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Die Bundesleitung informiert

INHALT

 

Der Vorsitzenden das Wort

1

Weihnachten

2

Int.Päd.Werktagung Salzburg

Bundesausschusssitzung Neuwahl der BL

3

Neue Gesichter in der KSL- Bundesleitung

4

SGB-CISL-Schule: ENAM Landes- & Nat. Schulrat

5

Das Wort zum Mitdenken

6

Unterricht aktuell:

7

Die Rechenschwäche

Bilinguale Schule

8

Termine zum Vormerken

9

Rückblicke

10-12

Der letzte Mario

11

Weihnachten
Weihnachten

Folgen wir dem Stern,

brechen wir auf und folgen dem Stern im kommenden Jahr. Viele Wünsche und Träume

auch gute Vorsätze prägen diese Zeit um das Jahresende.

Manches kommt auf uns zu. Anderes können wir selbst gestalten.

Dabei ist es gut, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, sondern kleine Schritte zu gehen.

Kleine Schritte, getragen und gestützt von der gegenseitigen Hilfe in der Familie,

am Arbeitsplatz, im Verein, als Nachbarn.

in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein, als Nachbarn. Waltherplatz Bozen (Foto Albert Wieland) In diesem

Waltherplatz Bozen (Foto Albert Wieland)

In diesem Sinne wünschen wir von Herzen ein frohes und gesegnetes Weih- nachtsfest – viel Glück und Zufriedenheit für jeden Tag im neuen Jahr und danken

für die Verbundenheit zum KSL.

Für die Bundesleitung des Kath. Südt. Lehrerbundes KSL

die Vorsitzende

Sonia Spornberger

Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg 11. - 15. Juli 2011 Große Universitätsaula Salzburg IN WÜRDE
Internationale Pädagogische Werktagung
Salzburg
11. - 15. Juli 2011
Große Universitätsaula Salzburg
IN WÜRDE WERDEN
Menschen können vieles ertragen: Dass ihnen Besitz weggenommen wird, dass sie ihre Heimat
verlieren, oder ihren Beruf, den Partner / die Partnerin. Aber etwas vom Schlimmsten, was ei-
nem Menschen widerfahren kann, ist, wenn er seiner Würde beraubt wird. Den unzähligen
Mitmenschen in den Konzentrationslagern nahmen die Handlanger der Diktatur den Namen –
und damit auch die Individualität, die Würde. Vor gut 72 Jahren wurden in Wien jüdische Mitbürger entwürdigt,
indem sie auf den Knien mit Zahnbürsten das Straßenpflaster scheuern mussten. Auch wenn – in den Massen-
medien und in Cabarets – gelegentlich mit der Rhetorik gespielt wird, die Würde des Menschen sei antastbar –
in der biblischen Erinnerung daran, dass jeder Mensch das Ebenbild Gottes ist, ist und bleibt sie unantastbar.
Insbesondere gilt dies für das Kind. Wie oft wurden Kinder beschämt, gedemütigt, verwahrlost, als infantil belä-
chelt – kurz: entwürdigt? Die 60. Internationale Pädagogische Werktagung, die damit zu einem Jubilar herange-
reift ist, stellt die Würde des Kindes – und der Erzieher/innen– in den Mittelpunkt. In bewährter Weise wird, in
Vorträgen und Workshops, vielfältigen, zentralen Fragen nachgegangen. Wie lässt sich, am Beginn des dritten
Jahrtausends, Würde konkretisieren? Was macht die Würde des Kindes aus? Wurde diese, in den letzten sechs
Jahrzehnten, immer gleich definiert? Inwiefern kann Erziehung zu mehr Würde beitragen, wenn sie doch auch
Zumutung ist? Gibt es gesellschaftliche, wirtschaftliche Zwänge, die die Würde des Menschen untergraben?
Welche günstigen Effekte in der Entwicklung zeitigt es, wenn Kinder Würde erleben dürfen?
Die Geschäftsstelle des KSL
hat folgende Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
immer vormittags
von 8.30 bis 12.00 Uhr
Dazu referieren international renommierte Persönlichkeiten, wie Anton Bucher, Eva Dreher, Cornelia Wust-
mann, Werner Leixnering, Gerald Hüther, Günter Funke u.a. In bewährter Weise werden die Vorträge ergänzt
durch ein reichhaltiges Angebot an Arbeitskreisen und durch ein Rahmenprogramm, in dem die Musikstadt
Salzburg lebendig wird.
Möge sich durch diese Jubiläumsveranstaltung eines mehren: Würde!
Dienstag & Donnerstag
nachmittags
von 14.30 bis 16.30 Uhr
Anmeldungen zu dieser Veranstaltung für alle Schulstufen, welche im Landesplan der Fort-
bildung 2011/12 unter K10 aufscheint, werden ab 1. Februar 2011 im KSL-Büro entgegen-
genommen.

