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3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

Massaker von Deutsch Schützen


Das Massaker von Deutsch Schützen fand am 29. März 1945 in der Ortschaft Deutsch Schützen im
Burgenland statt. Diesem Endphaseverbrechen fielen mindestens 57 ungarisch-jüdische Staatsbürger
zum Opfer, die beim Bau des Südostwalls als Zwangsarbeiter eingesetzt waren.

Die Ortschaft Deutsch Schützen war infolge des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich ein
Teil des Gaues Steiermark geworden, nachdem diesem das südliche Burgenland zugeschlagen worden
war, während der Rest dieses Bundeslandes dem Gau Niederdonau angegliedert worden war.

Das Massaker fand auf Betreiben des zuständigen Abschnittsverantwortlichen des Südostwallbaus, des
HJ-Bannführers Alfred Weber, statt. Ausgeführt wurde es von drei von der eigenen Truppe versprengten
Soldaten der Waffen-SS, von denen zumindest zwei der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ angehörten.[1]
Angehörige der Hitlerjugend führten im Zuge dieses Verbrechens Organisations- und
Sicherungsaufgaben durch. Die rund 400 überlebenden Juden mussten nach Abbruch des Massakers
nach Hartberg marschieren, von wo aus sie die mehrtägigen Todesmärsche zum KZ Mauthausen
mitmachen mussten. Wie viele von ihnen dabei ermordet wurden, ist nicht bekannt.

Während die drei SS-Männer und der Initiator Alfred Weber sich durch Flucht ihrer Verantwortung
entzogen, wurden die meisten der beteiligten Hitlerjungen 1946 in einem Prozess vor dem Volksgericht
Wien zu Gefängnisstrafen zwischen 15 und 36 Monaten verurteilt.[2]

1956 stand dann auch HJ-Bannführer Alfred Weber vor Gericht. Nach der Abschaffung der
Volksgerichte war dies der erste Geschworenenprozess gegen NS-Täter in Österreich. Dieser Prozess
fand in einem öffentlichen Klima statt, das einen Schlussstrich hinter der österreichischen
nationalsozialistischen Vergangenheit sehen wollte.[3] Da einige der Zeugen ihre früher getätigten
Aussagen widerriefen bzw. abschwächten, wurde Weber schließlich von den Geschworenen
freigesprochen.[4]

Adolf Storms, einer der SS-Männer, konnte 2008 von einem Studenten durch eine einfache
Telefonrecherche in Duisburg ausfindig gemacht werden.[5] Dem Politikwissenschafter Walter
Manoschek gelang es, mit Storms Kontakt aufzunehmen und das dabei gewonnene Material im
Dokumentarfilm „Dann bin ich ja ein Mörder!“ zu verarbeiten. Bevor der von der Staatsanwaltschaft
Duisburg gegen Adolf Storms initiierte Prozess starten konnte, verstarb der Angeklagte 90-jährig
2010.[6]

Im Zuge der von Walter Manoschek durchgeführten Interviews gestand der ehemalige HJ-Führer
Johann Kaincz, dass er und seine mitangeklagten HJ-Kameraden bei ihrem Prozess 1946 zur Stützung
ihrer Verteidigungsstrategie die Anwesenheit von fünf SS-Gendarmen erfunden hätten.[7] Unter der
Voraussetzung, dass dieses mehr als 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg getätigte Geständnis der
historischen Wahrheit entsprach, ist die Darstellung des Ablaufes des Massakers in den wenigen
Publikationen, die es zu diesem Ereignis gibt und die auf den Originalprozessakten aufbauen, nicht
korrekt dargestellt.[8][9]

Das Massengrab konnte endgültig 1995 lokalisiert werden. Heute erinnern am Tatort ein Grabstein
sowie eine Gedenktafel an der nahen Martinskirche an das Massaker.[10]

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Inhaltsverzeichnis
Historischer Hintergrund
Vorgeschichte
29. März 1945 – Das Massaker
Fluchtversuche
Der Marsch nach Hartberg
Das weitere Schicksal der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter
Gerichtliche Verfolgung
Der Prozess gegen die HJ-Führer 1946
Der Prozess gegen Alfred Weber 1955
Die Anklage gegen Adolf Storms 2009
Grabstelle
Literatur
Weblinks
Dokumentation
Einzelnachweise

Historischer Hintergrund
Am 1. September 1944 erfolgte durch einen Führererlass die Beauftragung der
Reichsverteidigungskommissare zur Planung und zum Bau von Befestigungsanlagen entlang der
Reichsgrenzen. Im Bereich der Steiermark war für diese von der deutschen Propaganda Südostwall oder
auch Reichsschutzstellung genannte Verteidigungslinie Gauleiter Sigfried Uiberreither
verantwortlich.[11]

Auch aufseiten der Wehrmacht begannen parallel zu den Bestrebungen auf politischer Seite die
Vorbereitungen für den Stellungsbau. Dazu wurde die Dienststelle „Festungsbereich Südost“ installiert,
deren Aufgabe es war, die Arbeiten in den Bereichen von Niederdonau und in der Steiermark zu
koordinieren.[12] Im Bereich der Steiermark war vom zuständigen Wehrkreis XVIII der Höhere
Pionierkommandeur z. b. V. XVIII in der Person von Generalleutnant Richard Zimmer
verantwortlich.[13] Außerdem erfolgte in Graz noch die Aufstellung eines Unterstabes, der für das
Erkunden und Auspflocken des zukünftigen Stellungsverlaufes entlang der Reichsgrenze verantwortlich
war.[14]

Während der gesamte Südostwall in der Steiermark in sechs Bereiche (I bis VI) unterteilt wurde,
umfasste der nördlichste Bereich VI die Grenze der Kreise Oberwart und Fürstenfeld zu Ungarn.[15]
Verantwortlich für diesen Abschnitt, in dem sich auch das Gebiet von Deutsch Schützen befand, war der
Kreisleiter von Oberwart Eduard Nicka. Im Kreis Oberwart gab es außerdem noch sechs
Unterabschnitte, so lag der Ort des Massakers im Abschnitt VI/6 – Deutsch Schützen, mit jeweils einem
Unterabschnittsverantwortlichen. Nicka zog außerdem noch eine organisatorische Zwischenebene ein,
so war für die Unterabschnitte VI/4 bis VI/6 Oberfeldmeister Klemensits verantwortlich.[16]

