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80 Minuten Lesen und Sprachbausteine

Lesen

Trainingsmaterial für die Prüfung telc Deutsch B1 B2 Pflege

Übungsteil Lesen
Sambori Gandia - C/ nou d’octubre 65, 46702 Gandia, Spain

Deutsch B1 B2 in der Pflege - Sambori Gandia


80 Minuten Lesen und Sprachbausteine
Lesen

Inhalt
Lesen, Teil 1 Zuordnungsaufgaben
- E-mails: ... (Fragen 24 und 27)

Lesen, Teil 2 Zuordnungsaufgaben


- Pflegeanamnese ... (Fragen 28 und 32)

Lesen, Teil 3: Je zwei Fragen Multible Choice mit je drei Optionen


- Text 1: ... (Fragen 33 und 34)
- Text 2: ... (Fragen 35 und 36)
- Text 3: ... (Fragen 37 und 38)

Lesen, Teil 4: drei Fragen richtig oder falsch


- Text 4: ... (Fragen 39 und 41)

Sprachbausteine
- Teil 1: ... (Fragen 42 und 49)
- Teil 2: ... (Fragen 50 und 59)

Lösungen

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80 Minuten Lesen und Sprachbausteine
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Einnahme von Medikamenten und Therapietreue

Hygienevorschriften allgemein

Beleuchtungssytem Tag und Nacht

Nebenwirkungen von Medikamenten

Angaben zur Raumgröße für Patienten

Hinweise zur Verwendung von Medizinprodukten


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Bezüglich ihrer Anfrage zu unseren Patientenzimmer möchten wir Ihnen folgende


Daten mitteilen. Die Bettenzimmer haben mindestens folgende Grundfläche je Bett:
Einbettzimmer 10 m² und Mehrbettzimmer 8 m². Dem Bettenzimmer zugeordnete
Schleusen, Wasch- und Toilettenräume oder eingebaute Wandschränke sind bei
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der Bezeichnung der Grundfläche nicht mitzurechnen. Bettenzimmer müssen eine


lichte Höhe von mindestens 3 m haben. Bei Bettenzimmern, die bis zu 5,50 m tief
sind, genügt eine lichte Höhe von 2,70 m.
Quelle: https://www.sicheres-krankenhaus.de

Medizinprodukte dürfen nur errichtet, betrieben, angewendet und instand gehalten


werden, wenn dies ihrer Zweckbestimmung entspricht. Dabei sind die Vorschriften
der Medizinprodukte-Betreiberverordnung, die allgemein anerkannten Regeln der
Technik sowie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten.
Es gilt das Gefährdungsverbot; d. h., es ist verboten, Medizinprodukte in den
Verkehr zu bringen, zu errichten, in Betrieb zu nehmen, zu betreiben oder an-
zuwenden, wenn der begründete Verdacht besteht, dass sie die Sicherheit und die
Gesundheit der Patienten, der Anwender oder Dritter bei sachgemäßer Anwendung
vertretbares Maß hinausgehend unmittelbar oder mittelbar gefährden.
Quelle: https://www.sicheres-krankenhaus.de

Hinsichlich Ihrer Anfrage zur Beleuchtung am Arbeitsplatz soll in unserer Einrich-


tung gutes Sehen ermöglichen und starke Beanspruchungen der Augen vermeiden
werden.

Darüber hinaus trägt eine gute Beleuchtung dazu bei, die Aktivität und das Wohl-
befinden der Mitarbeiter zu fördern, was sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und
Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter auswirkt. Um nächliche Unfälle zu vermeiden,
ist immer eine Notbeleuchtung in den Gängen und Patientenzimmern ab 18:00 in
Betrieb.
Quelle: https://www.sicheres-krankenhaus.de
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Wir möchten Sie nochmals darauf hinweisen, die von Ihren Arzt verordne-
ten Medkamente laut Anweisung einzunhemen sind, denn Medikamente
helfen, zu heilen, Schmerzen zu lindern oder eine Verschlimmerung einer
Erkrankung zu vermeiden. Eventuell auftretende Nebenwirkungen sind für
Patienten das kleinere Übel und müssen zugunsten des therapeutischen
Nutzens in Kauf genommen werden. Therapietreue ist für eine erfolgreiche
Heilung absolut notwendig.

