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initiative neue musik berlin e.V.


Klosterstr. 68-70
10179 Berlin
Tel. 030-24 24 534
www.inm-berlin.de
info@inm-berlin.de

Antrag auf Fördermittel für Freie Gruppen im Bereich der Neuen Musik
vergeben durch die initiative neue musik berlin e.V.
im Auftrag des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

Hinweise zur Antragsstellung:


- Bitte benutzen Sie für jedes Projekt einen eigenen Antrag.
- Diesen Antrag und schriftliches Zusatzmaterial bitte in 8-facher Ausfertigung einreichen
- Material bitte ausschließlich lochen und einfach oben links heften - bitte nicht in Mappen und
Schnellheftern verpacken
- Bitte beachten Sie die Abgabefrist der Ausschreibung: Es gilt der Poststempel, alternativ Abgabe
an der Pforte des Podewil'schen Palais, Klosterstr. 68-70 (Öffnungszeiten: Montag-Freitag 8-19
Uhr).
- Bitte senden Sie den Antrag zusätzlich parallel als E-Mail an info@inm-berlin.de. Anträge, die nur
als E-Mail eingehen, können nicht berücksichtigt werden.
- Zusatzmaterial (Videos, CDs, Partituren, etc.) kann nur einfach beigelegt und nach Juryentscheid in
der Geschäftsstelle wieder abgeholt werden.
- Nur ein vollständig ausgefüllter Antrag kann bearbeitet/berücksichtigt werden. Ihre Angaben
werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich den Förderungszwecken.
- Eine Haftung für verloren gegangene und beschädigte Unterlagen ist ausgeschlossen.
- Die Bewilligung wird zurückgenommen und der die Zuwendungsempfänger/in zur Rückzahlung
bereits ausgezahlter Mittel verpflichtet, wenn die Förderung zu Unrecht, insbesondere durch
unzutreffende Angaben, erlangt worden ist, es sei denn, er/sie hat den Grund dafür nicht zu
vertreten.

Antragsteller_in

Name Jeremy Woodruff

Rechtsform (e.V., GbR, GmbH, Einzelperson...) Einzelperson

Vertretungsberechtigte_r

Anrede Vorname, Nachname (Funktion)

Anrede Vorname, Nachname (Funktion)

Bitte Funktion (z.B. Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer etc.) in Klammern angeben.

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Anschrift und Kontaktdaten

Adresszusätze

Straße Lettestr. 7

PLZ 10437 Ort Berlin

Telefon Fax

Mobiltelefon 01606429857

E-Mail jeremy@jeremywoodruff.org Website www.jeremywoodruff.de

Bankverbindung

Kontoinhaber Jeremy Woodruff

Name der Bank Postbank Nürnberg

IBAN DE26760100850640258859

BIC PBNKDEFF

Vorsteuerabzug
Wir sind gem. § 15 UStG zum Vorsteuerabzug berechtigt. Im Finanzplan sind nur Netto-Beträge
ohne Umsatzsteuer angegeben und es werden nur Netto-Beträge abgerechnet.

Parallelförderung
Für das beantragte Vorhaben wurden bereits bei folgenden Stellen Anträge auf Finanzierung
gestellt (Zusagen bitte mit einem * kennzeichnen):

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Projektdaten

Projekttitel Kollaps:Reanimation

Projektzeitraum Ende Oktober 2018

Veranstaltungstermine

Veranstaltungsort Ackerstadt Palast

Erwartete Besucher je Veranstaltung 75 Anzahl beteiligte Künstler 16

Kurzbeschreibung des Projektes (max. 2000 Zeichen)

Uraufführungen neuer Werke von Gerard Pape und Elena Rykova mit dem Reanimation Ochestra und dem
V ocal-Ensemble CLSI 2018 - 2020
Die Kompositionen Gerald Papes und Elena Rykovas zählen zu den visionärsten Arbeiten, die sich aktuell mi
t
der Konstruktion von Raum und Zeit beschäftigen. Die Ansätze Papes und Rykovas korrespondieren mit de
n Zielsetzungen des Reanimation Orchestra, das sich mehr als nur um die Realisation Neuer Musik um eine
Art Verkörperung musikalischen Raumes und Zeit bemüht. In seiner Zusammensetzung strebt das Ensembl
e eine (selbst-)bewusste Balance an zwischen Komponisten und selbst-steuerndem Ensemble, Kontex-
ten von Interpretation/
Improvisation, akustischem und elektroakustischem Klang, visueller und sonischer Information, Gesang/ Rez
itation, männlich/weiblich und jung-neu/alt-
bekannt. Das Reanimation Orchestra versteht sich als Plattform zur Erprobung neuer or-
chestraler und operationaler Konzepte, die jenseits der festen Kategorien freier Improvisa-
tion und Neuer Musik den Blick für die Erkundung von Klang in transdisziplinären Medien im 21. Jahrhunder
t frei machen.
Das Reanimation Orchestra plant zwischen Oktober 2018 und Oktober 2020
eine Reihe von Konzerten mit Urau ührungen neuer kollaborativer Werke, die in Zusam-
menarbeit mit den KomponistInnen Gerard Pape und Elena Rykova entstehen werden so-
wie die Realisation von Papes Oper „Atoms of Space and Time“ in Zusammenarbeit mit Papes Pariser Vocal-
Ensemble CLSI. Dieser Antrag betri t die Realisation des zweiten Teils der Oper im Oktober 2018, die an drei
Abenden in Berlin im Ackerstadtpalast aufge-
führt werden soll. Konzerte im April 2019 sollen sich den Werken Elena Rykovas sowie neuen kollaborativen
Werken mit dem Reanimation Orchestra widmen. Im Oktober 2019 ist die Au ührung eines weiteren Teils a
us „Atoms of Space and Time“ geplant und im Frühjahr 2020 die Au ührung des gesamten Werkes.

