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LANDESPERSONAL
VERTRETUNG

INFORMATION
für
Menschen mit Behinderungen
im NÖ Landesdienst
LPV

Geschätzte Kollegin, geschätzter Kollege!

Für die Personalvertretung ist die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen mit Behinde-
rungen im NÖ Landesdienst ein wichtiges Thema. Als zentralen Aspekt in diesem Zusammen-
hang sehen wir den Begriff lnklusion, bei dem der Fokus nicht in der Anpassung des lndividuums
an die Gesellschaft, sondern auf dem gesellschaftlichen System, das es zu verändern gilt, liegt.
Speziell im NÖ Landesdienst wird dies durch die erfolgreich gelebte Sozialpartnerschaft mit dem
Dienstgeber sowie die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Behindertenvertrauenspersonen
weiterentwickelt. So konnten wir ua. in der Vergangenheit gemeinsam bauliche Barrieren reduzie-
ren bzw.=auch gänzlich barrierefrei gestalten und werden natürlich weiterhin alles daran setzen,
menschliche wie bauliche Barrieren entsprechend zu mindern.

Mein Dank gilt unserer Zentralbehindertenvertrauensperson Andreas Mühlbauer, seinem Team


und allen Personen, die tagtäglich für die Kolleginnen und Kollegen mit Behinderungen im NO
Landesdienst da sind und allen, die an der Erstellung der vorliegenden Broschüre mitgewirkt
haben. Kolleginnen und Kollegen mit Behinderungen, aber auch deren Angehörigen, soll diese
Broschüre Orientierung, lnformationen und Kontaktdaten für den Arbeitsbereich und den Alltag
geben.

Abschließend möchte ich allen Kolleginnen und Kolleginnen mit Behinderungen danken, denn nur
durch sie und ihre tagtägliche Einsatzbereitschaft ist die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes in
vielen Bereichen des NÖ Landesdienstes überhaupt möglich!

alvertretung

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ZENTRAI,BDHIN DE,RTEN -

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die vorliegende aktualisierte Auflage der Broschüre für,,Menschen mit Behinderungen im NÖ


Landesdienst" soll lhnen als kleiner Wegweiser durch die Vielzahl.'an Fördermöglichkeiten
und Ansprechpartnern dienen. Sie ist aber auch Ausdruck des gemeinsamen Denkens und
Handelns zwischen der Personalvertretung und den Behindertenvertrauenspersonen für die
Kolleginnen und Kollegen im NÖ Landesdienst.

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit lhren persönlichen Anliegen an die Behindertenvertrau-
ensperson lhrer Abteilung oder direkt an mich zu wenden.

lch wünsche lhnen viel Freude und Erfolg!

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Andreas Mühlbauer,
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Zentra be
I h i nd erte nvertrau e nsperson

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» INHALTSVERZEICHNIS

Definitionen 5 Zuschuss zur Erlangung einer Lenkerberechtigung 12

Schritte zum Bescheid des Bundessozialamtes 5 Zuschuss zum Kauf und behindertengerechten Umbau
eines KFZ 12
Besondere Rechte im NÖ Landesdienst
für Menschen mit Behinderungefl Mobilitätszuschuss 13

Urlaub 6 Wohnbauförderung 13
Kuraufenthalt 6
Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung
erhöhter Kündigungsschutz
14
6

für Angehörige von Menschen mit Behinderungen Assistenzhunde 14

Freistellung zur Pflege eines behinderten Kindes 6


lnfo für GehörloSe 14

Ansprechpartner
Steuerbefreiungen 15
Landespersonalvertretung (LPV) 7
Dienstellenpersonalvertretung (DPV) 7
Arbeitnehmerveranlagung 15

Behindertenvertrauenspersonen (BVP) 7 Pendlerpauschale 16


Zentralöprecher (ZBVP) 7
Pendlereuro 16
Der Behindertenpass 8
Euro-Key 16
Weitere Ausweise und Vergünstigungen
Notruf 17
Parkausweis für Behinderte gem. § 29 b SIVO 8
Befreiung von d. Entrichtung d. Parkometerabgabe 8 Wichtige Adressen

Befreiung von der KFZ-steuer (motorbezogene Wegweiser im lnternet 18

Versicherungssteuer) I Landespersonalvertretung 18

Kostenlose Autobahnvignette I Bundesministerium für Arbeit, Soziales,

Mautermäßigung I Gesundheit und Konsumentenschutz 18

ErmäßigterMitgliedsbeitragbeiARBÖ/ÖAMTC I Sozialmin isteriumservice 18

Fahrpreisermäßigungen f. Menschen m. Behinderung 9 NÖ Pflegehotline 18

Barrierefreie Bahnreisen für mobilitätseingeschränkte K0BV - der Behindertenverband 18

Personen 10 Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen 19

Barrierefreie Flugreisen (Austrian Airlines) für lnformationen und Kontaktadresse für Gehörlose

Menschen mit Behinderungen 10 und Schwerhörige 19

Befreiung von RadioJFernsehgebühr 10 lnformationen und Kontaktadressen für Blinde

Zuschuss zu Fernsprechentgelten 10 und Sehbehinderte 19

Befreiung von der Ökostrompauschale 10 SEBUS - Schulungseinrichtung für blinde

Rezeptgebühren befreiu n g 11 und sehbehinderte Menschen 19

GÖD Gewerkschaft öffentlicher Dienst 19


Pflegegeld 11
ÖnUfC Behindertenberatung '19

Zuschüsse zu Hilfsmitteln und behindertengerechten


Um- Ein- und Zubauten 12

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» DEFINITTONEN
Was versteht man unter Behinderung?
Das österreichische Recht kennt keinen einheitlichen Behindertenbegriff. Für Gleichstellungsfragen
gilt die Definition des § 3 Bundes-Behinderten-Gleichstellungsgesetzes (BGstG): ,,Behinderung ist
die Auswirkung einer nicht nur vorübergehenden körperlichen, geistigen oder psychischen Funkti-
onsbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung der Sinnesfunktionen. Diese erschwert die Teilhabe am
Leben in der Gesellschaft. Als nicht nur vorübergehend gilt ein Zeitraum von mehr als voraussicht-
lich sechs Monaten."