Quelle: https://www.sicheres-krankenhaus.de

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28. Familie soll dem Bewohner helfen, das Rauchen einzustellen.

29. Der Bewohner wird hinsichtlich einer gesunden Ernährung beraten und
Änderungen des Konsumverhaltens werden empfohlen.

30. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr wird ein Trinkprotokoll verwendet.

31. Schulung bezüglich Hautreinigung mit klarem Wasser und falls notwendig ph-neutralen
Waschzusätzen. Die Nutzung von alkalischen Seifen soll vermieden werden.

32. Die Teilnahme an Beschäftigungsangeboten im Gemeinschaftsraum wird gefördert.

Probleme Pflegeziele Pflegemaßnahmen

A) Der Bewohner ver- Der Bewohner Wir stellen sicher, dass der Bewohner über die notwen-
fügt eigentlich über die verlässt so häufig digen Hilfsmittel verfügt, um sich außerhalb des Bettes
notwendigen körperli- wie möglich das bzw. des Sessels zu bewegen. Notwendig sind insbe-
chen Ressourcen, um Bett und bewegt sondere Gehstöcke oder ein Rollator. Wir stellen sicher,
sich außerhalb des Betts sich gehend. Die dass der Bewohner über eine aktuelle Sehhilfe verfügt
zu bewegen. Er leidet Gesamtdauer des und diese auch trägt. Der Bewohner erhält Hüftprotekto-
jedoch unter Gangunsi- Stehens und des ren und trägt diese.
cherheiten. Der Bewo- Gehens beträgt Wir ermuntern den Bewohner, sich an Freizeitaktivitäten
hner hat große Angst mindestens 30 außerhalb seines Zimmers zu beteiligen.
vor einem Sturz und Minuten.
verbringt unnötig viel
Zeit sitzend oder liegend
im Bett. Dieses führt zu
einer erhöhten Dekubi-
tusgefahr.
B) Der Bewohner ist Infektionen wer- Der Bewohner soll sich jährlich gegen Influenza impfen
anfällig für Erkältungs- den vermieden. lassen.
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krankheiten. Wenn es Der Bewohner soll den Kontakt zu erkälteten Mitbewoh-


zum Fieber kommt, nern und Besuchern vermeiden.
steigt seine Anfälligkeit Wir achten auf eine vitaminreiche Ernährung und auf
für Dekubitus. Dieses ist eine angemessene Kleidung an kalten Tagen.
insbesondere die Folge Flüssigkeitsverluste als Folge eines fiebrigen Infekts
des starken Schwitzens werden zeitnah durch eine gesteigerte Zufuhr kompen-
sowie des Flüssigkeits- siert. Ggf. wird die Notwendigkeit einer Infusion geprüft.
verlustes. Die Nachtkleidung wird gewechselt, wenn sie aufgrund
des Fiebers durchgeschwitzt ist.
C) Der Bewohner lässt Der Bewohner Wir verdeutlichen dem Bewohner, dass Massagen durch
sich gefährdete Haut- erkennt, dass die Scherkräfte das Gewebe schädigen und das Auftre-
bereiche von seiner Massagen die ten von Druckstellen fördern.
Lebenspartnerin mas- Haut schädigen.
sieren. Er glaubt, dass Er unterlässt die-
dadurch die Durchblu- se Maßnahme.
tung angeregt werden
würde.
Quelle: https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standardpflegeplan-dekubitus-prophylaxe.htm
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Probleme, Pflegeziele Pflegemaßnahmen

