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Asperger-Syndrom

Das Asperger-Syndrom (AS) ist eine Variante des Autismus und


wird zu den Störungen der neurologischen Entwicklung gerechnet.
Klassifikation nach ICD-10
Es grenzt sich von anderen Autismusformen vor allem dadurch ab,
dass im Regelfall weder eine Intelligenzminderung noch eine F84.5 Asperger-Syndrom
Entwicklungsverzögerung der Sprache vorliegt.[1] ICD-10 online (WHO-Version 2019) (http
s://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/
Merkmale sind Besonderheiten und Schwierigkeiten in der sozialen icd/icd-10-who/kode-suche/htmlamtl2019/)
Interaktion und Kommunikation sowie Unterschiede bei der
Wahrnehmung und Reizverarbeitung (dazu gehören insbesondere
sensorische Über- und Unterempfindlichkeiten und Schwierigkeiten bei der
Reizfilterung) sowie häufig außergewöhnliche Interessen und
Begabungen.[2][3][4]

Beeinträchtigt ist vor allem die Fähigkeit, nichtsprachliche Signale (Gestik,


Mimik, Blickkontakt) bei anderen Personen zu erkennen, diese auszuwerten (zu
mentalisieren) oder selbst auszusenden. Das Kontakt- und
Kommunikationsverhalten von Personen mit Asperger-Autismus kann dadurch
Menschen mit Asperger-Syndrom
merkwürdig und ungeschickt erscheinen. Da ihre Intelligenz in den meisten entwickeln oft Spezialinteressen;
Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt leicht als wunderlich dieser Junge beschäftigt sich mit
wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Molekülstrukturen.
Inselbegabung zusammen.[5]

Das Asperger-Syndrom ist nicht nur mit Beeinträchtigungen, sondern auch mit Stärken verbunden (etwa in den Bereichen der
objektiven, nicht emotionalen Wahrnehmung, der Selbstbeobachtung, der Aufmerksamkeit oder der Gedächtnisleistung). Ob es
als Krankheit oder als eine Normvariante der menschlichen Informationsverarbeitung eingestuft werden sollte, wird von
Wissenschaftlern und Ärzten sowie von Asperger-Autisten und ihren Angehörigen uneinheitlich beantwortet. Grundbedingung
für die Diagnose eines Asperger-Syndroms ist jedoch, dass es zu Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen kommt (siehe
Kriterium C im DSM). Medizinisch besitzt es somit Krankheitswert und wird daher momentan als psychische Störung eingestuft.
Uneinig ist sich die Forschergemeinschaft auch darüber, ob man im Asperger-Syndrom ein qualitativ eigenständiges Störungsbild
oder eine abgeschwächte Variante des frühkindlichen Autismus sehen sollte.[6]

Im DSM-5 und der ICD-11 (endgültige Neufassung der ICD von Mai 2019) wurde die Klassifikation von Autismus deutlich
geändert. Man gab die traditionellen Subtypen (z. B. frühkindlichen Autismus, atypischen Autismus oder das Asperger-Syndrom)
ganz auf und fasst nun alle Erscheinungsformen in einem allgemeinen Spektrum autistischer Erkrankungen (Autismus-Spektrum-
Störungen, ASS) zusammen. Grund hierfür war die zunehmende Erkenntnis in der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung von
Subtypen (noch) nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen milden und stärkeren
Autismusformen ausgehen sollte.[7][8]

Inhaltsverzeichnis
Entdeckung des Asperger-Syndroms
Verwandte Bezeichnungen
Häufigkeit
Diagnosekriterien
Nach DSM
Nach ICD
Gillberg-Kriterien
Erscheinungsbild
Motorik
Sozialverhalten
Sprache
Spezialinteressen
Emotionen
Intelligenz
Asperger-Syndrom und Genie
Konzentrations- und Lernprobleme
Ritualisierte Handlungen
Das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen
Diagnose im Erwachsenenalter
Beruf
Kriminalstatistik
Prognose
Abgrenzung
Differentialdiagnose
Mögliche Begleiterscheinungen
Ursachen
Genetik
Neuroimaging
Konnektivität
Behandlung
Autismusrechtsbewegung
Forschungseinrichtungen
Rechtssituation
Das AS als Thema in der Kunst
Belletristik
Jugendliteratur
Spielfilme/Serien
Trickfilme
Videospiele
Literatur
Forschungsliteratur
Einführungs- und Ratgeberliteratur
Weblinks
Einzelnachweise

Entdeckung des Asperger-Syndroms


Das Asperger-Syndrom ist in der Psychiatrie ab Mitte der 1920er Jahre diskutiert worden. Die älteste Darstellung stammt von der
russischen Kinderpsychiaterin Grunja Sucharewa, die dafür 1926 den Ausdruck „schizoide Psychopathie“ verwendete. Der
österreichische Kinderarzt Hans Asperger bezeichnete es in seiner 1943 eingereichten Habilitationsschrift als „autistische
Psychopathie“.[9]

Aspergers Schrift erschien damals fast gleichzeitig mit Leo Kanners grundlegendem Aufsatz über den frühkindlichen Autismus
(1943). Man nimmt an, dass beide Autoren zunächst keine Kenntnisse über die Arbeit des jeweils anderen Autors hatten.[10]
Kanners in den USA veröffentlichte Arbeit fand sofort internationale Beachtung; der Aufsatz des Österreichers Asperger wurde
damals – mitten im Zweiten Weltkrieg – außerhalb der deutschsprachigen wissenschaftlichen Gemeinschaft kaum bekannt. Auch
ein 1962 von zwei niederländischen Autoren veröffentlichter Aufsatz, in dem eine Unterscheidung zwischen der „autistischen
Psychopathie“ Aspergers und dem Kanner-Autismus versucht wurde, fand zunächst wenig Resonanz.[11]

Von der internationalen Forschungsgemeinschaft wurde das Asperger-Syndrom erst nach 1981 beachtet, als die britische
Psychiaterin Lorna Wing Aspergers Arbeit fortsetzte und die Abweichung, die bis dahin als Psychopathie galt, als Teilbereich des
Autismusspektrums nach Hans Asperger benannte.[12]

In den späten 1980er Jahren wurden dann von verschiedenen Seiten Diagnosekriterien formuliert,[13][14][15] die sich zum Teil
erheblich voneinander unterschieden.[16] Im Jahre 1992 wurde das Asperger-Syndrom in das medizinische Klassifikationssystem
ICD der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen. Im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), dem
Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, war es von 1994 bis 2013 enthalten.[17][18]

Verwandte Bezeichnungen
Im englischsprachigen Raum wurde beim frühkindlichen Autismus oft zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Eine
davon war der sogenannte hochfunktionale Autismus (HFA).[19] Die Autoren einer Studie des Yale Child Study Center schlugen
1995 vor, zwischen hochfunktionalem Autismus und Asperger-Syndrom zu unterscheiden.[20] Spätere Metaanalysen zeigten
jedoch, dass die empirischen Daten eine solche Unterscheidung nicht rechtfertigten.[21][22]

Lorna Wing hatte bereits 1991 vorgeschlagen, Autismus als übergangslose Gesamtheit (Kontinuum) unterschiedlich schwerer
Störungen zu beschreiben, in dem HFA und Asperger-Syndrom milde Ausprägungsformen bilden. Mitunter sprechen Autoren
heute daher von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS).[23][24]

Da das Autismus-Spektrum beim Asperger-Syndrom nicht endet, sondern sich weit in die Normalität hinein erstreckt – zum
Beispiel bis in die „ganz normale“ Schüchternheit oder Eigenbrötelei – wurde für Erscheinungsbilder mit schwach ausgeprägten
autistischen Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensweisen der Begriff Broader Autism Phenotype (BAP) geprägt.[25] Dem
entspricht im Deutschen am ehesten die Bezeichnung „autistische Züge“.[1]

Die Bezeichnung Asperger-Syndrom machte 2018 negative Schlagzeilen, weil Hans Asperger nach einer Studie des Historikers
Herwig Czech von der Medizinischen Universität Wien behinderte Kinder an die Wiener Tötungsanstalt Am Spiegelgrund
überwiesen haben soll, wo Kinder im Rahmen der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus („Euthanasieprogramm“)
ermordet wurden. Hans Asperger saß als Kinderarzt in einer Kommission, die entschied, ob Kinder zum Spiegelgrund oder in
Sonderschulen gehen mussten.[26]

Häufigkeit
Die Häufigkeit (Prävalenz) des Asperger-Syndroms im Kindesalter variiert je nach den zugrundegelegten Diagnosekriterien. In
einer Untersuchung von 2007 bei 4422 achtjährigen Kindern in Finnland[27] waren die Prozentanteile 0,25 (nach DSM-IV), 0,29
(nach ICD-10), 0,27 (nach den Gillberg-Kriterien)[14] und 0,16 nach den Szatmari-Kriterien.[15]
Das Verhältnis der betroffenen Jungen und Mädchen in der finnischen Studie betrug 0,8:1 nach DSM-IV und 2:1 nach den
Gillberg-Kriterien.[27] Bezüglich des gesamten Autismus-Spektrums zeigte eine Übersicht von 2015, dass die Zahlen zur
Geschlechterverteilung wegen methodischer Schwierigkeiten stark variierten. Das Verhältnis männlich-weiblich betrage jedoch
mindestens 2:1 bis 3:1, was auf einen biologischen Faktor in dieser Frage hindeute.[28]

