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VWL Zusammenfassung

10 Volkswirtschaftliche Regeln
Wie Menschen Entscheidungen treffen

1. Alle Menschen stehen vor abzuwägenden Alternativen


 Zwischen Alternativen, Handlungsmöglichkeiten oder Zielen wählen
 In Trade-Off-Problematiken denken (Ressourcenknappheit)
o Effizienz vs. Gerechtigkeit
2. Die Kosten eines Gutes bestehen aus dem was man für den Erwerb des Gutes aufgibt
 Opportunitätskosten: Was muss aufgegeben werden um etwas anderes zu erlangen
3. Rational entscheidende Menschen denken in Grenzbegriffen
 Homo Oeconomicus: Idealbild des rational handelnden Individuums
 Entscheidungen treffen nach abwägung zwischen Kosten und Nutzen marginaler
Veränderungen
4. Menschen reagieren auf Anreize.
 Marginale Änderungen können Motivationen für Verhaltensänderungen sein
 z.B. politische Maßnahmen verändern gezielt Kosten/Nutzen und beeinflussen somit
Verhaltensweisen (Sitzgurte)

Wie Menschen zusammenwirken

5. Durch Handel kann es jedem besser gehen.


 Erlaubt Spezialisierungen (komparativer Kostenvorteil)
o Ricardo Theorem: jeder macht was er am besten kann
6. Märkte sind in der Regel eine effiziente Methode der ökonomischen Organisation
 Firmen und Haushalte interagieren als wäre sie o ei er “u si ht are Ha d
 Staat würde die Koordination zwischen Angebot und Nachfrage stören
7. Regierungen können manchmal Marktergebnisse verbessern
 Nach Verteilungsaspekten ist es eventuell nützlich in den Markt einzugreifen
o Marktversagen: Nicht optimale Verteilung von Marktressourcen
(Umverteilung)
o Externitäten: Negative Auswirkungen auf unbeteiligte Personen
o Öffentliche Güter: Keine Rivalität im Konsum
o Marktmacht & Asymetrische Informationsverteilung
o Sicherung von Besitzrechten
o Unvollständige Märkte (Versicherungen, nachhaltiges Denken)
 Eventuelles Staatsversagen
Wie die Volkswirtschaft funktioniert

8. Der Lebensstandard eines Landes hängt von der Fähigkeit ab, Waren und Dienstleistungen
herzustellen
 BIP: Wertschöpfung im Inland
 BNP: Wertschöpfung durch Produktionsfaktoren im Besitz von Ländern
9. Die Preise steigen, wenn zuviel Geld in Umlauf gesetzt wird
10. Eine Gesellschaft hat kurzfristig zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen
 Steigende Preise & Nachfrage => steigende Produktion & geringere Arbeitslosigkeit
 Langfristig fordern Arbeitnehmer inflationärbedingt höhere Löhne (Arbeitslosigkeit)
 Kurzfristig

Teilgebiete der VWL


Mikroökonomie: Verhalten einzelner wirtschaftlicher Einheiten

 Entscheidungen von Haushalten & Unternehmen


 Einfluss auf Markt und Preise

Makroökonomie: Wirtschaft als Ganzes

 Geldpolitik
 Wachstumstheorie
 Internationale Wirtschaftsbeziehungen
 Konjunkturtheorie
 Moderne Makro: Auf Mikro basierend

Zahlreiche Verbindungen und fließende Übergange

Wirtschaftstheorie

 Abstrakte Modelle zur Erklärung der komplexen Realität, Voraussetzung:


o Allgemeingültigkeit
o Falsifizierbarkeit
o Verständlichkeit

Empirische Wirtschaftsforschung

 Evaluierung von Theorien durch Überprüfung mit Daten aus


o Laborexperimenten (Idealbedingungen)
o Naturexperimenten (echte Beobachtungen)

Annahme: unverfälschende Vereinfachungen komplexer Sachverhalte

Korrelation: Misst statistischen Zusammenhang zweier Variablen

 Schließen auf Ursache und Wirkung nicht einfach (umgekehrte Kausalität)


 Scheinkorrelationen & Verzerrungen durch ausgelassene Variablen
o z.B.: Feuerzeug & Krebswarscheinlichkeit
Kreislaufdiagramm:

 visuelles Modell zeigt wie Güter & Geld zwischen Haushalten & Unternehmen über die
Vermittlung von Märkten fließen

Produktionsmöglichkeitenkurve:

 Zeigt Kombinationsmöglichkeit des Outputs welche die Volkswirtschaft beim Einsatz der
verfügbaren Produktionsfaktoren- & methoden produzieren kann

Positive Aussagen: beschreibend, deskriptiv (Wie die Welt ist)

Normative Aussagen: abhängig von Werturteilen, präskriptiv (Wie die Welt sein sollte)

„Wirtschaftspolitische Berater haben unterschiedliche Meinungen aufgrund unterschiedlicher


Forschungsergebnisse“

 Unterschiedliche Theorien oder Daten & Methoden


 Unterschiedliche normative Ansichten
o Bei der Analyse von Theorien oder Daten
Interdependenz & Handelsvorteile:
Ricardo: Auch wenn Produktion im eigenen Land günstiger wäre, kann Güterimport vorteilhaft sein,
abhängig von relativen (komperativen) Kosten

Handel & Spezialisierung Autarkie


 Schafft Wohlstandsgewinn  Unabhängige Selbstversorgung

Struktur von Produktion & Handel gründet sich auf unterschiedlichen Oppurtunitätskosten

Produktionskosten: I put Ar eitsstu de … & Opportunitätskosten

Absoluter Vorteil:

 Höhere Produktivität (Input pro Output-Einheit)


o Produktivität einer Person/Firma/Land
o Produktions- & Technologie Vorteile

Komperativer Vorteil:

 Geringere Oppurtinitätskosten
 Falls potentielle Handelspartner versch. Oppurtunitätskosten haben können sie von Handel
profitieren
 Annahme!!!: Vollbeschäftigung & intersektorale Mobilität
2: Makroökonomische Daten:
Mikroökonomie:

 Untersucht wie Haushalte & Unternehmen Entscheidungen treffen & miteinander auf
Märkten interagieren

Makroökonomie:

 Untersucht Wirtschaft als Ganzes


o Erklärung wirtschaftlicher Veränderungen, die Haushalte & Unternehmen
gleichzeitig betreffen

Bruttoinlandsprodukt:

 Misst Einkommen/Ausgaben einer Volkswirtschaft & entspricht Endverbrauch bestimmter


Güter/Dienstleistungen, welche in einer Zeitperiode im Inland produziert werden
 Wertschöpfung im Inland
 Enthält folgende Komponenten (Alles im Land)
o Y=C+I+G+NX
o Konsum: C
o Investitionen: I
o Staatsausgaben: G
o Nettoexporte: NX= Export-Import

Berechnung:

 Gesamtausgaben der Haushalte (Verwendung)


 Gesamteinkommen der Haushalte (Verteilung)
 Wert der produzierten Güter (Entstehung)

Nicht im BIP enthalten sind:

 Güter des informellen Sektors (Schwarzmarkt)


 Nicht gehandelte Güter (Produktion zur Selbstversorgung)
 Güter der Subsistenzwirtschaft (Naturaltausch)
 Freizeitwert
 Umweltqualität
 Umverteilung
Probleme des BIP:

o Ungenauigkeiten bei Gütern ohne Marktpreis (öffentliche Verwaltung):


Bemessung anhand Produktionskosten

Nominales Bruttoinlandprodukt: Reales Bruttoinlandprodukt:


Bewertet Output von Gütern & Bewertet Produktionsmengen von Gütern &
Dienstleistungen zu Marktpreisen Dienstleistungen zu konstanten Preisen

 BIP kann durch Preis- oder  Effekt von Preissteigungen wird


Mengensteigerungen zunehmen eliminiert durch Basisjahrpreise

BIP-Deflator:

 Zeigt Zunahme des nominalen BIP in Folge von Preiserhöhungen


 Enthält Güter die nicht von Haushalten gekauft wurden
 Nur im Inland produzierte Güter
 Kein fixer Warenkorb (Vergleich produzierte Güter derzeit & vor einem Jahr)

Wachstum des realen BIP in Deutschland:

 Kontinuierliches Wachstum
o Ausnahme: Wirtschaftskrise 2009
 Zusätzliches BIP nimmt ab (abnehmender Grenzertrag)
o Je weiter ein Land entwickelt ist, desto schwerer ist das erreichen zusätzlichen
Wirtschaftswachstums

BNE

 = BIP + Nettoeinkommen aus dem Ausland (Alles von Staatsbürgern, auch im Ausland)
o Kuwait BNE > BIP
o Irland BIP > BNE

Magisches Viereck/Sechseck:

1. BIP pro Kopf


2. Arbeitnehmerzahl
3. Preisstabilität
4. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
5. (Umweltschutz) & (Nachhaltigkeit)

Human Development Index:

 BIP pro Kopf


 Lebenserwartung (Gesundheit, Ernährung, Hygiene)
 Bildungsgrad (Einschulungsquote, Alphabetisierungsquote)
o Norwegen (1), USA (5), DE (6)
Messung der Lebensunterhaltungskosten
Inflation: Anstieg des allgemeinen Preisniveaus einer VW

Inflationsrate: Prozentuale Veränderung des Preisniveaus zum Vorjahr

Verbraucherpreisindex:

 Preis erä deru ge der Güter/Die stleistu ge die i „t pis he “ Haushalt ko su iert
werden
 Monatlich vom statistischen Bundesamt berechnet
 Probleme
o Substitutionsverzerrung: Konsumenten ersetzen teure durch billige Güter
o Keine Erfassung von Reaktionen auf neue Güter, konstant
 Dauert bis Aufnahme neuer Güter in den Korb
o Nicht ausreichende Erfassung von Qualitätsänderungen
 Preissenkung durch Qualitätssenkung=> Inflationsüberbewertung

Berechnung:

1. Festlegen des Warenkorbs


2. Ermittlung des Preises (zu versch. Zeitpunkten)
3. Preis Warenkorb (zu versch. Zeitpunkten)
4. Auswahl Basisjahr
a. Verpraucherpreisindex des Basisjahrs: 100
b. Berechnung des Verbraucherpreisindex für die versch. Zeiten

Inflationsrate: Prozentuale Veränderung des Verbraucherindex im Vergleich zur Vorperiode

Preisindizes: Vergleich der Kaufkraft von Geldbeträgen zu unterschiedlichen Zeitpunkten


3: Angebot und Nachfrage
Güter (Dienstleistungs-)markt

 Gruppe potentieller Käufer und Verkäufer einer Ware/Dienstleistung


 Käufer bestimmen die Nachfrage
 Verkäufer das Angebot

Wettbewerbsmarkt:

 Hohes Angebot und Hohe Nachfrage


 Einzelne können den Marktpreis kaum beeinflussen
 Idealer Markt

Perfekter Wettbewerb: Polypol

 Identische Produkte
 Zahlreiche Käufer/Verkäufer ohne Einfluss auf Marktpreis
o „Preis eh er“

Unvollständiger Wettbewerb

Monopol

 Ein Verkäufer, der den Marktwert beeinflussen kann


 Fehlender Wettbewerb

Monopolistische Konkurrenz

 Viele Anbieter
 Differenzierte Produkte
 Jeder Anbieter kann Preis seines Produkts beeinflussen

Oligopol

 Wenige Anbieter, viele Käufer


 Geringer Wettbewerb
Nachfrage
Nachfragemenge: Menge eines Gutes, die Käufer erwerben wollen und können

Gesetz der Nachfrage: Nachfragemenge sinkt wenn Preise steigen ceteis paribus

 (Ausnahme Giffen-Gut)

Nachfragekurve: Beziehung Preis-Nachfragemenge (negative Steigung)

 Ändert sich bei Änderungen


o Des Einkommens
o Des Preises
o Des Preises verwandter Güter
o Der Erwartungen
o Der Vorlieben
o Der Käuferanzahl

Marktnachfrage: Summe aller individueller Nachfragemengen eines bestimmten Gutes

 Kurve: horizontale Addition aller individuellen Nachfragekurven

Einkommenseffekte

 Normale (superiore) Güter: Nachfrage steigt mit dem Einkommen


 Inferiore Güter: Nachfrage sinkt mit steigendem Einkommen

Komplementäre Güter

 Ein Preisanstieg für ein Gut senkt die Nachfrage für ein anderes Gut
 Wenn mehrere Güter nur zusammen effizient genutzt werden können

Substitutive Güter

 Ein Preisanstieg für ein Gut erhöht die Nachfrage für ein anderes Gut
 Wenn mehrere Güter sich gegenseitig ersetzen können

Angebot
Angebotsmenge: Gütermenge, welche Verkäufer veräußern wollen und können

Gesetz des Angebots: Angebotene Menge steigt mit Preis (bei c.p.)

Angebotskurve: Beziehung zwischen Preis eines Guts und Angebotsmenge (Positive Steigung)

 Ändert sich bei Änderungen


o Des Preises
o Des Input-Preises
o Der Technologien
o Der Erwartungen
o Der Anbieteranzahl

Marktangebot: Summe aller individuellen Angebote eines bestimmten Gutes

 Kurve: horizontale Addition


Angebot & Nachfrage
Gleichgewicht: Zustand bei dem die Nachfrage dem Angebot entspricht.

Gleichgewichtspreis: Preis, bei dem Angebot und Nachfrage übereinstimmen.

Gleichgewichtsmenge: Angebotene und Nachgefragte Menge beim Gleichgewichtspreis

Gesetz von A&N: Preisanpassungen führen zur Angleichung von Angebots-& Nachfragemenge

 Preis liegt über Gleichgewichtspreis


 Anbieter senken Preise

 Preis ist unter Gleichgewichtspreis


 Anbieter erhöhen Preise
 Geht zum GG
Angebot konstant Angebot nimmt zu Angebot nimmt ab

Nachfrage konstant P: unverändert P: fällt P: steigt


Q: unverändert Q: steigt Q: fällt
Nachfrage nimmt zu P: steigt P: ? P: steigt
Q: steigt Q: steigt Q: !
Nachfrage nimmt ab P: fällt P: fällt P: !
Q: fällt Q: ! Q: fällt

Elastizitäten und ihre Anwendung


Elastizität: Maß, wie Anbieter und Nachfrager auf Veränderungen der Marktlage reagieren

Elastizität der Nachfrage

 Misst Veränderungen der Nachfragemenge bei Preiserhöhung


o Prozentuale Mengenänderung bei Preisänderung um 1%

Abhängig

 Von der Erhältlichkeit von Substituten


 Ob Güter Lebensnotwendig oder Luxusgüter (hoher Einkommensanteil) sind
 Marktdefinition
 Vom Zeithorizont

Preiselastizität der Nachfrage steigt bei

 Steigender Anzahl von Substituten


 Luxusgütern
 Eng definierten Märkten
 Langem Zeithorizont

Beispiel:

 Preiserhöhu g ei er Eiskugel: €=> , €


 Nachfrage sinkt: 10=> 8
Vollkommen unelastische Nachfrage

 Nachfragemenge reagiert nicht auf Preisänderungen


o Nachfragekurve ist eine Senkrechte
 Preiselastizität ist 0

Unelastische Nachfrage

 Nachfrage reagiert nicht stark auf Preisänderungen


 Preiselastizität ist <1

Einheitselastizität

 Nachfragemenge ändert sich um selben %-Satz wie der Preis


 Preiselastizität=1
 Keine Umsatzveränderung

Elastische Nachfrage

 Nachfrage reagiert sehr stark auf Preisänderungen


 Preiselastizität >1

Vollkomen elastische Nachfrage

 Preisänderung führt zu unendlicher Veränderung der Nachfragemenge


o Nachfragekurve ist eine Waagerechte
 Preiselastizität geht gege ∞

Elastizität und Umsatz


Umsatz: Preis x Menge

Unelastische Nachfragemenge

 Preiserhöhung=> Umsatzanstieg
 %-Preisanstieg übersteigt %-Nachfragerückgang

Elastische Nachfrage

 Preiserhöhung=> Umsatzrückgang
 %-Preisanstieg ist geringer als %-Nachfragerückgang

Einkommenselastizität der Nachfrage

 Misst Veränderung der Nachfragemenge aufgrund von Einkommensänderungen


%−Na a ä u
%−E k ä u

Kreuzpreisstabilität

 Misst Veränderung der Nachfragemenge als Reaktion auf Preisänderungen anderer Güter
o Komplemente & Substitute
 Maß zur Marktabgrenzung
% − Mengenänderung eines Guts
% − Preisänderung des anderen Guts

Elastizität des Angebots

 Misst Reaktion der Angebotsmenge auf Preisänderungen


o %-Mengenänderung des Angebots bei Preisänderung um 1%
% − Angebotsänderung
% − Preisänderung

 Abhängig von
o Fähigkeit der Verkäufer Güterbestand zu erhöhen
 z.B. Strandzugang: unelastisch
 Bücher: elastisch
o Zeitperiode
 Lange ZP: Elastischer
 Kurze ZP: Unelastischer
 (Vollständig) unelastisches Angebot: E<1 (0)
 Einheitselastisches Angebot: E=1
 Vollstä dig elastis hes E> ∞)
Angebot, Nachfrage und wirtschaftspolitische Maßnahmen
Preiskontrollen

 Wenn Politiker glauben die Preise seien für Käufer oder Verkäufer unfair
 Höchst- und Mindestpreise sind nicht bindend wenn Preise schon darunter/darüber liegen

Höchstpreis

 Bindend, wenn er unter Gleichgewichtspreis liegt, verursacht


o Mangelwirtschaft: starker Nachfrageüberschuss (z.B. DDR)
o Rationierung: Lange Schlangen, Diskriminierung durch Verkäufer
o Schwarzmarkt

Mindestpreis

 Bindend, wenn er über dem Gleichgewichtspreis liegt, verursacht


o Angebotsüberschuss (Mindestlohn in DE)
o Überschussverwaltung durch Regierungen (z.B. EU-Butterberge)
o Rationierung

Effekt des Mindestlohns auf Arbeitsmarkt

 Verursacht Arbeitslosigkeit
 Andererseits kommt es bei Nachfragemonopolen (Arbeitgeber) zur Senkung von Löhnen
unter das Grenzprodukt
o Weniger Leute wollen arbeiten
 Durch Mindestlohn unter Grenzprodukt aber über dem Marktpreis werden mehr Leute
eingestellt
 Falls Mindestlohn darüber liegt kommt es allerdings zu einem Überangebot an Arbeitern
 Studien geben Nachweise für beide Seiten

Steuern
Verändern das Marktgleichgewicht

 Käufer zahlen mehr & Verkäufer erhalten weniger


 Verringert Marktaktivitäten
 Verringert Umsätze von Gütern
 Steuer trifft jene Seite des Markts stärker, deren Elastizität geringer ist

Steuerinzidenz: Verteilung der Steuerlast zwischen Käufer und Verkäufer

Steuern werden immer von dem inelastischeren mehr getragen

Elastisches Angebot und unelastische Nachfrage Unelastisches Angebot und elastische Nachfrage
 Steuerlast fällt mehr auf Käufer  Steuerlast fällt mehr auf Verkäufer
4: Produktionskosten
Gesamterlös: Preis * verkaufte Menge (Umsatz)

Grenzerlös: Änderung des Gesamterlöses pro zusätlich verkaufter Einheit

Gesamtkosten: Marktwert aller Produktions-Inputs

Gewinn: Gesamterlös – Gesamtkosten

 Wirtschaftlicher Gewinn: Gesamterlös – Explizite & Implizite Kosten


o Gesamte Opportunitätskosten
 Buchhalterischer Gewinn: Gesamterlös – Explizite Kosten

Kosten als Oppurtunitätskosten


Produktionskosten eines Unternehmens sind alle Oppurtunitätskosten, die bei der Produktion seines
Outputs anfallen

 Explizite Kosten: Ausgaben für Inputs


 Implizite Kosten: Keine direkten Zahlungen (EK-Kosten)
o Arbeitsstätte ist Haus des Geschäftsführers

Produktionsfunktion: Max. Output bei gegebener Inputmenge

Grenzprodukt/GE: Zusätzlichen Output bei zus. Input-Einheit

Grenzkosten: Kostenzunahme pro zusätzlichem Output

Abnehmendes Grenzprodukt/Grenzertrag:

 Bei abnehmendem Grenzertrag


 Wenn Produktionsfunktion ein Maximum hat (2. Ableitung)
 Jede zusätzliche Input-Einheit bringt weniger zusätzlichen Output
 Produktionsfunktion ist konkav, wird flacher
Kostenkurven und ihre Verläufe
Gesamkostenkurve:

 Eng mit Produktionskurve verknüpft


 Abnehmender Grenzertrag: Produktionskosten nehmen mit steigendem Output stärker zu
 Dabei fallen zusätzliche Fixkosten an

Steigende Grenzkosten (MC)

 Abnehmendes Grenzprodukt
 Steigende Grenzkosten

Durchschnittskostenkurve (DK/ATC)

U-förmig
Minimum ist Schnittpunkt mit der Grenzkostenkurve (Optimum)

1. Bei geringem Output-Niveau sind DK relativ hoch (Fixkosten)


2. Bei steigendem Output sinken DK, da Fixkosten auf mehr Einheiten verteilt sinkende AFC
3. DK steigen, sobald variable DK (AVC) durchschnittliche Fixkosten (AFC) dominieren

ATC= AFC + AVC

AFC: Durchschnittsfixkosten, AVC: Durchschnittsvariablekosten


Lang- und kurzfristige Produktionskosten

 Langfristig sind alle Kosten variabel


 Gründe für Anstieg der DK-Kurve fallen weg
 Langfristig sind die DK konstant
o Konstante Skalenerträge (anfangs zunehmend, später abnehmend)

Skalenerträge

 Beschreiben Outputveränderung bei gleichmäßiger Inputerhöhung

Zunehmende SE: Bei steigendem Output sinken DK

Abnehmende SE: Bei steigendem Output steigen DK

Konstante SE: Bei steigendem Output bleiben DK konstant


Unternehmen im Wettbewerbsmarkt
Profitmaximierung

 Profit = R – C(Q) = PQ – C(Q)


 Maximaler Profit wenn P = GK = GE
 Langfristig gilt in einem Polypol P = DK = GK
 Langfristig ist GK-Kurve die Angebotskurve
o Firmen treten Markt bei wenn Preis über DK liegt, bis Gewinn bei 0 ist
o Sie verlassen den Markt wenn Preis unter DK liegt
o Langfristig ist Angebotskurve Minimum der DK und dort vollkomen elastisch

Vollständige Konkurrenz (Polypol):

 Viele Käufer und Verkäufer


 Angebotene Güter sind identisch
 Marktzugang ist frei und es entstehen keine Kosten beim Verlassen des Markts

Daraus folgt

 Nachfrage eines Einzelnen hat keinen signifikanten Einfluss auf den Preis
 Angebot eines Verkäufers hat vernachlässigbaren Einfluss auf den Marktpreis
 Käufer und Verkäufer sind Preisnehmer: Nehmen Marktpreis als gegeben
 Grenzerlös entspricht Preis eines Guts

Gewinnmaximierung im Polypol

 Ziel der Gewinnmaximierung


o Output, der Differenz zwischen Gesamterlös & Gesamtkosten maximiert (=GK)
 Grenzkostenkurve=Angebotskurve (Keine Gewinne)
o Angebotskurve zeigt Beziehung zwischen Preis eines Guts und Angebotsmenge
 Gesamtausgaben enthalten Opportunitätskosten des Unternehmens
o Entschädigung des Unternehmers (Arbeit, Kapital) enthalten

Verschiebung der Nachfragekurve

 Erhöhung der Nachfrage führt kurzfristig zu steigenden Preisen und steigendem Output
 Gewinne der Unternehmen steigen, weil Preise über durschnittllichen Gesamtkosten liegen
Anfangsbedingung

Kurzfristige Reaktion

Langfristige Reaktion

Warum die langfristige Angebotskurve eine positive Steigung haben könnte

 Ressourcenknappheit=> Input-Preise steigen


 Marginale Firmen werden vom Markt verdrängt
 Eintrittsbarrieren in den Markt
Monopole
 Unternehmen im vollständigen Wettbewerb sind Preisnehmer, Monopole dagegen
beeinflussen selbst den Preis
 Ein Monopol ist einziger Verkäufer eines Guts ohne nahe Substitute
 Entstehungsursachen sind grundlegend Eintrittsbarrieren in den Markt

Eintrittsbarrieren

Entstehen durch drei Faktoren

 Unternehmen gehört für die Produktion wichtige Ressource (Schlüsselressource)


o In der Praxis kaum relevant
 Regierungen erlauben nur einem Unternehmen in einem Bereich tätig zu sein (staatl. M.)
 Ein einziges Unternehmen produziert am kostengünstigsten

Regierungsgeschaffene Monopole

 Regierung kann Markteintritt behindern, indem sie Unternehmen das Recht einräumt alleine
in einem Markt tätig zu sein
 Patente und Copyrights sind wichtige Beispiele für staatlich abgesicherte Monopole zum
Nutzen der Gesamtgesellschaft

Natürliches Monopol

 Unternehmen stellt Produkt/Dienstleistung günstiger her als mehrere andere Unternehmen


 Zunehmende Skalenerträge fallen über gesamten Bereich der Marktproduktion
 Hauptgru d si d hohe Fi koste teure Mas hi e …

Produktions- und Preisentscheidung des Monopolisten


Polypol Monopol
 Einer von vielen Produzenten  Einziger Produzent
 Horizontale Nachfragekurve  Negativ geneigte Nachfragekurve
 Ist Preisnehmer  Kann Preise zur Absatzerhöhung senken
 Erhält für Output stets den selben Preis
Erlös des Monopolisten

 Grenzerlös ist immer geringer oder gleich dem Verkaufspreis des Guts
o Maximaler Preis ist Cournot-Preis
 Bei Preissenkung zum Mehrverkauf sinkt der Durchschnittserlös für die gesamte Menge
o Preiseffekt: Um mehr zu verkaufen wird P gesenkt
o Mengeneffekt: Da mehr verkauft wird ist Q größer

Polypol P=GE=GK

Monopol P>GE=GK mit Q von GE/GK

Gewinn: GE-GK = Q*(P-DK)

Wohlfahrtseinbußen durch Monopole

 Diskrepanz zwischen Gleichgewichtspreis durch Angebot und Nachfrage und festgelegtem


Verkaufspreis
 Ausbringungsmenge liegt unter sozialem Optimum
 Monopolist erhält Wohlfahrt statt Staat
o Ähnlich der Besteuerung

Gewinn

Maßnahmen gegen Monopole

1. Monopolisierte Märkte dem Wettbewerb öffnen


2. Monopole regulieren
3. Monopole verstaatlichen
4. Nicht einschreiten

Fusionskontrollen

 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)


 Bundeskartellamt kann Fusionen untersagen
 Bu des irts hafts i ister ka die E ts heidu g u stoße Kaiser’s Te gel a
Übernahme)

Regulierung

 Zuteilung der Ressourcen ist dann optimal, wenn der Preis den Grenzkosten entspricht
 Im Fall des natürlichen Monopols würde dies zu Verlusten führen
Verstaatlichung

 Staatsunternehmen haben wenig Anreize Kosten zu senken

Nicht einschreiten

 Marktversagen wird von Regierung toleriert


 Optimal, wenn Kosten der Regulierung über Kosten des Marktversagens liegen

Verbreitung von Monopolen

 Monopole sind weit verbreitet


 Meiste Unternehmen verfügen über gewisse Kontrollen über ihre Preise, vor allem wegen
Produktdifferenzierungen
 Unternehmen mit großer Marktmacht sind selten
 Wenige Güter sind nicht substituierbar

Zwischen Monopol und vollständiger Konkurrenz

 Märkte mit unvollständiger Konkurrenz haben Marktstrukturen zwischen Mono- und Polypol
 Sie haben zwar Wettbewerber, sind aber keine reinen Preisnehmer

Oligopol: Wenige Unternehmen bieten ähnliche/identische Produkte an

Monopolistischer Wettbewerb: Viele Unternehmen verkaufen ähnliche, nicht identische, Produkte


5: Theorie der Konsumentenentscheidungen
Budgetbeschränkung (was sich Konsument leisten kann)

 Knappheitspostulat: Konsumenten wollen mehr konsumieren, als es ihr Einkommen erlaubt


 Budgetbeschränkung zeigt, welche Güterkombination sich ein Konsument bei seinem
Einkommen maximal leisten kann
 Budgetgerade zeigt Güterkombination im Fall zweier Güter

 Konsument kann 500 Pepsi oder 100 Pizzas konsumieren, oder Kombinationen (z.b. 50 Pizzas
und 250 Pepsi)
 Die Neigung entspricht dem relativen Preis der Güter, Opportunitätskosten (wie viel Pepsi
pro 1 Pizza)
 Bewertungen im Markt, im Gegensatz zu subjektiven Bewertungen durch die Person, die vor
Allokationsentscheidung steht
 Steigung: -p1/p2

m: Einkommen xi: Menge i Pi Preis i Budgetbeschränkung für n=2

 p 1 x 1 + p2 x 2
 Keine Sättigung: Ersetzen der Ungleichung mit einer Gleichung
 m=p1x1 + p2x2 ↔ 2=m/p2-p1/p2x1

Präferenzen: Was will der Konsument

 Präferenzen der Konsumenten können mithilfe von Indifferenzkurven illustriert werden


 Sie zeigt Güterkombination, die Konsumenten den selben Zufriedenheitsgrad vermittelt
 Entsprechend ist Konsument indifferent, wenn er zwischen solchen Güterbündeln wählt
 Grenzrate der Substitution: Steigung der Indifferenzkurve
o Opportunitätskosten (Wie viel Pizza pro 1 Pepsi )
 Voraussetzungen für Rationalität
o Vollständigkeit: Für jedes Güterbündel können Konsumenten Präferenzen wählen
Indifferenzkurven

 Höher liegende Indifferenzkurven werden gegenüber niedriger liegenden bevorzugt


o Konsumenten ziehen höhere Mengen niedrigeren Mengen vor
 Indifferenzkurven weisen eine negative Steigung auf
o Wenn man Gut aufgibt bleibt man nur auf der Kurve wenn man anderes Gut erhält
o Quantität eines Guts fällt und andere (auf x-Achse) steigt=> fallend
 Indifferenzkurven verlaufen konvex (nach innen gebogen)
o Personen sind eher bereit sich von Gütern zu trennen, die ihnen im Überfluss zur
Verfügung stehen als von welchen sie wenig besitzen
o Grenzrate der Substitution sinkt mir zunehmender Substitution von x/y

 Indifferenzkurven schneiden sich nicht

o Konsument ist indifferent zwischen A und B, B und C


o Dadurch folgt die Indifferenz zwischen A und C!!!
o Widerspricht Annahmen, C>A

 U(x1,…, n) ist die Nutzenfunktion, n=2


 U(x1,x2)=u1(x1)+u1(x2)
 Ukonst. = u1+u2
 Eine Abnahme bei u1 um eine Einheit muss zu einer Zunahme von u2 um 1 bedeuten

Arbeit-Freizeit
Alternatives Beispiel n=2

 Für einen relativen Nutzen von ½


 Indifferenzkurve: alle Kombinationen von x1 und x2 wie u(x1, x2) = ukonst

 Grenzrate der Substitution (MRS): Gesamt Differential bei 0

 MRS ist -1*Grenznutzen

 Aufgabe von dx1 Einheiten des Verbrauchsguts x1 führen zu einem Nutzverlust=


 Kompensation für den obigen Nutzenverlust durch Erhöhung von x2 um dx2
o Nutzgewinn=
 Indifferenz erfordert das der Grenzverlust dem Grenzgewinn entspricht

Beispiel:

Ableitung (Grenznutzen):

Zwei Beispiele von Indifferenzkurven

Vollkommene Substitute

 Bei geradlinigen Indifferenzkurven handelt es sich um Güter, die vollkommene Substitute


sind
 Marginale Substitutionsrate ist eine Konstante

Vollkommene Komplemente

 Bei rechtwinkligen Indifferenzkurven handelt es sich um Güter, die vollkommene Komplente


sind
Was der Haushalt wählt

 Konsument wählt Güterkombination auf höchstmöglicher Indifferenzkurve


 Gleichzeitig darf Konsument Budgetbeschränkung nicht verletzen
 Optimale Konsumentenentscheidung ist Tangentialpunkt (Budgetgerade-Indifferenzkurve)
o Optimum: Grenzrate der Substitution = relativer Preis der Güter
 Optimum: Bewertung beider Güter durch Konsumenten = Bewertung durch Markt = Preis
 ∆x2/∆ 1 = -p1/p2 = -MU1/MU2
 GRS = Steigung Budgetbeschränkung = negatives Verhältnis Grenznutzen

Beeinflussung der Konsumentenentscheidung durch Einkommensänderung


 Einkommenserhöhung schiebt Budgetgerade nach außen
 Konsument ist damit in der Lage mehr von beiden Gütern zu konsumieren und auf höhere
Indifferenzkurve zu gelangen
Normale (superiore) Güter: Konsument kauft mehr bei steigendem Einkommen

Inferiore Güter: Konsument kauft weniger bei steigendem Einkommen

Wie Preisänderungen Konsumentenentscheidungen beeinflussen

 Preissenkung dreht Budgetgerade nach außen und verändert Neigung

Substitutions- und Einkommenseffekt

Preisänderung hat zwei Auswirkungen auf Konsumentenentscheidung

Substitutionseffekt:

 Veränderung des Konsums, zurückzuführen auf Veränderung relativer Preise


 Preisänderung führt dazu, dass Konsument sich entlang der Indifferenzkurve bewegt

Einkommenseffekt:

 ∆Konsum:Konsument kann nach Preisänderung mehr/weniger Güter konsumieren


o (∆Realeinkommen=> Rotation Budgetgerade)
 Konsument bewegt sich zur neuen Indifferenzkurve

Gut: Einkommenseffekt: Substiutionseffekt: Gesamteffekt:


Pepsi: Konsument ist reicher Pepsi ist relativ billig, Einkommens-& Substitutionseffekt
Er kauft mehr Pepsi =>er kauft mehr Pepsi wirken in selbe Richtung=> mehr Pepsi.
Pizza: Konsument ist reicher Pizza ist relativ teuer, Einkommens-& Substitutionseffekt
Er kauft mehr Pizza =>er kauft weniger Pizza wirken in entgegengesetzt
=>Gesamteffekt ist nicht eindeutig
Budgetbeschränkung:

 Substitutionseffekt: Ein Abnehmen von p2 erhöht den relativen Preis p1/p2 von Gut x1
o Der Verbrauch von x1 sinkt, der Verbrauch von x2 nimmt zu
 Einkommenseffekt: Eine Abnahme von p2 erhöht das reale Einkommen m/p2
o Wenn beide Güter normale Güter sind, erhöht sich der Verbrauch beider Güter

Ableitung der Nachfragekurve

 Nachfragekurve als Summe seiner optimalen Konsumentscheidungen interpretierbar, die


sich aus Budgetbeschränkung und Indifferennzkurvenschar ergeben

Haushaltsoptimum

Maximiere die Nutzenfunktion

Unter der Nebenbedingung

Substitution=>

Bedingung erster Ordnung


=>

Optimum ist charakterisiert durch

Die Nachfragekurven ergeben sich aus der Nutzung der obigen Budgetbeschränkung m=p1x1 + p2x2

Interpretation der Nachfragekurve für Gut x1, x1 = φ* /p1

 Zunahme der Preferenz für x1 (↑φ erhöht Na hfrage für 1 (und senkt Nachfrage für x2)
 Zunehmendes Einkommen (↑m) erhöht Nachfrage für x1
 Zunehmender Preis (↑p) senkt Nachfrage für x1
 Keine Kreuzpreiselastizität: Zunahme p2 beeinflusst nicht die Nachfrage für x1
o Substitutions- & Einkommenseffekt bei ↑p2 im Verhältnis zu x1 gleichen sich aus

Anwendungsmöglichkeiten

 Nachfragekurven können (theoretisch) auch positive Steigungen haben


o Ein höherer Preis würde die Nachfrage erhöhen

Derartige Güter nennt man Giffen-Güter

 Nur sehr stark inferiore Güter (nicht jedes inferiore)


 Somit ist Inferiorität notwendige aber keine hinreichende Bedingung
 Einkommenseffekt ist negativ und muss Substitutionseffekt (positiv) übersteigen

Giffen Gut Interpretation


 Substitutionseffekt: Eine Zunahme von p2 reduziert den relativen Preis p1/p2, wodurch der
Fleisch Konsum steigt und der Kartoffelkonsum sinkt

Entscheidung Arbeit-Freizeit

 Reinterpretation der Budgetbeschränkung und Optimierungsproblem


 x1 = 1-l: Freizeitkonsum
 x2 = c: Marktkonsum
 p1 = w: Lohnrate (Opportunitätskosten der Arbeit)
 p2 = p: Preisindex von Marktkonsumgütern
 m = w: Lohnrate

Budgetbeschränkung

 Einkommen entspricht Konsumausgaben


 Maximal möglicher Lohn entspricht den Ausgaben an Freizeit und Marktkonsum

Erhöhung der Einkommensrate w (Erhöhung des realen Einkommens w/p) führt zu

Substitutionseffekt

 Relative Preise der Freizeit steigen, so dass 1-l sinkt und l sowie c steigen
 Alternativinterpretation: Steigende Löhne machen Arbeit attraktiver, l steigt

Einkommenseffekt

 Real Lohneinkommen w/p steigt, ebenso 1-l und c


 Alternativinterpretation: Man verdient mehr mit dem selben Einkommen, man kann sich
leisten weniger zu arbeiten

Einkommenseffekt

 Eine Zunahme von p2 reduziert das reale Einkommen m/p2


 Wenn Kartoffeln ein inferiores Gut sind, steigt der Kartoffelverbrauch
o Einkommenseffekt ist nämlich stärker als der Substitutionseffekt (starke Inferiorität)
 Wenn der Substitutionseffekt größer als der Einkommenseffekt ist, steigt das Arbeitsangebot
mit steigendem Lohn
 Wenn der Einkommenseffekt größer als der Substitutionseffekt ist, wird weniger Arbeit
angeboten

Intertemporale Entscheidungen

Konsumiere ich heute oder morgen?

