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Sandini Sammlung

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KA NONENJAGDPAN ZER

PANZERAßW EHR -LE KF L UGK ÖRPER 8\0 COßRA


Sandini Sammlung

Band 124

rsena
Waffen und Fahrzeuge der Heere und Luftstreitkräfte

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WAFFEN-
ARSENAL
rr rPfP.

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PANZERJAGER
DER BUNDESWEHR
Von der Panzerabwehrkanone zum Lenkflugkörper
Wolfgang Schneider ' Lars Ukerwitz

PODZUN·PALLAS·VERLAG ·6360 Friedberg/H. 3 (Dorheim)


Sandini Sammlung

Alle Rechte. au ch die des a usz ugswe isen Nac h-


drucks. beim Podzun-Pallas-Vcrlag G m b H.
Markt 9. 6360 Friedberg 3
Das Waffe n-Arsen al : Gesamtredaktion Horst Scheiben
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ISBN 3-7909 -0406-6

Vertrieb : Alleinvertrieb
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QU E L LEN
Für die Übe rlassu ng vo n Bildmateri al da nke n d ie Aut oren de n Fi rm e n :
- Kru p p-Mak
- MBB
- Th yssen- Hen sch el so wie de m
- Ar chi v de r Pan zertruppen schule in Mu nst er.
- Die Durch sich tsk izze de s JAG UAR I wu rde de r Zeitschrift PA ;\Z ER (T okio I e n t no m me n.

ENTWICKLUNG UND AUSRÜSTUNG


Die E n tw ick lu ng der Pan ze rjägertruppe d er Bun - no ch spiege ln sie stä rker als d ie E n twic k lu ng de r
de swehr wurde entscheidend be stimmt durch die übrigen ge pa nze rte n Kam p f tr up pen alle Ve rä nde-
Waffen syst em e. di e zur A uss ta tt u ng d er zu bilden - runge n d er Ko nze p tio n des Heeres wider.
den Panze rjägertruppe nt eile verfügb a r waren . De r e r s t e A b s c h n i t t der En twic klu ng
In der Wehnnacht gehörten di e Panzerj ägerverbän - um faßt di e J a hre 1956-59.
de zur Panzertruppe. Häufig waren im Zw e iten Die Pa nze rj äge rt ru pp e wurde in sie ben Panzerjä-
Weltkrieg die Panzerjägerabteilungen der Infante- ge rba ta illo ne geg liede rt. die den Divisiun en zuge-
riedivisionen (w ie auch die Sturmgesch ützverb än- o rdnet wa re n. Es waren die s di e Bat aill one der fünf
de) und die jeweiligen 14. Kompanien ( PA K mot . ) zuers t aufgestellte n Heeresdivi sionen I bis 5 sowie
der Infanterie-R egim enter d as Rück grat der Vert ei- d as Pan ze rjägerba taill on 8 der Gebirgsjägerd ivision
digung. u nd da s Pa nzerjägerb at aill o n 9 de r Lu ftl an d ed ivi-
Die Lehrgän ge d er Panzerj ägertruppe fanden a n sio n. F e rn e r bestand bei de r Panze rjägersc h u le in
den S chulen der Panzertruppe sta tt . e igene Panzer - Brem en da s Pan zerj äger-Lehrb at a illon . Die Ausrü-
jägerschulen gab es erst a b 1944. Au sgehend vo n stu ng best an d a us d em lei chten ame rika nisc hen
diesen E rfa hru nge n wurde 1956 die Panzerjäger- Panzer \1 41 und spä te r au s dem Kampfpan zer
truppe al s e ige ne Waffengattung aufgestellt. :\1 4 7 . J ed es Bataillon hatte drei PzJ gKp mit je-
Die Geschichte der Panzerj äger (Pz.lg) se it 195 6 weil s 22 Pan zern : d azu kamen vie r Wagen d er Ba-
ve rlief in mehreren Abschnitten. vo n d enen jeder taill onsfüh ru ng .
vo n ei ne r neu en Heeresstruk tur begleitet war. Den-

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Zur gleichen Zeit begannen die Übe rlegu nge n . wie Die Führung des Hee res war zu dem Schlu ß gekom-
ein neuer Kan o ne njagd pa nze r ausse he n mü ßte. Es men. daß d er ä rgste Feind d er Infanterie der Feind-
wurde gefo rdert. daß dieser au s der d amals geplan- panzer sei u nd d aß dieser am wirkungsvollsten
te n Sc hütze npa nze rfamilie entwickelt werden soll- durch eigene Kam p fp an ze r zu be kämpfen war.
te . Damit ve rbunden wa r eine Gewichtsbegrenzung Die Pa nzerjäger trup pe wurde nach kurze r Se lbstän-
a uf 15 Ton nen . So e ntstand der Ka no ne nj agdp an - digke it aufge löst u nd de r Infante rie z ugeo rd net.
ze r HS 30 . d essen E ntwic k lung abe r nac h Fe r tig- D ie Pan ze rj äge r mu ßten vo n rosa auf grün " um pa s-
ste llung e ine s Pro lo ty ps 1955 e inge ste llt wurde. Zu po liere n". Die Kam p fgru ppen de r Divisionen w ur-
u n be frie d ige nd waren die Sc hieß leis tungen der Ka- den zu Brigaden. d ie Pan zerj ägerb at a illo ne der Divi-
none . die noch nicht ausgereifte franz ös ische ~ Iuni­ sio ne n zu Panzerbataillonen unigegliedert . Die ne u-
tion u nd da s Platza ngebot im Kampfraum . Somit geschaffenen Panzergrenadier-Brigaden erhielten
begann 1959 die E n twick lu ng des dann später ein - nun e ine se lb stä nd ige Panzerj ägerkompanie . die
ge füh rt e n Ka no nenjagd pa nze rs. mit 18 Kam p fpunze rn . nämlich zehn M 4 7 und
Die Panzerabwehr komponente der neua ufgestellten ach t ~t 4 1. au sgerüstet wa ren . Gepla n t war die Auf-
Pa nze rgre nadi er-Bat aill one bestand . zum Teil nur ste llu ng von 24 dieser Kompan ien . 19 w urde n
auf dem Pa pier. aus e iner auc h zur Au fkläru ng ei n- w irk lich aufges te llt.
zuse tze nde n z bV-Gru ppe Pan zer . au sgest attet mi t
fün f ~t oll so wie in jede r Panzergrenadie rko m pa-
n ie ei ne m it zwei Leich tgesc hü tzen 106 n1l11 a usge- De r leichte ame rikanisc he Kamp fp an zer ~14l ge-
stattete Le ich tgesc h ützgruppe. Die Bedi c ner dieser hörte z ur Ersta uss ta tt u ng de r Pan zerj äger t ru ppe.
Waffe n waren In fa nte risten . Das hier a bge bildete Ex e mplar steh t im Pa nzer-
m use u m in Mu nst e r. Bei de n b undesde u tsche n Pa n-
De r z w e i t e A b s c h n i t t begann mi t der ze rn wu rde n a n be id en T u rm seit en je vie r Wurf-
Unigliederung des Hee res auf d e n Divisionstyp 59 beche r ZUIll Versch uß vo n Ne bel wurfk örpern ange-
de r He er e sst ruk tu r 2 . brach t.

