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Römische Währung

Unter römischer Währung versteht man die Gesamtheit der im antiken römischen
Reich gebräuchlichen Zahlungsmittel.

Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Republik Aureus, 36 v. Chr.
Vor der Einführung einer einheitlichen Währung
Die ersten Münzen
Münzprägungen im griechischen Stil
Das Denarsystem
Die Einführung von Denar, Quinar, Sesterz und Gold-Assen
Die Entwicklung von Gewicht und Feinheitsgrad
Die Entwicklung von Silbermünzen im Verhältnis zu
Bronzemünzen
Denar, Augustus-
Die Entwicklung von Goldmünzen
Ära, Zeitenwende
Caesar und Kaiserzeit
Provinzprägungen
Ostrom
Ausstrahlung auf Germanien
Liste sämtlicher bekannten römischen Münztypen
Goldmünzen
Silbermünzen
Bronze-, Kupfer- und Messingmünzen
As, republikanisch,
Medaillons 270 v. Chr.
Wichtige andere Münzreformen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Geschichte

Republik

Vor der Einführung einer einheitlichen Währung


Vor dem Beginn einer einheitlichen Währung
basierte die Wirtschaft auf hauptsächlich zwei
Wertformen: Vieh (lat. pecus), von denen sich
der römische Name für „Geld“ (lat. pecunia)
ableitet, und unregelmäßig geformten
Bronzestücken, die Aes rude genannt werden.
Der Wert dieser primitiven Geldstücke wurde
durch Wiegen bestimmt, da zu dieser Zeit noch Römische Währung
keine einheitlichen Münznominale existierten.
Es ist bis heute unklar, ab welchem Zeitpunkt
Geld geläufig war, allerdings ist es schriftlich belegt, dass seit der Belagerung von Veji im Jahre 406 v. Chr.
die Soldaten der römischen Armee mit Aera rudia bezahlt wurden. Das legt nahe, dass Aes rude bereits
vorher häufig verwendet wurden.

Das erste Geld der römischen Republik stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Es waren gegossene
rechteckige Bronzebarren, die Aes signatum genannt werden und hauptsächlich in Rom geprägt wurden. Sie
sind stark verplombt und zeichnen sich durch die Inschrift ROMANOM (von den Römern) aus. Die Barren
wogen unterschiedlich viel, obwohl ihr Gewicht eigentlich auf fünf römische Pfund festgelegt war. Anfangs
war nur eine Seite des Barrens gestaltet, später dann beide. Die eigentliche Funktion dieser Barren wird auf
unterschiedliche Arten interpretiert; die Barren waren zwar ein Zahlungsmittel, allerdings waren sie keine
Münzen, da sie den Gewichtsanforderungen von fünf römischen Pfund nicht entsprachen. Die Barren
verloren nach der Einführung einer einheitlichen Währung immer mehr an Bedeutung, um 250 v. Chr. wurde
die Prägung eingestellt.

Die ersten Münzen

Gemäß Pomponius, einem Konsulenten, der während des zweiten


Jahrhunderts v. Chr. lebte, wurden die ersten Münzmeister im Jahr 289
v. Chr. eingestellt. Sie signierten die Münzen mit „III. VIR. AAAFF“,
was die Abkürzung für tres viri aere argento auro flando feriundo ist
und so viel bedeutet wie „Die drei (Münzmeister) sind verantwortlich
für das Einschmelzen und Schlagen von Bronze, Silber und Gold.“ Laut
As, um 220 v. Chr.
Suda befand sich die Münzstätte Roms im Tempel der Iuno Moneta auf
dem Kapitol.[1] Zu dieser Zeit waren die Römer vertraut mit dem
Prägen von Münzen, da bereits die griechischen Kolonien Metapont, Crotone und Sybaris in Italien seit
etwa 500 v. Chr. Münzen prägten, Neapel seit etwa 450 v. Chr. Rom hatte im 4. Jahrhundert v. Chr. bereits
einen großen Teil Mittelitaliens erobert. In den Münzstätten wurde große Mengen an Bronzemünzen
geprägt, aber verhältnismäßig wenige Silbermünzen.

