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Single License for Diaz Palancar, Alfredo, I DT MC PM BR 22

02-2010

H. Bogensperger/C.F.
CT IRC IS 1, MchP
+49 (89) 636-50087
Helga.Bogensperger@siemens.com

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BRIC Update 2010


Politik, Makroökonomie, Investitionsklima

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Inhaltsverzeichnis

1 Politik ............................................................................................................... 1
1.1 Brasilien................................................................................................... 1
1.1.1 Aktuelles ........................................................................................... 1
1.1.2 SWOT Analyse ................................................................................. 2
1.1.3 Politisches Risiko.............................................................................. 3
1.2 Russland.................................................................................................. 4
1.2.1 Aktuelles ........................................................................................... 4
1.2.2 SWOT Analyse ................................................................................. 4
1.2.3 Politisches Risiko.............................................................................. 5
1.3 Indien....................................................................................................... 5
1.3.1 Aktuelles ........................................................................................... 5
1.3.2 SWOT Analyse ................................................................................. 6
1.3.3 Politisches Risiko.............................................................................. 7
1.4 China ....................................................................................................... 7
1.4.1 Aktuelles ........................................................................................... 7
1.4.2 SWOT Analyse ................................................................................. 8
1.4.3 Politisches Risiko.............................................................................. 8

2 Makroökonomisches ...................................................................................... 9
2.1 BRIC Vergleich ........................................................................................ 9
2.2 Brasilien................................................................................................. 11
2.3 Russland................................................................................................ 12
2.4 Indien..................................................................................................... 13
2.5 China ..................................................................................................... 15

3 Investitionsklima........................................................................................... 17
3.1 Chancen der BRIC Länder .................................................................... 17
3.2 Brasilien: Beste Aussichten ................................................................... 20
3.3 Russland: Moskau ist nicht alles ........................................................... 21
3.4 Indien: Infrastruktur dringend benötigt................................................... 23
3.5 China: Die Masse macht`s .................................................................... 24
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4 Weitere IRC-Dienstleistungen ..................................................................... 26

I
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5 Quellen........................................................................................................... 31
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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Regionales Risiko Südamerika......................................................... 3


Abbildung 2: Stellenwert der BRIC Volkswirtschaften ........................................... 9
Abbildung 3: G3 gegenüber BRIC ......................................................................... 9
Abbildung 4: Bevölkerungswachstum BRIC Länder............................................ 10
Abbildung 5: China leads the BRICs ................................................................... 11
Abbildung 6: Zukunftsprognosen Brasilien .......................................................... 12
Abbildung 7: Zukunftsprognosen Russland......................................................... 13
Abbildung 8: Zukunftsprognosen Indien .............................................................. 14
Abbildung 9: Zukunftsprognosen China .............................................................. 16
Abbildung 10: Inflationsschätzungen weltweit ..................................................... 18
Abbildung 11: Politik der Zentralbanken.............................................................. 19
Abbildung 12: Nettoauslandsinvestitionen........................................................... 19
Abbildung 13: Wachstumsübersicht der Sektoren............................................... 20
Abbildung 14: Investititionspotenzial ................................................................... 22
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III
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1 Politik

1.1 Brasilien

1.1.1 Aktuelles
Mit Beginn der neuen Dekade wird die Regierung Brasiliens unzähligen
Neuerungen gegenüberstehen. Ein neuer Präsident wird gegen Ende 2010
gewählt. Die beeindruckende wirtschaftliche Performance unter Präsident
Luíz Ignácio Lula da Silva hat die Messlatte für folgende Regierungen hoch
gelegt. Zukünftige Aufgaben die es zu lösen gilt, aber auch Chancen zu
glänzen, sind z.B. die weitere Verbesserung der Lebensstandards, der
Weg aus der Wirtschaftskrise, die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2014 und
die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016.

Quelle: BMI (1), 2010


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1.1.2 SWOT Analyse

Quelle: BMI (2), 2010


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Abbildung 1: Regionales Risiko Südamerika

Quelle: BMI (2), 2010

1.1.3 Politisches Risiko


Brasiliens politisches Risikoprofil bleibt weiterhin höchst stabil, deshalb ist
die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas auch weiterhin unter den
vordersten Plätzen bezüglich Stabilität und politischer Kontinuität in der
Region. Diese Kontinuität wird auch weiterhin die guten
Risikoeinschätzungen beflügeln. Dennoch muss darauf aufmerksam
gemacht werden, dass die Region als Ganzes nicht so stabil bewertet
werden kann, da steigende politische Spannungen und Risiken in Bolivien,
Venezuela und einigen Ländern Zentralamerikas einen gewissen Grad an
Risiko darstellen, und dieses Momentum leicht nach Brasilien
“überschwappen” könnte.

Quelle: BMI (2), 2010


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1.2 Russland

1.2.1 Aktuelles
In den nächsten Jahren wird sich Russland einigen politischen
Herausforderungen gegenübersehen: eine schnell alternde Bevölkerung,
zurückgehende Bevölkerungszahlen, wirtschaftliche Instabilität,
andauernde Dispute mit Minoritäten und Nachbarländern. Ob diese
Herausforderungen angesichts der Zentralisierung aller Macht im Kreml
und der verbreiteten Korruption in angemessener und stabiler Form zu
meistern sind, ist fraglich.