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der Fort- bildung 2011/12 unter K10 aufscheint, werden ab 1. Februar 2011 im KSL-Büro entgegen- genommen.

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Neue Gesichter in der KSL-Bundesleitung Ursula Pixner Ich wohne in St. Leonhard in

Neue Gesichter in der KSL-Bundesleitung

Ursula Pixner

Ich wohne in St. Leonhard in Passeier und unterrichte seit 13 Jahren. Im laufenden Schuljahr arbeite ich an der Grundschule Platt, im hinteren Passeiertal. Seit zwei Jahren arbeite ich auch auf Direktionsebene, als stellvertretende Direktorin in unserem Schulsprengel mit. Wieso stellte ich mich der Wahl? Seit vielen Jahren engagiere ich mich in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, auch im Ausschuss des KSL Passeier helfe ich mit. Es bereitet mir große Freude und macht viel Spaß, wenn ich Aktionen und Veranstal- tungen organisiere und plane. Ich tausche mich gerne mit Gleichgesinnten aus und lerne Menschen kennen. Die Aus- und Weiterbildung, ein wichtiger Teil unserer Arbeit, ist mir besonders wichtig. Ich arbeite zurzeit in der Fortbildungsgruppe in unserem Schulsprengel und auf Bezirksebene mit. Ich freue mich so nun auch meine Ideen in der Bundesleitung vorzubringen, umzusetzen und in verschiedenen Arbeitsgruppen mitzuar- beiten.

und in verschiedenen Arbeitsgruppen mitzuar- beiten. Mein Name ist Brigitte Kaserer Hellweger . Ich unterrichte
und in verschiedenen Arbeitsgruppen mitzuar- beiten. Mein Name ist Brigitte Kaserer Hellweger . Ich unterrichte

Mein Name ist

Brigitte Kaserer Hellweger.

Ich unterrichte im Schulspren- gel Meran/ Untermais und bin ein neu gewähltes Mitglied in der KSL - Bundesleitung. Durch meinen Einsatz und mei- ne Mitarbeit will ich dazu beitra- gen, die bisher erfolgreiche Arbeit des KSL weiterzuführen. Es ist mir ein besonderes Anlie- gen, die sozialen Aspekte und die gesellschaftlichen Kontakte innerhalb der Lehrerschaft auf- recht zu erhalten und zu pfle- gen.

Adelinde Schieder

- 1980 geboren

- Wohnort Kastelruth

- seit 12 Jahren als Grundschullehrerin tätig, seit 5 Jahren an der GS Völs

- 2009 Doktorat in Bildungswissenschaften

Ich möchte mich im Sinne der KSL- Mitglieder konstruktiv einbringen und Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer nach bestem Wissen und Gewissen vertreten. Dies hat mich zur Kandidatur für die KSL- Bundes- leitung bewogen. Der KSL ist für mich eine sehr wichtige Vereinigung, da er die Interessen unserer Berufsgruppe bei der Schulverwaltung, in Politik und in der Öffentlichkeit vertritt. Der KSL dient als Sprachrohr der "Südtiroler Lehrerschaft".

dient als Sprachrohr der "Südtiroler Lehrerschaft". Sigrun Falkensteiner Direktorin am SSP Tschögglberg seit

Sigrun Falkensteiner

Direktorin am SSP Tschögglberg seit 2006 vorher Lehrerin an der GS Aberstückl (Sarntal) komme aus dem Pustertal (Ehrenburg) und pend- le am Wochenende auch dorthin

KSL:

Seit „Lehrerinzeiten“ Mitglied beim KSL und auch als Direktorin aus Verbundenheit zur Organisation Mitglied geblieben

Fortbildung mit Interesse verfolgt, auch als Direktorin selbst noch an Lehrerfortbildungen teilgenommen

Großtagung ist beliebt und mittlerweile ein fester Bestandteil im Tätigkeitsprogramm der Schulen

KSL als Organisation der Basis wichtig, kann Anregungen und Anliegen von der Basis aus weiter tragen

KSL kann sich mit der gesamten Palette des Berufs auseinandersetzen, ist nicht nur rein gewerk- schaftlich orientiert, sondern kann sich vor allem auch didaktisch, im Sinne der Unterrichts- und Schulentwicklung einbringen

