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BAHNER ■

fachanwaltskanzlei heidelberg
arzt | medizin | gesundheitsrecht

| B A H N E R ■ k anzlei | v o ß str. 3 | 69115 heidel berg beate bahner

fachanwältin für medizinrecht


mediatorin im gesundheitswesen
fachbuchautorin im springerverlag

vertretung | beratung | verträge

www▪ b eatebahner▪ de

Heidelberg, den 07.04.2020

Beate Bahner erklärt,


warum der Shutdown verfassungswidrig ist und
warum dies der größte Rechtsskandal ist,
den die Bundesrepublik Deutschland je erlebt hat

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


in meiner Pressemitteilung vom 3. April 2020 hatte ich angekündigt, den Shut-
down rechtlich überprüfen zu lassen. Ich will Ihnen mit dieser rechtlichen Stel-
lungnahme darlegen, weshalb die Corona-Verordnungen aller 16 Bundesländer
eklatant verfassungswidrig sind.
Die nachfolgende Begründung wird Sie – nach Ihrer Fassungslosigkeit und
Schockstarre - umfassend in Ihrem Gefühl bestätigen, dass etwas sehr Funda-
mentales hier in unserem Land nicht mehr stimmt, und dass seit zwei Wochen
etwas sehr Ungutes passiert. Lesen Sie die nachfolgenden Seiten, dies kostet Sie
allerdings ein kleines Weilchen. Angesichts der zweiwöchigen Zwangspause ha-
ben die meisten von Ihnen aber heute vielleicht Zeit dafür.
Allen Menschen, die mir seit wenigen Tagen per Email ihre Erleichterung, ihre
Hoffnung, ihre Zuversicht und vor allem ihre Unterstützung bei meinem Vorhaben
zugesagt haben, möchte ich an dieser Stelle von ganzem Herzen danken! Ihre
Schreiben tun mir sehr gut und sie bestätigen mich in meiner Entscheidung. Bitte
sehen Sie es mir nach, wenn ich eventuell nicht dazu kommen werde, die tau-
senden von Mails zu beantworten. Dennoch bin ich zutiefst gerührt von Ihrem
großen Wunsch nach Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit! Wir teilen
dieselben Werte! Und wir alle wollen keinen Polizeistaat, wir wollen unser Land
zurück!
Mit herzlichen Grüßen aus Heidelberg,
Ihre Beate Bahner

kanzlei bahner 0 62 21 / 33 93 68 0 tel umsatzsteuer commerzbank


voßstr. 3 0 62 21 / 33 93 68 9 fax identifikation IBAN DE69 6708 0050 0521 9486 02
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Übersicht

1. Die Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg ..........................................................3


1.1 Begründung für den Erlass der Corona-Verordnung ...........................................................................3
1.2 Verantwortung und Opferbereitschaft aller Bürger ..............................................................................4
1.3 Die Landesregierung ist nicht zum Erlass der Verbote befugt.............................................................4
1.4 Beschränkung fast aller Grund- und Freiheitsrechte der Bürger .........................................................5
1.5 Alle Corona-Verordnungen sind sofort außer Kraft zu setzen .............................................................6
2. Das Infektionsschutzgesetz ist keine Rechtsgrundlage für Shutdown .......................................................6
2.1 Sinn und Zweck des Infektionsschutzgesetzes ...................................................................................7
2.2 Meldepflichtige Krankheiten und Nachweise von Krankheitserregern ................................................7
3. Maßnahmen zur Verhinderung von Epidemien ..........................................................................................8
3.1 Anordnung von Schutzmaßnahmen nur gegenüber Kranken, Krankheitsverdächtigen,
Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern .....................................................................................8
3.2 Maßnahmen gegenüber gesunden Dritten nur im engen Ausnahmefall .............................................9
3.3 Die Masernentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts .................................................................9
3.4 Landesweite Schließung von Einrichtungen und Geschäften ist rechtswidrig ..................................10
3.4.1 Tätigkeitsverbote nur gegenüber Kranken, Krankheitsverdächtigen,
Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern..............................................................................10
3.4.2 Schließung von Geschäften und Einrichtungen nur ausnahmsweise möglich.............................10
3.4.3 Schließung nur bei Krätzmilben und Kopfläusen ..........................................................................11
3.5 Schließung ist schwerer verfassungswidriger Eingriff in die Berufsfreiheit .......................................11
4. Infektionsschutzgesetz verpflichtet zur Eigenverantwortung ....................................................................11
4.1 Übertragung von Covid 19 durch Tröpfcheninfektion ........................................................................12
4.2 Empfehlungen der Bundeskanzlerin befolgen ...................................................................................12
4.3 Recht jedes Bürgers zur Immunisierung ............................................................................................12
4.4 Bei Epidemien werden die Kranken isoliert, nicht die Gesunden ......................................................13
5. Corona-Verordnung verstößt eklatant gegen das Grundgesetz ...............................................................14
5.1 Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Landesregierungen ...............................14
5.2 Shutdown ist der größte Rechtsskandal der Geschichte ...................................................................14
5.3 Straftatbestände der Landesregierung und der Polizei .....................................................................15
5.4 Recht zum Widerstand wegen Demonstrationsverbot .......................................................................16
5.5 Bußgeldbescheide und Festnahmen sind rechtswidrig .....................................................................16
6. Aufforderung an die Bundeskanzlerin und an alle Regierungschefs ........................................................17
7. Bundesweite Demonstration am Ostersamstag um 15 Uhr......................................................................18
8. Meine berufsrechtliche Pflicht zur verfassungsrechtlichen Überprüfung..................................................18

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1. Die Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg

Die Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg wurde zur an-


geblichen Verhinderung einer Ausbreitung des Covid19-Virus (Corona) am 28.
März 2020 erlassen. Sie beschränkt damit seit 14 Tagen für mehr als 11 Milli-
onen Menschen in Baden-Württemberg und – entsprechend der Corona-
Verordnungen aller Bundesländer – für 83 Millionen Menschen in ganz Deutsch-
land fast alle Grund- und Freiheitsrechte.

