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Best.-Nr.

: 37838
Bau- und Bedienungsanleitung Version 4.0, Stand: Juni 2005

derte Luftaustritt im Bereich des Kühlkör-


per-Lüferaggregates sicherzustellen.
Da das mit einem leistungsfähigen Axi-
allüfter ausgestattete Lüfterprofil sich dann
im Inneren des Gehäuses befindet, entfal-
len an der Rückseite des Gerätes störende
Kühlkörper. Eine elektronische Steuerung
des Lüfters sorgt dabei für einen guten
Kompromiss zwischen Geräuschentwick-
lung und Wärmeabfuhr.
Ein am Kühlkörperaggregat angebrach-
ter Temperatursensor überwacht die End-
stufentemperatur und schaltet bei Über-
temperatur die Ausgangsspannung ab. So-
bald die Temperatur sich wieder im zuläs-
sigen Bereich befindet, wird die Ausgangs-
spannung automatisch aktiviert.
Wie in Tabelle 1 zu sehen ist, erreicht
diese Netzteilplatine bezüglich der techni-
schen Daten ausgezeichnete Werte. So weist
das Gerät als Spannungskonstanter einen
Innenwiderstand von < 5 m1 auf, und die
Brummspannung liegt im Bereich von ca.
1 mV. Selbstverständlich ist der Ausgang
dieser Netzteilplatine dauerkurzschlussfest.
Zur besonders genauen Einstellung der
Ausgangsspannung und der Ausgangsstrom-
begrenzung sind jeweils zwei Potis vorhan-
den. Über Leuchtdioden werden der jeweils
aktive Regler (U oder I), die Aktivierung
des Lüfters und das Ansprechen der Tempe-

Hochleistungs- ratursicherung angezeigt. Desweiteren ist


eine LED zur Betriebsanzeige vorhanden.

Schaltung

Netzteilplatine Abbildung 1 zeigt das Schaltbild der


ELV-Hochleistungs-Netzteilplatine, des-

0 bis 30 V, 0 bis 10 A
sen Schaltungsaufwand sich trotz der her-
vorragenden technischen Daten in Gren-
zen hält.
Weniger der Schaltungsaufwand, son-
dern vielmehr der Aufbau und die Leiter-
Mit einer stufenlos einstellbaren Spannung von 0 bis 30 V, bahnführung des Layouts sind für die Re-
bis zu 10 A Ausgangsstrom, einem Hochleistungslüfter- geleigenschaften, den Innenwiderstand
aggregat sowie exzellenten Regeleigenschaften lässt diese sowie das Brummen und Rauschen eines
Netzteilplatine kaum noch Wünsche offen. Technische Daten:
Ausgangsspannung: ............... 0 - 30 V
Ausgangsstrom: ..................... 0 - 10 A
hende Labornetzgerät alle auftretende An-
Brummen und Rauschen
Allgemeines forderungen abdeckt.
Spannungskonstanter: .............1 mVeff
Von der ELV-Entwicklungsabteilung
Stromkonstanter: ..................... 0,01 %
Zur wichtigsten Ausstattung eines Elek- wurde nun eine Leistungs-Netzteilplatine
Innenwiderstand
tronik-Labors zählt nach wie vor ein gutes, konzipiert, die eine einstellbare Ausgangs-
Spannungskonstanter: ............... 5 m1
stabilisiertes Netzgerät mit stufenlos ein- spannung von 0 bis 30 V und einen Strom
Stromkonstanter: ..................... 20 K1
stellbarer Ausgangsspannung und einstell- von maximal 10 A liefern kann, so dass für
Einstellmöglichkeiten
barer Strombegrenzung. Weiterhin sind nahezu alle Aufgaben im Laborbereich
Spannung: ..... stufenlos, grob und fein
möglichst gute Regeleigenschaften und genügend Leistung zur Verfügung steht.
Strom: ........... stufenlos, grob und fein
eine für die jeweilige Aufgabe ausreichen- Zusammen mit einem leistungsfähigen
LED-Anzeigen: ... U-Regler, I-Regler,
de Ausgangsleistung wichtig. Netztransformator (z. B. ELV-Best.-Nr:
Temp., Lüfter, Betrieb
Je nach Anwendungsfall können die An- 61-105-72) ist die Platine dann in ein ge-
- Hochleistungs-Kühlkörper-Aggregat
forderungen an ein Labornetzgerät dabei schlossenes Gehäuse einzubauen. Beson-
mit elektronsicher Lüftersteuerung
recht unterschiedlich sein. So kann es vor- ders im Bereich der primärseitigen Netz-
- Übertemperatur-Schutzschaltung
kommen, dass niedrige Spannungen, dafür spannung sind dabei unbedingt alle gelten-
Leiterplatten-Abmessungen:
aber hohe Ströme oder umgekehrt benötigt den VDE- und Sicherheitsvorschriften zu
235 x 186 mm
werden. Gut, wenn das zur Verfügung ste- beachten. Des Weiteren ist der ungehin-

ELVjournal 1/00 1
Bau- und Bedienungsanleitung

ST10
SI1 ST11
ST1 +8V
1 IC1 3
7805
630mA +5V
T D1 D3 C1 C3 2 C5 C6
C23

220
R2

R3

R5
1k

1k
1000u 47n 100n 10u
16V ker 25V 10u
25V
8V

R1
1k
0,1A T1

D13

R6
1k
BC558

R4
1k
ST2 D1-D4
1N4001
ST3

8V
Endstufe
0,1A
D2 D4 C2 C4 C9 C10
T2 R20
1000u 47n 1 100n 10u 1,2
ST4 SI2 16V ker 25V -5V R21
2 7905 3

TIP142
1,2
IC3
630mA R22
ST12
T R8 1,2
ST13 470 R23
1,2
ST5 T3 R24
1,2
C12 C14 R25

TIP142
1,2
R26
GL1 P1
100n
ker
100n
ker
R9 1,2
470 R27
1,2
T4 R28
16V C20 1,2
13,5A R29
P2
1Watt

TIP142
1,2
R7
1

22mF R30
KBPC3504 C13 C15 25V R10 1,2
470 R31
3
1,2
100n 100n
ST6 ker RE1 T5 R32
ker
1,2
4 5
ST7 D5-D8=KBPC3504 R33
8 7

TIP142
1,2
RE1 R34
C16 C18 C22
R11 1,2
6
470 R35
10u 1,2
GL2 P3
100n
ker
100n
ker C21
63V T6 R36
1,2
R37
TIP142

