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Universität Augsburg

Philologisch-Historische Fakultät
Lehrstuhl für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und seine Didaktik

Semester: Sommersemester 2017


Lehrveranstaltung: Neue Wörter im Deutschen
Dozentin: Prof. Dr. Hilke Elsen

Hauptseminararbeit

Satire-Texte – Untersuchung ihrer Sprache und der An-


wendbarkeit im DaF-Unterricht

eingereicht von

Name: Verena Weber


Adresse:
Telefon:
Email:
Matrikelnummer:
Aktuelles Semester:
Studienfach: M.A. ANIS (Englisch & DaZ/DaF)
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3
2. Die Gattung Satire 3
2.1. Etymologie und historischer Überblick 3
2.2. Brummacks überzeitliche Merkmale Angriff, Norm und Indirektheit 6
2.3. Die Sprache der Satire 7
2.3.1. Technische Mittel und rhetorisch-stilistische Merkmale 7
2.3.2. Neologismen in satirischen Texten 8
2.3.2.1. Neologismen 8
2.3.2.2. Methodik 10
2.3.2.3. Ergebnisse 10
2.3.2.4. Diskussion 12
3. Satirische Texte im DaF-Unterricht 13
3.1. Authentische Texte im Fremdsprachenunterricht 13
3.2. Methodik 15
3.3. Ergebnisse 16
3.4. Diskussion 18
4. Schluss 19

Quellenverzeichnis 21
Literaturverzeichnis 22
Anhang 24
3

1. Einleitung

Sprachunterricht beinhaltet nicht nur das Erlernen einer neuen Sprache, sondern auch die Aus-
einandersetzung mit der Zielkultur. Da viele Lernende keinen direkten Kontakt zur Zielkultur
haben, ist vor allem hier der Einsatz von authentischen Materialien im Fremdsprachenunterricht
sinnvoll, um so landeskundliches Wissen und interkulturelle Kompetenz zu erlernen. Da in der
Satire naturgemäß vor allem die Gesellschaft und die Politik thematisiert werden, könnte man
annehmen, dass sich satirische Texte für den Einsatz als authentisches Textmaterial im DaF-
Unterricht eigenen würden. Hierzu liegen aber bisher keine Studien vor. Aus diesem Grund ist
es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, Argumente für und gegen den Einsatz von Satire-
Texten im DaF-Unterricht zu sammeln.

Um herauszufinden, ob sich satirische Texte für den Fremdsprachenunterricht eigenen, wird


zunächst der Begriff Satire genauer bestimmt, indem ein Überblick über ihre Geschichte und
ihre wichtigsten Merkmale gegeben wird. Im Folgenden wird die Sprache der Satire untersucht.
Im Gegensatz zu der literarischen Gattung Satire, mit der sich vor allem in historischer und
interkultureller Hinsicht zahlreiche Forscher befasst haben (u.a. Brummack 1996, Porzelt 2013
und Podskalsky 2017), wurde die Satire aus sprachwissenschaftlicher Perspektive kaum unter-
sucht. Aus diesem Grund wird ein Merkmal der Sprache der Satire analysiert, nämlich Neolo-
gismen. Die Untersuchung wird zeigen, dass Neologismen ein wesentliches Charakteristikum
der Sprache der Satire darstellen, da sie zum einen sehr frequent und zum anderen vor allem
durch ihre Länge besonders auffällig sind.

Im zweiten Teil der Arbeit wird der Einsatz von satirischen Texten als authentisches Textma-
terial im DaF-Unterricht untersucht. Dazu wird eine exemplarische Umfrage zur Verständlich-
keit von Neologismen, genauer von Komposita, in satirischen Texten durchgeführt und analy-
siert. Dabei ist zu erwarten, dass gerade die Häufigkeit und Länge der Komposita den Lernen-
den Schwierigkeiten bereitet.

2. Die Gattung Satire

2.1 Etymologie und historischer Überblick

Der Begriff Satire stammt vom lateinischen Wort satura, das ‘Allerlei‘ oder ‘Gemengsel‘ be-
deutet und dem Wortfeld Kochen zugehörig ist. Um 200 v. Chr. bezeichnete Quintus Ennius,
ein römischer Dichter und Schriftsteller (www.britannica.com), mit diesem Begriff eine Samm-
lung von unterschiedlichen Gedichten und überträgt ihn somit ins Literarische. (Podskalsky
2017)
4

Als Gattungsbegriff wurde satura von Gaius Lucilius im zweiten Jahrhundert v. Chr. mit der
Begründung der Verssatire eingeführt und später unter anderem von Horaz, Persius und Juvenal
fortgeführt. (Podskalsky 2017) Durch die „Buntheit und Vielfältigkeit des Inhalts“ (Petersmann
1986: 23) und die Verschiedenartigkeit ihrer Erscheinungsformen findet sich die ursprüngliche
Bedeutung, ‘Allerlei‘, in der Verssatire wieder. Trotzdem weisen diese Dichtungen hinsichtlich
ihrer Themen, Absichten und auch Form einige gemeinsame Tendenzen auf. So ist sie grund-
sätzlich im Hexameter verfasst und ihr Gegenstand ist ein menschliches Fehlverhalten, das vom
Satiriker angesprochen und getadelt wird. Dies tritt oft in Verbindung mit einer Kritik an der
jeweiligen Epoche auf. (Podskalsky 2017)

Seit Horaz und Juvenal muss zwischen scherzender und strafender Satire unterschieden werden.
(Podskalsky 2017) Horaz war der Auffassung, dass es wirkungsvoller sei, den Gegenstand als
komisch oder lächerlich darzustellen, als ihn direkt anzugreifen. Für ihn ist es die Aufgabe des
Satirikers „ridentem dicere verum“, ‘lachend die Wahrheit sagen‘. (von Albrecht 1986: 172)
Dagegen stellte Juvenal die indignatio ‘Entrüstung‘ und die Moral in den Vordergrund; der
Satiriker fühlt sich durch etwas, beispielweise ein bestimmtes menschliches Verhalten, mora-
lisch angegriffen, herausgefordert und ist entrüstet und schreibt aus diesem Antrieb eine Satire.
Er dokumentiert also negatives Verhalten und beurteilt es. (Podskalsky 2017)

Erst im 12. Jahrhundert erscheint die Satire in deutscher Sprache, und zwar in Form der Dich-
tung von Heinrich von Melk. Zu dieser Zeit bilden die Ausgangspunkte der Satire die Bibel und
die Reichsordnung, die Satiren wirkten wie eine tadelnde, moralische Strafpredigt. Im 13. Jahr-
hundert wurde dann eher der soziale Status als Ausgangspunkt genommen. Ab dem späten 13.
Jahrhundert findet sich vornehmlich die didaktische Satire, die Tugend und Laster gegenüber-
stellt, die im 15. Jahrhundert verweltlicht und zu Sitte und Unsitte werden. (Podskalsky 2017)