D) Der Bewohner raucht stark. Der Nikotin- Die Haut wird nicht Wir raten dem Bewohner, das Rauchen
missbrauch fördert eine Arteriosklerose, die durch den Nikotin- einzustellen oder zumindest stark ein-
wiederum die Blutversorgung einschränkt. missbrauch geschä- zuschränken.
Das Gewebe wird nicht mehr ausreichend mit digt. Wir raten dem Bewohner ggf. zu einer
Sauerstoff versorgt. Nikotinersatztherapie, also etwa Niko-
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tinpflaster, Nikotinkaugummis, Nikotin-


lutschtabletten oder Nikotinnasenspray.
Wir binden Freunde und Angehörige in
unser Bemühen ein.
E) Der Bewohner leidet an einer schweren Durch eine möglichst Der Bewohner sollte zumindest kurzzei-
Atemwegserkrankung und in der Folge an gleichmäßige tig in eine andere Lagerung gebracht
Atemnot. Er bevorzugt die Rückenlage sowie Druckverteilung wird werden.
die Oberkörperhochlagerung. Weitere La- das Auftreten eines Wir prüfen, ob der Einsatz einer Würfel-
gerungen akzeptiert er nicht oder nur kurze Dekubitus vermie- matratze die Druckbelastung reduziert.
Zeit. Dadurch steigt das Risiko eines Druck- den. Wir führen Mikrolagerungen durch.
geschwürs.
F) Der Bewohner hat ein übersteigertes selbstständige Die Haut wird nicht unnötig belastet. Sie
Reinlichkeitsbedürfnis. Er wäscht die Haut Durchführung der entwickelt kein Druckgeschwür. Anlei-
zu häufig, dadurch trocknet die Haut aus und Körperpflege, Mund- tung bei Körperpflege und Erläuterung
wird anfällig für Hautschädigungen. und Gesichtspflege geeigneter Hautpflegemittel, welche die
Der Bewohner hat eine übermäßig große eigenständig, intakte Haut nicht überstrapazieren bzw. zusät-
Angst vor Hautinfektionen. Er trägt daher Mundschleimhaut zlich austrocknen.
großflächig Hautdesinfektionsmittel auf,
obwohl dieses nicht notwendig ist. Dadurch
wird die körpereigene Bakterienflora abge-
baut.
G) Der Bewohner hat viel Flüssigkeit ver- Die Haut des Bewo- Wir achten auf eine ausreichende Flüs-
loren, etwa durch starkes Schwitzen oder hners wird ausrei- sigkeitsversorgung.
durch Erbrechen. Dieses schwächt die Haut. chend mit Flüssigkeit Der Bewohner sollte 1,5 bis 2 Liter zu
Der Bewohner ist an den Konsum ausrei- versorgt. sich nehmen. Im Idealfall konsumiert
chender Flüssigkeitsmengen nicht gewöhnt. der Bewohner eineinhalb Liter in Form
Das Durstgefühl des Bewohners hat aufgrund von Getränken sowie einen Liter durch
des hohen Lebensalters nachgelassen. flüssigkeitshaltige Nahrungsmittel.
Durch die geringe Trinkmenge reduziert sich Wir führen ein Einfuhrprotokoll.
das Blutvolumen. Das Blut “dickt ein” und Wir beachten etwaige Beschränkungen
kann die Verteilung von Sauerstoff und von der Flüssigkeitszufuhr, etwa bei einer
Nährstoffen in der Haut nicht mehr gewähr- Herz- oder Niereninsuffizienz.
leisten.
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H) Der Bewohner hat einen Blutdruck von Der Blutdruck norma- Gemeinsam mit dem Hausarzt prüfen
unter 100 mmHg systolisch und 60 mmHg lisiert sich. wir, welche Maßnahmen geeignet sind,
diastolisch. Die Versorgung des Gewebes mit um die Hypotonie zu kompensieren.
Sauerstoff ist eingeschränkt, da schon ein Die Vorteile des Betablockers werden
relativ geringer Außendruck ausreicht, um ein mit der Dekubitusgefährdung abgewo-
Blutgefäß zu verschließen. gen. Ggf. sollte auf die Einnahme des
Der Bewohner nimmt Betablocker. Diese Medikaments verzichtet werden.
senken den Blutdruck, aber somit auch die
Hautdurchblutung.
Quelle: https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standardpflegeplan-dekubitus-prophylaxe.htm

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Soventol® HydroCort 0,5% Creme

Bei ausgeprägten und chronisch-entzündlichen Hautproblemen bietet Soventol® HydroCort 0,5%