16V 22mF 1,2


13,5A 25V R38
P4 R12 1,2
470 R39
KBPC3504 C17 C19 1,2
T7 R40
1,2
100n 100n R41
TIP142

ST8 ker ker 1,2


R42
R15
R16
R17
R18
R19

D9-D12=KBPC3504 R13 1,2


470 R43
R14
1k
1k
1k
1k
1k
1k

ST9 1,2
+5V
C47
GND
8
Lüftersteuerung 100n
001180301A ker
C44 IC4
LM358
C48 +8V
1n 4
R85
220k 100n D31 ST14
ker
-5V
2k55

120k
R80

R83

GND C45 C46


IC4
R93
470

Temperatur-
sicherung Lüfter
2 100u 100n
- 63V ker
R86
1
A+ 1k
ST15
3
+
LM358 IC4 D32
ZPD5v6
R90
10k

R87
6
24k - T10 T11
7
B+ D33
5
+
2N3019
TS1 LM358
R89 BC548
R88
15k

Mit
R84

R91

R92
56k

10k

1k

1M Kühlstern Lüfter
EIN
Bild 1: Schaltbild der 300 VA SAA965
Hochleistungs-Netzteilplatine -5V
Temperatursicherung

Netzteils von ausschlaggebender Bedeu- Doch nun zur eigentlichen Schaltung, Zunächst wird für die Steuerelektronik
tung. Hervorragende technische Daten sind wobei wir mit der vom Transformator kom- eine Sekundärwicklung mit Mittelanzapfung
des Weiteren nur bei entsprechender Bau- menden Wechselspannungszuführung an ST (2 x 8 V) oder zwei getrennte 8-V-Wicklun-
teilpositionierung zu erreichen. 1 bis ST 8 beginnen. gen benötigt, die an ST 1 bis ST 4 anzu-

2 ELVjournal 1/00
+5V

-5V R46
R48 R49 R50
R44

R54

R55
47k

4k7
1k

500
U-max

10k 10k 10k


R45
1k -5V
T8 U-fein I-grob I-fein
R47

U-grob R56

10M
R58

R59
4k7
1k I-max
BC558
D14 250

1N4148
C57 C24 C42 C43

100k
R52

R53

R57
390
10k
D15
100n 100n 100n 10u
ker ker ker 25V
1N4148
GND
BU1
D18
L3 R63 C30 R65
100 22k I
10uH 150p
IC5 R66
C28 4k7
C32 C33
2
-
100p
ker 1
A C
+ A 10p
ker
47p
ker
3
+
LM358
C26 Stromregler
D19 C35
R94

R60
100
10k

L4 R64 C31 R67


100 10k
10u 10uH 270p
16V C34
I U IC5 D27 1n
C36
B D D20

R68
68k
R69
4k7
6 22p
Strom- Spann- - ker
messung ungs- C29 7 270n
3xDX400

D21 + B
messung D28 2x1N4148
5
+
100p
D22 ker LM358 C38
C39 C41
C25 Spannungsregler

D30
22p
ker 100n 100u
IC6 IC7 IC7

1N4002
100p ker 40V
ker 1 8
2 3 10
- 2 9
1 A C
A+
C27 3 CD4011 CD4011
+
D16 LM358
1u R75
100V 1M IC7 IC7
1N4148 5 12
D24
1N4148

4 11
180k
R70

R73

R74
10k

10k

6 13
B D
100k

100k
R95

R61

R62
39k

D26
1N4148

CD4011 CD4011
220k
R77

C37
R78
10k

+5V
D17 IC6 +5V
D23 D25
1N4148

1N4148

25V
R71
33k

6
- 10u
1N4148
7
B+
5 RE1 2
R79
1N4001

10k

+ +5V
D29

T9
LM358
R76 1
100k
R72

1M
BC548
I
-5V
Relais-Steuerung
BU2

+5V +5V
C50
Panelmeter zu versorgen sind. Werden diese nung von -5 V für die Regel- und Steuer-
8
100n Trafowicklungen ausschließlich für die Steu- elektronik zur Verfügung. C 3, C 4, C 5 und
10uH
L1

ker
IC6 erelektronik benötigt, so reicht bereits eine C 9 dienen dabei zur Störunterdrückung
LM358
4
C51 Strombelastbarkeit von 2 x 100 mA. und C 6 und C 10 zur Schwingneigungsun-
C52 C53 Eine mit D 1 und D 3 aufgebaute Mittel- terdrückung jeweils am Ausgang der Fest-
100n 8
-5V
ker punkt-Zweiweg-Gleichrichterschaltung ver- spannungsregler.
IC5 100n 10u
sorgt dann den positiven Zweig mit einer Bevor wir nun zur Beschreibung der
LM358 ker 25V
+5V 4 unstabilisierten Gleichspannung und eine eigentlichen Steuer- und Regelschaltung
mit D 2 und D 4 aufgebaute Mittelpunkt- kommen, befassen wir uns zuerst mit den
14
C56
C54 C55 Zweiweg-Gleichrichterschaltung den nega- beiden Sekundär-Leistungswicklungen des
IC7
10uH
L2

CD4011 100n
tiven Versorgungsspannungszweig. Netztransformators, die an ST 5 bis ST 8
ker 100n
7 ker 10u Die Elektrolytkondensatoren C 1 und C 2 anzuschließen sind. Die beiden Wicklun-
25V
-5V -5V dienen in diesem Bereich zur ersten Puffe- gen sollten vollkommen identisch sein und
rung. jeweils 16 V bei 13,5 A Strombelastbarkeit
schließen sind. Die erforderliche Strombe- Der Festspannungsregler IC 1 stellt aus- abgeben können. Mit Hilfe der beiden Lei-
lastbarkeit dieser beiden Wicklungen ist gangsseitig eine stabilisierte positive Span- stungs-Brückengleichrichter GL 1 und GL 2
davon abhängig, ob ausschließlich die Steu- nung von +5 V und der Festspannungsreg- am Kühlkörperprofil erfolgt dann die Gleich-
erelektronik oder zusätzlich noch externe ler IC 3 eine stabilisierte negative Span- richtung, wobei C 12 bis C 19 jeweils zur