Ein System für Bronzemünzen wurde eingeführt, das heute unter dem Namen Aes grave bekannt ist. Sie
waren aufgrund ihrer Größenunterschiede und dadurch, dass die Münzen seltener geprägt als gegossen
wurden, eindeutig römisch, da sie sich von anderen Münzen, die im Mittelmeerraum zu dieser Zeit
geschlagen wurden, durch ihren groben, teilweise sogar barbarischen Stil unterschieden. Das Geld war
anfangs Fiatgeld und basierte auf dem handelsüblichen System. Das bedeutet, dass das As ein römisches
Pfund wog. Das römische Pfund wurde dabei in Unciae unterteilt. Ein römisches Pfund setzte sich aus zwölf
Unciae zusammen. Die Uncia bezeichnete also ein Zwölftel eines römischen Pfundes und war gleichzeitig
ein Münznominal. Das änderte sich allerdings, nachdem das Gewicht der Aes grave um etwa 270 v. Chr. auf
10 Unciae, um 215 v. Chr., während des Zweiten Punischen Krieges auf 5 Unciae und um 211 v. Chr. auf 1–
1,5 Unciae gefallen war.
Zu Anfang der römischen Münzprägung waren die Aes grave nicht signiert, erst um das Jahr 210 v. Chr.
traten erste Kürzel der Münzmeister auf den Nominalen auf. Als Motiv tragen alle frühen römischen
Münzen auf der Rückseite einen Schiffsrumpf (Prora), was an die Eroberung der Flotte von Antium erinnern
sollte, und auf der Vorderseite verschiedene Götterbilder. Bis etwa 110 v. Chr. wurden unterschiedliche
Münzreihen ausgegeben. Alle Münzen einer Reihe trugen ein bestimmtes Merkmal, wie beispielsweise eine
Kornähre oder die Signatur eines Münzmeisters. Häufig beinhaltete eine Reihe den Denar als größtes
Münznominal, dann kam das As, der Semis, der Triens, der Quadrans, der Sextans, die Uncia und
gelegentlich auch die Semuncia. Zu Ende der Republik hin wurden diese Reihen allerdings kaum noch
ausgeprägt, die Prägung der kleineren Nominale wie Sextans und Uncia wurde eingestellt.

Hier folgt eine Auflistung der römischen Münztypen, beginnend mit dem größten Wert:

Bezeichnung der Bronzemünzen nach Crawford (1974)


Frühestes Datum Wert Wert
Münze Wertzeichen
Exemplar (v. Chr.) (in Assen) (in Unciae)
Decussis X Cr. 41/1 215–212 10 120
Quincussis V Cr. 41/2 215–212 5 60
Tressis III Cr. 41/3 215–212 3 36
Dupondius II Cr. 41/4 215–212 2 24
As I Cr. 14/1 280–276 1 12
Dextans S**** Cr. 97/23 211–208 5/6 10
Dodrans S*** Cr. 266/2 126 3/4 9
Bes S** Cr. 266/3 126 2/3 8
Semis S Cr. 14/2 280–276 1/2 6
Quincunx ***** Cr. 97/11 211–208 5/12 5
Triens **** Cr. 14/3 280–276 1/3 4
Quadrans *** Cr. 14/4 280–276 1/4 3
Sextans ** Cr. 14/5 280–276 1/6 2
Uncia * Cr. 14/6 280–276 1/12 1
Semuncia Σ Cr. 14/7 280–276 1/24 1/2
Quartuncia Cr. 38/8 217–215 1/48 1/4

Münzprägungen im griechischen Stil

Bronzemünzen im griechischen Stil wurde bereits um das Jahr 300 v. Chr. mit der Inschrift PΩMAIΩN in
geringer Anzahl ausgeprägt. Nur noch wenige dieser Stücke existieren heutzutage. Es wird vermutet, dass
sie im Auftrag von Rom in Neapel geprägt wurden; sie basieren auf demselben Stil wie die neaplische
Währung. Die Münzen förderten den Handel zum Baubeginn der Via Appia im Jahre 312 v. Chr.

281 v. Chr. begann Rom einen Krieg gegen Tarent; die Tarentiner nahmen die Unterstützung von Pyrrhus in
Anspruch. In diesem Zusammenhang ließ Rom die erste Silbermünze prägen, die dem Wert einer römischen
Didrachme entsprach.

Auf dem Avers dieser Münze ist ein nach links blickender, bärtiger Marskopf zu sehen, der einen
korinthischen Helm trägt. Auf dem Revers ist ein nach rechts blickender Kopf eines Pferdes mit der
Inschrift ROMANO abgebildet, dahinter eine Kornähre.
Diese Münze wurde in Magna Graecia und Kampanien geprägt, wo
sie auch größtenteils verwendet wurde. Diese Prägung war
offensichtlich Teil eines Vorwärtstrends; die Bezahlung der
römischen Truppen und ihrer Verbündeten im Pyrrhischen Krieg
scheint ausschlaggebend für die Verteilung griechischer Münzen in
den Regionen südlich des Apennin in Italien gewesen zu sein.
Heutzutage wird vermutet, dass diese Münze in Neapel geprägt
wurde, da sie dem damals dort vorherrschendem Standard von 7,3 g
entsprach. In Metapont, Tarent und anderen südlichen Städten in
Italien entsprach der Standard 7,9 g, sank allerdings während des
Pyrrhischen Krieges auf 6,6 g. Früher nahm man an, das Metapont
der Prägeort dieses Typs war, da die Kornähre auf Münzen aus
Metapont sehr häufig auftritt. Ein weiteres Zeichen war der
Marskopf, der dem Kopf des
Leukippus ähnelt, der auf
einem Münztyp abgebildet
ist, der zu einem früheren
Zeitpunkt in Metapont
geprägt worden war.