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Als Unterabschnittsverantwortlicher für den Abschnitt VI/6 − Deutsch Schützen fungierte der HJ-
Bannführer Alfred Weber, ein kriegsversehrter ehemaliger Angehöriger des SS-Panzergrenadier-
Regiments 4 „Der Führer“, das zur 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“ gehörte.[17]

Bei den ab Oktober 1944 beginnenden Schanzarbeiten waren neben der örtlichen Bevölkerung,
Angehörigen der Hitlerjugend und der Organisation Todt, und Fremdarbeitern auch ungarisch-jüdische
Zwangsarbeiter eingesetzt. Im Bereich des Abschnittes VI sollen von 15.000 eingesetzten Arbeitskräften
rund 4.000 ungarische Juden gewesen sein.[18]

Vorgeschichte
Die Schanzarbeiten in Deutsch Schützen wurden anfangs nur von Angehörigen der Hitlerjugend
durchgeführt, die turnusmäßig jeweils für einige Wochen am Südostwall arbeiteten.[19] Für die
Beaufsichtigung dieser HJ-Angehörigen hatte Unterabschnittsleiter Weber einige 16-jährige HJ-Führer
zur Seite gestellt bekommen: Franz Aldrian, Franz Dobersberger, Alfred Ehrlich, Johann Kaincz, Walter
Feigl, Fritz Hagenauer sowie Karl und Wilhelm Bundschuh.[8] Verpflegt wurden die Hitlerjungen von
einer Küche, die im Pfarrhof eingerichtet worden war.

Die ersten jüdischen Zwangsarbeiter kamen gegen Ende 1944 nach


Deutsch Schützen. Ihre Zahl stieg in den nächsten Wochen ständig
an und erreichte im Februar mit 500 bis 600 ihren endgültigen
Stand. Untergebracht waren die ungarischen Sklavenarbeiter in zwei
Scheunen, die Verpflegung erfolgte im Pfarrhof durch die Küche der
Hitlerjugend.[20]

Überlebende des Massakers und der anschließenden Todesmärsche


berichteten nach Kriegsende davon, dass sie überrascht waren über
Diese Scheune diente 1945 als
die den Umständen entsprechend gute Behandlung in Deutsch
Unterkunft für die ungarischen
Schützen. So hatten sie beim Marsch durch Ungarn sehr schlechte
Juden
Erfahrungen mit ihren eigenen Landsleuten gemacht. Die
ungarische Gendarmerie und die Pfeilkreuzler hatten sie zuvor
brutal behandelt und ausgeraubt.[21] Die Bewachung in Deutsch Schützen bestand hingegen aus
lediglich vier steirischen SA-Angehörigen, einen Kontakt zur in anderen Bereichen des
Verteidigungsabschnittes schanzenden Hitlerjugend gab es bis auf wenige Ausnahmen nicht. Während
der Historiker Walter Manoschek die These aufstellte, dass es aufgrund des zahlenmäßigen
Missverhältnisses zwischen vier Bewachern und mehreren Hunderten zu Bewachenden ein „situatives
Arrangement“ gab,[20] berichtete Eleonore Lappin-Eppel[22] in ihrer Arbeit über den Südostwall von
gelegentlichen Misshandlungen durch die SA-Mannschaft.[23] Diese namentlich nicht bekannten SA-
Männer desertierten schließlich „wenige Tage“ vor dem 29. März 1945 und ließen die ungarischen
Zwangsarbeiter somit unbeaufsichtigt zurück.[20]

Die schlechten Erfahrungen mit den eigenen ungarischen Landsleuten, die unsichere militärische Lage,
die relativ erträglichen örtlichen Verhältnisse in Deutsch Schützen sowie die Sicherheit der Gruppe
wurden von Überlebenden als Hauptgründe angeführt, warum es zu keinen Fluchtversuchen kam,
obwohl dies aufgrund der unzureichenden Bewachungsmaßnahmen jederzeit möglich gewesen wäre.
Tatsächlich hatte es im Vergleich zu anderen Bauabschnitten des Ostwalls in Deutsch Schützen bis zum
29. März 1945 weder einen Fall von Fleckfieber oder Typhus noch Ermordungen durch die
Wachmannschaften gegeben, wie dies an anderen Stellen des Südostwalls oft der Fall war.[21]

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Warum es dann trotzdem zu diesem Massaker gekommen ist, ist unklar. So argumentierte Eleonore
Lappin-Eppel in ihren Arbeiten, dass das Massaker in Deutsch Schützen einer geplanten Aktion
entsprungen war. Sie baute ihre Argumentation auf den Aussagen des Gerichtsprozesses gegen die HJ-
Führer im Jahr 1946 auf, wo von drei SS-Männern und fünf SS-Feldgendarmen die Rede war, die mit
dem Auto nach Deutsch Schützen gekommen waren.[8] Walter Manoschek kam hingegen aufgrund der
Befragungen von Adolf Storms und Johann Kaincz im Jahre 2008 zu anderen Erkenntnissen. So sagte
der ehemalige HJ-Führer Kaincz in einem Interview mit Manoschek aus, dass er und die anderen
angeklagten HJ-Angehörigen in ihrem Prozess 1946 bezüglich der Anwesenheit von SS-Feldgendarmen
bewusst die Unwahrheit gesagt hätten. Sie wollten damit ihre Verteidigungsstrategie stärken, dass sie
aus Angst vor der SS-Feldgendarmerie sich nicht getraut hätten wegzulaufen.[7]

Die Aussagen von SS-Unterscharführer Adolf Storms, einem der Haupttäter, gegenüber Walter
Manoschek stützen dessen Theorie insofern, als dass Storms angab, in Veszprém von seiner Einheit
(einer Kompanie der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“) versprengt worden zu sein, nachdem diese rund
um den 22. oder 23. März von der Roten Armee überrannt worden war. Er habe sich dann zu Fuß als
Versprengter in Richtung Reichsgrenze durchgeschlagen und sei im Pfarrhof von Deutsch Schützen zum
ersten Mal wieder auf SS-Kameraden gestoßen.[24] Bei diesen beiden SS-Männern handelte es sich
ebenfalls um Versprengte, einen namentlich nicht bekannten SS-Hauptscharführer von der 5. SS-
Panzer-Division „Wiking“ und einen weiteren SS-Mann namens Max mit Tiroler Dialekt.[1] Als Grund,
warum den HJ-Führern gerade der Name von Storms in Erinnerung geblieben war, gaben sie an, dass
sie nach der Übergabe der ungarischen Zwangsarbeiter in Hartberg mit ihm als
Panzervernichtungsbrigade HJ im Rahmen des Volkssturms bis Kriegsende zusammengeblieben seien,
während die beiden anderen SS-Männer als Wachen die Todesmärsche der Juden weiter begleitet
hätten.[25]

