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Erster Abend

Zu Beginn wurde darauf hingewiesen, dass wir uns zwar bei


jedem Ereignis vornehmlich um die psycho-sozialen und
spirituellen, d.h. seine mehr oder weniger subtilen Aspekte
kümmern. Im Fall der momentan laufenden Coronavirus
Epidemie wäre es aber fahrlässig, die offensichtlichen,
wissenschaftlich erfaßbaren Elemente zu vernachlässigen.
Deshalb soll zunächst der aktuelle Wissensstand in
Kurzfassung dargestellt werden.


Ac. Pashupati, ein Family Acharya aus den USA, schickte


uns vor kurzem eine Mitteilung seines Kollegen James
Robb zu, welcher bereits in den 1970-er Jahren
Coronaviren molekularbiologisch untersucht hatte - ein Virus
welches damals nur bei Schlangen nachgewiesen werden
konnte. Später fand es sich auch bei anderen Reptilien,
dann bei Fledermäusen, schließlich bei Schweinen und
zuletzt beim Menschen. 


Der erste Ausbruch begann Ende 2019 in Central China.
Innerhalb weniger Monate breitete es sich auf > 140 Länder
aus. Die Zahl der Betroffenen ist immer noch im Steigen
begriffen, aktuell werden über 127.800 bestätigte
Infektionen, 54.800 aktuell infizierte, 4700 tote und 68.300
genesene Patienten ausgewiesen. Der zeitliche Verlauf in
China zeigte recht niedrige Fallzahlen bis zum 23. Januar
2020, dann einen sich beschleunigenden Anstieg bis zum
16. Februar 2020, gefolgt von einer sich deutlich
abflachenden Zunahme der Fallzahlen (aktuell 80.900
bestätigte Fälle). In der gleichen Zeit nahm die Zahl der
vollständig genesenen Patienten stark zu auf inzwischen
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68.300 Fälle. Die explosionsartige Ausbreitung des Virus


war also beschränkt auf einem Zeitraum von 3 1/2 Wochen.


Außerhalb Chinas kam es erst ab dem 21. Februar zu einer
stärkeren Ausbreitung. Bis heute sind außerhalb Chinas
46.900 Infektionen festgestellt worden. Bei einer ähnlichen
Dynamik wie in China könnten wir also in der kommenden
Woche mit einer Abschwächung der
Ausbreitungsgeschwindigkeit rechnen. Es ist allerdings zu
bedenken, dass sich die Ausbreitung in den verschiedenen
Ländern keineswegs synchron entwickelt. Vielmehr dürfte
sich die Epidemie in Europa inzwischen ihrem Höhepunkt
nähern, während der amerikanische Kontinent gerade erst
am Anfang dieser Entwicklung zu stehen scheint.

In der Mitteilung von James Robb werden auch 7


Empfehlungen zur Verringerung des Infektionsrisikos
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gegeben (*). Außerdem empfiehlt er, sich mit einem Vorrat


an Atemschutzmasken, Einmalhandschuhen und
Lutschtabletten (insbesondere solchen die Zink enthalten)
einzudecken. Am Ende seiner Ausführungen weist er darauf
hin, dass diese Pandemie wahrscheinlich erst dann zum
Stillstand kommen wird, wenn wir über einen effektiven
Impfstoff verfügen.

Anschließend beschäftigten wir uns mit den verschiedenen


Impfstoffen: zu unterscheiden ist zwischen Lebend- und
Totimpfstoffen; letztere enthalten geringe Mengen
vermehrungsfähiger Krankheitserreger, die aber so
abgeschwächt wurden, dass sie die Erkrankung selbst
kaum auslösen können. Nur in seltenen Fällen können sie
zu einer leichten Impfkrankheit führen. Totimpfstoffe
enthalten dagegen abgetötete, oder Bestandteile
abgetöteter Erreger. Sie werden vom Körper als fremd
erkannt und regen das körpereigene Immunsystem zur
Antikörperbildung an, ohne dass die jeweilige Krankheit
ausbrechen kann.
Weiterhin wird zwischen der aktiven und der passiven
Immunisierung unterschieden: Bei der passiven
Immunisierung kann ein schneller Schutz gewährleistet
werden, indem den Patienten Konzentrate von Antikörpern,
die von bereits immunen Menschen stammen, verabreicht
werden.
Ziel der aktiven Immunisierung ist dagegen der Aufbau
eines langfristig wirksamen Schutzes. Dabei wird dem
Körper eine Infektion vorgetäuscht, worauf er mit der
Bildung von Antikörpern sowie so genannter
Gedächtniszellen reagiert.

Als nächstes betrachteten wir den molekularen Aufbau von
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Viren im Allgemeinen sowie dem Coronavirus im

Besonderen: Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel,


denn sie besitzen weder ein Zytoplasma, welches das
Medium für alle Stoffwechselvorgänge darstellt, noch
besitzen sie Ribosomen oder Mitochondrien. Daher können
sie allein keine Proteine herstellen, keine Energie
umwandeln und sich auch nicht selbst replizieren. Im
Wesentlichen ist ein Virus also eine Nukleinsäure, auf der
die Informationen zur Steuerung des Stoffwechsels einer
Wirtszelle enthalten sind, insbesondere zur Replikation der
Virus-Nukleinsäure und zur weiteren Ausstattung der
Viruspartikel (Virionen). Die Replikation des Virus kann nur
innerhalb einer Wirtszelle erfolgen.