ELVjournal 1/00 3
Bau- und Bedienungsanleitung

Störunterdrückung im Bereich der Schalt- gangsklemmen des Netzteils hinreichend dass die Ausgangsklemmen des Netzteils
schwellen über die, im Gleichrichter inte- niederohmig belastet werden oder kurzge- weitestgehend unbelastet sind. Zumindest
grierten, Dioden geschaltet sind. schlossen sind. Außerdem wird angenom- soll die Stromvorgabe grundsätzlich höher
Je nach gewünschter Ausgangspannung men, dass sich beide Einstellpotis für den sein als der „Ist-Strom”, so dass wir am
des Netzteils werden die beiden gewonne- Strom (R 49, R 50) am Rechtsanschlag (Ma- Ausgang von IC 5 A einen High-Pegel erhal-
nen Gleichspannungen entweder parallel ximalwert) befinden. An Pin 3 (nicht-inver- ten und die Leuchtdiode D 18 gesperrt ist.
oder in Reihe geschaltet. In der eingezeich- tierender Eingang) des IC 5 A wird dann eine Über R 67 ist der invertierende Eingang
neten Schalterstellung des Relais RE 1 Sollspannung von 500 mV vorgegeben. von IC 5 B (Pin 6) direkt mit der Schal-
liegen beide Spannungen parallel, d. h., zur Überschreitet der Ausgangsstrom den tungsmasse (positive Ausgangsklemme des
Versorgung der Leistungs-Endstufe erhal- eingestellten Maximalwert von 10 A auch Gerätes) verbunden.
ten wir ca. 22 V. nur geringfügig, entspricht dies einem Die mit R 47 (Grobeinstellung) und R 48
Befindet sich das Relais in der entgegen- Spannungsabfall an den Emitterwiderstän- (Feineinstellung) erzeugten Sollwertvorga-
gesetzten Schaltstellung, so entsteht auf- den (R 20 bis R 43) der Endstufe, der ben werden über R 52 und R 53 zusammen
grund der Reihenschaltung ca. die doppel- ebenfalls 500 mV übersteigt. Am invertie- mit der negativen Ausgangsspannung über
te Spannung. Die RC-Kombination, auf- renden Eingang (Pin 2) des OPs stellt sich R 68 auf einen gemeinsamen Summen-
gebaut mit R 7, C 22 dient zur Störunter- dadurch eine höhere Spannung als am nicht punkt gegeben. R 69 verbindet nun diesen
drückung im Umschaltmoment des Relais. invertierenden Eingang (Sollwertvorgabe) gemeinsamen Summenpunkt mit dem nicht
Die unstabilisierte Betriebsspannung des ein und der Ausgang (Pin 1) strebt in Rich- invertierenden Eingang (Pin 5) des IC 5 B.
Netzgerätes liegt somit zwischen der nega- tung negative Spannung. D 18 wird leitend Sobald die Spannung an Pin 5 die Soll-
tiven Ausgangsbuchse und den Kollekto- (leuchtet auf) und ein Teil des Stromes der wertvorgabe an Pin 6 unterschreitet, strebt
ren der Leistungs-Endstufen-Transistoren mit T 1 und externen Komponenten aufge- der Ausgang (Pin 7) in Richtung negativer
T 2 bis T 7. bauten Konstantstromquelle fließt nicht Spannung, und ein Teil des von der Kon-
Die Leistungsendstufe ist als Längsreg- mehr über die Basen der Endstufentransi- stantstromquelle, aufgebaut mit T 1 und ex-
ler ausgeführt, wobei in den Emitterleitun- storen, sondern über den Ausgang von IC 5 A ternen Komponenten, zur Verfügung gestell-
gen die Widerstände R 20 bis R 43 einge- ab. Der Ausgang des OPs wird jedoch nur ten Stromes fließt nicht über die Basen der
fügt sind. An diesen Widerständen wird soweit negativ, dass der Spannungsabfall Endstufentransistoren sondern über D 19,
eine dem Ausgangsstrom proportionale an den Emitterwiderständen R 20 bis R 43 L 4, R 64 und den Ausgang von IC 5 B ab. Die
Messspannung gewonnen und gleichzeitig wieder gerade 500 mV erreicht. Der Aus- Ausgangsspannung des Netzteils sinkt nun
Exemplarstreuungen in den Transistorda- gangsstrom stellt sich auf 10 A ein und an soweit, bis die Spannung an IC 5 B, Pin 5 den
ten ausgeglichen. Des Weiteren dienen die den beiden Eingängen des IC 5 A erhalten Wert der Sollwertvorgabe an Pin 6 er-
Basisvorwiderstände R 8 bis R 13 zum Aus- wir ein Spannungsgleichgewicht. reicht.
gleich unterschiedlicher Transistordaten. Die Bauelemente L 3, C 28 und R 63 An den beiden OP-Eingängen stellt sich
Über die zur Entkopplung dienenden verhindern im Bereich des Stromreglers auch hier ein Spannungsgleichgewicht ein,
Vorwiderstände R 14 bis R 19 gelangt die so eine Störeinkopplung auf den OP-Ausgang. und die Netzteil-Ausgangsspannung wird
gewonnene stromproportionale Messspan- Durch Verändern der Sollspannungsvor- konstant gehalten. Wird mit Hilfe der Ein-
nung, die auf die Schaltungsmasse bezogen gabe an Pin 3 des OPs ist nun jeder beliebi- stellpotis die Sollwertvorgabe an Pin 5
ist (positive Ausgangsbuchse des Netzteils), ge Ausgangsstrom einstellbar, der dann verändert (z. B. erhöht), so erhöht sich im
über R 65 auf den invertierenden Eingang vom Stromregler konstant gehalten wird. gleichen Maße die Ausgangsspannung des
(Pin 2) des für die Stromregelung dienen- Solange der Stromregler aktiv arbeitet, Netzteils.
den Operationsverstärkers IC 5 A. Gleich- leuchtet die Leuchtdiode D 18, und D 19 (U- Eventuell auftretende Schwingneigun-
zeitig kann über den mit R 94, R 95 aufge- Regler) befindet sich im gesperrten Zu- gen des Reglers werden mit C 31 unter-
bauten Spannungsteiler diese Messspan- stand, da der Ausgang von IC 5 B (Pin 7) in drückt und das mit L 4, C 29, R 64 aufge-
nung zur Stromanzeige dienen, indem z. B. diesem Betriebszustand High-Pegel führt. baute Filter sowie die Keramikkondensa-
ein Panelmeter an die Lötstifte A und B Bei der Sollstrom-Vorgabe beträgt der toren C 34, C 38 verhindern hochfrequente
angeschlossen wird. Einfluss von R 50 nur ca. 10 % aufgrund Störeinflüsse auf den OP.
der unterschiedlichen Gewichtung von R 54 Die weiteren Kondensatoren in diesem
Stromregler und R 55. R 49 dient somit zur Grobeinstel- Bereich beeinflussen die Dämpfungs- und
lung und R 50 zur Feineinstellung des Regelparameter des Netzteils, so dass eine
Die Sollwertvorgabe für den Ausgangs- Ausgangsstroms. möglichst schnelle und dennoch stabile
strom wird über R 66 am nicht invertieren- Regelung entsteht.
den Eingang (Pin 3) von IC 5 A vorgege- Spannungsregler Aufgrund der Dimensionierung ist die
ben. Eingestellt wird der Sollwert mit den Ausgangsspannung von 0 bis 30 V linear
beiden Potis R 49 (grob) und R 50 (fein), Wird nun ausgehend von der Funktion einstellbar, wobei durch die Gewichtung
wobei der Trimmer R 56 zum Feinabgleich als Stromregler der Belastungswiderstand von R 52 und R 53 das Einstellpoti R 47 zur
des Bereichsendwertes (10 A) dient. R 59 erhöht, hält der Stromregler den eingestell- Grobeinstellung und das Einstellpoti R 48
stellt sicher, dass grundsätzlich auch bei ten Stromwert konstant und die Aus- zur Feineinstellung dient.
einer Offset-Spannung des Operationsver- gangsspannung steigt an. Sobald der mit Welcher der beiden Regler gerade aktiv
stärkers die Einstellung auf 0 möglich ist. den Spannungs-Einstellreglern (R 47, R 48) ist, richtet sich nach dem Geräteausgangs-
Eine eventuell auftretende Schwingnei- vorgewählte Spannungsendwert erreicht strom relativ zum vorgewählten Maximal-
gung des OPs wird mit C 30 unterdrückt wird, kann der Stromregler den Ausgangs- strom. Bleibt der Geräte-Ausgangsstrom
und C 32, C 33 verhindern HF-Einkopp- strom nicht mehr konstant halten und der mit bei der Soll-Ausgangsspannung unter dem
lungen auf den OP-Eingang. IC 5 B aufgebaute Spannungsregler über- vorgegebenen Maximalwert, so arbeitet
Anhand eines kompletten Regelzyklus- nimmt die Kontrolle, indem die Ausgangs- alleine der Spannungsregler und hält den
ses ist die Funktionsweise des Stromreg- spannung auf den Sollwert begrenzt wird. Sollwert aufrecht. Erreicht jedoch, als Fol-
lers am besten zu verdeutlichen. Für die detaillierte weitere Beschreibung ge eines verringerten Lastwiderstandes am
Dazu nehmen wir an, dass die Aus- des Spannungsreglers nehmen wir nun an, Netzteil, der Ausgangsstrom den einge-