Kosten und Finanzierung

Gesamtkosten 49.312,85€

Drittmittel (Spenden, Zuwendungen...) 43.000€

Einnahmen (Eintrittsgelder etc.) 500€

Eigenmittel

Beantragter Betrag 15.000,00€

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Diesem Antrag liegen bei:
Ausführliche Projektbeschreibung

Detaillierter Finanzierungsplan (bitte Vorlage beachten)

Spielstättenbescheinigung

Optional:

Ausgewählte bisherige Projekte

Zusatzmaterial (CDs, Partituren, Videos...)

Künstlerischer Werdegang

Erklärungen:

- Ich versichere, dass meine Angaben vollständig sind und der Wahrheit entsprechen.

- Die Ausschreibungsbedingungen sind mir bekannt, ich erkenne sie an.

- Ich erkläre mein Einverständnis, dass meine personen- und projektbezogenen Daten im Rahmen der
Förderverfahren der Berliner Kulturverwaltung entsprechend des Datenschutzgesetzes elektronisch
gespeichert und verarbeitet sowie an die Jury weitergegeben werden können.

- Ich bin im Falle einer Förderung einverstanden mit der Veröffentlichung folgender Angaben: Name,
Postanschrift (nur bei juristischen Personen) sowie Art, Höhe und Zweck der Zuwendung.

- Falls ich von anderer Stelle eine Förderung für dasselbe Vorhaben bzw. denselben Förderungszeitraum
erhalten sollte, werde ich dies der inm umgehend mitteilen.

- Sofern ich Arbeitnehmer_innen im Rahmen des beantragten Projektes beschäftige, erkläre ich hiermit, dass
ich dabei § 9 des Landesmindestlohngesetzes Berlin (derzeit 8,50 € brutto je Zeitstunde) berücksichtige.
Arbeitnehmer_innen sind im Sinne des §3 MindLohnG Bln diejenigen, die sich durch einen privatrechtlichen
Vertrag verpflichtet haben, in sozialversicherungspflichtiger Form oder als geringfügig Beschäftigte gegen
Entgelt Dienste zu leisten, die in unselbständiger Arbeit im Inland erbracht werden.

Das Mindestlohngesetz gilt nicht für Honorarvereinbarungen.

Ort Berlin Name(n) Jeremy Woodruff

Datum 25.08.15 Unterschrift(en)

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„Kollaps:Reanimation“
Uraufführungen neuer Werke von Gerard Pape und Elena Rykova mit dem Reanimation Ochestra und dem
Vocal-Ensemble CLSI 2018 - 2020

Die Kompositionen Gerald Papes und Elena Rykovas zählen zu den visionärsten Arbeiten, die sich aktuell
mit der Konstruktion von Raum und Zeit beschäftigen. Die Ansätze Papes und Rykovas korrespondieren mit
den Zielsetzungen des Reanimation Orchestra, das sich mehr als nur um die Realisation Neuer Musik um
eine Art Verkörperung musikalischen Raumes und Zeit bemüht. In seiner Zusammensetzung strebt das En-
semble eine (selbst-)bewusste Balance an zwischen Komponisten und selbst-steuerndem Ensemble, Kon-
texten von Interpretation/Improvisation, akustischem und elektroakustischem Klang, visueller und sonischer
Information, Gesang/Rezitation, männlich/weiblich und jung-neu/alt-bekannt. Das Reanimation Orchestra
versteht sich als Plattform zur Erprobung neuer orchestraler und operationaler Konzepte, die jenseits der
festen Kategorien freier Improvisation und Neuer Musik den Blick für die Erkundung von Klang in transdiszip-
linären Medien im 21. Jahrhundert frei machen.

Das Reanimation Orchestra plant zwischen Oktober 2018 und Oktober 2020
eine Reihe von Konzerten mit Uraufführungen neuer kollaborativer Werke, die in Zusammenarbeit mit den
KomponistInnen Gerard Pape und Elena Rykova entstehen werden sowie die Realisation von Papes Oper
„Atoms of Space and Time“ in Zusammenarbeit mit Papes Pariser Vocal-Ensemble CLSI. Dieser Antrag be-
trifft die Realisation des zweiten Teils der Oper im Oktober 2018, die an drei Abenden in Berlin im
Ackerstadtpalast aufgeführt werden soll. Konzerte im April 2019 sollen sich den Werken Elena Rykovas so-
wie neuen kollaborativen Werken mit dem Reanimation Orchestra widmen. Im Oktober 2019 ist die Auffüh-
rung eines weiteren Teils aus „Atoms of Space and Time“ geplant und im Frühjahr 2020 die Aufführung des
gesamten Werkes.

Für die Realisation des Teilprojekte in 2018 sind weitere Anträge in Vorbereitung beim Bezirksamt Mitte,
Musikfonds, Fonds–Daku, French DRAC (Ministry of Culture). Sollten im Fall einer Förderung durch die INM
die für die Realisation von „Atoms of Space and Time“ erforderlichen weiteren Fördermittel Dritter nicht zu-
stande kommen, würden wir auf Grundlage eines angepassten Finanzplanes mit den dann vorhandenen
Mitteln statt der Realisation der Oper das zweite Teilprojekt mit Aufführungen von Werken Elena Rykovas
aus dem Jahr 2019 vorziehen und in 2018 realisieren.