Während der nächsten Jahre


wurden weitere
Silbermünzen
herausgegeben. Nicht nur die
Motive auf den Münzen
waren aus der griechischen
Erste römische Silbermünze, 281 v.
Münzprägung entnommen, Erste römische Didrachme
Chr.
sondern auch die Nominale.
Die ersten Silbermünzen
hießen Drachme oder Didrachme. Die erste römische Silbermünze,
von der angenommen wird, dass sie in Rom geprägt wurde, wurde um 269 v. Chr. geschlagen. Man datiert
diese Münze auf dieses Jahr, da die Embleme auf der Prägung denen der Konsuln dieses Jahres entsprechen:
Quintus Ogulnius Gallus und sein Bruder Cnaeus Ogulnius Pictor. Diese betrieben als Ädilen Geldverleih;
ein Teil der Erträge wurden für die Errichtung einer Statue der an der Wölfin saugenden Zwillinge Romulus
und Remus nahe dem Ficus Ruminalis verwendet. Auf dem Avers der Münze ist der nach rechts blickende
Kopf des Herkules zu sehen, auf dem Revers die Zwillinge Romulus und Remus, die von der Wölfin
gesäugt werden. Herkules, der mit Löwenfell und Keule abgebildet ist, war der göttliche Schutzpatron der
Fabier. Einige Historiker vermuten, dass der Wert dieser Didrachme zehn Asse betrug, ebenso wie der
Denar, der gut fünfzig Jahre später eingeführt werden sollte. Diese Vermutung basiert auf der Annahme des
Plinius im 1. Jahrhundert n. Chr., der behauptet, dass der Denar bereits im Jahr 269 v. Chr. eingeführt wurde.
Die meisten Historiker vermuten allerdings, dass es sich bei dieser Münze um eine Didrachme und nicht um
einen Denar handelt.

Römische Münzen wurden bis zur Einführung des Quadrigatus nur in geringen Mengen geprägt. Der
Quadrigatus wurde seit etwa 235 v. Chr. in recht hoher Auflage hergestellt. Der Name dieses Münznominals
leitet sich durch den Revers ab, auf dem die Göttin Victoria in einer Quadriga fahrend zu sehen ist. Dieses
Münznominal wurde zwei Jahrzehnte über geprägt, der Silbergehalt der Münze wurde während des Zweiten
Punischen Krieges um 30 Prozent herabgesetzt.

Das Denarsystem
Die Einführung von Denar, Quinar, Sesterz und Gold-Assen

Der Denar, der über vier Jahrhunderte lang die Leitwährung des
Römischen Reiches werden würde, wurde im Jahr 211 v. Chr.
eingeführt. Dieses Nominal wurde zu Anfang in großen Mengen
ausgeprägt; das dafür benötigte Silber stammte aus der Plünderung
von Syrakus im Jahr 212 v. Chr. Der Denar besaß den Wert von zehn
Assen und war durch die Wertzahl X gekennzeichnet. Sein Gewicht
Sesterz, 211 v. Chr.
betrug etwa 4,5 g, das entspricht einem Zweiundsiebzigstel des
römischen Pfundes. Zudem wurden noch zwei weitere
Münznominale eingeführt: der Quinarius nummus, der der Hälfte
eines Denars entsprach und mit der Wertzahl V gekennzeichnet war, und der Sesterz, der einem Viertel-
Denar entsprach und durch das Wertzeichen IIS gekennzeichnet wurde. Auf all diesen Nominalen ist auf
dem Avers der behelmte Kopf der Göttin Roma zu sehen, auf dem Revers sind reitende Dioskuren
abgebildet (eine Anspielung auf deren vermeintliche Teilnahme an der Schlacht am Regillus lacus). Die
Gestaltung der Denare ist vielfältig, da die einzelnen Münzmeister die Münzen frei gestalten konnten. Meist
finden sich auf diesen „Familienmünzen“ Motive aus der Mythologie und der römischen Geschichte sowie
Vorfahren der Münzmeister. Julius Caesar war der erste Lebende, der auf einer römischen Münze abgebildet
wurde, allerdings erst im Februar seines Todesjahrs 44 v. Chr., als der Senat ihm ein entsprechendes Recht
verlieh[2]. Caesar ließ in der kurzen Zeit bis zu seiner Ermordung eine große Menge „seiner“ Münzen
prägen. In der Folgezeit häuften sich die Abbildungen lebender römischer Politiker, erstmals fanden sich
auch deren Gattinen auf Münzen wieder, die Konsularmünzen (auch Familienmünzen) genannt werden.

