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Wenn es nach Stefan Berger ginge, hätte es den Brückentag am vergangenen

Freitag nicht geben müssen. Berger ist Lehrer am Wilhelm-Busch-Gymnasium in


Stadthagen, und er hätte gern am Freitag unterrichtet und dafür an einem anderen
Tag frei gehabt. Berger weiß auch wann: direkt nach der Zeugnisvergabe, zwischen
dem Wechsel vom ersten zum zweiten Schulhalbjahr. Winterferien könnte man diese
eine freie Woche nennen, die Berger sich wünscht. Möglich wären aus seiner Sicht
aber auch fünf Tage Pfingstferien, wenn die Osterferien schon sehr früh, also im
März, liegen.

Der Pädagoge ist mit seiner Idee Anfang des Jahres in die Öffentlichkeit gegangen.
Er hat eine Online-Petition gestartet und hatte innerhalb weniger Tage die 5000
Unterschriften zusammen, die in Niedersachsen notwendig sind, damit sich die Politik
ernsthaft mit dem Anliegen beschäftigt.

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Vergangene Woche hat Berger den nächsten Schritt gemacht: Er hat vor dem
Petitionsausschuss des Landtages gesprochen. Sein Gefühl? „Ich hatte das Gefühl,
dass es nettes Kopfnicken gab, aber auch ernstes Schauen und kritisches
Nachfragen“, sagt Berger im Gespräch mit dem WESER-KURIER.

Der Vater von zwei Kindern, liebt den Winter und den Wintersport. Er macht keinen
Hehl daraus, dass sein Wunsch nach einer Woche Winterferien auch damit zu tun
hat. „Ich hätte sehr gern die Möglichkeit, mit meiner Familie eine Woche lang Ski-
Urlaub zu machen“, sagt Berger. Und auch für diejenigen, die nicht Ski fahren oder
sich einen Trip in die Berge leisten können, wäre die eine Woche Winterferien ein
Gewinn, ist Berger überzeugt. „Ich wünsche den Kindern, wenn es Anfang Februar
schneit: Nutzt den Schnee. Geht mal einen ganzen Tag lang raus, schnappt euch
einen Schlitten und fahrt damit die Hügel hinunter“, sagt Berger.

Familienvater und Pädagoge


Als Berger vergangene Woche vor den Politikern saß und seine Eingabe vorstellte
und verteidigte, sprach er aber nicht nur als Familienvater, sondern auch als
Pädagoge. Er wünscht sich ein „klares Break“, wie er sagt, zwischen den Halbjahren,
„eine kleine Atempause. Wir geben den Kindern die Zeugnisse, und sie haben gar
keine Zeit, sich zu schütteln, die Noten zu verarbeiten und sich auf die zweite Hälfte
vorzubereiten. Zwei Tage später fängt doch schon das nächste Halbjahr an.“ Die
Pause, so Berger, tue auch den Sc