Die Entscheidung, am 29. März die Juden zu erschießen, war, laut Aussagen von Johann Kaincz und
Fritz Hagenauer gegenüber Manoschek, aber auch laut Aussagen aller HJ-Führer bei ihrem Prozess
1946, in der Nacht vom 28. auf den 29. März bei einer Absprache zwischen Unterabschnittsführer Alfred
Weber und den drei SS-Männern im Pfarrhof gefallen.[26][8] Durch das zufällige Auftauchen der drei
Soldaten der Waffen-SS am 28. März tat sich für Alfred Weber eine Möglichkeit auf, sich der
ungarischen Juden durch deren Ermordung zu entledigen, nachdem er sich, laut Aussage von Kaincz
2008, nach dem Desertieren der SA-Wachmannschaft tagelang Sorgen darüber gemacht hatte, „was er
mit den jüdischen Zwangsarbeitern anfangen soll“.[27] Mit diesem Entschluss verstieß Weber auch gegen
einen Befehl von Kreisleiter Eduard Nicka, dessen Stab nachweislich am 22. März 1945 eine detaillierte
Dienstanweisung für die „Rückführung der Juden aus dem Stellungsbau im Falle eines Alarms“ an die
Unterabschnittsführer erlassen hatte.[1]

29. März 1945 – Das Massaker


Am Morgen dieses Tages, es war der Gründonnerstag des Jahres 1945, befand sich die Ortschaft Deutsch
Schützen in einem emotionalen Ausnahmezustand.[28] Dumpfer Kanonendonner kündigte das Nahen
der Roten Armee an. Tatsächlich befanden sich weiter östlich drei sowjetische Gardearmeen (4. und 9.
Gardearmee sowie die 6. Gardepanzerarmee) mit rund 200.000 Mann im Rahmen der sogenannten
Wiener Operation auf dem Vormarsch auf Wien, die zweitgrößte Stadt des Deutschen Reiches. Um die
Mittagszeit dieses Tages sollte ein Rotarmist des IX. Garde-Mechanisierten Korps der erste Soldat sein,
der bei Klostermarienberg (Bezirk Oberpullendorf) österreichischen Boden betrat.[29] Am Abend dieses
Tages sollten Einheiten der sowjetischen 9. Gardearmee (XXXVII. Gardeschützenkorps) im Zuge des
Abdeckens der linken Flanke des Durchbruchsraumes das 20 Kilometer nördlich gelegene Rechnitz als
erste Ortschaft des Bezirkes Oberwart besetzen.[30]

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In Deutsch Schützen fand um 8 Uhr vor dem Büro von


Unterabschnittsführer Alfred Weber die tägliche Befehlsausgabe
statt. Anwesend waren neben den drei SS-Männern die HJ-Führer
Franz Aldrian, Franz Dobersberger, Alfred Ehrlich, Johann Kaincz,
Walter Feigl und Fritz Hagenauer. Die beiden Riedlingsdorfer Karl
und Wilhelm Bundschuh befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in
Deutsch Schützen und stießen erst im Laufe des Vormittages nach
dem Ende des Massakers zur Gruppe.[1]

Weber begann seine Befehlsausgabe mit den Worten „Die Juden


werden erschossen!“. Als nächstes teilte er die Rollen ein. Walter
Feigl und Fritz Hagenauer hatten die Aufgabe, die ungarischen
Zwangsarbeiter zu bewachen und jeweils Gruppen von 20 bis 30
Personen zusammenzustellen. Alfred Ehrlich und Johann Kaincz
hatten diese Gruppen zu übernehmen und sie zur westlich der
Ortschaft gelegenen Martinskirche zu eskortieren, wo sie von einem
SS-Mann übernommen wurden.[1] Neben den drei SS-Männern Die Martinskirche im Westen von
waren am unmittelbaren Tatort, einem Laufgraben des Südostwalls, Deutsch Schützen, die als
von der Hitlerjugend nur Franz Aldrian und Franz Dobersberger Übergabepunkt diente.
eingesetzt.[31]

Eine weitere Gruppe mit rund 30 Personen wurde später von Walter Feigl und Fritz Hagenauer zur
Kirche gebracht, eine dritte Gruppe in der gleichen Größe danach wieder von Alfred Ehrlich.[31] Über
den weiteren Verlauf des Massakers weichen die Quellen wieder voneinander ab. Während Walter
Manoschek schrieb, dass bereits nach der zweiten Gruppe die Erschießungen abgebrochen wurden,[32]
berichtete Eleonore Lappin-Eppel, dass Fritz Hagenauer und Walter Feigl eine vierte rund 150 Personen
umfassende Gruppe zur Martinskirche gebracht hätten. Feigl sei daraufhin wieder in die Ortschaft
zurückgegangen und habe 15 Minuten später den Befehl überbracht, dass die Erschießungen sofort
einzustellen seien. Seine Bemühungen, das Mordkommando vom Umbringen der dritten Gruppe
abzuhalten, seien hingegen zu spät gekommen.[31] Auch für die Historikerin Eva Holpfer wurden von
den SS-Männern nur zwei Gruppen von Zwangsarbeitern erschossen, während unmittelbar vor der
dritten Gruppe, die laut Holpfer aus 150 Personen bestand, das Massaker abgebrochen wurde.[9] Diese
unterschiedliche Zählweise der Gruppen ist vermutlich auch der Grund dafür, dass die Anzahl der Opfer
je nach Quelle zwischen rund 60[33] und 80[31] angegeben wird.