 Heute: Einkommen y1, Konsum c1, Erspartes s


 Morgen: Finanz Konsum durch sparen von Zinsen: c2 = s(1+r), r: Zinssatz
o Vereinfachung: Kein Einkommen y2 morgen
 Bedeutung der Vereinfachung: s>0 so dass c2>0
o streng genommen wird auch zusätzliche Annahme der Nutzenfunktion benötigt

Budgetbeschränkung

 Per Periode ist die Budgetbeschränkung:


1. 1. C1+s = y1
2. 2. C2 = s(1+r)
 Ableitung der intertemporalen Budgetbeschränkung
3. S = c2/(1+r)
o Einsetzen der Ableitung (3) in 1
o Y1 = c1 + c2/(1+r)

Interpretation des gegenwärtigen Werts der Budgetbeschränkung

 Y1 = c1 + c2/(1+r)
 Gegenwärtiger (reduzierter) Verbrauchswert c1 + c2/(1+r) = Einkommen y1
 Inter temporell beträgt der Gesamtwert des Verbrauchsaufwands dem Einkommen
 1/(1+r) ist der relative Preis des morgigen Verbrauchs bezüglich des heutigen Verbrauchs

Übertragung in abstraktes Modell

 X1 = c1: heutiger Marktverbrauch


 X2 = c2: morgiger Marktverbrauch
 Normalisierung: p1 = 1
 P2 = 1/(1+r) für den Zinssatz
 r: relativer Preis des morgigen Verbrauchs c2 bezüglich des heutigen Verbrauchs c1
 m = y1: heutiges Einkommen

Vergleich der Budgetbeschränkung

Wiederholung:
Mit unserer Definition der Variablen (p1 = 1, p2 = 1/(1+r))

Erhöhung des )inssatzes r sinkend 1/1+r führt zu…

Substitutionseffekt:

 Relativpreis des heutigen Verbrauchs erhöht sich, daher sinkt c1, c2 steigt
 Alternative Interpretation: Ersparnis s= y1 – c1 zahlt sich mehr aus, daher spart man heute
mehr und konsumiert stattdessen morgen

Einkommenseffekt:

 Echter Wert des Einkommens (y(1+r)) erhöht sich, höherer Konsum heute sowie morgen
o c1 und c2 steigen
 Alternative Interpretation: aktuelle Ersparnis s macht einen höhere Rendite, daher kann
man es sich leisten weniger zu sparen und lieber heute zu konsumieren

Falls für morgen auch ein Einkommen vorhanden ist, gibt es zusätzliche Effekte

Bezüglich moderner Makroökonomie

 Äußerst wichtig für


o Zwischenzeitliche Entscheidungen von Haushalten und Firmen
o Risikohaftigkeit von Entscheidungen, Unwissen und Zukunftserwartungen
beeinflussen heutige Entscheidungen
 Unterschiedliche Haushalte und Unternehmen
 Anhäufung von Individualentscheidungen: Anhäufung und Verteilungswirkung

Annahmen bezüglich Rationalität

 Starke Annahmen, insbesondere Transitivität (Rangfolge der Güter muss wiederspruchsfrei)


 Dynamische gewählte Entscheidungen mit Risiken (mehr benötigte Annahmen)
 Derlei Annahmen unterliegen theoretischen Nachfragekurven

Appendix 5: 78-81
Markt und Wohlfahrt
Konsumenten, Produzenten und die Effizienz von Märkten

 Am Markt werden knappe Ressourcen zugeteilt


 Ob eine Allokation durch den Markt wünschenswert ist, betrachtet die Wohlfahrtsökonomik
 Käufer und Verkäufer ziehen Nutzen aus Teilnahme an Marktprozessen
 Marktgleichgewicht maximiert Gesamtnutzen und damit Gesamtwohlfahrt von Käufer und
Verkäufer gehandelter Güter
 Konsumentenrente: ökonomische WV der Käufer
 Produzentenrente: ökonomische WV der Verkäufer

Konsumentenrente

 Zahlungsbereitschaft ist Höchstbetrag, den Käufer für ein Gut zu zahlen bereit ist
 Misst den Wert eines Guts für den Käufer
 Nachfragekurve zeigt versch. Quantitäten, welche Käufer bereit wären, bei untersch. Preisen
zu kaufen
 Konsumentenrente = persönlicher Höchstpreis – tatsächlicher Preis
 Fläche unter Nachfragekurve und über Preis

Produzentenrente

 Verkaufspreis – Produktionskosten
 Produzentenrente misst Nutzen eines Verkäufers aus Teilnahme am Marktgeschehen
 Ebenso wie Konsumentenrente in enger Beziehung zur Nachfragekurve, mit Angebotskurve
verknüpft
 Fläche unter Preis und über Angebotskurve
Markteffizienz

 Gesamtrente = KR + PR = Güterwert für Käufer – Verkäuferkosten


 Ressourcenallokation ist effizient, wenn maximale Gesamtrente aller Mitglieder erzielt wird

Freie Märkte…

 teilen das Güterangebot jenen Käufern zu, die es (gemessen an der Zahlungsbereitschaft) am
höchsten bewerten
 teilen die Güternachfrage jenen Verkäufern zu, welche die Güter zu den geringsten Kosten
produzieren können
 führen zur Produktion jener Gütermenge, die mit einem Maximum an Produzenten-und
Konsumentenrente verbunden ist.

Bewertung des Marktgleichgewichts

 Marktgleichgewicht entspricht effizientester Allokation von Ressourcen


 Marktmacht: Käufer und Verkäufer sind in der Lage, Preise zu beeinflussen
 Externalitäten: Aktivitäten der Marktteilnehmer beeinflussen Wohlbefinden Dritter
(Luftverschmutzung)
 Öffentliche Güter: Ungenügende Gütermenge (Trittbrettfahrerproblem)
 Asymmetrische Information: Qualität der Güter kann von Käufer und Verkäufer nicht gleich
beurteilt werden
 Unvollständige Märkte: Nicht alle potenziellen Marktteilnehmer nehmen teil
Steuern
 Es spielt keine Rolle ob Käufer oder Verkäufer besteuert wird
 Führen zu NWV

Einfluss der Steuer auf Marktteilnehmer

 Veränderungen der Renten und des Steueraufkommens


 WV übersteigen dabei Steuereinnahmen=> NWV
o Halten Käufer, Verkäufer davon ab, gewisse Handelsvorteile zu verwirklichen
 Preiselastizitäten bestimmen Größe des NWV
o Je größer die Elastizitäten, desto größer der NWV durch starke Mengenveränderung
Besteuerung der Arbeit

 Das Arbeitsangebot sei sehr elastisch, da Arbeiter auf Steuererhöhungen


o Arbeitsstunden (Überstunden)
o Aufgabe der Erwerbstätigkeit von Zweitverdienern
o Aufgabe von Beschäftigung durch vorgezogene Rente
o Aufnahme von Schwarzarbeit
 Substitutionseffekte dominieren Einkommenseffekt

Geringe Steuern Mittlere Steuern Hohe Steuern

 Mit jeder Erhöhung des Steuersatzes steigt der NWV stärker als die Stuereinnahmen
 ab gewissem Steuersatz sinkt gehandelte Menge so stark, dass die Steuereinnahmen sinken

NWV Steuereinnahmen (Laffer-Kurve)

Laffer-Kurve

 Beschreibt Beziehung zwischen Steuersätzen und Steuereinnahmen


 Anhänger einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik sind der Ansicht, dass
Veränderungen der Steuersätze stark auf wirtschaftliche Aktivitäten und damit indirekt auf
Steuereinnahmen auswirken

Internationaler Handel (Anwendungsbeispiel)

 Kein Außenhandel, Stahl produzierendes Gewerbe


 Liegt Weltmarktpreis von Stahl über dem Inlandspreis=> Export und andersrum
 Hat Land komparativen Kostenvorteil in der Stahlproduktion, ist Inlandspreis unter Weltpreis
Exportnation Importnation
Vor Handel:

Nach Handel:

Veränderungen: Vorher Nachher ∆ Vorher Nachher ∆


KR: A+B A -B KR: A A+B+D +(B+D)
PR: C B+C+D +(B+D) PR: B+C C -B
GR: A+B+C A+B+C+D +D GR: A+B+C A+B+C+D +D

Wirkung von Zöllen

 Zoll ist Steuer auf Importgüter und steigern den Preis der Güter um den Zollsatz
 Reduziert Importmenge und führt Markt näher ans GG ohne Außenhandel heran
 Gesamtrente und NWV verringern sich (wie Steuern)

GG ohne Aushandel GG mit Handel, ohne Zoll GG mit Handel und Zoll

Vorher Nachher ∆
KR: A+B+C+D+E+F A+B -(C+D+E+F)
PR: G C+G +C
GR: A+B+C+D+E+F+G A+B+C+E+G -(D+F)
SE: 0 E +E
Importquote

 Beschränkt Importmenge eines Guts


 Lokal Preiseerhöhung, Konsumenten werden schlechter und Produzenten besser gestellt
 Inhaber von Importlizenzen sind besser gestellt, kaufen zu Weltmarktpreisen im Ausland und
verkaufen zu höheren lokalen Preisen

Vorher Nachher ∆

KR: A+B+C+D+E´+E´´+F A+B -(C+D+E´+E´´+F)

PR: G C+G +C

LNR: 0 E´+E´´ +(E´+E´´)

GR: A+B+C+D+E´+E´´+F+G A+B+C+E´+E´´+G -(D+F)

 Zölle und Importquoten führen zu


o NWV im Inland und steigenden lokalen Preisen
o Erhöhen Inlands PR reduzieren aber stärker inländische KR
 Quoten: Verlusterhöhung, da sie Anlass zu Lobbying geben zur Lizenzerhaltung
 Der Unterschied Zoll-Quote ist in der Regel, dass bei Zöllen Steuern anfallen und bei Quoten
Gewinne der importierenden Unternehmen
o Wenn Regierungen Importlizenzen für vollen Wert verkaufen wären Zölle=Quoten

Argumente für freien Welthandel Argumente für Handelsbarrieren


 Größeres Güterangebot  Reale Wechselkurs Gewinne
 Verringerung von Produktionskosten durch  Beschäftigungssicherung
o Skaleneffekte  Qualitätssicherung
o Mehr Wettbewerb  Nationale Sicherheit
o Techn. Fortschritt durch vermehrten  Schutzzölle für neue Industrien
Ideentransfer  Unfairer Wettbewerb
 Verhandlungsvorteil
Ökonomik des Öffentlichen Sektors
Externalitäten

 Unkompensierte Auswirkungen ökonomischen Handelns auf die Wohlfahrt unbeteiligter 3.


 Eri eru g a Ada S iths „u si ht are Ha d“
o „U si ht are Ha d“ führt dazu, dass o Eige i teresse geleitetes Ha del o
Käufern und Verkäufern soziales Ziel optimaler Ressourcenallokation erreichen kann
 Dieses Ziel wird bei Marktversagen, bei dem ineffiziente Marktergebnisse die Gesamtrenten
nicht maximieren, nicht erreicht

Negative Externalitäten (Konsum) Positive Externalitäten


Abgase von Kraftfahrzeugen Impfungen
Zigarettenrauch Erfindungen
bellende Hunde (laute Haustiere) Restaurierung historischer Gebäude
laute Stereomusik in einem Wohnblock.

=>Höhere Produktion als sozial optimale Menge => Geringere als sozial optimale Produktionsmenge
Beispiel Aluminiummarkt

 Preise und Wettbewerb am Markt führen dazu, dass produzierte und konsumierte Menge
Summe der Konsumenten- und Produzentenrente maximieren
 Falls allerdings die Aluminiumwerke Umweltbelastungen verursachen (negative Externalität)
deren Kosten sie nicht tragen müssen, ergibt sich eine Differenz zwischen privaten und
sozialen Kosten
 Volkswirtschaftl. (soziale) Kosten: betragen für jede produzierte Einheit private Kosten des
Produzenten plus der unbeteiligten Dritten welche durch die Produktion betroffen sind

 Schnittpunkt zwischen Nachfrage-und volkswirtschaftlicher Kostenkurve bestimmt optimale


Ausbringungsmenge
 Gesellschaftlich optimale Outputniveau liegt unter dem Outputniveau, das im Markt-GG
produziert wird
 Internalisierung von Externalitäten beinhaltet die Schaffung von Anreizen, damit Menschen
externe Effekte bei ihren Handlungen berücksichtigen.
o Regierung kann externe Effekte internalisieren, indem sie Produzenten besteuert
o Oder es wird versucht, Produktionskosten so zu erhöhen, dass sie sozialen Kosten
entsprechen und Marktprozesse wieder zu einem sozial optimalen Resultat führen
Positive Externalitäten

 Wenn Externalität einen unbeteiligen 3. begünstigt, dann ist externer Effekt positiv
o Gesellschaftlicher Wert übersteigt privaten Wert eines Guts
 Technologische Spillovers sind positive externe Effekte
 Innovationen kommen oft nicht nur Unternehmen zugute, welche die Innovation finanziert
und durchgeführt hat, sondern einem weiteren Kreis von Unternehmen und Personen

Schnittstelle zwischen Angebots- und Nachfragekurve, die sozialen (volkswirtschaftl.) Wert darstellt
bestimmt optimales Outputniveau

 Optimum liegt über GG-Menge


 Markt produziert Menge unter sozialem Optimum, bei der sozialer Wert eines Guts den
Privatwert übersteigt

Internalisierung (oft durch Subventionen)

Technologiepolitik

 Regierungen versuchen, Industrien mit hohem technologischen Potenzial zu fördern


 Patentrechte sind Formen der Technologieförderung
o Geben Erfinder über gewisse Zeit ein Eigentumsrecht an einer Innovation
o Patente können so Externalitäten internalisieren

Privatlösungen bei Externalitäten

Regierungsintervention nicht immer erforderlich, um Problem externer Effekte zu lösen

 moralische Normen und soziale Sanktionen


 Freiwilligenorganisationen (Stiftungen und Vereine)
 Verträge zwischen Parteien

Coase-Theorem

 Besagt, dass das Problem der Externalitäten durch private Verhandlungen gelöst wird, wenn
Eigentumsrechte klar definiert und Transaktionskosten gering sind
 Transaktionskosten: Entstehen Vertragsparteien durch Vertragsabschluss & Vertragserfüllung
o Manchmal sind sie so hoch, dass private Abkommen nicht möglich sind
Politische Maßnahmen bei Externalitäten

Falls Externitäten signifikant sind und private Lösungen nicht gefunden wurden, kann eine Regierung
ersu he Pro le e zu löse , dur h…

Regulierung

 Verbote oder Gebote, z.b.


o Impfzwang
o Festlegung von Emissionsniveaus
o Vorschriften für Anwendung von Technologien

Marktbasierte Maßnahmen

 Steuern & Subventionen sollen private, soziale Kosten & Nutzen in Übereinstimmung
bringen
 Pigou-Steuern sind Steuern zur Korrektur (Internalisierung) negativer externer Effekte

Beispiele von Regulierung versus Pigou-Steuern

 Behörde schreibt einzelnen Unternehmen vor, wie viel Giftschlamm sie emittieren dürfen
o Regulierung
 Ei e Steuer o € . pro To e Gifts hla ird erho e
o Pigou-Steuer
 Pigou-Steuer hat den Vorteil, dass Verringerung der Verschmutzung dort vorgenommen
wird, wo die Kosten dafür relativ gering sind

Handelbare Umweltzertifikate spezifizieren Rechte auf Umweltbelastungen

 Erlauben Transfer von Umweltverschmutzungsrechten zwischen Unternehmen


o Ein Markt für Umweltzertifikate wird entstehen
 Unternehmen, das die Verschmutzung zu niedrigen Kosten verringern kann, verkauft Rechte
an Unternehmen, für die die Kosten der Verringerung der Verschmutzung höher sind.
Öffentliche Güter und gesellschaftliche Ressourcen

 Wenn Güter kostenlos sind, können Marktkräfte keine Allokationsfunktion übernehmen


o Fehlender Preismechanismus und Marktkräfte
 Regierungsinterventionen können Marktversagen manchmal verhindern und dadurch
Wohlfahrt erhöhen

Verschiedene Arten von Gütern

Zwei zentrale Eigenschaften, die Gütergruppen zu unterscheiden

 Ausschließbarkeit
 Konkurrenz der Güternutzung (Rivalität)

Ausschließbarkeit

 Person kann von Nutzung eines Guts ausgeschlossen werden

Konkurrenz

 Wenn eine Person das Gut benutzt, verringern sich Nutzungsmöglichkeiten anderer Personen

Vier Kategorien von Gütern

 Private Güter
 Öffentliche Güter
 Gesellschaftliche Ressourcen
 Natürliche Monopole

Öffentliche Güter

Trittbrettfahrerproblem

o Nutzer erhalten Leistung/Gut ohne dafür zu zahlen


 Falls jemand nicht vom Konsum eines Guts ausgeschlossen werden kann, kann er die Zahlung
verweigern in der, dass andere die Kosten übernehmen
 Trittbrettfahrerproblem verhindert, dass private Märkte öffentliche Güter anbieten

Lösung des Trittbrettfahrerproblems

 Regierung kann sich entschließen, öffentliches Gut bereitzustellen, wenn Gesamtnutzen


Gesamtkosten übersteigt
 Gesamtnutzen entspricht Summe der Grenznutzen aller potenzieller Nutzer
 Wenn Regierung aus dem Grund dieses Gut produziert und sich Einnahmen über
Steuergelder beschafft, wird Wohlfahrt der Menschen erhöht
o Z.b. nationale Verteidigung, Grundlagenforschung, Armutsbekämpfung
Kosten-Nutzen-Analyse

Evaluation volkswirtschaftlicher Kosten und Nutzen der Bereitstellung öffentlicher Güter

 Um sich zu entscheiden, ob ein öffentliches Gut bereitgestellt werden soll, müssen


Gesamtkosten von Bereitstellung und Unterhalt des Guts gegen Gesamtnutzen aller
Nutznießer aufgewogen werden
o In Abwesenheit von Preisen ist Schätzung von Kosten und Nutzen sehr schwierig
o So spielen oft der Wert der Zeit oder ästhetische Werte eine Rolle, die schwer zu
veranschlagen sind

Gesellschaftliche Ressourcen

 Stehen allen Mitgliedern einer Gruppe kostenlos zur Verfügung, niemand kann vom Konsum
ausgeschlossen werden
 Es besteht jedoch Rivalität im Verbrauch
o Konsum einer Person verringert Konsummöglichkeiten anderer
 Allmendeproblem ist, dass gesellschaftliche Ressourcen (aus gesellschaftlicher Sicht)
übernutzt werden
o Problem ist einer negativen Externalität ähnlich
 ). . sau ere Luft/Wasser, Straße it Staus, Wildtiere Fis he…

Schlussfolgerung

 Markt verteilt Ressourcen nicht effizient, wenn Eigentumsrechte nicht klar geregelt sind
o Wenn Gut keinen Eigentümer hat, der legal darüber verfügt
 Regierungen können solche Probleme oft lösen

Faktormärkte
Märkte für Produktionsfaktoren

 Produktionsfaktoren sind Inputs, die zur Produktion von Endprodukten verwendet werden
 Nachfrage nach Produktionsfaktoren ist die abgeleitete Nachfrage
 Nachfrage eines Unternehmens nach einem Produktionsfaktor leitet sich davon ab wie viel
Output produziert

Arbeitsmarkt

 Arbeitsmärkte werden, wie andere Märkte auch, durch Angebot und Nachfrage gelenkt
 Größter Teil der Arbeitsleistung wird nicht als Endprodukt konsumiert, sondern als Input in
der Produktion anderer Güter verwendet
 So entsteht eine abgeleitete Nachfrage (Beispiel Äpfel)
Arbeitseinsatz Produktionsergebnis Grenzprodukt Wertgrenzprodukt Lohnsatz Grenzgewinn
L Q ΔQ/ΔL P ΔQ/ΔL W P (ΔQ/ΔL)-(ΔL*W)
0 0
1 100 100 1000 500 500
2 180 80 800 500 300
3 240 60 600 500 100
4 280 40 400 500 -100
5 300 20 200 500 -300
Produktionsfunktion zeigt Zusammenhang zwischen Input- (Produktionsfaktoren) und Outputmenge

Produktionsfunktion
350
300
Apfelmenge

250
200
150
100
50
0
0 1 2 3 4 5 6
Anzahl der Pflücker

Produktionsfunktion

Grenzprodukt der Arbeit beschreibt Outputanstieg durch Einsatz zusätzlicher Arbeitseinheit

 ΔQ/ΔL

Abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit

 Grenzprodukt sinkt mit zunehmenden Arbeitnehmern


o Produktionsfunktion wird flacher

Wertgrenzprodukt der Arbeit

 Grenzprodukt*Preis
 Sinkt mit zunehmendem Arbeitseinsatz, da das Grenzprodukt fällt
 Maximale Gewinne wenn Wertgrenzprodukt = Lohn
o Wenn Wertgrenzprodukt Lohn übersteigt, lohnen sich zusätzliche Arbeitskräfte
o Bei vollständiger Konkurrenz entspricht Wertgrenzproduktkurve eines
Unternehmens seiner Nachfrage nach Arbeit
Ursachen für Verschiebung der Nachfragekurve Ursachen für Verschiebung der Angebotskurve

 Preis des Endprodukts  ∆ der Präferenzen,


 Technologische Änderungen  ∆ bei alternativer Arbeitsmöglichkeit
 Angebot anderer Produktionsfaktoren  Einwanderung

Arbeitsangebot

 Angebotskurve zeigt Veränderungen von Arbeits- und Freizeitverhalten wenn sich


Opportunitätskosten ändern
 Steigende Angebotskurve bedeutet, dass Lohnerhöhung Menschen dazu veranlasst, mehr
Arbeit anzubieten (arbeiten zu gehen)

Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt

 Lohnsatz passt sich an, dass Arbeitsangebot und Nachfrage übereinstimmen


 Lohnsatz = Wertgrenzprodukt
 Nachfrage und Angebot an Arbeit bestimmen GG-Lohn
 Verschiebungen von Angebot und Nachfrage verursachen Veränderungen im GG-Lohn

Größeres Arbeitsangebot verursacht

1. Arbeitskräfteüberschuss
2. Druck auf die Löhne
3. fallende Löhne=> profitabler, mehr Arbeitnehmer einzustellen
4. fallende Grenzproduktivität der Arbeit
5. niedrigeres Wertgrenzprodukt,
6. Neues Marktgleichgewicht
Steigende Arbeitsnachfrage (z.b. durch Produktivitätssteigerungen)

 verursacht steigendes Wertgrenzprodukt,


 profitabler mehr Arbeitnehmer einzustellen,
 Lohnsteigerungen
 Neues Marktgleichgewicht

Produktionswachstum wird
gemessen als jährliche Output
Änderungsrate pro Stunde des
Wirtschaftssektors (ohne
Landwirtschaft)

Kapitalmarkt

 Kapital (Realkapital): Ausrüstungen und Anlagen zur Güterproduktion/Dienstleistungen


 Kapitalbestand besteht aus akkumuliertem Güterbestand, der in Vergangenheit angehäuft
worden ist und zur Produktion neuer Güter und Dienstleistungen dient
 Preis von Boden und Kapital
o Kaufpreis: was jemand für den Besitz eines Produktionsfaktors zu zahlen bereit ist
o Ertragspreis: Betrag, den jemand für die begrenzte Nutzungszeit des Faktors bezahlt
o Ertragspreis von Boden und Kapital wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
o Unternehmen erhöht Faktornutzung, bis dessen Wertgrenzprodukt = Ertragspreis
Gleichgewicht in den Märkten für Boden und Kapital

 Bei jedem Produktionsfaktor gilt Ertragspreis = Wertgrenzprodukt


 Einkommen eines Produktionsfaktors richtet sich nach Wertgrenzprodukt

Interaktion der Einkommen von Produktionsfaktoren

 Produktionsfaktoren werden in Kombination verwendet


 Grenzprodukt eines Faktors hängt von Menge des Einsatzes anderer Faktoren ab
 Veränderung im Angebot eines Faktors beeinflusst Einkommen anderer Faktoren
 Vermehrter Einsatz eines Faktors (Kapital) wird tendenziell Grenzprodukt, Wertgrenzprodukt
und damit das Einkommen anderer Produktionsfaktoren (Arbeit) erhöhen

Einkommen und Diskriminierung

Einkommensunterschiede im Ø-Jahreseinkommen

 )ah arzt: . €
 Ar hitekt: . €
 Tis hler: . €

Gründe für Einkommensunterschiede

 Löhne werden durch Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bestimmt.


