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t Sonderabdruck ar.rs: I)er IslarT}, Ijand XV, Heft l.

Bogenhandwerk und Bogensport bei den Osmanen.

t; loachim LIein.
V oll

I. I . ]ir )t 1:(ttZ1üll.

t,
Die Bogensehne.
Vrlp grolder Beder,rtung fiir rlcn P,ogcn und serinc Schul,)leistung
ist dic \\rah1 der Schr.re. Ihrer \\'richtigl<eit entsprechencl nrlissen
u'ir clieser daher einen längerer-r Abschnitt ciuriirunr-.n.
l: I)ic lionstir"rrtinopler Zunft der Sehnenn.t:r"cher t/tiriSQ'i) bestand
aus .ioo llitglicdern nrit .\rt \\'erl<stii"ttcn lind urnrcle der Zunft der
l, J(öchc' zugescllt. l)ic Werl<stättcn Lrefanden sidr in Jedi l<ulc, Iijjul-i.
I'ophanc und Skrrtlrri. Eri, lijzr ncr.rrrt cs cin schri,icriges, übcrlrirrchcn-
clcs IIandu,crk. l'-s 1<ann sich tl'n-rnar:ir nnr urn die Darursehnen-
irzn'. I{ohlrautsehnen-f Iaclrer ]ranr'icln. I);Lrauf liiljt a.nch ihrc Ein-
. t. ,rrchrur.rg- r-rntcr clic Zunft cier lii;chc schlielJen. Jhr Pir ist ein qe-
,d,, u'isser'()nrar NiLsrr: ;ri-\\rattar, der r',rn'Selm;rn I)äk r,gsgultcf » 11,11ds.
],J
Sein (irab befincltrt sich im Wilajet(?) ,\tahan.') AuLlerdenr sab es
not-'h eirro besondcrc' Zunft ck.r Schnenvcrkäufer. die arrs :oo flit-
glicdern rrrit 5o [-ädcn bcstancl. I)iese hahcrr c]ei'rselben l'}ir (Firi'1ija
I562i563r.
Die Sc-'bnc heil,lt ttirk. ii/e oclcr kiris, r'c''r kir. *eil sie ursprüng-
lir--lr i,rrzLlrrsclreinlich aus Pfercl'haaren bestu.ncl (vgl. tmch kirpi/t \\tint-
per, leil I{a;Lr.') .\rr ;LriLbischcn lJezcichnulrgelr ftlr die Sehne fährt
I(arrr Ir:"2, : - 0] q Sr-tr,rn-1'tl:,r ;in.
I)as Eigenrrrtiirc bei der türkischen Sohne ist, tllrlii sic rLus
zu't i 'l'eilen bostc.lrt. n:imlich ;rus rler cigt:ntlichen Bogenschne nnd
dcrr cl;rran gekniipften 711-ei t')sr.rr rtuttd-i), rnittels deren sie arn [log't:n
befestigt rvird.
l)as beste Xlatcrial fiir eine IJ,rsernst'hne ist l{ohscriclc Ir i6, :.i.1,
rlie nicht tlurch Iiärhcn verdorben ist. .\n zg,citer Stcilc stcht Seirle

') l'lin Städtchcn in liirnrau (s. Srirni, Qanis ttl-o" /irrz s. r.l.
:r S. \--(rtrtl:nr-. il|e lriuritiz,t 1t7t/1ttt l. t:ct.
islanr XY
lffi Joachim Hcin,

schlechthin, andere sehnen werden aus Rohhaut,) verfertigt. LInd


zwar steht die aus Karrelshaut obenan, rveil sie gieich der aus seide
inr Somrner und winter gleich bleibt und sich nicht verkürzt noch
dehnt. sie eignet sich frir Kampf (tzrkri)-Bogen. Auch aus wildesel-
rind lÄrildziegenhaut kann sie hcrgestellt rverden [r47, ro-r3]. Die
lilLssigcr I}rgcn
habcr-r dit: B,rgcn
auf die höchstc S,
kcnnen. siclr
[,+5, ,r-2]1. i
lir'1

darr

Darmsehne, von der Djevacl S.96 spricht, und die den Arabern sichercn lilug. ri'

ffi
bekannt u,,ar (s. Scnrv,lRzrosE S, z7), errvähnt Kani nicht; wahr_ ringert. Iline ge
scheinlich war diese bei den 'rürken wenig beliebt, u,eil sie sich rvircl iolgenclerrnl
unter dem Einflulä der witterung verktirzt und verlängert. Denn l{itte cler Sehne
die genaue Lä.ge der sehne ist ftir den Schuß und die schuß- 7 Iringer dcr Bau
leistung von höchster \Ärichtigkeit. rlicken llrcitt' r:ng
In der früheren Zeit haben die Meister clie Länge der Sehne clrcnsovicl u'citer
folgendermaßen bestinrmt: sie nahmen eine nicht vollkommen trockene ocler zu s-r'it. [)o,

fii* Schnur, darnit sie sich nicht verkürzt oder verlängert, Iegten das eine
Ende seitlich an den Bogenrand in die Mitte des Einschnittes für
die Sehnenschlinge, da rvo Bauch und Rücken \baghry ite zahri)
zusammenstoßen, und maßen in kurzen Abschnitten , den Krüm-
mungen des Bogens folsend, am Rande entlang bis zur Nlitte des
dr:nn c1t'r cini: fl
Sehnc,. I )csrvcger
6-,;].
.\Ieistgrs n.t
von dt:r l[ittc d,
anderen Einschnittes. von der so erhaltener.r Länge der Schnur zogen \[:Lß sie siclt rut,'t

t sie r/rr ab und von clem Rest u,ieder 1/rr. Diese Länge ergab dann
die genaue l-änge einer Sehne mit ihren ösen (truudj) für den
liampf (tzrkai)- rurd ?uld-P,oggn (die nicht so straff bespannt u,errden).
zu rc«'hnen.
(lcnau l.rcat

f
Sehne cignt't sicl
zieht man bein-r zrveiten l,{ale statt 1/rz r/u ab, so erhält man die r-rlri)ht. cinc clrinr
T-änge einer Sehne ftir sportboge* ,-rit den htndj gemesse.. Die u'eis ILir dit.sc Il
:732 tr t2r Irq[r,r, rr].-\u
- "
ll.eclrnurrg stellt sich also folgcnclermaßen, '44
, .'--
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22
: -'J.
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i[n - -
iliot.#, .#
.
'l<annt. ,rb sie zur
oder t+4 t44 r44 I(ani ftlhrt auch J,ir-""
zu tlicli, im gegt
als Berveis an [r44, zo--r45,5]. zn'ist:ltt'n bcidt'rr
Einige Meister jedoch si,d r-nit dieser Rechnung ,ur bei tlrhes- lrir clen betreffcn
und Übungsbogen einverstanden und halten eine Sehne in dieser Sehne anclt eirrc
I-zinge bei gepflegten Sportbogen für zu groß. Und gerade bei lLr"rr:h einerr ltlcis
cliesen Bogen, mit denen man Rekordschußreistungen erzielen will, ll;r-ttert clt'r' I'feil
ist eine genau passende Bogensehne vo, besonderer Bedeutung. rveitt,' becintri[r'h
voraussetznng ist dabei , daß der r3ogen in allen Teilen einwands- Schnc nicirt zti 1

frei ist; denn a.derenfalls gleitet auch eine gut sitzende sehne in- Von Iledeu
folge der gervaltigen reflexen Spannung cles Bogens leicht ab, so- ['rogerl Yoll Citre
daß der Bogen sich wieder reflex krümmt, wobei ein nicht erst- tvicht eritter ltasst
1) Dic I-etlr:r,sch»c finclet sich bereits bci clen rrntiken Vt)lkcrn (B{;r.r\ND,\ \'()n to ttthtnt 3
}).;t,
cbcnfalls bei vielctr norclasiatischcn \-iill<erschaltcn (r'gl. Arrrnnl, lie auch bci 6en Ein-
geborcDt'n (s. l(.u'rDr-, Do' ofri*anist-he ßogzn.,\blrandl. d. siichs. fies. rj. \yiss. ') \'gl ,Luch 7
'\{rilias rLyrt, to pticlt near. '1''
phil.-his1. Iil. \lll.,.1.3t.
rill. i»rt sl,rrvtt [or t]rr
f3ogi'nlriLrrrlrtlr Ii irnrl llogi n:por t lri rl, rr ( )rurirricn- .j

L
l<li.Lssiq-r:r llogcn ieicht zerbrc'cl1en l<alln. []m t1it'ses z11 \r(]rureiclcu.
I
habcn die Ilogenr-r.racher, \\'eil sie ent\\'c(1L-r nicht besonderen \\'ert
auf die höchste Schr.rß*-eitc lcgt'n orler dir.se lctztt,n Fcinhe,iten nicltt
kcntreu. siclr daran gcu'ölrnt, rlic Sehnc zienrlich stralf zu spalllren
Lt .+5, , r
-2+1. Eine zu l<nrzc Sc,rhni: bt:cinträcllligi näm1icl'r dcn
sicheren ir1ug. n'ährorc.l eine zr.l \volte Sehne dic Sclrr,rßurr)ite \.cr-
rir.rgert. Einc gcnar.r passende Sehrre (dösekli t'i/e') lLtr clicso lr,oq'en
rvircl lolgenciermalJcn gelnessen: FJeim bespannten Bogcn soll clicr
I{itte der Sehne r.on dern ielik in der tr{itle des Griffes geninr
7 Iiingcr dcr Banmcisterc.lle orrtfernt sein. \\retnn sic um zs,ei llesst:r-
rficl<err llreitc crger (dar) ist, nennt m;ur sic dl,i.u Serrn/t(i,), ist sic urn
clrcnsovicl u.citer Uol), lteißt sk' dösekli. ,\ndorc,nfalls ist sic zu elt!-
orler zu rrcit. [)or-h rnrilJ die l'ruLxis übcr dic'l-lrci-rrie eesteilt u,errlen:
dtrnrr rlt'r cin<: Llogcn r-crli.Lrrgt. eine ri'eitr', rler andere eine engi'
Sehnc'. I)csu,cgen geht rLuch Irier I'rolrierc:u über StLrdicren It+:.
(t-t7).
tVeistens messolr ciicr ljogenschtitzen den ,\bstancl der Sehne
von cler X{ittc des (iriffes iLus [r+6, , ;] mit ihrer Spannc, deren
r\'[aß sie sich n'terken. und irranchcn so nir:ht n.rit cler []aumeistclelle
zLr rechnelr.
(it-.nau bcachtct u-ird iLr.tt'h tlie I)ir'lic der Sehnr,. I,-inc clickc
Selrnc cign('L sich besscr lhr /zr/tti-Prt)rtcn. u,ei1 sje clit' Zielsii:hcrheit
orha)lrt. r:inc clünne Schnc dagegen crhoht r'iie SchulJn,eitr'.'i Als Lle-
\\:eis lrir dicsc I',ehlrriptlllrg Iülrrt li:1 rrr einen ArLssltruch '[';iliirs irn
'l-tinc
Ir46, lr'- 12]. -\uch an dt:tn rler ringczogencil Sehnc rr.ird cr-
l<rLnnt. ,rb sie zum lJogclr palJt. lst drrr I-on zu tic'|, so ist die Seliur:
zu rlick, im gegcnteiligen l;:Llle ist sic zu dtinrr. I)ie richti{rer llittr:
zrvisr:htrrr br.iden 'l-ririt'n gcuühritristct clir: riclrtigo Dicl<er clcr Sclrne
l[ir clen betreflcntlcn I'roe'en I r 46. r 3 r rr]. \\-orn nrit ciner r.liinnen
Schnc allclr einc gra)ßero ScliLrPorleitc orzic'lt u'irc1 . s,, r'r'rlangt sit,
lLr"rch einen N{r:istcr inr Schicllcn, clenn bci urtsauber-ern .\bsclrLrll
llattert ck:r Pfeil lciclrt t,ilhn.'ncl tl's FlLrgcs, n'od111g[', r]ie Sr:huIi-
wcit(.' beeintriit:htigt ri'irc1. I)ies ist lreirr-r ( icbrar-rt'lr ciner clic'.lien
S<rlrne nicht zu befürclrten [146, r 9 22).
Yon lr;cdeutung ist auch das Gerviclrt clcr Sr:hnc. Prci tirkt'S-
Liogen r-on eincr l-;ingt' \'on r2 liiiustcn \.lulailt) betrri.gt cliLs Gc-
rvicht ciner passendur Schne nt:bst derr {unilj 5 l)irhenr. Lrei l3ogerr
vrrn t() lutdilt 3, f)irhenr. llci nor:1r größr'rt:n Pr(je-et't \'()lr ct\\.r
r) \rgl. urch TbxoPhtlus lt. tctT'. thc little string is .. r)rorc iir to shoot far than
rLpt, to pricl< ni'rr. 1'lt,: great string is n)ore sLlr( f [r rr tltt' iii rrr. rnriri' stablc to pricl; l'ith
ri l. 'rrt -1,,'r , r rt lr,
, t', r',r- r

1
4 J oachinr ileiü. nr)ß(

r 4 l'äusten ist das Gervicht entsprechend grölder r,rncl erhöht sich


nötigen Nlenge \\
auf 5-6 Dirhem. Bei den Spoltbogen wie plsrezt und. haki ist es
jede einzeine Sch
z1/z Dirhem. Nach einem arabische, vers soll clas Gewicht 1/eoo des
Seide mit der X{
Spanngeurichtes betragen. Gemeint kann hier also nur ein einfacher
arabischer Bogen \ron geringerem Spanngernicht sein.
]rnde die clurch
links, sodald clie I
1{ani, denr dieser Unterschied nicht geiäufig ist uncl der besser
\\rerden. Diese Sc
die Bestirnmung der Bogenstärke nach dem Eigengewicht cles Bo-
gens kennt,-) die bei den Türken rnehr im Brauch urar, rnuß diesen
mit Wind und S,
clarnach wie eint
Vers, den er richtig übersetzt, falsch anslegelt, Lrm ihn für seine
rverden Stticke ir
Zwecke zu gebralrchen. \Venn das Eigengewicht des Bogens näm-
Sehne geknüPft r'
lich zur Bestir,nmung des Geu,ichte.s der Sehne herangezogen rvircl,
des I.eims. Ist er
soll dieses tiro des Bogengervichtes betragen, bei einem Bogen von
dern geht beim C
rzo Dirherr Gewicht also ,1 Dirhem. I)ieses liest d;iher Kani in den
die Schnur geht
Vers hinein, in dem ja von 1/roo des Spanngewichts die ltede ist. Wie
liischleim allein r
clie Erfahrr-rng bestätigt, ist dies Gewicht bei Sportbogen etwas gerin-
Die Werkbr
ger, bei puta-Bogen gleich oder ein wenig größer 1146, z7-r47,6f.
glatten, drei Fing
M. b. 'Abdallah 5zb berechnet clas (iewicht cler Sehne nach
dem «Artn eines
dem Spanngewicht des Bogens: bei 7o-go rall Spannge.iticht l--
Enden bohrt mar
4 Dirhem, bei roo ratl +'lr-S Dirhem, darüber hinaus bis zu in die buchsbaur
8 Dirhem. Die Chorasaner Schützen dagegen nal-rmen nach seincr
Schreibroirr gleic
Angabe für einen Bogen von 70 \,finen eine Sehne in:r Gervicht von
voneinander entl
l--3'i, Dirhem, bei 6o N{inen z-z, lz, bei 3,o Minen r- rtf z Dirherr. die Sehne herste
Von clen Persern sagt er, sie gäben einem Bogen von r5o ra// einc
rvickeit und das
Sehne von 4 Dirhem, einem von 70 und 8o ratl eine Sehne rron
Darauf die
3 Dirhenr. als die "l,ird
andere I
wickeit, in soviel
Die Herstellung der Sehnenschlingen und der Sehne.
ist, das Fadenenr
Die Schnur, aris der die mit einem alten Narnen nach dor-r Ort schhrngen uncl ir
der l-Ierkunft &atdz, gewöhnlich aber lu.ndj genannten [r47,6-g] übrig bleibt. Da
Ösen hergestellt werden, besteht aus mehreren Lagen r-einer Roh- glatt bleibt, rvird
seide, die nicht gezwir:nt sind. Die Ilerstcllu.ng beschreibt I{ani gedrehte Seide
folgendermaßen: zwei starke I{olzpfeiler \\,erden in dem Absta,cl und dann erst d
der gewünschten I-änge einander gc-genüber senkrecht aufgestellt uncl Darauf rve
an ihrem oberen Ende je ein Loch gebohrt. Durch diese l-öcher kntipft, diese mü
werden die Seidenfäden hindurchgesteckt und ztvischen den Balken vollkommen glei
fest ar,gespannt. An den beiden Enden der Seidenlagen .n ird ein «hinkend» (aäsar
etn,a fingerlanges Stzibchen durch die Fäden gesteckt. I)ie Faden abgleiten und c
rverdcn dann mit einer heissen flüssigen Nlischung aus 5 Dirhem Diesen Iinoten h
Bienenwachs, ro Dirhem Harz und zo Dirhen-r trischleim nebst der legt scherenförn
rechte Ende äb
| \ ql /rlar, iJJ. \ I\ :. ijlt\
1t I,):i :it, u i,
I'i,,genhrrnclrrCrk rrnrJ Ilr,gcnspc,r-t lrci rli'n ()srrirrcrl

nötigen N,Ienge \\iasser \ron den beiden Enden aLls durchtränkt, bis
jede einzelne Schicht durchzogen ist. Während der eine l{arrri die
Seide mit der \{ischung versieht. dreht ein anclerer an deln eineu
Irnde die rlurch die Seide gestecl<ten Stäbchen nach rechts bz\v.
links, sodald die F-äden s,ährend des l.-eirnens fest zusan'rmengedreht
werden. Diese Schnur bleibt bis zur voilständigen l'rockuung, ohne
mit \A/ind und Sonne in llertihrung zu kornmen. so hängen, u,ircl
rlarnach wie eine Brezel (sirnit) zlisammengerollt, und nacir Bedar:f
s,erden Stücke in cler Gröf.re der 4rndj abgeschnitten, die an dic
Sehne geknüpft \\,erden. Von Wichtigkeit ist die richtige I(onsistenz
des Leims. ,lst er zu fltissig, rvird die Sc,'ide nicht gleichförmig, son-
dern geht beim Gebrauch auf, ist er zu fest, dringt er nicht ein, und
die Schnur geht ebenfalls auf. Bei richtiger Konsistenz kann auch
Iiischleim allein verrvandt werden [r47, zl-r48, i9].
Die \Ärerkbank zur Herstellung der Sehne besteht aus cinem
glatten, drei Finger breiten, r1/r Baumeisterellen langen Brett gleich
dem uArm eines'Webstuhls» (zendlt kargahi /toltt misdl). Auf beiden
Enden bohrt man nahe aneinander blind endende (sasyrma?) Löcher,
in die buchsbaumenc, spannenlange, feste Stäbe passen, die einem
Schreibrohr gleichen. Die Stifte rverden in der Länge der Sehnc
voneinander entfernt fest hineingcsteckt. Die Seide, aus der man
die Sehne herstellen u.,i11 , u,ird .1-5 mal um den einen Stift ge-
rvickelt und das Ende in einen Spalt arn Kopfe des Stifts geklemmt.
Darauf u.ird clie Seide glatt und fest, ohne dalJ eine Schicht straffcr
als die andere r,vird, rron Stift zu. Stift gewickelt, rvie man Zrvirn
wickelt, in soviel Lagen, u,ie für die gervünschte Dicke erforderlich
ist, das Fadenende rvie anfangs mehrfach um den anderen Stift ge-
schiungen und in den Spalt geklemmt, sodaß noch etrva eine Spannc
übrig bleibt. Damit sie sich beim Gebrauch nicht verdreht, sondern
glatt bleibt, rvird der Länge nach noch andersfarbige, zrveifache, lose
gedrehte Seide eingespannt; die Fadenenden werden abgebunden
r-rnd dann erst die Stifte entfernt lr49, zo-r5o, ro].
Darauf u'erden clie passend zugeschnittenen lundj daran ge-
kntipft, diese müssen besonders stark sein, vor allem aber mit einem
vollkommen gleichmäßigen I{noten befestigt rverden. \Ärenn dieser
«hinkend» (a/esak\ [ra6,6] ist. kann beim Abschuß die Sehne leicht
abgleiten und cler Bogen reflex zuräcj<schlagen bezn,. zerbrechen.
Diesen Knoten beschreibt I{ani folgendermaßen Ir5o, r3-zrl: uMan
legt scherenformig die beiden Enden dc-s lundj hin und zwar das
rechte Ende tiber die [mit einer Schlinge rrersehene')] Sehne urrd
t1 J):r sic, lie *ir ljclellir, :LbgelriLttcltur En,i.ri lirt
h ]{)lcllur II..iu. ' Bog

das lirrke tr-ntlc diLrttntcr urtcl zwischelr beiclen dic Scidc,nschnr.. Das Dmck müssen sie
cine F-ntlcr \\,iclielt nran ullterhalb der Sc.hne rlncl das anck:rc ltlndc nicht lösen. Dart
r,,,rr oben ;u.rs hcrullr r-Lnd stccl<t sie ciurr'h tlie ( )sc,der Sehne, r,er- nacfr reines 'Wacl
cinigt beicle l-nclen. brirrgt sie nach obcri nncl zielrt clio Serhne fcst «Eine Sehne
rr1sa1nnlcn. ,\.nr il.lr(loren Endt' m:rclrt man es ebclrso. .\[an karrn -Berührnt \1:ar Ha(
rlit-'scrr linotln rrit lrt nrcht bcscltrtiben , sonclern nrull ihir schen ihm schol3 angeb
Wenn cs rticlit angängig ist. ihrr Lrci cincnr l":rchrt'rlnn zu seht-.rr. so kam, rveil sie an
1r'rnt m:in ihn clararr clJiolrncn. \\'('nn nuln t,inen (iclinottrtr:n au{löst gleichmäßig und
lprl bgtratlllgl;; [r'gl. Alrb. :9, clir, ctinen \rcrsut:h dcr l-ösutrg clicsr-rs I-änge hatte und
l'r,,lrlr.tps r er;rttscll,rrrli,'1rrl. [,+S, ,S, I46, 3-
f)it. htutf rrlissen so gel)ilu zugt'sr:hrrittt,rr
runrl verl<nott:t u-t'rdr.n. dzLi'r dr:r Iin«rtcn gcltaLt
iLtt clt:r Stclic clers Bogct'ts sitzt, u,o cr sitzen \Ärenn ciie I
soll. uncl niclrt nm X'[csscrrückr:nbrcite cl;Lvr-rrr sie ungesalzen eir
abu'eicht; clcnn dir:scs vcrdirlrt cl-cn llon Lrncl mit Schnee und l
hinclcrt c'lic SchuliJu.eite Ir5rl. r r- rz]. \'[anchc durchmacht. Soll
Ilogcrr habern ;rn dicser Str:lle zn-ei Vorspriinge. kaltes W'asser gt
die ck:n Kr.rotcn allfnehmen. bis sie den nötige
\Vcrrn tTie tutdf bcfcstigt sint.l. u'ircl r.r.rit man daraus Ledi
dieser halbfr.,rtigcn Schnc' ein schn,acherr IJo- für starke, die dä
lcn bcspiinrrt und clie erinzehren Scic'lcr.rfäden clie Ledersehne o
zLlsamnr('nseilreht. \\'ic dicses vor sich goht. starke Wirkung i

ist nicht recht clctitlich zu verstehen. l.s u-ircl M. b. 'Abi


t'ir-re jr'rlc einzr'1ne Schicht il,a1) v,,rgcn()li.l11tcn. Herstellung einer
indc't'r'r n-lLn sir. ;rnt (irlrntl' clcs I{rrotens votr etwas dicker sind
clen anclt'ru.r ntil der liir.rgurspitzc dcr Rcch- also nicht wie be
tclr trelrnt Lrrrcl. sie naclt der I nnenseite clets gedrehte, feuchte
Ilogens drückt,nd, cler linken IIancl übergibt. Zug eLusgereckt
l)iescs eeschieht ntit jedem 1,'ac1en, ohne ihn anderen Verfahre
,\bb. zo.
zu lor:kern, u,odurch also r.ine Art !'lechtung Verkürzen dersel
bervirkt r,i,ird. ,,\ÄIenn unter ihnen beim Wickeln aus Llnachtsamkeit beständig zu ma(
ein [traden] frei geblieben'ist, so trennt man jene übrig gelassenen r.rnd fester gedrel
Enden der Seide, wenn sie vereinigt ist, in zwei I'eile, wickelt sie r-rnd so fortgefahr
zrlerst r-rber Kreuz um die /undj-Enden, u,,ickelt sie auch an der Ver- muß sie noch eir
binclungsstelle des Knotens [mit der Sehne] einige X,{ale um dit' vr,,ird sie im Som
Sehne, nimmt sie r,vieder auf c{en Knoten, wicirelt sie um die tundj- Wachs eingerieb,
Enden und verknotet sie. Die Enden nimmt man zwischen die lundj- Derselbe Ve
Enden uncl schneidet alles Überstehcnde ab. Ar-rf der anderen Seite haut, die aus del
verfährt man ebenso. Dann streicht man ertwas Leim darauf, nimmt geschnitten wird.
mit cler Fer-ierzange ein rvalnuldgroßes Stück Kohlenglut, bläst es aber verboten. I
iru r,rncl errvärmt jcne -Kuoten, indem ilt.rn es daran drtickt. Durr-.h zu [5r" ff.].
' Bogenhandu.erk und Bogensport bei den Osnranen. i

Druck müssen sier einförmig rverden, damit sie sich beim G'ebrauch
nicht lösen. Darauf reibt man von allen Seiten der ganzen [,ängc:
nacli reines Wachs auf die Sehne', [r5o, zo-r5r,6].
«Einc Sehnc zu knüpfen». 5691 Käni, «ist eine rechte Kunst.,,
Berührnt nar Hadji Säleimarr darin; ein Bogen mit einer Sehne von
ihm scholS angeblich 5o-roo Schritt \Ä,eiter als ein anderer. Das
kam, rveil sie an Geu.icht und Länge zum Bogen paßte, alle tsäden
gleichmäßig und gleich fest waren , der landj genau die richtige
I-änge hatte und der Knoten nicht «hinkte» und sie dtinn rvar
[,45, ,5, r46, 3-6, z3g).
Die Rohhaut-Sehne.
Wenn die Haut von Fleisch und Iietteilen gesäubert ist, rvird
sie nngesalzen einen Mrinter lang der \ ritterung frei ausgesetzt, da-
mit Schnee und Regen auf sie einrvirken und sie eine Art Gärung
durchmacht. Sollte sie dann nicht rveich genug sein, wird sie in
kaltes \Masser gelegt, etwa in einen FIuß, See oder einen Teich,
bis sie den nötigen Grad der Weichheit erlangt hat. Darauf schneidet
man daraus Lederstreifen ftir Sehne und lundj, die dicken Stellen
für starke, die dtinnen für schwache Bogen. Man bindet auch wohl
die Ledersehne ohne /undj ao tirke§-Bogen und schreibt ihr einc
starke Wirkung in der Nähe zu lr47, r3-2o].
M. b. 'Abda1lah liefert eine ausftiirrliche Beschreibung der
Herstellung einer l-Iautsehne: Die Hautstreifen, die an den Enden
etwas dicker sind, rverden zusammengedreht. (Diese Sehne besteht
also nicht wie bei I{anr aus eirrem einzelnen Streifen.) Diese frisch
gedrehte, feuchte Sehne wird durch angehängte Gewichte oder durch
Zug ausgereckt und muß unter Spannung trocknen. Nach einem
andererr Verfahren wird die feuchte Sehne, um ein Verlängern und
Verkürzen derselben beim Gebrauch zri verhüten und sie wetter-
beständig zu machen, an einem Bogen befestigt, r,viederholt gespannt
und fester gedreht. Darauf w'ird ein stärkerer Bogen damit bespannt,
und so fortgefahren, bis sie sich nicht mehr reckt. Urr-r zu trocknen,
muß sie noch eirren ganzen fag am Boger.r verbleiben. Schließlich
r,vird sie im Sommer mit (iummi arabicum, im \\rinter mit Fett und
Wachs eingerieben.
Derselbe Verfasser kennt auch eine Bogensehne ans Menschen-
haut, die aus der Hautpartie vom X,{ittelfinger bis zum Mittelfinger
geschnitten wird. I)iese soll sehr gut sein, ist den Muhammedanern
aber verboten. Eirre Sehne arrs Pferdehaut schreibt er clen Persern
zr: [5 r' ff.].
l,,rrr:hirrr IlL ir. Ii,,g1r

./,unt
Scinrtzcr \.,r)r Alrtutzung rlrrrch clie PIeillic.rl-rr: \\'iI(l clir,
lJittc clcr Schnt: ct\\';r sl).rrlrrr:trlartq clurr:lr IIenrmu'ir:keln r',,tt Seitk,
vr:rstärl<t. I)icsr'\rcrstiirkung lteißt mt'idauly/,'. -\rn bcstc,.n t'iqrr,.t
sich ;ruch da.ftrr urrgefärbtc l{ohseiclc f l g7. g Io-l .Iiolger.rdert'na.1're:tr
n-irr1 sie etu';r t:int' Spanle lilug. zu'ci llingcr ,rLrerhrrllr rles I'rrrrktc.s
Irir clic l'leilkerltc Lincl t'lcr [iest r.rnter]r;rllr rlcss,'lltcn ll.r,u'ir:lir:lt: }lal
zic-h1 r.irrc hirrrt'iclrr:rrdt' llcrrgc circi{aclrcr Seidc i -1 rlal rlrrrclr
\\'achs unc] \\'iclit.lt sic glatt uttr cirr r,'trr,a fitrs.'crlane'es Sttir:h lloiz.
I)ann hor:kt ll1.rn sich nicdcr:. prr,L1t rlie bciclc.r Iinitr zu,ist:hcrr dio
Sr-lincnenden nttcl lirrlcn r.rntl sparrnt dic Sehrrt' vol11.,,runrr,n ;nrs. L)icsts cigcrrl
l)i. l.rt,schriclrcnc Stcllc fürr clt,.n utei,latt/yl' tnuPo zn ischen dcn Jrciclrl sciriitzln ist cinc Il
Iinir.n licgcn. I)as l-r'relc dcr hcninrzuu'ickt:hrdcn Seiclc lr,gt nrarr linlio I-I.Lrrd geschn:
ctu,a [in der l-;inge von] zrr,ei I.ingerbreiten alrf die Sehne. Soc]ernn tlie Gestalt, dir. l-ig
u,iclielt nran sic so fc.st, r,,,ic lliLlr kann. rir-n jenes Endc uncl dicr
Schnr', r,hnt' tlaß einc (\Vindung) aLrf die a.ndere zu liegen l<omnrt.
Seite an Seite. gleir:h ;r1s u,:ire ('s nr.1r" ein Kr)rpor'. Lllrd schätzt :Lb.
mit rvie',,iel \\,'indlrngen nr:rn fertig sein rvircl , wclin bis zur t'reen- a>--
cligung noch zr,ei Fingc.r brcrit nachbleiben. Nlit der linlien Fl:Lnd hält
man dic Seicle, da r\.o sic gt,rvicl<clt ist, fest und rrcrl:ingert mit dci-
rt,ch',-err dic nrn den Stab gr,:n'icl<eltc Scide icl. h. spLrlt sie votr tlcnt
Stäbchr:n :rb). Jr:nt' n:rch Abschätzung ,,r.t'r1ängerte» Seidtr u.it:kelt
nral) voll innern lius spilriicli lind locl<r:r n;Lch der ;rndert,:rr Rit:htung
lalso r-on ar"r['rcn nach inncn cler bisherisen Wir:klr.rng entgogon). .,\r] /.. t. 1.. x_\ilr r,;,i
tlr:r Stcllr:. clir'strafl gcwi<'1ir''lt ist. :rrqcl<omnror) -.. cs ist rlic. Stcllc. tnalieu lreschricben
clic nrarr rLrrdr.rn rnit rler linl.en II:Lncl lr,stgclraltr-'n lrat- , lallJt rn;ur I)urr:hnrersser. tlie
d:Ls r.rnr dc,n Spulstab bleibenclc'lr-ndc f:Lhr,.n. So ,rft rnzur u-ie obt:n mcnt trägt. übcr d
beschricbcn u,icl<clt. li)st sit:h das nach cler (iegcnseite (ier..,ir:kelte. platte gecleckt ist,
\\'cnn m:rir i('rti.g ist, hlilt rr:Ln clas irr der llitte bleibcnde Enclc rrir geherrrlt' Rinne au
rlr,rr rr"clrtcrr Ilancl r-rncl clas Iinrk: t-k'.s utcitlatt/yt lcst rrit tler linkcn .\ r.rsclr niL1li'r,rrichtur
Il:Lnc1 . ohnt, es zu loi'kcrn. lrncl zieht ziemlich starl< zrn deltr ltnc1c von Seide urrd Sill
in der reclrten Iland. \\rt'nrr cleLs :un Encle a1s Itite ipot,\ übrig- I -ust:tt.tx. :1.

gclasscrrc l,-nde fest iLn clic richtigcr Stcllc gcbracht ist, st:hnciclet garrz richtig fiir eir
miLn clieses Endt' in cicr llitte ab. [So] n'ircl es crin t'införnrigcr zlrz- cla dit- I{innc sir'lr
dattll/; ,rhrrc. l{noten. Zn.ischcn die so beschafferren tteidtinlyk-F.n- vorziig'lich i:l zurn -\
clen nncl clie tundj-lirrotcn u,ichelt malr jc ctrei ,tr geniLnrrtc llinclen L)iesc -\ nschlLr.riing
\$argh1), Ir5 r, ir-25]. zr rn t;11. sonclcrtt t't 1

Die hier reclrt \\.enig klar beschricbcne Wickeiung ist olfen- sr'hon.') <lalJ bei clt

lrar: diesrrlbc, dic noch heut6 ip lr-1glant1 gebräuchlich ist. u'icr dic ( )b clieser r\l;
Abb. : r ver;Lnscluruiir'ht inach lJr-r:ttNItlr. lir3'r'ttsc/riess€u S. 4 r zr. u-it'.f .r t i ^\ s .j(){) na
rrul eincrrr Il,eliei r
I \ s,tll.,l
Ii,,gln)raltls-er1i rLnd Bogclsport hlj rlr l ( )slliurln

.\bb, : r.

f)er siPer.
I)ieses eigena.rtige. kar,rm bekanntc (rtrrät dcr türkischen Sqgen-
sclriitzcn ist cinc l{innc, die. auf einer l-.inttrr]age befestigt, an die
linke l-Iand geschnallt u,ird, um den Pfeil aufzunehnrcn. Ils hat etl,a
tiie Grstalt, die l-ig. zz i'nt Durchschnitt zeigL und die von I-usclrAi\.

Abb. zz.

Z. f . E. XXIII 673, als «persische Schutzplatte, ungefähr folgender-


malden beschrieben rvird: Eir-re ovale Messingplatte von Q,3:12 cm
Dr,rrchrresser, die ein mit persischen Versen geschmücktes Perga-
ment trägt, tiber das zum Schutze eine dünne, durchsichtige Horn-
platte gedeckt ist, trägt in der Nlitte eine durch die Platte hindurch-
gehende Rinne aus FIo1z, die unten leicht gekrümmt ist und eine
Anschnallvorrichtung hat. Der Rand der Platte ist mit einer Schnur
von Seide und Silberdraht umflochten.
LuscuaN, a. a. O. hieit diese persische Schutzplatte anfänglich
gauz richtig ftir eine Pfeilrinne, gab aber diese Ansicht später auf,
da die Rinne sich nur «schlecht als Rinne {ür den Pfeil und ganz
vorzüglich(?) zum Auffangen der rückschlagenden Bogensehne eigne».
Diese Anschauung rvürde voraussetzen, daPo die Rinne nicht hori-
zontal, sonclern vertikal angeschnallt rnrürde. \Yir u,erden überdies
sehen,') daß bei ilen Trirken ein Armschutz nicht im Gebrauch war.
()l.r <lic:ser: t\ppiLrat schorr in clen :iltestcn Zaitt,tn bestanden habe,
u'ic J.r n xs .1o(r nach eint'r.n plattcrnfi)n'nigur (ieriit. das ein Ilettiter
:Lu{ cinenr ll.elief r',rn Sendjirli ir der [.inken h:ilt (eirie .\bbilclung-

rt \ s ,:.,l,ti
I1,,,', rlr,rr
-T,,achinr llcin.

da\-olr findct sir:li z. l]. in cler l'cstst:hrift i'ott ( ). Ill'.NNt)oI{F}:), \'('r- Seitc lri,lrlt rrrart {lei,
nrutet. ist zunr mindesten zwcifelhaft; der lraglicire (iegetrstand kann ta s / a k) hirteingol,'gt
'l;irrg.rlingc fi.rr dcL tttan t's 'tllrs Ilol,
auch allcs iilidcre s(.'ilr. I-I.sr-tl.\N z. Il. u'iil rlarirr
clie rechtc llantl crl<cnncn. tter Liirtgc tt:tclr aus
l-sssNu'rrrx. ll4ittcil. d. g.crman. nut. ilhts. l. IE'!+ §rr. I,;3 be- und ;Ln tlcn liantcn '
.sclrrciht cinen .\rrrrschtrtz, Spantrriug untl siper, cli,' r879 int Schlossel tlt,r \lilt,' der itttd,'r,
\:on Pouill.r, gefunclen rvr-rrdett. jis beiclen [ -iings-Sclinrall
bcsteht rvohl kein Zu'eifel , da13 dier I{ornclkirschholz t'in
i beiden letzteren Gegenstänclc aus clet.tr
Orient stammen. \Vahrscheinlich hat
zr.urr Rohsttrcl<rl tlt'r
\\-r'nn lrrau sic in jc
sie ein l{reuzritter rnit heimgebracht. Spielrar.rnr hat. cialJ ,

Abb. z3 zeigt die seltsamc Vorstellung, Irrrrenseite tles si/er


die er sich von ihrer Verrvendung hält.r) Ar.rch in sie (
n,acht. Demnach q,ird der siper an litlt nrrlrt' arrr l-.rttl,' 1'
clen linken Zeigefir-rger geschnallt, so- gebohrten l-iichcr: r.rt
Spann riri
dalö der Pfeil rechts volrl Bogen vor- liorrst arrtirt, ,lllor Stiit
beigeht. I)er Schütze schießt in der u,endung rvird rveite
Abbiidung nach oben; er könnte \\'ic' cru'ähnt I
,\b 2i rrämlich auch bei dieser Anrvendung rrntl eirrenr I-ntersat;
des siper nach keiner anderen Richtung l>t,in \,|ttt/),/t rlisi\. Ell
schießen. Sein richtiger Gebrauch und seine Anlegung w'ird uns noch Rindcrhorn r.,,.,,1 §ch
weiter unten nach der Beschreibung seiner Herstellung beschaftigen. lltitf,'llt,'rll Irjl. i I

Die Herstellung des siper lag u,ahrscheinlich den Spannring- Will nran «lie I
rrachern ob, da der Pir der siper-Yerfertiger ebenfalls 'Ali b. abt s,' lrntuclrl trt;rtt di,'I
l[-alib ist.') Da der siper jedoch in der früheren Zeit unbekannt war, die Arrf3en
cl..s kest'r'
konnte ein Gefährte des Propheten nicht gut als Erfinder gelten. zorrracs hiililt rrr,rrr dit
Daher rvurde 'Ah auch nLrr «uül des Segens lr,iilen» (teberrüheu) zttm sartz gaulz oder zltr I
Pir gemacht. l{aspcl u ertlcn d;ttt
Das Werkzeug der siper-Hersteller besteht aus einem besou- rlic Spur,'tt rl.r I(lts
deren Querbeil (keser), bei dem die sonst stumpfe, harnmerähnliche, rlickeu gctttustt'rt is
etwa eine <.1-(?) lange Seite einer der I-änge nach halbierten Röhre s1't'lf ierlt .7;.ti ) qclli
gleicht, deren Schneicle rrerstahlt gehärtet und von aulJen und innen f l css,'t' Itaclrr-1t'schrrLr
angeschliffen ist Ir3 r, 7-ro]. cinc ruirclt' Spitzc er
Ferner aus cler konstantinopler lieile (trorpuji islarultuli), die hat. geglitttet oclcr
zwei Spannen lang ist, eine halbrunde Seite hat und durchgehends |
) i,'ebtytttt,lutt rY'rr I
gleich breit ist [r3r, r er3]. 2) a/tyttdutt tel'iia
Schließlich bedarf es noch einer besonderen Preßlorm @alyb) :iclrtlrLrt.
aus l(ornelkirschen- oder Buchsbaumholz, die etwa drei Spannen .\) b;r " Lt/ttäi
lang ist. <rDie vier Seiten u,erden glatt geebnet. Die eine (obere) torttJcuttlttt si!,'r lttslagh
ttta//ub ti-.er,' olott zrtl s' c'1t
rr S. S. l§
t) \ricllciclrt cine.
girbr ['olit:rho]z rlt'r lJrt'ch'
Bogenhandterk und Bogensport bei den Osmanen. II