Wer die Morde vor Ort tatsächlich ausgeführt hatte, konnte in den Nachkriegsprozessen nicht eindeutig
geklärt werden, da sich sowohl die drei SS-Männer als auch der HJ-Führer Franz Aldrian ihrer
Verantwortung durch Flucht entzogen und so niemals von staatlichen Stellen verhört werden konnten.
Einzig Franz Dobersberger, von den anderen Hitlerjungen beim Prozess 1946 als Angeber beschrieben,
brüstete sich unmittelbar nach der Tat vor seinen Kameraden, ebenfalls geschossen zu haben. Bei
seinem Prozess charakterisierte er diese Aussagen als Angeberei, das Gericht konnte ihm aufgrund
fehlender Zeugen nicht das Gegenteil nachweisen.[31]

Auch zu den näheren Umständen des Abbruches der Erschießungen gab es widersprüchliche Aussagen.
So behauptete 1956 Josef Wiesler, zur Zeit des Massakers der provisorische Ortsgruppenleiter von
Deutsch Schützen, bei den Voruntersuchungen anlässlich des Prozesses gegen Alfred Weber, dass er am
29. März 1945 bereits vor 8 Uhr mit Kreisleiter Eduard Nicka telefoniert habe und dieser ausdrücklich
befohlen habe, die Juden nicht zu erschießen, sondern zu evakuieren. 14 Tage später widerrief er beim
Prozess diese Aussage vollinhaltlich wieder.[34] Ein anderer Zeuge, Walter Fasching, behauptete, dass
Nicka zwischen 8 und 9 Uhr die Erschießungen untersagt habe. Eduard Nicka selbst bestritt bei

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Vernehmungen nach dem Krieg, von den Morden in Deutsch Schützen gewusst zu haben, änderte dann
aber seine Aussage dahingehend ab, dass er von den Erschießungen gehört hatte, er aber nicht in
Erfahrung bringen konnte, wo diese stattfanden.[35]

Nachdem der Befehl das Mordkommando erreicht hatte, beendeten die drei SS-Männer sofort das
Massaker und gingen in die Ortschaft zurück, um den Abmarsch der rund 400 bis 450 überlebenden
Zwangsarbeiter vorzubereiten.[36]

Die Gruppe der Hitlerjungen war in der Zwischenzeit auf neun Mann angewachsen, weil kurz vor dem
Abmarsch der Überlebenden noch Franz Landauer, Karl Bundschuh und Wilhelm Bundschuh nach
Deutsch Schützen gekommen waren. Als die Kolonne der Zwangsarbeiter den Ortseingang erreichte,
befahl Alfred Weber den HJ-Führern, den Laufgraben, in dem die Opfer lagen, zuzuschütten.[37] Um
den Auftrag auszuführen, mussten sie rund 50 Meter des Stellungssystems zuschaufeln. Dabei stellte
sich heraus, dass zumindest eines der Opfer noch lebte. Franz Aldrian schoss daraufhin auf den
ungarischen Zwangsarbeiter, der auch diesen neuerlichen Mordversuch überlebte.[38] Als der
Überlebende, Sandor Künzstler, zwei Tage später von drei Zollwachebeamten gefunden wurde,
behauptete er in ungarischer Sprache den Beamten gegenüber, dass Kinder auf ihn geschossen hätten.
Der Pfarrer von Deutsch Schützen, Johann Farkas, stand nach dem Krieg mit Sandor Künzstler in
Briefkontakt, wo dieser berichtete, dass die beiden anwesenden Hitlerjungen (Franz Aldrian und Franz
Dobersberger) auch am Massaker teilgenommen hätten.[38]

Fluchtversuche
Bis zum Tag des Massakers hatte in Deutsch Schützen kein einziger Fluchtversuch eines jüdischen
Zwangsarbeiters stattgefunden. Überlebende gaben nach dem Krieg als Erklärung für dieses Verhalten
an, dass einerseits die schlechten Erfahrungen mit den eigenen ungarischen Landsleuten und die
unsichere militärische Lage und andererseits die relativ erträglichen örtlichen Verhältnisse in Deutsch
Schützen und die Sicherheit der Gruppe dafür ausschlaggebend waren, dass derartige Versuche
unterblieben.[21]

Als Pfarrer Johann Farkas, der von Webers Plänen von einem Hitlerjungen informiert worden war, bei
der morgendlichen Essensausgabe die ungarischen Zwangsarbeiter davor warnte, dass sie erschossen
werden würden, hätten sich 40 Personen spontan zur Flucht entschlossen.[39] Auch Fritz Hagenauer
behauptete nach dem Krieg, dass er bei der Begleitung der rund 150 Personen umfassenden vierten
Gruppe einen jüdischen Hundertschaftsführer gewarnt habe, worauf ebenfalls 40 Personen die Flucht
ergriffen hätten.[31] Belege dafür, dass diese Aktionen tatsächlich stattfanden, gibt es nicht.[40]

Nachweisen lassen sich hingegen die Fluchten einiger jüdischer Zwangsarbeiter aufgrund ihrer
Aussagen, die in Archiven wie der Shoah Foundation erhalten geblieben sind. So berichtete Chaijim
Elijahu Messinger, dass er mit zwei oder drei Freunden die Flucht ergriff, nachdem die Hitlerjungen die
erste Gruppe Zwangsarbeiter aus dem Ort in Richtung Martinskirche geführt hatten. Ihre Flucht führte
sie bis nach Szombathely, wo sie von Soldaten der Roten Armee zwischenzeitlich festgenommen
wurden.[41]

Ladislaus Blum berichtete, dass sie von einem ungarischen Juden gewarnt wurden, der sich aus der
ersten Gruppe, die zum Hinrichtungsplatz gebracht worden war, hatte absetzen können und so zu einem
Augenzeugen des Massakers geworden war. Alarmiert von dieser Nachricht, mischten sich rund 20
Männer unter die Zivilisten, die Deutsch Schützen aufgrund des Nahens der Roten Armee verließen.
Nachdem sie so aus dem Dorf gekommen waren, flüchteten die jüdischen Zwangsarbeiter in Richtung
Ungarn und wurden dann ebenfalls von sowjetischen Soldaten gefangen genommen.[42]
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Moshe Zairi und sein Freund Yitzak Klein, die beide nichts vom Massaker mitbekommen hatten, nutzten
eine Anordnung von Alfred Weber aus, um sich abzusetzen. Dieser hatte ihnen befohlen, sechs
Zwangsarbeiter zu holen, die am Morgen zu einem Bauernhof in der Nähe zum Arbeitseinsatz abgestellt
worden waren. Zairi und Klein beschlossen, sich zu verstecken und den Abmarsch der Überlebenden
abzuwarten. Am Abend kehrten sie wieder nach Deutsch Schützen zurück und suchten dort Pfarrer
Johann Farkas auf, der sie drei Tage lang versteckte und sie von seiner Haushälterin Maria Blaskovics
versorgen ließ. Als die Rote Armee schließlich die Ortschaft besetzte, verhandelte Yitzak Klein, welcher
der russischen Sprache mächtig war, mit den sowjetischen Soldaten.[43]