 Arbeitsnachfrage reflektiert Grenzproduktivität der Arbeit.
 Im GG erhalten Arbeitnehmer Lohn, der ihren Beitrag zur Güterproduktion/Dienstleistungen,
dem Wertgrenzprodukt, entspricht

Determinanten von GG-Löhnen sind

 Lohndifferenzierung
 Humankapital
 Begabung, Anstrengung, Zufall
 Ausbildung als Signal
 Superstar-Phä o e Messi…

Lohndifferenzierung

 Lohnunterschied, der auf nicht-monetäre Eigenschaften versch. Tätigkeiten rückführbar ist


o Fabrikarbeiter verdienen in der Nachtschicht mehr
o Professoren verdienen weniger als Anwälte oder Ärzte

Humankapital

 Summe aller in Vergangenheit vorgenommenen Erziehungs- und Ausbildungsinvestitionen


o Direkte Kosten und Opportunitätskosten
 Sind Investitionstätigkeit gleichzusetzen, da sie
o Produktivität nach der Ausbildung erhöhen
o Zu höherem Einkommen führen
Begabung, Anstrengung und Zufall

 Internationaler Handel hat zu Nachfrageverschiebung im Arbeitsmarkt geführt


o Schlecht qualifizierte Arbeitnehmer haben nun weniger Arbeitschancen
 Technologischer Wandel hat Nachfrage für qualifizierte Arbeiter ebenfalls erhöht

Natürliche Begabung, Ansrengung und Zufall spielen in jedem Beruf eine wichtige Rolle und erklären
neben dem Humankapital erhebliche Teile der Lohndifferenzierung

Anwendung

Definition Gesamteinkommen BIP: Yt (Wdh. Teil 2)

 Ausgabenseite: Yt = Ct + lt + Gt + Xt - Mt
 Einkommensseite: Yt = (ungefähres) Einkommen + Kapitaleinkommen
 Produktionsseite: Yt = F(Kt, Lt, …

Vereinfachung: Geschlossene Wirtschaft: Xt = Mt = 0

 Neoklassische Produktionsfunktion (Cobb-Douglas):


 α: Produktio selastizität des Kapitals
 1- α: Produktio selastizität der Ar eit
 Gleichwertigkeit von
o Daher kann man ein representatives Unternehmen annehmen (wenn alle
Unternehmen selbe Prod.-funktionen haben mit vollst. Wettbewerb)

Gesamteinkommen: Einkommen und Interessensätze

 Unternehmen stellt Arbeiter mit der Stundenlohn wt ein


 Kreditmarkt für Kapital: Unternehmen nehmen Kapitalkredit mit der Kreditrate r t
 A s hrei u gsrate δ, Dt = δKt
 Unternehmen trägt ebenfalls Kosten des Ersatzes abgeschriebenen Kapitals
 Wir nehmen ein statisches Unternehmensproblem an und denken an echte Werte
 Gewinn des representativen Unternehmens:
 Pt: Preis des Outputguts Yt
o Vereinfacht pt = 1

Profitmaximierung:

Bedingung 1. Ordnung

Daraus folgt
Interpretation:

 Erinnerung an Interpret. des 0-Einkommens aus IV


 Gesamteink. = ∑Ar eit u d Kapitaleinkommen

Einkommensanteil

Lohnquote Kapitalquote

 =>Sinkende Lohnquote
 Konst. Einkommensquote ist demnach keine gute Beschreibung für Daten letzter Jahrzente

Demographischer Wandel:

 Demographische Prognose unter konst.


Geburtenrate & steigender Lebenserwartung
 „Baseli e“: . Nettoei a derer a
2014=> sinkende Population
 „Refugees“: .15mio. zwischen 2015 und 2020,
dann 200.000
o Extremszenario, höchstwarscheinlich
tritt ein Ergebnis dazwischen ein
 Beträchtliche Verringerung des Anteils
der Population im erwerbsfähigen Alters
um 8% bis 2040
o 20-64-jährige (0-110)
 Reduktio gedä pft i „Refugee“-
Szenario

Modifikation zur Berechnung des Trends des Einkommenswachstums

At: Summierte Technologie: Arbeitszunahme

Konstante Wachstumstrend Annahme:

Trendbereinigt:

dabei ist

Pro-Kopf-Einkommen und Anteil Erwerbstätiger

Folgende Interpretation: Effekte der Verringerung des Anteils der Erwerbstätigen an der
Gesamtbevölkerung bei trendbereinigtem Pro-Kopf-Einkommen

Dies sind: Eingeschätzte Effekte des Demokratischen Wandels im Vergleich zu einem Szenario mit
konstantem Wachstumstrend

Prognosen zum Anteil Erwerbstätiger:

 2015: ca. 60%


 2040: 52% (höher wenn viele Asylanten kommen und auch bleiben)
8
o Senkung um 8% bzw. = 13,3%
0

Trendbereinigtes Pro-Kopf-Einkommen

Vereinfachende Annahme:

 Arbeitskraftpartizipation ist 100% für alle Erwerbstätigen (20-64)


o Beschäftigungsquote ist Lt/Nt
o Trendbereinigte Kapitalintensität ist Kt/Nt konstant
 Prozentuale Veränderung im trendbereingtem Pro-Kopf-Einkommen:
� �
= ω = p*FL(kkonstant/N, ); p=1
� �

Arbeitsmarkt im demographischen Wandel


1,2

0,8

0,6

0,4

0,2

0 (L/N)2040 (L/N)2015
0 1 2 3 4 5 6

Durch den demographischen Wandel werden Löhne für Arbeitnehmer bis 2040 bei konstantem
Kapital stark steigen, da die Anzahl der Erwerbstätigen stark sinkt. r2040 + δ

r+δ= ω = p*FK(kkonstant/N, ); p=1

Kapitalmarkt im demographischen Wandel


4,5
(k/N)2040 =(k/N)2015
4
3,5
3
2,5
r+δ

2
1,5
1
0,5
0
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5
k/N, L/N

(k/N)D2015 (k/N)D2040 r2015 + δ r2040 + δ s

 Daten suggerieren ein Arbeitseinkommen von 1 – α: u gefähr ,


 Änderungen im Pro-Kopf-Einkommen (relativ zum konstanten Trend)
0, 2
∆Y/N = ( 0, )1-α -1
0, 2 0,6
=( ) -1 = -0,082
0,
 Verringerung des Anteils der Erwerbstätigen führt zu einer Senkung des Pro-Kopf-
Einkommens (relativ zum konstanten Wachstumstrend) um 8 %
 Obere Schranke für Stärke der Effekte, da

o Knappheit von Arbeitskräften zur Erhöhung der Kapitalintensität führt

o Es ist warscheinlich, dass das Renteneintrittsalter erhöht wird
 Rechnungstechnische Bedingungen: Produktions- und Kostenseite (es gilt noch Xt = Mt = 0)

Wohin gelangt die Reduktion auf Kostenseite?

 Ct: Gesamtverbrauch sinkt


o Ältere Konsumieren weniger und Anteil älterer Haushalte wird stark steigen
 It: (Trendbereinigte) Gesamtinvestition sinkt
o Eine alternde Gesellschaft braucht weniger Kapital
 Rechnungstechnische Bedingungen: Produktions- und Einkommensseite:

 Hier ist die Rechnung einfacher: Verringerung von Lt/Nt führt zur Senkung von Produktion
und Einkommen
o Trotzdem kommt es zu ei er A s h ä hu g, da ωt = wt/At sich erhöht

Anteil Erwerbstätiger und Faktoreinkommen

Gewinne im Trend

Trendbereinigter Gewinn:

Wo ωt = wt/At trendbereinigte Löhne sind

Trendbereinigte Pro-Kopf-Gewinne
Bedingung erster Ordnung der Gewinnmaximierung

Veränderung des Brutto-Pro-Kopf-Lohns (kt/Nt konstant)

Demographischer Wandel führt zu einer Erhöhung des Brutto-Pro-Kopf-Lohns von 9%

Obere Schranke, da

 Anpassung von

 Erhöhung des Renteneintrittsalters
 Haushalte arbeiten mehr (L=l*N, gearbeite Stunden l steigen)
o da sie länger leben
o steigende Löhne, wenn Substitutionseffekte steigender Bruttolöhne an dem
Arbeitsmarkt Einkommenseffekte dominiert

Somit steigen die Bruttolöhne

 Entwicklung der Nettolöhne, basiert auf Entwicklung der Steuern und Beitragssätze zu
sozialen Versicherungen
 Diese steigen stärker, daher dass Nettolöhne warscheinlich sinken
 Daher gibt es keine Unterscheidung zwischen Einkommenskategorien
 Leistungsorientierter technologischer Wandel wird warscheinlich zu einer Erhöhung des
Lohneinkommensgefälles beitragen

Veränderungen des Grenzprodukts des Kapitals (kt/Nt konstant)


 Demographischer Wandel führt zur Senkung des Grenzprodukts des Kapitals um circa 8%
 Reale Ertragsrate des Realkapitals (betr. Vermögenswerte: Maschine … rt≈ , %

Übertrage in prozentuale Punktreduktion:

 A s hrei u gsrate δ≈ %
 Oben wurde verdeutlicht, dass

Dafür gilt:

 Demographischer Wandel führt zu langfristiger Reduzierung der realen Vermögensrendite


von circa. 7,5%-6,5% = 1%-Punkt
 Dies ist wieder eine Obergrenze

Aktuelle politische Debatte: säkulare Stagnation

Nachhaltige Reduzierung des Wachstums

Geringe (negative) Realzinsen

 Demographischer Wandel ist eventuell ein Grund für eine sakuläre Stagnation
 Was wir für einen durchschnittlichen Ertrag gezeigt haben gilt auch für risiko-freie
Geld arkt )i srate , Erträge aus Staats o ds,…
 Im Zusammenhang zur Diskussion über Geldpolitik und Altersarmut

Brexit
 e=We hselrate €/£
 e↓: A ertu g des Pfu d

Reaktion des Aktienmarkts


8
7
6
5
Preis

4
3
2
1
0
0 1 2 3 4 5 6
Aktienmenge

Angebot N1 N2
Reaktion des Wechselkurses
12
10
8
Preis = e

6 Angebot
4 N1
2 N2
0
0 1 2 3 4 5 6
Menge an Pfund-Sterling

fikt. Reaktionen: Frankfurter Immobilienmarkts


12

10

8
Preis

6 Angebot

4 N2

2 N1

0
0 1 2 3 4 5 6
Menge

fikt. Reaktionen: Deutscher Biermarkt


30

25

20
Preis

15 Angebot

10 N1

5 N2

0
0 1 2 3 4 5 6
Menge
Ungleichheit
Haushalte

Haushalt A
6

4
X2 A

0
0 1 2 3 4 5 6
X1 A

Budgetbeschränkung Indifferenzkurve

Haushalt B
4,5
4
3,5
3
2,5
X2 B

2
1,5
1
0,5
0
0 1 2 3 4 5 6 7
X1 B

Budgetbeschränkung Indifferenzkurve

Edgeworth-Box
Messung von Einkommensverteilung

 Einkommen einer Person hängt ab von Angebot und Nachfrage der Arbeit
 Angebot und Nachfrage Situation wiederum hängt ab von
o atürli he Fähigkeite , Hu a kapital, Ver öge , Diskri i ieru g…

Lorenz-Kurve

Sortierung der Einkommen einer Population der Größe H in absteigender Reihenfolge

Gesamteinkommen:

Koordinaten der Lorenzkurve für Haushalt j:

Vollkomene Gleichheit: 50% des Reichtums gehört 50% der Bevölkerung

Lorenzkriterium

Verteilung A ist ausgewogener als B wenn

 sie näher an der 45° Linie ist


 Sie nicht B schneidet
 Man sagt A ist Lorenz dominant gegenüber B
o Können nicht verglichen werden wenn Kurven sich schneiden

Gini Koeffizient

Bereich zwischen Lorenzkurven der Gleichverteilung (A) und zu untersuchenden Verteilung (B) 2fach

 Einfache graphische Darstellung in Relation zur Lorenzkurve: Praxisnah


 DG= (0,5-B)*2 = 1-2B=> zwischen 0 und 1 (=> Quadra)
 So können auch Verteilungen mit sich schneidenden Kurven teils verglichen werden
 In Deutschland vor Steuern und Transfers bei 0,45 danach ca. 0,30
o Von 2000 bis 2005 um 0,04 gestiegen seitdem konstant
o In Skandinavien auch um 0,25 deutsche Politik ist soweit zufrieden
Seit 2003 entsteht eine trendbereinigt wachsende Schere zwischen Kapitaleinkommen
(Unternehmens- und Vermögense.) und Bruttolohneinkommen

Bei sinkender Arbeitseinkommensquote kommt es zu steigender Ungerechtigkeit


 Nur die Q80 unter den Geringqualifizierten haben etwas höhere Löhne
 Bei Q50 ist das Gehalt leicht und bei Q20 stark gesunken
 Bei den durchschnittlich Qualifizierten haben nur Q80 höhere Löhne
 Bei den Hochqualifizierten haben die Q50 sehr hohe Löhne und die Q20 hohe Löhne

 Hohe Vermögensungleichheit

Verhältnismäßig ist der Einkommensanteil der oberen 0,1%

 i USA a. 9% des ku ulierte Ei ko e s Wall Street, Weltstars…


 In FR ca. 3%
 In den USA ist Ungleichheit der ↑1% von 1980-82 bis 2006-08 am stärksten gestiegen
 Mauritius, FR… e iger stark

Dabei sind nicht etwa das Vermögen sondern vor allem Löhne (Wall-Street… stark gestiege

US: ↑1% Einkommensanteil

 10% in 1960
 20% in 2010

US: ↑1% Vermögensanteil

 28% in 1960
 40% in 2010

Gründe:

 Leistungsorientierter technologischer Wandel, Bildung, geringere soziale Mobilität

Spitzensteuersatz

 US 1944: 94% (viele Ausnahmen), DE 1975: 56%


 US 2013: 39.6%, DE 2007: 42, 45%

Es muss beachtet werden, dass sozialversicherungs Vermögen i.d.R. nicht eingerechnet wird

 Die US-Rente verteilt stärker um als in DE


 Die Beitragskosten steigen in den USA nämlich nicht linear sondern logarithmisch
o Anfangs sehr stark später schwächer und darauf Spitzensatz
 Vermögenssteuer in Deutschland nicht zur Diskussion (Gabriel)
o Bei Kleinunternehmern ist schwer zwischen Unternehmen und Privatvermögen zu
unterscheiden
o Vermögenssteuer würde diese stark gefährden
 Verschiedene Ökonomen sagen optimaler Spitzensteuersatz die 75%
o Deren Ergebnisse basieren auf unzureichenden Daten
o ignorieren außerdem Reaktionen auf Steuerveränderungen

Armut

 Absolute Definition: Haushalte unter einer bestimmten Einkommensgrenze


 Da diese genaue Einkommensgrenze schwer zu bestimmen ist misst man relativ
o Haushalte mit weniger als 60% des Medianeinkommens gelten als arm
 Armutsrate bestimmt Bevölkerungsrate unter der relativen Armutsgrenze

Armutsrisiko in Deutschland

Grundsicherung erhaltende Bevölkerung

 65+: 2,6%
 Gesamtbevölkerung: 7,4%

Bevölkerungsanteil mit Armutsrisiko

 65+: 15,3%
 Gesamtbevölkerung: 20% (andere Quellen 15,5%)
 18-25-jährige: 22,4%
 Kinder alleinerziehender: 37,1%
o Noch höher bei Migranten

Altersarmut

 Heute: 2,6%, 2030


o ohne Veränderungen der Rente: 3,3%
o Mit Veränderungen: 2,3%
Veränderungsmöglichkeiten

 Späterer Renteneintritt
o Blockade durch SPD
 Privates Sparen
 Aufnahmeraten von Riester/Rürup Rente
o Durchschnittlich 45%
o Höchstes Einkommensquintil: 55%
o Niedrigstes Quintil: 25%
Brexit-Fortsetzung
Probleme bei der Messung von Ungleichheit

 Investoren mögen keine Ungewissheit, daher sind nicht nur britische sondern auch Aktien
von EU-Banken gesunken
 Sorge, dass US-Banken nicht nach Frankfurt kommen sondern EU-Markt Richtung Asien
verlassen

Ungleichheit
Probleme bei der Messung von Ungleichheit

 Einkommensverteilung und Armutsrate geben nur ein grobes Bild von unterschiedlichen
Lebenstandards, da
o Einkommensentwicklung im Lebenszyklus
o Vorübergehendes und permanentes Einkommen
 Lebenszyklus Einkommen
o Einkommensentwicklung einer Person während der gesamten Lebenszeit folgt einem
regulären Pfad
 Stude te ha e geri ges Ei ko e , sehe si h i ht als „ar “
 Junge Arbeitnehmer verdienen weniger als ältere Arbeitnehmer
o Derartige Entwicklungen führen zu unterschiedlichen Jahreseinkommen sind aber
kein Anzeichen von Ungleichheit in dem Sinn

Vorübergehendes und permanentes Einkommen

 Einkommen fluktuiert aufgrund zufälliger und vorübergehender Veränderungen


o Natürliche Phänomene
o Kurzfristige Beschäftigung oder kurzfristige Arbeitslosigkeit aufgrund kurzfristiger
Wirtschaftsstörungen
 Eigenschaft Güter und Dienstleistungen zu konsumieren hängt in der Regel vom
permanenten Einkommen ab
o Durchschnittliches regelmäßiges Einkommen
 Die Fluktuation von Haushalten zwischen Einkommensniveaus wird als wirtschaftliche
Mobilität bezeichnet
 Relativ wenig Haushalte leben langfristig in Armut

Philosophie der Einkommensumverteilung

 Normative Frage
 Wichtige Antworten geben
o Libertarismus
o Utilitarismus
o Rawls egalitärer Liberalismus

Libertarismus

 Politische Philosophie nach der die Regierung Kriminalität bestrafen und freiwillige
Einigungen verstärken sollte ohne Einkommen umzuverteilen
o Handlungsfreiheit ist wichtiger als Einkommensgleichheit
Utilitarismus

 Politische Philosophie nach der die Regierung über die Politik versuchen soll den
Gesamtnutzen in der Gesellschaft zu maximieren
 Jeremy Bentham, John Stuart Mill
 Argumentation für Einkommensumverteilung basiert auf der Annahme von abnehmenden
Grenzprodukten

Egalitärer Liberalismus

 Regierung sollte aus einer objektiven Perspektive neutral handeln


 John Rawls
 Aus der objektiven Perspektive soll eine Politik der Maximin-Criteria verfolgt werden
o Maximierung des Wohlstands des niedrigsten in der Gesellschaft