Die Prägung von Bronzeassen wurde fortgeführt, das Standardgewicht dieses Münznominals betrug 55 g;
allerdings wurde dieses Gewicht recht schnell auf ein Zwölftes eines römischen Pfundes, etwa 32 g,
reduziert. Zu dieser Zeit übertraf die Anzahl der geprägten Asse die der anderen Nominale, was
möglicherweise auf die Soldzahlungen von Soldaten zurückzuführen ist, wo das Ass der wichtigste
Bestandteil war.

Die ersten römischen Goldmünzen wurden um 216 v. Chr. geprägt. Die Nominale dieser Münzen lauteten
Stater und Halbstater und beide wurden in Rom geprägt. Auf diesen Prägungen sind auf dem Avers die
Köpfe der Dioskuren mit Lorbeerkranz zu sehen, auf dem Revers drei Menschen zu erkennen: ein Römer,
ein Italiker und ein Knieneder, der ein Schwein hält, das von den Schwertern der beiden Stehenden berührt
wird, darunter steht ROMA. In dieser Zeit rückte der karthagische Feldherr Hannibal während des Zweiten
Punischen Krieges immer weiter vor, und Rom schloss mit italischen Städten Bündnisse gegen Hannibal.
Die Darstellung wird als römischer Schwur interpretiert, der mit dem Ausheben neuer Truppen in der Zeit
der Schlacht von Cannae in Verbindung steht. Dieses Nominal wurde aber bereits um das Jahr 213 v. Chr.
durch die sogenannten „Gold-Asse“ ersetzt. Die Gold-Asse existieren in drei unterschiedlichen Wertstufen:
20 mit dem Wertzeichen XX, 40 mit dem Wertzeichen XXXX und 60 mit dem Wertzeichen ↓X. All diese
Münzen zeigen auf dem Avers einen bärtigen Marskopf mit Helm, auf dem Revers ein mit ausgebreiteten
Schwingen stehenden Adler auf einem Blitzstrahl; der Adler bezieht sich möglicherweise auf den Adler der
ptolemäischen Münzprägungen seit dem Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. Zudem wird vermutet, dass
Ptolemaios IV. Gold für diese Münzen zur Verfügung stellte; dadurch wollte er wohl das Gegengewicht zu
der Beteiligung Philipp V. herstellen, der auf der Seite der Karthager stand.

Der Victoriatus, eine weitere Silbermünze, wurde zeitgleich in hoher Auflage eingeführt. Dieses Nominal
scheint abgesondert vom Denarsystem nach einem anderen Standard produziert worden zu sein. Sein
Gewicht entspricht etwa dem einer einfachen Drachme. Während eine Analyse von 52 frühen Denaren,
Quinaren und Sesterzen einen Silbergehalt von 96,2 ± 1,09 Prozent besaßen, lag dieser Wert bei 19
untersuchten Victoriaten zwischen 72 und 93 Prozent. Frühe Victoriate wurden hauptsächlich in Sizilien und
in Süditalien gefunden. Es wird vermutet, dass dieses Nominal, das 3,41 g wiegt und somit dem Wert von
einem 3/4 Denar entspricht, nicht für das römische Münzsystem, sondern für andere Gebiete bestimmt war.
Aus diesem Grund trug es kein Wertzeichen, der Wert wurde durch den Materialwert bestimmt.
Die Entwicklung von Gewicht und Feinheitsgrad

Während der nächsten 40 Jahre verlor der Denar immer mehr an Gewicht. Der Grund dafür ist unklar und
hing zu Beginn wohl mit dem Zweiten Punischen Krieg zusammen. Infolge dieses Krieges war der römische
Staat bei seinen Bürgern auf etwa eine Million Denare verschuldet. Diese wurden 25 Jahre lang nicht
gänzlich zurückgezahlt, bis sie unter Cn Manlius Vulso durch die Beute des Friedens von Apameia im Jahre
188 v. Chr. bezahlt wurden. Auf ein römisches Pfund kamen ursprünglich 72 Denare; in jener Zeit
veränderte sich der Wert auf 84 Denare. Während der folgenden Jahrzehnte blieb das Gewicht des Denars
relativ stabil.

Datum Gewicht
211 v. Chr. 4,5 g
206 v. Chr. 4,2 g
199–190 v. Chr. 3,9 g
179–170 v. Chr. 3,7 g
Denar unter Marcus Antonius, 32 v.
Chr.
Der Silbergehalt des Denars während der Zeit der römischen
Republik betrug über 90 %, gewöhnlicherweise sogar 95 %, davon
ausgenommen die späteren Prägung von Marcus Antonius,
besonders die massiven „legionären“ Prägungen in den Jahren 32/31 v. Chr. kurz vor der Schlacht von
Actium. Gerüchten zufolge wurde das dafür benötigte Silber von Cleopatra zur Verfügung gestellt.