Seite hohlt man gleich dem Rücken des sipcr so, daß das Rohstück
Qa;lap) hineingelegt rverden kann, aus. :\n den-r einen Ende schnei-
det nran es (das Holz) fur den Hebelarm (;ap) bis zum Gmnde der
der Länge nacir atisgehohlten Stelle fort.') NIan schneidet unten
und an den l{anten weg Llnd macht einen runden Griff ') (;a2). Von
cler X{itte der anderen Seite ;rus bohrt rlan auf beiden Seiten (den
beiden Längs-Schmalseiten) ein Loch und dreht aus Buchsbaum- cider
Kornelkirschholz eine rr.rnde Säule in der f,änge jener I'orm, die
zunr Rohstücke der siper-Rinne paßt. Sie mu13 so dick sein, dafd,
wenn man sie in jene Rinne 1egt, sie auf beiclen Seiten so viel
Spielraum hat, dald das Rohsttick für den siper hineinpalüt unci die
Innenseite des siper durch Ausraspeln die erforderliche Weite er-
hä1t.3) Auch in sie (die Säule) bohrt man an dem Punkte, der ziem-
lich nahe am Ende liegt, ein J-och, etw,as gröPoer als die in die Forrl
gebohrten l-öcher und steckt clurch jene drei Locher: einen runden
konstantinopler Stift (istatnbol ruismary)» [i3 r, r3-24]. Die An-
v,,endung u,ird rveiter unten beschriebeu.
Mrie erwähnt besteht der siper aus einer Rinne, einer Platte
uncl einem llntersatz. Das Material für die Rinne bilden Walroß-
bein (balyp disi), Ellenbein und die massiven Teile von Büffel- und
Rinderhorn und Schildpatt (bag/ta). Der gebräuchlichste ist der aus
Büffelhorn Ii3r, 5-6. z5-26).
Will man die Rinne aus einem rnassiven Hornstück herstellen,
so braucht rnan die Preßform nicht. nrlan bearbeitet mit cler Schneide
des leeser die Außenseite und n-rit der anderen Seite dieses Werk-
zeuges höhit man die fnnenseite aus. Bisrveilen rvird auch der Unter-
satz ganz oder zur Ifalfte aus demselben Sttick gemacht. Mit cler
Raspel r,verden danrr Außen- und Innenseite der Rinne geglättet,
die Spuren der Raspel rr-rit einer feinen Feile, die rvie ein Fisch-
rücken gemustcrt ist uncl desu,egen glatte trischrürckenfeile (balyp
syrly ierb ejesi) genannt rvir:d, beseitigt und die Außenseite mit der.n
\{esser r-rachgeschabt. Die lnnenseite wird mit einen-r \llesser. das
eine rr.rnde Spitze entsprechend der konkaven Hohlung der Rinne
hat, geglättet ocler mit /ery'leus oty,+) einem Krerute, clas die Pfeil-
1) i,,L'ÜoJuut/d// ,,itt1,lt tttu/tul/.ytt zt:ttttttitr, /i.tt/tt/ bn bd.:!ttL/d/t ltt! itiitt /lt:iib.
.) ult.vtrr/rttt tt,tl'itlt /rtitttltttt/c' h:siih lriit/cti,t,,tr ;tl 1uy'1tb (in tler Abltilcltttt! nicltl
riclttllrrt.
t1 btr 'tttrtii<l tt, tr't i/tib §ti ./;tti,r'ttljlldt olo ki ttte:kt1r. rt/u3/m ju/,v11,hlytdrr
turoifcirtdLtt si!,'t lrtslo.:1h..v tyghar/,iol' 1:uJar. r,'_t,fi rlub iL,' ,furiini siTtrde /orlttlc'ttdtl"rlc
tttatltlt ii:ert olrur i.,:'iit'11,1t, /n!,t.
t1 Vicllcicht ejrrc .\r t ScirrLt'lrtr.llraini : I )i,. I-,.sili:, , ltirrLlttlr liir /,:,r4,/zli rli,r -\rr
gal,,: [',rlit:rho)z t]er l)ri.c]rsir r
log,'n h:rnil'
12 Ioachirr llein.
I

macher benutzen,') poliert. 'Lw Schluld rvird Putzptlver (lebeitr \\itLlrold- rind Elltr
oder tcre futru) a;uf die unrechte Seitc eines Stückes Saffianleder l{inde der }landragora-
r.errieben, et\1,;ls Olivenol daraufgeträufelt und damit nachpoliert sie sehr gcschnteidig $
l)ic I.'ornr rk:r lti
Ir3r, z6-r J2,97.
Die Preßforrn kommt in Attu'endung. wenn zur Herstellung Itichtung dcr l.ängsacl
cler Rinne Schildpatt oder Hornplattetr ;rus den hohlen Teilen cler kennt man, \\'enn [lill-l
Hörner zlrr Ver\\rendung gelangctr. Die Platte u,ird in der ge- Stitt ltirnur util\ in clie
rvünschten Länge und Dicke zugeschnitten. Dann rvird sie, t'ie es mung n-tul} tlatttt gettar
auch die Bogenmacher mit ihren I-lornstreifen tun, in \\rasser weich- nicht flar:h abgcschnit
gesotterr, heratisgenomlnen, kwze Zeit der Flamme r,,-rn tsichtenholz Anßenscitcn abfallen.
ausgesetzt uncl der Länge nach ziuf die Rinne der I'orm gelegt. nit:ht zu eug sein. dau
l)urch allmähliches Herabpressen des Hebels wird die llornplatte stirßt)) (thrpma.fa) untl
in die Rinne hineingepreßt. Das obere Hebelende wird an dem in rlir. I{innt, sr:hleift. cl. l
der Abb. nicht ersichtlichen Griff (sap) der I"orm festgebunden. zcig[ uncl .Schu';urz dt
\Venn das }forn abgekühlt ist, kann es herausgenommen u,erden St:hrvanz ' uttd tlas t'
r.rnd h;r.t dann die Fortlr einer Rinne erhalten. die in der oben ge-
,
'rlcr liopl'r r/ai,. rttü:
schilderten \Meise 'uveiterbearbeitet wird. Beim Pressen darf nicht tricltt etrgr't' st,'itt. \\rcr
l<or.nmt cliescr IiehL'r
zu starke Gewalt ar-rgervandt $,erden, damit das Hom nicht springt.
Notigenfalls mulü das Horn noch mehr errveicht werden. Zu stark lr'gt man tlit' Säge zur
der Flamme ausgesetzt, wird es spröde und spaltet sich. 'Wenn es r-in pulLr Si[gel]stilss0lt
-r)t.rlilgr'. r'.rr
I)it'
t
angeht, soll es tiberhaupt nicht erwärmt rn erden. Bei der Politur
von schwarzerr-r Büffelhorn u,ird statt des Kreideputzpulver:s pu1- rlterssivcrt J I, rrnstricl< ltr
verisierte Holzkohle mit Olivenöl verr'vandt lr3z, 9-23} sic aus l.inrlen_ or1r.r ;\
\\rzrlroß- und Elfenbein rverden auch gerne gefärbt. Bei dieser: n;rch dcr I.ängr: ,ler Il
bcschriebt.n ist unci dcr
Gelegenheit führt I(ani nach der tufufat al-ma'ttin') einige inte-
ressante Rezepte zum Knochenfärben an, die wir nicht übergehen hält sic tlurr:h J{;rspr'lr
rvollen: slunrnengelill.rt urtd zu
Man läIdt den zu färbenden Gegenstand in einem kupfernen tcn \Äreisr'. clali bcitlc:
GefäiJ einen Tag und eine Nacht lang in saurer Joghurt oder Milch lr-ru'ärnrutr!' zusamlltcll
liegen, bis er errveioht ist. lJrn ihn grün zu färben, fugt rnan zu je lcichtc Neigurrg rraclr li
'Icile :-1 Stundetr trocl<
t5o mithpal Nlilch jeden T;rg, mindestens to Tage, höchstens aber
rnit ck'r J{aspcl und nri
4o Tage, Ttfz »rühbal (irünspan hinzu. Rot: Nach rotägiger Er-
li,eichung in saurer Nlilch nimmt man den Gcgenstand herzrus und stochern'rar:lrer diLs (.)l
laßt ihn 3 l-age in lük3) liegen. Blau: Der Buttermiich (airan) fugt Genan in tlie -\littt: t
rnan jeden'Iag bis zu iz Tagen Rost hinzu. Gelb:Jeden'fag bis tnaska'i genanntcs. Str
zLr 40 Tagen lügt man der ,.\,Iilch + mith&al l{r-rr:kuma (zcrdeifip) hinzu. r1 I ri, I..iuzt.llr, ir,.rr .ir
/tab:ts-t,tta ttsuli uo'1äuc ilt
') \tgl. ruclt rrntt:tt. iizcre citz;,el tor/t ile l,a'diltl
'?t IJie-.c-s \Yr'rli ulrrl scirr VIrl;rsstr sintl rtrir Itchl itcliattnL. oltrr ojult uidrtrtb.
, t ( lor:r:us lact--a- di,r I-achschiltllaus. r{ir: rrttf gcrvisstn Ijicrts-r\rten irr 13cngalcrr rrnrl ,) \\'eil nrir ihnr ,1i,.
llintcrinclien lebt unrl dett :\rrsfluli lorr Schr:llar:k .r:tursacht. 1)er f''arbstoff fiirbl lrr:sscl "
-. rr.ich-t,' i-itr,
,i. ('r:rcireniil,- 'Ltr:clrreiLrurrg
Bogenhancln'erk rurd Bogensport bei den Osnranelt' t3

\valroß- und Elfen-Bein läßt man gern 6 Stunden lang in dcr


Rinde der l{andragora-W'urzel (lufah höki kabughzz) sieden, woclurch
sie sehr geschmeidig werden lr3z, z4-t33' 7]'
Dic Form der Rinne beschreibt Kanl noch genauer: In der
Richtung der I.ängsachse soll sie schwach gebogen sein, dieses er-
kennt man, lvenn man einen an beiden Enden gleichmäßig dicken
Stilt (timur m\l) io die Rinne legt. Der ht)chste Punkt der KrüDr-
mung muPo dann genau in der \,Iitte liegen. Die Rander cltirferl
nicht flaclL erbgeschnitten sein, sondern müssen ettl,as tlach den
Außenseiteu abfailen. I)ie Rinne soll nicht zu tief, zu breit und
nicht zu eng sein, dar-nit der Pfeil nach dem Abschul,l nicht <,an-
stößt» (iat?tnaja) ]|jJtd zruch nicht der I-änge nach zu stark durch
c'lie Rinne schleift, d. h. auf d;rs Ende, das nerch dem Handgelenk
zeigt nnd ,,schrvanz des siper, (siper puirugltu) heißt, drückt. Der
,,Schwanz, und das entgegengesetzte Endle, der <<Nllnd» (ag'hyzl
ocler «I{opf » (bai), müssen gleich u'eit sein uncl atlch die N'Iitte darf
nicht enger sein. wenn man beim Raspeln rricht genau aufpa{Jt,
konrmt clieser Fehler leicht vor. Zr.rr .l3eseitigung clieses Fehlers
legt man ilie Sage zur Probe an und entfernt den Ljberschuß mit
ein paar Sägenstössen lttld nachfolgendem Feilen Ir33,7-r5]'
Die tlntr:rlage, esik genannt, l<ann §,ie eru'ähnt. gleich ans dert]t
rnassirreu l{ornstück hc'rausgearbeitet rverden. Nleisterls jecloch n'ircl
sic aus Linclen- ocler Ahornholz hergestellt. Die Länge richtet siclr
nach der T,änge cler l{iDnen. l.hre genaue Fornt, die nicht näher
beschrieben ist uncl der Fland cler Schtitzen angepaßt seiu mttß, er-
hält sie durch ILaspeln. Rinne und unterlage §rerden sodantr zu-
sarnntengel<lebt und zr,var it.r der bereits erurähnten, rttas/eo genann-
ten Weise, daß beide ,leile n-rehrfach mit l-eim verseheu nnd nach
Jlru,ärmung zr-tsammengepreßt werdetl. l)ic l{intle hat dann einc
leichte Neigung nach iinks. IVlit Bindfaclen umu,ickelt, mtissen beide
Ieile z4 Stunclen trocknen. Den letzten Schliff erhalt die Unterlagt:
mit der Raspel und rltit dem rr-rnden Instrument, n-rit dem clie Zahn-
stochermacher das Ohr des Zahnstochers bohren') [r33, r6'-26].
Genau in die NIitte der Rinne rvird ein daumenbreites düunes
masha") genanntes, Sttickcherr l-eder eingeklebt, das entr'veder aus
11 Die Jiinzelheiten sipfl mir unklar: bd:delrii deste münasib mulenna' i/e jrylttr
kabzasl,na tqäli na'läme ile jopyly\ jatmrzrglta nünastb bir taraftlan ai1'rt llalnamal
iizere eruztel torpu ile ba'dehti hitaltljitcrin ltiläl ltulagfu' aidltghT »tt'idezuzver ü|et ile asarr
olur ojub uidurub,
z) \Yeil nrit ihm clie ///osÄo genrllnte I-einlprozerlrtr vorgetlonttnen ist
i-tseschreibung s. nicllste Seite.r
f+ lotrclti:rr l{r.irr. B"q' 1111;'1

cin(]m zttsaultnrerlhiinq't:ndcn Stricli besteht oclr:r c[esscri Ii.änclt'r iLrrs- rvie clie Haut der Ha
geschnitten sincl(?).') Diescs darl nir:ht so r,lick sein, dalJ dic' Irrrren- auch alrs [anderem] s

scite tles siy'cr Lladt'rrclr crhr)ht u,ird. Ilc.i ÜbrLngsltfciL.n \hazt,a gesi)'\ kannten(l) Iiorm zug
kommt, soll lang und
1yi1[f 5ogar. clalj rlit n.r) Br:i Pfeilen rnit c'isenten
I)fr-.ile rveitr,,r flicgt alrsgehöhlt (ojuP) sein
oclcr bt'inernen tt ist clies jr:doch gef:ihrliclr. Die glattor
Spitzt--n und Faust hindurchgt
Spitzcrr prallct'r ltcir.rt Absclrul'r. bcin.r Zusliu-ulenstolJ rnit clent si7',rr' in Verbindung komm
hocb (sekiib), u.oclurch c'lie Schul'rrvt'ite lrccinu-är:htigt ii'irtl Ir33. :(r unter klebt marr nic
r.l l. ;1. (gezi) oder 'I'affet (d
I)ieses tnas/ia genanntc l,eclcr ist diinnt s Saffianlc'clcr. t.on tlon siper sich nicht erhöh
clir' lrnterh:Lut etttfcrrnt ist. ()tler Skut;Lri1ec1t'r rl-ircl ar.rgcfeur'htet urrd ist zu dick, lnan n1uf;
oin 'l-t'il clcr ()ltcrhaut von der I lntcrliaut lLbgczogr,r't. so clerl'r cs ,,An der Stelle ,

giurz cltinlr n'ird.') l)icses l,eder §,ircl in cior gervürrscirtcn lizrrbt' die linkc Seitc dcs sr
gcfarbt. nrLch tlcr 'l-rocl<nung nrit liisr:hl:ir.n bestricheu Lrnd nach c]r- fland befestigt und n
Iolgtcr 'l'rocknting ar.rflrewrLhrt. Ir-n Lit.darfsf:rllc rvircl ein entsprcche-'n- vernäht (siraaesi wura
des Stück zugcschnitten unr1 rrach cinfercher Anl'cr-rchtung ar-rf clie leimen, so werden be
Ilrnenscitc des siVrr gcl<lcbt. F-s dient an«rh a1s Pflaster, incler.n marr (tnasPalanu./), nach d
cs z. Il. iuri clen \ae-crl d«:s liirrgcrs lilr:ht. c'lcr lreint Sr:hiel'ren leicht dann festgeleimt, ohr:
einreißt Ir.jl. r r der Flancl ar"rfsitzt. t
-r6].
I)ie tlntnrlagc \esih) soll e'enau dlrn siptt' olttsl)rc)c1i()u. lirir Zeigcfinger hirrdurch
l<trt.a sipr, ttrit clonen plireza-1')ferilc('i vcrsr:ltossen rvcrdc-n, soll sir-r cleren Nähe festgebun
lirrrz scin, gr:rade liir: dic Ste1le \/?iirsTt clerr l,-;nist 1ta-sst'ncl. ilul clcrr llan,lhaltrrn g (' ddcldj,
sic rrrltt. l)ic si1)cr für: dr:n sa/tl /iostrstt,.) lxässcll naclr clortr I-Iancl- nahe am f iogcn zu 1it
gc:lcrtk zn iLbfallcrr t ittrtteli dir t darnit das lrncle cler Irfcilc und hört, rrach der Sclrrö1
g-ra,;) s'cttt-t sie u,c'it. zilriicligoz()gcn rt'et'tlcn, nir,:ltt anf cle-n Sr:hu'anz men] rrorsicl'rtig vorr
tkts .riy'e't tlrrickt. clic Iiausl nir'1rt clon olioltl dts siper. hor-'lrhebt. cloch che der l-eint g
als ,rb sicr sit:h biiut.t.tc: rstt/t.lott»iat untl clcr lrfr:i1 r'rir:lrt aris seiner I),ahll gcnlaclrl. Paßt die 5
krintrnt rlncl stcil emporstcigt Ir:1.4 __ r r]. vollends trocknen, ze
.\ic1rt ganz vcrstär-rdli<;h ist dio lJeschreibung cler r\nschnall- Teile urieder losgetrc
vorrichtLrng, u-ic überlraul)t gcrade dietscs liapitel etu,as stiefntiitter- «Steht der Schi
lich bchandelt ist, u,cil Iiänr cine }Jcrschrcibnns r.les -ti.lu'llir tber- sip er de boi I arna-F ehle
flrissig h:ilt, da t'r allgcurein bckannt sei, [,S,, S 4]. \\rir geben im siper. fn diesen-r
daher cir-re wörtlichc l;bcrsctzung der betri:lfenden Stclk': ,: r\uclr zeigende Seite der I
dieser Riemen (trasma') (mit dcnr der siper an die Iland geschnallt siclr aufrichtet (dikilit
u'ird) wircl in der l]ortl genau itassend zllgeschnittcn. \\/ertn er an gende Seite der Un
tler E1ilrtcl befestigt ist, n.ruß cr arif allcn Seiter.r an der ltaust hafterr nutzen Ir35, r6-r9].
«l)as err,vähnte
r) jek?ärc ueja bcnärlar,r, d(t,k o/droit. bunden; manche näh(
:) I)ic licinc Spitzc haben. S. S. 27.
,r Eir l-l,lilrgil,t"il Ili,.gr sonst niclrl \\'Hir.
es damit fest. lVlanc
t) S- S. 3 t fl-. \\ bir mikdär tlstt'i derunindett airylyb es unter dem Rien.re
§),r-),|il:{tÄ,ld.
6) S S.3rf3z. 7t S. s'. u. tlatnit os arrr Rit'rlcn
Llogtrlharlcll't'rk unrl l3ogettspor-t lrei deu ()smanen t5

wie clie Har.rt der Hatrcl. Er wird alrs bestem, festen saffian und
auch ar'rs [anderem] sauberen I-eder gemacht' Er rvird in der be-
kannten (l) Form zugeschnitten. Die stelle, wohin der siper-Kopt
kommt, soll lar"rg und die Stelle, wo das Band befestigt wird, soll
atrsgehohlt (ojtr/l) seio, dan-rit, '!']rrenn das Band zrn'ischen l3ogengriff
unJ F aust hindurchgeht, es clie steile, rvo die l-Iand mit dem Griff
in verbindung kornmt, nicht scheuert und Blasen vertlrsacht. I)ar-
unter klebt man nicht \volltuch oder samt, sondern 1ÄIasserseide
(gezil ocler 'Iaffet (djanfas), darnit er nicht zu dick wird und der
s;per sich nicht erhöht. Die sattler kieben rtit l{leister; auch der
ist zu dick, mau mr.rtrl mit Fischleim kleben 1t34, z6-135,6]''
«A.n cler Stc1le cies mit \Vasserseide tinterlegterr I-eders, die an
clie linke Seite des siper-Kopfes i<ommt, urird eit-t schrnales diinnes
Band befestigt uncl mit ihm zusamlnengeklebt und dann n-rit Zrvin-r
vernäht (sirazesi zgurula). Will rnan nun den siler an clen Riemerl
leimen, so werden beide in der bekar.rnten weise mit Leim gesättigt
(rnaspalanub), nach der-r-r Trocknen crneut mit Leim bestrichen und
dann festgeleimt, ohne derß cler Riernen zu fest noch zu locker ;ruf
der Fland aufsitzt. Das errvähnte Band wird zwischen Daumen und
Zeigefinger hindurch ztun Handgelerrk geführt, an der Schnalle ocler
aerär, Xat e festgeb,nden und dann [der siler) io der geuröhnlichen
I{anclhalttrng ('idetdje) arr detr Bogengriff geklebt, so daß der Kopf
nahe am Bogen zu liegen komnrt und der Schnanz. §,ie es sich
ge-
irört, rrach der Schr:öpfsteile des Armes sieirt, I)ann §,ird [dcr Rie-
trnd nach 'l-rocknen, je-
men] rrorsichtig vorr der lJancl gelOst den-r
cloch clie der I-eim garrz fest ge$,orden ist, mit dem Pfeil vr:rsuche
gemacht. Paßt die stellung cler Teile dann, so läßt man den T-eim
vollendstrocknen,zeigensichbeimKlebenliehler'sou'erdetldie
Teile urieder losgetrenrtt nncl neu verpaßt ir35, 7-r6]'»
«Steht der Schu'anz des siler zu hoch, so ergibt sich der /7r
siperde boilama-Fehler, d. h. der Pfeil liegt der ganzen
Länge nactr
im siper. In diesem lialle muß man die nach dem T{andgelenk
,eigencle Seite cler tTnterlage niedriger machen' \\renn der
Pfeil
sich aufrichtet (dikilirsr), muß man die nach dem Handgelenk zei-
gende Seite der Unterlage hoher machen und [den siperl so be-
nutzen Ir35, r6-r9].»
«I)as erwähnte Bancl wird meistens an dem Riemen festge-
bunden; manche nähen an jener Stel1e eine Schnalle an und schnallerr
es damit {est. lVlanche leimen auch ein längeres Band an, führen
es unter dem Riemen durch und binden es am Handgelenk
fest,
rlamit es am Riemen keine Falten zieht (lutlandyrnaz) lr35,r6-:z)'

r-
Ir) ,,;Lt hril llr,tl.
.f lii){(,nl)ir

lst clit's.s IJ;Lrrir ztr rrsc gesparnt urcl goht clcr lrteir gcr.dt, selbon Narnen i/zrlai)
znnr ',st:hu,.r7ze. ht:ra,b \rzt.kttintg-/ta tttdikdl, s, hcbt r.ra, von clen ]lootslr:uterr i
claclurch
dc'. Jiopf des siper, rvic cs cler ,r\.scrruck .cric F-a,st bäu,rt harrdrverl<errr lLuclr rr i
sich
(.iutttnr/t iri/t/atnna) ircsagt. r,Ian ,rulJ r,iclmehr sri tlcsst,n beinr sr1rr. rric
lgl1.11s, ,rd bi,_
den. dal'r es tre, I(opf il.s s,prr nicht zn sehr nach cler Nägel,' besässc. ,\
/taöza_seitt,
hinzierht urrtl aur:h nir:ht nac:h dcr l)auprenring-seitr: zu
sich t;ff^e il,l [, ;6, q- r j i, 7l.
\rue Scsl laro.lf1tt177 t/.a&! ttiy/tnrja) l)er linkc l{eLnrl I)ie allzu spitze
ckrs sipct. scil rnit
ri.rr [:i6g6r1lgriffe glcir:hszLr,r (ittistir g.iüi) st:tr.t,, dechsenhaut also rverr
Ir.1s,.:_-zr, j.
Il,ei eine,r \,-ersuche 'crbn,crr..n
rrrit cic,r Pfeilt- ,ruli ,,i,r [I.ltcr zugcgelr nacir entrveder in Sct
scirr. Bei tlen (iriffcn cier reclitc'n .rcl lir.rkcn []a,cl (srsl_ n,c.iIilt [z t z, z6--2t3, 3
kabza,) datl
sich l<cin ,liehltv' zeigen, der de, angeftihrtc. Rcgel, \\'ill man die FI
Lrrd lJeclir-
c'r-urgen rvirlerspräcire.') x,Ian stellt nrit einern leichien tlic bs56n11srs beliebt
Ir)ogcn cinelr
versr-rclr ar, ob rlt:r [)fcir int siy)er sicrrcr *nd geracle becken 3o l)irhern Sr
geht,
.1'rrrc clalJ bis zrrr Absr:rr.ljstelre sich die Spitzr.,
in '.rr,viirts
c.lcr f,[ittc rles ju I )irll(,ul I( rrplerspät
sipu aulrir.:htel r'r,rch cler lrrt il schlcilt tboila,tal. \\re,' dt:t- sipe,t. iclsimre orler \:itrioltil
oinrl;Ll saubcr anuep;rr,'rt ist unCr sich spiiter bt-,irD Irfeilsc[rierJcn tnuli tnan drrn llunci
ein
Iichler zr,ig'r. s,r iicgr rlt.r rjchlcr .ir:ht i' <ler ,acrrliissigen Ilerster_ Zu,ei fage soll die Fl
lr.rrtg tles siltt', s,:rtclcm offensiclrtlich ;rn rlt-,r I)erson.
n,rl r-,;Lrr r,ulJ iulgeltomtnen lrat, rrim
sich liestrcüi:rr. rlii: Ursachc zu be.seritigcn, noclr einige Zeit rlarin
Ir::,:6 r jir, 1].
\\re,d.rr ri,ir u,s ,u'r rl,s' tab/a g('r).r11,tc, Ijlatte zrvischen alle ,5-ro Stunden. rv
I(inrc r-r'rd {.rters'au'/.r. Sic hat clen Zu,e.k. clic Il..tl r..r \-crr-_ l)arrach u.ird sic ausgr
It'tzr-rrrgur zti schtitzcrr. falls ticr Irfeil clurch zu n.r,.itrrs cler Raspel :rufgeraulrt
spa.rerr .4er
clLtrch eirltrn Lrrtgliir:l<lir-lrcn lulall in clcr I:[itze clcs (ielechis Nach der'lroclinnng r,
die I{irnt,
verlassen sollte. I )ic [)latter bcsteht ;Lus Schilclplttt rurrd lllech r.ernäht unc.l
Ir 3rr, r o], I Iorrr
,rclcr'erschi.clcns,, Iil.chen ;*rs Silb.r r.i, r bei dcr persischen Sch
Iz 1]. Iiupf.r-,rrcl ],[essing
:;].
I r.iir, geil,x'lrlr.rr [,,S..i rr_
['ber ihrc [i,,11 ri'ircr nicr'rts gr:s.gt, sri t]a1i *,ir r-rus nacrr ll.rrrrr t.-_t<, ßogen
Ltrst rr't\s (s. ..1 |rrs".1-,r.ib.rrg ein l',ilc.l rnachen r-r.rtisserr.
I)ie llitt. faclreren siptt.: t:ine ot
cler I)lattt h:rt eincr.r S1ra.lt, clarlit si<, ribcr clic I{inne aus lSein. gt'rvöl-u.riich
s-(rstct:kt u.er_ I
clen liann. cines Iiis«:hes lllai l,), rv
Die Plzitte r'vird rnit porierter }-idcchs.rrra.t überzoge,. Die schen ist.
bestc ist die, u'elche ;rns lirarr<e, kr.r,t, ke/er gertamrt *,ird l)er siper stellt
u.d al
n.rcist für uhreu .rrtl lrernglasbehälter verarbeitct ri,ircl
.rcl grirn l'rogrttt r,rrrtl r\rntbmst lt
gefairbt ,.d poliert ist. NIan l<a,, abt:r auch clic: rohe rr.p.liertcr lrirrtcr tlelr B, rgerr zurü
]:'[aut uchlnen. bcsondcren AbschLrlJ b
Ii;Lnr ber,errkt hierzu, clarlJ es zrv.i Eirlcch.se.iLrte, gibt: ei,. fiir dcn Sport, für pfeil
LiLnd- urrd tine \\rasscrr;irt. Sier u,äre zumcist r/r F)ller larfu. ln clcr iiltercn Zeit
Wenrr rvr,u
sic,och lärrg.r rviire, so sei sic schr alt,,cl irie Niigel» rk,r ll;r.t gcsehcrr, dali cr cin v
sehr gr.ß ,.d gr.b. itbrir{n,rr rr,-rde i, I(.,startin.pel rnit tlic I'Ianc.l r.or \-crletzu
de,r_
Lr Vgl. unLtn I) S. uDtrlt
Islao ),V
lir,gt'nltrrnrlrrcrlr rrnrl liogrrt,.por I l,i-.i rltn ( )sluirnr 11. l;

selbcn -\amen t,helel) auch ditr lJerrt des llaifischcs bezei<:hnrt, clie
,de
'ch t,t.rn c-letl .llootsleuten ztirn lJootsreinigen uncl r.on versc'hiedrnen llolz-

h.,
handrverkem :mcll u,ic Sarrdpapier benutzt u,ürdcr. Diese tverdc in-
desscn beim siper niclit venvandt, d;r sie dürtn sci uncl rrur sehr Ieine
in-
,Nägel,, besässe. Auch sci ihre sch\\'arze F arbe nicht beliebt
ite:
(?) L r;b, q- r j7, i].

nit
I)ie allztr spitzen 'lahte dicrscr passencl zugcschrrittt.rrcrr l.-i-
dechsenhaut also rvcrden mit der lieile gegl;ittot nrrd clic Ilaut cla-
6).
elr
nach cntrvedcr in Schu,efelsäure oder Arrtntoniak gereinigt und ut'-
ari
u,cifit [z tz. z6--"2t3,3).
in- Wiil rr-ran dir: Ilaut fe.irr griin 1/irSel grllärbt haben, eine [,-arbe
ell
die besonclers beliebt ist, so rnischt man in cinorn grolJen \\,'asch-
ht.
beoken 3r:r I)irhem Schncrfelsüure, :o I)irhern Arnrnonial<geist uncl
les
zo l)irherr-r l{upferspär-re uncl legt in diese Nlischung clie mit Schu,c-
ler felsiiure ocler \ritriolöl gerv;rschcne reinc llaut. Bei cliesenr Yorgang
:in
nrull man dcn i\[unc] schliel'ren, um dic Dlinrpfc tiicht t,inzuatmcu.
el-
Zrvei '[age so1l die Ilaut darin verbleibe.n. \Venn sie dann Farbc
uIi angcnomlnen hat, r-rimmt rnan sie hcraus, ;rrrdenifalls bclrillt ntzrr.r sie
notrh eir.rigc /,eit rlarin. Doch prüfc rnan sie nar.h den zu,ei l'agcn
en
alle 5-ro Stunden, rveil sic lciclrt r,on del- Sär.rre anuegriflcn ri,irc1.
I)anach u'ird sie ausgeu,aschen. I)ie rretallene Platte lvirtl darrrr rr-rit
ler
der I{aspe1 atifgc-rar"rht uncl tlit' ITaut mit Fischleim cl:irauf gtrl<1i*tt.
n{l Nach drrr'liror:1<r'rung t,irc'l rler Ratrcl ntit l-öchern vcrseht'n und Haut
,fn und lllech verrräht uncl unr den gzrnzcrr Ila.trd, rvie cs auch l-trsculx
ng
lrei dcr persisctren Schutzplatte ltesr:hric'br.rr hat. er'ni: Schnur gitit.r)
geflochtt,n [: r 3. 3 ro].
ch
I{-rtrrn;.F., Bog.€n uud Pfei/ :.E best'hrc'ibt eint-.n anrlt'rerr r:in-
Lte
taclreren si.ltt . t:ne ovaie Platte, clic ein Iiinger liLrig, 1/: bnrit ist,
)r- aus l3ein, gt'rvi)hnlich aus der h;irtc.n, k(rrnigor Schale t'orn Il.üclicrr
tincs liisr:hes (TTai :), u,elche oberhalLr rr-rit cirrt r Iederncrr l{innc vcr-
)ie schcn ist.
nd Der siler stellt also wie tr:rrr sieht, eirrcn Iiber.gang znischen
ün
lloiren unrl ,\rr. brust hcr: cler Pfeil k;urn inncrliallt c.lt.r Rinrrc noch
:tC
hinter den Bogen zurückgczogen u,erden. Dieses rvircl durch d«'n
besonderen AbscliulJ beclingt.') Dcr Apparat eignet sich bcsonc1ers
ne
für den Sport, für Pfeile mit nichteiserncn Spitzen ohrre Widerhai<en.
nll In der ailtcren Zeit rvar er claher bei den llürl<cn r.rnbekiLrrnt. Ab-
rut gcsehct, dali er ein u,eiteres Zurrir.iiziehen dcs J'feiles errnög1icht,
11-
die Hancl rror \rerletzultgen sclrtitzt ur.rd r'lie I{eiltung cicr T,'edern

I) S. nntrn.
Islam,\'V
l:iogcnhlr
18 .lorrclritr llt'itr.

iruffailrgt, hat cr vielleicht auch 11o(th rlic' I''urrl<tit)lr, (li(' .\bu,eic'hnrtg vor \rerletzung infoir
des Pfcilcs zu korrigieren. I)cnn cla tler Trfeil atr tler linken Seitt' wahren, was I-uSCH,l
clcs (iriffes vorbeigeht, biltlen die l,ärrgsachsc cles I)fciles Lrnd clic Die .\bb. z4 r-rnd zs r
l.init' zu,ischr:n cler f Iitte cler Sehrit, uud tler l{ittc rlcs l3ogs11gvli- seiner Anlegung, Abb
fcs tlir-, I-inie' dcr zurtickschnellentlert Sehtrc t'irtett ring arls Sl,rien.') Dr
- dcr cinr' ,\biveichung des ['feiles nach links - betlingt.klcinerr der aus \\rakoßbein
\\'inlicl. l)ir,:sc
,\brrcichurrg \,cnr1cid('t tlc'r Schiitzc irrlirlg,' s,'iut'r I'burtt Lrnbcu'u[Jt mahz (l-öt'enfisch), de
-l'refferr seirr 5?t'i »tdi (\\'asst,rlörvc
Jreinr Strlriel',t'n, u'iitirenrl einct.u l,aierr daclurclr cirr
sr'lru,nr fällt. [)a nun tlcr stptt'r'ine entgegcngcsctzto J{icirtung, gut polieren läßt und
nach rechts, einninrrnt, rvirtl t.litr Sehnc bcinr Spattnerl etwas Ilaclr bein z\ r,eru,enden
(mekrillt) und hindert
links gezogcrr nnd claclurtth cler Pl'eil ttar'h rr'cltts abgr.:driingt. I)arauf
1ä1it ilnr:h clir' [ierterkung I(anrs scltlicllcn: tl:t clcr T:'lt'i1. rlcr irl r.errichten, rvenn es ir
naclt rochts geht, rtteistctrs seirr 7-it'1 vergilbt es in kurzer Zr
'\rrgenblicko cles.\bscltusscs rvird an den untersten
trifft. ist rlicscr '\bsc}ruli bc,lir.bt, dor-h sr:hacict cs cler Sclur['ru'eitt'.
\vcrln dir) .\irn,ciclrut'rg zu stark ist. 'l-arlclnsu,r'rt ist cs, u otin siclt senstock benutzt; die
tlcr Pfeil anr ( irilI reibt: am bt'sterr ist r:s. \\'enn e1'. ohtrc sir'h zu \veich und l;issen sich n
reib('n, rrühe iLnr (irifl vorbeigr'ht. l)csivcgcn habe man iibertrt'ibcrrtl ans diesem tr{aterial
!'csagt, \\,enn es lnöglich rviire, solltrl in tler llitte dcs (irifft's t'in er bei cler i)brrng ft:
L,rr:lr st'irr uutl tL'r Pleil cla hinclurch gehetr I r 3h. ;--,1].

Der Spannring (z-yhg'1,r, iest fs7\u. .s:r.sl).


,ll
I)ic Sparrrrringmir.(--irer rtyhg'yrdjyi bilcL'tcr.r r:lrr:nta.lls einc Zunft. 1,,/
Ihr I'rr ist'-\lr b. ahr'l';.ilib. I)it'scr ullt('l'richtctc in l}'iolguttg tle's
bt'trr:fft'nden l.Iatlrtlres scint"Sirlrnc I.l;Lsan untl I.]Lrseirr itr Pi,il-
sr-'hicli,cn Lrrrcl hr:g'tc bercits in frühcstcr- |ugt'nd tien Wurrsr:h. scinc
I;ingcrspitzcrl \'(lr dt'r Sehnc zu st--ltützt:tt. r.l1t(1 crfarrr,l r1;thcl' ;iuf l',c-
tr'hl dts l'ropheten tlerr Sltarrnrirrt.. li.s rvird tiborliefert. clal'r tlicscr
;rus \\ritltlerltorn vcrfertigt sr,i Iio].
I,-rvl ijrL [ .18: 1renl)t als I'rr iagltal b. Sa'rc1 Iiusi . dtrr v,ir
Sehnan I'ak gebr-rnclen ist r"rl)d irt I Iill:L lrci l.',agdad seitretr 'l'otl
tlurr:h cint'n l,öri'r'tt fand. [)ic Zunftgenossctr hattr:n il-rrc [.litl,'rr /

oirerhiLlb von Scislt;ine. I

Dicsrrr SpiLnnrirrg ist da.s u,iclrtigste I-Iillsgerät eincs türliischcn


l'rogt'nschiitzcl'I. ()hno clen r:irr Schir.llden unnröglicir ist. uncl r'crclierrL'
schorr rlesrvc.gr,rn tlie erstc Stell(' untor clen -fitrfi'tlti tit ttttltizi r-ric.lü
nur u.ie bei I{ a n r seir-rcr Hcrkr.rnf t \\'ogen. Es ist cin Rittg rrrrs
( iold. Silber.
.f:rspis r.rn11 alkrn '\rtcr I-I,rrrr, der rtu den l);rrrnrr,ru tlcr
rcchtt,n IIaucl gcstr-.c]{t \\'ird, Llnl clies('n licirn SprLnnctt (l()s [],)gells
vor rlcm l)ruck rler Schne zu schützen und .t1r'n I)ruck (lr'r- lctzter.'rl
rtuf rlie llaut des I)autlens zrr r-r'rtoilen .') -\rrc'h soll r'r tlctr I)auttttrrt
1t Nlch rint,r \\'i,:tler1
,) l.-. \\Llttr;.
^.itscLr.l.
Iiog|nherttl\.trli rrrtrl l:logctrsltoit 1r,i rlr| ()sntanril. I()

(t t'or Verletzung infole'e Anschlags der Sehner beinr I-osiassern be-


L\

lc
wahren, was l-usuu'rN mit lJnrecht (2. l. E. XXTTI 67) bezri-eifclt.
ic
Die r\bb. 24 Lr11d z5 r.eranschaulicht die Art
f- seinerAnlegung, Abb. 25" zeigt einenSpann-
'n
ring aus Sl,rien.') Der beste Spannring ist
ie
der aus Walroßbein (bafurt disi) vont :zr d inaSrr

Jt
mahz (Lö.r,venfisch), den man im \rolksmunde
lr §iri mdi (\\Iasscrlöu'c) nenrit, u'eil c,s sich
I
y
),
h
gut polieren läßt und nicht vergilbt. Elfen-
bein zü r.erul,enden ist nicht tadelnswert / t.-
l'
rf Qnekrah) und hindert nicht, das Gebet zr-r
ilt
verrichten, wenn es in der Tasche ist; nur
el
vergilbt es in kurzer Zeit. Hirschhorn (tnü/tre)
e,
r,vircl an den untersten Teiler-r nahe beim Ro-
:h
senstock benutzi; die oberen I-eile sind zu -\lrlr.:.1
Iu
u,eich und lassen sich nicht polieren. Ein Ring
d
aus tliesenr f IiLtcri:Li ist fiir [.tb.rngsz\\,ecl<c gut genlrg. [,,rrsscr. tlir
n
or bei «lt'r 1'bung ftir rle. l)aunren bequerr ist. ist.irr I{irrg lrns

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n .\lrb..:;.
I1 \rch einer \\'i,rtlergrlrt'in rL.r l. l. l.l. \\lll6:
)-(J .f,,rchirrr llcirr.
l,,ogln1t.rn
I{ltittozerosh()rn. das c}in Nlitt('lding zwischen Sehnr. uncl l{not'irerr ist
unLl si( l) {ut Policron läl\l . I'.rvlija I ix: rrennt rr,,r.lr J:_,,
-"j-, rrrrrl l)tr tlitttdg/t soll dic
\\'iclclcrhorrt; (ler gowöhlrlichstc. ureil billigste ist tlcr aus Ilüffc'lfiorp.
nichl drLgcgcrr schliLg
flbcr tlit' -\rrn,cnrlting clieses Spannringcs sir-rd rlie nrerku,tir- rlaI,l rlic I laut nicht r

digstr:rr II-r'lrothcsen auigcstcllt \\'or(l(,n. llontlt,:trt, Bog-tu ttud Arttt-


Stellc. dic in clas [.'ins
ütttst l. f. h. \\r. Rd. I r3+ serzt ihn ;tuf das erste Glied tles linlit,n
r.tn'it cittct-t lIersscrriic.li
Dannrerrs, clir"n.rit dcr lrft'il dar;ir,rf ruhe, der somit lLuf cler rcchtr:,
liriittttrc'rt l<lLnrr. Sic i
st'itc cles Iloe-e.s zrbgc.sr:hossr:n werdcrr nrülJtt'. I)icse Art c.ler pfeil-
gcklcbt u,irt.l, clas uoc
lr:r.1trurg rrru,ähnt zu'ar .| .\c()J:i\', A/l fa!aru r6 t b.i dcn apanerrr.
llyt-rus, Die 7'hcoric tlrs BogJcttscltie ssctts Arch. f. -\nthr. licl. III z:z
-f [;tlls rlil Srlttt. zrrrtit
tLrllpclt !'cnolllll('r1 u
sclrrcibt sie sr-rga-r Iast iLllen lsierten zu,') abcr cier Sp;rnnrinp- clit'nte
rr,ird /iai iAugcnbralit
.jt:derifalls rticht zutt.t Sclrutzc ries linkcn [)aurnens. Libcrcljes scirossep
rnancirnral auch rlassel
rlic'l'ürki:n
- urcil sie dc'n ;rn die linlio IIan«l g.sclrn;illt.r't .tiptr
benLrtztcn dcrt I'fcil auf der linl<etr Seitc cit's lr,ogens zr.b.,) Esstrx- l)as Innere des tr
rückcn gemustert sein
\\-ritN, Der Eiütubog'cn Nlitt. d. genr.r. nat. l,[us. I]d. l, r8ä,1-S6. rfr3
rrur sehr u'enig u'eite
cit:ttlit sitrh cien Sllarrnrirrg;rrf dcr linl<crr l)anrnenn,rtrzel sitzcnrl
(s. .\l-ib. :3,), s.daß cr eincrr Sclnrtz gegc'n clen -\r.rprall cler Sehnc, -\rt') preßt clie Haut
bilclet. r\11e diese IJvpothescn sincl rcine lrirantasic'. I)ic .\r'ru,endr.rng
Iiinger. XIan ntul'r der
quenr sitzt.
u'ird uns n,rch u'citer urrten br-'i der Schiellrlelrre br:schriltig.n.rr
ln der ]littc de
l,,rhi)hLrng zu sein, tvie
Seinc lTerstclIrr rrg.
l<r.nner.r lrilit. .\us dr,rr
I}.int IIornstiir:lt
tr-ircl clie einr: St'itt: gcr;Ldc gcliLsscrr, clic ent- heij'rt clort: I)er Steg
gr:gcngesc'tztc ;rltgeschriigt. cs selbst n-rit /tcst,t.ttncl Raspcl geformt irntl
in der trIitte sitzt und
tltit eittettt grollcn llohrer in clcr I)ir:l<c des li'irrgers rlurr'ltbrilrrt. sie zrrt.t.t /tulap lina.bS
I)it',\ul]cnseite s'ircl rnit clcr lLaspcl a'egliittct uncl clic [nneuscitt, 51l;rttttrittgs tlit' IirafL
rlcrn Jiirtgerglicde etttsprechencl gcforlnt. I )azu u' jrcl iln.r bL'stcn Sehne Illasen. indcm s

u'eiclrt.s, rotes Siegelu'achs in \vilrntelr \\ra-sser crn,eicht urrd cirr tles [i'r'rrgcrs drrickt. s
.\]rdrLrcli clr.,r l):runtcrrsltitze gemaclrt. der als X,lorlell clir:nt. sirringen dic lJlascn ar
Il«tsortticrrr .\ufnterl<sart'r,Iicit r.rforrlcrt dic iirttdg'/t e'cnal)nt(] Ilcschu,crclerr yerursacl
Str.llc, tljr: die I)aLrrlcnspitz() bcd(.cl<t. Sic ri:rrf niclrt zu lang unrl l)tts /tttlak genar
nit'lrt zu linrz scin. \\'c--rrr sic zr.r l<urz ist, berührt ditr Sr.hnr.. inr clie angeklebt u'crden
Augettblick dt:s r\bsr:hrrsscrs clic liingerspitzc, lrinclert clie Schr.rlln circ n'ird das [-eder uncl
runtl r'r'rletzt clen Tiinger. I-qt sie zu l;rne', so bclästigt sic clerr llittel- ntaln tne5tt/ia l)cnltt. N
l'in.q'cr. I)ie.\ulienseitc cles dinnglt selbst ist rLrnrl, rvic gcclrc,ht. mit Leirr oder Speicht
unrl znsamruengelilebt.
') llci ,llrr .\t:rlrrrrt rvat rlicse l'liilhrltunr rtuclr gllrriiru:lrliclr, sir.uirel z. Ii. lrli nicht u,ieclcr. ,\ach Ei
\1. lr.'.\l,rlrrllrih.llJt,3,J" Lrrrcl irr rltrn ll.'äli/t zriL crrr;ilrnt.
') S. rrrt, rr- l),x'lr ,. l ti t.:tittt,:tt, ,\'i,tl,,tt ,,tt ntou/ttto"i1,c Bc.rchr,jz,itt.q i,olt .;.t - genall die liingt'rf,rrnr
r.ai/ o/ /loJ z'rtrt ic ttrrli.si./tr'/titt:cr t(rßr. S. r1:. ,\lrlr., uo rin Sclriitzi olrnc.r/frl i\. rr.r wegen soll clcr Iting r
rlcn I'li'il rrtLl rlent linl<i:n l)lurncn IiigLn JrLt- \'or rlLr IlL,nrrtzrrn! rlls riflr.lilnl,lils,. sprechen dabe i rrrit: t
l'lci1)rrrltrrng ;rrrclr lrri rlll l'iirlilrr SiIir. geulsi,n sein. Sciderrfacleu st'lrncirlet
.i) S. untru.
s,'lttteitlctt i<;rrlt I r .q, '. ,

t t iitr ii rt t /,:rt,/tt tt ;,'rt si'


lirrg,.rrlt,rrrrllr'rli un,l Ii,gltr:1rort lrli rlln I )sllriin(,r. I I
ist
rnd
l)cr ,lirtttig'/t soll dic liinuerspitz. cb.n b.rlt'clielrr . cliLrrrit rlio Sclrrrt'
rf ll.
rricht diLgegctt schliLgctt l<ü.ntr, unrl einen so brcitt:n [tiLnd |rLbs1,
ür-
'|il-
tla1,J cli. Ilaut nicht iibcrquillt. l)ie I{ingnrtinclung u.ird arr «lcr
Stellt', dic in das l"ingc'rgelcr-ili ztr licgen liornrut, .:tu as al;r'cschr;igt,
:en
cttt'it ttittcl't llcssr:rriicl<cn breit. tlarr.rit bcinr Schir'lJt-'rr tlcrr [,'int'c'r sir.lr
:en
lirüttttuctt li;rtttt. Sic ist i-LulJt'rrlcrrr cttr':Ls u,citcr, rvcil I-cdcr lrineirr-
:il-
gttklcbt rvilcl. das uoclr crtq,as übersteht. trpt del liitrgcr zu sr:[iitzr:rr.
rn,
lalls clir Sclrr.rc, zurticksleitet" I)ieses l-ecler wircl bisu,cilt:rr;ruc1r
22
tloppclt {enonllr('n uncl hciLlt ltu/a/.' (()hr\. cler: ribcrstehendc 'l'cil
ite
ri'irtl l'rzi it\ugcnLrraur:) gen;ulnt: doc'lr u ircl ruit clicsenr .\usclrtLr:li
;el1
rrr;rrrcirrral a.uch classelbc u'ie nit dttttagh bezeichrret [2. Li. rqrl.
ber
I)as lnnere des Ringcs soll ar.rch, k:r.r-rr-r-r sichtbarr, rvic ein liisch-
rlickcn gelxllstert scin und dic r.ordere n'Itinchrng nicht u,eiter otlcr
63
nur sehr u'enig u,eiter als die hintere sein. l)enn cin lting clicscr
nd
,\rt') preßt die Haut a,f dc-n Nagel zLisanrlnelt uncl cßretscht clc.
NC
liinger. X'[an muß den Ring probicren. urn zu erkcnnen, ob er ]rc-
ng'
tluem sitzt.
ln der flittc der: Außcnseite clt,s tliutag'lt sclrcint cinc. likrinr.
I',rht)hung zu sein, rvie clie Abbildung des s_r.rischcn Sparrrrrings cr-
lir.rrncn failit. .\us dcru'l'ext gcht cs nicht so g:rltz l<lar hcri-or. ljs
rt- lreil'rt clrrrr: I)er Steg (eiilet soll so §esghlffcn sc-in. clall clie Sehrtr,
rcl in der xlittr: sitzt und nicht zu denr kulak linttbgleitct: rlcnn ri'r:nrr
rt. sitr ztrtrr /iulah linabglcitet, hindcrt dic llünchtLrg clos Locitos rlcs
tt'r SprLrrrrrings dic Iiraft dos Absr:husscs urd aulürrrdeur vcmrs:Lclrt clic
)11
Seltt.tt' JJlasert, indort sie inr n'Iorncntc dcs Abscirusscs dic [nnenscitc'
in des liirrgers drlicl<t, selbst u,enrt tTcr kultth doppelt ist. Risrvt:ilen
springerr clie ßlascn aul r-rncl bildr:n t,inc \\runclc, clie cini.g-cr Xrlonatcr
tc IJcschn,crclcrr vemrsar-:ht Ir3o, 2 6].
rd l)as /tulap sen.urlitc l.edcr u'ird zugcschnittcn trnd tlic Stellc,
tlr clie ;Lngeklebt rvcrden so1l, a.uf der lintcrseitc cltinn gest.:habt. l)zuur
lrr u'irtl r-las l.crcler- uncl clcr: SprLnnring n.rit Fischleim bcstrir:hen, u,as
l- n"tit|t ntegttha ncllnt. Naclrden] clieser a-etrockn(.t ist, §-ir:cl er ri'ieclcr
rt. rnit ],eirr oder Speichel liefeuchtet. beitle -leile a.rrr l,'euer t'ru,:irnrt
luncl zusarnnit'ngelilcbt. E.ir-rnreil zusanl[lelrgcl<lebt, erwcicht cler I-einr
,ci
niclrt u,ieder. -\at:h l,-inl<lcbcn des /tt/a[ s.ll clas [nnere dos ltinges
genau die Fing'erIor:nr rics l'resitzt,rs zr:igen. l)es äußt:ren ;\trsoherrs
r. )
wegeu soll rlerr ltirg' nit:ht zu sr:hr-nal sein. Ar-rch pr:al<tischo (irhnrk-'
sf sprechcrt dabci rnit: clenu cs ist wicr bei t-.inen.r Iiadeu: rin dünncr
Scidenfaden st'lruciclet irr clic I ItLrrcl t:in. u,ährcncl r:in 'l'au nie eirr-
schneiclen lianrr Ir.1,.r,; r ll.
,) t r ktu/ttrr ;tr jokoly ,/oghrtr l,rt/*.ri'\:)
I iot:.1r h i
12 c,rchinr FIern,
.l

l)er: Stcg lul(l dic -\trllenflär:he lnrissen h,.ich policrl scin. Dirr .\rlncl h:ttterr. t'lio bt
\\:eitc rles Ringcs mul3 so beschaffcn sein, dalJ cr beim ,\ltschu13 licrr rrit il'rreri tlir'lir
nicht vom liilrg-er springen kann; andererseits clar:f cr nichl so ens' legentlicher l{iickpr;
tlenrr ;Ltrclr r,'irtcn .\r
sein, rlalJ cr dcn liinger blau anlaufen läI''rt. Er lrr.r{,i, kurz gesagl,
,/('il §'//tiltk :
1
lirs( l-l
.qernz €Ienau l)assen, ein Xleisterivcrrl( soir). Es ist etn.;rs Eigenartiges
rrii.rnliclr zLrcrst l.Iasa
tlarnit, nreint I{anr. der l.'inger fühlt cs, olr er paßt. iiber tlcr \rt,r-
l'crtiger Ii:rnn cs nicht genan rvisscrr. llit lJestintrtrtlreit lällt cs sir.lr selenli Lris zurrr IIIIL
nur clurch den (iebrauch fcststellen . ob ein Spaurrring p:ifdt. .Tcdr,r [lIrerlitfcnrng best;rn
l.( )S1.: cr\\'aihr-rt r'la\'orr
X,{erister, clcn man darrrrach fragt, gibt nLrr seinr: t-rie'ene ;\nsicht
u'ict'ler, eir-re ausführliche lloschreibung clagegelt ist nir:ht nrög1iclt.
Its ist u'ie lrei einem Zauruzcugverfertiger: jc rnehr dersclbe von der Dt
Reitkunst vcrsteht, cicsto t.nehr vcr\\'ertet er seine Erfahrnr-rg in scirtcrl
l)iL clie tiirkischr
l lanchverk. \,fanchrral trifft er es, rlanchrnal auc]i nicht.
I)it: altcn Ara.bcr. dic r.raclr Art der sogenannten X,Iittclnlecr-
( irilf liaben , tler eit
Sr,-htrtzen. urn derl (i
spannung, d. lr. ohne den l)eLulnelr nrlr lrit dcrr vier anderen l'inrlern
spanntelr, \\'obei der Pfcil zn-ischen Ring- und i\Iittclfinger zu liegen
hung clesscibcrr bcin
kam .') kannten r-r;rtürrlich kcincn Sp;rnnring, sondern nur ledcrne
rvolrnliclr ttttriamöa :