4 ELVjournal 1/00
stellten Grenzwert, so übernimmt nun der tiert), liegen nun beide Eingänge (Pin 1 und Nachdem nun alle Funktionsgruppen des
Stromregler die Arbeit. Er senkt die Aus- Pin 2) des Gatters IC 7 A auf High-Poten- eigentlichen Netzteils beschrieben sind,
gangsspannung jeweils so tief ab, dass der tial, und der Ausgang (Pin 3) wechselt auf wenden wir uns der im Schaltbild unten
eingestellte Maximalstrom fließt (Strom- Low. Hierdurch wird der Speicher IC 7 C, D, links eingezeichneten Temperaturschutz-
konstanter). Wenn nun die externe Last über Pin 8 gesetzt, und Pin 10 nimmt High- schaltung sowie der temperaturgeführten
wieder abnimmt, d. h., der Stromregler potential an. Über R 78 wird T 9 durchge- Lüftersteuerung zu.
eine Ausgangsspannung in Höhe der Vor- steuert, das Relais RE 1 zieht an und die Der Temperatursensor (TS 1) des Typs
gabespannung oder darüber ausgibt, über- beiden Haupt-Betriebsspannungen, erzeugt SAA 965 ist direkt am Leistungs-Kühlkör-
nimmt wieder der Spannungsregler die Sta- in den beiden Haupttrafo-Sekundärwick- perprofil montiert und dient gleichzeitig als
bilisierung. Auf diese Weise werden beide lungen, werden in Reihe geschaltet. Fühlerelement für die Lüftersteuerung und
eingestellten Werte nie überschritten. Durch die Umschaltung steht nun an den sorgt im Falle einer zu hohen Endstufentem-
T 8 stellt in Verbindung mit R 5, R 6 und Kollektoren der Endstufentransistoren na- peratur für das Abschalten des Netzgerätes.
R 44 eine Konstantstromquelle mit ca. 2 mA hezu die doppelte Spannung an, d. h. der Betrachten wir zuerst die mit IC 4 B
Strom dar. Dadurch wird der Ausgang ge- Ausgang (Pin 1) des IC 6 A wechselt un- aufgebaute Temperaturschutzschaltung.
ringfügig vorbelastet, so dass in Verbin- mittelbar darauf auf Low-Potential (es sei In Folge einer Erwärmung der Endstufe
dung mit den Dioden D 14, D 15 sowie R 45 denn, Ausgangsspannung und Strom des und somit auch des Temperatursensors
die Ausgangsspannung auf genau 0 V ein- Netzgerätes sind annähernd auf die Maxi- TS 1 steigt dessen Widerstandswert. Da-
stellbar ist. malwerte eingestellt). Dieses Umschalten durch steigt auch kontinuierlich die Span-
Zum Anschluss eines Panelmeters für des IC 6 A und damit des nachgeschalteten nung am nicht invertierenden Eingang des
die Spannungsanzeige dienen die Plati- Gatters IC 7 A ist jedoch unerheblich, da Komparators IC 4 B. Übersteigt die Span-
nenanschlusspunkte C und D, wobei die der Vorgang mit Hilfe von IC 7 C, D nung an diesem Eingang das durch den
Ausgangsspannung mit Hilfe des Span- abgespeichert wurde, wodurch das Relais Spannungsteiler R 87, R 88 vorgegebene
nungsteilers R 60, R 61 heruntergeteilt aktiviert bleibt. Potential, so wechselt der Ausgang (Pin 7)
wird. Ein für die Stromanzeige zuständi- Wird nun mit den Spannungs-Einstell- von High- auf Low-Pegel. Über den Tran-
ges Panelmeter ist an die Platinenanschlus- potis R 47 und R 48 eine Ausgangsspan- sistor T 10 sowie die Leuchtdiode D 31
spunkte A und B anzuschließen. Hier ist nung unter ca. 14 V eingestellt, so gelangt (zur Anzeige der aktiven Temperatursi-
dann die Messbereichs-Anpassung mit diese Information über den Spannungstei- cherung) wird die Endstufe gesperrt. Der
Hilfe der beiden Widerstände R 94 und R 95 ler R 71, R 72 auf den Komparator IC 6 B, Widerstand R 89 sorgt dabei für eine Schalt-
vorzunehmen. welcher bei einer Netzgeräteausgangsspan- hysterese von ca. 5° C.
Bei der vorliegenden Dimensionierung nung unterhalb von 14 V seinen Ausgang Wie bereits erwähnt ist das Hochlei-
entsprechen 30 mV an den Platinen-An- (Pin 7) von ursprünglich Low-Potential stungs-Kühlkörperprofil dieses Netzgerä-
schlusspunkten C und D 30 V Ausgangs- auf High-Potential umschaltet. tes mit einem DC-Lüfter mit elektroni-