Repräsentative Untersuchungen zur Häufigkeit des Asperger-Syndroms im Erwachsenenalter liegen (Stand: 2009) noch nicht
vor.[5] Die autistischen Merkmale neigen jedoch dazu, bis ins Erwachsenenalter fortzubestehen.[29]

Diagnosekriterien

Nach DSM
Während das DSM IV noch das Asperger-Syndrom als getrennte Kategorie enthielt, wurde es im aktuellen DSM-5 (2013) als
Einzelstörung entfernt. Sie ist nun im Spektrum autistischer Störungen (autism spectrum disorders) zusammengefasst; ähnlich
wie die desintegrative Störung des Kindesalters (childhood disintegrative disorder) und andere tiefgreifende
Entwicklungsstörungen (pervasive developmental disorder, not otherwise specified).[30]

Die Begründung hierfür lautete, die Forscher gingen neuerdings davon aus, dass es sich weniger um unterschiedliche
Erkrankungen handele als um eine übergangslose Gesamtheit (Kontinuum) von sehr milden bis schweren Verlaufsformen einer
Entwicklungsstörung, die bereits in der frühen Kindheit beginne. Bei den Symptomen wird unterschieden zwischen Defiziten in
zwei Kategorien: Gestört ist erstens die soziale Interaktion und Kommunikation (zum Beispiel Blickkontakte, Fähigkeit zur
Konversation oder Aufbau von Beziehungen sind schwach ausgeprägt). Zweitens sind repetitive Verhaltensweisen und fixierte
Interessen und Verhaltensweisen Merkmale autistischer Störungen.[31]

Im DSM-IV der American Psychiatric Association von 2000 waren folgende Diagnosekriterien (A–F) für das Asperger-Syndrom
enthalten:[32]

A) Qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion, die sich in mindestens zwei der folgenden Bereiche
manifestiert:

1. merkliche Beeinträchtigung mehrerer nicht-verbaler Verhaltensweisen, die die soziale Interaktion steuern,
wie Blickkontakt, Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Gesten
2. Beziehungen zu Gleichaltrigen werden nicht oder nicht dem Entwicklungsstand entsprechend entwickelt
3. Mangel an spontaner Hinwendung zu anderen, um mit diesen Freude, Interessen oder Stolz über eine
Leistung zu teilen (betroffene Kinder neigen zum Beispiel nicht dazu, Dinge, die sie interessieren, anderen
Menschen zu zeigen)
4. Mangel an sozialer oder emotionaler Gegenseitigkeit

B) Beschränkte repetitive und stereotype Verhaltens-, Interessen- und Aktivitätenmuster, die sich in mindestens
einem der folgenden Merkmale zeigen:

1. umfassende Beschäftigung mit einem oder mehreren stereotypen und beschränkten Interessenmustern,
die wegen ihrer Intensität oder wegen des Gegenstands anormal sind
2. offensichtlich starres Festhalten an bestimmten nicht-funktionalen Routinen oder Ritualen
3. stereotype und repetitive motorische Angewohnheiten (zum Beispiel Hand- oder Fingerbewegungen oder
komplexe Bewegungen des ganzen Körpers)
4. beharrliche Beschäftigung mit Objektteilen

C) Die Störung verursacht eine klinisch signifikante Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen
wichtigen Bereichen.
D) Es existiert keine klinisch bedeutsame allgemeine Sprachverzögerung (zum Beispiel Gebrauch einzelner
Wörter im zweiten Lebensjahr, kommunikative Sätze im dritten Lebensjahr)
E) Es existiert keine klinisch bedeutsame Verzögerung der Entwicklung der Kognition, der praktischen
Fähigkeiten (self-help skills) und des Anpassungsverhaltens (außer sozialer Interaktion) sowie – in der Kindheit –
Neugier auf die Umgebung
F) Die Störung erfüllt nicht die Kriterien einer anderen tiefgreifenden Entwicklungsstörung oder von
Schizophrenie.

Nach ICD
Die ICD-10 ist das aktuelle Diagnosesystem der Weltgesundheitsorganisation und wird in Deutschland, Österreich und der
Schweiz bevorzugt zur Krankheitsklassifikation angewendet. Dort werden folgende Kriterien genannt:[33]

Generelle Kriterien für Entwicklungsstörungen (F80–F89)

„Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit“


„eine Entwicklungseinschränkung oder -verzögerung von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des
Zentralnervensystems verknüpft sind“
„stetiger Verlauf ohne Remissionen und Rezidive“
Kriterien nach F84.5 – Asperger-Syndrom

qualitative Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen (wie beim Autismus)


ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
keine allgemeine Entwicklungsverzögerung (anders als beim Autismus)
kein Entwicklungsrückstand der Sprache und kognitiven Entwicklung (anders als beim Autismus)
In der seit 1. Januar 2015 gültigen deutschen Fassung ICD 10-GM 2015 (Internationale statistische Klassifikation der
Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme 10. Revision German Modification Version 2015)[34] wurde seit der
Herausgabe des DSM-5 noch keine Veränderung bezüglich der Kategorisierung autistischer Störungen vorgenommen, das
Asperger-Syndrom ist weiterhin unter der Klassifizierung F84.5[33] zu finden.

In der ICD-11 ist das Asperger-Syndrom wie im DSM-5 vermutlich keine eigenständige Diagnose mehr, sondern geht in den
Autismusspektrumsstörungen auf (Stand: Juni 2018).[35]

6A02 Spektrum autistischer Störungen (Autism spectrum disorder)

6A02.1 Spektrum autistischer Störungen ohne Störung der intellektuellen Entwicklung und milde oder keine
Beeinträchtigung funktioneller Sprache (Autism spectrum disorder without disorder of intellectual
development and mild or no impairment of functional language)
6A02.2 Spektrum autistischer Störungen mit Störung der intellektuellen Entwicklung (Autism spectrum
disorder with disorder of intellectual development)
6A02.3 Spektrum autistischer Störungen mit Beeinträchtigung funktioneller Sprache (Autism spectrum
disorder with impairment of functional language)
6A02.4 Spektrum autistischer Störungen mit sowohl Störung der intellektuellen Entwicklung als auch
Beeinträchtigung funktioneller Sprache (Autism spectrum disorder with both disorder of intellectual
development and impairment of functional language)

Gillberg-Kriterien
Vor dem Erscheinen der beiden heute gängigen Klassifikationssysteme DSM und ICD veröffentlichten einige Autoren eigene
Diagnosekriterien. Es gab 2008 die Auffassung, dass die DSM- und ICD-Kriterien „aufgrund der [in ihnen enthaltenen]
Forderung nach unauffälliger frühkindlicher Entwicklung bzw. des Fehlens kommunikativer oder motorischer Besonderheiten
angezweifelt“ wurden und daher vielfach „kaum durchgängig Anwendung“ fanden.[36] Der schwedische Professor der Kinder-
und Jugendpsychiatrie Christopher Gillberg veröffentlichte zusammen mit seiner Frau Carina Gillberg 1989 die unten folgenden
diagnostischen Kriterien. Der britische Psychologe Tony Attwood äußerte 1998, dass es „Ansichtssache“ sei, welche Kriterien
man anwende. Er selbst bevorzuge die der Gillbergs.[37]
Soziale Beeinträchtigung
(mindestens zwei der folgenden Merkmale):
1. Unfähigkeit, mit Gleichaltrigen zu interagieren
2. mangelnder Wunsch, mit Gleichaltrigen zu interagieren
3. mangelndes Verständnis für soziale Signale
4. sozial und emotional unangemessenes Verhalten

Eingegrenzte Interessen
(mindestens eines der folgenden Merkmale):
1. Ausschluss anderer Aktivitäten
2. repetitives Befolgen der Aktivität
3. mehr Routine als Bedeutung

Repetitive Routine
(mindestens eines der folgenden Merkmale):
1. für sich selbst, in Bezug auf bestimmte Lebensaspekte
2. für andere

Rede- und Sprachbesonderheiten


(mindestens drei der folgenden Merkmale):
1. verzögerte Entwicklung
2. (oberflächlich gesehen) perfekter sprachlicher Ausdruck
3. formelle, pedantische Sprache
4. seltsame Prosodie, eigenartige Stimmmerkmale
5. beeinträchtigtes Verständnis einschließlich Fehlinterpretationen von wörtlichen/implizierten Bedeutungen

Nonverbale Kommunikationsprobleme
(mindestens zwei der folgenden Merkmale):
1. begrenzter Blickkontakt
2. begrenzte Gestik
3. unbeholfene oder linkische Körpersprache
4. begrenzte Mimik
5. unangemessener Ausdruck
6. starrer Blick