Die Entwicklung von Silbermünzen im Verhältnis zu Bronzemünzen

Um etwa 140 v. Chr. – das exakte Datum ist unbekannt – wurde der Wert des Denars auf 16 Asse festgelegt,
was die Inschrift XVI auf dem Avers der Denare bezeugt. Diese Inschrift erscheint zum ersten Mal auf
einem Denar mit dem Münzmeisterzeichen L.IULI (Crawford 224/1), der auf das Jahr 141 v. Chr. datiert
wird. Die Markierung XVI wurde allerdings bald wieder durch X ersetzt, also das römische Zahlzeichen für
10. Oftmals wurde jedoch ein vertikaler Strich durch die Mitte des X gezogen; dieses „X mit Strich“ wird
häufig als Monogramm von XVI interpretiert, bei dem sich alle Zahlzeichen überlagern. Es wird vermutet,
dass die Wertänderung eines Denars die Kennung eines Verhältnisses ist, das sich aufgrund der Abnahme
der Gewichte – infolge der Beanspruchung „alter“ Asse und der Gewichtsabnahme „neuerer“ Asse –
entwickelt hat. Dadurch betrug der Wert eines Quinars acht Asse und der eines Sesterzes vier Asse. Das
neue Verhältnis zwischen Denaren und Assen dauerte für die kommenden Jahrhunderte an.

Der Victoriatus kursierte auch im 2. Jahrhundert v. Chr. weiter. Victoriate waren später in Regionen wie
Gallia Cisalpina gängig, wo sie neben Drachmen aus Marseille umliefen.

Die Entwicklung von Goldmünzen

Die Münzen zu 60, 40 und 20 Gold-Assen wurden nur wenige Jahre über geprägt. Früher wurden
Goldmünzen nur als Aushilfsmünzen verwendet. 83 v. Chr. wurden die Gold-Asse durch den Aureus ersetzt.
Dieses Münznominal gewann gegen Ende der Römischen Republik immer mehr an Bedeutung und war bald
unverzichtbar im römischen Münzwesen. Wie auf den Denaren waren auf dem Avers der Aurei Götter
abgebildet, auf dem Revers unterschiedliche Motive, die sich etwa auf wichtige Siege der römischen
Armeen oder den Münzmeister bezogen.

Caesar und Kaiserzeit


Unter Caesar selbst und unter Augustus wurde folgende umfassende Währungsreform durchgeführt:

1 Aureus (Gold) = 25 Denare [Silber]


1 Denar = 4 Sesterze [Messing]
1 Sesterz = 2 Dupondien [Bronze, später Messing]
1 Dupondius = 2 Asse [Kupfer]
1 As = 2 Semis [Kupfer/Bronze]
1 Semis = 2 Quadranten [Kupfer]

Es galt also: 1 Aureus = 25 Denar = 100 Sesterze = 200 Dupondien = 400 Asse = 800 Semis = 1600
Quadranten

Bis ins 3. Jahrhundert gab es in erheblichem Umfang auch noch lokale Münzprägungen, die aber nie Gold
und nur selten Silber verwendeten, und Ägypten behielt lange ebenfalls ein eigenes Währungssystem (außer
für Gold). Das Schema der Reichswährung hatte rund zwei Jahrhunderte lang Bestand und diente als
Grundlage für sämtliche weitere Münzreformen, die mit der bereits um 220 einsetzenden und seit etwa 270
galoppierenden Inflation nötig wurden. Die meisten Münzen der frühen und hohen Kaiserzeit trugen die
Abbildung des Kaisers mit dem fast immer gleichen (aber jeweils verschieden abgekürzten) Schriftzug auf
der Vorderseite:

Imperator Caesar (Name) Augustus Pontifex Maximus – tribunicia potestate (Jahreszahl)


Consul (Jahreszahl) Pater patriae

Vor allem am Anfang dieser Epoche gab es noch Abweichungen bei der Gestaltung. Die Jahreszahlen, die
die wiederholte Verleihung der jeweiligen Amtswürde bezeichnen, sind das wichtigste Hilfsmittel zum
Datieren der Münze und damit auch häufig eines archäologischen Fundes; allerdings sind nicht alle Münzen
eindeutig datierbar (insbesondere bei fehlender Angabe der tribunicia potestas). Unter Kaiser Claudius
erschienen erstmals Familienangehörige des Kaisers auf den Münzen. Auf den Rückseiten fanden sich
vielfältige Darstellungen: Götter, personifizierte Länder, Flüsse oder Städte, ebenso Bilder, die auf
kriegerische oder politische Erfolge sowie Bauprojekte des jeweiligen Kaisers hinwiesen. Unter Caracalla
wurde eine besonders große Silbermünze eingeführt, der Antoninian. Unter Decius kam kurzzeitig auch eine
große Bronzemünze im Wert von 2 Sesterzen in Umlauf, die heute einfach als "Doppelsesterz" gedeutet
wird. Wie beim Antoninian ist ein zeitgenössischer Name nicht überliefert.

