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VERSE AN MALEK 2019

VON TORSTEN SCHWANKE

Vom Schwimmen bin ich so unendlich heil und froh,


O liebste Kinderlein - doch jetzt bin ich k.o.

Jetzo muss ich gehn,


Jetzo trägst du Leid.
Will dich wiedersehn
In der ewig Freud!

Was muss denn tun der Mann? Muss zeugen einen Sohn
Und pflanzen einen Baum - der Rest ergibt sich schon.

ELEGIE UM MEINE TANTE

Ach, meine Tante starb am schönsten Muttertage!


Ich klag um ihren Tod, die Tante ich beklage!
Zum Klageheulen wird mir meiner Flöte Lied.
Verzweiflung war ihr Tod, es war ein Suizid!
Ob auch Mallorca schön, ein Paradies die Insel,
Nun hört es Weinen nur und wimmerndes Gewinsel!
Und ihre Tochter, ach, erst sechzehn Jahre jung,
Sie bleibt allein zurück in der Verzweifelung.
Was ist die Jugend schön! Doch gibt es nichts zu erben
Vom liebsten Mutterherz als Kummer um das Sterben.
Beerdigt werde sie im ehrenvollen Grab,
Ich eine Hoffnung noch für ihre Seele hab:
Ich weiß zwar nicht den Weg, doch gibt es eine Reue
Im holden Jenseits auch, das sie sich dort erneue.
Drum leg ich ihren Geist in unsres Heilands Arm,
Dass sich die göttliche Barmherzigkeit erbarm!
Und für die Tochter auch ich werde flehend beten,
Dass Trost sie finde in dem schönen Garten Eden!

BAALSPFAFFE

Ich will euch jetzt den Weg des wahren Glaubens zeigen:
Dass in der Kirche soll das Weib demütig schweigen.

Ich bin in meinem Geist im Josefs-Weg der Immen,


Mein Freund und Bruder geht mit Sankt Maria schwimmen.

PSALM 131

Ich bin ein kleines Kind, und Gott ist meine Mutter,
Und Gottes Mutterbrust ist Honigseim und Butter.

POLEN

Bist du Paul Paulinsky?


Nein, ich bin Malek Marzinzky.

Bist du nicht Karol Wojtyla


Mit der Claramontana Diva?

Ich liebe Schwester Tod, die Engelmacherin.


Mein Leben ist mein Kreuz, mein Sterben mein Gewinn.

Wie ist die Schuld, die Scham der Indios und Inder?
Ins Alter der Vernunft nun kommen meine Kinder.

ZU MARAS SIEBENTEM GEBURTSTAG

O Mara, wie du einst als kleines Baby klagtest,


Zu deinem Papa süß und lieblich "Mama" sagtest -
Im Alter der Vernunft nun schon dein Leben steht -
O liebe Kinderlein, wie doch die Zeit vergeht!

*
Ein Irrenhaus ist um mich her -
Wenn ich nicht selbst ein Irrer wär…

In jedem Hemde steckt ein Mann,


In jedem Knochen steckt ein Mark.

Zusammen sitzt man so und trinkt Berliner Weiße


Und Frauen reden viel und Männer auch nur Scheiße.

So ging ich in dem Mai spazieren in dem Hafen,


Dort an der Speicherstadt, wo alte Waren schlafen,
Und dann zur Elbe hin und hin zur Harmonie,
Da tönte überall des Lebens Symphonie,
Die Menschen waren schön, ein fröhliches Gewimmel,
Die Landungsbrücken sah ich unterm heitern Himmel,
War alles auch so schön, wie es mein Freund gesehn,
Der sah die Königin des Maien wunderschön.

Im Himmel schwebe ich in himmlischer Musik -


Es plärrt die Narrenwelt von Tagespolitik.

LATEINISCHE MESSE

Jahwe liebt mich!


Jahwe liebt mich!
Jahwe liebt mich!
Und ich liebe Jahwe!

Wie ich voll Traurigkeit für mein Europa glühe!


Wie traurig in Paris! Wie trostreich an der Lühe!

DER TRAUM

Der trauervolle Sohn, der um die Mutter klagte,


Dem jeden Tag für Tag aufs neue Trauer tagte,
Der sah in seiner Nacht die Mutter schön im Traum,
Fast wie ein Engel schön in seinem Innenraum.
Und seine Mutter sprach: Es geht mir gut im Himmel,
Ich bin gesund und heil im seligen Gewimmel.
Es ist, wie du gesagt, nun die Erinnerung
Ist alles wieder da, wie zwanzig Jahre jung
Ich froh und glücklich war, und was ich trug für Kleider.
Doch deine Traurigkeit, mein Sohn, das seh ich leider.
Ich möchte gerne doch dir Beistand sein als Geist,
Als Engelsgeist von Gott, den du als Liebe preist. -
Da sprach der Trauernde zu seiner Mutter Seele:
O meine Freundin du, wie sehr dein Herz mir fehle,
Doch möchte ich das nicht, dass du als ein Gespenst
Mich dieser Welt entrückst, du weißt, da du mich kennst,
Dass ich die Wirklichkeit doch möchte nicht verlassen,
Um einen Geist aus Hauch, die Wolke zu umfassen.
Ach, meine Traurigkeit und triste Einsamkeit
Sind doch unendlich groß, schwer liegt auf mir das Leid,
Doch muss ich meinen Mann auf dieser Erde stehen.
Doch, liebe Mutter du, ich will dich wiedersehen,
Wenn einst mein Lebenshauch dem irdischen Schamott
Entweicht in Jesu Huld, wir eins sind dann in Gott.

Dem Kaiser gebt, was ihm gebührt, trotz all des Spottes,
Gott aber gebt, was Ihm gebührt, die Ehre Gottes.

Mein einziger Freund! Ich dürste, ich dürste


Nach einer Erde ohne Hanswürste!

TRAUM

Lieber Freund, ich war wohl am Tag im Tagtraum im Himmel!


Denn da traf ich ein Weib, mütterlich, jugendlich schön,
Die mir ein Zimmer vermietet, ich habe mit ihr geschlafen.
Dann ins Zimmer kam meine Karine von Gott,
Nackt wie Gott sie geschaffen, rasiert an ihrem Geschlechtsteil,
Und sie schlief mit mir, gab auch den Zungenkuss mir.
Aber am Fenster stand ein vierzehnjähriges Mädchen,
Schlank und goldenblond, die wollte zu mir ins Bett,
Doch ich musste vertrösten die Schöne: Zwei Jahre noch, Mädchen,
Dann erlaubt es der Staat, dass wir uns lieben im Bett.
Schöner Traum, mein Freund, doch leider erwachte ich, bitter
War der hellichte Tag, schmerzlich erinnerte ich
Mich an die Dummen und Bösen, die mich allezeit plagen.
Aber ich schlief wieder ein, wieder mich tröstete Gott,
Denn jetzt kam meine andere Frau (ich habe zwei Frauen),
Evi zog aus ihr Hemd, barbusig saß sie vor mir.
Ach, ich möchte ewig so träumen, so glückselig leben!
Aber das Paradies kann ja kaum herrlicher sein,
Das ich erhoffe, das Freudenreich der himmlischen Liebe,
Wo befriedigt das Herz wird von der Liebe in Gott!

TRAUM

Heute im Traume war bei mir die schöne Laetitia Casta,


Schönste Frau der Welt, war sie vorm Elternhaus mein
Auf der Terrasse, saß sie neben mir bequem auf dem Stuhle,
Heiß wars im Sonnenschein, schwitzende Venus war sie,
Und ich sagte zu ihr: Dein Schweiß, o schwitzende Göttin,
Ist ein süßer Geruch, ähnlich des Rosenöls Duft,
Sexuelle Botenstoffe duften so lieblich
Wie dein göttlicher Schweiß, der mich erotisch erregt.
Und Laetitia Casta sprach - es schmeichelt die Welt ihr -
Dass sie so schönes Lob nimmer gehört hat bisher.
Und dann küsste sie einen politischen Führer der Linken,
Weil es die Presse bestellt, so sie verdiente ihr Geld,
Aber während sie küsste den kommunistischen Führer,
Blitze ihr schmales Aug liebevoll mir in das Aug.

