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Aufgliederung der Unterrichtseinheit

(Übungstypologie)

1.Motivationsphase (Orientierungsphase)
- Erklärung der Schlüsselwörter

- Einführung in die Situation:

- durch ein Gespräch über das Thema

- durch Vermutungen über den Titel

- durch ein Assoziogramm

- mit Schlüsselwörtern eine Geschichte erfinden

- durch Abbildungen, Bildern oder Zeichnungen

- Wortfelder zu bestimmten Begriffen

2.Präsentationsphase (Globalverständnis)
Vor der Lektüre oder dem Zuhören:

- Liste der Informationen, die der Schüler herausfinden muss

- Fragen als Verständnishilfe

- Lückentext

Kontrolle des Verstehens:

- Auswahlantworten

- Richtig / Falsch-Übung

- Ergänzungsübungen

- Fragen, die eine kurze oder eine längere Antwort verlangen

- Zuordnungsübung (getrennte Satzteile zu verbinden)

- Notizen / Schlüsselwörter schreiben

- Einteilung des Textes in Sinnabschnitte


3.Semantisierungsphase (Textanalyse / Textinterpretation /

Linguistische Analyse / Grammatisch-lexikalische

Reflexion / Auffrischung von Strukturen und Regeln)


- Gezielte Fragen

- Aufgliederung des Textes

- Flussdiagramm (zur Zusammenfassung)

- Paralleltext

- Umformungsübungen (z.B.: Suche die Textstellen, die diesen Sätzten

entsprechen! – Verwandle die direkte Rede in indirette Rede / ins Passiv…)

- Wortschatzübungen

- Ergänzungsübungen

- Satzbildung aus Einzelelementen

- Stilelemente im Text herausfinden (z.B.: Charakterisierung der Figuren,

Redefiguren, Beschreibungen, Personenrede, Perspektive…)

4.Festigungsphase (Transfer / Anwendungsphase)


- Fragen zum Transfer in andere Situationen

- Synthetische Zusammenfassung (nicht gelenkt!)

- Erweiterung der Thematik

- Pro und Contra – die eigene Meinung äußern

- Veränderung der Textsorte (der Gattung) (z.B.: von Erzählung zum Theaterstück

oder zu Bilderstreifen oder zum Video)

- Rollenspiel und Simulation

5.Kontrollphase
- Aufsatz

- Kommentare

- Wiedergabe der Ergebnisse im Unterricht


ÜBUNGSTYPOLOGIE
(zur Entwicklung der Fähigkeiten)

Verstehensfähigkeit (Hörverständnis / Leseverständnis)

♦ Schlüßelwörter (als Hilfe zum Textverständnis)


♦ Wortfelder zu bestimmten Begriffen (mit Wörtern, die im neuen Text vorkommen)
♦ Vereinfachung (einen Text “vorentlasten”) durch selektives Verstehen:
- Schlüßelinformationen im Text unterstreichen.
- Stichwortartige Zusammenfassung am Rand des Textes.
- Wechsel der Textsorte (einen schwierigen Text dialogisch vorentlasten, z.B. durch eine Bildergeschichte
vor der Lektüre des Textes, damit die Schüler erfahren, worum es geht).
- Komplexe oder schwierige Texte in sprachlich einfachere Form umsetzen. (“Wie kann man das anders
ausdrücken?”)
♦ Visualisierung: Kopplung von Bildern, Sprechblasentext und beschreibendem
Text.
♦ Zuordnung:
- Der Lernende verbindet die Texte mit der entsprechenden Zeichnung / Bild
- Der Lernende liest den Text und dann ordnet er die Bilder so, dass sie dem Ablauf der Geschichte
entsprechen.
- “Textsalat” : Zu einem Text wird zuerst ein vereinfachter Paralleltext erstellt, der die wichtigsten
Inhaltspunkte enthält. Dann werden die einzelnen Sätze durcheinander gewürfelt. Der Lernende soll die
Sätze in die richtige Reihenfolge bringen, die dem Originaltext entspricht. (à Ein paar Sätze können auch
mit dem Text nicht übereinstimmen und deshalb übrigbleiben.)
♦ Text in Sinnabschnitte einteilen:
- Abschnitte markieren
- Für jeden Abschnitt eine Überschrift finden
- Für jeden Abschnitt ein Schlüßelwort (oder mehr) herausfinden
- Jedem einzelnen Abschnitt den entsprechenden Titel zuordnen
♦ Auswahlantworten:
- Dem Lernenden wird angegeben, dass nur ein Distraktor (Item) richtig ist.
- Dem Lernenden wird nicht angegeben, wie viele Distraktoren (Items) richtig bzw. falsch sind.
- Als Sprachlernspiel (zur Kontrolle und Überprüfung des Verstehens / der Kenntnisse geeignet).
♦ Richtig / Falsch-Übung (z.B. als Spiel zur Kontrolle des Verstehens / der Kenntnisse)
Mitteilungsfähigkeit (Sprechfertigkeit Schreibfertigkeit)

Einen Satz / einen Begriff / eine Sprechintention anders


äußern (nach Situation, Register, Komplexität …)
♦ Erweiterung des Wortschatzes
Wortfelder
Synonyme - Antonyme
♦ Satzschalttafel:
Der Lernende wählt in einem Schema Benennung von Dingen, Merkmalen,
Eigenschaften, Gefühlen
einzelne Teile aus und kombiniert sie
…Synonyme - Antonyme
so, dass sie einen vollständigen,
sinnvollen Satz bilden.
♦ Memorisierung (z.B. im Sprachlabor):
Sie ist eine Variationsform des Übungstyps Satzschalttafel; die flexiblen Teile des Satzes werden nicht
graphisch, sondern akustisch geliefert und vom Lerner eingesetzt.
Z.B.: Wir haben einen interessanten Mann kennengelernt:
Ersetzen durch: Mädchen – hübsch / Junge – deutsch / Kind – frech / junge Leute – nett / ….
♦ Bildgesteuerte Dialogübung
♦ Einsetzübung:
- beigegebene Wörter in einen Text einsetzen
- einen Lückentext ergänzen (mit oder ohne einzusetzende Teile)
♦ Textproduktion durch Stichwörter und Verknüpfungswörter (Adverbien, Konjunktionen, …)
♦ Textproduktion durch Flussdiagramm
♦ Dialogergänzung (frei oder gelenkt): die Rolle eines Partners übernehmen.
♦ Bildergeschichte nacherzählen
♦ Eine Geschichte weiter erzählen (das Ende oder eine Fortsetzung erfinden)
♦ Alternativgeschichte erzählen
♦ In die Sprechblasen einer Comic-Geschichte schreiben (mit oder ohne Redemittel)
♦ Bildung von Fragen und Antworten
♦ Umformungsübung: z.B.: in verschiedene Tempora / in die Pluralform / in die Passivform / in
indirekte Rede / …
♦ Auf einen Brief antworten
♦ Beim Lesen / Hören Notizen aufnehmen / sammeln und damit den Text
nacherzählen
♦ Pro und Contra äußern
♦ Begründete Stellungnahme: die eigene Meinung begründen können.
(Z.B.: Warum lieber auf dem Land leben? / Warum lieber mit dem Zug reisen?)
♦ Kommentieren, bewerten, urteilen …