Quelle: BMI (3), 2010

1.2.2 SWOT Analyse

Quelle: BMI (4), 2010


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1.2.3 Politisches Risiko


Auf kurze Sicht ist es wahrscheinlich, dass sich das politische Risiko
parallel zur Rezession erhöhen wird. Der Zuspruch für Präsident Medvedev
und Ministerpräsident Putin wird von ihren eins besten Werten von 70%
bzw. 80% fallen, das wird sich auch auf die Stabilität des politischen
Gefüges auswirken. Mögliche Folgen wären eine erhöhte Fluktuation und
Grabenkämpfe im Kabinett. Sollte die zunehmend populistische Wortwahl
aus Moskau im bisherigen Maße ansteigen, könnte dies belastende
Auswirkungen auf die Verhältnisse mit der EU, den USA, der NATO, den
baltischen Staaten, der Ukraine und Georgien haben.

Quelle: BMI (4), 2010

1.3 Indien

1.3.1 Aktuelles
Eine der zentralen Aufgaben wird es für die indische Regierung in den
kommenden Jahren sein, die Entscheidung über die Schaffung eines
neuen Staates Telanga zu fällen. Diese Entscheidung wird wegweisend
sein für all die Anfragen verschiedenster Territorien, die nach Souveränität
rufen. Indien ist ein vielfältiges Land, welches momentan 28 Staaten
umfasst, Heimat von hunderten von ethnischen Gruppen ist, und in dem
mehr als 1600 Sprachen gesprochen werden, 29 davon von jeweils mehr
als einer Million Menschen. Zu gewährleisten, dass all diese Gruppen
zufrieden sind und bleiben, wäre eine delikate Aufgabe für jede Regierung
dieser Welt, die rapiden Veränderungen im sozialen und wirtschaftlichen
Leben in Kombination mit limitierten finanziellen Ressourcen kommen dann
noch hinzu.

Quelle: BMI (5), 2010


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1.3.2 SWOT Analyse

Quelle: BMI (6), 2010


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1.3.3 Politisches Risiko


Die kurzfristige politische Risikoeinschätzung von 72.1 (Quelle BMI)
spiegelt eine unausgewogene Politik wieder, die in Folge mehrere
zerbrechlicher Regierungskoalitionen waren. Dieser Zustand, der schnelle
Veränderungen behindert, ist kurz- und mittelfristig negativ einzuschätzen,
gibt der Regierung aber langfristig mehr Stabilität und Kontinuität.
Langfristig sind eher die hohe Armutsrate und die tiefe ethnische,
sprachliche und religiöse Zerissenheit der Bevölkerung ein Risiko.

Quelle: BMI (6), 2010

1.4 China

1.4.1 Aktuelles
Obwohl es 2009 in China keine größeren gesellschaftlichen Aufstände
gegeben hat, als die Wirtschaft sich verlangsamte, bleibt es anfällig für
solche. Trotzdem sich die Wirtschaft in der letzten Hälfte des Jahres auf
beeindruckende Weise gefestigt hat, ist Vorsicht geboten, denn die
Regierung fährt ihre fiskalpolitischen Stimuli schon wieder gravierend
zurück. Dies könnte leicht einen erneuten Rückschlag für die Wirtschaft
hervorrufen.

Quelle: BMI (7), 2010


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1.4.2 SWOT Analyse

Quelle: BMI (8), 2010

1.4.3 Politisches Risiko


Kurzfristig liegt die Bewertung des politischen Risikos erfreulich niedrig,
was die politische Kontinuität der Ein-Partei-Regierung Chinas
widerspiegelt. Dieser „Segen“ auf kurze Sicht ist auf lange Sicht ein
Nachteil. Das Fehlen eines verlässlichen konstitutionellen Rahmengefüges
und die enge Kontrolle der politischen Freiheiten im Land drücken den
Wert.
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Quelle: BMI (8), 2010

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2 Makroökonomisches

2.1 BRIC Vergleich


Abbildung 2: Stellenwert der BRIC Volkswirtschaften

Quelle: Deutsche Bank (1), 2009

Abbildung 3: G3 gegenüber BRIC


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Quelle: Deutsche Bank (2), 2009

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Die Auslandsposition der BRIC-Länder hat sich massiv verbessert, was