Insgesamt verfiel das römische Münzwesen unter den Kaisern zusehends; die erste Münzverschlechterung
führte Nero durch, und ab den Severern beschleunigte sich der Prozess. Beispielsweise enthielten die
Silbermünzen in der Mitte des 3. Jahrhunderts teilweise nur noch ein Zwanzigstel Silber. Angeblich nach
einem blutig niedergeschlagenen Aufstand der Münzer unternahm Kaiser Aurelian mit seinem führenden
Finanzpolitiker Gaius Valarius Sabinus um 270 einen ersten Reformversuch, der aber scheiterte und von
manchen Forschern sogar für den Anlass der verstärkten Inflation der Folgezeit gehalten wird. Dann
begannen unter Diokletian verstärkte Bemühungen um eine Münzreform. So wurden wieder reine
Silberdenare und eine neue Bronzemünze mit Silberanteil, der Follis, geprägt. Konstantin der Große führte
am Anfang des 4. Jahrhunderts eine Reihe neuer Münzen ein: eine große Goldmünze (Solidus), eine kleine
Silbermünze (Siliqua) und eine Kupfermünze (Centenionalis). Vor allem der Solidus erwies sich als
erfolgreich; die Münze blieb jahrhundertelang im Wesentlichen stabil und bildete in der Spätantike die Basis
des römischen Währungssystems.

In der frühen und hohen Kaiserzeit waren lediglich Rom selbst und Lugdunum dauerhafte Münzstätten.
Kleinere kaiserliche Münzstätten in den Provinzen existierten zunächst nur für kurze Dauer (hinzu kamen,
wie erwähnt, die Kupfer- und Bronzeprägungen einzelner Städte, insbesondere im Osten). Erst im 3.
Jahrhundert wurde das Prägewesen weiter dezentralisiert, weil Münztransporte in die Provinzen wegen der
Reichskrise und wegen der Barbareneinfälle immer gefährlicher geworden waren. Parallel zu dieser
Entwicklung ließen auch die künstlerische Qualität und der Detailreichtum der Prägebilder immer mehr
nach – was im 4. Jahrhundert noch mit geändertem Stilbewusstsein erklärt werden kann, ist ab dem 5.
Jahrhundert eindeutig auf mangelnde Kunstfertigkeit der Stempelschneider zurückzuführen. Während des 5.
und 6. Jahrhunderts ging die spätrömische Münzprägung dann langsam in die frühmittelalterliche (im
Westen) bzw. byzantinische (im Osten) über, wobei viele Traditionslinien erhalten blieben.

Provinzprägungen

In einigen der römischen Provinzen wurde das römische Münzwesen nicht übernommen, sondern eigene
Münzen geprägt. Insbesondere die Alexandrinischen Münzen unterschieden sich von den reichsrömischen
Münzen deutlich. Dabei handelte es sich zumindest bei den Alexandrinischen Münzen um eine reine
Binnenwährung, d. h. die "Alexandriner" waren nur in der Provinz Ägypten in Gebrauch und reichsrömische
Münzen kamen im Zahlungsverkehr nicht vor. Das zentrale Nominal der alexandrinischen Münzen war die
Billon-Tetradrachme, die im Lauf der Zeit aber immer mehr zu einer Bronzemünze mit immer geringerem
Silberanteil absank. In den griechisch geprägten Provinzen in Asien kursierte eine eigene Währung auf
Basis des Assarion, das auch als vielfaches bis zum zehnfachen Wert ausgeprägt wurde. Erst mit den
Reformen des Tetrachenkaisers Diocletians wurde die Prägung eigener Münzen für die Provinzen beendet.