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Die Pa nzerj ägerschu le. die bereits im April 195 8 Ab E nde 1961 er hie lte n 17 der 19 Panzerjägerkom-
nach :\Iunster verlegt worden war. bli eb vo n diesen panien einen Panzerj äger- Rnke te uz ug m it dem Ra-
Entwicklungen natürlich nicht versc ho n t. Sie wur- ketenjagdpanzer HS 30. de r mit de r Pa nzerabwehr-
de im Februar 1959 in Panzerabwehr-Schule umbe- lenkrakete SS I 1 ausgestattet wa r. Sie ha tte ei ne
nann t. Ha tt e sie bislang die Aufgabe. die eigene Reic hw eite von 600 b is 3.30 0 m und wurde vo m
Waffen ga ttung a uszubilden. betrieb sie vo n nu n a n Le nksc hütze n d urc h e ine n sic h vo m Flugk örper a b-
die Ausbildung auf d em Gebiet der Panzerabwehr spulenden Drah t nach de m sog . Z ie ldeck u ngsver-
aller Truppen. wobei besonders die Panzernahbe- fa hre n in das Ziel ge lenkt. Vo n d iesen Fahrze uge n
kämpfung mi t Pan zerabwehr-H andwa ffen an Be- wurde e ine k leine Serie von 95 Stück a n di e Tru p pe
de utu ng gew ann. Au ch d as Panzerj äger-Lehrbatail- au sgeliefert.
Ion w urde a ufgelö st: ledi glich ei n sogena nnter Stab Die mo torisier te n Panzergr enadierba taillone erh iel-
Pz.lgl.ehrß tl mit sec hs Soldaten blieb be stehen. ten einen Panzerabweh r-Rake te nz ug mit der Pan -
u nd a ls Lehrei nheiten wurden die Pd gLe h rKp 20 ze rab we h rle nk rak e te 8 10 KOBR A auf dem Lkw
und 70 gebildet. 0 .25 t DKW .
In d en Pan ze rgren ad ierb a ta illo ne n t SPz) e n tf ie le n Die KO BR A w u rde e be n fa lls üb er Draht ge lenk t.
zunächst d ie Leich tge sc hü tze 106 mm. Dafür wur- ha tt e a ber ei ne ge ringere F luggesc hwind igk e it und
d en in den Schwere n Kompa nien Pnnzerj ägerkano- war deutlich le ichter als die SS 11 . S ie hatte e ine
nen züge aufgestellt . die mit den freiwerdend en Reichweite von 40 0 bis 1.600 m . Be ide Lenkflug-
t fünf) :\1 41 au s den Pan zerj ägerkompanien a usge- körper hatte n. wie sic h aus d en Mindestrei chweiten
sta tte t werden ko nnten . ergibt. ei nen "to te n Raum" gemeinsam . der sic h
Im J ahr 19 59 wa r parallel zur Entwic kl u ng des e i- da raus e rgab . d aß sie e rs t ab etwa 500 m auf die
ge ne n deu tsch en Kan onen jagdpan zers als Er satz für Lenkkom ma nd os des Lenkschützen reagierten .
d ie ameri kanischen M 41 und :\1 4 7 mit der Kon-
st ru ktion eines mit Pan zerabwehr-Lenkflugk iirper
ausger üste te n Jagdpanzers begonnen worden .

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Die durch diese Umgliederung freiw erdenden Luftlandebrigaden e rhielten Panzerj ägerkornpa-
Leichtgeschütze 106 mm wurden in den PeGren ßtl nien. Die A usrüstu ng bestand aus dem Lkw 0 .25 t
ISPz ) weiterverwendet . jeder Panzergrenadierzug mit Leichtgesch ütz. spä ter au s dem luftverlast ba-
erhie lt ein Leich tgeschütz (4. Gru ppe ). da s auf dem ren Waffenträger KRA KA . bewaffnet mit dem
Sc hützenpanzer HS 30 lafettiert wurde. Die Bedie- PzAbwL Fk TOW .
ner ware n norma le Panzergrenadiere . E benfalls im J ah r 1966 w urde ei ne gezogene
Im J ahre 196 3 waren d ie Er probu nge n des Kan o- 9 0-mm-Panze rabwehrkano ne mit Hilfsm otor fiir
nenj agd pan zers abgeschlosse n. und ab Mitte 1966 die Bew eglichmachung erp robt. Das R ohr diese r
wu rden die Panzerj ägerkompanien mit die sem Pak war d ie modifizierte Hauptwaffe de s Kan o nen-
Kampffah rzeug ausgerüstet. Sie ersetzten dort den j agdpanzers. Diese Entwick lung wurde allerdings
Kampfpanzer ~I 4 7. In den PZGrenBtl iS Pz ) wur- wegen des zu großen Ge wichtes . des komplizierten
den anstelle des Panzerj äger- Kanonenzuges mit A ufba us und der unerwartet hohen Ko sten e inge-
dem Kam pfpanzer M 41 zwe i Züge mit Kanonen- stellt. Au ch wu rd en di e Durchschlagleistungen
jagdpanzern ausgestatt e t. Die Pan zerj äger der Bun - gege nübe r kün ftigen Kampfpanzern des Warsch auer
deswe hr hall en e nd lich ei n Kamp ffahrzeug. das ei- Paktes als nich t mehr bedroh ung sgerecht ange-
ne wendige Gefec htsführu ng ermöglichte . Zudem sehe n.
wurde der " to te Raum " durch ei n wirk lic hes Ge-
fec hts fahrze ug abgedeckt. denn bis dahin wirk te
do rt nur das Leichtgeschütz als mehr oder wenige
gelunge ne No tlösu ng . In sgesam t wurde n 750 Ka-
none njagdpanzer e ingefü hrt. Ein Kamp fpanz er de r c. Ko mp ani e Panzerbataillo n
Die ~li tte der 60er J ahre brachte noch weitere in- 13 au s Flen sburg. Dieser Panzer wurde au ch in den
te ressan te Entwicklungen in die Pan zerjägertrup pe. Pan zerjägert ru ppent eilen eingesetzt. Er ha tt e fünf.
So wurde d ie Luftla nde-Panze rabwehrle h rkompa- später nach Wegfall des Bugsch ützen (zu gu nsten
nie 270 (zugeh örig zu r Luftlande-B rigade 27) in von weit eren Munit io nvhalterungen ) vier Mann Be-
Mun ster aufges tell t. nach dem do rt be reits 1963 die sa tz ung. Der sprit fressende Vergasermoto r gestat-
Pan zerabwehr-Schule in Kampftrupp enschule 11I tete mit einer Tan kfüllung led iglich eine Reich wei-
u nibe nan n t wo rde n wa r. Auc h d ie be ide n ande ren te von we niger als 100 km.
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Die Spannro lle zw isc he n dem Antri ebskranz un d der hin t eren La u froll e en t fiel spä ter. Hie r ist unter-
halb des recht en Au sblickko pfe s de s En tfe rn u ngsme sse rs die na ch gerüst et e Nebelwu rfan lage zu e r ke nne n.