In der Neuzeit handeln Satiriker zunehmend aus einer ideologischen Perspektive heraus, unter
anderem in Form von polemischen Flugschriften. Mit dem Beginn der Behandlung der Satire
in Poetiken im 17. Jahrhundert beginnt die deutsche Satiretheorie, die im 18. Jahrhundert fort-
gesetzt wird. Ihre Aufgabe ist es zunächst hauptsächlich darzulegen, welche Berechtigung die
Satire hat und aus welchem Antrieb Satiriker handeln. So zeigten sie auf, dass dieser Antrieb
nicht reiner Spott oder Hass ist, welche den Prinzipien des Christentums widersprechen würden,
sondern Menschenliebe und der Glaube an die Möglichkeit der Besserung des menschlichen
Verhaltens. (Podskalsky 2017) Satire wird also als „soziales Korrektiv“ (Brummack 1996: 358)
verstanden. Am Ende der Aufklärung wurde die satirische Wirkung überwiegend skeptisch be-
trachtet und eher der autonomen Kunst zugeordnet, in der der geistreiche Witz im Vordergrund
steht (vgl. Grimm 1975: 342).
5

In der Klassik ist Schillers Beitrag zur Satiretheorie zu nennen. In seiner Abhandlung „Über
naive und sentimentalische Dichtung“ stellt die Wirklichkeit das „notwendige[] Objekt der Ab-
neigung“ (Schiller 1953:35, zit. n. Podskalsky 2017: 13-14) dar und wird dem Ideal gegenüber
gestellt. Zudem ist in Schillers Satiretheorie zu beachten, dass er Satire nicht als zweckfreie
Kunst ansieht, sondern in ihr vielmehr die Verbindung von Ethik und Ästhetik fordert. (Pod-
skalsky 2017: 14)

Ab dem 19. Jahrhundert gewinnen Humor und Ironie zu Lasten der Satire an Bedeutung. Ob-
wohl sie allerdings theoretisch abgewertet wurde, wurde sie doch vielfach praktisch angewen-
det, so zum Beispiel von Heinrich Heine (1968:448), der sogar die Notwendigkeit der Satire
betont:

Jener Angriffswitz, den Ihr Satire nennt, hat seinen guten Nutzen in dieser schlech-
ten, nichtsnutzigen Zeit. Keine Religion ist mehr im Stande, die Lüster der kleinen
Erdenherrscher zu zügeln […] und vor dem Übermut des Reichtums und der Gewalt
schützt Euch nichts – als der Tod und die Satire.
Zudem unterlag das Objekt der Satire einer Veränderung. Zwar behielt sie einerseits ihre mo-
ralisch-lehrhafte Funktion, die sie schon in der Zeit der Aufklärung besaß, es wurde aber ande-
rerseits auch vermehrt das Bürgertum und seine Ideale zum Objekt. Die Satire wurde also zu-
nehmend zu einer politischen Satire und stellte ein wichtiges Mittel des publizistischen Macht-
kampfes dar. (Podskalsky 2017: 14)

Am Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich diese Funktion der Satire, nämlich ihr Einsatz als
Mittel der Kritik an Gesellschaft und Politik, fort. Satire war sehr beliebt, wofür unter anderem
der Erfolg von Satirezeitschriften, wie zum Beispiel Simplicissimus, für u.a. Kurt Tucholsky
und Erich Kästner Beiträge verfassten, spricht. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges allerdings
wurde die Satire wirkungslos und auch nach dessen Ende wurde sie mit enormen Schwierig-
keiten konfrontiert. Beispielsweise wurde es als problematisch angesehen, als Deutscher
„eine[n] deutlich vertretenen, scheinbar vernunftbegründeten moralischen Standpunkt[] nach
der Zeit des Nationalsozialismus“ (Podskalsky 2017: 19) einzunehmen. Die Satire verliert also
in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Popularität und wurde um die Jahrtausendwende
durch Comedy ersetzt, in der rein der Unterhaltungswert zählt und die kritische Funktion nicht
bzw. kaum existent ist. (Podskalsky 2017: 15)

Zwar mag die Popularität von Satire im 20. Jahrhundert abgenommen haben, allerdings scheint
das nur bzw. vorrangig für die schriftliche Form gelten. Die Beliebtheit in anderen Medien bzw.
Darstellungsformen, wie z.B. Film, Fersehen, Theater usw. scheint aber auch im 21. Jahrhun-
6

dert ungebrochen. (Porzelt 2013) Dies zeigt zum Beispiel die Beliebtheit von TV-Satire-Sen-
dungen. Im Jahr 2017 laufen im deutschen Fernsehen unter anderem die Sendungen heute-
show, extra 3, nuhr im Ersten, Kalkofes Mattscheibe Rekalked und Neo Magazin Royale. Neben
der Anzahl der verschiedenen satirischen TV-Sendungen, zeigt auch die Zuschauerzahl der je-
weiligen Sendungen an, dass die Popularität von Satire steigt. Die heute-show beispielsweise,
die seit 2009 im ZDF ausgestrahlt wird, verzeichnete seit ihrem Beginn einen deutlichen Zu-
schauerzuwachs. Während die Frühjahrsstaffel 2010 1,59 Millionen Zuschauer verfolgten was
einen Marktanteil von 7.3% darstellte, hatte sie im Jahr 2016 3,71 Millionen Zuschauer pro
Sendung, und somit den Marktanteil mit 15,3% mehr als verdoppelt. (Nunez 2017) Auch die
Sendungen nuhr im Ersten und extra 3 stellen mit Marktanteilen zwischen sieben und 13%
einen Erfolg dar. (Riedner 2015, Weis 2017) Zudem sind auch satirische Magazine, Zeitschrif-
ten und Kolumnen beliebt. Das Magazin Eulenspiegel beispielsweise ist zum einen online zu
lesen und hat zum anderen eine Print-Auflage von ca. 110 000. (Eulenspiegel)