sich aktuell in den hohen offiziellen Devisenreserven der Länder
widerspiegelt. In Bezug auf ihre Nettoauslandsinvestitionen waren 2008
jedoch nur China und Russland auch Nettogläubiger. China ist bereits der
weltweit zweitgrößte Nettogläubiger (hinter Japan). Vor dem Hintergrund
der gegenwärtigen Entwicklung wird China innerhalb der nächsten beiden
Jahrzehnte nicht nur die USA als weltweit größte Volkswirtschaft
überholen, sondern wohl auch Japan als weltweit größten internationalen
Gläubiger ablösen. Die rasch zunehmende Staatsverschuldung der G3-
Länder hat nach Ansicht einiger Beobachter den finanziellen Aufstieg der
BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China in den Vordergrund
gerückt. Während die Regierungen der G3-Länder mit Rekorddefiziten in
den öffentlichen Haushalten und einem rapiden Anstieg der
Staatsverschuldung zu kämpfen haben, ist die Verschuldung der BRIC-
Staaten auch nach der weltweiten Finanzkrise nahezu unverändert und die
fiskalpolitische Situation in weiten Teilen langfristig tragbar geblieben. In
Brasilien und Indien liegt die Staatsverschuldung in etwa auf dem Niveau
der G3-Länder, wohingegen China und Russland deutlich weniger
verschuldet sind. Sollte die russische Regierung gezwungen sein, ihre
fiskalischen Reserven anzugreifen, könnte die Verschuldung deutlich
ansteigen; in China dürfte sie jedoch auf absehbare Zeit auf niedrigem
Niveau verharren.

Quelle: Deutsche Bank (2), 2009

Abbildung 4: Bevölkerungswachstum BRIC Länder


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Quelle: Deutsche Bank (1), 2009

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Abbildung 5: China leads the BRICs

Quelle: Deutsche Bank (1), 2009

2.2 Brasilien
Ländername: Föderative Republik Brasilien (República Federativa
do Brasil)
Fläche: 8,5 Mio. qkm; 47% der Fläche Südamerikas
Hauptstadt: Brasília, 450.000 Einwohner (Bundesdistrikt 2,4 Mio.
Einwohner)
Bevölkerung: 192 Millionen, Wachstum 1,3% p.a.; ethnische Vielfalt
und Mischung, ca. 500.000 Indigene (ca. 220
Völker/ethn. Gruppen)
Landessprache: Portugiesisch in brasilianischer Variante
Staatsform: Präsidiale föderative Republik
Staatsoberhaupt und Regierungschef: Luiz Inácio Lula da Silva (PT)
Parlament: Nationalkongress (Congresso Nacional), besteht aus:
- Abgeordnetenhaus (Câmara dos Deputados, 513
Abgeordnete), Präsident: Michel Temer
(PMDP) und
- Senat (Senado Federal, 81 Senatoren), Präsident:
José Sarney de Araújo Costa (PMDP),
zugleich Präsident des Nationalkongresses.
Letzte Wahl am 01.10.2006, nächste Wahl im
Oktober 2010.
Präsident des Nationalkongresses: José Sarney de Araújo Costa
(PMDB)
Regierungsparteien: Lose Koalition eines breiten Parteienspektrums:
PT (Partei der Arbeiter), PMDB (Partei der
Demokratischen Bewegung Brasiliens), PR
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(Republikanische Partei), PP (Progressive Partei),


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PSB (Sozialistische Partei Brasiliens), PDT

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(Demokratische Arbeiterpartei), PTB (Partei der


Arbeit), Weitere kleine Parteien
Verwaltungsstruktur: 26 Bundesstaaten und ein Bundesdistrikt, über
5.500 Gemeinden (municípios)
Importe: 127 Mrd. USD (2009)
Exporte: 152 Mrd. USD (2009)
Bruttoinlandsprodukt: 1.482 Mrd. USD (2009)
BIP Wachstumsrate:0,1% (2009)
BIP pro Kopf: 10.200 USD (20098)
Arbeitslosigkeit: 7,4% (2009)

Abbildung 6: Zukunftsprognosen Brasilien

Quellen: Auswärtiges Amt (1), 2010 ♦ ISI (1), 2010 ♦ BMI (2), 2010 ♦ CIA (1), 2010

2.3 Russland
Ländername: Russische Föderation (Russland) - Rossiiskaja
Federazija (Rossija)
Landesfläche: 17.098.200 qkm
Hauptstadt: Moskau (10,47 Millionen Einwohner, Stand 2008)
Bevölkerung: Einwohner: 141,9 Millionen (Stand 1. Januar 2009),
Bevölkerungsdichte: 8,3 Einwohner/qkm, Anteile der
Ethnien (Stand 2003: insgesamt 160 ethnische
Gruppen): 79,8% Russen, 3,8% Tataren, 2,0%
Ukrainer, 1,1% Tschuwaschen, 1,1% Baschkiren,
0,8% Armenier, 0,4% Russlanddeutsche
Landessprache: Russisch
Regierungsform: Präsidialdemokratie mit föderativem Staatsaufbau
Staatsoberhaupt: Präsident der Russischen Föderation Dmitri
Anatoljewitsch Medwedew, Amtsantritt am 7. Mai
2008.
Regierungschef: Vorsitzender der Regierung der Russischen
Föderation Wladimir Wladimirowitsch Putin (seit 8.
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Mai 2008)
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Parlament: zwei Kammern:

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1. Staatsduma: 450 Deputierte, Vorsitzender Boris


Wjatscheslawowitsch Gryslow
2. Föderationsrat: 166 Senatoren (je zwei aus den 83
Föderationssubjekten Entsandte), Vorsitzender
Sergej Michailowitsch Mironow.
Importe: 266 Mrd. USD (2009)
Exporte: 343 Mrd. USD (2009)
Bruttoinlandsprodukt: 1.255 Mrd. USD (2009)
BIP Wachstumsrate:-8,5% (2009)
BIP pro Kopf: 15.200 USD (2009)
Arbeitslosigkeit: 8,9% (2009)