I"inucrlinge nach St:trtr--\Rzl-osl- zbq lgat|'t.. Iliese u.aren aus allor tlie sio r,or jcdesnral:
.\rten gcgcrbtcn l-cders hergcstcllt, bcsonders aber aus Pferdcieder: l<elterr. ])irrscr rriirr
r.om Rtickerr nr.tci Bar.rch. Scttu--lnzr-()sFt ist sich tiber deren ,\n- lieitten Prr zLirückge
n,endur-rg nicht klär und glaubt, .der I)aumen (del Linken) oder
grolJer. sodaß sit' tr
rvclcher Iiinger sonst gefährdet u,ar», u,erde dadurch vor dtrrn Itück- ,\raber ]<arrr.rtcn clics,
I [-rrr ^rrnn, Aagz
prall der Sehne geschützt.') IJezeichnend ist, clali f{. b.'Abdalla}r
Iiingerlir-rge r-rnd Spannringe, ohne eineu lInterschieci zu ntachen, liunlt Scr rt-nt ut,i.-\l

nebeneinander aufzählt, obu,ohl beidr,r ,\rten zrvei ganz verschiedenc Itien.ren ;ius \\rachsl€
l3ogentrrpcn bcdingcn. schlungen u,ird, unr
rianrit sie den }logen
I)as \\'achstuch
Der ilrmschutz. u-ohl zur Herstellung
l:L.incn Aru'rschr.rtz. um den linkerr ,\rut vor clern J.(.ückprall rkrr
inr \\'intr:r \\'cgcn srl
Schützen sich ihr \\rz
Sehno zu schützen, besafderr die Türken nic]rt; denn da i:lie Sehne
bt:im bespannten I3ogen rveit r.om (iriffe entfernt u,ar (7 liinger). rJelbes, holzfrcies Bi
konnte sie bei richtiger Rogenhaltr.rng nie den linken Arm berährerr: oluttan setn'i) tt'ird t

bei der äul3erst starken Spannung der Sehne kann rliesc rlrlr \\:eni!{ )'iach dem Gerinncn
zurückschl ingen. l)er erstarrte Kluml
Etu,as anderes \\';lr es bci clen itlten Arabern , die dert nlrr schrnolzen, und in c
\\:eltig gespannten einfachen l3ogen ftihrten tind ilberdies noch n'eitt. oder \\lasserseid«' iga
clurchzogen ulld nich
r) S. uttLLrr. :rul nirnnrt nran clas
rl S. lintvL.rc. I-. .\.-l-. >. y. jtott'a, t:orii segrnlnturrr rligiti lorrrranr rclercnr, rlrro tropfen. I)ie'l'ropfen
srrgittarirrs pollicenr l;rrnil «rntnr rlrrrilii:rrr rlnisurrrtlrre rrrrri. nir:hts vcrlorcu gcht.
Iii)tenhf,nalu-erli ilnrl Hogensp,rtt bcr rlen t ):lrtanen. li

Dicr
.\rttrt'l hattett, tlic beinr Schielirn clic.\rnrt, bLrl3 lielit,rrr - tlen'l'iir-
hulJ
li,'rr rrrit ilrrcrr,liclir'rr {es,'hlosscrrt'rr.\r'rrt'irt k^tttttc arrc'lt cin tr'-
legentlicher I{tickprall nicht sorrir:l iLnllaben. l{ani crrvührrt [5o]
eng
tlcnrr iurr:lr cincn .\rmsr;hr-rtz ;rls bci derr Arabcrtt .q'ebr:iiurülir:li (tiir-
agt,
l<ist:1r,7ra gi.juu,k := ..\r:tlt'l anlegcn). l)er: 'l-raclitiott nnch r.unrvicl<eltort
iges
/r'r- rrärnliclr rucrst I.lasarr unrl ].luscin ihrcn linl<en -\rnr vortr I [arril-
sich
gelerrl< bis zurn Ellbrigr,rr nrit zicnrlir:h ftrstcrrr '['uch. Naclr arttlerr-rr
[lbcrliefcmng bestanc] clrr ;\rnrst-'hutz ;Lus (i;rzcllenharrl. Sctttt'-ttr.z-
:der
Losl.- crrrr,rihnt clar.on rri<:hls lrci clcrr altcu ,\r-abt'nr.
icht
ich.
dcr Das Wachstuch (ntuiatnntti').
lcnt
Da die ttirkischen Sportbogen einen nur verhältnisn-räldig kleinen
ler-
tiriff haben, der eine sichere Haltung erschwert, so benutzten die
Schützen, um den Griff fester packen zu können und r,rm eine l)rc-
ern
irung desselbcn beim Abschuß zu verhüten, eine rnuiatnmo' (ge-
gen
n,öhniich rutriamba gesprochen) cl. i. ,rWachstuch genannte Ilindt',
trne
die sie vor jedesmaiigem Gebrauch cles Bogens um dcn Griff rvik-
[1en
kelten. Dieser ttttiatnrila' ist eine ziemlich junge Erfindung, die auf
der
l<einen Pir zurückgeführt rvird. Die Griffe der älterer-i Zeit ll,alen
\n-
größer, sodaß sie ohne tttulattrna' benutzt r,verden konntetr. Dic
der
Araber kannten diese Binde nicht.
ck-
an
II-Llll,trn, Bogen und Pfeil z8 beschreibt ihn nach einer Ar-rs-
.en,
kunft Sculrcntl-\\rssnsRos : uEin beiläufig zr,rrei !-ulö langcr
Riemen aus \Vachsleinrvancl. welcher utn clen Griff des Bogens ge-
lne
schlungen u,ird, um die den Griff fassende linke Hand auszufullen,
damit sie den Bogen fester: und sicherer hzrlten könne.»
Das \\rachstuch, das die Wachstuchverfertiger herstellen, 1<attn
n,ohl zur Herstellung des tnusatnnta' vers,andt \verden, belästigt aber
ler
irn \Vinter \vegcrn seiner Sprödigkeit die Fland. Daher bereiten die
tne
Schützen sich ihr Wachstuch selber nach folgendem Rezept; reiues,
gelbes, irolzfreies Bienenu.achs oder Kanrpherurachs (kaftrz ta'bzr
er),
en:
olunan sem'a) wird geschmolzcn uncl jn kaltes Wasser gegossen.
rio Nach dem Gerinnen sinken Schmutz Lincl alle Beimengen unter"
Der erstarrte Klumpen rvircl zLr Iilockerr geschabt, wieder ge-
schrnolzen, und in dieser Masse dünnes Zcug n,ie Battist (patista)
oder \\Iasserseidc (grae) eine l<urze Weile gekocht, damit es gallz
durchzogen und nicht nur die Oberfleiche davon bedeckt wird. Dar-
auf nin,mt man das Zeug mit einer Zange heraus und lälöt es ab-
qul)
tropfen. Die 1'ropfen läßt man u.ieder auf clas \Vachs fallen, damit
nichts yerloren geirt. Zurr llrocl<nen setzt lnal1 es derr-r Lriftzug aus,
-l I .Jorrr.)rirrr lllir.
Iil,ge nlta

1r.cl logt os. b.r'.r .s ..al1z abgr,riüh1t ist. irr trir, rir-:htigt,n
ullt (,s ztr vcrrnähen
[..a.ltcrr, thftt. ()cler') dit, bci,
[:o7,:il__:rtg.6ri. mu/tAmtda). f,Iarr rnr
l)ics \\rachstuch eignet sich Iiir cine Ilinclc, tlic irn
Sr-rrr,rr.r ck'n Artcn do: natürli
bcn.rtzt u'ird. [n-r \\rir.rtcr ist sic, sclbst im \\,ar1r]en Zimprr:r.
zu sprödt: tlar.rn gibt cs lrocl'rsch
rrrld rrlulJ Yor jeclern \\ricl<chr crrvärml rvcrden aufJrrrclenr
, belüstigt . l)lLs rrrrterr. 1in1,
sic riic liingur. f_lm dicscs zu l,crr.neiclen, scfzt rnan jc rri l)irhr:ni
\\';Lchs cin J)irhonr l'erpentin (stt/i1,2 teretttcttli-st\ zrr clarnit iLn dicst'r Stcllc
urrrl ta.trcht rlas rlie ]I:urcl bclästigt. ir
lcug in rliese geschnrorzcne x'Iischurg. Nötig.ntiLlls lügt .n;r. rr,rclr
r,ehr 'l'erperti, hinz,. \\rcn, clie Biric fertig gcnäht Lrricl Pfeil Iliogt nach dcrst
abacktlhrr \Venrr clas recl
ist, r'rrr'änr-rr r)r:ur cine IItil.lc ttts/ar) :rnr I,'cucr, lt,gL
clcrr ltttsatrtrttt, ghy mei//ii), ueiq-err si
rlaz*'is.h., .nd rcibt ihrr .i 5,ral cicr Liirge rra,rh. si. isr rrarrrr
:Lr-rc]r ir, l'^ihli,p' ,,d S.,rr,cr a.geneh,r rvericht nach cler rccht
zn ben*tze, [zos, 6_r,1. rricht r.riedrig genr.ig.
l)ie Fo'rr cler Bi.rcle ist .ns dcrn T.xte nicht ein*,:*rlsfrei 'I
liiar z* entrehmen . il ic üb.rh;Lupt der l'ext clicses liapitt,ls recht )aLrmenn,nr zel (,lt i t rt t t,
t

clen sipar und lenkt


s.lr*'ierrig zu ist. I)ie Längc }:cträa-t eine Ellr,, -,lus t,nt..r.,
l-rrcle ist t/z 'crstchc:n
Jil1r,. clrrs ,,[s1-" Entic r/+ El]e brcjt,) Seite zu hoch ist, ne
lzoT, titl. Kani dalJ cler Pfeil an clcn
erteilt .rs clern *'e:nig. niitzendc-'' guten Rat, bei der: Arlertig,ng
t

einen alten uursailtrtta" aufznl.rcnnen nncl clarnach cincn nsqs11 rauf cs trnl<onurt, ist,
zuschnciclcn lzoT , t7- r s]. .Diescr Zeugstrcifeu ri.ircl
,.'-,_ tigcn \Yeisc halten ka
nach bt:ic,krrr dcr r'elik') in der XIit
Scitcri rrlrlgt-'schlagen, s,rclaL'r clie l{ändcr anf ckrr {l,Lerseite
zLlsarr- .larJ/il hu,,-q].
rurcrrr:cu:iht u-crdcn könncn urrcl rlie Naht in dCr
r:litte Iicgt. ]lc_ Eirrcn Ilirrrvcis ü
finclt't sich c'lie Naht arn ltan<lc, so beliistigt sie cric Ilancl
. sorange gcnde Stellc, dit' r,or
rlcr ,utia,t,tt.' ,c-t<:71 nen ist [:.7, :o -z;i-]. \\-c.rn c.lie rjinde
ricrrtig hiindclt: ,, I)cr klt'ine
grrfaltt't ist. soll clic Ilreite rles olrrrrcn Endtrs r/, ci,,:r- Brcitc
rl.s u._ Bogengrifl untt,:rhalb
tcren Encles lrctriLgcn: denir rv.lrn sie urr clen Ilogt:n geq-icirclt
*,irrl. dur viertc l.ingt'r zu,i
s.ll r'i.c j.de \\rind*ng sch,aler als crie .,dere rs-:.].
l)ic Rreite .nd ]-iirp-e rles t,*§aut»t.' ricrrtet =c,i,i [zo;, tler tntriarnrtttt' zu brei
sich nach c.rcr irbgcsehr.n clavon , tinf
Ilantl dcs Schtitzcrr. Fir.i Lcr-rtcn r.r-rit Iangerr, riüunr:u l,.ingerrr urrrl
br.itcr Ilaird s,rll .r- brcit ,r.rcr larg scin; br_.i I_e*te,,.,iit r.,rrr,r,, schlr'erclen r-crursattht.
l'i,ge.r .rd sch*aler, {leiscrrigerr TI:Lnd soli r._,r schmiLl .nd kurz sei. scits der rttttiatttuta' z
nicirt ricirtig auf clie
[6.!, z5 - 69, .]. Faust zeigt t'lit, Neigu
l)ic Art dt'r wicker*rg t-res tnttiannila' nlln u* den B'ger-
grifl ist sch*,r'r zrL vr-rstehen. x,Iarr bea.i.nt mit rlem rrrterc, Itrd. trcten cles ittltlatunak
.t, dc, Iinli,r Seitr:. n{an wickeit den »tuiamuta' um tren Rogen_ sich nar-h oben arrstatt
gritl . s,,dari rlas lirl<e En,lt' ricf blcibt urrrl d35 Es ist zu beklagr
r.cr.htc Errde zicrrr_ , rb seiner ,\eulreit crh
lich hoch *'irc1, clie rirtere, l-;igerr sorlen gleichmälJigcr Llohen
haberr lli1cl nicht e'e\\'onnL.n
(birbirinc bcraltert. clic obcr«:n treppcnartig
ansteigen (birbirirulett a/_
t) IIicr st,ll ollcnbar
rl Selbst nrclr der I'altung crsciteint sie holt alrcl tliesr'llrir \\'r»ti. rl
i:tr \icrhültnis zLrr I_iinge seltr lrrcit. rrnil
,. i-t lr;clrt rer:tiirrdli, lr, rric rrrrrr cliesr lrreite Ilinclc zrvritcrr .\rt unrl bt'griintlet tir
nach Vrrr-schrift (s. rr.) trnr r.lcn (irifl
u ickeln soll. )1 S. /.tltn ll{1. \l\'.
r) s \. rl,
li,,g,,rrltrn,ll lr.lt rll(l li,)!cl:l)r)lt Irli ,llrr r )rl)irll. lr. :l i
rlten, ial;1" ( )tler't di. bt:irlt'rr It.lrc.lerr st,llcrr s.r,nrnrctrisclr scin 1111ä11i[1.i117
tu,/ttzzdtda). l[arr ,.r.rJ sorgfrirtiu rlararrI irr.li[q1-,, wr:rclrr.crir,scr lrc,i_
0ntcr ck'n r\rton dor natiirlichen rlc,scl'rafft'nircit tlcr Hantr
rröde
cutsprit_.ht: rrr.rr.
rlanrr gibt cs lrr,,chschiellerrrL, (,ba/a) I'lt:tlt: _;r,.
stig.t [6g.:-1 r].
' l)lLs tttlLert' lirl'l<c Encltl rles iltusailuttrt" fitttl't rtri,rr fliLeh lilirt:hc,r,
hem tlatnit lttl dicser Strrllc l<einc I'-rhi)hrLng entstclrt. I)errrr tl;tdur.r:lr
das *,ir-rl
tlie IIrLrrcl bclästigt. t'lic I";rust nt'igt siclr rrar:lr rcclrts trrrci e,rch clcr
t,rr:lt Pfeil fliegt nach rlerselltcn Seitc (sz.sta)
lühlt [uu. rr _ r(,].
wer, clas rechtc' r.rcre cler \\'ic,l<crLr.a- zr.r st;Lrli abr,ai.lrt izz.ra_
lltta'
{/q1' ,,rrr;rrrr,t. ileie-err sich l,-aust urtcr -riper n;rc:h rcr:hts, rr.c1 6er I:,fcil
lan n
ncricht rrach der reclrtcn Seitc (j/r/ tara./1,tto) al:t" ls1 clas
'r sl. linkc ljntlc
rriclrt niedrig genrlg, so riegt der tnuiatntna' nit:r.i ricrrtig
sirei anf clcr
I)aumcn\i'nrzel (.ltitnttt'J'ürl), hcbt clie |Jandfl:ichc zu rr,rch,
r.lerschicbt
echt
<len siptr ,nd lenkt de, r)feir ans sci.cr [Jar,.
terc
\\renn dic rec]rtc
scite zrr ho.ir ist. ,cigt sich dcr sipcr rlenr (iriflc zu .,rl beu,irkt,
äni dall der Pfeil an clen Griff stoßt. xfarr rnur] (js auspr()biereu:
rng clas *,r_
rauf es :Lnl<ornrnt. ist, claß *r;i, dc.r J3oge.griff fcst uncl
z\- in der rich-
tigcrr \Yeise halten kann. so 111s11, rnan u,ickerr.r, sobalcl
erst einr,al
den
der ftlik') i.r clcr llitte rres rirgc.rs bcclcckt ist (ielüi öt.tcr
Illr- i)t.rt,t.;
Be-
saryp) 17 o, r
- rl.
Eirren lIir.rn.eis ülter- rlcrr
Sitz tles tttriatnrtttt, libt n,.rch rlic f,rl_
rge genclc Stcllc, dir' r,on clern Naclrtoil eir.rcs zu brlitc,,., rtutsttttttltrt,
,tig
ha,dclt: ,,I)er klt'ine riing.r urcl rler lringer ,ebc, ihrr rn.ll
ilil- dr,,
l3oger-rgriff Lrntt:rhalb L|:s,,rr,t,r,rrzrua' packc.n. tlt,r llittcllingcr
rd. dr:r f ig11" liingt'r zrvischcn tTen tuuiannrza' l<omnrclr. \\'.,-n
..rl
,o]. ciarrcr
rler tutrsailtÜttt' zrt brcit ist, kann nrarr <ren (ir:ifr nir;ht
ier rir:rrtig p;rckeil :
.bgcscht'. cla'on, rrafi rlas \\rac]rstr-rcr-r zu,isch.n den
nd rri,üärn I,r,,_
"iLndc*,r-
sch*'erclen r-r:rurser.ht. r,erclirbt es .n.1r dcr.r Schulrr.
en
\ver.r,
scits dcr rttttsatnuta' zLr klei. ist. kor,,rt der ( iriif ir,
TJancltcll.r
rin ,iclrt riclrtig a*f clic l)a.*errv*rze) zt liegi,n (üitunq.ily'\. urd
cri.
Ir-aust zeigt rlir' Neigung sir:h a,fzurichter. si,.
-
bc*jirkt clas Arrl_
)ll
trcte, tlcrs sttlt/aurnart r) e,rannter.r I,'ehlers (cl. h. di. F;r,st
de rreigt
siclr näch oben arrsta.tt r.lr.n.r Itrclbodcn zu)
n- [Frr1. ro _r6].
Es ist zu beklage,. r-ialJ vo, criesenr t-icgc,nstancr, rrc,r
n- für u,s
,rl-i seiner Ne,lreit r:rhöhtes Jnteresse lrat.
.ns ilem l-r,xt cir.r l<larcs
ln llild nicht e'c\\'onll., *'ercrcn r<anr. Ii;ir.r r. der s.nst lür \\rr:it_
r) llicr,oll rrllt,nlrar r:inL rinrler.r \\.icliclrrrrg lrr.schrirlx,rr
ui:rtlen. Iilnr rietlcr-
nd
lrolt tlrcr rlies,rllri.n \\'or.lr. rroclr rirllrLl. \,i,.lleicht gcltiirt rlcr. niichstc Srrtz nrrr zu rlcr
iff r\\eit(l) .\rt rrlii bcgriinclet rlarrn rlr.tr ['nt,,r..i.ltir.rl
. \. J.tltn 11,1 \l\. il:.
r) \i \ Il,
:6 [orchirr Tlelr. §,.gcrrh.ind

st:hu'eifigkcit einc besonrlcrc. Schrviichc hat. f;ilit uns u.ic l-lci dt,r ll. Nat'lt dor lf,
Iicsclrreibr-rng cles silcr arcb hier inr Stich. l.eider: lehlen ;ruc:h I)a-
I-Iicr lrnterscheide
riLllt'lerr r.ur N'-rgänr.ung seiner :\ngaben.
r. I)itr «Spezialfor
Der Pfeil. IJt,i dicst'r Sr:hirft
gcl);rl)nt §'ircl , arl clic
l)it, IlorsLt'llurrg dcr I'l'eik, lag rlr-'r /.rrrr[t rler l'lr-'ilrrr:rr-'ht,l' ,,1r. hin noch beiclen Enrler
tlir zur Zeit f{ur:irls I\r. i}iu,1ija l. ,;tio) ,ioc, Ilitglierrk:r nrit 'lor, \Vcrli- ,lirs tlic lirrrhc trai{t . ,

sf ;'Lttrrrr r.ältlte. Ihr l:)tr u,.r]: '( )ntar b. a1- l.l att;rb. clcr zu eitc ( llralift:. (jrltgcgcngcsctztc linde
der zur Zr:il des I'roplrt,tcrr X,[ittcl und \\-ege ar'tgegcl-icn h;rbt,:n sril1, (icstalt war rli,. I'.rrr äg
tie tlc'r l]feil a-eradc geschrrittcrr und rlie Spitze angesetzt \\,('rde I,-rclb,rden clir: Wucht cl
[,1o, r,-i-r 7]. E,tr,lija clagegr:rt nertnt (a. a. ( ).i ,\bu -\lul.r;rntrnccl lt clas vordenr Ilnde tibcrt
'()nrar b. al-liaivrväs. der clen l,cig'en uucl ciie Pleile dr.s Proph«.lcn baldyr), nie in tlcr lI
gctragen Llnd il1 liricdenszcitcn I'feile angefertigl hlLbcn s,rl1. Scin ..Hals, zerbricht, so br
(iret.b ist in J:-gin. irn Bezirli f{a'rnur:Lt tJ-',\zrz. Sch-nzin soll ihn;rls
nach dcr Mitte clcr ,,ll
sechsuttclvierzigsten :gtrgirrtt,i luLbett. I)ir,: \\''ctl<stätten cler Pfcil- :. Die ,Schnt:nfo
allen Punkten vorr glei
bci Scisl_1aine. r. Die «I{crzenfo
I)ie Pt'cihnr.tr:hcrl<nrtst starrcl in lroherrr .\rrst.herrr. r'lerur n'ir finclcn ist ar.r.r dicl<sten UoLl, dt
viele hoire, als gutc Schützen bekannte lieanrte als I'feiluraclu-.r und sehr starli rach
s'iecler. li;rn r cru,:thr.rt sLr z. ll. r.rincrr Siegelben'ahrer des (iro1J- sclruranz i
(.lare ltutln6lt
rt,esirs Sij:lrvr,r§ I)ast:h;r, (iirir.r;u ('elerbi. rlcn Imam dcs altcn l'alastc.s, Dcr Schtitze mag
f'Iehu-red F.f«udi Ir+f.r;S]. I)ie l"orclcrLrng, die J]rn 13a]3tijar.i7" für br,sser hält, die Hal
irufstellt: r.,in guter Pfeilnr:Lchcr ntüsse zua-leich Sr:htllzc sein, sehcrr clicl<cr als clie llitte sei
rr,ir boi c[err o]-len (ieuanntt-.rr rvic aueh ltci clem \,'crfasst,r, tlt'r n'ie 1.;\rrllcr dit,sen c
urir bereit,s sah(rr). ;rls PfeilnriLcher mehrercr Reliordc ,r:zielt hlLt. itlso bci einenr Iibungspfeile
r:rfüllt. scheiden. I)er Schaft 1

Die Arten der Pfeile. rler .\nsatzstelle der Kr


I)ic l'}fcik' k.;tnn nt;tn nach vir:r ( ir:sichlsPtirrl<tr-:tt in (rnri)i)oli claß cr vorn clie gröl'rtc
Leilr,:n : Sehr interressante
I. \;rr;h t.le'ur flaLerial. I3eschreibnng diescr Sr
r. I{ohrpleiL'. derc Schrvieriukcit den
:. I{olzpleilr'. teilt ein Landoeschöpl
\ach llerodot \-lli;r. bLl lirlrr:tcri dic rLlten l'crscr rurcl Aralrtrr rnachen. daß alle I,'ischt
Iiohrpfeilt'. Später' \\r;!r('n II,rlzpfeile tlen Pc.rsern. I{ohrpl'eilc den \rorderende dic grölite
I-andtieren: bci rlen 'l'i,
'\rabern eiger.rtünrlich, u,orn lctzterc' danebcrr aur:h u'ohl Jtlolzpfeile
bcnnlzten. 1-ber clic aurlrisclre P;cncnnung clt'r l)ft:ile lrat Sr'tt\\..\til- rund der \\'indhund, sin
L()Sr. S. :§r r.inc 'l'abr'lle aufscstellt. ,\uch clas Pferd mit sr
Bei clcrr 'l-iir:ken fanden sich beicLr Pfeilsortcn. Iir rier ziltc«'rr r.richt cliesen I'rinzipicn.
Zeit bis otw.r zur Zeit 13;Ljezids ll. rvurtlc r.oru.iegcnd rler I{,rhrpfcil
') -\hniich Lrutoscheirle
rfralt1,s a,/,:). spüter ausschlic'l1licli dcr- ll,rlzpleil ,,,.agho,' a/rr lrt'rrutzt, ,,rrtlt l'irill tllt'r'urt.ti. (//olz.
(^)snl;rnell' 2;
ß,rgclrllatlds'erk rurri Fogenspott het rlctl

i dcr II. Nach or [;()rlll Llcs Schaltes'


c'l

t ]'it- Hic.r unterscheiclct dcr'l'tirkt'r tlrei Artcrl Ir7h' rr r7;':3']:


r. l)ic «Spczialforn, (larsi Ün;'v\'
"
lJtlidit.st.rSchirft'fr-,rrtlisttlerlllittlero.|.e|t,delbedeul-t:ib,
r/r cler l'iirlgr'
gr:ilannt \.ircl , rLnr dicksten uncl \'erjängt sich irbcr
;f i,1l. i.,in no.t beicle. Errrlen zLl Lilld zwar so. tiallr sich clers tttlterc lirldc'
;tls tl;rs
Vcrji- tl:is clie Iicrbe triigt, ilcr 'IIiris' (boglcad' stairker vcrrjürrgt
ralifc. crltgcgcrlgcst:tzte ll.rrdc. cltr l:uß' bjort| Nlitbcstimtuetrd
{tir tlicsr-'
n soll, (iestalt r,var c1i0 l-Lr§-ägung. dal'r bcirll .\ultreffen ilt:s Pfeilcs auf derr
die N'Iittt' u*r1
l,ordc l,-rclb,de* cli' Wucht i.]".. 11.. g,',r. sich 'oru'icgtlnd auf
red b. clas vorderc l,.rrde überträgt. soclaß eirl l'feil
fiLst stets arn 'Ful'r (ajaft'
hatdlr), nic irr tlcr llitt<-r zerbricht' \Vet.rn das untcrrc Erlde'
rhoten
der
Sein ..H:r.ls, zerbricht, so briclrt cler ,Flals'' entwecler ab .ldcr spaittlt siclr
rut als nach der Mitte der rRrust zu'
Pfgil- :.I)ie.sehnettlortll',\birisentlam).I)icsclrPfelilsr:haltistatl
lagen allen I'r.u.rktcn voll gleicher Dicke Ir7ti' lti -zo]'
3. Die «l{crzenfornr» lsent' t'ttdam)'
Die }{ittc' '/lr der Längc'
[indcr-r ist arr dicksten uok), da|in r,crjtingt sich der Schait tlacl) clem r'lrlalser';
lachcr rrrrcl sel'rr stark lrach clor Spitzt: zu' s'1rdlli di''s''
eitlcttr Rattett-
(rro1i'r- scirrvanz , (.fare /.euirt'tgltu1 gleicht'l lt ,' 7 , '
r-i : I l'
rlastcs, Dcr Schütze ,oo51. .,.,,,., dicscn Sclrafttorrlren rr.illrlcrl. \Velchc er
ir i7' hält, rlie f{;,Luptsache ist jecloch. dal] clas tlnterc Encle
rlit
ft-rr bt,sser
selicrt cli«:kcr als clie \'titte sci lr77.tt zz).
lr u ir: .1'Aul3crdiosendreill:LLtiltf()rlTlcllll<atltittlattttrlc]teitrcr,ic:rtt:
bei citrenr l)bttrrgspfeilt'. hazuti g'ezi d' h' l-uftpfeil; $ellan11t'
t, itlsc.r
uttter-
scheiden. Der Schaft bei diesen PIeilen verclickt sichnämliclt
Yotr
zll. s()-
rler .\nsatzstelle clcr Kerbc an 3-leichlniißig nalch der spitze
tiaß er r,ortr clie gri)litc l)ici<e aiufu'eist [';;'t.z-23]'
:uppell
Sehr iuteressar.rte ballistischc E,rtr,ägllllgell stellt Iianr
llei cler
:rn. \\rie cler tsisch ohrle besotr-
lJescirreibung diescr St:haftforrnen
übcru'indet. s() zcr-
clerc Schrvierigkeit cicn \\ticlerstancl clcs \\iassers
lcilt ein l,arrdgesclriipl. clie I,rrlt. l[;rn kanrl t'lut-r die Beobachttrrrg
atlt
Arabcr tnachen, dalö alle llischc'. clic' besonclerc Schnelligkeit eutu'ickeln'
vorclerende clir: gröl?rte l)ittkt, atlfn eisctr.
(iet]au so ist es bei clen
ile den 'l-it:rcn
l,andtieren: b(.i clen r.,rn ilrofJer Schnelligl<eit, rvie der l-Öu'e
lzpfeile
utrcl der \\'indhut]d, sintl clic Vorclerparticn alll st'irksten rltltrYicl<clt'
\\-,\1{l- in-r Balto
,\uch clas pferd mit seinen'r schlnn.l<en I lalse u'iderspricht
nicht cliesen l,rinzipir:n. cla seinc ]irelft irr stritler breiterr
l]rust liegt'
älteretr
rhrpleil l1-\hniichnlltclschci(lctlliJl}11()(:l)jr:tztitlll-rrgillri.Igllt.r.lil.l,.rltclligt.'lit,nisr.ht,Lttt.i
rulzt, ,,rrLlc l'ir:ilt rI',1"('tl\l.lr. (;/o1'l! \( +lJl.

I
I iogln lrLrr r l,
28 oachirrr TTcirr
.l
die [(aur niclrt anfiiiirt
So lritlttrt sic:lr rLr.tch cirr ttiLclr tliesr-.rr I'rirrzipien lrcr.gcstolltsr- r.on den obcn genar-rntt
['icil (uic z. IJ. c.lcr sehrrlrrl'örnrigr,; clicst'r: vorjiing-l sic[ zl,iLr 1ir.5t sechs irl (iebrauch: r.la
rr;tclr clcr Kc.rbc zu, vercliclit sich aber \.( )r all(,m nicht n;Lclr tlc,r. Abart existiert. blcibt
llitte zu r, desst:rr !.rirlJte Diclir, lrnl \,()rdL.rcrr Eptlc 1iegt, sci'., die L)bungspfeile torltn
\\-cg, sr:int' (it'schrvinc'ligl<r'it ri-ircl tiun;lr dio ll.t:iltnng clt,r- Lrrlt rrir.hL crh(ilrt. Dicse zchn ,\rt
s(' starli r I'r'ttritlclt'rt rvic J.rci cittcrr ,.1<r.rzcnia,r'nrig'r'rr» I,iei1 Lrntl ;.Lr.rclt gcrbriiuchlit:lr I rs r, r 1
rlic I)urclrst:lllrigskrait ist drLtlirrr'h cinrr gröl1t'r-r'. l)csu,cgen hiLt nrirrr
irr tlcr- frtilre'r'n h'it s,rg;rr I)r'eil. in crer Fornr ,1er l,ultpleik., tiic A llgem eine
vorn dic s.röI'lte I)icl<c lralren. hergcslellt. u,cil sie die Lnit nicht so
sclrr zus;Lnrnrenl)rcss(:rn. .\ber u.ic sclron clcr-.i)'elJ ii/-tttt,idatt, l.laljt,
l)t'r Zilrer:.I< cler 1l
dcnn jecles (ieschol'r ha1
gcs:tgt hrLt. r-lall tlnrt'h cinr.l Erkliirung cl;Ls (ichcinrris cles Schiel'rcns
seine kleinere Achse zr,r
nic'ht cr-rthüllt ri'ertl'. sonclc,nr ron r.ielcn liaktoren ;rbhii.rrgt,, ja r.iel-
ende liedcnt anbringt, r
leicht. sogar von dcrn \\/ickeln der lr.idcn Bintlcn rur clic Sclrnt,,.
hirr,lerl dadurt.h das [ [
u'i. iLuch der- '\bschulj cin (iehr:irrrnis ist. deLs kcinen \rergleiclr ut,-
stattc. so soll n.r:Lrr 1<cine Gclt'genheit versäun'rcrr, clr,rrt:lr .\uspr-olricrcn
l)ic'lliirl<en benut
tlic Gestalt cie'r T'Iciic iLr.rsfindig zu rn;u:lrorr, clic einem jeclcn :rngo- Adlcr. cier u,'eildcn und
Sclrwtrngfcder' (los ri--r-
rrrcssetl ist Ir7rr. z7-r,-;. rrl].
uncl \ron ';\bdullah Irfr
I)ie tttodertrc \\'issc'nschiLft bestiitigt rlurchzrus IizLnrs -\rrgalren.
\\-enn cin (rcscholii clic I-uIt clurchsr'lrnciclct, so flielJt t.lir.r,orn zu_
Ztr Zeit'-\bclullähs exi
gefleckt uncl sleichnr:ilii
sanrlnollgellrr:lltc l.r-rfl in clcr liorm c'iner llr'1)t'r'bcl, tlie r.oIn ciner
I)ariLbcl rihnclt. zu lreitlen Sciten ;rlr. \\renn cler Schait sich nrrclr
nlit ( Ii(.ser Ii'l'icdt,rurrg r

r.r.ird clicse lreder dem y'


dler X'[itte ztt vc'rtlit'lit, rriircleu clie ]-uftst:hiclrterr scitlich in cinem
[.'eclern auclr ftir dic iu
tlltrhr ocle'r mincler grolio.r \\Iirrkel rLnl clcrr S«:haft stolirrr urrrl cirrg
starke I{t'ilrurrg rt'rnrszichen. IIat cicr Schaft vorri clie uriilStc l)ick1,
27 r 8;, +].
so ftirrtlc't clieso [{eilrung' nur an cirrenr vrrrhiLltrrisnriilji!' s,;c:ringcrrr 'l'cil
Die Schu ancnfccle
benutzt. J{ zr n r crs'ühn
c.lcs Sch;Lftt's statt. u'älirord rLrr clcnr gri)llcl.n -l'cil. zLrnriLl \\-enn ('r
Schwan genannte, uncl ,

sitllr vt'r-iirngt. dic l.ultschichten par-lLllel olrrre I{eibung vorbcistreic|gr.


I{opfforrn, sttltant (Havrs:
r\trs rlir:sern (:irurrcl' bcr',rrzugtt' ru:Ln lrr-ihc-.r par:rbolischr, (,iesi:lr,rssc.
It'tzteren \Qrgel lälit clc
])iLs lrattzi)sischc Infantoricgesclroll bositzt noch heutc eine siclr nlrt:lr
lrintcrn vt'r'jtingt'ndt, ['-,irnr. Zrl4relirr lrat l-rci scinen (]rsttrlr ],[odcllt,rr
Irür dcn 717Srtu-l 'feil u ir
(iestalt wegen t'alenb g,
.ht'nfalls;rus tli.scn (irrinr.lr,n tlic liornr.in.r'zip-iLrrr,r'nit sttrmpfr.r-
Sl:litzt'gcrvählt trnd ist nur irlls tr:r:lrnisclrr.n (irünc1t.n zcitri,r'ilig d1-
ftir andere Pfr:il«'. Sir.
ein Schmetterlinglltigel
r',ril abgcn,ir:hcn. .\uch tht'-\lrtLrn-rolrilinclustrir' hat in ihrcr ncusstcp
vcrwendet den Bart cler
Schopfung. rlenr'l'r,rpfcnautontr-,lril. rliese ]t.rkenntrrissc rt.ru.crtet.
itt piirezu-Pfcile, den dr
III. Nach rlcr llcrlicrlerurr!'.
r o- r.1'1. Die Befieclcrur
I)rLs charrLlitrtistisr:hc 1'ntt'rsclrcirlnngsmt,r'knr:Ll tlcr pi,ile jc
erncrl<annt Ir87, 4-r r].
niLch tlenr Zri t'cl< rrntl ihrer \-r'rn'cnclurrg liegt irr tlcr []elictlerung.
t\n az»tdfii-Pfeile
NlLch rler versr'lrit'rlcrren;\r't clr'r l',t'licrit'rrrng Lrnterscheirlr,:t tlahcr
Pfeile rvird cine Ilefiecl
:Lncir tler 'l'ürkc t.erst'hir:dort' .\rtcn von l,feilerr.. fISt.t,ce.,,
-fe/tstttL,ar,
z'trg.erddt. /,:ara itttt/t. Lakt, o:lta-fi.i, y'uta, obrIi. Irr r,let. älteren Zcit ,t S. u-. u

grr'li ts;ru1]r,r'rlit,slrr Sot'1r,n rror-lr,,irriq"t, lrit,ilc ntit;Lnrlercrr \rrrrtr,rr.


P,ogorhlndr crli rrnrl l3ogcnspor[ lrti r]ot Osnulncn. 29

die l(anr riclrt anftihrt, da sie nicht lnehr benutzt tvurden. Auch
itellt err' \ron den oben genannten ;icht Arten waren zll seiner Zeit ntrr noch
nicht sechs im Gebrauch; da jedoch von azmajis :und putra noch je eine
h tlcr Abart existiert, bleibt die ZahI acht bestehen. die sich, u,enn rnan
seinen die t)bungspfeile torüa gezi ttnd /tazud gezi hinzurechnet, auf zehn
rricht crhöht. Dicse zchn -l\rten \\'are1r zur Zeit Iianis bei den Schtitzet'r
aucir gcbrüuchlich I r li r, r.g 2o7.
,t ntt,Lu

e, dic Allgei'neincrs tr lrcr c1 ie Ilelierl('r'11 ng (jelek).


lht so
I)r'r Zn eck der: I're'ficclcrung ist , c'lr:n l'fcil stabil zu crheiltcn :
1.lirilz, rlcnn jcrles (iescholl ltat dic Nerigrrng ribcrzuschlagen, d. lr. sir.h rrm
iel]ens
seine l<lcincre Achsc zu clreherr. Inder-n nr.irl nlrrl ar-n hintert'r-r S«:haft-
L r,iel- ende liedt'rn iLnbringt, \rergröf]rert rr.ur-n cien Lu{tn'iderstarrrl urrd vcr-
iehnc, lrirr,lr.rt tlarltrr,'h das l" b,'rs, lrlrLrt-,.rr.
rh gc-
I)it' -l'ürl<en benutzten zur .lJefit,clerr.ng licclern \'()nt Schrval,
riercrn
Arllcr. cler: rveil'rcn Llnd d(.r geflecl<tot l-aube ; die allerbcste ist rlicr
ang0-
Sclru,lrngfccler cles -,r.-i.') gcrr;Lnntcn \toge1s. dcr aus l)ersien stanunt
runtl r,on 'Abdrillah Iiicncli in langcrr (ieschichtcrr beschrieben ist.
Jaben. Trtr 7.ett'.\bclullaits e.xistierte er ltereits nir:ht tnchr. I)ie l.ecler ist
'n zu-
gefleckt uncl gleiclrrr;[l]ig ;rrr liorrl Lrntl (ieu-ir'ht. Ils heißt. ein Iifcil
einer nrit rlioser I)rc.fiedernne' übertrifft cirren :rndererl rlrn to(t g(2:. l )al'rer:
naclr
rr,ircl rlicsc ltr:der clcnr p\it'rzu-Pfeil r'orbehalten, u'ährenrl rlir' :rnclercrr
eitten'r
licclern iurch ftir rlic rrnrlcrcn I)ieilsortr.n \rerrr,enduno findr:r'r I r Sr'i.
cincr
2; r8;,+].
)ickc,
I)ie Schu'ancnfcclcr n,rr rrle lrritrcr uncl ar,rr:lr ztr Lc:it Ii iL n r s
r 'l'ei1 l.renr-rtzt. Ii iin r crrr'::Lhnt znrcri Sr--hu';urartolr : dic br'h;rnntc, r'irrf;Lcrh
nn cf Schu'an genannte. unrl cinc l<leirrcrt: .\lrart mit einer abu-eichr.nclen
icircn.
liopffornr, stt/trtnz (FJar.rsschu,an) qeniLrurt" I'-iric ]rrcliecl('rLurg von dc'rrr
lOSSC.
k'tzteren \Qrael lZillt rlcn T'fcil eine gr0l3ro:r' Schuliu'eitc r'rreichen.
nach
Iiür don 1tlSrtcu-Pkl'il u-ircl nur rlic Sr'lru.r.urgft'dt'r. dic il'rrr,r schrägen
Icllt'n (iestalt wegcn t'c/e'rt/t g('na.nnt u.ird. r'errvarrtlt: rlit übrigcn lrerlt'rrr
npfL,r'
frir anderc l'fcilr'. Sil sit'lrt :rnr l'fci1 :rLrs n'it' c,rine lieulc. bczn'.
g da-
cin Schrreltcrlinglltigel i,to?tta bitiut ,ge/cbeh /tanatll rrsttindr'). llan
.csten
vcnvendot clerr llart cler Inncr.rscjtc., der: schlcrit'r:artig und schräg ist.
et.
Itt plirew-Pfci1c, den clt,r Obt'rscit(, filr dic anderen lrfeilarten IrS3.
ro --r-1]. I)ie Ilefir:rlcrung mit Schu,ani'dern ist allgetrcin als sut
le je irncrl<annt Ir137. 4-r r].
rung. :\r annafii-I'feile lürr clen sa/d /tostrstt') uncl t,r't /tara hatu/;-')
lahrr l'feile n,ird cine l',e{ierlerrrrrrg r rinl l{6.,,-r, ttn (,/tdra. hottth:) e'ese1zt.
'ti.udr,
r Zeit r) S. rr. it

ulten.

