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HIV/AIDS

Es gibt keine Region auf der Welt, die von dieser Krankheit nicht betroffen ist, wer also ungeschützten
Sex ausübt, riskiert stets eine Infektion. In Niger sind ca. 79.000 Menschen HIV-positiv, was etwa einem
Prozent der Bevölkerung entspricht. Unter den Prostituierten in Niger sind etwa 38% infiziert.

Die allgemeine medizinische Versorgungslage in Niger ist schlecht. Wer ständig auf Medikamente
angewiesen ist, sollte diese von Europa aus mitbringen. Die Qualität der Hygiene ist schlecht, häufig fehlt
es an den nötigen Apparaten und der Technik. Wer planbare Operationen durchführen muss, sollte
davon absehen, diese in Niger machen zu lassen.

Malaria: Malaria ist eine tückische Krankheit, deren Erreger durch Mückenstiche übertragen wird.
Oftmals bricht die Krankheit erst Monate nach der Infektion aus, so dass Touristen aus Europa häufig
nichts mit ihren Fieber- und sonstigen Symptomen anzufangen wissen. Wer einige Zeit nach einer Reise
nach Niger Fieber und andere Krankheitssymptome zeigt, sollte dem behandelnden Arzt unbedingt von
seiner Reise in ein Malaria-Gebiet erzählen. Ansonsten verlaufen Malaria-Erkrankungen für Europäer
ohne wirksame Gegenmaßnahmen nämlich fast immer tödlich. Neben chemischer Prophylaxe sind auch
gewisse Verhaltensweisen angezeigt: stets helle Kleidung tragen, die sich über alle Körperpartien
erstrecken sollte. Nachts unbedingt Moskitonetze verwenden, außerdem so oft wie möglich
Insektenschutzmittel auftragen.

WHO:Weltgesundheitsorganisation

Impfungen: Der gesamte Staat Niger gilt laut WHO als Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung
bzw. der Nachweis dessen ist somit Pflicht für alle nach Niger Einreisenden, eine Ausnahme stellen
lediglich Kinder unter 1 Jahr dar.

Neben dieser Pflichtimpfung gibt es aber noch viele weitere Impfungen, die man gemacht haben sollte,
bevor man nach Niger reist. Dazu gehören nach internationalen Standards Impfungen gegen Diphtherie,
Tetanus, Pertussis, Polio, Mumps, Masern, Röteln und gegen Influenza. Wer längere Zeit in Niger
verbringen will, sollte sich auch gegen Hepatitis A und B, gegen Tollwut, Meningokokken und gegen
Typhus impfen lassen.

GelbFieber: Gelbfieber ist eine Infektionskrankheit die überwiegend im Gelbfiebergürtel (tropische und
subtropische Regionen in Afrika): Es handelt sich bei Gelbfieber um eine schwere Viruserkrankung die
nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird. Typische Symptome bei einer Erkrankung sind:
Kopfschmerzen, Schüttelfrost, hohes Fieber, Muskelschmerzen. Wenn Bewusstlosigkeit eintritt und die
Leber geschädigt ist, überleben nur rund 50 % der Betroffenen die Gelbfiebererkrankung. Der Tod tritt
dann nach 7 bis 10 Tagen ein. Medikamente wie Antibiotika helfen bei der Viruserkrankung nicht.