Dann singst du FÜR DIE WENIGEN nur,


Nicht für das ärmliche Gelichter,
Das nie ein wahres Wort erfuhr,
Doch für den strengen Freund der Dichter,
Der heiliger Wahrheit sich verschwur.

Wie schön Sankt Josef ich mit seinem Knaben seh,


Da Jesus isst ein Eis, der Vater trinkt Café.

So seh im Paradies ich wie der Dichter Dante


Den Vater, Sohn und Geist in Ihr, der Vierge Ouvrante!

Ein Freund ist für das Herz vom Herzen auserkoren,


Ein Bruder ist im Geist für große Not geboren.

Heute war ich bei Ikea,


Morgen bin ich bei Idea.

*
Der Dichter ist im Geist Homers im Athenäum,
Voll Neu- und Wissbegier der Freund im Tee-Museum.

O du mein Herzelieb, o du mein Augenweide,


Soll ich dich Herzelieb nun nennen Herzeleide?

Ich bin so schwer und müde -


Ach komm, du süßer Friede!

Der Bruder ist geschwächt, es plagt ihn heut der Husten.


Komm, Herr, den Geist der Krankheit wegzupusten!

Ich hab die Nase voll von euch, ihr Lumpenpack,


Passt auf, dass ich euch nicht noch vor die Füße kack!

Ich hab dir Nase voll von dir, du Lumpenhund -


Ich geb die Wissenschaft der Ahnen-Geister kund.

Lebe wohl, auf Wiedersehn,


Wenig Jahre meine Freude,
Sei mir Hoffnungs-Trost im Leide,
Du nun wie ein Engel schön,
Lebe wohl, auf Wiedersehn!

Goethe

MEINE AHNEN

VON MALEK

Mein Urgroßvater war ein frommer Pietist,


An Christus gläubig, und drum ewig lebt der Christ,
Mein Johann war schon fromm im schönen Land Masuren
Und hielt sich weise fern von babylonischen Huren,
In Baden-Württemberg war er im Bibelsaal
Mit Gottes Buch zur Hand, war evangelikal.
Und weiter in der Zeit zurück, Ur-Ur-Ur-Urgroßvater,
War männlich auch aktiv im kirchlichen Theater,
Denn des Pastoren Kind nahm er zur Ehefrau.
Die seh ich alle nun in wissenschaftlicher Schau,
Die Toten sind nicht tot, wie sagen meine Feinde,
Sie sind in Christi Leib, der himmlischen Gemeinde,
Weil Auferstehung ist der Herr und Sein in Ewigkeit,
Das ahne ich, wenn ich schau die Vergangenheit,
Der seine Väter ehrt, wie das Gesetz geboten.
Zwar ich als Protestant nicht bete für die Toten,
Bin doch mit ihnen eins in Jesu Christi Leib -
Ob das auch nicht verstehn mein Pastor und mein Weib.

Der Ungeist der Kritik erfüllt mich nur mit Wehmut,


Wo ist bei Freunden noch, bei Christen noch die Demut?

Wenn Gott nur und das Weib nur bliebe -


Ist alles ewig-schöne Liebe!

Erst verfolgte er die theististischen Evolutionen,


Dann der Ahnenwelt Protestantismus zurück
Bis zu Luthers Genen, er selbst von den Genen des Doktors,
So die Wissenschaft führt ihn zur Ahnung von Gott.

Ich schreib Tragödien, jedoch, beim Sakrament,


Sie lieben Hollywood mit seinem happy end.

Nun war die Mutter da, Lateiner sagen mater,


Ich sah zu tief ins Glas, nun hab ich einen Kater.

The LORD be praised for my insanity!


So I can see the worldes vanity!

I now remember this sweet little boy,


He once had loved me as a father, mother,
He was my Love, my little prince of joy,
Yes, we were twins, he was my little brother.

As a religious, as a monk on earth,


I loved him with the love of Mary mild,
He was my son, my sun, my page, my mirth,
He was my Love, my God, my Christ as child.

Jehovah took him, sent him far away,


I'm not allowed to see him anymore.
O God so awesome! Why did he not stay?
Wherefore this bitter fate, my Lord, wherefore?

O Lord my God, thou robber of my pleasure!


I give Thee what Thou need - tears without measure!

ZUM GEBURTSTAG

Nun wohl bekomme dir die Ruhe mit den Büchern


Und dass du liegst im Bett in reinen weißen Tüchern
Und wirst da nicht gestört von lautem Narren-Maul
Und feierst deinen Tag wie Gott am Sabbat faul!

Der Grund ist sakrosankt, so ziehe aus die Schuhe,


Denn für das Kind des Herrn bereitet ist die Ruhe,
Da trinke du vom Quell des Lebens neue Kraft
Und freu an Weisheit dich, Vernunft und Wissenschaft.

Dann tritt auch einmal still in deine stillen Stuben


Und kose herzlich da das Mädchen und die Buben,
Und kose herzlich da die fromme Ehefrau
Und tritt auf den Balkon und auf gen Himmel schau.

Dann nimm ein gutes Mahl und trink (nicht alkoholisch)


Und denk an deinen Freund, den Dichter erzkatholisch,
Die Ahnen grüße dann, der Väter fromme Schar
Und danke Gott: Wie ist mein Leben wunderbar!

And if your hair is brown in longest curls,


Is long and black, is golden like the girls‘,
Is red like henna – Oh my Cupid stay!
The Lord is in the hair ev‘n if it‘s gray!

NEUE NATIONALHYMNE

So lasst uns essen, trinken,


Denn morgen sind wir tot! -
Und so tut Deutschland stinken
Vorm Herren Zebaoth!

*
So war der Protestant am Wall der Alten Schweden
Mit Frau und Kindern, und es war ein kleines Eden.

Stets angefochten und geprüft in meinem Herzen,


Ein Sühneopfer ich, ein armer Mann der Schmerzen.

Der Kleine auf dem Rade


Unglaublich flink und flott -
Wie schön ist doch die Gnade,
Die schenkt der gute Gott!

Einst glaubte ich an Fraun und Männer, all die Lieben,


Das aber wurde mir doch gründlich ausgetrieben.

Mit Neugier-klugem Aug und hoher Denker-Stirne


Ist er ein Prediger vom Gott in dem Gehirne.

Mit Neugier-klugem Aug und hoher Denker-Stirne


Der Freund kann Meister sein für seine süße Dirne.

Ich sende dir, mein Freund, ins schöne Blankenese


Die besten Pommes Fritz mit bester Mayonaise!

Heut fuhr ich mit dem Rad durchs Oldenburger Städtchen


Und sah, sei Amor Dank - zwei nackte blonde Mädchen.

Was ist für ein Gedicht mir abgrundtief zuwider?


Es ist die Poesie der schlechten Kirchenlieder!

Ein Nein sei euer Nein, ein Ja sei euer Ja,


Ihr Pfaffen aber sprecht nur Jein und nur Blabla!

*
Die Menschen sind so ganz doch eine Schweinebande!
Nur Bettler sind noch lieb im deutschen Vaterlande.

Wie öden mich zutiefst die Bücher an der Welt,


Was Dichter faseln so von schöner Frau und Held,
Ich weiß in meinem Geist ganz eine andre Schöne:
Die himmlische Musik der Harmonie der Töne!

Geliebt will jede sein, hofiert und süß geschmeichelt,


Der Dichter kann das gut, der süße Liebe heuchelt,
Anbeten soll man sie, zu Heiligen erklären,
Und dienen als ein Knecht, als Göttin sie verehren,
Sie aber lieben nicht, sind nicht bereit zu trösten -
Nur Eine Frau allein ist Huld für den Erlösten!