Motorische Unbeholfenheit
mangelnde Leistung bei Untersuchung der neurologischen Entwicklung

Erscheinungsbild
Während die ersten Anzeichen für sonstige Formen von Autismus bereits in den ersten Lebensmonaten auftreten, wird das
Asperger-Syndrom in der Regel erst nach dem dritten Lebensjahr sichtbar.[5] Allgemeine Kennzeichen sind: eine qualitative
Beeinträchtigung der sozialen Kommunikation und Interaktion, mangelndes Einfühlungsvermögen, sensorische, motorische und
sprachliche Eigenarten sowie ausgeprägte Sonderinteressen.[17]

Motorik
Häufig treten beim Asperger-Syndrom motorische Besonderheiten auf, die bei sonstigem Autismus normalerweise fehlen. Dazu
zählen ungelenke Bewegungen, Ungeschicklichkeit sowie grob- und feinmotorische Koordinationsstörungen.[17] Manche Kinder
mit Asperger zeigen, wenn sie erregt oder ängstlich sind, seltsame Bewegungsabläufe (Manierismen), die auch bei sonstigem
Autismus vorkommen, zum Beispiel ein flatterndes Auf- und Abschlagen der Arme, Hände oder Finger.[38]

Sozialverhalten
Ebenso wie andere autistische Kinder nehmen Kinder mit Asperger-Syndrom eher wenig und nur flüchtig Blickkontakt auf. Im
Alltag ist ein mangelndes Einfühlungsvermögen und Unverständnis für zwischenmenschliche Gefühle auffällig. Kinder mit
Asperger-Syndrom sind oft sozial isoliert und ecken aufgrund ihrer Besonderheiten leicht an.[17] Im Klassenverband werden sie
häufig gehänselt, ausgegrenzt und gemobbt.[39] Im englischen Sprachraum bezeichnen viele Menschen mit Asperger ihr
Anderssein scherzhaft als „Wrong Planet Syndrome“ (deutsch: Falscher-Planet-Syndrom) und drücken damit ihr Gefühl aus,
irrtümlich auf einem fremden Planeten gestrandet zu sein, dessen Regeln und Bewohner sie nicht verstehen.[40]

Menschen mit Asperger-Syndrom werden, auch wenn sie zu anderen Kontakt aufnehmen wollen, auf Grund ihres häufig
abgewendeten Blicks und ihrer verschlossenen Körpersprache oft als förmlich, gefühlslos, ängstlich, schüchtern, ausweichend,
abweisend oder desinteressiert wahrgenommen, wodurch eine Kontaktaufnahme häufig scheitert.[41]

Hans Asperger beobachtete, dass die betroffenen Kinder darüber hinaus auch zur „autistischen Selbstbeschau“ neigen. In
Situationen, in denen andere Kinder selbstvergessen „dahinleben“, stehen Asperger-Kinder sich selbst und ihren körperlichen
Funktionen oft (kritisch) beobachtend gegenüber.[9]:S. 115

Mangelndes Selbstvertrauen taucht häufig in Erfahrungsberichten und in der Ratgeberliteratur auf. Gezielte wissenschaftliche
Untersuchungen hierzu liegen bislang (Stand: August 2015) noch nicht vor. Das Thema wird jedoch manchmal am Rande
behandelt.[42] Auf jeden Fall hat es große Bedeutung im Bereich Beruf und Beschäftigung.[43]

Sprache
Im Bereich der sprachlichen Entwicklung zeigen sich beim Asperger-Syndrom deutlich andere Auffälligkeiten als beim sonstigen
frühkindlichen Autismus. Charakteristisch für letzteren ist eine generelle Sprachentwicklungsverzögerung. Damit verbunden sind
Symptome wie zum Beispiel unpassendes Nachsprechen (Echolalie) oder Vertauschung der Pronomina. Selbst beim
hochfunktionalen Autismus sind die Artikulation, der verbale Ausdruck, die auditive Wahrnehmung, der Wortschatz und das
verbale Gedächtnis gestört.[17]

Beim Asperger-Syndrom fehlen derartige Symptome. Die betroffenen Kinder entwickeln eine grammatisch und stilistisch
hochstehende Sprache.[17] Die Beobachtungen zum Sprachbeginn gehen auseinander. Während zum Beispiel Remschmidt
feststellt, dass Asperger-Kinder früh zu sprechen beginnen,[44] berichtet Attwood, dass fast die Hälfte dieser Kinder erst spät
sprechen lernt, diesen Rückstand bis zum Alter von fünf Jahren aber aufholt.[45] Wie bereits Hans Asperger beobachtete, fallen
betroffene Kinder regelmäßig auf durch eine ihrem Alter nicht entsprechende, erwachsene, pedantische Ausdrucksweise und eine
unübliche Betonung (Prosodie). Im englischen Sprachraum wird das Asperger-Syndrom darum auch als „Little Professor
Syndrome“ (deutsch: Kleiner-Professor-Syndrom) bezeichnet.[46] Die Tonlage ist oft monoton und unterstützt zum Beispiel nicht
den Unterschied zwischen ernst und humorvoll gemeinten Äußerungen. Oft sind Sprechgeschwindigkeit und die Lautstärke
unangepasst oder ungewöhnlich. Auch unflüssiges, ruckartiges Sprechen kommt vor.[47]

Viele Kinder und Erwachsene mit Asperger-Syndrom neigen dazu, unablässig und langatmig zu reden, meist über ihr
Lieblingsthema, und missachten dabei oft vollständig, ob der Zuhörer an diesem Thema interessiert ist und das Gespräch
mitträgt.[47] Einige Autoren halten dieses monologische, egozentrische Reden, in dem sich deutlich die Unempfindlichkeit von
Asperger-Menschen für soziale Feinheiten offenbart, für einen der auffälligsten Züge des Syndroms.[48] Weitere Charakteristika
sind eine sehr detailorientierte Erzählweise mit Schwierigkeiten, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, abrupte
und für den Zuhörer nicht nachvollziehbare Themenwechsel, das Wörtlichnehmen von bildhaften Redewendungen und das
Antworten auf rhetorische Fragen.[5]
Typisch ist auch die Verwendung von bildlichen Ausdrücken (Metaphern) und Wortschöpfungen, die nur ihnen selbst geläufig
sind, oder das Festhaften an Formulierungen, die wie auswendig gelernt oder wie aus einem Buch vorgetragen klingen, sowie das
Nichterfassen von Feinheiten (Nuancen) – zum Beispiel Ironie, Necken – und ungenaues Zuhören.[49][50] Manche Asperger-
Autisten führen Selbstgespräche, um ihre Gedanken zu ordnen, etwa um ein bereits geführtes Gespräch vollends zu verstehen
oder um ein anstehendes Gespräch zu proben.[45]

Spezialinteressen
Von außen betrachtet scheinen Personen mit Asperger-Syndrom kaum an ihren Mitmenschen interessiert zu sein. Es gibt jedoch
eine Vielzahl von Belegen dafür, dass Betroffene ein großes Interesse an sozialen Kontakten entwickeln, jedoch nicht wissen, wie
sie dies umsetzen können. Schwierigkeiten, die Körpersprache und Mimik anderer zu erkennen, spielen dabei eine Rolle und
werden oft als mangelnde Einfühlung verstanden. Während Menschen evolutionsbiologisch als Spezialisten für sozialen Kontakt
bezeichnet werden, entwickeln Asperger-Patienten diese Spezialkompetenz nicht oder in unzureichendem Maße. Typischerweise
haben sie jedoch andere Spezialinteressen, die in der Sache oder in ihrer Intensität ungewöhnlich erscheinen.[5] Diese Interessen
liegen oft in technischen oder naturwissenschaftlichen Gebieten wie Informatik,[51] Mathematik, Physik, Biologie oder
Astronomie. Andere Betroffene beschäftigen sich leidenschaftlich mit Musik oder dem Auswendiglernen verschiedenartiger
Fakten. Manche sind leidenschaftliche Sammler, oft ungewöhnlicher Objekte.[52] 2018 wurde die damals 15-jährige Schwedin
Greta Thunberg weltbekannt durch ihr Einfordern konsequenter Maßnahmen gegen die Erderwärmung durch menschengemachte
Einflüsse, was nach ihrer Einschätzung ohne das „Geschenk“ ihres Asperger-Syndroms so nicht geschehen wäre.