Gerard Pape - Atoms of Space an Time

In der Oper „Atoms of Space and Time“ arbeitete Gerard Pape zusammen mit dem Astrophysik-Autor Jean-
Pierre Luminet. Das wissenschaftlich-poetische Libretto des Experten für Kosmologie und Schwarze Löcher
besteht aus den drei Teilen „Stellar Scale", „Galactic Scale" und „Cosmological Scale“. Während im ersten
Teil „Stellar Scale“ zwei Neutronensterne miteinander zu einem Schwarzen Loch auf stellarem Maßstab ver-
schmelzen, beschreibt der zweite Teil „Galactic Scale“ die Fusion zweier Galaxien zu einem supermassivem
Schwarzen Loch. Im dritten Teil „Cosmological Scale“ steht das Schicksal des gesamten Universums in ei-
nem „Big Crunch“ auf dem Spiel, wenn entweder am Ende der Zeit alle Energie und Materie in einen singulä-
ren Punkt zusammenfällt und sich in Nichts auflöst, oder aus der Singularität, die aus dem Kollaps eines un-
vorstellbaren Schwarzen Lochs in galaktischem Maßstab entstanden sein wird, ein neues Baby-Universum
geboren wird in einem erneuten Urknall, durch ein Wurmloch in einer weiteren Dimension. Luminets Libretto
scheint das etwas optimistischere Szenario der Wiedergeburt des Universums der Auflösung in Nichts vor-
zuziehen, auch wenn er das nicht als sicher gelten lässt. Das Konzept der Wiedergeburt ist ein zentrales
Motiv der Komposition wie des Reanimation Orchestras.
Reanimation Orchestra - Entwicklungsprozess

Der Auswahlprozess der MusikerInnen zu einem authentischen Gruppenklang gestaltete sich als umsichtiger
Filterprozess in einem sich selbst steuernden Vorgang. In den „Reanimation Nights“, elf Improvisationslabo-
ren, die im Verlauf des letzte Jahres im Cafe Wendel in Kreuzberg stattfanden, wurden aus vierzig Musike-
rInnen zwölf ausgewählt. Währenddessen begann bereits die kompositorische Auseinandersetzung zwi-
schen den KomponistInnen und den MusikerInnen: Die InstrumentalistInnen waren stufenweise aus einem
viel größeren Pool ausgesucht worden, nicht nur für ihre Fähigkeit, als Solisten in kleinen Ensembles zu
agieren, sondern vor allem für die Kompatibilität ihrer Einstellungen und persönlichen musikalischen Prä-
gungen und letztendlich für ihre Fähigkeit, im experimentellen Setting als Orchester zusammen zu spielen
mit einem Bewusstsein für die spezifischen Klangvorstellungen der KomponistInnen. Hier ist ein neues Mo-
dell kuratorischer Arbeit im Spiel, in dem die Instrumentierung nicht dem hierarchischen Prinzip folgt, das
durch eine Auswahl von Kompositionen ein Spezialistenensemble für deren Interpretation und Kanonisierung
begründet. In diesem Projekt haben die MusikerInnen zusammengefunden, um in der Qualität ihrer spezifi-
schen Gruppen-Ökologie mit der sonischen Imagination aus Papes und Rykovas Arbeiten und den Sängern
und Sängerinnen aus Papes Ensemble CLSI interagieren zu können.

Reanimation Orchestra - Instrumentierung

Gerade in Bezug auf die Instrumentierung ist das Ensemble Pape und Rykova ein perfekter Partner, da sie
in ihren Arbeiten häufig akustische und elektroakustische InstrumentalistInnen paarweise besetzen, um
spektrale Fusionen zu erzeugen, in denen elektronische und akustische Klänge schier unmöglich zu trennen
zu sein scheinen.

Den Mittelpunk des akustische Ensembleteils bildet ein nach umgekehrten Registern zusammengesetztes
Streichquartett aus zwei Cellos, Viola und Violine, das sich mit Kontrabass zum Quintett erweitert. Die weite-
ren Instrumente bestehen aus zwei Glissando-Querflöten mit speziellen Kopfstücken von Robert Dick, Block-
flöten mit Bassblockflöte, Kontrabassklarinette, Tuba, Saxophonen, indischen Drone- und Begleitinstrumen-
ten aus Shruti-Boxen, zwei Tampuras und Harmonium sowie Sängern und Sängerinnen. Der Elektroakusti-
sche Ensembleteil weist live-elektronischer Klangverarbeitung der akustischen Instrumente auf, modulare
Synthesizer, präparierte Gitarren mit speziellen Feedback-Lautsprechern, experimentelle Turntables, Field
Recordings und Echtzeitmanipulation von Samples durch einen DJ.

Die extreme Vielseitigkeit der elektronischen Klänge wird gespiegelt von den außergewöhnlichen timbralen
Möglichkeiten der akustischen Instrumente mit erweiterten Stimmtechniken, den Glissandoflöten, der gesam-
ten Blockflötenfamilie, Klarinetten, Kontrabass-tuba, Tenorhorn/Euphonium, Sousaphon, Ophicleide und
Serpent und einem gestrichenen, manipulierten und elektrisch verstärkten Donnerblech, sowie den indischen
Instrumenten und weiterer Percussion. Die instrumentalen Möglichkeiten des Ensembles werden umgesetzt
von MusikerInnen mit einem multidisziplinären musikalischen Ansatz, der die klangliche Tiefe erweitert um
ästhetische Konzepte aus angrenzenden Künsten: die Ensemblemitgliedern sind nicht nur Improvisato-
ren/Interpreten Neuer Musik, unter ihnen finden sich auch Bildende Künstler, Video Künstler, Komponisten,
Autoren, Klangkünstler, Rundfunkautoren und ein Dirigent.

