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Ihr SFM Fachhändler

SFM GmbH
Strawinsky-Straße 27b · D-90455 Nürnberg
Telefon: +49 (0)911 4231- 0  ·  Telefax +49 (0)911 4231- 332
e-Mail: info@sfm-bikes.de · www.sfm-bikes.de

2009 05 002
betriebsanleitung 125

Vorwort

Sie haben sich für eine X-Road von SFM


entschieden, herzlichen Dank für Ihr
Vertrauen.

Die X-Road ist ein robustes Motorrad im Technische Veränderungen am serien- Diese Betriebsanleitung enthält wichtige
innovativen Design. mäßigen Fahrzeug können zum Erlöschen Hinweise zum Umgang mit Ihrem Motorrad.
der EG Betriebserlaubnis führen. Bevor Sie Sie sollten sie aufmerksam lesen, denn die
Durch die solide Konstruktion, eine sorg- eine Veränderung vornehmen, fragen Sie sachkundige Behandlung dient - neben der
fältige Materialauswahl, modernste Fer- Ihren Fachhändler, ob diese zulässig ist. regelmäßigen Pflege und Wartung - der
tigungstechniken und die gewissenhafte Werterhaltung und ist außerdem eine der
Arbeit engagierter Mitarbeiter bietet die Für vom Werk nicht freigegebenes Zubehör Voraussetzungen für Gewährleistungs-
Maschine alle SFM - typischen Merkmale, kann bei Folgeschäden keine Gewähr- ansprüche.
wie Wirtschaftlichkeit, Qualität, Zuverläs- leistung übernommen werden.
sigkeit und Wertbeständigkeit.
Für Lieferumfang und Ausführung des Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt.
Das Werk arbeitet ständig an der Weiter- Fahrzeuges ist allein der mit dem Händler
entwicklung aller Typen und Modelle. Bitte geschlossene Kaufvertrag gültig. Ihre
haben Sie Verständnis dafür, dass deshalb SFM GmbH
jederzeit Änderungen des Lieferumfanges
in Form, Ausstattung und der Technik mög-
lich sind. Aus den Angaben und Beschrei-
bungen dieser Anleitung können daher
keine Ansprüche hergeleitet werden.

Nachdruck, Vervielfältigung oder Überset-


zung, auch auszugsweise, ist ohne Geneh-
migung nicht gestattet. Alle Rechte nach
dem Gesetz über das Urheberrecht bleiben
uns ausdrücklich vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis

Übersicht und Bedienung Fahrhinweise


Sicherheitssymbole........................................................ 3 Sicher fahren................................................................ 22
Fahrzeugidentnummer, Motornummer........................... 3 Wirtschaftlich und umweltbewußt fahren...................... 23
Seitenansicht rechts und links...................................4 - 5 Einfahrhinweise............................................................ 24
Cockpit, Zünd- Lenkschloss........................................... 6 Seitenständer............................................................... 25
Lenkerarmatur links und rechts...................................... 7 Starten...................................................................26 - 27
Tachometer................................................................8 - 9 Fahren, Schalten.......................................................... 28
Bremsen................................................................29 - 30
Sicherheitsprüfung Abstellen....................................................................... 31
Checkliste..................................................................... 10
Kupplung...................................................................... 11 Pflegehinweise
Kraftstoff, Kraftstofftank................................................ 12 Fahrzeugpflege, Pflegemittel.................................32 - 33
Kraftstoffhahn............................................................... 13 Winterbetrieb, Korrosionsschutz................................... 34
Motoröl....................................................................14 -15 Lackschäden ausbessern, Reifenpflege....................... 35
Bremsen....................................................................... 16 Stillegen, Inbetriebnahme............................................. 36
Vorderradbremse und Hinterradbremse................16 - 17 Technische Änderungen, Zubehör und Ersatzteile....... 37
Antriebskette................................................................. 18
Reifenprofile, Reifenluftdruck........................................ 19
Reifengröße.................................................................. 20
Beladung, Beleuchtung................................................ 21


Inhaltsverzeichnis

Wartungshinweise Technische Daten


Wartungsarbeiten......................................................... 38 Motor............................................................................ 61
Sitzbank abnehmen, Bordzeug.................................... 39 Kraftübertragung.......................................................... 62
Lenkungslager prüfen................................................... 40 Fahrgestell.................................................................... 63
Teleskopgabel prüfen................................................... 40 Schmier- und Betriebsstoffe......................................... 64
Federbein prüfen.......................................................... 40 Elektrische Ausrüstung................................................. 65
Federbein einstellen..................................................... 41 Abmessungen und Gewichte........................................ 66
Vorderradbremse kontrollieren..................................... 42
Hinterradbremse kontrollieren...............................42 - 43 Gewährleistung und Service Daten
Vorderrad ausbauen..................................................... 44 Gewährleistungsbedingungen...................................... 67
Vorderrad einbauen...................................................... 45 Verschleißteilliste...................................................68 - 69
Hinterrad ausbauen...................................................... 46 Inspektionsplan......................................................70 - 72
Hinterrad einbauen....................................................... 47 Wartungsbestätigungen.........................................73 - 77
Antriebskette prüfen..................................................... 48 Typenschild, Fahrzeug-Kenndaten............................... 79
Antriebskette einstellen................................................ 49
Kupplung einstellen...................................................... 50
Luftfilter reinigen........................................................... 51
Zündkerze kontrollieren................................................ 52
Sicherung kontrollieren................................................. 53
Batterie..................................................................54 - 55
Glühlampen wechseln...........................................56 - 58
Scheinwerfer einstellen................................................ 59


Übersicht und Bedienung

Sicherheitssymbole und Hinweise Fahrzeugidentnummer Motornummer


Bitte besonders beachten:
2
WARNUNG
Vorsichtsmaßnahmen, die vor möglicher 1
Unfall-, Verletzungs- oder Lebensgefahr
schützen.

Brandgefahr
Am Auspuff treten hohe Tempe­raturen auf.
Achten Sie darauf, dass im Fahrbetrieb,
im Leerlauf oder beim Parken keine leicht
entflammbaren Materialien (Bekleidung und
Gepäck usw.) in Kontakt mit der heißen
Auspuffanlage kommen! – Brandgefahr! Die Motornummer (2) des Motorrades befin-
HINWEIS det sich auf der linken Fahrzeugseite.
Die Angaben der rechten oder linken Motor-
ACHTUNG
radseite sind aus Sicht des aufgesessenen
Wichtige Hinweise und Vorsichtsregeln,
Fahrers gesehen.
die eine Beschädigung des Fahrzeuges
verhindern. Nichtbeachtung kann zum
Die Fahrzeugidentnummer (1) des Motor-
Gewährleistungsausschluss führen.
rades befindet sich im vorderen Teil des
Rahmens (rechts neben dem Lenkrohr).
HINWEIS
Besondere Hinweise zur besseren Hand- Schüssel
habung bei Bedien‑, Kontroll‑ und Einstell- Mit Ihrem Fahrzeug erhalten Sie zwei
vorgängen sowie Pflegearbeiten. identische Zündschlüssel. Bewahren Sie
den Ersatzschlüssel an einem sicheren
Ort auf.
Mit dem Schlüssel kontrollieren Sie Zün-
dung, Beleuchtung und Lenkerschloss.


Übersicht und Bedienung

Fahrzeugansicht rechts
1 Batterie, Sicherung, Bordwerkzeug 1 3 5 6
4
2 Bremsflüssigkeitsbehälter für
Hinterradbremse 2
3 Federbein, Einstellung 7
8
4 Tankdeckel
5 Gasdrehgriff 9
6 Bremsflüssigkeitsbehälter für
Vorderradbremse
7 Cockpit
8 Handbremshebel für
Vorderradbremse
9 Fahrgestellnummer
10 Typensschild
11 Zündkerze
12 Fußbremshebel für
Hinterradbremse
13 Fußraste rechts
14 13 12 11 10
14 Soziusfußraste rechts, klappbar


Übersicht und Bedienung

Fahrzeugansicht links
15 Kupplungshebel 16 17 18
16 Kaltstarthebel
17 Kraftstoffhahn 15
18 Luftfilter
19 Soziusfußraste links, klappbar
20 Seitenständer
21 Fußraste links
22 Fußschalthebel
23 Motornummer
24 Schauglas Ölstandskontrolle
24

23

22 21 20 19


Übersicht und Bedienung

Cockpit Zünd- Lenkschloss

Zündung aus: Lenkschloss unge-


6 2 3 7 sichert (Lenker nach links oder rechts
frei drehbar).

1
Zündung aus: Lenkschloss ge-
9 sichert.
- Lenker nach links bis kurz vor dem
Anschlag schwenken.
4 8
- Schlüssel in Stellung drehen,
5 drücken und auf Stellung nach

links drehen.
- Das Lenkschloss ist gesichert.
1 Tachometer Schlüsselstellungen
2
Kraftstoffvorrat Betriebsstellung: Beleuchtung, Zün-
3 KM/H - Geschwindigkeitsanzeige dung und alle Funktionskreise sind
eingeschaltet. Hinweis
4 DST - Kilometerzähler (Gesamt-Km) Standlicht nur für kurze Dauer eingeschaltet
TRIP - Tageskilometer lassen. Brennt das Standlicht längere Zeit,
wird die Batterie entladen.
5 Zünd- Lenkschloss Warnung In den Stellungen und kann der Schlüs-
Nicht während der Fahrt auf Stellung
Zündung auf umschalten! sel abgezogen werden.
Kontrolleuchten
6 Schaltgetriebe neutral grün
7 Blinker links + rechts grün
8 Fernlicht blau
9 Motor Öldruck rot


Übersicht und Bedienung

Lenkerarmatur links Lenkerarmatur rechts


6 Blinkerschalter
3 4 5 Nach links schieben: 8 9
2
Blinker links in Betrieb
Nach rechts schieben:
Blinker rechts in Betrieb
Zur Blinker- Rückstellung
Schalter drücken
11
7 7 Druckknopf Signalhorn 10
1

6 12

1 Festgriff 8 Not-Aus-Schalter
2 Kupplungshebel Motor springt nicht an
Motor springt an
3 Fern- / Abblendschalter
Fernlicht 9 Handbremshebel für Vorderradbremse
Abblendlicht 10 Gasdrehgriff
4 Lichthupe 11 Lichtschalter

Aus
5 Kaltstarthebel (CHOKE) Standlicht
Betriebsstellungen:
Fahrlicht
A Kaltstart

B Warmstart
12
Startknopf


Übersicht und Bedienung
Tachometer Tachometer umstellen Tachometer Uhrzeit einstellen

0 KMH
0 KMH

0 12 : 00
DST CLK
S M S M S M

Taste S 1 x Drücken die Uhrzeit (CLK)


HINWEIS
0
erscheint, die Uhrzeit kann ein-
Die Anzeige ist nur bei eingeschalteter gestellt werden. KMH
Zündung sichtbar. Taste S 1 x Drücken die Stundenanzeige
blinkt.
Durch Drücken von Taste M
11 : 55
M Mode (Modus)
S Set (Stellen) können die Stunden eingestellt
werden. CLK
Taste M 1 x Drücken Taste S 1 x Drücken die Minutenanzeige S M
Umstellung von Kilometerzähler blinkt.
(DST) auf Uhrzeit (CLK) Durch Drücken von Taste M
oder können die Minuten eingestellt
werden. Taste S 1 x Drücken die Uhrzeit ist einge-
Taste M 1 x Drücken stellt und ( : ) blinkt.
Umstellung von Uhrzeit (CLK)
auf Kilometerzähler (DST)


Übersicht und Bedienung

Tachometer Batterie wechseln

5 6
1 4
1
7 7
3 3

4
2

- Schrauben (3 + 4) entfernen und Deckel - Knopfzellen (6) gegen zwei Knopfzellen


HINWEIS (5) abnehmen. Typ AG 13 austauschen.
Die Knopfzellen sind nur für die
Stromversorgung der Uhrzeit, wenn die - Knopfzellen mit dem Pluspol (+) nach
Zündung abgeschaltet ist. Bei Bedarf immer aussen zeigend einsetzen.
beide Zellen austauschen. - O-Ringe (7) einsetzen und Deckel sicher
Nach dem Batteriewechsel ist die Uhrzeit verschließen.
neu einzustellen.
Entsorgung
Altbatterien bei einer Sammelstelle ab-
- Schrauben (1) entfernen und Tacho (2) geben, nie über den Hausmüll entsorgen.
wenden.