Was sind ..begünstigte Behinderte"?


Grundsätzlich können nur erwerbsfähige Menschen den Status ,,begünstigte Behinderte" erhalten.
Begünstigte Behinderte sind österreichische Staatsbürger/innen, EU- bzw. EWR-Bürgerlinnen oder
anerkannte Flüchtlinge mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 %.

Wie wird der Grad der Behinderung festgestellt?


Die Feststellung des Grades der Behinderung erfolgt üblicherweise durch das Sozialministerium-
service oder nach einem Arbeitsunfall auch durch die AUVA. Es wird ein Bescheid ausgestellt, aus
dem die Eigenschaft als ,,begünstigte/r Behinderte/r" hervorgeht.

» SCHRITTE ZUII BESCHEID DES SOZIALMINISTERIUMSERVICE


- 1. Antragstellung: Den Antrag auf Feststellung zur Zugehörigkeit zum Personenkreis der
begünstigten Behinderten erhalten Sie bei den Landesstellen des Sozialministerium-
services oder auf www.sozialministeriumservice.at
- 2. Einladung zur ärztlichen Untersuchung: durch ärztliche Sachverständige beim Sozialministe-
riumservice
- 3. Bekanntgabe des Ergebnisses mit der Möglichkeit der Stellungnahme der behinderten Person
- 4. Ausstellung des Bescheides: Der Besitz eines Bescheides nach dem Behinderteneinstel-
lungsgesetz ist im Dienstweg an die Personalabteilung zu melden, d,h. der Bescheid ist in der
Dienststelle vorzulegen.

Gegen den Bescheid kann die antragstellende Person Beschwerde an das Bundesverwaltungs-
gericht erheben. Gemäß Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes aus dem Jahre 2011 kann eine
begünstigt behinderte Person auch die Streichung aus dem Kreis der begünstigt behinderten Per-
sonen verlangen.
lnformation für GÖD-Mitglieder: Bei Beschwerde kann GÖD-necntsschutz beantragt werden!

Achtung: Bei Beantragung einer Neufestsetzung des Grades der Behinderung bitte vorher
Absprache mit der jeweiligen BVP, da es aufgrund der neuen Einschätzungsverordnung zu einer
Herabsetzu ng des Behindertengrades kommen kan n.
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» BESONDERE RECHTE IM NÖ LANDESDIENST
... für Menschen mit Behinderunqen
Urlaub
Für begünstigte Behinderte im neuen Dienstrecht (LBG) erhöht sich das Urlaubsausmaß um 40
Arbeitsstunden. lm alten Dienstrecht (LVGB oder DPL 1972) erhöht sich das Urlaubs-ausmaß für
Bedienstete mit einem Grad der Behinderung zwischen 25 % und 49 % um 24 Arbeitsstunden bzw.
ab einem Grad der Behinderung von 50 % um 48 Arbeitsstunden. Bei Teilzeitbeschäftigung aliquot.

Kuren
Kuraufenthalte, die von Sozialversicherungsträgern bewilligt sind, werden bei begünstigten Behin-
derten auf den Erholungsurlaub nicht angerechnet.
ACHTUNG: Für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Kindergartenbereich empfehlen wir zu den Themen-
bereichen=lJrlaub und Kuren eine persönliche Kontaktaufnahme mit der Zentralbehindertenvertrauensperson
bzw. Landespersonalvertretung, da es bei lhnen Abweichungen zu oben angeführten lnformationen gibt.

Erhöhter Kündigungsschutz
- Begünstigte Behinderte, deren Dienstverhältnis vor dem '1.1.2011 begründet wurde, haben einen
besonderen Kündigungsschutz. Die Kündigung eines/einer begünstigt behinderten Bediensteten
darf vom Dienstgeber erst dann ausgesprochen werden, wenn der beirn Sozialministeriumservice
eingerichtete Behindertenausschuss (nach Anhörung der Personalvertretung) zugestimmt hat.
- Keine Zustimmung ist erforderlich bei:
- Kündigung während der ersten 6 Monate des Dienstverhältnisses
- einvernehmlicher Lösung
- Enden eines befristeten Dienstverhältnisses durch Zeitablauf
- begründeter Entlassung durch den Dienstgeber
Für begünstigte Behinderte, deren Dienstverhältnis nach dem 1.1.2011 begründet wurde, gilt dieser
besondere Kündigungsschutz erst nach 4 Jahren.

... für Anqehöriqe von Menschen mit Behinderunqen

Freistellung zur Pflege eines behinderten Kindes


Unter gewissen Voraussetzungen (2. B. gemeinsamer Haushalt, maximales Lebensalter des Kindes
45 Jahre) ist auf Antrag die Freistellung zur Pflege eines behinderten Kindes zu gewähren. Derar-
tige Zeiten werden bis zum Erreichen des Beginnes des Kindergartenjahres, in dem das Kind das
vierte Lebensjahr erreicht zur Gänze angerechnet, danach zur Hälfte.
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LPV
» ANSPRECHPARTNER
Landespersonalvertretung (LPV)
Die Landespersonalvertretung ist die gesetzliche Dienstnehmerlnnenvertretung aller NÖ Landes-
bediensteten, die nicht in betriebsratsbetreuten Dienststellen (Landeskliniken u. -pflegeheime)tätig
sind. Die LPV ist im Landesdienst für rund 15.000 Kolleginnen und Kollegen in 177 Dienststellen
zuständig. Sie ist die Dachorganisation aller Dienststellenpersonalvertretungen und hat gemäß dem
NÖ Landespersonalvertretungsgesetz die beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen
und kulturellen lnteressen der Bediensteten des Landes NÖ zu vertreten. Überdies hat die LPV da-
für einzutreten, dass die zugunsten der Bediensteten geltenden Gesetze, Verordnungen, Verträge,
Dienstordnungen, Erlässe und Verfügungen eingehalten und durchgeführt werden.