Gerard Pape/Peter Sloterdijk - Komposition mit Klang, Entwaffnetes Hören, Zusammenarbeit

Die Werkzeuge von Pape/Luminet zielen darauf ab, die Hörhaltung der Zuhörer zu befreien, um eine von
menschlichen Limitationen von Zeit und Raum unbelastetete Musikerfahrung zu ermöglichen. „Das Multiver-
sum, selbst frei von Zeit und Raum, würde wie ein Schaum aus sich unaufhörlich chaotisch regenerierenden
Universen sein, der Blasen von Universen gebiert mit sich gegenseitig beeinflussenden Verbindungen.“
(Luminet, „Foam, Stings and Loops“ Kapitel 8, aus: „The Wraparound Universe“, CRC Press 2008). Ein Echo
dieses Gedankens findet sich in Peter Sloterdijks Konzept der Wieder-Entwaffnung des Gehörs aus dem
Band „Blasen“:

''Wer nach den elementarsten und innersten Schichten psychischer Erreichbarkeit fragt, muss nicht zuletzt
wissen wollen, wie die Wieder-Entwaffnung eines harten, vorsichtig und eng gewordenen Gehörs geschieht.
Tatsächlich ist in psycho-akustischer Auffassung der Übergang ins innige Hören immer mit einem Haltungs-
wechsel vom eindimensionalen Alarm-und Distanzgehör zum polymorph ergriffenen Schwebegehör verbun-
den. Dieser Wechsel kehrt die allgemeine Entwicklungstendenz um, die vom magisch-proto-musikalischen
Horchen zum Alarmhören und Sorgenhören hin verläuft-oder wie man aufklärerisch zu sagen pflegt: von der
unkritischen Anteilnahme zur kritischen Aufmerksamkeit.'' (Blasen 489)

Tatsächlich vollziehen sich Papes Explorationen und Übertragungen kosmischer Formen in einer nicht-
kritischen, oder „magisch proto-musikalischen“ Hörhaltung und stehen in direkter Beziehung zu zeitgenössi-
schen Gedanken zur Überschneidung von Wissenschaft und Philosophie im Bereich kosmischen Klangs.
Gleichzeitig drückt sich hierin das ultimativ emanzipatorische Versprechen der Musik aus, in dem das Be-
wusstsein den Bereich des Gewöhnlichen überschreitet und die Kraft verleiht, sich über sich selbst zu erhe-
ben. Diese existentielle Ebene von Klang kann kaum durch die pure Interpretation musikalischen Textes er-
reicht werden, sondern eher durch eine Verkörperung von Klang, die sich einstellt in den unbewussten und
irrationalen Verbindungen von Raum und Zeit während des Floatings/der Improvisation.

Hierin steckt die eigentliche Herausforderung des Werks von Pape/Rykova: nicht nur im Ensemble als In-
strument, sondern als transzendentales Netzwerk von Verbindungen, einem Kosmos intimer Hör-Haltungen
jedes einzelnen Akteurs zu einander, zur Gruppe und jeder Untergruppe zu jeder Untergruppe. Der Gedan-
ke, Interpretation, Improvisation, Kontrolle durch Komponisten und Ensemble, Persönlichkeiten und ihre mu-
sikalischen Prägungen miteinander in eine Balance zu bringen entspringt keiner kuratorische Eitelkeit, son-
dern eher einer inneren Notwendigkeit der Werke der Komponisten und einem neuen Modell musikalischer
Beziehungen für das 21. Jahrhundert.

Pape schreibt:

„Die Komposition mit dem Klang selbst bedeutet für mich, dass jedes musikalische Ereignis in einem hyper-
spektralen Universum stattfindet, in dem Frequenz, Zeit, Intensität, Klangfarbe und Raum in eine multidi-
mensionale Topologie sonischer Ereignisse verschmelzen, die ihre Formen verändert (als sonische Micro,
Meso und Macro-Formen) und die dabei fortwährend unsere eigene Erfahrung von Zeit und Raum über un-
sere Körper transformiert.

Wir resonieren über unsere Körper mit diesem immer änderlichen, vollständig umhüllenden uns umgeben-
den Hyperspace. Beim Hören mit „offenen Körpern“ sind alle unsere Sinne beteiligt und das Hören in Form
von „Verstehen“ wird überschritten. In Lacanschen Termini verwandelt ein imaginäres Verständnis Musik in
eine musikalische Erfahrung, die das Reale im Unaussprechlichen von Exstase und Trauma berührt. Atoms
of Space and Time wirft den Hörer in die Exstase von Schöpfung und die Katastrophe unendlicher Zerstö-
rung. Wenn Musik uns auf grundlegende Art berühren soll, sollte es unsere Jouissance - unser Vergnügen
dabei niemals kalt lassen.

Die Zusammenarbeit von Komponist und Performer ist hier entscheidend. Jeder Performer, der die Musik
eines Komponisten - ganz gleich wie virtuos - eher aufführt, ohne sich dabei mit der ganzen Energie, dem
ganzen Körper, seinem ganzen Wesen zu engagieren, wird dem Publikum niemals die Bedeutung von Musik
als Grenzerfahrung vermitteln können. Komponisten, Musiker und Publikum müssen ihre persönlichen Gren-
zen erreichen und überschreiten, um ein Jenseits, ein „plus de jouir“ zu erreichen, das nur ein ehrgeiziger
Ansatz zum Unendlichen über eine totale musikalische Erfahrung vermitteln kann.“

Die Premieren einer neuen Oper von Gerard Pape und der Werke Elena Rykovas durch die aussergewöhnli-
che Kombination des Reanimation Orchestra und des CLSI Ensemble ist so bahnbrechend, wie das nur im
unglaublich dynamischen musikalischen Umfeld Berlins denkbar ist: Eine Neudefinition verschiedener musi-
kalischer Räume, eine radikale Re-Interpretation klanglicher Form als Macro- und Mikrokosmos in körperli-
cher Erfahrung, musikalische Interpretation als innere und äußere Räume, Notation als kosmologisches Kar-
tographierwerkzeug, die Balance und der Austausch männlicher und weiblicher Energien - von jung und alt
als kosmischer Form, mediale Realität als Hyperrealität, Kontrolle und Chaos als Erweiterung von Komposi-
tion und Improvisation und Hören als Raum- und Zeitreise.