spannung, und bei 10 A Ausgangsstrom Über R 77 gelangt dieses Potential auf scher Kommutierung ausgestattet. Der Lüf-
erhalten wir an A und B eine Spannung von die Eingänge Pin 5, 6 des als Inverter ter ist direkt vor dem Lufteintritt des Kühl-
ca. 100 mV. geschalteten Gatters IC 7 B, dessen Aus- körperprofils montiert und drückt die Luft
Als nächstes wenden wir uns der elek- gang (Pin 4) nimmt daraufhin Low-Poten- durch, das mit Kühlrippen ausgestattete,
tronischen Trafoumschaltung zu. tial an und der Speicher IC 7 C, D wird über Kühlkörperinnere.
Dieser mit IC 6 A, B und IC 7 aufgebaute Pin 13 zurückgesetzt. Der Transistor T 9 Solange an der Endstufe nur eine gerin-
Schaltungsteil übernimmt die Ansteuerung sperrt und das Relais RE 1 fällt ab, die ge Verlustleistung entsteht, ist der Lüfter
von RE 1 zur Parallel- bzw. Reihenschal- Hauptbetriebsspannungen werden wieder desaktiviert. Steigt die Temperatur am
tung der beiden getrennten unstabilisierten parallel geschaltet. Leis- tungskühlkörper, erhöht sich die
Betriebsspannungen, die an C 20 bzw. an Mit R 77, C 37 wird beim Herunter- Spannung am nicht invertierenden Ein-
C 21 anstehen. Die Funktionsweise sieht schalten eine Verzögerung von ca. 2 Sek. gang (Pin 3) des IC 4 A und die Spannung
im Einzelnen wie folgt aus: erreicht, während über D 26 das Herauf- am Ausgang (Pin 1) steigt an. Mit zuneh-
Bei niedrigen Ausgangsspannungen bis schalten nahezu verzögerungsfrei erfolgt. mender Erwärmung von TS 1 steigt auch
ca. 16 V ist das Relais RE 1 desaktiviert, d. h. Im unteren Spannungsbereich ist zudem die Durchsteu-erung von T 11, bis bei
die Kontakte nehmen die im Schaltbild der zweite Eingang (Pin 2) des Gatters IC 7 A etwa 3,5 V der Lüfter sanft anläuft. Die
eingezeichnete Position ein. Die über die gesperrt (Low-Pegel). Ein Heraufschalten hierdurch erreichte Wärmeabfuhr im
beiden Haupt-Sekundärwicklungen in Ver- (Reihenschaltung) bei höheren Ausgangs- Kühlkörper wirkt einer weiteren Erwär-
bindung mit den nachgeschalteten Gleich- spannungen kann erst dann erfolgen, wenn mung entgegen, so dass sich nach kurzer
richtersätzen erzeugten Betriebsspannun- IC 6 B ab einer Ausgangsspannung von ca. Zeit ein Gleichgewicht zwischen Lüfter-
gen, einschließlich der großen Lade-Elkos 15 V Pin 2 des IC 7 A freigegeben hat und drehzahl und benötigter Energiezufuhr
C 20 und C 21, sind nun parallel geschaltet. danach IC 6 A einen Spannungsabfall von einstellt. Es erfolgt also eine stetige, auto-
Über den Spannungsteiler R 62, R 73 weniger als 2,5 V an den Endstufentransis- matische elektronische Nachregelgung des
wird der Spannungsabfall an der Leistungs- toren detektiert. Diese Schaltungsweise hat Lüfters.
endstufe abgefragt und auf den invertie- den Vorteil, dass bei geringen Ausgangs- Der Elko C 45 und der Keramik-Kon-
renden Eingang (Pin 2) des Komparators strömen ein Umschalten erst bei 16 V bis densator C 46 dienen zur Störunterdrük-
IC 6 A gegeben. Je größer die eingestellte 18 V Ausgangsspannung erfolgt, da die kung und die über R 93 und die Z-Diode D
Ausgangsspannung des Netzgerätes ein- parallel geschalteten Betriebsspannungen 32 mit Spannung versorgte Leuchtdiode D
gestellt wird, desto geringer ist der Span- bei geringerer Last eine höhere unstabili- 33 zeigt den Betrieb des Lüfters ab einer
nungsabfall an der Endstufe. Unterschrei- sierte Spannung abgeben und der Rest- nennenswerten Drehzahl an.
tet dieser Spannungsabfall einen Wert von Spannungsabfall an der Leistungsendstufe
ca. 2,5 V, so wechselt der Ausgang (Pin 1) des Transistors höher ist. Unter allen Be- Nachbau
von vormals Low-Pegel auf High-Pegel. triebsbedingungen wird somit die Verlust-
Vorausgesetzt, die Ausgangsspannung be- leistung in den Endstufentransistoren ge- In jedes Elektroniklabor gehört ein gu-
trägt mindestens 15 V (mit IC 6 B detek- ring gehalten. tes, stabilisiertes Netzgerät mit einstellba-

