You are on page 1of 53

mit Bildern von

Sabine Fritzen Jette Jertz


. . . noch viel tiefer
In der Malerei gibt es immer In der zarten Transparenz
neue Erfahrungen. Darin und Vielschichtigkeit von
sehe ich die Chance und Jettes Bildern habe ich die
auch die Herausforderung, Verletzlichkeit gefunden, die
einen einzigartigen Finger- immer damit verbunden ist,
abdruck zu hinterlassen. wenn Menschen ihre Herzen
In meinen jüngsten Bildern zeigen.!Darin liegen!ihre
suche ich ein feines große Kraft und ihre
Gleichgewicht zwischen Intensität.!Genau darum
Emotionalität und Form, die geht es auch in meinen
unsere Vielschichtigkeit Gedichten.
widerspiegelt und Vertiefung
des Selbsterlebens
ermöglicht.

Jette Jertz! ! ! Sabine Fritzen

artisanum verlag
ISBN 978-3-9812307-3-4
. . .noch viel tiefer
Sabine Fritzen
! ! ! ! ! mit Bildern von
Jette Jertz

. . . noch viel tiefer


Mehr Gedichte übers Leben und Lieben
… noch viel tiefer. Mehr Gedichte übers Leben und Lieben

1. Auflage 2010
© Sabine Fritzen (Gedichte) und Jette Jertz (Bilder)
© artisanum-Verlag, Troisdorf 2010
Alle Rechte ausdrücklich vorbehalten.

ISBN 978-3-9812307-3-4

Fotografien der Bilder und Portrait von Jette Jertz:


Frank Baquet, www.baquet-photodesign.de

Portraits Sabine Fritzen:


Wolf Busch, www.portrait-andere.de

Layout: Anjum Werner

Bilder: Jette Jertz, www.jettejertz.de

Cover: Im Wasser, PanArt / Acryl auf Leinwand, Jette Jertz 2010

Druck: KDD Digital-Druck GmbH


Leopoldstraße 68, 90439 Nürnberg
www.druckterminal.de
Inhalt
! ! Alles wird neu ! ! ! ! 7
! ! Die Wahrheit tut weh! ! ! 9
! ! Sicherheit! ! ! ! 11
! ! Ehe! ! ! ! ! 12
! ! Verzweifelt! ! ! ! 13
! ! Liebe ohne Grenzen! ! ! 15
! ! Abschied! ! ! ! 16
! ! So einfach?!! ! ! ! 17!
! ! Die 7 Chakren! ! ! ! 18
" " " Rot – Wurzel" " " 19
" " " Orange – Instinkt" " 19
" " " Gelb – Ich" " " 20
" " " Grün – Herz" " " 21
" " " Hellblau – Ausdruck" " 23
" " " Indigo – 3. Auge"" " 24
" " " Violett – Krone" " " 25
" " Körpergefühl" " " " 27
" " Erfüllung" " " " 28
" " Glück" " " " " 29
! ! Geisterstunde ! ! ! ! 31
! ! Annehmen! ! ! ! 32
! ! Lebensweg! ! ! ! 33
! ! Selbstliebe! ! ! ! 34
! ! Lebenszeiten! ! ! ! 35
! ! Hauptsache! ! ! ! 37
! ! Seitdem! ! ! ! 38
! ! Liebe durch Grenzen! ! ! 40
! ! Schon wieder! ! ! ! 42
! ! Liebe heilt! ! ! ! 44
! ! Unerwartet! ! ! ! 45
Versprechen! ! ! ! 46
! ! Ganz anders ! ! ! ! 48
! ! Was ich will! ! ! ! 49
" " Schmetterlingsküsse" " " 51
" " Nachwörter (über Jette und Sabine) 52/53
Alles wird neu
Der Winter war lang.
Seine Kälte quälte uns,
kroch durch alle Ritzen,
in alle Knochen,
ließ uns zittern,
Schutz suchen
beieinander.

Der Winter war lang.


Seine Dunkelheit schloss uns ein,
breitete sich unter uns aus,
jeden Tag mehr,
nahm uns den Mut,
aufzubrechen,
miteinander.