Reanimation orchestra Biographien:

1.Ame Zek .guitar player,sound sculptor,composer

http://amezek.com

Ame Zek is an electroacoustic musician, guitar player, composer and sound sculptor.

His interests and work are based on experiences in experimental,improvised, electronic,contemporary,acoustic, noise,
new and traditional music and field recordings. Instruments, sound sources and tools used in Ame Zek’s music practice
vary from different types of prepared guitars, acoustic percussions, self made objects, contact microphones,analog mod-
ular synthesizer, amplified feedback speakers, magnetic field microphones and digital midi machines.
Since 2006 he is actively participating ,collaborating and playing in Berlin different scenes.

In continuous research,use and exposure of micro tonalities ,micro noises and overtones relations of the sonic material
Ame Zek’s main interest and occupation remain ‘’the sound” with its unique sonic characteristics.Driven by dissonances
and feedback resonances Ame Zek’s music world gradually becomes organic dimension.Being constantly on the way of
looking for new approaching and developing of his own technics and strategies of music making, he lives and works in
Berlin.

2.Ulrike Brand- cello

http://www.ulrikebrand-cello.com/Aktuell_D.html

Die Cellistin ULRIKE BRAND spezialisierte sich bei Siegfried Palm auf die Interpretation zeitgenössischer Musik.
Seitdem konzertiert sie als Solistin auf internationalen Festivals für Neue Musik, wo sie zahlreiche Werke uraufgeführt
hat, die in ihrem Auftrag enstanden und ihr gewidmet sind. Von 1987 bis 1997 war sie künstlerische Leiterin der Quad-
erni Perugini di Musica Contemporanea in Perugia (Italien). Sie hielt zahreiche Gastvorlesungen. Im Verlag L’Epos hat
sie Bücher über John Cage und Giacinto Scelsi herausgegeben. Ihr besonderes Interesse gilt grenzüberschreitenden
Projekten in den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Performance. Sie setzt sich intensiv mit freier und konzeptuelle
Improvisation auseinander, wobei sie im Zwischenbereich von improvisierter und notierter Musik eigene Stücke entwick-
elt. Sie schreibt Essays zu Musik und Bildender Kunst. 2015 erhielt sie zusammen mit dem Composer-Performer Tomo-
mi Adachi und mit dem Gitarristen Olaf Rupp das Arbeits- und Recherchestipendium des Berliner Senats. 2016 war sie
Stipendiatin des Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur Brandenburg im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf.
Ulrike Brand lebt in Berlin.

3. Elo Masing- violine,composer

www.kakaduuart.wordpress.com

Elo’s artistic output is consistent in its inconsistence and coherent in its incoherence with a portfolio
career including occasional appearances as a drag king and a side-job as part-time zebra on Reso-
nance104.4fm.

Her motley artistic identities unite to serve the dark purpose of deliberately upsetting the world through
brutally manipulating the violin, cello, electric guitar and other assorted instruments into becoming devi-
ant serfs to her fearful vision: the total and utter end of all things conventional. Her most ambitious pro-
ject to date comprises turning her whole life into a work of art that critically comments on the current
socio-cultural state of affairs in the UK, continuously questioning established paradigms on the arts
scene as well as in human relations on a wider scale. For that reason there is often a lot more social
commentary in her outfits than in her music.

To stay truthful to her inconsistent artistic personality, however, her future projects may include at some
point deciding to sabotage her own oeuvre and turning her artwork of a life into a dull, mundane and
uncritical existence by getting a day job in the academia or in music publishing