Ostrom

Die oströmischen Münzen lösten sich im Verlauf des 5. Jahrhunderts zusehends von den reichsrömischen
Vorbildern. Kaiser Anastasios führte 498 mit dem Follis neue Kupfermünzen ein, was Numismatiker
traditionell als den Beginn der byzantinischen Münzgeschichte betrachten, obwohl zahlreiche Münzbilder
und Nominale (zumal der Solidus) auch im 6. Jahrhundert und teils sogar noch länger gebräuchlich blieben.
Dennoch änderten sich die Prägebilder immer mehr. Die Kunstfertigkeit der Porträts nahm nach Justinian
noch weiter ab, und auf den Rückseiten fanden sich fast keine Bezüge auf geschichtliche Ereignisse mehr,
sondern nur noch allgemeine Ruhmesbezeugungen für den Kaiser. Bemerkenswert ist das Hexagram(m),
eine um 615 neu eingeführte Silbermünze mit der Legende Deus adiuta Romanis („Gott, hilf den Römern“),
die in Zusammenhang mit dem Perserkrieg des Herakleios geschlagen wurde. Dies war zudem die letzte
neue lateinische Münzinschrift in Ostrom, wo kurz darauf Griechisch alleinige Staatssprache wurde, womit
auch die Tradition der spätrömischen Münzprägung an ihr Ende gelangte. Eine ungewöhnliche Münzform
waren später die Scyphaten, schüsselförmig gewölbte Münzen, die seit dem 11. Jahrhundert geprägt wurden.

Die Münzen der islamischen Welt entwickelten sich teils aus oströmisch-byzantinischen, teils aus
sassanidischen Vorbildern. Die ältesten dieser Dinare (von lateinisch Denarius) wurden Ende des 7.
Jahrhunderts geprägt. Allerdings unterbrach der Einfall der Mongolen im 13. Jahrhundert die
vorderasiatische Münztradition. Erst mit dem Aufstieg der Türkei und der Renaissance Persiens wurden in
dieser Region wieder Münzen geprägt.

Ausstrahlung auf Germanien

Die germanischen Reiche der Völkerwanderungszeit prägten in der Regel bis weit ins 6. Jahrhundert hinein
Münzen, die sich entweder am west- oder am oströmischen Vorbild orientierten und lange (zumindest bei
Goldprägungen) auch noch das Bild des jeweiligen Kaisers zeigten – als Zeichen für die Anerkennung
seiner formalen Oberhoheit.

Liste sämtlicher bekannten römischen Münztypen

Goldmünzen
Halbstater (um 215 v. Chr.)
Stater (um 215 v. Chr.)
20 Gold-Asse (zu Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr.)
40 Gold-Asse (zu Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr.)
60 Gold-Asse (zu Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr.)
Aureus (um 100 v. Chr. – 324)
Multipla (um 260 unter Gallienus)
Quinarius aureus (45 v. Chr. – 324)
Semissis (um 230 – um 600)
Solidus (307 – 1453)
Tremissis (307 – um 500)
9 Siliquae oder 1,5 Scripula (383 – um 650)

Silbermünzen
Drachme (um 240 v. Chr. – um 215 v. Chr.)
Didrachme (um 280 v. Chr. – um 215 v. Chr.)
Halblitra (um 235 v. Chr. – um 230 v. Chr.)
Litra(Münze) (um 300 v. Chr. – um 240 v. Chr.)
Doppellitra (Dilitron) (um 275 v. Chr. – um 240 v. Chr.)
Quadrigatus (235 v. Chr. – 212 v. Chr.)
Denarius (211 v. Chr. – 6. Jahrhundert)
Serratus (um 150 v. Chr. – um 50 v. Chr.)
Quinarius nummus (211 v. Chr. – um 500?)
Halbvictoriatus (um 210 v. Chr. – um 100 v. Chr.)
Victoriatus (um 210 v. Chr. – um 100 v. Chr.)
Doppelvictoriatus (um 210 v. Chr. – um 100 v. Chr.)
Antoninian Bicharactus (214 – 294) (274 als Aurelianus?)
Argenteus (294 – um 320)
Miliarense (um 320 – um 620)
Siliqua (um 320 – 7. Jahrhundert)

Bronze-, Kupfer- und Messingmünzen


As (um 300 v. Chr. – um 270)
Dupondius (um 300 v. Chr. – um 280)
Semis (um 300 v. Chr. – 6. Jahrhundert?)
Sesterz (um 300 v. Chr. – 293)
Triens (um 300 v. Chr. – um 80 v. Chr.)
Quadrans (um 300 v. Chr. – um 200)
Octans (ein Halbquadrans, angeblich unter Trajan)
Sextans (um 300 v. Chr. – um 90 v. Chr.)
Uncia (um 300 v. Chr. – um 100 v. Chr.)
Semuncia (um 300 v. Chr. – um 200 v. Chr.)
Quartuncia (um 215 v. Chr.)
Bes (um 130 v. Chr.)
Tressis (um 260 v. Chr. – um 210 v. Chr.)
Quincussis (um 215 v. Chr.)
Decussis (um 215 v. Chr.)
Dextans (um 210 v. Chr.)
Dodrans (um 125 v. Chr.)
Quincunx (um 250 v. Chr. – um 200 v. Chr.)
Follis (294 – 346)
Centenionalis (um 340 – ?)
Maiorina (346 – 395)

Medaillons

Als Medaillons bezeichnet die Numismatik römische Spezialprägungen, die als Tribut, Sammlerstück oder
Auszeichnung in Form eines Ordens dienten. Genaugenommen handelte es sich um besonders prächtig
ausgeschmückte, großformatige Münzen. Medaillons erlebten ihre Hochzeit in der späten Kaiserzeit; aus
den Jahren davor sind nur sehr wenige Medaillons erhalten geblieben.

