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Iamabêth

Tharguns Totengräber, der ewige Alptraum, des


Seelendiebes Bruder
ein neungehörnter Diener Thargunitoths
© ‘98 Andreas Lenz

Der “Bruder Nirravens” fährt in ein Opfer und macht sich zu Beginn nur in dessen
Unterbewußtsein, später auch in Träumen bemerkbar. Schließlich nimmt er offen Kontakt zu
seinem Opfer auf und stört dessen Gedankengänge wiederholt durch bösartige
Einflüsterungen. Wenn es so weit ist, daß das Opfer die Existenz des Dämons nicht mehr
bezweifelt, beginnt er diesem langsam die Lebenskraft zu rauben. Dieser gesamte Prozeß
kann sich über mehrere Jahre hinziehen. Verstirbt das Opfer schließlich, hindert der Dämon
die Seele am Verlassen des Körpers und versklavt sie. Auf diese Weise entsteht ein Untoter im
doppelten Sinne. Der nunmehr verrottende Leib findet ebensowenig Ruhe wie die zum Geist
gewordene Seele.
Der Untote ist in der Lage zu sprechen und behält seine bisherigen Fähigkeiten, er ist sogar
lernfähig. War das Opfer vor seinem Tode ein Magiekundiger, so bleibt er auch danach noch
in der Lage Zauber zu wirken.
Wenn der Dämon vor dem Tod des Opfers ausgetrieben wird bleibt der Todesfluch weiterhin
bestehen. Dieser kann mit einem BEHERRSCHUNG BRECHEN+7 (die Stufe des Dämons wird
hierzu mit 9 angenommen) beendet werden. Wird der Dämon jedoch erst nach dem Tode des
Opfers gebannt, wird der Untote keineswegs erlöst. Aus dem Leib wird lediglich ein
“gewöhnlicher” freier Untoter und aus dem Geist eine gefesselte Seele.
Dieser Dämon erwartet übrigens einige jener Unglückseligen, die in einem Pakt mit
Thargunitoth den siebten Kreis der Verdammnis erreicht haben.
Ein Magier, der die Fähigkeiten des Dämons für sich nutzen will, z.B. um sich an einem
Rivalen zu rächen, muß solange das Opfer noch lebt täglich 1 ASP aufbringen. Ist er hierzu
einmal nicht in der Lage fällt, nach Beendigung seines Dienstes, die volle Wirkung des
Dämons auch auf den Beschwörer zurück.

Beschwörung: +42 Beherrschung: +19


Wahrer Name: unbekannt
Dienste und Kosten: Besessenheit (100 ASP +1 ASP täglich)

Der Dämon selbst kann nicht bekämpft werden. Die Werte des Opfers werden nach dessen Tod
folgendermaßen modifiziert:
MU: +15 KL: +/-0 IN: -1 CH: -3 / 0*
GE: -1 FF: -5 KK: +10 ST: +3
Negative Eigenschaften:
alle Ängste sowie der Aberglaube sinken auf 0
Kampfwerte:
LE: +50% AE: +50% RS: +1
GS: -1 AU: unendlich MR: +2
Der Untote erhält ZF-Punkte entsprechend seiner Stufe auf die ZF im S KELETTARIUS. Er kann diesen
Zauber auch dann anwenden, wenn er ihn bisher nicht beherrschte (wenn er vor seinem Tod kein
Magiekundiger war kann er die Kosten mit LE bezahlen). Von ihm erhobene Untote müssen nicht
beherrscht werden, die Kosten zur Kontrolle werden halbiert.
*) Für Zauberproben gilt CH -3, für den Umgang mit Lebewesen und Elementaren sinkt CH auf 0.

Szenariovorschlag: Die Fähigkeiten dieses Dämons sind so ziemlich das Grauenvollste was
ich mir bisher ausgedacht habe. Stellen Sie Sich einmal vor, zu wissen, daß Sie nach ihrem
Tode für eine Ewigkeit Ihren verrottenden Körper mit einem Dämon teilen werden müssen
und dessen Willen absolut unterworfen sein werden! Mit etwas erzählerischen Geschick sollte
sich hiermit eine hervorragende Horrorgeschichte entwickeln lassen. Sie können sowohl einen
Helden mit dem Dämon “infizieren” als auch eine Meisterperson. Oder sie können die Helden
auf ein Opfer im “Endstadium” treffen lassen, das dann erlöst werden muß. Die Helden
sollten jedoch vorsichtig damit sein, Mitleid mit einer solchen Kreatur zu zeigen. Der Geist
untersteht vollkommen der Kontrolle des Dämons und wird stets nach dessen Willen handeln.
Er wird die Helden auch dann mit allen Mitteln bekämpfen, wenn sie ihm helfen wollen,
seinen Seelenfrieden wiederzufinden.