4. Sylvia Hinz- double bass record,conducor

http://www.sylviahinz.com/about

sylvia hinz recorder praised for her equally fierce and bold dramatic performance style, Sylvia Hinz is
one of the leading recorder players worldwide, specialised in contemporary music and improvisation,
studied recorder at the University of Arts Berlin with Gerd Luenenbuerger, experimental music with Di-
eter Schnebel, chamber music with Nigel North and conducting / ensemble leading at the BAK Trossing-
en with René Schuh and Wolfgang Ruediger, plays solo recitals and concerts with ensembles and or-
chestras, holds special interest in contemporary music and improvisation, also in unusual instrumental
combinations and cooperations with other arts (e.g. painting, literature, sculpture), fosters international
collaborations with other musicians, composers, artists in general, ( recorder, bass clarinet and others
), masterclasses at Conservatorio de Música Gilardo Gilardi (La Plata, AR), instituto de la Música de la
Municipalidad (Avenalleda, AR), Instituto de Música Universidad Alberto Hurtado (Santiago, CL), per-
formances and talks with Dorone Paris at the conferences Compositional Aesthetics And The Political at
Goldsmiths (London, UK) and The Politics of Performance and Play. Feminist Matters at Leiden Univer-
sity (Leiden, NL), cd-productions with e.g. composers Stefan Lienenkaemper (DE), Nicoleta Chatzopou-
lou (GR), Marc Yeats (UK), special collaborations and recordings with e.g. Ailís Ní Ríain (IE), Jared
Stimpfl / Orphan Donor (US), John E. Zammitpace (MT), Anthony Lipari / Thoren (US), artistic director
of projects like „membrana“ with visual artist Carola Czempik, together with Dorone Paris, she is the
founder of ArtEquality: a non-profit organisation and an activist movement for equality and feminism that
offers support to artists whose work concerns gender equality ...... works with many international com-
posers, e.g.: Mathias Spahlinger (DE), Violeta Dinescu (RO), John Strieder (DE), Zeynep Gedizlioglu
(TR), Tania Sikelianou (GR), Louis Aguirre (CU), Helga Arias Parra (ES), Hideki Kozakura (JP), Matthi-
as Kaul (DE), Luis Mihovilcevic (AR), Makiko Nishikaze (JP), Javier Torres Maldonado (MX), Massimili-
ano Viel (IT), Sergio Luque (MX), Mohsen Saghafi (IR), Nicoleta Chatzopoulou (GR), Edgar Barroso
(MX), Jieun Jun (KR), Gilad Hochman (IL), Katia Tchemberdji (RU), Eckart Beinke (DE), Núria Giménez
Comas (ES), David Lesser (UK), Miguel Farías Vasquez (CL), Petra Vermote (BE), Nickos Harizanos
(GR), Anette Schluenz (DE), Sergio Sorrentino (IT), Gunnar Karel Másson (IS), Juan María Solare (AR),
Susanne Stelzenbach (DE), Martin Gaughan (UK), Clio Montrey (CA), Stefan Lienenkämper (DE), Ga-
briel Iranyi (RO), Idin Samimi Mofakham (IR), Kristin Thora Haraldsdóttir (IS), Carolyn O‘Brien (US),
Dorone Paris (IL), Nomi Epstein (US), Carola Bauckholt (DE), Mayako Kubo (JP), Jacques Zafra (MX),
Ludmila Yurina (UA), Lina Tonia (GR), Marc Yeats (UK), Dario Pino (IT), Alexandros Spyrou (GR), Alicia
Lazaro Arteaga (ES), Danilo Comitini (IT), Gérard Pape (US), Adriana Hoelszky (RO), Alejandro Romero
Anaya (MX), Francesco Lipari (IT), Julia Seeholzer (US)

5. Jack Adler-Mckean-tuba /singer/composer/conductor/arranger/orchestrator

https://www.jackadlermckean.eu/

A s a s olois t J a c k h a s s oug h t out a n d p er for m ed th e fe w w o r k s fo r s olo tub a w r itte n b y in tern a tion a l-


ly r e c o g n is e d c om p os er s of th e la s t h a lf c en tur y s uc h a s M a ur ic io K a g e l, Luig i N o n o , E llio tt Ca r te r ,
So fia Gub a id ulin a a n d K r z y s z to f P e n d e r e c k i. H ig h lig h ts in c lud e g iv in g th e U K p r em ièr e of th e tub a
v er s ion of In F reun d s c h a ft b y K a r lh e in z Sto c k h a us e n , w o r k s b y F ra n c o Don a ton i a n d Gia c in to Sc e ls i
a t th e In te r n a tion a l F erien k urs e für N e ue M us ik , Da r m s ta d t, a n d th e fir s t ev er p er for m a n c e of J u-
r ir itub a ïo k a b y V in k o Glob ok a r to th e c om p os er h im s elf.

H is w o r k w ith liv in g c om p os er s in c lud es c olla b or a tion s w ith Geor g es A p erg h is , H e lm ut La c h en m a n n ,


M ic h a el F in n is s y a n d Geor g F r ie d r ic h H a a s .

A w a rd s fo r h is p er for m a n c es h a v e in c lud ed b ein g a fin a lis t or p r iz e w in n e r in th e W in d Sec tion of


th e 2 0 1 3 Ro y a l O v e r -Se a s Lea g ue M us ic Co m p e titio n , th e 2 0 1 3 B r o m s g r o v e In te r n a tion a l M us ic ia n s
Co m p e titio n , th e 2 0 1 2 J e ju In te r n a tio n W in d a n d P e r c us s io n Co m p e titio n in So uth K o r e a , a n d th e
Gor on w y J on e s M e m o r ia l P r iz e a t th e RN CM . Co n c e r to p er fo r m a n c es in c lud e w o r k s b y T o m H a r r o ld
( w o r ld p r em ière), B r uc e F ra s er a n d Ro g e r Ste p to e , a s w e ll a s w ith th e H a n n o v e r T ub a E n s e m b le in
th eir a w a r d w in n in g p er for m a n c e a s p a r t of th e K la s s ik in d er A lts ta d t c on c er t s er ie s .
6. Ingolfur Vilhjalmsson-contra bass clarinet

http://www.ingobassclarinet.com/

Ingólfur Vilhjálmsson clarinetist was born in Iceland and lives in Berlin. He studied in Amsterdam with Herman Braune,
Harmen de Boer and on bass clarinet with Harry Sparnaay and Eric van Deuren. He has a great preference for the bass
clarinet which he performs regularly also as a solo instrument. He received a scholarship as a member of the Ensemble
Modern Academy 2006-2007. Ingólfur is a member of Adapter ensemble, (Berlin) and his other chamber activities in-
clude Duo Plus with accordionist Andrea Kiefer and also a duo with percussionist Tobias Guttmann (Duo Dualism). He
has worked with many composers of his generation and given concerts in Germany, Holland, Finland and Iceland, in-
cluding in festivals like, März Musik (Berlin), Invention (Berlin), Dark Music Days, Frum- (Reykjavík) and De Suite (Am-
sterdam). Ingólfur has worked with known composers such as Hosokawa and with Lachenmann on his avant-garde
landmark piece Dal niente. His playing has been recorded by the WDR, The Icelandic Radio and the Hessische Rund-
funk

7. JD Zazie turntablist sound artist,field recording

http://jdzazie.tumblr.com/me

Born in Bolzano (IT), JD ZAZIE is a DJ, turntablist and sound artist based in Berlin. Coming from a DJ and a radiophonic
background JD Zazie has explored over the years different approaches of real-time manipulation on fixed recorded
sound. In her work she redefines DJ and electroacoustic activities. As a solo performer, in small groups or large ensem-
bles she moves in an area which is constantly stretching the borders of what is supposed to be DJ mixing, free improvi-
sation and composed music.