2.2 Brummacks überzeitliche Merkmale Angriff, Norm und Indirektheit

Wie der historische Überblick zeigt hat sich die Satire unter anderem in ihrer Definition und
Form und ihren Inhalten vielfach verändert. Wo sie beispielsweise in ihrem Ursprung im zwei-
ten Jahrhundert vor Christus ausschließlich im Hexameter verfasst auftrat, gilt sie im 20. Jahr-
hundert für Hodgart (1969:9) als „jede Art von bissiger Persiflage auch außerhalb der Literatur,
ganz gleich, in welchem Medium sie sich ausdrückt“. Es ist daher schwierig, wenn nicht sogar
unmöglich, eine einheitliche Definition für Satire zu finden, wie Jürgen Brummack (1971:275)
feststellt:

Der Begriff Satire ist von irritierender Vieldeutigkeit. Er bezeichnet eine historische
Gattung, aber auch ein Ethos, einen Ton, eine Absicht, sowie die in vielerlei Hin-
sicht höchst verschiedenen Werke, die davon geprägt sind. Mehr noch als andere
Gattungsbegriffe ist er im Laufe seiner Geschichte so komplex geworden, daß er
sich nicht mehr definieren läßt – es sei denn normativ oder nichtssagend allgemein.
Statt einer Definition gibt Jürgen Brummack drei überzeitliche Merkmale, nämlich Angriff,
Norm und Indirektheit.

Das erste Merkmal, Angriff, bildet die psychologische Dimension der Satire. Laut Brummack
(1971: 282) ist die Motivation von Satirikern „Haß, Wut, Aggressionslust“. Dies findet sich
bereits bei Juvenal, in dessen Theorie indignatio, also die Entrüstung, Auslöser für das Schrei-
ben einer Satire darstellt. (Podskalsky 2017) Aber auch heute noch ist Angriff ein wichtiges
Merkmal der Satire, wie z.B. die Aussage von Oliver Welke, dem Moderator der Satire-Show
heute-show, zeigt: „Satire fängt immer mit denselben Fragen an: Wer oder was bietet hier die
7

Angriffsfläche? Auf wen darf man denn jetzt sauer sein?“ (Brauck & Wolf 2015) Laut Brum-
mack soll diese Empörung aber nicht bloß vom Leser bzw. Publikum wahrgenommen werden,
sondern sie soll auf sie übertragen werden und Entrüstung auslösen. (Podskalsky 2017)

Das zweite überzeitliche Merkmal der Satire ist laut Brummack (1971) Norm und bildet das
sozial Element der Satire. Der Begriff Norm bezeichnet den Orientierungspunkt, an dem der
Satiriker seine Kritik misst. Wie im historischen Überblick aufgezeigt wurde, haben in der Ge-
schichte viele Bezugspunkte die Norm gebildet, unter anderem Religion, Moral oder Sitte.

Zuletzt nennt Brummack (1971) Indirektheit. Die Kritik in der Satire wird also nicht direkt,
sondern vielmehr „verschlüsselt“ (Schönert 1969: 28) ausgedrückt. Zum einen kann dadurch
die Zensur umgangen werden. Zum anderen stellt es das ästhetische Moment der Satire dar.
(Podskalsky 2017)

2.3 Die Sprache der Satire

2.3.1 Technische Mittel und rhetorisch-stilistische Merkmale

Zunächst ist festzustellen, dass Satiriker – schon seit Horaz - mit Mitteln der Komik arbeitet,
sie versuchen also, das Publikum zum Lachen zu bringen. Häufig verwendete komische Tech-
niken sind z.B. der Wortwitz mit der Verwendung von Polysemie, der Gedankenwitz, der mit
Paradoxie der Gedankenführung spielt, und der szenische Witz. Das hervorgerufene Lachen
soll allerdings kein versöhnliches Lachen sein, sondern ein unversöhnliches, also ein Lachen
über jemanden, womit „das Objekt wegen seiner (angeblich) sozialen Schändlichkeit“ (Behr-
mann 2002: 18) ausgegrenzt werden soll. Durch dieses Lachen über eine dritte Person kann ein
Feindbild konstruiert werden. Zudem kann diese Art des Lachens den Verlachten tiefer treffen
als eine reine Kritik, diesen sogar demütigen, und somit effektiver sein. (Behrmann 2002) Wei-
tere Gründe für den Einsatz von Komik sind zum einen der Anspruch, beim Rezipienten Emo-
tionen zu wecken und zum anderen der Lustgewinn, der beim Publikum durch Komik ausgelöst
werden kann. (vgl. Porzelt 2013: 56-57)

Ein weiteres Mittel, das in der Satire häufig Verwendung findet, ist die Übertreibung und Ver-
formung von Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Ereignissen. Dabei wird etwas, das als feh-
lerhaft empfunden wurde übermäßig aufgebauscht und damit lächerlich gemacht. (Behrmann
2002) Dies kann am Beispiel Haarspray-Sturmhaube deutlich gemacht werden. Mit diesem
Neologismus wird die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen beschrieben,
wobei ihre Frisur die fehlerhafte Eigenschaft darstellt und übertrieben dargestellt wird.
8

Außerdem arbeiten Satiriker häufig mit Stereotypen und rhetorischen Figuren. Stereotypen ha-
ben den Vorteil, dass der Dechiffrierungsaufwand zwar reduzieren und somit der Informations-
austausch zwischen den Kommunikationspartner erleichtert wird. (vgl. Behrmann 2002: 23) Zu
den meist verwendeten rhetorischen Figuren gehören unter anderem Mittel der Gegenüberstel-
lung, wie z.B. Antithese, Paradoxon und Vergleich, Ironie und Metaphern, Symbolik und Irre-
führung. (Behrmann 2002: 25)

2.3.2 Neologismen in satirischen Texten

2.3.2.1 Neologismen

Der Begriff Neologismus stammt aus dem Griechischen und hat die Bedeutung ‘neues Wort‘.
(Elsen & Dzikowicz 2005) Bei der genauen Bestimmung dieses Begriffs herrscht in vielen Ar-
beiten Uneinigkeit und wird wesentlich von den Untersuchungszielen der jeweiligen Autoren
beeinflusst. Vor allem die Frage, ab und bis wann ein neues Wort als Neologismus zu klassifi-
zieren ist, ist hier vorrangig. Für Kinne (1996) beispielsweise ist ein Neologismus eine „Wort-
schatzeinheit, die sich entweder durch Form und Bedeutung oder nur durch Bedeutung von
bereits etablierten Einheiten abhebt“. (Kinne 1996:343, zit. n. Elsen 2011: 20) Dagegen fordert
Heller (1988), dass ein neues Wort dann als Neologismus zu betrachten ist, wenn es entweder
in seiner Form, seinem Inhalt oder beidem einen Unterschied zu einem bereits vorhandenen
Lexem aufweist. (Elsen 2011)

Im Gegensatz zu Begriffsbestimmung, ist sich die Forschung größtenteils einig darüber, wie
Neologismen entstehen. (Elsen 2011) Die Möglichkeiten der Entstehung sind verschiede Wort-
bildungsprozesse, wobei im Deutschen die Komposition als wichtigstes Wortbildungsmittel gilt
(Elsen & Dzikowicz 2005), Entlehnung und Wortschöpfung, die allerdings eher selten Anwen-
dung findet. (Elsen 2011)

Außerdem zu beachten ist, dass in der vorliegenden Studie Phraseologismen, die für einige
Autoren auch als Neologismen klassifiziert werden können (u.a. Burger 1998), nicht berück-
sichtigt werden. Auch werden orthographische Varianten, beispielsweise Schreibweisen mit
bzw. ohne Bindestrich zwischen Kompositionskonstituenten nicht unterschieden.