Anwendung
Gesetzliche Sozialversicherung

 4 große gesetzliche Sozialversicherungen und deren Beitragssätze 2016


o Rentenversicherung: τr = 18,7%
o Krankenversicherung: τk = 14,6%
o Arbeitslosenversicherung: τa = 3,0%
o Pflegeversicherung: τp = 2,35%
 Generell zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 50%

Rentenversicherung

 Durch Bissmark eingeführt


 Eintrittsalter von 65 Jahren
 Seit 2012 stufenweise Steigerung auf 67
 Möglichkeiten der vorzeitigen Rente
o Teilzeit-Arbeit für ältere Mitarbeiter
o Früherer Renteneintritt bei verringerter Rentenauszahlung
Rentenbeitrag

 AG und AN 50%
 Vom Arbeitseinkommen abgezogen
 Beitragssatz seit Januar 2013 τr=18,9%
o Beitragso ergre ze o . 00 Weste u d . 00€ Oste o jährli he
Einkommenτ

Staatlicher Rentenzuschuss
. + .
 Anteil 2010: = 0,35
.
 Lass Ct = τ*wtLt
o wtLt ist durchschnittlisches Arbeitseinkommen
 Geschätzter Bruttobeitragssatz = 0,189*1,35 = 0,255

Die drei Säulen des Rentensystems

1. PAYG (pay as you go) System, öffentliches Sozialversicherungssystem


2. Kapitalbasierte Betriebsrente
3. Kapital basierte private Rente
o Private Ersparnisse
o Riester-Rente
o Rürüp-Rente
o Lebensversicherung
o Immobilienbesitz

PAYG

 Äquivalenzprinzip: Rentenzahlungen sind mit Beiträgen verbunden


 Rentenzahlung b= EP*ARW*RF*ZF
o EP: Entgeltpunkte
o ARW: aktueller Rentenwert
o RF: Rentenartfaktor
o ZF: Zugangsfaktor
 EPt = = Arbeitseinnahmen/Ø-Einkommen aller Beiträger

 NF: Nachhaltigkeitsfaktor
 Wt-1: Bruttolöhne in der Periode t-1
 τt-1: Beitragssatz in der Periode t-1
 At-1: Privater Altersvorgeanteil
 RQ: Rentnerquotient (Äquivalenzrentner)/Arbeiter
Entwicklung des aktuellen Rentenwerts

 Erhöhung der Brutto-Löhne


o Rentenwert steigt
 Erhöhung des Beitragssatzes
o Sinkt
o Rentenwert sinkt
o Aufteilung der (demographischen) Bürde zwischen Beiträgern und Empfängern
 Erhöhung von RQ
o Nachhaltigkeitsfaktor sinkt
o Rentenwert sinkt
o Der Parameter = 0,25 bestimmt die Stärke

Zugangsfaktor ZF und Rentenartfaktor RF

 ZF = 1 bei regülarem Renteneintritt (65)


 ZF<1 für Frührente
 RF = 1 für normale Rente
 RF = 0,55 für Hinterbliebenenrente
 RF = 0,5 für Erwerbsminderungsrente

Altenquotient (OADR): Rate der 65+ im Verhältnis zur Population im Erwerbstätigen Alter (20-64)

 Erhöhung um 8% bis 2040


 Bei de „Flü htli ge“ Sze ario ird die E t i klu g teils gedä pft

Quotient der wirtschaftlichen Abhängigkeit: Rate der Rentner zu Erwerbstätigen

 Steigt von 50 bis 80% bis 2040


Beitragsrate zum Rentensystem

 Empfindlichkeit in Bezug zum Nachhaltigkeitsfaktor

Bruttorentenniveau

 Durchschnittliche Rentenrate in Relation zu Bruttolöhnen


 Empfindlich in Bezug auf den Nachhaltigkeitsfaktor

Beispiel

 τt: Beitragssatz
 wt: Bruttolöhne
 Lt: Arbeiter
 Pt: Rentner
 ρt: Bruttoersatzquote, Bruttonutzenverhältnis
o bt/wt
 bt: Durchschnittsrente

Ausgeglichener Haushalt

 τt wt Lt = btPt = ρt wt Pt
o da ρt = bt/wt
o ρt = τt*Lt/Pt
o τt = ϱt*Pt/ Lt
o Pt/ Lt: Quotient der wirtschaftlichen Abhängigkeit
 2015: 50%

 2040: 80%

o τ2015 = 100% = 20%
o ρ2015 = τt*Lt/Pt = 40%
Reformmöglichkeiten

1. Bruttonutzenverhältnis konstant halten


o ρ2040 = ρ2015
o τ2040 = ρ2015* 2040 = 40%*0,8 = 0,32%

o Beitragssatz muss von 20 auf 32% steigen
2. Oder Beitragssatz konstant halten
o τ2040 = τ2015
1
o ρ2040 = τ2015∗ �
= 0,2* = 0,25
� ,

o Bruttonutzenverhältnis muss von 40 auf 25% sinken

Folgen

1. Starke Erhöhung der Beitragssätze führt zu hohen Kosten für Firmen und Haushalte
o Zwang in ein Vermögenswert mit geringer Ausbeute zu sparen
2. Notwendigkeit die Rentenlücke durch private Ersparnisse zu schließen
o Risiko der Altersarmut
i. Struktur des deutschen Rentensystems
ii. Begrenzte Ersparnisse oder Zugang zu Sparmöglichkeiten
iii. Niedrige Zinsen

Kein Weg vorbei an fundamentalen Rentenreformen

 Höheres Renteneintrittsalter
o Vorschlag: Konstanthaltung der Erwerbstätigenrate und Rentenzeitraum
 Altersarmut: Bildung/Verstärkung der Verteilungsfunktion
o Steuerfinanzierte Minimumrente
o Umverteilung innerhalb des Rentensystems wie in den USA

Blau: DE-Rente

 Konst. Renten im Verhältnis zum Einkommen


 Höherer Beitragssatz

Orange: US-Rente

 Umverteilung in der Rente


 Geringverdiener kriegen verhältnismäßig
höhere Rente
Vereinfachende Rahmenbedingungen
 Yt: BIP
 Kt: Anlagekapital
 At: technolog. Wandel, Qualitätsverbesserung des Anlagekapitals
o At = 1 = At-1(1+g)
o g = Kt + Ltu
 Ltu: ungebildete Arbeiter
 Lts: gebildete Arbeiter
o Sehr grobe Unterteilung der Qualifikation

Makroökonomische Perspektive

 Yt = (At Kt + Ltu)α * (Lts)1-α


o Kt und Ltu sind perfekte Substitute
o Kt und Lts sind Komplemente

∆ ∆�
 Lohn = GE = =
∆� ∆�
 Ableitung von Yt nach Lt

Mehrverdienst der Hochqualifizierten

 Löhne qualifizierter Arbeiter steigt relativ zu dem unqualifizierter, wenn


o Anzahl unqualifizierter Arbeiter Ltu relativ zu Lts steigt
o Qualität At des Anlagekapitals Kt steigt (technol. Wandel)

Wichtiges für die Politik

 Bildung (in allen drei Lebenszyklen)


 Umverteilung im Steuersystem
 Bedingungsloses Grundeinkommen?
 Steuer für Roboter/Maschinen, die Niedrigqualifizierte Arbeiter ersetzen?
 Sollten Sozialversicherungen über Steuern finanziert werden?
Übung 1-3
Was ist VWL?:
Analyse des menschlichen Handelns auf ökonomische Zusammenhänge

Analyse der Erzeugung und Verteilung von knappen Gütern und Produktionsfaktoren

Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftspolitik

 Wichtige Teilgebiete: Wirts haftstheorie, Fi a z isse s haft, Öko o etrie…

Wissenschaftstheorie:
Induktion:

 Abstrahierender Schluss aus Beobachtungen auf eine allgemeinere Erkenntnis (ein Gesetz)

Deduktion:

 Schlussfolgerung von gegebenen Voraussetzungen (Prämissen) auf logisch zwingende


Konsequenzen

Theorien über den wissenschaftlichen Fortschritt:

Kritischer Rationalismus (Karl Popper)

o Jede Theorie kann falsch sein


o Verifikation nicht möglich
o Erkenntniszuwachs nur durch Falsifikation

Wissenschaftliche Paradigmen und Revolutionen (Kuhn)

 Paradigmenwechsel kennzeichnen die Weiterentwicklung der Wissenschaft


 Wissenschaftler können nur innerhalb eines Paradigmas diskutieren
Phasen einer wissenschaftlichen Revolution (Kuhn)

Vorwissenschaftliche Phase

 Es existieren verschiedene Phänomendeutungen nebeneinander


 Eine Sichtweise setzt sich im Diskurs der Wissenschaftler durch
o => allgemein akzeptiertes Paradigma

Normalwissenschaftliche Phase

 Herrschendes Paradigma wird nicht kritisch hinterfragt


o Bei widersprüchlichen Phänomenen wird Grundansicht (Paradigma) so
modifiziert, dass die Phänomene darin eingeordnet werden können
 Paradigma bestimmt Sichtweise sowie zulässige Fragen und Methoden mit denen sie
beantwortet werden
 Es bestimmt zusätzlich das Ordnungsideal, welches die Vorgehensweise eines
Wissenschaftlers bestimmt

Die Krise

 Diskrepanz zwischen Messergebnissen und Theorie ist so groß, dass am Paradigma


nicht länger festgehalten werden kann
 Diskurs zwischen Wissenschaftlern die unterschiedliche Paradigma vertreten
(Überredungsversuch)
 Eine Sichtweise setzt sich im Diskurs durch & wird neues Paradigma (Realitätslücke

=>Wissenschaft kann keine gesicherten Erkenntnisse leisten


Theorie im Wandel:
Wichtige Arbeiten und Autoren

Adam Smith:

Arbeitsteilung

 Spezialisierung, Steigerung, Produktivität & Effizienz


 Einführung von Maschinen
 Gefahr: “Verdu u g der Ar eiter“

Arbeitsteilung und Marktgröße

 Grad der möglichen Arbeitsteilung durch Marktgröße beschränkt


o Marktgröße wird auch durch Transportwege begrenzt
 Markterweiterung: Abbau von Handelsbarrieren und Einkommenssteigerung

Eigennutzen fördert gesamtwirtschaftliches Wohl (unsichtbare Hand)

Smith: Wohlstand der Nationen: Analyse von Handel und wirtschaftl. Unabhängigkeit !!!

Hintergrund:

 England im 18. Jhd.


 Industrielle Revolution
 Bevölkerungswachstum mehr Arbeiter
 Erfindungen
 Enclosure Bewegung
 Merkantilismus
o Wirtschaftssystem des Absolutismus: Produktion ist staatlich geregelt

Aufklärung, Smith in der Rolle als Aufklärer:

 Überdenken der eigenen Rolle im Staat, Gesellschaft und Wirtschaft


 Herrscher nicht mehr von Gott eingesetzt, sondern zur Vertretung bürgerlicher Interessen
 Straffe staatliche Lenkung oder Befreiung von wirtschaftlichen Zwängen
 fordert Wirtschaftssystem, das von Eigeninteressen ausgeht (näher an Wirtschaftsinteressen)
o Trennung von Staat und Wirtschaft

Arbeitssteilung

 Anfangs nur Dörfer in denen jeder überall mithalf


 Durch Verstädterung Spezialisierung möglich: mehr Arbeiter können Aufgaben aufteilen
 Einzelne Produktionsschritte
o Bessere Qualitat durch und höhere Geschwindigkeit
 Prozessoptimierung
o Beispiel: Fließband erhöht Qualität, Geschwindigkeit und Raumnutzung

 Natürlicher Drang des Menschen zu tauschen, um eigenen Nutzen zu maximieren


o Spezialisierung
 Abhängig der Marktgröße
o England: Wasserwege (einfacherer Transport, größere Absatzmärkte)
 Individuen treffen bessere Entscheidungen als Staatsmänner
Staatspflichten sind dabei

 Schutz
 Gerechtigkeit
 Öffentliche Institutionen (Schulbildung, Krankenhäuser…)

David Ricardo:

Komperative Kostenvorteile

 Handelsvorteile, da Produkte mit niedrigeren Arbeitskosten selbst produziert und restliche


Güter importiert werden

Begrenzung der Geldmenge

Joseph Schumpeter:

Schöpferische Zerstörung

 U ter eh e rüste ihre Produktio u A reiße alter A lage … u I o atio e


einzusetzen
 Durch hohe Investitionstätigkeit steigt Beschäftigung und Konsum, auch in anfangs
unberührten Industriezweigen
 Hohe Investitionstätigkeit hält an, bis Innovation überall umgesetzt wurde
o Investitionsniveau fällt=> Depression setzt ein
Keynes:

 Wirtschaft tendiert nicht selbstständig zu Vollbeschäftigung, trotz flexibler Preise und Löhne
 Staat soll gesamtwirtschaftliche Nachfrage auf Niveau bringen, bei dem Vollbeschäftigung
herrscht

Konsumfunktion: C=C0+c*Y

 Konsumanteil sinkt mit höheren Einkommen

Unsicherheit statt berechenbarem Risiko

 Erwartungsbildung der Unternehmer geschieht unter Unsicherheit, kein berechenbares


Risiko
 „We si pl do ot k o “: A s hätzu g der )uku ft i ht ögli h

Staat als einziger handlungsfähiger Akteur auf dem Tiefpunkt der Krise

 Kann durch höhere Ausgaben (auch durch Schulden) den Anstoß zur Krisenbewältigung
geben (deficit spending)

General Theory

 Beschäftigungshöhe ist abhängig von der effektiven Gesamtnachfrage=> Produktionshöhe


 Außer dem Konsumquote sind auch Investitionen entscheidend
 Zukunftserwartungen und damit einhergehende Investitionen sind aufgrund der Unsicherheit
erratischen, unvorhersehbaren Stimmungen unterworfen
 Zu niedrige Investitionen gefährden effektive Nachfrage und damit die Beschäftigung

Marginalistische Revolution als Ausgangspunkt der heutigen Lehre

Marginalprinzip: Betrachtet werden kleinste Nutzenveränderungen im Zuge einer Handlung

Nachhaltige Veränderung der Lehre

 Wirtschaften: Demokratischer Prozess zur Nutzenmaximierung durch Tausch


o Wirtschaften=Tauschen, nicht mehr produzieren
o Keine Ausbeutung
 Einführung der Grenzbetrachtung mit einhergehender mathematischer Formalisierung
o Versuch die Wirtschaftswissenschaft auf ein neues Niveau der Objektivität zu führen
und somit vor normativen Kritiken abzuschirmen
 Differentialrechnung sind daher wesentlicher Bestandteil des WIWI Studiums
Übung 4
Ertragsgesetz nach Turngot

1. Jede zusätzliche Einheit an A bringt mehr zusätzlichen Ertrag als vorige Einheit
o Steigung der Ertragsfunktion ist progressiv (zunehmend) solange GE steigt
o DE steigt ebenfalls, da GE>DE
2. Zusatzeinheit A bringt ungefähr gleichen Ertrag wie die vorige
o Konstante Steigung der Ertragsfunktion bis maximalen DE
o GE schneidet DE in seinem Maximum
3. Zusatzeinheit A bringt weniger zusätzlichen Ertrag
o Degressive (abnehmende) Steigerung der Ertragsfunktion
o DE fällt nun, liegt jedoch über GE
o Sobald zusätzlicher Ertrag pro A abnimmt liegt DE über GE
4. Zusatzeinheit A bringt negativen zusätzlichen Ertrag (Verlust)
o GE wird negativ: verläuft unter x-Achse
o Negative Steigung der Ertragsfunktion
o Weitere A auf dem Feld stören reibungslosen Ablauf

Elastizität

Elastizität
2,5

1,5
Preis

1 E

0,5 Umsatz
0
0 0,5 1 1,5 2 2,5
Menge
Elastizität und Umsatz

 U = p*q
 Bei Preis und Mengenänderungen: Uneu = (p+∆p)*(q+∆q)
 Uneu = p*q + q*∆p + p*∆q + ∆p*∆q
U vernachlässigbar
 ∆U= q*∆p + p*∆q
 ∆ U= q*∆p + p*∆q >0
o –p/q*∆q/∆q = IEpI <1 gilt für einen Preis unter dem GG

Konstante Nachfrageelastizität

Einheitselastizität

 Ukonst. = p*q
 q= A*pE, lnq = lnA + E*lnp
o A ist willkürliche Konstante, E sei negativ

0,6
0,5
0,4 Grenzertrag
Output

0,3
0,2
0,1
0
0 0,5 1 1,5 2 2,5
Arbeit (Landflächekonst.)

Produktionsfunktion Fortführend

o In der Regel nehmen wir an, dass das GE eines Faktors sich verringert, desto mehr wir von
dem Faktor haben
Übung 5
Isoquanten

 Die Steigung der Isoquante zeigt technische Ersetzbarkeit der Produktionsfaktoren bei
gleichem Output (Grenzrate der technischen Substitution)
o Rate mit der ein Unternehmen ein aufgegebenes anderes Input durch zusätzlichen
Input ausgleicht (=>Konstanter Output)
o Alle möglichen Faktorkombinationen die einen bestimmten Output generieren
 Isoquante ist konvex, da Grenzerträge beider Faktoren abnehmen
 ∆Y = ∆L*MPL + ∆K*MPK = 0

 Steigu g: ∆K/∆L = -MPL/MPK = -PL/PK


 Grenzprodukt und TRS stehen im Verhältnis zu einander

Kapital:

 Steigung nimmt zunehmend ab


 Kapital wird schwerer ersetzbar
 Stets mehr Arbeit benötigt, um eine Einheit Kapital zu ersetzen/Verlust zu kompensieren
o Kapital ist teurer als Arbeit

Kosten C= PL * L + PK * K → K= C/PK - PL/PK *L

Fixes Budget
3
2,5
2 m=-PL/PK
Kapital K

1,5
1 Istkostengerade
0,5
0
0 1 2 3 4 5 6
Arbeit L
Substituierbarkeit oder feste Proportionen

Bisherige Annahme: Güter sind frei substituierbar, was nicht immer der Fall ist

Isoquanten mit Substituierbarkeit

5,9
5,8
5,7
5,6
Kapital

5,5 Iq (1)
5,4 Iq (3)
5,3 Iq (5)
5,2
5,1
0 1 2 3 4 5 6
Arbeit

Isoquanten ohne Substituierbarkeit


Übung 6
Produktionsfunktion: Y=F(K,L)

Gewünschte Eigenschaften

1. Abnehmender Grenzertrag
2. Abnehmende Grenzrate der Substitution

Konstante Skalenerträge (Cobb-Douglas Produktionsfunktion)

 Verdoppelung des Inputs => Verdoppelung des Outputs


 Y=F λK, λL = λ*F(K,L)
o Es sei Kα * L1-α für <α< ultipliziert it Faktor λ
o = λ*K * λ*L) = λ*K *L
α 1-α α 1-α

 Durch Skalieru g eider I puts it λ erhält a de λ-fachen Output


 Da die Exponenten zusammen addiert 1 ergeben und die Erträge miteinander
multipliziert werden

Allgemeinere Cobb-Douglas Produktionsfunktion

 f(x1, x2) = A*x1α*x2β


o A= Misst Produktionsskalen: Wie viel Output pro einem Input
o α u d β messen die Outputmenge bei Änderung des individuellen Inputs
 In der Regel geht man von konstanten Skalenerträgen aus (α+β=1), um die Rechnungen zu
vereinfachen gehen wir von A=1 aus
Übung 7
Bei einer angenommenen Standard Cobb-Douglas Produktionsfunktion

Ein Faktor ist variabel (kurzfristig)

 Abnehmende Grenzerträge=> steigende Grenzkosten

Kosten
20
DK

15
Grenzkosten
Preis

10

durchschnittliche
5
variable Kosten

0 durchschnitliche
0 2 4 6 8 Fixkosten
Menge

Alle (zwei) Faktoren sind variabel (langfristig)

 Konstante Skalenerträge=> konstante Grenzkosten und Durchschnittskosten

Zusätzliche Annahmen, welche auch langfristig zu steigenden Angebotskurven führen

 Faktoren (z.b. Arbeit/Rohstoffe) der Produktion werden langfristig knapper


o ↑Faktorpreise→ Gre zkoste ↑
 Langfristig kommt es ab einem bestimmten Outputniveau zu abnehmenden Grenzerträgen
o Z.b. Bürokratie
Übung 8
Nutzenfunktion