Der Winter war lang.


Seine Kargheit schränkte uns ein
auf nur wenige Möglichkeiten,
auf das Allerwesentlichste,
nahm uns die Kraft,
ließ uns hungern
nebeneinander.

Der Winter war lang.


In Kälte, Dunkelheit und Kargheit
erfuhren wir alles über uns,
wir teilten den Mangel,
hielten durch,
hielten uns fest
aneinander.

Doch jetzt bricht der Frühling an.


Er bringt uns
mit Wärme und Licht
auch Fülle, Freude und Hoffnung zurück.
Wir fangen neu an,
alles wird neu
ohne einander.
7
Sound of Hip Hop, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm
Die Wahrheit tut weh
Ich kann meinem Herzen
nicht befehlen,
was es fühlen soll.

Ich kann mein Herz


nicht zwingen,
nur dich allein zu lieben.

Ich kann dir


nichts versprechen,
was mein Herz nicht halten kann.

Ich kann dir das,


was Du willst, nicht geben,
wenn mein Herz es verweigert.

Ich will dir


nichts vormachen,
was nicht wahr ist für mich.

9
!

Rote Strümpfe, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm


Sicherheit
Soviel ist sicher:
Ich bin nicht weg gegangen.
Ich habe dich nicht verlassen.
Du hast mich nicht verloren,
hast mich sicher bei dir.
Wir haben durchgehalten.

Mag sein, ja,


dass ich ernster geworden bin,
erwachsener vielleicht,
ich lache weniger.
Aber ich weine auch nicht mehr.

Mag sein, ja,


dass ich manchmal in Gedanken verloren bin,
etwas abwesend vielleicht,
du nur eine leere Hülle im Arm hast.
Aber ich bin hier.

Mag sein, ja,


dass ich stiller geworden bin,
überlegter vielleicht,
ich spreche nicht mehr alles aus.
Aber es gibt auch nicht viel zu sagen.

Mag sein, ja,


dass ich weniger lebendig bin als vorher,
versteinert vielleicht,
du musst dir keine Sorgen machen.
Denn ich bin ja bei dir geblieben.

Soviel ist sicher.!

11
! Ehe (ich es wusste)
! oder
! Nachher ist man immer schlauer

! Ich sagte ja
! aus Liebe
! zu dir.

! Ich sagte ja
! aus Angst,
! dich zu verlieren.

! Ich sagte ja
! trotz der Zweifel,
" ob es gut ist für mich.

! Ich sagte ja.

! Aber jetzt sehe ich,


! dass meine Liebe zu dir
! der Deckel ist,
! unter dem der Teil von mir liegt,
" vor dem ich die größte Angst habe.
! Denn in ihm steckt
" meine größte Kraft.

" Ich will ihn zurück haben.


! Ich sage ja
! zu mir.

12
Verzweifelt
In seinen Armen,
mein Gesicht an seinem Hals,
seine Haut auf meiner,
seine Hände auf meinem Körper,
unsere Beine verschlungen,
ist mein Herz doch immer bei dir.

13
Frauen Akt, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 65x90 cm
Liebe ohne Grenzen
Du gehst
bis zum Äußersten,
reizt alles
bis ins Letzte aus.

Du nimmst,
was du kriegen kannst,
was auch immer da ist,
es ist doch nie genug.

Du kennst
keine Grenzen für dein Wollen,
man muss sie schon setzen,
mit Nachdruck, immer wieder.

Du deckst
alles zu mit deinen Bedürfnissen,
erstickst jede Regung
in meiner Seele.

Du spürst sie nicht,


die Schwere,
die auf deinen Schultern und im Herzen lastet,
weil du dich tragen lässt.

Du fragst,
was mir denn fehlt
bei dir,
wir hätten doch alles.

Ja, wir haben alles,


das ist wahr,
Doch meinem Herz, meiner Seele
fehlen Luft und Raum zum Atmen.

15
Abschied
Da ist immer noch Liebe.
Da ist immer noch Nähe.
Da ist immer noch Vertrautheit.
Es gibt so viel Schönes.
Mit dir.

Da ist immer noch Druck.