Intended as music instruments CDjs, turntables and mixer are her tools to mix the specific sound-sources she plays
(mostly electronic music, electroacoustic music, musique concrète, field recordings and improvised music).The typology
of the sound-sources varies from already existing audio publications and sound effects, to self recorded audio files – as
live-set and field-recordings -, to selected pre-mixed material. Juxtaposition, decontextualization, fragmentation, repeti-
tion, sonic texture, scratch and error are elements of the grammar adopted to relate, organize and rearrange the sound
material following her “Äpfelzerstörer’s method”. She is a member of the Italian label Burp Enterprise and co-runs
Staalplaat Radio.She has participated in numerous exhibitions and events including All Ears (NO), Heroines of Sound
(DE), Reheat festival (AT), High Zero festival (US), Music Unlimited #27 (AT), Tuned City Bruxelles (BE), Open Provoca-
tion festival (UK), Festival Rue du Nord (CH), Audiograft 2012 (UK), Echtzeitmusiktage 2010 (DE), STEIM’s Turntable
Night #7 (NL), Audioscoop / IntroInSitu (NL), Avantgarde Festival Schiphorst (DE).

8. Marie Takahashi barock and modern viola

https://encoremusicians.com/Marie-Takahashi

Marie is modern and baroque violist born in Sapporo, Japan, in 1985.has studied in Japan, France, and Germany. She
was a member of orchestras in Japan, France and Hungary but her curiosity and passion for small ensembles led her to
become a chamber musician. Her ensembles vary from baroque string trio to contemporary piano quartet with electroni-
ca.

9. Hu -Chun Lin cello/producer

https://huichunlin.weebly.com/

stammt aus Kaohsiung in Taiwan. Seit Ihrer Kindheit lernte sie klassische Klavier und Cello. Sie stud-
ierte Cello an der Musikhochschule Dresden und absolvierte ein Aufbaustudium für Improvisation an der
Musikhochschule Leipzig. Sie bewegt sich als Musikerin zwischen Bereichen Weltmusik, Free Jazz, Im-
provisation, zeitgenössische Musik, experimentelle und klassische Musik, und anschliessen auch Per-
formance.

Als freischaffende Musikerin in Berlin lebend, sie gibt Cellounterricht im Musikschule Paul Hindemith
Neukölln, tritt auf als Solistin, Performerin und organisiert Konzerte und Performances. Hui-Chun Lin
wirkt bei zahlreichende CD Produktionen mit, ab 2015 sie ist Produzentin von Berliner Label Maybee
Records.

10. Adam Goodwin -Double bass /composer


https://adamgoodwin.jimdo.com/

Adam Goodwin is a Texan double bassist, composer, and visual artist. He engages in a wide spectrum of artistic activity
that involves frequent collaboration with performers, composers, sound artists, choreographers, dancers and visual art-
ists.

Having completed music degrees in both classical and contemporary double bass performance, Goodwin moved to Ber-
lin, Germany to delve fully into the world of experimental and improvised music. He is also active within the Turkish and
Arabic music scene in Berlin.He has performed extensively throughout Europe, North America and Asia, presenting con-
temporary chamber music and symphonic works as well as free improvisation, original compositions and a vast range of
pieces written for solo contrabass.Goodwin's musical approach places a heavy emphasis on physical gesture and spon-
taneity, along with a conscious consideration of the particular space and context in which the music is taking place. As
composer and interpreter, he strives to obliterate the false pretenses that tend to surround contemporary art world, and
return to a primordial mode of expression which places the highest priority on the individuality of the performer and the
spontaneity of each unique moment.

11. Erik Drescher-flutist,performer,curator

Erik Drescher is a freelance flutist, performer and curator for contemporary music based in Berlin.In addition to a very
active international career as a solo performer, he has performed in many ensembles for contemporary music. He has
premiered an enormous number of new pieces, the majority of which were also commissioned by him and dedicated to
him.

He has been working with composers like Peter Ablinger, Maryanne Amacher, Antoine Beuger, J.-P. Caron, Axel Dörner,
Sabine Ercklentz, Julio Estrada, Dror Feiler, Friedrich Goldmann, Hauke Harder, Hanna Hartman, Michael Hirsch, Adria-
na Hölszky, Nicolaus A. Huber, Henrique Iwao, Jamilja Jazylbekova, Sven-Åke Johansson, Christian Kesten, Artur Kro-
schel, Bernhard Lang, Klaus Lang, Juseub Lim, Alvin Lucier, Michael Maierhof, Maximilian Marcoll, Chico Mello, André
O. Möller, Andrea Neumann, Chris Newman, Phill Niblock, Ivo Nilsson, Helmut Oehring, Christoph Ogiermann, Younghi
Pagh-Paan, Marianthi Papalexandri-Alexandri, Gérard Pape, Karen Power, Éliane Radigue, Uwe Rasch, Jaime Reis,
Manuel Rocha Iturbide, Marc Sabat, Friedrich Schenker, Marcus Schmickler, Cornelius Schwehr, Martin Schüttler, Salva-
tore Sciarrino, Simon Steen-Andersen, Stefan Streich, Chiyoko Szlavnics, Kasper T. Toeplitz, Mauricio Valdes, Jennifer
Walshe, Jeremy Woodruff, Arash Yazdani, Lidia Zielińska.A special focus in recent years has been his work around the
glissando flute, a normal C-flute with a variable-lenght headjoint replacing the standard mouthpiece. He is the editor of
"The Glissando Flute Collection Erik Drescher" (Verlag Neue Musik), a collection of solo works composed for the new
instrument.