Des Weiteren wird keine Unterscheidung zwischen Neologismen und Okkasionalismen getrof-
fen. Okkasionalismen, wie auch schon Neologismen, werden in der Forschung nicht einheitlich
definiert. So sind sie für Schippan (1992) beispielsweise einmalig auftauchende Textkonsti-
tuente, die zwar Wortfunktion haben und den Regeln der deutschen Grammatik folgen, aber
nicht Bestandteil des deutschen Wortschatzes sind. (vgl. Vega & Hofmann 2008: 198) Auch
9

für Bußmann (2002) ist eine Abgrenzung zwischen Neologismen und Okkasionalismen not-
wendig. Dafür ausschlaggebend ist für sie das Kriterium der Quantität und die Produktivität.
Sie definiert Okkasionalismen wie folgt:

Spontane, meist stark kontextgebundene Wortneubildungen zur Bezeichnung von


neuen oder bisher nicht benannten Sachverhalten bzw. zum Ausdruck der spezifi-
schen Einschätzung eines Referenten durch den Sprecher. Augenblicksbildungen
entstehen durch kreative Anwendung von Wortbildungsregeln auf Einheiten des
Lexikons, sie haben unterschiedliche textspezifische Funktionen, wie z.B. Informa-
tionskonzentrierung […], Ausgleich von Bezeichnungslücken […] oder stilistische
Effekte, […] Bußmann 2002:105 zit. n. Vega & Hofmann 2008:197)
Kinne (1998) dagegen ist der Auffassung, dass Okkasionalismen der Ursprung von Neologis-
men sind; Neologismen resultieren also aus der Schöpfung von Okkasionalismen, die sich dann
im Sprachgebrauch durchsetzen und von den Sprechern akzeptiert werden. Aus diesem Grund
fordert er eine gesonderte Klassifikation von Neologismen und Okkasionalismen. Allerdings
ist beim ersten Auftreten weder der Lexikalisierungsgrad vorauszusehen, noch, ob sie in den
allgemeinen Sprachgebrauch eingehen. (vgl. Elsen 2011: 21) Aus diesem Grund wird in der
vorliegenden Untersuchung nicht zwischen Okkasionalismen und Neologismen unterschieden.

Zuletzt sind noch die Funktionen der Neologismen zu betrachten. Dabei kann festgestellt wer-
den, dass diese sich je nach Textsorte stark unterscheiden. In der Jugendsprache beispielsweise
dienen Neologismen vor allem der Selbstdarstellung und dazu, die Solidarität einer Gemein-
schaft zu signalisieren bzw. sich als Gemeinschaft durch die Sprache von anderen abzugrenzen.
Diese Funktion der Abgrenzung bzw. hier eher Abhebung weisen auch die Neologismen in der
Fachsprache der Linguistik auf. Hier allerdings werden sie häufig genutzt, um die Neuheit einer
Theorie oder Theorievariante zu verdeutlichen, die sich nur geringfügig von einer bereits be-
stehenden Theorie unterscheidet. (Elsen 2011)

Bei der Untersuchung von Neologismen in der Zeitungssprache lassen sich weitere Funktionen
finden. Vor allem Komposita haben hier eine praktische Funktion, indem sie durch das Verbin-
den von zwei selbstständigen Inhalt informationsverdichtend wirken und somit den Text ver-
kürzen. Außerdem können sie auch textbildend wirken, denn „durch die Wiederholung einzel-
ner Konstituenten wird ein Textzusammenhang geschaffen“. (Elsen/Dzikowicz 2005: 82) In
expressiv wertenden Zeitungstexten1 dienen sie zudem dazu, den Sachverhalt positiv oder ne-
gativ zu konnotieren und den Leser damit zu manipulieren. Außerdem können sie dazu dienen,
die Aufmerksamkeit des Lesers zu erregen. Dies kann beispielsweise durch das Verwenden von

1
Zur Heterogenität von Zeitungssprache und der Unterscheidung von sachlich-neutralen und expressiv werten-
den Texten siehe Elsen/Dzikowicz 2005
10

Anglizismen als Kompositionskonsituenten und durch besonders lange oder kombinatorisch


unerwartete Komposita erreicht werden. (Elsen & Dzikowicz 2005)

2.3.2.2 Methodik

Untersucht wurden Neologismen aus drei Artikel aus verschiedenen Quellen, nämlich aus dem
Artikel „Schluss mit ‚Hackfleisch gemischt‘: Forscher züchten Kreuzung aus Schwein und
Rind“ von der Website „der Postillion“ (Der Postillion 2017) vom 13.06.2017, dem Artikel
„abfreaken“ aus der Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“ (Hensche 2017) und dem Artikel „Mach
es gut – werde Rekrut!“ aus der Kolumne „Kalkofes Letzte Worte“ (Kalkofe 2017), die sowohl
online als auch in der Fernsehzeitschrift „TV-Spielfilm“ erscheint. Es wurden zunächst dieje-
nigen Wörter als Neologismen klassifiziert, über die kein Eintrag im Duden Online-Wörterbuch
existiert und die gleichzeitig nicht öfter als fünfmal im ZEIT-Korpus des digitalen Wörterbuchs
der deutschen Sprache2 vorkommen. Hierbei wurden orthographische Varianten wie die Schrei-
bung mit bzw. ohne Bindestrich nicht berücksichtigt. Diese als Neologismen klassifizierten
Wörter wurden dann bezüglich morphologischer und einiger syntaktischer und semantischer
Kriterien untersucht.

2.3.2.3 Ergebnisse

Die Analyse der Neologismen in den untersuchten satirischen Texten zeigt, dass 5,04% aller
vorkommenden Wörter Neologismen sind, d.h., dass es sich in etwa bei jedem zwanzigsten
Wort um einen Neologismus handelt. Dabei ist mit einer Häufigkeit von 92,68% die Wortbil-
dung die häufigste Quelle, es treten lediglich 2 Fremdwortbildungen auf und nur eine Wort-
schöpfung.