Auf der Homepage der LPV - worin Sie zahlreiche lnformationen und Angebote vorfinden - wurde
ein eigener lnformationsbereich für den gewählten Zentralsprecher der Behindertenvertrauensper-
sonen eingerichtet. Hier finden Sie vertiefende lnformationen, Broschüren oder auch Links zu wich-
tigen nstitutionen (http://www. pv. co.at/zbvpl).
I I

Dienstellenpersonalvertretu ng (DPV)
Die Dienststellenpersonalvertretung ist die gesetzliche Dienstnehmerlnnenvertretung der NÖ Lan-
desbedienstetefi in der jeweiligen Dienststelle und hat den Auftrag, die dienststellenbezogenen ln-
teressen der Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu vertreten. Diese Aufgabenteilung zwischen LPV
und DPV ermöglicht es, der Personalvertretung rasch und effizient zu agieren.

Behindertenvertrauenspersonen (BVP)
Die Behindertenvertrauensperson hat die wirtschaftlichen, gesundheitlichen, sozialen und kulturel-
len lnteressen der begünstigten Behinderten im Einvernehmen mit der Personalvertretung wahr-
zunehmen. Sind in einer Dienststelle mindestens 5 begünstige Behinderte dauernd beschäftigt, ist
eine Behindertenvertrauensperson und ein/e Stellvertreterlin zu wählen. Sind in der Dienststelle
mindestens 15 begünstigte Behinderte beschäftigt, sind zwei Stellvertreter/innen zu wählen, bei
mindestens 40 begünstigten Behinderten in der Dienststelle sind drei Stellvertreter/innen zu wählen.
Aus deren Kreis wird ein/e Zentralsprecher/in gewählt.

Zentralsprecher (ZBVP)

Dienststelle Name, Funktion DW E-Mail


NÖ Landhaus Mühlbauer Andreas (Z-BVP) 13521 andreas.muehlbauer@noel.gv.at
BH Mödling Gruber Lucia (Z-BVP-Stv) 34430 lucia, gruber@noel.gv.at

Die gesamte Liste aller Behindertenvertrauenspersonen (-Stv) sollte als Beiblatt dieser Broschüre
anhängig sein. Die aktuellste Version finden Sie jederzeit unter www.lpv.co.at/zbvp.
» DER BEHINDERTENPASS
Sobald ein rechtskräftiger Bescheid vorliegt, mit dem der Grad der Behinderung festgestellt wurde,
kann beim Sozialministeriumservice die Ausstellung eines Behindertenpasses beantragt werden.
Diverse Eintragungen in diesen Ausweis können zu weiteren Vergünstigungen verhelfen.

Voraussetzung
Wohnsitz oder ständiger Aufenthalt in Österreich sowie ein Grad der Behinderung von mindestens
50 %.

Antragstellung
Die Antragstellung erfolgt mit Formblatt, Lichtbild (Passbild) und Nachweisen der Behinderung bei
der jeweils zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservices.
Alle Eingaben sowie die Ausstellung des Behindertenpasses sind gebührenfrei!

Dem Behindertenpass kommt Bescheidcharakter zu. Menschen mit Behinderung, die z.B. mit der
Einschätzung ihres Grades der Behinderung nicht einverstanden sind, können somit direkt Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben, ohne zunächst die Ausstellung eines geson-
derten Bäscheides beantragen zu müssen.
BeiBeschwerdekannGÖD.Rechtsschutzbeantragtwerden!

» WEITERE AUSWEISE UND VERGUNSTIGUNGEN


Parkausweis für Behinderte gem. § 29 b StVO
Per§onen, die über einen Behindertenpass mit der Zusatzeintragung ,,Unzumutbarkeit der Benüt-
zung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung" verfügen, können die
Ausstellung eines Ausweises gemäß § 29 b StVO beantragen. Mit diesem Ausweis darf auf Behin-
dertenparkplätzen, in Parkverboten, in Kurzparkzonen ohne zeitliche Beschränkung sowie in Fuß-
gängerzonen in der Zeit, in der Ladetätigkeit erlaubt ist, geparkt werden. Weiters darf zum Ein- oder
Aussteigen und zum Ein- oder Ausladen der für die gehbehinderte Person benötigten Behelfe (2.8.
Rollstuhl) auf Straßenstellen mit Halte- und Parkverbot sowie in zweiter Spur gehalten werden.

Erforderliche Unterlagen sind ein Antragsformular und ein aktuelles Passfoto, die Ausstellung des
Parkausweises ist gebührenfrei. Die Anträge sind beim Sozialministeriumservice einzubringen, An-
tragstellerln ist die behinderte Person,

Befreiung von der Entrichtung der Parkometerabgabe


Fahrzeuge, die von dauernd stark gehbehinderten Personen (Selbstfahrerlnnen) abgestellt werden
oder in denen solche Personen befördert werden (Beifahrerlnnen), gilt die Befreiung von der Park-
gebühr, wenn die Fahrzeuge mit dem Parkausweis gem. § 29 b SIVO gekennzeichnet sind.

