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Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wissenschaftliche Richtigkeit, er soll vielmehr

eine Kurzübersicht und Einführung in das komplexe Thema der Psychopharmakotherapie sein.

Psychopharmaka

Ein Psychopharmakon (von griech. ψυχή „Seele“ und φάρµακον


„Arzneimittel“) ist ein Arzneistoff ,das auf die Psyche des Menschen
symptomatisch einwirkt und vorwiegend der Behandlung psychischer
Störungen und neurologischer Krankheiten dient.

Einigen psychischen Erkrankungen liegen Störungen des Neurotrans-


mitterhaushalts (insbesondere Dysbalancen der Monamine Dopamin,
Noradrenalin und Serotonin) und – teils als deren Ursache, teils als deren
Folge – neurophysiologische Veränderungen zugrunde (wie z.B. von der
Dichte und der Sensibilität von Rezeptoren, sowie von intrazellulären
Strukturen). Einige Psychopharmaka zielen darauf ab, den gestörten
Neurotransmitterhaushalt auszugleichen, andere richten sich mehr auf die
Neujustierung physiologischer Effektorstrukturen.

1950 Das Zeitalter der Medikamentenbehandlung in der Psychiatrie begann


mit der Zufallsentdeckung der antipsychotischen Wirkung des
Chlorpromazin, eine Substanz, die als antiallergisches Mittel erprobt
wurde.
1957 Das Haloperidol folgte – diesmal als Ergebnis gezielter Suche nach
weiteren antipsychotischen Substanzen.
Gleichzeitig wurde das erste antidepressiv wirksame Medikament, das
Imipramin (Tofranil), eingeführt, wieder eine Zufallsentdeckung
1960 schließlich wurde der erste Tranquilizier vom Benzodiazepin-Typ, das
Librium, eingeführt.
In diesen Jahren wurde auch die rückfallprophylaktische Wirkung von
Lithiumsalzen bei manisch-depressiven Erkrankungen bekannt
1961 klinische Erprobung des Clozapin (Leponex ®)
1971 Einführung des Clozapin (Leponex ®)

Während der vergangenen 2 Jahrzehnte kam es zu einem neuen Entwick-


lungsschub bei der Entwicklung von Psychopharmaka, zunächst bei den
Antidepressiva, zuletzt bei den Neuroleptika und den sog. Phasenpro-
phylaktika.
Diese Phase ist noch nicht abgeschlossen. In den letzten Jahren sind viele
neue Psychopharmaka auf den Markt gekommen, wie z.B. Asenapin
(Sycrest®), Methylphenidat (Medikinet adult®), Paliperidon (INVEGA®;
Xeplion®)

Die Qualität einer Pharmakotherapie hängt nicht davon ab, ob möglichst


viele Medikamente benutzt oder gar gleichzeitig eingesetzt werden. Vielmehr
geht es um die Beschränkung auf möglichst wenige Mittel. Damit kann
man alles leisten, was im Bereich der Pharmakopsychiatrie heute möglich
ist. Außerdem kann jeder Behandelnde aber auch jeder Behandelte nur mit
einer begrenzten Anzahl von Medikamenten so viel detaillierte Erfahrungen
sammeln, dass er sie differenziert einsetzen kann bzw. deren Nutzen

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erkennt. Im Einzelfall kann es sein, dass wegen Unverträglichkeit oder


Therapieresistenz auf andere Medikamente als die gewohnten zurück-
gegriffen werden muss. Wichtig bei der Entscheidung für ein bestimmtes
Medikament ist neben der Schwere der Erkrankung, die Bereitschaft zur
Medikation und die Darreichungsform des Medikaments - also Tablette,
Tropfen, Infusionslösung, Depot-Spritze.

Der Anwendungsbereich ( Indikation) hängt von der Zulassung des


Medikamentes ab; die modernen Medikamente haben häufig eine
Zulassung für verschiedene psychische Erkrankungen, z.B. gleichzeitig zur
Erhaltungstherapie bei Depressionen und für soziale Phobien; oder für die
Schizophrenie und zur Phasenprophylaxe bei Bipolaren Störungen.