Zur Bildung der Neologismen in den untersuchten Texten wurden die Wortbildungsarten Kom-
position, explizite Derivation, Kürzung, Kontamination und Konversion angewendet. Wie Gra-
fik 1 zeigt, ist die Komposition mit einer Häufigkeit von 71,05% deutlich die am häufigsten
verwendete Wortbildungsart. An zweiter Stelle steht die Kontamination, wobei hier anzumer-
ken ist, dass diese ausschließlich in einem Artikel zu finden ist, in den beiden anderen findet
sich keine Kontamination. Am dritt häufigsten angewendet ist die Derivation, genauer die ex-
plizite Derivation, wobei Präfigierung häufiger auftritt als Suffigierung. Mit jeweils 5,26% tre-
ten Kürzungen und Konversionen am seltensten auf.

2
Im Folgenden DWDS bezeichnet
11

Verteilung der Wortbildungsarten


explizite Derivation
7,89%
Kürzung
5,26%

Kontamination
10,53%

Konversion
5,26%
Komposition
71,05%

Grafik 1: Verteilung der Wortbildungsarten

Da die Komposition die am häufigsten verwendete Wortbildungsart darstellt, werden im Fol-


genden die vorkommenden Komposita genauer analysiert. Zunächst ist anzumerken, dass es
sich bei allen vorkommenden Komposita um Determinativkomposita handelt. Die meisten sind
voll motiviert, einige auch nur teilmotiviert. Die Komposita sind in 88,89% der Fälle Nomen,
in 11,11% Adjektive; Verben finden sich keine. Die durchschnittliche Länger der Komposita3
ist 2,56; in weniger als der Hälfte der Komposita finden sich nur zwei Grundmorpheme.

Bei den vorkommenden Komposita ist außerdem festzustellen, dass häufig Fremdwörter und
negativ konnotierte Wörter als eines der Konstituenten dienen. Mehr als jedes vierte Komposi-
tum enthält als mindestens eine Konstituente ein Fremdwort; in fast allen Fällen handelt es sich
dabei um Anglizismen, es gibt nur ein Auftreten eines aus dem Französischen stammenden
Fremdwortes. Diese Fremdwörter befinden sich in 85,71% der Fälle die Position des Determi-
nans. In mehr als jedem dritten Kompositum bildet außerdem ein negativ konnotiertes Wort
eine Konstituente, wie zum Beispiel Schnüffel- in dem Neologismus Schnüffel-Add-On oder
Volltrottel in Volltrottel-Anwärter. Die negativ konnotierten Konstituenten treten sowohl im
Determinans als auch im Determinatum auf.

Aus syntaktischer Perspektive ist auffällig, dass die Hälfte der durch Komposition gebildeten
Neologismen im Subjekt stehen. Jeweils knapp 18% bilden die Neologismen das direkte Objekt
und Adverbialen. Am wenigsten häufig sind Neologismen als indirekte Objekte vertreten. Au-
ßerdem fällt auf, dass 40% der Neologismen, die in einer Nominalphrase vorkommen, nicht

3
Die Länge der Komposita wurde anhand der Anzahl von Grundmorphemen in einem Kompositum bestimmt
12

den Kopf der jeweiligen Nominalphrase bilden, sondern diesen prä- oder postmodifizieren.
Dies gilt vor allem bei der der Bezeichnung von Personen. Im Korpus finden sich vier Gele-
genheiten, in denen mit einem Neologismus eine bestimmte Person bezeichnet wird, wie zum
Beispiel Duckface-Drohne Bibi H. Wie hier aber zu sehen ist, ersetzt der Neologismus aller-
dings nicht die Personenbezeichnung, hier den Namen, sondern steht als Prämodifikation davor.
Dies ist bei allen vier vorkommenden Personenbezeichnungen der Fall.

2.3.2.4 Diskussion

Wie die Ergebnisse gezeigt haben, ist der Gebrauch von Neologismen in satirischen Texten
sehr frequent. Wie auch im alltäglichen Sprachgebrauch, ist die Verwendung von Komposition
die am häufigsten angewandte Methode zur Bildung von Neologismen. Allerdings ist sowohl
die Länge, als auch der Häufige Gebrauch von Fremdwörtern und negativ konnotierten Wörtern
auffällig. Dies deutet darauf hin, dass eine der Hauptfunktionen dieser Neologismen ist, aufzu-
fallen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu erregen.

Die Häufigkeit und die große Anzahl an Nomen als Kompositionskonstituenten, die sich auch
in Untersuchungen zur Zeitungssprache gezeigt haben, lassen zudem darauf schließen, dass die
satirischen Texte wie Zeitungsartikel wirken sollen. Somit kann man vermuten, dass durch die
Verwendung der Neologismen auch der Eindruck erweckt werden soll, dass sie der Informati-
onsverdichtung dienen.

Die wichtigste Funktion der Neologismen ist aber, die Kritik, die in den Texten ausgedrückt
wird zu verdeutlichen und gleichzeitig zu entschärfen. So wird in dem Text „Mach es gut –
werde Rekrut!“ beispielsweise die Bundeswehr und die Ministerin der Verteidigung Ursula von
der Leyen kritisiert. Zur Bezeichnung der Person wird allerdings nicht nur der Name genannt,
sondern dieser wird zusätzlich mit sogar zwei Neologismen und zusätzlichen Adjektiven prä-
modifiziert: die lebende Haarspray-Sturmhaube und gestrenge Kompanie-Mutter Ursula von
der Leyen. Diese Neologismen dienen hier allerdings nicht vorrangig dazu, die Verteidigungs-
ministerin genauer zu beschreiben bzw. eine neue Information zu übermitteln und auch nicht,
um Wiederholungen zu vermeiden oder eine Textkohärenz herzustellen, sondern helfen ledig-
lich dabei, diese Person zu verspotten; sie haben also eine satirische Funktion und dienen dazu,
Kritik auszudrücken. Gleichzeitig wird diese aber durch den Gebrauch von Neologismen ent-
schärft. Dadurch, dass die gebrauchten Neologismen eine komische Wirkung haben, wirkt die
Kritik an Ursula von der Leyen nicht aggressiv, sondern wird eher indirekt übermittelt. Auch
die häufige Verwendung von negativ konnotierten Wörtern als Konstituenten von Komposita
weisen auf diese Funktion des Ausdrucks von Kritik und das gleichzeitige Entschärfen hin.
13

Somit findet man in den diesen Neologismen auch mindestens zwei von Brummacks überzeit-
lichen Merkmalen, nämlich Angriff und Indirektheit.

