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Lion – Der lange Weg nach Hause ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs

Garth Davis aus dem Jahr 2016. Der Film feierte im Rahmen des Toronto International Film
Festivals 2016 seine Premiere und kam am 25. November 2016 in die US-amerikanischen
Kinos. Der Film basiert auf dem Roman A Long Way Home (deutscher Titel: Lion: Der lange
Weg nach Hause) von Saroo Brierley aus dem Jahr 2014, in dem der Autor seine eigene
Lebensgeschichte niederschrieb.

Im Rahmen der Oscarverleihung 2017 erhielt Lion in sechs Kategorien eine Nominierung,
darunter als Bester Film und für das Beste adaptierte Drehbuch.
Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der fünfjährige Junge Saroo lebt in einem kleinen Dorf in Indien mit seiner Mutter, seinem
älteren Bruder und einer kleineren Schwester. Eines Tages begleitet er seinen großen
Bruder Guddu zur Arbeit und soll eigentlich am Bahnhof auf ihn warten, doch als Guddu
nicht auftaucht und auch seine Suche nach ihm erfolglos verläuft, klettert der Junge in einen
leeren Zug, um dort auf ihn zu warten. Saroo schläft jedoch ein, und als er aufwacht, ist der
Zug unterwegs in die 1600 Kilometer entfernte Millionenmetropole Kalkutta.

Als er dort ankommt, kann er sich nicht verständlich machen, da die Menschen bengalisch
sprechen, er aber nur Hindi. Da er zudem seinen Familiennamen nicht kennt und auch den
Namen seines Wohnortes falsch ausspricht, weiß er nicht, wie er wieder zurückkommen soll.
Saroo muss einige Wochen auf der Straße leben, bis er schließlich von der Polizei in einem
Waisenhaus untergebracht und bald von einem australischen Ehepaar aufgenommen und
adoptiert wird. Sue und John Brierley bieten dem Jungen in Tasmanien, wo Saroo groß wird,
ein liebevolles Zuhause.
Durch Jalebi, eine indische Süß-ig-keit, wird Saroo als Er-wachs-ener an seine frühere
Heimat erinnert

Als Erwachsener ist Saroo äußerst ehrgeizig und befindet sich in einer Ausbildung zum
Hotelmanager. Bald beginnt er sich allerdings mit der Frage seiner Herkunft zu beschäftigen,
und auf einer Party durch eine indische Süßigkeit namens Jalebi an seine Kindheit in Indien
erinnert, wird die Sehnsucht nach seiner leiblichen Familie zunehmend größer. Freunde
erzählen ihm von Google Earth, einer neuen Technologie, mit der Saroo im Jahr 2008
beginnt, Indien nach dem Bahnhof abzusuchen, an dem er seinen Bruder verloren hatte.
Weil er ungefähr weiß, wie lange er im Zug saß, und im Internet recherchiert, wie schnell