Optimum bei Tangentialpunkt der Budgetbeschränkung und Indifferenzkurve

 ∆x2/∆ 1 = -p1/p2 = -MU1/MU2


 GRS = Steigung Budgetbeschränkung = negatives Verhältnis Grenznutzen

Unterschied Produktionsfunktion und Nutzenfunktion

Nutzen:

Für den Nutzen nehmen wir einen ordinalen Nutzen an

 Einzige wichtige Eigenschaft der Nutzenzuordnung ist die Reihenfolge der Güterbündel
 Tatsächliche Größe einer Nutzenfunktion ist insofern wichtig Abfolge erstellen zu können
o U1 ist größer als U2, egal um wie viel
 Eine monotone Transformation einer Nutzenfunktion ergibt eine andere Nutzenfunktion,
welche die selben Präferenzen besitzt

Beispiel monotone Transformation


2,5

2
Nutzen u

1,5

ln(u)
1
u
0,5

0
0 1 2 3 4 5 6
Menge x

Lagrange Multiplikator

 Methode zum bestimmen von lokalen Maxima (Minima) einer Funktion mit Nebenbedingung

Beispiel: Optimierungsproblem

 Cobb-Douglas Nutzenfunktion: u(x1, x2) = x1α * x2β


 Maximaler Nutzen mit einer Budgetbeschränkung als NB
 m = p 1 x 1 + p2 x 2
 Da Nutzenfunktion nur bis zur monotonen Transformation bestimmt ist, ist es praktisch mit
dem ln von u zu rechnen
 Ln(u(x1, x2) = α*l 1 + β*l 2)
 Nutzenfunktionen Ln(u) und u haben die selben Präferenzen
o Für x1>x2 ist u1>u2, die Änderungsrate ist unbedeutend
 Somit sind die Funktionen bezüglich des ordinalen Nutzens identisch
Aufstellen des Lagrange (Haupt- und nach 0 aufgelöste Nebenbedingung)

1. L = α*l 1 + β*l 2) – λ* p1x1 + p2x2-m)

Partielle Ableitung
��
1. = – λp1 = 0
�� �
��
2. = � – λp2 = 0
��
��
3. λ = –p1*x1 – p2*x2+m = 0

1) α = λp1x1

2) β = λp2x2

1+2) α+β= λ (p1x1 + p2x2)

α+β = λ*m
+
λ= => Term wird in die Gleichungen 1 und 2 substituiert und nach x1 und x2 aufgelöst

Substituierung in (1) Substituierung in (2) Wie viel des Maximums an x1 / x2 man will
+ +
α= *p1x1 β= *p2x2
Maximale Menge an x1 / x2
x1 * = * x1 * = *
+ � + �

� Budgetbeschränkung

4,5
4
3,5
3
2,5
X1

2
1,5 Position der optimalen
Entscheidung ist abhängig �
1
von den Gewichten α und β �
0,5
0
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5
X2
Übung 10 & 11
Eine makroökonomische Theorie der offenen Volkswirtschaft

IS-LM Modell… , Frage i der Klausur

Zusammensetzung des BIP

Nettoexporte: Exporte-Importe = Handelsbilanz

 Export = Import: Handels-GG


 Bei Exportüberschuss: Handelsüberschuss
 Bei Importüberschuss: Handelsdefizit

Anlageinvestitionen = Produktion-Verkauf

Gesamtgüternachfrage

 Z ≡ C + I + G + X – IM
 Um Z zu bestimmen gelten folgende Vereinfachungen
o Alle Unternehmen produzieren selbes Gut
o Dieses können Verbraucher/Staat konsumieren und Unternehmen darin investieren
o Außerdem haben wir eine geschlossene Volkswirtschaft, X = IM = 0
 Z≡C+I+G
 Annahme Das I = S
o Gespartes wird nämlich ex post investiert?
o Ex post: im nachhinein
o Ex ante: Ausgangssituation

Konsum

 Verfügbares Einkommen (YD), ist dass Einkommen, welches übrig bleibt nachdem
Konsumenten Steuern gezahlt und Staatliche Transfer erhalten haben
 C = C(YD),
o Diese Funktion wird als Konsumfunktion bezeichnet
o Es ist eine Verhaltensgleichung die das Verbraucherverhalten wiedergibt
o Eine spezifischere Form der Konsumfunktion ist der lineare Zusammenhang
 C = c0 + c1YD

Die Funktion hat zwei Parameter c0 und c1

 C1 ist die (Grenz-) Neigung zu konsumieren oder der Effekt eines zusätzlichen Dollars
verfügbaren Einkommens zum Konsum
 C0 ist der Achsenabschnitt der Konsumfunktion
 Verfügbares Einkommen YD: Y - T
o T= Steuern
Somit lautet die spezifische Konsumfunktion: C = c0 + c1(Y-T)

Investitionen

 Variablen, die von anderen Variablen im Modell abhängen sind endogen


 Variablen, die nicht im Modell erklärt werden sind exogen
 Investitionen werden hier als gegeben betrachtet or als exogene variable

Staatsausgaben G (exogen)

 Sind zusammen mit Steuern (T, exogen) Mittel der Fiskalpolitik


o Die Wahl der Steuersätze und Ausgaben durch die Regierung
 Exogen, da Regierungen sich nicht so gleichmäßig Verhalten wie Konsumenten/Firmen
 Makroökonomen müssen über Auswirkungen alternativer Staatsausgaben und
Steuerentscheidungen nachdenken

Annahme:

 )≡ C + I + G
o Z = c0 + c1(Y-T) + I + G
 GG im Gütermarkt erfordert dass Produktion Y= Z
 GG-Bedingung: Y=Z, Z ist abhängig vom Einkommen Y = Produktion Y
o Y = c0 + c1(Y-T) + I + G

Multiplikator:

 Y = c0 + c1Y- c1T + I + G => Y = (c0 + I + G – c1T)


−�
o Multiplikator ist immer größer 1
 Autonome Ausgaben c0 + I + G - c1T sind nicht Outputabhängig
 Entspricht G = T hält die Regierung einen ausgeglichenen Haushalt
 I estiert der Staat si d die Staatsausga e Ei ah e Pri atperso e Bauar eiter… , diese
konsumieren entsprechend ihrer Konsumquote.
 Ausgaben durch Konsum führen zu weiteren Ei ah e Verkäufer, Makler… u d so weiter
 Somit gilt bei zusätzli he Staatsausga e o rd. € die Bere h u g: + 1 + c1² + … + c1n
o Geometrische Reihe: ∑�= � �
Erhöhung der autonomen Ausgaben führt immer zur mehrfachen Erhöhung des GG zwischen
Einkommen/Angebot und Nachfrage

1. Ei ko e steigt u rd. € (AB)


2. Dadurch weitere Erhöhung um CD
3. Weitere Grenzerhöhungen (EF…)

Senkung autonomer Ausgaben (Sparen wegen Ungewissheit) führt zu mehrfacher Senkung des GG

 Weniger Ausgaben→ Weniger Produktion (Arbeitnehmer) → noch weniger Ausgaben…

Hansen’s Gesetz

 Produktion steigt nur wegen höherer Nachfrage


 Bei Vollbeschäftigung und guter Wirtschaft müsste das Maximum erreicht sein?
 Langfristige Angebotskurve sollte nicht veränderbar sein
o Kurzfristig kann
o Nur das Preisniveau wird verändert und nicht das BIP
Übung 11
Hansens’s Law: Nachfrage schafft sich ihr eigenes Angebot

 IS: Gütermarkt
 LM: Finanz- und Geldmarkt
 M: Geldmenge

Verschiebung der IS-Kurve

 Links: Höhere T, niedrigere G


 Rechts: Andersherum

Gründe zur Bargeldhaltung:

 Transaktionsmotiv
o Bei vielen Transaktionen (Banken…) höheres Transaktionsmotiv
o i als Liquiditätsprämie muss steigen
o Steigendes Einkommen=> steigende Nachfrage nach Kassenhaltung
 Vorsichtsmotiv
 Spekulationsmotiv

Vereinfachungen zum Gleichgewicht von IS und LM

1. Zinssatz des Geldmarkts bestimmt 1:1 den Zinssatz für Investitionen


2. Wenn Zinsen sinken wird immer mehr investiert
3. Kreditnehmer können zu einem gegebenen Zins i so viel Geld leihen wie sie wollen
o Keine Kreditrationierung

Kritik am IS-LM Modell

 Hansen’s Law ist nicht realistisch


 Annahme eines einzigen Zinssatzes für unterschiedliche Märkte
 Abstrahieren von Pfändern und Kreditrationierung
 zweifelhaft hergeleitete LM-Kurve
o meisten Zentralbanken betreiben nicht Geldmengen- sondern Zinssatzsteuerung
 Nicht hilfreich um die Funktionsweise der realen Wirtschaft zu beschreiben
 Ausserdem muss Modell i.B.a. freie Kapazitäten und Arbeitslosigkeit angepasst werden
VWL Tutorien
Tutorium 1
Aufgabe 1:
Sie haben vor, samstags Ihrer Teilzeitarbeit nachzugehen, aber ein Freund
schlägt einen Skiausflug vor.
a) Welches sind die wahren Kosten des Skiausflugs?

 Einkommensausfall
 Urlaubskosten
 -Erholungsertrag

b) Nun überlegen Sie unter der Annahme, Sie hätten in der Bibliothek studieren wollen.
Welches sind die Kosten des Skiausflugs in diesem Falle? Erklären Sie die einzelnen Schritte.

 Zukünftiger Einkommensausfall
 Urlaubskosten
 -Erholungsertrag

Aufgabe 2:
Vorschriften der Sozialgesetzgebung werden immer wieder einmal geändert.
Annahme, dass es eine Gesetzesänderung gebe, dass arbeitsfähige
Sozialhilfeempfänger nach zwei Jahren keine Zahlungen mehr bekommen.
a) Wie beeinflusst dies die Arbeitsneigung?

 Da man Geld braucht um zu überleben steigt die Arbeitsneigung


 Grenznutzen der Arbeit übersteigt den der Freizeit

b) Inwiefern könnte diese Gesetzesänderung einem Zielkonflikt zwischen Gerechtigkeit und Effizienz
entsprungen sein?

 Effizienz: maximale Effizienz nicht ausgereizt durch Arbeitslosigkeit


o =>Höhere Staatseinnahmen (mehr Staatsinvestitionen)
 Gerechtigkeit: Müssen teils unwürdige Arbeitsbedingungen akzeptieren, niedere Arbeit
 Jeder sollte arbeiten, allerdings sollten Benachteiligte nicht gezwungen werden
Aufgabe 3:
a) Bes hrei e Sie de Me ha is us der „u si ht are Ha d“ ei Ada S ith.

 Preis bildet sich aus GG von Angebot und Nachfrage


 Schnittpunkt ist effiziente Menge

b) Was sind Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung und gehen Sie insbesondere auf Adam Smith ein.

Vorteile Nachteile
Höhere Effizienz, Qualität und Quantität Einseitige Tätigkeit
Erhöht Produktivität, Geschicklichkeit, Geistige, gesellige und kriegerische Fähigkeiten
Prozessoptimierung gehen verloren (da nur eine Tätigkeit)
=>Einkommenssteigerung =>Trade-Off
Nur ein einzelner Schritt in Produktion gegenseitige Abhängigkeit der Arbeitenden
=>irgendwann der Beste in einem
Arbeitsschritt anstatt Mittelmaß in mehreren
Schritten =>Prozessoptimierung
Entfaltung spezieller Fähigkeiten und
Begabungen

c) Nennen und erklären Sie kurz mindestens drei Ursachen von Marktversagen .

Externalitäten

 Direkte und indirekte (z.B. Fettleibigkeit=> höhere Versicherungskosten)


 Positive (optimale Menge unterschritten) und negative (optimale Menge wird überschritten)
 Auswirkungen von Handlungen auf unbeteiligte 3. ohne dass Schaden gezahlt wird
o (z.B. Raucher auf Nichtraucher, Abgase)

Marktmacht: Preis beeinflussbar durch einen Marktteilnehmer (Monopol)

Öffentliche Güter:

 Nichtrivalität im Konsum
 Nicht-Ausschließbarkeit (Landesverteidigung, GEZ)
o Trittbrettfahrer-Problem
o (fehlende Zahlungsbereitschaft, weswegen Gut unzureichend privat angeboten wird)

Assymetrische Informationsverteilung:

 Inhomogenität und Unterschiede in Bezug auf Qualität


o z.B. Gebrauchtmarkt: Verkäufer hat mehr Informationen als Käufer
o kann Preis viel höher ansetzen=> Marktversagen
 Ex-arte=> adverse Selektion
 Ex-post=> moralisches Fehlverhalten

Unvollständige Märkte
Tutorium 2
Aufgabe 1:
Zeichnen Sie ein Kreislaufdiagramm. Bezeichnen Sie jene Teile des Modells, die
den Güterströmen & den Geldströmen zu folgenden Aktivitäten entsprechen:

a) Xaver bezahlt an den Ladeninha er € , für ei Glas Mil h.

 Haushalt (Xaver) an Gütermarkt (Laden): Ausgabe von 1,50

b) )e zi erdie t pro Stu de € als Bedienung auf dem Münchner Oktoberfest.

 Faktormarkt (Arbeitsmarkt) an Haushalt (Zenzi): Ei ko e o €/h

c) Vera gi t € für ei e Ki okarte aus.

 Haushalt Vera a Güter arkt U terhaltu gs arkt : Ausga e o €

d Ale a der erhält € . a Di ide de zahlu ge on der Lufthansa.

 Faktor arkt Kapital arkt a Ale a der Haushalt : Di ide de o . €

Aufgabe 2:
Erläutern Sie die Funktion von Modellen in der Volkswirtschaftslehre & erklären
Sie den Unterschied zwischen Modellen und einer Theorie.
Modell

 Realitätsfern: schließt irrelevante Details aus


 Dient dem Realitätsverständnis ohne den Anspruch zu erheben die Realität richtig abzubilden
 Wird anhand von Annahmen konstruiert
o Nur u ter „La or edi gu ge ahr“
 Z.B. ein Vollständiger fairer Markt

Theorie

 Ausschnitte der Realität werden


o Beschrieben
o Erklärt
o Prognostiziert
 Empirisch falsifizierbar
 Z.B. Quantitätstheorie
Aufgabe 3:
Die Produktionsmöglichkeitenkurve wird üblicherweise konkav dargestellt.
Erklären Sie die Konkavität der unten abgebildeten
Produktionsmöglichkeitenkurve. Welche Annahmen führen zu der Konkavität?
Wie würde sich der Verlauf der Kurve ändern, wenn es technologischen
Fortschritt bei der PKW-Produktion gibt?

Die Konkavität wird mit der Annahme abnehmender Grenzerträge begründet

 Es wird immer aufwendiger noch mehr Einheiten eines Gutes zu produzieren


 Durch den konkaven Verlauf werden immer größer werdende Opportunitätskosten deutlich

Bei einem technologischen Fortschritt der PKW-Produktion würden die PKW-Grenzerträge steigen &
sich die Produktionsmöglichkeitenkurve entsprechend in Richtung der X-Achse verschieben

Aufgabe 4:
Manchmal wird der Zielkonflikt der Gesellschaft zwischen sauberer Umwelt und
der gesamtwirtschaftlichen Produktionsmenge mit einer
Produktionsmöglichkeitenkurve illustriert (siehe untere Abbildung).
Beschreiben Sie die Logik einer solchen Produktionsmöglichkeitenkurve.

Der Zielkonflikt entsteht dadurch, dass die für den Umweltschutz benötigten Ressourcen ebenso für
die Produktion benötigt werden.

 Es kommt daher zu abnehmenden Grenzerträgen.

Aufgabe 5:
Klassifizieren Sie jede der nachfolgenden Aussagen als positiv oder normativ und
erklären Sie Ihre Einstufung
a) Auf kurze Sicht hat die Gesellschaft zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen.

 Positive Aussage

b) Eine Senkung der Wachstumsrate der Geldmenge wird die Inflationsrate senken.

 Positive Aussage

c) Die Zentralbank eines jeden Landes sollte die Steigerungsrate der Geldmenge senken.

 Normative Aussage

d) Von den Sozialhilfeempfängern sollte der Staat die Suche nach Arbeit verlangen können.

 Normative Aussage

e) Niedrigere Steuern führen zu mehr Arbeit und höheren Ersparnissen

 Positive Aussage

Aufgabe 6:
Wenn Sie Regierungschef wären, würden Sie sich mehr für die positiven oder die
normativen Ansichten Ihrer Wirtschaftsberater interessieren? Warum?
 Ein Regierungschef sollte sich für beide Seiten interessieren.
 Positive Aussagen beschreiben Ist-Zustände und bieten Anhaltspunkte für politische
Maßnahmen
 Normative Aussagen geben ein Idealbild (politisch unabhängig, unterschiedlich für
verschiedene Schulen) einer Volkswirtschaft, dass als Ziel verstanden wird.
Tutorium 3
Aufgabe 1:
Amerikanische & deutsche Arbeiter können jeweils 4 Autos pro Jahr herstellen.
Eine amerikanische Arbeitskraft kann 10 Tonnen Weizen pro Jahr erzeugen,
während eine deutsche Arbeitskraft nur 5 Tonnen Weizen pro Jahr produziert.
Nehmen Sie der Einfachheit halber an, jedes Land verfüge über 100 Mio.
Arbeitskräfte.
Amerikanischer Arbeiter: 100 mio.

 4 Autos pro Jahr


 10 t Weizen pro Jahr

Deutscher Arbeiter: 100 mio.

 4 Autos pro Jahr


 5 t Weizen pro Jahr

a) Erstellen sie eine Tabelle mit Produktionsmöglichkeiten der amerikanischen und der deutschen
Arbeitskräfte.

Erfassung als Arbeisjahre pro Arbeiter für die Produktion pro Auto bzw. pro t Weizen.

z.B. 1J/4A = 0,25 J/A

1 Auto 1 t Weizen
Arbeiter DE 0,25 J / A 0,2 J/t
Arbeiter USA 0,25 J / A 0,1 J / t

Erfassung als gesamte Produktionsmenge an Autos/ Weizen pro Jahr

z.B.: 4 Autos / Arbeiter *100mio. Arbeiter = 400

Autos in mio. Stück Weizen in mio. Tonnen


Arbeiter DE 400 500
Arbeiter USA 400 1000
b) Zeichnen Sie die Produktionsmöglichkeitenkurven der amerikanischen und der deutschen
Volkswirtschaft.

Produktionskurve DE Produktionskurve USA


500 500
400 400
300 300
200 200
100 100
0 0
0 200 400 600 0 500 1000 1500

Y-Achse: Autoproduktion, X-Achse: Weizenproduktion


c) Welches sind die Opportunitätskosten (O.K.) eines Autos/Weizen in den USA/DE?
Fasse die Ergebnisse in einer Tabelle zusammen.

Ein deutscher Arbeiter kann 4 Autos (1/4 J/A) oder 5 t. Weizen (1/5 J / t.) produzieren.

1 Auto weniger=> ¼ Jahr an Zeitgewinn zur Weizenproduktion

 Menge an statt dessen produzierten Weizen: ¼ Jahr * 5t Weizen = 5/4 t Weizen (O.K. eines
Autos)

1 Tonne Weizen weniger=> 1/5 Jahr mehr Zeit zur Autoproduktion

 Menge an statt dessen produzierten Autos: 1/5 Jahr * 4 Autos / Jahr = 4/5 Autos (O.K. einer
t Weizen)

1 Auto (in Weizen) 1 Weizen (in Autos)


Arbeiter DE 5/4 4/5
Arbeiter USA 5/2 2/5
Wenn ich auf ein Auto pro J verzichte kann ich X tonnen Weizen mehr herstellen

d) Welches Land hat einen absoluten Vorteil bei der Auto-/Weizenproduktion?

Autoproduktion:

 Kein Land hat einen absoluten Vorteil, da beide Länder pro Jahr die selbe max.
Produktionsmenge herstellen können

Weizenproduktion:

 USA hat einen absoluten Vorteil, da sie in einem Jahr 1000 mio. t Weizen herstellen können
(DE nur 500mio.)

e) Welches Land hat einen komperativen Vorteil bei der Auto-/Weizenproduktion?