Anregung für den KSL: neben bestehendem gutem und starkem Angebot für Pensionisten auch gezieltere Angebote für Neueinsteiger

Allgemein: Stärkung des Lehrerimages bzw. des Lehrerselbstbewusstseins

Angebote für Neueinsteiger ∑ Allgemein: Stärkung des Lehrerimages bzw. des Lehrerselbstbewusstseins Seite 4

Informationen

Informationen des Obersten Schulrates die wesentlichen Kriterien und Prinzipien für die Neugestaltung auf, u.a. weniger

des Obersten Schulrates die wesentlichen Kriterien und Prinzipien für die Neugestaltung auf, u.a. weniger Bürokratie, lineare Prozeduren und gesetzli- che Vorgaben, Rücksicht auf lebenslanges Lernen, vernetzte Schulen, Be- zug auf die Verfassungsreform 2001 mit den neuen Zuständigkeiten der Regionen und Abkommen Regionen-Staat, Berücksichtigung der ‚Autonomen Schule` in ihrem näheren und weiteren Umfeld … Vorgeschla- gen wird somit

ein Organ auf staatlicher Ebene, das die Autonomie und Einheit auf staatlicher Ebene gewährleistet;

die Möglichkeit, auf regionaler Ebene den autonomen Schulen Raum zu geben für ihre Entwicklung und Vertretungsansprüche, das Aushandeln der Bildungsvereinbarungen;

der Ersatz der Disziplinarräte

Zudem wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, auch die Gremien auf Schul- ebene zu erneuern.

Am 29. November hat der Oberste Schulrat nach der Einarbeitung zahlrei- cher Änderungen schließlich ein abschließendes Gutachten zur Neuord- nung der Wettbewerbsklassen verabschiedet. Mit diesem „neuesten“ Gut- achten sollen alle vorhandenen Wettbewerbsklassen in den neuen Tabellen angeführt, lang gediente Lehrpersonen geschützt und eine möglichst nach- vollziehbare Zusammensetzung der zukünftigen Wettbewerbsklassen garan- tiert werden. Deshalb wurde vorgeschlagen, gewisse Zusammenlegungen rückgängig zu machen und dafür einige neue Wettbewerbsklassen zu errich- ten. Im Übrigen wird Südtirol die Wettbewerbsklassen, die nur dort gelten, möglichst autonom festlegen. Allgemein bemängelt wurden das Fehlen der Zugangstitel und Angaben zur Zusammensetzung der Lehrstühle. Zudem erscheint eine universitäre Ausbil- dung aller Lehrpersonen (auch der C-Lehrer) wünschenswert sowie die Mög- lichkeit der Fortbildung und/oder Umschulung. Die Evaluation des Unterrichts soll ebenfalls vorgesehen werden.

Die derzeit gültigen Zulassungstitel sollen für die Lehrpersonen, die im Besitz derselben sind, weiterhin Gültigkeit behalten. Unter anderem wird im Gutachten auch die Ablehnung gegen die Einführung eines Albums für Lehrpersonen ausgedrückt, sollte dieses nicht ausschließlich der Verwal- tung dienen. Die Amtsperiode des Obersten Schulrates wird wohl bis Ende dieses Schuljahres verlängert werden, so dass im Frühjahr 2011 auch das Gut- achten zu den Rahmenrichtlinien der Oberstufe in Südtirol ausgearbeitet werden kann.

Unter dem Titel „Korridorgespräche“ vermeldet Franz Josef Oberstaller Folgendes:

In diesem Herbst wurden an die 1.000 Lehrpersonen von Amts wegen in Pension „geschickt“ (viele von ihnen wollten gar nicht gehen), da sie 40 Beitragsjahre aufwiesen. Da diese gesetzliche Regelung nur momentan gilt, das Pensionsal- ter der Frauen inzwischen jedoch auch auf 65 Jahre erhöht wurde, ergibt sich die Frage, ob die betreffenden Lehrpersonen in Pension gehen werden, um den jüngeren Platz zu machen. Viele sind der Meinung, dass diese bis 65 Jahre bleiben werden. Die Ausschreibung des Direktorenwettbewerbs wartet nur mehr auf die Unterschrift der Minis- terin; es gibt allerdings mehr als vage Gerüch- te, dass Unterlagen für einen Stammrollen- wettbewerb für Lehrpersonen gesehen wur- den.