Man unterscheidet heute verschiedene Gruppen von Psychopharmaka:

1. Antidepressiva
2. Neuroleptika
3. Phasenprophylaktika
4. Antidementativa
5. Schlafmittel / Hypnotika
6. Tranquilizer / Beruhigungsmittel

Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sowohl hinsichtl. der Substanzen als insb. der
Auflistungen der NW. Bei allen Medikameteneinnahmen gilt grundsätzlich, das es einer regelmäßigen
Indikationsprüfung, Dosierungsanpassung und Überwachung der potentiellen Nebenwirkungen durch den
behandelnden / verordnenden Arzt geben sollte !

1. Antidepressiva (AD)

Antidepressiva sind Psychopharmaka, die hauptsächlich gegen


Depressionen, aber auch zum Beispiel bei Zwangsstörungen und
Panikattacken, generalisierten Angststörungen, phobischen Störungen,
Essstörungen, chronischen Schmerzen, Entzugssyndromen,
Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, prämenstruell-dysphorischem
Syndrom sowie bei der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS,
PTSD) eingesetzt werden. Die verschiedenen Antidepressiva unterscheiden
sich hinsichtlich ihres Wirkungsprofils.

Bei einer Vielzahl von Antidepressiva-Typen entfaltet sich die volle Wirkung
erst nach Wochen kontinuierlicher Einnahme. Grund dafür dürfte die
neurophysiologische Anpassung des Gehirngewebes sein, die eine gewisse
Zeit beansprucht. Dazu gehören Veränderungen in der Empfindlichkeit und
Dichte von Rezeptoren und ähnlicher Strukturen. Die dauerhafte Besserung
tritt demnach indirekt aufgrund von zellulären Anpassungsprozessen unter
konstantem Wirkstoffspiegel auf.

Wirkungen von AD:

• stimmungsaufhellend (thymoleptisch)
• antriebssteigernd (thymeretisch)
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• antriebsneutral oder antriebsdämpfend


• beruhigend (sedierende)
• angstlösend (anxiolytische)

Einteilung der AD:

Traditionell wurden früher Trizyklika nach dem (vereinfachten) Kielholz-


Schema in drei Grundtypen eingeteilt:

• Stoffe vom Amitriptylin-Typ wirken eher beruhigend (dämpfend)


und sind besonders zur Behandlung der agitiert-ängstlichen
Depression geeignet;
• Stoffe vom Imipramin-Typ sind antriebsneutral und wirken vor allem
stimmungsaufhellend, sie können sowohl zur Behandlung des
agitiert-ängstlichen als auch des gehemmt-depressiven
Depressionstypus eingesetzt werden;
• Stoffe vom Desipramin-Typ wirken eher wachmachend bzw.
antriebssteigernd, sie sind besonders zur Behandlung der gehemmt-
depressiven Depression geeignet.

Bsp.: Doxepin, Imipramin (Tofranil ®),Amitriptylin(Saroten ®),


Opipramol(Insidon ®)
Aufgrund ihrer Nebenwirkungen (NW) (Mundtrockenheit, Sehstörungen,
Kreislaufstörungen, Herzrhythmusstörungen, delirante Zustandsbilder und
Vergiftungen) sind Trizyklika heutzutage selten Mittel der ersten Wahl. Man
greift jedoch bei schweren und/oder chronischen Fällen auf sie zurück, etwa
wenn die Patienten nicht auf neuere, vegetativ verträglichere Substanzen
(vor allem SSRI) ansprechen. Dann stellen Trizyklika eine Alternative in der
medikamentösen Therapie dar. Ältere Menschen und Männer scheinen
besonders gut auf TZA anzusprechen – aufgrund der NW ist die Behandlung
aber riskanter !

Dieses Schema stammt aus einer Zeit, als das Wissen um Neuro-Rezeptoren,
Neurotransmitter und deren Wirkmechanismen noch relativ gering war; es
gilt mittlerweile als veraltet. Heute werden auch die trizyklischen
Antidepressiva anhand ihrer Wirkung auf die Monoamin-
Neurotransmittersysteme in die folgenden vier Gruppen eingeteilt, wobei zu
beachten ist, dass für die Einordnung in eine der Gruppen das
hauptsächlich beeinflusste Neurotransmittersystem maßgeblich ist, die
anderen Neurotransmittersysteme aber immer in nicht unerheblichem Maße
mit beeinflusst werden:

Tri- (und tetrazyklische) Antidepressiva (TZA) bzw. nichtselektive Monoamin-


Rückaufnahme-Inhibitoren (NSMRI);

Selektive Serotonin-Rückaufnahme-Inhibitoren (SSRI);

Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren (MAOI);

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Selektive Serotonin-/Noradrenalin-Rückaufnahme-Inhibitoren (SSNRI);

Selektive Noradrenalin-Rückaufnahme-Inhibitoren (SNRI);

Alpha2-Rezeptor-Antagonisten;

Selektiver Noradrenalin-Dopamin-Rückaufnahme-Inhibitoren (Bupropion);

Melatonin-Rezeptor-Agonist (MT1/MT) und Serotonin 5-HT2C-Rezeptor-


Antagonist (Agomelatin).

Darüber hinaus gibt es nicht klassifizierte Antidepressiva (Trazodon),


Lithiumsalze und Phytopharmaka (Johanniskraut)

Wirksamkeit:

• Non-response oder fehlendes Ansprechen — bei 25% oder weniger


Besserung der Symptomschwere im Vergleich zum Ausgangswert.
• Partielle Response oder teilweises Ansprechen auf die Behandlung —
bei 26-49% Besserung der Symptomschwere im Vergleich zum
Ausgangswert.
• Response oder Ansprechen auf die Behandlung —bei 50% oder mehr
Besserung der Symptomschwere im Vergleich zum Ausgangswert.
• Remission — Fehlen von Symptomen definiert nach einer absoluten
Scala (beispielsweise, Score von ≤7 auf der Hamiltonskala zur
Diagnose einer Depression)

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SRI) :

Fluoxetin (Fluctin ®),Citalopram, Escitalopram (Cipralex®), Sertralin


(Zoloft®), Paroxetin (Seroxat®, Tagonis®)

• SSRI sind die am häufigsten eingesetzten Antidepressiva


• Beim Absetzen von SSRI nach längerer Einnahme kann sich ein
Absetzsyndrom (SSRI Discontinuation Syndrome) entwickeln.
• Mehrere Medikamente dieser Gruppe werden auch zur Behandlung
von Angststörungen und Panikattacken eingesetzt.
• NW: v.a. initial Magen-Darm-Trakt: Appetitlosigkeit, Übelkeit,
Erbrechen und Durchfall; sexuelle Funktionsstörungen
(Nachlassen der Potenz, Ejakulationsstörungen,
Orgasmusschwierigkeiten), antriebssteigernd (Nervosität, Erregung
und Schlafstörungen), bei Überdosierung Serotonin-Syndrom
(selten)

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Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (NRI)

Reboxetin (Edronax®, Solvex®)

• Einsatzgebiet sind akute Depressive Erkrankungen, darunter mit


Antriebsstörungen einhergehende Depressionen.
• Häufigste Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Verstopfungen,
Blutdruckerniedrigung, Übelkeit, Kopfschmerzen, vermehrtes
Schwitzen, Schlafstörungen und Störungen beim Wasserlassen
(Miktionsstörungen), sexuelle Funktionsstörungen

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)

Venlafaxin (Trevilor®), Duloxetin (Cymbalta®)

• Einsatzgebiete sind Depressionen und Angststörungen


• NW: initial Magen-Darm-Beschwerden, Vermehrte (Nacht-
)Schweißbildung, Blutdruckerhöhung und Herzbeschwerden,
sexuelle Funktionsstörungen
• Venlafaxin kann bei unter 25jährigen Anwendern die
Selbstmordneigung (Suizidalität) im Vergleich Placebo um den
Faktor 5 steigern.

Monoaminerge Antidepressiva

Mirtazapin (Remergil®), Trazodon, Nefazodon


• NW:starker Müdigkeit und Trägheit, da sedierend, deswegen gerne
schlafanstoßend/ schlaffördernd gegeben, Gewichtszunahme aufgrund
von Appetitsteigerung und Ödemen, Anstieg der Cholesterinwerte
MAO-Hemmer Moclobemid(Aurorix®)

• MAO-Hemmer wirken, indem sie das Enzym Monoaminooxidase


(MAO) hemmen, welches für den Abbau der Neurotransmitter sorgt.
Dadurch steigt die Konzentration der Neurotransmitter in der
Nervenzelle an.
• NW: Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen

Melatonin : Agomelatin (Valdoxan®)

Phytopharmaka

Phytopharmaka sind pflanzliche Wirkstoffe. Hierzu gehört bei den


Antidepressiva insbesondere das Johanniskraut. Johanniskrautpräparate
zeigen, bedingt durch Induktion des sog. Cytochrom P450-Enzyms, welches
ca. die Hälfte aller Pharmaka im Körper abbaut, oft Wechselwirkungen mit
anderen Medikamenten, z.B.der Antibabypille oder Herz-Medikamente. Eine
Wirkungsminderung dieser Medikamente durch Johanniskraut ist daher
möglich !! Achtung Photosensibilisierung !!