Ein weiterer Überlebender war Ferenc Kovacs, der in Deutsch Schützen bei einem Schmied arbeitete
und zu diesem ein gutes Vertrauensverhältnis entwickeln konnte. Am Tage des Massakers halfen
Dorfbewohner ihm und seinem Freund Mede Gyuri, sich auf dem Dachboden einer Metzgerei zu
verstecken, wo auch sie gut versorgt wurden, bis die Rote Armee Deutsch Schützen erreichte.[44] In
einem Brief an einen Überlebenden schrieb Pfarrer Johann Farkas nach dem Krieg, dass rund 20
Zwangsarbeiter von Einheimischen auf diversen Dachböden versteckt wurden und so gerettet werden
konnten.[39]

Der Marsch nach Hartberg


Nachdem der Befehl zum Abbruch des Massakers erteilt worden war, verging nicht viel Zeit, bis sich der
Marschzug in Richtung Westen formierte. Ziel war die Stadt Hartberg, die als Sammelpunkt für alle
Evakuierungsrouten der Südostwallabschnitte des Kreises Oberwart galt. Die Zwangsarbeiter mussten
sich in Dreierreihen formieren und marschierten unter der Bewachung der drei SS-Männer, nachdem
diese vom Ort des Massakers zurückgekehrt waren, ab. Johann Kaincz schätzte die Zahl der noch
übriggebliebenen Zwangsarbeiter auf rund 430 Personen. Nachdem sich der Zug in Bewegung gesetzt
hatte, befahl Unterabschnittsführer Alfred Weber einigen HJ-Führern das Zuschütten des Laufgrabens,
in dem die Leichen lagen. Er selbst folgte der Marschgruppe auf einem Traktor, da er aufgrund seiner
Kriegsverletzungen stark gehbehindert war.[45]

Die Hitlerjungen eilten, nachdem sie den Laufgraben zugeschüttet hatten, der Marschkolonne nach.
Diese marschierte im Laufe des Tages über St. Kathrein im Burgenland, Kirchfidisch, Mischendorf bis
nach Jabing.[46] Die HJ-Angehörigen erreichten die Kolonne knapp vor Jabing, wo man nach über 20
Kilometern Fußmarsch unter freiem Feld die Nacht verbrachte.[47]

Am nächsten Tag stand der Marschkolonne eine mehr als 30 Kilometer lange Strecke bevor, die über
Rotenturm an der Pinka, Oberdorf, Litzelsdorf und Wolfau nach Hartberg führte.[46] Bereits knapp nach
Jabing konnte ein jüdischer Zwangsarbeiter dem Tempo der Kolonne nicht mehr folgen. Adolf Storms
ermordete daraufhin den Juden, wie der nach dem Krieg nach Kanada ausgewanderte Karl Bundschuh
2009 in einem Verhör ausführlich beschrieb.[48] Karl Bundschuh sowie die zum Zeitpunkt der Tat sich
in der Nähe aufhaltenden Fritz Hagenauer und Wilhelm Bundschuh begruben notdürftig den
Ermordeten.[49]

Zumindest ein zweites Opfer dürfte es bei Oberdorf gegeben haben, wobei Franz Dobersberger während
des Marsches gegenüber den anderen Hitlerjungen behauptete, dass zwei Exekutionen stattgefunden
hätten und er dabei eine selbst vorgenommen habe. Beim Volksgerichtsprozess 1945 verstrickte er sich
in Widersprüche und zog sich schließlich auf den Standpunkt zurück, dass er vor den anderen nur
angegeben habe.[50]

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Am späten Nachmittag des 30. März 1945 erreichte die Marschkolonne den Sportplatz von Hartberg, wo
bald rund 2000 jüdische Zwangsarbeiter versammelt waren. Die Hitlerjungen wären eigentlich als
Bewachung für den weiteren Marsch vorgesehen gewesen, aber ihr bisheriger Vorgesetzter Alfred Weber
riet ihnen, sich von dieser Dienstpflicht zu drücken. Sie folgten diesem Ratschlag und wurden am
nächsten Tag in den Volkssturm übernommen, wo sie bis Kriegsende an verschiedenen Aktionen
beteiligt waren.[51] Die Hitlerjungen zogen unter dem Kommando von Adolf Storms als
Panzervernichtungsbrigade HJ durch die Steiermark und erlebten das Kriegsende in Liezen. Dort
hielten sie sich in einer Almhütte versteckt, ehe sie Ende Mai in ihre Heimatorte im Burgenland
zurückkehrten.[25]

Das weitere Schicksal der ungarisch-jüdischen


Zwangsarbeiter
Die Spur der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter aus Deutsch
Schützen verliert sich in den nächsten Tagen und Wochen auf den
Märschen durch die Steiermark und Oberösterreich. Sie blieben nun
nicht mehr als geschlossene Gruppe zusammen, sondern wurden auf
verschiedene Marschgruppen aufgeteilt und auf unterschiedlichen
Routen in Richtung KZ Mauthausen getrieben. Graz, der Präbichl
und Eisenerz waren Stationen auf diesem Leidensweg. Wie viele von
ihnen unterwegs erschossen wurden oder das KZ Mauthausen und
Gedenkstätte für die Opfer des
sein KZ-Außenlager Gunskirchen nicht überstanden haben, ist nicht
Massakers am Präbichl
bekannt.

Einige von ihnen kamen vermutlich am Präbichl ums Leben, als der
Eisenerzer Volkssturm, aufgehetzt von ihrem Kommandanten Otto Christandl, in die vorbeiziehenden
Kolonnen schoss und es dabei über 250 Tote gab. Wie sich der Überlebende Ernö Lazarovits erinnerte,
war es ausgerechnet einer der drei Deutsch Schützener SS-Männer, der diesem neuerlichen Massaker
ein Ende setzte, indem er als zuständiger Transportleiter den Eisenerzer Volkssturm dazu brachte, das
Feuer einzustellen.[52] Zumindest für dieses Massaker wurden in den sogenannten Eisenerz-Prozessen
die Schuldigen angeklagt und zehn von ihnen zum Tode verurteilt und am 21. Juni 1946 auch
hingerichtet.