Abbildung 7: Zukunftsprognosen Russland

Quellen: Auswärtiges Amt (2), 2010 ♦ ISI (2), 2010 ♦ BMI (4), 2010 ♦ CIA (2), 2010

2.4 Indien
Ländername: Republik Indien, Republic of India, Bharatiya
Ganarajya (Hindi)
Landesfläche: 3.287.000 qkm (gut neun Mal die Fläche
Deutschlands)
Hauptstadt: New Delhi (Einwohnerzahl: circa 13,8 Millionen
Einwohner, "National Capital Territory of Delhi")
Bevölkerung: circa 1,027 Milliarden (Volkszählung 2001)
Wachstumsrate: circa 1,9% pro Jahr (Durchschnitt
der Jahre 1991-2001, letzte Volkszählung 2001),
1,606 % (Schätzung 2007)
Landessprachen: Hindi und Englisch als Landessprachen, 21 weitere
anerkannte Sprachen
Regierungsform: Parlamentarische Demokratie: Bundesstaat (28
Staaten, 6 Unions-Territorien, National Capital
Territory Delhi)
Staatsoberhaupt: Pratibha Devisingh Patil, Präsidentin von Indien,
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Amtsantritt: 25.07.2007
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Vertreter: Mohammad Hamid Ansari, Vizepräsident


von Indien, Amtsantritt: 10.08.2007
Regierungschef: Dr. Manmohan Singh, Premierminister von Indien
Amtsantritt: 22.5.2004 (im Amt bestätigt am
22.5.2009), Indian National Congress (INC)
Parlamentspräsident:
Unterhaus (Lok Sabha), Sprecherin: Meira Kumar
Oberhaus (Rajya Sabha), Vorsitzender: ex officio
Vizepräsident Mohammad Hamid Ansari
Regierungskoalition:
"United Progressive Alliance" (UPA), geführt vom
Indian National Congress, vereint Indian Trinamool
Congress (ITC), Dravida Munnetra
Kazhagam (DMK), Nationalist Congress Party (NCP),
Jharkhand Mukti Morcha (JMM) und National
Conference (NC) sowie fünf Abgeordnete
von Kleinstparteien.
in Indien ansässige Deutsche: circa 3.000 (Wirtschaft, Bildungswesen,
Kultur, Missionen)
in Deutschland ansässige Inder: circa 45.000

Importe: 275 Mrd. USD (2009)


Exporte: 174 Mrd. USD (2009)
Bruttoinlandsprodukt: 1.243 Mrd. USD (2009)
BIP Wachstumsrate:6,1% (2009)
BIP pro Kopf: 3.100 USD (2009)
Arbeitslosigkeit: 9,5% (2009)

Abbildung 8: Zukunftsprognosen Indien

Quellen: Auswärtiges Amt (3), 2010 ♦ ISI (3), 2010 ♦ BMI (6), 2010 ♦ CIA (3), 2010
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2.5 China
Ländername: Volksrepublik China (Zhonghua Renmin Gongheguo)
Größe des Landes: 9.597.995 qkm (inkl. Taiwan, Hongkong und Macau)
Hauptstadt: Peking (Beijing), Großraum: ca. 17 Mio. Einwohner,
darunter über fünf Mio. Wanderarbeiter
Bevölkerung: offizielle Angabe: 1,321 Mrd. (2007), ca. 92% Han-
Chinesen, sowie 55 Minoritäten (Zhuang, Mandschu,
Hui, Miao, Uighuren, Yi, Mongolen, Tibeter, Buyi,
Koreaner u. a), Jahresbevölkerungswachstum 0,6%
Landessprache: Standard-Hochchinesisch ("Putonghua"), Dialekte
des Chinesischen; verschiedene
Minderheitensprachen (Mongolisch, Tibetisch,
Uigurisch, Turksprachen, Koreanisch)
Staats-/Regierungsform: Sozialistische Volksrepublik
Staatsoberhaupt: Präsident Hu Jintao (seit 2003; 2008 für weitere fünf
Jahre im Amt bestätigt), zugleich Generalsekretär
und Mitglied des Ständigen Ausschusses des
Politbüros der KPCh
Regierungschef: Ministerpräsident des Staatsrats Wen Jiabao (seit
2003, 2008 für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt),
zugleich Mitglied des Ständigen Ausschusses des
Politbüros des ZK der KPCh
Parlament: Nationaler Volkskongress (NVK): 1 Kammer, rund
3.000 Abgeordnete, zuletzt im März 2009 von den
Volkskongressen der Provinzen für 5 Jahre gewählt,
Vorsitzender: Wu Bangguo, NVK wählt u. a. den
Staatspräsidenten, Vizepräsidenten und
Ministerpräsidenten
Regierungspartei: Kommunistische Partei der VR China (KPCh):
Zentralkomitee (rund 200 Mitglieder) mit Politbüro (25
Mitglieder) und dessen Ständigem Ausschuss (9
Mitglieder).
Verwaltungsstruktur: Zentralregierung in Peking, 22 Provinzen, 5
Autonome Regionen sowie vier
regierungsunmittelbare Städte (Peking, Tianjin,
Shanghai, Chongqing), zwei Sonderverwaltungs-
Regionen (Hongkong, Macau)
Importe: 963 Mrd. USD (2009)
Exporte: 1.182 Mrd. USD (2009)
Bruttoinlandsprodukt: 4.758 Mrd. USD (2009)
BIP Wachstumsrate: 8,4% (2009)
BIP pro Kopf: 6.500 USD (2009)
Arbeitslosigkeit: 4,3% (2009)
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Abbildung 9: Zukunftsprognosen China