I
.l() f,,rchirrr Il L.irr.
I i,gL nltrLrtrlr

tlic cliesen lrftrikrrl tjt.n \;unen gcgebclr hat. \/on clcn \.crschi(,Llop(.,
ntrrrg rrrit \rrrrdoldil ,'irrg
,'\rterr dieses Fischfei.des i,tliiimeni srult h) ist die ein. a.lii.zenal
zurer:hte'c'schnittcn. l)it-.
'rvie cler Pfau Lrrtcl dunl<elschrvzrrz. l]esonclers bcliebt sincl Schn.iLnz-
nur hält sio nicht lrLnpc
leclern cler :iltercn 'l'iele, cl;r sir,' fest sincl ur.rcl sich nicht legen. Dic
alten \'ögel sollen aul dcm liopi' eine ri.cil,r ucflc,r:l<te Steile zeigcl. Die
ln rL'r iilteren Zeit
fieilcrtrnr.r. I )it' \'r'rsut'1tr
1?irczu-Bt[iecleruttg kann auc]r ;rns c.len Schrvungfe,dern cles I{orlrorals zu-ecklos sci, urttl s, , be
gtrstlhnittet't tverdr:tr, u'ährcnd clie Schu,anzfccl-rn derr anc.lcrcrr
\riigr-.I I)as ( ieu,ir:ht ricr
rrrrr fiir dic a.rclererr li'feilartcn taugen, nicht aber fiir cicn y'Iircz» t -r<l
<ler i'feilspitzc br-trrLgt'n
clcn asag'hy /tosu azmnlisr!') [rs7, r r-- rg]. Die Schn-anzfeclern *..rrlr:rr
rles Iiederbartes nruß i
sogar clett ljliigelfeclt-'r:rt aLls ciner.r.r bcstir.nrnten (iruncle vore'ezoger).
vt't111 lrist'tzu tibcrtrifft ei
l)er l)ft'ilmitcltr.r- soll rrän.rlir'1r lLn eir.r.'n Pfeil nicht clen Bzrrt
einen I)teil nrit langcnr
r:iner I'-cdtrr Vom rcchtt:n untl linkcn Iiltigcl sL:tzcrr. da riieses l,-trfilsl Urn tlen Fedcrbar
beint Schi«.'l/rert verursacht uncl dit,r Schußrvcitr: beeintr;ichtigt. Dic
cler Pfeilnriichcr clas cli,
Befiederung mul'r entn'eder von.r r.chterr ocler vonr linken Fltigcl groflcn Zehen. falJt. an
stamrnen. Zuln;11 bclirtt plirezu ist str.rrg darauf zn irchten. l)iest,
rrm liicl uncl zielrt glei
\',rrsicht ist bei clen Schri-anzfedern unniitig.
'[is mzrcht ;rrrch Ijlart, dc,sserr cinzolnt' I
einon Llrrtcrschiod, ob oinc I]eticdcrr-rng r_orrr gehalten n'r.rden Ir§.i. r
techterr orlcr linkon l.'ltigel st:urr1rt. Dic lleficderlrng. vonr rechtcn
Wenr-r rLn der ,\r
I'-1tigr:l verlt:iht den I)fcilen einr,: llache S«:hußbiLhn, si. cignet siclr
ct§'as zu l)icl<es liiingct
clahc,r ftir llfcile zrrn-r Ziclschielien. l)ageoerr erlurlten rlie pfeile dlrc)r
J)atirrren uncl Zeigefirrge
dic Befieclerurlg \,.)nr linken lrlrigc.l c'int:n lresqlclers schnellcn li-lqg.
häng-sel nrit clcr Srige r,
Sit' ist rlrLhr:r für das \\'eitsr:liie1'ren gceigncler. Ferner u,eichL t.in Die ;rLrs cliesern lJ:
I'feil nrit erstor('r lr'reficclening niLch rcchts äl'l, soclalJ rnan bgirl ziclen
ctu':Ls nirch linl<s lraltoi nruli. ,\lit eingrr Irfeil clcr zwt:iten llcfieclo-
r,onr [iicl abgezogerr(rn I

gclassclr. I)ie drt,i I)riirt,


rtrnQ- rluli') lTlalt (lt\\,irc rrar:h rc:clrts t,isicrep. I)eShtLlb ist es liir detr
leuclrtuns rnit Slic,iolrt,l
Schtitzori r.on \\'it:lrtigkr.it zrr tvisscn. ,rb rlie Iicliedemng r.r-irtr rcchten
,rrlcr lin.l<en ["lLrgel starnnrt. Er stt.llt. clies tes1,, inclem er clic l{crbc
strichorc untere I'foilcr.r,
ttucl zrvar s,r. dalJ clor r.i
rles l)feilt,s gclc'(rn seinr. Ir,mst hült rrrrcl <1ic Ncigunp r]er lJü.rte lre_
rdudab) sitzt Ir§3. :o* r
,rbachtet. olr sic siclr cler linken orlr:r rcr:hten Scitc zurvcndet.
.l,r Nach tiieser Einleit
nrLch dcr r\cigung stirmnrt die Rcfietlerung danrr vo111 li11lisll 1161p1
tiirkisclrerr l)feilartcn rrn
rcr:lrtcr.rItliigcl IrS;, r t 22. :.r -läS, ii]. fictlerrrne' r'ingt lren.
fllLn u,ircl hici' lebhaft lrn clur r{echts- Lrncl I"inl<srlrall cft,.r Gt,-
schossc orinnt:rt, der ;ruch .\bu,eicl.nrng ir.r cler Eler':rtion nnd nar:h
rlt'r Seitr: hin beu,irkt. llit tlenr .irl.n Driill u'irrl ;ruch clic Flug- I)it'
b;Lhn fl;rchcr rLls nrit clr:m andcren. r. 17st'L'ttt. 1'nter
I)ie'l'tirl<en ki.rnnteu nach',,\bclullerh Efcncli ar-rcir eine liiinst- r.trvas ;rndcrr.s ;r1s zu l.
liche Beficderlurg') in Ernrangelung r.on lir:clern. 'l'lLffert oclcr clünpcr. sclbe (icstirlt rrntl Ilclior
festcr l]lrttist u'ircl irr cliinnen l:'ischieim getüucht uncl n;rch cler.l.rocl<_ nrit cir.rtrr Iin,rcherispitzc
l'feile zeigt'n. r,ic'r [iil
1) Iij:li: lihnlichr: liiirrstlicht: IleliL:tlcrung linclet sich iiucil
[)ei unt1,rlr yiillicrl. schnitten untl dlLs tuttc
:\Dt-nri, l),'r- ttottlasioti.;cltr Plzl/ r'rl.lihnt ''.olchr. bi:i dr:n Iiirgiscn.
l.su^:s. fnrtzztallitt
I,Li rlen I-enrlir 1wf,-T-fggriI ip [rrgtr rrr. Zicgcnlt)J.
't ( i.nrt.igt i.t u,,lil I"t
l',r,gcilltltrrrluttli trtrl l-i,tgctts|t,r1 ll|i tii'tr ()slltrtttitl. .l I

311('tl nung rnit Sandelö1 cingeric'lrrrtr. [)araus u,ird datrtl rlic l',efieclertlrlg
zencl zurechtgeschnitten. l)icsr' l',erfiedentttg ersctzt gttt tittet-t I'-eclerbart,
anz- nur hält sic nicht latrgc IlSrl, ri' -t.3,].
Dic ln clc'r ülterel) Zeit gab es l'feile ntit vier- Lrnd sechsfacher Bc-
Dic fietlcrunlr. l)ii' \'ersur:he irr I.:ruIe cler Zcit crgaben jt'doch, dafl sie
rallS zri,ecklris sei, nrtci sr.r begnü.gto 1ri1tl sich rlit drc,ifacht:r Ir88, r.i---15].
Sgel I)as ('icrvir:ht rlcr I'rr,'fieclcrung- soll dic l]Iälfte cles (ier,,icrhtes
und rlcr Pfeilspitzcr bctr;Lgt,rn Irtjfi. r g-2of. Auch clic ].ärtgt' r.tnci l]reitt'
'den rles ]r-ederbartes rnuß irr l{t'chrrr,rrrg gezo.5.c}lt rr'€:rcltlt't. Abgcsehen
gell. \rt)111 ?/ireru tibcrtrifft ein l'fcil ttrit l<rLrzer uttcl schtlzrler l'refiedentng
Bart cincn l)feil nrit latrgerr Lrncl brr-ritertr [',art I r S7, z3--25].
hler Um rlert Federbar:t (rzs) r'orl I{icl tfrartys') abzuzieherr, 1lrel1t
Die cler Pfeilnrachcr clas dickc Itride dr:s liielcs zrvisc:hen seint' beiderr
igcl großcn Zehen. ial3t an beiclen Seiten clerr llart an cler Spitze rlahtr
iest r
am Iiicl uncl zielrt gleichmiiliig nach nntet't. I)adr"rrch löst sir--h dcr
l:J;rrt, dcsserr einzclnc Fl:ircherr t,ott trit'ter cltintlen FIaut zusamnlt'tl-
ront gehalten st'rden [rs3. r5 2o].
rten \Vt'nn .In cler -\ nsatzstclle cies l]artes aus tlenr liiel heraus
iich ctwas zu Dici<cs hüngtttr gcblieben ist, so fa.ßt der Pfeihracher rlrit
rch Darirrten und Zeigcfinger derr l.inken dorr Bart ittrcl t:ntftrrnt dats i\rr-
ug. härrgsei rnit dr:r Sitge dester€')'\ Lr!i3. z:1--r§-1, r].
ein Die aus dieserr-r Bartc zttgeschttittcn(' I3efieclerLrng rvirtl aLn rler
ien r,onr Iiicl ;Lbgozogcnen Stellt' mit liisr:hleinr bc'stricht'n rtt.td troc:l<ttctt
cle- gelassen. l)ie drci IJ.iirtc dcr l',el'ieclerurtg u'erclen sodann rla.clr Ile-
len fcuclrtut'trJ mit Sltcit:h<11 riclcr frisclrttnr Lein.r iLli clas :rlit l,eirrl llr'-
ten stricherre untere i'icilcndc in einetr.t Wirtl<e1 \'oll jc l zo0 angeklellt
rbe nncl znar so. daPo tler, r,itte Ilat't n'rittt-rtr zurl cler r:incrl Iierbcn-Il.ipllt'
be- ,r{udol'1 sitzr 1-r\j. l()- r! l. i].
r
.,C N;rch clieser Einleitung konnen t,ir näher auf ciie r-r'rstrhictlettclt
Cer türkischen Pfeilarten ur.rd clic bcrsontleren I-ntcrschit'clc in ihrt'r lle-
fic,tiernng eing'elr gr.
ie-
lch Dit' Narrtcn cler IrIeila.rten.
t0-
'i
t. 17st'rLU. Ilnter clieser.tr Nrrtlett verst;rutl trlatl itt ;r1tcr Zeit
etrvas anclcres ;rls zu Iianis Zeit. l)cr alte liit'tzu-Pteil hatte die-
rst-
sclbe Gestalt irn<l Befieclr:rtttrq n'ict delr später so genanntc ' c,,r \\:'Ir
t0r.
nrit cincl'linochenspitzt. (soja1 versehcn ttncl u.r-trde. tlie cs noch altr'
:k-
I'teilc zeigctt. vier [iinger untcrhalb cler Spitzc geradt, durchgt'-
CIN. schnitten ultc1 d.rs rlnterc Stäck der I'.aingc t.tlich tnit citlet.tt etu'rL
[f,,,
rr (i(nr(.int lrt u,rlil l tilL
jl
-f,,:rr:lrirrr llcirr. I i rgcr hrrn

Vier riinger llurgcrr Sp:rlt vcrseiicn. Anstellt, des t,ntfernten obererr


'[ das I :lom tlcr \\Iildzir
eiles s(]hnitt man aus \\rachholder ein r'n clen Spalt pa.sscr.rclos ],.r_
Fingcr der ßaurleister
satzstlirrk zu , das iiber: ckrn Spalt hinausragte. rr,eicle l eile u,urdcn
I)i,,. piSt., ru- Bc[ir
mit l"ischlt'illt zLisalllrr(:ngelcimt uncl nrit Rinclf;rclen nrrlu,icl<elt. Nat:h
Sch rletterlingsfltigel (a
r:rfolgter 'l'rocl<nung u,urde clie [-nrwicliclung geltist, clic Spitze iLn-
gt'setzt unrl in orclnung gebracht. wcil clie beidcr-r Scitcn des
Spaltcs
iiber rlas in ihrrc'n ur:rl<ei1tr, Ersatzstticli grifferr. nat:h vorn gr,l<rr.n- .+-1 j
l'

rnen sind' rpis/ct'i i/erit g'etdi). soll dr:r pfeil clur \lLnren pTsrezu t,r._
iialtr.n haben Irti r,:o.. tE:, 1].
z. Jaksttwd, ist dir: altc llezcichnun.q für einer-r lrfeil, clor marr z.7. lianrs ausschlielll
2.. '/-. l{ii:n1s pisreza n;rnnte IrE:, 4-5].
schnitten. ihrt' L;tng'
3. Zergerdan,) ltat dic l.'orrr cles später ptircza (s. u.) senaultten (3,: t:m), ihrc höt:hste l
l'feiles. Der einzige Li,terschicc] riegt c1ari,, cl;rß cler llcister als cles Ilartes u,r'r'rigcr als
sein Ilntersche-'idnngsrnerkrlal unr den «IIals., einer-r dünnen (iolcl_ rg- -zz.f.
,lralrt r|ir'li,,ltc rrrrrl anstlrtt tlcr beincrnerr Spitz,.(gofo,. rli0 cisr.rrro {sr,,. r'ielle
-y. Sakz
lletttreri) altgesctzt u,nrde I r S:. : rusanllll(.tlr.IelliuII)t \\'ct1
I)ic Naurt:, z ..tl .i sircl -s]. rrach Iiä,r .bs.ler gervorde.. Dic. y'?St czu, nur pflegt clic
[,lntt'rsr:]reidurg cler r?Ieiler mit Knochr.rrspitzc bezrv. \\'acirholclerholz Ilei beiden ist die [.iingr
als besonclerc .\rterr ist aut:li nat-l1 5si11i.r Mcinr,rng unnütz und vcr- elle (1,71 cnrJ ocler;rucl
rvirrend. Librigens ha.bcrr nach ihn'r \.ersuche t,rgeben. r.lalj clcr pfeil Lrrrtl ihre Brcite irn V
n.rit \,\rachholr'lerci.s:Ltz infolge der claclurch lrcdingten Sti;rung cler n:ir.rrlich höchstens glcicl:
(rierviclrtsverhältrtiss. clcrl Irirlrer
Jrbstnanr. clann Plsrnir gen:rpr-rtt,1 I-äng,' rrpd [3r'eite lrirrr
lrleil Lrrterlogcrr ist. I)crselbc {r'irt iür de.,n Zctg.et.,lar, ,",,-rit llisr:,- sie vcrmehrt Irs1.5-r
spitze. l )ie Iiisorspitzc l<..u.ur bei cliestlll l:rIeil nicht so cltinn sein I lals: ctrvas läpgcr al
rvic bci den soltl-Picilen rs. u.) und cl;rc.lurt:h r-erclen ebenfalls ciic findet IrS:, -:,r -:7].
(iervit:htsvr,:rirältnissr: zerstört. ))t:t-
Jr/tstrzrtatt.-liSreru zcichnet sit:lr Zn'ischcn li|r(?.a t
gc:genuber clen beiclen andcrn,\rtqr claclurclr aus, cla13 sich seinc liclr der (iritc uncl \'eru,'
Iilugbahrr rrir:ht zu scirncll l<rr-rrlmt Lrnd dail e:r- nicht flattcrt (rz.: Sorten dieneu zunt \Ve
1'a tts la ny b zat'bt/ y/,: /ajauadyg'/t1 tt rla n). Die bejclcn anclerrr ..\rtr:n
sincl rverclen mit cineni gepfl
irrfolgedcssetrr ungebräur:hlit:h gcrvordcn
Ir,s:. ll,zo]. sr:hießen. ftir das eigentl
I)er c'igcntlic.hc t.. Z. Ii;rrrs s,r b.,.runtr: 1)ISrezu-pfeil, den auch utch /n/tl vttnvarrclt u'e
§'ir im liolgenclen unter cliesr,r.n Nanren nenlr('1r. n,ar niclrt rlchr aus
zrVt'i IJolz;Lrtc-.n zLrsalrrmellgesetzt, sondcnr bcständ lrur 1us eilr,pr
;. 11::uajis tst ait
I'feil. rrrit dcrn die Scni
Stiicl< Tarrrenliolz, hatter einc Kno.herrspitzr: .nd ein I(r,rbst,ck g.e::
I tirhcrrr sr'hu cr. lrat cir
;,tus rot('rr Prrasilholz (üoharn't. ir .\rrstcllc von ]lrasilholz rvar<] :urclr
uncl eine eiserrie Spitzc
i) I)rli l{-\Nl}lElt r; irrtiirrtliclt.ter,g.errfatt lii,st Itr.i ,ler zu'eitorr Arr
rnrrl i,s rrrit J;olrlLlrt.hc,pri. sclr*ir-
rl,lrrrl iil)('rs(tzt. si,i nrrr nelrrrnlrt,i ct.u,lilrnl. sprcchend schn-erer alr
:) \'it'lleichL g,'llilrcn,lir'ser (iattunt rli, l'l,,ilL sind 2 t liinger- dcr Ilr
iilr. \,)r (l(.n('n l:|r)ILit,:r]l t'lintl/ttrt/t
Jr)() siigt. sir'lrii9'r'n lutto (li'r \|itzr, ,,inr.n iirLrrnt r rlrrr lrrr.ittn llirrg;Lus f,ltt;rll. licgt arrßer irri ( it,s'ich
.l) S. unl(-rl
Ir S- u. l
I sllLnr \ \
Rogenhanrlu'crlr untl Bogcnsltort bci den Oslreuel, J3
gren
das Iforn der Wildziege ben*tzt. Die mittlere Länge betrug zo
l-r- Finger der Baumeistereile (ca. 63 cm) [rgz, zo-23,].
'den
Die piireza- Befiederung gleicht eincr l{etile (?) bezrv. einem
lach Schnretterlingsfhigel (topuz üic'iru g'erebek rtanad7) (Abb. e6) uncl rvard
an-
iltes
lm-
c1'-
-\ lrb. 26.

lan z. z. Kants ausschlielillich aus cler: Schlvungfccler cles


Schr,varles ge-
schnitte,. Ihrc l,itnge betr:ägt einen Fi,gcr rler Raunreisterelr.
tel (3,2 crn), ihre höchste Rreite je rrach de'rr fiervichte des pfeiles ..rl
als des ljartes u,enigcr als r,,g lringer der Baumeistercllc [rg3, ro,_rz
)ld- t9--zzf.
rne t,. flaki (so, r'ielleicht /Jdlri zr-r iesen) rnd /ta,a üata/t, cri<: stets
zusarnmengenannt r,verclen, entsprechen bis ar,rf die Befiederurrg
clem
)ic p?srew, nur pfiegt clie
Qualitat des Horzes eturas geringer z. seir.
olz Bei beiden ist die J-änge cler Refiedemng rlig 1,-ingerder .ßann-reister_
er- elle (4.7-1 cr-r.r) ocler ar,rch geringer entsprechend der Grö1Je dcs pfeiles
ieil .,c1 ihre Breite irrr verhältnis zum Ger,vichte des pfeiles schn-ra1.
ler ,ämlichhöchstens gleich der Breitc des kleincn r-iingers. Ein l\,Iehr
cler
e11 Länge r-rnd Rreite hindert die schulJrveite, ivährencl etsrzrs weni!rcr
sie
'ermehrt [,ri+,;-ro]; der längeren Befiederung \\reg.elt ist der:
rin
' Hals,> etwzr.s 1ärrger a1s br:ir, pisrezu, damit die Blfieclerung
lri;rtz_
lie findet Ir8:. ,< -;:l I - I )'

ch Zwisciren piirt'w uncl ht /tr l:ezw. ftat.a üatak besteht l-rinsiclit-


tc lich der Gtite uircl \,.eru.encl,rng 1<ein sehr großer Llnterschiccl. []eidt:
Sorte, dienen z*, weitschießcn. ha,ben eire beinernc spitzc ,nd
rd rverde, rnit einem gepflegten l3oge. r.erschossen. Selbst bei,
wett-
sclrießen, fär clas cigentlich d,er frireu-plei1 ausschlielirljs6 c1ic6t. l<anrr
:h .:ntc.h hdhi r-r:ru,anclt u.crclcr-r.
1S
;. Azualis ist ein l.ichter Qtirhcmsiz) *.c1 dii,*er (ttfü;qesn't
1t Pfeil, mit dcrn die Senioren') schießcn. Die eine Art ist .;f __3,
, 1,
Dirhem schwer, hat ein Ansatzstück ftir die l(erbe ar-rs Brasirhorz
h r-rnd eine eiserrie Spitzc und dient zum preisschiepoen
(.rald /toiusti).
Bei der zrveiten Art sind Schaft uncl Spitze cier-r Schütze, ont-
sprecherrcl schu.erer als pabt, sie dient zur lrburg,-. Reirlc Arten
sirrd zr lr-inger cler Raunteisterelle (6tt r:nr) Ierr-rg. I)cr: llrrterschiocl
liegt aLrßer ir. ( ie*'ir:ht i, cicr (lualitiit cles I lolzr:s. Tn frirl,rero.
r) S. ir. rr.

Islam \ \'
l
31 l,,ricirirrr ll( in IiogllltrLrtrlu

leitcl plleglc llalr altL-lI dic Iio-bc irr dctt Sr'ltaft zlt schrrcidr.ltt sch, rsscn rvie auch rnit
J)icscr Plcil u,:r.r iLl-rcr rricht so i'ioliclttl lttit .lorll ,\rlsatzstiit'l< u'irtl cinen starlicn l .r.rftri'irlers
cr l)csser. bahn: der ah?i lliegt när
T)ie I-iinge clcr l}eficclcrtrng ist g-1r:irth cler vott /nkz. I)a cler- :rber balil einen lJogqr
Irfcil sohr leicht ist. ist sic altcr ttur schmal. [iär das Prerissc]iio{,',<'n Dic llefiederung vcrhinc
lsttitt /eoittsu) u'irc1 nltr tlit, Stllrvanzfcdr-rr \rolll l{ortitoratr verrvatt<lL: IJiescr: abt'Ii client
'lrcrltttzt
tvillircnd hei cler zn critctt ,\rt i'LLtr'lt lLl1c attclcrett [''ctlcrtt arif l<leincn Sportpl;itzot
wcrclcrrl Irti+, q 19]. ausschliel'.ren. Ilit ihnt ii
(r. L)cr firta-I'lcil clicnt nLtr zulr ZielschiclJerr. I)ie cintr,\rt ,1orüa gr',i s. rr.\ irr rles,'
tvir<7 httddt') pu7as7 genautrt, sier ist lcir:hter;rls cler: eiuerrtiiche /zlzz Vor alk-.nt abc-r Lili
und ihrc l}erfiecler:ung 1<ürzer r,rncl schn-räler:. I)ie l'icillitnge gici('ht cinen fehleriraften :\bscl
rlcr dcr ot;1ilaiis-7)lei1e, cr untcrsch€ticlct sich abt'r von ihtt't irt (ierviclrt I{and. l)zr c'lcr' .\bschul?
unt.l L',eficdenrng. l)ttrrtr diese l'rcfittdt:rLtng ist : l'-ingcr ilr..i: ctlt lieit cines gerviihnlicher.t
lang uncl lLuclI ihre [:',rcitc irr \reririiltnis znr 1-artgc ltetriichtlic]r. achtung urrrröslich ist, b
I3eirn leichteren Ltttldt'ftttd-ry ist tlic T-rirtge tlltcl Ilrcite Ll(): lr,t'- l'feil rrit ]iurzt'nr r-rncl leu
fieclcrung crltspl'echLrrcl gerinrJer. llan hiLt. clen Irfeil attch l/z [''inget' nran genarl jcden lrchle.r
l:ingcr genrarcht, clalnit er bt:sscr den l(orlt br:in-r Zit:lsr:hiel3en') ocler l<ann') [rS5, 6- r86, :].
clie Sr:heibe t,ri{It oder nötigcni;rl1s im liriege \ierlvenclr-rng linden .hrßcr diescn (iebr
k:rnn. uncl .iuch (-'ine l:ingere nnci schrnälere llefieclerune angt:braclrt, zrvei Arten von Liburrgs
cloch cignrlt cr siclr r'ianrt ttir:ht so gttt z,r I-lblrtrgsz\\ (-r'k(-tt r-tnd t:r- u-eil sic keine I'refiederLrr
reicht auch l<eirre so grolire Scirul'ril,eittt, t,,,cttttt .ttt(:1t scittc Zielsir'llcr- r. l)er lmzt,a g'esi \

hcit cla.dLircli vcrgrt)litrt u'irtl Irs1. rrl-rS5. l]. rt.r1 d.iutajti-l'f,'il Irs., :-
7. L,in eigenartigcr Pfr:i1 isr cler tt[tt'7i, c]cssctr Niunett I l,rrt rttlti. keine Spitze liat. Je besr
ßog't'tt tr.ttd P.fei/ r7 ertr,r'cc1ct' r,.tn iltrisirz-Seide trler tönnt,ri-Angt'rr- besser rvird auch dcr Pf,
brar-rr' hcrle'it.cl , u,r'i1 sr:inc' t-untl urn seinr: ,\clrsc l<rttrrrt'r-t rtn(l iirltus gel)anlrt. I)icsc rtllo rniir
lar-rfcrrdcn Iir:cli:rn dit-- 1'-,.,rn starli gr:l<l'ir1.lr1ltor r\ltgettl-rrrruen ()(icr FIolzt's gk'ich scin, clamit
das Aussehr:n zt'rrlruftcr Scitlc habert.: '\Lrs jctlcr fiatturrg l'fi'iierr [)lt'i1 :russchlicl'rlich bt'sti:
1<irrrn tlieser tbt'?-; d;:lr'ch;\rrsc'tzlrng cler ciur:narLigen Itlt'fittlcrurrg scincr.r.r soltstig('ll \rcrhaltc
hergestcllt \\-erclcn; arLch r,crlertigl lraur ilrl bcsr,rrders odcr lrcrrrrlzl tlic Pft'ilc' unglt.ich, 5,y \ry-
t:,JLt', pttltt- r,o.7 ha/r7.l'llt':ilr'. ilie reparicrt sirttl und t'liLlter trir:ht tnclrr ,\bsc:huli odt'r iLrrr I'fcilt' li
so recht ilicgen. I)iese Ilcliederung ist ut':c1er dreitcilig r.rocli lriLr-ailcl lrogcrr {hepdde) I't'rschossr
cler L:ingsachsc dcs l'ltciles angt:sc'tzt, sonderrt ttil]tl un1 scitrc r\chsc. z. torba gr;i (Sat:kpl
inclr:r'r-r man Iralrr: tlt:r IictJ-ir,: das oirtc l,-rrt1c clt's lictlr:rb:rrtt:s anlilcltt (torba) ' 1 bt'nutzt. Er hat
unrl bcim u,t'itcrt:n lilcbcn clerr Sch;rlt so clrrrht, clalJ clir: lielieclerLing cint' t'ist,nit' Spitzr', cla. t'r
sr:lrriig r,ie cin Sr:hraubengou.incirr n'til einetn ,\};stand eines t/('l)!at- Sch:rftlornr ist geu'öhnlittl
utag'/l1' r-rm clic Acltsc lrcrurngelührt Ltncl in cler [,ängc dcr gcn'iilttr- Von ailerr diesen Pl
lir:hcn IleIicilt:rrrng abgesr:lrttittr:tr u irtl. I)r.:r ['rart lit:gt clahi:r niclrt \\Icttkarnpf, 1zla rLusschlit
a-1att, srinrlcrn dir' t:inzclntrrt l Tii'rchen stehr:n sti:ahlertf iirniil- alr- zur Einzcltibr.tng lrrrcl dic
I)iosrrr I'lciI uirrl :rul'r]ortt Sportltlatz nrjt I',,,gcrr .jcrlcr- St;irl<t'r'r'r- cift,rn allt'in orL-r in (ir.r'rr,
') s. s. +7 )\. \'. rl Il S. \\. ri ') §
Rogt.tritlnrlu-L,t.ii nnrl Rogensltort ltci rli.n ( )snlllllcl).
35
:idern.
schossen u'ie anch r,it der, Libungsbogen. Dic- ueficder-u,g, clie
ri,irci
einen starken I-ultn.iderstand bictet, rrerurs:rcht eine eigenarlige l.iug_
bahn: der abrzi fliegt näm1ich anfangs r,r,ie cin anclerrrr pfeil, beschreibt
I der
aber bald ei'rcn r3oget (kauslanntah) uncl senkt sich rasch l-rer:Lb.
iel,'rr:n
Die lSefiederung rrerhindert a,ch ett zerl:rechen beinr Anfschlagen.
andt:
Dieser ab,is ciient seiner kurze, Flugbahn \\regen znr tlirir.g
nutzt
auf l<leine, sportplätze,, clie einen Gebrauch der arclereir pfeile
ausschließen. Mit ihn-r ist ;Luch int \Vir.rter rvie ntit dern «Sackpfeil..,
rArt (torba g'ezi s. ...) i. geschiossene, I{äru',c,
dic übLrng r,röglich.
!uta vor alIe, aber 1aßt d,er aürls alle r,'ehler erkernen, c-rie cl_rrch
eichr eine, fehlerhafte. ;\bschu[] erzielt u,erden, znnral ciie cier rechterr
wicht Hand. Ila der -\bschrß so plirtzlich erfolgt uncl die Geschi,vincrig-
t cnti keit eines ge'vöhnlichen Pfeiies so groß ist, c1aß einc genaue Tleob-
tiich. achtturg rinn-röglich ist, bietet es einen großen vorteil, ir, altrii
cinen
Ile- Pieil mit knrzcrr uncl langsan're,r lihig zu besitzen, ar-Ls desserr rrr;rh.
ngcr: Iran geuau jeden Fehler beir-, Abschuß crkcnne, ,ncl berichtige,
oder kann') [rU5,6-r86, z].
nden Ä,ßer diesen Gebrauchspfeilen gab es bei c.ren rrirker:r nocrr
acht, z*'ei Arten von Llb.ngspfeilen. clie -scharft'
I cr-
e,z) ge,;rnnt r:r,,urclen,
t-eil sie keine Befiedemng hatten.
:her-
r. Der /taw,d. g-ezi (Luftpfcil) a.leicht in cler l_;tngc d,em ptrta-
t'1d dzntajii-Pfei1 [r8s, z-:]. Er ist einern Spieipfcil :ihniich, da
cr
riI.lR, keine Spitze hat. Je besser die
gcll-
eualität i:rers '.fa.nerrhorzes ist, desto
besser rvircl a*ch der: Pfeil.
3o Stüci< *,ercien ein <<l]ü.del» (ttesrt)
ratls senannt. niese a1le müssen an (icstalt, (icrvicht uncl
ocler
er_ralit:tt des
Flolzcs gleich sein, clamit dcr Schült,r bci ü,,r, Llbuns, iti.
.1i., clicsrrr
:i1en Pfcil ausschliclirlich bcstimmt ist, ar-r cionr 'r-orrt: bcin-r lih,rg. oclrr
'u1rg sc:incltt sonstigcn \rcp[;i11,'r', sginon Absr:fi1jir kontr.,lii.1,,r
lia',-. Si,cl
rutzt cli. Pfcilc unglt:ich, s, rvciß d.r Schtil..r nicht, ob ck,r l,'t,h1.r: a,r
nehr Äbschnll od.r a, rrfoilc' lic'gt. T)cr ltazua g-ezi wirrl nrit .k,,.r üb..gs-
allel bogt'n (heptxrle) vc:rschosse:n Ii g6, r 4- r
9].
lhsc,
z. lorba grar (Sackpfnilr uir.rl rrrrr b,.i tl,.r. UbLrrrq.:rrir d.nr S;rr-1i,.
lebt
uorba)t) be.*tzt. Er hat clic I-änge clcs ltazuri gezi, br:sitzt jccroclr
ung trinc eriscnic Spitzc, cla cr sich irr den sack oiribohrcn rlul,r.
lor- Stinc
Schaftfornr ist gervöhnlic-fi 6{ig gerzrclo tleiris erttlatz) 2_3].
)hn- [rg5,
Von allen diesen Pfeiien client clei- llirczu aussclilic,lJlir:h r,1,pr
icht
\vcttkainpf, pttttt ttlsschlici'rlich zum Zicrschic'1lt-,n, dic bejclcn g.r,: nLu-
alt.
zur Einzcltibung uncl die iibrigcn PIeile ztrr. Iibrutg unrl ztrrl \\rt,ft_
l:cr-
c'ifcn.r allc'in odcr in (icnrcinsch:rit nrit Gefiilrrten. \\,'ir u,r,rck'rr u,cilr-r-

1) S. l-. ri 2) S. rrDleu.

I
I
.l() J,,rti)rirrr IIL.in.
li,g, nhlntlrr
urltcn') ll()ch sch('n. cllrll bci dr,'r,\usbildultg c.ines S, hülrrs j,.de Pfeil-
gattung rJirnz l.losolr<lr-'r-trn Zii'r'ckcLi dierrt. llt'in irr rlcr li,,r'rn ciner
rlcn l'fcil orltr 3'r';-Schaf
L]ber clic L.,rsachr, rL'r- l',enenrrnne' tlcr 71uta. /ulkI, arntd.fis Ltl1d
.fzirt:zu-l'fci1c linclct sich lrci lln'1ij;i I, r i r (r,91. Ji;irrr lirrrrr <lcrn trtttrcrt ;ihrü
531 lolgencL' cin ft'irtt's Lot:h gerbohrl
F-r'zithlLrng: Nacir dcr Erobernns liolrstantinopels (r+SS) lierf3 l\Icl.rem-
nrecl lI. ru.rs cl('r Aj:L SolirL L: lleililrenbildcr (pul) herttlsbrinqt,u
ncnnt nretn ihn ,'al.i. Il
:Llrer mit cincru flölcndc
rrrd ituf dernr jetziutn ()l' uteiddn aLrfstcllcn. ila.ntit sr.ine 'l.ruppr.rr
niclrt rvt'it fliegt'n soll, I
zur Verhiihnuitg clcs (.hristt'nturrs nzri:h ihnerr sr:hössct'r. \ion dit'sr-'nr
I);Ls Sr:hic[3r'r mit dicscn
dcn Ileiligcnbildcrlr (put) so1| det ?uttt-Pfcil seincn
S,:lriel3err nrLch
ilLlclr llrüirsam ist. rlic Pft
N:rnrcn lrrbcn, dic ilnclc.rcn n:rclr cirrtrn lla/tz, az"ttttljiS und pzsrtzr,
.\rr, lr Llic ( lrirrtst'n lictt
bcnanrrten Idol. l'{r:rl<u,r,irdigerw(,isc Ürag('n abcr tlie anrleren. nlL-
rur:ntlich arrgeführtcn ltleiligenbilcl('r clic Niunerr vorislarnischer (:iötzcn: -\Lrbilclurrg davon findct
'iatt-feu +26.)
Wtt.dJ. Sizutf . Jttg/ut//t. 7aä/; u.o.d. Nasr,") mit denen dic 'l'r.irkcn tlic
TTeiligenbilclr,'r, clie ihncn ;rls (iötzr,rnbilcler t'rschit'ncir, idcntilizicrten.
Dit. ei.ertrr-rr Spitz
sr:h:Lft beferstigt. I)cr r.n
I\-. 11 inteilung na.r'h dcr Spitzr'. im PfcilschiLlt g«'stcckt r

Zu,rrit:rlr.i I'}feilspitzcn r-rnterschit,cl ckrr- tltririschc L',ogt'nsr'htrtzr': lcgt. \\'r'rrn tut'irrrrt'. t't
i. die bcinr'rnc Spitzr, (lr17a) und :. clie r:r'sorno Spirze (tetrureti.). l)ic n,rch heissen Asr:hc lrr
crsterl r'rlulltt'rr clil l)Iei1r'. nriI c]r'r'rcn in clir'\\'r.itr,g('schoss('n \\'ircl. clazu rnit clen Spitzen
;iso y'7.irczu, ltdhi. ozntdfii. I)ir,])fcilr. ltit r.isr,,rrtcn Spitz('n riietnt.tr g1r'ichmiiliig auf dcrl F
zunr Ziclsi-liicl'icn. lSpitzcn iLlrs TJolz ,r11r,r ITotn i.tcntrtztcn rLuch clir. Spitzcn halten niclit, \\
J;Llrirrit'r boinr Rogcrrsport, .f .tt:ottr'. A// Jtpott r;:.'t u,rirrlt urird.
I)ir dic I)i'ilsltitzcrtnrr.r'hcr \ tclnrcttdjzi eirtcir r.igcn('n Irtr b{'- I)arauf \\'crdon di
sitzcn, '.\rrn lr. §iLbir, rler t.ur 7.r'it \[uhrtnrmr'rls vcrsclriccl'rrc spitzcrr Iiraute, clas u'i,' das schr
erfundctr ir;rirct't sol1. so t','rcl'rr sil n',,lrl arucl) (,in('r'igr.rrc Zurrfl gr,- (icn'iir'hs, an fer"rr:htetr O
irilcl,'t habcr-r. Sr:hlusse rnit celberr B
J)it' Ilr'rsit'lltrng cit,r b,'irri.rrrlir Slritzc Jrcsr'l.rrtibt li ;1111 folgcn- abgeric:ber.r.') Ar.rch vor
rli'rmali'n: r'irr vitrccliigt's Stiicli \\ial1ro1'r- ,irlt'r li-lfcrrbcin u ird irr clic Spitzcn lllit \\rachr
cL'r- 1rasscni1t,n I.ängc zrr!'r.sclrnittor u1rc1 irr c.lic llittc ck'r ,.int.rr I r gz, r z- t7).
Schr.r-ra1st'itc tt'tit cittctn clt-irtncrt llohrcr t'in Loch. Ncst (Tirzlar. g{.- I)ic tist'rncn Spitzt'
boh't. I)its lindc dls Pflilsch:Lftcs. auf dcn dicscs ,Li'instüt:li e'r'stt'clit \\'enn sit' mit Esclsr.rrin r

'W'nt.tck
ri-r'rtl'u so1i. n ird zug('sllitzt, mr'hrfaclr nrit [.r'im ]tcstrichcn ,.rnc1 in heilendc rt r.t'rur
tilLs l -och hineingcstcckt. Nacir clcnr l-r', rckncn 'uvcrdr:n 3 'llode ftihren, u,iilrrend r
-,i L'fcilr. ru'rit tk'r'r'r flunr'le odt'r tl,
zusalnnen in gliilrcnclt'Aschc gcstcclit unrl cLirin l-lr'lasst'n, olrrrc dir,
Spitzcn \r('lrs('ng(.n zu l:rssen. I)it,t'ndgtiltige I',carltcitung crlolgt rnit Iilockenblumenirl (&r
r'rst rlarnn rnit rlcr-li.iLspci trncl cL'm [[obe1 lnerjattc.\ ]l Ir9r, ];--r9r.5,1. Rezept, u.it' diescs \\rr.rt
,\n tlicscr Str'l1r' rrrögc uLrr'1r cin Spiclzt,ug Flrn,ülrrrr.rng lirrrlcrr, angervantlt rvircl, findet
tlic tönendr: Sl)itz(,. I )ir-:sr-. btstclrt rrLrs tirtr.ur gr:drr:r.1rse1tcn Stür'.1< \ion clcri cisenlelr
n(rn. Die lmanre soilen
r)
li"^h zrvt'i Artt'rr cirtcs D
r)
,1 1i I rr r lrt,sclrrL'ilrt lrrcl
I

lic,!inhltliilr:rk urrrl Llogcnslrort lrci ,lL.tr ( )sllilni'lt. .;7


e Pfeil-
lleirr in rlcr liot'rrr t'iner lliLscirtulir. clie siclt lLuf cler St'itc, rlir: alif
c1e n I'Ieil orl,r g'r,:-Sclraft gesteclrt rvird, r't'{r-ingt. Nebcn dcr- irr cler
r?i urrtl
,lgendc
lirrrm dcrr lcntrtrt, iihulichcrr Spitze sclrrüg nach cL'r \,Iittc zu uircl
i'in fi.irrt's I-och gcbohrt. \\renrr ein Jluta-Pftril cliese Spitzt: crhiilt,
lel.rem-
nennt nrart thn thuS. lJcinr Abschul,l 1'1icg,; cr rvic die übrigen I'fcilr'.
;r1rr.r mit einen'r {lötr:nden '[on. li-in hazua g,'zt, icl ,r]s Llbungspfeil
rringcn
mppell
rriclrt u,r:iL flicrgc,r soll, fliegt rriit dieser Spitze t,ir.: crirr richtiger I:'Iei1.
dir:senr
I)iLs SchicLJ<'r mit dit,scn I)fr:ilrrrr milcht unstreitig \rergnügon. \\'enlt Lrs
seinen
;rr.lcl1 lnühsam ist. die Pfeilc immer rvieder aufzusiullneln Irä6, r9-:6].
liit'tzu
t.,\uch die (lhinesen kennt-.n diest, Art von trjuenclen Spitzcn - einr.
)n, ni,r"-
,\}:bildr,rng davorr findc-.t sich bei (i. I'ILlt-l-uH. Altc/tinesisc/ae l)ogett-
iötzen:
zuafen qz.6.J
ren r.licr

ricrten.
Die eisenren Spitzerr ri erden mit einem Dorn aul dem ['fcil-
schaft befestigt. I)er n-rit l-r.:inr bestrichene Dorn n,ird in ein l-or:h
irn Pfcilschaft gcrsteckt. Lurcl dirr Spitzc cbcnlalls in hcil're r\schr: gr'-
hutzr': 1cgt. \\'enn t.nchrrrr,'. r'tl':i ein ,, Iiünc1t.l» ldeste), :Luf cirrmal irlls der
r). Dic noch heissen Asr:lrc hcrar-rsgenorlrmrxr \ucrrclen sollen, u,erclcn si,'
L r,ircl, dazn r-nit den Spitzerr gea"en ein IJrett gedrücl<t, sodaf i sic :r11e
cliencl g1r:ichmäliig aul den-r l3rette stc.hc'rr, dies nennt :n:ltun t'1f;1ps. Dic
ch dit Spitzen halten nicht. rverrn clcr l.einr nicht in dic'ser \\rcrist' or-
urirrmt urird.
'rr br'- Darar.tf r,r,erdcn die V3rbindungssteilen nit ,-"fl i"ri (l) einern
ipitzcrr Iiraute, das u ic ders schorr rrru.ühnte pog/aui ottt genantnte, schilf;rrtie-c
rft gr,- (icniichs, an {euclrten Orten gedt'iht, gert'inigl und policrt urrcl zun-r
Schlusse rnit gelbern Bienenrvachs n-rittels eines erlzinnten frLchcs
olgcn- abgericben.') Ar-rch r:rtr uncl lr.ich jeclcsmalige'm (iebrar-rchc u,erdcrr
ird in clic Spitzen rliit \\racirs, zulrr SchLrtze gegen TLost, r,'irrgirriel.ren
eincrr jgz, r, ,7).
z), ge- l)ie eist'nrcn Spitztn w(rrclen in \\-asscr gchärtet und goschliffen.
rstt'cli t \\'enn sic mit Esclsr-rrin gr:lrilrtet \\:erclelr, sollen sit-: böse und sch\\'er
Lncl in heilende 'Wunclt-n verursachen, dic bci I.Ingläubigen nleistcns zulr
Pfcilo 'ilode führen, rvrill:end es bei cincm [iläubigen genägt, r:1ic \A,rr.rnclt'
ni'dii' rnit rlcm X'funde odr.r clern Schröpf1<opfc ;Lr.rszusaugerl und n]ehr:mals
rrfolgt n.rit liiockenblr.rrnenril (,karüarian\ a.uszubrühcn Ir89, :3-.rgo. z]. Ein
92.51. i{ezept, ri,ie dieses \\rr-rnda;l ge\vonnc-rlt rutd i1r der Wlrnclbehandhrng
:inden. angewanrlt rvird, findet sich au arrderer Stelle [2 t4, t6-z r5, ::].
Stüi'li Von den eisernen SpitzeLr gab cs zahlreitrhe \ierschiedenct l'-or-
men. Die ]man,e so11en sich ar.rf 6 li,rrmelr beschränkt haLrerr, nli,m-
lich zrvci Arter einrs I)rrril<ant lr.toiscllas), einc.n \'rierkant lruttrabba').