Was für ein Schmerz und Kreuz ist alles doch hienieden!
Jedoch da lächelte die Schöne Frau zufrieden…

Der Mann, der weiß,


Wie man einen seiner Brüder
Zu dem führt, was er weiß,
Kann eines Tages von genau
Diesem Bruder gerettet werden.

Du trinke Buttermilch und trink Orangensaft,


Denn von dem Apfelsaft der Schiss verliert an Kraft.

Du gib mir bitte Geld und trage mich auf Händen


Und schmeichle meinem Leib, doch nicht mit deinen Lenden,

spricht die Freundin.

Drei Jahre alt das Kind, rennt jeden frühen Morgen


Zu seiner Mama Brust und fühlt sich da geborgen.
So auch der alte Mann, der Kindlein Gottes ist,
Rennt auch zur Mutterbrust Mariens als ein Christ.
*

Mädchen, mir ganz recht für süße Liebelein!


Doch die Brille stört, und mir bist du zu klein.

Ach, wie belesen und gebildet ist Frau Grässlich!


Die Warze im Gesicht ist mir doch allzu hässlich!

Ich bin nicht David, ach, ich bin der König Saul,
Mich packt der böse Geist, und oft schäumt mir das Maul!

Ich schick dir eine Fee


Mit Weisheit und mit Trost,
Sie schenkt dir ein den Tee
Und macht dein Butter-Toast.

Das Mädchen war so schön! Mein Mund im Geist sie küsste!


Sie war so himmlisch schlank! - doch allzu klein die Brüste.

Hör nicht auf diese Welt und Satanas' Getön!


Sie lächelt dir jetzt zu! Marie ist wunderschön!

Die schönste Frau der Welt soll zum Idol dir taugen?
Schau doch genauer hin, sie hat zu kleine Augen!

Was preist du denn die Frau als Wunderschöne, jene?


Nur Gott allein ist schön - die Frau hat gelbe Zähne!

Der Häuptling Winnetou und Alte Schmetterhand,


Blutsbrüder sind sie, die der Große Geist verband.

Ich, ich liebe dich sehr! spricht Gott, der höchste Jehova,
Jakob, dich liebe ich sehr, Esau, den hass ich zutiefst!
*

Hongkong! Nicht so wilden Aufstand tue!


Frieden kommt durch Weisheit nur und Ruhe.

AN DEN NEUEN KAISER JAPANS ZUR THRONBESTEIGUNG AM 22. OKTOBER 2019

Gegrüßet seist du, Japans neuer Kaiser,


Soll der Monarch im Thron doch sein ein Weiser.
Heil Himmel, der du uns den Kaiser gabst,
Gib, dass nach Japan komme bald der Papst!

TRÄNEN EINER MUTTER

O Herr, nimm doch den Sohn mir nicht als Opfergabe,


Geschlachtet am Altar vom alten Sensenmann!
O Vater, siehe du der Mutter Tränen an,
Es ist mein kleines Kind doch alles was ich habe!

Bewahre, großer Gott, mein Kindlein vor dem Grabe,


Jehova, strafe nicht das Kind mit deinem Bann,
Den ich von dir als Schatz und als Geschenk gewann,
Dass ich mich an dem Kind als Mutterherz erlabe.

Ich kann nicht beten mehr, o Herr, kann nur noch weinen,
Die Tränenperlen flehn um diesen Sohn, den meinen,
Mach meine Hoffnung doch, ach Jahwe, nicht zu Spott!

Willst du denn haben dort bei dir so kleine Engel?


Willst du mir nehmen ihn, den Liebling ohne Mängel?
Erbarmen, Jesus, nimm die Mutter lieber! Gott!

O du Kummerbecher!
O du Schlummerbrecher!
O mit Beben, Hammer!
O das Leben - Jammer!

Das Erdenleben ist nicht schön,


Ist Ächzen, Krächzen und Gestöhn!

Armes Würmlein, süß und klein,


Muss schon leiden große Pein,
Sind die Eltern hilflos, arm,
Mann der Schmerzen, ach erbarm.

ODE AN DIE KARTOFFEL

O du goldne Kartoffel,
Wie Gott dich geformt
Nackt im Mutterschoß
Der schwarzen Mutter Erde,

O du Nährmutter, o Kartoffel,
Wie du aus West-Indien kamst
Mit des Kolumbus Schiff
Santa Maria
Bis nach Andalusien,

O Kartoffel Mariens,
Herzlich willkommen
Im deutschen Vaterlande,
Da du den Dichter ernährst,

Der als echter Christ


Dich reichlich würzt mit Salz,
Wie auch die Christen sind
Das Salz in der Welt,

O du treue Kartoffel,
Treu wie die leibliche Mutter,
Wie du weich wirst
In der keuschen Schwester
Kochendem Wasser,

Gern gesellige Kartoffel,


Dich garniert der Friese,
Der patriotische Friese
Mit Heringssalat
Und saurem Brathering.

Nichts andres mehr


Als aus Mutter Marias Händen
Gottes nackte Kartoffel!

Todmüde oder auch im Schlummer


Ich bin ein großer Berg aus Kummer.

Das Leben währt, wenns hoch kommt, hundert Jahre -


Beständig trägt man Tausend-Jahre-Kummer.

Die XIX Ehrwürdigen Gedichte

Vertraue dich der Mutter-Braut -


Der Eisberg deiner Schmerzen taut.

Alles geben die Götter, die unendlichen,


Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Leiden, die unendlichen, ganz!

Erinnert euch, verfluchtes Pack,


Des paradiesischen Falles:
Hat euch die Schöne erst im Sack,
So gilt sie euch für alles!

Das ist das Schöne ja am Heimatstädtchen:


Es wimmelt hier von süßen jungen Mädchen.

LIED DER SELIGEN INKA

Ein neuer Tag beginnt, o Herr, ich freue mich,


Ein neuer Tag beginnt, ich freue mich auf Dich!

Warst bei mir in der Nacht, da warst du bei dem Kranken,


Jetzt bin ich für dich da, o Jahwe, dir zu danken.

Was Angst und Kummer ist in meinem Herzen, ach,


Das kann ich sagen dir, du Allmacht, ich bin schwach.

Noch ist es alles still, so kann ich dich auch hören,


Was auch geschehen soll, ich will dir Treue schwören.

Du lebst in deinem Wort, ich hab dem Wort geglaubt,


Du linderst meinen Schmerz, dass ich erheb das Haupt.

Dein Friede ist mit mir, ich will dir fest vertrauen,
O Herr, ich bin ganz dein und Unsrer Lieben Frauen.

Die Wege, die du führst, o Weisheit, die sind gut,


Du gehst mir ja voran und gibst mir neuen Mut.
*

BRIEF EINER MUTTER AN IHREN SOHN

Mein lieber, liebster Sohn, du musst nun an die Front,


Im Osten steigt das Licht herauf am Horizont.
Was will das deutsche Volk denn bei den frommen Russen?
Ach, in der Heimat bleib das gute Volk der Pruzzen!
Wir hungern alle sehr, und ich vermisse dich,
Doch kommst du sicher bald. Der Krieg ist fürchterlich,
Und viele Söhne sind vom Leben abgeschieden,
Wir alle hoffen hier auf einen Völkerfrieden,
Dass Deutschland wieder wird, wie es die Mutter schaut,
Zur Ehre und zum Ruhm in Frieden aufgebaut.
Und dazu brauch ich dich, du meiner Hoffnung Sohn,
Komm bald zu mir zurück, ich träume davon schon,
Wie ich dich wieder dicht in meine Arme schließe
Und deinen lieben Blick mit meinem Blick genieße.
Wo aber steht der Feind, der dieses mir verwehrt?
Der Dämon wo, der macht, dass sich mein Herz verzehrt?
Und ob sich auch mein Herz verzehrt, wie Seufzer wehten,
Doch Mama ist bei dir in ewigen Gebeten!
Und also segne ich den Sohn und komm zum Schluss,
Gott schütze meinen Schatz und nun noch Gruß und Kuss.