Da ist immer noch Unverständnis.
Da ist immer noch Befremden.
Es gibt so viel Kampf.
Mit dir.

Da ist immer noch mein Wunsch nach Leichtigkeit.


Da ist immer noch meine Sehnsucht nach Freiheit (in Liebe).
Da ist immer noch mein Verlangen nach Neuem.
Es gibt so viel Enge.
Mit dir.

Da wird immer diese Liebe für dich in meinem Herzen sein.


Ein Teil von mir wird immer zu dir gehören.
Und doch werde ich meinen Weg gehen und mir treu sein.
Es gibt noch so viel zu lernen für mich.
Jetzt ohne dich.

16
So einfach?!
Im Grunde reicht es völlig aus,
ein wenig ver-rückt zu sein,
die Perspektive nur etwas zu ver-rücken.

Um einen ganz kurzen Blick


auf sie werfen zu können,
nur einen winzigen Blick um die Ecke.

Und schon hat sie einen gepackt,


die Freude, wird unkontrolliert eins mit dir,
findet ihren Platz ganz tief in dir.

Sie geht nicht mehr weg.


Schon ist nichts mehr, wie es war.
Ein wenig ver-rückt ist schon in Ordnung.

17
Die 7 Chakren

Kamakawiwo Olè, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 60 x 60 cm

18
Rot - Wurzel
Ich fühle die Erde unter mir.
Ich bin geerdet.
Ich nehme die Kraft der Erde auf,
spüre ihre Lebendigkeit in mir,
spüre die Leidenschaft für das Leben in mir,
spüre die Frau in mir,
die Leben hervorbringen kann
wie die Erde.

Orange - Instinkt
Ich bin geborgen.
Ich bin angenommen.
Ich bin geliebt.
Ich fühle mich geliebt.
Ich fühle meine Liebe
und vertraue auf sie.

Ich nehme auf und ich nehme an.


Und ich gebe
mit Freude
mit Leidenschaft
ganz unschuldig
lasse meine Liebe fließen
zu dir.

19
Radiant Identity, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 50 x 125 cm

Gelb - Ich
Ich stehe für mich ein.
Ich setze eine Grenze.
Ich setze sie mit Kraft und Ausdruck.

Ich tue es für mich.


Ich tue es nicht gegen jemanden.
Ich brauche keine Gewalt.
Ich brauche nicht zu schreien.
Ich muss nicht außer mir sein.
Ich muss nicht Kraft verlieren dabei,
die ich brauche für mich.

Ich mache es klar


für mich und für dich.

20
Grün - Herz
Ich bin wie ich bin.
So wie ich bin, bin ich bei dir.
In diesem Augenblick
Und in allen anderen.

Ich werde mich nicht verstellen.


Ich werde nichts beiseite schieben.
Ich werde nichts unterdrücken.
Denn ich bin wie ich bin.

Ich will mich nicht erinnern


an all den Schmerz, die Enttäuschungen, die Angst,
die ich erlebt habe mit dir.
Ich lasse alles hinter mir.

Ich zeige meine Verletzlichkeit.


Ich zeige meine Empfindungen.
Ich zeige meine Liebe, gebe mich hin.
Denn ich bin gut so, wie ich bin.

21
Dancing Queen, 2010, PanArt / Acryl auf Karton, 70 x 100 cm
Hellblau - Ausdruck
Ich höre sie.
Meine innere Stimme.
Sie spricht zu mir.
Immer, wenn ich bereit bin zu lauschen.

Sie erzählt mir von mir.


Von meinem Zuhause.
Von meiner Seele.
Sie vermittelt mir meine innere Wahrheit.

Deshalb brauche ich die Stille.


Deshalb kann ich mir vertrauen.
Deshalb kann ich zeigen, was in mir ist.
Deshalb bin ich unabhängig - auch von dir.

Ich bin bei mir - was für eine Freude!

23
Indigo - 3. Auge
Ich bin verbunden
mit der Unendlichkeit
mit dem Ganzen
mit dem Ewigen
mit dem Licht.

Ich kann die Verbindung aufnehmen


kann Fragen stellen
kann mir Rat holen
kann Hilfe bekommen
kann mein Leben lichtvoller gestalten.