ELVjournal 1/00 5
Bau- und Bedienungsanleitung

Ansicht der fertig bestückten 300-VA-Hochleistungs-Netzteilplatine

6 ELVjournal 1/00
Bestückungsplan der 0-30V-, 0-10A-Hochleistungs-Netzteilplatine

ELVjournal 1/00 7
Bau- und Bedienungsanleitung

rer Ausgangsspannung und einstellbarer ist, werden zuerst die Brücken aus versil- 20 mm langen Lötstiften bestückt, an die
Strombegrenzung. Ein derartiges Gerät im bertem Schaltdraht eingelötet. später die auf den Kühlkörperprofilen mon-
Selbstbau zu erstellen, ist dabei nach wie 6 Lötstifte mit Öse sind in die Bohrun- tierten Transistoren anzulöten sind.
vor die preiswerteste Alternative. Eine gen der Platinenanschlusspunkte A bis D Die Anschlusspins der Einstellpotis für
komplette Eigenkonstruktion erfordert je- sowie ST 14 und ST 15 zu pressen und an die Spannungs- und Strom-Sollwertvorga-
doch viel Erfahrung, da die Bauteilpositio- der Lötseite mit ausreichend Lötzinn zu be werden direkt in die zugehörigen Boh-
nierung und die Leiterbahnführung des Lay- verarbeiten. rungen der Leiterplatte gelötet.
outs für die Regeleigenschaften sowie die Danach folgen die 1%igen Metallfilm-
technischen Daten, wie der Innenwider- widerstände, deren Anschlussbeinchen Montage
stand und das Brummen und Rauschen von zuerst auf Rastermaß abzuwinkeln sind. des Lüfter-Kühlkörperaggregat
ausschlaggebender Bedeutung sind. Diese werden dann durch die zugehörigen
Mit dem hier vorgestellten Bausatz ist Platinenbohrungen geführt und an der Löt- Die beiden Hälften des massiven Kühl-
diesen Schwierigkeiten einfach aus dem seite leicht angewinkelt. Nach dem Um- körperprofils werden zunächst mittels der
Weg zu gehen, da eine ausgereifte Leiter- drehen der Platine sind dann alle An- formschlüssigen Schwalbenschwanzfüh-
plattenkonstruktion für eine hohe Nach- schlussbeinchen in einem Arbeitsgang zu rungen zusammengefügt und danach mit
bausicherheit sorgt und erlesene techni- verlöten und die überstehenden Drahtenden einer Öffnung nach oben auf die Arbeits-
sche Daten sicherstellt. Trotzdem bleibt mit einem scharfen Seitenschneider direkt platte gestellt, wobei eine der Fügerillen
für eigene Wünsche und Ausstattungs- oberhalb der Lötstelle abzuschneiden. zum Betrachter weisen soll.
Details noch genügend Spielraum. Unter Beachtung der richtigen Polarität Nun wird der Lüfter oben auf den Kühl-
Da alle wesentlichen Komponenten, in- erfolgt die Verarbeitung der Dioden, ge- körper gelegt, und zwar so, dass der am
klusive der Endstufe mit dem Kühlkörper- folgt von den Drosselspulen L 1 bis L 4, die Lüftergehäuse angbrachte Pfeil zum Kühl-
Lüfteraggregat, auf einer Leiterplatte mit von der Bauform wie bedrahtete Wider- körper weist (Die Luft wird in das Kühlkör-
den Abmessungen 235 mm x 186 mm Platz stände aussehen. Danach werden die Kera- perinnere gedrückt). Das Zuleitungspaar des
finden, ist der praktische Aufbau beson- mik- und Folienkondensatoren mit belie- Lüfters muss sich vorne links befinden.
ders einfach. Auch sämtliche Bedien- und biger Polarität eingelötet. Der Kühlkörper weist an vier seiner Au-
Anzeigeelemente sind direkt auf der Lei- Besonders wichtig ist die korrekte Pola- ßenflächen mittige, konturierte Rundnuten
terplatte angeordnet, sodass neben dem rität bei den Elektrolyt-Kondensatoren, die auf, die für die Aufnahme von M3-Schrau-
Netztransformator nur noch die Gleich- mit Ausnahme der Lade-Elkos C 20, C 21 ben ausgelegt sind und genau zu den vier
richter und die beiden Ausgangsbuchsen als Nächstes einzulöten sind. Falsch gepol- Montagebohrungen des Lüfters passen. Es
zu verdrahten sind. te Elkos können sogar explodieren. Die werden Montageschrauben M3 x 35 mm,
Achtung! Der Aufbau im Bereich des Polarität ist bei den Elkos üblicherweise auf die zuvor je eine M3-U-Scheibe aufge-
Netztransformators (Primärseite) und die am Minuspol angegeben. schoben wird, verwendet, die jeweils durch
Inbetriebnahme darf ausschließlich von Nach dem Einlöten der beiden Platinen- die Montageflansche des Lüfters zu führen
Fachkräften durchgeführt werden, die auf- Sicherungshalter (jeweils zwei Hälften), in sind. Mittels eines Schraubendrehers dreht
grund ihrer Ausbildung dazu befugt sind. die gleich die 630-mA-Feinsicherungen man die Schrauben dann mühelos ein, lässt
Sämtliche, geltenden VDE- und Sicher- gedrückt werden, kommen wir zu den bei- sie aber noch etwas locker.
heitsbestimmungen sind dabei ausnahms- den Festspannungsreglern. In die sechs Kühlkörpermontagebohrun-
los einzuhalten. Beide Spannungsregler werden vor dem gen der Basisplatine werden nun von unten
Die Leiterplatte ist zusammen mit dem Verlöten der Anschlussbeinchen mit einer Schrauben M3 x 5 mm gesteckt, auf die
Netztransformator in ein ausreichend sta- Schraube M3 x 6 mm, Zahnscheibe und zuvor je eine passende Fächerscheibe auf-
biles geschlossenes Gehäuse einzubauen, Mutter liegend auf die Leiterplatte mon- geschoben wurde. Auf der Bestückungs-
wobei im Bereich des Lüfteraggregats für tiert. Erst danach erfolgt das Verlöten der seite versieht man diese Schrauben mit
die erforderliche Luftzu- und Luftabfuhr Anschlussbeinchen. M3-Muttern, die jedoch nur mit wenigen
zu sorgen ist. Es folgen die Kleinsignal-Transistoren, Windungen aufzuschrauben sind. Der
Die Schutzklasse des fertigen Netzteils wobei T 11 mit Wärmeleitpaste bestrichen Kühlkörper wird nun von hinten auf die
ist vom Gehäuse (Metall- oder Kunststoff- und anschließend mit einem Sternkühlkör- Platine aufgeschoben. Je 3 Muttern ver-
ausführung) und vom Aufbau der primär- per versehen wird. schwinden dabei in 2 Nuten von 25 mm
seitigen Netzversorgung abhängig. Die vier integrierten Schaltkreise sind Abstand; die Lüfter-Seite mit den Anschluss-
Doch beginnen wir nun zuerst mit den entweder an der Pin 1 zugeordneten Seite leitungen soll zur Platine hin orientiert sein.
Bestückungsarbeiten der Leiterplatte, wo durch eine Gehäusekerbe oder an Pin 1 Das hintere Ende des Kühlkörpers soll ca.
ausschließlich konventionell bedrahtete durch einen Punkt gekennzeichnet. Der 10 mm vom hinterem Platinenrand entfernt
Bauelemente zum Einsatz kommen. Einbau muss entsprechend des Symbols sein, und nun werden zunächst die 6 Schrau-
Um sich mit den erforderlichen Arbei- im Bestückungsdruck erfolgen. ben in der Platine, danach auch die 4 Lüf-
ten vertraut zu machen, empfiehlt es sich, Beim Einlöten der Einstelltrimmer R 46 termontageschrauben angezogen. Die An-
zuerst die hier vorliegende Bauanleitung und R 56 ist eine zu große Hitzeeinwirkung schlussleitungen des Lüfters gehören an
komplett durchzulesen. auf die Bauteile zu vermeiden. ST 14 (Plus/rote Leitung) und ST 15 (Mi-
Die Einbauhöhe der Leuchtdioden ist vom nus/blaue Leitung) und werden zuvor auf
Platinenbestückung individuellen Einsatzfall abhängig, wobei ca. 35 mm gekürzt.
D 13, D 18, D 19 grün, D 31 (Übertempera-
Bei der Bestückung halten wir uns ge- tur) rot und D 33 (Lüfter) gelb sind. Die Bestückung des Kühlkörpers
nau an die Stückliste und den Bestückungs- korrekte Polarität ist daran zu erkennen, dass
plan, wobei als weitere Orientierungshilfe der untere Gehäusekragen des Bauteils, wie In die jeweils oberen, durchlaufenden
auf der Leiterplatte ein Bestückungsdruck im Bestückungsdruck gekennzeichnet, an der Einschubnuten beidseitig des Kühlkörpers
vorhanden ist. Katodenseite abgeflacht ist. werden nun die zur weiteren Montage be-
Da grundsätzlich mit der Bestückung Alle Anschlusspunkte für die 6 Lei- nötigten M3-Muttern eingeschoben, und
der niedrigsten Komponenten zu beginnen stungstransistoren (T 2 bis T 7) werden mit zwar 4 Muttern auf beiden Seiten des Kühl-