Sicherheitsprüfung

Checkliste
Sicherheitskontrolle vor jeder Fahrt Prüfen Sie vor Fahrtantritt nachfolgende
anhand der Checkliste durchführen. Punkte: Warnung
- Lenkung (leichtgängig und frei von Spiel) Keine spannungsführenden Teile des
Befolgen Sie die Sicherheitskontrolle
- Spiel des Kupplungshebels Zündsystems bei laufendem Motor oder
genau. Wartungsarbeiten vor Fahrtantritt
eingeschalteter Zündung berühren.
ausführen ( WARTUNG) oder durch - Kraftstoffvorrat
Ihren SFM-Händler durchführen lassen. Sie - Motor-Ölstandsniveau
erhalten dadurch die Gewissheit, dass Ihr Brandgefahr
- Vorderradbremse
Kraftrad den gesetzlichen Verkehrsbestim- Am Auspuff treten hohe Temperaturen
mungen entspricht. Grundvoraussetzung - Hinterradbremse
auf.
für Ihre Sicherheit sowie für die Sicherheit - Reifen (Profil und Luftdruck) Achten Sie darauf, dass im Fahrbetrieb,
der anderen Verkehrsteilnehmer ist ein - Teleskopgabel im Leerlauf oder beim Parken keine
technisch einwandfreies Kraftrad. leicht entflammbaren Materialien (z. B.
- Beladung / Beleuchtung
Heu, Gras, Bekleidung, Gepäck usw. in
- Gesamtgewicht
Kontakt mit der heißen Auspuffanlage
- Funktion der Kupplung kommen!
- Bremsflüssigkeitsstand - Brandgefahr!
- Funktion der Bremsen
Wenden Sie sich bei Problemen oder
Schwierigkeiten an Ihren SFM-Fachhändler.
Er steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

10
Sicherheitsprüfung

Kupplung
Kontrolle:
1 - Hebel bis zum spürbaren Widerstand
A ziehen.

- Spiel messen.
Sollwert: A = 3-4 mm

Kupplungshebelspiel einstellen.
Wartung

Kupplungshebelspiel

Achtung
Fahren ohne Kupplungshebelspiel führt
zu Kupplungsschäden.

11
Sicherheitsprüfung

Kraftstoff, Kraftstofftank Kraftstoffvorrat, Tanken

Warnung 1
Kraftstoff ist feuergefährlich und explo-
siv! Nicht Rauchen! Kein offenes Feuer
bei allen Tätigkeiten am Kraftstofftank.
Kraftstoff nur bis max. zum unteren
Rand (2) der Tanköffnung befüllen.

Kraftstoff dehnt sich unter Wärmeein-


wirkung und Sonnenbestrahlung aus.
Tanken Sie deshalb niemals randvoll. 2
Nicht bei laufendem Motor tanken. Nie
mit glühender Zigarette oder offenem
Feuer in die Nähe des geöffneten Tanks
kommen - Benzindämpfe können sich Tankdeckel
entzünden. HINWEIS
Die Kraftstoffanzeige (1) arbeitet bei Hinweis

eingeschalteter Zündung.
Der Tankdeckel ist mit einer Belüftung ver-
sehen. Nehmen Sie keine Veränderungen
Die Skala mit dem Tanksäulensymbol
vor.
erinnert daran, wann getankt werden
muss.
Öffnen:
E = Leer - Tankdeckel (2) durch Drehen nach links
F = Voll öffnen.
Den Kraftstofftank niemals ganz
Schließen:
leerfahren.
- Tankdeckel (2) durch Drehen nach rechts
Kraftstoff auffüllen schließen.
- Nur bleifreien Normalkraftstoff (mind-
estens 91 Oktan) tanken.

12
Sicherheitsprüfung

Kraftstoffhahn

Achtung
Nach jeder Fahrt Kraftstoffhahn unbe-
R
dingt schließen (Position Z). Andernfalls
3
könnte Kraftstoff in den Motor gelangen.
A Dies würde dann zu Startschwierigkei-
ten oder zu Beschädigung des Motors
führen.
Z
Bei Nichtbeachtung besteht für daraus
entstehende Schäden keine Gewähr-
leistung.

Kraftstoffhahn (3)
Positionen:
A = AUF
Kraftstofffbehälter entleert sich bis
auf eine Reservemenge von
ca. 1,6 Liter.
R = RESERVE
Kraftstoffbehälter entleert sich. Es
verbleibt eine nicht entnehmbare
Restmenge.
Z = ZU
Kraftstoffzufuhr gesperrt.

13
Sicherheitsprüfung

Motoröl

Hinweis
Die Öldruckkontrollleuchte ist keine Öl-
standsanzeige. Deshalb sollte der Ölstand
1 in regelmäßigen Abständen, am besten bei 2
jedem Tanken, geprüft werden.

Motor-Öldruck Ölstand kontrollieren


Die Kontrollleuchte (1 ) leuchtet zur
Funktionskontrolle beim Einschalten der Achtung
Zündung auf. Sie muss nach dem Ansprin- Ölkontrolle bei kaltem Motor führt zu
gen des Motor erlöschen. Fehlinterpretation und dadurch zu fal-
scher Ölfüll­menge!
Erlischt die Kontrollleuchte nicht oder blinkt Um Schäden am Motor zu vermeiden:
während der Fahrt, Ölstand prüfen und bei Maximalstand nicht überschreiten! Mi-
Bedarf Öl nachfüllen. nimalstand nicht unterschreiten!

Leuchtet die Lampe, obwohl der Ölstand in


Ordnung ist, nicht weiterfahren. Der Motor - Betriebswarmen Motor abstellen, ca. 5
darf dann auch nicht im Leerlauf laufen - Minuten warten und Kraftrad in gerader
fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Stellung halten.

14
Sicherheitsprüfung

Motoröl

-10° 0° 10° 20° 30° 40° 50°C


achtung
Keine Additive beimischen! Da das
3 Motoröl auch zur Schmierung der SAE 10W/30
Kupplung dient, dürfen keine mit so­
genannten „friction modifier“ additivier-
SAE 10W/40
ten PKW‑Mo­torenöle ein­gesetzt werden.
Diese „Energy Conserving“‑Öle können
zum Durchrutschen der Kupplung füh- SAE 20W/40
ren. Verwenden Sie ein geeigne­tes
Leichtlauf‑Motorenöl für Motor­räder, SAE 20W/50
wie z. B.:
SAE 10W/40 Mineralöl API (SG oder
höher).
Empfohlene Viskosität:
Hinweis - Falls erforderlich, Motoröl (Klassifi-
Sicherstellen, daß das Kraftrad bei der Öl- kation und Viskosität siehe Tabelle) Viskositätsklasse in Abhängigkeit von
standskontrolle allseitig gerade steht. Selbst über die Öleinfüllöffnung bis Maxi­mal­­ der Außentemperatur. Die Temperatur-
eine geringfügige Neigung zur Seite führt standsmarkierung nachfüllen. grenzen der SAE‑Klas­sen können kurz-
bereits zu falschem Meßergebnis. fristig über- oder unterschritten werden.
Motoröl
- Den Ölstand bei abgestelltem Motor am Empfohlene Klassen: D i e e m p fo h l e n e V i s ko s i t ä t s k l a s s e
Schauglas (2) links unten am Motorge- Nach API: SG oder höher oder auch mit SAE 10W/40 deckt den Umgebungs- tem-
häuse ablesen. zusätzlichem Freigabestatus: ACEA A3/96 peraturbereich zwischen –10°C und +40°C
(CCMC G5) ab und stellt somit das Optimum für unsere
- Das Schauglas sollte ganz mit Öl bedeckt
Breiten dar.
sein.
Bei Bedarf Motoröl SAE 10W/40 über die
Öffnung der Öleinfüllschraube (3) nach-
füllen.

15
Sicherheitsprüfung

Bremsen Vorderradbremse Bremsflüssig- Hinterradbremse Bremsflüssig-


keitsbehälter keitsbehälter

WARNUNG 1
2
Plötzliche Spielveränderungen oder
schwammiger Widerstand am Brems-
UPPER
hebel sind auf Mängel am Hydraulik- UPPER LOWER
system zurückzuführen. Fahren Sie
LOWER
nicht weiter, wenn Sie Zweifel an der
Betriebssicherheit der Bremsanlage ha-
ben umgehend einen SFM-Fachhändler
zu Rate ziehen.

Bremsflüssigkeitsstand
kontrollieren
- Lenker so einschlagen, dass der Brems- - Kraftrad gerade stellen.
WARNUNG flüssigkeitsbehälter (1) waagerecht
Die Bremsflüssigkeit muss alle zwei - Der Bremsflüssigkeitsstand am Brems-
steht. flüssigkeitsbehälter (2) muss zwischen
Jah­re durch einen SFM-Fachhändler ge-
wechselt werden. MIN‑Markierung nicht - Der Bremsflüssigkeitsstand muss zwi- der LOWER (MIN.) und der UPPER
unterschreiten! Nur Bremsflüssigkeit schen der LOWER (MIN.) und der UP- (MAX.) Markierung liegen.
der Klassifikation DOT 4 verwenden. PER (MAX.) Markierung liegen.
Liegt der Bremsflüssigkeitsstand unter
der Min-Markierung oder sind Luftbla-
sen erkennbar, die Bremsbeläge auf
Verschleiß kontrollieren und gegebe-
nenfalls die Bremsflüssigkeit nachfüllen
lassen.

achtung
Bremsflüssigkeit kann Schäden an Lack
und Kunststoffteilen verursachen.