Stammrollen- wettbewerb für Lehrpersonen gesehen wur- den. Franz Josef Oberstaller Das Wort zum Mitdenken  

Franz Josef Oberstaller

Das Wort zum Mitdenken

 

Und da war er wieder - der besondere Monat im Jahr - der famose

Als Rechtfertigung bekam ich zur Antwort: „Die Krampusse gehö- ren zu unserer Tradition.“ Mein Bedarf an solcher Tradition ist gedeckt! Was also tun, dafür, dagegen?

„stille und besinnliche“ Monat

Und es geht laut und teilweise recht

unbesinnlich, ja auch kopflos und auch komisch und unverständlich zu.

Abgesehen davon, dass der Advent immer früher

beginnt, beginnt

Ich für meinen Teil versuche es immer und immer wieder: die Men- schen in meiner Umgebung auf diese Missbräuche aufmerksam zu

machen; und ich glaube, wir Lehrpersonen haben die heilige Pflicht an unseren Schulen WAHRE WEIHNACHT- LICHTE WERTE umzusetzen, zu erhalten und zu pflegen und hier keine Kompromisse einzuge- hen. Dies beginnt bei Texten, Liedern, falschen Nikoläusen (Weihnachtsmännern), Inhalten und sogenannten Traditionen, die zu überden- ken sind. Wir sind es unserer Religion, unserer christlichen Einstellung schuldig, dass wir uns dafür einsetzen, dass die Adventszeit eine wahr- haftige und besinnliche vorweihnachtliche Zeit ist, die sehr viel an Potential hat, das genützt werden soll und kann. In diesem Sinne wünsche ich euch allen viel Phantasie und gute Begleitungen bei der Umsetzung aller wahren adventlichen Ge- danken, Aktionen und Tätigkeiten. Und wenn es euch gut tut, wenn man Gefühlsregungen in der Herzensgegend spürt, dann habt ihr wahre weihnachtliche Werte vermittelt.

Alles Gute für die heilige Zeit wünscht euch Sonja

er landauf landab immer wieder mit den selben unsinnigen Aktionen. Ich frage mich jedes Jahr aufs Neue: Wie ist es möglich, dass eine

christliche religiöse Zeit in solch unchristlicher und teil- weise grotesken Art und Weise begangen werden kann - feiern kann man Gott sei Dank nicht sagen.

Es ist möglich! Und das Schlimmste ist: alle

mit! In den Geschäften wird dir nach dem Einkauf, ein

Weihnachtsgutschein von „Wünsch-dir-was-Aktionen"

ausgehändigt. Jeder nimmt ihn an

nach

kaufen, Gewinnen und mit Geld zu tun. Ich habe es mir kürzlich erlaubt, den Gutschein mit einem oben genann- ten Kommentar zurückzugeben. Der Blick des Verkäu- fers sprach Bände! Ebenso ist es mir unverständlich, wie sich 30 Krampusvereine zu einer Showparade treffen können um ihre schaurigen und furchterre- genden Masken zur Schau zu stellen. Und noch mehr Unverständnis bringe ich auf, für all die Eltern, die mit ihren Klein - und Großkindern zu einer solchen Veranstaltung hingehen. Ich hatte auch in diesem Zusammenhang die Gelegenheit mit den Beteiligten zu sprechen.

die Gelegenheit mit den Beteiligten zu sprechen. machen Keiner denkt ; denn Weihnachten hat scheinbar nur

machen

Keiner denkt

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denn Weihnachten hat scheinbar nur mit Ein-

Informationen

Informationen 5 Jahre bilinguale Klassen an der italienischsprachigen Grundschule „Alessandro Manzoni“ in Bozen Seit

5 Jahre bilinguale Klassen an der italienischsprachigen Grundschule „Alessandro Manzoni“ in Bozen

Seit fünf Jahren vollzieht die italienischsprachige Grundschule „Alessandro Manzoni“ in einigen Klassen ein „paritätisches Modell“ der sprachli- chen Unterrichtsvermittlung, d. h. dass eine Hälfte der Unterrichtsfächer in italienischer Sprache, die andere Hälfte in der Zweitsprache Deutsch erteilt wird. Mit dem bilingualen Lernen in der Grundschule sind zahlreiche Erwartungen verbunden. Welche Möglichkeiten und Gren- zen liegen aber tatsächlich in dem Anspruch, Kindern Sachinhalte mittels einer Zweit- oder Fremdsprache altersgemäß verständlich zu vermit- teln? Und welche Anforderungen stellt dieses Konzept an die Lehrkräfte?