Stempel der Behörde:


Wir von dem deutschen Reich jetzt nur noch sagen wollen,
Ihr Sohn, verehrte Frau, in Russland ist verschollen.

How can I pray to God Almighty Lord?


He is the Monarch in the Trinity,
How can I speak to the Most High my word,
The souce of cosmos in his Majesty?

He is so aweful and so fascinating,


So terrible in his anger and his rod,
And I am dust and ashes, ever fading,
I am a nothingness and he is God!

Oh Mary, help me praying to the Father,


That Lord Jehova bless my helpless prayer!
Oh Mary, help me, sweetest virgin-mother,
That I can ride to God my wingèd mare!

Oh Mary, pray for me, your prayer is holy


And I am only weak and melancholy.

*
Die Kinder gehen gern zu ihrem lieben Opa,
Das ist doch schöner als die Reise durch Europa,
Die Kinder gehen gern zu ihrer frommen Oma,
Das ist doch schöner als die Pilgerfahrt nach Roma.

HAIKU

Ich bin
Zu Tode
Betrübt.

IM TRAUM GEDICHTETES HAIKU

Ardent
Desire -
Amour fou!

MALEK AN SEINE FRAU

Du hasst ja Blumensträuße,
Sonst ich, des Ostens Preuße,
Hätt einen dir geschenkt:
Dein Gatte an dich denkt!

Du hast ja Schokolade
Und dazu Gottes Gnade,
Sonst schenkte ich dir süß
Das Brot vom Paradies.

Und was nun übrig bliebe


Ist nur ein Wort der Liebe:
Herzdame voller Reiz,
Mein Christus du am Kreuz!

M.

Ich bin k.o.


Das ist o.k.

Solang die Kirche ist in ihren Priestern strohdumm,


Erhebe ich den Kelch mit spirituellem Strohrum.
*

TRAUM

Sie ist die Muse meiner Musen,


Ich liebe ihren bloßen Busen,
Will ewig, ewig mit ihr schmusen.

So lege dich getrost, mein Freund, ins Himmelsbett,


Wie Zacharias lag bei Sankt Elisabeth.

Was die Frauen Freundschaft nennen,


Ist ein Mangel nur an Liebe.

Etwas Okkultismus,
Etwas Kommunismus,
Das ist ihre ganze Dummheit,
Leider ohne Stummheit.

Wenn niemand liebt mich mehr im Erdenraum,


Mein Engel Anna kommt zu mir im Traum,
Ein gut gebautes, wunderschönes Weib,
Und schenkt mir liebend ihren lichten Leib.

Wenn es dir bei uns nicht gefällt,


So geh in deine östliche Welt,
So ward zu Vater Goethe gesagt.
Ei, meine Seele, nur unverzagt,
Flieh Törinnen und Toren,
Du bist im alten China geboren.

Ihr seid so ätzend,


So verletzend!
Als Eremit
Sing ich mein Lied.

Alter Freund,
Alter Wein.
Jesus Sirach

„Was bist du so zurückgesetzt,


Alter Mond, in deinen Phasen?"

Freunde, Liebchen auch zuletzt,


Haben nichts als Phrasen.

WEIHNACHTSLIED IM HOCHSOMMER

Ihr Seelen, frohlocket, frohlocket mit Schall,


Zum Gotteskind eilet im Stroh in dem Stall,
Und seht, wie in dieser weltfinsteren Nacht
Der ewige Herr uns das Schicksal gemacht.

O seht in dem Stroh, in dem ärmlichen Saal,


Seht hier all der Sonnen weißglühenden Strahl,
Den lieblichen Knaben, das göttliche Kind,
Viel lieber und süßer als Jungfrauen sind.

Da liegt es, das Schicksal, auf gelblichem Stroh,


Maria betrachtet es traurig und froh,
Auch Josef sieht tief man anbetend davor,
Die Engel lobsingen im neunfachen Chor.

Die Kinder der Hirten mit dankbarem Sinn,


Die Milch und den Honig sie tragen dahin,
Den Apfel von Eden, der purpurrot glänzt,
Ein schneeweißes Lamm auch mit Rosen bekränzt.

Ich bete: Geliebtes und göttliches Kind,


Was knuspert am Häuschen der himmlische Wind?
Wie groß ist auf Erden doch Elend und Not,
Der einzige Retter der baldige Tod!

Ich lieg wie dir Hirten am Grund ausgestreckt,


Das Gotteskind scherzt mit mir, wie es mich neckt,
Es freut sich die Welt, doch ich heule Gewein,
Es klagen die Götter, ich stimme mit ein.

Was geben wir Seelen, was schenken wir dir,


Wir opfern uns selbst am Altar wie ein Tier.
Nichts willst du von lächelnden Wonnen der Welt,
Ein schmerzlich gebrochenes Herz dir gefällt.

So nimm meine Seele als Opferlamm hin,


Ich opfre mich dir mit wahnsinnigem Sinn,
Und ob auch dem Josef die Geistseele weint,
Er ist mit Maria in Jesus vereint.

Wie heilig ist der Herr, der Herrscher in der Höhe!


Auf Erden plagen uns der Kobold und die Flöhe.

Ich schick dir eine Fee,


Sie ist so weiß wie Schnee,
Die ich als Seher seh
Mit einer Tasse Tee.

Ich schick dir eine Fee,


Die schlank ist wie ein Reh,
Dreifaltig wie der Klee,
Die lindert alles Weh
Mit einer Tasse Tee.

Oh, Maria war eine Jungfrau,


Als die Vögel anfingen zu singen.
Sie war süßer als die blühende Rose,
So früh im Frühling.
Ihre Gedanken waren heiter und glücklich
Und am Morgen froh und fein,
Denn ihr Geliebter war ein Junge vom Fluss,
Vom Fluss unter den Pinien.

Jetzt hat Karol geheiratet


Seine Maria im Frühjahr,
Als die Bäume früh aufblühten,
Und die Vögel fingen an zu singen.
Aber früh im Herbst,
Als die Frucht am Weinstock war,
Ich werde zu dir zurückkehren, mein Schatz
Vom Fluss unter den Pinien.

Es war früh am Morgen


In Wisconsins trostlosem Klima,
Als er die tödlichen Stromschnellen ritt
Diese letzte und fatale Zeit.
Sie fanden seinen Körper liegen
Unten am felsigen Ufer,
Wo das stille Wasser plätscherte
Und die flüsternden Pinien wehen.
Jetzt jedes Holzfloß
Kommt den Chippewa hinunter,
Da ist ein einsames Grab,
Besucht von Pilgern auf ihrem Weg,
Sie pflanzen wilde Blumen darauf
Am Morgen schön und gut.
Es ist das Grab zweier junger Liebender
Vom Fluss unter den Pinien.

Bis ich mich entledigt


Meiner Lukas-Predigt,
Gottes ABC,
Trink ich Friesen-Tee.

MELENCHOLIA

Du Mutter und du Schwester meiner Seele,


Du beugst dich trostreich über meine Qual,
Im schwarzen Haare funkelnde Juwele,
So kommst du zu mir in des Todes Tal,
Wo ich mich winde und mich selbst zerquäle,
Du sendest deiner schwarzen Augen Strahl
Und bettest mich in deinen braunen Armen,
An deinem Busen voller Allerbarmen.

Du linderst mir das Erbteil meines Lebens,


So ward ich Dichter, ward ich Philosoph,
Und scheint mir auch das Treiben oft vergebens,
Scheint mir die Mitwelt närrisch nur und doof,
Du kommst mit deinen Füßen hohen Schwebens
Und lädst mich ein an deinen Minnehof,
Da werde ich dein Seher und dein Schauer
Und preise singend Ihn, den Gott der Trauer.

DICHTERKLAGE

Die war einst reizend nackt, zeigt nun den Damenbart,


Gut, dass mich Gott nicht einst mit diesem Weib gepaart,
Ein andres Weibchen schwatzt von Weisheit wie die Parze,
Der Busen schlaff, und dick an ihrem Mund die Warze.
Ach nirgends Jugendreiz und nackte Sulamith!
Poet, wie dir vergeht dein einst so schönes Lied!
Da dir die Göttin fehlt, du siehst nur alte Zofen,
Leg deine Leier fort und werd zum Philosophen.