Gerichtliche Verfolgung

Der Prozess gegen die HJ-Führer 1946

Die Ende Mai 1945 nach Hause heimgekehrten HJ-Führer wurden im August von sowjetischen und
österreichischen Behörden vernommen und anschließend verhaftet und an das Landesgericht Wien
überstellt. Von den insgesamt neun am 29. März 1945 in Deutsch Schützen anwesenden Hitlerjungen
wurden Franz Dobersberger, Alfred Ehrlich, Johann Kaincz, Walter Feigl, Fritz Hagenauer sowie Karl
und Wilhelm Bundschuh angeklagt. Franz Aldrian war untergetaucht und konnte nie zur Verantwortung
gezogen werden. Nicht belangt wurde Franz Landauer. Am 4. Oktober 1946 begann der Prozess vor dem
Volksgericht Wien, es war dies der einzige derartige Prozess, bei dem ausschließlich Angehörige der
Hitlerjugend vor Gericht standen.[25] Der Vorwurf lautete Mord und bestellter bzw. gemeiner Mord. Alle
sieben Angeklagte bekannten sich als nicht schuldig.[53]

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Die Anklage gegen Karl und Wilhelm Bundschuh wurde bereits am ersten Prozesstag von der
Staatsanwaltschaft zurückgezogen, weil beide nachweislich erst nach Ende des Massakers in Deutsch
Schützen angekommen waren.[25]

Das Gericht stellte fest, dass die Angeklagten am 29. März 1945 keinen Willen gezeigt hätten, sich den
ihnen gestellten Aufgaben zu entziehen. Als strafmildernd wurde ihre Unbescholtenheit, ihr guter
Leumund, der sklavische Gehorsam, der ihnen durch die Hitlerjugend anerzogen wurde, ihr
jugendliches Alter und die schwierige Situation, in der sie sich befanden, gewertet.[25]

Nach zweitägiger Verhandlung wurde Franz Dobersberger schließlich zu drei Jahren strengem Arrest
verurteilt, Alfred Ehrlich und Johann Kaincz erhielten je zwei Jahre, Walter Feigl 18 Monate und Fritz
Hagenauer 15 Monate.[2]

Während sich Fritz Hagenauer in einem Interview mit Walter Manoschek mehr als 60 Jahre später über
das Urteil immer noch verbittert zeigte, sah dies Johann Kaincz etwas differenzierter. Aus seiner Sicht
war sowohl das Verfahren fair als auch das Urteil objektiv gerechtfertigt, auch wenn sie damals aufgrund
ihrer Sozialisierung in der Hitlerjugend und ihrer jugendlichen Naivität sich der strafrechtlichen
Konsequenz ihrer Handlungsweise nicht bewusst waren.[2]

Der Prozess gegen Alfred Weber 1955

Alfred Weber wurde am 13. Juli 1955 von Deutschland nach Österreich ausgeliefert, nachdem er dort mit
dem Pass seines Bruders aufgegriffen worden war. Am 18. Juni 1956 begann die für fünf Tage
anberaumte Hauptverhandlung gegen Weber, welche der erste Geschworenenprozess gegen einen NS-
Täter war, nachdem im Dezember 1955 die Volksgerichte abgeschafft worden waren.[54] Dieser erste
Prozess nach dem Abzug der Alliierten fand in einem öffentlichen Klima statt, das weder politisch noch
gesellschaftlich die Durchführung von NS-Prozessen wünschte.[3] Zu diesem Klimaumschwung hatten
die Gründung des Verbandes der Unabhängigen und die Zulassung von mehr als einer halben Million
ehemaliger Nationalsozialisten zur Nationalratswahl 1949 beigetragen, aber auch das Buhlen der
Großparteien SPÖ und ÖVP um ehemalige Nazis.[55][56]

Die Staatsanwaltschaft setzte beim Prozess weitgehend auf die Anklageschrift aus dem Prozess von 1946
gegen die HJ-Führer. Die Verteidigungsstrategie des Angeklagten Weber war dahingehend angelegt,
dass er bestritt, bei den Erschießungen anwesend gewesen zu sein, und somit auch keinen Befehl dazu
hatte geben können. Die fünf 1946 verurteilten HJ-Führer, die damals noch einhellig ausgesagt hatten,
dass Weber den Befehl zur Ermordung gegeben hatte, fielen in diesem neuerlichen Prozess teilweise um.
Während Johann Kaincz und Walter Feigl bei ihren vor zehn Jahren getätigten Aussagen blieben,
konnte sich Fritz Hagenauer nicht mehr genau erinnern, welcher Vorgesetzte das Massaker befohlen
hatte. Alfred Ehrlich konnte sich an keine Befehlsausgabe mehr erinnern, Franz Dobersberger konnte
sich an „nichts Derartiges“ mehr erinnern. Der Prozess förderte auch zutage, dass Ehrlich vor dessen
Aussage von Webers Bruder kontaktiert und beeinflusst worden war.[57] Als weiterer Belastungszeuge
fiel auch Josef Wiesler, der damalige provisorische Ortsgruppenleiter von Deutsch Schützen, um, indem
er seine 14 Tage zuvor getätigte Aussage, dass er am Morgen des 29. März 1945 mit Alfred Weber über
dessen Entscheidung, die Zwangsarbeiter erschießen zu lassen, gesprochen hatte, vollinhaltlich wieder
zurücknahm. Da auch der ehemalige Kreisleiter Eduard Nicka im Sinne von Weber aussagte, wurde
dieser am vierten Verhandlungstag von allen acht Geschworenen von den erhobenen Anklagepunkten
freigesprochen.[4]

Die Anklage gegen Adolf Storms 2009


https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Deutsch_Schützen 9/14
3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

Adolf Storms lebte nach Ende des Krieges völlig unbehelligt unter seinem richtigen Namen in
Deutschland. 2008 beschäftigte sich der Student Andreas Forstner im Rahmen eines
politikwissenschaftlichen Forschungspraktikums an der Universität Wien mit dem Thema des
Massakers von Deutsch Schützen. Forstner hatte als Soldat des österreichischen Bundesheeres im
Rahmen eines Assistenzeinsatzes in der Gegend Dienst gemacht und war dabei auf diese Thematik
gestoßen. Im Zuge dieser Arbeit kam ihm auch der Name von Adolf Storms unter, den er in weiterer
Folge durch eine einfache Telefonrecherche in Duisburg ausfindig machen konnte.[5]

Zusammen mit seinem Professor Walter Manoschek wurde eine Sachverhaltsdarstellung bei der
Staatsanwaltschaft Duisburg eingebracht. Manoschek nahm im Juli 2008 direkt Kontakt mit Storms auf,
der sich überraschenderweise bereit erklärte, mit dem Historiker zu sprechen. Das Ergebnis dieser
Arbeit waren ein Buch und ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Im Zuge
dieser Arbeit konnte Walter Manoschek auch mit den beiden ehemaligen HJ-Angehörigen Fritz
Hagenauer und Johann Kaincz in Kontakt treten.[58]

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Storms stießen auf großes internationales
Medieninteresse. Im Zuge dieser Ermittlung kam es auch zu einer Befragung des nach Kanada
ausgewanderten Karl Bundschuh, der dabei den Mord an dem ungarischen Zwangsarbeiter bei Jabing
durch Adolf Storms ausführlich beschrieb.