') Lirrrrr lrtsclrnilrl rLrcir rlir'.i:" -\lr.ilrcr triilrl


.jn f,,rtL:hinr lllirr^ I i, ,gr.1t 1t r n rl r

clitr fiirr:iro (.tas)it, clil olivi'nförnrigc t::e ilirtz\ r-urd tlic gc1.öl1rli1[g
i.'rldclrt') [r18, :7 rl]g, :1. Dit
I)it, bcidcn l.'orntot clcs l)reikzLnt sinrl 1
+ l_rezu.. einen Liingcr I)cr lL
(lor 1))iLrrnreistcrr'lic lang, clrr liurzt' unrl rler- lange n.rit sr:harI nrar- \\'ir' I rcrt:its rtn!'cc
l<it'rten Iianter». soclall sic nrit clerr ch:t,if:Lchcn []cfieclerung verglichen pit,il. I )ic ä1tt'stt'rr Il;Lhrt
u'crclcn liilrrnen. Sic tlr,rrcltschl;r.getr Irlutzcr ur-rcl l. iscn It s9, :-1]. rrirr nriI dc.rri I{ohrpicil
I )t'r- \Iicrl<lrrt ist t'in. rnrLssir r' (,.zt,a-railarJ, üoi o/nto.i_vb dortr\. int
rrljr-t.ySt) uar t's Ic
I )rrrchschrrirt vicrer'liigc Spitze, clit' niLr'1r \'.)r:r1e. l'ic bcin: I)reiliarrt,
st:hir'l'jcrn. I)orrh zur Zeit
it.t t,,iito Spitzt' rtusläu{t. l)ic Kanten trt'tt'r ira.clr r1c:m l'fr.ilc z1 siclrt- ,llrn I-ralrtijllt' rtr'\. i
lr:ir herr',rr Lrud spitzorr sit'1r in clit'scr- I{iclrtung lalso rviilerliirl<en- S, lrirlz,', ,,I,'t- zttt- leit
iihrtlich .') zn. r\rr1it'r I)anzt'r urrrl lList'n tlLrrclrschläut sir,' :Luc:lr I,'1r'iscl'r. lrrr 1(,, lt I l, 'lzptcilr' Ii
Sehrrcrr unt'l lirror.hor IrSg. +--9] rnit cincrnr I:[olzpfcil bc
I )ic r,olivcnfairrnige,, (zcitttnt) Spitze isL r.orn abgemrclot r-rn11
li it rt r bchauPtet r
Iinclet sicli p'eu,r)hnlich lx,tnt y'ttta- und azrndfis-pfeil Ir 76, zo---tt). sic überträft'n l)feilt' atr
Ilrrc \\Iirkung bescirreibt Iiairi genaucr. Iiin l,feil mit spitzcr: Spitzc sclrrn briichig gervorde
clrin.gt rlurclr clie crstr' \\'ucht nrit l.eichtigl<c'it rlort «:in, s,o cr uuf-
s tr;urir-l'tcil,' gt'st'ltcrt.
trifft. l)a sir'lt clic Spitzc trar:lt hintcn zr-r yerclicl<t, u.irtl beim 1,ci[s]:ep u,errden. Zn seint'r Zcit
Ir-irrrlringcn nrehr lrncl nrchr scirrr,\\rur:ht gebroclrolr. I)t'r noch
.\uclr liat t'r lteim t\a
tlitllic'rt StthtLft hinter clcr Spitze vollends bietct eirrcn noc]r stärl<crt'n
rrr,,lrr lut , lott llrlrl<tist'
wirlcrstaird. .\nderrs bci clcr olivenlörmigcir Spitze. D;r dieso r.orn srrchttttgt:t''t habt'rl irr d
rtrrrd ist, rt'illt sic a-lcich ilufaugs cin solr:hes I-och, cliLIJ riorr ucitcr-grr
u'oschosscrtt.
liintlrjngcn dos I'ierilt's l., in .rllzu ,sr, rrier \\'irlerstancl cntgegengesetzt IiiucnrLrtig ist tlit'
n'ird. I)tLlrct- eigrtc't sic sich ;ruclt r-;inz bcsorrrlt,rs firr rliLs SolriclJcn 'Airclul liLh Eft'rrdi b,
n;Lr'h dcirr S:lckc Irsr1,9'., Lo: r i* r9].
tlcrn,'l dio 1üngcr: ;t1s
l)ie .,1'lachc) Spitze i-7u25-1,1 glcit'1rt rlen-r I )reilirtnt in rlcr l;orn.r, l)icl<c tlos I'feilt's in
bcsitzt lLbcr nur zrl r:i liarntcn, sod:1I'r sir: gi11s1' zu,eischntricligcn Dolch- '
l'ci1er zrrrechtgesclinittc
lilingc iLhnclt^ Sic ist ein Fingo' rlcr Ilaunreistcrelle larrc- uncl bis binduns-sstellt'tr urit I -e
zu 1': .I,,'irrger brerit. Sie u rirclc gcgen I.-cinr.lo rurcl schätllicrhr,r 'l'icrc s;Lr-u n.t cn gclc'itt-tt t t tld r.tnt
vrrnvarclt, niclit gegcli Eiscn. Sic reil,'rt schncll grotlc \\ruurllr-lrr lung ge1öst, dic Ytrrbi
Ir8i1, r t7-:.2.). ll,'glaittet. dcr Ij,Lrlerr ir
I)ir: <,gervöhnliche,, \,'d/{ettt') Spitzr, ist c1ie. c.lic t-nan bei Trfeilcn uncl Iierbc vcrst'htttt n
t,u,lt sa/a /toiustr. und beim torba geai sieht Irli9, g lo]. Eine u,ei-
-
tcrc l:Jt:sclrn:iltung finclct sich nicht. De
Soli cler Pfeil seire I'lugber.hn gera. irr.ehalt.n. so ,ruli clas
(ieu'icht iL1lcr diest:r Spitzen in einen'r bestimrnten \rerhai.ltnis zu deu.r \\'ic Ii;l tr r ;tngiL;
(ierviclrtir clcs Schaftes stchc'n. I)it. Angabt'n darüber schu,ankcn tlit' Pieile lediglitrh aus
z'ul'jschcn 11's 1a1s 13r'ispiel gibt liani irrtünrlich schließlich das'l-aunet
\\r:1r \'ou cL'r lliilftc dic lit'de - einr- Zeile vr,rrher:
das (ieu,icht cirrer Spitze bei einer-n
'l-:LnnetrholzrLrtcn habe
-
Sch:rft \/orl r\ nirh.m rrit 1r)irhc'm zLn) uncr 1,'r cles Schaftgervichtcs. tellin-tit dünnott ultd el
lst clic spitze l.iclrter. so bcschrejbt tler pfc'il ri,ie cler gez gieir:fi (an ciner anderen Stell
nach clr:nr Absr'huß r'inen hohen Iloe-r'n unrl flattert. Ist sie zu I t S|irttischcs I{r 'ltr l'
sr:hr,,'r'r. lrcs.hr:r'ibt cl.r Pfoil rrur eincn l<urz.n llogcn
Irlig,:r-:71.
I (lr'rL ( 1\lrrrrlrl t"
ll'r: rrlr'irrtl\\ ''l' LlrLrl llr'1' nrl'r'rl lrr
"

lichc
Die Hersteliung der Pfeile'

rger l)tr- I{,,1rt-1rfci1 ir;-:, l,r -rt.i ril'


mar- \\'it,lrcrcits ltngt'rlCrrlr'f. lilitttltt'tlic iilrt'rr'/.r'it tlLrt-tL'tl l{"ltt'-
Ii,rtlsilltttitli-rp1r'r slrortlllilLz(' \\'i11-('ll
chen
irlr,il. l)ir. iiltt'stcn I-lalrrrcn rL,.rl' tlelll
,,,,,- ,,,ir rlt'ttt li,,lrrpit'i1 gt'scllosst'tt' \olh ztlr Zt'it
lltll'rerlrtllItis ll'
-,11l' citttltr li't:llortl zLr
r), irr rr 1jr -r lsrl \\'.lr r's rt:rl;otctr. llrit tlitlcttt Il'rlzplt'i1
kant, st-hi(,lir,n. I)rtt:h zLrr l']iLiezttis II. §'rLrt1 clieses Yt'rl.r"t aLtIgr'h'rllt'tr
^.it trlrtl
;icht- llrn BiLlrrijilr ,tr',. Ibtr llahtiiiLr. llcl<allntlit'h l'{t'iirtlrr'clrer
Lken- Schiilzr'. clt't- zLtt- /-eit Siilt'irrr11115 [1. r1;:l t il'rrt lt'l rit-' rlrfc'rtiqtt'
r'ittc llL'ue Iiirllll
:isch. rtrrr nor.it Il01z1tliti1r,i5O"1. llr §'ltr tlcrr trrstc. clt'r
nrit ciut'ttr I Iolzpfci1 ]lc'griittdctl dr-lrlte'
un cl li;Lril bc,lrlu-rptet \'()11 ilctt ztt st'itrt'r ,4r'it r cr;Lltrltc:tl l{t'lrrpl'cilcrr'
'l'lrt,,rtt'ttlt,rlz tttll lo().g-l'r. I'-r h;it troch iLltt"
sir: überträfi,n l,tt:il1 lrLrs
pitzt: sr.lr,rn briiclrig ge§,orclerrc 1{01trp1't'ile Lrrrrl t.\'ar fttlrt-.
kakz- uttl .fe L-
sttiurir-lrlcilt'gr)sel)1'r1. Ir-r finclct. cla.l,J sier bcilll ztrrbt'echcn
auf- gcf:i'lr11ich
leren \ycrdcn. Zu scincr Zt'it u,ttrtlcn sic sclltott larrg-r' rtirlht
ltleltl bcnutzt'
l<cirlt' Lrinn('rLillll
noch .\rrr:lr lral t'r lrcill.t Nltt hfrlLgt'tl lrl'i ;rlti'tl l'eltltt:lt
(it:l rrlrLrCh gt'lLlltt'lt'll. Nach cir'rl I'rltt'r-
:eron Inelrr. ;Lr-r ,lcrr ltralilisr'hc'n
clit'Sctlior('li nielrt rlalrrit
vonl sLri.lrrur1].r,n ir;rbc]l irl clt'tl 1ri.r1r|rctl Zcit,'ll
iererr gttsr:lI, ,sstltl.
ßetzt IliscnlIrtigiStilir']Itll.strl]]trrtgtlt.rl{.,1rr]lit,j]t'.ilit,li:Ltttllltclt (illt'-
eßen 'r\lrtlrrilrLlr Elt'ntli b|sr'ltr(,ilrr: I'-irlr';\11 I',lLrttlrr'ts rllit Yoilt:lr
rlt's l'itilcs siirrl . rr'lri.l itl rl;rtlt rlcr
tli,r..,r rlis ililggr rr.1s rlit'l.li.pgg .l't'iit'
oflll, l)icli1, r'lt,s l)[ei]r,c irt r,, r 2. I t gt-'sirlLitt'n Lttltl tlic t'ittzclltctl
lr't'rtit:ll a]lr: \.er-
olch- l't'ilt' zrrrcchtgescllrlit'tr'rl. \Vr,llrr sic pilsseticl sittrl .
I bis binc,lun{sstellt'n tl1it l.c,itrr lrcst.riclrerr. üllCr cittetl
cliitrtlctl I;ittit'tl ztt-
\lrc'1r cler l rlcl<llr"lttg rvirtl tlic \\-it:ktl-
Iicrcr -\itl1y1('l)q(--l(.i1tt lgr'l urtrl,ir'liclt. i'r)'! hd1|ttt') ')
nden lLrng l.eli,st. tljr' \'r,rbirrtltrlrgsstr'1lerl rlril tlt:tlr l'itrilholrrl
dcv l'lei1 lllit Sllirz.
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das
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\\'it' li:ili1 itllQ'il)t.
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dcm
tli. [rfcile 1cc1i91ir'h iLus l l,,1z hcrgestt'11t. \'t'r* l'tlclut-tg fiLrltl
nkcrr
schliel'rlich d'ls l'atltrenholz [' ; i t ' -- r rr] \'')11
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>rher .l'iLitnctrhoiz.urtcn hirbcll r ier .\rLtllt clcn bcsttlt'i l{uI c-'rllLrrgt: t ' "ttt:J
Lrnrl erigcn .\c1cfll tlrl) Lrrlil l<ttrzer l'llLst'rr'ltltJ l.tnetud.i
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.\clcrn rrrrrl grober trI;rserr-ing. I)rL cliesc llaserLLrrg nlrr sr,ltcrr
et\\,ir r1/: Irllc lunges.

1<itrrt. rviLrd t1;Ls []r.,12 aLrssclrliclilich itir dic bcstcrr


r-or_ ,\xt uncl ()Ltrrrbt'il irr S'
pzsrezt,-ftfcihr \.{,r- tlic nrit rl:rn IIobcl r
u'anclt. I1s \rarc1 so lroch gt'rvcrtct, cl;LjJ r.riss.,eilen cip altt:r,
.rerbter Lroclirrerl sr,1[,,n. [,;;, -
Sclrr--ibcnpfoil tms rliescur lIolz zvm lrtrsten Sportpfcil
urtrge;Lriieitct \rLt'h tlicser Lultt
u'rrrtlo. 3. /;ogha:: \'., clicscr Ilolzs.rte, gibt I(ri,r t,rrgcncrc,nrr:rri-
u iiKligo Dr:finiti,irr: \\'errn cin T)lt:il aus cier crstr:n
\rLclttrocltirLl ng u ntcrz(
l [,r]zs.rr. ,irclr
tl.t- I,'c-r:ti,q.st.llung zrr lci«tht ist.. beispielsrr,eris. statt I)irlre,r
11,,1/ s, , lci,'ht rvic trri
,:
r|itx.r't, s() llenlrt nrir.n diesrn Itltil /tog-/taz. llc,i srLrrbcrcru
-1- +,/, Stiibc in cinen rlerrau l

.\bschutl pcrartur er durr:h


s.ll ('r- rreisters iL,rit:re l,feile clcr betrcfl.nde,.\rt iib.rtrcffr:r. LLnr.r-c.

rlrLrin. l-iis sic gc.lblich 5


1. \\'errn diLs IIc,lz nach c]er polittrr briiunrich ist, crLinne, scrrr.rLir,
gcquollcn ist. Lä1jt ina
Atler.. :rbcr .irrc kreir.. sch.pp.nförr,ige (.7rut pttt) Nlzrserr-rng rra.t,
clic derrr r\[ustirr der \\'asscrseide gleir:ht, so ,cnnt nlirn los u'ie IIo1zl<olrle . lälJ
'l-igcr. r)eu \.men cs pcrttt/1. Lutcl tlcr derrans r,erferti
soil cras iJolz *.cge. des schn.ile, FrLrges rrer nrLch bleiben sie Lrnp'efi
clariLus r"crfcrt.igten Pfeile crh:Lltorr haben.
\\rahrsr:hejnlich abr-,r hat zur Naclrtrocknung und
clie tigerfcllähnli.lr. n'LlserLrrg de, Anr:r.lJ diLzu gegeberr
r7,, r5l. (iutcs Pfeilholz r-nlrß hart uncl lest unci ohnc Ir74, -u z - cingeliLgert. .fe Itinuer
,\st seirr. nrit dest,r besser u,crc]en dir
glcichl:Lrifrrndcr ^\dcn'r. Schon ,Ireinr äur,iercn
Anblit;ri rnulJ sicir cric Wciterveriir'lrcitung ri,e
.\n1:igt: zur l)olitur uncl (ilättung zeigen
Lri :, 6_91. neten Irlerilarten sortiert
I{'t'r-rrrirr', Bog.erz,ud pfri/:9 h.t sir:rr cliesc, Ilolz;rrt.rr
Ilr.ben schickcr r-rrd sic .ntc.rs.cherr 1;rss.,.'on Das bestc 'l'iLnncnl
-\ach dicscr Iir.or- zirkc lJahrarr,r'dj beinr l)
sltr'111111- i51

t sat tL//i I Irirrus larici, poiret. Lrrrr z* rrr r-lir. irrr ( )rierit u'erdett [,7+. ,6-rg].
:' /,:aia tc//t''t I r errrrcit.tc .\rt. crcr pinus I,:ril:rsi;Lrr:r I-;rrnbri.rr. Einigc I'fcilrnacher
Lrntl hiLbcn aLrch dic \\ri
;;. rtoglat. I'irtLs rLbies r'lu Roi . u.,a.hrscheinlicli tlie beri l.rir.,c_
zurrl crlrrheinrische. n,eli:he I)inr-is r,ejocr:rda genannt aus rlerlr 'I'cil cies Stanrn
u,jrd, ist, Pfeikr, nrit clenen br
+. prlett/t. I)i..s oricntaris r-i.nci , ci. nrr rrapcz.nt
r ncrrclcr N.r"clelholzbaunt.,'r 'rrkr.,rr_ triLutcn sic eirre gröller
trcflenden \\'indr. vertra,
Das llojz nrrrlj r..orr trincr ausgctvachsenen 1.;rnnc stiLn,rltlr:n.
\\ric beir, tr[enschc. c]er Eirtritt i. clie Vierziger tlen IIcirrep,,kt l)cr torlto gezi w
ar.rs Ulmcrrlrtlz. Sgiirgeu)
tl.r r-rt*'iclielurg Lezeichnct. so erreicht r-rit ct*-iL lo .r-;r.nnr_,
ih.' vrli. L.rr*'ickelung. \rorhcr ist clas ]{olz *,cir:h Jahre, clie rrncl r lilafter (pu/adi\
*.ie auch rias rlcrrr N:Lrrren .lantattllt. \
lileisclr lreirr Kincle. Sp:iter t.ngt es nur ,och ars r,'e*r,rrrr
tlz zttr., .fiLhrc nattirlich ausgetr,
IJ;rtllrcizcn \/ttttnttartt /tiitüklfi'il.
[, 7;,, 5_22.-] zo.[ahre, so is1 cs l]rlr t
I]nde Irlerbst, z.r Zeit cier \',.getatio.srr-,h.. rvird clie
l'a,nc Ir7z. 15--ro].
r ElIe obcrhalb clcs Iirclb,,, lgrs gefaillt und lor.rr nntererr Irrrcle
cin Ilci dcn 'l'schcrker
r) Il-\]ltrLti )tr::l /tttbbc 1t/li:
ntch olriger. Ilrfinitirin liann rilrer urrr haba holz Ir7:,2.1].
\gK)l)l ir
lietnLt:ltt lionrrrrcu. I)ic Weitervcr;Lrbr
2) trls ersclr.:int
rrir frlglir.lr, olr tlic i itr ,\Lten lon :\clcmlg uncl l\llserung
ler
rn;LIöcn: rlt'r I)feilrniLche
r\rten von 'llnnen lrediugen lrilssen. l)icsi llrterschiedc
_
schit.dene
fintlcn sich arrclr ]rr.i
vclschiedenr,rt Iixcntplrrrrn tlcr.sclLor Art (vgl.
rLuch 1" S.).
') S. S. .lo, ,\rrrrr. :.
I:logcnhrnclircrli untl l3olcnsltort bri rlot {-)strrrttlcn. +I

rlichtlrr ctw.r r 1/: 1lile laugc:s. astfrcies Stlicli abgesiigt. d:Ls nrit ltlesser,
n \'()I- r\xt r.rnc1 Quclrbeil ir-r Stäbc (t\btrt) \-or1 2 Iiinger Ilreite zerteilt s'ircl,
c \.('r- clic mit ck:m llobel vorgearbcilgl 1lrgldstt uniL ctu':L zu'ci \'[onrLlr:
'erbter troclinen soll.ln. It ;.i, .; I 7 -+ :. 1

rbeitct Ä-ach dir)ser I-r-rfttrockn,,rng n,crclen die Stabc cincr liünstlichcn


mcrii- Nachtrockr-rung- untcrz()gelr, die den l'eiteren Zu,eck \ierfol.q-t, clas
r n;rc1r llolz so leicht n,ic nröglir:ir zu ntachen. Dcr Pleiimachcr lcgt dic
t. Statbc in cinen gen:rr,r tenrpericrten ilar:kofen. clcssen richtigc 'lcr.n-
_ l/
+i'r
rschull pcratilr er clurch iiiuge lrrfahrllng kennt, urrd lä1lt sio cinige Stundeir
rcfferr. clarin, bis sie gelblich seu'ordc'n sirrcl ttrtd das H;rrz aus il']nen herlrr.ts-
hrniLir' gecluollerr ist. l-älit man ders J::[o]z länger in-r Ofen, so u'ird es «kraIt-
g hal, 1os u,ie lrlolzkohler. 1älit meLn es zu kurz c1;rrin, so bleibt cr zu schwer
'elt n L. r-1nd der daraus verfertigte Pfeil büPot an Gcschu,indigkeit cin. Dau'-
:s der nach bleibcn sie r"rngefähr ro Iage an einem lr-rftigen, trocl<enen Ort
lr hat zur Nachtrocknr.rng und rverden 3,-5 Jahre vor Iicrichtigkcit geschutzt
eingelagert. Je lainger diese St,tbc lagern und seien es 6o Ja1'rre,
l, mi1 desto besser u,erden die claraus hergestellten Pfeile Ir76. r]. Vor cler
:h clic Weiterr.,erarbeitung \\,erden sie nach ihrer i\dorung itrr clie ge"iq-
neterr I'Ieilarten sortierl') [rZS, ro-r74., r3].
iitrtclI Das bestc l'annenholz so11 zruf dem Udjariuö1ar?) dagh,r, ir.r.r l3c-
Intcr- zirke llahran-rvdj beirn I)orft ÖrLu§1ar im (ierbiet Kaz claghrr gesclinittcn
tverdert L,;t ,r)-tor.
)rien t Einige Pfcihracher sincl noch ureitcr in j1'rrer Sorgfalt gegalrgerl
lrian. rurci iraben uilrch die \Vindseiten der lJür-rme beachtet. Sio ver{ertigerr
rapt)- aus clen.r leil des Stat'urnes 2.8., cler ständig dem Sürlivind arr,rsgest'tzt
ist, Pfeile, nrit clerren O"i 5üdurincl gcschossen lvird. Diesen Pfcilcn
konr- trauten sic eine gröl3ere (ieschrvirrdigi<eit zu, c1;r sie rt'rit dcrn be-
lrt'flertdr.rt \\'irrcl,' \erl-rirrtt seierr Ir;1. rg -::].
nlL'll. I)er tot'hrt gezi wird irrr Gegensatz zl ;L11etr audererr l'feilen
unkt ar-rs Ulmen}ro1z. \gürgen) hcrrgestelit. Die Stabe sincl 3 Finger dicli
annLr und r Klaiter (bu/adi'1 lang. Die llolzheindlcr verkaufetr sie unter
Lr'las clern Namen $arnanlj,. \\Icnn d:r.s se1'rr schmal genraserte jIolz cirrige
zLt lI Jahre natürlich ausgetroclinet ist - - rrindestens z-3 Jahre, wentl
zo Jahre, so ist es nr-rr besser
-, ergeben sich gute lorlta g'ezi
daraus
anne Ir72, r5 ]o].
: cil Bei ilen lscherl<essen gzib es anch l'iriegspfeilc arus Ruchetr-
holz Ir7:, z5].
olrt il
Die WeiterverzLrbeitung cler Stäbo vollzieht sich lolgender-
g \er
mzLldcn: c'lt'r Pfeilrla.cher schnr:idet der-r Stab, clessen Qr"ra,1ität uncl
:lr 1,i'i

'r S. S. 1o, .\rrr. :


I l, ){( lllliill(lr
.1 2 .f orchinr Jlt'in.
.\1,1,. :, / Irl 'rl,'rr ll'
r\rir:nLrrt zu (lcnr l'ici1 pal.it, cl('lr cr 1'rcrstellcrt u'i11. irr cler p:rsst'ttilt.rn iricln t/tryntt( tttil s,v.qlto»tl t
I-iingc zLr uncl achtet dariiuf, c1ai,) ungleich geaderlc'Sterllert clctt r,lTiLls, l( tzt('l ( 1 solcllr ltlit r tttltlt'ttl I:i
abgeben, cler dt:m Zerhrcchctr t'etriger ausgesetzt ist. l)arauf brilrgt ;Lriclr i irt liLttlilt'isltl llt i -\lrlr'
cr ihn nrit r-crschiedcnen lLrbcln jn Pfcilforrn [r7o, + 7) 1,,'r s1,c)rtir isdtt
VL't zt iclttlutlg

lil,,tz,. 'l',rrza, I r,rrltt. ,l' t ,


i'lr,rr. cliesr I loliL l tlilr itcn rtoclt Iinigr' \\'oltL zrr r', rlic'rt'n scir. l)ir'"i' ltt.LtLrtrrt rrLt'
.\hrrlichlii'it rrrit i irr.ttt kcillilrr
ric;t|rr yt,rltilltlisllillig lilcil gcrii'sr'n si'jn. r'ir'llcicht to t5 crtr llnil. rrtil iirtL {r:illicrl
l-jingL.rlris -\r'lrtit.r'n rlrLntit r.r:chrrcrln rrnlll, \\-ir rlir .\1rlr. -:7 rLr tlt'r rtrit 1/ l)(zciclrn(trrr

,/,

:\bb.27.
I

l____-=
-\l'

.\lrl, :§.

St(.ll( L'r liL til,.il itillt. .clrL irl rlr r ( ir:rL llrlL r LinilL i zri 'L ir . Lii,rrit lrirr -it l)l (lLrr rli ,Lrl
lr\:rr lilnn. \',rgliiclr,' rtttilr rlrtzrt tlii ,\l,lr. :3. Llii ,illL' .\l,tl.t LiLss,ll,,rl llolrLl.
..1''.ttL lttl:atrc" titti/1t: »ufattct g('niurlL. rlrrr.Lr llt. .\rri'lr rlii'., -\lrlrilrltrrrg liillL ir, i a ,li,
liulLlrruq rlr . (inttr,',rlir.nn,,n. l),rr l'icltnlr hrL rlir I', 1'pr'LtiiL groli, Sclluiirigk,it,rr
rrrrir.srrr']r1. ui,'rlir'\'LtzL'iihrrturg,1,r lLirrrl lrli .\1llr.:; l, tr.igt. ltllu ',itlrl.-"ll'Ll('rL
\or.gllr11 .cltr.irrt rlir. I)rl.slr llLrlg rlL,t ]l.inrtr in .\1rlr. :8 ,lurclr , in \', t:r ltltt \, rlr !ir'r /11 - lrL

ztigt dls ( )rigirlrillrilrl r:itltr Öa,


gilrt, ucrrn cr_r'ichtig in tli'

', ltr rl,r ()ri:litlrrlz'i


,., z, iehtrL t.
llrlr. zg.
ll,l,lrlllrllrl\,ll' ttlrl li"1 rr-1''rt l' I rl'll ()'lrlLlrrlr' l'i

.\lrlr.t,l z,i1f rinLrr Il,,lr ilL li'L rl,i-'r.,1,r §.\:/t(tttli 1,tl,Ltlltl rritrl' l')j'' \rr'-
1l( l1 'r l
,htttl;,, rtrtfttt, ttrtrl s-rp|rumt (lilrl lllrr itl),I lli(lt1:r, irL:.1tl. tlltll lr.t,l-(l il()l)(l lllil ]lrl(lLlll.
:l;
ls
l(tr[(,r(,r s()](.ltr ItiL rlilt(l(lt I.-is(I u|1liL:s( l ,l|rrr rli, bogha: nclantri (.\111r..it) z li. llrLt
r

rilr! t .rriclt rill li.rLrtlri:r'tt. liri .\1,1,. lr) l)rlll(lli1 l))irll l,,i ,r iri,iLLr rlii' lLurlrlrLlll ttrrtl l'ri u) rli''
IlL.orrrlL rL llLilr,' lrrrt rlL ttt Zr iclrlr, I tli. I',irlzr itlllrttlrg il'''
l)(.ls])(liti\isrll1. \',.1/r icluurlg.
llrl, ll lilrtzL,: lirzrzal g,ttltillt, rlil rlrr' l-i:r'lr lL:Lli,'ilL'rl llruLl. [)''r \lLttl' /:arttrt ttibt I rltL '' irl L

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.\lr,lichli,.ir rjril (i1(.t1 lii.illillrigrrr zu,i'r'1rrrri,ligr'r i)()lr'l) lr,r.,1,r l'tm,t \e\l\t. .\1rlr. lrr
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'
gcn stab clie erstc R
uirrl in rlo tiirlii:clti,r NLrlrr.rrrclrrilt ris (l(r ( )tl. rtohitr rli,' Sllrilrrrl lallLtr, lrczcicllrttt. (r\bb. :(r)' lz;o.7- :cr
\\-tnn rlilscr rlr.r I.'rLll s(,iu s()ll. s() (liirl {lcr Iitil rri,111 ,li, q,rnz, illlfrrrr'l r, r'illlicliL'rr.
Soll dcr l'fci1 i'ir
s1rtr1tr.1 rlir'1{ücliscitL, ilis Splrl[r's rrrrli lbgcruni]tt stin. rrit't's tlii'Scllrlilllcrutig lrli lt
rrnrlcutctr rrill unrl :\lrir. .:,r rr ilrrstr:llt. \'itl rrahr.scltiittlichcl thinlit cs. rlrtli rlit Sirrirrr'. iut den hiilblertigen ar
rllr scltrligirl St,itc rlc,s Iit,ills iolgurd. sLjtur'Lli.s lr, i a irr .\1rb..iI. .iI a Lrnil .lI l) itrlstr('1('lr nlit cler RasPt:1 irr di
\\iird auch tlt'r *1'-ulJ
lrcarbeitet, so clalj 51
\Vie Abb. 26 zcigt, i
cinarrder übcr. lz,-o, z
Es rl'Lrrdc bcrt'its
I'fcilentli' eirl Sttick h
dic Kcrbe dauerhaftet
in der Längsrichtutlg
f'Ieistens \\rurde
zum I ärbcll dierrt' )
.\lrlr. i t rL \lrlr. 3 t lr cl:rmit es bei der Ren
spr('izt (at)'inmb) bez
S,, tiSt'nrrrtig rvic tlic llolrll sintl. ist ,ru('lr (1ir' ] l,,l,r'lJrrrrrli. rlirr \verclcll. Dic ,\clern c
tlurt'lraus cienr tiir'l<ischcu llir.rrclu'('rl{('r alrg()1)irlit. ist. (1('r g('\\'(ilttrt ist. rrüssell so anseordnel
slin(',\rl)eit sitzcnci zu \,r'rri('hteu. f,,l;rrt vcrgleiclrr' .\bb.,,,:. l)t'r- tung sich sohneiden I
Diese lierbstticl
rlach d('r [-ehrt' tler -1
zil weit, s,,cdcr zu la
'[)urchnlcsser wie de
Auch die Sehnen, di
I talfte herttrngeu'icke
rrehren, clt'trtr t'itr sol
liclr arn siPer tt:nd (
seines Iilugcs, \'erll
l)itrurn habcn die Al
.\lrlr' 3:' sie sehr klcin herge
ltehln('ll. I )er h'irlsc'
l'ft'ilrn;Lr'hcr- sctzt:i(rll a-uf (lirs lttit ei1)€)ttt J(isserr 1.lr:lt'g.tt'Brct.t' tl;Ls Öffnung gleit'h u'eit'
Lllt('r L1('1r ('t\\'lr s Iiit'tgtlr lt,rltt,'t-t I''rlocli iLtrs J.irrcit'llhctlz itngeilila'('lt bleibt nach der Ansi
ist, so (lall t1c.r []1ocl< \.()r jhll sl('ht. I)r'r' l"locli liat , r]rcn r,'irren betrachtet lrlzrn als [i
fir-rgertlirtlierr Zaltlerr a1lS liLtCllSlllt Ltm ()11('r Ii,rrtlclli<irst:ht'. I)cr Pl't'il- die rl.rangtllude Wei
ni,tCiter ltimnlt d:it'ttt tritt z\\'ei liit)g('r lrrrlitt's t'irlc llilt: r'ier I'li;lger: her hcr-rte clas Iierbs
lrr.ryJt-'s, fiittt[/t gt'lliutittCS litctt. clas ;tlll vor(l{'r('rl Iil'rtltr lllit cill('lll ttnd dessen lierbe i
I-,rchc'\-etrseh('n ist. Lrncl |'gt c's lnit cicln L,rr'lte iiltcr cllrr Zrrplen" ,) \\'ir hllrt'tr tls,r
Das rLr.rdt,rc ltntlt' nitrrnit (.1' Lltt('r clic rt'ch1.c .\r'hst'1 nirhc (icr lltil'ter. l,l,.ilt,. .1. Iitrir,.. .1. lir'r'l
L'gt rlcrr I'f ilstirb ar,tf clitstts Iirt'tt trntl clrcht ilrlr, \viLl)r('11(i el' lllit
()slil:tltttl l5
Il1'g('llllitll(l\rcr1i itrlrl Iiogt'nsllott il' i rlt'n

er: der.u kanti-


rler l{ochtc-n den lfobt,l tätirt. Itl clieser \\Ieise gibt
h:rt ein schräge's liiserl
, lrL,'1.
gcn Stab clier c-rste Rrir.rclung. Der Flolrel
il rr, (.
:"']
zr
1r\bI,. :n,. [:;".;
:hlir ir r.
Soll der pf1lii irine bcittt"rne Spitzr: hzLbc'l.r' so
wird diesc jetzt
, lrr i I
cles I-tit.t.tt-s
irn den hzrlbfertigen irngesetzt r.uld nach der Trotlkntlng
t

: Sprirrr .

\'Iit ihr zuglcich


llsLrl 1 ir. lnit Lier Raspel in die richtigt': liornt sebracht'
(Abb' z8) wcitcr-
\\rird auch t'lt'r r,l-uß'' mittels tlcr indje lnejaile
bcarbeitet, so clail Spitze uncl sohaft glei«:hs;rm
ein S-tück bildcrr'
tlbergans in
wie Abb. 26 z(,igt, !-"ir",l Schzrft Luld spitze ohne
cinarrtlcr ilb, r. [.'; o. :o' -'1']
Esrvurclcbcrc,itskurzirngeclclLrtet,claßCl(}rIürkean(-lasLlntcr(]
Irfr..ilenrlc ein Stäcli hartes Floiz oder
[]ortl arlzusetzell pflegtL', r-lllr
clcs Pfeils
dic Kcrbe dauerhafter zrl lllachel'l und L1c)m ,\ufsplittern
in der l-ängsrichtung vorzubcugen'
14 eistens \\.Llrcle d;is rote ljrasilholz
(ttak/i:am) vcrwandt, cl?IS
zrlmIärbenclient.Nurdas'l\llerbestr:l<anndazubenutztwclrd(:'l1'
damitesbeiderBtlnlrtztrngclesl,Ieilesnjclrtzurascharrseillander.
der I{erbe nicht sr:hlaff
sprcizt (flPlslltah) bezrv clie "Lippcn ' (tttulart)
gerirde trlld dicht. Sie
Lk, tlic u.crclrln. Dic ,\i]ern ditlses ljolzes sind cliitrt-r,
in cler Q'crT'ätlsc:hten l{iillt-
Inl lst. lrüssert so angeordn{.lt scin, darPo cla's Llo1z
, Der' tLrng sich sr:hieiden rirrcl spalten läßt' Ir75'
z3'-:6']
Sz',2,) gellirllnt \\lerClell.
S()1ie11
Diese lierbstiici(e, clie ebenfails
r',rcl §'eclcr zti cllg 1locll
rlach der l_elrr. tler Alten zur Sehnc passrllr
zrl weit, \vcdcr ztl l:rng noch zt1 l<r-ttlz sein' sie l-uüsscl'r denserlben
l)Lrrcht.nesser u'icr clt)r Strhaft lltiben uild
c1ürIen nic]rt übersteherr'
Aucirdiesel.rnen.clicclergrÖIJererlLliritbar.keit\\'egc-tlbiszuilrrtlr
nLlr \llellig ver-
[lälfte herr'ungeNici(elt \\ierdcn, dürI(rn derr llnrfang
rnehreu, clcttrr t'iu solcher l'feil Qhalt; el'3't":(l)) reibt sich gcurÖhn-
liclrarlselrrtlrrcl(irifi.Irrfoigc:der:grÖIJerorrIl.eibrrrrg.n,ährctrcl
seines [,.irrgcs, l'ernlinclert sic]r tladurt:h
allch Sei11o Schui.}lt.cite.
l'ieilt-'n seh(ill lialln'
I)arumhabcn die A1ten, §'ie tlrzLunoch atl il-rren
q,rrlflr gtlllr.tg, l.ttl ilie Seirrrt: atlfztr.
sie selrr klcir-r irergr:)Stellt' aber
nehmelt. I)er Einschnitt an cliest:n Pfeilerr ist
itlnen nrrd ;r"n c1t:r
:t. tlrrs ()Ifnung sleich u'eit ll'irt PIeil rrit langerrlr 3'ra uncl enger Kerl-ic
z'r'rrtrcii' I'Ieute
nag('1t bleibt nach cler '-\rrsicht der Alten in drtr Schr'rPorn'cite
P{ei1 aus cler Schnr]\ spri|rgr'
cillell betrachtct rn;Ln:rls ['rsa.che clafur, dall cler
Pl'r'il- dierl-rarrgt:lrrcleWeiteclerJierlle.Al.rr(iebriiuchlichst'rlrlistcla-
iirger herheuteclirsiierbstiick.clasiilclerFornreitrclr.I-ulpenbltrtegleiclrt
a1s an clor ()fflluns-'
eincm und dessen l{erbe innen eit't lvenig vYeiter ist
,apf en.
r1 \\'ir lrrilrrrr ,r1"" l'i'lr' r Lttrt''r
I Iü l'tc.
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er rnit
lr) ,,;r, hirr llL.in. ll,rgL ttlllrtltlrl ' t
.1

ljirr sclrr krrrzt'r nrit \\'citer lier-lrcni)ffnung i).tästig-L r\\,lrr \\'1(lcr


J'1',? Sr'lr;rlt 111i11r'ls t\'t' ttt'jatt;
Sehnc rrocJr I.-ingr)r. l)L.lördert ;Lur:h clie grrillrore Schu[]rvr:itc nur, ist rirs-t, r.ttlter st'hriel1er I)rcl
rrber hinclerli0h. rvenir ilran dcn i',ogcn spa.nr)t, ohne rlcn lrfcil aLr- glt-ricirrttäßiu stiLrlio liorur I
st'hicl)run zu r,i'ollen. lst rrr zu l;Lng. so ribt br:irn Sprrnnt,n clers r:rstt: zeigt, rrluti rlabei tlie Vr
(:iiied cl:s Zcigefingcrs ('inen stril'r ;Lir tlen Lippur ;Lris rLrrrl bripgt lrr:rticl<sichtigt u't'rtlctl.'l
ihrr cizr"clurcii aus cler Schne. I r 8o. r z - -r ti r. :.] ntitchcr in :1 ( irrLclc- (t/rr
I)icsc g-ru r:-en;ullltcrlt lictrllstiickl gibt cs nur bc.i rir:htigen ck'r Iicrbe itLts gclllcsscn
(icbrauchspleilt,n; 1,ci ,len I'bnngsltfciktn (gr;) lreil;,rcn sic rI{1.,r..,1- t.ttf t- 1 (irrLtlr' citlrl -.\alic
stLr('kc: |,.{tai ldra) [rSo, i] - rcil. I)icse u'crden :r.us Schgn.l<cllip6r:heri (.ia/zuttt:) lrrltl dcr l{t'st
,',clur itus :ttrricrt'n Iinrit:hcn her:gestcllt. ,\uclr r.liLs Ilorrr clrtr \\,'ilrl- Ilals untl liulS sich vcrj
zicsc erc'ibt vorzügliche scherc.l<ig ge{ärbte t ob/o/e ) I Iauptstür:1ic. hobelt cr clt'tl IlrLIs rllit tlt:
IrSr.;--g.] I.-inc zu enge Iicrber l:illit clerr l,feil leicht bc_,im ALrl- sr:hrnales lltrrltleiserl [231
lcgr:n zerlrrcc'hcn ur-rc1 r'.nrrsrLclrt ein.' ras.hcre Arrntrtzung, Ab- lieinc rct'lrten SPärlc' meh
u'cicht'n bcinr Al-ischulJ nncl aus cler Sehnc Springcn. ;\nr besten uncl so itnt'h tlie ancleretl
sinrl r\rrsr-Ltzstiiclic von nriltlerer I-rirrge unrl rnittlcrer l(crbt-nn.r,itt, Spezialhobc'ln, bis sie dic
Ir ii r, :-7]. I]t'i tL'rt (iclrr;LLrr:lispiriicn hcitJen sie ar.rch rliLln rricht Dicsc Prüft der' Irft'
l lauptstück. \\'.:rlul sic atLs einr:nr Stück \\rilclziegenhorn bestr:herr tlLtrut u'irtl (eigc:ntlich is
,rclcr uuch u'ii: bcim l:lrasilholz :Lngesctzt u'errlen, also ans zn,ei lleilen,) tlris irtr .l\rtllerr.r clicst'r I
i Schalt u nc1 i\nsatzstr-it:k ) zus;lrmcngelcin'rt sincl uncl clahcr den
cinfonriger.r ä1-rnr:1rr, soncir,:r.r g'2,:.. IrSo. ro-rz.l ,\uch diese IIar-ipt_
stüclie sind nur klcin, .,r,enig grö{Jer iLls clie ga:. rveil sich sonst dcr
Anfiinger an riir:sc grölJcrr:n l-Iauprsttir:1ie gcn'öhnt rrnd n.cnr er
rlaz,u Lrbergrüt, rnit rir:lrtigcn Pleilen zu schießen, cs ihnr sghl'cr
läl1t, rnit clr:m l<l.irercir .9.r,:r zu schic,lSc'n. Sintl sie dageg.n zu l<lein.
so tlrr"icl<en sic sir'h in clit' liinger: ein, rlie Sehnc reibt sich ;rn ilrrel sic ilrt'i I -(icht'r Y.)ll \-c
Lrncl vernrsacht Sclru'ielen .nd t:iterntle \\runden. Irti r. i- r+.] \üog/ms lmddcsi\' clcrr 'N
I)er Pteilnr;Lr:hcr sotzt als. n:Lch ,-\ni:ring,ns. der Spitzc clie'scs cbcnfiLlls fiir derl Hals, r
Iirs;Ltzstiiclies :rrr. Ist r:s u-us l]rasilholz, so sr-hr:iigt er es in clcr I-itrrgc st'hon lLttgcsctzt ist'
von l<lttLpp 1f,r Fingcr cler lt'riLutreristercllc an clcr Scite ck:r I-iinp-s;rrlc'r-tr l)tLrttlLt'h ri'irt1 tlcr lJ
t i/ti 'ttt{ed tel/e ri tat'ttJ-/aryttdaz r) rr'ie ein Schreibrohr :ilr, cr:Lsscllrc r-nesscr:') gt:tlatitltctr lIos:
geschieht rnit denr Pfcilenclc. D;rr;Luf paldt r:r .bcide l-cile aneinrLnder .lttttt zrt .rziclcn. l)as i'
I
und n'ra"r'ht nrit rlerr.r .\,[esser eine l<1t'ir.re Iiorbc :Lls l,Iarkierung l]irr ( irifi iurgebrar'ht ist und
clrLs zusamnrr)rrpitsson. Nar:hdgr beide rc-ile clann lnit [-ein.r lit:- I'feihnacher fallt diLs IIt'l
stricirctt sincl. u.crden sie zr-rsarlmengt:l<1cbt, rnit liaiclur umu'iclir,lt. zugleich rnit clcr SPitze tl
riir, nltr'1i rler'l'ror:linnnt' u'icder cntfernt rr-r'rt.len. nncl soc.llrnn gt:- lcgt den Pfeil auf das re
siirrlrert. I lir:r;Lrrf t irtl rier r','.r r.r.rit clcr rntjattr in tlic r-ic1'rtige 1.,rrnr rrit cicr rcchtett clerr l'fei
r:r'bracht. un<1 crhiilt. intlrtnt or auI t.icur Blot'1<c r,or clct-r-r , IIalst.. allr:ri ['rtebcrll.reritcrl dic ]
gctlroht nirrl. nrit der RrLspel tlen rrr''rtigr:n [.mfarrg. tler mit .irrt.rn .\uch dic ,. I I iurptst
/t.adr1, l genannt('nt \\rq-kzeitg gcnrt.ssen u.irr1. Jirst tlartrr rr,irt1 rlcr rnit clt.'r l{asPel irr dic ri
,l,LrI llret' tlit' Ilttrr,l rrit'
t) iSi,'h,' S.
'itr 1"7;, 1;. St'hlrl't nicht ztr \'('l'unl'('i
Jl,,g,tlllrllrlu,lii Ltlrl ll"1'rl.1"rL L"r 'l lr ()\llliill(l l;