Autoproduktion:

 DE hat komperativen Vorteil da in DE um ein Auto zu produzieren nur auf 1,25


Weizeneinheiten verzichtet werden

Weizenproduktion:

 USA hat komperativen Vorteil, da sie um eine Tonnen Weizen zu produzieren nur auf 0,4
Autos verzichten muss

f) Nehmen Sie an, ohne Handel würde je die Hälfte der Arbeitskräfte eines Landes Autos und die
andere Hälfte der Arbeitskräfte Weizen erzeugen. Welche Mengen von beiden Produkten erzeugt
jedes Land?

 Jedes Land produziert mit der Hälfte der Arbeitskräfte Autos sowie Weizen (jeweils 50mio.).
 Deutsche Autos: Auto * 4 Autos/Arbeiter/Jahr * 50 mio. = 200mio. Autos
 Deutsche Weizen: Weizen* 5t. Weizen/Arbeiter/Jahr * 50 mio. = 250 mio. t. Weizen
 USA Autos: Auto * 4 Autos/Arbeiter/Jahr * 50mio. = 200 mio. Autos
 USA Weizen: Weizen* 10t. Weizen/Arbeiter/Jahr * 50mio. = 500 mio. t. Weizen

g) Gehen Sie von der Situation ohne Handel aus und bilden Sie ein Beispiel dafür, wie es jedem Land
durch Handel besser geht.
Ohne Handel Autos Weizen
Arbeiter DE 200 250
Arbeiter USA 200 500
Summe 400 750

Mit Handel Autos Weizen


Arbeiter DE 400 0
Arbeiter USA 0 1000
Handel DE: 200 nach USA USA: 250-500 nach DE
Summe 400 1000
Jedes Land konzentriert sich auf dasjenige Gut bei dem es einen komperativen Kostenvorteil hat
DE=> Autoproduktion & USA=> Weizenproduktion

 DE: 400 mio. Autos


 USA: 1000mio. t. Weizen

Aufgabe 2:
Wird eine Volkswirtschaft die Güter, für die sie einen komparativen Vorteil
besitzt, importieren oder exportieren?
Komparativer Vorteil=> Export

 Gut kann vergleichsweise kostengünstiger hergestellt werden als in anderem Land


 Import von Gütern, welche im Ausland einen komparativen Kostenvorteil haben

Aufgabe 3:
Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman beschreibt folgende drei Aussagen
als Mythen der Außenhandelstheorie. Begründe warum sie falsch sind.
a) Freihandel bringt nur dann Nutzen, wenn das eigene Land dem ausländischen Wettbewerb
standhalten kann.

 Es liegt nah anzunehmen, dass ein absoluter Vorteil (effizienter) auch mit dem Export
zusammen hängt
 Nur komparativer Vorteil entscheidend

b) Internationaler Wettbewerb ist unfair und schadet anderen Ländern, wenn er über niedrige Löhne
ausgetragen wird.

 Lohndumping-Argument (nicht mit Branchenvertretern konkurrieren, die weniger effizient


sind aber niedrigere Löhne zahlen)
o Aber keinen Einfluss auf die Außenhandelsgewinne, ob niedrigere Kosten durch
höhere Produktivität oder geringere Löhne entsteht

c) Durch Handel wird ein Land ausgebeutet und es geht ihm insgesamt schlechter, wenn seine
Arbeiter viel geringere Löhne erhalten als Arbeiter in andere Ländern.

 Betrachtung, ob Aussenhandel nicht insgesamt dem Land hilft


o Ohne Außenhandel würde es dem Land noch schlechter gehen
 Keine moralische / ethische Betrachtung „U e s hli he Gehälter…“
Tutorium 4
Aufgabe 1:
Betrachten Sie den Markt für Kleinbusse und erklären Sie für jedes der
angegebenen Ereignisse die Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage sowie
auf Angebotsmenge und Nachfragemenge.
Verdeutlichen Sie Ihre Lösung anhand von Graphiken.
a) Die Menschen entscheiden sich für mehr Kinder.

8
7
6
5
Preis

4 N1
3
N2
2
1 Angebot
0
0 1 2 3 4 5
Menge

b) Ein Stahlarbeiterstreik erhöht den Stahlpreis.

10

6
Preis

A2
4
Nachfrage
2 A1
0
0 1 2 3 4 5
Menge

c) Ingenieure entwickeln neue Produktionsmaschinen für Kleinbusse.

10

6
Preis

A2
4
Nachfrage
2 A1
0
0 2 4 6
Menge
d) Der Preis von Großraumbussen steigt.

e) Ein Börsencrash verringert das Vermögen der Leute.

 Nachfrage sinkt=> Preis sinkt

6
Preis

4 N1
N2
2
Angebot
0
0 1 2 3 4 5
Menge

Aufgabe 2:
Vergleichen Sie die nachfolgenden Paare von Gütern. Für welches Gut würde
man aus welchen Gründen eine höhere Elastizität erwarten?
a) Lehrbücher und Romane

 Romane sind elastischer, da sie einfach durch andere Unterhaltungsmedien zu ersetzen sind.
 Lehrbücher sind meist genau vorgeschrieben und dadurch schlecht substituierbar
o unelastischer

b) Heizöl während der nächsten sechs Monate und Heizöl während der nächsten 5 Jahre

 Heizöl in 5 Jahren ist elastischer, da langfristig umgerüstet oder gespart kann


 Folglich ist Heizöl während der ersten sechs Monate unelastischer

c) Limonade und Wassersd

 Limonade ist im Gegensatz zu Wasser nicht lebensnotwendig=> elastischer

d) Cocktails und alkoholische Getränke

 Cocktails sind elastischer, da sie leichter durch andere Getränke substituierbar sind
 Alkoholische Getränke sind weniger substituierbar=> unelastischer
Aufgabe 3:
Zwei Autofahrer und ihre Tankgewohnheiten: Hans tankt immer genau 50 Liter,
Fra z dagege ta kt i er für € Be zi . Wie groß ist die Preiselastizität der
beiden Nachfrager? Zeichnen Sie die entsprechenden Nachfragekurven in einem
Angebots- Nachfrage-Diagramm.
 Franz ist elastisch, da seine Nachfrage abhängig vom Benzinpreis ist
 Hans ist komplett unelastisch, da er unabhängig vom Preis stets 50 Liter tankt

Aufgabe 4:
Die Regierung möchte weitere Anreize gegen den Tabakkonsum beschließen.
Die empirisch ermittelte Preiselastizität der Zigarettennachfrage ist ungefähr 0,4
(entlang der gesamten Nachfragekurve).
Um wie viel sollte der Preis steigen, wenn eine Packung € kostet u d ei e
Senkung des Zigarettenkonsums um 20% beabsichtigt ist?
 0,4= 0,2/x => x=0,5
 Neuer Preis: €+ * €= €
Tutorium 5
Aufgabe 1:
Erläutern Sie die Konzepte der Konsumentenrente, Produzentenrente und
Gesamtwohlfahrt. Warum wird die Gesamtwohlfahrt als Indikator für Effizienz
verwendet?

Gesamtrente: Konsumentenrente+Produzentenrente

Pgg*Xgg: Umsatz

Konsumentenrente

 ergibt sich aus der Differenz zwischen den aufsummierten Zahlungsbereitschaften der
Konsumenten und dem tatsächlich gezahlten Marktpreis
 Die Konsumentenrente gibt den Nutzen den die Konsumenten erzielen, indem sie das Gut
nicht zu ihrem Höchstpreis sondern zum niedrigeren Marktpreis kaufen

Produzentenrente

 Die Produzentenrente ergibt sich aus dem am Markt erzielten Preis minus bei der Produktion
entstandenen Kosten
 Produzentenrente stellt den Nutzen dar, den Produzenten dadurch erhalten, dass sie auch
bereit wären ihr Gut zu einem geringeren Preis zu verkaufen, aber tatsächlich einen höheren
Preis erzielen

Bindender Mindestpreis (über Marktpreis)

Nettowohlfahrtsverlust: Höhere Produzentenrente,


geringere Konsumentenrente

Im Marktgleichgewicht ist die Gesamtwohlfahrt


maximal effizient
Aufgabe 2:
Die Produktionskosten für Computer sind aufgrund technologischer
Innovationen im Zeitverlauf erheblich zurückgegangen.
a) Zeigen Sie die Auswirkungen sinkender Produktionskosten für Preis und Menge von PCs in einem
Angebots-Nachfrage-Diagramm.

Produktionskostensenkung
25

20

15 Nachfragekurve
Preis

Angebot alt
10 Angebot neu
Rente alt
5
Rente neu
0
0 2 4 6 8 10 12
Menge

b) Zeigen Sie anhand Ihrer Zeichnung aus a) inwiefern sich Konsumenten- und Produzentenrente bei
geringeren Produktionskosten verändern.

 Preis sinkt=> Menge und Umsatz steigt


 Durch höheren Umsatz steigen KR und PR

c) Nehmen Sie an, die Computernachfrage sei unelastisch. Welche Konsequenz haben dann die
fallenden Kosten auf Konsumenten- und Produzentenrente im neuen Gleichgewicht? Verdeutlichen
Sie Ihre Antwort auch graphisch.

 Verhältnis KR:PR wird kleiner je elastischer die Nachfrage


 Bei unelastischer Nachfrage reagieren Nachfrager nur geringfügig
 Bei elastischer Nachfrage (Luxusgüter) KR-Zuwachs>PR-Zuwachs
 Bei inelastischer Nachfrage (essentielle Güter) PR-Zuwachs>KR-Zuwachs
Unelastische Nachfrage
30

25

20
Nachfrage
Preis

15 Angebot alt
Angebot neu
10
Rente alt
5 Rente neu

0
0 1 2 3 4 5 6
Menge

Aufgabe 3:
In den späten 1980er-Jahren und den frühen 1990er-Jahren erlebte Kalifornien
Dürreperioden.
a) Zeigen Sie in einem Angebots-Nachfrage-Diagramm welche Auswirkungen sich auf dem
Wassermarkt daraus ergeben. Hinweis: Treffen Sie sinnvolle Annahmen über die Elastizität des
Angebots und der Nachfrage in der kurzen Frist.

 Angebot und Nachfrage sind sehr elastisch (sehr steil)


o Nachfrage: Wasser ist lebensnotwendig
o Angebot: Vorräte begrenzt, aufwendig zusätzl. Bezugsmöglichkeiten zu erschließen

b) Nehmen Sie nun an, der Wasserpreis sei staatlich auf dem Niveau des alten Gleichgewichtpreises
fixiert und könne sich nicht anpassen. Benutzen Sie Ihre Graphik aus a), um die Konsequenz auf dem
Wassermarkt zu veranschaulichen.

Unelastische Nachfrage
12
10 Nachfrage
8
Preis

6 Angebot
4
Angebot Dürre
2
0
0 5 10 15 staatl.
Maximalpreis
Menge

 Es wird die Menge q0 (16/3) von den Nachfragern gefordert


 Anbieter sind durch Maximalpreis bei Dürre nur bereit Menge q1 (4/3) zu verkaufen
o Nachfrageüberschuss: q0-q1=3
c) Inwiefern verändert sich ihr Ergebnis aus b), wenn sie den langfristigen Wassermarkt betrachten?

 Langfristig sind Elastizitäten grds. immer höher


o Einspannmöglichkeiten, Kapazitätsausweitungen
 Die elastischere Nachfrage-Angebotstheorie führt zu einer stärkeren Ausgeprägtheit des
Nachfrageüberschusses, da Nachfrage sowie Angebot auf Preisänderungen stark reagieren
 Bei niedrigen Preisen werden Konsumenten mehr nachfragen und Anbieter weniger anbieten

d) Diskutieren Sie, inwiefern eine freie Marktpreisbildung auf dem Wassermarkt zu einem Zielkonflikt
zwischen Effizienz und Gerechtigkeit führen kann. Verwenden Sie bei Ihrer Argumentation die
Konzepte der Konsumenten-, der Produzentenrente und der Gesamtwohlfahrt.

Effizienz

 Nachfrageüberhang, Gesamtwohlfahrt ist nicht maximal

Gerechtigkeit

 Wasser sollte für jeden zu einem angemessenen Preis verfügbar sein


Tutorium 6
Aufgabe 1:
Erarbeiten Sie in einem Angebots-Nachfrage-Diagramm die Wirkung folgender
Maßnahmen zur Reduktion von Schusswaffen:
a) Besteuerung der Waffenkäufern

 Preis für Na hfrager ist € u d für A ieter €

4
Preis

3 N1
N2
2
Angebot
1

0
0 1 2 3 4 5
Menge

b) Besteuerung der Waffenverkäufer

9
8
7
6
5
Preis

Nachfrage
4
A2
3
A1
2
1
0
0 1 2 3 4 5
Menge
c) Mindestpreis für Waffen

4,5
4
3,5
3
2,5
Preis

Nachfrage
2
1,5 Angebot
1 Mindestpreis
0,5
0
0 1 2 3 4 5
Menge

d) Besteuerung der Munition

 Waffen und Munition sind Komplemente


o Neuer Preis gilt für Anbieter und Nachfrager

7
6
5
4
Preis

N1
3
N2
2
1 Angebot
0
0 1 2 3 4 5
Achsentitel

Aufgabe 2:
Der Markt für wissenschaftliche Bücher wird durch folgende Angebots- und
Nachfragekurven beschrieben: QS = 10.000+110P, QD = 20.000-90P
a) Berechnen Sie Gleichgewichtsmenge und Preis.
Gleichgewichtspreis: QS = QD

 10.000+110P = 20.000-90P => P=50

Gleichgewichtsmenge: P einsetzen

 QS =10.000+110*50 = 15.500

b) Nehmen Sie a , es erde ei Hö hstpreis o € für die Bücher eingeführt.


Wie viele Bücher werden verkauft? Ist Maßnahme sinnvoll, um mehr Leute zum Lesen zu bringen?

 Höchstpreis liegt über GG-Preis => bindender Höchstpreis


 QS -10.000+110*40 = 14.400, QD-20.000-90*40 = 16.400
o Nachfrageüberschuss von 2.000, GG-Menge niedriger wegen niedrigen Preisen
 !: Nachfrage/Angebotsüberhänge sind Strecken und keine Flächen (wie Renten)
Aufgabe 3:
Sind die folgenden Aussagen wahr oder falsch? Bitte begründen Sie Ihre
Antworten ausführlich
a) Eine Steuer, die keinen Wohlfahrtsverlust verursacht, kann auch keine Staatseinnahmen
erbringen. Falsch

 Wohlfahrtsverlust ist elastizitätsabhängig, eine komplett unelastische Nachfrage hat bei


Besteuerung Preiserhöhung zur Folge, aber keinen Wohlfahrtsverlust, da Menge sich nicht
ändern würde

4,5
4
3,5
3
2,5
Preis

2
1,5
1
0,5
0
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5
Menge

Nachfrage Angebot

b) Eine Steuer, die keine Steuereinnahmen erbringt, kann auch keinen Nettowohlfahrtverlust
verursachen. Falsch

 Wenn Steuern zu hoch sind (oder die Elastizität) gibt es zwar keine Steuereinnahmen aber
auch keinen WFV, da die Gesamtrente auf 0 sinkt

12

10

0
0 1 2 3 4 5 6

Nachfrage Angebot

c) Der Nettowohlfahrtverlust aus einer Steuer auf Heizöl ist im ersten Jahr nach der Einführung
höher, während das Steueraufkommen geringer wäre. Falsch

 Kurzfristig ist die Nachfrage unelastisch und NWV geringer als langjährig durch
Mengenänderung
 Steueraufkommen umgekehrt, kurzfristig höher, Nachfrager leichter in langer Frist umsteigt
 Umsatz geht bei elast. Nachfrage zurück, da negativer Mengeneffekt Preiseffekt dominiert
Kurzfristig

d) Wenn Mieteinnahmen besteuert werden, dann geben die Eigentümer die Steuer grundsätzlich an
die Mieter weiter. Falsch

 Eine Steuer trifft stets diejenigen mit geringerer Elastizität, unabhängig wer besteuert wird
 Kurzfristig ist die Nachfrage unelastisch (möglich an Mieter weiterzugeben)
 Langfristig aber elastischer (möglich auszuziehen), es lohnt sich nicht Steuer weiterzugeben

Aufgabe 4:
Neh e “ie a , die Autosteuer etrage € pro Neu age u d es sei ei e
Erhöhu g auf € geplant.
a) Zeigen Sie anhand eines Angebots-Nachfrag-Diagramms welche Auswirkungen sich daraus für den
Neuwagenmarkt ergeben.

 Menge Q geht zurück, der Preis sinkt für A und steigt für N

b) Wie groß sind Konsumenten-,


Produzentenrente, Steuereinnahmen,
Gesamtrente und Nettowohlfahrtsverlust vor und
nach der Steuererhöhung?

1 € 1 € ∆
KR: HFC H FC
PR: GDJ FEG FG-B
Steuer: EB FE FG
GR: KR+PR+S KR+PR+S CBD
WNV: A (A)+CBD CBD

c) Würde sich Ihre Antwort aus b) ändern, wenn Sie nur Neuwagenmarkt in Frankfurt betrachten?

 Aufgrund vieler Substitute (ÖPNV, Car-Shari g, all a ike… ist die Na hfrage i Fra kfurt
sehr elastisch
o => NWV größer und Steuereinnahmen geringer, größerer NWV auf Angebotsseite
Tutorium 7
Aufgabe 1:
Die Lakritzhersteller arbeiten auf einem Markt mit vollständiger Konkurrenz.
Jede Unternehmung auf dem Markt produziert 2mio. Lakritzstangen jährlich.
Da ei falle Dur hs h ittskoste o € , a , die Lakritzsta ge sel st
erde zu ei e “tü kpreis o € , erkauft.
a) Benennen Sie kurz die qualitativen und quantitativen Merkmale der Marktfor „ ollstä dige
Ko kurre z“

Quantitativ (Menge an Anbietern und Nachfragern)

 Sehr viele Anbieter und Nachfrager, keiner hat Marktmacht und kann durch sein Verhalten
die Marktpreise beeinflussen (alle sind Preisnehmer)

Qualitative

 Es gibt keine räumlichen, zeitlichen und persönlichen Präferenzen


 ein homogenes Produkt
 jeder hat vollständige Informationen
 Produkte sind in beliebig kleine Einheiten teilbar

b) Wie hoch sind die Grenzkosten der letzten verkauften Stange für das einzelne Unternehmen (bei
steigenden GK)?

 Im Polypol gilt: Preis=Grenzkosten


 Bei ei e Marktpreis o , € üsse die Gre zkoste e e falls , € etrage

c) Befindet sich die Branche im langfristigen Gleichgewicht? Illustrieren Sie Ihre Antwort anhand
einer Zeichnung der Kostenverläufe und nehmen Sie dabei an, dass die Durchschnittskosten einen U-
förmigen Verlauf haben.

 Branche befindet sich nicht im langfristigen GG, da die Unternehmen Gewinne realisieren
o DK= , € u d Marktpreis o , €
 Da Gewinne möglich sind kommt es zu weiteren Markteintritten
o ↑A ge ot, ↓Preis is P=GK=DK
Aufgabe 2:
Nehmen Sie an, der Markt für Rindfleisch sei einer mit vollständiger Konkurrenz.
Erarbeiten Sie für jedes der folgenden Ereignisse die Auswirkungen anhand von
Unternehmens- und Marktdiagrammen. Unterscheiden Sie zwischen
kurzfristigen und langfristigen Effekten.
a) Die Nachfrage nach Rindfleisch sinkt.

Kurzfristig:

 Nachfragerückgang=> Preis sinkt


o Unternehmen können nicht schnell darauf reagieren und machen kurzfristig Verluste

Langfristig:

 Unternehmen treten aus dem Markt aus, so dass sich Angebotskurve nach links verschiebt
o es gilt wieder P= GK = DK

b) Die Kosten für Tierfutter steigen.

Kurzfristig:

 Es kommt zu einer Verschiebung der DK und GK nach oben


o Unternehmen werden Verluste machen, da Kosten höher sind als der Marktpreis

Langfristig:

 Unternehmen werden wieder austreten und Angebotskurve verschiebt sich nach links bis
wieder Betriebsoptimum erreicht worden ist.
Aufgabe 3:
Es gebe in einer Kleinstadt zahlreiche konkurrierende Supermärkte mit
konstanten Grenzkosten.
a) Zeichnen Sie ein Diagramm für den Lebensmittelmarkt und markieren Sie dabei Konsumenten-,
Produzenten- und Gesamtrente im Optimum.