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LPV G**

Besitzerlnnen eines Ausweises gemäß § 29 b SIVO oder lnhaberlnnen eines Behindertenpasses


mit der Zusatzeintragung ,,Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel" oder ,,Blind-
heit" können beider Haftpflichtversicherung um Befreiung von der motorbezogenen Versicherungs-
steuer ansuchen. Voraussetzung ist die Zulassung des KFZ auf die behinderte Person bzw. die
vorwiegende Verwendung des KFZfür die behinderte Person.

Kostenlose Autobahnvi gnette


lnhaberlnnen eines Behindertenpasses, in dem ,,Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Ver-
kehrsmittel" oder ,,Blindheit" eingetragen ist und auf die ein KFZ zugelassen ist, können bei der
zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservices eine kostenlose Jahresvignette anfordern.
Wurde die Mautvignette bereits gekauft und die genannten Voraussetzungen sind erfüllt, kann eine
Rückerstattung der Kosten bei der Mautgesellschaft (ASFINAG) beantragt werden,

Mautermäßigung
Personen, die sowohl einen eingeschränkten Führerschein als auch einen Ausweis gem. § 29 b
StVO besitzen, können bei den Mautstellen eine ermäßigte Jahreskarte beantragen.

Ermäßigter Mitgliedsbeitrag bei ARBÖ/ÖAMTC


Beide Kraftfahrorganisationen gewähren behinderten Kraftfahrerlnnen in der Kategorie ,,Autofah-
rerlnnen" ermäßigte Mitgliedsbeiträge.

Fahrpreisermäßigungen für Menschen mit Behinderung


Personen, die einen Behindertenpass mit einem Grad der Behinderung von mindestens 70 %
oder mit dem Vermerk ,,kann die Fahrpreisermäßigung nach dem Bundesbehindertengesetz in
Anspruch nehmen" besitzen, können einen Rabatt von 50 % auf ÖgB-Standard-Einzelfahrkarten
erhalten. Sitzplatzreservierung und Rollstuhlplatz ist gratis. Der Behindertenpass ist im Zug mitzu-
führen!
Bei Personen, die einen Behindertenpass mit dem Vermerk ,,Der/Die lnhaberln des Passes bedarf
einer Begleitperson" besitzen, reist eine Begleitperson gratis. Der Behindertenpass ist im Zug mit-
zuführen!
Ein Assistenzhund reist gratis, sofern im Behindertenpass ,,Der/Die lnhaberln des Behindertenpas-
ses benötigt einen Assistenzhund (Blindenführ- Service- oder Signalhund)", ,,stark sehbehindert"
oder,,blind" eingetragen ist oder der Hund mit einem entsprechenden Geschirr als Assistenzhund
gekennzeichnet ist. Der Behindertenpass ist im Zug mitzuführen!
Blinde mit Hauptwohnsitz in Wien erhalten die Jahreskarte der Wiener Linien gratis.
Gehörlose mit Hauptwohnsitz in Wien erhalten einen 50%igen Zuschuss zur Jahresnetzkarte der
Wiener Linien (Achtung: der Zuschuss ist einkommensabhängig!)

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Barrierefreie Bahnreisen für mobilitätseingeschränkte Personen
Um eine erforderliche Hilfestellung am Bahnhof bestmöglich organisieren und gewährleisten zu
können, wird eine Voranmeldung des Reisewunsches mindestens 24 Stunden vor der Abfahrt (bei
Auslandsreisen mindestens 48 Stunden vorher) benötigt. Bestellte Tickets können am Bahnhof oder
am Fahrkartenautomat abgeholt werden. Auf Wunsch werden die Reiseunterlagen auch per Post
zugesandt. lnformationen erteilt das ÖBB Kundenservice unter 05-1717 DW 5 bzw. unter www.
oebb.at.

Es ist eine Buchung spätestens 48 Stunden vor Abflug erforderlich. Bei telefonischer Reservierung
sollte auf spezielle Bedürfnisse hingewiesen werden, bei Online-Buchung ist ein Online-Formular
auszufüllen. Für behinderte Personen, die die Sicherheitsanweisungen des Bordpersonals nicht
verstehen, sich im Evakuierungsfall nicht selbst helfen können oder die Hilfestellung (2.8. Toilette)
brauchen, ist eine Begleitperson erforderlich. Blindenführ- und Partnerhunde werden kostenlos in
der Passagierkabine befördert, diese müssen an der Leine geführte und vorangemeldet werden.

Für mobilitätseingeschränkte Personen ist ein ärztliches Attest vorzulegen, ausgenommen bei chro-
nischer Behinderung oder chronischer Krankheit. Gehör- oder sehbehinderte Fluggäste können ihre
Reise ohne ärztliches Attest antreten.

Bei Mitnahhe des eigenen Rollstuhles sind bei der Buchung die Maße, Gewichte und Besonderhei-
ten (faltbar, E-Rollstuhl usw.) anzugeben. Der Transport von bis zu 2 Mobilitätshilfen pro Fluggast ist
kostenlos. Zusammenklappbare Rollstühle können bis zum Abflugsgate benutzt werden, elektrische
oder batteriebetriebene Rollstühle sind aus Sicherheitsgründen von dieser Regelung ausgenommen.

Die Mehrheit der AUA-Langstreckenflugzeuge ist mit behindertengerechten Toiletten ausgestattet.


ln manchen Flugzeugen ist standardmäßig ein Bordrollstuhl an Bord.

Befreiung von Radio-/Fernsehgebühr


Pflegegeldbezieherlnnen, Gehörlose oder schwer hörbehinderte Personen, deren Haushaltsnetto-
einkommen einen bestimmten Richtsatz nicht übersteigt, können diese Befreiung beider Gebühren-
infoservice GmbH (GlS) beantragen.