'\fc(lcr 56lrrrit nrittr.ls icr tttt.fdzr'. rlirr i'in l{uitrlt'iscrt lt;tt. rlas l<aittll ltort or-
rur, ist rirgt, sltcr sr'lrpeller l )rrüirng 11 ,'ittr gch, rirt'1t. bis trr seitrt: rittlitigt'
bi1 ab- gllichrrrailJiU strrrkt- l.iortll hat. Iit'i litrtlrlr |t?Srtzu-l'lctL u'it'ilrrr ,\lrll. -:t,
s erslo zcigt, ltglj rl;rlrei rlie Vcrtli, ltLrpg lrr'z-1. l'-rgiirrzrrrrg d1s S1h;r1'tt's
briugt lrlriiciisiglttigi 1't'rrlr'tl. lt1 (li(',c,('rll lri'et'k tyirtl rit'r I'icil r',,rll I)[:i1-
lritchcr ip :1 ( irrrdt' r,ltrtdf t't cirrgctciit ; tlir' ttrste:tt vier (irade t,,tl
htigcn t1r.r Iicrlrc: inls g{'rrrcsscrt biltlcn tlcrtl « I lals i,hog'/ta:;), clic llächsl('r)
Jaupt- itti't - t (rr;r'.1(' (i()lt . \al r,'l r.3'il, ht, tlit' ti'citt:rt:n ir trr/: tiic I I,,st'
tocherr litt/trtir:) tttttl dcr lllst tltrt I''Lrlj '(t.id/r, st7*') [ rS;. .l s]. I )ri
\\'ird- l llLis urrrl liLttl sic'li v, rjiingcrt , rrlso t ,'rscititrdc:tltr Stär'licrl z,'iq, tt.
itücli er.
lrobelt t:r d., ilrLls ltit rllpt ., llrilsir,rbc,l ilog-ho:-: §!!:./tautd-t!'). ckrsscn
,\Lrf- sgh11rl,ls ll.rrntlcisctr l/7g /t I st, krlrrpll Lringtlstelll ist. tllLli r's schotr
Ab- licirro rcr-lrtc.u S1tärrc ttrelrr gibt. ritlter schll('1lt:r l)t'erhrrrig r1t's Pfcilr's,
lesten rupcl so lirir'lr rlie lLntlr-,rerr Scilrlt:Ll rschtrittt tttit tli'tt i'tttslrrlchlttdtrtt
ttr,r,itc SpezirLlhobclrt. bis sit: tlic gt'ririirtsclrte Iirirm lurbett.
nicht J)it'st, lrriLit dt't' I'ft'ilrrtlii'her tuil t'itlt'r I'fcilleitrr'. dic /tatldt ec''
tehen niurrt \\ ir(l tr:igerrtlir'1r ist llatldt t'ttt lrrs[t-utt'tt'tr1. zr-rttt 1)r:thtzichtt't.
lilen') rlrLs inr .\rrliertr clirrscr Lr'l-rre q-lcit'ht r. \\'itr r\bb. .l: zt:igt, liesitzt
den
aupt-
,
it dcr t
Llt er
hu'cr Abb 3.3'

klein.
hnor sic r1rt,i l.aich('1' \.(,n \'('rs('lti('ilell('1ll I )ttt'chtllt'sst'r l'tir rlt'lt I I;r1s '
tüog.lutl: ltdrldt.si\. dtl \rLlrcl , (git)L/t lttrltlt-rt\ unrl tl;is ririttt. olferrt
iesc,s cbrtnl;ills fiLr ricn IIltls. llnr i[rn ttt,'ssi'tt zLt ]iiltittctt. rt-tlttti t1r't' 1',',.
ängrr sr'hotr rLngc's('tzt ist.
derrr I)rinrrrilt riirrl tlr'r l'lcil tttil tirtcttt /;1'..ag/t1'[t1't'tt.g'/t-f iSc]llittt'rr-
ielbe 11rcsscr:r g('niur'll('lr.\li'-s,'r rtltgt't1rt'ht. ttnl t'itte r',rllkotl-ttlltlttc Iitttt-
nder llLrrtg zLt trzic'lr'n. I)as ist litr lrltes liaslerllli''ssi'r, lLir tllts r:in i'estt'r
' Iur' (irilf rLlgri-rnu'irt isl r.rnt1 tirts lLLtf t'ittcr Scitc rrtlgt'sclrlifierl isl. l)t'r-
1;e- I,ieilrnat:her f;Llli dtrs Ilcsserr. clic St:lrncitlc nrLt'1t clcr I lrrtrtiilait:1tt' zLr ,

kclt. ruglciclr rnit clcr- Siritze rlr,s IJfc'ils nrit zu'ei liingt:t'tt tlcr iittlicrt llrrrtrL,
i' 1r:gl clr'l Pieril auf clas rt,t:1ttc Jirtic arrl S('ittt)tt l.ctlt'rsctnrrz Lttlrl rollt
onI lril clcr rcr'htctr rlor I'lci1. 11]5, ,rlr t'r'lcig lLttsrt-lllzt', \\'()(lIlr('ll ,'l' lllil
lsr',' ;Ll1ur ['rrclrtttitcitr'tr c]ir'\lessers,'httcirlr'lrlLssitrctt tllLtli.
rcm .\Lrclr dic IlrrLrptstiit'lie rvt'rt1t'tt srt lLllgt'tlrt'ht. tt;Lchtlt.rrr si.
dcr tnit rlcr I{ir.spcl in rlit' rir:htisc I.-orm gclirrrt'lrt sirtci. l',r'itlr Alltlrcltt'rt
rlrrrl ;Llrct' rllr, I ItLrrrl nir'1rt si'hu','iliig irrrrl sr'linntlzig st'ilt. rirlr rlt'r't
S, lr;,l't ni, lr ru \ i r-uril,'irri,:,'tt
+il Bogenhtrndu'erli

Zrrr-r Schlul'r *'ircl der f'ferir ntit /tog/ttt-( oltt r:.. {). s. rr) urcl
Bedarf auch mehr oder rvet
n'rit Iicdc:rkielen, c1ie {_rs gr]nrLnnt $_crclcrr, gcglattet. nrit gelbclll
rohr zuschneidet, so dalJ
Priencnrv;Lchs btrstrii:ltetr ut'tci r-nit eintlnr seclisfachr:rr .[-iLppen
lastar)1 geschieht mit clem anzusel
zr'isch.n 7-t:i!e- ,,c.l -\,[ittellitrger ni.r.hgeriehcn, bis cr ,,uu.,-r, u.irr]
aneinandergepaßt und eve
[:;o,,1 z7 r,25.)
Besitzt dcr Pfeilmach
Scine llitulltprolle katru clet' Pfeil na.türlich crst l;eirn Absc:hit:(,rt,, glcichmäßig drei linger l:
l;cstchc.. Jls l<.nrmt i,,er cirrrral \ o1.. tl:Ll/r l)feilc. «lic r..rher mäIöig sind, mit rcgelmäß
ft-hlerhiLlt sr'hir-rttcrr, beirn Schiel}.n frir gr.rt l,c'Iunclelr, l)ft:il1 iib.r- stantinopel sorgfältig herge
troffcn h..rberr Ir7fr,,!-r rj.
Qhlyk) vollkommc'n eben
Ilrrtltltll\t. flt)tdl)/tc/t 1oo berichtr,,t. r.lrrlJ tlic 'l tirken ihre I,feil. vor ihm steht, legt die zr
;,rch rrrit l-.clirnzLlert-'i *,ci Vergolcl,,g zri
'erziere, pflegterr. L)cr_
;Lrtige I)1'cile firrdcr.r i;ich z. I]. ir'r StiIt. zLr ltrenrsr.rü.s;tty
uncl zieht sie mit leichtem
11.f. h. \\-. nach einige Nlalt' leicht hirr
I\r:rt. Ar-is dcn-r Schu'r:igerr Iianrs nrulJ man sr:hlielircn, ilali rlit,sc, passen. Darauf $rerden si(
Sitt. zr-r s. Z. br:i cleir Sportr-ereirer.r nicht ,rehr bcstandc.r hzrt. Nlerkkerbcn eingeschnitten
IInr dir' (i1r'it'hnräl]igkcit dcs Pfcilos zu prüft'n, sir'1it cllr pf.il- (&alban pdt.t't'/eri düsünnc.1
rn;.clrtrr .iLr'1r s.irr.r , (i.staltr, ,,iag-/t), tl. lr. r.r irrirrqt t1i. Nüg.l
I-eim werden beicle'l'ei1e ;
Dll.m.r.r *.rl l[ittr'1fing.r rl.r [,i.]<t'rr;rnc,in:rnrl.r, 1r,gt c,I.. pf.i1 'orr
paßt, von neuem mit Lei
rurrtcrhzrllr scincr Iicficrlr'nrrrg o]rc'n :ruf rlr.n Nlrgcl, rilrrlt rlil
SpiLz. Verbindungsstelle umwick
so itl tlic rct:ittt'TI:Lrrt1, rlrLl'r sic rlic 14ittc rlr.s Ilanrltr,l]t,rs lx,rülrrt.
rvickelung entfernt und d«
ttrrtl tlrclrt rnil I):trrncr untl lIitti'lfingr,r rk'r Iit'clitr,n rlcrr lrft,il l,.i0
In der gleichcn We
.i.r' Spirrilr'1. .f . sr'1rrrr,11r'r si.ir .iL.lr c,lr'.r l.rslasst,, cli. Spitz. inr hergestellt. Ein viel benü
Ila.*tltrll.r rlrr'1rt. rl.st. uL'ir.1,.itI,rig.r ist rlt,r I,f.il Il;:. rl ]:.1]. sonders am Fuße, der sicl
l)it untst:irtrllir'lrc rrnrl pttiltsr,lig,., rla.lr,ltpp al1,t. lrijcl rst. s.rg-- dieses auch mit clen Augt
li.iltigt'-\rlrcit rlcr I)fcilltcrstt'llr-tne.. 11i1, 1.ir y1rf61gt jirLlren, l;i1rrt t.s seine Schul, u,citt' dadurcl
vt'rstäntliit'1t crsr'ltr,irtr,it, rl1LIJ gLrtr.Pllilltiir.lrt,t: sr,ltr gt,sr:lriitzt \vurr(,,
zwei derartigcn Pfeilcn dt
utrri cin Pfcil tin vlrlrältnismiil,rig kostl;iirr,r (jt,gt,rrstaird uriir, tien aneinander, wodurch mar
n-riLn niclrt l.iclrt fortu'ar1'. Dalrcr gilrt Kärrr r,r-r.rt.1r .in. garrz
rnrs_ boiusu ttri) erhält, der schr
lülrrlir'1tr, I}'sclrrcilrrtng. u,ic zt,rirroclrt,nc pfoilr, ,,,icrltr lttrgestellt
Dünne aus einem neuen S
tvcrrk,n.
als dcr e.rstere [176,3-8]
Es \viu- lrtrt,its errr,älrnt, claLrr rlir. pi,ilr, lrcinr .\ulsclriagcn
m.istc'ns ,l1r
',rrl.rt'r'r I'-rrlr'. tlr.ar [.'.1'rr'. z.r]rrt'clr... I Irr .i,r:r.r
solr-ltcn l'i'il zn rcparicrt'n, rlit t,incru n(,u(,ll 1iuIi, zu lcr.stlrcn
Li
Die Länge eines Pfeil
to/c a.fa/;lanta&), r,r'ircl .in p.ss.nrrr.s Stücr< ]rorz
gr.ich.r:,\11eru.g, des Schützen') und dem
li;rrltc Ltnrl Iicstigl<r'if !ir.nol1tpt(.p rLpd tlar;rn ges(,tzt: '.n
clils l<iL,n gt,_ beiden in einem harmonis,
sr'1tr'1tr'n. selJ;,st t'r'nr-r clas alter,lrrqr.hlir3 Sttir.li i;ipger
iL.ls t,i6t,Sptrnn. fachste Mittel, die richtige
tunrl vierr ljirrgor ist. l'[it eirrcm stiLlrrt,rnon, r'tu.iL spiLnrerirangt,rr
einen nicht sehr starken
.\lr'ss.r. iilrnlir:1r t'ir.r.r'r'r spitzt.ir tb,rtutltrj i:'eclc.,-r-rc,ss.r, r.l.ssr:,
Srünt,ir.rr. Bogen mit einem Pfeil na
cirlc l-init' ntit tlt'tlt (iriffc iriltlt't urrtl tlcsscn vortlcrenrlc unri
Rüc.kt,n
nalrc clcr Spitzc zul'r'spitzt ist ize,r,ttdjtt sttrli/t, bttt.ttutta t1 Ein }icislricl rlirfiir srr
1o/t1,11 -irrintlett benutzte dahcr cinen kleinen Boge
-rir.ut'i/utis).nd l<r'irt.n stark.rr Il,ür:lien lrat. u.irri tlit,zr.rlrroi.lrr,rr.
51 r'llc dcs Jrl'r'il: ir.r linet- L:ingr, \ , )lt (,1
mit Io3z1/r gez, Ein l<urzer Pfer
\\:ir rlreti Iripgprp. j(, ,;r(.h Er6ndung [255,:o-:6].
Islam XV
Bogenhandrverl< und Bogensport bei den Osmaneu. 49

luitd Bedarf auch mehr oder rveniger abgeschrägt, so wie man ein Schreib-
benr rohr zuschneidet, so dald das Ende etr,va papierstark ist; dasselbe
stat:1 geschieht mit dem anzusetzenden Stück. Dann werden beide Teile
n ird aneinandergepaßt und eventuelle lJnebenheiten beseitigt.
Besitzt der Pfeiimacher keine fränkische Feile, die durchgehend
:liun gleichmäßig drei Finger breit ist, bei der Rand und «Nabel» gleich-
rher mäldig sind, mit regelmäßigeo Zähnen, so benutzt er die in Kon-
bt,r:. stantinopel sorgfaltig hergestelite Raspel, um die abgeschrägten Stellen
Qalyh) vollkommen eben zu feilen. Er iegt sie auf den Block, der
'eilc vor ihm steht, legt die zu feilenden Stellen der Pfeilhälften darauf
)er- und zieht sie rnit leichtcm Druck des rechten Zeigefingers der Länge
\\-, nach einige Male leicht hin und her, bis beide Teile genau zu einander
irlsc passen. Darauf 'uverden sie aneinandergelegt, auf beiden Seiten zwei
Merkkerbcn eingeschnitten, ohne dabei Holzteilchen abfallen zu lassen
'eil- (balban y'aröeleri düsürmejüb). Nach wiederholter Bestreichung mit
v'on Leim werden beide leile aneinandergebracht, und wenn alles genau
fcil paßt, von neuem mit Leim befeuchtet, aneinandergeklebt und die
.tzt Verbindungsstelle umr,vickeit. Nach dem Trocknen wird die Um-
lrt, wickelung entfernt und der Schaft poliert lrgo, z4-rgr, z6).
lir' In der gleichen \A'reise w'ird auch aus zwei Pfeiien ein neuer
int hergestellt. Ein viel benützter Pfeil leidet clurch den Aufschlag be-
sonders am F'uße, der sich dadurch etwas verbreitert. Selbst rvenn
'o-
ö dieses auch mit den Augen kaum zu bemerken ist, so wird doch
('s seine Schulöureite daclurch beeinträchtigt. Man schneidet also von
{'il zwei derartigen Pfeilen den F'uß ab und setzt dic restlichen Hälften
en aneinander, rvodurch man einen Senioren-Wettkampf-Pfel (irtdjdr
ls- &oiusu tiri) erhäLt, der sehr beliebt ist. Doch rn enn man ihn in dieser
,tt Dünne aus einem neuen Stabe schnitzt, fliegt er ohne Zu,eifel weiter
als der crstere [176, 3-8].
3n

ln Länge der Pfeile.


I Linie nach der Statur
Die Länge eines Pfeiles richtet sich erster
AJ des Schützen') und dem von ihm geftihrten Bogen. Sie muß zu
u- beiden in einem harmonischen Verhältnis stehen. Das beste und ein-
l(' fachste Mittel, die richtige Länge festzustellen, ist das, dalJ der Schütze
)11 einen nicht sehr starken Bogen nimmt, den siper anlegt und den
lr' Bogen mit einem Pfeil nach allen Regeln der Kunst spannt. Wenn
jll
Iiin Reisl,rnl rlrtiil rvar cin Schütze l-a'hzäde, der sehr kurzc Arme hatte. Er
t1
'll
drhcr cjnon kleincn Bogcn rnit klcincn Pfeilen. Trotzdem errang er einen Rekord
benlrtztc
(,
mit Io3z1/z gez. Ein l<urzer Pfeil, der nocb z. Z, Kenls La: hzade boju hieli, u'ar seine
h Erfindnng i255, zo.--26).
Islam XV 4
Bogenhlndwe
5o forchirrr Heirr,

der Bogen richtig gegriffen ist, die rechte Fland das rechte Ohr- Bogen, Pfeil und Armlär
1äppchen berührt und in dieser Stellung die Spitze bis zur Mitte des Denr Schtttzen war entl
si?L,r zLtrickgezogen ist, so paßt die Pfeillange genau zur Statur des war ihm nicht möglich,
Schützen. Ist er weiter zurückgezogen, so ist er zu kurz, er reibt anznpassen II 52, 7-t53,
sich am siper und vermindert dadurch die Schußu,eite. Erreicht die Über die Standard
Spitze nicht die Mitte des siper, die «Abschußstsllq» (arys jert'1, so sagt. Ibn Babtijär (I

ist der Pfeil zu lang und er erhält nicht seine volle Kraft. Wiii der Pfeile früher 8-9 Fäus

Schütze einen zu langen Pfeil mit Gervalt bis zur AbschulSstelle Das
zurtickziehen, so muß er seine Haltung dabei opfern, was wiederum
die Schußweite nachteilig beeinflußt. Auch das Gewicht
Eine allgemeinere Vorschrift zur annähernden Bestimmung der Bogens harmonieren. Br
I-änge des Pfeiles im Verhältnis zum Bogen, ohne Rücksicht auf die so: Ein gePflegter Boge
besonderen körperlichen Eigenheiten des Schützen ist diese: Man S'lr-6 Dirhem, bei Bog
iegt auf einen passenden Bogen mit passender Sehne einen Pfeil. ein Gewicht von 4t/r-1
Die Stelle des Pfeiles, die den «Anlagepunkt', (tzr geämi') berührt, sauberem Abschuß eignr
ohne daß die Sehne irgendwie aus ihrer Lage bewegt wird, versieht mit starkem Abschuß,
man mit einem Zeichen. Dann nimmt man den Pfeil ab, dreht ihn abschießen (sargYP atY'
herum, legt die markierte Stelle rvieder an den Griffhals, an den tzr uschwanze des siper» at
geCimi, so daß die Spitze nach dem lundj-Knoten zeigt, Schneidet stelle aus abschießt, ben
nun die Spitze des Pfeiles mit dem Knoten ab, dann paldt er genau Wie Kant hervor
zu dem Bogen. und nicht als Gesetz au
Diese Methode gibt eigentlich nur bei pula- und azmajis-Pleilen von der Gestalt, Haltur
genaue Resultate, bei ftakz, pisrew dagegen nicht. Pisrezu uod hahr, muß auch das Gewich'l
die einen tr'inger der Baumeisterelle kürzer sind ais der azmdjis'), angepaßt werden [r79,
rn,erden trotzdem so gemessen, u,eil die Differenz durch die Art der Ferner ist das Pfei
Bespannung der Bogen rvieder ausgeglichen wird; denn die Bogen tung abhängig. Bei lei
für diese Pfeile sind straffer (enger -dar-) bespannt nnd daher auch der Rogen ziemlich stat
für nicht so lange Pfeile berechnet. Diese kürzeren Pfeile kann mzln wird; für starke Winde
freilich auch mit einem flacher bespannten Bogen, etwa einem puta- Pfeil besser.
Bogen, abschießen; aber es ist ausgeschlossen, damit zum Wettkarnpf Wenn zur Übung
im Weitschießen anzutreten, weil in dem Falle sjch die geringere schwerer Pfeil den Vor
I-änge stark bemerkbar machen rvrirde; denn es heißt: mit einern zr.r abgelenkt. In diesem
kurzen Pfeil krümmt sich ein schlaff bespannter Bogen nicht genr-rg t7
-23).
(clezasirilme:), um seine volle Elastizität zu entrvickeln. Es ist daher Auch hier gibt e
ein allgemejn anerkanntes Gesetz: ein richtiges Schießen ist unrnög- Regeln. Pula, llrkel ts

lich, sobald nicht der Pfeil zum Bogen und der Bogen nicht zum Dirhem, je nach dem
Schtitzen paßt. Wenn sich also, r,vie es bisweilen vorkam, jemand, Gewicht von 8 Dirher
dessen Bogen zerbrochen 'w,ar, beklagte, daß er mit seinem neuen von 14 Fäusten, der t
Bogen nicht so gut und weit schießen könnte, so 1ag die Schuld haufig roo Okka Steine trägt
nicht am Bogen, sondern daran, daPo beim ersten Bogen zuf;illig Dirhem. Für den Krit
- -G; a1s Meisterschaft, einer
lut rlie gleicirc Lirnge rvic dtt' y'utu-Pft:il.
I
Ilogtnltrrnds-crli utrtl Bogcllspott irei den L)sttrrrnen '1

Bogen, Pfeil und Arrniänge cles Schützen


miteinander harmonierten'
Ohr-
e des Demschtitzen\varentr'vedercliesesGesetzt-iichtbekanntoderes
r,var ihm uicht mogiich, den Pfeil dem
fremden' ungeu'ohnten Bogen
r des
reibt anzllpassen l, 5r, 7-I53, I5l'
ge-
t dic über die Standard-Länge der Pfeile ist oben das NOtige die
sagt. lbn Bal,rtijär (irzb) fand in vielen Bogenbüchern'
daPo
i), stt
Pf-ei1e frtiher 8-9 lär'iste lang
geu'esen seien'
.1 der
stelle
Das Gervicht der Pf eile'
erum
Auch das fiervicht der Pleile mulJ mit dem Spanngeu'icht
des
liegt das Verhältnis
Bogens harmonieren. Bei <len \Vettkampf-Pfeilen
; der Dirhem erfordert einen Pfeil von
f die .o,"Ein gepflegter Bogen von Ioo
Dirhem müssen die Pfeile
NIan {lr-6 öiÄ"-, bei Bogen von 90, 8o' 7o I)irhem haben' Bei
Pfeil. äin Cenictt uo. +t/r-i, 4-4'lu und 32ie-31/,
ührt, sauberemAbschulj"ig'.,"tsicheinziem]ichschwercrPfeilfürl-eute
plÖtzlichen Ruck
sieht mit starkem Absr:huß, für solche, clie n-rit einem
rveit spannen und vorn
: ihn abschielien \§arqtk atyil! lara1 , die sehr
von Abschuß-
uschrvanze dcs siper,', a.,s ,clrieße.. \Ver sorgfaitig
d,er
n tir Pfeil lt79' 5__tz)'
eidet stelle aus abschielJt, benutzt besser einen leichteren
wie Kani hervorhellt, sind zr1le diese Angaben nur allgemein
3naLl
und nicht als Gesetz aufzufassen' \Vie vorher die Länge der Pfeile
abhängig ist' so
eilen von der fiestalt, Haltung tind Bogen des Schützen
?a/?t.
mußatichdas(:icu,ichtdesPfeilesdemAbschr'iflunddernBogen
angepaßt r,"'erdetr [r7g' , 2-r7)'
iis'i, uncl -rich-
der Ferner ist clas ei"itgetuitf't auch von der \Vindstärke
leichter Pfeil' wenn
)gen tung abhängig. I3ei leiÄten Südu'inden paßt ein
d"r"Boger-, ,iÄri"l stark ist uncl r,., der Abschußstelle abgeschossen
luch
nlan rvird;furstarke\A''ir.rcleeignetsichbein'rWeitschiei&eneinschwerer
tultt- Pfeil besser.
\Venn zur Ubung gcgen clen \Vind geschossen t'ird'
hat ein
,rnpf
schrverer Pfeii den 1'(,!"tg;-a"nn ein leichter
Pfeil t'ird vom Windc
gere
sein [r79'
nzu abgelenkt. Jn cliesem Fal-ie muß auch der Bogen stärker
t7 23).
InLrg -
a"her
Auchhiergibtesftirrliel,feiiezumZielschießenabweicherrde
Regeln.Pula,tTrkesundKriegspfeilehabeneinGervichtvon4-24
1Ög-
und. Feder im
zum
DiÄem, je nach dem Bogen' Ein Pfeil mit Spitze
Gewicht .r,on 8 Dirhetn z. B. eignet sich für einen starken Bogetr
and, etwa
)uen
von 14 Fäusten, cler bei der Bestimmung des Spanngewichtes
ufig roookkaSteinetfägt.Aanajis.Pft>ilchabenein(iewichtvon5-8
Dirherr-r' Es galt
illig Dirhem. Pür den I(rieg eig'-'e'-' sich Pfeile von 4-5
sehr schweren Pfeil abzu-
als \Ieisterschaft. einer sehr ieichten utlcl
4
52 Joachim l1ein,
Bogenhandrverl

schießen, denn es ist natürlich viel leichter mit zuln Bogen passen-
den Pfeilen zu schießen. Es lohnt sich, sich daraufhin Schüler und derum um zu,ei b'inger s
Meister im Wettkampf anzusehen lr7g, z3-t8o,4]. von Schaden. Es ist aus'
der Blcibeschrvcrtc (PzrJz
Das Gleichgewicht der Pfeile. steigcn und rveiter flieger
rn hochst einfacher weise balanziert der pfeilmacher die pfeile jübrük?1. Frcilich rryerden
aus und stellt ihr Gleichgewicht fest. Er legt die beiden Enden sie schr'r'ieriger aufzusamm
eines spannenlangen Zr,r,irnsfadens zusammen und legt in den da- nicht für jeder mtiddn 1

clurch gebildeten Ring den Pfeil. wenn die Mitte cles pfeiles auf Pfeil abgeschossen wird, s
dem Faden wie ein Wagebalken liegt und der Pfeil dann im Gleich- I'rick nicht kcnnen, in Er
gewicht ist, so hat er das richtige Schw-ergeu,icht. Der puta-pfeil holz cinc (? J.r:+)-Stellc fi
wird genau so gewogen, aber mit seiner Befiederung. W'enn clas selbe \Virkung erzielt [r7
Gleichgewicht stimmt, wird auch die Spitze angesetzt. pisrezu und.
alle äbrigen Pfeile werden ebenso gewogen, doch ohne Feder uncl
Spitze, nur der fertige Schaft. Spitze und Befiederung werclen erst
Die türkischeBezcir

nach der Abwägung angcbracht. mit einem alten Namen ab


z6 a, Kd'nt gI, 9-lo). I
Will man einen Übungspfeil (gez) mrt der «I(erzenform» ge-
nannten Schaftgestalt abwägen, der die torba-gezi-Spitze und uHaupt- crwähnt ihn auch sonst t

clen Sportschützen nur ein


stück» hat, so wird der Faden von der Mitte aus um zwei Finger
nach der Hauptstückseite zu geschoben, bei der <<spezialform » (tarzi sehr haufig künstlerisch
schreibungen findcn sich
&ass) um die Flälfte, also einen Finger. Bei der usehnenform,
(kit'is enäamy) liegt der Faden bei einem pfeil mit <<Hauptstück» hammer des Stiftes zu K
und Spitze genau in der Mitte. Der Bogen wurde r
Der Luftpfe{l (hazua geai) tvird ebenfalls zugleich mit seinem wahrt und gctragen. A
«Hauptstück» ausgewo€Ien. Wenn man mit dem Faden von dcr schwunden zu sein. Wie
Mitte aus mißt, so ist das vordere Ende um einen Finger cler Bau- Schützen der Bogen in ei
meisterelle schu,erer 1t77, z3_-17g, r4). in Japan der Fall ist.
Der Luftpfeil verdickt sich bekanntlich (s. o. S. z7) vom Haupt- Über den arabischer
stücke aus gleichmäIJig, so daß sein vorderes Ende die größte Dicke tragen rvurde (M. b. 'Ab(
aufweist. Daher braucht er auch keine besondere Spitze. Wenn Wafen der alten Araber ;
man ihn mit dem «Hauptstück» wiegt, so ist die Fußseite von der auch als Schwertscheide
gemessenen Stelle aus zwei F'inger länger,) (oben war vorr einem tragen wurde, ebendaselt
Finger die Rede l) als das untere Ende, der Kopf (ser), d,. h. der
Fuß ist um zwei Finger schwerer. Oder man macht ihn auch so,
dalS lreide Hatrften gleich an Gewicht sind. Das untere Encle, das Welchen unschätzb:
zugespitzt ist u,'ie eine eiscrne Pfeilspitze (teruren) wird dann in cler die Kenntnis des Bogens
Mitte glatt abgeschnittcn, mit einem dünnen Bohrer ein Loch gebohrt, lehren. Bot uns schon
Blei hineingesteckt und diescs durch schlagen hineingetrieben. Dar- Sachkenntnis zeugende B
über setzt man dann ein stück Elolz von gleicher Art, so dalJ man Bogeu nebst Zubehör vie
von dem Blei nichts sieht. Bei der Abwägung soll cler Fuß wie- minder ausftihrliche Dan
ein Gebiet, das uns zum
r) Drr tlas vortlere liude dicl<cr ist. rniil;lte ditser Tcil bcinr (ilcichgcn.ichL kiirzrr.srin.
r) ln dicscm liallc rvürdt
Bogenhandrverk und Bogcnsport bei den Osrnanen. 53
ien-
rnd derum *m z'vei l-inger schwerer sei,.') wenn es mehr ist, ist es
von Schaden. Es ist ausprobiert, ciaß diese beiden Arten von ge,,
der Bleibcsch*,erte (puriuulul und Bleilose (ptu.iuttstra), sehr hoch
steigen und rveiter fliegcn als die normale gaa-schufJweite (,üdj dört
:ilc
jilhrük ?'1. Freilich wcrden sie beim üben nicht so viel benutzt, rveil
len
sie schwieriger anfzusammeln sind und infolge ihres weiteren Fluges
la- nicht für jeden ueidd, passen. \venn bisweilen aber ein solcher
tuf Pfcil abgeschossen wird, so setzt sein I,-lug die Zuschauer, die diesen
:h- Trick nicht keunen, in Erstaunerr. Es heilüt, \\renn man im Tannen-
erl holz eine (? J.-r*)-Stelle finclct und sie am Ende ansetzt, wcrde die-
las selbe \Ärirkting erzir,-lt Ir78, r 7-17g,6].
nd
Der Köcher.
nd
'cf
Die türkische rlezeichnung ftir Köcher ist gewöhnlich ttrke:,
mit einerrn alten Namen aber heißt er frandit (ul-amper) llbn Bartijar
z6a, Käni gr,9-ro). Kant gibt kcine Beschreibung des Köchers,
e-
erwähnt ihn auch sonst nicht weiter; cs scheint, als spiele er bei
rt-
den sportschützen nur eine untergeordnete Rolle. Die Köcher waren
sehr häufig künstlerisch aus kostb:rrcm Material hcrgestellt. Be-
schreibungen findcn sich z. B. in dcr Z.t.h.W. IV, zt Die Wafen-

)>
harnmer des Stiftes stt Kretftsntünsler.
Der Bogcr-r wurde ursprünglich cbenfalls in einem Köcher ver_
wahrt r-rnd getragen. Aber diescr scheint im Sportgebrauch ver-
l.l
schwunden zu sein. \vie r,vir bcreits sahen, rvarcl bci den türkischen
tt
schützen der Bogcn in einem Beutel (kise) aufbervahrt, wie es auch
in Japan der Fall ist.
Über den arabischen Pfeilkocher, der an der rechten Seite ge-
tragen nr,rrde (M. b. 'Abdallah 6z a), vergleiche Scutv.xr<zrose, Die
trl/afen der alten Araber 3r6 ff., über den Bogenköcher, der zugleich
I
auch als schwertscheide dienen konnte uncl an der linken seite ge-
:
tragen wurde, ebendaselbst S. z8o.
I

Die Schießlehre.
Welchen unschätzbaren 'Wert das Werk Känrs als euelle für
die Kenntnis des BogenschielJens besitzt, wird auch dieses Kapitel
lehren. Bot uns schon seine ausführliche und von hervorragender
sachkenntnis zeugende Bcschreibung der Hersteilung von pfeil und
Bogen nebst Zubehör viel des Neuen, so ftihrt uns auch seine nicht
minder ausftihrliche Darstellung der Handhabung dieser Waffe in
ein Gebiet, das uns zum Teil ebenso fremd" und unbekannt ist.
I) In r.lieserrr l.'allt. liiltlc die llccirnung'stinrrncn
lSogcnhar
Joachinr

wenn die Zeit fehlt, i


Bespannung des Bogens. an clen Bogen zu brir
IJm mit einem Bogen schießen zu können, mu{J er mit cler Bespannungsrnethodet
Sehne bespannt werden (hunnap). Schon dieser so einfach anmutende
Vorgang erfordert einen derartigen Kraftaufwand und so groI,3e Ge-
schicklichkeit, dalJ ein Anbringen der Sehne ohne I{enntnis der über die berider
Methoden so gut wie ausgeschlossen ist. Abb. 33 zeigt das Scherna des oder eines Riem
zwci starkc eisernc I
Ringe wird an das I
über den (anderen)
aus Riemen aus Ban
genäht werden. Es I
steckbaren Ringe,') d
Bogenkopf zieht, lieg
bemend entsPricht de
spannen will, und da
Ein besseres Bil
seines Gebrauchs.
'Wenn der Schi
hernend urn die Hüfte
bezw. Ringe, äber (
Die Fußsohlen stütz1
Bogengriffes, so daß
\--- Händen an den beide
Abb. 33. mit den Füßen einen I

druck attsübt, krümm1


eines zusammengesetzten Bogens in seinen verschiedenen stadien. Sobald er die nötige
A, zeigt den Bogen in unbespanntem Zustand. Mit der Sehne be- mung hat, hält er ihn
spannt, nimmt er die Gestalt von B an. Die weiteren Stadien wer- des um seinen Leib ge
den uns weiter unten beschäftigen. genen Lassos in diese
i Die gepflegten Bogen bedürfen eines besonderen Hülfsmittels nung, indem er sic
n
des Lassos (kemend), um die Sehne an den Bogen zu bringen. Es hinten überlehnt, u
heißt aber, auch für Bogen für geringere gez und für übungsbogen kommt so die Hande
ist es besser, sie mit dem kemenl zu bespannen. Denn durch ihn die in der richtige:
wird der Bogen gleichmäßig gespannt und nicht geschwächt. Außer- bereit gelegte Sehnt
dem wird bei dieser Methode Rücksicht auf die Heiligkeit der kab4a Einschnitte zu hängt
(fagtleti pabga)') genomlren, weil man dabei mit dem Fu{Je nic}rt zz-27). (Abb' 3a.)
die Mitte des Griffes zu berühren braucht, sondern nur die Bogen-
arme. Damit der Schütze in besonderen Fäl1en, etwa im Kriege, ,l ihi bdlldr!n0 I
bireri bedeni kemende zae
'

') S, rv. u. Pajfi feridindcn ise ttn.l.tt


i3ogctrhautlrtcrk utrd liogetrsli'llt lrtri tlcn ()strlanor' 55

rvenn die Zeit fehlt, imstande ist, :ruch ohne tlcn kt'metd diel Sehntr
an clen Bogcn zu bringcn, bt-rschrcibt Kani auch noch cinigcr;rndcrtl
it der I3cspartntrngsttt.thodcn Ir 1:' 5-' r I].
ttende
ie Ge- l)as l.asso lkeutcnd\.
s derr L]bcr <lic bt:iclc'n Enclen t,inl's knapp clrci I''ingrrr brt-iten lrran-
:hema ders oclc,r oings Ricmr:r'rs eines St;rrnpfcrs li\ \tokrnab kaisy\ worden
zu,ci starkc. eisernc Ringc aus eincur Stücli gcstcckt. Eincr
jerl''r
Ringo u,ircl an das Lasso genäht uncl auch tler zr.vcite Ring, dcr
über clen (;urclcrr:n) Ring gr:stcckt rvird. würn das Lasso statt
()st:n ab-
aus Riemcrn aus B:rnrl ist, so sollc'n clarlrrl spalln('nliLrtge
genäht werden. E,s geht clann auch ohne dic bciden durcheirrander
steckbaren Ringe,') doch \vcnn nlarl die Schlingen \ilnt'eb) tibor dcn
Bogenkopf zieht, liegcrn sic nicht giatt (? di.tz gelntez). Die l-ängc des
bentend entspricht cier KörpergrÖI3c clcs Xfanncs, der den Bogen be-
spannen wili. uncl darf rvedcr zu eng noch zu ureit sein [I,12, rr-r8]'
Ein besscres Biid dcs uLassos» crhält man alls der Bi:schreibung
seines Gebrauchs.
\venn der Schi.itze clen Bogcn bespannen wi1l, rnickelt er den
()sen
kettend um die Htiftc, legt die Enden d.es ke rttend, nämlich die
bezrv. Ringe, tiber die beiden Bogencnden und setzt sich nieder'
Die Fußsohlen stützt er gcgcl1 den Bogen zu beiden Seiten des
Bogengriffes, so clal3 sich die I''ersen berührerr. Inden, er mit beiderr
I{änden an den beiden ßogcncnclcn den Bogen ;rn sich herarlzicht tind
mit den Füßen einen Gegen-
clruck ar,rsäbt, krämmt er ihn'
Cien, Sobald er die nötige Krüm-
bc- mung hat, hä1t er ihn nrittels
wcr- des um seinenLeib geschlun-
genen Lassos in dieser SPau-
ttc,ls nung, inclem er sich nach
Es hinten überlehnt, und be-
)gcll kommt so clie l1ände frei, um
ihn die in der richtigen Lage
ßer- bereit gelegte Sehne in die
üBa Einschnitte zu hängen Ii42,
icht zz-27). (Abb. s+.)
Ien- ,\bb.34.
"b' 1
t)ikiba!totl,nlharuidjcjel:lareikilertinrurha.lt.ogeiirilüb.eeolllLlkdlQr-|,,,
bireri bedtni hementle ue ibinQi halrtu ki /rutkQt {et:»ti! old. ttnldr(t d(tb!
bedeni ltemettd
i/nc/i dilile,
kai,t teritJintten isc ondon birer hdr.|,t tülda rts»rinde rtawidje
56
Joachim Heir.
Boger
um
das Lasso nach dem Spannen reicht
abnehmen zu können,
gibt es verschiedene Methoden, ,u"h Hakengriff (küllab
der ersten wird clie sehne mit
ihrer einen Öse in <len einen Einschnitt des Griffes auf den
des Bogens gehängt uncl
dann in denselben Einschnitt cler cles Kiefers und vir
kleinere Ring des Lassos. über
den andern Bogenei,schnitt r,vird Abrveichung (a7äd,
dage_gen nur der grolde Lassoring
gehakt' ,nd jetzt der Boger-r ,rittels gehenden Ebene) z,
cles Lassos gekrümmt. I)ann
erst wird die andere, noch freie alles in Ordnung ist
sehnenschlinge cltich den größeren
Ring des Lassos hindurchgezogen bevor der Bogen irn Schi
man sie über clen andern
Bogeneinschnitt hakt. Dunn tän, Sollte die Eru
nach der e".pu,.rr.,rrg- äu. Lu..o
auf beiden Seiten abgenommen rverrlen hafte Krümmunger
und wircr nicht vo. der sehre
festgehalten. Das ist wohl a".
GrrnJ, warum die Ringe u,gleich ;sT statt ,-tI) ges
groß gemacht rn,erden..) Eine andere entspannt in den
Methocle wäre, dalJ die beiclen
Sehnerrschlingen vor clem Krürnmen wieder bespannt u
über crie Bogenarme bis in die
Mitte gestreift werden und nach dem immer Druck und
Krümmen
seiten hin allmählich bis zu den Einschnitten nach cien beiden hoch und die ande
entranggeschoben mung (Para»t) ein
werden. Auch so kommen die Lassoringe
außerhalb der Sehnen_
schlingen zu liegen und können werden Ir43, ro-r
nachher abgenommen werclen.
Man darf beim Krürnmen die F.riße Um ungepfleg
nicht zu sehr ausstrecken
und beim Anlegen der sehne auch zu bespannen, gibt
nicht den Körper. Der herterttl
wird zuerst angelegt; er darf nicht der Schützc die Set
so kurz sein, daß man die r-üIde
nicht gegen den Bogen stemmen
kann..- Hat er die nötige Länge,
in den Einschnitt c
die zur Statur pa6t, so kann man in den unteren, die
mit ihm auch starke sogen ,rit
Leichtigkeit spannen
lr 42, 18_ z zl.
in der NIitte (öagh1
W-enn die Sehne eingehangi ist, stellt er auf die lin
muld man Acht geben, clald
die Knciten an der richtigen stetie oberen Bogenkopf
sitzän. Denn ,,enn sie abrutschen
(bosanTrsa), besteht die Gefahr, des Griffes. Inden
aaß der Bogen zerbricht. Nachdem
man ihn vom kentend befreit hat, legt Bogen gezogene S
man die Spitze einer Raspel
oder- eines pfeils (?) an beicle
Seiten des Griffes uncl mißt. um
zt zieht, rr-rit dem l
ebenheiten festzustellen,- mit dem IJn_ zieht. u,ährend der
Finger ,,r-0".'S"n""
Iang (? iile altltntlan), ob sie gleichma-ßig "rr"" drückt auch die re,
(beraber) ist,") oder, "r,_
wie
manche Schützen belieben, du" während sie zugler
Enae nach dem oKopf, zu um einen
l\{esserrrlcken breiter ist. Ist und stellt so clic n
der B;;;" etwas verzogen, so reibt
man die Stelle, clie herabgedrückt Einschnitt zu bring
*"rä"r, muß, mit c.lei Franrlflache,
i,t, .,na. or,lcki sie mrt dem Fuße zurecht. wie vorher beschrir
lT,:::, ::y::."Ti:1t ;"'
Daraur spannt -.,; ":*:" ;.:'ä;::i:" #'rff ^r
i::: jX':# Eine andere N
packt den Bogen a
r) \'rielleicht i'st tlics auch sohlen im Abstand
'so ztl denken. clalj der riLeincrc r{i,g durcrr
geführt rrit.ci' u,d die so ent-ctehencle rien grirrler.err
Schleife über cras cinc Jrogerenrrc ,,r" Griff gegen den R
dcr Sehne, cler kleinere Ring tibcr r],,r,,,r,ig,,n,.
tlas andere I,lncle nach Frstsctzung
clcs schnsn.l;n111g1r. Griff zwischen beic
\vcise ]iirit sicr,
fl::L 'ta.i'"'e heran, bis er infolp
rtt:r /temend nacrr erl'orgtc.
1"[::r",':,1r, Rr:sl,annrrng rr.s

') D' h' rrohl gleichcn -\bsta.tl r) S. rv. u.


'..r Jj.gtrr.licrha]lr urrcl u.tt.rSallr tlcs (:iriri,. ]rar
2) In cler Abb. ir
Rogenh;intltcrk rttrcl Bogtlsport
lrt'i rlelr ()suranen' 57

clarrn mit zrvei Tiingern die Nlitte


können, Hakengriff (hüllablattttt),') falöt
:hne mit cles Griffes arif dcur Rt"ttttn'
hält cleu l"ogen \ror sich in cler HÖhe
zu gro{le
rgt und cles Kiefers r.lncl visiert
nach jccler Scitc' ob c-1ie E'nc1elr eine
r.ohl t'on der clurch Ilogen und Sehne
r. itbcr Abrveichurrg lzrjadc ;"71;''af' muß' Wenn
assoring gehenden EbentJ
äi" even"tuell le.seitigt rvercletr
'"ig"n' LrmclcnG'rifigeu'ickeltuntl
. Dann allesinOrclnungist,rvirtldet:rrtr'tian'trtt'ti
Wind gehängt [r43' r-ro]'
der Bogen irn Schatten in cleu
{röllreren Hand rricht genügel1' *m fchler-
r anclern Sollto dic Jiriv:trm,.rng mit der
rntiß man ihn irber Feucr (iies
ls Lasso hafte Krümmtlll{rell "t t'-"teitigen'
er Sehnc
,,,,*,h". .r.rcl jtistieren. nanach wird cr
"fr";;"r;"!"..1r_"iaig N-ach der '\bkühlung rvircl er
ungleiclr entspannt in den r'lii'a i"}'a"gt'
e beidcn r,viederbesparrnt,'.,-,.l.ul....oben.clr'rrclrvisiert.I3eimJustierenu,ircl
ginL: Scite
immer Druck uncl
(ieger.rtlruck angel'andt' inclern m2n
is in die Krüm-
r beiden lroch nnd clie anclere iieclerclrtick
t' Zetgt die Form seiner
l.nr'rlJ cr clurc:h die Raspel
beseitigt
:schoben fi:ung (balltrrl) einen Fehler'
Sehnen- u,erden Ir43, ro-r4l'
liampf-Bogen ohne den ketttettd
den. Um ungepflegtä, schrvache ocler
vcrschieclene \'{ethotlen' Bei
cler einerr zieht
zu bespannen, gibt Jt
tiber cric l3ogernenclen ,,d legt eine
istrecken
ktnte ntl der Schätzt, die SehnensJting",-,
,r'Ohr"f>,, das nach cler linken Scite zeigt d' h'
iie Fä1lc in den Einschnitt ae.
clie Itir die rechte Seite' bleibt
: Länge, in clen nnteren' clie andere Schliuge'
\{itte 1t,ng*'i i"' Bog"'-"1 I)..n linken (unteren) Bogcnhals
rgen rnit in cler
stcllt er ar-rf tlie linte Ft''ti'tti'"1'
t"g'"ift mit c.ler linken llancl clet]
tlie rechtr: l,-ußsohle gegerl die
Mittt-:
ren, oberen Bogenkopf .,nJ pr"gt
mit tter rechten I{and clie trber den
d;i{,J
lrutschett des Griffes. Indem cr nun
l3ogen gczogene S"l"""t"f'finge
ergreift unil nach dem Einschnitt
§achclem heran- sich
untercn Bogenaru ztl
r Raspel zu zieht, t.nit dem linkerr Fuße den be$'irkt'
um Un- zieht, $'ähre[d cler ;;t" Iiuß am Griffe clen Gogenc]ruck
clen oberen Bogenarm zu sich
herum'
,hne r:nt- drückt auch die rr:chtr: Iland
clem Einschnitt zu zieht
während .i" ,.,gt"i"; die Schnenschlinge
der, u,ie
uncl stellt so tlio ";1t;" Krümn-rung
het' t"-'"' die Schlinge in den
;m einet't
der Be'pot"tt*g prirft n-ran die
Sehne'
so reibt Einschnitt ,u t"it'g""I Nach
ndflache, wie vorher beschrieben rvar [r43'
r5-z!1' ,-t -2^ niecler'
Der Schüt ze setzt sich
zurecht. Eine anclere Nlethocle ist foigencle:
mit dem packt den l3ogcn am Griff mit
Jer linken Hand") lehnt beide Fu13-
Spanne links - und rechts vom
sohlen ir-n AbstanJ von etrva einer
uncl zieht mit der Linken clen
er griilJererl Griff gegen clen Rücken iles Bogeus zu sich
Richtung seines Nabels
Bcfcstigrr ng
Griff zwischen beiden Knieen in cler
(iegendruckes r'ler Ftiße sorveit gekrtimmt
heran, bis er infolgct cles
hnenlinotcns
lannung dr-'s

r
) ,\. \r. tr.
(iriliirs lrrt. ,1 tu ,1., l\bb. irrtiirrrlich tnir dcr rccirten Ilatrd
ist, daß er rrit der freien Rechten
von beiden Enden aus die Sehne
anlegen kann (Abb. 3S) in der älteren Zeit, I
[r+3, z6-r44, 4).
die Bogenmacher der
[Ibn Ba!tijar t6a,

d.
nr(
_\bb.35.