Personen innerhalb des Autismusspektrums weisen gelegentlich eine Hoch- oder Inselbegabung auf. Die Schätzungen über die
Häufigkeit gehen wegen großer methodischer Schwierigkeiten bei der Erfassung sehr weit auseinander. Man geht inzwischen
davon aus, dass wegen der besonderen Informationsflüsse im Gehirn (siehe unten: Neuropsychologie) autistische Merkmale und
die Tendenz zu Spezialbegabungen miteinander verknüpft sein können.[53]

Emotionen
Hans Asperger empfand die Emotionen seiner Probanden nicht als unterentwickelt, sondern eher als von andersartiger
Qualität.[9]:S. 128

Die autistische Wissenschaftlerin und Erfinderin Temple Grandin äußerte sich so zu ihren Gefühlen: „Meine Emotionen sind
einfacher als die der meisten anderen Menschen. Ich weiß nicht, was eine vielschichtige Emotion in einer zwischenmenschlichen
Beziehung ist. Ich verstehe nur einfache Emotionen wie Wut, Furcht, Glück und Traurigkeit.“[54]

Intelligenz
Im Unterschied zu manchen anderen Formen von Autismus ist die Intelligenz bei Personen mit Asperger-Syndrom oft normal
ausgeprägt.[17] Bei Asperger-Kindern wird gelegentlich auch vorzeitiges Lesen (Hyperlexie) beobachtet.[55] Häufig zeigen
Kinder mit Asperger-Syndrom ein unausgeglichenes Intelligenzprofil. Sie zeigen oft Stärken in den verbalen Aufgabenteilen.[56]

Asperger-Syndrom und Genie


Bereits Hans Asperger schrieb: „Es scheint, dass für Erfolg in der Wissenschaft oder in der Kunst ein Schuss Autismus
erforderlich ist.“[57] Die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Asperger-Syndrom und herausragenden Leistungen
beschäftigte auch den irischen Kinderpsychiater Michael Fitzgerald. Er veröffentlichte seit 1999 eine Reihe von Aufsätzen und
Büchern, in denen er die Lebensläufe berühmter Persönlichkeiten auf Anzeichen des Asperger-Syndroms hin prüfte. Fitzgerald ist
davon überzeugt, dass viele Merkmale des Asperger-Syndroms Kreativität begünstigen und dass die Fähigkeit, sich intensiv auf
einen Gegenstand zu konzentrieren und für eine schöpferische Arbeit endlose Mühsal auf sich zu nehmen, für dieses Syndrom
charakteristisch sei.[58]

Christopher Gillberg[59] und Oliver Sacks[60] haben ähnliche postume Diagnoseversuche unternommen. Um manche
Persönlichkeiten – etwa Isaac Newton und Albert Einstein – sind regelrechte Kontroversen entstanden.[61] Wieder andere
Forscher stehen solchen Diagnoseversuchen grundsätzlich skeptisch gegenüber, zum Beispiel Fred Volkmar vom Yale Child
Study Center, der (2001 oder früher) äußerte: „Es gibt leider eine Art Hausindustrie, aufzudecken, dass jeder Asperger hat.“[62]

Konzentrations- und Lernprobleme


Manche Kinder mit Asperger-Syndrom fallen dadurch auf, dass sie ihre Aufmerksamkeit willentlich nur schlecht steuern können
(exekutive Funktionen) und bei Aktivitäten, die sie nicht selbst gewählt haben – zum Beispiel in der Schule –, in hohem Grade
unkonzentriert sind, woraus sich selbst bei hoher Intelligenz erhebliche Lernschwierigkeiten ergeben können.[9]

„Diese Störung der aktiven Aufmerksamkeit ist bei Kindern dieses Typs fast regelmäßig zu finden. Es ist also
nicht oder nicht nur die landläufige Konzentrationsstörung vieler neuropathischer Kinder zu beobachten, die
von allen äußeren Reizen, von jeder Bewegung und Unruhe um sie herum von ihrem Arbeitsziel abgelenkt
werden. Diese Kinder sind vielmehr von vornherein gar nicht geneigt, ihre Aufmerksamkeit, ihre
Arbeitskonzentration auf das zu richten, was die Außenwelt, in diesem Fall die Schule, von ihnen verlangt.“
– HANS ASPERGER: Die „Autistischen Psychopathen“ im Kindesalter. S. 119

Wenn solche Konzentrationsschwierigkeiten bestehen, ist das Asperger-Syndrom sogar mit AD(H)S zu verwechseln (siehe
Abgrenzung).[63] Als Lernhindernis erweist sich auch die für das Asperger-Syndrom typische Beeinträchtigung der zentralen
Kohärenz: der Fähigkeit, zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden.

Ritualisierte Handlungen
Menschen mit Asperger sind oft darauf fixiert, ihre äußere Umgebung und Tagesabläufe möglichst gleichbleibend zu gestalten.
Plötzliche Veränderungen können sie überfordern oder sehr nervös machen.[5][39] Dies liegt daran, dass Veränderungen einen
höheren Grad an Aufmerksamkeit erfordern, was bei der angenommenen Schwäche von Menschen mit Autismus-Spektrum-
Störung, Informationen auszublenden, zu einer erhöhten Belastung führt.

Das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen


Erwachsene mit Asperger-Syndrom leben oft zurückgezogen und haben wenige direkte Sozialkontakte. An deren Stelle treten
heutzutage häufig Kontakte über das Internet. Obwohl es einigen Menschen mit Asperger gelingt, eine stabile Partnerschaft
aufzubauen und eine Familie zu gründen,[64] ist es für andere aufgrund einer mangelnden Sozialkompetenz bereits schwierig,
überhaupt Kontakt zu möglichen Partnern aufzubauen. Oft werden die Anforderungen einer Partnerschaft auch als anstrengend
empfunden. Entscheidend für die berufliche Entwicklung von Menschen mit Asperger ist die Frage, ob es gelingt, ihre
Spezialinteressen beruflich umzusetzen.[5]

Einige erwachsene Menschen mit Asperger-Syndrom bauen bewusst oder unbewusst Bekanntschaften zu Menschen auf, mit
deren charakterlichen Eigenschaften sie leicht umgehen können. Sie bauen sich ein soziales Netzwerk mit Menschen auf, die
meist ebenfalls eher introvertiert sind, sich vorwiegend auf einer sachlichen Ebene verständigen und oft ebenfalls
Spezialinteressen haben, die aber nicht unbedingt selbst autistisch sind (Modebegriffe: Geeks und Nerds). Erwachsene Menschen
mit Asperger-Syndrom und einem gut laufenden sozialen Umfeld sind sich ihrer autistischen Züge häufig nicht bewusst. Sie
können u. U. überfordert sein, wenn sie unfreiwillig etwas mit Menschen zu tun haben, deren Persönlichkeit sich zu sehr von der
eigenen unterscheidet.[65]
Diagnose im Erwachsenenalter
Eine Studie der Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) mit 271 erwachsenen Probanden mit Autismus ergab, dass deren
durchschnittliches Alter zum Zeitpunkt der Diagnosestellung 35 Jahre gewesen war und dass 87 % der Probanden ihre Diagnose
erst nach dem 18. Lebensjahr erhalten hatten. Besonders Asperger-Autismus würde häufig erst sehr spät diagnostiziert, weil die
Probleme der normal intelligenten Autisten weniger „offenkundig“ seien.[66]

Bei der Diagnose im Erwachsenenalter spielen oft weniger der Schweregrad als vielmehr die Lebensumstände eine Rolle. Bei
guter privater und beruflicher Integration ist unter Umständen keine Diagnose oder zusätzliche Therapie nötig. Lebenskrisen,
hervorgerufen etwa durch Arbeitslosigkeit oder Scheidung, können dazu führen, dass eine Andersartigkeit im sozialen Umgang
deutlicher sichtbar wird und zu einer Diagnose führt. Dies berichten viele erst im Erwachsenenalter diagnostizierte Autisten.

Beruf

„Gerade bei den Autistischen sehen wir – mit weit größerer Deutlichkeit als bei den ‚Normalen‘ –, daß sie
schon von frühester Jugend an für einen bestimmten Beruf prädestiniert erscheinen, daß dieser Beruf
schicksalhaft aus ihren besonderen Anlagen herauswächst.“
– HANS ASPERGER: DIE „AUTISTISCHEN PSYCHOPATHEN“ IM KINDESALTER. S. 133

Der Geophysiker Peter Schmidt beschreibt, wie sich das Asperger-Syndrom im modernen akademischen Berufsleben auswirkt.
Danach wird der Autor aufgrund seines Asperger-Syndroms eher als Problemfall (der Widerstand hervorruft) und wegen seiner
Stärken als Kapazität (Leistungsträger) wahrgenommen. Menschen mit Asperger-Syndrom, die anscheinend von Kindheit an für
einen bestimmten Beruf vorherbestimmt (prädestiniert) zu sein scheinen, stoßen in der modernen Arbeitswelt, in der es immer
mehr auf Mobilität, Flexibilität, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit ankommt, auf große Schwierigkeiten. Inwieweit es
ihnen gelingt, eine ihren Eigenarten entsprechende Nische zu finden, hängt sowohl von den Menschen, mit denen der Autist
zusammenarbeiten muss, besonders den Vorgesetzten, als auch von den bereitgestellten Arbeitsbedingungen ab.[67]