Quellen: Auswärtiges Amt (4), 2010 ♦ ISI (4), 2010 ♦ BMI (8), 2010 ♦ CIA (4), 2010
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3 Investitionsklima

3.1 Chancen der BRIC Länder


Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise trifft die Entwicklungsländer
weitaus härter als die Finanzkrisen in den frühen 80er-Jahren
Lateinamerika oder in den späten 90er-Jahren Russland und Ostasien. Vor
allem der Zufluss privaten Kapitals bricht ein. Laut einem neuen Bericht der
Weltbank sind die Nettokapitalzuflüsse - einschließlich Investitionen – nach
fünfjährigem Anstieg auf 1200 Mrd. $ im Jahr 2007 im vergangenen Jahr
auf 700 Mrd. $ gesunken. 2009 kommt es noch schlimmer, die Weltbank
rechnet mit Zuflüssen von 363 Mrd. $.

Am Härtesten betroffen sind die Transformationsländer Europas und


Zentralasiens, die in den vergangenen Jahren die stärkste Magnetwirkung
entfalten konnten. Die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China
haben 2008 zumindest bei den ausländischen Investitionen (FDI) noch
relativ gut abgeschnitten: Der leichte Anstieg auf 583 Mrd. $ kam
hauptsächlich ihnen zugute. Die absoluten Verlierer aber sind die Länder
mit den niedrigsten Einkommen.

Langfristig jedoch bleibt die Erfolgsgeschichte der BRIC-Staaten intakt.


Bereits in 15 Jahren könnte ihr kumuliertes Bruttoinlandsprodukt (BIP)
mehr als halb so groß sein wie das der sechs führenden Industrienationen
(G 6). Bei diesem Tempo würden die Aufsteiger die Etablierten 2040 sogar
überholen. Befeuert wird diese ungeheure Dynamik zum einen von dem
Reichtum an fossilen Brennstoffen und Industriemetallen, über den etwa
Brasilien und Russland verfügen. Zum anderen punkten China und Indien
mit ihren exportstarken produzierenden Industrien. So ist Chinas
Industrieproduktion seit Juli 2007 ungeachtet der Turbulenzen um 29 %
gestiegen, die Indiens um 16 %.

Von großer Bedeutung ist jedoch nicht nur die Exportstärke, sondern vor
allem auch die ungebrochen starke Binnennachfrage. Denn der
wirtschaftliche Aufstieg lässt die Einnahmen der Konsumenten steigen. Im
Jahr 2025 könnten über 200 Millionen Menschen in den BRIC-Nationen
mehr als umgerechnet 15 000 US-Dollar im Jahr verdienen. Die sich
ausbreitende kaufkräftige Mittelschicht verlangt in steigendem Maße nach
möglichst hochwertigen Konsumgütern, Dienstleistungen und Immobilien.

Die zweite wesentliche Stütze der Binnenkonjunktur sind Investitionen in


Infrastruktur, seien es Straßen- und Schienennetze sowie Häfen für die
boomende Industrie oder eine zuverlässige Wasser- und Stromversorgung
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sowie Schulen und Krankenhäuser für die anspruchsvoller gewordene


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Bevölkerung. Die vier Schwellenländer befinden sich bei der Realisierung

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dieser Vorhaben in einer komfortablen Ausgangssituation: Während die


Industrieländer noch mit den Auswirkungen der Finanz- und
Wirtschaftskrise ringen, vor allem mit einer überbordenden
Staatsverschuldung, erfreuen sich die Emerging Markets einer soliden
Haushaltslage. Ihre hohen Fremdwährungsreserven und unvermindert
sprudelnden Exporteinnahmen ermöglichen Investitionen in bisher nicht
gekanntem Ausmaß.

Abbildung 10: Inflationsschätzungen weltweit

Quelle: Goldman Sachs, 11 2009

Der Analyst Goldman Sachs sieht 2010 und 2011 keine


ernstzunehmenden Risiken bezüglich der Inflations- oder Deflationsgefahr,
auch nicht in China. Trotz der anhaltenden Kreditkrise liegt das
Wachstumspotential der Weltwirtschaft insgesamt bei 4%, was der
Erholungsphase erlauben sollte, ohne Inflationsdruck auszukommen.
Besonders die anhaltende Nachfrage in den BRIC Ländern und anderen
Emerging Markets zeichnet sich im Vergleich zur eher schleichenden
Erholung der G7 ab.