Zuschuss zu Fernsprechentgelten
Pflegegeldbezieherlnnen, Gehörlose oder schwer hörbehinderte Personen, sowie Bezieherlnnen
einer Pflegezulage oder Blindenzulage, deren Haushaltsnettoeinkommen einen bestimmten Richt-
satz nicht übersteigt, können diese Befreiung bei der Gebühreninfoservice GmbH (GlS) beantragen.

Befreiung von der Ökostrompauschale


Personen, die einen Zuschuss zu den Fernsprechentgelten beziehen, können bei der Gebühren-
infoservice GmbH (GlS) eine Befreiung von der Ökostrompauschale sowie eine Befreiung von der
Bezahlung des 20 Euro übersteigenden Teil des Ökostromförderungsbeitrags beantragen.

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Rezeptgebührenbefreiu n g
Diese Befreiung zielt auf die soziale Schutzbedürftigkeit der Anspruchswerber ab. Es kommt dabei
primär auf das Einkommen an, ein erhöhter Medikamentenbedarf wird berücksichtigt. Die entspre-
chenden Anträge sind bei der zuständigen Krankenkasse einzubringen.

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» PFLEGEGELD
Zweck des Pflegegeldes ist es, pflegebedingte Mehraufwendungen in Form eines Beitrages pau-
schaliert abzügelten und die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern. Damit sollen die Möglich-
keiten, ein selbstbestimmtes und bedürfnisorientiertes Leben zu führen, verbessert werden.
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Voraussetzungen
- ständiger Betreuungs- und Hilfsbedarf wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Be-
hinderung bzw. einer Sinnesbehinderung, die voraussichtlich mindestens 6 Monate andauern wird
- ständiger Pflegebedarf von mindestens 65 Stunden im Monat
- gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich

Einstufung
Je nach Ausmaß der Pflegebedürftigkeit ist eine Einreihung in sieben verschiedene Pflegegeldstu-
fen möglich. Für die Beurteilung des nötigen Pflegebedarfes werden medizinische Sachverständige
beigezogen, wobei für die Betreuung- und Hilfsmaßnahmen fixe Zeitsätze bzw. Mindestwerte ge-
setzlich vorgegeben sind. Wird auch eine andere pflegebezogene Leistung bezogen (2.B. Pflegezu-
lage gem. KOVG, erhöhte Familienbeihilfe), wird das Pflegegeld entsprechend gekürzt.

Zuständigkeit
Zuständig ist die jeweilige Pensionsversicherungsanstalt (PVA bzw. BVA). Der Antrag auf Pflege-
geld kann formlos eingebracht werden, ärztliche Atteste oder Befunde sind beizulegen.

Erhöhungsantrag
Bei wesentlicher gesundheitlicher Verschlechterung ist eine Erhöhung des Pflegegeldes möglich.
Wird innerhalb der Jahresfrist ein Erhöhungsantrag gestellt, ist die Vorlage eines Verschlechte-
rungsbefundes erforderlich.

: Bei gesundheitlicher Verbesserunq kann das Pfleqeqeld auch herabqesetzt werden!


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» ZUSCHÜSST ZU HILFSMITTELN UND BEHINDERTEN.
GERECHTEN UM., EIN- UND ZUBAUTEN
Hilfsmittel können beispielsweise sein: Schreib-/Lesegerät, Gehhilfe, Hörgerät, Kombibuggy, Elekt-
rofahrstuhl, Kopfschutzhelm, Weckuhr für Gehörlose, Rollator, Rollstuhl, Schrägliegebett, Stehhilfe,
Pulsoxymeter, Treppensteiggerät, Badezimmerumbau, Einbau eines Treppenlifts, etc.

Zuständigkeit
Bezirksverwaltungebehörde, Fachgebiet Soziale Verwaltung. Weiters können Anträge beim Sozi-
alministeriumservice, bei der PVA und beim Unterstützungsfonds der zuständigen Krankenkasse
gestellt werden.

Erforderliche Unterlagen
Sozialhilfeantrag ausgefüllt; Kostenvoranschlag; Aktuelle Befunde, Behindertenausweis; Einkom-
mensnachweis; Pflegegeldbescheid; Verordnung; Entscheidung von der Krankenkasse bei Hilfs-
mitteln

» ZUSCHUSS ZUR ERLANGUNG EINER LENKERBERECHTIGUNG


Dieser ZuJchuss kann begünstigten Behinderten gewährt werden, wenn damit die Suche nach
einem Arbeitsplatz bzw. die Ausübung einer Beschäftigung verbunden sind. Der Zuschuss ist ein-
kommensunabhängig und kann bis zu 50 % der Kosten betragen.

Voraussetzung
Besitz eines Behindertenpasses mit der Zusatzeintragung ,,Unzumutbarkeit der Benützung öffentli-
cher Verkehrsmittel".

Antragstellung
Bei der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat.

» ZUSCHUSS ZUM KAUF UND BEHINDERTENGERECHTEN


UMBAU EINES KFZ
Dieser Zuschuss kann begünstigten Behinderten gewährt werden und ist einkommensabhängig.

Voraussetzung
Besitz eines Behindertenpasses mit der Zusatzeintragung ,,Unzumutbarkeit der Benützung öffentli-
cher Verkehrsmittel".

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LPV ,r;-
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Antragstellung
Bei der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat, weiters können Anträge
beim Sozialministeriumservice und bei der PVA gestellt werden. Beim Sozialministeriumservice ist
Voraussetzung, dass das KFZ für die Suche oder Erreichung des Arbeitsplatzes erforderlich ist. Bei
der Bezirksverwaltungsbehörde muss lediglich Behinderung vorliegen.

