Sie sind auf Seite 1von 3

Soziale Marktwirtschaft

versucht das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden. Ihr primäres Koordinationsprinzip soll der Wettbewerb sein." (Alfred Müller Armack)

→ Wohlstandmehrung für alle Bürger Probleme:

weltweiter Wettbewerbsdruck → Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland

Arbeitslosigkeit (v.a. Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte)

demographische Entwicklung → Überalterung der Gesellschaft (weniger Beitragzahler)

Umweltprobleme → zusätzliche externe Kosten Wirtschaftspolitische Zielsetzungen (im Stabilitätsgesetz StWG)

stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum

hoher Beschäftigungsstand

Preisniveaustabilität

außenwirtschaftliches Gleichgewicht

→ gleichzeitige Erreichung/Verfolgung aller Ziele = unmöglich →"magisches Viereck"

1

stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum

stetig: kurzfristige Konjunkturschwankungen sollen vermieden werden

angemessen: Wohlstand eines Landes soll allgemein erhöht werden Vorteile:

steigender materieller Wohlstand

sichert Wettbewerbsfähigkeit

erleichtert staatliche Sozialpolitik/Strukturwandel

erleichtert Schaffung von Arbeitsplätzen Messgröße:

zentraler Indikator = Bruttoinlandsprodukt (BIP)

BIP gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren + Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres, innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft herrgestellt werden und dem Endverbrauch dienen.

Reales BIP: Güter + DL werden mit Preisen eines Basisjahres berechnet

normales BIP: Bewertung zu aktuellen Preisen

Wachstumsrate des BIP = Veränderung des BIP gegenüber Vorjahr / BIP des Vorjahres

→ Wirtschaftswachstum = Veränderung des realen BIP! Kritik:

Reperaturen an Umwelt, Krankheit, Unfälle steigern BIP aber Wohlstand nicht!

Erfassungsmängel: Hausfrauenarbeit, Selbstversorung in der Landwirtschaft, Schwarzarbeit, do-it-yourself Arbeit, keine Produkt-/Lebensqualität, keine Verteilung des BIP

2

hoher Beschäftigungsstand

persönliche Auswirkungen: Verschuldung, gesundheitliche Probleme, Isolierung, soz. Probleme (Sucht, Gewalt), Zukunftsungewissheit

gesellschaftl. Auswirkungen: Produktionsausfall, Einkommensausfälle für Staat, Ausgabensteigerung (Algeld, -hilfe), Reduzierung der Binnennachfrage

Messgröße:

Indikator = Arbeitslosenquote (auf der Basis der abh. Ziv. EP)

= (Arbeitslose / abh. Ziv. ET + Arbeitslose) x 100

"abhängigen zivilen Erwerbstätigen": sozialversicherungspflichtig Beschäftigen (inkl. Azubis); geringfügig Beschäftigte ("Minijobbler auf 400€-Basis); Personen in Arbeitsgelegenheiten (1€- Jobler); Beamte (ohne Soldaten)

"Arbeitslose": Personen >15h Arbeit pro Woche (Wille ist da) & arbeitslos gemeldet sind

Ursachen von Arbeitslosigkeit:

fehlende Bereitschaft → z.b zu geringer Lohn, zu lange Arbeitszeiten

Reallohn (Reallohn steigt → Arbeit für Arbeitgeber teurer → Entlassung)

Strukturwandel & Technischer Wandel (neue Branchen, neue Qualifikationen)

großer Wettbewerbsdruck

Substitution von menschlicher Arbeit (Maschinen ersetzen Menschen)

Arten von Arbeitslosigkeit

freiwillige Arbeitslosigkeit (Lohnvorstellung über Marktpreis)

strukturelle Arbeitslosigkeit (durch Strukturwandel der Wirtschaft → Umschulung der Arbeitskräfte)

friktionelle Arbeitslosigkeit (Übergang von einer Arbeitsstelle zur anderen → kurze Dauer)

saisonale Arbeitslosigkeit (Landwirtschaft, Bauwirtschaft → hebt sich in ganzjährig auf)

konjunkturelle Arbeitslosigkeit (Schwankungen der Wirtschaftstätigkeit & Rationalisierungseffekt) Kritik:

keine Aussagen über Veränderung der Arbeitszeit/Zahl der offenen Stellen/Art der Arbeitslosigkeit

Stille Reserve (verdeckte Arbeitslosigkeit) →Personen, die unter bestimmten Bedingungen bereit wären zu arbeiten, aber nicht als arbeitslos gemeldet sind)

3 Preisniveaustabilität

Inflation:

→ benachteiligt Sparer ("Nominalwertprinzip": Arbeitnehmer & Rentner zahlen sofort höhere Preise, erhalten aber erst nach Tarifverhandlungen höheres Einkommen

→ begünstigt Schuldner, Sachwerbesitzer, Arbeitgeber & Selbstständige (haben sofort höheren Umsatz, zahlen aber erst später höhere Löhne)

Inflationsursachen:

Nachfragesog – Inflation (Nachfrage höher als Angebot → Preiserhöhungen)

Angebotsdruck – Inflation (Lohnerhöhung → Preiserhöhung (finanzieller Grund) → Lohnerhöhung (Lohn-Preis-Spriale) / Preiserhöhung → Kosten der Lebenshaltung für Arbeitsnehmer steigt (Preis-Lohn-Sp.)