16
Sicherheitsprüfung
Vorderradbremse Hinerradbremse

Bremsbeläge prüfen

WARNUNG
Bremsscheiben und Bremsbeläge müs-
sen öl- und fettfrei sein.

Die Bremsbeläge (1) sind normalem Ver-


schleiß unterworfen. Um die Betriebssicher-
heit der Bremsanlage zu gewährleisten,
darf die Verschleißgrenze der Bremsbeläge
noch nicht erreicht sein.

Bremsbeläge kontrollieren.
Wartung

17
Sicherheitsprüfung

Antriebskette

30-40 mm

Kettenspannung prüfen
ACHTUNG - Leerlauf einlegen.
Die Ketteneinstellung beeinflusst den Ver-
- Kraftrad auf Seitenständer stellen.
schleiß von Antriebskette und Zahnkranz
sowie den Federweg des Hinterrades. - Heck ganz ausfedern lassen.
Antriebskette regelmäßig reinigen und - Antriebskette mittig zwischen Ketten­rad
schmieren. und Kettenritzel ganz nach oben und
Vor jeder Fahrt Ketteneinstellung sowie unten drücken. Weg messen.
die Antriebskette auf Beschädigung
prüfen. Sollwert: A = 30-40 mm

- Antriebskette gegebenenfalls einstellen.


WARTUNG

18
Sicherheitsprüfung

Reifenprofil Reifenluftdruck
- Profiltiefe in der Reifenmitte (1) mes- Reifenluftdruck kontrollieren
sen.
1 Die Mindestprofiltiefe soll nicht unterschrit- WARNuNG
ten werden: Reifenluftdruck in Hinsicht auf das Ge-
samtgewicht regulieren. Das Gesamtge-
Vorne 2.0 mm wicht darf die Tragkraft der Reifen nicht
Hinten 2.5 mm überschreiten. Unkorrekter Reifenluft-
druck hat erheblichen Einfluss auf die
2 Fahreigenschaften des Kraftrads und
auf die Lebensdauer der Reifen!

Bei kalten Reifen:


- Ventilkappen abschrauben.
Reifenprofil kontrollieren
- Reifenfülldruck prüfen/ regulieren.
WARNuNG - Ventilkappen aufschrauben.
Gesetzlich vorgeschriebene Mindestpro-
filtiefe beachten. Luftdruck Solo mit Beifahrer
Nie ohne Ventilkappen (2) fahren. Vorne 2,2 bar 2,2 bar
Hinten 2,5 bar 2,7 bar
Gut festgeschraubte Ventilkappen ver-
hindern einen plötzlichen Reifenluft-
druckverlust.

19
Sicherheitsprüfung

Reifengröße
Das Fahrzeug ist serienmäßig mit folgender
Reifengröße ausgestattet: WARNUNG
Nur vom Hersteller freigegebene Reifen
Vorne 120/70-17 M/C verwenden. Die Ver­wen­dung von nicht
Hinten 160/60-17 M/C freigegebenen Reifenmarken, Reifenty-
pen und Reifengrößen führt zum Erlö-
oder schen der Betriebserlaubnis des Fahr­
Vorne 110/70-17 M/C zeuges. Es dürfen nur Reifenpaare vom
Hinten 150/70-17 M/C selben Hersteller verwendet werden.

oder
Vorne 110/70 ZR 17
Hinten 150/60 ZR 17

Sämtliche Reifen sind schlauchlos.

20
Sicherheitsprüfung

Beladung / Beleuchtung
Richtig beladen Beleuchtung überprüfen
WARNUNG - Auf gleichmäßige Gewichtsverteilung
Verwenden Sie zu Ihrer Sicherheit nur links/rechts achten. WARNUNG
Original-SFM-Zubehör oder Produkte, - Schwere Gepäckstücke möglichst nach Vor jeder Fahrt die Funktion aller Be-
die von SFM freigegeben sind. vorn packen. leuchtungskomponenten prüfen.
SFM kann nicht für jedes Fremdprodukt - Befestigungen auf korrekten und festen - Sauberkeit des Scheinwerfers und der
beurteilen, ob Sie es in Zusammenhang mit Sitz prüfen. Leuchtengläser überprüfen.
Ihrem SFM-Motorrad ohne Sicherheitsrisiko - Keine sperrigen Lasten transportieren.
verwenden können. Diese Gewähr kann - Beleuchtung nicht verdecken.
auch eine TÜV-Abnahme oder eine behörd- Scheinwerfer einstellen:
liche Genehmigung (EU- Prüfzeichen) nicht WARTUNG.
in allen Fällen geben, da der Prüfumfang WARNUNG
nicht immer ausreicht. Zulässiges Gesamtgewicht von 330 kg
nicht überschreiten.
Federbein und Reifenluftdruck dem
Hinweis Gesamtgewicht anpassen.
SFM-Zubehör und von SFM freigegebene
Produkte sowie qualifizierte Beratung erhal-
ten Sie bei Ihrem SFM-Fachhändler.

21
Fahrhinweise

Sicher fahren
Nicht nur durch Alkohol, sondern auch Vor allem bei glatter, rutschiger Straße
ACHTUNG durch Drogen und Medikamente kann muss stets beachtet werden, dass die
Die Fahrsicherheit wird weitgehend auch das Reaktionsvermögen beeinträchtigt Fahrstabilität und das Bremsvermögen
von der Fahrweise bestimmt. werden. durch die Haftfähigkeit der Reifen begrenzt
werden.
Deshalb: - Die Verkehrsregeln strikt einhalten.
- Die Fahrgeschwindigkeit stets den Ver-
- Geprüften/ zugelassenen Schutzhelm kehrsverhältnissen und dem Straßenzu-
aufsetzen und Verschluss korrekt schlie- stand anpassen.
ßen.
- Geeignete Schutzkleidung tragen.
- Füße auf den Fußrasten lassen.
- Nicht fahren, wenn die Fahrtüchtigkeit
beeinträchtigt ist.

22
Fahrhinweise

Wirtschaftlich und umweltbewußt fahren


Der Kraftstoffverbrauch, die Umweltbelas- Motor während verkehrsbedingter War- Der Kraftstoffverbrauch wird auch von
tung und der Verschleiß von Motor, Brem- tezeit abstellen. anderen Bedingungen beeinflußt, auf die
sen und Reifen hängen von verschiedenen Die verschiedenen Einsatzbedin­gungen Sie als Fahrer keinen Einfluß haben, z.B.
Faktoren ab. wirken sich ebenfalls auf den Kraftstoff- schlechter Straßenzustand, Steigungen,
Der persönliche Fahrstil bestimmt weitge- verbrauch aus. Winterbetrieb.
hend die Wirtschaftlichkeit und die Abgas- Ungünstig für den Verbrauch sind z.B. fol-
und Geräuschentwicklung. gende Bedingungen: Für sparsamen Verbrauch sind folgende
Motor nicht im Stand warmlaufen las- - Hohe Verkehrsdichte, also besonders Punkte zu beachten:
sen. Großstadtverkehr mit vielen Ampel- - Die vorgesehenen Inspektions-Intervalle
Im Leerlauf dauert es sehr lange, bis der stops. sind genau einzuhalten.
Motor betriebswarm wird. In der Warmlauf- - Häufiger Kurzstreckenbetrieb mit immer - Die regelmäßige Betreuung durch den
phase sind jedoch Verschleiß und Schad- neuem Starten und Warmfahren des Fachhändler gewährleistet nicht nur
stoffausstoß besonders hoch. Deshalb Motors. ständige Betriebs­bereitschaft, sondern
sofort nach dem Starten losfahren. - Kolonnenfahren im unteren Gang, also auch Wirtschaftlichkeit, geringe Um-
Fahren mit relativ hoher Motordrehzahl. weltbelastung und lange Lebensdauer.
Starke Beschleunigung vermeiden. - Reifenfülldruck alle zwei Wochen prü-
Durch gefühlvolles Gasgeben wird nicht nur Fahrten vorausschauend planen, Kurzstre- fen.
der Kraftstoffverbrauch vermindert, auch ckenverkehr usw. möglichst vermeiden.
die Umweltbelastung und der Verschleiß Durch zu geringen Reifenfülldruck erhöht
nehmen ab. sich der Rollwiderstand des Reifens.
Nicht mit unnötig hohen Drehzahlen fah- Dadurch steigt nicht nur der Kraftstoffver-
ren – möglichst früh hochschalten bzw. erst brauch, auch der Reifenverschleiß nimmt
dann herunterschalten, wenn der Motor zu und das Fahrverhalten wird verschlech-
nicht mehr einwandfrei rundläuft. tert.
- Kraftstoffverbrauch laufend kontrol-
Möglichst gleichmäßig und voraus- lieren.
schauend fahren. - Motorölstand des öfteren prüfen.
Unnötige Beschleunigungs- und Brems-
manöver müssen mit hohem Kraftstoff-
verbrauch und erhöhter Umweltbelastung
bezahlt werden.

23
Fahrhinweise

Einfahrhinweise
Einfahrvorschriften für Motor und - Die ersten 800 km: Neue Reifen einfahren
Getriebe Gasgriff nur zur Hälfte aufdrehen.
warnung
achtung - Bis 1600 km: Neue Reifen haben eine glatte Ober­
Das Überschreiten der Einfahrdreh­- Gasgriff nicht mehr als bis zu fläche. Sie müssen daher bei verhaltener
zahlen fördert den Motorverschleiß! drei Viertel aufdrehen. Fahrweise durch Ein­fahren in wechseln-
Bei Motorstörungen während der Ein- den Schräglagen aufgerauht werden!
fahrzeit sofort den SFM‑ Fach­händler
aufsuchen.
achtung Erst durch das Einfahren wird die volle
Nach den ersten 1000 km unbedingt die Haftfähigkeit der Lauffläche erreicht!
erste Inspektion durchführen lassen.
hinweis
Fahren Sie während der Einfahrzeit in Rechtzeitige Anmeldung bei Ihrem SFM-
häufig wechselnden Last‑ und Drehzahl- Fachhändler erspart Ihnen eventuelle
bereichen. Wählen Sie kurvenreiche und Wartezeiten.
Neue Bremsbeläge einfahren
leicht hügelige Fahrstrecken. Vermeiden
Sie konstant niedrige Drehzahlen und - 800 bis 1600 km:
Drehzahlen langsam steigern. Bis 1600 km warnung
Vollgas unter Last. Neue Bremsbeläge müssen sich „ein-
längere Vollastfahrten vermeiden.
fahren“ und haben daher während der
ersten 500 km noch nicht die optimale
Reibkraft.

Die etwas verminderte Bremswirkung


kann durch stärkeren Druck auf den
Bremshebel ausgeglichen werden.

Grundlose Vollbremsungen während


dieser Zeit vermeiden!