3. Satirische Texte im DaF-Unterricht

3.1 Authentische Texte im Fremdsprachenunterricht

Der Gebrauch von authentischen Texten im Fremdsprachenunterricht hat eine lange Ge-
schichte. Schon 1899 schrieb Henry Sweet (1899):

The great advantage of natural, idiomatic texts over artificial ‘methods’ or ‘series’
is that they do justice to every feature of the language… The artificial systems, on
the other hand, tend to cause incessant repetition of certain grammatical construc-
tions, certain elements of the vocabulary, certain combinations of words to the al-
most total exclusion of others which are equally, or perhaps even more, essential.
(Sweet 1899: 177, zit. n. Gilmore 2007:97)
Im Laufe des 20. Jahrhunderts allerdings wurde beispielsweise durch die Audio-Linguale Me-
thode der Gebrauch von authentischen Texten im Fremdsprachenunterricht sehr gering. Erst
mit dem Kommunikativen Ansatz wurden sie wiedereingeführt. Um den Gebrauch von authen-
tischen Texten im Unterricht zu diskutieren, sollten allerdings der Begriff authentischer Text
und die Textsorten, die im Fremdsprachenunterricht verwendet werden sollten, bestimmt wer-
den.

Schon bei dem Versuch einer Definition von Authentizität treten Schwierigkeiten auf. Porter
und Roberts (1981) beispielsweise definieren authentische Sprache als Sprache, die von Mut-
tersprachlern für Muttersprachler einer bestimmten Sprachgemeinschaft produziert wird. (vgl.
GIlmore 2007:98). Unter anderem Benson und Voller (1997) sind dagegen der Ansicht, dass
authentische Sprache als Sprache von einem „real speaker/writer for a real audience, conveying
a real message“ (Gilmore 2007:98) anzusehen ist. Da beide Definitionen wichtige Elemente
enthalten wird in der vorliegenden Arbeit die Definition von Demiryay (2016) gefolgt, die die
Elemente der beiden oben beschriebenen Definitionen vereint:

Authentische Texte werden von Muttersprachlern für Muttersprachler produziert,


wobei sie konkret reale Kommunikationshandlungen darstellen und folgerichtig
auch immer ein Stück Wirklichkeit enthalten. (Demiryay 2016:241)
Außerdem ist zu klären, welche Textsorten im Fremdsprachenunterricht verwendet werden
können bzw. sollten. So unterteilt Michael Blundau (1993) Textsorten, die er für den Fremd-
sprachenunterricht geeignet hält, in drei Kategorien ein. In der ersten Kategorie finden sich
Texte mit personalisierten Darstellungen, wie zum Beispiel Briefe, Tagebücher, Interviews
14

usw. Die zweite Kategorie bilden informierende Sachtexte, z.B. Nachschlagewerke, Enzyklo-
pädien, Reiseführer, Zeitungen und Zeitschriften. Die dritte Kategorie schließlich beinhaltet
literarische Texte wie Roman und Dichtung. (vgl. Blundau 1993:12)

Vor allem die Textsorten, die von Blundau in die ersten beiden Kategorien eingeteilt wurde,
also die personalisierten und informierenden Texte, bieten beim Einsatz im Fremdsprachenun-
terricht einige Vorteile. Zum einen für den Lerner anregend wirken, vor allem dann, wenn sie
dem sozialen und kulturellen Hintergrund der Lerngruppe ausgewählt werden. Dies ist für die
Lehrkraft mit authentischen Texten leichter zu erreichen als mit Lehrbuchtexten, die meistens
auf Lernende verschiedener sozialer und kultureller Herkunft ausgerichtet und somit nicht für
eine spezifische Zielgruppe geschaffen ist. (Ruthner 2013) Ein weiterer Vorteil authentischer
Texte ist, dass sie neben sprachlichen auch kulturelle Inhalte vom Zielland vermitteln und för-
derlich für das Erwerben von interkultureller Kompetenz ist. (Ruthner 2013) Des Weiteren kön-
nen sie auch dazu beitragen, die Motivation der Lerner zu fördern. Zwar bereiten authentische
Texten den Lernern häufig größere Schwierigkeiten als Lehrbuchtexte, das Gefühl des Erfolgs,
eine so schwierige Aufgabe bewältigt zu haben, kann sie aber dann wieder motivieren und den
Lernern „ihre sprachliche und soziokulturelle Kompetenz bestätigen“. (Ruthner 2013:211)

Diese Schwierigkeiten allerdings, die Lernende beim Lesen von diesen Texten haben, stellen
auch den größten Nachteil von authentischen Texten im Fremdspracheunterricht dar. Im Ge-
gensatz zu Lehrbuchtexten, beinhalten diese Texte fremden Wortschatz und setzen ein mög-
licherweise unbekanntes kulturelles Vorwissen voraus, was das beim Verstehen zu Problemen
führt. (Ruthner 2013) Dies kann dann auch demotivierend auf den Lerner wirken. (Gilmore
2007)

Die satirischen Artikel aus der vorliegenden Untersuchung können also als authentische Texte
betrachtet werden. Zum einen können sie, wie auch Zeitungen und Zeitschriften, Blundaus
zweiter Kategorie der informierenden Sachtexte zugeordnet werden, auch wenn das vorrangige
Ziel von Satire nicht die Informationsvermittlung ist. Zum anderen sind sie von Muttersprach-
lern für Muttersprachler geschrieben und stellen eine reale Kommunikationshandlung dar.
15

3.2 Methodik

Um die Verwendbarkeit von Satire-Texten im DaF-Unterricht zu überprüfen, wurde in der vor-


liegenden Untersuchung die Verständlichkeit der vorkommenden Neologismen untersucht. Da
es sich hierbei – im Rahmen einer Seminararbeit – um eine exemplarische Studie handelt, die
nicht repräsentativ ist, wurde nur ein Teil der Neologismen aus nur einem der untersuchten
Texte auf ihre Verständlichkeit überprüft. Da sich die Komposition als die am häufigsten vor-
kommende Wortbildungsart gezeigt hat, wurden zehn Komposita ausgewählt, fünf kurze, die
aus zwei Grundmorphemen bestehen und fünf lange, die aus drei oder mehr zusammengesetzt
sind. Bei der Auswahl der Wörter, die in den Fragebogen aufgenommen werden sollten, wurden
zunächst alle Komposita, die ein Fremdwort beinhalteten, wie zum Beispiel das Wort Duck-
face-Drohne, aussortiert. Aus den übrigen Komposita wurden diejenigen ausgewählt, die den
höchsten Grad an Motiviertheit aufwiesen.