Kriminalstatistik
Mitunter kommt die Frage auf, ob Autismus-Betroffene eine erhöhte Neigung zu kriminellen Handlungen besitzen. Das lässt sich
gegenwärtig noch nicht sicher beantworten, da nicht genügend epidemiologische Studien dazu vorliegen. Dennoch vermuten die
meisten Autoren, dass autistische Menschen eine niedrigere Kriminalrate hätten als nichtautistische Menschen. Sie seien eher
Opfer als Täter. Zudem würden sie dazu neigen, Gesetze rigide anzuwenden, und hätten Probleme mit Ausnahmen von Regeln
und Gesetzesüberschreitungen. Andererseits zeigen Einzelfallschilderungen, dass Menschen mit Asperger durchaus mit dem
Gesetz in Konflikt kommen.[68]

Prognose
Nach Hans Asperger hängt eine günstige Prognose vom intellektuellen Begabungsgrad ab. Weniger begabte Menschen kämen oft
nur in einen untergeordneten Außenseiterberuf hinein und trieben sich im ungünstigsten Fall als „komische Originale auf den
Straßen herum“.[9] Bei „intellektuell intakten“ und überdurchschnittlich begabten Autisten komme es:

„zu einer guten Berufsleistung und damit zu einer sozialen Einordnung, oft in hochgestellten Berufen, oft in
so hervorragender Weise, daß man zu der Anschauung kommen muß, niemand als gerade diese autistischen
Menschen seien gerade zu solcher Leistung befähigt.“
– HANS ASPERGER: DIE „AUTISTISCHEN PSYCHOPATHEN“ IM KINDESALTER. S. 133

Abgrenzung
Differentialdiagnose
Hochfunktionaler Autismus und Asperger-Syndrom müssen von folgenden anderen psychischen Erkrankungen abgegrenzt
werden (Differentialdiagnose):

Schizoide Persönlichkeitsstörung (SPS)


Die Abgrenzung von der schizoiden Persönlichkeitsstörung kann kompliziert sein, da
einige autistische Menschen (bis zu 26 %) gleichzeitig die Kriterien für die schizoide PS
erfüllen. Sowohl bei Asperger-Syndrom als auch SPS kann die soziale Kommunikation
(Mimik, Gestik, Augenkontakt etc.) auffällig sein. Unterschiedlich ist jedoch, dass
schizoide Menschen oft eher reserviert, zurückgezogen und verschlossen (oder sogar
geheimnistuerisch) auftreten und tendenziell ungerne von sich erzählen. Im Gegensatz
dazu sind viele Menschen mit leichtem Autismus häufig sehr offen, ehrlich, direkt und
gelegentlich ungewollt aufdringlich. Die Betroffenen haben oft nur wenig Angst davor,
anderen einen Einblick in ihr Innenleben zu geben. Dies kann man gut an der sehr
offenen und persönlichen Selbstdarstellung in den vielen Autobiographien von Autisten
und bei Interviews in der Öffentlichkeit erkennen. Sie wünschen sich gerade im
Erwachsenenalter oft Freunde und Bekannte. Wegen ihrer Schwierigkeiten, vielschichtige
Gefühle beim Gegenüber wahrzunehmen oder angemessen darauf zu reagieren, sind sie
jedoch oft nur begrenzt zu Freundschaften in der Lage.[52][29]

Schizotypische Persönlichkeitsstörung (STP)


Auch die Abgrenzung von der schizotypischen PS ist nicht einfach, weil auch hier in bis
zu 40 % der Fälle Überlappungen auftreten können (d. h. AS und zusätzlich schizotype
Merkmale). Bei den Autismus-Spektrum-Störungen stehen jedoch Symptome wie
eingeschränkte Erlebnis- und Ausdruckfähigkeit, paranoide Vorstellungen und Argwohn
nicht im Zentrum. Schizotypische Persönlichkeiten erkennen soziale Hinweise (Gestik,
Mimik etc.) zwar meist, interpretieren sie aber dann in eher misstrauischer Weise über
(Hyper-Mentalizing). Personen mit Asperger-Syndrom haben eher Probleme damit,
soziale Zeichen überhaupt wahrzunehmen und zu lesen (Hypo-Mentalizing).[69][29]
Im Unterschied zu Menschen mit Autismus verfügen schizotypische Personen über eine
Theory of Mind (ToM). Die Imprinted Brain Theory von Bernard Crespi (wonach Autismus
und Psychosen gegensätzliche Extreme sein sollen) sieht die schizotype PS und
Asperger-Syndrom analog als jeweils abgeschwächte Form an.[70]

Schizophrenie
Klassische schizophrene Symptome (wie Wahn, Halluzinationen und Denkstörungen)
sind beim Asperger-Syndrom nicht zu beobachten. In etwa fünf Prozent der Fälle findet
jedoch ein Übergang vom Asperger-Syndrom in eine schizophrene Erkrankung statt.[71]
Menschen mit Asperger-Syndrom flüchten sich gelegentlich in ihre Fantasie oder in ihre
Spezialinteressen, das hat aber nichts mit Schizophrenie zu tun, denn sie sind durchaus
in der Lage, wieder in die Alltagsrealität zurückzukehren.[52]

Paranoia
Menschen mit Asperger-Syndrom sind in ihrem Verständnis zwischenmenschlichen
Geschehens beeinträchtigt und neigen vermutlich aus diesem Grunde stärker als andere
zu paranoiden Weltdeutungsmustern.[72] Ihre paranoiden Tendenzen sind jedoch
schwächer als bei Personen mit Wahnvorstellungen und von diesen abgrenzbar.[73]

Urbach-Wiethe-Syndrom
Autistische Verhaltensweisen können auch beim Urbach-Wiethe-Syndrom auftreten. Die
dort auftretenden Haut- und Schleimhautveränderungen und genetische Untersuchungen
ermöglichen aber meist eine Abgrenzung vom Autismus.

Atypischer Autismus
Die Diagnose atypischer Autismus (F84.1) wird gestellt, wenn die Kriterien weder für
frühkindlichen Autismus noch für das Asperger-Syndrom passen, aber dennoch
Charakteristika oder Probleme vorliegen, die dem Autismus-Spektrum zuzuordnen
sind.[74]

Für die Differentialdiagnose im Erwachsenenalter werden in einem Überblick von 2013 zusätzlich folgende andere
Abweichungen erläutert, die vom Asperger-Syndrom zu unterscheiden seien: Soziale Angststörung (Soziale Phobie),
Zwangsstörung, Zwanghafte Persönlichkeitsstörung und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).[29]

Mögliche Begleiterscheinungen
Manchmal tritt das Asperger-Syndrom aber auch gemeinsam mit anderen psychischen Störungen auf (Komorbidität):

Zu den häufigsten Begleiterscheinungen zählt die Depression, die meist durch Beeinträchtigungen im Privat- und
Berufsleben mitbedingt ist.[5]
Einige Menschen mit Asperger-Syndrom erfüllen auch die Kriterien für eine Zwangsstörung oder eine
zwanghafte Persönlichkeitsstörung. Im Falle einer einfachen Zwangsstörung ist die Abgrenzung vom Asperger-
Syndrom einfacher als im Falle einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung. Asperger-Syndrom und
Zwangsstörung können aber auch gleichzeitig vorliegen.[75]
Wenn Konzentrationsschwierigkeiten vorliegen, wird das Asperger-Syndrom leicht mit ADHS verwechselt.[63]
Beide Störungen können aber auch gemeinsam auftreten. In einer Übersicht von 2012 wird betont, dass sowohl
ihre Überlappungen als auch ihre Unterschiede beachtet werden müssen.[76]
Gelegentlich ist ein gemeinsames Vorkommen von Asperger-Syndrom und Tourette-Syndrom beschrieben
worden. Wenn ein Asperger-Syndrom alleine vorliegt, ist es vom Tourette-Syndrom jedoch gut zu
unterscheiden.[17]
Manchmal wird auch ein gemeinsames Vorkommen von Asperger-Syndrom und Magersucht (Anorexia nervosa)
beobachtet.[77]

Ursachen
Die Ursachen des Asperger-Syndroms (und des gesamten Autismusspektrums) liegen nach aktuellem Forschungsstand in
entwicklungsbiologischen Abweichungen bei Entstehung und Wachstum des Gehirns. Verändert sind dabei sowohl Anatomie als
auch Funktion, und insbesondere die Ausbildung bestimmter Nervenverbindungen (Konnektom).[78] Gegenstand der Forschung
sind die möglichen Ursachen dieser Abweichungen, die in erster Linie – aber nicht nur – die Embryonalentwicklung betreffen.
Neben besonderen vererbten genetischen Bedingungen kommen im Prinzip alle Faktoren in Frage, die die Arbeit der Gene in
kritischen Zeitfenstern beeinflussen (Teratologie).[79]