24
Fahrhinweise

Seitenständer
- Motor ausschalten.
- Linke Hand am linken Lenkergriff.
- Rechte Hand auf Sitzbank.
- Seitenständer bis zum vorderen Anschlag
ausklappen und gegenhalten.
- Motorrad langsam bis zur Stützwirkung
nach links neigen und leicht nach hinten
ziehen.

Motorrad auf Seitenständer stellen

warnung
Im Ständerbereich immer auf festen
Untergrund achten. Bei Straßengefälle
Motorrad in Rich­tung „bergauf“ stellen
und 1. Gang einlegen. Sich nicht in den
Schwenkbereich des Seitenständers
stellen, wenn das Motorrad vom Ständer
genommen wird. Der Ständer schwenkt
automatisch nach oben.

Der Seitenständer muss in jedem Fall vor


Fahrtbeginn ganz zurückgeklappt sein!
– Unfallgefahr!

25
Fahrhinweise

Starten

R
1
A

2 3

Vor dem Starten - Zündschlüssel (2) auf Betriebsstellung - Fußschalthebel (3) in N = Neutral schal-
- Motorrad senkrecht stellen und Sei­ drehen. ten.
tenständer hochklappen lassen.
- Kraftstoffhahn (1) auf WARNUNG Hinweis
A = AUF oder Der Sei­tenständer muss vor Fahrtbe- Wenn das Getriebe in "Neutral" ge­schaltet
R = RESERVE stellen. ginn ganz hochgeklappt sein! – Unfall- ist, muss die grüne Kontrollleuchte "N" (4))
- Aufsteigen. gefahr! aufleuchten.

26
Fahrhinweise

Starten

- Kaltstarthebel (CHOKE ) (1) in Rich-


4 tung "B" zurückschieben, sobald der
B 1
Motor unrund läuft.

- Mit zunehmender Betriebstemperatur


den Kaltstarthebel in Richtung "B" ganz
zurückschieben.

A 2 WARNUNG
Motor niemals in geschlossenen Räu-
3 men laufen lassen. Motorabgase sind
hochgiftig – Lebensgefahr!

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG


Nach dem Kaltstart hohe Motordrehzah- Falls der Motor nicht sofort startet, den Der NOT-AUS-Schalter (4) dient in erster
len vermeiden. Startknopf loslassen, einige Sekunden Linie als Sicherheits-Notschalter und
- Kaltstarthebel (CHOKE ) (1) in Pfeil- war ten und erneut drücken. Den sollte normalerweise auf Stellung
richtung "A" schieben. Startknopf jeweils nur für kurze Zeit bleiben.
betätigen, um die Batterie zu schonen.
- Gasdrehgriff (2) nicht öffnen.
Niemals den Startknopf länger als 10 AN:
- Startknopf (3) betätigen. Sekunden drücken. Schalter nach unten.
Der Motor springt mit Anlasser an.

AUS:
Schalter nach oben. Der Motor
wird vom Anlasser nicht durchge-
dreht und springt nicht an.

27
Fahrhinweise

Fahren, Schalten

Anfahren / Hochschalten Herunterschalten


ACHTUNG - Kupplungshebel (1) ziehen. - Gasdrehgriff schließen.
Vermeiden Sie:
- „Durchreißen“ der Gänge - Fußschalthebel nach unten drücken - Geschwindigkeit anpassen.
- Schalten ohne Kupplungsbetätigung (dabei kein Gas geben).
- Herunterschalten bei hohen Dreh- - Kupplungshebel ziehen.
zahlen - Gefühlvoll einkuppeln.
- Zu niedrige und zu hohe Drehzahlen - Fußschalthebel nach unten drücken.
(unnötiger Verschleiß und Kraftstoff- - Gasdrehgriff (2) gleichzeitig leicht öff-
verbrauch). nen. - Nach dem Einkuppeln beschleunigen
oder weiter Herunterschalten.
- Nach dem Einkuppeln beschleunigen.
- Beim Anhalten in den Leerlauf schalten
Hochschalten in die Gänge 2, 3, 4 und 5 (Kontrollleuchte N im Cockpit leuchtet
erfolgt analog nach oben. grün).

28
Fahrhinweise

Bremsen
Nasse Bremsen Öl‑ und fettfreie Bremsen
Nach dem Waschen des Motorrades, nach Warnung
Wasserdurchfahrten oder bei Regen kann Warnung Die Salzschicht auf Bremsschei­ben und
die Bremswirkung wegen feuchter bzw. Bremsscheiben und Bremsbeläge müs- Bremsbelägen muss beim Bremsen erst
im Winter vereister Bremsscheiben und sen öl‑ und fettfrei sein! abgeschliffen werden.
Bremsbeläge verzögert einsetzen.
Nach längerer Standzeit des Motor- Verschmutzte Bremsen
rades kann, bedingt durch Flugrost, Bei Fahrten auf verschmutzten Straßen
Warnung bei der ersten Bremsung eine erhöhte kann die Bremswirkung wegen ver-
Die Bremsen müssen erst trockenge- Bremswirkung auftreten. Hat sich eine schmutzter Bremsscheiben und Bremsbe-
bremst werden! starke Rostschicht gebildet, kann dies u. läge verzögert einsetzen.
Salzschicht auf der Bremse U. zum Blockieren der Bremsen führen.
Bei Fahrten auf salzgestreuten Straßen Deshalb bei Fahrtantritt die Bremsen
kann die volle Bremswirkung verzögert mehrmals vorsichtig betätigen, bis die Warnung
einsetzen, wenn längere Zeit nicht ge- Bremsen normal ansprechen. Die Bremsen müssen erst sauberge-
bremst wird. bremst werden!
Verstärkter Belagverschleiß durch ver-
HINWEIS schmutzte Bremsen!
Üben Sie das Bremsen für den „Ernstfall“
dort, wo Sie sich und andere nicht gefähr-
den (z. B. auf Verkehrsübungsplätzen).

29
Fahrhinweise
Bremsen
Bitte mit Gefühl bremsen. Blockierende
1 Räder haben eine geringe Bremswirkung
und können außerdem zum Schleudern
und zum Sturz führen. Grundsätzlich nicht
in den Kurven bremsen, sondern immer
davor!
Bremsen in der Kurve erhöht die Rutsch-
gefahr.

Bremsen Beim Anhalten oder beim Verringern der


Die Bremsen des Vorderrades und des Hin- Geschwindigkeit Gas wegnehmen und
terrades können unabhängig voneinander beide Bremsen gleichzeitig betätigen.
betätigt werden. Die Vor­der­radbremse wird In engen Kurven, auf sandigen und schmie-
mit dem Hand­brems­hebel (1) am Lenker rigen Straßen, nassem Asphalt und bei
und die Hinterradbremse mit dem rechten Glatteis sollte mit der Vorderradbremse
Fuß über den Fußbrems­hebel (2) be­tätigt. vorsichtig gebremst werden, damit das
Vorderrad nicht blockiert und wegrutscht.

30
Fahrhinweise

Abstellen

1
R
2
A

Abstellen
- Motor durch Drehen des Zündschlüssels ACHTUNG
Den Kraftstoffhahn (2) in die Position
in Stellung (1) abstellen.
"Z" drehen.
- Zündschlüssel abziehen.
In der Position "A" oder "R" kann Kraft-
stoff in den Motor gelangen. Dies kann
beim Starten des Motors zu schweren
Motorschäden führen.

Bei Nichtbeachtung besteht für daraus


resultierende Schäden keine Gewähr-
leistung.

31
Pflegehinweise

Fahrzeugpflege / Pflegemittel

Hinweis warnung
Regelmäßige und sachkundige Pflege dient Nach dem Reinigen bzw. vor Fahrtbeginn
der Werterhaltung des Motorrades und ist immer eine Bremsprobe durchführen!
eine der Voraussetzungen für die Aner-
kennung von Gewährleistungsansprüchen
bei eventuellen Korrosions- und anderen Achtung
Schäden. Keine Dampf‑ oder Hochdruckstrahlge-
räte verwenden!
Der hohe Wasserdruck kann zu Be-
Achtung schädigungen an Dichtungen, am hy-
Gummi‑ und Kunststoffteile dürfen nicht draulischen Bremssystem und an der
durch aggressive oder eindringende Rei- gesamten Elektrik führen.
nigungs‑ und Lösungsmittel beschädigt
werden.

32
Pflegehinweise

Fahrzeugpflege / Pflegemittel

ACHTUNG
Für den Kraftstofftank und allen Kunst-
stoffteilen keine silikonhaltigen Pflege-
mittel und Lackpoliermittel verwenden.

- Rahmen und Alu-Teile nach längeren


Fahrten gründlich reinigen und mit einem
handelsüblichen Korrosionsschutzmittel
konservieren.

Säubern Pflegemittel
- Zum Waschen ausschließlich einen Das Motorrad sollte bei Bedarf mit handels-
weichen Schwamm und klares Wasser üblichen Konservierungs- und Pflegemitteln
verwenden. gepflegt werden.
- Nur mit weichem Tuch oder Leder nach-
polieren! - Korrosionsgefährdete Teile vorsorglich
- Staub und Schmutz nicht mit trockenem und vor allem im Winter regelmäßig
Lappen abwischen (Kratzer im Lack und mit Konservierungs- und Pflegemitteln
an den Verkleidungen). behandeln.

33
Pflegehinweise

Winterbetrieb und Korrosionsschutz


Winterbetrieb / Korrosionsschutz
HINWEIS Wird das Motorrad in den Wintermonaten ACHTUNG
Im Interesse des Umweltschutzes bitten wir benutzt, können durch Streusalze beträcht- Kein warmes Wasser verwenden – ver-
Sie, Pflegemittel sparsam anzuwenden und liche Schäden auftreten. stärkte Salzeinwirkung.
nur solche zu gebrauchen, die als umwelt- - Motorrad nach Fahrtende sofort mit kal-
freundlich gekennzeichnet sind. tem Wasser reinigen.
- Motorrad gut trocknen.
- Korrosionsgefährdete Teile mit Kor-
rosionsschutzmitteln auf Wachsbasis
behandeln.

34
Pflegehinweise

Lackschäden ausbessern / Reifenpflege


Reifenpflege
Wenn das Motorrad über einen längeren
Zeitraum nicht benutzt wird, empfiehlt es
sich, das Motorrad so abzustellen, dass die
Reifen unbelastet sind.
Zusätzliches Einsprühen mit einem Si-
licon-Gummipflegemittel verhindert das
Austrocknen. Zuvor aber die Reifen gründ-
lich reinigen.
Motorrad bzw. Bereifung nicht über einen
längeren Zeitraum in zu warmen Räumen
– wie Heizungskeller – aufbewahren.

Lackschäden ausbessern WARNUNG


Kleine Lackschäden sofort mit Lack aus- D i e M i n d e s t r e i fe n p ro f i l t i e fe vo n
bessern. 2,0 mm sollte nicht unterschritten wer-
SFM-Lacksprühdosen bzw. Lackstifte, spe- den.
ziell für Motorräder, hält Ihr SFM‑Fach­händ­
ler für Sie bereit. Größere Schäden durch
Ihren SFM‑Fachhändler beheben lassen.