Ich will mich öffnen


für Übersinnliches
für reines Bewusstsein
für Träume
für Visionen.

Ich bin erfüllt von


Freiheit
Vertrauen
Sicherheit
und großer Liebe.

24
Violett - Krone
Ich bin ein Kanal.
Durch mich fließt es
aus der Quelle der Quellen.

Ich bin ein Funke.


In mir leuchtet
das göttliche Licht.

Ich bin ein Instrument.


Aus mir strömt
heilende Liebe.

25
Mädchen, 2010, PanArt / Acryl auf Karton, 70 x 100 cm
KörperGefühl
Dein Körper ist dein Freund.
Du kannst ihn fühlen.
Durch ihn fühlst du dich.

Er zeigt dir, was dir fehlt.


Er zeigt dir, was du brauchst.
Er zeigt dir, wie es dir geht - ganz genau.

Ob du auf einem guten Weg bist, oder nicht.


Er zeigt dir, was dir gut tut.
Und was nicht.

27
Erfüllung
Durch dich
bin ich mir begegnet.

Durch dich
lerne ich mich kennen.

Durch dich
sehe ich mich selbst.

Durch dich
komme ich zu mir.

Durch dich
erwache ich, werde ich bewusst.

Durch dich
finde ich Glück, Freude und Liebe
in mir.

Durch dich
bin ich bei mir zu Hause.

28
Violett, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 110 x 70 cm

Glück
Auch wenn dich
meine Augen nicht sehen,
meine Hände nicht berühren,
meine Lippen nicht küssen
dürfen.

So bin ich doch


ganz und gar glückselig,
weil es dich gibt.

29
Drei, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Geisterstunde
Ich habe dich nicht sehr vermisst.
Ich habe nicht so gelitten.
Was mich nicht umbringt, macht mich stark.
Und doch suche ich noch immer nach Antworten.
Immer noch stehen dieselben Fragen im Raum.
Meine Erinnerungen schlafen nie.
Wir sind auf Abstand gegangen, wir haben Abstand gehalten.
Warum beschäftigt es mich noch?
Was hätte ich denn tun sollen,
so voller Angst mich ganz einzulassen,
so voller Angst etwas falsch zu machen?

Ich habe nie einen Platz gefunden,


wo ich mich vor dir verstecken konnte.
Immer noch spukst du durch meine Gedanken, meine Seele.
Ich spüre dich, auch wenn du noch soweit weg bist.
Du bist immer da, auch wenn ich dich nicht sehe.
Du stellst mir Fragen, auch wenn sie niemand hört außer mir.
Du hörst mich, auch wenn kein Wort über meine Lippen kommt.
Du berührst mich, auch wenn du mich nicht anfasst.
Du schaust in meine Augen, auch wenn du mir den Rücken kehrst.
Du erreichst mich, auch wenn du unerreichbar bist für mich.
Du hast den wichtigsten Platz in meinem Leben,
auch wenn es niemand bemerkt.

Meine Gelassenheit ist nur gespielt,


meine Gleichgültigkeit nur Fassade.
Denn bei allem, was ich tue,
wünsche ich mir deine Aufmerksamkeit, deinen Blick,
sind meine Gedanken bei dir.
Du bist der Stern, der mich leitet,
du bist mein Maßstab, meine Landkarte,
mein verborgener, heiliger Schatz.
So wie es aussieht,
- und das ist das Letzte, was ich erwartet hätte -
ist es wohl Zeit mir einzugestehen,
dass das Liebe ist.

31
Horizont mit Frauen, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 85 x 125 cm

Annehmen

Nimm meine Hände.


Nimm mich in deine Hände.
Nimm mich ganz.
So wie ich bin.

32
! Lebensweg
! ! Er war sehr weit,
" " über viele Strecken äußerst steil,
! ! in Teilen steinig, uneben,
! ! manchmal kaum passierbar.

Ich trug viel Gepäck,


manches davon war
nicht einmal mein eigenes;
aber ich bemerkte es nicht.

Er führte mich bis hierher,


an diesen Punkt, über eine große Schleife.
Aber Umwege erweitern bekanntlich
die Ortskenntnis.