 Bei vollständiger Konkurrenz gilt P=Kosten


o Gesamtrente = KR

b) Wie verändert sich Ihre Antwort aus a), wenn sich die einzelnen Supermärkte zu einer Kette
zusammenschließen? Verdeutlichen Sie dies auch graphisch und gehen Sie verbal auf die
Bestimmung des Cournot-Preises ein.

 Polypol=>Monopol
o Monopole sind keine Preisnehmer, können selbst Preise setzen
o Optimale Menge: Schnittpunkt zwischen GK und GE, maximaler Gewinn
o Cournot Punkt: Preis den ein Monopolist setzen sollte um Gewinn zu maximieren
Aufgabe 4:
Ein Großteil des Angebots an Diamanten kommt aus Russland und Südafrika.
A ge o e , die Gre zkoste der Förderu g etrage € . pro Diamant
und die Diamantennachfrage entspreche folgender Tabelle:

a) Welcher Preis und welche Menge würden sich einstellen, wenn der Diamantenmarkt ein
Konkurrenzmarkt wäre?

 P = GK = € => . Dia a te

b) Wie hoch wären Preis und Menge bei einem Anbieter (Monopol)?

 Ma i aler Ge i o . . € ei ei e Preis o . € => . Dia a te

c) Wie hoch wären Preis und Menge, wenn Russland und Südafrika ein Kartell bildeten? Wie hoch
wären Gewinn und Produktion von Südafrika bei gleicher Marktaufteilung?
Wie verändert sich der Gewinn von Südafrika, wenn es seine Produktion um 1.000 erhöht, Russland
jedoch die Kartellabsprache einhält?

1.

 P= €, jeder Staat erkauft . Dia a te


o Jeder a ht . . € Ge i

2.

 Wenn Südafrika 1.000 mehr produziert gilt P= € u d M=


o Südafrika: M=4000, Gewinn=6000*4000- * = . . €
o GUS: 3000*6000-3000*1000 = . . €

d) Begründen Sie anhand von c), warum Kartellabsprachen oft erfolglos bleiben. Welche Gegebenheit
könnte eine Kartelllösung dauerhaft stabil machen?

 Kooperationen problematisch, da Abweichen einen höheren Gewinn einbringt.


 Kartell kann nur stabil sein, wenn abweichend hinreichend bestraft wird, z.b. durch Oligopole
 Je langfristiger, desto warscheinlicher die Kooperation
Tutorium 8
Aufgabe 1:
Ergänzen Sie die nachstehenden Sätze mit Hilfe folgender Begriffe:
durchschnittliche Gesamtkosten, variable Kosten, Fixkosten,
Opportunitätskosten, Grenzkosten.
a) Die wahren Kosten einer Aktivität sind die Opportunitätskosten

b) Die durchschnittlichen Gesamtkosten fallen, wenn die Grenzkosten darunterliegen, und steigen,
wenn die Grenzkosten darüber liegen.

c) Eine von der Produktionsmenge nicht beeinflusste Kostenart sind die Fixkosten

d) Bei der Eiscremeherstellung enthalten variable Kosten kurzfristig die Kosten für Zucker und Milch,
nicht aber Gebäude und Maschinen.

e) Die Kosten einer zusätzlich produzierten Einheit eines Gutes bezeichnet man als Grenzkosten

Aufgabe 2:
Sind die folgenden Aussagen wahr oder falsch? Bitte begründen Sie Ihre
Antwort.
a) Steigende Grenzerträge sind mit steigenden Grenzkosten verbunden. Falsch

 Grenzerträge fallen mit steigenden Grenzkosten


 Je mehr Ressourcen zur Produktion eingesetzt werden, desto geringer wird der Output
o Jeder zusätzliche Produktionsinput führt zu steigenden GK aber fallenden GE

b) Die Durchschnittskosten haben meist einen U-förmigen Verlauf. Richtig

 DK fallen mit zunehmender Produktionsmenge zunächst wegen der Fixkostendegression


 Ab bestimmter Menge steigt DK (sinkende GE!) stärker als durchschnittliche Fixkosten fallen

c) Betriebsoptimum befindet sich im Schnittpunkt von GK-Kurve und DK-Kurve. Richtig

 Solange GK unter durchschnittlichen Gesamtkosten dominiert der Einfluss der


Fixkostendegression=> DK fallen
 GK schneiden DK in deren Minimum

Aufgabe 3:
Erläutern den Unterschied zwischen kardinaler und ordinaler Nutzentheorie.
Kardinaler Nutzentheorie (veraltet) Ordinaler Nutzentheorie
Nutzen: in konkreten Nutzengrößen messbar Nutzen: intensive Größe, kein konkreter Wert
Auf Skala quantifizierbar: Grenznutzen messbar nur aussagend ob ein bestimmter Zustand
einem anderen vorgezogen wird
U1=20, U2=40 → U1 ist um 20 besser als U2 U1 > U2
Aufgabe 4:
Ei Ver rau her hat ei Ei ko e o . €. Ei Glas Wei kostet €, ei
Pfu d Käse €.
a )ei h e Sie die Budgetgerade des Ko su e te it „Wei “ auf der Ordi ate . )eige Sie it
Hilfe einer Indifferenzkurve für Wein und Käse einen optimalen Verbrauchspunkt. Wie hoch ist die
Grenzrate der Substitution in diesem Optimum?

Budgetgerade
1200
1000
800
Wein

600
400
200
0
0 100 200 300 400 500 600
Käse

Budgetgerade

 €/ € = Gläser Wei
 €/ € = Pfu d Käse
 F(x) =- x + 1000 = -2x + 1000
o GRS = 2

Neh e Sie a , der Ko su e t erhalte ei e Gehaltserhöhu g auf . €. Besti e Sie u das


neue Optimum graphisch unter der Annahme, (i) Wein und Käse seien normale Güter, (ii) Käse sei ein
inferiores Gut (und Wein ein normales Gut). Was hat sich gegenüber a) verändert?

 €=> Gläser Wei u d Pfu d Käse


 Falls Käse inferior ist würde der Konsument bei höherem Einkommen weniger Käse und mehr
Wein konsumieren

Aufgabe 5:
Vergleichen Sie folgende Paare von Gütern: Coca Cola und Pepsi sowie Skier und
Skibindungen. Wie könnten Ihrer Meinung nach die Indifferenzkurven für die
Güterpaare verlaufen?
 Coca Cola und Pepsi sind vollkommene Substitute, da fast identische Produkte
o lineare Indifferenzkurve
 Ski und Skibindung sind vollkomene Komplente
 Werden mehr Ski gekauft braucht man auch mehr Skibindindung (Benzin und Auto)
o Rechtwinklige Indifferenzkurve
Aufgabe 6:
Tobi konsumiert Äpfel (A) und Bananen (B)
Tobi hat eine Nutzenfunktion der Form: U(A, B) = A*B.
a) Vervollständigen Sie den folgenden Text:

Tobi hat 40 Äpfel und 5 Bananen. Tobis Nutzen aus dem Güterbündel (40, 5) ist U(40, 5) = 200
Indifferenzkurve durch P(40, 5) schließt alle Güterbündel (A, B) derart ein, dass: A*B konstant ist
Demnach hat die I durch P(40, 5) als Gleichung die Form: B(Äpfel) = 200/x

b) Zeichen Sie im unteren Graphen eine Indifferenzkurve, die alle Güterbündel angibt, welche Tobi
genauso wertschätzt wie das Bündel (40, 5)

Indifferenzkurve
50

40
Bananen

30

20
Indifferenzkurve
10

0
0 20 40 60
Äpfel

c) Donna bietet Tobi 15 B für 25 Ä. Hätte Tobi nun ein Bündel, welches er dem (40, 5) präferiert?

 U(15, 20)= 20*15 = 300=> 300 > 200


 Tobi würde das Bündel (25, 15) ggü. seinem alten Bündel (40, 5) präferieren

d) Was ist die maximale Zahl an Äpfeln, die Donna von Tobi im Austausch für 15 Bananen verlangen
kann, wenn dieser den Handel bevorzugt oder zumindest indifferent bezüglich des Handels ist?

 U(40, 5) U( x, 20)

 1 ≤x
Tutorium 9
Aufgabe 1:
Öffentliche Güter wie gesellschaftliche Ressourcen umschließen externe Effekte.
a) Sind mit öffentlichen Gütern verbundene externen Effekte i.d.R. positiv oder negativ? Beispiele.
Ist Menge öffentlicher Güter nach Markt-GG auf freiem Markt in größer/kleiner als effiziente Menge?

 Externe Effekte öffentlicher Güter sind grundsätzlich positiv


o Keine Rivalität oder Ausschließbarkeit
o Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Grundlagenforschung
 Menge öffentlicher Güter ist bei einem Markt-GG geringer als effiziente Menge
o Trittbrettfahrerproblem: Niemand will zahlen

b) Sind mit gesellschaftl. Ressourcen gekoppelte externe Effekte i.d.R. positiv oder negativ? Beispiele.
Werden gesellschaftl. Ressourcen bei freiem Markt-GG mehr/weniger genutzt als am effizientesten?

 Externe Effekte der Nutzung gesellschaftlicher Ressourcen sind grundsätzlich negativ


o Hochseefischerei, saubere Luft
 Ohne staatl. Regelung würden gesellschaftl. Ressourcen stärker genutzt als effizient
o Vernachlässigung externer Effekte bei Konsum (unbegrenzte Umweltverschmutzung)

Aufgabe 2:
Richtig oder falsch:
a) Nützliche Wirkungen von Pigou-Steuern gegen Umweltverschmutzung müssen mit NWV der
Steuern verglichen werden. Falsch

 Pigou-Steuern verschaffen einen Vorteil, da bei einem Markt-GG zu hohe Mengen produziert
werden, ungeachtet der negativen Externalitäten
 Sie führen zu Staatseinnahmen und ökonomischer Effizienz (Kein NWV)

b) Bei einer Pigou-Steuer sollte die Regierung die Steuer der Marktseite auferlegen, die für die
Externalität verantwortlich ist. Richtig

 Pigou-Steuer ist Preis für Recht auf Ausübung bestimmter Externalitäten


 Für Produzenten, wenn Externalitäten bei der Produktion entstehen
o Einsatz neuer Technologien und mehr Forschung in dem Bereich
 Für Konsumenten, wenn bei der Nutzung eines Guts die Externalitäten auftreten
o Konsumenten senken Konsum des Guts

c) Der Staat muss nicht eingreifen, wenn positive Externalitäten vorliegen, denn es kommt niemand
zu Schaden. Falsch

 Staat muss Trittbrettfahrerproblem vermeiden, GG-Menge ist weit unter effizienter Menge
o Z.b. jemand baut Deich zum eigenen Schutz vor Überwässerung=> Anwohner
profitieren und müssen so selbst nicht bauen
o Staat muss finanzielle Unterstützung leisten (öffentliche Güter)
Aufgabe 3:
Drei I dustrie etrie e i Ja ertal :
Unternehmen Verschmutzungsniveau Verschmutzungssenkung
am Anfang Kosten per Einheit
A 70 E €
B 80 E €
C 50 E €

Regierung will Umweltverschmutzung auf 120 E begrenzen & gibt daher jedem
Unternehmen 40 handelbare Umweltzertifikate für Verschmutzungsrechte
a) Wer wird Zertifikate (ver-)kaufen und wie viele? Was ist Motivation der Käufer und Verkäufer?
Wie hoch sind Gesamtkosten der Absenkung der Umweltverschmutzung?

 Zertifikate kaufen Firmen, die diese günstiger als die Verschmutzungssenkung erhalten
 Verkäufer sind die, welche durch den Verkauf mehr sparen als durch die Umrüstung

Preise Angebot Nachfrage Zusatz


€ 80 (A & C) 0 B ist indifferent
€ 40 (C) 40 (B) A ist indifferent
€ 40 (C) 70 (30-A, 40-B)
€ 0 70 (30-A, 40-B)

Unternehmen Kosten Ertrag Kosten


A * € € €
B * € € €
C 50*10 * € - €
Gesamt 1. € € 1.1 €

b) Wie viel höher wären Kosten der politischen Maßnahme, wenn Zertifikate nicht handelbar wären?

Unternehmen Kosten Kosten


A * € €
B * € . €
C 10*10 €
Gesamt 1.700 + €

Aufgabe 4:
Wie lässt sich mit Blick auf die Effizienz eine Besteuerung der Konsumausgaben
anstelle des Einkommens rechtfertigen?
 Wohlfahrtsökonomisch ist Konsumsteuer wie die Mwst. der Einkommenssteuer überlegen
 Sparverhalten würde sich durch fehlende Besteuerung von Einkommen und Zinsen ändern
o Sparrate steigt=> steigender Kapitalsatz=> höhere Investitionen
 Eine reine Besteuerung des Konsums wäre allerdings weniger progressiv, da der
Konsumanteil am Einkommen bei wachsendem Einkommen sinkt
Tutorium 10
Aufgabe 3:
Erklären Sie, wie die Produktionsfunktion einer Unternehmung mit dem
Grenzprodukt der Arbeit zusammenhängt.
 Grenzprodukt der Arbeit zeigt ansteigenden Output der pro zusätzlichem Arbeiter entsteht
 GPA sinkt mit zunehmenden Arbeitern (sinkender GE)=> Produktionskurve wird flacher
 Produktionsfunktion zeigt Zusammenhang zwischen Inputmenge (Produktionsfaktoren) und
Outputmenge

Aufgabe 5:
Untersuchen Sie die Auswirkungen jedes der nachfolgend erwähnten Ereignisse
auf den Arbeitsmarkt in der Computerbranche.
a) Der Bundesforschungsminister lässt für alle deutschen Schüler und Studenten Computer kaufen.

 Na hfrage a h Co puter steigt→ Höhere A satz e ge u d Preise


 Nachfrage nach Arbeitern in der PC-Branche steigt
 Mehr Mitarbeiter mit höheren Löhnen

b) Mehr Studenten wenden sich den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu.

 Das Angebot an Arbeitern in der PC-Branche steigt


 Mehr Mitarbeiter mit niedrigeren Löhnen

c) Unternehmen in der Computerindustrie bauen neue Werke.

 Durch Anlageinvestitionen werden zur effektiven Nutzung mehr Arbeitnehmer benötigt


 Mehr Mitarbeiter mit höheren Löhnen

Aufgabe 6:
Welche Art von Arbeitslosigkeit entsteht durch Mindestlöhne?
Zeigen Sie anhand eines Diagramms für den Arbeitsmarkt, wie sich eine Erhöhung von Mindestlöhne
auf Anzahl angebotener und nachgefragter Arbeitskräfte und Arbeitslosigkeit auswirkt
Nimm an, dass zunächst bestehender Mindestlohn bereits über GG-Lohn liegt.

Durch den höheren Lohn steigt Arbeitsbereitschaft,


doch Unternehmer können weniger einstellen
→ Ar eit eh erü ers huss steigt eiter a
Tutorium 11
Aufgabe 1:
Zeigen Sie analytisch, dass Cobb-Douglas-Produktionsfunktionen der Form
Y(K,L) = KαL1- α ( it <α< ) i er ko stante Skalenerträge aufweisen.
Was bedeuten konstante Skalenerträge.
 Y=F λK, λL = λ*F(K,L)
o Es sei Kα * L1-α für <α< ultipliziert it Faktor λ
o = λ*K) * λ*L =λ *K *λ *L1-α =λ*Kα*L1-α
α 1-α α α 1-α

 Bei konstanten Skalenerträgen ist die Veränderung des Outputfaktors immer gleich der
Änderung des Inputfaktors
 DK sind konstant, d.h. alle Kosten sind variabel (langfristig)

Aufgabe 2:
Was bedeuten steigende Skalenerträge?
Diskutiere ob steigende Skalenerträge mit Polypolmärkten kompatibel sind.
 Bei steigenden Skalenerträgen ist ∆Output > ∆Input
 Nein, auf dem Polypol ist Preis = DK = GK, daher gelten konstante Skalenerträge
o der Preis bleibt langfristig gleich
 Wenn steigende SE über gesamten Bereich der Marktproduktion anfallen ist Tendenz zum
natürlichen Monopol gegeben

Aufgabe 3:
Wie würde sich Profit eines Unternehmens mit abnehmenden Skalenerträgen
ändern, wenn sich dieses in zwei gleichgroße Unternehmen aufteilen würde?
 Bei abnehmenden Skalenerträgen ist es vorteilhaft für große Unternehmen sich aufzuspalten
 Aufgrund geringerer Faktormengen wären die Skalenerträge höher
o z.B. Bürokratie…
Aufgabe 4:
Konsument möchte Nutzen mit der Funktion U = x² * y maximieren
Budget=100€, Gut x kostet 4€ und Gut y 1€ pro Ei heit
Welches Konsumbündel ist optimal?
Lösen Sie das Maximierungsproblem mit (a) Lagrange-Multiplikator und (b) GRS.
a) Lagrange-Multiplikator

 Umax. = x² * y mit der Nebenbedingung 100=4x+y (E=px1+px2)


 L = x² * y-λ* + -100)

1. Ableitung von L nach x = 2xy - 4 λ


o = λ=> λ= ,
2. Ableitung nach y = x²-λ
o x² = λ
3. A leitu g a h λ = -4x -y +100
4. 1 in 2: x² = 0,5xy
o X = 0,5y  2x = y
5. 4 in 3: 6x = 100
o X=
o Y=

b) GRS

 100 = 4x+y
 U = x²*y
�� �� �
 GRS = ÷ = =
�� � �2 �
��
 =4

�� �� ��
 = ÷
� �� �
o 4=

o x=0,5y, in Budgetgerade einsetzen
 100=3y
o Y=
o X=
Tutorium 12
Aufgabe 1:
a) Stellen Sie die Komponenten des BIP anhand einer Gleichung von der Verwendungsseite dar.

 BIP: Y = C + I + G + NX
o Konsum + Investitionen + Staatsausgaben + Nettoexporte

b) Zähle die vier Bestandteile des BIP auf und erläutere Sie kurz. Gib zu jeder Kategorie ein Beispiel.

 Konsum + Investitionen + Staatsausgaben + Nettoexporte


o Auto + Aktien + Kindergeld + Überschuss

Aufgabe 1:
Sind folgende Aussagen wahr oder falsch? Begründe ausführlich.
a) Das BIP enthält auch Transaktionen, bei denen Güter weiter- bzw. wiederverkauft werden. Falsch

 Güter die nur weiterverkauft werden, wechseln nur Besitzer, daher nur eine Umschichtung

b) Wenn ein Bauer gleiche Menge an Korn wie Vorjahr verkauft, Preis jedoch höher ist, kann es sein,
dass damit sein Einkommen gestiegen ist, seine Wohlfahrt allerdings nicht. Richtig

 Einkommen ist nominal gestiegen, aber eventuell nicht real


 Wenn alle Güter teuer werden, erhöht sich zwar nominale BIP, aber nicht Kaufkraft.

c) Vergleicht man zwei Länder miteinander, so wird immer dasjenige Land den höheren
Lebensstandard aufweisen, dessen reales BIP auch am größten ist. Falsch

 Je mehr Einwohner ein Land hat, desto höher ist wahrscheinlich das Gesamteinkommen
 Kleines Land hat per se weniger Transaktionskosten
 Für den Wohlstandsvergleich ist das reale BIP pro Kopf maßgeblich.

d) Wenn das nominale BIP und der BIP-Deflator gleichzeitig stark ansteigen, dann wird auch das reale
BIP stark ansteigen. Falsch

 Wenn nominales BIP und BIP-Delfator gemeinsam stark ansteigen ist BIP-Steigerung stark auf
Preiseffekt zurückzuführen
 Reales BIP verändert sich nicht bzw. nur marginal.

Aufgabe 3:
Was ist Kerngedanke der neoklassischen Erklärung für aufholendes Wachstum.
 Catch-Up Effekt: Länder mit niedrigem Kapitalstock wachsen schneller, da abnehmende GE

Gold: armes Land


Schwarz: reiches Land
Aufgabe 4:
Neben Verwendungsgleichung des BIP, gibt es eine weitere Identität: Y=C+S+T
Zeige mittels beider Gleichungen warum in der VWL Gesamtrechnung bei
geschlossener VW Investitionen ex post immer privaten und staatlichen
Ersparnis entsprechen müssen.
S: Private Ersparnis
T: Steuern

 Y= C + I + G
 Y= C + S + T
 C+I+G=C+S+T
o I = S + (T-G)
o I=S
o Bei geschlossener VW ist T=G und fällt somit raus