Bei einer clritten- Methode beugt der


Schütze das rechte l(nie,
so wie wenn er niederknien woiltä,
während er den linken Fuß
gegen die Mitte des Griffes preßt.
Der rechte Bogenhals liegt auf Werfen rvir nac
dem rechten Knie'- Die Sehne
legt er am linken Ende in den Ein- Blick auf dic arabis<
schnitt und die rechte sehn"n""h,ing"
faßt er beim Knoten. rndem auf, so daß man, rver
er mit der linken rJand, crie die
eing"ehangte Sehnenschlinge zugreich geringeres Spanngev
mit dem linken Bogenende ergriff-en hat, Abu Ha§im le
dieses Ende nach oben
biegt, rvährencr der rinke Fuß den
Griff nach unten drückt und mit linken Fr.rßes und lel
dem rechten Knie den rechten
Bogenarm hochpreßt, legt er die Während die rechte
rechte Schlinge in den Einschnitt,
iobald Ai" Nirir_,m.,ns errei"ht Grat gepreßt, diesen
ist. Diese Methode ist nur für den Notfall bicgt, drrickt die lir
zu empfehien [r44,
Die beste Bespannung nächst der mit dem 4_r2).
ketnend, die schon nötigc Krümmung h,
von den Assyrern') geübt wurde,
ist forgendermaßen: Der sitzende diesem Vorgang sch
schütze preldt in ähnlicher weise
wie bei der Bespannung rnit dem mit dem rechten Da
kenend die sohlen beider Füße vier
Finger vom Griffhil." g"g",-, dem Einschnitt genät
den Bauch des Bogens, faßt mit
enden' so dafd die rrandrücken .ach
beiden Händen clie beicren Bogen- Jahir und Isfäk gle
dem Boden zeigen und biegt weichungcn, z. B. wi
sie herum, bis der Bogen soweit gebogen
ist, daß ein zweiter Mann finger gehalten [a/- I
von vorne die Sehne anlegen kann (Abb.
j++, $) tz- r7).- Mu[rammed I
das Bespannen eines Bogens, wie diese Bespannur.rgsarten ar
verschieclenen Me_
thoden zeigen, keine einfache
Sacre *ur ,rd bei fehlerhaftem Be- wiederum der obiger
spannen der Bogen leicht zerbrechen
konnte, scheint es, wenigstens unteren Grat zlviscl
r) vgt' die De,krnäler, clie Rücken des Bogens
uns einen Scrrützen zeigen, der i, dieser -weise einen
Bogen bespannt. drückt den oberen (
Griff zieht diesen na
\U
-Bogenhandrverk und Bogensport bei den Osmanen'

Sitte gewesen zu sein, daß


lie Sehne in der ältere n Zeit, bei den Wettkämpfen
dr" Bog"n*ucher der Schützen a1s
Fachleute deren Bogen besehnten
[ibn Balstijär r6 a, 33 a]'

Abb. 36.
tte Knie,
ken Full
WerfenrvirnachdiesentiirkischenBespannungsmethodeneinen
licgt auf deren viel grÖßere Leichtigkeit
Blick auf die arabischen, so fällt uns
den Ein- in Betracht kommt' ein weit
auf, so claß man, ."""" k"i'-' Holzbogen
. Indenr
geringeres Spanngewicht annehmen
möchte'
zuglcich
Abu Ha§im t.gtt a"" unteren Grat unter die Zehen seines
,ch obor an sei, rechtes T{nie'
linken Ftr.ßes und lehnte den oberen Bogenarm
und mit
Wahrend die rechte I{and, mit der
IIandfläche gegen den oberen
t or clic nach der linken Seite hinüber-
Grat gepreßt, diesen hoctrhebt und
crreicht diesen nach unten' bis die
biegt, dräckt die linke I{and am Griffe
l, 4- r :]. nötige Krümmung hergestcllt ist'
Die untere Sehnenschlinge ist bei
.ie schon d'ie obere Schlinge lvird
cliesem Vorgang schon"vorher eingehängt;
sobald sie sich
mit dem rechten Daumcn gehalte; uncl eingehängt,
sitzendt.
mit denr ga' gb)' Die Bespannung bei
dem Einschnitt genahert llui- |nt'Wadih Ab-
c gcgcn Abu Ha§ims bis auf unwesentliche
Tahir uncl Is[a1.< gleicht cler
Bogcn-
weichungen, z. B. wird die Sehnenschlinge mit Daumen und Zeige'
rd bicgt
finger gehalten lat-l4ladih reb, r3a]' Iiülle
Muhammed b''Abdullah z8 a--29a ftihrt
cr Mann eine- r''on

.,, ai" alle auf eine Grundform zurückgehen' die


Bespannungsarten
rnen Mc- Ila§ims ähne1t' Man legt den
wiederum der obigen' Methode Abu
linken Fußes' so daß der
unteren Grat zwischen die Zehen
'tem ]Je- des
:nigstens
Rücken des lSogens nach dem Schützen
zeigt' Die rechte Hand
drückt den oberen Grat nach vorn und
unten' die linke Hand am
feise cinen
der linke Fuß den un-
Griff zieht diesen nach dem Leibe' während
[-

Rogenhands-erli uncl Ilogensport bei tien Ostnanetl. bt

vorher r. Der Griff mit der Linken.


ehaiten
rrreicht
Die schützenimame, die bekanntlich verschiedene somatische
Typen repräsentieren, weichen in dem Ergreifen des Griffes (&abai
: I.age
habBa) in gewissen Einzelheiten von einander ab,
die sich aus der
n oder
Verschiedenheit ihrer Statur ergeben.
Abu Ha§im, der von langer Statur u'ar, langen Hals und lange
lngere
Flände hatte, legte ciie Mitte des Rückens des Bogengriffes in die
Hände
zweiten Gelenke (a,ä) des Kleinen-, Mittel- und Ringfingers und in
it aller
das letzte Gelenk des Zeigefin gers (zue sebbdbenin fi dftirine)'
rechte
Sehnr,r
Tähir-i-Ba1bi, der von gedrungener Statur war, kurzen Hals,
kurze Finger und dicke Hände besaß, faldte den Bogengriff schräg.
)mmt.
unten.
Er legte den Rücken des Bogens in die äußersten Glieder des
Kleinen-, Ring- und Mittelfingers und in das zweite Gelenk des
n dicr
Zeigefingers.
unten
Is1.räi<-i-Raqqr, der eine mittlere Statur besaß, legte den Rücken
des Bogengriffes in die der Handflache zunächst liegenden Gelenke
)n zu
der drei kleinen Finger, und in das letzte Glied des Zeigefingers.
1egt.
I den
Jabari, der die Systeme aller drei Imame genau studierte und
vervollkommnete, folgte im Griff der Linken Abu Hä§im [68,4-r8]'
I da-
«Das Ergreifen des Griffes, (&abai habaa) definiert Känr folgen-
dermaßen: «Er bedeutet das l-egen der Mitte des Rückens des Bogen-
-
t.le
griffes an clie VerbinclungJsstelle von Finger uncl I{anclteller der linken
rt- Hand» llo, g-r r]. Die Nlitte des Rückens des Bogengriffes heilöt
rinen
n.tetn, der Zrvischenraum zrvischen Flandfläche und l-ingern djiiz'.
Ler-rte rtit großer: I-Iandflziche und langen Fingern sollen den
ngs-
meht des Bogens in den djü:i ihret Hand legen, d. h' in die Ver-
auf
bindungsstelle von Fingern und Handfläche. I-eute mit kleiner l{and-
legt,
flache und kurzen l,-ingern sollen den tttetn des Bogens in die den
land
Fingerspitzen zunächst liegenden Gelenke legen. Leute von mittlerefir
und
Typ legen d.en tneht cles Bogens in die Mitte der ersten tr inger:-
Ent
glieder [7o, r r-r8].
Die nähere Ausführung über den Griff der linken Hand geben
dic
wir wörtiich nach Itänr: «Die ziemlich lose llaut der leeren Stelle
inzt
zwischen Daumen und Zeigefinger soll man der Mitte der Hand-
Irne
fläche zu zusammenziehen und fest gegen die l\llitte des Bogengriffes
tem
pressen, den l\{ittelfinger von der Rückseite des Griffes ;ius oberhalb
leln
des tnuSamtna' zwischen Bogengriff und das zweite Gelenk des
der
Daumens drücken, den Daumennagei und sein erstes Gelenk fest
das -vom Rücken des Griffes
auf den ntulatnntö pressen, d.en mu,§atnfita'
aus zwischen den 4. Finger und den Mittelfinger nehmen, den 4. Finger
6z
Joachim llein, Rogcnltan
zum Griff herabsenken und auch mit dem
kleinen Finger mit aller den Übungen die drei
I(raft unterhalb des ntusau,na' den Griff fest packen,-"oourrn
Zeigefinger über den Mitteifinger drehen d"n damit die llarrd ruhi
und ihn so fest packen. starken Rogen ist die
Man soll ihn so fest fassen, daß, rvenn oben
vom Griff aus wasser es an heißen Sommertr
darüber g'egossen wird, es nicht bis zum
Handteller dringt. I)as daß sich der Griff bei
Ende des Mittelfingers so, so zwischen Griff
und Da,men creleor schlägt (jert atna) nn
r'verden, daß der pfeil beim vorbeistreifen
dessen sor,r" lr"ii'oi_ preßt. Je fester die
rührt (?). Die frir das Ergreifen des Griffes
beschriäbene Hartung muß der I{irrper der
beruht auf eben dieser Feinheit»
[7o, rg_7r,3]. rechte Hand mehr K:
wer sehr lange Hände und Finger hat, bedarf bei diesem
nicht nur d'es tnuiarenta' sond.err, Griff und der I'feil erreicht
-Jn auch einen ziemlich großen wit beschrieben, recht
Bogengriff nehmen [Zr, +_S].
«\Ärenn in dieser Weise der Griff
sie mit dem l-otc mifi
Gestalt ge\vonnen hat, neigt irgcnd eint r RichtunS
man die Faust nach rinks, so daß das Handgelänk
dreht ist, und vom Handgelenk aus, soweit
nach rechts ge- der Sehne und jede I
es angeht, dem Erdboden bringt dem Pfeilc cnt
zu' w-enn man, mit etwas dem pfeile zugedrehtärn
Gesamtform der Faust betrachtet, so sieht
Handgelenk, die mit dcn klcinen liirrgt
sie dem Kopfe «Harfe» des so neigt sich der llo
(äeng) genannten fränkischen saiteninstrumentes
ähnlich. Diese Form die Folge scin. c1al3
soll nicht eher gelockert w-erde,, bevor sich
nicht der pfe, gänzrich Pfeil in-r siper tn die
vom siper befreit hat. Man bezeichnet diesen
Griff als «ersten Griff» (erelenmeh). Iiehlerha
und Quadrat Ha§ims Qnurabböi Hasitnr).
Der rmam Jabari hat nach tlcm Erdboderr
ihn vorgezogen (ifirijar edüb) und ihn Fi;g.;;ä.,*""ä"0* ,r,l
bezeichnet [7 r, 5-r r]. "1" reibt (pek jatub süriinr
übennill3igc Drehrlng
Den Vers Taiboghas: «Den Griff packen, heil,lt, den Rücken sich cler Pfeil an den
des Bogens in die Mitte cles ersten Gliedes cler Finger
legen>: inlsr_ wenn der l)feril etu'ar
pretiert ungenau I(anr: «Die Art und'weise, "r.,
ist' das erste Gelenk
den-Griff pu.k"n, cin Zeichcn ist, dalJ
Mittelfingers in clie Mitte cles Bogens legen k e s dirttt e tti tt' a/ dtt cti),
-des
und fest drücken». [7i, r r-r7]. Mugtafa Efendi, der oben als dann kor-nnrt dcr Pfe
einer Abhandlung Uber das pfeilschießen genannt
I:.*s3e.
folgt diesem Verse f aiboghas und fügt hinzu «d,er
$,ar, Schuß'uveite. Es heill
Zeigefinger liegt ohne an ihm zr.r schle
hinter dem Mittelf inger (artlytt,a), cler Du.r_",
r,veich (lose, g.ezuiekrek) flanchenr An[är
auf dem rnaßA.,t,ta',der kreine und vierte
Finger steige o' vom-r,usar,ruro, ein liehler, der jetu at
herab (musatrurua' üskinden inüb). sie a,e
riegen ,ose an d,er rtab4a Dieser llehlcr liegt dr
und dies verleiht dem übrigen Te,e der Hand
daß man den Griff fest packt»
Kraft und bewirkt, nach links nach recht
17r, t7_zz). in die Höhe der Stirn
Nach 'Abdullah Efendi sollen beim übungsbogen von 4.10 abzuschiesser
und beinr Abschießen vort torba und leawa gezi {kelade)
und. überhaupt bei clern der linke Ellbog
in eine falsr:he Steilun
')\'gl. J. [tusK.\, Arobische Tette iiber das Fing.errecitnut
\venll rnan nrit dcr Hand die Zahl g9 Islam \ r r3 fl., d. lr. und der Bogengriff s
ausdrücken rvill. glc,icht clie l.-ingerstellung der
!'arLst arn tsogcngriff. I.-aust nicht, u'ie besc
links geneigt i.erharr
6:
Rogcnhanchverk uncl Bogenspot't
llei den L)smlnen'

lose (gezasekrek) gehalten werden'


er clen Übungerr die drei letzten Finger \\reitschießen mit
Wettkampf irn
damit die I{and ruhig- J'
ln
U"iä
kann
nicht argebraclrt' insbesondere
n. starken Rogen ist diei :"ä"tf' führen,
so--"r,Jä,"..,n ai" Ha-nd sch'eil3ig ist, dazu
es an heißer.r
3r
clie Sehne an det'r Arm
daß sich der Griff telri Abschuß dreht' oder an ihn
Pfeil clen Griff berührt oder sich
AS

ol schlagt \jeit atnta) ";; ;;t mehr Kraft


preßt. Je fester di"'; l;i";er-den Griff halten' desto
dardurch bekommt auch die
e-
1g muß der Korper aer Flana"zuführen' Abschuß
entsteht ein sauberer' kräftiger
rechte Hand mehr I(raft, es 'went] der (iriff'
und der pfeil erreicil"ät"
g*"u"schre schußu,eite.
iff steht die Sehne' wenn man
wic beschrieben, recht fcst !'elialten s'ir-cl'
-g"i*, in
senkrecht, ohne jede Abn,eichung,
en
sie mit dem l,ote ,oriar,
irgend einer Ri"ht';;' bi"
H'lt'ng cles Griffes beclingt die Lage
of
der Sehne und jecle
a"i Sehnc vou der richtigen Lage
;e- 'i"*ttf""g Nachteil' lÄ/enn der Grilf nicht
en bringt clenr Pfeile cnJsp'"lf-'""aä'-t
mitdenkleiner-rl,.ingernunterhalbdes'ttltt§atttlltilestgepacktwird,
Stirn. d.e1 Schtitzen zrr' Auch
lie kann
e» so neigt sich cler B;;"" -tli" der «sich bäumt» lsdhlaillaalr) und der
clie Folge sein, c1al3 Futttt (sägt?)
steigt' rvodurch der Pfeil {lattert
:m
Pfeil im siper in aitt tlotre
der Faust
ch
(ereletuttele). l-ehi"thofi ist aucil
eine über*Tä[3ig Neigung
tf,
sich dann der Pteil zu sehr am siper
nach clem Erclboden zu' "veil Eine
Schulirverite bceinträchtigt'
Lat
reibt (peh jatub "naclie
)') 'li"''u''l'ikl')l'-atist und'-siper nach-linl<s.beu'irkt'
claflr
übernrill3ige l)rehung von gelobt'
preßL \s1k)ti'na'yt7' Es rvircl'zrvar
sich cler Pfeil an cle--n Griff steht' rveil dies
en nach rechts
wenn der Pfeil etr'l'as beim Abfliegen (? jakytt

ein Zeicherr ist, dalö cter Pfeil


dicht am Griffe vorbeigeht
ln, hier d;Ls Zuviel tadelnsrvert' clenn
ktsdirnrettitt'otu"'"i), abcrr auch -ist die
en
dann kommt der I'feil aus
ck:r Richtung uncl clarunter
'leidet
vorbeistreicht'
als
Schußweite. Es heißt,
je näher der Pfeil am Griffe
ar,
besser ist es l7r' zr-72' I5]'
ohne an ihm zu schleifen' desto
)ot
clie Sehne an deri Artr'
Mancheur Anfängcr schlägt ständig
'6'
ek)
je,it erilte !. ubcr oben) genannt u'ird'
(
ein rjehier, der je,it. atitta \Text
va daran' c1a{J man die Faust anstatt
iFa Dieser Fehler iiegt dann entlvetler
nachlinksnachrechtsdreht'oclerdaratr'dzLIJ'rvennmandieliaust
Pfeil rvie eine Bombe im Winkel
1,t

in die Hohe a"' SiJ" f'"tt' tt- clen


rricht.eine gerade Linie bildet'
son-
von 4,i0 un"'"t'l"t'"n' rler'Arm
d4 n;rch links cireht' so clalü tlie Faust
dern der linke EffJJgeo t't' leicht ist
bei oder claran' daß cler Griff locker
in eine falsche Stellung kommt' daran' daß die
cler Han'd clreht' oder
und der eoger'griff tittt i''' etwas nach
wie beschrieben' gleich einen-r Harfenkopf
t. 11.

der Faust nicht, sich


ir.n '\ugenblick des Abschusses
links geneigt verllarrt' 'ontle"l
1:ioger
64 Joechim l{eiu,
er, soweit er reich
nach rccitts clreht. Welchcs im Einzelfalle die Ursache ist'
muß der
Ishak, der von mit
Schütze feststeilen, um clie Fehler abstellen zu können [ZS' +-'S']'
so stark gekrümm
Korpulente Leute oder Leute mit irgend einem Armfehler
die Mitte des Mitte
bezw. einem von Natur krummen ,\tm (l.tatbz resim rtol),
denen
Ansatzstelle der F inger des Daumens h4,
cler beschriebene F ehler unterläuft, sollen die
Qud. beini enmiteji)
nicht, 'w'ie oben beschrieben, in die Mitte des zlvischen dem Syst
zu' damit Bei der näher
Griffes legen, sondern etwas weiter nach der linken Seite
Arme entfernt ist und ihn nicht berühren aus einer gereimter
die Sehne etwas mehr vom
ein Beweis, daß ar
kann [73, r4-r7).
alien asiatischen Vi
Ärß"r diesem Griffe wird noch ein zr.veiter als der Grifl lahirs
ent- genannte Fingerste
beschrieben, der dem Griff der Zahl 3o beim Fingerrechnen
Eingehen auf diest
spricht. Auch für diesen Griff $'ird ein arabischer vers angeführt:
,,Wenn man clie Daumenspitze a]uf den Nlittelfinger legen will' ent-
Die ausftihrlic
Er der Abhandlung
steht der zweite Griff.» Die übrige Fausthaltung bleibt dieselbe.
.

srird Grund arabischer '


eignet sich ftir Leute mit dicker Hand und kurzen Fingern "nd
mit deinen Fingel
uon ihn"., oft unwillkurlich angewandt [73, t7-zz)'
.AbdirllahEfendischreibt,erhabeauchSchtitzengesehen,die Schließe den klein
jedes System finger so fest, daß
weil sie ohne X{eister geübt hätten, den Bogen ohne
wie einen Stock anpa"t t"r-r, indem sie den Zeigefinger um den Griff
Auf diese \Veise e
und Sehne soll man in
legten, den lJaumen darauf, den Mittelfinger über den muiamrua'
diä ubrigen Finger, lr'ie sie gerade Platz fanden' Diese Art pflegte
,\bschuß nicht r.on
nagels soll man fe
man auch clen Griff Behräms oder Chosrews zu nennen' Bei ttrkes-
nicht finger soll man der
Bogen n-rit großem Grilf sei diese Art t'ohl angängig' doch
bei den Sportbogen, die mit lfitrsttrrunta' benutzt u'erden' Känr er- des Nagels bedeck
Griffe sichtbar bleibt,
rvähnt sie auch nur, damit der Leser r'veiß, rvas unter dem
d<

zwischen dem Finl


Behrams zu verstehen sei [73,23-74,3).
darl den Zeigeling
Ps1 «Rieg el» (ntandal'). legen, denn dann
Die eigentämliche Verschlingung der Finger der rechten Hand finger nicht schnel
zum Halten und Spannen der Sehne wird <'Riegel» (tnandal)')
ge- beeinträchtigt die
nannt, weil cler Daumen wie ein Riegel vor der Sehne liegt' Wie Sehne an die Fing
bei der Haltung des Bogengriffes gelten attch hier die Imamc als finger zu fest hin1,
Vertreter verschiedener somatischer Typen' er blau anläuIt. I
Abu Fla§im, der eine lange Hand hatte, legte die Bogensehnc da13 der Spannring

in das vorderste Daumengelenk, dessen Spitze er fest auf den N{itte1- Spannrings, der ar
finger preßte l7+, rr--r31. Abu Tahir Ballr, der eine kurze l{and zu starken Druck
hatie, llgte sie in das vorderste Daumenglied und preßte die f)aumen-
spitze und den Nagel, soweit er reichen konnte, fest auf den
Mittel- r1 J_r-sc.u.rr, )/.

den Zeigefinger legte tlild iltad(/'il nelholt oJ


fir'rg"r, ohne den Dautnen stark zu krümmen,
Jlittelner:r- untl rrrongol
.r S. S. t,:
1"^.ndas\ierbummandallannzak'mazttlalisteineÜbersetzungdesarabischen
rt4fl.a., Schloß, x'as dasselbe bezeichnet' Islasr -\\'
Ir'ogenhan'I\1'erk und Bogensport bci clen Osmaneu' 6'5

I'5-I9]'
er, soweit er reichen konnte, über den Daumennagel [Z+' weder
Daumen'
i.f"f:, der von mittlerer Handgroße rvar' legte den
sostarkgekrümmtwieHa§imnochsogeradewierabirfestauf
auf den Nagel
clen Zeigefinger leicht
clie Mitte des Mitteifingers und
die Nlitte
des Daumens [74, ,+],il' Jabaris «Beugung» ('artd) htelt
zwischen dem System lfahirs uncl Is1'rails ll S' '*S)'
zitiert Kanr Verse
Bei der näheren Beschreibung des «Riegels»
;ruseinergereimtenarabischenrisd'le'derenVer{asserernichtnennt'
cliese bei uns' weil sie bei
ein Beweis, daß auch bei den Arabern
umongolische» spannung')
allen asiatischen volkern gefunden wird,
Auf ein näheres
gerlunnte Fingerstellurg, Ü.kurrrlt war [75, 3-76,7].
älrlg.h"r, auf diese Verse verzichte ich'
DieausführlichsteBeschreibungdesuRiegels'gibtl{aninach
der Abhandlung Kätib 'Abdullah Efendis'
der' ebenfalls auf
erläutert: «Bilde
Grund arabischer \rerse, den Gri{f folgendermaßen
mitdeinen!'ingernaufderSehnedieBeugung6l',)undzwarso:
den Mittel-
neben ihm und
Schließe den kleinen Finger, den l-inger
finger so fest, daß sich äi" Nag"t in deine
Handflache eingraben'
Kraft' Die
Auf d.iese Weise erhält der Spannring-Iringer vermehrteund bis zum
des Daumens iegen
Sehne soll man in das erste Gelenk
entfernen' Die Spitze des I)aumen-
Abschuß nicht von diesem Platze
nagelssollmanfestindie}llittedes\,Iittelfingerslegen.DieZeige.
legen' daß-die Spitze
finger soll man derart auf den (Daumen)-Nagel
des Nagels vom Gelenk aus
des Nagels bedeckt rvird, aber ein Teil
Spannen des Rogens
sichtbar bleibt, doch hüte dich, daPr beim
zwischencleml'-ingerderDaumennagelnichtsichtbarwerde'\'Ian
Daumennagel herum-
darf den Zeigetinger nicht zu sehr über den
des Abschusses der Zetge-
legen, denn dann kann im Augenblick
e.rtfernt werden' und dies
fiiger nicht schnell genug 'o' J"' Sehne
pfeiles. Aulderdem schlagt die
beeinträchtigr die sirr.roir"it" des
Sehne an die Ijingerspitze und verletzt
sie' \Menn man den Zeige-
und macht' da13
finger zu fest hinlägt, so quetscht er den Daumen
blau anläuft' liegt daran'
er blau anläuft. »ärtn doÄ der Datirnen uArm» (rtol') des
ciaiö der
dald der Spannring zu eng ist, oder daran'
zu schmal ist' oder an dem
Spannrings, der auf d"n-Fit'get kommt'
zi starken Druck des Zeigefingers» [77' 8--26]'
Anciott
r) l-uscH,\)i, Z.J, E' )iXtl t irTo lf gibt cincn -'\uszttg von S l'IoRSIr:'
and»totlernltrclJlodsoJlt,t.owreleosetss(l.I)iescrrttlterscheidetllrittr|itc,sektltrdiirt..
nric]r dic \\'lrtc-Sllunutrg hitrztt'
und mongolische Spannung' ['I'i:c('tl-\N fiiet
)litteimeer-
z1 §. S. (re

Islan XV
66 Joachirn Hein, l'!ogt,nhr

Die Beschreibnng Mu;!af a Efendis lautet: «Man schließt die Bucuxpn abgebilde
drei l-inger in seiner FIandflache, stützt den Daumen auf den Mittel- ausgednickt r,verden.
finger und legt den Zeigefinger mit festem Schluß um den Daumen Da dic Sehne
herum. \Menn man darauf achtet, daß oben vom Mittelfinger aus vorderen Daumengli
der Daumennagel nicht zu sehen ist, kann man so die stärksten Bo- geschützt tväre, ltei
gen spannen. \\,'enn man so sicher abschielüt, daß er sich nicht anz11spa11rlen, tief in
nach rechts und links dreht und der Daumen beim AbschulS nach Spanr.rrirrg in clieser
unten zcigt, so rvird der SchulJ scharf» ll 7,r-S). die lJedeutung diese
Auch 'Abdaltah b. Nlaimun lehrt in seiner uAbhandlung über Das I(crbstück
die Bogenschützen, (risalei rüntdtije'), daß der Zeigefinger nur die fingers. Es u,ird cr
Vorderhälfte des Daumennagels bedecken soll. Außerdem fugt er dieses Glied gegen
hinzu, wenn man die I{erbe des Pfeiles, ohne, wie es beim «IIänge- man das l{c.rLrstücli
riegel, (asma tnarudal s. u.) der I,-a11 ist, die Befiederung (je/e) zt des Tierbstückes gc
r.,erderben, fest in der \{itte des untersten Gliedes des Zeigefingers Kcrlistfrck drückcn;
einsetzt und ihn abschießt, ohne ihm Spielraum zur Hin- und I{er- Pfeil in Ilnruhe (oi
be'"vegung zu geben (oinatmajaraä), ist die Folge Treffen des Aul]crclern bclästigt
"o
Zieles und Erreichu.ng der Schußweite 176,7-r4). leicht von ihrem ric
Wie es einen «Griff» Behräms oder Chosrews gab, so unter- rings, dcr «Brane,
schied man auch eine «Beugtng, ('akd) Behrams und Chosret'r,s, die doppeltes l-eder reicl
von Leuten vom Körperbau Jahirs angewandt wurde. Diese können dadurch lllaserr ent
ihres kurzen und dicken Daumens wegen diesen nicht über den Mittel- Wnnde zu etrva <lre
finger krümmen und den Zeigefinger nur leicht auf den Daumen Sehne in cler ,,Branr
1egen. Bei physi5sher Notrvendigkeit ist nichts dagegen einzuwenden, Lerler hinahgleitcn r

es schadet auch bein, Üben nicht, beim Weitschießen aber ist diese schusses. Ileim Abs,
Form der Spannung nicht gut, da der Daumenschluß dabei zu lose so schnell abschnell
ist. Man muß den Daumen so r,veit krümmen, u,ie es angeht [7 6, r 4 - r 8]. Schnlln eite beeinträ
Beim «FIängeriegel» r,r,ird der Zeigefinger offener gehalten als I3eim Spannen
der Daumen, so daß die Befiederung des Pfeiles besonders frei zu clcs Riegels zu lock,
liegen kommt (rzsi ttr se/drnetde bulomur). Er eignet sich ftir zn clrehen. I)ies a1l,

leichte Bogen, macht aber das Spannen starker Bogen unmöglich [78, ro-rzl.
[zg,,s t7). l)er Zeigefirrg
Fehlerhaft ist es nach einemVerse, Xllittelfinger und Zeigefinger: u,erclern, d;rß das r.rn

zugleich auf den Daumen zu legen. Es ist eine falsche Behauptung, lvcist, damit das 1(
daß man dadurcir besonders starke Bogen gut spannen könne; selbst gepreßt wr.rclen ka
wenn dem so wäre, würde die Schußr,veite gering sein, da der Ab- rr,,eichung nach irgc
schuß dadurch schu'ach rvird und die Befiederung in Unordnung gerät gcsetzt u,erden kar
l75,zr-26). |abarr dagegen empfiehlt diese Spannung, um einen clas Iierbstück nich
stzrrken Bogcn zlr spannen (al-WaQilp zoa). BucnNrR Utnsclr.au XILI. sclurlJ. cler den Pf
523 gibt eine Beschreibung und Abbildung derselben. Eine Anzahl Schne. Wird die 5

Varianten dieser Iiingerstellung gibt Muhammed b. 'Abda1lah vcrlegt uncl tler Ze


(Kitdb a/-badA'i' l+b/:Sa), die durch die «Beugungen» 6z (dcr bei so liegen Sehne ntt
it
ll,lgalllllll(l§ r:rli lrll'l l)'rlgr:tlslrort lrei tl.ll (Jstttrttlett'
'-

l3urruxt.:n abgebiidete l{iegel' attch redzf genannt), 2r' 21,69' ;1,8S


ausgcdrücl<t r,r'erden.
I)iL rlic Schne bei dicser mongolischcn spannurrg auf dem
r-orderen Daumengiiecl liegt, rvürcle sie, rvenn der Daumer.r nicht
gr:schiitzt rväre, bei der geu,;rltigen liraft, die erforderlich ist, sic
lnrurpu,-,r.,,,., tief jrrs l.-leisch cinschneidcn. I)a ein Schießen ohne
Spanriring in dit:ser \Verise r-o111<ot'tltnen allsgcschlossen ist, leuchtet
clie Reclcutung dieses Instrtitllentt's ohtre u'eiteres ein'
Das l(crbstück liegt beim Spannen im letzten Glied dcs zeige'
fingcrs. Es u,ircl empfohlen, zllerst clen Riegel zu bilden, utld dann
clicses Glicd gegerr dars I{erbsttick zu pfcsscn. Reim Abschuß darf
rnan clas l{critstücl< nicht nach rerchts cirehen, u'cil dadurch der Sitz
dcs lierltstüc1<es gelocl<ert u.irci. Ai-rch clarf mzrn nicht auf das
I{crbsttrck drrickr--n; tlt nn dic-' Sehne clreht sich dann, brir-rgt den
Irfeil in 1]'nruhe t,oitrat/1,b\ unrl ciie Schlrߧ,eitc tl'ird beeintrüchtigt.
Ar,rl'rercler.n ltclästigt dio sehne c]alrei auch cletr l)aut.t-rcn, \veil
sie
lcicht r-on ihrern rir:htigcn l'latzcr i.rtif dcr ]lrciten Stelle des Spann-
rings, der «BraLte,' (tas), bis zr-rrn I-ecler (hthrt) hinabgleitet''wenn auch
cloppeltes I-eder reicht dann rricht zum Schutz des Fingers aus.'
claclurch [r,laser-r r.r-rtstehen, dio aufspringen, so nötigt eine solche
\\Ir-rrrde zu etrla clreimon:itelan!{r''r11 ,\ussetzctr dcs Pfeilschic:ßens' f)ie
Schnc irr clcr- ..llrar,re' cles Spallnrillges zll hlrlten und sic nicht zum
T-eclcr hinaltgk:iten ztr lnssen, gehört zr.r detl Geheirlnissell cles '\b-
schusst:s. Iieitn r\lrschul'r lianrt riie Sehne aruch von dem J-eder nicht
sr., schncli abschncllerl 1.i1' 1'.t1 cler rllrlLue», rr'oclurch cbenfalls
die
Sclrtrlln,eite lreeinträchtigt rvird li i , ,6-l x. r o]'
IScim Spannen uncl .\lrschicllt-'n ist crs ;Llso schädlich, die I"inger
clcs Riegels zrt 1ocl<crtl. zr"rviel Druck zu Iertvenclcn und den
Riegel
zlr clrehen. l)ics alles zL1 \'crmciciell crfordcrt einer besondere Kunst
[7 8, r o-- r zl.
I)cr Zeigefinger tttul3 so iiber den l)ar-rrnet.rnagel gekrür]lmt
u,ercle,n, claß das unterste Gliecl cles Zeigefingers keinr: Bicg1rng
auf-
rveist, clamit das I{c'rbstirck cles Pfeils richtig gegen dir:scs Glied
gepreßt rvr,rclen kantl, sll daß er ganz hclrizontal, olrrre eine Ab-
,,.,ciclr.,.g nirch irger.rd ciner Seite genalr ilr die \'Iittc dcsselben ein-
gesetzt u.erclen kat]n. Ehc det Pfeil ciie Sehne verläPrt, darf sich
tlas licrbstück nicht von clicsc,r Stel1c entfernen. Bei riclitigen, Ab-
schr.rlJ, cler clen Pft il nicht clreht. lost sich clieser tadellos
von der
Selrne. \\,"ircl iiie Sehne itl Datlmetlgliccl zu u'eit uacir rücku'ärts
t,crlergt uncl clc,r Zeigefingcr zu stark über den l)aumen gekrümmt,
so lie-gen Sehne und I{crlre tlicht getlau r-or der }"Iittc iles- nntcrrsten
68 Jorchirn [Irirr,
liogcnh

Zeigefingergliedes, sondern zeigen eine Abweichung nach irgend


gegenübersteht. 1)ic
einer Richtung. Wenn dann beim Spannen der Pfeil angezogen
er.rtfernt. Bei dieser
wird, springt die Kerbe aus der Sehne. I{ommt das I(erbstück zu
nahe an die Handfläche zu liegen, so wird der Pfeil nach unten Ilrust ziemlich schrä1
rechten FulJ soll mar
gezogen und steigt zu steil empor, wodurch seine Schußweite be-
vor dem Abschuß ni
einträchtigt wird. Außerdem reibt sich die Sehne am I'inger und
scheuert ihn wund ll8,l-lg, 17.
rnit clern linken Ful
trehlerhaft ist es auch, das Kerbstück zrvischen Daumen und zacrilt'1.'Abdullah T
'l-abarrs, u,enn ein
Zeigefinger zu pressen, rveil dadurch die Befiederung in lJnordnung
.r

gebracht und die trlugbahn gestört wird [79, 2-7). dicser nrchr liraft. l
IJoden sctzc, u,odur
W'enn die Faust allzusehr auf das Kerbstück drückt oder es
rverdt'. Von Vorteil
beim Abschuß dreht, so leidet nicht nur der Flug durch die Er-
höheren Punkt als dr
schütterung des Pfeiles, sondern dieser bricht bisit'eilen auch am
«Flalse» Vorbild hicrfiir ar-rs r
llg,l-8). zu berichten. Als r
Die Körpersteliung des Schützen. beim Gesandten Go
Pfeilschiel3en übertrc
Von besonderer Bedeutung beim Pfeilschießen ist auch die
zierhe zum \Vettkaml
I{örperstellung, die der Schtitze beim Schießen einnimmt.
höher als dein Bruder
Ihrer Statur entsprechend, nahfften auch die Imame der Schützen
daß der Pfeil r,on cir
eine verschiedene Stellung ein. Der lange Abu HaSim rverndte im
u,eite annimmt Iro8,
Sitzen und im Stehen seine linke Schulter den Ziele zu [8 I,8-S].
Der kleinere 1. ahir, im Korperbau das Gegenstück von Abu Ha§im,
I)as Spanne
u'andte im Sitzen und im Stehen seine volle Vorclerseite dem Ziele
zu [8r, i3-r5], während Isbäk wiederum die Mitte einnahm [8r, zz Es gchcirt zu d
Behräm, der Pir der vorislamischen Schützen, nahm im Sitzen, rr,lLhrcncl nran nrit d
-2S].
Stehen uncl Reiten die Haltung HaXims ein, d. h. er streckte seinc ,\atntrtt (iottcs iLussp
linke Schulter vor [8r, S-Z]. .ia hakk') (iott um 1

Wie beim Zielschielöen nach den drei Imamen eine dreifache uncl lluscirr von ihrr
I{örperhaitung unterschieden rvird, ist auch die FuPostellung beim f]feilcs auf clit' Scl
Schießen im Stehen eine dreifache: Alldhii ckbt'r zr saf
Leute von der Statur Abu Ha§ims steilen ihren linken lju1] licrft:rt: Eincs fagcs
vorwärts und den rechten Fuß um einen Fulö (bir hadem') schräg ,O Idns, r,orfehlt de
zurück. Leute, wie l-ahir, stellen beide Füße nebeneinander dern güb : ,, Nfanchmal vt
Ziele gegenüber. Diese Fuldstellung gleicht der beim &yianz des stets folgcndcs Gcbc
Gebetes. Leute wie Ishak nehmen die Mitte ein. Diese letztere Fuß- sd allallil /:alto ?-aila
stellung wird auch Anfängern im Schielöen empfohlen [8a, z5-85, a]. Gott u'ill, gcschic.ht.
Andere Fuldstellungen sind: die Zehen des rechten Fuldes wer- Kraft au(Jcr bci Got
den vorwärts gesetzt, dem Ziele zugewandt. Das linke Knie wird libung dies (iebot flc
Ieicht gekrümmt urrd die Zehen dieses Fußes et'uvas zurückgestellt,
so daß die vom Erdboden aufgehobene Ferse des linken Fußes dem r) \'erglciche dazu
cigenen Rock schicllt. rvo
§nöche1 des rechten Fußes mit einem kleinen Zwischenraum schräg P. 39).
Bogenhandr.erk und Bogensport bei der:L Osmanen. 69

gegenübersteht. Die Zehen sind etrva eine Spanne weit von einander
entfernt. Bei dieser stellung muß bei manchen Körpern auch die
Ilrust ziemlich schräg dem Ziele zugewandt werden [gS, +_S]. Den
rechten Fuß soll man fest hinstellen und den linken nur leicht. Kurz
vor dem Abschuß wird das linke Knie gel<rümmt und beim Abschuß
rnit den, linken Fuß aufgetreten (sot rtaderu üstüne zuarytyb kilidd
u ri I e).'A b d u 1l a h E f e n d i überliefert von 1.' a i b o gh a clie Bernerkun g
e

l'abarls, rvenn ein Arm schwächer als der andere sei, so bekomme
dieser mehr Kraft, \yenn man den Fuß derselben Seite fest auf den
Boden setze, u,odurch die Kraft der beitlen Arme ausgeglichen
werde. von vorteil soll es sein, den linken Fuß auf einen etwas
höheren Punkt a1s den rechten zu stellen. Er weilö auch von einem
Vorbild hierftir aus der nZeit d,er Gltickseligkeit,, (d. i. des propheten)
zu berichten. AIs zur Zeit des propheten der junge Husein sich
beim Gesandten Gottes beklagte, daß sein Bruder Hasan ihn im
Pfeilschießen übertreffe, soll dieser geantwortet haben: <,O Husein,
ziehe ,um wettkampf hohe sandalen (nöleir) an, dann stehst clu
höher als dein Bruder und rvirst ihn übertreffen.» Der Grund ist der,
daß der Pfeil von einem höheren standpunkt aus eine weitere schuß-
weite annimmt [ro8, 6-r8].

I)as Spannen (f,elemek) und der Abschv,Ll (kUsad).