Im No vem ber 196 7 wurd en auch d ie erst en Rake- rüst e t. Es wa re n dies d ie Bataill one 44. 104 . 114.
tenj agdpan ze r 2 (SS 11 ) ausge lie fe rt. G leichzeitig 22 4 und 23 4 .
begann die Aufste llu ng vo n Pa nze rj äger-Ko rn pa- Die Pan ze rjäge r tru ppe hatte w ied er T ru p pe n te ile
nien . Ra ke te in de n Panzer-Brigaden . Diese ve r- in Bata illo nsst ärk e !
fügte n bislan g übe r keine ei ge ne Pan zerj äge r-Ko rn - Daneben b e st anden we iterhin die se lbs tä nd ige n
; pan ie. Pan zerj äger-Kompanien der Panzer - und PzGren
A b 196 8 wurden a uc h di e Pan zerj ägerrak eten z üge Brigade n. Die Panzerj äger-Bataillone waren in drei
d er ge m isc h te n Pan ze rjägerkompanie der Pan zer - Kampfkompanien -gegliedert. Jede hatte 16 Kano-
gre nad ie r-Brigaden a u f de n Rak eten ja gdpanze r 2 nen ja gdpanzer (b zw. Kampfpanzer M 48 ). die
umgerü stet. Wie d er Rak e tenj agdpan ze r I a uf d ritte Kompanie zu sä tz lich zw e i Raketenzüge mit
HS-3 0 ·F a h rge ste lI. wa r di ese r J agdpan ze r auf de r zusa m me n acht Rak etenj agdpanzern 2.
Basis d es Ka no ne njagd pa nze rs mi t der Pa nzer a b- Auc h d ie im luge d er neu en Heeresstruk tur gebil-
wehrlenkrakc te SS 11 ausge rüste t. Die Pan ze rj äge r- d e te n Heimatschutzk o mmandos verfüg te n übe r
trup pe e rh ielt d av o n 3 70 Fa h rze uge . zwe i Pan ze rjäge rkomp anien . e ine davo n ak ti v, di e
Die zw e ite Ph ase der Entwick lu ng wa r a lso insge- ande re a ls Ge rätee in hei t.
sam t d urc h die Einfü h ru ng d er Pan zerabwehr- Die Panzerj äger truppe bestand in d er Heere sstruk-
Le nk flu gk örp ersy ste me de r erste n Ge ne ra tio n ge- tur 3 nunmehr au s fünf pzJägBtl . J 7 PzJgKp . Rak
kennzei chnet. Sie e nde te mi t d eren Ablösung mit jeweils 13 R akJP z 2 und zehn PzJgKp mit je-
19 78 . weil s 16 KanJP z und ac h t RakJPz 2 . E ine Beson-
Au ch die vo r übergehend e Sc ha ff u ng vo n zwe i J ä- d erheit ste llte die Pan zerj ägerk ompanie 300 . E ll-
ge rd ivisio ne n (e he ma ls 2 . bz w, 4 . PzGre n Div) in wangen. d ar. di e mit dem (da ma ls ) neuen PZAbw
den J ah ren 19 70 bi s 19 80 im Rahmen de r Heere s- LFk -S ystem TOW - j edoc h au f Lkw - au sge stat-
stru k tu r 3 für d ie Ge lä nd ea bsch nitte Hessisch es tet wa r. a lso üb er keinen Panzerschutz ve rfüg te .
Be rgla nd un d Ba ye risohe r Wald lie f' di e Pan zerj ä- Nach d er Au ßerdien st stellung der Lei chtge sch ütze .
ger tru p pe nic h t u nb erü hrt. Die in j ed er Divi sio n ne- d ie ~Iitt e der 70 er J ahre no ch in e in ige n PzG renß t!
ben ei ne r PzGre nB rig vorhan de ne n J äge rbrigad e n auf Spz HS 30 und bei der Luftlandetruppe au f
( 2 . J gDi v e ine. 4 . J gDi v z we i) so wie d ie da ma ls Lkw 0 .25 t verwendet wurden. gab es bei der
zwe i G e b irgsjägerbrigade n de r 8 . ( I.) Ge b irgsd ivi- Infanterie nur no ch die PzAbwRaklüge in den Jä-
sio n e rhie lte n durch Umglied e ru ng von Panzerba- ger-Bataillonen . Diese waren bi s zur Ab lösung
taill onen je ei n Panze rj äge r- bzw. Gebirgspa nze r- durch die PzAbwehrLenkrakete ~IILAN (~lissile
j äge rbat aill o n. Diese Ba taill one wa re n mit Kan o- In fanteri e . legere, anti-tank ) mit sechs Startgeräten
ne njagd panze rn oder Ka m p fpan zer ~I 48 a usge- für die KOBRA au sgest attet.

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Der zweite Abschnit der Entwicklung der Panzer- jagdpanzers gekennzeichnet. Er endete 1978 nicht
jägertruppe der Bundeswehr war durch die Einfüh- nur mit den neuen Lenkflugkörpem der zweiten
rung der Panzerabwehr-Lenkflugkörper der ersten Generation . sondern auch mit dem Beginn der er-
Generalion (SS 11 und KOBRA I und de s Ka nonen- neuten Umg liederu ng in die Hccrcsstruk tu r-t ,

Der Kanonenjagdpanz er HS 30 . Von ihm wurde nur ein Proto typ hergestellt. Er war mit der fra nzösi-
schen 90 mrn-Kanon e des AMX 13 au sgerüstet un d sollte der gepla nten Sch ützenpanzerfamilie von
15 t zugeo rdnet werde n. Dieses Fah rzeug ist mit einer Bolzen kelt e ausgerüste t. Deutlich zu erke nne n
ist die and ere Form de r Mündungsbremse im Gegensat z zur unten abgeb ildeten 90 mm- Kano ne von
Rheinm etall.

Bei diesem Kano nen-


jagd pa nze r in versteck-
ter Stellung ha nde lt es
sich um ein Vors erien-
modell. Er ist mit einer
End verbinderg leiske tte
verseh en. hat aber noch
kein Turmrund blick-
Zielfernrohr für den
Kommandant en. Die
Schleppösen sind an
der unteren Bugplatt e
angebracht .

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Auf dem obe re n Bild ist ein für die Unte rwasse rfa hrt vorbe reitetes Vorseri en modell des Kanonenjagd-
panzers zu sehen .
Der kürzere Luftschacht unten zeigt. daß mi t diesem Panzer ein Tiefwa tversuch am Ha ken eines M74
Bergep anzers d urchgefü hrt wird. Der dr eh bar e Richt schützen-Win kelspiegel auf der rechten Seite ist
noc h nicht vorha nde n. die Ladesc hütze nluke hint er der Fahre rlu ke noch o hne Lafe tle nr ing für das
Fla~ IG .
Beim Serienfahrzeug wu rde die mi t tle re Stü tzrolle weiter nach vorn. die Verbrerm ungsl uft-Ansaug öff-
nung , hier noch lin ks hinte n auf de m Kampfraum . auf die Motorabdeckurig verlegt.

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Beid e Fotos e rm öglich en eine n gute n Vergleich vo n Vo rserien - un d Seri enmo dell. Oben ist ein es de r
Vorserienmodelle (di eses mit sech s , an st elle von fün f Lau froll en ) abgebildet. Es fehlt der unten deutli ch
erkennbare Lafettenring der Lad eschützenluke. Das FlaMG mit alte r MG-Lafett e be finde t sieh vor der
Kornmandantenlu ke. Die Sch ein werfer sin d mit Schut zgittern versehen . die Schl eppösen a n de r unte-
ren Bugplatt e angebracht.
Das Seri enfahrzeug hat fünf Laufrollen, die Kettenglied er sind geteilt und ha ben zwe i ne benein ander-
liegende Laufpolster. In der Blende befindet sic h (von vorn geseh en) rechts das T u rm MG , links das
Zielfernrohr für den Richtschützen .
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Kanonenjagdpanzer der Panzerjägerlehrkompanie 70 . Oben ein Zug dieser Kompanie in Reihe aufge-
fahren, unten der ·vordere Panzer aus unmittelbarer Nähe fotografiert. Im Gegensatz zu dem auf de r
linken Seite unten gezeigten Fahrzeug ist hier auf der Blende die Befestigungskralle für den Infraro t-
Weißlicht-Zielscheinwerfer zu sehen . Die Fahrzeuge sind mit Draht bespannt, um die Befestigung von
Tarnmaterial zu erleichtern.
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Lin ks:
Zwei Besatzungsmitglieder
beim Aufmunition ieren mit
ei ner 90 mrn-Hohlladun gspa-
trone. Die Karnp fb elad un g be-
tru g 5 1 Patro nen.

Un te n:
Zwei Kan on enjäger be im
nächtlich en Feuerkampf auf
der Schießbahn . Der linke Pan-
zer leuchtet , der rechte feuert.
~I it Hilfe d es Sch ein wer fers
konnte au f Ent fern u ngen bis
ca. 1.500 m (Weißlicht ) bzw.
1.000 m ge kämp ft werden .

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Oben :
Eine Ausbild ungsanlage für die
Besatzung des Kano nenjagd-
panzers . Hier konnte eine in-
tensive Einzel- und Besatzu ngs-
ausbild ung an eine r originalge-
t re uen Attrap pe durc hgefü hrt
werden.

Rech ts :
Die geöffnete Wart ungsklap pe
gestattet einen Blick auf das
Renk-Get rie be des Panzers .
In de r Mitt e der Mot orraum-
ab deck ung befi nde t sich di e
Nebelmitte lwurfa nlage mi t
acht fäcberförm ig angeo rd ne-
ten Bechern ( Reichweite ca.
60 m) .
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Nachdem die Bundeswehr 750 Kanonenjagdpanzer ,


beschafft hatte . kaufte die belgisehe Armee 19 72
80 Fah rzeuge. Diese J PK 90 gena nn te n Jagdpanzer
wurden mit LASER-Ent fernungsmesser un d
LYRA N 60 mm-L eu chtkörperwer fern zur Ge-
fech tsfeldbeleuc ht ung ausgerüste t. Let ztere sind
auf dem rechten Bild über der geöffneten Kom-
ma nda nte nluke zu sehen.
Unte n: Als Beo bachtungs- und Führungspanzer set-
zen insbesonders die Panzerm örser komp anie n und
die Art illeriebataillone um gerüstete Ka no nenjagd-
panzer oh ne Kan on e ei n. Die an der Seite ange-
brac hte Schiene dient zur Aufnahme von sogenann-
ten Schn eegreifern , die ans te lle von zu entfe rne n-
den Gleiskette n po lste rn bei Bedar f Verwendung
fin den.