Nach 5 Jahren Erprobung des bilingualen Unterrichtes in italienischer und deutscher Sprache an unserer Schule lässt sich Fol- gendes in Bezug auf die Arbeit der Lehrper- sonen in bilingualen Klassen feststellen:

Sachkompetenz:

Die in der Grundschule bearbeiteten Sach- themen weisen grundsätzlich einen Bezug zur Lebenswelt der Kinder auf und werden von der Lehrkraft altersadäquat vermittelt. Das enthebt sie jedoch nicht der Notwen- digkeit, über ausreichende fachwissen- schaftliche Kenntnisse zu diesem Themen- bereich zu verfügen oder sie sich gegebe- nenfalls anzueignen.

Sprachkompetenz:

Ebenso wie die Sachkompetenz ist die Sprachkompetenz der Lehrkraft für den Erfolg des bilingualen Grundschulunterrich- tes entscheidend. Das Ziel muss es sein, dass die Kinder eine authentische Kommu- nikationssituationen erfahren. Dies fordert die Lehrkraft in dreierlei Hinsicht:

Bei der Behandlung des Themas stellt sie einen auf den Unterrichtskontext abgestimmten reichhaltigen zielsprachli- chen Input bereit.

Sie muss des weiteren in der Lage sein, auf unvorhergesehene Situationen spontan und sprachlich adäquat zu reagieren.

Die Lehreräußerungen sollten sich zu- dem durch eine deutliche, klar artikulier- te und einfach strukturierte Sprache mit häufigeren Wiederholungen und ange- messenem Wortschatz auszeichnen.

Methodenkompetenz:

Die Methoden und Prinzipien aus den mut- tersprachlichen Grundschulfächern können ohne weiteres und ohne Einschränkungen auf den bilingualen Unterricht übertragen werden. Indem der Unterricht in den bilin- gualen Klassen mehrkanalig abläuft, d. h. möglichst viele Sinne der Kinder einbezieht, ist die Zielsprache nicht das einzige Ver- mittlungsmedium. Die ganzheitliche,

handlungsorientierte, situativ eingebettete Beschäftigung mit dem Thema rückt nicht die Sprache, sondern die Sache in den Vordergrund.

Immer wieder werden kritische Fragen im Zusammenhang mit dem bilingualen Unter- richt an unserer Grundschule gestellt. Auf einige davon möchte ich nach mehrjähriger Erfahrung mit dem paritätischen Unter- richtsmodell nun genauer eingehen:

Welche Vorteile bringt bilingualer Unter- richt für die Schüler?

Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien erwiesen haben, fördern frühe Fremdspra- chenkenntnisse die kognitive Entwicklung der Kinder: Sie sind sich bewusster über Sprache im Allgemeinen. Sie sind kreativer, wenn es um Lösungen von bestimmten Problemen geht. Sie lernen flexibel zu den- ken, alternative Lösungsmöglichkeiten zu suchen, sich auszudrücken und sich stärker in andere hineinzuversetzen, die nicht so gut verstehen wie sie selbst. Durch das

Zusammenwachsen Europas sind immer mehr Berufe auf eine gute Beherrschung von Fremdsprachen angewiesen. Her- kömmlicher Fremdsprachenunterricht wird

diese Forderung auf die Dauer nicht erfül- len können. Außerdem trägt bilingualer Unterricht zum Kennenlernen und Ver- ständnis anderer Kulturen bei. Dadurch

werden Toleranz und Akzeptanz gegenüber Fremden geübt und Ängste abgebaut.

Leidet die Muttersprache (in unserem Fall meistens Italienisch) oder die and- ren Fächer nicht durch den bilingualen Unterricht?

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich für Kin- der aus einem starken Sprachumfeld wie dem unsrigen keinerlei sprachliche Nachtei- le ergeben. Die Muttersprache ist so stark besetzt, dass sie sich auch außerhalb der Schule normal weiterentwickelt. Es zeigt sich sogar, dass die Kinder ihr Allgemein- wissen über Sprache, das sie in deutscher Sprache erwerben, auch auf ihre Mutter-

sprache übertragen und umgekehrt. So kommt es, dass sie ihre Altersgenossen in der Muttersprachenkompetenz sogar über- holen können. Aus vielen bilingualen Schul- versuchen ist bekannt, dass die Sach- Fachkenntnisse durch die Vermittlung in der Zweit- oder Fremdsprache nicht verrin- gert werden.

Warum so früh mit dem bilingualen Un- terricht beginnen?

