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Die Osterfeiertage (II)

Ostersonntag
Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag der Osterfeiertage. An diesem Tag freuen sich die Christen
(1) __a) über________ die Auferstehung Jesu. Es wird offenbar, dass das Wirken von Jesus nicht
ohne Wirkung bleibt, (2) ___ a) sondern _______ den Menschen wieder Hoffnung gibt. (3) __ b)
Die __ Feier beginnt in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag mit einem Gottesdienst,
der (4) ___ b) an _______ die Auferstehung Jesu erinnert.
Die Osterfeier des Paptes im Petersdom am Ostersonntag ist ein Höhepunkt für die katholischen
Christen. Im Anschluss an die Messe (5) ___ d) hält _______ der Papst eine Ansprache vom
Balkon der Peterskirche und erteilt den traditionellen Segen Urbi et orbi ["der Stadt (Rom) und
dem Erdkreis"].
Am Ostersonntag werden auch heute noch viele Osterbräuche gepflegt. Bekannt in Deutschland ist
vor allem das Ostereier suchen.

Ostermontag
Ostermontag ist der letzte Osterfeiertag. Dieser Tag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Die
christliche Gemeinde besucht auch am Ostermontag den Gottesdienst.
Wie das gesamte Osterfest steht der Montag aber auch im Zeichen der Familie. Die ganze Familie
ist versammelt und nimmt gemeinsam das Essen (6) ___ c) zu sich _______. Das Osterlamm ist
wiederum der Mittelpunkt des Ostertisches. Osterspiele, Ostereier, Osterhase usw. stehen auch an
diesem Tag im Mittelpunkt.
Oft werden auch an dem Ostermontag Ausflüge mit der Familie gemacht. Die in der Nähe (7) __ d)
stattfindenden ________ Ostermärkte werden besucht. In verschiedenen Regionen werden am
Ostermontag noch alte Osterbräuche gepflegt.

Die schönsten Osterbräuche: Ostereier


Der Brauch, zum Osterfest Ostereier (8) ___ a) zu färben _______, zu verstecken, zu suchen und
zu essen ist bei uns sehr verbreitet. Das Ei ist ein Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der
Lebenserneuerung. So wurden der Frühlingsgöttin Ostara Eieropfer gebracht. Später verloren die
Eier die Bedeutung als Opfer, sie wurden vielmehr ein Zeichen der Freundschaft. Die Kelten und
Germanen sahen im Ei ein Bild für die Natur, die (9) ___ c) aus _______ dem Winterschlaf
erwacht. Für die Christen ist das Ei ein Sinnbild für die Auferstehung. Die harte Schale des Eis steht
für das Grab, aus dem etwas (10) _____ b) Lebendiges _____ hervorgeht. Der Verzehr von Eiern
zu Ostern sollte nicht nur der Manneskraft zuträglich sein, es sollte allgemein der Gesundheit
dienen, wenn man Ostern Eier aß.
Während der Fastenzeit war das Essen von Eiern verboten. So wurden vierzig Tage lang keine Eier
verbraucht. Um sie länger haltbar zu machen, kochte man die Eier. Man sagt, (11) __ c) dass
________ man Pflanzenteile zum Färben der Eier mit in das Kochwasser tat. So konnte man später
besser unterscheiden, (12) __ c) welche ________ Eier schon gekocht waren. Bis Ostern hatten sich
so viele Eier angesammelt, die dann verzehrt werden mussten.
Für Deutschland ist der Brauch des Eierfärbens seit dem 13. Jahrhundert belegt. Vorzugsweise am
Ostersamstag wurden Eier verziert und geschmückt, um dann mit anderen Lebensmitteln in
dekorierten Körben zu Ostern in der Kirche (13) _ d) geweiht zu werden _________.
Die rote Farbe hat in vielen Ländern für die Eier eine besondere Bedeutung, weil sie an die rote
Sonne erinnert und weil Rot die Farbe des Lebens und des Gewittergottes Donar ist. Andere
bevorzugten das Rot als Erinnerung an den Tod Christi am Kreuz. Bei den Motiven, mit (14) ___ a)
denen _______ die Eier verziert wurden, bevorzugte man Engel sowie das Christkind oder das
Lamm mit der Friedensfahne.
Die Techniken, die man bei der künstlerischen Gestaltung der Ostereier verwendet, sind ganz
unterschiedlich. Heute haben (15) __ b) künstliche ________ Farben, in die die Eier getaucht
werden, die pflanzlichen Eierfarben verdrängt. Früher färbte man Rot mit Rote-Bete-Saft, Braun
mit Zwiebelschalen oder Tee, Grün mit Efeu und Brennnesseln und gelb mit Kümmel oder Safran.
Mit Metallfedern und Salzsäure ritzt man Muster in die Eier und mit Wachs kann man die Muster
auf dem Ei abdecken, die dann nicht mit gefärbt werden und weiß bleiben. Andere bunte Eier
werden mit Blumen, Ranken, Rosetten, Herzen und Mustern bemalt und mit (16) __ b) Wünschen
________ und Sprüchen beschrieben.
Derart verzierte ausgeblasene Eier hängen mit bunten Bändern an den Osterzweigen, die das frische
Grün des Frühlings tragen. Oft werden speziell zu Ostern kleine Osterbäume hergestellt. Ein
Längsstab mit drei Querstreben wird mit reichlich Grün, meist Buchsbaum, umwickelt. An den
Querstreben können dann viele (17) ___ c) geschmückte _______ Ostereier an bunten Bändern
aufgehängt werden.
Am Ostersonntag werden die bunten Eier, die der Osterhase versteckt hat, bei einem Spaziergang,
im Garten und – bei schlechtem Wetter – auch im Haus von den Kindern gesucht.
Mit den (18) ___ a) gefundenen _______ Eiern können verschiedene Spiele gemacht werden. Beim
Eierticken werden zwei hart (19) ___ d) gekochte _______ Eier mit den Spitzen aneinander
"getickt". Das Ei, dessen Schale (20) __ d) zerbricht ________, hat verloren. Das Eierrollen kann
an einem Hügel oder einer anderen Schrägen gespielt werden. Die Mitspieler lassen ein Ei einen
Hang herunter (21) ___ c) rollen _______. Das Ei, das am weitesten rollt, hat gewonnen, der
Spieler darf die anderen Eier einsammeln.
Beim Suchen oder Finden der Eier blieb die Farbe nicht bedeutungslos. Wenn man zuerst ein (22)
___ b) blaues _______ Ei fand, sollte das Unglück bringen, ein rotes Ei dagegen brachte drei Tage
Glück.