Ich habe einiges


hinter mir gelassen,
abgeladen,
zurück gegeben.

Er gehört zu mir,
ist ein Teil von mir geworden,
hat mich geführt
zurück zu mir selbst.

Ich will nichts vergessen,


alles bleibt in mir,
das Schöne wie das Schwere,
macht mich aus.

Er geht weiter,
wohin auch immer;
was vor mir liegt,
ist ungewiss.

Ich folge ihm,


mein Herz ist mein Kompass,
Liebe und Vertrauen mein Treibstoff,
ankommen – wo auch immer – mein Ziel.

33
Kamakawiwo Olé - Ukulele, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 70 x 170 cm

Selbstliebe
Ich bin so, wie ich bin.
Es ist gut so.

Ich stehe zu mir.


Ich stehe zu meiner Kraft.
Ich stehe zu meiner Liebe.
Ich stehe zu meiner Leidenschaft.
Ich gebe nicht auf.
Ich lasse mich nicht verbiegen.
Ich lasse nicht zu, dass man mich bricht.
Ich lasse den Neid anderer
vorüberziehen wie die Wolken am Himmel.
Ich lasse mich nicht einengen,
unter Druck setzen.

Ich nehme mir die Freiheit


meinen Weg zu gehen.
Gehst du ein Stück mit?

34
Lebenszeiten
Hier
stehe ich
fest
wie ein Baum
tief verwurzelt
in meiner Liebe
zu dir.

Hier
wachse ich
kraftvoll
wie ein Baum
voll erblüht
aus meiner Liebe
zu dir.

Hier
trage ich
leuchtend
wie ein Baum
voller Früchte
an meiner Liebe
zu dir.

Hier
bleibe ich
still, voller Vertrauen
wie ein Baum
schöpfe Kraft für ein neues Leben
in Liebe
zu dir.
35
An-Blick, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 30 x 40 cm
Hauptsache
Ob du mich vernaschst
oder verschlingst
oder auffrisst,
ist mir egal.

Hauptsache,
du lässt soviel
von mir
übrig,
dass wir
immer wieder
von vorn anfangen können.

37
Seitdem
Seit ich dir begegnet bin,
weiß ich, wie es ist.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, dass es das gibt.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, was möglich ist.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, es gibt noch viel mehr.

Seit ich dir begegnet bin,


Weiß ich, dass nichts bleibt, wie es war.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, was alles in mir steckt.
Seit ich dir begegnet bin,
weiß ich, wer ich bin.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, wie tief Liebe geht.

Seit ich dir begegnet bin,


Weiß ich, wie weit die Liebe reicht.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, was Liebe hervorbringen kann.

Seit ich dir begegnet bin,


Weiß ich, dass alles Leben Liebe ist.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, wie grausam Liebe sein kann.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, was man aus Liebe aushalten kann.

Seit ich dir begegnet bin,


weiß ich, dass ich nichts anderes will.
Als dich.
38
Im Wasser, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Liebe durch Grenzen
Ich will wachsen,
damit ich dir gewachsen bin,
damit ich dir meine Grenzen zeigen,
damit du sie spüren kannst.

Du bist der Mann,


mein Mann,
an dem ich wachsen kann
und wachsen will.

Es wird immer Liebe


und Leidenschaft,
nie nur Freundschaft sein
zwischen uns.

Ich kämpfe dafür,


dass etwas Neues wachsen kann,
dass eine neue Blüte wächst für uns,
auch mit mir.

Das Alte ist vorbei.


Es war gut so, wie es war.
Aber es ist vorbei.
Es wird nicht wieder kommen.
#
Kämpf nicht für das Alte,
das nicht mehr zurück kommt.
Kämpf nicht gegen mich,
sondern mit mir für etwas Neues.