35
Pflegehinweise

Stilllegen / Inbetriebnahme
Stilllegen Inbetriebnahme
hinweis
- Motorrad reinigen. Vor dem Stilllegen des Motorrades, Motoröl - Außenkonservierung entfernen.
- Batterie ausbauen. durch einen Fachhändler wechseln las- - Motorrad reinigen.
Wartungshinweise beachten! sen. - Betriebsbereite Batterie einbauen.
- Brems‑, Kupplungshebelgelenke und Arbeiten für Stilllegen / Inbetriebnahme mit - Batteriepolklemmen mit Polfett konser-
Seiten-Ständerlagerungen mit geeig- Inspektion durch den SFM- Fach­händler vieren.
neten Schmiermitteln einsprühen. verbinden. - Reifenfülldruck kontrollieren/regulieren.
- Blanke/verchromte Teile mit säurefreiem - Bremsen überprüfen.
Fett (Vaseline) einreiben. - Arbeiten nach Inspektionsplan durch-
- Motorrad in einem trockenen Raum auf- führen.
bewahren und aufbocken, dass beide - Sicherheitskontrollen durchführen.
Räder unbelastet sind.

36
Pflegehinweise

Technische Änderungen, Zubehör und Ersatzteile


Freigegebenes SFM-Zubehör und Ori-
WARNUNG ACHTUNG ginal-SFM-Ersatzteile erhalten Sie beim
Technische Änderungen am Motorrad In Ihrem eigenen Interesse empfeh­ SFM‑Fachhändler.
können zum Erlöschen der EG- Be- len wir, für SFM‑Motorräder nur aus­
triebserlaubnis führen. drück­­lich freigegebenes SFM‑Zu­ Dort wird auch die Montage fachgerecht
behör und Original‑SFM‑Er­satz­­teile durchgeführt.
Sollen technische Änderungen vor­­ge­-nom- zu verwenden.
men werden, sind unsere Richt­linien zu
beachten. Damit wird erreicht, dass keine Für dieses Zubehör und diese Teile
Schäden am Motorrad ent­­­stehen, und die wurden Sicherheit, Eignung und Zuver­
Verkehrs‑ und Be­triebs­sicherheit erhalten. lässigkeit speziell für das SFM‑Mo­torrad
Der SFM‑ Fachhändler führt diese Arbeiten geprüft.
gewissenhaft aus.
Für nicht freigegebenes Zubehör und
Vor dem Kauf von Zubehör und vor allen Teile können wir dies – auch wenn im
technischen Änderungen sollte stets eine Einzelfall eine Abnahme durch einen
Beratung durch einen SFM-Fachhändler amtlich anerkannten Technischen Prüf-
erfolgen. und Über­wa­chungs­­­verein oder eine be-
hördliche Genehmigung vor­liegen sollte
– trotz laufender Markt­beobachtungen
nicht beurteilen und auch nicht dafür
haften.

37
Wartungshinweise

Wartungsarbeiten
Bevor Wartungsarbeiten durchge- - Sitzbank abnehmen - Hinterrad aus- und einbauen
führt werden, ist die Betriebsanlei-
- Bordwerkzeug - Antriebskette prüfen, einstellen
tung zu lesen.
- Lenkungslager prüfen - Kupplungsspiel einstellen
- Teleskopgabel prüfen - Luftfilter reinigen
- Federbein prüfen - Zündkerze prüfen
- Federbein einstellen - Sicherung, Batterie prüfen
- Vorderradbremse kontrollieren - Glühlampen wechseln
- Hinterradbremse kontrollieren - Scheinwerfer einstellen
- Vorderrad aus- und einbauen

38
Wartungshinweise

Sitzbank abnehmen Bordwerkzeug

1 3 5

Das Bordwerkzeug befindet sich unterhalb


hinweis WARNUNG der Sitzbank, geschützt in der Werkzeug-
Für verschiedene Kontroll- und Einstellar- Achten Sie auf die einwandfreie Be- tasche (5).
beiten muss die Sitzbank abgenommen festigung des Sitzes. Ein lockerer Sitz
werden. bedeutet Unfallgefahr.

Einbau:
Ausbau: - Halterungen unter der Sitzbank in die
- Schrauben (1) auf beiden Seiten lösen. Aufnahmen (3 und 4) am Rahmen und
- Sitzbank (2) nach hinten abnehmen. Tank einführen.
- Sitzbank mit Schrauben auf beiden Sei-
ten sichern.

39
Wartungshinweise

Lenkungslager prüfen Teleskopgabel prüfen Federbein prüfen

1
1
1

- Handbremse anziehen um die Vorderrad- - Befestigung (1) des Federbeins (2) auf
HINWEIS bremse zu blockieren. festen Sitz prüfen.
Die Teleskopgabel darf im Lenkeinschlag
nicht klemmen und muss leicht in beide - Dann die Gabelholme mit den Lenker - Federbein auf Ölundichtigkeit kontrollie-
Endstellungen zurückklappen. mehrmals runter und rauf pumpen. ren.

- Handbremse anziehen um die Vorderrad- - Die Federung muss einwandfrei anspre-


bremse zu blockieren. chen. hinweis
Falls irgendwelche Beschädigungen an der
- Lenker mit beiden Händen festhalten und Teleskopgabel oder am Federbein festge-
- Gabelholme auf Ölundichtigkeit kontrol-
versuchen den Lenker vor- und zurück zu stellt werden, einen SFM- Fachhändler zur
lieren.
bewegen. weiteren Überprüfung aufsuchen.
Lenker Befestigungen prüfen
Ist ein merkliches Spiel im Lenkkopflager
- Alle vier Lenkerbefestigungen (1) auf
vorhanden, muss dieses vom SFM- Fach-
festen Sitz prüfen.
händler eingestellt werden.

40
Wartungshinweise

Federbein einstellen
Federvorspannung einstellen
1
hinweis
Für diese Wartungsarbeit muss die Sitz-
B bank abgenommen werden.
Die Federvorspannung kann stufenlos
verstellt werden.
A
2 Zum Verstellen der Federvorspannung zu-
erst die Kontermutter (1) mit dem Haken-
schlüssel aus dem Bordwerkzeug lösen.

Zum Erhöhen der Federvorspannung


(Federung härter) die Einstellmutter (2)
WARNUNG
mit dem Hakenschlüssel in Richtung "A"
Vor Fahrtbeginn entsprechend dem
drehen.
Gesamtgewicht Federvorspannung am
Federbein einstellen!
Zum Verringern der Federvorspannung
(Federung weicher) die Einstellmutter (2)
A = härter
mit dem Hakenschlüssel in Richtung "B"
B = weicher
drehen.

Kontermutter (1) wieder fest anziehen.

41
Wartungshinweise

Vorderradbremse Hinterradbremse



!

!
 !

Bremsbeläge kontrollieren - Sichtkontrolle am Bremssattel (1) durch- - Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
führen. Bremsbeläge (2) durch einen SFM‑Fach-
ACHTUNG händler wechseln lassen.
Mindestbelagstärke nicht unterschreiten. - Bremsbelagstärke überprüfen.

Mindestbelagstärke:
Hinweis Vorderradbremse A = 2,5 mm
Zu Ihrer Sicherheit empfehlen wir, Ar- Hinterradbremse A = 1,5 mm
beiten an der Bremsanlage durch einen
SFM‑Fachhändler ausführen zu lassen.

42
Wartungshinweise

Hinterradbremse

3
1
2
A

Fußbremshebelposition einstellen
hinweis
Warnung Mit der Einstellschraube (1) kann die Fuß-
Das Spiel am Fußbremshebel prüfen bremshebelposition eingestellt werden.
und sicherstellen, dass die Bremse
richtig funktioniert. Ein weiches oder
schwammiges Gefühl beim Betätigen Warnung
des Fuß­brems­hebels lässt auf Luft in der Das Einstellmaß A darf 18 mm nicht
Bremsanlage schließen. Bremsanlage überschreiten!
unbedingt durch den SFM‑Fachhändler
entlüften lassen. Luft in der Bremsan- - Kontermutter (2) lösen und mit der
lage stellt ein erhebliches Sicherheits- Einstellschraube (1) die Position
risiko dar! des Fußbremshebels (3) einstellen.

43
Wartungshinweise
Vorderrad ausbauen

3 3

- Motorrad so abstützen, daß das Vor-


ACHTUNG derrad freigängig ist und das Motorrad
Bremsscheibe und ‑be­­­läge beim Ausbau sicher steht.
nicht beschädi­gen!
- Achsklemmschrauben (1) lockern.
Handbremshebel bei ausgebautem Rad
nicht betätigen! - Achsmutter (2) lösen.
Radlager vor Schmutz und Feuchtigkeit
- Vorderrad anheben und Steckachse (3)
schützen!
herausziehen.
- Vorderrad nach unten herausnehmen.

44
Wartungshinweise

Vorderrad einbauen

4 5

3 3

- Steckachse (3) einfetten und mit Distanz-


ACHTUNG hülse (5) bis zum Anschlag ein­setzen.
Bremsscheibe und ‑be­­­läge beim Einbau - Achsmutter (2) ansetzen und anziehen.
nicht beschädi­gen! Anziehdrehmomente
- Vor dem Festziehen der Schrauben (1)
unbedingt durch einen SFM‑Fachhändler
Motorrad auf die Räder stellen und Teles-
prüfen lassen.
kopgabel einige Male kräftig durchfedern,
um ein Verspannen der Gabelholme zu
vermeiden.
- Vorderrad mit Bremsscheibe vorsichtig
zwischen die Gabelholme rollen und
Distanzhülse (4) (in Fahrtrichtung rechts)
Anziehdrehmoment
einsetzen.
Achsmutter (3): 60-65 Nm
Achsklemmschrauben (1): 10 Nm

45
Wartungshinweise

Hinterrad ausbauen

8
1

3 4 7
6 5
3
2
4
2

- Motorrad so abstützen, dass das Hinterrad


Warnung freigängig ist und das Motorrad sicher Hinweis
Bremsscheibe und -beläge beim Ausbau steht. Beim Herausnehmen des Hinterrades
nicht beschädigen! Fußbremse während - Steckachse (1) gegenhalten und darauf achten, dass die Buchsen rechts
des Ausbaus nicht betätigen! Radlager Achsmutter (5) abschrauben. (7) und links (8) an der Radnabe und die
vor Verschmutzung und Feuchtigkeit Bremsabstützung nicht verloren geht.
schützen! - Kontermuttern (2) links und rechts lösen
und Schrauben (3) am Kettenspanner - Hinterrad anheben, Steckachse (1) mit
ganz zurückdrehen. Führung (4) entfernen und Hinterrad nach
- Antriebskette (6) abnehmen. hinten entnehmen.