Erforderliche U nterlagen
Sozialhilfeantrag (ausgefüllt); Kostenvoranschlag für das KFZ; Kopie vom Führerschein; Einkom-
mensnachweis; Pflegegeldbescheid; Nachweis über die Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigten
Behinderten;

» MOBILITATSZUSCHUSS
Dieser Zuschuss soll den behinderungsbedingten Mehraufwand mindern, der im Zusammenhang
mit der Fahrt zumlvom Arbeitsplatz oder mit der Ausübung der Beschäftigung steht, Der Mobilitäts-
zuschuss ist eine Pauschalabgeltung, die Gewährung erfolgt unabhängig vom Einkommen.

Antragstellung
Bei der zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservices.

» WOHNBAUFORDERUNG
Voraussetzung für eine Förderung ist ein Mindeststandard beim Energiebedarf.

Errichtung eines Eigenheimes


Zusätzliche kann Familienförderun g gewäh rt werden:
1. Für Erwachsene mit einem Grad der Behinderung ab 55 % und für Erwachsene mit Pflegebe-
dürftigkeit ab Pflegestufe ll in der derzeitigen Höhe von € 7.500,--.
2. Für jedes Kind, für das erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird, in der derzeitigen Höhe von
€ 10.000,-- (Stand: August 2019).

Sanieruno eines Eioenheimes


Förderung der nötigen Umbaumaßnahmen für pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung.

Erhöhter Wohnzuschuss
Die Höhe des Wohnzuschusses richtet sich nach dem Familieneinkommen und der finanziellen
Belastung. Für pflegebedürftige Menschen (ab Pflegestufe ll) bzw. für Menschen mit einer Behinde-
rung ab 55 % erfolgt eine begünstigte Berechnung des Wohnzuschusses durch Herabsetzung der
Berechnungsbasis für das Familieneinkommen.

Zuständigkeit
Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Wohnbauförderung
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» UNTERSTUTZUNGSFONDS FUR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG
Aus dem Unterstützungsfonds können Menschen mit Behinderungen, die durch ein mit ihrer Behin-
derung im Zusammenhang stehendes Ereignis in eine soziale Notlage geraten sind, Zuwendungen
gewährt werden, sofern rasche Hilfe die Notlage mildern oder beseitigen kann. Die Zuwendungen
erfolgen nach Maßgabe der Fondsmittel in Form von Geldleistungen.

Antragstellung
erfolgt bei der zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservices.

» ASSISTENZHUNDE
Mit der am 1.1.2015 in Kraft getretenen Novelle zum Bundesbehindertengesetz wurden die Voraus-
setzungen für die Anerkennung von Assistenzhunden und Therapiejhunden gesetzlich verankert. Als
,,Assistenzhunde" werden nunmehr Blindenführ-, Service- und Signalhunde gesetzlich anerkannt, so-
fern sie richtlinienkonform positiv beurteilt wurden. Mit der Durchführung der Beurteilungen wurde das
Messerli Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinischen Universität Wien als Prüfstelle beauftragt.

Für die lnanspruchnahme von Zutrittserleichterungen ist eine Zusatzeintragung im Behindertenpass


erforderlich: ,,Der/Die lnhaberln des Behindertenpasses benötigt einen Assistenzhund (Blindenführ-,
Service- oäer Signalhund)". Die Kenndecke hilft, dass der Assistenzhund in der Öffentlichkeit leicht
zu erkennen ist.
Eine Förderung zur Anschaffung eines Assistenzhundes können Personen mit einem Grad der
Behinderung von mindestens 50% erhalten, sofern dieser für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit
zur Erhöhung ihrer Mobilität benötigt wird. Eine Zuwendung für Therapiehunde kann nicht erfolgen.

Diesbezügliche Anträge können an das Sozialministeriumservice sowie an die jeweiligen Bezirks-


verwaltungsbehörde gestellt werden.

» INFO FÜR GEHÖRLOSE


Spitäler mit Videodolmetschern für Gebärdensprache
ln einem Pilotversuch wird ein Videodolmetsch-Service für Gebärdensprache in Spitälern getestet.
Die Dolmetscher/Dolmetscherinnen können unkompliziert per Video zu jedem Gespräch zwischen
ArzllArztin und Patient/Patientin zugeschalten werden. Nähere lnformationen beim Landesverband
NÖ der Gehörlosenvereine.

NÖ Dolmetschzentrale
Über ein Gebärdensprachdolmetschnetzwerk (GDN) des Landesverbandes NÖ der Gehörlosenvereine kön-
nen Gebärdensprachdolmetscher/innen beauftragt werden. Weiters werden in NÖ Bezirkshauptmannschaf-
ten Sprechtage von Gebärdensprachdolmetscherlnnen sowie Sprechtage einer Kommunikationsassistentin
und Sozialberaterin abgehalten. Nähere lnformationen beim Landesverband NÖ der Gehörlosenvereine.