Sprachen können zwar in jedem Alter ge- lernt werden, aber die Erfahrung und die wissenschaftlichen Studien zeigen, dass die Zeit vor der Einschulung und während der Grundschule besonders günstig ist. Vor allem wird so die Zeit gewonnen, später eine weitere Sprache intensiv zu lernen.

Muss ein Kind besonders intelligent sein, um bilingualem Unterricht folgen zu können? Wird es nicht überfordert?

Manche Kinder lernen schneller, andere brauchen mehr Zeit. Das gilt auch für den Erwerb einer Sprache und ist ganz natür- lich. Diese Diskrepanz ist im normalen Fremd- oder Zweitsprachenunterricht noch größer, da nur eine bestimmte Methode angewandt wird, nach der die Sprache vermittelt wird. Lernen die Kinder besser auf eine andere Weise, haben sie es dort schwer. Im bilingualen Unterricht werden viele verschiedene Techniken und Metho- den angewandt und es wird ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, dass alle Kin- der den Stoff verstanden haben. Die hohe Kontextualisierung und der Medieneinsatz geben den lernschwächeren Kindern viel mehr Möglichkeiten mitzukommen als im herkömmlichen Zweitsprachenunterricht. Die Schüler werden durch den bilingualen Unterricht nicht überfordert. Das Lernen von mehreren Sprachen ist eine natürliche Fähigkeit, die jedes Kind besitzt. Der Unter- richt wird so abgestimmt, dass auch die langsameren Lerner gut mitkommen. Ein- sprachigkeit, wie sie in vielen Ländern Eu- ropas zu finden ist, ist weltweit sogar die Ausnahme.

Rückblicke

Rückblicke KSL- Überraschungsfahrt nach Venedig Es war für Morgenmuffel, zu denen ich mich auch zähle, nicht

KSL- Überraschungsfahrt nach Venedig

Es war für Morgenmuffel, zu denen ich mich auch zähle, nicht leicht, um 4 Uhr früh an der Auto- bahneinfahrt zu stehen, um mit dem KSL nach Venedig zu fahren. Doch der Tag gestaltete sich so schön, dass die kurze Nacht schnell verges- sen war. Der nagelneue Bus war voll besetzt und pünktlich um 8.30 Uhr erreichten wir Fusina bei Venedig, wo wir unser Schiff bestiegen und, weil das Wetter so schön war, wir von Deck aus Was- ser und Landschaft genießen konnten. Nach halbstündiger Fahrt näherten wir uns der Lagu- nenstadt und kamen vorerst an riesigen Passa- gier-Traumschiffen vorbei, die hier, neben Luxus- jachten im Hafen ankerten. An der Landspitze von Dorsoduro verließen wir das Schiff mit unserer Führerin Cristina, die uns sogleich einen ganz besonders interessanten Winkel der Stadt zeigte, wo Gondeln gebaut oder restauriert werden, inmitten alter Häuser, Schup- pen und rotblühender Geranien. Mit Erklärungen und Erzählungen ging’s nun weiter zur Basilica della Madonna della Salute, erbaut zur Ehre Mariens, als 1630 die Pest die Einwohnerzahl Venedigs um 50.000 Menschen dezimiert hatte. Wie treffend dazu der Satz: “Venedig hat niemals ihren Feinden erlaubt, die natürliche Verteidi- gungsmauer ihrer Lagune zu durchbrechen, aber eine schaffte es immer wieder, den Frieden der „Serenissima“ zu zerstören: Es war die Pest, die dafür den Venezianern herrliche Votivkirchen hinterlassen hat. Unsere Cristina hat sich wohl

etwas in der Zeit vertan, denn wir gerieten in Zeitnot und sollten so schnell wie möglich über den Canale Grande zum Markusplatz und zum Schiff, wo unser Mittagessen wartete. Und nun wurde es lustig: An einer Anlegestelle kam eine echte Gondel, die Fährdienst leistete und uns in 3 Minuten übersetzte. An die 12 Personen stiegen in das niedrige, heftig schau- kelnde und schwankende Boot, klammerten sich beim Einsteigen an den Gondoliere und legten ihm dabei 50 Cent in die aufgehaltene Hand. Albin und ich hatten gerade unsere goldene Hochzeit gefeiert und so kamen wir bei dem Venedigbesuch, wie sich’s gehört, zu einer Gondelfahrt- und so billig oben drein….! Auf dem Schiff erwartete uns ein köstliches, reich- haltiges Fischmenü, vom dazu servierten Weiß- wein ganz zu schweigen!!! Für eine riesige Überraschung sorgte Herlinde, als sie für uns eine große goldene Hochzeitstorte auffahren ließ, so groß, dass jeder ein Stück abbekam. Weiß der Himmel, wie sie das hingekriegt hat!