46
Wartungshinweise

Hinterrad einbauen

8
1
9
7 4
1
6
4

- Distanzscheibe (7) in die Bremsabstützung - Antriebskette (6) spannen.


ACHTUNG (9) einsetzen. (siehe Antriebskette einstellen).
Bremsscheibe und ‑be­­­läge beim Einbau - Hinterrad mit Distanzbuchsen (7 und - Achsmutter (5) festziehen.
nicht beschädi­gen! Anziehdrehmomente 8), Steckachse (1) und Führung (4)
unbedingt durch einen SFM‑Fachhändler montieren.
prüfen lassen. Anziehdrehmoment
- Achsmutter (5) auf Steckachse (1)
montieren. Achsmutter (5): 60-65 Nm
- Bremsabstützung (9) in Schwinge einset-
zen.
- Steckachse (1) reinigen und einfetten.

47
Wartungshinweise

Antriebskette prüfen

Kette auf Verschleiß prüfen - Bei korrekter Kettenspannung darf sich


die Kette höchstens bis Höhe der Zahn-
ACHTUNG spitzen abheben lassen.
Kette, Kettenrad und Ritzel nur gemein- - Lässt sich die Kette weiter abziehen,
sam wechseln. Kette, Kettenrad und Ritzel durch den
SFM‑Fachhändler wechseln lassen.
- Motorrad auf Seitenständer stellen.
- Kette (1) an der hintersten Stelle des
Kettenrades anfassen und Kette nach
hinten abziehen.

48
Wartungshinweise

Antriebskette einstellen

3
4
30-40 mm 2

Kette einstellen - Kontermuttern (2) auf beiden Seiten und Kettenritzel ganz nach oben und
lösen. unten drücken. Weg messen.
ACHTUNG - Stellschrauben (3) der Ketten­span­ner
Die Ketteneinstellung beeinflusst den Sollwert: A = 30-40 mm
beidseitig gleichmäßig mit Hilfe der Ein-
Verschleiß von Kette und Zahnkranz. stellskala (4) nach­­­stellen (Hinterrad muss
Anziehdrehmomente unbedingt durch - Achsmutter (1) festziehen.
zum Vor­derrad fluchten).
einen SFM‑Fachhändler prüfen lassen.
- Heck ganz ausfedern lassen. - Kontermuttern (2) auf beiden Seiten
- Achsmutter (1) lösen. - Antriebskette mittig zwischen Ketten­rad festziehen.

Anziehdrehmoment
Achsmutter (1): 60-65 Nm
Kontermuttern (2): 22-35 Nm

49
Wartungshinweise

Kupplungshebelspiel einstellen
Kontrolle:
- Hebel bis zum spürbaren Widerstand
1
ziehen.
A 2
- Spiel messen.
3 Sollwert: A = 3-4 mm

Einstellen:
- Gummikappe (1) zurückziehen.
- Kontermutter (2) lösen.
- Einstellschraube (3) entsprechend dre-
hen.
- Kontermutter (2) fest anziehen.
- Spiel kontrollieren.
Achtung
Fahren ohne Kupplungshebelspiel führt
zu Kupplungsschäden.

50
Wartungshinweise

Luftfilter reinigen

3
3
1 1

2
5

4
1

- Luftfilterpatrone (3) entfernen.


hinweis ACHTUNG
Das Fahrzeug ist mit einem Trockenluftfilter - Druckfeder (4) und Deckel (5) abneh- Motor niemals ohne Luftfilter (3) starten.
ausgestattet. men.
- Ein verstaubter Filter ist die Hauptur-
Für diese Wartungsarbeit muss die Sitz- - Luftfilterpatrone (3) ausklopfen und von sache für eine reduzierte Motorleistung
bank abgenommen werden. Innen mit Pressluft ausblasen. Bei Be- und erhöhten Kraftstoffverbrauch.
darf austauschen.
- Bei Fahrten auf staubigen Straßen,
Einbau: Luftfilter öfters reinigen.
Ausbau und Reinigen:
- Der Einbau erfolgt in umgekehrter Rei- - Ist der Luftfilter nicht korrekt montiert, ge-
- Schrauben (1) herausschrauben und
henfolge wie der Ausbau. langt Staub in den Verbrennungsraum.
Luftfilterdeckel (2) abnehmen.
Dies hat einen vorzeitigen Motorver-
schleiss und reduzierte Motorleistung
zur Folge.
- Darauf achten, dass der Luftfilter nicht
nass wird. Sonst lässt sich der Motor
schlecht starten.

51
Wartungshinweise

Zündkerze kontrollieren

1
3

-AX MM
4

Prüfen und wechseln - Elektrodenabstand (max. 0,8 mm)


überprüfen, bei starkem Abbrand wech-
Achtung seln.
Zündkerze nur bei kaltem Motor prüfen - Neue Zündkerze NGK CR 9 E oder
bzw. wechseln. CHAMPION RG4 HC verwenden.

- Schrauben und Hutmutter (1) heraus- - Zündkerze von Hand eindrehen und
schrauben und Abdeckung (2) abneh- dann mit dem Zündkerzenschlüssel
men. noch 1/2- bis 3/4- Umdrehung vorsichtig
festziehen.
- Zündkerzenstecker (3) abziehen.
Anziehdrehmoment 11 Nm.
- Zündkerze (4) mit dem Steckschlüssel
aus dem Bordwerkzeug herausschrau- - Zündkerzenstecker (3) aufstecken.
ben.

52
Wartungshinweise
Sicherung kontrollieren
- Der Einbau erfolgt in umgekehrter Rei-
3 henfolge.

Sicherung auswechseln
Achtung
Auf keinen Fall eine stärkere Sicherung - Zündung ausschalten.
einsetzen oder die Sicherung aus- - Sitzbank abnehmen.
bessern. Unsachgemäße Behandlung
kann die gesamte elektrische Anlage - Sicherungsgehäuse (1) freilegen.
zerstören! - Sicherungsgehäusedeckel (2) öffnen und
Sicherung (3) herausziehen.
hinweis - Eine defekte oder durchgebrannte Siche-
Für diese Wartungsarbeit muss die Sitz- rung durch eine neue Sicherung mit 15 A
bank abgenommen werden. ersetzen.
- Beim Austausch der Sicherung auf guten-
Sitz achten. Lose Sicherungen brennen
durch.

53
Wartungshinweise

Batterie
Batterie laden
Warnung Erste Hilfe Bei längerer Stilllegung die Batterie alle 3-
Augenschutz tragen. Säurespritzer im Auge sofort einige Minuten 4 Monate nachladen. Der Ladestrom (Am-
Kinder von Säure und Batterien mit klarem Wasser spülen! Danach unver- pere) soll max. 1/10 der Batteriekapazität
fernhalten. züglich einen Arzt auf­suchen. (Ah) betragen.
Säurespritzer auf der Haut oder Klei­dung Die Batterie darf nicht schnellgeladen
Explosionsgefahr sofort mit Säureumwandler oder Seifen- werden. Zum Laden der Batterie darf nur
Bei der Ladung von Batterien ent­steht lauge neutralisieren und mit viel Wasser ein speziell für MF- Batterien zu­gelassenes
ein hochexplosives Knallgas­gemisch, nachspülen. Ladegerät verwendet werden.
deshalb sind Feuer, Fun­ken, offenes Wurde Säure getrunken, sofort den Arzt
Licht und Rauchen ver­boten. konsultieren.
Wartung
Die Batterie ist wartungsfrei. Batterie nie in
Brandgefahr Achtung entladenem Zustand stehen lassen. Batte-
Funkenbildung beim Umgang mit Ka­beln Batterien nicht ungeschützt dem di- rie sauber und trocken halten und auf festen
und elektrischen Geräten sowie durch elek- rekten Tageslicht aussetzen. Ent­ladene Sitz der Anschlussklemmen achten.
trostatische Entladungen ver­meiden. Batterien können einfrieren, deshalb
Kurzschlüsse vermeiden. Batterien in einem Raum mit über 0°C
lagern.
Sachgemäße Wartung, Ladung und La-
Verätzungsgefahr gerung erhöhen die Lebensdauer der
Batteriesäure ist stark ätzend, des­halb Batterie und sind Voraussetzung für
Schutzhandschuhe und Augen­schutz eventuelle Gewährleistungen.
tragen.
Batterie nicht kippen, aus den Ent­
ga­sungsöffnungen kann Säure aus- Entsorgung
laufen. Altbatterien bei einer Sammelstelle ab-
geben, nie über den Hausmüll entsorgen.

54
Wartungshinweise

Batterie aus- und einbauen

1 hinweis
Für diese Wartungsarbeit muss die Sitz-
2 bank abgenommen werden.

- Spannband (3) am Batteriekasten (4)


3
aushängen und abnehmen.
- Batterie abklemmen.

4 - Batterie ausbauen.

Der Einbau erfolgt in umgekehrter Rei-


henfolge.

Achtung
Batterie nur bei ausgeschalteter Zün-
dung ab- oder anklemmen.

Zuerst Minuspol abklemmen (1, schwar-


zes Kabel).

Beim Einbau den Pluspol zuerst anklem-


men (2, rotes Kabel).

Die Batterie ist wartungsfrei. Die Batterie


darf nicht geöffnet werden.

55
Wartungshinweise

Glühlampen wechseln

5
2
1

3 6
4

- Schrauben (1) beidseitig entfernen. - Standlicht-Glühlampe (4) mit Fassung


HINWEIS - Stecker (2) und Gummiabdeckung (3)
aus dem Scheinwerfergehäuse neh-
Nur geprüfte Glühlampen mit „E...“-Kenn- men.
vom Scheinwerfergehäuse abziehen.
zeichnung verwenden. Bei Verwendung
- Der Einbau erfolgt in umgekehrter
von nicht gekenn­zeichneten Glühlampen - Haltebügel (5) entriegeln und Glühlampe
Reihenfolge.
erlischt die Betriebserlaubnis. Die Glüh­ (6) herausnehmen.
lampen nicht mit bloßen Fingern berühren.
Für den Ein‑ und Aus­bau ein sauberes,
trockenes Tuch benutzen.

Scheinwerfer
Abblend- Fernlicht
Glühlampe HS1 12 V 35/35W E1
Standlicht
Glühlampe 12V 5W

56
Wartungshinweise

Rück-/ Bremslicht
Ist das nicht der Fall muss das Diodenlicht
durch den SFM-Fachhändler ausgewech-
selt werden.

Das Rück- Bremslicht (1) ist ohne aus-


wechselbare Glühlampe (Diodenlicht)
ausgestattet.
Funktioniert das Rück- Bremslicht nicht, ist
zunächst zu überprüfen, ob eine Kabelver-
bindung unterbrochen ist.

57
Wartungshinweise

Glühlampen wechseln

1
2 3

2
1
Blinker hinten Blinker vorn

Blinkleuchten - Blinkergehäuse (2) abschrauben. - Glühlampe (3) entriegeln und heraus-


nehmen.

