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Der Nordatlantikrat (NAC) ist das wichtigste Entscheidungsgremium des Nordatlantik-

Bündnisses und setzt sich aus den ständigen Vertretern aller Mitgliedstaaten zusammen, die sich
mindestens einmal pro Woche treffen. Der Rat ist das einzige Gremium, das durch den
Nordatlantikvertrag offiziell gegründet wurde und hat die Befugnis, zur Anwendung des
Vertrags "so viele Nebenorgane wie erforderlich" festzulegen.

Wenn Beschlüsse gefasst werden sollen, müssen sie einstimmig und einvernehmlich einwirken.
Je nachdem behandelten Thema zur Diskussion, übernimmt der verantwortliche Oberausschuss
in dem jeweiligen Bereich die führende Rolle bei der Vorbereitung der Ratssitzungen und der
Umsetzung der verabschiedeten Entscheidungen.

Das Ratesekretariat wird von den Abteilungen und Bereichämtern des Internationalen
Sekretariats sichergestellt, das eine Führungsrolle bei der Verbreitung der getroffenen
Beschlüsse und bei der Verrichtung der Ratsaufträge einnimmt.

Das Verteidigungsplanungsausschuss (DPC) setzt sich normalerweise aus Ständigen Vertretern


zusammen, aber trifft sich jedoch mindestens zweimal im Jahr auf Ebene der
Verteidigungsminister und handelt über die meisten Fragen und Themen der kollektiven
Verteidigungsplanung. Mit Ausnahme von Frankreich sind alle Mitgliedsländer in diesem Forum
vertreten. Das Verteidigungsplanungsausschuss berät die NATO-Militärbehörden und hat in
seinem Aufgabenbereich die gleichen Auftragen und Anforderungen, sowie die nämlichen
Befugnisse wie der Rat in den Fragen, die sich unter seine Zuständigkeit befinden.

Die Arbeit des Verteidigungsplanungsausschusses wird von einer Reihe untergeordneter


Gremien mit eigentümlichen Verantwortlichkeiten vorbereitet, insbesondere vom
Verteidigungsüberprüfungsausschuss, der den NATO-Planungsverlauf von Streitmacht
überwacht und andere Fragen im Zusammenhang mit der integrierten militärischen Gefüge
untersucht. Sowie der Rat, wendet sich der Verteidigungsplanungsausschuss an den zuständigen
Oberausschuss, um seine Aktivität vorzubereiten und die getroffenen Entschlussen
durchzusetzen.

Die Nukleare Planungsgruppe (NPG) trifft sich mehrmals im Jahr auf Ebene der
Verteidigungsminister aus Mitgliedsländer, die dem Verteidigungsplanungsausschusses der
NATO angehören. Sie tagen, um besondere politische Fragen im Zusammenhang mit
Nuklearstreitkräften zu erörtern, einschließlich die Sicherheit und Machbarkeit von Atomwaffen,
Informations- und Kommunikationssysteme, Aufmarschsfragen und andere allgemeine Fragen
von gemeinsamem Interesse, wie die Kontrolle und Ausbreitung von Kernwaffen.
Die Arbeit der Nukleare Planungsgruppe wird von einem NPG-Exekutivkomitee vorbereitet, das
sich aus Mitgliedern nationaler Delegationen von NPG-Ländern zusammensetzt. Das
Exekutivkomitee nimmt ausführliche Arbeiten seitens die ständigen Vertreter der NPG vor. Es
tritt regelmäßig einmal pro Woche und bei Bedarf öfter zusammen. Die NPG Hochrangige
Gruppe (HLG) wurde als oberstes beratendes Gremium der NPG für politische und nukleare
Planungsfragen eingerichtet. Die HLG wird von den Vereinigten Staaten vorgesessen und setzt
sich aus nationalen Entscheidungsbedigungen und Experten zusammen.

Die Parlamentarische Versammlung der NATO (NATO PA) ist das interparlamentarische
Gericht, das seit 1955 den Parlamentarier in Nordamerika und Westeuropa die Möglichkeit
bietet, gemeinsam Probleme zu hinterfragen, die zu gängigen Anliegen oder Belangen führen.

Die Versammlung ist völlig unabhängig von der NATO, aber sie ist eine Verbindung zwischen
den nationalen Parlamenten und dem Bündnis, die die Regierungen dazu anregt, ihre Anliegen
bei der Ausarbeitung von Gesetzen zu berücksichtigen.

Die Aufträge der Parlamentarischen Versammlung der NATO:

- fasst die Empfehlungen an die nationalen Behörden;


- ist eine Verbindung zwischen den nationalen Parlamenten und dem Bündnis;
- prüft zwischenstaatliche Entscheidungen, die innerhalb der NATO in Übereinstimmung
mit den Interessen der nationalen Behörden getroffen warden;
- sammelt Informationen und teilt über wichtige Fragen von gemeinsamem Interesse mit;
- ist ein beratendes Gremium, das eine mittelbare, aber wichtige Rolle bei der Erarbeitung
der Bündnispolitik spielt.

Die Versammlung hat eine wichtige Rolle, da es Bewertung von Parlamentariern und die
öffentliche Meinung über Allianz Fragen erlaubt dank der in ihr stattfindenden Überlegungen
eine genaue Situation hinsichtlich der Erwartungen der einen oder anderen über ihre
verschiedenen Maßnahmensverläufe liefert. Dahingehend kann die Versammlung eine indirekte,
aber wichtige Rolle bei der Ausgestaltung der Politik des Bündnisses spielen. Die von ihnen
fassten Empfehlungen und Auflösungen werden den nationalen Regierungen und Parlamenten,
wichtigen Verbänden und dem Generalsekretariat der NATO übermittelt, das nach Rücksprache
des Nordatlantikrats seine Stellung ansagt.

Wenn die Entscheidungen der Mitgliedstaaten auf militärische Angelegenheiten abzielen, sind
die militärischen Strukturen der NATO beteiligt. Um die kollektive Sicherheit im euro-
atlantischen Zone zu wahren, wurden zwei Einrichtungen mit Vorrecht des Großen
Generalstabes erstellt, eine in Mons in Belgien, die den europäischen Gebiet abdeckt, und die
andere in Norfolk, USA, die für die amerikanische Zone zuständig ist. Diese beiden
Einrichtungen stellen die Hauptunterstützung bei der Arbeit des
Verteidigungsplanungsausschusses dar, die nach denselben Grundsätzen wie der Nordatlantikrat
vom Generalsekretariat geleitet wird.

Alle Entscheidungen im Rahmen Nordatlantik-Bündnis werden im Übereinstimmung getroffen.


Dies bezieht eine hohe Beteiligung aller Mitgliedstaaten am Beschlüsseprozess innerhalb der
Gremium ein. Dieses Prinzip wird auf allen Ebenen der NATO-Zusammenarbeit angewandt.
Von den 4200 Mitarbeitern des NATO-Oberkommandos sind über 2100 zivile und militärische
Vertreter der Mitgliedstaaten.