Creme zuverlässige Hilfe: Egal ob Hautallergien, Ekzeme oder leichte Formen von Neurodermitis
– die Creme mit Hydrocortison wirkt juckreizstillend und entzündungslindernd. Mit seiner rückfet-
tenden Formel eignet sich Soventol® HydroCort 0,5% Creme vor allem bei besonders trockener
Haut. Ebenfalls ein Plus: Soventol® HydroCort 0,5 % wirkt schnell und ist trotzdem mild! Die pfle-
gende Cremegrundlage unterstützt zudem die Regeneration geschädigter Haut.

Sie erhalten Soventol® HydroCort 0,5% Creme rezeptfrei in Ihrer Apotheke.

Wirkprinzip: Der Wirkstoff in Soventol® HydroCort 0,5% Creme ist Hydrocortison, das bei Anwen-
dung auf der Haut Entzündungsprozesse hemmt und gefäßverengend wirkt. Demzufolge hat
Hydrocortison antiallergische, entzündungslindernde und juckreizstillende Eigenschaften. Dank
der höheren Dosierung können die typischen Symptome bei entzündlichen Hautirritationen effektiv
gelindert werden. Dazu zählen: Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln, Bläschen

Anwendung: Trockene und empfindliche Haut


Soventol® HydroCort 0,5% Creme wird 2- bis 3-mal täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen
aufgetragen und leicht eingerieben. Wenn sich die Erkrankung gebessert hat, reicht oft auch eine
einmal tägliche Anwendung aus.

Gut zu wissen: Trotz der höheren Dosierung an Hydrocortison ist Soventol® HydroCort 0,5%
Creme mild und rezeptfrei.

Rückfettende Formel – ideal bei besonders trockener Haut


Die angenehm pflegende und rückfettende Cremegrundlage (Öl-in-Wasser-Creme) unterstützt die
Regeneration trockener und gereizter Haut. Sie ist frei von Alkohol und Duftstoffen und eignet sich
somit auch für sensible und trockene Hauttypen.
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Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Therapieerfolg und sollte nicht länger als 2 Wo-
chen ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

33 Man kann HydroCort 0,55 Creme in der Apoteke


a nur mit ärztlicher Verordnung bekommen.
b mit einem Rezept erhalten.
c freii käuflich erwerben.

34 Die Anwendung sollte


a ohne ärztliche Verornung zwei Wochen nicht überschreiten.
b maximal zwei Wochen erfolgen.
c zweimal täglich während zwei Wochen erfolgen.

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Text 2

Arbeitsanweisung: Pflegeverlaufseinträge
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Pflegeverlaufseinträge sind situations- und ergebnisbezogene Einträge über behandlungs- und


pflegerelevante Besonderheiten des Bewohners. Sie resultieren unter anderem aus Beobachtun-
gen, Gesprächen, Ereignissen, Inspektionen und Überwachungen, die sonst an keiner Stelle der
Dokumentation ihren Platz finden bzw. abgebildet werden können oder sollen. Eine Ausnahme
stellt die Beobachtugsphase dar, da sich in dieser Phase die behandlungs- und pflegerelevanten
Besonderheiten im Pflegebericht wieder spiegeln müssen.

Ziel:
— Das Befinden des Bewohners, insbesondere über Veränderungen seines Zustandes und seine
Reaktion auf die Pflege ist für den gesamten Zeitraum lückenlos dokumentiert.
— Die Wirkung der geplanten Maßnahmen ist ersichtlich.
— Daten zur Sicherung von Informationen sind aufgezeichnet bzw. gesammelt.
— Dient zur Kommunikation und Administration, steht sowohl dem Pflegeteam als auch
interprofessionell zur Verfügung.
— Dient zur Beurteilung von Pflegequalität und -prozess.
— Dient als Nachweis von Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit für die
Krankenversicherer.
— Dient bei juristischen Streitigkeiten oder zum Nachweis der Durchführung einer
professionellen Pflege im Falle eines pflegerischen Gutachtens