Es gehört zu dcn Geheimnissen des Bogenschießens, daß man,
rvährend man rnit der Rechten die Sehne anzieht, im Herzen den
Namen Gottes arsspricht und nach dem Abschuß mit crem Ausruf
ja hab&') Gott um Beistand bittet. Es rvird überliefert, daß Easan
und lrusein von ihrem vater'Ali gelernt haben, beim Auftegen des
Pfeiles auf die Sehne üismillah, beim spannen ,.d Abschießen
Allahä ekber zs sagen. von rdris b. Jalja wird folgendes über-
liefert: Eines Tages kam §affah zu mir zum Besuche und sagte :
«O Idrls, r,erfehlt dein Pfeil jemals das Ziel?» Als ich zur Antwort
gab: «Manchmal verfehlt er es auch bei mir», sagte er: (,Sprich
stets folgendes Gebet, dann wird dein pfeil nur selten fehren. (Ma
id allaher kdrua zuela ilaha ilta llahu zaeta &uwzuete iila billak was
Gott will, geschieht, es gibt keinen Gott außer Gott, es gibt keine
Kraft außer bei Gott.) Wer beim Pfeilschießen und während der
Übung dies Gebet fleißig spricht, hat grolden Nutzen davon [+S, Z-, g].

t) vergleiche dazu die ,\nelrdote vom choclja Nasr ed-clin, in cler er auf seinel
eigenen Rock schießt, wo es heißt: ja /.r"&& tleerek'alpra bir y'ertdu adez (Konst. Dnrek
p.39).
Bogt
70 .foiLchirrr llein,

Abu Ifaiim spanntc ckrn Bogcl't so u,erit, d:r{d sein r.lchl('r ltiga- tlem er in l{uhe r
finger das rechte Ohrlüppchcn br:rhltrtc' und scholü von dort .rus ab so dal.l die Zuscha
-!-a]rir
[8r, rr- rz], ebcnso Isl1a\ [8r,:6'], und sp:innte olterhalb dcr nchmcn können, s,
Braue uncl scho13 vorn Ohrltiltprthr:n ans ab [8 I,I7-rli]. NIullamttrecl Dicsc Nlethodc ist
b.'Abda1ld,11 (bitdb a/-bada'r' 36a) kennt auch einc Spannung bis sowohl rvie auch f
zrim Kinn. r.icr sio h«:ute bci den Elr91änclr:r'n gebriir:chlich ist. lobt; sie sctzt ;rbcr
Behräm soli obr:rhü1b dcr Brauc bc'inr Zir:lsclije(le'rr gcspannt habcrtl. ur.]cl beim Pausierc
Diese Nlethode u,ird z\\'ar gelobt, erfordcrt abcr gro{Sc Erfzrhrr-rng, Beim Pausiet
cla man nicht ordentlich nach clcnr Zir:1c: r'isit:ren kann lttrcl cler I'feil oc]er <ieins, zrvci»
immcr zu hoch geht [83, r7-tg). irrdem man sein E

Der Pfeil rvird also so u,eit zurückgezogcn, d;rß clio rt,chtc l-Iatrcl Dies Leerma
das Ohrläppchcn be'rtihrt. \Vic schon oben ert ähnt u,urdt:, t'uLil'r kor-nntene Kouzenr
dann bei einem passenden Pfeil dic Spitze die AbschulJstclle crreicht anclern Gedanken
haben, wenn cs sich um Weitschit'llcn handelt. Beim Zielschiellen die r-on den furta)
werden dagegen die Pfcile, cla sic t:isernc §pi1r"t, habcn, nicht hinter [82. r:-rq] und'
den Griff zurr-ickgezogen. sie rnrisscn bci voller Spannung noch vor i\ugenblick beder
dcrn siptr bleibcn. Ilci einenr passendern llogr:n trifft ein Pfeil dann sclrriften, die dur«
ein z5o gr.a entferntes Zir:l noch mit vo11r:r \\iucht. Wc,rcl«:n sir: sein sollen. und hi
rveiter zurückgezogcn, so bcrschreiben sic eincn grölieren Bogen und jedoch, mn{J er vc
treffen selten, u,enn auch die Schul3rveito grö{Jer ist [83, r-5]. Irr:, u -r4].
Wenn nun dcr Pfcil beim Zielschiel3en bis an cl<:n siptr gt:- Irr Augcnbl
kommcn ist und die rechte Hand das C)hr bertihrt, so hält man t,inirle Iingcr losgelassen
Atcrnzr.lge inr.rc und beob:rchtet clas Zir,rl. Bcide Fäustc sollcn clarrn haben so plötzlicl
in einer Ebenc und l.inie liegen [82, 9-rz]. I)it: br:ide:n Ellbogcn und der Schtitze
sollt:n in Schulterht-rher liesen und boido ,\rrnc gleich stark ;rnge- l-rLiung r-r-rit leichtr
spannt sein, eincr soll rricht hoher liegen als c1c'r ;rndcrc rind l-ieidc Iileisch und Blut
in-r Gleichgcu.icht scin rvic cin \\r;rgcbalken [76, 5-8]. Ohne dic niitigen !'einheit
linke Far.rst zn vcrändern u,ird ilarrn abgeschossen. Daumen und Zcig
Auch der Äbschuß (iilab, &iisatl) ist cin drcifachur r. i/gtilas die §1rhne an der
(heimlich Wegnehmen), z. sdhitt (ruhig), .,. t»e.frfik (zrvischcr-r den verringert. \Venl
Iringern geriebcnl' r,icllcicht zu lesen mc.frili «geteilt»). so läßt die Sehne
t. lfuti/ds nennt man die N{ethocle, dic darin bestcht, c1r,:n Bosen nagel und die Ze
rasch zu spanl-lcn und wr:nn der rechte Daunrt'n die ,\bschußstrrllr' Pfeils beeinträchti
erreicht hat, ohne zu pausioren abzuschießen. Es rvird em
z. sdhin: Dc'r Ilogen rvird ruhig gespannt unt'l r,r'enn die Ab- nur nach c
[']ar,rst
schußstclle erreicht ist, in l{uhe abgeschossen. Seite zri neigen.
3. meftdlt: Der Bogcn u,ird in Ruhc gesp.urlrt uncl, u,r'ttn der geschehen, daß, rv

Pfeil sich der Abschußstcl1c genähert hat, nach dem Pausicrcn clcr geftillte und auf
ltcst des Pfeiles mit einern hcftigen Ruck zurückgezogen und ab- Abschusses nichl
geschossen. Diese Xlethode heil3t unter den Scht'rtzen ltareke. Kani Daher pflegten d
zieht zr-rm l3cleg u,ieclc:mm lrrabisc:he: \,-trse zrn. Der I'feil lrul)), nach- rlen Seiten r.reigtr
Bogenhanchverk und Bogensport bej tlen Osmenetr' 71

dem er in Ruhe verharft hat, rvie ein Blitz zurückgerissen


werclen,
so clafJ die Zuschauer diese p1Ötzliche Bewegung gar nicht wahr-
nehmen können, sondern glauben, der Pfeil sei nicht voll angezogen'
Diese Method.e ist bei ailcn l\lleistern hochgeschätzt. tr ür
den Krieg
sorvohl r,vie auch ftir den wettkampf im weitschießen wird sie ge-
lobt; sie setzt aber voraus, daß d'er Schütze den Bogen voll beherrscht
uncl beim Pausieren die Faust nicht nach vorn weggleiten
läßt'
«eins'
Beim Pausieren so11 man, ohne den Pfeil zu bewegen
oder «eins, zwei» oder ueins, zwei, drei» zählen und dann abschiePoen'
indem man sein Herz leet macht [79, I8-8o,9]'
Dies Leermachen des Herzens \tafuti'je i batb)' d' h' die
voll-
aller
kommene I{onzentration auf das Schießen und das Abweisen
.ivird mit d.er I{onzentration verglichen,
anclern Gedanken Qtta sizad)
die von den fuka/ta beim Anfan gs'tekbtr des Gebets gefordert rvird
nachgerühmt' Bis zu diesem
l8z, tz- r4] und wird auch Behrän-r und Vor-
Argerblick bedenkt der Schütze a1le Stellungen' Griffe
die durch clie Übung in Fleisch und Blut übergegangen
"chlifterr, des Abschusses
sein sol1en, und handelt demgemäß' Im Augenblick
jedoch, mulü er von allen diesen Erwägungen sein Herz freimachen

ltrz, z-I4].
Im Augenblick des Abschusses rvird zuerst der rechte Zeige-
aber
finger losgelassen, darauf cler Daumen' Beide Bewegungen
h.ü"r, so plotzlich zu erfolgen, c1aß ein Ztischauer sie nicht sehen
und der Schütze sie nicht unterscheiden kann' Nur durch
lange
der Sehne so in
übung mit leichten Bogen geht dieses Freilassen
Fleisch und Blut tiber, daß es auch bei starken Bogen mit der

nötigen Feinheit und Leichtigkeit geschieht [78' rz-r5]'


\Alerden
Daumen und Zeigefinger nicht rasch genug gespreizt' so
reibt sich
die Schußweite wird
die Sehtre an der nBÄre' des Spannringes und
wurden'
verringert. 'Wenn die beiden Finger gleichzeitig geÖflfnet-

so läßt die Sehne sinsn «tadelnswerten» Ton hÖren'


der Daumen-
nagel und die Zeigefingerspitze wird beschädigt und
der Flug des
Pfeils beeinträchtigt l8o, r5-r9]'
Es rnird empfohien, im Augenblick des Abschusses die
rechte
keiner anderen
Faust nur nach dem Erdbod'err zu senken und nach
geringem Maße zu
Seite zu neigen. Aber auch dies hat nur in so
eine mit W'asser
geschehen, daß, wie die Schützen übertreibend sagen'
Tasse auch im Augenblicke des
leftrllte und auf die Hand gestellte wird.
Abschusses nicht herabfaltf una ihr Inhalt nicht vergossen
Faust nach
Daher pflegten die Schützen, wenn jemand die rechte
du
clen Seiten neigte, im Scherze zu sagen: uKamerad
(pabAadaS)'
7 2 Joachim Hein, Btrgenl

iäßt die Tasse fallen!» und wenn er sie zu stark neigte: «Du hast
die lasse falien lassenl» [7g,8-,+]. \Menn die ]'aust sich zu sehr
Recht schu,ier
neigt, nennt man das dolab [8o, r3-r4].
daß man beim Bogr
Im Augenblick des Abschusses wird durch den Ruck nach
eine vollkommene I
rtickwärts, die «Ber,vegurrg im siper» ([aareketi siptrije),') die rechte
Ein eigentliches Zie
Faust nach hinten geschieudert und der Ellbogen rückr,r,ärts ge-
brust gibt es auch l
stoßen, als ob ihm ein Schlag versetzt wäre. Dabei neigt man zu
hat es im u(iriff,r, e
gleicher Zeit die linke tr'aust nach vorn und dem Erdboden zu.
durch clie lange LT
Vorteilhaft soll es sein, auch die rechte Hand vom Handgelenk aus
sir-rd. Beim Pistolenr
dem Erdboden znzuneigen [8o, g--r3].
clie linke Harrd unlr
Im Augenblick nach dem Abschuß muß man die linke Faust clurch zustande kom
am Griffe lockern, da dieses die Schußweite vergrößern soll. Doch
der zurückschnellenr
erfordert dieses große Kunst und verlangt Vorsicht und darf keines-
Damit ist natü
falls gleichzeitig mit dem Abschuß geschehen [rr r, rg-zr).
nicht zielen könrre.
Einige Schützen werfen nach dem Abschuß die rechte Faust
X,Iethoden des Visie
mit dem rechten Arm so weit es geht nach hinten. Obrn ohl dies Abu IIaSim zie
dem Abschuß nicht weiter schädlich ist, kann diese Angewohnheit
noch ungespannt, al
doch zu dem Fehler des «Frei Loslassens, (aCyb kesdirme) führen.
beiden Augen zugl
NIan so1l sich daher beim Üben bemühen, die Hand unten am Ohr
Auge von der Inn,
zu lassen lrrr, zz-24).
Griffcs aus [8r, 16-
Beim aCy& kesdirme berührt nämlich die rechte Hand das Ge-
sicht und dadurch wird die Hand an der Bewegung gehindert oder [ro b] visierte Ila§ir
den Graten, rvähre:
nach rechts abgedrängt, so daß das Pfeilende nach dem Abschuld
Pfeilspitze ins Ziel
an den Griff schlägt tind sich reibt. Der Schtitze muß sich ganz
Besonders sch
geracle aufrichten, Kopf trnd Kiefer nach cler linken Schulter neigen. 'faiboghä
'Wenn der Kopf zu rveit nach links geneigt ist, so schleift der Pfeil beschre
als ob es schielte,
im siper, rveil der Schtitze sich bemüht, den Daumen mit dem Ohr-
Griffes nach dcm Z
zipfel in Berührung zu bringen und der Pfeil weicht nach rechts ab.
rechten Auge inner
Ist der Kopf nach rechts geneigt, so neigt sich auch die Faust arn
dem linken nach dr
Griff nach rechts, auch wenn der rechte Daumen das Ohr gefunden
Nach anderen
hat. Ist der l{opf gerade, so stößt cler Pfeil an den Griff wie beim
Leute von rnittlerer
Frei Loslassen [r r r, g-eo].
rnit dem anderen.
Wirkt beim Abschuß die linke Hand zu sehr mit und wird
Schopfer die X'[ens
sie nach dem Abschuß nach vorn und unten gestoßen, hat dieses
\,Iethode wählen, d
leicht die ungünstige Folge, daß dies allmählich infolge der Ge-
wöhnung zu früh geschieht, ehe noch der Pfeil den siper verlassen hat,
Es gibt also
dem Ziele außerha
so daß er im siper schleift und die Schußweite beeinträchtigt wird.
«Veränderung beidr
Vorteilhaft soll es auch sein, den Abschußpunkt innerhalb des
Die Sehkraft beide
siper etnen Finger der Baumeisterelle unterhalb des I{opfes des sipcr
ob es nur ein Aug
zu wäh1en [r r r,7-9].
r) Die Ausübung diescs Ruckes u'ircl auch nrit dem Ausdruck ndie I'eitsche geben, t) Genauer siehc
(pantäy zuerrte/t) bezeichnct fz. S, 8r, rzl,
Rogenhand\-.t l< rrn,l Ec,gensl)(r-t 1)i'i d.{ ( )stranen /.5

Das Zielen (nazar\.


Recht schwierig ist beim Bogenschießen das Zielen. Schon
daß man beim Bogen gewissermaßen mit Standvisier schießt, setzt
eine vollkommene Beherrschung und I{enntnis des Bogens voraus.
Ein eigentliches Zielen im Sinne eines Getvehres oder einer Arm-
brust gibt es auch nicht beim Bogenschießen. Ein rechter Schütze
hat es im «Griff », er trifft eher unbewußt als ber,vußt das Ziel, rveil
durch die lange Übung Auge und Hand aufeinander eingestellt
sind. Beim Pistolenschießerr ist es ähnlich. Hinzu kommt noch, daß
die linke Hand unwillkür1ich die Abweichung des Pfeiles, die da-
durch zustande kommt, daß der Pfeil nicht genalr in der Richtung
der zurückschnellenden Sehne liegt, korrigieren mufd.
Damit ist natürlich nicht gesagt, daß man beim Bogenschielden
nicht zielen könne. I{ani führt nach seinen Vorlagen verschiedene
Methoden des Visierens an.
Abu Ha5im zielte außerhalb des Bogens, d. h. ."r,ährend der Bogen
noch ungespannt, also die Pfeilspitze noch vor dem Griffe rvar, mit
beiden Augen zugleich [8r, ro-rr]. Tahir zielte mit dem einen
Auge von der Innen-, mit dem anderen von der Außenseite des
Griffes aus [8 r, r 6- r 7] ; ebenso Ishak [Ta b ari r 3 b]. Nach 1. ab ari
[ro b] visierte Ifa§im jedoch mit dem linken Auge außerhalb nach
den Grater.r, rvährend das rechte Auge innerhaib des Ciriffes die
Pfeilspitze ins Ziel brachte.')
Besonders schrvierig ist die },Iethode Behrams, die Kani nach
Jaibogha beschreibt. Dieser stellte nämlich sein rechtes Auge,
als ob es schielte, auf das linke ein und visierte so außerhalb des
Griffes nach dem Ziel l8z,i-d. Bisweilen blickte er auch mit dem
rechten Auge innerhalb des Griffes nach dern Ziet und visierte mit
dem linken nach dem Griffe [82, 14-16].
Nach anderen ist es besser, nur mit einem Auge zu visieren.
Leute von mittlerer Statur schlielJen besser das eine Auge und zielen
mit dem anderen. Wie Tabari im Wadi/t erklärt, muß, da der
Schopfer die Menschen verschieden erschaffen hat, ein jeder dic
\{ethode wählen, die seiner Gestalt entspricht l8z, 18-26).
Es gibt also nach den Imamen ein dreifaches Visieren nach
dem Ziele außerhalb des Bogengriffes. Die erste tahzail i'-ainein
«Veränderung beider Augen, genannte Nlethode ähnelt der Behräms.
Die Sehkraft beider Augen konzentriert sich in einem Punkte, als
ob es nur ein Auge rväre. Diese Methode wird gelobt, ist aber nur
r) Genauer siehc s. u.
7 4 Joachirn Hein, Bo

clurch viele Übung zu erlernen. Sie hat auch den Nachteil, daß in runder Gegenstar
der Iierne ein Gegenstand bald a1s ein einziger, bald an zrvei Orten, heim \iisieren get
bisweilen auch an einem anderen als dem rvirklichen Orte erscheint. sich rnit einem g
Denn oft ist die Sehkraft des einen Auges schärfer a1s die des an- hin. IVährend er
deren. \Venn das rechte Auge stärker ist, erscheint der erblickte clen obigen Nfeth,
Gegenstand auf der linken Seite und urngekehrt. Aber selbst rvenn er die meisten Ir
beide Augen die gleiche Sehschärfe haben, vertraut der Schütze oft passenclstc aneigr
dem einen mehr als dem anderen, so dal?.r ein richtiges Visieren nicht kann cr es zu Trel
möglich ist [87, r4- 2qf. bringen [8ti, r6--
Das stärkere Visieren (nazari apzua). Diese Methode ist besser, Nach'Abdi
da die Abrveichungen geringer sind. Das rechte Auge blickt ins aulJerhalb cles Gr
Ziel (ei(;, das linke in die Mitte des Bogengriffes uncl die linke t,enig nach inne
Faust wird in Stirnhöhe gebracht. Oder man schließt das rechte Augen zielt, rväl
Auge und bringt mit dem linken Auge außerhalb des Bogens die Griff ist, clarf der
Spitze des Pfeiles ins Zie1. Oder anstatt das rechte Auge zu schließen mull den Bogen
bezw. mit ihm ins ZieT zu blicken, richtet man es auf die Mitte des Beim Schieft
Bogengriffes, visiert, wie unten beschrieben rvird, mit dem linken schießen den Gri
Auge tiber die Finger der Linken, bis das Ziel von der linken Faust \Vinkel \,o11 ++o
bedeckt ist. Dann erst spannt man rasch, ohne das rechte Auge dem /trzuil g'ezi,')
von der Mitte des Griffes zu entfernen, und schießt ab [87, zz1-88,5]. cler einzige LTnte
Bei einer anderen Methode bringt rnan die Pfeilspitze außer- Regehr besteht li
halb des Griffes ins Ztel und schießt, mit beiden Augen visierend, Da clie Ii1u5
aber sich mehr auf das linke stützend, rasch ab [88, S-Z]. n,it clem Bogen
Oder man bringt außerhalb des Bogens mit beiden Augen die cler Entfernung d
Pfeilspitze ins Ziel und spannt den Boger-r. Wenn man die Spitze Kernschuß, der I

außerhalb des Bogens nicht mehr sehen kann, hält man den Blick des rveg t.tirch cler NIit
linken Auges fest auf das Ziel. gerichtet uncl ',,erfo1gt mit dem rechten hinu,eg nach der
Auge während des Spannens den Lauf der Spitze im siper; wenn clen 1in1<er-r Ring
sie die richtige Ste11e erreicht hat, schießt man ab. Dieses Visieren clem er ilas Ziel
wird von den Meistern hochgeschätzt, tveil viele Treffer damit er- z7o oder 3oo gci
zielt urerden. Nur so1l. der Schütze sich in der 'Weise Ishäks hin- tr-inger, u,odurch
setzen, 'urreder zu schräg noch frontal dem Zieie zugewandt [88,7-r4]. Ziel näher a1s rc
I(urz, sagt Känr, der Schütze, der durch aufmerksames Üben senken. die Pfeill
seine Stellung im Sitzen und Stehen seinem I(orper anpaßt und sein der Sehne, so de
Visieren dem Bogen und dem Pfeile, trifft sehr oft clas Ziel [88, gelten filr den 1
r4-r6]. bei einer Entlerr
Es gibt ein einfaches Mittel, durch das der Schütze feststellen Ieil des Zicles.
kann, welche Methode des Visierens sich ftrr ihn am besten eignet. ocler dem oberer
Es wird von I(äni nach'Abdullah Efendi, der sich wieder auf \riertel und bei
einen arabischen Vers stützt, mitgeteilt: An einem windgeschützten Zieles [83, z6-8
Orte urircl eine Tierze entzünc1et, hinter cler ein etwa spannengroßer
') S. \. il.
Fi()gcnllirrdlYcl-l( rrlld IJ.'|gi nif)ort trei dt'n C)smnnen T5

rrincler ( iegerrsr;rrrrl :rls Zicl s( ) .iufgesttrllt u,ircl, claL'r die Iilamnlt:


ltcir"r-r \-isicreu g(,ra(le erttl' tlcssen \Iittcr erschelirlt. Der Schütze setzt
sillr lrit Cin{'lli gut paSSClt(len Boqeri et\\,a Ioo ges Yor c.ler Kcrzrr
hin. \\'ähr:entl ('r vorschri{tsr-nä{iig den Bogen spannt. visiert eI nach
rlcn olrigen llethoclen nach (lem Zic'l uncl gibt Acht, mit welcher'
cr riie rrcistt)lt 'l reffer erzielt, damit r:r sich cliese ;rls die für ihn
passen(lstc :lncignct. I)urch spiitcres VergrÖlJer:n rler Schuß'l,i,eite
kann cI es zlr 'l-rcffern anch iillf eille Entferrrung \roll 260 ulld 3oo J'.,
bringen [Ss, rO -8q, +].
Nach'r\.bda11äh lt. NIa.irnr-rn crzitictt clie Schtitzen, \velch('
-llreffelr, \verlli sie clcn CirifI ein
;urt]erhiLllt Lles (iriffcs zicien, rnt'hr
§'enig nach inneu (c1. h. 1inl<s) dl.t'hen. \\rer tl;rgegcn mit beiden
_t\ugi:1 zie1t, u,ährencl rlie Sltitze cles l'feiles \ror Llncl hinter denr
(iriff ist. clarf clcn Griff nicht nach linlis otler rcchts clrehen, sonclern
n'ml'r clen Boger.r r.rröglichst geradc halten [9o,:6-9r,3].
Beim schielSert n;LCh clent Zicl hält nran nicht $'ie br:im weit-
scliiel?rren clcn (iriff pitt"allel znr Stirrr, so cl:r1J r,ler Pfcil in cinetll
\\,itrkel \.()11 .++0 lrbgoschossc. *.irrl, iruch ltifllt *ie br.i,r Übe' r,it
clern /uruli g'ezi.') sondertt je n;lch tler f-ilgt: cles Zic1s. Dicses ist
clcr cinzigc Ilntersr:hiccl beirtr Ziel- puta) schir:iöcn ; in den irbrigen
(

Itcgchr bcsteht lir,rirt llnterschiecl [Sr, 6-S].


Da tlie IrlLrgbalin clcs Pfeilcs einc Irararbcl beschreibt lrnd üran
mit rlem Bogen ,',t'nit Standvisicr. schießt. rnull cler Schützc je Ilatrh
rler Entfernr,rng rlr:s Zieles hOher oc'lcr tiefer halten. 7oo g'es ist etrva
Kernsciruß, clcr S«:hr,itzc visierl r"iber die gr:schlosser-re (ririff;iust hirl-
s.cg nach cler X{ittc des Zieles. Bei rzo g/a r.isiert er tiber dio }'aust
hins-r,g niLcli cier obcretr Seitc des Zie.les. Bci zocl J'c, strcckt er
tlen 1inl<en I{ingfinger aus, r'isicrt übcr ihn hins,eg, schließt, nat-:h-
rlem er das Ziel gefaßt hiit. clie lranst rviedcr uncl sc]rielJt iib. Bei
zTrr orler 3oo gc.s zielt er in entsprccheniler \\reise übcr derr kleinen
Iinger, u',rclurch tler Bogen unt clrei lringt:r ertroben wircl. Tst d;rs
Ziel näher iLls rooga: irr-rfgestcllt, so legt rnan altstritt clie F:rust zu
senkclr. die I'Ieilkerbe fiir ie :,5 gez eine Kt:rben1änge über die l'Iittc
clcr sehne, so rlaß sich clie Pfeilspitze senkt. Diese BcstimlxLlngel.r
geiten lär tlc.n lula-Bogen Tst der Bogen schr st:rrk, so visiert tlertr
bei eincr Entfernr.trtg von -ioo gr; über die liaust nach dem oberen
lcil dcrs Zicles. bei kLirzeror Entfernung nach der oberen lJzilftc
ocler dem oberen Viertel tles Zielc's, bei r zo 3'e z nach tletll unterell
Viertel unci bei rvenigcr als roo gL'z nach detl.t untcren Ende des
Zieles [83, z6-S4. i6l.
,) S. ir. u.
l:lo
7fi .|.,'achini l{ein,
ecgen clcn Griff
NIu;tafa. \'on B()snjen schreibt vor, cin Schtitzc von kleiner de'r- l.inken fest.
F-igur rrnd en5ler Brust soil seine linke Schulter nncl l,'aust ins Ziel '/-eige-
und Mittel
halten und von tler Rricl<seite des Griffcs aus r,'isieren ci. h. ntit dem der Befiederung i
angezogenen llfeii. \\renn dir- Schcibc u,eit cntfernt ist. soll t:r iil.rer des Schaftes fc'stz
clen (iriff visieren, bei mittlerer }-ntfernung die \{itte dcr l.,atisr ins Der Schützc
Ziel bringen und bei nalter: ltntferrnung untcrhalb dt'r 1i;Lust zickn, an der richtigen
trberiralb der Braue spiinrlen unrl ;rbschielSen [9r, r.i-rgl. denr mairr derr PI
Br,:i dieser lrr.ille von \risiennr:thodcn berührt es eigelttümlich, lris zu beiden En
\\,en11 BIICIJNI:ttl jnr Gloltus X( ] behiurptet, rlali ein Engländcr eincn Xlesserrtickr
Ilorace lrord, der Ende ders r8. Jahrhurrderts lebtc r,rnd clie Sp;rnnur.rg teil an den Pfeilt'
bis zum I{inn cinftihrte. das \/isieren bcirn Bogenschießen erfunden r,isiert und er srz
hat. Er schreibt: ,.I"riiher beim t\r-rfziehen bis ans Ohr, als os noch die richtige Lage
kein \risieren gab" rv;rr das Zielen so kompliziert, fast rvie beim schießen einiger ,
Werfen eines Steines, daß es kanm geahnt rverclen konnte., I)iese ein feiner l'on b
Behauptung bedarf rvohl keiner n eitcren Widerlegung. der richtigen Stel.
des siptr \.erschol
\,'ersr:hic,rlcnes. I3ogcn bis zum I
J)cr Pfeil nrr-rl'r so wt:it angezogeu n'crdr:n, r-lalJ clic Spitzc iiber uens nicht crtrag
clenr irrrtcrsten l);rurlertgliecl lkiirsz) liegt. Bleiht clie Spitzt-' r,or clcnr vorteilhalt cin w
(iriff, so ncrmt tn;Ln clt:n Pfeil -1 liarat, \\.cnn cr hintcr der-r (iril'l' l)icke cler Kerbe
kommt bei ür.rf:rerstcr Spannung, z4 Karat [85, r t:-*t9). [3tri Iiampf- nen n.rit dcr Pfeil
pfeilen bleilrt dic Spitze vor clen-r (lriff. .\ber clann ist roogz,a, lteri nruß nran auch d
cinenr starl<cn l3osen auc:h r5o. rlio ilul'icrstc St:lru{'ru'eite. I)cr vorr \\Ier \Vert c
clen altcn Nleistern als 4S Ii;lr-al ltezeichnetr,. r'1. h. ein Ahschlrlj, bci schießen, den er
clettt rler ['fcil sr'1rr t'cit zrrriicligez()e-('t] rvirr']. ohne dall liehler r',rr- loll r oo I)irhenr
l<lrmmct-t, enrsprir:ht clem spätcrcr-r SchielJen \-()m . Schu';Lrrzc clcs einen llogen vorr
-rilrtr,:, aos. T)ieser ,\}:sclrrrl'r eignet siclt abcr lticht ftir cngltrhstige
I-cutc mit j<nr-zen .\rnten, c1a das rcchtc Ellbogengelenk bei ihr.rerr
danr.r niclrt .gleichmä1'ri g» (bcraltrr\ gebcugt u,erclen.lianrr. Der tr.ttig(' lleim l3oger
Ruck im sipcr r.rnd der r,schlagende,: Absclru[] rvird dadurch un- es vorteilhaft, u,er
rrroglich [ii5, rg-,36. r-1. Es heißt: l)ieser Abschuli sei ftrr rlas\\rcit- irbcrwinclen rrul3
schielJen geeignet. []eim Zielst:hielJen rrach denr puta scl"rcßc nrarl der Schütze einen
ilcn Pfeil lon r-lcr Alr,sclrußstcllc iir,rs ab, und im liriege iersse marr hierdurch erleich
die Pfeilspitzer vor derr l3ogengriff. P,eirn Ziclschießcn t'ircl cine rnt)glich ist, habr
leichte Drchnng nar:h linlts gelobt. einc zu starke l)rehung rlagegen rnengesetztell llo!
jst schädlich [86, r iu seincr vorzi.igl
-5].
\\renn cler Schiitzc eincn Pfeil auf die Sehnt. krgen rr,ill, so sich rLLLsdrtickt, E
nimmt er den Pleii aus derl Kiichcr') Lrntl hält ihn mit dcn fünf ()hrcn starr, die (
Fingern, wic man einen Stock hält. Nahc der Spitze legt er ihri Armen liegt. \\
riuLlen gekrtir.nntt
r) \-gl. S. .i.i. \ur arr dit's, r L,jrrcn SLrllt, u irrl rlrr liiiL:hcr , ru rl.lrrL.
I.l()g,llIllitll(l\Yf1li llll(1 [:i')g(llsl)()l t l)fi Ll!'ll ]sltlilllt'll'
( t' ;

gcgeli ck,,n Griff lutcl h:i1t ihn dort mit Daumon 1lnd Zeigefinger
rltr l-inken fest. Dann faßt cr ihn an dieser stelle nit Daumetl,
leige- tincl Nlittclfirlger der Rechte'n r'tnd legt ihn, bis zr"rm Grunde
a"iB"fl",t".rns aSrvürts streichend (rLI, irger-idrvelche Linebenheiten
dgs Sc[erftcs fgstzLrstellcn). r'rtit derr Iierbc :uif die Sehnc [g', g-'+]'
Der schützt: tnul',r gcnau acht gebe|r. daß dic Kr]rbe des Pfeiles
lin tler richtigen Steilc dc1. Sehne sitzt. \'Ian probiert dies aus, itl-
clenr man den Pfcil nach .\r.rgcnn-ral3 aul die stlhne' - die entrveder
lris ztr beiclen l.-nden hin glcich stark, oder aln oberen Ende et\ver
einen llesserrücl<enbreit clicker ist, - legt uncl ihn rnit den-r Vorder-
teil an den Pfeiltillergang des (iriffhalscs lehlrt' \Venn man dann
yisiert rrnd er Su afryttty )^sr.- (t':rgcrecht?) steht, so hat die Kerbe
clic richtige 1,age. Arn bestcn §,ircl dic richtige stellc dr"rrch Ab-
nnd
schiel3en einiger 3'rz festgcstellt. Werrn sie sich gerade crheben
ein feiricr 'l-on beir.n AbschulS gehÖrt $,ird, so tag die Kerbe auf
cler richtigen ste11e der schr.re. Dcr g'ez t-r"rul3 vier liinger außerhalb
cles siy'er Versclrossen rvcrclen; det]n wenn 111a1l ihn bci cinem
starken
I3ogcn bis zr-rm ,\bschulSptinkt irnzicht, kann er djc wLrcht cles llo*
gens nicht ortragen. I)iinnc Pfeilc $,ie liSt'tzu ttnd /ldlc7 lcgt n-ran
vorteilhiLft cin r,l,enig tiefer ar.rf clie Sehne. lltLllei rnacht iir-rch dir'
I)ir:ke clcr T{erbcr cincn 1'nterschiercl. Jer mchr l.r.ran sich beim span-
nerl rnit dcr Pfeilspitze c'let'n Sr-hrl'atrze d'es siper nähcrt, desto tiefer
Irrrrß rrrarr atrch die 1(erbe anI tlr'r Sehne einsetzen l9t, z3--g:,7)'
\\,Ier: \\rert rlaraul legl, clas zicl zt trel'fen. soll rnit eitlem l]ogen
schielien, tlen cr r,ollkomr1]eu lleherrscht, cl. h. rvenn er einen Bogerr
\.o[ rc.ro l)irhen-r n-rit ]-eichtigkeit spannt, so1l er zum Zielschießerl
cinori lJogelt \r(]ll §o ])irhcnl betrutzt'll ['1 r,:"-:r]'

RailistischLrs \'om lSogen.


Reirn IlogenschielScn, znt.ual lleim Abschulil lr-rit den-r lLuck ist
cs vortcilhaft, u,t'ttt-t tlt-:r Spntinrvidelst:rncl cles J3ogerls. tletr der Schütze:
irbcrwirrclen il-rLt1j, gr,get'r 11ndt,' tler Spannung rLbnir-tlmt, rveil d;rnn
r-lc.r Schütze eincn Ai-rgcnblir:k innchalten tltrlJ; iLuch das Zielen '"vircl
hierclurch erleir:lrtert. Diescs Prrlblenl, clas beim Flolzbogen nicht
rni)g1ich ist, habc:u die Erfahrullg(ln \,'on (renerationen beim ztlsam-
ntcng.fsetzten I3ogen .ebenso geistr.oll wir: r'c'rbläffend», rvieP' Rnrlrnn
iri seincr vorzhglichen baliistischen Skizze .Yon Pfeil t.r.nd Bogen'
sich iLr"rsdrr.lckt, gelost. Lleiln vollelastischen Bogen sind Griff uncl
(')hrttr stiLrr, clie (iratc fast stltrr. so claß die gtrnze Elastizität in den
Armen liegt. \\'enn clcr l3ogen bespannt ist, sind die Ohren nach
Inilroen gekriimlnt, nnrl clit: Sehr.ierischlirlge lie'gt an deu L'nterseiterl
75 l,rrrihirit ll, irt.

der (iratc an [ALrb. 33 1]]. l]eir.r.r Spannen \\:irken alstt die Gratc'
a1s Flebelarme. LrnLl clie anfängliche Spzrnr)ung, bis der l3ogen die:
tr orm (' erlangt hat, erfordert großen I(raftauft'and. Flat :Lber bei
weitorer Spannr.rng clie Sehne die (iratc r,erliissetr [Abb. 33 D], so
tvirl<en die Ohren ir.1s vcrlängerter I.Iebelrrtt.t, s,r dald die Spaunr.rng
hierdurch \rerringert \vird. ln diescr KonstrLtktion liegt rtoch ciu Kleine
rr.eiterer grol3cr \iorzug r,or dem einfachen llogen. Beim -Abschul',
nämlich nimrrt dic 'frägheit des Pfeiles untcr gloichzcitigcr 13e- Ner
schleunigung cler Sehnc ab. Wenn die Schne die Rr.rhestellung cr- Im Vorwort zu seine
reicht hat, ist ihre Beschlr:unigung am gr:oßten. Dt-r ['Icil erheilt AnNolo kcin weiteres Verr
bezüglichcn Arbeiten vor
hierdurch eirre große Anfangsgeschrvir-rdigkeit urrd Sr:l'rtll'rt,eittl bezu'. cnoull enqlischen Lesern
I)urchschlagskraft. Da die größte .lliegsarnkeit ttlrhe rLrrr (iril'f licgt, vor allenr sein Preaching
brancht ein solcher Bogen attch nur k:urz zu scirl.') schätzung im wesentliche
In der Tat ist denn auch
Dic Schußt,cite. noch nirgencls in solcher V
lilaren llarstcllung des Str
Den S<rhlull t1ieses Iiapitels Inögcn einige Berrer:kungen tiber Iültig cr auch die Arbeitr
die 1-eistung eines zLts:untlrengcst'tztetr Schcillcnbrlgens bilden. L'ber schichte dcs Iialifats vor
clie inr \Veitschießen erziclten |.eistnngen rvird unten ansführlich Nationalversarnmlung vor
clit I{ec.lc sein. nach der Aulfassung cler
Theorie geht cr nur kurz it
Eirre nortrale rnitticte Schußu eite eincs Ptrta'Bogells \\r.11: 3oo i''r'5
auch dariurch, dalJ cr rihr
(ca. .ier rr-r).') Das Ziel aul deru KonstantinopTc'r rtteidatl \var jcden- Iteicir unrl das Papsttum,
lalls in rlicser -Lltt[('rnllns' aufgostollt. damit zrrr t'brrng dic rrloistt'n misscn u'ird, is1 cin nähcrc
Schützen clas Ziel auclr crreichen kotlnten. \'on eincur volll<olrt.tlctletr kauni irgcnduo rliiriten cli

n{eister lbn Nal]l-}as rvir,1 ,lie Arrßcr-ulg f iedergegebcn, dal'i tlatt 1n Lonrlon,und,\txot,o rv
sie hrute schon in rlcn Rr
mit einem ziernlich starkcn liogen atts eitrcr Entfcrnurrg \'ol1 ,5oo i9'r'5 liaunr geltcnrl gcnracht wc
(ca" 535 nr) anf zrlsammeligcbailte -l-lrppetlnrassen schiel'tc'rl kirnnr: haltung und liriiItigung d
[8-1, 15- rS].t1 N'Ian muß diesen Angaben die Leistungen der- heu- gü1rig abgeschlosscn. Int
tigen Bogenschtitzen, die mit clcm einfachen Ilogctr schielie|r: («l)io nirrmt clie indische Iialifa
kontirientalen Geselischaften schielletr durchu,eg llur attf 5r.r llr 1'-rrt- lichcn Bcr ticl<sichligung ir
welche die älteren ll'en den
fcrnung, rvährend clie Itng1änder Ioo -r'ards (9r n-r) als -\ornr angt'- so handgreillich zutage v
nommen haben)a) entgegenhalten. uln die gerviritige ['l]erlegenhcit einer \Yafic gegen die europ
cics zuserntmcngesetztelt l]ogcns irber tlen cinlachen rr:cht rvtirdiger-t rris, das sie mit einer nic.
dercn hinduistische Anhär
zu können. (l"or tsetzung liilgt.)
Ds versteht sich vol
I) .lian i crzählt r.c»t lllähir, tiali dit-.se r iurf dcrr R:rt seines l-cltrer,. 'Abdurrehrlan konnte, wclche die Geschir
al-I.äzän seinc Bogenarmc vrrl<ürztc, aber clic llunrlstiiclic, in clcncu di(' Elastizitiit liegt, Als iilteste Stelle, an der
lang litl', unrl es:ru1'tliese \\'ei-.e seinem l-ehrcr inr Schiellen gleichtat [E6, z7-U7, tll' des Ilassän an, auf welcl
, S. rr. rt. aber nicht rler einzige, der

.i) \:gl. auch Iihnr p. r5-;,5-8: rnit cinetn volll<ornnrenert Rogtn ohne JiehL trclli: in einem bei Ibn Qutai
ntan bci sorgl:iltiger Übung ein zicmlich gro(3cs ZieI itr els'a 5oo sz. Iintfcrnung, frlls Vcrse. Und frir die Umaij
wie es scheint
flie Bogcnlängc Io lr'äuste 3 Fingcr lrctregc. ,\lit tincnr Rogen vou q('tri1t1 I2 liiittstr:n - ich hal
l'itulatur nicht aufgenom
tref{e nan neisteus ein'Zii:l in 56o gz: (im Tcxt steht irrtümlich r6o pz: I) I'intlcrnung.
1 ,llit denz Pfeil trnd Bogen, S. :23. zqS den Sulainln b. 'Abr
Kleine Mitteilungen und Anzeigen.
Neuere Schriften über das Kalifat.
Im Vorlort zu scinenr Buche 7'lze Cati,phale (Oxlord t921,223 S.) ninmt Sir Tttort,ls
Anxor-l kcin q,titeres Verrlienst für sich in Anspruch, a1s cIas, dcn Inhalt cler auf das Kalifat
bczriglichcn Arbeiten von B,4ntroLo, Brcxrrr, C,rrtraxl, Nrllrxo rtnri Srorrr:x-FIur'
r;noxjr cnglischcn Lesern zugänguch gemacht zu haben. \ver seine lrühercn \verkc kennt,
yor allcnr scin Pruching ol Islant, wircl von vornherein gcneigt sein, dicsc Sclbstein-
schätzung im *'esentlichen als AtLsrlrucli cler Rescheidcnheit des Vcrfassers zu werten'
Irr rler 'fat ist rlcnn auch AnxoLn's Cali.fholc nicht rrur reiclL an .Einzclheiterr, die bishct
nrich nirgenrls in solcher VoJlstäntligkeit zusammengetrlgcn warcll; auch in cler ttrtrslcrh:tll
]ilaren J)arstcllung fles StolTcs cn,cist -.ich cler Verfasscr als durchaus seJbständig, so sr)rg-
iriltig cr auch rlic Arbeiten scincr \'-orgüngcr berticksichtigt^ Anro:,1 -*childert die (le-
-schiclrtc rlcs lialif:rts von scinem crstcn -r\uflretel bis zu sciner Abschaflung durch die
Nationalversanrniinng r,on Angora, erörtcrt die theoretischen Grundlagen der Institution
rrach tlcr Aullassung clcr surnitischerr Ihcologerr (auf ilie schiit:i-schc und charigitische
1'hcoric gcht cr nur liurz irl r\nhang e:in) und trcleuchtel tlie Stellung des Kalifen vor allem
auch rl:rrlurcli, rlall cr rilrnlielic Inslilutionen des Abcnillanclcs, rtie das lJeilige liiimischc
I{cich uncL clas I'irpstlrLrn, zum Vt'rgleiclr lteranzieht. \Vas iurnclter Lcscr ritlluicht ver-
rlisscn qiril. ist tirr rrihcrcs Iiirrgr:hcn aul dic ilrrlischc Kalilltbcs'egttng cler lctztcn Jahre;
liaunr irgcnrluo rlilrfl.cl ilic.L)olirrtncntc rliescr l3crvcgurig so berluem zugängJich s.itt rric
in Louriori. unri,\trol,rr lriri: rlrr llann gcrvescrt. iirre Gcschiclitc zu schrciben. Bcilenl<en.
sie hcrrlc sclrorr in r1c:r li:rhrrerr cincr ee-scliichtlichcn I)arstcliung t'inzttltcziehen, kcinneli
iiarrnr gcltcntl gcnrrcht u'crdcn. rit: nn nrirclesterr,q ihrc crste Phase, cler Iiampf lür clie Er-
haltung unrl Iiriltigung rlcs o,.manischcn IiaJifats, isL nrit clem Fa]l rlieser Institution enrl-
gültig:rbgesr:hlosscn. Inncrh:rlL der gc,srhichtlichcn Auslvirkttng der Kalifatsidcc aber
nilrnt rlic irrrlische Iialil:rtsbcs-cgun{ cinr.so bc-.ontlcrc Siellung cin, t1aß sie einer ar.rsführ-
lichcn Rcr iicli-*iclrtigrrng lvohl u,ert gc\leselr rviirc. -\irgcttds sorist lritt die Umgestallung,
wclche die äLtcrcn'l'enclenzen unlcr clcr Eirrwirliung curop;iischer F:rktoren erfaliren iraLttr,
so handgrcillich zutagc s,ie in tljcscr Relegnng, welchc clie Institution des l(alifats zu
e incr \\'affc gegel dic europäischc Bcvormurtclrtng umschmierlet. Un<l einzigartig ist cias Biinrl-

rris, rl:rs sic nrit cincr nichlislaririschcri Beu,egutrg cinging, dcr Non-Coopcr:rtion Gandiri's,
rlcrcn hintlujsljschc Anhängcr sie so zum i(ampf ftir d:rs Kalifat zu begeistern vcrmochte,
Es rcrstclrt sich r.on selbsl, ciaß auch Anror,n's lluch noch nic}rt alle Rätsel idsen
korrrrle. uclchc tlie Geschichlc dcs lialifats uns aulgibt. Da ist z. B. der Titel &ahlat Allah.
Al5 iiile-cle Stcllc, an der er a1s'ütel eines J:Ierrscirers auftr:itt, führt ArrNoLD einetr Vcrs
tles llass:1n an. auI rvelchen ir:h bcreits tm Islutt. XTII, rr4 r'erwiesen hatte. Hassän ist
abcr licht ilcr cinzigc, ([e r 'Ulml1rl dicscn ']'itel beiiegt: rlas gleicire tut auch I-aiia al-Aljalija
irr eiriem bei 1bn Qulaiba, Si', z7z, tz und bei N{ubarrad, Kd.nil 114 ansefüht'ten
Vrrse. Llrcl ftir die Urlaijarlen war dicsc Bczeichnung durchaus iiblich, rvenn sic sie auch,
wie cs schcint ich habe die ilürrzl<ataloge jetzt nicht zur Hand in ihre offizielle
- -
l'itula1ur niclit au{genornmen hatrcrr. So bezeichnet al-Farazrl:rq bei Ibn Qutaiba
zq8 den Sulainrln b.'Abclalmalilr 1l-c Ialilat:411r?/zi dessen \,'atcr'r\bdalmaliii.legen nl
1i.

.-ilt

8o Kleine Mitteilungeu und Anzeigen.


;
,I
Alltal (_DIzczZr ror) und Ibn Qais ar-Ruqaijät (Kamil 303) die gleiche Bezeichnung
bei, urrrl in bezug atf Iüu'äwija sagt l.lär jta b. Badr in einent an Ziii<l gerichteten Verse
,tl
(1'abari II 7E)
l*ji Äc^I; J-">l
;l-.)\ -*: tti-;9 r-';\: u.-;= (-ri
. t,'

\lit fialilat lilrrlr rvechsclt, ebenfalls bereits in umaijarlischer Zeit, Üalllttt ar-Ralimdn.
Als solchen bezeichnet ein l)ichter (Agd.n.i LY, rr.1) den'Abdalläh l';. az-ztbair, der ron
6o--69 H. den Umaijaden das Kalifat streirig machte; und Nasr b. Saijär crklürt bei
1l'abarr II r666 urit Bczug auf Fli§am
-i, ü+>-jl lir^I> r:-'*l:
\\'eitcrc l3eispiele für tlen Gcbrauchvon fialifat Allahrn unaijadischer zeithat D. S. N{.tn-
GoLlouTn in seinem von AnxoLo übersehenen Aufsatz in cler Brolyxo-Feslschrift z-usammen-
gcstellt. Aucir der r-orkoranische Gebrauch .von Ialt/a hätte vielleicht Beacirtung vt:rc1ient.
AI-A'§i bci -1-;J s. v. .sa,/, Labirl XX\rI, 14 und dic Tochter des DuJ-Isba' (A"an7? .l

TII. .1) r.erwenrien das \Iort im Sinne von »Stellvertretcr«, wic auch cine südarallische, t'
rben{alls bercits von NIIRc;olrourlr angefiihrte Inschrift rtlt zls »Yizckönig« kennt, ein !
Sprachgebr:[rch, cler mit clcr Annahmc cles Titcls ftalilal rasil Allah seitens Abü Bakrs
ilr ijbercinslimmung steh1. Zveilcllos haben dicjenigen muhamme<lanischen Theologen
reclrl, rlelclic lSalllat Allah in Surc II, zt (von Adam gcsagt) als »stellveltreter (;o1tcs((
6cutcn: lenn, rvic rlas Zcugnis iles -\phrem beweist, galt auch tlen orienta]ischcnChristen,
urrter cleren EinllrtlJ hier l{uhammecl steht, Adam als solcher (r,gl. dazu H. Spr.r'et in
sciner noch ungedruckle n Arbeit über die biblischen Erzählungen des Koran). Wenn matr
altcr, wie u,ir gesehen, schon zur Zeit des 'U1män begann, rlcn liiihrer der islamischen Ge-
rrieincle ebcnlalls als bulllul .ltLoh zt bezeichnen, so iäßt sich clas nicht einfach als Über-
tragung joner koranisciren Bezeichnung Adams deuten, uncl es erscheint mir niclit ausge-
schlosscn, claß clas Vorbilcl der Titrrlaturen frcmdcr geistlicher oder wcltlicher }lachthaber
üriteinecwirkt haben könnte. Ein genau crrlsprechender 'I'ilel scheint sicli freilich rveder
in Iran zu finclen noch in Byzanz. l)enn u'enn die Sassanidtn sich auch aul ihren Nlünzert
üng rrgnnen, so fehlt doch ebcn gracic das Arlui\alcnt fir lahla. und auch in Bvzanz. urt
rlie Vorstellung vonr liaiser rrjs Slclh,ertretcr (loties dem Zeremonienü'esen scit tlcnr
to. Jahrhunclert zrrgnrnde iiegt. ketut A. FIrrsr::rrrHc, s'ic cr mir freun<lliclist rnitteilt.
-I-rtel nir:]r1; clieser lctztere abcr scheinl erst vom
einen mit t,icarius 7)cr gleichbccleutenclcrr
3. Jalrrhunriert an bezeugt zu sein. \\ienn cs in einell an Aijub, rlen Sohn des Kalilen
Sulainian lr. .Abdalualil< gerichteten Gcclicht rlcs ('larrr \eißt (Dlaan ec1. Cairo r3I3, I I6) ,&
uJ-;\^ . -::jt "Lll r:-:r .'.>-I- rin^I-i'jl ;^j'
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so llingt r:las wie eine Älrspiclung auf messianische Vorstellutrgert, tlic irgentlwie bei iicr
übertragung dcr koranischcn I3ezcichnung auf die arabischen Herrschcr mithineingcspitlt
lrnbt'n mögen.
Arrs rlen bisherigerr Darstellungcn geht nichl deulhch hervor, seit tvann der Sujlatl
rler Osmanen in solchen Gebieten, clie seiner IJerrschaft nicht unterstantlen, votr cletl
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clläubigen als Padischäh-i lsläm oder als lialil anerkannt worden.ist. Dr. syed Mahmud
einer tler \-orkämplcr cler indischel Kaliiatsbewegung, hat in einer Schrift The KliLaluL *
.!nd En!!lt1nd (Second Iicl., Scdaqat Press, Patna I922) auf eine Reihe von Zeugnissen hin-
gcl'ieselr, rvclchc da1ür zu sprcchen scheinen, daß zwischen dern to. und tz. Jalrrhundert
,1er Iligrrr itr China sorvie :luf Ceylon, Sr.rmatra und Java der Narrte cles osmanischen Sultatrs
1ri cicr lrrcitags- oder Iiesr-Hufba genannt worden sei; leider hal er nicht überall die'I'ext- I
stellcn in vollem l. nilang abgcciruckt, so daIJ eine NachprüIung nicht in allen liiillen möglich {'
ist. Soviel aber beweisen seine Ausliihrungen jedenfalls, daß über diese Frage ilas ]etzte
\\-ort noch nicht gesproctrel ist. Ertvähnenss,ert ist aus \{ahmuds Sciirilt noch das von

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