40
Badende, 2010, PanArt / Acryl auf Karton, 50 x70 cm

41
Schon wieder
Schon wieder hast du
meinen Weg gekreuzt,
mich ins Trudeln gebracht (wie in einem Schwindelanfall),
mir den Boden unter den Füßen weggezogen,
mich erschüttert,
mir den Schlaf geraubt,
meine Fröhlichkeit Lügen gestraft,
mein Leben durcheinandergebracht.
Schon wieder möchte ich
am liebsten weglaufen,
mich verstecken,
wegschauen - kann dich nicht ansehen,
mich in Luft auflösen,
verschwinden,
unsichtbar werden,
sterben.
Schon wieder lässt Du
meine tiefsten Gefühle aufsteigen,
meine Tränen fließen,
meine Selbstachtung verschwinden,
meinen Stolz schmelzen,
meine guten Vorsätze zerbröseln,
mein ordentliches Leben verschwimmen,
meine Pläne platzen.
Schon wieder würde ich so gerne
zu dir hingehen,
in deine Augen schauen,
dein Gesicht in meine Hände nehmen,
Ganz zart deine Augen, Wangen und deinen Mund küssen,
meine Hände an deinen Armen entlang gleiten lassen
meine Stirn an deine Brust lehnen,
dein T-Shirt nass weinen.
Schon wieder.!

42
Tica, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 85 x 125 cm
La Luna, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 70 x 170 cm

Liebe heilt
Es mag seltsam klingen für dich.
Doch dir gehört der Ort,
an dem sich meine Wünsche verstecken,
alle meine Gedanken sammeln.
Bei dir finde ich sie wieder.

In deinen Armen bin ich zu Hause.


Auf deiner Haut werde ich gewärmt.
An deiner Brust komme ich zur Ruhe.
Durch deine Hände spüre ich alle Zärtlichkeit.
Mit deinem Mund heilst du meine Seele.
In deinen Augen erkenne ich unsere Liebe.
Dein ganzer Körper weckt meine Lebendigkeit.

Du heilst alle meine Wunden.

44
Unerwartet
So offen
so ehrlich
so unmittelbar

so nah
so unverstellt
so frei

so erwartungslos
so bedingungslos
so ohne jede Angst

wäre ich dir gern begegnet.


Eben so,
wie er mir nun
begegnet ist.

45
Versprechen
Wenn ich dich sehe,
wird mir ganz warm,
nicht nur ums Herz.
werde flüssig, wie eine Welle,
voller Erwartung.

Wenn du bei mir bist,


bin ich ganz weich,
beginne ich zu fließen,
werde ganz sanft, formbar,
voller Vertrauen.

Wenn du mich berührst


- und sei es nur wie ein Hauch -
bin ich ganz weiblich.
Wie eine Welle zerfließe ich,
nehme dich ganz an, ganz auf,
voller Liebe.

Du wirst schon sehen.

46
Portrait, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 35 x 35 cm

47
Ganz anders
Es gab eine Zeit
da hätte ich
dich
so gerne
kennen gelernt.
So gern.

Es gab eine Zeit


da hätte ich
alles
so gerne
anders gemacht.
So gern.

Es gab eine Zeit


da habe ich
dich
in gewisser Weise
kennen gelernt.
In gewisser Weise.

Es war
so anders
in gewisser Weise.
So ganz anders.

Es hat mir nicht gefallen.

48
This is who I am, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 35 x 35 cm

Was ich will


Es ist ganz einfach.
Ich bin ganz einfach.
Schau mich an.
Sprich mit mir.
Und fass mich an. 49
Orange, 2010, PanArt / Acryl auf Leinwand, 30 x 40 cm
Schmetterlingsküsse
Halte mich
behutsam
in deinen Händen
damit meine zerbrechlichen Flügel nicht beschädigt
mein zarter Körper nicht verletzt
meine empfindsame Seele nicht erdrückt wird.

Halte mich
vorsichtig
in deinen Händen
wie einen bunten Schmetterling
ein Geschenk
das dir kostbar ist.

Halte mich
nicht fest
sondern lass mich flattern und fliegen
von Blüte zu Blüte, Baum zu Baum
damit ich immer wieder gern zu dir zurückkehre
und dir bringe, was ich gefunden habe.

Und liebe mich


zart und sanft
als wäre ich dein Schmetterling
fühle meine Schmetterlingsflügel
wie einen Wimpernschlag auf deiner Haut
damit sich unsere Liebe immer wieder verwandelt.