Durchführung
— Alle an der Pflege und Betreuung beteiligten Personen machen Pflegeverlaufseinträge.
— Sachliche, eindeutige, aussagekräftige und wertfreie Beschreibung.
— Bei Problembeschreibung immer im PIE-Format (Problem-Intervention-Evaluation)
— Es sind Tatsache, objektive Beobachtungen, Befunde und Aussagen des Bewohners
bzw. Angehörige festzuhalten.
— Fachliche Interpretation auf Grund von Beobachtungen von Symptomen,
Zeichen oder Phänomenen sind als solche auszuweisen und zu dokumentieren.
— Alle Pflegeleistungen sind erst nach der Durchführung und niemals im Voraus
als erledigt einzutragen.
— Nach mehreren aufeinanderfolgenden Nachtdiensten können zusammenfassende
Einträge geschrieben werden.
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35 Pflegeverlaufseinträge

a) sind lückenlos zu dokumentieren.
b) enthalten nur die wichtigsten Informationen.
c) werden wöchentlich zusammengefasst.


36 Pflegerische Maßnahmen sind

a) im voraus zu dokumentieren.
b) gelten als nicht erledigt, wenn sie eingetragen wurden.
c) nur nach ordnungsgemäßer Ausführung eintragbar.
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Text 3

Der Pflegeprozess
Der Pflegeprozess ist ein unabdingbarer Denk- und Handlungsansatz, den Pflegepersonen tä-
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glich im Rahmen ihrer Arbeit nutzen (Wilkinson 2012). Er wird als systematischer Problemlösungs-
prozess durchgeführt. Um aktuelle bzw. potenzielle Gesundheitsprobleme zu identifizieren, zu
verhüten, zu behandeln und um das Wohlbefinden der Klienten/des Klienten zu steigern. Der Pfle-
geprozess fördert gemeinschaftliches Arbeiten, ist kosteneffizient, er hilft den Menschen zu verste-
hen was Pflegende tun, er wird von Standards für professionelles Handeln gefordert, er verstärkt
die Teilnahme der Klientin/des Klienten an der Versorgung, und fördert die Autonomie der Klientin/
des Klienten. Zu guter Letzt fördert er auch eine individualisierte Pflege (Wilkinson 2012).

Der Sinn und Zweck des Pflegeprozesses ist es, den Pflegepersonen ein theoretisches Gerüst,
und einen Bezugsrahmen zu Verfügung zu stellen. Damit der Gesundheitszustand der Klientin/des
Klienten identifiziert wird, und sie/er in der Befriedigung ihrer gesundheitsbezogenen Bedürfnisse
unterstützt wird. Der Pflegeprozess ermöglicht die zielgerichtete Planung, Implementierung und
Evaluation einer individualisierten pflegerischen Betreuung (Wilkinson 2012). Dieses zielgerichtete
Vorgehen grenzt die berufliche Pflege von der informellen Pflege ab (Baartmans et al. 2006).

Der Pflegeprozess nahm seit 1959 immer wieder unterschiedliche Form an, jedoch wurde er an
die Standards of Care der American Nursing Association 1973 und des Standard II der Definition
of Nursing Practice and Standards for Nursing Practice der Canadian Nurse Association 1987
reformiert und im eigenverantwortlichem Tätigkeitsbereich des österreichischen Gesundheits-und
Krankenpflegegesetz gesetzlich verankert (Wilkinson 2012). Die Pflege wurde zu einem syste-
misch planenden Prozess und wurde als eigenständige Profession angesehen.

Dies bedeutete mehr Verantwortung für die Pflege und benötigte dadurch eigenständiges Han-
deln. Durch die prozesshafte Gestaltung der Pflege wurde selbstständiges, zielgerichtetes Han-
deln wahr. Der Pflegeprozess fördert die kritische Reflexion des eigenen Tuns der Pflegeperson
und unterstützt die Anwendung aktuellen Pflegewissens (Yura et al. 1988). Es gibt verschiedene
Modelle, um den Pflegeprozess darzustellen. Wie zum Beispiel das Vierstufenmodell nach Jura
und Walsh 1967 oder das Fünfstufenmodell nach Gordon 1994 (Allmer et al. 2009). In Österreich
jedoch hat sich das sechsstufige Modell von Fiechter und Meier (1981) etabliert.