8 ELVjournal 1/00
Stückliste: Hochleistungs-Netzteilplatine

Widerstände: 47pF/ker ....................................... C33 LED, 5 mm, grün ....... D13, D18, D19
11/1W ............................................ R7 100pF/ker .................... C25, C28, C29 LED, 5 mm, rot ............................ D31
1,21 ...................................... R20-R43 150pF/ker ..................................... C30 LED, 5 mm, gelb .......................... D33
1001 ............................ R60, R63, R64 270pF/ker ..................................... C31
2201 ............................................... R2 1nF ....................................... C35, C44 Sonstiges:
3901 ............................................. R57 47nF ......................................... C3, C4 Temperatursensor, SAA965 ......... TS1
4701 .............................. R8-R13, R93 100nF/ker ............... C5, C9, C12-C19, Festinduktivität, 10μH ............... L1-L4
1k1 .......... R1, R3-R6, R14-R19, R44, C24, C39, C42, C46-C48, Relais, 12V, 2 x um, 10A ............. RE1
R45, R86, R92 C50-C52, C54, C56, C57 Sicherung 0,63A, träge ........... SI1, SI2
2,55k1 .......................................... R80 270nF ............................................ C36 Lötstift mit Lötöse ...... A-D, ST1-ST4,
4,7k1 .................. R55, R58, R66, R69 1μF/100V ..................................... C27 ST10-ST15
10k1 .................. R52, R67, R73, R74, 10μF/25V ..................................... C55 2 Platinensicherungshalter (2 Hälften)
R78, R79, R90, R91, R94 10μF/25V .......... C26, C37, C43, C53, 7 Zylinderkopfschrauben M3 x 5 mm
15k1 ............................................. R88 C6, 10, C23, 8 Zylinderkopfschrauben M3 x 6 mm
22k1 ............................................. R65 10μF/63V ..................................... C22 4 Zylinderkopfschrauben M3 x 35 mm
24k1 ............................................. R87 100μF/63V .......................... C41, C45 2 Zylinderkopfschrauben M3 x 16 mm
33k1 ............................................. R71 1000μF/16V ............................ C1, C2 2 U-Scheiben M4
39k1 ............................................. R95 22mF/25V ........................... C20, C21 4 U-Scheiben M3
47k1 ............................................. R54 17 Muttern, M3
56k1 ............................................. R84 Halbleiter: 11 Fächerscheiben, M3
68k1 ............................................. R68 7805 ............................................... IC1 1 Sensorschelle
100k1 ................. R53, R61, R62, R72 7905 ............................................... IC3 2 Lüfterkühlkörperhälften, LK75
120k1 ........................................... R83 LM358 ................................... IC4-IC6 1 Lüfter, 12VDC
180k1 ........................................... R70 CD4011 ......................................... IC7 1 Sternkühlkörper
220k1 .................................. R77, R85 BC548 .................................... T9, T10 1 Tube Wärmeleitpaste
1M1 ............................ R75, R76, R89 BC558 ...................................... T1, T8 18 Lötstifte, 1,3 mm, 20 mm lang
10M1 ........................................... R59 TIP142 6 Glimmerscheiben
PT10, liegend, 2501 .................... R56 (gleiche Produktionsserie) ......... T2-T7 6 Isoliernippel
PT10, liegend, 5001, ................... R46 2N3019 ......................................... T11 1 Polklemme, 4 mm, 35A, schwarz
Poti, 4 mm, 1k1 ........................... R47 1N4001 ............................ D1-D4, D29 1 Polklemme, 4 mm, 35A, rot
Poti, 4 mm, 10k1 ................. R48-R50 1N4002 ......................................... D30 2 Lötösen, 4 mm
1N4148 ................D14-D17, D23-D28 50 cm isolierte Leitung 1,5 mm2
Kondensatoren: DX400 .................................. D20-D22 12 cm isolierte Leitung 2,5 mm2, rot
10pF/ker ....................................... C32 ZPD5,6V ...................................... D32 12 cm isolierte Leitung 2,5 mm2, schwarz
22pF/ker .............................. C34, C38 KBPC3504 ......................... GL1, GL2 50 cm Schaltdraht, blank, versilbert