*
Die Gattin will nicht mehr, ist grau auch schon an Haaren,
Was bleibt? Es bleibt nur noch das Reich von Tausend Jahren,
Der Knabe auch ist frech, da macht er manchen Streich,
Was bleibt zu tun? Es bleibt das Tausend-Jahre-Reich.
Auch die Gemeinde will nicht so, wie mir es frommt,
Es ist die höchste Zeit, dass Jesus wiederkommt!

Entrücke mich aus dieser Welt,


Die mir nicht gefällt,
In mein himmlisches China,
Göttliche Virgina!

Zum Frühstück gibt es Tee und Toast mit Marmelade,


Denn heute bin ich frei, ich preise Gottes Gnade.

Ein bisschen Materialismus,


Dazu ein bisschen Spiritismus,
So heute sind die Atheisten,
Die postmodernen Kommunisten.

Dein Freund ist unbeweibt und drum belesen sehr,


Beneide du ihn nicht, denn ach sein Bett ist leer.

Zur Jugendzeit rannt ich den Mädchen nach,


Da manch ein Weib in meinen Armen lag,
Dann ward der Liebeslust ich überdrüssig,
Die süße Vulva schien mir überflüssig.

Im Alter wühle ich im Bücherstaub


Und höre mich an der Musik halb taub,
Ist Lernen denn der ganze Sinn des Lebens?
Spricht Schlomo: Bücherlesen ist vergebens!

Jetzt hätt ich lieber doch als trockne Bücher


Ein Weib entkleidet ihrer leichten Tücher,
Um einmal noch zu tasten eine Brust,
Sie muss nur jung sein, das wär eine Lust!

Bathseba war so schön! Uria starb in Rabba...


Mein Freund, es sagen doch die Kinder zu dir Abba..

Wer den Frauen vertraut,


Hat auf Sand gebaut.

Die Mutter stirbt, es flieht die Braut -


Verflucht, wer auf Menschen vertraut!

Die Seidenhände wie gemacht zum Liebesscherz,


Jedoch im Inneren hat sie ein Eisenherz.

MARIA

O du allein bist lieb / und garstig sind die Weiber /


Und du allein bist Geist / die andern sind nur Leiber.

Lobe die Weisheit, die herrliche Herrin voll Ehre,


Die meine Seele liebt, und die ich einzig begehre,
Tief in der Nacht
Mir meine Harfe erwacht,
Engel, die Preislieder höre!

Lobe die Herrin, die alle die Herren regieret,


Die mich auf Flügeln der Taube so zärtlich geführet,
Die mich liebkost,
Immer gab lieblichen Trost,
Seele, das hast du verspüret!

Lobe die Weisheit, die kunstreich und klug dich bereitet,


Die mir den Körper verliehen, den Geist hat geweitet,
Die du im Tau
Sahst unter Tränen, die Frau,
Die ihre Arme gebreitet!

Lobe die Weisheit, die reich deinen Geist dir gesegnet,


Wenn dir der Tränentau oft von den Augen geregnet,
Denke daran,
Was deine Königin kann,
Die dir mit Liebe begegnet!

Lobe Sophia, was in mir ist, lob ihren Namen,


Alles, was Odem hat, lobe die Dame der Damen,
Die dir als Braut
Ward von Jehova vertraut,
Küss sie mit Ja-Wort und Amen!

Ich bin Kommunist


Und ein Okkultist,
Ich bin Atheist
Und ein Spiritist,

Alles, nur kein Christ!

Ich bin ein Kommunist,


Ich bin ein Okkultist,
Das ist das Flügelpaar
Des großen Antichrist!

SAULS LIED

Wie melancholisch ist mein düstrer Geist,


Wie such ich dringend Trost,
Wenn David harfend unsern Heiland preist
Und Ahnen, Tee und Toast...

So spricht der Seemannsprediger: Ich seh


Des Seemanns Ehefrau, das ist die See!

Was wollen denn in Moll die Musen?


Ein Mädchen schlank, mit vollem Busen.

Komm, Heiliger Geist, in Stürmen brausend!


Erwecke dir die hundertvierundvierzig tausend!
Wir wollen sein die Heißen, nicht die Lauen!
Jungfrauen, die sich nicht befleckt mit Frauen!

Was ist die größte Sünde dieser Zeit?


Die ordinäre Mittelmäßigkeit.

*
Für meine gigantischen Lüste
Sie haben alle zu kleine Brüste,
Nur Karine, die Schönste der Musen,
Hatte einen allmächtigen Busen.

MALEK AN TOTO

Unter Leiden prägt der weise Meister


In die Herzen, in die Seelen-Geister
Innen sein Imago Dei ein,
Wenn wir weihen Jesus unsre Pein.
Unser Leiden macht im Glauben gründlich,
Macht geduldig, weise, gnädig, kindlich.
Kreuz und Leiden, wer ist deiner wert?
Narren nennen dich nur eine Bürde,
In dem Himmel bist du eine Würde,
Die nur Auserwählten widerfährt.

Die alte Ehefrau ist wie ein Weinfass dick,


Doch Mädchen jung und schlank und nackig sind mein Glück.

Hier in der Erdenwelt ist alles dumm und fett,


Jedoch im Himmelreich ist alles lieb und nett,
Hier in der Erdenwelt trägt alles graue Kleider
Und in dem Himmelreich trägt keine Kleider – leider!

AN DIE BEIDER BRÜDER-FREUNDE

Nun meine Mutter geht, mit Jesus zu verschmelzen,


Ihr frommen Männer seid in hoher Brandung Felsen!

Hab ich mich für frei erkläret


Von den Narren, von den Weisen;
Diese bleiben ungestöret,
Jene möchten sich zerreißen.

Goethe

33
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Möge der König von Ägypten mit mir zufrieden sein,


Möge ich zu seinem Vergnügen leben.
Ich begrüße die Dame, die in seinem Palast ist.
Darf ich die Mission ihrer Kinder hören,
Da mein Körper jung ist?
Denn jetzt ist das Alter herabgestiegen.
Die Faulheit hat mich überwältigt.
Meine Augen sind schwer, meine Arme schlaff.
Meine Beine sind instabil, mein Herz sucht Ruhe.
Ich werde nahe an die Heimreise herangeführt,
Wenn sie mich in die Stadt der Ewigkeit tragen werden.
Darf ich der Frau von Allen folgen,
Damit sie mir sagt, was gut für ihre Kinder ist?
Möge sie die Ewigkeit über mich bringen.

AN MALEK

Wir, die beiden treuen Zeugen der Apokalypse,


Wie zwei Ölbäume stehn wir in Zion!
Über uns in der Nacht des Mondes Eklipse,
Vom Himmel fallen wie Feigen die Sterne des Orion!

Die Schlangen, sie paaren sich in hitziger Brunft,


Wir keuschen Jungfraun vor Jesu Wiederkunft,
Wir sind dem heiligen Samen der Jungfrau gleich
Und erheben den Kelch im Tausendjährigen Reich!

AN MALEK II

Wenn Jesus und die Jungfrau kommen auf himmlischen Wegen,


Dann fliegen wir ihnen wie Adler freudig entgegen,
Wenn die Jungfrau kettet den Satan mit ewiger Fessel,
Sitzen wir beide selig in unserm apostolischen Sessel.

Da trinken wir Licht und den ältesten Wein der Engel,


Du mit dem Herrn, und ich mit der Frau ohne Mängel,
Dann sprichst du mit Lukas und ich mit Petrus, dem Felsen,
Bis wir mit der ewigen schönen Liebe Gottes verschmelzen!

Wenns dir bei uns nicht mehr gefällt


In unsrer postmodernen Zeit,
So geh du in die alte Welt
Von Israel, dem Herrn geweiht.