Im Vollreport finden Sie zusätzlich die Studie von Goldman Sachs „The
BRICs Nifty Fifty: Winners From Emerging Markets“ (2009)
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Quellen: Financial Times Deutschland, 06/2009 ♦ Börsenzeitung, 11/2009 ♦


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Goldman Sachs, 11/2009

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Abbildung 11: Politik der Zentralbanken

Quelle: Deutsche Bank (1), 2009

Abbildung 12: Nettoauslandsinvestitionen

Quelle: Deutsche Bank (2), 2009


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3.2 Brasilien: Beste Aussichten


Brasilien hat einen beeindruckenden Wandel vom wirtschaftlichen
Sorgenkind zur Vorzeigevolkswirtschaft vollzogen, v.a. was die
wirtschaftliche Stabilität anbetrifft. Aber auch das Wachstum hat sich in den
letzten Jahren deutlich erhöht und stieg von durchschnittlich 2,5% in der
Dekade vor 2003 auf durchschnittlich 4,7% in den Jahren 2003 bis 2008
an. Angesichts des globalen wirtschaftlichen Gegenwinds, der während der
nächsten Jahre zu erwarten ist, wird sich eine Fortsetzung des Wachstums
in diesem Tempo als sehr schwierig erweisen; ein Zuwachs um
durchschnittlich 4% p.a. im Verlauf der nächsten Dekade ist jedoch
erreichbar.

Quelle: Deutsche Bank (3), 08 2009

Abbildung 13: Wachstumsübersicht der Sektoren

Quelle: Oxford Economics, 2009


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Im Vollreport finden Sie zusätzlich den Artikel aus McKinsey Quarterly


„Five Priorities for Brazils Economy“
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3.3 Russland: Moskau ist nicht alles


Die Stadt Moskau ist zweifelsohne das politische, wirtschaftliche und
finanzielle Zentrum Russlands. Russland hat jedoch noch mehr zu bieten
als nur Moskau. Im Jahr 2007 waren über 50% der Kreditinstitute des
Landes in Moskau ansässig, und mehr als 50% der ausländischen
Direktinvestitionen flossen dorthin; am Bruttosozialprodukt und an der
Bevölkerung der Region hatte die Stadt jedoch nur einen Anteil von unter
25% bzw. unter 8%. Außerhalb Moskaus bieten sich zahlreiche
Investitionschancen in den russischen Regionen. Allerdings ist es
schwierig, in einem so großen und vielseitigen Land wie Russland
attraktive Investitionsstandorte zu finden.
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Abbildung 14: Investititionspotenzial

Quelle: Deutsche Bank (4), 11 2009

Die wirtschaftliche Größe der Regionen – gemessen als


Bruttoregionalprodukt (BRP) in Russland – ist sehr unterschiedlich. Die
Stadt Moskau ist mit einem BRP von USD 274 Mrd. im Jahr 2007
unangefochten Russlands wirtschaftliches Zentrum; hier werden 24% des
russischen BIP erwirtschaftet. Nach Moskau kommt die rohstoffreiche
Region Tjumen (keine der 9 besten Regionen) mit USD 114 Mrd., gefolgt
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von der Region Moskau (USD 53 Mrd.) und von Sankt Petersburg (USD 45
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Mrd.). In den 9 führenden Regionen wurden im Jahr 2007 zusammen 45%


des russischen BRP erwirtschaftet.
Die BRP-Wachstumsraten waren in allen 9 führenden Regionen hoch und
lagen im Zeitraum von 2000 bis 2007 zwischen 5,8% und 10,3%. Von 2000
bis 2007 verzeichnete die Region Rostow die höchste Wachstumsrate der
neun großen Regionen. Dies deutet auf den ersten Blick auf Konvergenz
hin, da Rostow im Jahr 2000 diejenige der 9 führenden Regionen mit dem
niedrigsten BRP pro Kopf war. Es gibt jedoch keine klaren Belege für eine
Konvergenz des BRP in den 9 führenden Regionen. Dies steht mit Studien
im Einklang, denen zufolge eine Konvergenz der Einkommen nur in
bestimmten Regionen oder in bestimmten Zeiträumen stattzufinden schien.
Auch das BRP pro Kopf ist sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt lag das
Bruttoregionalprodukt pro Kopf in Russland im Jahr 2007 bei USD 6.300,
wobei eine beträchtliche Standardabweichung von USD 5.000 verzeichnet
wurde. Die reichste Region war mit Abstand die rohstoffreiche, aber
spärlich besiedelte Region Tjumen (3,3 Millionen Einwohner) mit einem
BRP pro Kopf von USD 34.000 im Jahr 2007.38 In den 9 führenden
Regionen lag das BRP pro Kopf zwischen USD 26.225 (Moskau) und USD
4.300 (Region Rostow).

Quelle: Deutsche Bank (4), 11 2009

3.4 Indien: Infrastruktur dringend benötigt


Im aktuellen Haushalt setzt Finanzminister Pranab Mukherjee auf erhöhte
Staatsausgaben, um die Verlangsamung des privaten Konsums und den
Investitionsrückgang aufzufangen. Gelder fließen insbesondere in
Infrastrukturprojekte, Steuererleichterungen sowie
Beschäftigungsmaßnahmen für die Landbevölkerung. Ein viertes
Konjunkturpaket wurde entgegen der Erwartungen bisher nicht vorgestellt.

