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So entsteht ein Spinnennetz

Spinnentiere können Netze weben, um Beutetiere zu fangen. Wie werden Spinnennetze


gewoben?

Spinnen besitzen mehrere Organe zum Herstellen von Spinnenseide - die Spinndrüsen.
Diese befinden sich im hinteren Teil des Spinnenleibs. Damit können diese aus der
Seidenflüssigkeit unterschiedliche Arten von Seide erzeugen - so zum Bau eines Netzes
oder eines Kokons. Tritt die Seidenflüssigkeit aus der Drüse an die Luft, so erhärtet sie
zu einem Faden.

Das Spinnennetz wird gebaut


Die Spinne zieht einen gerade produzierten Faden hinter sich her. Er wird an einer
höhergelegenen Stelle befestigt, das Ende des Fadens läßt sie umherfliegen, bis er sich
durch den Wind an einem Gegenstand verfängt. Nun krabbelt die Spinne in die Mitte
des Fadens und befestigt daran einen neuen Faden, an dem sie sich "abseilt", um einen
dritten, festen Punkt zu erreichen und dort das Ende des neuen Fadens zu befestigen.

Damit ist ein Grundgerüst entstanden, welches durch weitere Fäden vervollständigt
wird, die den Rahmen bilden. Als nächstes werden die "Speichen" des Netzes gebaut,
ausgehend vom Zentrum zum äußeren Rahmen. Nun werden vom Zentrum aus in
Kreisen spiralförmige Fäden zu einem dichten Fangnetz vervollständigt.

Viele Formen von Spinnennetzen


Es existiert eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Spinnennetze gebaut werden. So sind
Radnetze, Trichternetze (Fangschlauch), Dreiecksnetze, aber auch völlig unregelmäßige
Formen möglich.

Seide ist reißfest und belastbar


Spinnseide besteht aus Proteinen und hat außergewöhnliche mechanische
Eigenschaften. Sie besitzt hohe Festigkeit, Elastizität und Zähigkeit und ist gleichzeitig
sehr leicht.

Was sind Spinnweben?


Als Spinnweben bezeichnet man nicht mehr genutzte Überreste eines Spinnennetzes.
Am und im Haus werden diese entfernt, da sie als störend empfunden werden.
Insektenstaaten - super organisiert!
Staaten kennen wir in der Politik, aber auch im Tierreich gibt es sie. Wie entstehen
Insektenstaaten, wie organisieren sie sich?

Ameisen gehören zur "Klasse" der Insekten, innerhalb der "Ordnung" der Hautflügler
bilden sie eine eigene "Familie". Sie bilden Staaten, so bezeichnet man in der Biologie
gemeinsam lebende Tiere der gleichen "Art", die sich durch Arbeitsteilung und
gemeinsame Pflege der Nachkommen auszeichnen. Im Laufe der Evolution konnten sie
so anderen Arten gegenüber einen Vorteil erlangen.

Ameisen treten in verschiedenen individuellen Typen auf: Es gibt mit Flügeln


ausgestatte Männchen und Weibchen (während der Schwarmzeit zur Begattung), sowie
Weibchen, die nach der Begattung die Flügel abwerfen und ungeflügelte Weibchen.

Woraus besteht ein Ameisenstaat?

In einem Ameisenstaat gibt es neben der Königin die Arbeiterinnen und Soldatinnen
sowie für kurze Zeit die Männchen. Sie leben in einem gemeinsam gebauten Nest,
welches unterhalb der Erde, aber auch oberhalb in großen Ameisenhügeln gelegen sein
kann.

Wie findet die Staatenbildung statt?

Bei den meisten Ameisen erfolgt die Gründung eines eigenen, neuen Staates durch ein
Weibchen: ist es begattet worden, was beim "Hochzeitsflug" geschieht und bei dem es
Spermien (Samen) aufnimmt, so legt es seine Eier an geschützten Stellen. Es pflegt die
Nachkommen, füttert und bewacht sie. Sobald erste Arbeiterinnen geschlüpft sind,
beginnt allmählich die Arbeitsteilung. Die Arbeitsteilung ist ein wesentliches Merkmal
eines Insektenstaates.

Die Königin beginnt, nur noch Eier zu legen und widmet sich dieser einen Aufgabe bis
an ihr Lebensende. Da sie nun nicht mehr für Nahrung sorgen und die Nachkommen
aufziehen kann, übernehmen die Arbeiterinnen diese Aufgabe.

Wie kommunizieren die Mitglieder eines Insektenstaates?

Bei Ameisen erfolgt die Kommunikation über mehrere Wege: Über chemische Duftstoffe
und über das Betasten und Befühlen mit ihren Fühlern.

Welche Formen der Arbeitsteilung gibt es?

Es gibt Arten, bei denen einzelne Ameisen nur dazu da sind, Blätter in Baumwipfeln zu
zerbeißen. Dazu nutzen sie besonders groß ausgebildete Kiefer. Andere Tiere
übernehmen den Transport der Blattstücke ins Nest. Im Nest werden die Stücke von
kleineren Ameisen zerkaut und zu einem Brei zerkleinert. Wieder andere Ameisen
züchten mit Hilfe des Breies einen Pilz, von welchem die "Gärtnerinnen" dann Stücke als
Nahrung weiterreichen.

Man spricht aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Spezialisierungen in einem


Ameisenstaat auch von einem "Superorganismus". Die Gesamtheit aller Individuen
verhält sich nach außen wie ein einzelnes, selbständiges Lebewesen: es pflanzt sich
fort, ernährt sich, betreibt Immunabwehr, verteidigt sich und zieht notfalls davon. Die
Fähigkeiten der einzelnen Individuen werden zu einer sogenannten "kollektiven
Intelligenz" erweitert, die mehr kann als ein einzelnes Individuum.