(1) a) über b) an c) auf d) von


(2) a) sondern b) trotzdem c) obwohl d) als
(3) a) Den b) Die c) Der d) Das
(4) a) auf b) an c) über d) von
(5) a) halten b) zu halten c) gehalten d) hält
(6) a) mit sich b) für sich c) zu sich d) zu uns
(7) a) b) stattgefundene c) stattfindende d) stattfindenden
stattgefundenen
(8) a) zu färben b) zu farben c) gefärbt d) färbt
(9) a) vor b) über c) aus d) bei
(10) a) lebendige b) Lebendiges c) Lebendige d) Lebendiger
(11) a) ob b) wie c) dass d) was
(12) a) welches b) welchen c) welche d) welcher
(13) a) zu weihen b) geweiht c) z geweihen d) geweiht zu
werden werden
(14) a) denen b) deren c) derer d) die
(15) a) künstlich b) künstliche c) künstliches d) künstlichen
(16) a) Wünsche b) Wünschen c) Wunsche d) Wunschen
(17) a) schmückende b) geschmückter c) geschmückte d) schmückenden
(18) a) gefundenen b) findenden c) findende d) gefundener
(19) a) kochende b) kochenden c) gekochten d) gekochte
(20) a) zu zerbrechen b) zerbrochen zu c) zerbrochen d) zerbricht
werden wird
(21) a) zu rollen b) gerollt zu c) rollen d) rollenden
werden
(22) a) blaue b) blaues c) blauen d) blauer

Ostern und Osterbräuche (III)


Osterfeuer und Osterräder
In der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag oder in der darauf folgenden Nacht werden
vielerorts Osterfeuer angezündet. Das Abbrennen des Osterfeuers ist ein (1) __ a) alter ________
Brauch. Über den Winter werden Zweige und Holz gesammelt und aufeinander geschichtet. Ostern
(2) _____ b) sich _____ man dann bei Anbruch der Dunkelheit um das Osterfeuer zu entzünden.
Diesen Brauch kannten schon die Germanen. Das Feuer sollte den Winter, aber auch Dämonen und
(3) __ a) Geister ________ vertreiben. Darum wurden häufig Strohpuppen in der Mitte des
Holzhaufens aufgestellt und verbrannt. Der Schein des Osterfeuers sollte den Menschen, die ihn
sahen, Glück bringen. Die Häuser, auf die der Schein fiel, sollten sicher sein vor Brandgefahr und
die Menschen, die in den Häusern wohnten, sollten vor Krankheit geschützt sein. Um den Schein
möglichst weit (4) ___ b) reichen zu lassen _______, wurden die Osterfeuer meist auf Hügeln
aufgeschichtet.
Bis heute wird der Brauch, am Ostersonntag Feuerräder einen Berg herunter (5) __ c) rollen zu
lassen ________, gepflegt. Die Sonne hat eine besondere Bedeutung bei den alten Bräuchen. Die
(6) __ d) brennenden ________ Räder sind ein Bild der Sonne und des ewigen Lebens. Am
Karsamstag werden Wagenräder und Eisenreifen mit Stroh umwickelt. Am Ostersonntag geht man
dann mit den (7) ___ b) Rädern _______ auf einen Berg. Hier wartet ein (8) __ c)
aufgeschichteter ________ Reisighaufen, der nun angezündet wird. Wenn das Feuer herunter
gebrannt ist, werden an der Glut die Feuerräder entzündet. Danach lässt man sie ins Tal rollen.

