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Siebenbürger Sachsen 1

Die Siebenbürger Sachsen sind die deutschsprachige Minderheit aus Siebenbürgen (im


heutigen Rumänien). In Siebenbürgen leben heute ca. 16000 Siebenbürger Sachsen. In
Deutschland leben heute ca. 250.000 Mitglieder dieser Gemeinschaft, weitere leben in
Österreich, den USA und Kanada. Der Verband versteht sich als Anlaufstelle für die kulturellen
und sozialen Belange der mittlerweile mehrheitlich in Deutschland lebenden Siebenbürger
Sachsen.

Wer sind die Siebenbürger Sachsen?


 Geschichte der Deutschen in Rumänien
 Siebenbürger Sachsen - Teil des deutschen Volkes
 Weiterführende Verweise

Geschichte der Deutschen in Rumänien - Einführung


von Anneli Ute Gabanyi

In den vergangenen knapp sechzig Jahren, seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, ist in
Rumänien ein Kapitel deutscher Siedlungsgeschichte in seiner bisherigen Form zu Ende
gegangen. Bei der Volkszählung des Jahres 1930 bekannten sich 745.421 gleich 4,1 Prozent
insgesamt von 18.057.028 rumänischen Staatsbürgern zur deutschen Nationalität. Auf dem
Territorium Rumäniens, das als Folge der Bestimmungen der nach dem Ersten Weltkrieg
geschlossenen sogenannten Pariser Vorortverträge seine Ausdehnung mehr als verdoppelt
hatte, lebten damals zwölf deutsche Siedlergruppen: Siebenbürger Sachsen, Banater und
Sathmarer Schwaben, Bessarabiendeutsche, Buchenlanddeutsche, Dobrudschadeutsche,
Landler, Durlacher, Deutschböhmen, Steyrer, Temeswarer, Zipser. Sie unterschieden sich
hinsichtlich ihrer Herkunftsgebiete, dem Zeitpunkt ihrer Einwanderung, ihrer Siedlungsgebiete
und ihrer historischen Entwicklung.

Bei der letzten Volkszählung vom Januar 1992 wurden in Rumänien nur noch 119.646
Deutsche gezählt. Das entsprach 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung von damals
22.810.035. Die beiden zahlenmäßig wichtigsten noch in Rumänien verbliebenen
Siedlergruppen umfassen, zu ungefähr gleichen Teilen, die Siebenbürger Sachsen, die im
zentralrumänischen Hochland zwischen den West-, Ost- und Südkarpaten siedeln, und die
Banater Schwaben in dem im Westen Rumäniens gelegenen Gebiet, das durch die Flüsse
Donau, Theiss und Mieresch sowie durch das Karpatenbergland begrenzt wird. Zur
Jahresmitte 1997 war der Anteil der Deutschen in Rumänien weiter gesunken. Ihre Zahl liegt
Schätzungen zufolge bei 80.000-90.000 gleich 0,4 Prozent. Die Zahl der Deutschen aus
Rumänien, die sich seit 1950 in der Bundesrepublik Deutschland niedergelassen haben, lag
zum Ende des Jahres 1997 bei rund 430.000, gleich 12 Prozent aller Vertriebenen und
Aussiedler in diesem Zeitraum.