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Lavendelöl (Lasea®) Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher


Verstimmung

2. Neuroleptika (NL)

Als Neuroleptikum (etwa „Nervendämpfungsmittel“), synonym auch


Antipsychotika genannt, wird ein Medikament bezeichnet, das als
psychotrope Substanz eine antipsychotische, sedierende und
psychomotorische Wirkung besitzt und vor allem zur Behandlung von
Psychosen eingesetzt wird. Der Wirkungsmechanismus von Neuroleptika
besteht in einem Eingreifen in die synaptische Erregungsübertragung
innerhalb des Gehirns, wobei alle derzeitigen Neuroleptika die Übertragung
des Neurotransmitters Dopamin hemmen. Neuroleptika wirken
symptomatisch, das heißt, sie können psychische Krankheiten nicht im
eigentlichen Sinne heilen, aber Symptome wie Halluzinationen oder Wahn
stark beeinflussen bis beseitigen. Neuroleptika beeinflussen nicht das
Bewusstsein und die intellektuellen Fähigkeiten.

Nach Einführung der Neuroleptika hatte man festgestellt, dass ein


Medikament umso stärker antipsychotisch wirkte, je größer seine
extrapyramidal-motorischen Nebenwirkungen waren. Man führte daher
den Begriff der neuroleptischen Potenz ein, der ein Maß für diese
Nebenwirkungen ist. Erst mit der Einführung des Clozapin im Jahre 1971
kamen Medikamente auf den Markt, bei denen dieser Zusammenhang nicht
besteht und die als atypische Neuroleptika bezeichnet werden. Die
neuroleptische Potenz wird im Chlorpromazin-Index (CPZi) angegeben. Je
nach der Potenz werden klassische Neuroleptika in drei Klassen unterteilt:

• niederpotente Neuroleptika (CPZi ≤ 1,0)

• mittelpotente Neuroleptika (CPZi = 1,0-10,0)

• hochpotente Neuroleptika (CPZi > 10,0)

Die Zahlenangabe der Potenz eines Neuroleptikums sagt wenig über den
Effekt der Substanz im Einzelfall (im realen Behandlungsfall) aus, da
individuell das Ansprechen auf eine Dosis sehr verschieden sein kann.

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Neuroleptikum Handels- CPZ- mittlere (-max.) Dosis


(Arzneistoff) Name Äquivalent X je Tag in mg
Hochpotente N.:
Benperidol Glianimon 75 1,5–20 (–40)
Haloperidol Haldol 50 1,5–20 (–100)
Bromperidol 50 5–20 (–50)
Flupentixol Fluanxol 50 3–20 (–60)
Fluspirilen Imap 50 1,5–10 mg/Wo. (max.)
Olanzapin Zyprexa 50 5–20 (max.)
Pimozid Orap 50 1–4 (–16)
Risperidon Risperdal 50 2–8 (–16)
Fluphenazin Lyogen 40 2,5–20 (–40)
Trifluoperazin 25 1–6 (–20)
Perphenazin Decentan 15 4–24 (–48)
Mittelpotente N.:
Zuclopenthixol Ciatyl-Z 5 20–40 (–80)
Clopenthixol Ciatyl 2,5 25–150 (–300)
Chlorpromazin 1 25–400 (–800)
Clozapin Leponex 1 12,5–450 (–900)
Melperon Eunerpan 1 25–300 (–600)
Perazin Taxilan 1 75–600 (–800)
Quetiapin Seroquel 1 150–750 (max.)
Thioridazin Melleril 1 25–300 (–600)
Niedrigpotente N.:
Pipamperon Dipiperon 0,8 40–360 (max.)
Triflupromazin 0,8 10–150 (–600)
Chlorprothixen Truxal 0,8 100–420 (–800)
Prothipendyl 0,7 40–320 (max.)
Levomepromazin Neurocil 0,5 25–300 (–600)
Promazin 0,5 25–150 (–1.000)
Promethazin Atosil 0,5 50–300 (–1.200)
Amisulprid Solian 0,2 50–1.200 (max.)
Sulpirid 0,2 200–1.600 (–3.200)