Die Landesregierung stützt die Corona-Verordnung auf die Regelungen des § 28


Abs. 1 S. 1 und 2 sowie §§ 31 und 32 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Viele der
umfassenden Beschränkungen und Verbote sind zunächst bis 19. April 2020
vorgesehen. Eine darüber hinausgehende Verlängerung ist jedoch möglich, da
die Corona-Verordnung bis 14. Juni gilt und erst am 15. Juni, somit erst in 9
Wochen außer Kraft tritt.

1.1 Begründung für den Erlass der Corona-Verordnung

Die Landesregierung Baden-Württemberg stützt den völligen Shutdown ihres ei-


genen Bundeslandes auf die angeblich große Gefahr für unsere Bevölkerung
durch das Coronavirus. Behauptet wird der angebliche Zusammenbruch unseres
deutschen Krankenhaussystems für den Fall der Beatmungspflicht von tausenden
Patienten. Die Regierungschefs appellieren insbesondere an die moralische
Pflicht aller Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere die alten Menschen und
diejenigen mit Vorerkrankungen durch Einhaltung all dieser Verbote zu schützen.
„Bleiben Sie zuhause“ ist das Motto der letzten Wochen, das es - zunächst freiwil-
lig, jetzt gesetzlich verordnet – strengstens zu beachten gilt. Die wenigen Men-
schen, die sich gegen diese Verbote stellen, werden polizeilich verfolgt und mit
empfindlichen Bußgeldern, inzwischen sogar mit Festnahme sanktioniert. Der
Innenminister von Baden-Württemberg, Rechtsanwalt Thomas Strobel, hat
vor wenigen Tagen in den Medien sogar dazu aufgerufen, Kontaktverbote bei der
Polizei anzuzeigen und dies, obwohl 83 Millionen Menschen nicht infiziert sind,
also gesund, und einfach nur mit ihren ebenfalls gesunden Freunden das wun-
derbare Frühlingswetter genießen wollen. Wir gesunden und friedlichen Men-
schen werden plötzlich kriminalisiert und wissen gar nicht, wie uns geschieht!

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1.2 Verantwortung und Opferbereitschaft aller Bürger

Seit zwei Wochen tragen 11 Millionen Menschen in Baden-Württemberg und 83


Millionen Menschen in ganz Deutschland die ihnen auferlegten Verbote in un-
glaublich bewundernswerter Weise. Uns allen werden in diesen Wochen teilweise
ganz enorme Opfer abverlangt, deren gesundheitliche, finanzielle und existentiel-
le Auswirkungen derzeit noch überhaupt nicht absehbar sind. Diese Haltung ist
zutiefst berührend und offenbart unsere Empathie, unser Verantwortungsgefühl
und unsere große Solidarität mit den potentiell gefährdeten Menschen. Sie zeigt
auch ganz neue, unerwartete menschliche und wunderbare Seiten unserer Ge-
sellschaft. Dies ist eine sehr schöne Erfahrung.

Ob und inwieweit wir durch diese Opfer tatsächlich Menschenleben retten, kön-
nen nur die Ärzte und weitere medizinische Experten beurteilen. Nur sie wissen,
ob diese einmaligen und radikalsten Maßnahmen aller Zeiten zur Bekämpfung
einer Epidemie wirklich medizinisch notwendig und erforderlich sind. Nach An-
sicht der überwiegenden Mehrheit der Epidemiologen sind solche Maßnahmen
jedoch gerade nicht notwendig und werden seit Wochen kritisiert. All denjenigen
Menschen, die das Virus hart erwischt hat, wünschen wir gute Besserung!
Gleichzeitig sind wir sehr glücklich, diese schwer erkrankten Patienten – mit un-
seren großartigen Ärzten und unserem gut funktionierenden Kliniksystem hier in
Deutschland – in den bestmöglichen Händen zu wissen.

Für mich ist es zugleich selbstverständlich, dass wir alle - grundsätzlich und jeden
Tag - moralisch und ethisch dazu verpflichtet sind, uns verantwortungsvoll zu
verhalten, um andere Menschen nicht zu gefährden. Dies gilt nicht nur in Zeiten
von Epidemien, dies gilt freilich für alle Bereiche unseres Zusammenlebens.

1.3 Die Landesregierung ist nicht zum Erlass der Verbote befugt

Auf einem ganz anderen Blatt steht hingegen, ob die Landesregierungen tatsäch-
lich dazu berechtigt sind, uns mit einer Vielzahl von Verboten und Beschränkun-
gen zu belegen und mit diesem - in unserer Geschichte einmaligen Shutdown -
diesen unglaublichen Opfern und verheerenden Folgen über viele Wochen hin-
weg auszusetzen. Sind wir wirklich verpflichtet, diese unglaublichen Verbote still-
schweigend und klaglos zu akzeptieren? Weil man uns sonst vorwerfen könnte,
wir hätten das Leben unserer Mitbürger in verantwortungsloser, sogar skrupello-
ser Weise riskiert? Dürfen 83 Millionen gesunde Bürger wirklich nicht mehr raus

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und mit Freunden picknicken? Sind wir wirklich so eine große Gefahr für die Risi-
kogruppen?