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Oben :
Fe uerndes 106 mm- Leicht geschütz auf
dem Schützenpa nze r HS 30 . Bis in die
60er Jahre stellten diese rückstoßfreien
Waffen die Panzerabweh rkomponente
der Infanterie da r.

Recht s un d unten :
Leich tgesch ütz auf Lkw 0.25 t DKW,
bei der Luft landetruppe bis in die 70er
Jahre im Einsatz . Diese Waffe halle
eine Reichweit e von ma x. 1.000 m. Die
Entfernung wu rde mit einem auf
dem Geschützrohr adaptierten
12,7 rnm-Einschieß-M G erm ittelt .
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__ _ . _--.......-:::.--e __

Der Panzerabwehr-Lenkflugk örper 810 KOBR A im Einsatz abgesessen oder auf dem Lkw 0.25 t war
neben dem Leichtgeschü tz die wichtigste Panzerabwehrwaffe der Infanterie. Sie wirkte o berhalb der
Reichweite des Geschützes bis 1.600 m.

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Die Ex pe rime nte mit Lenkraket en in den An fan gsjahren ers t reck te n sich auc h auf ehe r verwege ne Proje kt e. Hier ein UREN CA R RI ER m it sieben
SS 10 . Die obe re Halt erurig ist deutli ch als Provi sorium zu er kenne n . da Hol zt eile eingearbei te t sind .
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Auf dem oberen Bild ist de r Abschuß einer bei der Bu ndeswehr let zt lich nicht eingeführten franz ö-
sichen Variante der 55 I 1 (HA RPONj von einem Vers uchsträger auf dem Pro totyp -Fah rgestell des
spä teren Sch ütze npa nz ers MARD ER zu sehe n .
Unten wird der gleiche Flugkörper vorbe rei tet . um vom Tra nspo rt panzer M113 aus verschossen zu
werden .
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Links :
Vorserienmodell des Ra ket en-
jagd panzers 1 auf der Basis des
Schützenpanzers HS 30 . Be-
merkenswert bei diesem Fahr-
zeug ist der Erke r vor den Lu-
ken . Dieser Panzer ist noch
mi t eine r Bol zen kette ausge-
rüstet und ha t weder Nebe l-
wurfa nlage noch Sche inwerfe r.
Er ste h t heu te im Mun st eraner
Pan zermu seum .

Unten :
Rak et en jagdpan zer 1 de r Panzera bwe h rsc hule . Mit diesem Pan zer wurde n ab Ende 1961 d ie Panzerjä-
gerko mpanien der PzGrenBrigad en ausgesta tt et. Unt er dem Dach lin ks ste he n ein M74 Bergepanzer
und dahinte r ein Ubungs-Schütze npanzer der Firma Käsbo hrer auf Uni rnog-Fa hrgeste ll.
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Recht s:
Die Besatzung eines Raket en-
jagdpanzers I bei der Aufnahm e
von SS I1 Lenktlugkörpern .
Die Bezeichnung "E X" auf dem
Flugkörper weist ih n als Exer-
ziermo dell für Ausbild ungs-
zwec ke aus.

Unten:
Eine SS 1l unmittelbar nach
dem Start vom Raketenjagdpan-
zer I . Die beid en Lenkdrähte
sind klar zu erke nnen. Sie wer-
den vom Flugkörper a bgespult.
so daß sie sich au ch au f ein
Hind ern is legen können ohne
abzureißen o der die Ubert ra-
gu ng der Len kkommandos zu
behinde rn.
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Die beiden hier gezeigten Raketenjagdpan zer gehörte n zu r Pan zerjägerinspekt io n der Panzerabwehr-
schule in Murrster.
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Die 90 rnm-Pa k (Panzerabwehrka-


none) mit Hilfsantrieb . Rheinm et all
entw ic ke lte sie 1966 auf de r Basis
de r Kano ne des Kan o nenjagd pan-
zers . Der Mo to r war von Porsche
und erm öglich te eine Geschwindig-
kei t von 20 krn/h . Die gesamte Wa f-
fe wog sto lze 5 t und versc hoß die
gleic he Munit ion wie die Kampf-
panzer M47 / ~1 4 8 . In einer t eilge-
deckten Stellu ng. wie links zu
sehen. konnte die oh nehin geringe
Fe ue rhöhe von 1,4 m noch wei ter
reduziert werden . Eine Boden frei-
he it von 3 80 mm. eine Ste igfähig-
keit von 50 % und eine War fä hig-
keit von 1m waren Gewähr für eine
hohe Beweglich keit. Aufgrund des
ho hen Sys tem preises un d letzt lich
auc h wege n der zu geringe n Durch-
schlagleistu nge n wurde von eine r
Besch affung abgesehen.
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Oben ist ein Prototyp des Ra ket enjagdpan zers 2 im Vergleich zu einem RakJPz I 11530 zu sehe n . Die
I J. 5 t Gewichtsu nterschied werden de utlich . Der Jagdp an zer. Raket e - so die offizielle Bezeichnung
- ging als zwe ites Mitgli ed der gep lan ten neuen leichten Pa nzerfamilie nach dem Kano nenjagdp anzer
im Okto ber 196 7 in die Fe rtig ung. Die Entwicklung began n berei ts 1960. und die Erprobung eines er-
st en Prototyps dau ert e bis 1963 . Nachde m 1964 die Entsc heid ung für diesen Pan zer gefallen war. wur-
den sechs verb esserte Vorserien mo delle bis 196 7 erpro bt.
Der oben links und unten geze igte Protot yp hat kein Bug·MG un d eine Endverbindergleiskette mit
durchgehen den Kettengliedern .
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Bei de m oben abgebildete n Abschu ß e iner 55 11 sind de ut lich die sich abs pulenden Lenkdrähte zu
sehen. Dieser Prot ot yp weist einig e interessant e Details au f. Die La fett e für das BugMG befindet sich
in eine m ru nd en Vo rbau. der bei den Serient yp en klein er ausfiel. Das pilzförmi ge Teil auf der Motor-
raum a bdeckun g war die Verb rennungs luf ta nsaug hutze . die spä te r ebenfalls mo difizie rt wurde . Die Ne-
belwurfan lage war an der hi nte ren Kamp frau mwand angebracht . spä ter hin gegen auf de r Mitt e der
Mot orrauma bdeckun g. Ferne r erhielten die a n die Truppe au sgeliefert en Panzer eine andere Gleiskette
so wie e ine an dere Ano rdnung der St ützrollen (di e mittlere wurd e nach vorn verl egt). Diese beiden Fo-
tos zeigen dasselb e Fahrze ug: au f dem unter en ist der llugMG-Erker no ch nicht eingebaut. Man beach-
te d ie geloc hte vorde re Lau frolle.
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Der Rak et enj agdpan zer 2 in der Seri en au sf ührung. hier ein Fahr zeu g de r Pan zer abwehrschule. Die
Tru ppe erhielt davonJ 70 Exe m plare . in erste r Linie für die Pan zerjäger ko mpan ien de r Pan zer bri gad en.
Au f de m obere n Bild sind die Seri enauslegun g des MG- Er kers und die Gleiskett e mit de n getei lten Ket-
ten gliedern gu t zu erkenne n . Oben ist die rec hte . unt e n die lin ke Absch ußr ampe ausgefahre n.
Das Fo to auf de r rechte n Seite zeigt weitere Det ails des Ser ienlau fwerks wie vergr ößerte Sto ßd ämpfer
und geänderte Laufro llen .
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Die 20jäh rige 55 lI-Ära


de r Bun deswehr ende te
am 16 . 6 . 81 mit de m
Verschuß des let zt en
Flu gkörpers a uf dem
Truppenübungsplatz
Bergen. Auf dem oberen
Foto ist die 55 11 für
den vom Fahrzeug vor-
gesehenen Einsatz vor -
bereit et. Deutli ch zu er-
kennen ist das Raketen-
tri e bwerk u nd die Vor-
rich t ung zum Abspulen
eines Lenkdrah tes .
Auf dem linken Bild die
Steuerei nrichtung für
de n Len ksch ützen mit
mon okularem Einblick
und Len khebel.
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li ! l ~ u ffm e n Startflug Zi el ~n f l u g nach li el ~ n f'u g Ziel deckung sflug