DIE ARCHIVARE

Der eine, der studiert in staubigen Archiven,


Wo seine Ahnen einst in Gott dem Herrn entschliefen,
Der andre dichtet schön, gelehrt und ziemlich tief
Und nieder legt sein Werk der Nachwelt ins Archiv.

LAMECH AN ADA UND ZILLAH

Ada, wie hast du mich geplagt auf Erden,


Und wie mich auch ergötzt, wie warst du süß!
Nun bist du tot und bei des Hirten Herden
Und erwartest mich nackig im Paradies!

Zillah, wie warst du in deiner Jugend reizend


So nackt in deinem hingehauchten Gewand!
Nun bist du alt und plagst mich, mit Liebe geizend,
Aber manchmal bist du auch lieb und charmant!

Ein Mädchen reizend jung - ein hübsches Höhlenhaus,


Ein Weib vergrämt und alt - ein Drache kriecht hinaus.

Mädchen, ihr lockigen!


Mädchen, ihr bockigen!

Ich will ruhen


An der Sternenküste
Eurer hübschen Brüste!

The Word - we met it,


But they don't get it!
*

Überlass sie nur alle ihren fixen Ideen,


Und du wirst herzlich geliebt als ein verstehender Freund.

PSALM

1. Ich habe mich in den Himmel verliebt!

2. Ich nenne ihn: Mein blauer Gott!

3. Es ist Männerliebe. Sela..

Das Glück erfreut sich gern an Dingen nebensächlich,


Der Mensch, der immer lacht, erscheint mir oberflächlich.

Who hates me and does love the money, brother?


Who hates me and does love the money, mother?

Bin ich denn aus Eisen und Erz?


Zehntausendfältig mein Schmerz!

Kleine Kinder sind ein Chaos und ein Trubel,


Sind sie aus dem Haus, kommt Ruhe und kommt J - - -

Immer für Weiber und Kinder! Ich dachte, man schriebe für Männer
Und überließe der Frau Sorge für Haus und für Kind.

KIRCHENLIED

Gib Dänen, die sich sehnen,


Den Trost nach allen Tränen.

Es soll der Prediger uns auf der Kanzel nutzen,


Das Weib des Predigers soll beten, stillen, putzen.
*

Zuerst hieß unser Papst Johannes Paul der Große,


Und dann kroch Benedikt der Kirche aus dem Schoße,
Und dann Franziskus kam, prophetisch schäumt sein Maul,
Jetzt schätze ich erst recht den Papst Johannes Paul.

Die Männer haben viel - Vernunft nicht - doch Verstand,


Die Frauen viel Gemüt, das liegt doch auf der Hand.

Zwei Theologen sich / bemühn um Eine Frau…

Ach, feiern muss der Freund im Haus der Handelskammer,


Doch gutes Essen hilft bei manchem Herzensjammer.

Mein lieber Dichterfreund, so sag, wen hast du lieber?


Liebst du Ohola mehr? Liebst mehr du Oholiba?

Ich bin in großer Not! O HERR, erbarme dich!


Die Arbeit und das Weib, die Blagen plagen mich!

Ich bin dem Herrn geweiht, ich bin vom Stamme Levi,
Mein böser Engel ist, mein guter Engel Evi.

Jehova ist das Ziel,


Messias das Modell,
Maria Führerin,
Der Engel Schutz und Schirm,
Ich immer unterm Kreuz.

Wie bin ich eurer satt, ihr Herren Philosophen!


O komm auf meinen Schoß, du Schönste aller Zofen!

Dem Proletariat gehört bald BMW,


Ich alle nur noch mit dem Fahrrad fahren seh.

Die lichte Sonne liebt, wer in Athena wohnt


Und wer in Roma wohnt - ich liebe mehr den Mond.

Geh, Weiser, denn ich schick dich zu den Narren,


Ja, die da locker haben ihren Sparren!
Hab Mitleid, Menschensohn, du sollst nicht hassen,
Sprich, ob sie hören, ob sie's bleiben lassen!
Dich, Katholik, schick ich zu Protestanten,
Ich mache deine Stirn zum Diamanten!

Ah, die Pastorin kommt im kurzen Sommerkleid,


Der Minnesänger steht als Diener gleich bereit.

Narzissen und die Tulipan,


Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seiden!

Die Sulamith wie Porzellan,


Die kleidet sich viel schöner an
Als Salomon in Seiden.

So hat uns des Weibes Busen beglückt,


Uns hat des Weibes Mund erquickt,
So gefällt es männlichen Tieren!
- Nun gehts wieder ans Studieren…

Der Nachbar bohrt mit der Bohrmaschine,


Auf der Straße kläfft der Hund.
Ich träumte von meiner toten Karine
Und der Zunge im Mund.

Ein Sadduzäer will ich bleiben! -


Das könnte mich zur Verzweiflung treiben,
Wenn von dem Volk, das hier mich bedrängt,
Auch würde die Ewigkeit eingeengt;
Das wäre doch nur der alte Patsch,
Droben gäbs nur verklärten Klatsch.
"Sei nicht so heftig, sei nicht so dumm!
Da drüben bildet sich alles um."

Goethe

Heut musste tragen ich die ganze Himmelsleiter,


Obwohl sehr schwer das Kreuz, war ich doch himmlisch-heiter.

AMEISEN-PHILOSOPHIE

Euer östlicher Gott, der ist ein Tänzer und Träumer,


Unser westlicher Gott, der ist ein Arbeiter-Gott.

Ach, die sehr schöne Inka - sie war ein Engel auf Erden,
Nun ein Engel bei Gott, wie mir die Hoffnung es sagt.
Immer noch trag ich im Herzen ihr Bild von Anmut und Reinheit,
Und die Erinnerung ist mir ein Trost in der Nacht.

Den Vielgeliebten gibt Jehova tiefen Schlummer,


Mir aber gibt der Herr statt Schlaf nur tiefen Kummer.

Der Freund ging Neugier-klug durch Hamburg-Hammerbrook,


Wo einst der Dämon H. das deutsche Volk betrog.

"Was gibt es Neues, Freund? sag an, dass mich erfreu es!"
"Man sagt, du seist ein Narr! Allein das ist nichts Neues."

"Was ist so schön denn am Kuss, am Tausch von Speichel zu Speichel?"


"Unwiderstehlich ists – Neuro-Transmitter-Erguss!"

Die Himmelsleiter hoch mit großen Schmerzen, ach!


Muss reparieren ich denn noch des Himmels Dach?
*

Von Frau und Sohn gestützt, der Held aufs Dach geklettert -
Nun ist das das Haus geschützt, ob Gottes Zorn auch wettert.

"Mein Gott, mein Gott, was hast du mich verlassen?"


"ICH ließ die Mutter dir, dich zu umfassen!"

Der Herr kennt keinen Schlaf, der Herr kennt keinen Schlummer.
Maria übergeb ich allen meinen Kummer.

Es wäre mir eine große Pein,


Wär ich im Paradies nicht mit Maria allein.

Auf Erden ist der Tränen Nacht,


Im Himmel das Erlöschen lacht.

Wie wünsch ich dir, o Freund, dass dich der Kelch beglückt
Des Evangeliums, wie Gott mir Unglück schickt.