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&ved=2ahUKEwjPz_DIzrXeAhUQyRoKHVMtDekQFjAEegQI-
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BRAC&url=https%3A%2F%2Fonline.medunigraz.at%2Fmug_online%2FwbAbs.getDocument%3FpThesisNr%3D47232%26pAutorN-
r%3D%26pOrgNr%3D14509&usg=AOvVaw3UFXFwkUjGQs-MGkWz6rZf

37 Mit dem Pflegeprozess wird beabsichtigt



a) einen orientativen Rahmen für die Pflege zu geben.
b) nur eine Evalutation der Pflege durchzuführen.
c) die häusliche Pflege zu fördern.

38 Der Pflegeprozess

a) fördert das kritische Denken und den Gebrauch von Wissen über Pflege.
b) ist ein Gerüst von Reglen und Vorschrigten.
c) ist in einem einzigen Modell definiert.

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Pflegestärkungsgesetze (PSG) I und II


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Eine grundsätzliche Reform der Pflegeversicherung hat das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II)
eingeleitet, das seit 2016 gilt und seit 01.01.2017 große Veränderungen bewirkt. Damit insbesonde-
re die vielen demenzkranken Älteren, aber auch dauerhaft psychisch kranke oder geistig behinder-
te Versicherte die gleichen Leistungen wie körperlich Pflegebedürftige erhalten, wurde das Beguta-
chtungssystem für Hilfs- und Pflegebedürftige zu Januar 2017 komplett umgestellt. Mit dem „Neuen
Begutachtungsassessment“ (NBA) wird seitdem überprüft, wie selbstständig Versicherte noch sind.
Dieses Begutachtungsverfahren hat zum 01.01.2017 das bisherige Gutachten nach der Minutenpflege
abgelöst.Entsprechend ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit weisen die Pflegekassen seitdem
ihren Versicherten einen der fünf neuen Pflegegrade zu und gewähren entsprechende Leistungen. Die
Einteilung der Leistungsempfänger nach Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 hat die bisherige Einstufung
nach den Pflegestufen „0“, 1, 2 oder 3 (gültig bis 31.12.2016) komplett abgelöst.

Mit dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) wurde im Jahr 2015 die sog. Pflegezeit eingeführt. Sie erlaubt
es berufstätigen Angehörigen von Pflegebedürftigen unter bestimmten Bedingungen, sich für die häus-
liche Pflege befristet komplett von der Arbeit freistellen zu lassen oder bis zu zwei Jahre in Teilzeit zu
arbeiten. Dabei können pflegende Angehörige zwischen folgenden Möglichkeiten wählen: Kurzfristig
für höchstens zehn Arbeitstage dürfen Berufstätige von der Arbeit fernbleiben, wenn sie sich dringend
um die Organisation von Hilfen für einen unerwartet Pflegebedürftigen kümmern müssen. In dieser Zeit
haben sie Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz, das sie bei der Pflegekasse ihres
Pflegebedürftigen beantragen müssen. Einen Rechtsanspruch auf eine bis zu sechsmonatige vollstän-
dige Freistellung von der Arbeit haben alle Berufstätigen in Betrieben ab 15 Beschäftigten, die einen
nahen Angehörigen pflegen müssen.

pflege.de-Tipp: Wer Pflegezeit in Anspruch nimmt und mindestens 14 Stunden pro Woche pflegt, hat
zusätzlichen Anspruch: In diesem Fall übernimmt die Pflegekasse des Pflegebedürftigen auf Antrag
Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Beiträge zur Renten- und zur Arbeitslosen-
versicherung des pflegenden Angehörigen. Machen Sie davon Gebrauch!