10 : t 1: 1 1:1 10 1 ~; :1

I I I I I
Einrichte n tier Abfever" aer Le"l r qkefe /" Mitte ""kN h /tI i" l e"kr tlke fe il7
Optii UnA ro t ere, l;,,/,fr~/s /el1l~11 1./11<1 ,foppd /tl litl ll; ~);tI 1/ ~ /4ui v ng h o l/ tn
~vf (/45 2i,,/ soforl lftlclJ Beg/I1I1 «e» rul7i; 174 /(tI" lenken 1
I LenK!Joriel' ""ter
K'en/ro lle bri"gen )
!, ,I ,
I / I
UI11 Sc I74 /( e" f it { «dm 111 t1l7t! O i/m Scl7(l!l flJ lie/r/eck"" ; I
~v f 11 ,,,ti Sei l el7ko rl'fftv r Qvf 10 t IJ ers 1(//", I
/ I, f

1/ I
I
f 'iJ_
;-.

l ielunfl uq

Prin zipskizzen der Lenkverfahren der ersten un d zweite n Panzera bwehrlenkfiugkö rper-Ge ne rat io n. Die
obere Zeichn ung zeigt das manuelle Verfahren der alt en und die untere das ha lbauto mat ische Riebt ver-
fa hre n de r heutigen Syste me . wonac h der Rich tsch iitze lediglich die Visierma rke auf de m Ziel zu hal-
ten hat. In de r ko mme nde n - d ritte n - Ge ne ra tion wird es sich um zielsuc he nde Mun iti on ( Fire and
forge t-Prinz ip) handeln .

Z .etauHasse n St.rtflug

l--~-------1 - - - - - - -7 f--------''''t;6I- f--~----;


E'nndllen der Opt ik Nalct mchten Fadenkreuz uber die geSl mle Flugze it ,m Z,el halten Treff er
auf dn Z,e l

---------------------------'~
J!>\ :~
,~v

Sta rtflug Z,eldeckungsflug

1 750 m

29
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JAGDPANZER JAGUAR 1
Im November 1978 wurde der erste J AGUAR I auf 20 LFk HOT geste igert werd en. vo n de ne n sich
an die Truppe übergeben. Die Unir üstung von (ur- ac ht im Magazin de r Absc hußa nlage befinden . Zur
sprünglich) 22 PzJg Kp vom Lenkflugkö rpersystem Se lbstvertei digung verfügt der JAGUAR 1 übe r ein
der ersten Generation SS 11 auf die Panzerabwe hr- Bug-MG und ein FlaMG 7 .62 nun : au ßerdem über
waffe HOT wurde 1982 abgeschlosse n. Je de Kom- eine kollektive ABC-Sc hutz- und Belüftungsanl age.
panie besteht au s vier Panzerjägerzügen mit jeweils
drei Jagdpanzern. Insgesamt befi nden sich in der Der ursp rüngliche Gefechtsko pf der HOT mit dem
Panzerjägertruppe 316 JAGUAR I. Bei dem gering Kalib er 136 mm wurde mittlerw eile abgelöst
modifizierten Fahrgestell handel t es sich um den durch die HOT 2 1150 mm ]. Dadurch wurde die
bereits bewährten Träger der Waffe nanlage SS 11. Durc hschlagleist ung von 850 mm Homogen stahl
den Raketenjagdpanzer 2 . Der Panzer wur de mit ei- auf rund . 1.400 nun geste iger t. Ab 1992 ist die
ner Zusatzpanzerung versehen. die einen höh eren HOT 2T verfügbar. die einen sogenannte n Ta nde m-
ballistischen Schutz b ietet. Gefechtsk opf hat. Mit ei ner erste n Hohll adung
Die Kampfentfernung des PzAbwLF lk HOT be- wi rd eine eve ntue ll angebrachte Zusat zp anzerung
trägt 75 bis (mindestens) 3.800 m; Reichwe iten (z. ß. ex plosive Reaktivpan zerung) "abge räumt ";
bis 4 .000 m aufgrund der Drahtlänge sind oh ne de r d ahinter befindliche no rma le Gefechtskopf
weiteres möglich . entw ickelt danach seine Wirkung gege n die Haupt-
Das Lenkflugkörpersystem der zweiten Genera tio n pa nze rung.
HOT arbeitet nach dem Prinzip der halbautomati- Vo r der Einrüst ung ste ht ein Wärmebildziel- und
sehen Lenkung mittels Infraro tort ung. Der Ric ht- Beobacht ungsgerät. Bislang k onnte bei Dunkelheit
schütze muß lediglich die Visierlinie auf den Halte- das PzAbwLFKSystem nur bei Fremdbeleuchtung
punkt im Ziel richten. nicht wie zuvor auch noc h (d urc h Leu chtgesch osse ) eingesetzt werd en unter
den Flug des Lenkflugkörpers beobachten. Die Ve rzic ht der gro ßen Reichweite.
Ablagen des Flugkörpers von der Visierlinie wer-
den automatisch gemessen und ihm über de n Ober-
tragungsdraht als Lenkkommandos zur Kurskorrek -
tur übermittelt .
Diese halbautomatische Lenkung er mög lichte die
Steigerung der Trefferquote der SS 1I vo n ca. 70 7c
auf stehende Ziele auf 95 7c auf fahrende Ziele.
Die mittlere Geschwindigkeit der HOT be trägt
250 m/sec. Daraus resultiert eine theoretische
Feuergeschwind igkeit von zwei bis drei Schuß pro Unten: Ein mit dem Tarnnet z versehener J AG UAR
Minute auf weiteste Kamp fe ntfer nung gegenü ber I während einer Gefe chtsübung . Der Kommandant
nur einem Schuß bei de r SS 11. Die Kampfbela- hat e in Flugziel au fge klärt. der Ladeschütze
dung mit Lenkflugkörpern ko nnte vo n 14 SS 11 schli eßt gerade die Luk e.
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Oben: J agd pa nze r JAGUA R I mit dem abschußbe- ter befindlichen Ko m ma ndant en ku ppel. Auf einer
reiten Le n kflugkörper HOT (die Hülle ist zugleich Ringschiene ist das 7.62 mm Fliege rabwehr-MG 3
Transp ort - und Lagerbehälter ) auf de r ausgefahre- angebracht. Die Ramp enlu ke ist gesc hlossen :
nen Ramp e . da ru n te r befi nde t sic h das rotierende Magazin mit
Un te n : Diese info rma tive Drau fsich t zeigt die d rei ac h t Len kll ugkörpern . Weit er e zwölf sind im rück-
geöffneten Besatzungsluken. links vorn die des wä rtigen Teil des Kam pfra umes verstaut.
Fahrers. rechts die des Ladeschützen mi t der dahin-

31
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-Jagdpanzer JAGUAR 1

1--- 127 0 - ~ ~-+-------3 8 00 --------+--1540~

5 560 I

.. .

o
~
!
1---- - - -2545 - - - - --'
1 --- - - - - 3 120 - - - -- -<

Vierseitrißskizze de s JA GUAR I mit den wichtigsten Abmessungen

32
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I F1a MG/Bu g M(;


~ Lad esch ütze n sit z
Durch sichtski zze d es J AG UAR I
3 Op tisches Visier
4 Ri ch tsc h üt ze nsi tz
5 F uh rer sit z
6 Ko m ma nd an te nsit z
7 Festst ellbremsh eb el
8 Lenkrad
9 Fah rped al

I OBrem sp ed al
I I Waffenanlage 18 Hrcm s ölein fiills tu tzen
12 Le n k fl u gk örp e r
19 Triebwerk
13 Ta n ke infüll stu tze n .:! O Nebelwu rfanla ge
14 L üft er
2 \ Mo to rraumb elüft un g
15 Luft filt e r
22 Bat terien
16 Küh lmi t te le in fülls tu tzen ~
w 23 Hy d ra uli k hl ock
w 17 A uspuffgrät in g 24 Wasser vo rw ärm u ng
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Obe n : Der J AG UAR I in einer Hint erh angst ell ung mi t abschußbe rei tem Lenkflugk örper. Lediglich das
opt ische Visier muh die Deckung überragen : der J agdpanzer ist so ein nur schwer aufklärbares Ziel.
Unten : Diese De tailskizze verdeu tlicht die einzelnen Ko m po nenten des Lenkflugk örpers . Im Flug wird
er durch die Seitenflossen stabilisiert. Ein Glühstrahler sendet pulsartig IR-St rahlen vom Heck aus. die
von einem in der Optik befindlichen Sensor an den Rechner als Positionsmeldungen weitergemeldet
werden. Dieser wande lt sie in erforderliche Lenkkorrekturen des Strahlruders um .