(Modifiziert nach Möller 2001, S. 243)

Wirkung hochpotenter Neuroleptika: Beeinflussung von Wahn,


Halluzination, Denkstörungen, bizarres Verhalten, antriebssteigernd,
Beeinflussung katatoner Symptome

Wirkung niederpotenten Neuroleptika: sedierend, dämpfend, affektiv


nievelierend, weniger Wirkung auf psychot. Erleben

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Typische Neuroleptika

Herkömmliche (typische) Neuroleptika sind antipsychotisch wirksame


Arzneistoffe mit einer weitgehend einseitigen Wirkung auf die sogenannte
Positiv-Symptomatik der Schizophrenie (zum Beispiel Halluzinationen,
Wahnvorstellungen). Pharmakologisch sind sie Antagonisten des Dopamins
am D2-Rezeptor. Zu den typischen Neuroleptika gehören (geordnet nach
abnehmender neuroleptischer Potenz u. a.): Haloperidol, Flupentixol,
Fluspirilen, Chlorprothixen, Prothipendyl, Levomepromazin

Atypische Neuroleptika

Als „atypisch“ werden Neuroleptika bezeichnet, die die typischen


Nebenwirkungen der Neuroleptika seltener hervorrufen, insbesondere
extrapyramidal-motorische Störungen (EPMS) und Spätdyskinesien, was
daran liegt, dass ihr Rezeptorprofil, d.h. ihr Wirkmechanismus an den
verschiedenen Dopamin-Rezeptoren selektiver ist.

Als atypische Neuroleptika gelten: Clozapin, Olanzapin, Quetiapin,


Risperidon, Paliperidon, Amisulprid, Ziprasidon, Aripiprazol, Sulpirid

Extrapyramidal-motorische Störungen (Bewegungsstörungen)

a) Frühdyskinesien:
Unwillkürliche Bewegungen bis hin zu krampfartigen Anspannungen von
Muskeln und Muskelgruppen, typischerweise im Gesicht und an den
Händen. Frühdyskinesien sind üblicherweise nach Absetzen eines
Neuroleptikums bzw. Umstellung auf ein nebenwirkungsärmeres Präparat
reversibel, bilden sich also zurück. Gegenmedikament: Biperidin(Akineton®)

b) Spätdyskinesien: auch Tardive Dyskinesien genannt auf. Das sind


Bewegungsstörungen im Gesichtsbereich (Zuckungen, Schmatz- und
Kaubewegungen) oder Hyperkinesen (unwillkürliche Bewegungsabläufe) der
Extremitäten. Diese treten nach längerer neuroleptischer Behandlung auf
und scheinen eine Abhängigkeit von der insgesamt eingenommenen Menge
an Neuroleptika aufzuweisen. Bereits nach einmaliger Einnahme möglich,
häufig nicht reversibel, schlechte Ansprache auf Biperiden .

c) Akathisie: Eine quälende Sitzunruhe, die die Patienten dazu bringt


ständig umherzulaufen. Diese Nebenwirkung spricht auf Biperiden nur
mäßig an. Sie tritt unter atypischen Neuroleptika seltener auf.

Keine Dyskinesien verursacht Clozapin. Clozapin kann allerdings


gefährliche Blutbildstörungen verursachen, weshalb regelmäßige Kontrollen
(Leukozyten und Thrombozyten) erforderlich sind.

d) Parkinsonoid: Parkinsonähnliches Erscheinungsbild

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Andere NW:

• Speichelfluß: typisch für Clozapin, Olazepin, typische NL


• Senkung der Krampfschwelle: Clozapin, Olazepin, typische NL
• Einschränkungen von Sexualität und Libido
• Gewichtszunahme Clozapin (z.B. Leponex ®) > Olanzapin (Zyprexa ®)
>Thioridazin (z.B. Melleril ®) >Zotepin Nipolept ®) >Quetiapin
(Seroquel ®) >Risperidon (Risperdal ®) >Haloperidol (z.B. Haldol ®)
>Amisulprid (Solian ®) >Fluphenazin (z.B. Dapotum ®) >Ziprasidon
(Zeldox ®)
• Hormonstörungen
• Beeinflussung des Zucker- u/o Fettstoffwechsel (diabetogen)
• Beeinflussung der Herzleitung mit Risiko von Herzrhythmusstörungen
• Kreislaufprobleme
• Beeinflussung des Blutbildendensystems

3. Phasenprophylaktika (Stimmungsstabilisierer, mood-stabiliser)

Einsatz zur Verhinderung neuer Krankheitsphasen bei phasisch


verlaufenden psychischen Erkrankungen, der sog. Affektstörungen:
episodische, willentlich nicht kontrollierbare, extreme Auslenkungen des
Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit außerhalb des
Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie schwanken. In den
verschiedenen Episoden wird eine unterschiedliche Medikation verwendet.
Man unterscheidet ferner zwischen Akuttherapie, Erhaltungstherapie und
Phasen-Prophylaxe.

Wichtige Phasenprophylaktika sind Lithium, Carbamazepin,


Valproinsäure, Quetiapin und Lamotrigin. Auch Schilddrüsenhormone wie
Thyroxin können hierzu eingenommen werden.

Valproat ( Ergenyl®, Ergenyl chrono®, Orfiril®, Orfiril long®)

Indikation: Epilepsie, Prophylaxe Cluster-Kopfschmerz,


Manie (Akutbehandlung), Prophylaxe bipolare Störungen
NW: Als häufigste Nebenwirkungen kommt es zu Schläfrigkeit, Zittern
(Tremor), Ernährungsproblemen (geringer oder übermäßiger Appetit),
Durchfall, übermäßiger Speichelbildung und vorübergehendem Haarausfall,
Muskelverspannungen / Muskelhypotonie, Gangunsicherheit, übersteigerte
Aktivität, Ödembildung, Verwirrtheit auf und auch das Auftreten einer
hirnorganischen Erkrankung (dosisunabhängig), seltener entwickelt sich
eine chronische Erkrankung des Gehirns mit Störungen der kognitiven
Leistungsfähigkeit (Enzephalopathie). Blutbildveränderung mit z. B.
Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Nierenfunktions-
störung,Polycycstischen Ovarien– nicht bei Schwangerschaftswunsch !

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Lithium (Hypnorex®/ ret®, Quilonom®)

Indikation:
Phasenprohylaxe der unipolar rezidivierende Depression und bipolare
affektive Krankheit
Akuttherapie der Manie
Akuttherapie und Phasenpropylaxe der schizoaffektiven Störungen
therapieresistente Schizophrenie
Lithiumaugmentation bei akuter Depression

Geringe therapeutische Breite – das heißt der Bereich zw. „nicht


ausreichend wirksam und gefährlicher Überdosierung“ ist sehr eng !!
Wechselwirkungen mit dem Schilddrüsenstoffwechsel.
Einschränkungen bei Nierenerkrankungen !!

NW: Gewichtszunahme, Kreislaufstörungen, Zittern (Tremor, besonders in


den Händen), Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Veränderungen des Blutbilds
(Leukozytose), Müdigkeit, verstärkter Durst und verstärktes Wasserlassen,
Durchfall und Unterfunktion der Schilddrüse.
Regelmäßige Blutentnahmen und ärztliche Kontrollen sind unbedingt
einzuhalten.

Carbamazepin ( Tegretal® / ret®)

Indikation: Epilepsie,Trigeminusneuralgie
Phasenprohylaxe bipolare affektive Störung
Akutbehandlung von Manien und schizomanischen Episoden

NW: hepato- und hämatotox. NW: allergische Hautreaktionen (Lyell-


Syndrom), Transaminaseerhöhungen, Hyponatriämie sowie Leukopenien
und andere Veränderungen des Blutbildes auftreten, Agranulozytose. Treten
Blutbildveränderungen oder allergische Exantheme auf, muss die
Substanz abgesetzt werden !