Meine sorgfältige Prüfung der Rechtslage hat ergeben, dass dies nicht der Fall
ist. Auch die aktuelle Corona-Epidemie kann – ebenso wie künftige Epidemien -
unter keinem rechtlichen Aspekt diese brutalen Maßnahmen und die Denunzia-
tion unserer eigenen Mitbürger legitimieren. Ich werde nachfolgend darlegen,
weshalb ich zu diesem Ergebnis komme und weshalb ich daher die Corona-
Verordnungen aller Bundesländer für eklatant verfassungswidrig halte. Ich
werde auch darlegen, weshalb die Corona-Verordnung sogar das gefährliche
Potential hat, unser Grundgesetz, unsere Grundrechte und unsere freiheit-
lich demokratische Grundordnung in nur wenigen Wochen profund und end-
gültig zu vernichten. Diese dramatischen Konsequenzen können nur verhindert
werden, indem wir den Rechtsweg in unserem bislang gut funktionierenden
Rechtsstaat beschreiten. Wir alle müssen die Corona-Verordnungen durch die
Gerichte auf ihre Übereinstimmung mit der Verfassung der Bundesrepublik
Deutschland überprüfen lassen.

1.4 Beschränkung fast aller Grund- und Freiheitsrechte der Bürger

Denn durch die vielfachen Verbote der Corona-Verordnung werden in absolut


einmaliger Weise seit dem Beginn der Bundesrepublik die folgenden Grundrechte
beschränkt bzw. verletzt:

− Die Würde des Menschen, Art. 1 GG


− Das Recht auf Handlungs- und Bewegungsfreiheit und das Recht auf freie
Entfaltung der Persönlichkeit, Art. 2 Abs. 1 GG
− Die unverletzliche Freiheit der Person, Art. 2 Abs. 2 S. 2 GG
− Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG
− Das Recht auf ungestörte Religionsausübung, Art. 4 Abs. 2 GG
− Die Versammlungsfreiheit als Recht der Deutschen, sich ohne Anmeldung
oder Erlaubnis friedlich zu versammeln, Art. 8 Abs. 1 GG
− Die Vereinigungsfreiheit als Recht, Aktivitäten innerhalb eines Vereins o-
der einer Gesellschaft auszuüben, Art. 9 GG
− Die Berufsfreiheit in Gestalt der freien Berufsausübung, Art. 12 Abs. 1 GG

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1.5 Alle Corona-Verordnungen sind sofort außer Kraft zu setzen

Alle Corona-Verordnungen sind – zur Vermeidung erheblicher Schäden für die


Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft des Landes sowie zur Vermeidung
erheblicher Schadensersatzansprüche gegen alle Landesregierungen – sofort
außer Kraft zu setzen. Denn das Infektionsschutzgesetz in seiner Neufassung
vom 27. März 2020 berechtigt keine Landesregierung zu einer so fundamentalen
Beschränkung nahezu aller Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Vielmehr sind der Staat, die Gesetzgebung, die Regierungen und die Rechtspre-
chung in Deutschland ausdrücklich zur Wahrung und zum Schutz der Grundrech-
te verpflichtet. Denn die Grundrechte sind für alle Staatsorgane bindendes
Recht, Art. 1 Abs. 3 GG. Insbesondere ist die Würde des Menschen unantast-
bar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt, Art.
1 Abs. 1 S. 2 GG.

Die Corona-Verordnungen der Landesregierungen verletzen diese rechtsstaatli-


chen Prinzipien auf bisher nie gekannte Weise und sind damit eklatant verfas-
sungswidrig.

2. Das Infektionsschutzgesetz ist keine Rechtsgrundlage für Shutdown

Die Landesregierungen beziehen sich für den Erlass der Corona-Verordnungen


auf Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

Das Infektionsschutzgesetz stammt aus dem Jahr 2000 und hat sich in den letz-
ten 20 Jahren ganz hervorragend bewährt. Es sah schon immer eine Vielzahl
wirksamer Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung von Epidemien vor.

Es gab daher – trotz der aktuellen Corona-Epidemie - keinerlei Veranlassung für


eine Änderung dieses Gesetzes in aller Windeseile. Denn wir kennen die Grippe-
Epidemie aus 2017/2018, die eine sehr viel höhere Todeszahl von 25.000 Toten
hervorrief, als dies nach Ansicht von Experten bei Corona in Deutschland zu er-
warten ist. Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes erfolgte innerhalb von nur
drei Tagen, was angesichts des Shutdowns, von dem auch der Bundestag betrof-
fen gewesen sein dürfte, enorm bedenklich scheint. Viele weitere Neuregelungen
des Infektionsschutzgesetzes, die am 27. März 2020 aufgenommen wurden und
dem Bundesgesundheitsminister Spahn – unter Ausschaltung des Bundesta-
ges und des Bundesrates - eine ungekannte Machtbefugnis einräumen, sind

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daher sehr zeitnah dringend ebenfalls einer verfassungsrechtlichen Überprüfung


zu unterziehen.

2.1 Sinn und Zweck des Infektionsschutzgesetzes

Zweck des Infektionsschutzgesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim


Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterver-
breitung zu verhindern, § 1 Abs. 1 IfSG. Hierfür müssen Behörden des Bundes,
der Länder und der Kommunen, Ärzte, Tierärzte, Krankenhäuser, wissenschaftli-
che Einrichtungen sowie sonstige Beteiligte entsprechend dem jeweiligen Stand
der medizinischen und epidemiologischen Wissenschaft zusammenarbeiten, § 1
Abs. 2 IfSG.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die hierfür zuständige nationale Behörde. Sie
ist zuständig für die Vorbeugung übertragbarer Krankheiten und für die frühzeitige
Erkennung und Verhinderung der Weiterverbreitung von Infektionen. Das RKI ist
hierbei zur Entwicklung und Durchführung epidemiologischer und laborge-
stützter Analysen sowie zur Forschung zu Ursache, Diagnostik und Prävention
übertragbarer Krankheiten verpflichtet, § 4 Abs. 1 IfSG. Das RKI arbeitet hierfür
mit den jeweils zuständigen Bundesbehörden, den zuständigen Landesbehörden,
den nationalen Referenzzentren, weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen und
Fachgesellschaften zusammen, § 4 Abs. 1 S. 2 IfSG.