Osterfrühstück
Zum Osterfrühstück wurden früher die (9) ____ a) geweihten ______ Eier und sonstigen Speisen
gegessen. Auch heute ist das bunte Osterei ein ganz (10) __ c) wichtiger ________ Bestandteil des
Osterfrühstücks. Darüber hinaus findet sich auf dem Frühstückstisch oft ein frisch (11) ___ d)
gebackener _______ Hefezopf oder ein anderes frisches Osterbrot.

Osterhase
Bis zum 16. Jahrhundert wurden im Volksglauben die Ostereier von ganz (12) ___ b) unter-
schiedlichen _______ Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs, in (13) _ b) anderen
_________ der Hahn, der Storch oder der Kuckuck, aber auch der Kranich oder Auerhahn zu
Ostern mit (14) ____ c) seinen ______ Gaben. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert ist nur noch der
Hase als Frühlingsbote und Ostersymbol bekannt. Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite
(15) ____ a) sowie ______ der germanischen Erdgöttin Holda. Er ist aber nicht nur Götterbote, er
ist auch ein (16) __ d) altes ________ Zeichen für das Leben und für die Fruchtbarkeit, (17) ____
c) da ______ Hasen im Frühjahr sehr vielen Jungen das Leben schenken. Wenn die Menschen
früher die Hasenmütter mit ihren Jungen sahen, wussten sie, dass der Winter vorüber war und die
Natur zu neuem Leben erwachte. Im Laufe der Zeit kamen der Osterhase und die Eier zusammen.
Heute bringt er in seiner Kiepe die bunt (18) __ b) bemalten ________ Eier und Schleckereien.
Es gibt auch Vermutungen, der Osterhase sei eher aus Versehen der Osterbote geworden. Der
Versuch der Bäcker, ein Osterlamm aus Teig zu backen, hat letztlich eher wie ein Osterhase (19)
___ c) ausgesehen _______. Das sich dieses missglückte Ergebnis jedoch als Vorstellung
durchgesetzt haben soll, ist wenig wahrscheinlich.

Osterspaziergang
Auch der Osterspaziergang ist ein alter Brauch. Beim Osterspaziergang wurde nach der langen
Winterzeit der Frühling und die sich (20) ___ a) erneuernde _______ Natur begrüßt und aufs (21)
____ a) Bestes ______ genossen. Man machte sich schön für den Frühling, indem man (22) ___ b)
neue _______ Kleider trug.

Osterwasser
Dem Osterwasser kommt eine besondere, (23) __ c) heilende ________ oder Glück __ bringende
________ Bedeutung zu, es galt als Symbol des Lebens, es hielt jung und schön. Einst haben sich
junge Frauen im (24) __ a) fließenden ________ Osterwasser gewaschen, sie holten schon früh am
Ostersonntag Wasser aus der Quelle, weil dieses Osterwasser die Fruchtbarkeit förderte, wenn es
schweigend nach Hause gebracht wurde. Selbst dem Ostertau, der mit großen Laken aufgefangen
wurde, kam diese wunderbare Bedeutung zu. Weil das Wasser so wertvoll war, wurden häufig die
Quellen und Brunnen mit Grün und Blumen geschmückt.

(1) a) alter b) alte c) alten d) altes


(2) a) uns b) sich c) mich d) ihnen
(3) a) Geister b) Geist c) Geiste d) Geisten
(4) a) haben reichen b) reichen zu c) gereicht d) reichen lassen
lassen lassen werden
(5) a) rollen lassen b) zu rollen c) rollen zu d) rollt
lassen lassen
(6) a) gebrannten b) brennende c) gebrannte d) brennenden
(7) a) Rades b) Rädern c) Raden d) Räder
(8) a) aufschichtende b) c) d)
aufschichtenden aufgeschichteter aufgeschichtete
(9) a) geweihten b) weihenden c) geweihte d) weihende
(10) a) wichtig b) wichtige c) wichtiger d) wichtigen
(11) a) backender b) backende c) gebackene d) gebackener
(12) a) unterschiedlich b) unter- c) d) unterschied-
schiedlichen unterschiedliche licher
(13) a) andere b) anderen c) anderem d) anderes
(14) a) ihren b) euren c) seinen d) seiner
(15) a) sowie b) als auch c) noch d) bald
(16) a) alt b) älter c) alten d) altes
(17) a) ob b) wie c) da d) dass
(18) a) bemalenden b) bemalten c) bemalte d) bemalende
(19) a) aussehende b) aussieht c) ausgesehen d) auszusehen
(20) a) erneuernde b) erneute c) erneuernden d) erneuten
(21) a) Bestes b) beste c) besser d) Beste
(22) a) Neues b) neue c) neues d) Neue
(23) a) heilenden, b) geheilten, c) heilende, d) geheilt,
bringenden gebrachten bringende gebracht
(24) a) fließenden b) geflossener c) geflossen d) fließender