12. Jeremy Woodruff-flute player,reeds,tampuras,composer

www.jeremywoodruff.de

Jeremy Woodruff ist seit Februar 2016 Dozent für Musiktheorie, Komposition und Sound Studies an der Istanbul Tech-
nical University, Center for Advanced Studies in Music (MIAM). Davor war er Akademischer Leiter des Vorbereitung-
sstudiums und der berufsbegleitenden Kurse sowie Kompositionsdozent, am KM College of Music and Technology in
Chennai, Indien für zwei Jahren. Er studierte von 1999 bis 2002 Komposition an der Royal Academy in London bei Mi-
chael Finnissy. Von 2002 bis 2004 absolvierte er ein Aufbaustudium im Fach Musikethnologie am Konservatorium Am-
sterdam mit Schwerpunkt auf südindischer Musik (mit Forschungsreisen durch Chennai, Bangalore und Mysore). Vorher
wohnt er seit 2004 in Berlin und unterrichtete Komposition, elektronische Musik und Musiktheorie an der Neuen Mus-
ikschule Berlin. Er war Gastlektor für südindische Musik und neue Musik an der Universität der Künste, Berlin. Er erhielt
Kompositionsaufträge von u.a. Kammerensemble Neue Musik, Percusemble Berlin und dem Deutschen Kammerorches-
ter Berlin. Seine Schriften wurden von Klangzeitort (Berlin) Errant Bodies Press, Les Presses Du Reel, Interference: A
Journal of Audio Culture, Journal of Sonic Studies, KunstMusik Journal, und Verlag für Moderne Kunst (Nürnberg) publiz-
iert. Seine Kompositionen sind von Neue Musik Verlag Berlin verlegt. Aufnahmen von seine Musik sind von Lila Müzik
und Scrapple Records herausgebracht. Jeremy Woodruff tritt regelmäßig als Performer experimenteller/elektronischer
Musik mit verschiedenen Blasinstrumenten auf. Für mehr info: www.jeremywoodruff.de

Komponisten Biographien:

Gerard Pape was born in Brooklyn, NY, in 1955. He graduated with a B.A. in Psychology from Columbia University in
1976, while simultaneously beginning private composition lessons with David Winkler. He obtained a Ph.D. in Clinical
Psychology in 1982 from the University of Michigan while attending private composition lessons with George Cacioppo
and William Albright. Pape studied electronic music with George Wilson in the analog and digital studios of the University
of Michigan. Pape has directed Les Ateliers UPIC, renamed CCMIX in 2000 (Center for the Composition of Music Iannis
Xenakis), since 1991. This organization is a computer music center located in Paris that is funded by the French Ministry
of Culture.
After moving to France at the beginning of the 1990s, his compositions came under the influence of the Mexican com-
poser Julio Estrada. Estrada shares with Pape an interest in psychoanalysis and focuses on what he calls "sound fanta-
sies"—fantasies that occur "inside the head of the composer and take the form of sequences of sounds" (Makan 2003,
25). Pape extended Estrada’s conception by treating chaos as a formal concept (McHard 2006, 28). For example, in his
opera-in-progress, Weaveworld, Pape "employs sudden and unpredictable patterns in streams of sound in a plasma that
draws from chaos models” (McHard 2006, 288). The tape part for Makbénach I and III convolves "timbre paths", made
from chains of sampled saxophone sounds, together with a dense series of grains following particular trajectories (pro-
duced by a computer program called Cloud Generator), in order to produce timbral transformations (Feller 2000, 95;
Roads 2001, 319)

Elena Rykova was born in 1991, in Ufa, Russia, studied piano, composition and conducting at music college. After grad-
uation in 2010, decided to continue as a composer in Moscow State Conservatory with prof. Yuri Kasparov for the next
five years. In 2015 started her master program in composition at Hochschule für Musik und Tanz Köln with prof. Johan-
nes Schöllhorn. And since Fall 2016 she is a PhD candidate at Harvard University, studying instrumental composition
with prof. Chaya Czernowin and electroacoustic composition with prof. Hans Tutschku.

Kosten- und Finanzierungsplan 15.10.17


Anlage zum Antrag auf Fördermittel der inm für
Freie Gruppen im Bereich der Neuen Musik

"Zusammenbruch: Reanimation" Operaufführung


Woodruff, Jeremy

Ausgaben Betrag

1. Personalkosten
1.1 Honorare 30.000,00 €
(Vorproben, Hauptprobephase, Aufauten/Soundcheck, Gen-
eralprobetage, Aufführung)
1.2 KSK 1.560,00 €
1.3 Techniker 1.000,00 €
1.4 Organisation 6.600,00 €
1.5 GEMA 452,85 €

2. Sachkosten
2.1 Raummiete 2.750,00 €
2.2 Transporte 0,00 €
2.3 Werbung 600,00 €
2.4 Öffentlichkeitsarbeit 1.000,00 €
2.5 Fahrkosten 1.300,00 €
2.6 Unterbringungskosten 1.650,00 €
2.7 Sound und Licht 1.200,00 €
2.8 Technikmiete 1.200,00 €
total 49.312,85 €

Einnahmen Betrag
Drittmittel Musikfonds 25.000,00 €
Drittmittel Fonds-Daku 10.000,00 €
French DRAC (Ministry of Culture) 8.000,00 €
Voraussichtliche Eintrittseinnahmen 0,00 €
Eigenanteil 0,00 €
bei der inm beantragte Fehlbedarfsfinanzierung 15.000,00 €
total 58.000,00 €

Summe Einnahmen 58.000,00 €


Summe Ausgaben 49.312,85 €
Saldo 8.687,15 €