Durch die Aktivierung von Cytochrom-P450-Isoenzymen in der Leber


beschleunigt Carbamazepin neben seinem eigenen auch den Abbau von
anderen Medikamenten, etwa von der Antibabypille, von einigen
Antidepressiva und von Neuroleptika, von Cyclosporin, , von Valproinsäure
u.v.m. So können gleichzeitig verordnete Medikamente unter der Gabe von
Carbamazepin ihre Wirkung verlieren, eine Überprüfung der Serumspiegel
und eine Dosisanpassung ist also notwendig. Regelmäßige Blutentnahmen
und ärztliche Kontrollen sind unbedingt einzuhalten.

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Quetiapin (Seroquel® / prolong®)

Indikation:
Akutbehandlung der Schizophrenie
Akutbehandlung der manischen und depressiven Episoden bei bipolaren
Erkrankung Rückfallprophylaxe der bipolaren Störung

NW: Häufigste Nebenwirkungen sind Benommenheit, Schwindel,


Schläfrigkeit, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme insbesondere in der
ersten Behandlungswoche, Blutbildstörungen (Blutplättchen)

Lamotrigin (Elmendos®)

Indikation: Epilepsie
Prophylaxe rezidivierender unipolaren und bipolaren Depressionen

NW: In Folge von zu schneller Aufdosierung kann es zu gefährlichen Haut-


und Schleimhautreaktionen, Leberschädigung zu Beginn der Behandlung

Aripiprazol(Abilify®)

Indikation:
Behandlung der Schizophrenie
Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Phasen der Bipolaren
Störungen
Prophylaxe manischen Episoden

NW: extrapyramidal-motorische Störungen, Akathisie, Kopfschmerzen,


Agitiertheit, Angst, Schlafstörungen

Asenapin (Syccrest®)

Indikation: Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden

4. Antidementativa

Medikamente, die
• die Demenzsymptomatik verbessern/ lindern: Hirnleistung, insb.
Gedächtnis, Konzentration- und Auffassungsfähigkeit,
Aufmerksamkeit, Urteilsvermögen und Orientierung
• die Beeinträchtigung sozialer Alltagsaktivitäten mildern können.
• die den Verlauf der Demenz verzögern können (ca. ein Jahr )

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Acetylcholinesterase-Inhibitoren: Acetylcholinmangel bei


Demenzerkrankungen

• Donepezil (Aricept®) Tbl., Schmeztbl.

Indikation: leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ,


kommt aber auch zulassungsüberschreitend bei vaskulärer Demenz
zum Einsatz

• Rivastigmin (Exelon®) Pflaster,Kapseln

Indikation: leichten bis mittelschweren Alzheimerschen Demenz ,


Parkinsondemenz

• Galantamin (Reminyl®), ret

Indikation: Indikation: leichten bis mittelschweren Demenz vom


Alzheimer-Typ,

NW: Durchfall und Übelkeit, andere gastrointestinale Beschwerden,


Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz und Schwindel,
Herzrhythmusstörungen (Bradykardie, sinoatrialer Block, AV-Block) und
Hautreaktionen.

NMDA-Antagonisten:
Memantin (Ebixa®, Axura®)

Memantin ist ein des NMDA-Rezeptors und greift somit am glutamatergen


System an. Glutamat ist ein erregender Neurotransmitter im zentralen
Nervensystem und Störungen im glutamatergen Neurotransmitter-System
spielen eine bedeutende Rolle in der Pathophysiologie primärer Demenzen.
Aufgrund seines spezifischen Bindungsverhaltens am NMDA-Rezeptor
blockiert Memantin schädliche Glutamat-Wirkungen, die zu
Funktionseinschränkungen und schließlich zum Absterben von Nervenzellen
führen

Indikation: moderate bis schwere Alzheimer-Demenz


NW: motorische Unruhe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verwirrtheit,
Halluzinationen, Verstopfung, anormaler Gang, Schwindel, Übelkeit,
Erbrechen, erhöhte Krampfbereitschaft

5. Schlafmittel / Hypnotika

Medikamente, die den Schlafvorgang fördern. Dabei gibt es fließende


Grenzen zu den Beruhigungsmitteln (Sedativa) einerseits und zu den
Betäubungsmitteln (Narkotika) andererseits. Schlafmittel basieren auf

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synthetisch hergestellten oder natürlich vorkommenden, pflanzlichen


Wirkstoffen.