2.2 Meldepflichtige Krankheiten und Nachweise von Krankheitserregern

Das Infektionsschutzgesetz sieht Maßnahmen einerseits bei konkret benannten


meldepflichtigen Krankheiten (wie etwa Cholera, Diphterie, Tollwut, Typhus oder
Pest) sowie andererseits bei Nachweisen von Krankheitserregern (wie etwa
Ebola, Dengue-Virus, MERS, Poliovirus oder Salmonellen) vor, §§ 6, 7 IfSG.

Obwohl das Infektionsschutzgesetz seit Auftreten des neuartigen Coronavirus


SARS-CoV-2 mehrfach, zuletzt am 27.3.2020, geändert wurde, findet sich das
Coronavirus SARS-CoV-2 nicht im Infektionsschutzgesetz, und zwar weder in
der Aufzählung des § 6 noch in der Aufzählung des § 7 IfSG.

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3. Maßnahmen zur Verhinderung von Epidemien

Das Infektionsschutzgesetz gestattet zur frühzeitigen Erkennung von Infektionen


und zur Verhinderung ihrer Weiterverbreitung schon immer eine Vielzahl geeigne-
ter und bewährter Maßnahmen, für die die jeweiligen Gesundheitsämter zu-
ständig sind.

Es verpflichtet die Gesundheitsämter bei Verdacht einer übertragbaren Krankheit


zunächst zur Durchführung von Ermittlungen, § 25 IfSG. Das Infektionsschutz-
gesetz verpflichtet sodann zur konkreten Feststellung einer Infektion oder des
Verdachts einer Infektion, § 28 Abs. 1 IfSG. Es müssen somit zunächst Kranke,
Krankheitsverdächtige, Ansteckungsverdächtige oder Ausscheider festgestellt
werden. Das Infektionsschutzgesetz berechtigt nach einer entsprechenden Fest-
stellung der Gesundheitsämter sodann zu folgenden Schutzmaßnahmen:

− Anordnung von Ausgeh- und Betretungsverboten, § 28 Abs. 1 IfSG

− Anordnung einer Beobachtung, § 29 IfSG

− Anordnung von Quarantäne – allerdings nur bei Verdacht auf Lungenpest


oder hämorrhagischem Fieber, § 30 Abs. 1 IfSG.

− Anordnung von beruflichen Tätigkeitsverboten, § 31 IfSG.

3.1 Anordnung von Schutzmaßnahmen nur gegenüber Kranken,


Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern

Voraussetzung für die Anordnung entsprechender Maßnahmen ist jedoch zu-


nächst die sorgfältige Ermittlung sowie die konkrete Feststellung einer Infek-
tion oder einer Infektionsgefahr durch die jeweiligen Gesundheitsämter.

Sodann – und dies ist der ganz entscheidende Aspekt des Infektionsschutz-
gesetzes - dürfen diese Schutzmaßnahmen nur gegenüber Kranken, Krank-
heitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern ergehen, §
28 Abs. 1 S. 1 IfSG. Sie dürfen ferner nur ergehen, solange es zur Verhinderung
der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich ist, § 28 Abs. 1 S. 1
IfSG.

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3.2 Maßnahmen gegenüber gesunden Dritten nur im engen Ausnahmefall

Maßnahmen gegenüber gesunden Dritten dürfen hingegen nur ganz aus-


nahmsweise angeordnet werden. Voraussetzung ist zunächst auch hier, dass
das Gesundheitsamt zuvor in seinem Zuständigkeitsbereich Kranke, Krank-
heitsverdächtige, Ansteckungsverdächtige oder Ausscheider festgestellt
hat, § 28 Abs. 1 S. 2 IfSG. Voraussetzung ist ferner – aufgrund des verfassungs-
rechtlichen Gebots der Verhältnismäßigkeit allen staatlichen und behördlichen
Handelns – auch die Notwendigkeit und Erforderlichkeit der angeordneten
Maßnahmen.

Nur unter dieser Voraussetzung ist das jeweils zuständige Gesundheitsamt


berechtigt, ausnahmsweise auch Veranstaltungen oder sonstige Ansammlungen
von Menschen zu beschränken oder zu verbieten. So hätten die Gesundheitsäm-
ter nach Ausbruch der Corona-Epidemie beispielsweise im Februar weitere Fa-
schingsveranstaltungen verbieten oder beschränken können, wenn und soweit es
in ihrem Zuständigkeitsbezirk konkrete Ansteckungs- oder Verdachtsfälle gege-
ben hätte.

Das Gesundheitsamt ist in diesen Ausnahmefällen auch berechtigt, Badeanstal-


ten oder Kinderstätten, Schulen, Heime oder Ferienlager zu schließen, § 28 Abs.
1 S. 2 IfSG. Dies darf jedoch nur im konkreten Einzelfall zur Verhinderung der
Verbreitung zuvor festgestellter übertragbarer Krankheiten bestimmter Personen
geschehen. Diese Verbote dürfen ferner nur ausgesprochen werden, soweit und
solange es zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erfor-
derlich ist, § 28 Abs. 1 S. 2 IfSG.

3.3 Die Masernentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts

Die Ausgeh- und Betretungsverbote des Landes Baden-Württemberg verstoßen


somit nicht nur gegen das Infektionsschutzgesetz. Sie verstoßen auch gegen die
Masernentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Denn das Bundesver-
waltungsgericht hat bereits in seiner Entscheidung vom 22.3.2012 (BVerwG 3 C
16.11) festgestellt, dass ein Schulbetretungsverbot gegenüber einem gesunden
Jungen, der nicht gegen Masern geimpft war, keine notwendige Schutzmaß-
nahme im Sinne des § 28 IfSG darstellt und somit rechtswidrig ist.