51
Sabine Fritzen
Geboren 1965 in Troisdorf. Studium
Politikwissenschaft, Geschichte und
Philosophie in Bonn.
Mutter von drei nahezu erwachsenen
Kindern. Heilpraktikerin und Homöopathin
in eigener Praxis. Begründerin und
Inhaberin des Artisanum - Zentrum für
ganzheitliche Heilkunst und
Gesunderhaltung in Troisdorf, unterrichtet
dort interessierte Laien in Homöopathie.
Schreibt für diese über Homöopathie und
nebenbei Geschichten und Gedichte.

„Nach dem 2008 erschienenen ersten Gedichtband „Untiefen. Gedichte


übers Leben und Lieben.“ , entstanden neue Gedichte, die – wie auch im
ersten Band – machtvolle Empfindungen, die bekanntlich alle Grenzen und
Konventionen zu sprengen vermögen, in Sprache bringen, ohne die Form
der Sprache über den Inhalt oder das Wesen der Gefühle dominieren zu
lassen. Die Freiheit der Gedanken und Gefühle sowie ihres Ausdrucks steht
in ständiger Spannung zum Ausdrucksmedium, dem gedruckten Wort, in
dem der Verstand die Begriffe prägt. So scheint die Welt der Gefühle
zumindest kurzfristig gebändigt und festgelegt werden zu können – was für
eine Illusion…

In der zarten Transparenz und Vielschichtigkeit von Jettes Bildern, die


gerade auf diese Weise ihre Kraft und Intensität offenbaren, habe ich eine
Entsprechung zur Verletzlichkeit gefunden, die immer damit verbunden ist,
wenn wir Menschen unsere Herzen zeigen. Doch gerade in dieser
Aufrichtigkeit sind wir echt, authentisch. Eben auf dem Weg zu uns selbst.
Wer geht diesen Weg mit? Alle sind eingeladen!“

www.artisanum.de

52
Jette Jertz
" " " " Geboren am 16.3.1973 in Kettwig.
" " " " Studium an der Alanus Kunsthochschule
" " " " in Bonn sowie Sonderpädagogik,
" " " " Kunsterziehung und Promotion in Köln.
" " " " Diplom PanArt Lehrerin. Regelmäßige
" " " " Ausstellungen seit 2002 international.
" " " " „In der Malerei gibt es immer neue
" " " " Erfahrungen. Darin sehe ich die Chance
" " " " und auch die Herausforderung, einen
" " " " einzigartigen Fingerabdruck zu
" " " " hinterlassen. In meinen jüngsten Bildern
" " " " suche ich ein feines Gleichgewicht
" " " " zwischen Emotionalität und Form, die
unsere Vielschichtigkeit widerspiegelt und Vertiefung des Selbsterlebens
ermöglicht.

Diese Richtung ist eine Fortsetzung und Intensivierung meiner Malerei aus
dem Arbeitsfeld der PanArt. Untergrund und Formenvielfalt der Farbflüsse
sind aufgelöst für eine kompositorisch gelenkte Konfiguration, die durch die
Mehrschichtigkeit im Farbaufbau den Untergrund immer durchscheinen
lässt und damit die strengeren Formen des Bildergebnisses auflöst.
Zentrum und Umgebung werden in eine Beziehung zueinander gebracht,
was einen Seh-Prozess beim Ablesen der Bildkompositionen ermöglicht.

Die Malerei ist es, die mich begeistert, mich lenkt, mich rüttelt, mich
kritisiert und stets einen Spiegel vorhält. Sie verführt mich durch die Farben
und Formen hin zu meiner Lebensfreude.

In meinen Malkursen vermittle ich spielerisch Techniken, Tricks und ein


Gefühl für Farbe und Form, während sich das Bild von selbst malt. Dies
dient als Ausgang, damit die Teilnehmer ihren eigenen Weg in der Malerei
finden können.

Mein bisheriges Leben war eine lebendige Reise, um meine innere


Lebenskünstlerin zu finden. Jetzt ist sie da, hellwach und voller
Lebensenergie!“

www.jettejertz.de

53