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LPV
» STEUERBEFREIUNGEN
Von der Einkommensteuer sind unter anderem befreit:
- Versorgungsleistungen und Entschädigungen nach div. Versorgungsgesetzen
- Leistungen nach dem Behinderteneinstellungsgesetz
- Leistungen aus öffentlichen Mitteln oder aus einer Stiftung wegen Hilfsbedürftigkeit
- Sachleistungen aus der gesetzlichen Sozialversicherung
- Erhöhte Familienbeihilfen, Unfallrenten
- Kostenerstattungen aus Sozialversicherungsmitteln für gesundheitliche Maßnahmen
Die Geltendmachung erfolgt beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt,

» ARBEITN EH M ERVERAN LAGU NG


Die Arbeitnehmerveranlagung kann vom Arbeitnehmer/von der Arbeitnehmerin innerhalb von fünf
Jahren ab dem Ende des Veranlagungszeitraumes beantragt werden. Hat der/die Steuerpflichtige
erhöhte Werbungskosten oder Sonderausgaben zu bestreiten, können diese bei der Arbeitnehmer-
veranlagung im Rahmen der allgemein gültigen Vorschriften geltend gemacht werden.
Hinsichtlich der außergewöhnlichen Belastungen gibt es für Menschen mit Behinderungen folgende
Bestimmungen:

Außergewöhnliche Belastungen
Kosten, die im Zuge einer Krankheit (= gesundheitliche Beeinträchtigung, die eine Heilbehandlung
bzw. Heilbetreuung erfordert) von demider Steuerpflichtigen zu tragen sind, z.B.
- Arzt- und Krankenhaushonorare
- Aufwendungen für Medikamente
- Rezeptgebühren
- Ambulanzgebühren
- Behandlungsbeiträge
- Aufwendungen für Heilbehelfe (Zahnersatz, Sehbehelfe, Hörgeräte, Prothesen, Gehbehelfe usw.)
- Kosten für Fahrten zum Arzl bzw. ins Spital
- Fahrtkosten der Angehörigen anlässlich des Besuchs der erkrankten Person
- Kosten für die im Spital untergebrachte Begleitperson bei Spitalsaufenthalt eines Kindes
- Aufwendungen für Ferngespräche mit der Familie bei längerem Krankenhausaufenthalt
- Selbstbehalte für Heilbehelfe und Heilmittel
- Zuzahlung zu Kur- und Rehabilitationsaufenthalten
- Kostenbeiträge nach dem Landes-Krankenanstaltengesetz

Abzuziehen sind Kostenersätze, die von anderen Trägern (Krankenversicherung, Krankenzusatz-


versicherung, U nfallversicherun g etc) geleistet werden.

Zuständigkeit
Die Arbeitnehmerveranlagung ist beim Wohnsitzfinanzamt einzubringen.
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» PENDLERPAUSCHALE
Dauernd stark gehbehinderten Erwerbstätigen, denen die Benützung eines öffentlichen Verkehrs-
mittels unzumutbar ist, steht das große Pendlerpauschale zu. Eine solche Behinderung liegt je-
denfalls vor, wenn eine der Voraussetzungen erfüllt ist, wie sie auch für die Befreiung von der
motorbezogenen Versicherungssteuer gelten. Das Pendlerpauschale kann entweder direkt beim
Dienstgeber oder beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt geltend gemacht werden.

» PENDLEREURO
Personen, die einen Anspruch auf Pendlerpauschale haben, steht zusätzlich der Pendlereuro als
steuerlicher Absetzbetrag zut Verfügung. Der Pendlereuro ist ein Jahresbetrag und wird berechnet,
indem die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit zvüei multipliziert wird. Die Berück-
sichtigung des Pendlereuros erfolgt direkt durch den Dienstgeber.

» EURO.KEY
Der Schlüssel sperrt WCs, Schrägaufzüge und mehr. Er ist unter bestimmten Voraussetzungen
kostenlos srhältlich.

Der euro-key ist beim Behindertenrat zu beantragen,


Die Liste der österreichweiten euro-key Standorte, kann man auf der Hompage des Behindertenra-
tes als PDF downloaden. Diese wird laufend aktualisiert.

Wer kann einen euro-key bestellen?


Eine lnhaberin oder ein lnhaber eines gültigen Bundesbehindertenpasses - mit entsprechender
Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt - oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Be-
hinderung nach § 29b SIVO.

Folgende Zusatzeintragungen im Behindertenpass bestätigen den Bedarf:


Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter; Mobilitätseinschrän-
kung; Bedarf einer Begleitperson; D3 - Gesundheitsschädigung gem. § 2 Abs. 1 dritter Teilstrich VO
303/1996 liegt vor; Überwiegend auf den Gebrauch eines Rollstuhles angewiesen; ist hochgradig
sehbehindert; ist blind; ist taubblind;

Als lnhaber oder lnhaberin eines gültigen Bundesbehindertenpasses ohne der erforderlichen Zu-
satzeintragungen, benötigen Sie ein ärztliches Attest für den kostenlosen Erhalt eines Euro-keys.
Sollte keines der Dokumente vorhanden sein, ist der Nachweis des Bedarfs in Form eines ärztlichen
Attestes zu erbringen. Darin ist die Notwendigkeit der Benützung barrierefreier Einrichtungen aus
medizinischer Sicht zu bestätigen. ln diesem Fall ist der Schlüssel kostenpflichtig.
16
LPV
Wie wird bestellt?
ACHTUNG! Es wird nur das aktuelle Formular mit Stand Mai 2018 angenommen, weil nur dieses
den neuen Datenschutzbestimmungen entspricht. Besonders wichtig: Kreuzen Sie bitte am Formu-
lar an, dass Sie der Datenverarbeitung zustimmen - nur so können Sie einen euro-key erhalten!
Das Euro-key Bestellformular kann als PDF-Formular heruntergeladen und ausfüllt werden.
Den Nachweis der Behinderung beilegen - die Kopie des Bundesbehindertenpasses oder die Kopie
des Ausweises nach § 29 b StVO (jeweils Vorder- und Rückseite)- und an folgende Adresse senden:

Österreichischer Behindertenrat
Kennwort ,,euro-key"
1100 Wen, Favoritenstraße 111111
oder per E-Mail an eurokey@behindertenrat.at