Wenn also das Bundesverwaltungsgericht bereits ein Schulbetretungsverbot auf


Basis des § 28 IfSG gegenüber einer einzigen gesunden Person für rechtswid-

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rig erklärt, dann muss es für alle Landesregierungen, die immerhin auch ein Jus-
tizminister haben, folgendes offen und klar auf der Hand liegen: Die umfassen-
den Kontaktverbote und Schließungen von Einrichtungen dürfen sich niemals an
11 Millionen gesunde Bürger in Baden-Württemberg bzw. niemals an 83 Milli-
onen gesunde Bürger in der Bundesrepublik richten.

3.4 Landesweite Schließung von Einrichtungen und Geschäften ist rechtswidrig

Daher ist die landesweite Schließung fast aller Einrichtungen und Geschäfte oh-
ne jedwede Gefahr einer Ansteckung durch diese Einrichtungen und Geschäfte
durch keine Rechtsnorm des Infektionsschutzes und auch durch keine andere
Regelung berechtigt. Die entsprechende Regelungen der Corona-Verordnungen
sind so offensichtlich rechts- und verfassungswidrig, dass das juristische Still-
schweigen mich wirklich sehr beunruhigt.

3.4.1 Tätigkeitsverbote nur gegenüber Kranken, Krankheitsverdächtigen,


Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern

Zwar kann das Gesundheitsamt durchaus berufliche Tätigkeitsverbote ausspre-


chen. Zulässig ist diese sehr gravierende Maßnahme jedoch grundsätzlich nur
gegenüber Personen, die als Kranke, Krankheitsverdächtige, Ansteckungsver-
dächtige oder Ausscheider konkret festgestellt wurden, §§ 28 Abs. 1, 31 und §
34 IfSG. Sind Ladeninhaber also nachweislich nicht infiziert oder gefährdet,
dann darf ihnen gegenüber auch kein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden.

Erst recht ist eine darüber hinausgehende vollständige Schließung von Einrich-
tungen und Geschäften grob verfassungswidrig, wenn nicht die engen Voraus-
setzungen des § 17 Abs. 5 IfSG erfüllt sind.

3.4.2 Schließung von Geschäften und Einrichtungen nur ausnahmsweise möglich

Danach darf eine Schließung von Einrichtungen und Geschäften durch das
Gesundheitsamt darf erfolgen, wenn sich dort Gegenstände mit meldepflichti-
gen Krankheitserregern befinden und dadurch eine Verbreitung der Krankheit
zu befürchten ist. Die Schließung von Geschäften darf in diesem Fall jedoch

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auch nur solange angeordnet werden, bis die Gegenstände bzw. die Geschäfte
oder Einrichtungen entseucht (desinfiziert) sind, § 17 Abs. 1 S. 4 IfSG.

3.4.3 Schließung nur bei Krätzmilben und Kopfläusen

Die Behörden sind darüber hinaus zur Schließung von Geschäften, Restaurants,
von Kindergärten, Schulen und Heimen berechtigt, um Gesundheitsschädlinge,
Krätzmilben und Kopfläusen zu bekämpfen, § 17 Abs. 5 IfSG.

3.5 Schließung ist schwerer verfassungswidriger Eingriff in die Berufsfreiheit

Nach alledem ist die Anordnung der Schließung aller Einzelhandelsgeschäfte


sowie die radikale Anordnung der Schließung aller kulturellen und sportlichen
Einrichtungen sowie die Schließung von Kindergärten, Schulen und Hochschulen
auf der Grundlage der §§ 28, 31, 34 IfSG grob rechtswidrig. Sie verletzt die
allgemeine Handlungsfreiheit ebenso wie das verfassungsrechtlich verankerte
Recht auf freie Berufsausübung nach Art. 12 GG. Die Schließungen sind damit
eklatant verfassungswidrig, entsprechende Verbote müssen ab sofort nicht
mehr befolgt werden. Denn nur rechtsstaatliches Handeln berechtigt zur Durchset-
zung von Verboten, grob verfassungswidrige Eingriffe in die Berufs- und Handlungs-
freiheit sind unwirksam!

4. Infektionsschutzgesetz verpflichtet zur Eigenverantwortung

Dies gilt erst recht, als das Infektionsschutzgesetz an keiner einzigen Stelle zu
solch ungeheuerlichen Repressalien berechtigt. Vielmehr verpflichtet das Infek-
tionsschutzgesetz den Staat und die zuständigen Behörden gerade bei Epide-
mien ausdrücklich dazu, die Eigenverantwortung des Einzelnen zu verdeutlichen
und zu fördern, § 1 Abs. 2 IfSG.

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet damit alle Menschen zur Übernahme


von Eigenverantwortung. Dies bedeutet, dass nicht nur der Staat oder „die ande-
ren“, sondern wir selbst persönlich dafür verantwortlich sind, uns mit geeigneten
Maßnahmen vor Infektionen zu schützen.

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4.1 Übertragung von Covid 19 durch Tröpfcheninfektion

Nach Angabe des Robert-Koch-Instituts erfolgt die Übertragung des Virus Co-
vid 19 über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Ge-
genüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und gegebenenfalls des
Auges aufgenommen werden.

Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist nach Angabe des Robert-
Koch-Instituts insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten
zwar nicht auszuschließen. Der Virologe Prof. Streeck konnte eine allgemeine
Übertragung durch kontaminierte Oberflächen nach der von ihm durchgeführten
einzigartigen virologischen Untersuchung in der Gemeinde Heinsberg jedoch
nicht feststellen. Dort war nach einer Faschingsveranstaltung von 700 Men-
schen in einem geschlossenen Raum eine Infektion vieler Menschen mit dem
Corona-Virus ausgebrochen. Es scheint daher wahrscheinlich, dass die Übertra-
gung ausschließlich über Tröpfchen erfolgt.