körperprofils. Zur Befestigung des Tem- Kontakte zu liegen kommen. Sitzen alle Wärmeleitpaste bestrichen werden. Zuvor
peratur-Sensors TS 1 ist in der unteren Transistoren korrekt, werden ihre Monta- werden sie jedoch mit den insgesamt 8
Einschub-Nut auf der linken Seite eben- geschrauben angezogen. Jetzt ist es zweck- Keramik-Kondensatoren C 12-C 19 be-
falls eine M3-Mutter einzuschieben. mäßig, dass die Transistoren auf eventuel- stückt. Je ein Kondensator kommt zwischen
Beginnend auf der rechten Seite, gehö- le Kurzschlüsse zum Kühlkörper hin über- 2 benachbarte Gleichrichter-Anschlussflä-
ren die Muttern mittig über die Transisto- prüft werden. Anschließend werden die Bein- chen (erst löten, wenn alle 4 Kondensatoren
ren T 4 bis T 7. Entsprechend gehören die chen der Transistoren mit den Anschlussstif- eines Gleichrichters bestückt sind).
Muttern der oberen Einschub-Nut auf der ten der Basisplatine sauber verlötet. Die Gleichrichter werden so montiert,
linken Seite zu den Transistoren T 2 und T 3 Als nächstes wird der Kühlkörper-Tem- dass GL 1 ca. 3 mm über das vordere Ende
sowie zu den beiden am Kühlkörperprofil peratursensor TS 1 mit einer Metall-Lei- des Kühlkörperprofils ragt und zwischen
zu befestigenden Brückengleichrichtern tungsschelle und einer Schraube M3 x 5 mm den Gleichrichtern kein Platz bleibt. Der
GL 1 und GL 2. Die Mutter der unteren Nut und der Mutter der unteren Montagenut befe- Plus-Anschluss von GL 1 soll dabei nach
ist direkt über die Anschlussbohrungen des stigt. Zwischen Schraubenkopf und Schelle unten links weisen und der Plus-Anschluss
Temperatursensors TS 1 zu positionieren. ist eine Fächerscheibe M3 vorzusehen; der von GL 2 nach unten rechts. Zur Befesti-
Die 6 Leistungstransitoren werden mit Sensor soll mit seiner Flachseite, die zuvor gung dienen Schrauben M3 x 16 mm, auf
je einer Glimmerscheibe versehen, die beid- mit etwas Wärmeleitpaste versehen wurde, die zuvor je eine Fächerscheibe M 3 und je
seitig mit etwas Wärmeleitpaste bestrichen genau mittig über die zugehörigen Platinen- eine Unterlegscheibe M4 aufzuschieben
wurde. Auf diese Paste darf angesichts der schlüsse liegen. Die Anschlussbeinchen sind sind. Die Schrauben sind fest anzuziehen.
hohen abzuführenden Leistungen keines- mit isoliertem Schaltdraht zu verlängern. Nach der mechanischen Befestigung
falls verzichtet werden. Die Transistoren Die beiden Leistungs-Gleichrichter be- kommen wir nun zur Verdrahtung der bei-
werden jeweils mittels einer Isolier-Buch- nötigen keine Glimmerscheibe. Vor der den Brückengleichrichter, unter Verwen-
se und einer Schraube M3 x 6 mm am Montage, mittels der verbleibenden freien dung von isoliertem Schaltdraht mit einem
Kühlkörper angeschraubt, sodass ihre An- Muttern im Kühlkörper, sollten diese aber Querschnitt von 1,5 mm2. Dazu werden 2
schlusspins genau über die zugehörigen an der Übergangsfläche ebenfalls dünn mit Leitungsabschnitte von 12 cm Länge, ein

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Bau- und Bedienungsanleitung

Leitungsabschnitt von 11 cm Länge und spannungsanschlüsse der beiden Gleich- Die Anschlussleitungen dieses Trafos
ein Leitungsabschnitt von 9 cm Länge be- richter anzulöten. haben folgende Belegung:
nötigt, die jeweils an beiden Enden auf Zum Verdrahten der beiden Ausgangs- gelbe Leitungen: Netzanschluss
8 mm Länge abisoliert und sorgfältig ver- polklemmen (Ausgangsbuchsen) dienen grüne Leitung: Wechselspannung GL 1
drillt werden.Die 12 cm langen Abschnitte isolierte, flexible Leitungsabschnitte mit rote Leitung: Wechselspannung GL 1
werden jeweils am Minus-Anschluss der einem Querschnitt von 2,5 mm2, die in die blaue Leitung: Wechselspannung GL 2
Gleichrichter angelötet. Der Plus-An- Platinenbohrungen BU 1 (+) und BU 2 (-) braune Leitung: Wechselspannung GL 2
schluss von GL 1 wird mit dem 9 cm langen einzulöten sind. Die beiden Polklemmen schwarze Leitungen:
Leitungsabschnitt und der Plus-Anschluss (Ausgangsbuchsen) sind jeweils mit einer Anschlusspunkte ST 1, ST 4
von GL 2 mit dem 11 cm langen Leitungs- Lötöse zu bestücken, an die die Kabelen- weiße Leitungen:
abschnitt bestückt. den unter Verwendung von viel Lötzinn Anschlusspunkte ST 2, ST 3
Die freien Leitungsenden sind durch die angelötet werden. Nachdem die Leiterplat-
zugehörigen Platinenbohrungen P 1 bis P 4 tenkonstruktion fertig gestellt ist, folgt eine Zur Verhinderung von Netzstörungen
zu führen und an der Lötseite mit viel gründliche Überprüfung hinsichtlich Löt- ist bei diesem Transformator parallel zur
Lötzinn zu befestigen. Dabei gilt folgende und Bestückungsfehlern. Primärwicklung ein 100nF-250V~X2-
Zuordnung: Zusammen mit einem geeigneten Lei- Kondensator erforderlich.
stungs-Netztransformator ist die Leiterplatte Panelmeter zur Spannungs- und Strom-
GL 1 + an P 1 in ein geeignetes geschlossenes Gehäuse ein- anzeige sind an die Lötösen der Platinen-
GL 1 - an P 2 zubauen, wobei unbedingt sämtliche VDE- anschlusspunkte A bis D anschließbar. So-
GL 2 + an P 3 und Sicherheitsvorschriften zu beachten sind. fern der Messeingang der verwendeten
GL 2 - an P 4 Unter der Bestell-Nummer 62-105-72 Panelmeter potentialfrei gegenüber den
ist ein geeigneter Ringkern-Netztransfor- Versorgungsspannungseingängen ist, kann
Im nächsten Arbeitsschritt werden dann mator mit 440 VA Leistung lieferbar. Die- die Spannungsversorgung direkt von der
das Leistungsrelais RE 1 und die beiden ser Transformator ist neben den beiden Netzteilplatine (ST 10 bis ST 13) erfolgen.
Siebelkos C 20 und C 21 mit viel Lötzinn Leistungswicklungen mit je 16 V und Nach dem Abschluss der Aufbauarbei-
eingebaut. Die beiden Sekundärwicklun- 13,5 A auch mit den erforderlichen Hilfs- ten steht ein besonders hochwertiges La-
gen des erforderlichen Hochleistungs-Netz- wicklungen zur Versorgung der Steuer- bor-Netzgerät zur Verfügung, das kaum
transformators sind direkt an die Wechsel- elektronik ausgestattet. noch Wünsche offen lässt.

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Bau- und Bedienungsanleitung

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