Wichtige andere Münzreformen


214 unter Caracalla: Einführung des Antoninian
274 unter Aurelian: Einführung eines speziellen Antoninian, vielleicht als Aurelianus
bezeichnet, sowie einer weiteren namenlosen Münze
294 unter Diokletian: Neuwertung des Aureus, Antoninian → Follis, Einführung des Argenteus,
Abschaffung des Sesterz
307 unter Konstantin I.: Aureus → Solidus (Westreich), Tremissis wird eingeführt
um 320 unter Konstantin I.: Argenteus → Siliqua, Einführung der Miliarense, Aureus → Solidus
(Ostreich)
346 unter Constantius II. und Constans: Follis → Maiorina
498 unter Anastasios I.: Wiedereinführung des Follis

Literatur
Michael H. Crawford: Roman Republican Coinage. 2 Bde. University Press, Cambridge 1974.
Michael H. Crawford: Coinage and Money under the Roman Republic. Methuen & Co., London
1985.
Manfred Beier: Das Münzwesen des Römischen Reiches. Gietl, Regenstauf 2002. ISBN 3-
924861-54-4
Hermann Junghans: Die Entwicklung der Darstellung von Gewalt auf Münzen der Römischen
Republik, Geldgeschichtliche Nachrichten, März 2011, Seite 69–73
Hermann Junghans: Die Entwicklung von Gewaltdarstellungen auf Münzen der römischen
Kaiserzeit, Geldgeschichtliche Nachrichten, Mai 2011, Seite 127–133
Hermann Junghans: Staatsaufgaben auf römischen Münzen, Geldgeschichtliche Nachrichten,
September 2011, Seite 244–249
Björn Ralph Kankelfitz: Römische Münzen. Von Pompejus bis Romulus. Mit einer Einführung
in das gesamte römische Münzwesen bis zum Ende des byzantinischen Kaiserreichs.
Battenberg, Augsburg/München 1996, 2003. ISBN 3-89441-549-5
John P.C. Kent: Roman Coins. Hirmer, London 1978.
Rainer Albert: Die Münzen der Römischen Republik. Gietl Verlag, Regenstauf 2003. ISBN
978-3-924861-76-6
Ursula Kampmann: Die Münzen der römischen Kaiserzeit. Gietl Verlag, Regenstauf 2004.
ISBN 978-3-89441-549-5
Ursula Kampmann/Thomas Ganschow: Die Münzen der römischen Münzstätte Alexandria.
Gietl Verlag, Regenstauf 2008. ISBN 978-3-86646-027-0

Weblinks
Commons: Römische Währung (https://commons.wikimedia.org/wiki/Roman_currency?uselang=
de) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
die-roemer-online.de Römische Maße, Münzen und Gewichte (deutsch) (http://www.die-roeme
r-online.de/verschiedenes/muenzen_u_gewichte.html)
Wissenswertes über den Fernhandel, das Münzsystem und die Kaufkraftverhältnisse (http://ge
schichtsverein-koengen.de/WissRoem.htm)
Römische Münzen des Kaiserreichs ab Kaiser Augustus (http://www.sammler.com/mz/rom.ht
m)
Geschichte des römischen Geldes (http://www.archaeologie-krefeld.de/leiste/numismatik/geld
wesen.htm)
Digital Library Numis (DLN) (https://sites.google.com/site/digitallibrarynumis/subjects/04-roman
-coins/general-texts-1) Books and articles on Roman coins
Numismatische Online-Ausstellung. „This round gold is but the image of the rounder globe“ (H.
Melville). Die Faszination des Goldes in der antiken Münzprägung (http://monetaoro.unicatt.it)
Alfred Nagl: Aes excurrens. In: Paulys Realencyclopädie der classischen
Altertumswissenschaft (RE). Supplementband III, Stuttgart 1918, Sp. 30–35.
Römische Münzen. Ein kurzer Einblick – Vorlesung Alte Geschichte (https://youtube.com/watc
h?v=1kjB1ia-5XM), veröffentlicht am 11. März 2019 auf YouTube von Michael Zerjadcke

Einzelnachweise
1. Suda, Stichwort Moneta (Μονήτα), Adler-Nummer: mu 1220, Suda-Online
2. Cassius Dio: Römische Geschichte, 44. Buch, Kap. 4,4

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