Das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) ermöglicht Berufstätigen seit dem Jahr 2012 eine pflegebe-
dingte Teilzeitarbeit (Familienpflegezeit), allerdings ohne ihnen einen Rechtsanspruch darauf zu ge-
ben. Das Prinzip dabei: Berufstätige können ihre Arbeitszeit für höchstens zwei Jahre um 50 Prozent
reduzieren, um nahe Angehörige zu pflegen und erhalten von ihrem Arbeitgeber dafür 75 Prozent ihres
Monatslohns. Nach Ende der Pflegezeit müssen diese Beschäftigten zwei Jahre für 75 Prozent ihres
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Lohns wieder voll arbeiten, bis der Vorschuss ausgeglichen ist. Für die vorübergehende Gehaltsau-
fstockung erhalten Arbeitgeber über das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
(Köln) einen zinslosen Kredit der KfW-Bankengruppe. Das Gesetz sichert Arbeitnehmer auch gegen
Ausfall- und Liquiditätsrisiken ab, falls ein Beschäftigter selbst erkrankt oder verstirbt, bevor er den Ge-
haltsvorschuss abgearbeitet hat.

Qelle: https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegesetz-pflegereform/

39. Das Pflegestärkungsgesetz weist den Pflegebedürftigen Pflegegrade zu. richtig/falsch?

40. Es können mindestens zehn Werktage für spontane und


dringende Angelegeneiten genutzt werdne richtig/falsch?

41. Angehörige die pflegen, können ihre Arbeitzeit um 75% verkürz richtig/falsch?

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Arbeitsauftrag

Frau Müller ist 82 Jahre alt und lebt seit fünf Jahren im Altenzentrum “Zum guten Hirten. Sie hat keine An-
gehörigen mehr ___42___einer Nichte, die sie ein- bis zweimal im Jahr besucht. Seit ihrem Schlafanfall vor
einem halben Jahr ist Frau Müller bettlägerig und harn- und stuhlinkontinent. Sie kann ___43___ mit Hilfe
aufstehen und am Arm einer Pflegekraft ein paar Schritte im Zimmer gehen, aber das kostet sie immer viel
Kraft. ___44___ ihrer körperlichen Einschränkungen hat sie ihre gute Laune aber nicht verloren.

Sie hat früher als Bäckereifachverkäuferin gearbeitet und musste immer früh aufstehen. Heute schläft sie
gerne lang. Sie trinkt gerne eine Tasse Kaffee vor der Pflege.

Sie mag es, ___45___ man sich mit ihr unterhält und hat auch deshalb die kleinen Spaziergänge mit Herrn
Schabulke immer sehr genossen. Jetzt kommt er regelmäßig nachmittags bei ihr vorbei und Frau Müller
freut sich immer auf diese gemütlichen Plauderstündchen. ___46___ sie ihr Zimmer kaum noch verlassen
kann, interessiert sie sich für alles, was “da draußen” passiert.

Heute Morgen äußerte sie Schmerzen. Sie sagte, dass sie nicht gut geschlafen hat. Trotz ihrer Schmer-
zen bestand sie auf eine Ganzkörperwaschung. Während der Waschung wurde eine Schmerzbeobachtung
durchgeführt und die Haut von Frau Müller inspiziert. ___47___ die Pflege stattfand, wurde die Bewohnerin
gefragt, ob sie ihre Blase oder ihren Darm entleeren möchte und es wurde ihr Gelegenheit dazu gegeben.
Danach wurde eine Schüssel mit warmen Wasser vorbereitet und Handtücher mit Waschlappen bereitgele-
gt. ___48___ wäscht sie sich zuerst das Gesicht ab und cremte es mit einer Feuchtigkeitscreme ein. Dann
gab die PFK Waschlotion ins Wasser. Jetzt wusch die PFK den Oberkörper, dabei führte die Pflegekraft eine
Hautbeobachtung durch, indem sie auf Hautveränderungen achtete. Nachdem der Oberkörper abgetrocknet
war, cremte die PFK den Oberkörper ein. Die PFK deckte nun den Oberkörper mit Tüchern ab, damit die
Bewohnerin nicht auskühlte. Nun wusch die PFK die Beine und dann die Füße. ___49___ wusch sie zuerst
die Körperseite, die der PK gegenüber lag. Bevor sie die Intimpflege durchführte, wechselte sie das Wasser.
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a ZWAR b JEDOCH c TROTZ


d DABEI e BEVOR f DAMIT
g OBWOHL h AUßER i WENN
j WANN

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Sehr geehrter Herr Kollege,

wir berichten über den Patienten Raupach, Alfred, geboren am 95.08.1954 (61 Jahre), ___50___ in der
Schillerstraße 34, 09875 Beierfeld, welcher sich vom 12.052015 bis zum 18.05 in unserer stationären Be-
handlung befand.