Klagelied über das Geschick des Hauses Tiburzy

1 Und du, Torsten, stimme ein Klagelied an über die Söhne Tiburzy
2 Und sprich: Welch eine Löwin war eure Mutter Karine!
Unter Löwen lagerte sie, unter jungen Löwen zog sie ihre Jungen auf.
3 Und eins ihrer Jungen zog sie groß, den Juri,
Und es wurde ein junger Löwe daraus;
Der lernte, Tiere zu reißen, ja, Menschen fraß er.
4 Da boten sie gottlose Heiden gegen ihn auf.
Die fingen ihn in ihren Netzen
Und führten ihn an Ketten ins Reich der Toten.
5 Als nun die Mutter Karine sah,
Dass ihre Hoffnung auf Juris Glauben verloren war,
Nachdem sie sieben Jahre lang gehofft hatte,
Nahm sie ein andres von ihren Jungen, den Milan,
Und machte einen jungen Löwen daraus.
6 Der lebte unter den Löwen, wurde ein junger Löwe
Und lernte, Tiere zu reißen, ja, Menschen fraß er.
7 Er zerstörte ihre Burgen und verwüstete ihre Städte,
Dass das Land und was darin war
Vor seinem lauten Brüllen sich entsetzte.
8 Da stellten sie gottlose Heiden gegen ihn auf
Und die warfen ihr Netz über ihn und fingen ihn in ihrer Grube
9 Und stießen ihn gefesselt in einen Käfig
Und führten ihn zum König der Heiden;
Und man brachte ihn in Gewahrsam,
Damit seine Stimme nicht mehr gehört würde
In den Gefilden der Gotteskinder.
10 Eure Mutter war wie ein Weinstock im Weingarten der Provence,
Am Wasser der Rhone gepflanzt;
Fruchtbar wie eine Fruchtbarkeitsgöttin
Und voller Ranken war sie von dem vielen Wasser;
11 Ihre Ranken wurden so stark, dass sie zu Zeptern taugten;
Ihr Wuchs wurde hoch bis an die Wolken
Und man sah, dass sie so hoch war und so viele Ranken hatte.
12 Aber sie wurde im Grimm des Todes ausgerissen
Und zu Boden in den Staub geworfen.
Der Nordwind ließ ihre Frucht verdorren,
Und ihre starken Ranken wurden zerbrochen,
Dass sie verdorrten und verbrannt wurden.
13 Nun ist sie gepflanzt in eine leblose Wüste,
In ein dürres, durstiges Land,
14 Und ein Feuer ging aus von einer Ranke;
Das verzehrte ihre Triebe und ihre Frucht.
Es blieb an ihr keine starke Ranke mehr für ein Zepter.
Das ist ein Klagelied;
Zum Klagelied ist es mir geworden.

DIE PASTORIN

Mit goldnen Löckchen


Und Mini-Röckchen.

LOBE DIE WEISHEIT O MEINE SEELE

Lobe die Weisheit, o meine Seele,


Lobe bis in Ewigkeit,
Ob ich auf Erden sehr mich quäle,
Sie bleibt immer gebenedeit.
Sie, die meine Geistseele eingehaucht,
Sie ists, die meine Geistseele braucht,
Ave, Ave, Ave, Ave!

Männer sind Menschen, von Frauen geboren,


Alle Menschen sind Staub vom Staub,
Ach, wir sind an das Nichts verloren,
Sind dem Nichts geworden zum Raub.
Kein Mann, kein Mädchen helfen kann,
Drum ruf ich die Herrin um Hilfe an,
Ave, Ave, Ave, Ave!

Selig, glückselig ist Sie zu nennen,


Die ist die Braut von Salomon,
Ich will ewig in Liebe brennen
Für die Gottheit im himmlischen Thron.
Wer die Gottheit zur Liebsten hat,
Saugt sich an ihren Brüsten satt.
Ave, Ave, Ave, Ave!

Diese Schöpferin schuf die Erde


Und den Himmel, den Mond und die Nacht,
Schöpferin sie durch ihr Wort: Es werde!
Alle Schöpfung ein Bild ihrer Pracht.
Sie ist des Kosmos Königin,
Sie ist Weisheit, Vernunft und Sinn.
Ave, Ave, Ave, Ave!

Wenn die Elenden Jammer leiden,


Sie ists, die Gerechtigkeit schafft,
Armen weiß sie das Brot zu bereiten
Und den Wein, der gibt neue Kraft.
Die Gefangenen macht sie frei,
Hört der Sterbenden letzten Schrei.
Ave, Ave, Ave, Ave!

Visionen gibt sie den Blinden,


Lehrt die Gebeugten aufrechten Gang,
Lässt sich von sehnsüchtig Suchenden finden,
Gibt in einsamen Nächten Gesang.
Schönen Frauen schenkt sie den Putz,
Witwen und Waisenkindern Schutz.
Ave, Ave, Ave, Ave!

Aber der Gottlosen blutige Schritte


Führt sie dem ewigen Abgrund zu.
Helferin ist sie den Menschen der Sitte,
Friedliche führt sie zur Seelenruh.
Des Universums Kaiserin,
Tochter sie des hohen Ich-Bin!
Ave, Ave, Ave, Ave!

Lobpreist, Poeten, den süßen Namen


Jener, die euch nur Gutes tut,
Alles, was Atem hat, rufe Amen,
Singe den Psalm mit erneuertem Mut.
Tochter dem Vater und Mutter dem Sohn
Und Braut dem Geist im einigen Thron!
Ave, Ave, Ave, Ave!

*
Begib dich mit mir auf eine Reise
Auf deinem magisch wirbelnden Schiff
Meiner Sinne wurde ich beraubt
Meine Hände fühlen nichts mehr
Meine Zehen sind zu taub um aufzutreten
Warte nur dass meine Stiefelabsätze wandern

Ich bin bereit irgendwohin zu gehen


Ich bin bereit zu verblassen
Auf meiner eigenen Parade
Wirke deinen Tanzzauber auf deine Weise
Ich verspreche hinab zu gehen

He Flötenspielerin spiele ein Lied für mich


Ich bin nicht müde
Und es gibt keinen Ort an den ich gehen könnte
He Flötenspielerin spiele ein Lied für mich
In dem morgendlichen Tingel-Tangel
Werde ich dir folgen

Obwohl du lachst und mich drehen hörst


Wahnsinnig über die Sonne mich zu schwingen
Dies richtet sich an niemanden
Ich bin nur auf der Flucht
Und bis zum Himmel sind keine Zäune zu sehen

Und wenn du vage Spuren von Reimen hörst


Pünktlich zu deiner Flöte
Es ist nur ein zerlumpter Clown
Ich würde ihn nicht stören
Es ist nur ein Schatten den du siehst den er jagt

He Flötenspielerin spiele ein Lied für mich


Ich bin nicht müde
Und es gibt keinen Ort an den ich gehen könnte
He Flötenspielerin spiele Sie ein Lied für mich
In dem morgendlichen Tingel-Tangel
Werde ich dir folgen

Dann nimm mich mit


Ich werde durch die Rauchringe meines Geistes verschwinden
Hinunter in die nebligen Ruinen der Zeit
Weit hinter die gefrorenen Blätter
Der heimgesuchten verängstigten Bäume
Hinaus zum windigen Strand
Weit weg von der verrückten Reichweite der Trauer

Ja um unter dem Diamanten-Himmel zu tanzen


Mit einer Hand frei zu winken
Silhouette am Meer
Eingekreist vom Zirkussand
Mit allen Erinnerungen und Schicksalen
Tief unter den Wellen
Lass mich das Heute bis morgen vergessen

He Flötenspielerin spiele ein Lied für mich


Ich bin nicht müde
Und es gibt keinen Ort an den ich gehen könnte
He Flötenspielerin spiele ein Lied für mich
In dem morgendlichen Tingel-Tangel
Werde ich dir folgen

Madame, Sie sind ein Mysterium,


Wunderschön! aber leider dumm.

KATHOLISCH

Fern dem Gefüge


Alles ist Lüge.

Was nicht du bist, Frau des Lichts,


Siehe, das ist für mich nichts.

MALEK SPRICHT

Zwischen Bremen und Oldenburg regnets Asteroiden,


Siehe, der Herr kommt bald, der die Gemeinde entrückt.

Wohin sendet Gott den Boten?


Zu den armen Idioten!

Der Herr gibt mir vom Kreuz den gnadenreichen Segen:


Die Krankheit trage mit Geduld und Nervensägen.

Du musst es tragen heut, das Holz,


So schlucke runter deinen Stolz.

*
Ach wehe, meine Mutter reißt mich ein.
Da hab ich Stein auf Stein zu mir gelegt,
und stand schon wie ein kleines Haus, um das sich groß der Tag bewegt,
sogar allein.
Nun kommt die Mutter, kommt und reißt mich ein.