Genetik
Die genetischen Ursachen des Gesamtbereichs des Autismusspektrums haben sich als äußerst vielfältig und hochkomplex
erwiesen.[80] In einer Übersicht von 2011 wurden bereits 103 Gene und 44 Genorte (Genloci) als Kandidaten für eine Beteiligung
identifiziert, und es wurde vermutet, dass die Zahlen weiter stark steigen würden.[81] Es wird allgemein davon ausgegangen, dass
die immensen Kombinationsmöglichkeiten vieler genetischer Abweichungen die Ursache für die große Vielfalt und Breite des
Autismusspektrums sind, einschließlich des Asperger-Syndroms.[82]

Neuroimaging
Durch bildgebende Verfahren konnten (auf Gruppenebene, jedoch noch nicht im Einzelfall) immer wieder strukturelle und
funktionelle Abweichungen im Gehirn festgestellt werden.[83] Bildliche Darstellungen einzelner Gehirne lassen bislang wegen
der natürlichen Variationsbreite noch keine Aussagen zu, aber bei statistisch ermittelten Gruppendaten sind die Abweichungen
bezüglich einer Vergleichsgruppe deutlich. Sie betreffen weite Teile des Gehirns und stimmen überein mit den typischen
Abweichungen im Verhalten. Allgemein zeigt sich aber bei Kindern mit Autismus eine vergrößerte Amygdala sowie ein schneller
wachsendes Gehirn, 65 % mehr Neuronen im frontalen Cortex, jedoch ein kleineres Corpus callosum, ebenso eine geringere
Synapseneliminierung.[84][85][86]

Konnektivität
2004 entdeckte eine Forschergruppe um Marcel Just und Nancy Minshew an der Carnegie
Mellon University in Pittsburgh (USA) die Erscheinung der veränderten Konnektivität
(großräumiger Informationsfluss, englisch connectivity) im Gehirn bei den Gruppendaten
von 17 Probanden aus dem Asperger-Bereich des Autismusspektrums. Funktionelle
Gehirnscans (fMRI) zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe sowohl Bereiche erhöhter
als auch Bereiche verminderter Aktivität sowie eine verminderte Synchronisation der
Aktivitätsmuster verschiedener Gehirnbereiche. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse
entwickelten die Autoren erstmals die Theorie der Unterkonnektivität (underconnectivity)
für die Erklärung des Autismusspektrums.[87]

Die Ergebnisse wurden relativ schnell in weiteren Studien bestätigt, ausgebaut und
präzisiert, und das Konzept der Unterkonnektivität wurde entsprechend
fortentwickelt.[88][89] Bezüglich anderer Theorien wurde es nicht als Gegenmodell, Auffällig oft wiederholtes
sondern als übergreifendes Generalmodell präsentiert. In den folgenden Jahren nahm die Stapeln oder Aufreihen als
möglicher Ausdruck von
Anzahl der Studien zur Konnektivität bei Autismusspektrum explosionsartig zu.
Überspezialisierung
Dabei wurde neben eher globaler Unterkonnektivität häufig auch eher lokale
Überkonnektivität gefunden. Letztere wird allerdings – gestützt auf Kenntnisse der
frühkindlichen Gehirnentwicklung bei Autismus – eher als Überspezialisierung und nicht als Steigerung der Effektivität
verstanden. Um beide Erscheinungen zu berücksichtigen, wird das Konzept nun atypische Konnektivität genannt. Es zeichnet sich
ab (Stand: Juli 2015), dass es sich als Konsensmodell in der Forschung etabliert.[90][91] Dies gilt auch, wenn der Asperger-
Bereich des Autismusspektrums für sich betrachtet wird.[92] Die beim Autismusspektrum vorliegende atypische Konnektivität
wird verstanden als Ursache des hier beobachteten besonderen Verhaltens, wie etwa bei der Erfassung von Zusammenhängen
zwischen Dingen, Personen, Gefühlen und Situationen.

Unter der Voraussetzung, dass der Asperger-Bereich des AS für sich betrachtet wird und der Annahme einer atypischen
Konnektivität scheint es möglich, dieses Konzept dahingehend zu erweitern, dass ein für die Akzeptanz und Wiedergabe
emotionaler und empathischer Gefühlsäußerungen gedachter Klang- und Resonanzraum existiert. Ein von Geburt an bestehendes
extrem ausgeprägtes Defizit in diesem Bereich würde die "emotionale Blindheit" bei Asperger erklären.

Behandlung
Nicht jede Diagnose des Asperger-Syndroms führt zur Einstufung als Krankheit, die beachtet oder gar behandelt werden sollte.[5]
Auch gibt es derzeit (Stand 2017) keine kausal wirksame Therapie. Möglich ist eine symptomatische Therapie, die sich auf
verhaltenstherapeutische Ansätze (zum Beispiel TEACCH, ABA) und die Einübung sozialer Fertigkeiten stützt. Mit den
Behandlungsgrundsätzen für Menschen mit Asperger haben sich insbesondere Klin und Volkmar beschäftigt.[93] Zur Behandlung
bei Erwachsenen liegt eine umfassende Übersicht von 2013 durch die Freiburger Autismus-Studiengruppe vor.[94] Auch eine
Anpassung der äußeren Umgebung an die Schwierigkeiten der Patienten kann sinnvoll sein.[75]

Wenn Symptome wie ausgeprägte Hyperaktivität und Unruhe, aggressives Verhalten, Schlafstörungen oder depressive
Verstimmungen hinzukommen, werden auch Medikamente eingesetzt.[17] In einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahre
2012 wurden 32 Studien analysiert, die die Effektivität von Behandlungen von Jugendlichen und von jungen Erwachsenen mit
Autismus-Spektrum-Störungen untersuchten. Das Ergebnis war, dass keine der 32 Studien als gut qualifiziert werden könne und
nur fünf davon noch als akzeptabel anzusehen seien.[95]

Attwood hält Zurückgezogenheit (also beispielsweise ein Kind allein spielen lassen) für „eines der effektivsten emotionalen
Stärkungsmittel für einen Asperger-Autisten“[96], als Therapie für affektive Störungen als Begleiterscheinung schlägt er die
kognitive Verhaltenstherapie vor.[97]

Anhand neuer Erkenntnisse aus therapeutischer Arbeit mit Asperger-Klienten[98][99] und unter der Voraussetzung o. g.
Erweiterungen bietet sich die psychoanalytische Psychotherapie als zusätzlicher Zugang zu Asperger-Klienten an.
Psychoanalytisches Denken ermöglicht jetzt – im Gegensatz zu reinem VT-Lernen von Gefühlsäußerungen – deren Aufnahme
und Reproduzierbarkeit wahrzunehmen, zu empfinden und einzuordnen. Damit wäre dann auch ein emotionaler Response
möglich. Eine Verbesserung emotionaler Reaktionen und deren Wahrnehmung aus der Außenwelt führt naturgemäß zu besserer
sozialer Kommunikation.

Autismusrechtsbewegung
In der neurowissenschaftlichen und medizinischen Forschung wird das Asperger-Syndrom als eine Abweichung in der
Informationsverarbeitung des Gehirns beschrieben. Einen anderen Ansatz verfolgt zum Beispiel der britische Psychologe Tony
Attwood, der das Syndrom nicht als Abweichung, sondern als eine Normvariante der Informationsverarbeitung begreift. Attwood
gesteht ein, dass Asperger-Autisten in einem sozialen Umfeld, dessen Verhaltensregeln sie nur schlecht folgen können, strukturell
benachteiligt sind, betont jedoch, dass diese Normvariante des Gehirns eine volle Daseinsberechtigung habe.[100][52]

Von Attwood stammt auch der Ausdruck „neurologisch typisch“ (neurotypisch, NT) als Bezeichnung für Menschen, die nicht
autistisch sind. Während „NT“s emotional gesteuert seien und durch Intuition lernen würden, seien Asperger-Autisten logisch
gesteuert und würden durch Instruktion lernen. Hilfreicher als eine Diagnose und die Aufzeigung der Mängel eines Asperger-
Autisten sei es, dessen Stärken und Talente zu identifizieren. Als Alternative zu klinisch klingenden Bezeichnungen, wie
„Asperger-Patient“ oder „Asperger-Autist“, hat die US-amerikanische Pädagogin Liane Holliday Willey 1999 den Ausdruck
„Aspie“ geprägt, eine (Selbst-)Bezeichnung, die vor allem die Fähigkeiten und Stärken von Menschen mit Asperger betonen
soll.[101]

Manche Menschen mit Asperger sind heute organisiert und fordern – unter anderem auf Veranstaltungen wie dem Autistic Pride
Day – die Entpathologisierung und die gesellschaftliche Anerkennung der autistischen Persönlichkeit. Der Kampfbegriff der
Autismusrechtsbewegung – „Neurodiversität“ (neurodiversity) – bringt die Idee zum Ausdruck, dass eine untypische
neurologische Entwicklung ein normaler menschlicher Unterschied sei, der ebenso Akzeptanz verdiene wie jede andere –
physiologische oder sonstige – Variante des Menschseins.