Importierte – Inflation (Preise für ausl. Produkte steigen → heimische Produktionskosten steigen → Preise für heim. Produkte steigen (Inflation aus Ausland importiert) Nachfrage nach heim. Produkten steigt → Preiserhöhung (Inflation im Inland importiert)

Messgröße:

Indikator = Preisindex

= Wert des Wahrenkorbs im Aktuellen / Wert des Wahrenkorbs im Basisjahr

Wahrenkorb = Ansammlung von Waren & DL, die ein Haushalt im durchschnitt monatlich benötigt

Wägungsschema = Gewichtung innerhalb des Wahrenkorbes (z.b Miete/Energie ca 30%)

Seit 1997 Ermittlung des HVPI ( harmonisierter Verbraucherpreisindex) durch Eurostat:

→ Ausschaltung länderspezifische Besonderheiten der Lebenshaltung

→ größtmögliche Vergleichbarkeit der Inflatonsraten innerhalb der EU

→ Wahrenkorb enthält nur Güter + DL aus nationalen Wahrenkörben

→ HVPI für jedes EU-Land & Euro-Währungsgebiet Messprobleme:

Veränderung der Verbrauchergewohnheiten (Güter verschwinden, neue kommen hinzu)

→ regelmäßige Anpassung des Wahrenkorbs (Güterzusammensetzung + Gütergewichtung), neues Basisjahr

unterschiedliche Verbraucherverhalten in Haushalten

Preissteigerungen durch Qualitätssteigerungen

→ Inflationsrate (Teuerungsrate) = wichtige Orientierungsgröße bei Tarifverhandlungen

4 Außgenwirtschaftliches Gleichgewicht

unterschiedliche Ressourcenausstattung der einzelnen Länder → bestimmte Rohstoffe im Inlandnicht

Wohlstabderhöhung im Inland durch internationale Arbeitsteilung

Produktion hochwertiger Industriegüter für Export → stabilisiert deutsche Wirtschaft→Arbeitsplätze

positive Ausfuhrbeschlüsse (X – M > O) → ermöglicht Erfüllung finanieller Verpflichtungen geg. Entwicklungsständen und int. Organisation (va. EU) → Zahlungsströme von De ins Ausland = Zahlungsströme vom Ausland nach De (vereinfacht: X = M) Probleme:

von Überschussländern (z.B X > M)

→ Wohlstandsminderung (mehr Export als Import)

→ importierte Inflation (Gütermenge klein, Geldmenge groß) → Umtausch ausl. Devisen in €

von Defizitländern (z.B M > X)

→ sinkende Devisenvorräte → Gefahr der Zahlungsunfähigkeit

→ sinkende Beschäftigung

→ Kreditaufnahme führt zur Belastung Zins- und Tilgungszahlungen

→ Gefagr der importierten Arbeitslosigkeit

Zielbeziehungen

Problem: steigende Preise im Hoch & Wachstumsverluste + Arbeitslosigkeit im Tief

komplementäre Ziele (Erreichen des einen Ziels erleichtert Erreichen des anderen)

→ z.B Wirtschaftswachstum & Vollbeschäftigung (Wachstung → mehr Produktion → mehr

Beschäftigung)

konkurrierende Ziele (Erreichen des einen Ziels erschwert Erreichen des anderen)

→ z.B Wachstum/Vollbeschäftigung & außenwirtschaftl. Gleichgewicht (Wachstum → Nachfrageschub → verstärkte Importe → Ungleichgewicht)

indifferente Ziele (Erreichen des einen Ziels hat keinen Einfluss auf das andere)

→ z.B verstärkte Umweltschutzmaßnahmen & Produktqualität

Bestimmungsgrößen betriebswirtschaftlicher Entscheidungen Unternehmensziele:

Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bzw. der langfristigen Unternehmensexistens (finanzwirtschaftl.

Sicherung der unternehmerischen Unabhängigkeit (führungsbezogene Ziele)

Wahrnehmung der sozialen Verantwortung/Arbeitsunzufriedenheit (soziale Ziele)

Gewinn- und Umsatzziele, Marktanteil (leistungswirtschaftl. Ziele)

Verbraucherversorung, Schonung natürlicher Ressourcen&umweltfreundliche Produktion (ökolog.)

Erhöhung der Kundenzufriedenheit, Steigerung der Produktqualität (güterwirtschaftl. Ziele) Systematisierungsmöglichkeiten

Unter-, Zwischen-, Oberziele (z.B ↑ Bekanntheitsgrades → Steigerung Marktanteils → ↑ Gewinns)

kurz-, mittel-, langfristige Ziele (ökonomische, ökologische & soziale Ziele) Zielbeziehungen

komplementär (z.B Kostensenkung und Gewinnmaximierung)

konkurrierend (z.B Liquditäts- und Rentabilitätsstreben)

indifferent (z.B Reduzierung der Energiekosten und Einstellung neuer Mitarbeiter) Rentabilität

= Verhältnis von Gewinn (Ertrag – Aufwand) zum eingesetzten Kapital

wichtige Kernzahl für Erfolg eines Unternehmens (in %)

Eigenkapitalrentabilität (= Gewinn / Eigenkapital x 100)

Gesamtkapitalrentabilität (= Gewinn + Zusatzaufwand / Eigenkapital + Fremdkapital x 100)

Umsatzrentabilität (= Gewinn / Umsatz x 100)

Einflussfaktoren auf die Erreichung des Gewinnziels

Gesamtkosten = Fixe Kosten (Miete, Gehalt) + Variable Kosten (Rohstoffkosten) → K = Kf + Kv

Stückkosten = fixe Stückkosten + variable Stückkosten → k = kf + kv (k = K/x)

Erlös = Preis mal x → E = p mal x

Gewinn = Erlös – Gesamtkosten → G = E – K

Stückgewinn = Preis – Stückkosten → g = p – k

Bedigung für Break-even-point (Erreichen der Gewinnschwelle) → Gesamtkosten = Erlös → K = E