4.2 Empfehlungen der Bundeskanzlerin befolgen

Da das Coronavirus Covid 19 also wohl durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, ist
folglich jeder Einzelne dafür verantwortlich, sich durch diejenigen Schutzmaßnah-
men zu schützen, wie sie die Bundeskanzlerin bei ihrer Rede vom 18. März 2020
zutreffend genannt hat: Abstand halten und Hände waschen!

Abzuraten ist den gefährdeten Menschen wohl auch die Teilnahme an engen Men-
schenansammlungen, sinnvoll scheint andernfalls sicherlich ein Mundschutz.

Diese Empfehlungen sind nach Ansicht aller Experten ausreichend zum Schutz
vor einer Infektion mit Covid19.

4.3 Recht jedes Bürgers zur Immunisierung

Eigenverantwortung im Sinne des § 1 Abs. 2 IfSG bedeutet aber zugleich auch,


dass es das gute Recht eines jeden Bürgers ist, diese Schutzmaßnahmen nicht
zu ergreifen und sich dadurch (meist ungewollt) mit dem Covid 19 Virus anzuste-
cken. Denn es ist ja bekannt und von der Regierung auch ausdrücklich erwünscht,
dass eine sogenannte „Herdenimmunisierung“ (!) erfolgt, um damit – wie auch bei
Grippeepidemien – künftig gegen dieses Virus immun zu sein. Dies hat für die Men-

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schen den ganz erheblichen Vorteil, dass sie sich keiner Impfung aussetzen müssen,
die eventuell für sie mit Nebenwirkungen einhergeht und im Zweifel noch gar nicht
erprobt ist. Für das Gesundheitssystem bedeutet eine Immunisierung der Mehrheit
der Bevölkerung eine ungemeine Kostenentlastung.

Die Kontaktverbote der Corona-Verordnung verstoßen somit auch gegen die Pflicht
und des Recht des Einzelnen zur Übernahme von Eigenverantwortung bei Epi-
demien, wie sie in § 1 Abs. 2 S. 2 IfSG ausdrücklich normiert und von jedem Bürger
gesetzlich eingefordert wird.

4.4 Bei Epidemien werden die Kranken isoliert, nicht die Gesunden

Die Verbote der Corona-Verordnung sind insbesondere auch insoweit einmalig,


als noch niemals zuvor in der Weltgeschichte zur Bekämpfung von Seuchen
99,9% der gesunden Bevölkerung mit Ausgeh- und Betretungsverboten belegt
wurde und sämtliche Geschäfte geschlossen wurden, obwohl von ihnen nach-
weislich keine Gefahr ausgeht. Die Bekämpfung von Seuchen, Pandemien und
Epidemien erfolgte bislang immer erfolgreich so, wie es auch das Infektions-
schutzgesetz in hervorragender Weise regelt: Nämlich die sorgfältige Ermitt-
lung, Feststellung und Beobachtung von übertragbaren Krankheiten und sodann
die notwendige Ergreifung von Schutzmaßnahmen gegenüber Kranken, Krank-
heitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern, gegebe-
nenfalls deren Isolation und Beobachtung.

Warum dies bei der aktuellen Corona Winterepidemie mit Covid 19 plötzlich so
dramatisch anders sein soll, lässt sich weder durch die Zahlen des Robert-Koch-
Instituts noch durch einen gesunden Menschenverstand erklären. Warum belegt
man bei etwa 100.000 Infektionen bundesweit die anderen 83 Millionen gesunden
Menschen mit schlimmsten und existenzvernichtenden Kontaktverboten und
Schließungen, anstatt die Infektion bei den Kranken, Krankheitsverdächtigen oder
Ansteckungsverdächtigen zu beobachten und diese eventuell zu isolieren? Wozu
sind die Gesundheitsämter denn sonst da?

Der einmalige Shutdown deutschlandweit und weltweit veranlasst daher


leider zu den allerdüstersten Prognosen, die bis vor zwei Wochen – jedenfalls
für mich als Rechtsanwältin - schlichtweg unvorstellbar waren. Bis dahin hatte ich
noch einen profunden Glauben an unseren gut funktionierenden Rechtsstaat.

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Dieser ist seit dem Shutdown vor zwei Wochen jedoch zutiefst und nachhaltig
erschüttert.

5. Corona-Verordnung verstößt eklatant gegen das Grundgesetz

Nach alledem sind Ausgeh- und Betretungsverbote für 99,9 % der gesunden
Bevölkerung, also für 83 Millionen Menschen in Deutschland bzw. für 11 Millionen
in Baden-Württemberg, sowie die Schließung fast aller Einrichtungen und Ge-
schäfte im Land Baden-Württemberg, von denen nachweislich keinerlei Gesund-
heitsgefahren ausgehen, nicht durch das Infektionsschutzgesetz legitimiert.
Die Landesregierung Baden-Württemberg verstößt daher durch den Erlass der
Corona-Verordnung vom 28.3.2020 eklatant gegen ihre verfassungsrechtliche
Pflicht zur Bindung an Gesetz und Recht nach Art. 20 Abs. 2 GG. Dies gilt eben-
so für alle anderen Landesregierungen.

Es handelt sich hierbei um „schreiendes Unrecht“!