Pflanzliche Schlafmittel sind meist rezeptfrei und i.d.R. in Alkohol gelöste


Extrakte. Die am häufigsten verwendeten Pflanzen mit schlaffördernden
Bestandteilen sind folgende:

Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Maulbeere, Melisse, Kamille, Cannabis

Synthetische Schlafmittel:

Tranquilizer/ Anxiolytika wird eine Gruppe von Psychopharmaka


zusammengefasst, die angstlösend (anxiolytisch) und entspannend
(sedierend) wirken. Abhängigkeitspotentials, paradoxe Wirkung:

o Benzodiazepine (Diazepam, Triazolam, Flurazepam ,Temazepam,..),


o Nicht-Benzodiazepin-Agonisten ( Zopiclon (Optidorm® ,Somnosan®,
Ximovan®), Zaleplon(Sonata®) und Zolpidem (Bikalm®, Stilnox®,
Zoldem®)
o Barbiturate: sind vergleichsweise gefährliche Schlafmittel, da sie
dosisabhängig schlaferzwingend wirken. In Verbindung mit Alkohol
resultiert eine Wirkungspotenzierung, die mitunter tödlich sein kann.
Relativ hohe Halbwertszeit ( über Tage !!), unerwünschte Neben- und
Nachwirkungen wie Müdigkeit am folgenden Tag („Hangover“).
Unterdrückung des für die Erholung wichtigen REM-Schlaf. Geringe
therapeutische Breite, Gefahr der Überdosierung mit zentraler
Atemlähmung und Kreislaufversagen. Heutige Indikation: Epilepsien,
Narkoseeinleitung (Sterbehilfe in der Schweiz), z.B. Luminal ®
Antihistaminika älteren Typs, die eigentlich als Antiallergika verwendet
werden, verursachen als Nebenwirkung Müdigkeit (z.B. Betadorm®,Vivinox
Sleep®)

Melatonin : Agomelatin (VALDOXAN®), EIGENTLICH EIN ANTIDEPRESSIVUM

Niederpotente Neuroleptika werden genauso wie Antidepressive häufig


als Schlafmedikamente bzw. schlafanstoßende Medikamente eingesetzt
!!

Benzodiazepine:

wirken

• anxiolytisch (angstlösend)
• antikonvulsiv (krampflösend)
• muskelrelaxierend (muskelentspannend)
• sedativ (beruhigend)
• hypnotisch (schlaffördernd)
• amnestisch (Erinnerung für die Zeit der Wirkdauer fehlt)

Dr.Valentiner/SpDi Emden 13
Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wissenschaftliche Richtigkeit, er soll vielmehr
eine Kurzübersicht und Einführung in das komplexe Thema der Psychopharmakotherapie sein.

• leicht stimmungsaufhellend (jedoch kann eine depressive


Grunderkrankung möglicherweise verstärkt werden)
• teils euphorisierend (je nach Dosierung und Einnahmeintervall).

Anwendungsbereich: Behandlung von Angst- und Unruhezuständen, als


Notfallmedikation bei epileptischen Krampfanfällen, als Ein- und
Durchschlafmittel, als Prämedikation vor Operationen , muskuläre
Verspannungen,

NW: Abhängigkeitsentwickung, dosisabhängig und je nach Substanz


unterschiedlich stark atemdepressiv, Beeinträchtigung der
Reaktionszeit(Fahruntüchtigkeit),

Alprazolam (Tafil ®)
Bromazanil ( Lexotanil ®)
Chlordiazepoxid( Librium ®)
Clobazam( Frisium ®)
Clonazepam (Rivotril ®)
Diazepam (Valium ®, Faustan ®)
Dikaliumclorazepat( Tranxilium ®)
Lorazepam (Tavor ®)
Nordazepam (Tranxilium N ®)
Oxazepam ( Adumbran ®)

Als Psychoanaleptika werden Wirkstoffe bezeichnet, die eine stimulierende


Wirkung im zentralen Nervensystem entfalten. Psychoanaleptika werden bei
verschiedenen Indikationen eingesetzt, sodass verschiedene Teil-
Indikationsgruppen zu unterscheiden sind:

Mittel bei Leistungsstörungen sowie Mittel bei Narkolepsie


Mittel bei ADHS ( Amphetamine, Weckamine)
Antidementiva (Cholinesterasehemmer)

Dr.Valentiner/SpDi Emden 14