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Patientin:

23.02.2020
Frau Margarete Bischoff
Alter: 42 Jahre
Gr.: 178 cm
Gew.: 73 kg

Allergien:
-Kaffee
-Hausstaub

Noxen:
-Alkoholkonsum (2-3 Gläser Rotwein am Wochenende) und Nikotinabusus (5
Zigaretten pro Tag seit ihrem 17. Lebensjahr) wurden bestätigt.
-Drogenkonsum wurde verneint.

Sehr geehrte KollegInnen,

wir berichten über einen Neuzugang:


Die 42-jährige Margarete Bischoff stellte sich heute wegen vor 4 Tagen
aufgetretener Hinterkopfschmerzen vor.
Des Weiteren sagte die Patientin, dass die Cephalgie pulsierend sowie drückend sei
und in den Nacken ausstrahle würde.
Darüber hinaus gibt sie an, dass die Schmerzen belastungsabhängig seien und mit
der Zeit an Intensität zugenommen hätten (sie seien bis 7/10 auf einer
Schmerzskala) und seit gestern sie dauerhaft da seien.
Ferner seien der P. folgende Begleitsymptome aufgefallen: Nausea, Sehstörungen,
Erschöpfung, Nachtshyperhidrosis, Febris (39 Grad), Schüttelfrost, ein mal bisher
Emesis mit teilweise verdautem Essen sowie gewünscht Gewichtsabnahme von
circa 7 Kilogram innerhalb ein paar Tagen.
Außerdem berichtete die P., dass Fieber von Tachycardie begleitet sei.
Zudem erklärt sie, dass sie Obstipation seit 2 Tagen, Halslymphadenopathie seit
heute Morgen sowie Beinödeme bemerkt habe.
Sie fügte hinzu, dass sie schmerzhafte Petechien im dem ganzen Thorax sowie im
dem Abdomenbereich habe.
An Vorerkrankungen, leide die Patientin an chronischer Migräne sowie Asthma.
Die P. habe ein Abort gehabt.

In Bezug auf die Medikation nehme sie Nurofen gegen Migräne regelässig ein und
habe wegen des aktuellen Fiebers auch Nurofen eingenommen. Gegen Asthma
habe sie ein Spray benutzt.

In der Familienanamnese fanden sich Gallenblasenkarzinom beim Vater. Er sei


daran gestorben. Die Mutter leide an Rheumatismus.

Frau Bischoff sei ledig und habe einen Sohn. Sie sei Sozialarbeiterin im einem
Asylantenheim und wohne mit ihrem Freund und Sohn.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine symptomatische


Meningitis hin.

Differenzialdiagnostisch kommen Enzephalitis, Apoplex, Gehirntumor sowie Migräne


in Betracht.

Zur weiteren Abklärung empfehle ich die folgenden diagnostischen Maßnahmen:


-körperliche und neurologische Untersuchung
-Labordiagnostik: großes Blutbild, Blutkulturen, Lumbalpunktion,
Entzündungsparameter (BSG; CRP).
-MRT und CT des Schädels.

Sollte sich meine Verdachtsdiagnose bestätigen, empfehle ich folgendes:


- stationäre Aufnahme;
- Mikronährstofftherapie (Vitalstoffe);
- Medikamentöse Therapie (symptomatische Therapie, Antibiotikatherapie – bei
Verdacht auf bakterill bedingte Meningitis);
- Corticosteroide.
Asistentärztin: Simina Crisan