5.1 Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung durch die


Landesregierungen

Der Shutdown und die damit verbundene noch nie dagewesene Stilllegung ei-
nes gesamten Bundeslandes ist sowohl wegen der massiven Missachtung des
Infektionsschutzgesetzes, der damit verbundenen fundamentalen Missachtung
einer Vielzahl von Grundrechten, als auch wegen der für die Regierung klar
absehbaren verheerenden Folgen für die Gesundheit der Menschen, für die Ge-
sellschaft und für die Wirtschaft als ein massiver und ungeheuerlicher Angriff
gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland zu
bezeichnen.

5.2 Shutdown ist der größte Rechtsskandal der Geschichte

Der Shutdown der Landesregierung Baden-Württemberg ist damit für mich als
Rechtsanwältin mit 25-jähriger Berufserfahrung der größte und ungeheuerlichs-
te Rechtsskandal, den Deutschland seit Ende des zweiten Weltkriegs erlebt hat.
Die Verfolgung Unschuldiger (wenn gesunde Menschen miteinander sprechen
oder spazieren gehen) und die massive polizeiliche Kontrolle lässt mich zu-

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tiefst erschaudern! Noch nie wurden das Grundgesetz, dessen Bestehen ganz
Deutschland noch im letzten Jahr so stolz gefeiert hat, noch nie wurden die Frei-
heitsrechte der Bürger in Deutschland so mit Füßen getreten, noch nie wurde
eine Verfassung so radikal und so schnell vernichtet wie durch die Maßnahmen
der 16 Landesregierungen und der Bundesregierung vor zwei Wochen.

Dieser böse Spuk muss sofort ein Ende haben!

5.3 Straftatbestände der Landesregierung und der Polizei

Angesichts der so offensichtlichen Verfassungswidrigkeit der Corona-


Verordnungen erfüllen sämtliche Überwachungsmaßnahmen der Polizei den
Straftatbestand des § 344 StGB. Danach droht allen Polizisten bei Verfolgung
Unschuldiger eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Wenn und soweit
die Polizei also Verstöße gegen die Corona-Verordnung weiterhin mit Bußgeldern
oder gar mit Festnahmen verfolgt, so ist nicht etwa die gesunde und freiheitslie-
bende Person zu bestrafen, sondern die Polizei, die diese Maßnahmen durch-
führt.

Die durch die Corona-Verordnungen angeordneten Schließungen von Pflegehei-


men und weiteren Gesundheitseinrichtungen sowie die Kontaktverbote ihrer An-
gehörigen und Freunden zu diesen alten und kranken Menschen sind ebenfalls
von ungeheuerlicher Unmenschlichkeit und Unwürdigkeit. Sie verstoßen auf-
grund der damit verbundenen Folgen für die betroffenen Menschen, die allesamt
im Zweifel gesund und nicht infiziert sind (!) nicht nur gegen die Menschenwürde
des Art. 1 Abs. 1 GG. Die Verbote erfüllen auch den Straftatbestand der Nöti-
gung nach § 240 StGB im besonders schweren Fall. Ein besonders schwerer
Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter seine Befugnisse oder seine Stellung
als Amtsträger missbraucht. Dasselbe gilt für alle Bürgermeister, die für ihre
Städte und Gemeinden entsprechende Verfügungen erlassen haben. In beson-
ders schweren Fällen beträgt die Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf
Jahren.

Der Aufruf des Innenministers Baden-Württembergs, Rechtsanwalt Thomas


Strobel verwirklicht den Straftatbestand des § 111 StGB der „öffentlichen Auf-
forderung zu Straftaten“. Denn Rechtsanwalt Thomas Strobel fordert die Men-
schen öffentlich zur „Verfolgung Unschuldiger“ im Sinne des § 344 StGB auf. Er
macht sich damit strafbar und riskiert eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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5.4 Recht zum Widerstand wegen Demonstrationsverbot

Es ist den Bürgern in Baden-Württemberg – ebenso wie allen 83 Millionen Men-


schen in Deutschland – wegen des Verbotes der Versammlung von mehr als zwei
Personen im öffentlichen Raum untersagt, gegen diese Beseitigung der verfas-
sungsmäßigen Ordnung zu demonstrieren. Denn ein Verstoß gegen die Kon-
taktbeschränkung wird mit radikalen polizeilichen Maßnahmen unter Androhung
erheblicher Bußgelder und Polizeigewahrsam verfolgt.

Dies ist ebenfalls ein unerhörter und unfassbarer Eingriff in das verfassungs-
rechtliche Grundrecht der Versammlungsfreiheit des Art. 8 GG!

Da den Deutschen somit keine Abhilfe gegen diese Angriffe ihrer Landesregie-
rungen auf die verfassungsrechtlichen Grundordnung möglich ist, haben alle
Deutschen (nach dem Wortlaut des Grundgesetzes leider nur die Deutschen) das
Recht zum Widerstand nach Art. 20 Abs. 4 GG.

Recht zum Widerstand bedeutet zunächst, dass sich ab sofort kein Bürger in
Deutschland mehr an diese Verbote halten muss, da sämtliche Corona-
Verordnungen aller 16 Bundesländer wegen ihrer eklatanten Verfassungswid-
rigkeit unwirksam sind.

Nur wer ausnahmsweise von seinem zuständigen Gesundheitsamt als Kran-


ker, Krankheitsverdächtiger, Ansteckungsverdächtiger oder Ausscheider
bezüglich des Coronavirus Covid19 festgestellt wurde, hat zwingend die ihm
gegenüber vom Gesundheitsamt angeordneten Maßnahmen zu befolgen. Alle
anderen 83 Millionen gesunden Menschen in Deutschland, also wir alle, dürfen
uns sofort wieder frei in Deutschland bewegen. Wir dürfen auch unsere Ge-
schäfte und Einrichtungen wieder öffnen und das normale Leben wieder aufneh-
men!