Gefechtskopf Lenkmodul
Endkappe

Pyrotechn Anschlusstec ker Verriegelung


Lenkdrahttrennung Ansicht
Schnitt A /A Heckansicht
v(n vorne
Len kdrahtspule
, :R-GlOh strahler
. Strahl ru d er
Stabilisierun / Lagekreisel
modul Rohr
Thermal - ordempfäng~~
batterie asleitrohr
Ka belf ührung
)
FLUGKÖRPER HOT 2

34
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Oben: Ein mit dem Wärmebildziel- und Beobachtungsgerät ausgestatteter J AG UAR 1. Der rech t mon-
strös wirkende Optik block im vorderen Dachbereich ersetzt das bisherige optische Visier.
Unten : Prinzipskizze einer Wärme b ildo p tik . ~lit Hilfe einer Detektoranordnung. die mittels eines
Schwingspiegels abgetastet wird . entsteht ein IR-Bild . das verstärkt wird und auf die Rüc kseit e des-
selben Schwingspiegels die Abbildung eines LED-Feldes aufbringt. ~Iit Hilfe eines in den ausgehenden
Strahlengang eingebauten Bildverstärkergerätes wird ein für das menschliche Auge sichtbares Bild er-
ze ug t. Dieses ist in der Haupto pt ik zu sehen und kann bei Bedar f auch (2. sichtbares Bild ) in die Kom-
man dant eno p tik eingeleite t werden .

Wärm ebitd-
Szene

, AfokaLes System mit


Z ieImark enpro[ek tor -- -:--
,- }
Vergrößerungswechsler
lt=::j]
Zielm ark eneinspiegetung IR- Imager
- überlagerung

1. sicht bar es Kühler


Bild

•••
Schwingspiege l

Visual
Vorverstärker
Collimator
Bias - Regulator
Nachverstärker

2. sichtbares
Bild
Y L..._ _- J
Hilfselektronik

LED - Feld
I rotl
35
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Im N ove mber 19 78 wurde d er erst e von 3 16 Jagd-


p anzern J AGUAR I an die Truppe ausgeliefert. Da-
mit begann der d r i t te A b s c h n i t t in der
Gesc h ichte der Panzerj ägert ruppe .
De r Ja gdpanzer JA G UAR 1 ist mit dem Panzerab-
wehr-Lenkflugk örper HOT (Hau t-su bso niq ue, opti-
q ue me nt, telegu ide) , einem System der zweiten
Ge ne ra tio n au sgestattet , d eren Kennzeichen ein
halb automatisch es Lenkverfahren im G ege nsa tz
zu m manuellen der e rs te n Generation ist. Der
Ri chtschütze mu ß nunmehr die Zielmarke konstant
auf dem Z iel halten. Das gleiche gilt für den am eri-
kan isch en F lugkö rp e r TOW (tube-launched . opti-
ca lly tracke d, wire-guided). mit dem die ab Mitte
198 2 e inge führ te n 162 Ja gdpanzer JAG UAR 2 au s-
gerüste t sind.
In der Heeresstruktur 4 bestand die Panzerj äger-
truppe, die a ls Teil de r Panzertnoppe nun wieder
ros a Litzen trägt. aus 3 4 Kompanien im Feldheer.
Die Panzeljägerk ompanien der LufHande-Brigaden
w urden aufgelö st : d eren Au sst attung ist nunmehr
orga nisc he r Best andteil d er Fall schirmjäger-Batail-
lone, mithin nicht mehr der Panzerj ägertruppe zu-
ge hii rig.
Die heutige Panzerj ägertruppe der Bundeswehr ist
m it d en Raketenjagdpanzern JAGU AR 1 und 2
ausgesta tte t. Sie be steht zur Zeit noch au s 35 Kom-
panieu. In den Panzer- bzw . PzGrenDivisionen ist
jewe ils di e b zw. eine pzJgKp ( p ro PzGrenBrig) mit
de m J AG UAR 2 au sgestatte t. All e PzJ gKp der
PzB rig sowie di e PzGrenffiv . die e in e r PZGren
Brig ange hö re n, sind mit d em J AG UAR 1 a usge-
rüstet. Hinzu kommt die PzJ gKp 550 d er deutsch-
fran z ösisch en Brigad e. "S ie erhielt u. a . ihre Panzer
vo n de r PzJ gAu sbKp 904. di e im Zeitraum 19 79
bis 19 8 9 in Munster be stand . Die se führt e für alle
J AG UAR-Kompanien d es He eres di e Grundaus-
bildung de r Richt- und Lad esch ütz en durch , Ihre
J agdpanzerausstattung bestand au s ze h n JA-
GUA R I und sec hs J AG UAR 2. Wie bei der Pan-
ze rt nop pe werden au ch be i de n Panzerj ägern künf-
tig bere it s die Rekruten in den Stammkompanien
au sgebildet.

-- -- ' 0-

..
- ~ --

0:- ":" , _ --_~:- .,

Obe n :
- .
Ans te lle des bis her gebräuchli chen Leichtgeschüt zes wurd e für die PzGr en'T rupp e e rwoge n. die betref-
fend en IIS 30 auf die TO w- Waffena nlage umzu rüst en .

Mitt e :
Eine zweite Ve rsuc hsa nord nung de s HS 30 ze igt den Au st au sch des 20 m m-Dreh t urrnes gegen eine
T OW-La fe tt e. Die bevorst ehend e Ein führung des neu en Sch üt zenpanzer s MARD ER mac ht e diesen
Ve rsuch e n e in Ende .

Unt en :
Die Gefä hrlichk eit de r Pan zerabwehrwaffen verde u t lich t dieses Foto eines ge ta rn te n T OW-T rägers in
einer Hint er han gst ellung.

36
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Oben :
Vo r Beschaffung des ame rika-
nisch en PzAbwl.FkSystems
TOW wurde es einer ein-
gehenden Erpro bung unt erzo-
gen . Dieses Fo to zeigt eine n
mit eine m Kleinm otor versehe-
nen amerika nischen Waffen-
träger mit de r deutschen Ver-
suchsbesatzung. Vor dem
Fahrzeug ist das Dreibein ab -
gestellt . auf dem die Waffen-
an lage beim abgesesse ne n
Einsatz adaptiert wird .

Mitt e :
Weitere Tests fand en mit dem
Lkw 0 ,2 5 t DKW sta tt. Das
Fo to zeigt das leere Startrohr
nach Abschluß de r Bekämp-
fu ngsphase . Weitere ben utz te
Start ro hre liegen hinter de m
Ladeschütze n.

Unt en :
Eingeführt wurd e das TOW-
System auc h bei der Luftlan-
detruppe, montiert auf dem
luft verlast bar en Klein fahrzeug
KRAKA .

