängigkeit Kataloniens ebenfalls eine positive Trennung.

Die Annektierung der Halbinsel Krim im Jahr 2014, sowie die Unterstützung der pro-russischen
Rebellen in der Ostukraine ist genauso ein empörendes Thema. Denn ein fremdes Staatsgebiet,
welches seit Jahrzehnten nicht mehr zur UdSSR gehört, sondern eines anderen Staates gehörig ist,
bestätigt nur noch das rücksichtslose Vorgehen des russischen Präsidenten Vladimir Putin. Zwar ist
der Bevölkerungsanteil der Krim zu 68% russisch und zudem war es eine ehemals sowjetische
Provinz aber dennoch ist es keine Berechtigung, teils militärisch gegen einen Nachbarstaat zu
agieren beziehungsweise dessen Bevölkerung gegen die Regierung aufzuhetzen. Zur dessen
Verteidigung muss man allerdings gestehen, dass es durch das, ebenfalls provokante Vorgehen der
EU beziehungsweise der NATO gegen die russische Föderation, einerseits auch berechtigt ist, eine
Gegenoffensive zu unternehmen. In dieser Hinsicht haben mal wieder die Politiker ihre komplette
Unfähigkeit bewiesen und auch die fehlerhafte Struktur des globalen Kapitalismus einfach nur noch
weiter ausgedehnt.

Der globale Kapitalismus ist dank der Industrialisierung und besonders der Amerikanisierung, nach
dem Zerfall der UdSSR und dem Ende des Kalten Krieges innerhalb Europas, ein deutliches
Verzeichnis, welches sich nach dem 2. Weltkrieg auf der ganzen Welt verbreitete und besonders im
mittleren Osten nach 1990. Zwar gab es nach dem Zerfall des Eisernen Vorhangs immer noch
Staaten, die sich weiterhin dem Sozialismus beugten, allerdings haben diese Staaten heute schwer
wiegende Probleme in der Gesellschaft sowie mit der ökonomischen Struktur. Bei vielen wird ein
Staat nach „Westlichem Vorbild“ als vorangeschrittenen und modernisiert angesehen. Ohne eine
globale Zusammenarbeit kann der Kapitalismus allerdings nicht ersetzt werden.

Ein gutes Beispiel ist die innenpolitische Lage Venezuelas. Durch die erfolglose Modernisierung
des Staates, liegt Venezuela am Rande eines Bürgerkrieges. Durch die kritische Beziehung zu den
Nachbarstaaten wird der Zustand der Zivilbevölkerung und dessen Versorgung mit Lebensmittel

3.
zunehmend kritischer. Erneut ist der geopolitisch wichtige Staat, ein Hauptschauplatz in der
Weltbühne geworden. Ein Machtball der Staaten USA, Russland und China, welche nun in einem
erneuten Stellungskrieg verwickelt sind, wie während des syrischen Bürgerkrieg. Viele vermeintlich
demokratische Regierungen neigen oft dazu, ihre Macht alleinig für ihren eigenen Wohlbestand zu
nutzen.

Ich wollte mich eigentlich noch kurz zu dem libyschen Bürgerkrieg äußern, da dies ja der erste
Bürgerkrieg ist, wo sich europäische Mächte im 21. Jahrhundert einmischen. Da mir zu diesem
Konflikt allerdings Informationen fehlen, belasse ich dies.

4.