An der Studie nahmen acht Personen teil. Die Teilnehmer gehören nicht einer homogenen Lern-
gruppe an, sie sind unterschiedlich alt und lernen unterschiedlich lang Deutsch; folglich unter-
scheiden sie sich auch in ihrem Leistungsstand. Allerdings wurden nur Teilnehmer ausgewählt,
die bereits ein Sprachniveau von B2 oder höher nach GER aufweisen. Um die Anzahl der Va-
riablen zu verringern, wurden ausschließlich Personen befragt, deren Muttersprache französisch
ist.

Die Studienteilnehmer wurden zunächst gebeten, den Satire-Text „Mach es gut - werde Rek-
rut!“ aus der Kolumne von Oliver Kalkofe zu lesen. Dabei bekamen sie die Anweisung, kein
Wörterbuch zu benutzen. Anschließend sollten sie einen Fragebogen ausfüllen, indem das Ver-
stehen von den zehn oben beschriebenen Neologismen abgefragt wurde. Die fünf kurzen Kom-
posita waren Friedens-Situationen, Führer-Fotos, Chaoten-Haufen, Regierungsstiefel und TV-
Auswertung, die fünf langen Hochleistungs-Skeptiker, Dauerwerbesendungs-Reihe, Haken-
kreuz-Schnitzereien, Volltrottel-Anwärter und Zwangs-Arschtritt. Zu jedem der Wörter wurden
die gleichen Fragen gestellt, nämlich „Was bedeutet das Wort … (Zeile …) Ihrer Meinung
nach?“ und „Was macht Ihnen bei diesem Wort Schwierigkeiten?“

Bei der Auswertung der Fragebögen wurde auf folgende Fragen eingegangen: Welche Wörter
wurden von den Teilnehmern in ihrer kompletten Bedeutung verstanden. Welche Wörter wur-
den teilweise verstanden? Spielt die Länge der Komposita eine Rolle beim Verstehen der Neo-
logismen?
16

3.3 Ergebnisse

Grafik 2 zeigt, dass die Studienteilnehmer grundsätzlich Komposita mit nur zwei Konstituenten
häufiger verstanden haben als Komposita mit drei oder mehr Konstituenten. Das Wort Frie-
dens-Situationen wurde dabei am häufigsten, nämlich von 7 der 8 Teilnehmer verstanden. Am
zweithäufigsten war der Neologismus Regierungsstiefel, mit einer Verstehenshäufigkeit von
62,50%, gefolgt von dem Wort Führer-Fotos, dessen Bedeutung von 50% der Teilnehmer er-
schlossen wurde. TV-Auswertung wurde insgesamt nur von zwei Teilnehmern und Chaoten-
Haufen nur von einem verstanden. Bei den Komposita, die aus drei oder mehr Grundmorpheme
bestehen, wurden Dauerwerbesendungs-Reihe und Zwangs-Arschtritt am häufigsten verstan-
den, allerdings auch nur von zwei Teilnehmern, die Wörter Hochleistungs-Skeptiker und Ha-
kenkreuz-Schnitzereien jeweils von einem Volltrottel-Anwärter allerdings von keinem. Insge-
samt wurden in 40% der Fälle die kurzen Komposita verstanden, die langen allerdings nur in
15%.

0
Komposita aus 2 Grundmorphemen Komposita aus 3 oder mehr Grundmorphemen

Friedens-Situationen Führer-Fotos Chaoten-Haufen


Regierungsstiefel TV-Auswertung Hochleistungs-Skeptiker
Dauerwerbesendungs-Reihe Hakenkreuz-Schnitzereien Volltrottel-Anwärter
Zwangs-Arschtritt

Grafik 2: Verständlichkeit der untersuchten Neologismen – Verstehen des ganzen Kompositums

In Grafik 3 dagegen wird angezeigt, wie häufig einzelne Konstituenten der Komposita verstan-
den werden. Hier zeigt sich, dass bei den sogenannten langen Komposita, deren gesamte Be-
deutung selten verstanden wurde, häufig einzelne Konstituenten verstanden werden. Natürlich
ist dabei zu beachten, dass die Anzahl der Grundmorpheme bei den langen Komposita defini-
tionsgemäß höher ist als bei den kurzen.
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0
Komposita aus 2 Grundmorphemen Komposita aus 3 oder mehr Grundmorphemen

Friedens-Situationen Führer-Fotos Chaoten-Haufen


Regierungsstiefel TV-Auswertung Hochleistungs-Skeptiker
Dauerwerbesendungs-Reihe Hakenkreuz-Schnitzereien Volltrottel-Anwärter
Zwangs-Arschtritt

Grafik 3: Verständlichkeit der untersuchten Neologismen – Verstehen von Teilen des Kompositums

Insgesamt nicht verstanden Neologismen, weder komplett noch teilweise, sind bei den Kom-
posita, die aus drei oder mehr Grundmorphemen bestehen, beinahe doppelt so häufig anzutref-
fen, wie bei den kurzen.

Außerdem ist auffällig, dass bei der Beantwortung der zweiten Frage der überprüften Neolo-
gismen, also der Frage nach den Schwierigkeiten die sie bei dem jeweiligen Wort hatten, häufig
geantwortet wurde, dass der Teilnehmer zwar die Bedeutung der einzelnen Wörter kennt, das
Kompositum aber nicht versteht. Dies ist vor allem bei den Komposita mit mehr als zwei Kon-
stituenten zu finden, vor allem bei den beiden Neologismen Hochleistungs-Skeptiker und Dau-
erwerbesendungsreihe. Diese Antwort findet sich zwar auch bei einigen kurzen Komposita,
allerdings deutlich seltener als bei den langen. Des Weiteren finden sich in der Beantwortung
dieser zweiten Frage auch einige Beispiele, in denen der Teilnehmer schreibt, dass er/sie sich
nicht sicher ist, ob das Wort richtig verstanden wurde, obwohl die Bedeutung des jeweiligen
Kompositums richtig erschlossen wurde.