Viruspartikel außerhalb von Zellen bezeichnet man als
Virionen. Diese sind Partikel, die entweder eine
Desoxyribonukleinsäure (DNA) oder eine Ribonukleinsäure
(RNA) enthalten. Außerdem haben sie in der Regel eine
Protein-Hülle (Kapsid), einige sind zusätzlich von einer mit
viralen Membranproteinen durchsetzten Lipiddoppelschicht
umgeben, welche als Virushülle bezeichnet wird.
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Die kugelförmigen Virionen der Coronaviren enthalten einen


einfachen Strang Ribonukleinsäure. In der doppelten
Lipidschicht befinden sich mehrere Proteine: Das
glycosylierte Spike (S) Protein ragt als Oligomer etwa 20 nm
aus der Membranoberfläche heraus und ist für das typische
Erscheinungsbild der Coronaviren unter dem
Elektronenmikroskop verantwortlich. S bindet an spezifische
zelluläre Rezeptoren und induziert neutralisierende
Antikörper. Dazwischen findet sich ein Hämagglutinin-
Esterase Glykoprotein (HE), welchem eine Schlüsselrolle
bei der Penetration der Virionen in die Wirtszelle zukommt.


Anschließend beschäftigten wir uns mit dem Bericht eines


Arztes aus dem norditalienischen Bergamo. Dieser war am
10. März unter der Überschrift „Tsunami, der uns überwältigt
hat - der verzweifelte Bericht eines italienischen Arztes“ im
Tagesspiegel veröffentlicht worden. Ich zitiere: Und dann sei
er eben explodiert, der Krieg. „Einer nach dem anderen
kommen die unglücklichen Armen in die Notaufnahme. Sie
haben alles andere als die Komplikationen einer Grippe.
Hören wir auf zu sagen, das es eine schlimme Grippe ist.“
Es beruhige ihn keineswegs, dass schwere Verläufe
hauptsächlich bei älteren Menschen mit anderen
Vorerkrankungen aufträten. Die ältere Bevölkerungsgruppe
sei in Italien die größte, außerdem treffe es nicht nur sie:
„Ich versichere Ihnen, wenn Sie junge Menschen sehen, die
auf der Intensivstation landen, intubiert, oder schlimmer,
angeschlossen sind an eine Maschine, die das Blut
extrahiert, es mit Sauerstoff versorgt und dann dem Körper
zurückgibt, wenn Sie das sehen, dann ist ihre Ruhe
angesichts ihres eigenen jungen Alters vorbei.“
Er beschreibt die Situation im Krankenhaus von Bergamo
wie folgt: „Es gibt keine Chirurgen, Urologen, Orthopäden
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mehr, wir sind nur Ärzte, die plötzlich Teil eines einzigen
Teams werden, um diesem Tsunami zu begegnen, der uns
überwältigt hat.“ Es gibt keine Schichten mehr, Zeitpläne.
Das soziale Leben ist für uns ausgesetzt. Seine Schilderung
kulminiert mit einem Aufruf an die Menschen draußen, die
sich eingeschränkt fühlen: „Haben Sie also Geduld, wenn
sie nicht ins Theater, ins Museum oder ins Fitnessstudio
gehen können, versuchen Sie, sich dieser Vielzahl älterer
Menschen zu erbarmen, die sie töten könnten.“

Zum Schluss befaßten wir uns noch mit dem Phänomen,


dass sich Kinder bis zu einem Alter von etwa zwölf Jahren
zwar mit dem Coronavirus infizieren können, aber nur sehr
selten daran erkranken. Dies könnte daran liegen, dass
bestimmte Rezeptoren erst nach der Pubertät ausgebildet
werden. Vielleicht hängt es aber auch damit zusammen,
dass die Thymusdrüse in der Kindheit viel aktiver ist als im
späteren Leben. Schließlich könnten auch psychologische
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Faktoren eine Rolle spielen, und zwar in dem Sinne, dass


Kinder weniger Angst haben, und somit den
immunosuppressiven Auswirkungen dieses Affekts weniger
ausgesetzt sind.
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* Precautions as recommended by James Robb MD:

1) NO HANDSHAKING! Use a fist bump, slight bow, elbow bump,


etc.

2) Use ONLY your knuckle to touch light switches. elevator buttons,


etc. Lift the gasoline dispenser with a paper towel or use a
disposable glove.

3) Open doors with your closed fist or hip - do not grasp the handle
with your hand, unless there is no other way to open the door.
Especially important on bathroom and post office/commercial doors.

4) Use disinfectant wipes at the stores when they are available,


including wiping the handle and child seat in grocery carts.

5) Wash your hands with soap for 10-20 seconds and/or use a
greater than 60% alcohol-based hand sanitizer whenever you return
home from ANY activity that involves locations where other people
have been.

6) Keep a bottle of sanitizer available at each of your home's


entrances. AND in your car for use after getting gas or touching
other contaminated objects when you can't immediately wash your
hands.

7) If possible, cough or sneeze into a disposable tissue and discard.


Use your elbow only if you have to. The clothing on your elbow will
contain infectious virus that can be passed on for up to a week or
more!