Ende Oktober 2009 erhob die Staatsanwaltschaft Duisburg schließlich Anklage gegen Adolf Storms. Der
Prozessbeginn wurde durch die Verteidigung verzögert, die Gutachten hinsichtlich der
Verhandlungsfähigkeit des nunmehr 90-jährigen Angeklagten erstellen ließ. Storms starb schließlich
noch vor Verhandlungsbeginn im Juni 2010.[6]

Grabstelle
Bereits am 20. Mai 1945 fand die erste Teilexhumierung des Massengrabes statt. Ein ungarisches
Militärkommando innerhalb der Roten Armee suchte den Platz des Massakers auf und identifizierte 47
Leichen.[59] Ein Protokoll dieser Exhumierung konnte bis dato von Historikern nicht gefunden
werden.[60]

Am 21. Dezember 1945 erfolgte die nächste Graböffnung. Zweck dieser Exhumierung war die
Feststellung der Todesursache der Ermordeten anlässlich des Prozesses gegen die HJ-Führer vor dem
Volksgericht Wien. Bei dieser Graböffnung stellten beigezogene Ärzte bei den Opfern
Schussverletzungen am Kopf und am Oberkörper fest.[60]

1961 interessierte sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Massengrab, eine Erlaubnis
einer Umbettung der Leichen wurde aus unbekannten Gründen vom Bundesministerium für Inneres
verwehrt.[60]

Das Grab geriet danach in Vergessenheit. Ab 1985 besuchte der


Überlebende Moshe Zairi, den Pfarrer Josef Farkas seinerzeit auf
dem Dachboden des Pfarrhofes versteckt hatte, mehrmals Deutsch
Schützen. Mit Hilfe einer Zeitzeugin gelang es ihm 1993, die Lage
des Grabes ungefähr zu ermitteln. Zairi versuchte dann von Israel
aus Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, indem er die
Die Grabstelle heute (März 2018)
österreichische Botschaft in Tel Aviv kontaktierte. Schließlich nahm
sich auf Betreiben des Bundeskanzleramtes und der Israelitischen
Kultusgemeinde Wien der Obmann des Vereines Shalom. Verein zur
Wiederherstellung und Erhaltung der jüdischen Friedhöfe in Wien, Walter Pagler, der Sache an. Mit
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Deutsch_Schützen 10/14
3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

Hilfe von Videoaufnahmen, die Moshe Zairi 1993 gemacht hatte,


und der Diplomanden Harald Strassl und Wolfgang Vosko gelang es
Pagler im Mai 1995, das Grab zu lokalisieren.[10]

Die Öffnung des Grabes erfolgte am 23. August 1995 unter Beisein
von Walter Pagler, einem Vertreter der IKG Wien und des
damaligen Gemeindepfarrers von Deutsch Schützen. Eine
Umbettung war nicht vorgesehen, weil nach Meinung eines vor der
Graböffnung befragten Rabbiners nicht gewährleistet werden
konnte, alle Leichenteile zu bergen. Nach einigen Diskussionen in
den nächsten Wochen und Monaten wurde schließlich beschlossen,
das Areal zur Grabstätte zu erklären. Am 25. Juni 1996 wurde das
Grabmal offiziell eingeweiht. Es trägt in den Sprachen Deutsch,
Der Grabstein, der an das Massaker
Ungarisch und Hebräisch folgende Inschrift:
erinnert
„Hier ruhen siebenundfünfzig jüdische Märtyrer aus
Ungarn, die am 29. März 1945 von nationalsozialistischen
Barbaren ermordet und hier im Wald verscharrt wurden. Möge ihr Andenken gesegnet
sein! Im Monat Dezember 1995“
– Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 152

Einem Wunsch der Angehörigen, die Namen der bekannten Opfer auf der Rückseite des Grabsteines
einzugravieren und diese gegebenenfalls aufgrund neuer Forschungserkenntnisse zu ergänzen, wurde
nicht entsprochen. Nachdem 1995 acht Ermordete namentlich bekannt waren, hat sich diese Zahl
mittlerweile auf zwölf erhöht: Janos Földösi, Ferenc Haiman, György Klein, Laszlo Komlos, György
Sarkany, Andor Sebestyen, Jozsef Sebestyen, György Schwimmer, Peter Szanto, Imre Wallerstein, Jozsef
Weinberger und Jozsef Weisz.[61]

Im Vorfeld der Graböffnung war dieses von den österreichischen


Behörden als Kriegsgrab klassifiziert worden. Dadurch unterblieb
nicht nur eine allfällige forensische Untersuchung, es wurde
dadurch auch eine strafrechtliche Verfolgung der Täter
ausgeschlossen. Wie Andreas Forstner 2008 darlegte, wäre es eine
Leichtigkeit gewesen, Adolf Storms in Duisburg ausfindig zu
machen.[62]

An der Martinskirche, die am 29. März 1945 als Übergabepunkt der


jüdischen Zwangsarbeiter an das Mordkommando diente, wurde im
Gedenktafel an der Martinskirche
September 1995 eine Erinnerungstafel angebracht, welche der
österreichische Botschafter in Israel gestiftet hatte. Bei dieser
Zeremonie waren neben dem Stifter Herbert Kröll auch Angehörige
der Opfer und der Überlebende Moshe Zairi anwesend.[63]