Bei der Gegenüberstellung zwischen Teilnehmern mit sprachwissenschaftlichen Vorkenntnis-


sen und denen ohne zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Das Alter, Geschlecht und die
Tatsache wie lange die jeweiligen Teilnehmer schon Deutsch lernten wurden in der Untersu-
chung nicht berücksichtigt.
18

3.4 Diskussion

Die Ergebnisse der Untersuchung zur Verständlichkeit von Neologismen in Satire-Texten bei
DaF-Lernenden zeigt, dass die untersuchten Neologismen häufig nicht verstanden werden, wo-
bei kurze Komposita, also solche, die aus zwei Grundmorphemen bestehen, von DaF-Lernen-
den häufiger verstanden werden als lange. Vor allem bei sehr langen Komposita, wie dem Wort
Dauerwerbesendungs-Reihe, das aus vier Grundmorphemen besteht, zeigen sich in den meisten
Fällen Probleme beim Verstehen des Kompositums, selbst wenn die Bedeutung der einzelnen
Konstituenten bekannt ist. Zudem wird deutlich, dass die DaF-Lernenden vor allem durch die
Länge der Komposita verunsichert werden.

Die aufgezeigten Schwierigkeiten, die die Teilnehmer im Verstehen der untersuchten Neolo-
gismen haben, deuten darauf hin, dass satirische Texte als authentische Texte für den Einsatz
im DaF-Unterricht nicht geeignet sind. Da in der Untersuchung der Sprache von Satire-Texten
dargestellt wurde, dass Neologismen, und dabei vor allem solche, die durch Komposition ge-
bildet wurden, sehr häufig sind und dass die vorkommenden Komposita oftmals aus mehr als
zwei Grundmorphemen bestehen, sind diese Texte generell schwer zu verstehen. Zudem wur-
den, wie oben beschrieben, für die Untersuchung der Verständlichkeit von Neologismen in sa-
tirischen Texten diejenigen Komposita ausgewählt, die den höchsten Grad an Motiviertheit auf-
weisen. Daher ist zu erwarten, dass die übrigen, nicht untersuchten Komposita, den DaF-Ler-
nenden noch mehr Probleme beim Verstehen bereiten. Außerdem werden die Lernenden vor
allem durch lange Komposita verunsichert. Diese Verunsicherung und die Probleme, die sie
beim Verstehen der Neologismen haben, lässt außerdem vermuten, dass die Lernenden schnell
demotiviert werden können.

Neben den Argumenten, die gegen den Einsatz von satirischen Texten im DaF-Unterricht spre-
chen, lassen sich allerdings auch einige Gründe nennen, warum sie im Unterricht als authenti-
sches Textmaterial dienen sollten. Zum einen beschäftigt sich Satire naturgemäß unter anderem
mit der Kritik an der Gesellschaft. Aus diesem Grund bieten satirische Texte einen guten Ein-
blick in die Gesellschaft des Ziellandes und können somit wertvoll für die Vermittlung von
landeskundlichem Wissen und von interkultureller Kompetenz sein. Zum anderen bieten die
häufig vorkommenden Neologismen auch eine gute Gelegenheit, die deutsche Wortbildung zu
üben. Da der Wortschatz von Lehrwerkstexten in der Regel vorher eingeführt wurde und somit
ein Kompositum als Vokabel gelernt wird, sind DaF-Lernenden häufig nicht mit den Wortbil-
dungsmustern der Zielsprache vertraut. Durch die Häufigkeit der Neologismen, vor allem der
Komposita, in Satire-Texten können Wortbildungsregeln also sehr gut besprochen und eingeübt
werden.
19

4. Schluss

Die vorliegende Untersuchung hat zunächst gezeigt, dass Neologismen ein wesentliches Merk-
mal der Sprache der Satire sind. Dies wird zum einen durch die Häufigkeit ihres Auftretens
deutlich; bei mehr als jedem zwanzigsten Wort handelt es sich in den untersuchten Texten um
einen Neologismus. Die wichtigste Wortbildungsart der Neologismen ist die Komposition. Bei
den vorkommenden Komposita ist zunächst die Länge, d.h. die Anzahl der Grundmorpheme
aus denen sie gebildet werden auffällig, da sie durchschnittlich eine aus 2,56 Grundmorphemen
bestehen. Außerdem auffällig ist das häufige Vorkommen von Fremdwörtern und negativ kon-
notierten Wörtern als Konstituenten der Komposita.

Ihre Häufigkeit, die Länge der Komposita, die besondere Form ihrer Konstituenten, sowie ihre
häufige syntaktische Funktion als Prä- oder Postmodifikation einer Nominalphrase, weisen auf
die Funktionen hin, die die Neologismen in den Texten ausüben: zum einen sind sie auffällig
und erregen die Aufmerksamkeit des Lesers. Zum anderen kann durch sie Kritik deutlich ge-
macht und dadurch, dass sie durch die Neologismen eher scherzhaft bzw. komisch ausgedrückt
wird, gleichzeitig auch entschärft werden.

So wirken die Neologismen in Satire-Texten zwar für deutsche Muttersprachler unterhaltend,


Deutschlernenden bereiten sie allerdings große Schwierigkeiten. Die Studie hat gezeigt, dass
vor allem Komposita mit mehr als zwei Konstituenten nur selten in ihrer ganzen Bedeutung
verstanden werden. Oftmals können die Lernenden zwar einzelne Konstituenten eines Kompo-
situms verstehen, die Bedeutung des Kompositums dann aber nicht komplett erfassen. Zudem
verunsichern diese langen Neologismen die Lerner.

Dass, wie sich gezeigt hat, Neologismen dieser Art sehr häufig in Satire-Texten vorkommen,
deutet darauf hin, dass diese sich nicht als authentische Texte für den DaF-Unterricht eignen.

Für den Einsatz solcher Texte allerdings spricht, dass sie einen wertvollen Einblick in die Ge-
sellschaft und Kultur des Ziellandes bieten und somit sowohl landesspezifisches Wissen als
auch interkulturelle Kompetenz fördern können. Außerdem können gerade wegen des hohen
Vorkommens von Neologismen deutsche Wortbildungsregeln mit diesen Texten geübt werde.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Neologismen ein wesentliches Merkmal satirischer
Texte sind und hier auch eine wichtige Funktion besitzen. Da Deutschlerner allerdings große
Schwierigkeiten damit haben, sie zu verstehen, eignen sich satirische Texte nur begrenzt für
den DaF-Unterricht.
20

Zum Schluss ist anzumerken, dass es sich bei in der vorliegenden Arbeit um eine exemplarische
Studie handelt. Durch die geringe Anzahl sowohl der untersuchten Texte als auch der Stu-
dienteilnehmer ist diese Untersuchung nicht repräsentativ. Folglich sollte die Sprache der Satire
anhand von weiteren satirischen Texten und diese wiederum weiter auf die Anwendbarkeit im
DaF-Unterricht untersucht werden.
21

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