37
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Eine Au snahme bildet die Pz.lgkp 230 der GebJg j agdpanzer wurde z um Be obachtungs- und Füh -
Brig 23 mit ihrer Ausstattung mit dem KPz LEO- rnngspanzer umgebaut: u . a . wurde d ie Hauptwaffe
PARD 1. Eine Besonderheit ste lle n die in den Hei- e n tfe rn t. Sie werden in der Artillerietruppe sow ie
ma tschu tzverb änden befind lic he n Panzerjägerkom- in den Panzerm iirserkompanien d er PzG renßtl zu-
ponenten dar. So verfügt auch die in Süddeutsch- mei st als F ahrzeu ge für V o rgeschobene Beobachter
land sta tio nie r te Heimatschutzbrigade 56 über eine verwendet. A uc h sind e ine Reihe von eh emaligen
selbständige Panzerj ägerkompanie. Sie ist mit dem Kanonenj ägern (auch mit Hauptwaffe ) in d er Fahr-
JAGUAR 2 ausgestattet. In den Jägerbataillonen sc hu lorga nisa tio n im Einsat z.
der Heimatsehn tzbrigade n ist ein Panzerjägerzug Der Vollst ändigkeit halber sei erwähnt. da ß auch
integriert. ausgestattet mit sieben Kamp fpanzern . d ie PzJ gL ehrKp 90 in Munster neben ihren JA-
Die (jeweils zwe i) Batai llone der Brigaden 51 . 6 1 GUA R I über vier JA G UAR 2 verfügt z u r Sicher'
und 66 verfügen über LEOPARD 1. die übrigen ste llu ng ihres Lehrauftrages. Die übri gen JAGUAR
Verbände der Brigaden 52. 53. 5 4 . 62 . 64 und 65 I und 2 we rd en in den beiden In spektionen d er
über M 48 A2GA2 . Weitere Panzerj ägerz üge . be- Kampftruppen schule 2 ben ötigt. die d en Fü hre r-
ste he nd aus den nicht zum JAG UAR 2 umgerüste- nachwuch s der Panzerj ägertruppe aus b ild e n oder
ten Kanonenjagdpanzern . b efinden sich in den Ge- sind in der Umla u frese rve d er Depot-Instandset-
rä tee in heite n der Heimatschutztruppe. Das Gros zu ngso rgan isa tio n verfü gb ar.
der nicht zum JAG UAR 2 umger üsteten Kanonen-

5 Panzerfa ust

.- ..
PZAbw l eiehig eschütz 106 mm
f {/lJIJr9 0hg !lb!IJnf} I

Len krak. t e810 ( Ra k träg,, )

MILAN

.--
Lenkr ake t e ssn ( RakJPz)

row( USA)
~ KraKa
HO l


Kanone 90mm t Ka nI Pz)

Dieses Diagramm verdeu tlic ht die Re ich we ite n der bis lang in die Bu ndeswehr eingeführten Panzerab-
wehrsysteme .

38
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JAGDPANZER JAGUAR 2
Oie Pa nze rjäge rk o m pa n ie JAGUA R 2 ist - ebenso Das Dreibein wird im J agdpa nze r mi tgeführt. so
wie die mit JAG UAR I - in vier Züge mit jeweil s d aß die gesa mte Waffenanlage bei Bed a rf auc h vom
drei Jagdpa nzern gegliedert. Beim J AGUAR 2 wer- Panzer abgese tz t erfo lgen k ann . Oie Kamp fe nt -
den das leicht modifizierte Fahrgestell des Ka no- fernu ng der (verbesse rte n ) TOW beträg t 65 bis
nunenjagdpanzers und d ie Pa nze rab we hrwaffe 3.750 m. De r Hohlladungsgefechtsk opf d urc h-
TOW k ost e neffe k tiv zu ei nem wirksame n vo llbe - sch lägt mehr als 750 mm Homo genst ahl . Wie die
weg lic he n Pan ze ra bwe hrsyste m verbu nden . Zusatz- HOT a rbei te t au ch d ie T OW nach d em Pr inzip der
pan zerung un d Kettensch ützen sind ide nti sc h mit halbautomatischen Lenkung. Wesentlich er U nte r-
de ne n des J AG UAR I . sc hied ist die Tatsach e. da ß die HOT für d ie gesa m-
Die Waffen anl age TOW ist mi tt els einer manue ll zu te F lugd auer a ngetrieben wird. die T O W durch eine n
be dienende n Hu blafe tt e über de m Pan ze rdeck aus- S tarttreibsatz (" booste r" ) auf eine h oh e A nfa ngs-
zufah ren . De r R iebtsc hut ze steh t bei der Bed ie nu ng gesc hw ind igke it beschleunigt wird . Oie mittlere
der Waffe nan lage auf einem h öhe nverstellbare n Po- Fluggeschwind igke it d er TOW beträgt 3 12 m/ s. die
des t und erfährt durch die geöffnete Waffenluke Nach ladezei t e twa fünf Sek u nde n. Oie Kamp fb eta-
sei tlich einen teilweise n Schutz . De r ' ac h teil. daß d ung umfaß t 14 LFk . Der J AG UAR 2 verfüg t
Richt- und Ladeschütze bei der Schußabgabe nicht ebenfalls übe r ei n F la~I G. j ed o ch über kein B ug~I G .
hinlänglich geschützt sind . wird dadurch relativiert , Im Gesensatz zu m J AG UAR I ist e r m ittels des
daß sie sich sam t Waffenanlage im ' o t fall in ca. Wän nebildgerätes AN/ T AS-4 A \'0 11 nachtkam pf-
fünf Sekunden unter Panzerschut z befinden und fä h ig. Es befinde t sic h au f dem Gehä use des op ti-
daß im eingefahrenen Zustand alle Elemente der sc he n Vis iers mi t e ine m eige ne n E inb lickok ular .
Waffenanlage geschützt sin d .

Un te n : Der Kommandant dieses JA G UAR 2 der Pan zerjägerkompani e 70 (Cu xhaven ) beobachtet das
Gefec hts feld mit dem Dop pel fer nglas. Die beiden am Bug a ngeb rac h te n Kett en dienen der Befestigu ng
des Pan zers be im Eisenbahn t ra ns po rt.
Sandini Sammlung

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Oben : Als Trä ger für das TOW-Syst em wurd e ein Teil der Kan on enjagdp anzer umgebaut. Dieses Foto
zeigt einen der konkurrieren den Prototypen der Firma Thyssen lIen schel. .

Unt en : Von der Gesellschaft für Systemt echni k (G ST) wurde die da nn spä ter auch akze ptierte JA ·
G UAR 2-Yersion vorgestellt. Anst elle des rech ten ausfahrba ren Beobachtungsperisko pes ist noch das
beim Kanonenjagdpanzer gebräu chli che pan krati sche Run dbli ckzielfern rohr (mi t einer Gummika ppe
abged eckt) einge baut. Die Nebel wur fanl age ist noch - wie beim JA G UAR 1 - auf de r Heckplatte au f-
geb aut. Die Frontpartie ist mit einer Zusat zpan zerun g gegen Artilleriesplitter un d Hohlladungstreffer
versehen worden .
Sandini Sammlung

Ob en: JAG UAR 2 mit ausgefahrener TOW-Waffenanlage. Der beh elfsm äßige Einbau wird deutlich. An-
ders als beim JAGUAR I befi ndet sich die Neb elwurfanlage auf dem Wannenbug. Ein Bug-M G ist nicht
vorha nden.

Unte n: Nahansich t des optische n Visiers mit dem zusä tzlich aufgesetz te n Wär m e bildziel- und Beo bach-
tungsgerät ANT AS4A für den Feuer kampf bei eingeschränk te r Sicht bis zu Entfe rn ungen auch über
2.0 00 m. Die linke Han d des Richt sch ützen befi ndet sich am Höhenricht knopf.

41
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Gl iederung der Pnn7.prjnJtprkotn pRnie

Ä
~

Ä
~Pl!P_

~
...
... •
KompQni f,ührung~ gtyp.PL
Panzf rj!igfr zügt.:

I. ~ .- ...
....- .-.-
1$pF wTrp_ .. 11.

111.
~

... ••
Ä ~ ~
IV.

~
~

~P-
~A,- ,

Ytfl - I
Mltlat h. T,,_

Bs t lTrp_ MunTrp.

Schematische Darstellungen der Gliederung einer Pan zerj ägerkompanie (o ben) und der im Luftland e-
bataillon befindlichen Luft landepanzerabwehrk ompanie.

Gr undgliederung Fa llS('hirmpa nll'rahl' ('hrkompanil'

~ " '6 139IS9

rn l2EJ rn ~ 0SJ
II~ 114iif
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i i/l:2. Kamptentfernung : 3700 m
~ ~

t'll!!l it"- 11 " -


Kampfentfernung: 1200m

I ~ I -:- I
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Sandini Sammlung

Ob en : Kein Fahrzeu g der Panzerjägertruppe , aber denno ch wert , hier Erw ähnung zu finde n : der Waf-
fenträger WIESE L. In der Version mit TOW-Bewaffnung (es gibt ihn no ch mit eine r 20 mm -MK be-
waffne t ) ist er die bewegliche Pan zera bwehr-Komponente der Luftl andetruppe .