Im Mittelpunkt des von Mukherjee Ende Februar 2009 vorgestellten dritten


Stimulus-Pakets steht die Senkung der Service Tax auf Dienstleistungen
um zwei Prozentpunkte auf 10% und der Verbrauchssteuer (Central Excise
Duty; CED) um ebenfalls zwei Prozentpunkte auf 8%. Außerdem wurde im
Kfz- und Textilsektor die MwSt gesenkt; beide Branchen leiden besonders
unter der abgeschwächten Konjunktur. Daneben verabschiedete die
Regierung branchenübergreifende Hilfsprogramme für Unternehmen
(Investitionsanreize, Exporthilfen, etc.), Kreditvergünstigungen im
Infrastruktursektor (Gesamtwert: rund 3,1 Mrd. Euro), Unterstützung für
Exportkredite (rund 0,8 Mrd. Euro) sowie absatzfördernde Maßnahmen im
Bereich Nutzfahrzeuge. Zudem sind die Kreditgarantien für kleine und
Kleinstunternehmen erhöht und inflationsbegrenzende Schritte im Bereich
der Zölle und "countervailing duties" (Grenzausgleichsabgaben)
Country Report

zurückgenommen worden.
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In die Infrastruktur sollen bis 2012 mehr als 200 Mrd. US$ investiert
werden. Die Finanzierung der Vorhaben ist jedoch teilweise noch nicht
geklärt. Indiens Bundesstaaten wollen mit Hilfe von Public Private
Partnerships (PPP) ihre marode Infrastruktur modernisieren und ausbauen.
Die Zentralregierung hat ihnen dafür weitere Unterstützung zugesagt. Unter
anderem wurden die Beschränkungen für die Kreditaufnahme bei
Infrastrukturprojekten im laufenden Finanzjahr 2009/10 für die
Bundesstaaten gelockert. Die Führung in New Delhi hofft, durch die
geringere Haushaltsdisziplin die Konjunktur in den Regionen zu beleben
und neue Impulse für den Arbeitsmarkt zu geben.

Es bestehen Beteiligungsmöglichkeiten beim Bau von Häfen und Flughäfen


sowie Lieferchancen bei Baumaschinen, Gebäudetechnik und
energieeffizienten Baustoffen. Außerdem werden Beratungsleistungen bei
der Planung großer Infrastrukturprojekte und in der Stadtentwicklung
nachgefragt.

Die Kapazitäten im Stromsektor reichen nicht aus, um den wachsenden


Energiehunger des Subkontinents zu stillen. Bis 2017 sind deshalb
Investitionen über 250 Mrd. $ in die Stromerzeugung geplant, aber auch
hier ist die Finanzierung zum Teil noch unklar. Für deutsche Unternehmen
könnten sich Beteiligungschancen im Kraftwerksbau ergeben. Zudem
bestehen Liefermöglichkeiten für Hersteller von Kraftwerksausrüstung
sowie Stromübertragungs- und -verteilungstechnik.

Quelle: GTI (1), 2009 ♦ Financial Times, 12/2009

3.5 China: Die Masse macht`s


Um die Folgen der Finanzkrise zu dämpfen, kündigte die VR China im
November 2008 ein Konjunkturpaket im Umfang von 4.000 Mrd. RMB (rund
390 Mrd. Euro, 1 Euro = 10,25 RMB - Jahresdurchschnitt 2008) an. Derzeit
befindet es sich in der Umsetzung. Über die Hälfte des Pakets soll in den
Infrastrukturausbau fließen.
Mit nationaler Unterstützung werden vor allem große Projekte
vorangetrieben. Dazu zählen Ausbau und Modernisierung der Bahn
(Hochgeschwindigkeitslinien), U-Bahn-Ausbau in zahlreichen Großstädten
sowie der Bau von 50 neuen und die Modernisierung von 90 bestehenden
Flughäfen bis 2010. Einige Projekte werden in Zentral- und Westchina
umgesetzt. Außerdem sind 210 Mrd. RMB für den Umweltschutz
vorgesehen. Doch auch sozialer Wohnungsbau und Aufbau sozialer
Sicherungssysteme stehen im Fokus. In diesen Bereich flossen nach
Aussagen von Premier Wen Jiabao bis Juli 2009 rund 52% der im Rahmen
des Konjunkturprogramms von der Zentralregierung zur Verfügung
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gestellten Mittel. Knapp 25% wurden in Umweltschutz, Energieeinsparung


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und Innovationsförderung gesteckt und fast 23% der bis dato von der

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Zentralregierung im Rahmen des Programms getätigten Investitionen


fanden im Infrastrukturbereich statt.
Vor allem die zügige Umsetzung des Programms sowie ein Anstieg der
Investitionen (Fixed Asset Investment) im öffentlichen Bereich und von
staatlich dominierten Unternehmen haben bislang einen stärkeren
Wachstumseinbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verhindert.