Am Nachmittag erreichten wir per Schiff die Insel „Lazzaretto Nuovo“, so genannt, weil dort Menschen und Waren in Quarantäne festgehal- ten wurden, von denen man vermutete, dass sie mit der Pest in Berührung gekommen waren. Einige Mitfahrende erlebten auch die Insel San Lazzaro degli Armeni mit einem herrlichen Klos- ter, das die Mechitaristen, die aus dem Osmani- schen Reich vertrieben worden waren, zu einem der bedeutendsten Zentrum der armenischen Kultur machten.

Gegen Abend ging‘s mit dem Bus wieder heimzu und bestimmt hängen wohl alle in Gedanken diesem erlebnis- und eindrucksrei- chen Tag nach.

Myrta Conci Hvala

erlebnis- und eindrucksrei- chen Tag nach. Myrta Conci Hvala Von links: Albert Wieland, Anna Volgger, Herlinde

Von links: Albert Wieland, Anna Volgger, Herlinde Reitsamer, Myrta Conci, Sieglinde Enderle

Volgger, Herlinde Reitsamer, Myrta Conci, Sieglinde Enderle Myrta und Albuin Hvala - auch der KSL wünscht

Myrta und Albuin Hvala - auch der KSL wünscht dem Jubelpaar alles Gute!

Frohgelaunt die Woche ausklingen lassen mit Gotthard Bonell

Es war kein Leichtes den bekannten Künstler Gotthard Bonell für eine Begegnung zu gewin- nen. Bereits seit geraumer Zeit kontaktierte ihn Richard Andreatta für die Pensionisten im KSL, damit der Künstler in sein Wirken einführt und wir ihn als Mensch erleben können.

Ja, es war beeindruckend und diese Begegnung wird unvergesslich bleiben. Bereits in der Grundschule hat seine Lehrperson die künstlerische Ader in ihm erkannt und so- gar eine entsprechende Weiterbildung im da- maligen Studienbüchl der 5. Klasse empfohlen. Als Mittelschüler ent- deckte er Mona Lisa in einem Italienischbuch und fasziniert begann er mit Porträtmalen. „Ein Foto muss man umset- zen“, erklärte uns der Künstler. „Zuerst hat man eine Vorstellung, dann aber hält man inne und weicht von dieser ganz ab. Es beginnt eine

Auseinanderset-

zung und letztlich zeigt das Bild mehr als nur eine Figur“, ergänzte er. So ist es ihm wohl auch kürzlich gelungen, nicht nur die Figur Ratzinger

wohl auch kürzlich gelungen, nicht nur die Figur Ratzinger Von links: Fritz Karl Messner, Albert Wieland,

Von links: Fritz Karl Messner, Albert Wieland, Sieglinde Fauster, Gotthard Bonell, Herlinde Reitsamer, Richard Andreatta

darzustellen, sondern vielmehr den Papst, in seiner Einfachheit und Intelligenz, etwas schüchtern jedoch mit wachem Auge und eingebettet in seine gesamte Geschichte. Gotthard Bonell malt aber auch Stimmungen, Hautskulpturen in der Landschaft, Eros und Tod. Dabei geht es immer um Existenz und Veränderung. Gerade arbeitet der Künstler an einem Zyklus mit Früchten aus seinem Garten, sein Endziel sollen jedoch die Dolomiten sein. Immer weiter zu mir, lautet sein Motto, dann entsteht ein immer kräftigerer Dialog.

Dieses und noch mehr erfuhren die Teilneh- mer/innen an jenem Freitag von Gotthard

Bonell selbst in Sterzing, zuerst beim „feinen

Wein“, dann im Rathaus

Fritz Karl Messner begleitete uns als Hausherr in den historischen Sitzungssaal, stellte be- geistert seine Stadt vor und stärkte anschlie- ßend alle mit einem Umtrunk. Ein gemeinsamer Gang durch die Bilderaus- stellung ließ dann die Woche wirklich gelassen ausklingen.