Unte n : Der Waffenträger WIESEL wird auc h als Panzerjägerfahrzeug bewaffne t mit einem Zwillings-
sta rte r mit dem PzA bw l. Pk- Syste m HOT angebote n . Sein e Einfü hru ng wird u. a . von Indon esien er-
wo gen .
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1620
22B6tCH-S31

Drei seit skizze de s Waffent rägers WI ESEL (TOW) - Vorserien stand .

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Sandini Sammlung

Diese bei den Fo tos verdeutli ch en das luft bewegliche Einsa tzspekt rum des WIESELS . Der mittlere
Transport hubschraube r CH-53G kann einen Waffent räger als Außenlast oder abe r de ren zwei im Innen-
raum t rans portieren .
Sandini Sammlung

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~c:= - ~r

O ben lin ks: Fr ühes Funktionsmodell des künftig gepl anten Jagd panzers P'\~THE R mit eievierba re r
Waffen plattform . hie r a uf eine r umgebauten Wanne eines Schützenpanzers ~I'\ RD E R.

O ben rechts: Diese Prinzipskizze verdeutlicht das Einsatzspektrum der au sfahrbaren Pla tt fo rm . Vortei-
le sind u . a. geringer e Entd eckungswahrsch ein lichkei t und eine bedeu tende Erweiteru ng der Ziel- und
Beo ba chtu ngsm öglic h kei tcn.

Un te n links: Ein P'\~n IE R Versuchs turm auf der Wan ne de s von Krup p ~l aK fTh y sse n Henschel ge-
baute n Erp ro bungsträge rs VTF . Nach jetz ige r Planung sind umg ebau t e LEO PA RD I-Wann en für die
Einrüstung de r P'\~TH ER-Waffenanla ge vo rgesehe n .

Wie für da s gesa m te üb rige Heer so a uc h fiir die


Pa nzerj äger truppe wird di e in de n 9 0e r J ah ren ein-
zunehme nde neue Hee resstru kt ur graviere nde Ein-
griffe in die Stärk e und die Dislozierung zur Fo lge
haben . So werden mehrere pzJg Kp Ibeginnend mi t
der pzJ gK p 19 0 1 a ufgelös t werde n zwecks Bildung
de r ne ue n Unteroffizierschu len. Vo rgese he n ist
a uc h d ie Einfü hru ng des neu en Hubschrauber-f
Pan zerabwehr-Kam p fwagen s PANTH ER mit ele-
vierba re r Platt fo rm . ausgesta ttet m it dem Bod en -
Luft-Fl ugkö rpersystem ST INGE R so wie dem Pan-
zera bwe hrle nk flugkö rp ersy stem der Dritte n Ge ne-
ra tion . S pä testens dan n we rden die veralte te n
Sys teme M 48 u nd Kanon enj agdpan zer e ntfallen.
Es b leib t a bzu wa rten. ob d er fina nz ielle Rahmen
ode r d ie weiter e politisch e En twic klu ng der Pan-
ze rj äger tr up pe ei ne d erar tige St ärkung d er Kamp f-
k ra ft zuges te he n we rden .
Für die Zu kunft bleib t d ie Frage: " Q uo vad is
Pa nze rjäger?"
Sandini Sammlung

TA BELLE WAF F ENSYST EME DER PANZ ERJ ÄGERTRUPP E DER BUND ESWEHR

Name :\141 M47 KanJP z RakJPz I RakJP z 2 JAGUAR 1 JAG 2

Gewicht (k g) 25 .4 4 6 .2 25.7 13 23 23 25
Länge(m) 8 .2 1 8 .46 8 .75 5.56 6 .43 6 .6 1 6.6 1
Breite (m) 3.26 3 .5 1 2.98 2.5 42 2.98 3 .1 2 3.1 2
Hö he (rn ) 2.85 2.96' 2.0 9 1.7 2 2.1 5 2.55 2.06
kW 3 16 5 15 368 162 368 36 8 368
krn /h 86 60 70 50 70 70 70
Reichw. (km) 100 130 400 270 400 400 4 00
Besat zu ng 4 4 4 4 4 4 4
Waffe (mrn / Rak ) 76 .2 90 90 SS 11 SS 11 !lOT TOW
Betadun g 65 77 51 10 14 20 16

Der Kanonenjagdpanzer war langjäh rig das klassische Panzerabwehr waffensyst ern de r Bundeswehr. auf-
bauend auf die gu ten Erfa hrungen im Zweit en Welt krieg mit fla ch ge bauten Kasem attpan zern (z . B.
JA GDPA t'TlI ER ).

TABE LLE PANZERABWEHR-LENK FLUGK öRPER -SYST EME

Name COBRA SS 11 HOT 1 TOW I

Gew icht LFK 10.6 kg 23 kg 25 kg 25 kg


Lenksystem 1. Gen . I . Ge n . 2. Gen . 2. Gen .
Max. Reichwei te 2.000 m 3 .000 m 4 .000 m 3 .750 111
Min, Reich weit e 600 m 80 0 m 60 m 65 m
Flu gzeit (rna x.) 24 sek . 20 sek . 17 sek . 18 se k.

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Sandini Sammlung

Das farbige WAFFEN-ARSENAL Sonderheit


Deutsche [DD'eu1iSC1iieKampijiälirerj
Kampf- - - -'''::';'.;:-::'::::';'-:::;
panzer
1934-1945
in Farbe
INeubaufahrzeug( - Panzer I
Panzer 11 - Panzer 111
PanzerIV ITigere
)Königst iger! - )Mause
In konzentrierter Formwerden alle deutschen Kamp/panzer der Wehr-
macht von 1934-1945. Ihre Entwicklung. Kampfwert. Panzerung. Be-
waffnung etc. dargestellt. speziell auch die verschiedenen Ausführun-
gen und Abarten. Vierseltenskizzen sowie viele Fotos und technische
Daten der Hauptausführungen.
52 Seiten - Großformat (quer) 24.80 DM
ISB"l J.7909·023HI SW~'T' tler 19901

<4 Die deutsche Panzertruppe vom ersten Einsatz in Polen bis zu den
Endkämpfen in Berlin. Der Hauptteil des Buches ist ihrem Einsatz in
Rußland gewidmet. mit den gewaltigen Vorstößen In die Tiefe des
Landes. mit den Zangenbewegungen und Kesselschlachten und dem
Auftauchen des T-34. Die erbitterten Kämpfe gegen die Panzerkorps
der Roten Armee.die langen Raids bis hinein indie Kalmückensteppe.
die schweren. verlustreichen Abwehrkämpfe. die Rückzugskämpfe
und das Ende.
Aufstellung aller Panzerverbände der Wehrmacht. Angaben zu Unter-
stellungen. Umgliederungen und Ausrüstungen.
232 Selten - 360 Fotos - Großformat 49.80 DM
ISB~ 3-7909·0010·9 [Oktober 1990)

D ie farbigen Taschenbücher
MODERNE
PANZER
ABWEHR IMZWEITEN WELTKRIEG
SCHLACHTSCHIFFE
SCHLACHTKREUZER-
Das Ende der Panzer?

Mehr als 100 farbige Abbildungen und Die Wichtigsten ono bekanntesten Ein unubertrelfliches Hanaouch uber Ein beeindruckender Bencht über die
eine Fülle technischer Daten über die Bomber 1939-1 945 In hervorragen- die Schlachtschiffeund Schlachtkreu- Kämpfe Im Reichsgebiet. die FeSllln-
Panzerabwehrsysteme unserer Tage In den Farbbildern und Informativen Tex- zer der Welt des Ersten und Zweiten gen und die .Festen Plätze"
Ost und West Detailliene Darstellun- ten mit allen Angaben über die Ent- Weltkrieges Alle Großkampfschiffe in (September t9901 ~
gen der EInsatzmöglichkeiten bei den WIcklung. Technische Daten. Einsatz- beeindruckenden Farbbildern und mit 400 S
Heerenund Luhwaffen. (Nov 19901 Chronik.Dreiseitennsse und Zeichnun- komplexen Terten ISB" J.7909·04{)8·2 19.80 DM
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Waffen -Arsenal Band 124


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