Forschungseinrichtungen
Zu den Einrichtungen, an denen Forschungsschwerpunkte für das Asperger-Syndrom bestehen, zählen das Center for Cognitive
Brain Imaging an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh/USA (Marcel Just, Nancy Minshew),[102] das Yale Child Study
Center der Yale University School of Medicine (Fred Volkmar),[103] das Gillberg Neuropsychiatry Centre der Universität
Göteborg (Christopher Gillberg, Carina Gillberg)[104] und das Universitäre Zentrum Autismus Spektrum (UZAS) in
Freiburg.[105]

Aktuelle Ergebnisse der internationalen Autismusforschung werden auf der seit 2007 jährlich stattfindenden Wissenschaftlichen
Tagung Autismus-Spektrum (WTAS) vorgestellt. Diese Tagung ist mit Gründung der Wissenschaftlichen Gesellschaft Autismus-
Spektrum (WGAS)[106] 2008 auch deren wesentliches Organ.

Rechtssituation
Da das sogenannte Asperger-Syndrom als Variante des Autismus aufgefasst wird, gelten auch die entsprechenden Angaben zu
Behinderung bzw. Schwerbehinderung analog.

Siehe auch: „Autismus und Behinderung“ im Artikel Autismus

Das AS als Thema in der Kunst


Das Asperger-Syndrom wird häufig auch als Thema in Buch, Film und Videospiel verarbeitet, wie die nachfolgenden Listen
zeigen.

Belletristik
Craig Lancaster: 600 Hours of Edward. Riverbend Publishing, 2009, ISBN 978-1-60639-013-9.
Craig Lancaster: Edward Adrift. Lake Union Publishing, 2013, ISBN 978-1-61109-905-8; deutsch: Edward auf
Reisen. AmazonCrossing, 2014, ISBN 978-1-4778-2168-8.
Kathy Lette: The Boy who Fell to Earth. Bantam Press, 2012, ISBN 978-0-593-06084-1.
Jodi Picoult: House Rules. Hodder, 2010, ISBN 978-0-340-97908-2; deutsch: In den Augen der anderen. Bastei
Lübbe, August 2011, ISBN 978-3-431-03841-5. (Roman, in dem das Asperger-Syndrom und seine Auswirkungen
beschrieben werden.)
Graeme Simsion: The Rosie Project. Simon & Schuster, 2013, ISBN 978-1-4767-2908-4; deutsch: Das Rosie-
Projekt. Krüger-Verlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-8105-1951-1.
Graeme Simsion: The Rosie Effect: A Novel. Michael Joseph Ltd, 2014, ISBN 978-0-7181-7948-9; deutsch: Der
Rosie-Effekt: Noch verrückter nach ihr. Fischer Krüger, 2014, ISBN 978-3-8105-2258-0.
Krimireihe um Kommissar Lost, geschrieben von Gil Ribeiro. Lost ist ein Asperger-Autist; in den Büchern werden die
Eigenschaften eines Asperger-Betroffenen beschrieben. Beispiel:

Gil Ribeiro: Lost in Fuseta - Spur der Schatten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019, ISBN 978-3-462-05305-0.

Jugendliteratur
Siobhan Dowd: The London Eye Mystery. David Fickling Books, 2007, ISBN 978-0-385-61266-1.
Mark Haddon: The Curious Incident of the Dog in the Night-Time. Vintage, 2003, ISBN 0-09-947043-8; deutsch:
Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone. cbj, 2015, ISBN 978-3-570-40321-1.

Spielfilme/Serien
Siehe auch: Kategorie:Autismus im Film
Mozart und der Wal (Regie: Petter Næss, USA 2005)
Ben X (Belgien 2007)
Der kalte Himmel (Zweiteiler, Deutschland 2010)
Im Weltraum gibt es keine Gefühle (Komödie produziert von der Svensk Filmindustri, Schweden 2010)
My Name Is Khan (Indien 2010)
Parenthood (US-Familienserie, 2010–2015)
Die Brücke – Transit in den Tod (mehrteiliger dänisch-schwedisch-deutscher Kriminalfilm, 2011)[107]

Trickfilme
Mary und Max (Animationsfilm von Adam Elliot, Australien 2009)
South Park Staffel 15 Nr. 8 (Animationsserie, USA 2011) behandelt satirisch die unsichere nosologische
Klassifikation des Asperger-Syndroms.
Videospiele
To the Moon (Adventure von Freebird Games, 2011) – Die Partnerin des Protagonisten hat das Asperger-
Syndrom.

Literatur

Forschungsliteratur
Hans Asperger: Das psychisch abnorme Kind. In: Wiener Klinische Wochenzeitschrift. Jg. 51, 1938, ISSN 0043-
5325, S. 1314–1317.
Hans Asperger: Die „Autistischen Psychopathen“ im Kindesalter. In: Archiv für Psychiatrie und
Nervenkrankheiten. Band 117, 1944, S. 73–136. doi:10.1007/bf01837709 (autismus-biberach.com (http://www.au
tismus-biberach.com/Asperger_Hans-_Autistischen_Psychopathen.pdf) (PDF; 197 kB))
Lorna Wing: Asperger’s syndrome: a clinical account. In: Psychological Medicine. Band 11, Nummer 1, Februar
1981, S. 115–129. PMID 7208735. (Wissenschaftliche Veröffentlichung, in der das Symptombild erstmals als
„Asperger-Syndrom“ bezeichnet wird.)
Ami Klin, Fred R. Volkmar, Sara S. Sparrow (Hrsg.): Asperger Syndrome. (http://books.google.de/books?id=ovvD
0ZuH0GMC&printsec=frontcover&dq=ami+klin#v=onepage&q=&f=false) Guilford, New York 2000, ISBN 1-
57230-534-7.
Kyra Müller: Autismus und Arbeit. Inklusion von Menschen im autistischen Spektrum in das Arbeitsleben.
Rahmenbedingungen. Fördermöglichkeiten. Empirische Untersuchung. (= Wissenschaftliche Arbeiten zum
Autismus-Spektrum, Band 4) Verlag Rad und Soziales, (ohne Ort) 2015, ISBN 978-3-945668-29-0 (Buch) und
ISBN 978-3-945668-28-3 (E-Book).
Helmut Remschmidt, Inge Kamp-Becker: Asperger-Syndrom. Verlag Springer, 2006, ISBN 3-540-20945-X.
Mandy Roy u. a.: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter. In: Dtsch Arztebl Int. Nr. 106(5), 2009, S. 59–64
(Artikel (http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=63173)).
Nicole Schuster: Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing. (M)ein Leben in Extremen: Das Asperger-Syndrom aus
der Sicht einer Betroffenen. (= Autismus. Studien, Materialien und Quellen, Band 17) Weidler Buchverlag, Berlin
2007, ISBN 978-3-89693-483-3
Ludger Tebartz van Elst: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter: und andere hochfunktionale Autismus-
Spektrum-Störungen. MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsges., 2012, ISBN 978-3-941468-80-1.
Timo Lorenz, Kathrin Heinitz: Aspergers – Different, Not Less: Occupational Strengths and Job Interests of
Individuals with Asperger’s Syndrome. PLOS ONE, 20. Juni 2014, doi:10.1371/journal.pone.0100358 (https://doi.
org/10.1371/journal.pone.0100358) (englisch).
Reinhard Krüger: homo significans: Der Mensch als Zeichenerzeuger. Förderung kommunikativer Kompetenz
und die neurobiologischen Grundlagen des Lernens bei Menschen mit ASS. In: unterstützte kommunikation &
forschung. Band 1: Hirnforschung und Autismusspektrumsstörung. Von Loeper, Karlsruhe 2011, S. 4–20.
Hans W. Saloga / Jack: … ist immer schön, mal nicht die Gedanken alleine mit sich rumzutragen, Asperger-
Autismus – sein Arbeitsprozess, gesehen in Texten eines Jugendlichen. In: Kinder- und Jugendlichen-
Psychotherapie. Heft 182, Nr. 2/2019. Brandes & Apsel, Frankfurt/Main Mai 2019, S. 249–275, ISSN 2366-6889

Einführungs- und Ratgeberliteratur


Tony Attwood: Asperger-Syndrom. Das erfolgreiche Praxis-Handbuch für Eltern und Therapeuten. 3. Auflage.
TRIAS, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8304-3862-5.
Tony Attwood: Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom. Von Kindheit bis Erwachsensein – alles was
weiterhilft. 2. Auflage. TRIAS, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8304-6504-1.
Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau, Julia Peters, Monica Biscaldi-Schäfer, Ludger Tebartz van
Elst: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein Therapiemanual der Freiburger
Autismus-Studiengruppe. Hogrefe Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8409-2501-6.
Ole Sylvester Jørgensen: Asperger. Syndrom zwischen Autismus und Normalität. Diagnostik und
Heilungschancen. Beltz, Weinheim/Basel 2002, ISBN 3-407-22112-6.
Christine Preißmann: Psychotherapie und Beratung bei Menschen mit Asperger-Syndrom. Konzepte für eine
erfolgreiche Behandlung aus Betroffenen- und Therapeutensicht. 2., vollst. überarbeitete und erweiterte Auflage.
Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-020757-8.
Steve Silberman: Geniale Störung. Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen,
die anders denken. DuMont Buchverlag, Köln 2016, ISBN 978-3-8321-9845-9.
Kai Vogeley: Anders sein. Asperger-Syndrom und Hochfunktionaler Autismus im Erwachsenenalter – Ein
Ratgeber. Beltz, Weinheim 2012, ISBN 978-3-621-27933-8.
Christine Preißmann: Überraschend anders – Mädchen & Frauen mit Asperger. Trias, Stuttgart 2013, ISBN 978-
3-8304-6819-6.