Quelle: GTI (2), 2009

Im Vollreport finden Sie zusätzlich die Studie von Deloitte, “Staying one
step ahead – Hot topics on investing in China” (2009), sowie zum
allgemeinen Thema Investitionsklima die Studie von
PriceWaterhouseCoopers, “Paying taxes 2010”
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4 Weitere IRC-Dienstleistungen

IRC-Reports
Weitere IRC-Reports finden Sie im Intranet unter
http://irc.siemens.de/goto/reports_de.html. Sie beinhalten verwandte
Themen zu den BRIC Ländern bzw. Länder allgemein wie z.B.:

Doing business in Latin America - Main focus on: Brazil and Argentina and
Peru 06/2009

Investitionsklima in Russland 07/2009

Doing Business in Russia 07/2009

Human Resources in India 04/2009

Investitionsklima in Indien 07/2009

Emerging Multinationals - How Emerging Multinationals are Threatening


Western Firms 10/2008

Intellectual Property in China in times of economic crisis 07/2009

China, India & Romania: Intellectual property protection, export controls


and data protection 07/2009

Investitionsklima in China 07/2009

Human Resources in China 04/2009

Investment, Labor Markets and Offshoring in Asia: China - India - Thailand


- Malaysia - Vietnam - Indonesia - Philippines 03/2009

oder zu aktuell brandheißen Themen wie

Leistungsschwache Arbeitnehmer in Zeiten der Krise - Der richtige Umgang


mit Low Performern 07/2009

HR decision making during the recession 02/2009

Schwarze Rhetorik - Wie Sie durch geschicktes Formulieren all Ihre Ziele
erreichen 03/2009
Country Report

Rhetorisch erfolgreich - Einfache Tipps wie SIE sich durchsetzen! 03/2009


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5 Quellen
Auswärtiges Amt (1), „Länderinfo Brasilien“, abgerufen 01/2010
Auswärtiges Amt (2), „Länderinfo Russland“, abgerufen 01/2010
Auswärtiges Amt (3), „Länderinfo Indien“, abgerufen 01/2010
Auswärtiges Amt (4), „Länderinfo China“, abgerufen 01/2010
BMI Business Monitor International (1), „Political Outlook Q2 2010 Brazil”,
02/2010
BMI Business Monitor International (2), „Brazil Business Forecast Report
Q2 2010”, 01/2010
BMI Business Monitor International (3), „Political Outlook Q2 2010 Russia”,
02/2010
BMI Business Monitor International (4), “Russia Business Forecast Report
Q1 2010”, 01/2010
BMI Business Monitor International (5), „Political Outlook Q2 2010 India”,
02/2010
BMI Business Monitor International (6), „India Business Forecast Report Q2
2010”, 01/2010
BMI Business Monitor International (7), „Political Outlook Q2 2010 China”,
02/2010
BMI Business Monitor International (8), „China Business Forecast Report
Q2 2010”, 01/2010
Börsenzeitung, „BRIC Staaten bleiben für Investoren attraktiv”, 25.11.2009
CIA (1), „The World Factbook Brazil“, 02/2010
CIA (2), „The World Factbook Russia“, 02/2010
CIA (3), „The World Factbook India“, 02/2010
CIA (4), „The World Factbook China“, 02/2010
Deloitte, „Staying one step ahead: Hot topics on investing in China“, Herbst
2009
Deutsche Bank Research (1), „BRIC Capital Markets Monitor”, 12/2009
Deutsche Bank Research (2), „BRIC-Länder als internationale
Finanzmächte“, 01/2010
Deutsche Bank Research (3), „Brasilien – Vorbild für Länder
Lateinamerikas mit schlechter Wirtschaftspolitik?“, 08/2009
Deutsche Bank Research (4), „Die russischen Regionen“, 11/2009
Country Report

Financial Times Deutschland, „Geldfluss in Entwicklungsländer versiegt“,


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22.06.2009

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BRIC Update 2010 02-2010

Financial Times, „A critical bottleneck in road to growth“, 16.12.2009


Goldman Sachs, „Global Economics Weekly“, 2.12.2009
Goldman Sachs, „Global Portfolio Strategy – The BRICs Nifty 50: The EM
& DM winners”, 11/2009
GTI Germany Trade and Invest (1), „Konjunkturprogramme weltweit –
Indien“, 11/2009
GTI Germany Trade and Invest (2), „Konjunkturprogramme weltweit – VR
China“, 11/2009
ISI Emerging Markets (1), „Macro Consensus Brazil“, 02/2010
ISI Emerging Markets (2), „Macro Consensus Russia“, 02/2010
ISI Emerging Markets (3), „Macro Consensus India“, 02/2010
ISI Emerging Markets (4), „Macro Consensus China“, 02/2010
ISI Emerging Markets (5), „Demographic and Labour Market Key Indicators
Brazil“, 02/2010
ISI Emerging Markets (6), „Demographic and Labour Market Key Indicators
Russia“, 02/2010
ISI Emerging Markets (7), „Demographic and Labour Market Key Indicators
India“, 02/2010
ISI Emerging Markets (8), „Demographic and Labour Market Key Indicators
China“, 02/2010
Oxford Economics, „Brazil: Sectoral Prospects Briefing“, Winter 2009
PricewaterhouseCoopers, „Paying Taxes 2010: The global picture“, 2009
The McKinsey Quarterly, „Five priorities for Brazil`s economy“, 2007
Country Report
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