HINWEIS
Zum Wechseln der Glühlampen muss das
Blinkerglas (1) nicht geöffnet werden. - Der Einbau erfolgt in umgekehrter Rei-
henfolge.
Die Glüh­lampen nicht mit bloßen Fingern
berühren. Für den Ein‑ und Aus­bau ein
sauberes, trockenes Tuch benutzen.

Glühlampen vorne und hinten: 12V/21W

58
Wartungshinweise

Scheinwerfer einstellen
Scheinwerfer einstellen

- Abblendlicht einschalten.
12cm

1 - Winkel der asymmetrischen Fahr­bahn­


ausleuchtung mit den Einstell­schrauben
H
(1) auf beiden Seiten einstellen.
- Schrauben (1) lösen, einstellen und fest-
5m
H ziehen.

Hinweis
Sollten Sie mit der Scheinwerferein­stellung
- Der Abstand vom Boden bis zur Schein- Schwierigkeiten haben, wen­den Sie sich
Warnung werfermitte wird auf die Wand übertragen an Ihren SFM-Fach­händ­ler. Eine falsche
Motor nicht in geschlossenen Räumen und mit einem Kreuz markiert. 12 cm un- Einstellung ist strafbar. Sie selbst tragen
laufen lassen ter diesem Kreuz wird ein zweites Kreuz die Verant­wortung für die richtige Schein­
- Vergiftungsgefahr! gezeichnet. werfer­einstellung.

Bei korrektem Reifenfülldruck wird das - Motor laufen lassen.
Motorrad auf den Rädern stehend und mit
dem Fahrer belastet in einem Abstand von 5
m (ab Scheinwerfer) vor einer hellen Wand
auf ebenem Boden aufgestellt.

59
Technische Daten

- Motor
- Kraftübertragung
- Fahrgestell
- Schmier- und Betriebsstoffe
- Elektrische Ausrüstung
- Maße und Gewichte
- Fahrleistungen

60
Technische Daten

Motor

Typ: 125-4T6M
Bauart: Einzylinder-Viertakt-Ottomotor, OHC 2 Ventile
Hubraum: 124,0 cm3
Bohrung: ø 57 mm
Hub: 48,6 mm
Verdichtung: 11,1
Leistung: Variante A: 9,8 kW bei 9.000 1/min Variante B: 9,8 kW bei 9.000 1/min*
Drehmoment: Variante A: 10,0 Nm bei 6.300 1/min Variante B: 10,0 Nm bei 6.300 1/min*
Zündanlage: Transistorzündanlage mit elektronischer Zündkontrolle (CDI)
Zündkerze: NGK CR 9 E oder CHAMPION RG4 HC Elektrodenabstand 0,65- 0,8 mm
Vergaser: DELL'ORTO PHCF 2724
Luftfilter: Papierluftfilter
Leerlaufdrehzahl: 1450 - 1550 1/min
Anlasser: Elektrostarter
Kühlung: luftgekühlt

*Elekronische Drosseleinheit:
Begrenzung 8.300 1/min im 6. Gang, 10.000 1/min im 1. - 5. Gang

61
Technische Daten

Kraftübertragung

Kupplung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung
Schaltgetriebe: 6-Gang-Klauengetriebe
Getriebeabstufung: 1. Gang = 13/36 (2,769)
2. Gang = 17/31 (1,824)
3. Gang = 20/28 (1,400)
4. Gang = 23/28 (1,130)
5. Gang = 25/24 (0,960)
6. Gang = 23/20 (0,870)
Primärübersetzung: 19/66 (3,474)
Sekundärübersetzung: 14/55 (3.929)
Antriebsritzel: Varinate A: 14 Zähne
Variante B: 13 Zähne
Kettenrad: 55 Zähne
Kette: O-Ring-Kette 144 Glieder

62
Technische Daten

Fahrgestell

Fahrzeugausführung: Typ 678


Rahmen: Gitterohrrahmen, Stahlrohr
Vorderradaufhängung: Teleskopgabel ø 41 mm , hydraulisch gedämpft, Federweg 110 mm
Hinterradfederung: Ölgedämpfte, hydraulisches Zentralfederbein, Federweg 110 mm,
Federbasis verstellbar
Räder: Leichtmetall (Alu)
Felgengröße vorne: 17 x MT 2.75 DOT
Felgengröße hinten: 17 x MT 4.00 DOT
Reifen: Schlauchlos
vorne: 120/70-17M/C oder 110/70-17 M/C oder 110/70 ZR 17
hinten: 160/60-17 M/C oder 150/70-17 M/C oder 150/60 ZR 17
Reifendruck, solo: vorne = 2,2 hinten = 2,5 bar
Reifendruck mit Beifahrer: vorne = 2,2 hinten = 2,7 bar
Bremsen vorn: Hydraulische Scheibenbremse ø 320 mm, 4-Kolben-Festsattel
Mindestbelagstärke: 2,5 mm
Bremsen hinten: Hydraulische Scheibenbremse ø 215 mm, Einkolben-Schwimmsattel
Mindestbelagstärke: 1,5 mm

63
Technische Daten

Schmier- und Betriebsstoffe

Tankinhalt: 11,0 Liter, inkl. 1,6 Liter Reserve


Kraftstoff: bleifreier Normalkraftstoff ROZ 91
Teleskopgabelöl: Viskosität SAE 10 W
Füllmenge pro Gabelholm: 280 cm3
Motoröl, Ölwechsel ohne Filter: 1,0 Liter SAE 10 W 40 Mineralöl API (SG oder höher)
Ölwechsel mit Filter: 1,2 Liter
Ölwechsel bei Instandsetzung: 1,4 Liter
Bremsflüssigkeit: DOT 4

64
Technische Daten

Elektrische Ausrüstung

Drehstrongenerator: 12 V 150 W bei 8.000 1/min


Batterie: 12 V 4 Ah MF
Sicherung: 15 A
Beleuchtung:
- Scheinwerfer: Abblend- Fernlicht HS1 12 V 35/35W
- Standlicht: 12 V 5W
- Armaturenbeleuchtung: 12 V Diodenleuchte
- Brems-/Rücklicht: 12 V 21/5W
- Blinkleuchte: 12 V 21W

65
Technische Daten

Maße und Gewichte

Gesamtlänge: 2005 mm
Breite über Lenker ohne Rückspiegel: 820 mm
Maximale Höhe: 1085 mm ohne Rückspiegel
Achsabstand: 1375 mm
Sitzhöhe: 830 mm
Sitzlänge: 670 mm
Leergewicht: 128,5 kg
Max. Zuladung: 201,5 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 330 kg
Höchstgeschwindigkeit: Variante A: 104 km/h Variante B: 80 km/h

66
Gewährleistung

Die Firma SFM GmbH erbringt im Rahmen Teile gehen in das Eigentum der Firma 5. Bei Anzeige eines Gewährleistungsfalles
ihrer gesetzlichen Gewährleistungsver- SFM GmbH über. hat der Käufer dem Verkäufer das ord-
pflichtungen im Falle eines auftretenden 2. Durch den Einbau von Ersatzteilen im nungsgemäß ausgefüllte Serviceheft
Mangels folgende Leistungen über den Rahmen eines Gewährleistungsfalles vorzulegen.
autorisierten SFM Händler (Verkäufer) an wird die ab Lieferung des Fahrzeuges an 6. Die folgende Tabelle gibt dem Käufer
den Käufer: den Kunden laufende Gewährleistungs- einen Überblick über die durchschnitt-
1. Die Firma SFM GmbH beseitigt, über frist nicht verlängert. lichen Grenzen der jeweiligen Ver-
den autorisierten SFM Händler (Ver- 3. Von der Gewährleistung unberührt schleißteile:
käufer), in einem Zeitraum von 24 bleiben Abnutzungserscheinungen in
Monaten ab Übergabe des Fahrzeuges Folge des normalen Gebrauches sowie
an den Endkunden, die auftretenden Abnutzungen durch unsachgemäße
Mängel, die auf Material- oder Herstel- Handhabung und unsachgemäßen Ge-
lungsfehler beruhen, durch Reparatur brauch. Oxydation und Korrosion werden
oder Austausch des betroffenen Teiles aufgrund von Umwelteinflüssen hervor-
gemäß den gesetzlichen Gewährlei- gerufen und stellen ebenfalls keinen dem
stungsregelungen. Sie kann die ver- Gewährleistungsrecht unterfallenden
langte Reparatur bzw. den Austausch Mangel dar.
des mangelbehafteten Teiles verwei- 4. Der Käufer verliert seinen Gewährlei-
gern, wenn dies nur mit unverhältnismä- stungsanspruch bei: Manipulation des
ßigen Kosten möglich ist. In diesem Fall Fahrzeuges, Anbau einer anderen Aus-
kann die Firma SFM GmbH über den puffanlage, Änderung der Getriebe-, Se-
autorisierten SFM Händler (Verkäufer) kundärübersetzung und bei Anbau von
den Mangel durch die jeweils andere Zubehör und Ersatzteilen, welche nicht
Möglichkeit der Nacherfüllung beheben. von der Firma SFM GmbH freigegeben
Sind beide Arten der Nacherfüllung wurden. Ebenfalls zu einem Verlust des
nur mit unverhältnismäßigen Kosten Gewährleistungsanspruches führen
möglich, kann die Firma SFM GmbH Eingriffe durch eine nicht von der Firma
über den autorisierten SFM Händler SFM GmbH autorisierte Werkstatt, sowie
(Verkäufer) die Nacherfüllung insgesamt die Nichteinhaltung der Wartungsin-
verweigern. Dem Kunden stehen dann tervalle bei einem autorisierten SFM
die gesetzlichen Ansprüche zu. Ersetzte Händler.

67
Gewährleistung

Verschleißteilliste

Verschleißteile Verschleißgrenzen
Reifen, Schläuche, Felgen je nach Fahrweise, Belastung und Luftdruck kann die Verschleißgrenze schon bei
1000 km oder früher erreicht sein.
Laufräder, Naben je nach Fahrweise, Belastung und Luftdruck kann die Verschleißgrenze
schon bei 2500 km oder früher erreicht sein. Kontrolle bei jeder Wartung.
Oxidation ist ein Pflegemangel!
Öle, Luftfilter, Dichtheitskontrolle des Motors bei der ersten Inspektion dann bei allen Wartungsintervallen.
Ölstand prüfen vor jeder Fahrt.
Federgabel, Federbein Reinigung / Kontrolle bei jeder Wartung.
Leuchtmittel, Glühbirnen, Elektroanlage je nach Fahrbahnbeschaffenheit / Fahrbahnunebenheiten reduziert sich
die Lebensdauer, dies kann bereits nach 500 km der Fall sein.
Bremsbeläge, Bremsklötze, Bremsleitungen je nach Fahrweise und Belastung können diese bei 2500 km verschlissen sein,
im Geländebetrieb auch erheblich früher.
Dichtringe, Dichtmittel, O-Ringe müssen um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten bei
jedem Wartungsintervall ersetzt werden.
Wellendichtringe am Motor, Getriebe, je nach Fahrbahnbeschaffenheit und Pflege ist ein Verschleiß ab 500 km möglich.
Gabel und den Rädern Verschmutzung setzt die Lebensdauer herab.
Nicht mit dem Hochdruckreiniger waschen!
Radlager, Lenkungslager je nach Fahrbahnbeschaffenheit und Pflege ist ein Verschleiß ab 500 km möglich.
Verschmutzung der Radnabe setzt die Lebensdauer herab. Kontrolle bei jeder
Wartung, nicht mit dem Hochdruckreiniger waschen!
Schwingenlager je nach Belastung und Pflege ab 2500 km, Kontrolle bei jeder Wartung.
Kabel je nach Pflege ab 500 km. Kontrolle bei jeder Wartung.