Sie reißt mich ein, indem sie kommt und schaut.


Sie sieht es nicht, daß einer baut.
Sie geht mir mitten durch die Wand von Stein.
Ach wehe, meine Mutter reißt mich ein.

Die Vögel fliegen leichter um mich her.


Die fremden Hunde wissen: das ist der.
Nur einzig meine Mutter kennt es nicht,
mein langsam mehr gewordenes Gesicht.

Von ihr zu mir war nie ein warmer Wind.


Sie lebt nicht dorten, wo die Lüfte sind.
Sie liegt in einem hohen Herz-Verschlag
und Christus kommt und wäscht sie jeden Tag.

Rilke

Wehe! Der deutsche Klerus ist liberal-protestantisch!

Vergebens bist du weise, liebend, tüchtig,


Frau Welt begehrt ja nur den Mann, der nichtig.

Ich:
Du Freundin, die ich mir gewann!
Karine:
Ich liebe einen andern Mann!
Ich:
Ich himmel deine Schönheit an!
Susanne:
Ich liebe einen andern Mann!
Ich:
Ich steh in deinem Zauberbann!
Evi:
Ich liebe einen andern Mann!

Wenn mich des Alltags Scheiße plagt, so denk ich des Freundes,
Den der kirchliche Scheiß plagt mit entsetzlichem Stunk!
*

Adam, tu deine Arbeit heute im Schweiß des Gesichtes!


Ewige Sabbatruh wartet im Himmelreich dein!

Josef:
Wer liebt denn mich?
Maria:
ICH liebe dich!

AVE STERN DES MEERES

1. Ave, Stern des Meeres,


Liebende Mutter,
Immerwährende Jungfrau,
Himmelspforte!

2. AVE ward
Ausgesprochen,
Etablierte den Frieden;
Wendete den Namen EVA.

3. Löse die Ketten;


Sende blendendes Licht;
Vertreibe unsere Übel,
Gib uns alles, was gut ist!

4. Sei unsere Mutter,


Und unsere Gebete erhöre;
Ihm, der für uns geboren,
Wir gehören ihm.

5. Holde Maid
Unter allen Frauen,
Allermildestes Mädchen,
Sanft und keusch!

6. Wie wir weitergehen,


Stelle es sicher;
Den Blick auf Jesus zu richten
Für immer und ewig.

7. Lob sei dem Vater,


Ehre dem Sohn,
Ruhm dem heiligen Geist;
Dreifaltiger Weisheit! Amen.

*
Der, der aus Weyhe stammt, der ist ein Gott-Geweyhter,
Und wer ist Gott geweiht, der ist ein Gott-Befreiter.

In einer Krippe unterwegs

In einer Krippe unterwegs


Kein Kinderbett für ein Bett
Der kleine Herr Jesus
Legt seinen süßen Kopf nieder
Die Sterne im Himmel
Schauen runter wo lag
Der kleine Herr Jesus
Er schläft auf dem Heu

Das Vieh lindert die Kälte


Das Baby wacht auf
Aber der kleine Herr Jesus
Keine Tränen weint er
Ich liebe dich Herr Jesus
Schau vom Himmel runter
Und bleib bei meiner Wiege
Bis der Morgen nah ist

Es ist immer gut, von Jesus zu schwärmen.


Doch soll man nicht soviel dabei lärmen.

LIEBESLUST

Liebeslust dauert nur einen Moment


Liebeskummer währt das ganze Leben

Du hast mich für die schöne Silvia verlassen


Sie verlässt dich für einen anderen Liebhaber

Liebeslust dauert nur einen Moment


Liebeskummer währt das ganze Leben

Solange dieses Wasser sanft fließt


Zu diesem Bach der an die Wiese grenzt
Ich werde dich lieben sagte Silvia dir
Das Wasser fließt noch es hat sich nicht geändert

Liebeslust dauert nur einen Moment


Liebeskummer währt das ganze Leben
*

Überall nur Zwerge im Schlummer -


Ich nur hab mächtige Berge von Kummer!

Ich, taub und stumm und blind und lahm -


Wo Weisheit ist, da ist viel Gram.

Weisheit ist der Weiber Stummheit,


Worte sind der Weiber Dummheit.

Weil nicht die Kirche Gottes mehr


Die Ahnen ehrt, die unbefleckten,
Drum muss der Jünger Jesu, Herr,
Studieren bei den Sekten.

Ich denk noch an die Zeit zurück,


Da war ich fröhlicher Papa,
Die kleinen Babys, Stück für Stück,
Da an dem Busen der Mama
Laut schrieen, lieber Knilch um Knilch,
Nach Gottes süßer Muttermilch!

Gymnasiastinnen der Welt


Nun schrein, politisch wütend, froh,
Zerstört sei nun das Himmelszelt
Von CO2 und H2O,
Nun revolutionär sei nur
Zu retten noch die Gott-Natur.

Du forschest von den Ahnen,


Ich bete zu den Toten,
Uns an die Ewigkeit mahnen
Die heiligen Gottes-Boten.

SALOMO

Vorzeiten schrieb ich gern der Liebe Hohes Lied,


Schreib jetzt am Prediger, da mir das Leben flieht.
*

Das ist nicht schlimm,


Dass du ein Pole bist.
Maximiian Kolbe wars
Und Karol Wojtyla wars.
Und wärst du auch ein Araber,
Das wäre auch nicht schlimm.
Schlimm ist nur, mein Lieber,
Dass du Malek Martinzek bist.

DIE TRINITÄT

Ich sehe Jehovas Mutterbrüste!


Jesus ist die Milch des Trostes!
Der Heilige Geist wird sie für uns melken!

CHORAL

Gutes denken, tun und - dichten,


Musst Du selbst in uns verrichten!

MALEK AN TOTO

Ich liebe dich, mein Freund,


Poet vom Stamme Levi,
Doch, wie mein Geist es meint,
Es liebt dich auch Frau Evi!

Das ist das Schöne an den süßen Dirnen,


Sie kochen dir Kartöffelchen mit Birnen.
Ich aber muss mir selbst mein Essen suchen,
Kein liebes Weibchen brät mir Reibekuchen.

Nach alle dem Poeten-Kram


Und all dem dichterischen Gram
Will ich zurück nun auf die Bahnen
Der frommen ausgeruhten Ahnen.

Maria ist so jung und schön und voller Gnaden,


Mein Bruder will mit ihr in dem Thermalbad baden.

Ich muss mir eine Frau doch noch zur Hausfrau suchen,
Denn sonst gibt es bei mir tagtäglich Reibekuchen.
Doch warnte mich mein Freund, was das mit Frauen sei,
Viel Arbeit jeden Tag, von Kindern ein Geschrei.

Pater in Uranos!
Erlöse uns vom täglichen Brot!

Maria, Josefs Frau, war eine Zimmerin.


Als Kind war sie bereits sehr gute Schwimmerin…

Hier ist alles Kot und dort ist alles rein,


Hier sind überall Kleider, dort sind sie nackt,
Hier ist alles Nebel, dort nur schöner Schein,
Hier ist Ohnmacht und Wahn, dort Potenz und Akt.

Wo ist der Bund der Freunde?


Der Kreis von Überwindern?
Wo ist nun die Gemeinde?
- Sie spielen mit den Kindern.

So bin ich hier alleine,


Ich werde immer kühler,
Doch bei mir ist die Reine:
Ich bin der Weisheit Schüler.

EVANGELIKALER HIMMEL

Die will im Himmel auch ihr Pony,


Der will den Lingam in der Yoni,
Der will den Wein, doch ohne Schäume,
Die will im Himmel grüne Bäume,
Der hofft auf Pauli Exegesen
Und der will meine Bücher lesen -

Bleibt mir mit eurem Himmel fern!


Ich will nur ruhn in Gott dem HERRN.
*

O Gott, lass du das Licht der schönen Liebe blinken,


Bevor wir wiederum in Dunkelheit versinken!

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