Diagnosen: Ischämische dilative Kardiomyopathie mit aktuell hochgradig reduzierter LV-Punktfunktion


(linker Ventrikel = linke Herzkammer); paroxysmales (vorrübergehendes) Vorhofflimmern (absolute Arr-
hythmie) mit Neigung zur Tachyarrythmie (Herzrhythmusstörung mit viel zu schnellem Herzschlag) und zum
Teil inadäquaten ADP, Diabetes mellitus Typ II insulingefüht, arterille Hypertonie (___51___); Adiposi-
tas (___52___) BMI 41,41; obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (___53___) mit Heimbeatmung

Anamnese: Die geplante Aufnahme erfolgte nachdem in der letzten Schrittmacher-Kontrolle am 30.04.2015
gehäuft ___54___ VES (ventrikuläre Extrasystolen) aufgefallen waren. Das heißt, es gab sehr viele Her-
zschläge, die außerhalb der normalen Herzfequenz lagen und nicht in den normalen Takt einfielen. Mono-
morphe Extrasystolen bedeutet, dass jede Extrasystole ___55___ deformiert ist oder einfacher - alle Ex-
trasystolen sehen exakt gleich aus. Teilweise treten sie bei Gesunden, zum Teil bei Herzerkrankungen auf.

Im Home-Monitoring waren im Vorfeld ___56___ ADP-Angaben bei tachykardem Vorhofflimmern aufgefa-


llen. Herr Raupach berichtete von einer deutlichen Verschlechterung der Belastungsdyspnoe, aktuell NYHA
III-IV. Als Dyspnoe genauer gesagt Lufthunger, Atemlosigkeit, Atemnot, Kurzatmigkeit, wird eine unange-
nehm ___67__ Atemtätigkeit bezeichnet, die auftritt, wenn eine „Diskrepanz zwischen ___58___ an die
Atmung und Möglichkeit von Seiten des Patienten“ besteht.

In einem Langzeit-EKG des Herzzentrums Leipzig vom 07.05.2015 ergaben sich viele VES als Einzelschlä-
ge, 2191 Couplets und 431 Triplets sowie 2 ventrikuläre Salven über 4 Schläge bzw. 13 Schläge mit einer
maximalen ___59___ von 190 Schlägen/min, im übrigen durchgehend Sinusrythmus mit regelrechtem Fre-
quenzverhalten. Keine höhergradigen AV-Blockierungen.
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50 a wohnlich 51 a Bluthochdruck 52 a Normalgewicht


b lebhaft b nidriger Blutdruck b Untergewicht
c wohnhaft c normaler Blutdruck c Übergewicht

53 a Atemstillstand 54 a monomorphe 55 a unterschiedlich


b Atemaussetzer b regelmäßige b anders
c Atempausen c kardiologische c gleichartig

56 a inadäquate 57 a erleichterte 58 a Überforderung 59 a Herztakt


b adäquate b erschwerte b Unterforderung b Hersschlag
c unadäquate c vereinfachte c Anforderung c Herzfrequenz

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Lösungen

- E-mails: 24=e, 25=f, 26=c, 27=a,


- Pflegeanamnese: 28=d, 29=x, 30=g, 31=f, 32=a,
- Text 1: 33=c, 34=a,
- Text 2: 35=a, 36=c,
- Text 3: 37=a, 38=a,
- Text 4: 39=r, 40=f, 41=f,
- Sprachbausteine 1: 42=h, 43=a, 44=c, 45=i, 46=a, 47=e, 48=f, 49=d,
- Sprachbausteine 2: 50=c, 51=a, 52=c, 53=b, 54=a, 55=c, 56=a, 57=b, 58=c, 59=c,
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