68
Gewährleistung

Verschleißteilliste

Verschleißteile Verschleißgrenzen
Reinigung und Schmierung der Kette nach jeder Nutzung und jeder Wäsche
Ketten, Ritzel, Kettenräder, Kettenführungen, Kettenrollen je nach Fahrbahnbeschaffenheit, Gelände und Pflege ist ein Verschleiß ab 1500 km
möglich. Nicht mit Hochdruckreiniger waschen! Kontrolle nach jeder Wartung.
Batterie, Sicherungen Anlasserkohlen je nach Außentemperatur ist mit einem Ausfall ab dem 6. Monat zu rechnen, bei
Kurzstreckenbetrieb früher.
Spiegelgläser je nach Außentemperatur und Pflege ab dem 6. Monat, im Winterbetrieb auch früher.
Oxidation ist ein Pflegemangel!
Seilzüge, Bremsseile, Gaszüge je nach Einsatz und Pflege ab dem 6. Monat.
Freilaufzahnkränze, Anlasserfreilauf je nach Pflege ab dem 6. Monat.
Selbstsichernde Muttern, Splinte Sicherungsbleche, bei jeder Wartung oder bei jedem Öffnen der Muttern oder der Sicherung.
verklebte Schraubverbindungen
Kontrolle, Reinigung und Einstellen des Vergasers nach jedem Waschen und maximal alle 200 Std., min. 1x im Jahr.
Kupplungsbeläge / Reibscheiben je nach Fahrweise und Belastung können diese bei 2500 km verschlissen sein.
Kolben, Zylinder, Kurbelwelle, Pleuel Motorlager je nach Fahrweise, Belastung und Pflege können diese Bauteile bei 500
Betriebsstunden verschlissen sein.
Bei Vollgasfahrten auch schon erheblich früher.
Zündkerzen bei jedem oder jedem zweiten Wartungsintervall, max. alle 200 Std.
Auspuffanlagen, Kontrolle der Halterungen je nach Einsatz und Pflege ab dem 6. Monat, im Winter- und Kurzstreckenbetrieb auch
früher. Oxidation ist ein Pflegemangel!

69
inspektionsplan

Bitte beachten Sie folgendes:


- Inspektionsarbeiten während der Ge-
ACHTUNG Warnung
Bei Nichtbeachtung erlischt der Gewähr- Sicherheitsgründe verbieten es, über
währleistungszeitraum und danach
leistungsanspruch. einen eng begrenzten Rahmen hinaus
ausnahmslos durch einen von uns aner-
Im Inspektionsplan werden die verschiede- Reparaturen und Einstellarbeiten an
kannten Fachhändler ausführen lassen.
nen Arbeiten erläutert. Motor und Fahrgestell selbständig
Inspektionsintervalle sind während der vorzunehmen. Durch Basteln an sicher-
- Inspektionsintervalle einhalten und vom
Gewährleistungszeitraum wie folgt einzu- heitsrelevanten Teilen gefährdet man
Fachhändler bestätigen lassen.
halten: sich und andere Verkehrsteilnehmer.
- Nur Original‑SFM‑Ersatzteile verwen- bei 1.000 km (1. Service)
den. alle 4.000 km / oder nach 4 Monate Dies gilt insbesondere für Arbeiten an:
alle 8.000 km / oder nach 8 Monate Auspuffanlagen, Vergasern, Zündan­
lagen, Kupplung, Schaltung, Len­kung,
Inspektionsintervalle in dieser Betriebsanlei- Bremsanlage und Beleuch­tung.
tung sind nach dem Gewährleistungszeit-
raum wie folgt einzuhalten: Vor Beginn der Arbeit an der elektrischen
Anlage zur Vermeidung von Kurzschlüs-
alle 4.000 km / 4 Monate sen Batterie-Minuspol abklemmen.
alle 8.000 km / 8 Monate

70
inspektionsplan

Bauteile Auszuführende Arbeiten vor jeder 1. Service alle alle


Bauteilgruppe (*Ausschließlich vom SFM-Fachhändler) Inbetrieb- nach 4.000 km / 8.000 km /
nahme 1000 km 4 Monate 8. Monate
Ventile Ventilspiel kontrollieren, ggf. einstellen (kalt)* Alle 12.000 km prüfen
Zündkerzen Zustand prüfen, ggf. reinigen oder ersetzen prüfen prüfen ersetzen
Luftfilter Einsatz und Gehäuse reinigen* reinigen ersetzen ersetzen
Papierfilter ersetzen*
Vergaser Leerlauf und Kaltstarteinrichtung kontrollieren, ggf. x x x x
einstellen*
Gaszug Spiel einstellen x x x x
Kraftstoffschläuche Prüfen, ggf. erneuern ( alle 4 Jahre erneuern) x x x x
Motoröl Wechseln (bei Betriebstemperatur) x x x
Ölfilter Wechseln* x x
Auspuffanlage auf Undichtigkeit prüfen, ggf. instandsetzen* x x
Bremsen Funktion und Bremsflüssigkeitsstand, x x x x
Anlage auf Undichtigkeit prüfen, ggf. korrigieren*
Bremsbeläge prüfen, ggf. erneuern* x x x
Bremsflüssigkeit Wechseln* Alle 24.000km / 2 Jahre
Bremsschläuche Prüfen, ggf. erneuern* (alle 4 Jahre erneuern)* x x x
Kupplung Prüfen, ggf. einstellen x x x x
Hinterrad- Prüfen, nachziehen, ggf. erneuern oder schmieren * Alle 24.000km / 2 Jahre
aufhängung
Reifen Zustand und Reifenprofil prüfen, ggf. erneuern* x x x x

71
inspektionsplan

Bauteile Auszuführende Arbeiten vor jeder 1. Service alle alle


Bauteilgruppe (*Ausschließlich vom SFM-Fachhändler) Inbetrieb- nach 4.000 km / 8.000 km /
nahme 1000 km 4 Monate 8. Monate
Räder Auf Schlag, Beschädigung prüfen* x x x x
Lenkung / Lagerung Spiel kontrollieren, ggf. korrigieren* x x x x
Teleskopgabel Funktion, auf Undichtigkeit prüfen, ggf. instandsetzen* x x
Antriebskette Einstellung und Zustand prüfen, ggf. einstellen, Prüfen Alle 1.000 km reinigen und schmieren
einfetten, falls erforderlich erneuern
Seitenständer Funktion prüfen und fetten, ggf. instandsetzen* x x x x
Schraub- Alle Schrauben und Muttern auf festen Sitz prüfen, x x x
verbindungen ggf. korrigieren*
Seilzüge Gas- und Kupplungszug auf Beschädigungen und x x x
Leichtgängigkeit prüfen, ggf, erneuern
Scheinwerfer Einstellung prüfen, ggf. korrigieren x x x x
Batterie Prüfen ggf. nachladen x x x x
Endkontrolle Prüfung auf Verkehrs-/Funktionssicherheit: x x x x
Kupplung, Schaltung, Leerlaufdrehzahl, Hand- und
Fußbremse, Lenkung, Beleuchtungs- und Signal-
anlage, Kontrolleuchten prüfen, ggf, einstellen
Reifenluftdruck kontrollieren

72
wartungsbestätigung

Durchgeführte Werkstattarbeiten Durchgeführte Werkstattarbeiten

durchgeführte Arbeiten km Datum durchgeführte Arbeiten km Datum

73
Durchgeführte Werkstattarbeiten Durchgeführte Werkstattarbeiten

durchgeführte Arbeiten km Datum durchgeführte Arbeiten km Datum

74
wartungsbestätigung

1.000 km/1 Monat nach 4.000 km/4 Monate nach 8.000 km/8 Monaten nach 12.000 km/12 Monaten
1. Service
Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel:

km ................................... km ................................... km ................................... km ...................................


Datum.............................. Datum.............................. Datum.............................. Datum..............................

nach 16.000 km/16 Monaten nach 20.000 km/20 Monaten nach 24.000 km/24 Monaten nach 28.000 km/28 Monaten

Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel:

km ................................... km ................................... km ................................... km ...................................


Datum.............................. Datum.............................. Datum.............................. Datum..............................

75
wartungsbestätigung

nach 32.000 km/32 Monaten nach 36.000 km/36 Monaten nach 40.000 km/40 Monaten nach 44.000 km/44 Monaten

Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel:

km ................................... km ................................... km ................................... km ...................................


Datum.............................. Datum.............................. Datum.............................. Datum..............................

nach 48.000 km/48 Monaten nach 52.000 km/52 Monaten nach 56.000 km/56 Monaten nach 60.000 km/60 Monaten

Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel: Händlerstempel:

km ................................... km ................................... km ................................... km ...................................


Datum.............................. Datum.............................. Datum.............................. Datum..............................

76
wartungsbestätigung

Bremsflüssigkeit neu Bremsflüssigkeit neu Bremsflüssigkeit neu Bremsflüssigkeit neu


ja nein ja nein ja nein ja nein

km...................................... km...................................... km...................................... km......................................

Datum................................ Datum................................ Datum................................ Datum................................


Stempel, Unterschrift Stempel, Unterschrift Stempel, Unterschrift Stempel, Unterschrift

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78
Typschild (Musterbeispiel):
Fahrzeug - Kenndaten
(Bitte sofort nach Kauf ausfüllen)

Modellbezeichnung . .......................................................

Typ- / Art- Nr. . .......................................................

Fahrzeug-Ident.-Nr.: . .......................................................
(Fahrgestell-Nr.)

Schlüssel-Nr.: . .......................................................
WSF.............................
. .......................................................

EG -Genehmigung Nr.:
(Nummer der EG -G)
Besitzer: . .......................................................
. .......................................................
. .......................................................
Wichtig
Bei Verlust der Betriebserlaubnis lassen Sie sich bitte umgehend
von einer Kfz.-Zulassungsstelle eine Unbedenklichkeitsbeschei-
nigung ausstellen.
Senden Sie uns diese Bescheinigung zusammen mit den
Fahrzeug-Kenndaten zu. Sie erhalten dann von uns gegen eine
Schutzgebühr eine Zweitschrift der EG -Genehmigung.

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