Der Bürgermeister

Sieglinde Fauster

Seite 10

die Bilderaus- stellung ließ dann die Woche wirklich gelassen ausklingen. Der Bürgermeister Sieglinde Fauster Seite 10

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Katholischer Südtiroler Lehrerbund Schlernstr. 1 Waltherhaus – 3. Stock 39100 BOZEN

Unterwegs auf einer Tagesfahrt zum Nachbarn in Tirol

Telefon: 0471/978293

Fax:

E-Mail:

www.asm-ksl.it

0471/978170

ksl@asm-ksl.it

E-Mail: www.asm-ksl.it 0471/978170 ksl@asm-ksl.it Sepp Krismer Er hat, unterstützt von seinem Sohn Lukas, den
E-Mail: www.asm-ksl.it 0471/978170 ksl@asm-ksl.it Sepp Krismer Er hat, unterstützt von seinem Sohn Lukas, den

Sepp Krismer Er hat, unterstützt von seinem Sohn Lukas, den Stadt- rundgang „Das unbekannte Klausen“ hervorragend vor- bereitet und kompetent geführt.

Dass als erster Programmpunkt der Tagesfahrt am 9. September ein Kurz- besuch der Wallfahrtsstätte Maria Tal bei Kramsach gewählt war, erwies sich als günstig, denn der Wettergott musste erst umgestimmt werden und ein Stoßgebet zu Maria Hilf zeigte Wirkung: Zunehmend hellte es auf und bis zum Nachmittag hatte das Wetter für die KSL-Ruheständler Wohlfühl- charakter. Am „Lustigen Friedhof ohne Tote“ bei der Sagzahnschmiede in Hagau konnte über die kuriosen Grab- und Marterlsprüche geschmunzelt werden, wenn da z.B. die Grabinschrift eines Ehemannes für seine verstor- bene Frau in heiter-bäuerlichem Humor lautet „Tränen können sie nicht mehr lebendig machen, darum weine ich“. Solches erhöht die gute Stim- mung unter den Fahrtteilnehmern. Als ungewöhnliche Flurdenkmäler halten die im nahe gelegenen Skulpturenpark platzierten Kunstobjekte aus Weg- werfmaterial der Verwitterung stand, deshalb wird auch eine spätere Lehrer- generation sich noch den Kopf zerbrechen über den Darstellungssinn der Ausstellungsstücke. Taleinwärts ging die Fahrt weiter – für manch eine(n) fast eine Angstpartie auf der engen Brandenberger Straße flussaufwärts durch wild und steil zur Ache abfallen-

des Gelände – vorbei am Weiler Aschau bis zum Gasthof Kaiserhaus. Nach genussvoller Stärkung im rustika- len Ambiente stand der Höhepunkt der Fahrt an, die Begehung des einmali- gen, nun gut gesicherten Triftsteigs durch die vom Wassersturz gegrabene Felsenschlucht der Kaiserklamm, ein eindrucksvolles, wildromantisches Naturschauspiel: der rauschende Bach, die sprühende Gischt, wo das Wasser auf Gesteinsblöcke im Bachbett oder gegen die Felswände prallt, die Was- serkolke an den Felsenhängen. Vom

Klammbereich verabschiedet haben wir uns mit einer Brandenburger-Prügeltorten-Jause. Die Herstellung dieser Spezialität wäre übrigens eine beruhigende Tätigkeit für Burnout geschädig- te Lehrer/innen. Für die Weiterfahrt hinauf nach Brandenberg war wieder eine gute Gewichtverteilung im Bus angeraten, denn ein Übergewicht hin zur

rechts senkrecht abfallenden Schluchtwand hätte fatale Folgen haben kön- nen. Am idyllischen Reintaler See oberhalb Kramsach hieß es noch ein letztes Mal die Kameras hervorholen für das beeindruckende Zusammen- spiel von Natur und gepflegter Erholungszone. Bei so abwechslungs- und erlebnisreichem Tagesprogramm und klugem Gespür in der Führung ist es nicht verwunderlich, dass KRISMER-Fahrten bei den KSL-Pensionisten im Aufwind liegen. Auch der für den zweiten Fahrttermin am 16. September vorgesehene Bus war allein schon von den Pusterern voll ausgebucht.

Elsa Vigl

allein schon von den Pusterern voll ausgebucht. Elsa Vigl I mpressum ksl-aktuell Mitteilungsblatt des Katholischen

Impressum

ksl-aktuell Mitteilungsblatt des Katholischen Südtiroler Lehrerbundes

Eigentümer und Herausgeber:

Katholischer Südtiroler Lehrerbund Schlernstr. 1, 39100 Bozen

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Eingetragen beim Landesgericht Bozen unter der Nr. 22/48 vom 30.12.1948

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Presserechtlich verantwortlich: Luis Mahlknecht, St. Ulrich Erscheint zweimonatlich