Weblinks
Commons: Asperger-Syndrom (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Asperger_syndro
me?uselang=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Asperger-Syndrom – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme,
Übersetzungen
Christine Preißmann: Mein Leben mit dem Asperger-Syndrom. (http://www.einzigartig-eigenartig.de/content/files/
Dr.%20Preismann_Handout_Walsrode_2010.pdf) (PDF; 100 kB). Vortrags-Skript, 9. April 2010.
Eva Völker: Besondere Talente – Asperger-Autisten erfolgreich im Beruf. (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hin
tergrundpolitik/2275994/) dradio Hintergrund, 5. Oktober 2013.
Ein Autist sucht die Liebe. (http://www.planet-wissen.de/video-planet-wissen-ein-autist-sucht-die-liebe-100.html)
Planet Wissen, WDR, Sendung vom 1. April 2014.
Asperger-Symptome:Soziale Probleme (http://asperger-autismus.ch/asperger_symptome/soziale-probleme/) bei
asperger-autismus.ch

Einzelnachweise
1. Clausen: Autismus-Spektrum-Störungen bei Erwachsenen. Psychiatrie Verlag GmbH, Köln 2016, ISBN 978-3-
88414-629-3.
2. Tony Attwood: Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom : von Kindheit bis Erwachsensein ; alles was
weiterhilft. 2. Auflage. TRIAS, Stuttgart 2012, ISBN 3-8304-6504-1.
3. Daniela Schreiter: Schattenspringer Wie es ist, anders zu sein. Panini, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-86201-950-2.
4. Was ist Autismus? – Realitaetsfilter. (https://blog.realitaetsfilter.com/2016/11/03/was-ist-autismus/) Abgerufen am
23. Juni 2019.
5. Mandy Roy et al.: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter. In: Deutsches Ärzteblatt. Nr. 106 (5), 2009,
S. 59–64, doi:10.3238/arztebl.2009.0059 (https://doi.org/10.3238/arztebl.2009.0059), PMC 2695286 (https://ww
w.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2695286/) (freier Volltext) – (Deutscher Artikel (http://www.aerzteblatt.de/v4/
archiv/artikel.asp?src=heft&id=63173)).
6. Ludger Tebartz van Elst: Autismus und ADHS: Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und
neuropsychiatrischer Krankheit. Kohlhammer Verlag, 2016, ISBN 978-3-17-028687-0.
7. Leitlinie zu Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 1: Diagnostik.
Langfassung S. 14 f. (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/028-018l_S3_Autismus-Spektrum-Stoerungen_
ASS-Diagnostik_2016-05.pdf) (PDF) Siehe unter A.2.2 Klassifikation von Autismus-Spektrum-Störungen und
A.2.3 Autismus-Spektrum-Störungen als dimensionale Störung. Stand 2016, Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
8. F. R. Volkmar, J. C. McPartland: From Kanner to DSM-5: autism as an evolving diagnostic concept. In: Annual
review of clinical psychology. Band 10, 2014, S. 193–212, doi:10.1146/annurev-clinpsy-032813-153710, PMID
24329180 (Review).
9. Hans Asperger: Die „Autistischen Psychopathen“ im Kindesalter. In: Archiv für Psychiatrie und
Nervenkrankheiten. Band 117, Nr. 1, 1944, S. 76–136, doi:10.1007/bf01837709 (https://doi.org/10.1007/bf018377
09) (autismus-biberach.com (http://www.autismus-biberach.com/Asperger_Hans-_Autistischen_Psychopathen.pd
f) [PDF; abgerufen am 14. Dezember 2017]).
10. Christian Schanze (Hrsg.): Psychiatrische Diagnostik und Therapie bei Menschen mit Intelligenzminderung: ein
Arbeits- und Praxisbuch für Ärzte, Psychologen, Heilerziehungspfleger und -pädagogen. 2. überarb. und erw.
Auflage. Schattauer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-7945-2951-3, S. 259.
11. D. van Krewelen, C. Kuipers: The psychopathology of autistic psychopathy. In: Acta paedopsychiatrica. Band 29,
Januar 1962, S. 22–31. PMID 14459626.
12. Lorna Wing: Asperger’s syndrome: a clinical account. In: Psychological Medicine. Band 11, Nummer 1, Februar
1981, S. 115–129. PMID 7208735.
13. D. Tantam: Asperger’s syndrome. In: Journal of child psychology and psychiatry, and allied disciplines. Band 29,
Nummer 3, Mai 1988, S. 245–255. PMID 3047159 (Review).
14. I. C. Gillberg, C. Gillberg: Asperger syndrome–some epidemiological considerations: a research note. In: Journal
of child psychology and psychiatry, and allied disciplines. Band 30, Nummer 4, Juli 1989, S. 631–638. PMID
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15. P. Szatmari, R. Bremner, J. Nagy: Asperger’s syndrome: a review of clinical features. In: Canadian journal of
psychiatry. Revue canadienne de psychiatrie. Band 34, Nummer 6, August 1989, S. 554–560. PMID 2766209.
16. M. Ghaziuddin, L. Y. Tsai, N. Ghaziuddin: Brief report: a comparison of the diagnostic criteria for Asperger
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649. PMID 1483981.
17. Helmut Remschmidt: Das Asperger-Syndrom. Eine zu wenig bekannte Störung? (http://www.aerzteblatt.de/pdf/9
7/19/a1296.pdf) (PDF) In: Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 19, 12. Mai 2000.
18. Daniel Tibi: Wie macht sich das Asperger-Syndrom bemerkbar? Eine Kurzinformation (PDF)
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94. Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau, Julia Peters, Monica Biscaldi-Schäfer, Ludger Tebartz van
Elst: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein Therapiemanual der Freiburger
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95. Julie Lounds Taylor, Dwayne Dove, Jeremy Veenstra-VanderWeele, Nila A. Sathe, Melissa L. McPheeters:
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96. Tony Attwood: Asperger-Syndrom. Das erfolgreiche Praxis-Handbuch für Eltern und Therapeuten. 3. Auflage.
TRIAS, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8304-3862-5; Seite 71
97. Tony Attwood: Asperger-Syndrom. Das erfolgreiche Praxis-Handbuch für Eltern und Therapeuten. 3. Auflage.
TRIAS, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8304-3862-5; Seite 192
98. Hans W. Saloga / Jack: … ist immer schön, mal nicht die Gedanken alleine mit sich rumzutragen, Asperger-
Autismus – sein Arbeitsprozess, gesehen in Texten eines Jugendlichen. In: Kinder- und Jugendlichen-
Psychotherapie,. 1. Auflage. Heft 182, Nr. 2/2019. Brandes & Apsel,, Mai 2019, ISSN 2366-6889 (https://zdb-kata
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99. Hans-Werner Saloga, Jack: Gespräche mit Jack. Eigenverlag, München Oktober 2018, S. 1–34.
100. Carol Gray, Tony Attwood (1999): Die Entdeckung von „Aspie“. (http://www.aspiana.de/neben/Aspie.pdf) (PDF;
29 kB); vgl. Final Report on: The Enquiry on the Funding for the Treatment of Autism (2007): A. Definition of
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of Parliament (Canada)
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d=eWSqTIJ-6XwC&printsec=frontcover&dq=Liane+Holliday+Willey&cd=1#v=onepage&q=&f=false), 1999.
102. Center for Cognitive Brain Imaging at Carnegie Mellon University (http://www.ccbi.cmu.edu/publications.html),
abgerufen am 31. Juli 2015.
103. Yale Autism Program (http://childstudycenter.yale.edu/autism/) abgerufen am 31. Juli 2015.
104. Gillberg Neuropsychiatry Centre (http://gillbergcentre.gu.se/english/research/gnc-studies) abgerufen am 31. Juli
2015.
105. Universitäres Zentrum Autismus Spektrum (UZAS) – Freiburg (https://www.uniklinik-freiburg.de/psych/klinische-s
chwerpunkte/asperger-autismus/ziele-des-zentrums.html) abgerufen am 1. August 2015.
106. Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS) (http://www.wgas-autismus.org/) abgerufen am 9.
Februar 2012.
107. So eine umständliche Vorgehensweise. (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-bruecke-im-zdf-so-eine-u
mstaendliche-vorgehensweise-14067354.html) In: FAZ. 14. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.

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