Euronotruf 112
Feuerwehr 122
Polizei 133
Rettung 144
Gehörlosen-Notruf Fax oder SMS an 0800 133 133
Arztefunkdienst 141

Vergiftungsinformation (VlZ) 01 / 406 43 43


Telefonseelsorge 142
Sozialpsychiatrischer Notdienst 01 / 313 30
Opfer-Notruf 0800 112 112
Hotline Gesu ndheitsberatun g 1450
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» WICHTIGE ADRESSEN
Wegweiser im lnternet
Menschen mit Behinderungen und die Personen in ihrem Umfeld sehen sich im Alltag häufig vor
Hürden und Schwierigkeiten gestellt. Für eine mögliche Lösung dieser Probleme bedarf es ange-
sichts der ziemlich verwirrenden Vielfalt von Zuständigkeiten, Anlaufstellen und Unterstützungsan-
geboten vorerst einmal der Orientierung. Der lnternetwegweiser www.help.gv.at bietet zahlreiche
Hinweise und lnformationen für die Zusammenarbeit mit Amtern und Behörden.

NÖ Landespersonalvertretun g
Büro der Landespersonalvertretung
Landhausplalzl, Haus 5,3109 St. Pölten
Tel:02742 9005 12555
Fax:02742 9005 13900
E-Mail: post.lpv@noel. gv.at
www.lpv.co.at

Bundesministerium für Arbeit, Soziales. Gesundheit und Konsumentenschutz


Über den Broschürenservice des Sozialministeriums ist die Schriftenreihe ,,ElN BLICK" kostenlos zu
beziehen. Acht,,ElN-BLICK-Hefte" widmen sich jeweils einem bestimmten Themenkreis.
Stubenring 1, 1010 Wien
Tel,01/71100-0
E- Mail pos!@sozialmi nisterium.at
Internet www.sozialmi nisterium.at
Broschürenservice: broschu renservice@sozialministeriu m.at

Sozialministeriumservice
Zentrale (zuständig für östliches und südliches Niederösterreich)
Babenbergerstr. 5, 1010 Wien
Tel. 05 99 88 (österreichweit zum Ortstarif)
Fax 05 99 88-2131
E- M a i I post.wie n @ sozia m i n i steri u m se rvi ce.
I at
I nternet www.sozialministeriumservice.at

Landesstelle Niederösterreich
Daniel-Gran.Straße 8/3. Stock, 3100 St. Pölten
Tel.0 27 421 31 2224
Fax0 27 421 31 2224 - 76 55
E-Mai I post. niederoesterreich@sozialministeriumservice.at

NÖ Pfleqehotline
Landhausboulevard, Haus Z 3109 St. Pölten
fel027 4219005-9095
E-Mall post. pflegehotline@noel.gv.at

KOBV -der Behindertenverband


Lange Gasse 53, 1080 Wien
Tel. 01 / 406 15 86-0
Fax 01 I 406 15 86 - 12
E-Mail kobv@kobv.at
lnternet www.kobv.at
18
Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen
Wiener Straße 54 i Stiege A / 2. Stock
Torzum Landhaus, 3109 St. Pölten
fel027 421 22644
Fax0 27 421 226 86
E-Mail info@selbsthilfenoe.at
Internet www.selbsthilfenoe,at

Landesverband NO der Gehörlosen


Rennbahnstraße 43/Top 5, 3100 St. Pölten
Tel.0 27 42 I 21 9 90
Fax027 42121 990-20
E-Mail office@gehoerlos-noe.at
nternet www.gehoerlos-noe.at
I

Österreichischer Blinden- und Sehbehindertenverband


Landesgruppe Wien, Niederösterreich und Burgenland
Louis Braille Haus, Hägeling. 4 - 6, 1140 Wien
-
Tel. 01 I 981 89 112
E-Mail office@blindenverband-wnb.at
Internet www. bHndenverband-wnb. at

Hietzinger Kai 85 / 3. Stock, 1130 Wien


Tel, 01 I 98275 84 - 222
Fax 01 I 9827584-229
E-Mail office@sebus.at
lnternet www.sebus.at

GÖD Gewerkschaft öffentlicher Dienst


Abteilung Behinderung, Gesundheit und Recht - Mag. Gerald Nimführ
Teinfaltstraße 7, 1010 Wien
Tel. 01 I 53454
Fax 01 I 53454 -239
Email goed.bgr@goed.at

Behindertenberatung beim ÖAMTC


Wien, Niederösterreich, Burgenland
Barbara Reiter
Baumgasse 129, 1030 Wien
Tel. 01 1711 gg 21283
Fax 01 I 711 992021283

Beratung in Gebärdensprache
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Jürgen Muß
1030 Wien, Baumgasse 129
E-Mail gehoerlosenservice@oeamtc.at
Fax 01 I 250962021 689
SMS/Whatsapp/Videotelefon: 0664 613 1612
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Herausgeber: Landespersonalvertretung der NÖ Landesbediensteten, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten


lnhalt: Andreas Mühlbauer, Lucia Gruber und Team
Gestaltung: Landespersonalvertretung und Amtsdruckerei
Fotos: @ Africa Studio, @ m schuckart, @ Jakub Krechowicz, @ goodluz - Fotolia

@ carballo, @ sippakorn, @ charakter.photos,


Druck: Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Gebäudeverwaltung, Amtsdruckerei

Stand August 2019


Wir möchten darauf hinweisen dass es sich hierbei um eine lnformationsbroschüre handelt.
Anderungen, lrrtümer, Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Wir sind bemüht, so weit wie möglich geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden.
Wo uns dies nicht gelingt, gelten die entsprechenden Begriffe im Sinne der Gleichbehandlung
grundsätzlich für beide Geschlechter,