Literatur
Andreas Forster: Der Deutsch Schützen-Komplex. In: Walter Manoschek (Hrsg.): Der Fall Rechnitz.
Das Massaker an Juden im März 1945. Braumüller Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7003-1714-2, S.
57–78.
Eva Holpfer: Der Umgang der burgenländischen Nachkriegsgesellschaft mit NS-Verbrechen bis
1955: am Beispiel der wegen der Massaker von Deutschschützen und Rechnitz geführten
Volksgerichtsprozesse. Dipl.-Arb., Wien 1998.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Deutsch_Schützen 11/14
3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“ Adolf Storms und das Massaker an Juden in
Deutsch Schützen. Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1650-8.
Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45: Arbeitseinsatz – Todesmärsche – Folgen, LIT, Wien 2010, ISBN 978-3-643-50195-0.
Ulrich Sander: Mörderisches Finale. NS-Verbrechen bei Kriegsende. Papyrossa Verlagsgesellschaft,
Köln 2008, ISBN 978-3-89438-388-6.
Harald Strassl, Wolfgang Vosko: Das Schicksal ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter am Beispiel des
Südostwallbaus 1944/45 im Bezirk Oberwart: unter besonderer Berücksichtigung der
Massenverbrechen bei Rechnitz und Deutsch Schützen. Dipl.-Arb., Wien 1999.
Szabolcs Szita: Zwangsarbeit – Todesmärsche – Überleben durch Hilfe, Velcsov, Budapest 2004,
ISBN 963-86698-1-0.

Weblinks
Südostwall-Abschnitt Südburgenland (http://regiowiki.at/wiki/S%C3%BCdostwall-Abschnitt_S%C3%
BCdburgenland)
nachkriegsjustiz.at: Das Massaker an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern zu Kriegsende in
Deutsch-Schützen (Burgenland) und seine gerichtliche Ahndung durch die österreichische
Volksgerichtsbarkeit (http://www.nachkriegsjustiz.at/ns_verbrechen/juden/deutschschuetzen_eh.php)
kreuzstadl.net: Erinnerungszeichen Deutsch Schützen (http://www.kreuzstadl.net/downloads/erinner
ungszeichen_d_schuetzen.pdf) (PDF; 20 kB)

Dokumentation
Der Dokumentarfilm „Dann bin ich ja ein Mörder“ von Walter Manoschek wurde bei der Viennale 2012
vorgestellt und erhielt eine lobende Erwähnung.[64] 2015 folgte ein Buch mit gleichem Titel, das wie der
Film durchwegs gute Kritiken erhielt und als wertvoller Betrag für die Aufarbeitung der NS-Geschichte
in Österreich angesehen wird.[65]

Einzelnachweise
1. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“ – Adolf Storms und das Massaker an Juden in
Deutsch Schützen. Wallstein, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1650-8, S. 60.
2. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 135 und 137
3. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 145
4. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 143
5. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 156
6. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 186ff
7. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 136
8. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 318
9. Eva Holpfer: Das Massaker an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern zu Kriegsende in Deutsch-
Schützen (Burgenland) und seine gerichtliche Ahndung durch die österreichische
Volksgerichtsbarkeit
(http://www.nachkriegsjustiz.at/ns_verbrechen/juden/deutschschuetzen_eh.php), Webseite
www.nachkriegsjustiz.at, abgerufen am 18. Feber 2018
10. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 149

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Deutsch_Schützen 12/14
3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

11. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1984,
S. 80.
12. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Wien 1984, S. 82
13. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Wien 1984, S. 83
14. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Wien 1984, S. 86
15. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945, Wien 1984, S. 87
16. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45: Arbeitseinsatz – Todesmärsche – Folgen. LIT, Wien 2010, ISBN 978-3-643-50195-0,
S. 288.
17. Massaker von Deutsch Schützen – Täter (http://www.gedenkweg.at/index.php/taeter), Webseite
www.gedenkweg.at, abgerufen 11. Februar 2018
18. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 287
19. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 46
20. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 49
21. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 36ff
22. Biographie Eleonore Lappin-Eppel (https://www.oeaw.ac.at/ikt/team/eleonore-lappin-eppel/),
Webseite www.oeaw.ac.at, abgerufen am 16. Feber 2018
23. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 315
24. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 22
25. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 131
26. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 52ff
27. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 53
28. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 60ff, 83ff
29. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Wien 1984, S. 126
30. Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945. Wien 1984, S. 245
31. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 316
32. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 68
33. Szabolcs Szita: Zwangsarbeit – Todesmärsche – Überleben durch Hilfe. Velcsov, Budapest 2004,
ISBN 963-86698-1-0, S. 112.
34. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 66
35. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 317
36. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 91ff
37. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 91
38. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 94
39. Szabolcs Szita: Zwangsarbeit – Todesmärsche – Überleben durch Hilfe. Budapest 2004, S. 110
40. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 89
41. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 83 f.
42. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 84 und 85
43. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 85 und 88.
44. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 88 und 89
45. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 90 und 91

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Deutsch_Schützen 13/14
3/29/2020 Massaker von Deutsch Schützen – Wikipedia

46. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich


1944/45. Wien 2010, S. 320
47. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 95
48. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 188 bis 190
49. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 95 und 96
50. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 97 und 98
51. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 100 bis 102
52. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 104ff
53. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 131
54. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 140
55. Die SPÖ und ihre braunen Wurzeln (http://www.dokumentationsarchiv.at/SPOE/Braune_Flecken_SP
OE.htm), Webseite www.dokumentationsarchiv.at, abgerufen am 14. April 2018
56. Konrad Kramar: Nationalsozialisten dringend gesucht (https://kurier.at/politik/inland/70-jahre-ii-republi
k-nationalsozialisten-dringend-gesucht/127.228.286), Webseite kurier.at, abgerufen am 14. April
2018
57. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 141 und 142
58. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 158ff
59. Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich
1944/45. Wien 2010, S. 319
60. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 148
61. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 153
62. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 149ff
63. Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder!“. Göttingen 2015, S. 152
64. Awards Viennale 2012 (https://www.viennale.at/de/blog/awards-2012), Webseite www.viennale.AT,
abgerufen am 19. Februar 2018
65. Hans Schafranek: Walter Manoschek: "Dann bin ich ja ein Mörder!" (http://www.sehepunkte.de/2016/
11/27818.html) - Buchkritik, Webseite www.sehepunkte.de, abgerufen am 19. Februar 2018

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Diese Seite wurde zuletzt am 28. März 2020 um 18:27 Uhr bearbeitet.

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