5.5 Bußgeldbescheide und Festnahmen sind rechtswidrig

Angesichts der eklatanten Verfassungswidrigkeit aller Corona-Verordnungen darf


ein Verstoß hiergegen selbstverständlich nicht bestraft werden. Eventuelle
Bußgelder müssen nicht bezahlt werden, eine Festnahme durch die Polizei we-
gen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung wäre rechtswidrig und straf-
rechtlich zu verfolgen. Schadensersatzansprüche gegen den Staat sind die Folge.

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Denn nur rechtmäßige Gesetze und Verordnungen, die im Einklang mit unserer
Verfassung stehen und die Grundrecht wahren, müssen von uns Bürgern beach-
tet werden. Denn alle unsere Landesregierungen sind nach dem Grundgesetz zu
verfassungsmäßigem Handeln verpflichtet! Die so offensichtlich verfassungs-
widrigen Corona-Verordnungen sind also allesamt unwirksam und daher
nicht zu beachten.

(Achten Sie allerdings darauf, gegen einen eventuellen Bußgeldbescheid fristge-


recht Rechtsmittel einzulegen, da dieser sonst bestandskräftig wird.)

6. Aufforderung an die Bundeskanzlerin und an alle Regierungschefs

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten aller Bun-


desländer,

ich, Beate Bahner, fordere Sie hiermit auf, die von Ihnen erlassenen ver-
fassungswidrigen Corona-Verordnungen mit sofortiger Wirkung aufzu-
heben!

Ich fordere ferner alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Bun-


desrepublik Deutschland dazu auf, sämtliche Schwimmbäder, Sportein-
richtungen, Parks, Kinderplätze, Kindergärten, Schulen, Universitäten
sowie sämtliche kulturellen und sonstigen Einrichtungen sofort wieder
zu öffnen!

Die von Ihnen ausgesprochenen Verbote sind schreiendes Unrecht!

Beenden Sie sofort Ihre grobe Missachtung nahezu aller rechtsstaatlichen


Grundsätze unserer Verfassung und stellen Sie sofort unsere freiheitlich-
demokratische Grundordnung wieder her!

Denn Sie haben die verfassungsmäßige Pflicht, unsere Grundrechte zu wahren,


heute und für immer! Sie alle haben einen Eid hierauf geleistet!

Beenden Sie den Shutdown – und zwar sofort!

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7. Bundesweite Demonstration am Ostersamstag um 15 Uhr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

hiermit lade ich Sie alle 83 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, sich
am Ostersamstag um 15 Uhr bundesweit friedlich zu einer Demonstration zu
versammeln.

Coronoia 2020 – Nie wieder mit uns. Wir stehen heute auf!

Bitte zeigen Sie die Demonstration gemäß § 14 Abs. 1 Versammlungsgesetz zu-


vor bei Ihrer zuständigen Behörde an.

8. Meine berufsrechtliche Pflicht zur verfassungsrechtlichen Überprüfung

Ich, Beate Bahner, hatte vor 25 Jahren vor der Rechtsanwaltskammer folgenden
Eid nach § 12a Bundesrechtsanwaltsordnung zu leisten:

„Ich schwöre, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren


und die Pflichten eines Rechtsanwalts gewissenhaft zu erfüllen."

Daher ist es für mich als Anwältin und damit als unabhängiges Organ der
Rechtspflege (§ 1 BRAO) meine dringende Pflicht und Verantwortung, meinen
Beitrag zur Pflege des Rechts und zum Erhalt der verfassungsmäßigen Ordnung
zu leisten.

Ich werde folglich noch vor Ostern einen ausführlich begründeten Antrag auf Er-
lass einer einstweiligen Anordnung zur sofortigen Aussetzung der Corona-
Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg vom 28.3.2020 beim Ver-
waltungsgerichtshof Baden-Württemberg stellen, falls nicht die Landesregierung
Baden-Württemberg ihr rechtswidriges und strafbares Handeln sofort durch eige-
ne Aufhebung der Corona-Verordnung beendet.

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Denn wir alle wollen sofort unsere grundrechtlich verankerten Freiheiten


wieder. Und insbesondere wollen wir an Ostern mit unserer Familie, unse-
ren Freunden und als Gläubige in unserer Kirche feiern!

Ich erwarte daher von der Bundesregierung und von allen Regierungschefs die
sofortige Beendigung der Tyrannei, die die Bundesregierung und alle Landesre-
gierungen ihren eigenen Bürgern seit zwei Wochen antut.

In jedem Fall habe ich das große Vertrauen, dass spätestens die Gerichte diesen
fundamentalen Angriff auf die Grundrechte von mehr als 83 Millionen Menschen
in Deutschland abwehren, die Corona-Verordnungen wegen Verfassungswidrig-
keit sofort aussetzen und damit die verfassungsmäßige Grundordnung wieder-
herstellen werden.

Denn auch die Richter in Deutschland haben nach § 35 Richtergesetz folgenden


Eid zu leisten: "Ich schwöre, das Richteramt getreu dem Grundgesetz für die
Bundesrepublik Deutschland und getreu dem Gesetz auszuüben, nach bestem
Wissen und Gewissen ohne Ansehen der Person zu urteilen und nur der Wahr-
heit und Gerechtigkeit zu dienen, so wahr mir Gott helfe."

Ich habe auch die große Hoffnung und Erwartung, dass nicht nur die Gerichte,
sondern künftig alle Menschen (und hoffentlich auch die Juristen in unserem
Land) einen solchen ungeheuerlichen Angriff auf unsere Verfassung und unseren
Rechtsstaat nie wieder zulassen werden. Weil wir uns hierzu als Deutsche nach
Art. 1 Abs. 2 des Grundgesetzes ausdrücklich bekannt haben:

Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu


unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten
als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft,
des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht


Heidelberg, den 7. April 2020

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